{"id":67654,"date":"2017-09-14T18:54:57","date_gmt":"2017-09-14T16:54:57","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=67654"},"modified":"2017-09-14T18:54:57","modified_gmt":"2017-09-14T16:54:57","slug":"i-r-27-15-wegzugsbesteuerung-gemaess-par-6-astg-keine-beruecksichtigung-fiktiver-veraeusserungsverluste","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/i-r-27-15-wegzugsbesteuerung-gemaess-par-6-astg-keine-beruecksichtigung-fiktiver-veraeusserungsverluste\/","title":{"rendered":"I&nbsp;R&nbsp;27\/15 &#8211; Wegzugsbesteuerung gem&auml;&szlig; &sect; 6 AStG &#8211; Keine Ber&uuml;cksichtigung fiktiver Ver&auml;u&szlig;erungsverluste"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 26.4.2017, I R 27\/15<br \/>ECLI:DE:BFH:2017:U.260417.IR27.15.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Wegzugsbesteuerung gem&auml;&szlig; &sect; 6 AStG &#8211; Keine Ber&uuml;cksichtigung fiktiver Ver&auml;u&szlig;erungsverluste<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>&sect; 6 Abs. 1 Satz 1 AStG ist auch nach den Modifikationen durch das SEStEG dahin auszulegen, dass er nur f&uuml;r die F&auml;lle auf &sect; 17 EStG verweist, in denen der gemeine Wert der Anteile zu dem f&uuml;r die Besteuerung ma&szlig;gebenden Zeitpunkt die Anschaffungskosten &uuml;bersteigt (Anschluss an das Senatsurteil vom 28. Februar 1990 I R 43\/86, BFHE 160, 180, BStBl II 1990, 615).<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Auf die Revision der Kl&auml;ger wird das Urteil des Finanzgerichts M&uuml;nchen vom 25. M&auml;rz 2015&nbsp;&nbsp;1 K 495\/13 aufgehoben.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Klage wird abgewiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des gesamten Rechtsstreits haben die Kl&auml;ger zu tragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">A.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;ger und Revisionskl&auml;ger (Kl&auml;ger) sind Eheleute und wohnten bis zum 30.&nbsp;Juni 2009 im Inland, wo sie auch den Mittelpunkt ihrer Lebensinteressen hatten. Sie verf&uuml;gten daneben &uuml;ber eine Wohnung in &Ouml;sterreich. Am 1.&nbsp;Juli 2009 gaben die Kl&auml;ger ihren inl&auml;ndischen Wohnsitz auf und zogen ganz nach &Ouml;sterreich.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger hielt zum Zeitpunkt des Wegzugs Anteile an f&uuml;nf Kapitalgesellschaften (A, B, C, D, E), an deren Kapital er innerhalb der letzten f&uuml;nf Jahre zu mindestens 1&nbsp;% beteiligt war.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;ger wurden f&uuml;r das Streitjahr (2009) auf ihren Antrag hin nach Ma&szlig;gabe von &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;3, &sect;&nbsp;1a Abs.&nbsp;1 des Einkommensteuergesetzes in der im Streitjahr geltenden Fassung (EStG) auch hinsichtlich der Zeit nach dem Wegzug als mit ihren inl&auml;ndischen Eink&uuml;nften unbeschr&auml;nkt steuerpflichtig behandelt und zusammen zur Einkommensteuer veranlagt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) wendete bei Festsetzung der Einkommensteuer die Bestimmung des &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 des Gesetzes &uuml;ber die Besteuerung bei Auslandsbeziehungen (Au&szlig;ensteuergesetz) i.d.F. des Jahressteuergesetzes (JStG) 2009 vom 19.&nbsp;Dezember 2008 (BGBl I 2008, 2794, BStBl I 2009, 74) &#8211;AStG&#8211; i.V.m. &sect;&nbsp;17 EStG auf die genannten Beteiligungen des Kl&auml;gers an. Dabei ergaben sich in Bezug auf die Beteiligungen an A und B fiktive Ver&auml;u&szlig;erungsgewinne auf den Wegzugszeitpunkt, die das FA auf der Grundlage einer tats&auml;chlichen Verst&auml;ndigung mit den Kl&auml;gern in H&ouml;he von &#8230;&nbsp;EUR (A) und &#8230;&nbsp;EUR (B) ansetzte und nach Ma&szlig;gabe von &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;40 Satz&nbsp;1 Buchst.&nbsp;c EStG zu 60&nbsp;% der Einkommensteuer unterwarf. In Bezug auf die anderen Beteiligungen des Kl&auml;gers ergaben sich nach dem Ergebnis der tats&auml;chlichen Verst&auml;ndigung fiktive Ver&auml;u&szlig;erungsverluste auf den Wegzugszeitpunkt von &#8230;&nbsp;EUR (C), &#8230;&nbsp;EUR (D) und &#8230;&nbsp;EUR (E). Diese fiktiven Ver&auml;u&szlig;erungsverluste ber&uuml;cksichtigte das FA &#8211;unter Berufung auf das Urteil des erkennenden Senats vom 28.&nbsp;Februar 1990 I&nbsp;R&nbsp;43\/86 (BFHE 160, 180, BStBl II 1990, 615)&#8211; bei der Steuerfestsetzung nicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die wegen Unterlassens der Verlustber&uuml;cksichtigung erhobene Klage (Sprungklage gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;45 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211; mit Zustimmung des FA) hatte keinen Erfolg. Das Finanzgericht (FG) M&uuml;nchen hat sie mit Urteil vom 25.&nbsp;M&auml;rz 2015&nbsp; 1&nbsp;K&nbsp;495\/13 (abgedruckt in Entscheidungen der Finanzgerichte &#8211;EFG&#8211; 2015, 1210) als unbegr&uuml;ndet abgewiesen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Gegen das FG-Urteil richtet sich die vom FG zugelassene und auf Verletzung materiellen Rechts gest&uuml;tzte Revision der Kl&auml;ger.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>W&auml;hrend des Revisionsverfahrens &#8211;unter dem 1.&nbsp;Dezember 2015&#8211; hat das FA den urspr&uuml;nglich angefochtenen Steuerbescheid gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;175 der Abgabenordnung ge&auml;ndert. Weitere Streitpunkte zwischen den Beteiligten ergaben sich daraus nicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;ger beantragen, den Einkommensteuerbescheid 2009 vom 1.&nbsp;Dezember 2015 dahingehend abzu&auml;ndern, dass bei den Eink&uuml;nften aus Gewerbebetrieb ein Verlust in H&ouml;he von &#8230;&nbsp;EUR ber&uuml;cksichtigt und die Einkommensteuer auf &#8230;&nbsp;EUR festgesetzt wird.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt (sinngem&auml;&szlig;), die Klage abzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">B.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Das angefochtene Urteil ist aus verfahrensrechtlichen Gr&uuml;nden aufzuheben, weil der nach Ergehen des FG-Urteils erlassene &Auml;nderungsbescheid vom 1.&nbsp;Dezember 2015 an die Stelle des urspr&uuml;nglich angefochtenen Bescheids getreten ist. Dem FG-Urteil liegt infolgedessen ein nicht mehr existierender Bescheid zugrunde und das angefochtene Urteil kann deswegen keinen Bestand mehr haben. Da die vom FG festgestellten tats&auml;chlichen Grundlagen des Streitstoffs durch die &Auml;nderung des angefochtenen Bescheids unber&uuml;hrt geblieben sind, bedarf es keiner Zur&uuml;ckverweisung der Sache gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;127 FGO (z.B. Senatsurteil vom 26.&nbsp;Februar 2014 I&nbsp;R&nbsp;56\/12, BFHE 245, 143, BStBl II 2014, 703). Das finanzgerichtliche Verfahren leidet nicht an einem Verfahrensmangel, so dass die vom FG insoweit getroffenen tats&auml;chlichen Feststellungen durch die Aufhebung des Urteils nicht weggefallen sind; sie bilden daher nach wie vor die Grundlage f&uuml;r die Entscheidung des Senats.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Der Senat entscheidet in der Sache selbst. Die Klage ist abzuweisen. Das FA hat bei Anwendung des &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 AStG zu Recht nur die fiktiven Ver&auml;u&szlig;erungsgewinne aus den Anteilen A und B, nicht aber auch die noch nicht realisierten Wertminderungen der Anteile C, D und E ber&uuml;cksichtigt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Nach &sect;&nbsp;17 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 EStG geh&ouml;rt zu den Eink&uuml;nften aus Gewerbebetrieb auch der Gewinn aus der Ver&auml;u&szlig;erung von Anteilen an einer Kapitalgesellschaft, wenn der Ver&auml;u&szlig;erer innerhalb der letzten f&uuml;nf Jahre am Kapital der Gesellschaft unmittelbar oder mittelbar zu mindestens 1&nbsp;% beteiligt war. Ver&auml;u&szlig;erungsgewinn ist dabei grunds&auml;tzlich der Betrag, um den der Ver&auml;u&szlig;erungspreis nach Abzug der Ver&auml;u&szlig;erungskosten die Anschaffungskosten &uuml;bersteigt (&sect;&nbsp;17 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 EStG). Entsteht ein Ver&auml;u&szlig;erungsverlust, ist dieser unter den Ma&szlig;gaben des &sect;&nbsp;17 Abs.&nbsp;2 Satz 6 EStG ausgleichs- und abzugsf&auml;hig.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Eine Ver&auml;u&szlig;erung von Anteilen i.S. des &sect;&nbsp;17 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 EStG hat im Streitfall nicht stattgefunden. Jedoch bestimmt &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 AStG, dass bei einer nat&uuml;rlichen Person, die insgesamt mindestens zehn Jahre nach &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1 EStG unbeschr&auml;nkt steuerpflichtig war und deren unbeschr&auml;nkte Steuerpflicht durch Aufgabe des Wohnsitzes oder gew&ouml;hnlichen Aufenthalts endet, auf Anteile i.S. des &sect;&nbsp;17 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 EStG im Zeitpunkt der Beendigung der unbeschr&auml;nkten Steuerpflicht &sect;&nbsp;17 EStG auch ohne Ver&auml;u&szlig;erung anzuwenden ist, wenn im &Uuml;brigen f&uuml;r die Anteile zu diesem Zeitpunkt die Voraussetzungen dieser Vorschrift erf&uuml;llt sind. An Stelle des Ver&auml;u&szlig;erungspreises (&sect;&nbsp;17 Abs.&nbsp;2 EStG) tritt bei Anwendbarkeit des &sect;&nbsp;6 AStG der gemeine Wert der Anteile in dem nach &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 oder 2 AStG ma&szlig;gebenden Zeitpunkt (&sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;4 AStG).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Die Tatbestandsvoraussetzungen des &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;1 AStG liegen im Hinblick auf den Kl&auml;ger vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Der Kl&auml;ger war nach den den Senat gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 FGO bindenden Feststellungen des FG innerhalb der letzten f&uuml;nf Jahre vor dem Wegzug nach &Ouml;sterreich am Kapital der Gesellschaften A und B unmittelbar oder mittelbar zu mindestens 1&nbsp;% beteiligt; zudem war er vor dem Wegzug f&uuml;r mindestens zehn Jahre im Inland unbeschr&auml;nkt steuerpflichtig. Die Aufgabe des inl&auml;ndischen Wohnsitzes und des gew&ouml;hnlichen Aufenthalts hat zudem zur Beendigung der unbeschr&auml;nkten Steuerpflicht des Kl&auml;gers nach &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 EStG gef&uuml;hrt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Allerdings sind die Kl&auml;ger auf ihren Antrag hin gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;3 EStG f&uuml;r das (gesamte) Streitjahr als unbeschr&auml;nkt steuerpflichtig veranlagt worden. Nach dieser Bestimmung k&ouml;nnen unter bestimmten Voraussetzungen auf Antrag auch nat&uuml;rliche Personen als unbeschr&auml;nkt steuerpflichtig behandelt werden, die im Inland weder einen Wohnsitz noch ihren gew&ouml;hnlichen Aufenthalt haben, soweit sie inl&auml;ndische Eink&uuml;nfte i.S. des &sect;&nbsp;49 EStG haben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ob eine auf &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;3 EStG beruhende Veranlagung als unbeschr&auml;nkt steuerpflichtig dazu f&uuml;hrt, dass der (&quot;Grund&quot;-)Tatbestand des &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 AStG nicht erf&uuml;llt ist (so Gosch in Kirchhof, EStG, 16.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;1 Rz&nbsp;27; Wassermeyer in Flick\/ Wassermeyer\/Baumhoff\/Sch&ouml;nfeld, Au&szlig;ensteuerrecht, &sect;&nbsp;6 AStG Rz&nbsp;40; M&uuml;ller-Gosoge in Haase, AStG\/DBA, 3.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;6 AStG Rz&nbsp;65; Schaumburg, Internationales Steuerrecht, 4.&nbsp;Aufl., Rz&nbsp;6.412) oder ob die auf einem Antrag nach &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;3 EStG beruhende &quot;fiktive&quot; unbeschr&auml;nkte Steuerpflicht nicht als unbeschr&auml;nkte Steuerpflicht i.S. des &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 AStG anzusehen ist (so Strunk\/Kaminski in Strunk\/Kaminski\/K&ouml;hler, AStG\/DBA, &sect;&nbsp;6 AStG Rz&nbsp;14.2; Bl&uuml;mich\/Elicker, &sect;&nbsp;6 AStG Rz&nbsp;44), kann im Hinblick auf den verfahrensgegenst&auml;ndlichen Festsetzungsbescheid jedoch offenbleiben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Denn jedenfalls greift im Streitfall der (&quot;Ersatz&quot;-)Tatbestand des &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 AStG. Danach steht der Beendigung der unbeschr&auml;nkten Steuerpflicht nach Satz&nbsp;1 die Begr&uuml;ndung eines Wohnsitzes oder gew&ouml;hnlichen Aufenthalts oder die Erf&uuml;llung eines anderen &auml;hnlichen Merkmals in einem ausl&auml;ndischen Staat gleich, wenn der Steuerpflichtige auf Grund dessen nach einem Abkommen zur Vermeidung der Doppelbesteuerung als in diesem Staat ans&auml;ssig anzusehen ist. Eine derartige Ans&auml;ssigkeit der Kl&auml;ger in &Ouml;sterreich ist hier nach Art.&nbsp;4 des Abkommens zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Republik &Ouml;sterreich zur Vermeidung der Doppelbesteuerung auf dem Gebiet der Steuern vom Einkommen und vom Verm&ouml;gen vom 24.&nbsp;August 2000 (BGBl II 2002, 735, BStBl I 2002, 585) &#8211;DBA-&Ouml;sterreich 2000&#8211; gegeben. Nach dieser Bestimmung ist eine Person dann in einem Vertragsstaat ans&auml;ssig, wenn sie nach dem Recht dieses Staates dort u.a. aufgrund ihres Wohnsitzes oder ihres st&auml;ndigen Aufenthalts steuerpflichtig ist. Von einer wohnsitzbedingten (unbeschr&auml;nkten) Steuerpflicht des Kl&auml;gers in &Ouml;sterreich ist f&uuml;r das Streitjahr auszugehen, da nach den Feststellungen der Vorinstanz die Kl&auml;ger ihren Wohnsitz nach dort verlegt haben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Nach der zu &sect;&nbsp;6 AStG in seiner Ursprungsfassung (a.F.) des Gesetzes zur Wahrung der steuerlichen Gleichm&auml;&szlig;igkeit bei Auslandsbeziehungen und zur Verbesserung der steuerlichen Wettbewerbslage bei Auslandsinvestitionen (Au&szlig;ensteuerreformgesetz) vom 8.&nbsp;September 1972 (BGBl I 1972, 1713, BStBl I 1972, 450) ergangenen Rechtsprechung des erkennenden Senats (Senatsurteil in BFHE 160, 180, BStBl II 1990, 615) ist &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 AStG a.F. dahin auszulegen, dass er nur f&uuml;r die F&auml;lle auf &sect;&nbsp;17 EStG verweist, in denen der gemeine Wert der Anteile zu dem f&uuml;r die Besteuerung ma&szlig;gebenden Zeitpunkt die Anschaffungskosten &uuml;bersteigt (zustimmend Bundesministerium der Finanzen, Schreiben vom 14.&nbsp;Mai 2004 &#8211;Grunds&auml;tze zur Anwendung des Au&szlig;ensteuergesetzes&#8211;, BStBl I 2004, Sondernummer 1\/2004, 3, Tz.&nbsp;6.1.3.3). Daran ist auch f&uuml;r die im Streitjahr anzuwendende Gesetzesfassung festzuhalten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Der Senat hat sein Auslegungsergebnis seinerzeit damit begr&uuml;ndet, dass dieses sich zwar nicht aus dem Wortsinn des &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 AStG a.F., jedoch aus zahlreichen anderen Auslegungskriterien ergebe. Dazu geh&ouml;re einmal die &Uuml;berschrift vor &sect;&nbsp;6 AStG a.F. &quot;Besteuerung des Verm&ouml;genszuwachses&quot;. Ferner ergebe sich dies aus &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;5 AStG a.F. Danach sei der nach &sect;&nbsp;17 und &sect;&nbsp;49 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;c EStG (in der seinerzeitigen Fassung &#8211;a.F.&#8211;) anzusetzende Gewinn &quot;um den nach den vorstehenden Vorschriften besteuerten Verm&ouml;genszuwachs zu k&uuml;rzen&quot;. W&uuml;rde &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 AStG a.F. auch Wertminderungen von Anteilen an inl&auml;ndischen Kapitalgesellschaften erfassen, so w&auml;re es nur logisch und systemgerecht, den nach &sect;&nbsp;17 und &sect;&nbsp;49 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;c EStG a.F. anzusetzenden Gewinn aus der Ver&auml;u&szlig;erung von Anteilen um die bereits nach &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 AStG a.F. erfasste Verm&ouml;gensminderung zu erh&ouml;hen. Die klare Fassung des &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;5 AStG a.F. erlaube jedoch eine solche Rechtsfolge nicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Auch die Normierung der Ersatztatbest&auml;nde in &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;3 AStG a.F. sowie die Regelung in &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;4 AStG a.F. spreche f&uuml;r diese Sichtweise. Die Aufstellung von Ersatztatbest&auml;nden in &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;3 AStG a.F. sei in der Regierungsbegr&uuml;ndung zum Au&szlig;ensteuerreformgesetz (BTDrucks VI\/2883, Rz&nbsp;79) mit dem Ziel der Verhinderung von Steuerumgehungsm&ouml;glichkeiten begr&uuml;ndet worden. Eine Umgehung der Steuerpflicht nach &sect;&nbsp;17 EStG&nbsp;a.F. drohe aber nicht, wenn ein Steuerpflichtiger Anteile an einer inl&auml;ndischen Kapitalgesellschaft, deren gemeiner Wert unter die Anschaffungskosten gesunken sei, in eine ausl&auml;ndische Kapitalgesellschaft oder in ein ausl&auml;ndisches Betriebsverm&ouml;gen einlege. W&uuml;rde deshalb &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 AStG a.F. auch auf Anteilswertminderungen angewendet, so w&uuml;rden die Ersatztatbest&auml;nde des &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;3 AStG a.F. nicht mehr der Verhinderung der Steuerumgehung dienen, sondern eine Steuerbeg&uuml;nstigung begr&uuml;nden. &Auml;hnliches gelte f&uuml;r die Anwendung des &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;4 AStG a.F. Nach dieser Vorschrift entfalle der Steueranspruch nach &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;1 AStG a.F., wenn der Steuerpflichtige innerhalb von f&uuml;nf Jahren seit Beendigung der unbeschr&auml;nkten Steuerpflicht wieder unbeschr&auml;nkt steuerpflichtig werde. Sollte die Vorschrift auch auf Anteilswertminderungen anzuwenden sein, dann w&uuml;rde die Beendigung der unbeschr&auml;nkten Steuerpflicht steuerbeg&uuml;nstigend wirken, w&auml;hrend die Wiederbegr&uuml;ndung der unbeschr&auml;nkten Steuerpflicht die Steuerbeg&uuml;nstigung in Fortfall geraten lie&szlig;e. Dies mache keinen Sinn und stehe auch mit den Zielsetzungen des Au&szlig;ensteuergesetzes nicht in Einklang. Schlie&szlig;lich hat sich der Senat auf die Regelungsabsicht des Gesetzgebers und den Zweck des &sect;&nbsp;6 AStG a.F. bezogen. Die Vorschrift wolle ausweislich der &Uuml;berschrift des Au&szlig;ensteuerreformgesetzes die steuerliche Gleichm&auml;&szlig;igkeit bei Auslandsbeziehungen wahren. Die steuerliche Gleichm&auml;&szlig;igkeit sei aber nur dann bedroht, wenn ein Steuerpflichtiger stille Reserven ins Ausland verlagere und sie damit der inl&auml;ndischen Besteuerung entziehe. Eine entsprechende Ungleichm&auml;&szlig;igkeit drohe nicht, wenn Wertminderungen ins Ausland verlagert w&uuml;rden. Verluste aus einer Anteilsver&auml;u&szlig;erung seien gem&auml;&szlig; &sect;&sect;&nbsp;17 und 49 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;c EStG a.F. im Inland aus vielerlei Gr&uuml;nden nur sehr beschr&auml;nkt ber&uuml;cksichtigungsf&auml;hig. &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 AStG a.F. h&auml;tte deshalb einen beg&uuml;nstigenden Charakter, wenn die Vorschrift auch auf Anteilswertminderungen anzuwenden sein sollte. Dass ein solcher beg&uuml;nstigender Charakter nicht beabsichtigt sei, ergebe sich sowohl aus der Regierungsbegr&uuml;ndung zum Au&szlig;ensteuerreformgesetz (vgl. BTDrucks VI\/2883, Rz&nbsp;24 bis 26, 74, 75, 77 und 78) als auch aus dem Bericht des Finanzausschusses des Bundestages (BTDrucks VI\/3537). Danach werde &sect;&nbsp;6 AStG&nbsp;a.F. allein von der &Uuml;berlegung getragen, Verm&ouml;genszuw&auml;chse in wesentlichen Beteiligungen an inl&auml;ndischen Kapitalgesellschaften steuerlich noch zu einem Zeitpunkt zu erfassen, in dem die Besteuerung im Inland nach den Grunds&auml;tzen der unbeschr&auml;nkten Steuerpflicht uneingeschr&auml;nkt m&ouml;glich sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) An diesen Erw&auml;gungen hat sich durch die zwischenzeitlichen Rechts&auml;nderungen nichts Grundlegendes ge&auml;ndert. So lautet die amtliche &Uuml;berschrift des &sect;&nbsp;6 AStG nach wie vor &quot;Besteuerung des Verm&ouml;genszuwachses&quot;. Den Begriff &quot;Verm&ouml;genzuwachs&quot; verwendet das Gesetz jetzt &uuml;berdies auch in &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;6 und 7 sowie in Abs.&nbsp;6 Satz&nbsp;1 und 3 AStG. Die Bestimmung des &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;5 AStG enth&auml;lt weiterhin keine Regelung, nach der der nach &sect;&nbsp;17 und &sect;&nbsp;49 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;e EStG anzusetzende Gewinn um eine bereits nach &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 AStG erfasste Verm&ouml;gensminderung zu erh&ouml;hen w&auml;re. Die vom Senat in dem Urteil in BFHE 160, 180, BStBl II 1990, 615 des Weiteren in Bezug genommene Regelung des &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;4 AStG&nbsp;a.F. ist nach ihrer Verlagerung in &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;3 AStG in ihrem Kern nicht ver&auml;ndert worden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) In den mit dem Gesetz &uuml;ber steuerliche Begleitma&szlig;nahmen zur Einf&uuml;hrung der Europ&auml;ischen Gesellschaft und zur &Auml;nderung weiterer steuerrechtlicher Vorschriften (SEStEG) vom 7.&nbsp;Dezember 2006 (BGBl I 2006, 2782, BStBl I 2007, 4) vorgenommenen Modifizierungen und Erg&auml;nzungen des &sect;&nbsp;6 AStG finden sich weitere Belege f&uuml;r die vom Senat vertretene Sichtweise.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aaa) So wird nunmehr nach den Ma&szlig;gaben des &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;5 AStG aus unionsrechtlichen Gr&uuml;nden (vgl. Begr&uuml;ndung des Gesetzentwurfs der Bundesregierung, BTDrucks 16\/2710, S. 27, 53) f&uuml;r Staatsangeh&ouml;rige eines Mitgliedstaats der Europ&auml;ischen Union (EU) oder eines zum Europ&auml;ischen Wirtschaftsraum (EWR) geh&ouml;renden Staats bei Wegzug in einen solchen Staat &quot;die nach Absatz&nbsp;1 geschuldete Steuer&quot; von Amts wegen zinslos und ohne Sicherheitsleistung bis zur Ver&auml;u&szlig;erung der Anteile (oder zum Eintritt eines der in &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;4 AStG geregelten Ersatztatbest&auml;nde) gestundet. In diesen F&auml;llen &#8211;zu denen auch der Streitfall geh&ouml;rt&#8211; bewirkt die Wegzugsbesteuerung folglich keinen sofortigen Besteuerungszugriff mehr auf noch nicht realisierte Ver&auml;u&szlig;erungsgewinne. Die Wegzugsbesteuerung beeinflusst w&auml;hrend des Stundungszeitraums auch nicht die Verlustfeststellung; denn nach &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;5 Satz 6 AStG ist &quot;der Verm&ouml;genzuwachs nach Satz&nbsp;1&quot; bei Anwendung des &sect;&nbsp;10d EStG nicht zu ber&uuml;cksichtigen, wenn der Gesamtbetrag der Eink&uuml;nfte ohne dessen Einbeziehung negativ ist. Die sofortige Steuerfestsetzung wirkt daher in diesen F&auml;llen im Ergebnis nur noch als Sicherungsinstrument des Fiskus, damit dieser im sp&auml;teren Realisationsfall ohne Weiteres auf die bis zum Wegzugszeitpunkt im jeweiligen Anteil vorhandenen stillen Reserven zugreifen kann.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>F&uuml;r zum Wegzugszeitpunkt noch nicht realisierte Ver&auml;u&szlig;erungsverluste existieren hingegen keine spiegelbildlichen Regelungen, die einen Aufschub der Steuerwirksamkeit bis zum Realisationszeitpunkt bewirken k&ouml;nnten (vgl. Riedel, Internationale Steuer-Rundschau &#8211;ISR&#8211; 2016, 193, 197). W&auml;ren im Rahmen des &sect;&nbsp;6 AStG auch fiktive Ver&auml;u&szlig;erungsverluste zu ber&uuml;cksichtigen, k&ouml;nnten diese vielmehr sofort steuerwirksam werden, ohne dass absehbar w&auml;re, ob, wann und unter welchen Umst&auml;nden es zu einem sp&auml;teren Realisationsakt kommen w&uuml;rde und ob die dann realisierten Ver&auml;u&szlig;erungsverluste &uuml;berhaupt im Inland steuerlich zu ber&uuml;cksichtigen w&auml;ren. Nichts spricht daf&uuml;r, dass der Gesetzgeber &sect;&nbsp;6 AStG ein derart &#8211;zu Lasten des Fiskus&#8211; unausgewogenes Besteuerungskonzept hat zugrunde legen wollen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bbb) Zu Recht hat das FG &uuml;berdies auf die ebenfalls durch das SEStEG eingef&uuml;gte Bestimmung des &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;6 AStG hingewiesen. Nach &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;6 Satz&nbsp;1 AStG ist der Steuerbescheid aufzuheben oder zu &auml;ndern, wenn im Falle der Beendigung der Stundung nach &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;4 Nr.&nbsp;1 AStG (d.h. wegen Ver&auml;u&szlig;erung des Anteils oder eines gleichgestellten Tatbestands) der Ver&auml;u&szlig;erungsgewinn &quot;niedriger als der Verm&ouml;genszuwachs nach Absatz&nbsp;1&quot; ist und die Wertminderung bei der Einkommensbesteuerung durch den Zuzugsstaat nicht ber&uuml;cksichtigt wird. &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;6 Satz&nbsp;3 AStG bestimmt, dass die Wertminderung &quot;h&ouml;chstens im Umfang des Verm&ouml;genszuwachses nach Absatz&nbsp;1 zu ber&uuml;cksichtigen&quot; ist. Die hier im Gesetz ausdr&uuml;cklich erw&auml;hnte und in einen Gegensatz zum &quot;Verm&ouml;genszuwachs&quot; gesetzte &quot;Wertminderung&quot; der Anteile soll danach also nur dann Ber&uuml;cksichtigung finden k&ouml;nnen, wenn sie sich nach dem Wegzug durch Ver&auml;u&szlig;erung oder einen gleichgestellten Tatbestand realisiert hat und soweit sie den zum Wegzugszeitpunkt vorhandenen (und unter Stundung besteuerten) Verm&ouml;genszuwachs nicht &uuml;bersteigt. Das von den Kl&auml;gern bef&uuml;rwortete Gesetzesverst&auml;ndnis dahingehend, dass unter den vom Gesetz verwendeten Begriff des Verm&ouml;genszuwachses auch eine Wertminderung zu subsumieren sei (&quot;negativer Verm&ouml;genszuwachs&quot;), ist damit nicht vereinbar.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>dd) Soweit die Kl&auml;ger demgegen&uuml;ber in den durch das SEStEG bewirkten &Auml;nderungen Anhaltspunkte f&uuml;r eine Rechts&auml;nderung in Richtung auf die Einbeziehung auch von fiktiven Ver&auml;u&szlig;erungsverlusten in die Anwendung von &sect;&nbsp;6 AStG sehen (so auch Wassermeyer in Flick\/Wassermeyer\/Baumhoff\/Sch&ouml;nfeld, a.a.O., &sect;&nbsp;6 AStG Rz&nbsp;51; Strunk\/Kaminski in Strunk\/Kaminski\/K&ouml;hler, a.a.O., &sect;&nbsp;6 AStG Rz&nbsp;138; M&uuml;ller-Gosoge in Haase, a.a.O., &sect;&nbsp;6 AStG Rz&nbsp;124; Hecht in Fuhrmann, Au&szlig;ensteuergesetz, 3.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;6 Rz&nbsp;15; Riedel, ISR 2016, 193&nbsp;ff.; H&auml;ck, Internationales Steuerrecht 2015, 486&nbsp;f.; Bl&uuml;mich\/Elicker, &sect;&nbsp;6 AStG Rz&nbsp;63&nbsp;f.), vermag dies nicht zu &uuml;berzeugen (wie hier Kraft, AStG, &sect;&nbsp;6 Rz&nbsp;291; Jacob, Steueranwaltsmagazin 2009, 130, 132<em>)<\/em>.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aaa) Allerdings hat sich der Wortlaut des &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 AStG dahingehend ge&auml;ndert, dass es jetzt nicht mehr hei&szlig;t, &sect;&nbsp;17 EStG sei auf &quot;Anteile an einer inl&auml;ndischen Kapitalgesellschaft&quot; auch ohne Ver&auml;u&szlig;erung anzuwenden (so die Ursprungsfassung). Die mit dem SEStEG eingef&uuml;gte heutige Formulierung stellt auf &quot;Anteile im Sinne des &sect;&nbsp;17 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 des Einkommensteuergesetzes&quot; ab, auf die &sect;&nbsp;17 EStG auch ohne Ver&auml;u&szlig;erung anwendbar sein soll. Mit dieser Umformulierung sollte bewirkt werden, dass &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;1 AStG auch auf Anteile an einer ausl&auml;ndischen Gesellschaft i.S. des &sect;&nbsp;17 EStG anwendbar ist (BTDrucks 16\/2710, S.&nbsp;52). Zur Frage der Ber&uuml;cksichtigung auch von Ver&auml;u&szlig;erungsverlusten im Rahmen der Rechtsfolge des &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 AStG i.V.m. &sect;&nbsp;17 EStG l&auml;sst sich aus dieser tatbestandlichen Erweiterung indessen nichts ableiten. Die angeordnete Rechtsfolge, n&auml;mlich die Anwendbarkeit des &sect;&nbsp;17 EStG auch ohne Ver&auml;u&szlig;erung, ist gleich geblieben und (entgegen Strunk\/Kaminski in Strunk\/Kaminski\/K&ouml;hler, a.a.O., &sect;&nbsp;6 AStG Rz&nbsp;138) nicht umfassender geworden. Dass bei isolierter Betrachtung des Wortlauts nur des &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 AStG sich kein Anhalt f&uuml;r einen Ausschluss von fiktiven Ver&auml;u&szlig;erungsverlusten aus dem Rechtsfolgenverweis auf &sect;&nbsp;17 EStG ergibt, hat der Senat schon in dem Urteil in BFHE 160, 180, BStBl II 1990, 615 zur urspr&uuml;nglichen Fassung konstatiert. Gleichwohl ist er aufgrund der oben beschriebenen Umst&auml;nde zu einer den Wortlaut einschr&auml;nkenden Auslegung gelangt. F&uuml;r die Auslegung der Neufassung ist dies in gleicher Weise m&ouml;glich und geboten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bbb) Mit den durch das SEStEG vorgenommenen &Auml;nderungen hat sich &sect;&nbsp;6 AStG nicht zu einer umfassenden Entstrickungsvorschrift gewandelt, die auch die Ber&uuml;cksichtigung von zum Wegzugszeitpunkt gegebenen, noch nicht realisierten Wertverlusten erfordert (so aber Riedel, ISR 2016, 193, 195&nbsp;ff.; vgl. auch Wassermeyer in Flick\/Wassermeyer\/Baumhoff\/Sch&ouml;nfeld, a.a.O., &sect;&nbsp;6 AStG Rz&nbsp;51). Zwar ist in &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 Nr.&nbsp;4 AStG i.d.F. des SEStEG &#8211;parallel zum allgemeinen Entstrickungstatbestand f&uuml;r Wirtschaftsg&uuml;ter des Betriebsverm&ouml;gens gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 EStG i.d.F. des SEStEG&#8211; der Ausschluss oder die Beschr&auml;nkung des Besteuerungsrechts der Bundesrepublik Deutschland hinsichtlich des Ver&auml;u&szlig;erungsgewinns generell und unabh&auml;ngig von der jeweiligen Ursache als Ersatztatbestand f&uuml;r einen Wegzug normiert worden. Diese tatbestandliche Erweiterung des &sect;&nbsp;6 AStG l&auml;sst indessen nicht den Schluss darauf zu, dass der Gesetzgeber nunmehr in Abkehr von der bisherigen Rechtsprechung und Verwaltungspraxis auch noch nicht realisierte Ver&auml;u&szlig;erungsverluste in den Anwendungsbereich des &sect;&nbsp;6 AStG hat einbeziehen wollen. Aus der diesbez&uuml;glichen Gesetzesbegr&uuml;ndung zum SEStEG (BTDrucks 16\/2710, S.&nbsp;27, 52&nbsp;ff.) ergibt sich daf&uuml;r kein Anhalt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>ccc) Soweit sich die Kl&auml;ger auf den erw&auml;hnten allgemeinen Entstrickungstatbestand des &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 EStG i.d.F. des SEStEG und darauf berufen, dass sich in dessen Anwendungsbereich noch nicht realisierte Wertverluste durch Teilwertabschreibungen steuermindernd auswirken k&ouml;nnen, l&auml;sst sich daraus f&uuml;r die Auslegung des &sect;&nbsp;6 AStG nichts gewinnen. Denn es ist ein generelles Merkmal der Besteuerung von im Privatverm&ouml;gen gehaltenen Anteilen i.S. des &sect;&nbsp;17 EStG, dass sich Wertverluste erst im Realisierungsfall auswirken k&ouml;nnen und dass eine der Teilwertabschreibung vergleichbare M&ouml;glichkeit der vorzeitigen steuerlichen Ber&uuml;cksichtigung von Wertverlusten nicht existiert. Es ist kein Grund daf&uuml;r ersichtlich, warum im Anwendungsbereich des &sect;&nbsp;6 AStG Anderes zu gelten h&auml;tte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Der Vorinstanz ist auch darin Recht zu geben, dass die fiktiven Ver&auml;u&szlig;erungsgewinne hinsichtlich der Anteile A und B im Rahmen des &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 AStG i.V.m. &sect;&nbsp;17 EStG nicht saldierend mit den zum Wegzugszeitpunkt zu verzeichnenden Wertminderungen der Anteile C, D und E zu verrechnen sind (a.A. Jacob, Steueranwaltsmagazin 2009, 130, 132&nbsp;ff.). Dem steht die &sect;&nbsp;17 EStG zugrunde liegende, anteilsbezogene Betrachtungsweise entgegen (insoweit auch Riedel, ISR 2016, 193, 197). &sect;&nbsp;17 EStG kn&uuml;pft in seinem origin&auml;ren Anwendungsbereich punktuell an einzelne Anteile und auf diese bezogene Ver&auml;u&szlig;erungsvorg&auml;nge und gleichgestellte Tatbest&auml;nde an (vgl. z.B. Urteil des Bundesfinanzhofs vom 20.&nbsp;April 2004 VIII&nbsp;R&nbsp;52\/02, BFHE&nbsp;206, 98, BStBl II 2004, 556; Gosch in Kirchhof, a.a.O., &sect;&nbsp;17 Rz&nbsp;66; Schmidt\/Weber-Grellet, EStG, 36.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;17 Rz&nbsp;1, 162) und unterwirft die jeweiligen Ver&auml;u&szlig;erungsergebnisse jeweils der Besteuerung als (fiktive) gewerbliche Eink&uuml;nfte. Eine Saldierung der Ver&auml;u&szlig;erungsergebnisse mehrerer von einem Steuerpflichtigen gehaltener Anteile findet auf dieser Ebene nicht statt. Nichts anderes gilt im Bereich des &sect;&nbsp;6 AStG, der an &quot;Anteile i.S. des &sect;&nbsp;17&quot; und auf diese bezogene fiktive (positive) Ver&auml;u&szlig;erungsgewinne zum Wegzugszeitpunkt ankn&uuml;pft.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Die Notwendigkeit einer Ber&uuml;cksichtigung fiktiver Ver&auml;u&szlig;erungsverluste im Rahmen der Wegzugsbesteuerung nach &sect;&nbsp;6 AStG kann sich nicht daraus ergeben, dass nach dem Vorbringen des Kl&auml;gers nach &ouml;sterreichischem Einkommensteuerrecht der zum Zuzugszeitpunkt bestehende gemeine Wert der Anteile als Ausgangswert f&uuml;r die Steuerverstrickung in &Ouml;sterreich anzusetzen ist. Denn dadurch, dass im Rahmen des &sect;&nbsp;6 AStG fiktive Ver&auml;u&szlig;erungsverluste von Anteilen i.S. des &sect;&nbsp;17 EStG nicht ber&uuml;cksichtigt werden, wird noch keine Entscheidung dar&uuml;ber getroffen, ob und in welchem Umfang im Falle einer sp&auml;teren Ver&auml;u&szlig;erung eines solchen Anteils ein etwaiger &#8211;dann tats&auml;chlich realisierter&#8211; Ver&auml;u&szlig;erungsverlust im Inland zu ber&uuml;cksichtigen ist oder nicht. Selbst wenn es in einem sp&auml;teren Ver&auml;u&szlig;erungsfall dazu kommen w&uuml;rde, dass ein realisierter Ver&auml;u&szlig;erungsverlust im Zuzugsstaat keine Ber&uuml;cksichtigung findet und &#8211;aus welchem Rechtsgrund auch immer&#8211; eine Verpflichtung des deutschen Fiskus entstehen k&ouml;nnte, den bis zum Wegzugszeitpunkt entstandenen Teil der Wertminderung steuerlich zu ber&uuml;cksichtigen, k&ouml;nnte daraus in keinem Fall auch die Verpflichtung abgeleitet werden, bereits im Vorgriff &#8211;im Wegzugszeitpunkt&#8211; eine noch nicht realisierte Wertminderung steuerlich zu ber&uuml;cksichtigen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Das mit &Ouml;sterreich bestehende Abkommen zur Vermeidung der Doppelbesteuerung steht der Besteuerung des fiktiven Ver&auml;u&szlig;erungsgewinns nach &sect;&nbsp;6 AStG nicht entgegen. Vielmehr beh&auml;lt Art.&nbsp;13 Abs.&nbsp;6 Satz 1 DBA-&Ouml;sterreich 2000 dem Vertragsstaat, in dem eine nat&uuml;rliche Person w&auml;hrend mindestens f&uuml;nf Jahren ans&auml;ssig war, ausdr&uuml;cklich das Recht vor, bei Anteilen an Gesellschaften einen Verm&ouml;genszuwachs bis zu ihrem Ans&auml;ssigkeitswechsel zu besteuern. Der andere Staat hat in diesem Fall nach Satz&nbsp;2 der Vorschrift bei sp&auml;terer Ver&auml;u&szlig;erung der Anteile bei der Ermittlung des Ver&auml;u&szlig;erungsgewinns als Anschaffungskosten den Betrag zugrunde zu legen, den der erstgenannte Staat im Zeitpunkt des Wegzugs als Erl&ouml;s angenommen hat. Die abkommensrechtlichen Regelungen sind mithin auf die Wegzugsbesteuerung nach &sect;&nbsp;6 AStG abgestimmt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Unionsrechtliche Bedenken hinsichtlich der Wegzugsbesteuerung bestehen in den F&auml;llen, in denen die Steuer nach Ma&szlig;gabe von &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;5 AStG zu stunden ist, nicht (s. Senatsbeschluss vom 23.&nbsp;September 2008 I&nbsp;B&nbsp;92\/08, BFHE 223, 73, BStBl II 2009, 524, Rz&nbsp;12&nbsp;ff.; Senatsurteil vom 25.&nbsp;August 2009 I&nbsp;R&nbsp;88,&nbsp;89\/07, BFHE&nbsp;226, 296, BStBl II 2016, 438, Rz&nbsp;44&nbsp;f.). Ein solcher Fall liegt hier vor, wobei wiederum offenbleiben kann, ob im Fall des Kl&auml;gers schon der Grundtatbestand des &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 AStG erf&uuml;llt ist oder ob nur der (Ersatz-)Tatbestand des &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 AStG greift. Denn im erstgenannten Fall w&auml;re die Stundung nach &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;1 AStG zu gew&auml;hren. Im zweitgenannten Fall griffe die Regelung des &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;5 Satz 3 Nr.&nbsp;2 AStG, der zufolge &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;1 und 2 AStG entsprechend anzuwenden ist, wenn im Fall des Abs.&nbsp;1 Satz 2 Nr.&nbsp;2 der Steuerpflichtige einer der deutschen unbeschr&auml;nkten Einkommensteuerpflicht vergleichbaren Steuerpflicht in einem Mitgliedstaat der EU oder einem Vertragsstaat des EWR-Abkommens unterliegt und Staatsangeh&ouml;riger eines dieser Staaten ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>5. Einen Ansatzpunkt f&uuml;r den von den Kl&auml;gern geltend gemachten Versto&szlig; gegen den allgemeinen Gleichheitssatz des Art.&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 des Grundgesetzes vermag der Senat nicht zu erkennen. Insbesondere trifft &sect;&nbsp;6 AStG &#8211;wie oben ausgef&uuml;hrt&#8211; keine Entscheidung dar&uuml;ber, ob im Fall der sp&auml;teren Realisierung eines Wertverlusts der Anteile C, D und E die bis zum Wegzug entstandenen Wertminderungen im Rahmen der inl&auml;ndischen Besteuerung zu ber&uuml;cksichtigen sind oder nicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>III. Die Kostenentscheidung beruht auf &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;1 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 26.4.2017, I R 27\/15ECLI:DE:BFH:2017:U.260417.IR27.15.0 Wegzugsbesteuerung gem&auml;&szlig; &sect; 6 AStG &#8211; Keine Ber&uuml;cksichtigung fiktiver Ver&auml;u&szlig;erungsverluste Leits&auml;tze &sect; 6 Abs. 1 Satz 1 AStG ist auch nach den Modifikationen durch das SEStEG dahin auszulegen, dass er nur f&uuml;r die F&auml;lle auf &sect; 17 EStG verweist, in denen der gemeine Wert der Anteile zu dem &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/i-r-27-15-wegzugsbesteuerung-gemaess-par-6-astg-keine-beruecksichtigung-fiktiver-veraeusserungsverluste\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">I&nbsp;R&nbsp;27\/15 &#8211; Wegzugsbesteuerung gem&auml;&szlig; &sect; 6 AStG &#8211; Keine Ber&uuml;cksichtigung fiktiver Ver&auml;u&szlig;erungsverluste<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-67654","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/67654","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=67654"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/67654\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=67654"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=67654"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=67654"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}