{"id":67660,"date":"2017-09-14T18:34:19","date_gmt":"2017-09-14T16:34:19","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=67660"},"modified":"2017-09-14T18:34:19","modified_gmt":"2017-09-14T16:34:19","slug":"viii-r-40-15-zur-unmittelbaren-beruecksichtigung-nacherklaerter-veraeusserungsverluste-im-verlustfeststellungsbescheid-grobe-fahrlaessigkeit-bei-ruecknahme-eines-einspruchs-trotz-offenkundiger-problem","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/viii-r-40-15-zur-unmittelbaren-beruecksichtigung-nacherklaerter-veraeusserungsverluste-im-verlustfeststellungsbescheid-grobe-fahrlaessigkeit-bei-ruecknahme-eines-einspruchs-trotz-offenkundiger-problem\/","title":{"rendered":"VIII&nbsp;R&nbsp;40\/15 &#8211; Zur unmittelbaren Ber&uuml;cksichtigung nacherkl&auml;rter Ver&auml;u&szlig;erungsverluste im Verlustfeststellungsbescheid &#8211; Grobe Fahrl&auml;ssigkeit bei R&uuml;cknahme eines Einspruchs trotz offenkundiger Problematik"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 9.5.2017, VIII R 40\/15<br \/>ECLI:DE:BFH:2017:U.090517.VIIIR40.15.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Zur unmittelbaren Ber&uuml;cksichtigung nacherkl&auml;rter Ver&auml;u&szlig;erungsverluste im Verlustfeststellungsbescheid &#8211; Grobe Fahrl&auml;ssigkeit bei R&uuml;cknahme eines Einspruchs trotz offenkundiger Problematik<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>Die &Auml;nderung eines Bescheides &uuml;ber die gesonderte Feststellung des verbleibenden Verlustvortrages gem&auml;&szlig; &sect; 20 Abs. 6 Satz 4 i.V.m. &sect; 10d Abs. 4 EStG ist ausgeschlossen, wenn der (nacherkl&auml;rte) Verlust bei der Ermittlung der der Abgeltungsteuer unterliegenden Eink&uuml;nfte in der bestandskr&auml;ftigen Einkommensteuerfestsetzung nicht ber&uuml;cksichtigt worden ist, eine &Auml;nderung des Einkommensteuerbescheides nach Ma&szlig;gabe der &Auml;nderungsvorschriften der AO ausgeschlossen ist und auch die Voraussetzungen des &sect; 10d Abs. 4 Satz 5 EStG nicht vorliegen.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Auf die Revision des Beklagten wird das Urteil des Nieders&auml;chsischen Finanzgerichts vom 28. Oktober 2015&nbsp;&nbsp;3 K 420\/14 aufgehoben.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Klage wird abgewiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des gesamten Verfahrens hat der Kl&auml;ger zu tragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">I.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Beteiligten streiten &uuml;ber die steuerliche Ber&uuml;cksichtigung von Aufwendungen aus verfallenen sog. DAX Puts im Bescheid &uuml;ber die gesonderte Feststellung des verbleibenden Verlustvortrages zum 31.&nbsp;Dezember 2013.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger und Revisionsbeklagte (Kl&auml;ger) ist Steuerberater. Er erkl&auml;rte in seiner Einkommensteuererkl&auml;rung f&uuml;r das Streitjahr (2013) neben Eink&uuml;nften aus selbst&auml;ndiger Arbeit Kapitalertr&auml;ge in H&ouml;he von 36&nbsp;EUR. Zudem beantragte er die G&uuml;nstigerpr&uuml;fung (&sect;&nbsp;32d Abs.&nbsp;6 des Einkommensteuergesetzes in der im Streitjahr geltenden Fassung &#8211;EStG&#8211;) sowie eine &Uuml;berpr&uuml;fung des Steuereinbehalts f&uuml;r bestimmte Kapitalertr&auml;ge (&sect;&nbsp;32d Abs.&nbsp;4 EStG, sog. Antragsveranlagung).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Beklagte und Revisionskl&auml;ger (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) veranlagte den Kl&auml;ger mit unter dem Vorbehalt der Nachpr&uuml;fung stehendem Einkommensteuerbescheid 2013 vom 22.&nbsp;August 2014 erkl&auml;rungsgem&auml;&szlig;. Dabei lagen der Ermittlung des zu versteuernden Einkommens allein die Eink&uuml;nfte aus selbst&auml;ndiger Arbeit zu Grunde. Die &quot;Berechnung der Eink&uuml;nfte, die nach &sect;&nbsp;32d Abs.&nbsp;1 EStG besteuert werden (Abgeltungsteuer)&quot; weist aus, dass die erkl&auml;rten Kapitalertr&auml;ge in H&ouml;he von 36&nbsp;EUR mit Verlustvortr&auml;gen aus Kapitalverm&ouml;gen verrechnet wurden und sich ein nach &sect;&nbsp;32d Abs.&nbsp;1 EStG zu besteuernder Betrag von 0&nbsp;EUR ergab. Der Bescheid enth&auml;lt den Hinweis, die G&uuml;nstigerpr&uuml;fung habe ergeben, die Besteuerung nach dem allgemeinen Tarif sei nicht g&uuml;nstiger.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In dem am gleichen Tag ebenfalls unter dem Vorbehalt der Nachpr&uuml;fung erlassenen Bescheid &uuml;ber die gesonderte Feststellung des verbleibenden Verlustvortrages zur Einkommensteuer zum 31.&nbsp;Dezember 2013 minderte das FA den Verlustvortrag f&uuml;r Eink&uuml;nfte aus Kapitalverm&ouml;gen zum 31.&nbsp;Dezember 2012 um 36&nbsp;EUR und stellte den verbleibenden Verlustvortrag zum 31.&nbsp;Dezember 2013 entsprechend niedriger fest.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit Bescheiden vom 8.&nbsp;September 2014 hob das FA den Vorbehalt der Nachpr&uuml;fung sowohl in Bezug auf die Einkommensteuerfestsetzung als auch die Verlustfeststellung auf.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Hiergegen legte der Kl&auml;ger Einspruch ein. Er machte erstmals geltend, im Streitjahr durch insgesamt drei Wertpapierk&auml;ufe (DAX Puts) einen Verlust von 7.060&nbsp;EUR erlitten zu haben, der weder in den Ertr&auml;gnisaufstellungen der Bank noch in dem bei der Bank gef&uuml;hrten &quot;Verlusttopf&quot; ber&uuml;cksichtigt worden sei, da sich die Bank nicht f&uuml;r berechtigt gehalten habe, die Verluste zu ber&uuml;cksichtigen. Hierzu legte er Wertpapierabrechnungen und Ausbuchungsmitteilungen der Bank aus dem Jahr 2013 sowie ein Schreiben der Bank vom 25.&nbsp;September 2014 vor. Der Kl&auml;ger beantragte, die Verluste im Rahmen der gesonderten Feststellung des verbleibenden Verlustvortrages zur Einkommensteuer zum 31.&nbsp;Dezember 2013 gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;6 S&auml;tze&nbsp;3 und 4 EStG zu ber&uuml;cksichtigen. Zugleich nahm er seinen Einspruch gegen den Einkommensteuerbescheid 2013 zur&uuml;ck.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA wies den Einspruch gegen den Verlustfeststellungsbescheid zur&uuml;ck, da die vom Kl&auml;ger begehrte &Auml;nderung wegen &sect;&nbsp;10d EStG nur im Verfahren gegen den Einkommensteuerbescheid geltend gemacht werden k&ouml;nne. Dieser sei durch die R&uuml;cknahme des Einspruchs jedoch bestandskr&auml;ftig geworden. Eine unmittelbare Ber&uuml;cksichtigung im Rahmen der Verlustfeststellung scheide aus.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die hiergegen gerichtete Klage hatte Erfolg. Das Finanzgericht (FG) war in seinem in Entscheidungen der Finanzgerichte (EFG) 2016, 190 ver&ouml;ffentlichten Urteil vom 28.&nbsp;Oktober 2015&nbsp;&nbsp;3&nbsp;K&nbsp;420\/14 der Auffassung, dass &sect;&nbsp;10d Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;4 EStG der Ber&uuml;cksichtigung der streitigen Verluste und damit dem Erlass eines ge&auml;nderten Bescheides &uuml;ber die gesonderte Feststellung des verbleibenden Verlustvortrages zur Einkommensteuer zum 31.&nbsp;Dezember 2013 nicht entgegen stehe, da die Eink&uuml;nfte des Kl&auml;gers aus Kapitalverm&ouml;gen nicht in die Einkommensteuerfestsetzung 2013 eingeflossen seien. Das FG sah die streitigen Aufwendungen des Kl&auml;gers f&uuml;r die durch Zeitablauf wertlos gewordenen DAX Puts als Ver&auml;u&szlig;erungsverlust i.S. des &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;3 Buchst.&nbsp;a i.V.m. Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;5 EStG an, der in H&ouml;he von 7.060&nbsp;EUR bei der Feststellung des verbleibenden Verlustvortrages zu ber&uuml;cksichtigen sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit der hiergegen gerichteten Revision r&uuml;gt das FA die Verletzung von Bundesrecht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt,<br \/>das angefochtene Urteil der Vorinstanz aufzuheben und die Klage abzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger beantragt,<br \/>die Revision als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">II.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Revision ist begr&uuml;ndet. Sie f&uuml;hrt zur Aufhebung des angefochtenen Urteils und Abweisung der Klage (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Senat kann dahingestellt lassen, ob der Kl&auml;ger im Streitjahr &#8211;wie das FG angenommen hat&#8211; steuerlich beachtliche Ver&auml;u&szlig;erungsverluste i.S. des &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;3 Buchst.&nbsp;a i.V.m. Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;5 EStG in H&ouml;he von 7.060&nbsp;EUR erlitten hat. Denn die nachtr&auml;glich erkl&auml;rten (etwaigen) Ver&auml;u&szlig;erungsverluste k&ouml;nnen &#8211;entgegen der Auffassung des FG&#8211; nicht unmittelbar in dem Bescheid &uuml;ber die gesonderte Feststellung des verbleibenden Verlustvortrages zur Einkommensteuer zum 31.&nbsp;Dezember 2013 ber&uuml;cksichtigt werden. Eine entsprechende &Auml;nderung des Feststellungsbescheides vom 8.&nbsp;September 2014 ist infolge der bestandskr&auml;ftigen Einkommensteuerfestsetzung f&uuml;r das Streitjahr, der die streitigen Verluste nicht zu Grunde liegen, ausgeschlossen (&sect;&nbsp;10d Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;4 EStG, &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;6 Satz&nbsp;4 EStG), da weder die Voraussetzungen f&uuml;r eine &Auml;nderung der Einkommensteuerfestsetzung nach Ma&szlig;gabe der &Auml;nderungsvorschriften der Abgabenordnung (AO) noch die des &sect;&nbsp;10d Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;5 EStG vorliegen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Verluste aus Kapitalverm&ouml;gen k&ouml;nnen gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;6 EStG nur beschr&auml;nkt verrechnet werden. Neben materiell-rechtlichen Beschr&auml;nkungen der Verlustverrechnung enth&auml;lt &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;6 EStG auch verfahrensrechtliche Bestimmungen zur Verlustverrechnung und zum Verlustvortrag. So ordnet &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;6 Satz&nbsp;4 EStG die sinngem&auml;&szlig;e Anwendung des &sect;&nbsp;10d Abs.&nbsp;4 EStG an.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;10d Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;4 EStG sind bei der Feststellung des verbleibenden Verlustvortrages die Besteuerungsgrundlagen so zu ber&uuml;cksichtigen, wie sie den Steuerfestsetzungen des Veranlagungszeitraums, auf dessen Schluss der verbleibende Verlustvortrag festgestellt wird, und des Veranlagungszeitraums, in dem ein Verlustr&uuml;cktrag vorgenommen werden kann, zu Grunde gelegt worden sind; &sect;&nbsp;171 Abs.&nbsp;10, &sect;&nbsp;175 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 und &sect;&nbsp;351 Abs.&nbsp;2 AO sowie &sect;&nbsp;42 FGO gelten entsprechend. Die Besteuerungsgrundlagen d&uuml;rfen bei der Feststellung des gesonderten Verlustvortrages nur insoweit abweichend von der Einkommensteuerfestsetzung ber&uuml;cksichtigt werden, wie die Aufhebung, &Auml;nderung oder Berichtigung der Steuerbescheide ausschlie&szlig;lich mangels Auswirkung auf die H&ouml;he der festzusetzenden Steuer unterbleibt (&sect;&nbsp;10d Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;5 EStG).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) F&uuml;r die der tariflichen Einkommensteuer unterliegenden Eink&uuml;nfte wird mit der Regelung des &sect;&nbsp;10d Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;4 EStG eine inhaltliche Bindung des Verlustfeststellungsbescheides an den Einkommensteuerbescheid erreicht, obwohl der Einkommensteuerbescheid kein Grundlagenbescheid ist (vgl. Urteile des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 13.&nbsp;Januar 2015 IX&nbsp;R&nbsp;22\/14, BFHE 248, 530, BStBl II 2015, 829; vom 12.&nbsp;Juli 2016 IX&nbsp;R&nbsp;31\/15, BFHE 255, 1; vom 7.&nbsp;Dezember 2016 I&nbsp;R&nbsp;76\/14, BFHE 256, 314 zum K&ouml;rperschaftsteuerbescheid). Daraus folgt, dass im Feststellungsverfahren des verbleibenden Verlustvortrages die Eink&uuml;nfte nicht eigenst&auml;ndig zu ermitteln bzw. zu &uuml;berpr&uuml;fen sind (BFH-Urteile in BFHE 248, 530, BStBl II 2015, 829; in BFHE 255, 1; in BFHE 256, 314 zum K&ouml;rperschaftsteuerbescheid). Die aus &sect;&nbsp;10d Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;4 EStG folgende Bindungswirkung setzt allerdings voraus, dass eine Einkommensteuerveranlagung (ggf. mit einer festzusetzenden Steuer von 0&nbsp;EUR) durchgef&uuml;hrt worden ist (BFH-Urteile in BFHE 248, 530, BStBl II 2015, 829, und in BFHE 255, 1).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dementsprechend muss der Steuerpflichtige seine Einwendungen gegen aus seiner Sicht unzutreffende Besteuerungsgrundlagen im Rahmen eines Einspruchs gegen den Einkommensteuerbescheid geltend machen. Wegen der inhaltlichen Bindungswirkung in Bezug auf die Verlustfeststellung ist er durch einen entsprechenden Einkommensteuerbescheid auch dann beschwert, wenn es sich um einen sog. Nullbescheid handelt (vgl. BFH-Urteil in BFHE 256, 314 zum K&ouml;rperschaftsteuerbescheid, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Wird der Einkommensteuerbescheid bestandskr&auml;ftig und ber&uuml;cksichtigt er keinen Verlust, kommt eine Verlustfeststellung nur noch in Betracht, wenn und soweit der Steuerbescheid des Verlustentstehungsjahres nach den Vorschriften der AO (&sect;&sect;&nbsp;164&nbsp;f. AO, &sect;&sect;&nbsp;172&nbsp;ff. AO) &auml;nderbar ist (vgl. BFH-Urteile vom 10.&nbsp;Februar 2015 IX&nbsp;R&nbsp;6\/14, BFH\/NV 2015, 812; in BFHE 255, 1) bzw. die Voraussetzungen des &sect;&nbsp;10d Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;5 EStG gegeben sind. &sect;&nbsp;10d Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;5 EStG enth&auml;lt eine Ausnahme von der &quot;inhaltlichen Bindungswirkung&quot; des Einkommensteuerbescheides (Schmidt\/Heinicke, EStG, 36.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;10d Rz&nbsp;47) f&uuml;r jene F&auml;lle, in denen zwar die verfahrensrechtlichen &Auml;nderungsvoraussetzungen f&uuml;r die Einkommensteuerfestsetzung vorliegen, die &Auml;nderung des Einkommensteuerbescheides aber allein mangels Auswirkung auf die Steuerfestsetzung unterbleibt. Liegen die verfahrensrechtlichen Voraussetzungen f&uuml;r die &Auml;nderung der Einkommensteuerfestsetzung (z.B. bei grob schuldhaft versp&auml;tetem Vorbringen neuer Tatsachen i.S. des &sect;&nbsp;173 AO) nicht vor, ist &sect;&nbsp;10d Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;5 EStG nicht anwendbar (Schmidt\/ Heinicke, a.a.O., &sect;&nbsp;10d Rz&nbsp;47).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Die in &sect;&nbsp;10d Abs.&nbsp;4 EStG festgeschriebenen Grunds&auml;tze gelten f&uuml;r den Bereich der Eink&uuml;nfte aus Kapitalverm&ouml;gen sinngem&auml;&szlig; (&sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;6 Satz&nbsp;4 EStG), d.h. die in Bezug genommene Regelung ist unter Beachtung der Besonderheit des bezugnehmenden Tatbestandes anzuwenden (vgl. zur sinngem&auml;&szlig;en Anwendung z.B. Senatsurteil vom 20.&nbsp;Juni 1989 VIII&nbsp;R&nbsp;82\/86, BFHE 156, 543, BStBl II 1989, 836, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Hieraus folgt nicht nur, dass gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;6 EStG nicht verrechenbare und vorzutragende Verluste gesondert festzustellen sind, sondern auch, dass dies unter Beachtung der Besonderheiten zu erfolgen hat, die f&uuml;r die der Abgeltungsteuer (&sect;&nbsp;32d Abs.&nbsp;1 EStG) unterliegenden Eink&uuml;nfte aus Kapitalverm&ouml;gen gelten. Dementsprechend sind insbesondere die Regelungen zum Kapitalertragsteuerabzug (&sect;&sect;&nbsp;43&nbsp;ff. EStG) bzw. zur Antragsveranlagung (&sect;&nbsp;32d Abs.&nbsp;4 EStG, &sect;&nbsp;43 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;3 EStG, &sect;&nbsp;43a Abs.&nbsp;3 EStG), aber auch zur besonderen Ermittlung der gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;32d Abs.&nbsp;1 EStG zu besteuernden Eink&uuml;nfte (vgl. &sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;5b EStG) zu beachten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Das Gesetz schreibt f&uuml;r den Bereich der Eink&uuml;nfte aus Kapitalverm&ouml;gen die Erhebung der Einkommensteuer durch den Abzug vom Kapitalertrag (Kapitalertragsteuer, &sect;&nbsp;43 Abs.&nbsp;1 EStG) mit abgeltender Wirkung (&sect;&nbsp;43 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;1 EStG) fest. Auf Antrag des Steuerpflichtigen k&ouml;nnen Kapitalertr&auml;ge in die besondere Besteuerung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;32d EStG einbezogen werden (&sect;&nbsp;43 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;3 EStG). Auch die Verlustverrechnung erfolgt vorrangig im Rahmen des Kapitalertragsteuerabzugs durch die zum Einbehalt der Kapitalertragsteuer verpflichteten Kreditinstitute (&sect;&nbsp;43a Abs.&nbsp;3 EStG, vgl. Buge in Herrmann\/Heuer\/Raupach, &sect;&nbsp;20 EStG Rz&nbsp;610; Schmidt\/Weber-Grellet, a.a.O., &sect;&nbsp;43a Rz&nbsp;3). Sie umfasst Ver&auml;u&szlig;erungsverluste gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;2 EStG (&sect;&nbsp;43a Abs.&nbsp;2 EStG), so dass auch in diesen F&auml;llen die Kapitalertragsteuer einbehalten und abgef&uuml;hrt wird. Die Verlustverrechnung auf der Ebene des Kreditinstitutes erfolgt grunds&auml;tzlich unterj&auml;hrig; ein Verlustvortrag ist m&ouml;glich (&sect;&nbsp;43a Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;3 EStG).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Eine individuelle Verrechnung von Verlusten bei den der Kapitalertragsteuer unterliegenden Eink&uuml;nften aus Kapitalverm&ouml;gen im Rahmen der Einkommensteuerveranlagung des Steuerpflichtigen kommt demgegen&uuml;ber &#8211;ebenso wie ein Verlustvortrag au&szlig;erhalb des Kapitalertragsteuerabzugsverfahrens&#8211; nur ausnahmsweise in Betracht. Hierzu muss der Steuerpflichtige vom Kreditinstitut eine Bescheinigung &uuml;ber die H&ouml;he des nicht ausgeglichenen Verlustes (&sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;6 Satz&nbsp;6 EStG, &sect;&nbsp;43a Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;4 EStG) verlangen und in seiner Einkommensteuererkl&auml;rung einen Antrag gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;32d Abs.&nbsp;4 EStG (sog. Antragsveranlagung) stellen. Stellt das Kreditinstitut eine entsprechende Bescheinigung aus (zur Entbehrlichkeit der Bescheinigung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;6 Satz&nbsp;6 EStG, &sect;&nbsp;43a Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;4 EStG s. Senatsurteil vom 20.&nbsp;Oktober 2016 VIII&nbsp;R&nbsp;55\/13, BFHE 256, 56, BStBl II 2017, 264), kann der Verlust nicht mehr im Kapitalertragsteuerabzugsverfahren auf der Ebene des Kreditinstitutes, sondern nur noch im Rahmen der Einkommensteuerveranlagung des Steuerpflichtigen nach Ma&szlig;gabe des &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;6 EStG ber&uuml;cksichtigt werden; ein Verlustvortrag erfolgt dementsprechend in sinngem&auml;&szlig;er Anwendung des &sect;&nbsp;10d Abs.&nbsp;4 EStG.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Soweit &sect;&nbsp;10d Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;4 EStG seinem Wortlaut nach darauf abstellt, dass bei der Feststellung des verbleibenden Verlustvortrages die Besteuerungsgrundlagen so zu ber&uuml;cksichtigen sind, wie sie den Steuerfestsetzungen des Veranlagungszeitraumes, auf dessen Schluss der verbleibende Verlustvortrag festgestellt wird, zu Grunde gelegt worden sind, ist im Rahmen der sinngem&auml;&szlig;en Anwendung auf die der Abgeltungsteuer unterliegenden Eink&uuml;nfte zu beachten, dass die Ermittlung der Kapitalertr&auml;ge grunds&auml;tzlich getrennt erfolgt (vgl. &sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;5b EStG). Die Eink&uuml;nfte aus Kapitalverm&ouml;gen bleiben au&szlig;erhalb der Summe der Eink&uuml;nfte (&sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;3 EStG) sowie des Gesamtbetrages der Eink&uuml;nfte (vgl. &sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;4 EStG) und sind nicht Teil des (zu versteuernden) Einkommens.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Aus den dargelegten Gr&uuml;nden folgt f&uuml;r die der Abgeltungsteuer unterliegenden, in die Einkommensteuerveranlagung einzubeziehenden Eink&uuml;nfte aus Kapitalverm&ouml;gen auch, dass die H&ouml;he entsprechender Verluste grunds&auml;tzlich im Rahmen der Einkommensteuerveranlagung des Verlustentstehungsjahres zu ermitteln und nur im Rahmen eines gegen diese Einkommensteuerfestsetzung gef&uuml;hrten Einspruchsverfahrens zu &uuml;berpr&uuml;fen ist. Ein Verlustvortrag kommt mithin in Betracht, wenn ein Verlust bei der Ermittlung der der Abgeltungsteuer unterliegenden Eink&uuml;nfte im Einkommensteuerbescheid des Verlustentstehungsjahres ber&uuml;cksichtigt worden ist oder &#8211;wenn dies nicht der Fall ist&#8211; eine &Auml;nderung des bestandskr&auml;ftigen Einkommensteuerbescheides des Verlustentstehungsjahres nach Ma&szlig;gabe der Regelungen der AO noch m&ouml;glich ist bzw. die Voraussetzungen des &sect;&nbsp;10d Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;5 EStG vorliegen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Nach diesen Grunds&auml;tzen scheidet eine Ber&uuml;cksichtigung der streitigen Verluste aus Ver&auml;u&szlig;erungsgesch&auml;ften gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;2 EStG im Verlustfeststellungsbescheid aus, da diese der bestandskr&auml;ftigen Einkommensteuerfestsetzung 2013 &#8211;d.h. der Ermittlung der gem&auml;&szlig; 32d Abs.&nbsp;1 EStG zu besteuernden Eink&uuml;nfte&#8211; nicht zu Grunde gelegen haben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Die Einkommensteuerfestsetzung 2013 war auch nicht nach Ma&szlig;gabe der Korrekturvorschriften der AO &auml;nderbar, insbesondere die Voraussetzungen einer &Auml;nderung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;173 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 AO lagen nicht vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Nach &sect;&nbsp;173 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 AO sind Steuerbescheide aufzuheben oder zu &auml;ndern, soweit Tatsachen oder Beweismittel nachtr&auml;glich bekannt werden, die zu einer niedrigeren Steuer f&uuml;hren und den Steuerpflichtigen kein grobes Verschulden daran trifft, dass die Tatsachen oder Beweismittel erst nachtr&auml;glich bekannt werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Als grobes Verschulden hat der Steuerpflichtige Vorsatz und grobe Fahrl&auml;ssigkeit zu vertreten. Grobe Fahrl&auml;ssigkeit ist anzunehmen, wenn der Steuerpflichtige die ihm nach seinen pers&ouml;nlichen F&auml;higkeiten und Verh&auml;ltnissen zumutbare Sorgfalt in ungew&ouml;hnlichem Ma&szlig;e und in nicht entschuldbarer Weise verletzt hat (st&auml;ndige Rechtsprechung, z.B. BFH-Urteile vom 9.&nbsp;November 2011 X&nbsp;R&nbsp;53\/09, BFH\/NV 2012, 545; vom 19.&nbsp;Dezember 2006 VI&nbsp;R&nbsp;59\/02, BFH\/NV 2007, 866; vom 9.&nbsp;August 1991 III&nbsp;R&nbsp;24\/87, BFHE 165, 454, BStBl II 1992, 65, jeweils m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>F&uuml;r die Pr&uuml;fung der Frage, ob dem Steuerpflichtigen der Vorwurf grob schuldhaften Verhaltens zu machen ist, ist nicht nur der Zeitraum bis zum Erlass des zu &auml;ndernden Bescheides, sondern auch der Zeitraum bis zum Eintritt der formellen Bestandskraft einzubeziehen (z.B. Senatsurteil vom 10.&nbsp;Dezember 2013 VIII&nbsp;R&nbsp;10\/11, BFH\/NV 2014, 820, m.w.N.; BFH-Urteil vom 26.&nbsp;November 2014 XI&nbsp;R&nbsp;41\/13, BFH\/NV 2015, 491). Ein grobes Verschulden hinsichtlich einer nachtr&auml;glich bekannt gewordenen Tatsache ist anzunehmen, wenn der steuerlich beratene Steuerpflichtige oder dessen Berater es vers&auml;umen, den entscheidungserheblichen Sachverhalt der Finanzbeh&ouml;rde noch im Rahmen eines fristgerechten Einspruchs zu unterbreiten (Senatsurteil in BFH\/NV 2014, 820). Diese Frage stellt sich jedoch nur dann, wenn nicht schon vor Erlass des Bescheides ein grob schuldhaftes Fehlverhalten vorgelegen hat (Senatsurteil in BFH\/NV 2014, 820).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Von einem solchen, vor Erlass des Bescheides vorliegenden grob schuldhaften Fehlverhalten ist u.a. auszugehen, wenn der Steuerpflichtige seiner Erkl&auml;rungspflicht nur unzureichend nachkommt, indem er eine unvollst&auml;ndige Steuererkl&auml;rung abgibt. Allerdings liegt kein grobes Verschulden vor, wenn die unvollst&auml;ndige Steuererkl&auml;rung auf einem subjektiv entschuldbaren Rechtsirrtum beruht (vgl. BFH-Urteile in BFH\/NV 2012, 545, m.w.N.; vom 20.&nbsp;M&auml;rz 2013 VI&nbsp;R&nbsp;5\/11, BFHE 240, 504).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Danach hat der Kl&auml;ger bereits grob fahrl&auml;ssig gehandelt, als er die streitigen Verluste, die ihm aufgrund der Ausbuchungsmitteilungen der Bank bekannt waren, nicht in seiner Einkommensteuererkl&auml;rung angegeben hat. Als Steuerberater h&auml;tte er dies tun m&uuml;ssen, auch wenn ihm das Schreiben der Bank vom 25.&nbsp;September 2014 im Zeitpunkt der Erkl&auml;rungsabgabe noch nicht vorlag. Anhaltspunkte daf&uuml;r, dass er bei Abgabe seiner Einkommensteuererkl&auml;rung 2013 irrt&uuml;mlich davon ausging, die streitigen Verluste seien bereits anderweitig, d.h. im Rahmen der auf Ebene der depotf&uuml;hrenden Bank durchzuf&uuml;hrenden Verlustverrechnung, ber&uuml;cksichtigt worden, fehlen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Aber selbst wenn der Kl&auml;ger (zun&auml;chst) einem solchen Irrtum unterlegen h&auml;tte, h&auml;tte er grob fahrl&auml;ssig gehandelt, als er zwar zur Begr&uuml;ndung seiner Einspr&uuml;che gegen den Einkommensteuerbescheid 2013 und den Verlustfeststellungsbescheid zum 31.&nbsp;Dezember 2013 den steuerlich relevanten Sachverhalt dargelegt, aber zugleich den Einspruch gegen den Einkommensteuerbescheid zur&uuml;ckgenommen hat. Hierdurch hat er es unm&ouml;glich gemacht, dass aus der Unterbreitung des steuerlich relevanten Sachverhaltes rechtliche Konsequenzen gezogen werden konnten, sprich eine Erfassung der Verluste im Rahmen der Einkommensteuerfestsetzung erfolgen konnte. Ein solches Vorgehen ist grob fahrl&auml;ssig, denn zum Zeitpunkt der Einspruchsr&uuml;cknahme war dem Kl&auml;ger nicht nur bekannt, dass die depotf&uuml;hrende Bank keine Verlustverrechnung vorgenommen hatte und sich an einer solchen gehindert sah; als Steuerberater musste sich ihm mit Blick auf &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;6 EStG, &sect;&nbsp;10d Abs.&nbsp;4 EStG auch die Frage aufdr&auml;ngen, ob die von ihm begehrte Verlustber&uuml;cksichtigung nur im Rahmen der Einkommensteuerveranlagung erfolgen konnte und eine unmittelbare Ber&uuml;cksichtigung im Feststellungsverfahren grunds&auml;tzlich ausgeschlossen war. Nimmt der Kl&auml;ger den Einspruch gegen den Einkommensteuerbescheid trotz der offenkundigen Problematik einer Bindungswirkung dieses Bescheides f&uuml;r die gesonderte Feststellung des Verlustvortrages zur&uuml;ck, handelt er grob fahrl&auml;ssig.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>5. Eine von der Einkommensteuerfestsetzung abweichende Ber&uuml;cksichtigung der streitigen Ver&auml;u&szlig;erungsverluste im Bescheid &uuml;ber die Feststellung des verbleibenden Verlustabzuges nach &sect;&nbsp;10d Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;5 EStG ist ebenfalls ausgeschlossen, da die verfahrensrechtlichen &Auml;nderungsvoraussetzungen f&uuml;r die Einkommensteuerfestsetzung nicht vorliegen. Die &Auml;nderung der Einkommensteuerfestsetzung 2013 ist nicht mangels Auswirkung auf die H&ouml;he der festzusetzenden Steuer unterblieben, sondern weil die Einkommensteuerfestsetzung 2013 infolge der (vorzeitigen) Einspruchsr&uuml;cknahme des Kl&auml;gers bestandskr&auml;ftig geworden und deren &Auml;nderung mangels Vorliegen der Voraussetzungen einer &Auml;nderungsnorm ausgeschlossen ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>6. Demnach bleiben nacherkl&auml;rte Ver&auml;u&szlig;erungsverluste bei den Eink&uuml;nften aus Kapitalverm&ouml;gen, denen keine positiven Eink&uuml;nfte zur Verrechnung gegen&uuml;berstehen, nicht &#8211;wie der Kl&auml;ger meint&#8211; generell unber&uuml;cksichtigt und gehen verloren. Vielmehr tritt diese Rechtsfolge nur dann ein, wenn die &#8211;ohne Verlustber&uuml;cksichtigung erfolgte&#8211; bestandskr&auml;ftige Einkommensteuerfestsetzung nicht mehr nach den Regelungen der AO &auml;nderbar ist bzw. kein Fall des &sect;&nbsp;10d Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;5 EStG vorliegt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) H&auml;tte der Kl&auml;ger seinen ungeachtet der H&ouml;he der nach &sect;&nbsp;32d Abs.&nbsp;1 EStG berechneten Eink&uuml;nfte von 0&nbsp;EUR zul&auml;ssigen Einspruch gegen den Einkommensteuerbescheid aufrechterhalten, h&auml;tte das FA &#8211;auch ohne eine Bescheinigung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;6 Satz&nbsp;6 EStG, &sect;&nbsp;43a Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;4 EStG (vgl. Senatsurteil in BFHE 256, 56, BStBl II 2017, 264)&#8211; die nacherkl&auml;rten Verluste, vorausgesetzt diese w&auml;ren steuerlich beachtlich, nach Saldierung mit gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;6 EStG verrechenbaren positiven Eink&uuml;nften im Rahmen der Ermittlung der H&ouml;he eines nicht ausgleichsf&auml;higen und damit des vortragsf&auml;higen Verlustes ber&uuml;cksichtigen und die Verluste in dem dargelegten Sinne der Ermittlung der gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;32d Abs.&nbsp;1 EStG zu besteuernden Eink&uuml;nfte zu Grunde legen m&uuml;ssen. Dabei h&auml;tte sich zwar weiterhin eine Abgeltungsteuer (&sect;&nbsp;32d Abs.&nbsp;1 EStG) von 0 EUR ergeben. Die &Auml;nderung des Einkommensteuerbescheides w&auml;re in diesem Fall jedoch nicht aus verfahrensrechtlichen Gr&uuml;nden unterblieben, sondern allein deshalb, weil sich &#8211;mangels h&ouml;herer positiver Eink&uuml;nfte aus Kapitalverm&ouml;gen&#8211; im Streitjahr keine Auswirkung auf die festzusetzende Abgeltungsteuer ergeben h&auml;tte (&sect;&nbsp;10d Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;5 EStG), so dass die begehrte &Auml;nderung des Verlustfeststellungsbescheides vorzunehmen gewesen w&auml;re.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Dass der Kl&auml;ger von der Pflicht zur Vorlage einer Bescheinigung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;6 EStG, &sect;&nbsp;43a Abs.&nbsp;3 EStG befreit war (vgl. Senatsurteil in BFHE 256, 56, BStBl II 2017, 264), f&uuml;hrt zu keinem anderen Ergebnis. Die Entbehrlichkeit einer entsprechenden Bescheinigung &auml;ndert nichts an den dargelegten Grunds&auml;tzen zur entsprechenden Anwendung des &sect;&nbsp;10d Abs.&nbsp;4 EStG im Bereich der Abgeltungsteuer. Sie vermag insbesondere keine Durchbrechung\/Erweiterung des gesetzlichen Verlustverrechnungssystems und eine von den dargelegten Grunds&auml;tzen abweichende Einschr&auml;nkung der Bindungswirkung der Einkommensteuerfestsetzung im Bereich der Eink&uuml;nfte aus Kapitalverm&ouml;gen zu begr&uuml;nden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>37<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Die Entstehungsgeschichte des &sect;&nbsp;10d Abs.&nbsp;4 EStG l&auml;sst &#8211;entgegen der Auffassung des Kl&auml;gers&#8211; ebenfalls keinen anderen Schluss zu. Zwar erfolgte die mit dem Jahressteuergesetz 2010 vom 8.&nbsp;Dezember 2010 (BGBl I 2010, 1768) &#8211;JStG 2010&#8211; vorgenommene &Auml;nderung des &sect;&nbsp;10d Abs.&nbsp;4 EStG zeitlich nach der Einf&uuml;hrung des &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;6 Satz&nbsp;4 EStG; hieraus ergibt sich allerdings nicht, dass sich die Bindungswirkung des &sect;&nbsp;10d Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;4 EStG nicht auf die der Abgeltungsteuer unterliegenden Eink&uuml;nfte aus Kapitalverm&ouml;gen erstreckt bzw. diese nur dann umfasst, wenn sie zu einer abweichenden Steuerfestsetzung f&uuml;hren. H&auml;tte der Gesetzgeber die Bindungswirkung der Einkommensteuerfestsetzung f&uuml;r den Bereich der Eink&uuml;nfte aus Kapitalverm&ouml;gen einschr&auml;nken wollen, so h&auml;tte er dies im JStG 2010 deutlich gemacht. Dies hat er indes nicht getan.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>38<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>7. Die Sache ist spruchreif. Aus den dargelegten Erw&auml;gungen war die Vorentscheidung aufzuheben und die Klage abzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>39<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>8. Die Kostenentscheidung beruht auf &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;1 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 9.5.2017, VIII R 40\/15ECLI:DE:BFH:2017:U.090517.VIIIR40.15.0 Zur unmittelbaren Ber&uuml;cksichtigung nacherkl&auml;rter Ver&auml;u&szlig;erungsverluste im Verlustfeststellungsbescheid &#8211; Grobe Fahrl&auml;ssigkeit bei R&uuml;cknahme eines Einspruchs trotz offenkundiger Problematik Leits&auml;tze Die &Auml;nderung eines Bescheides &uuml;ber die gesonderte Feststellung des verbleibenden Verlustvortrages gem&auml;&szlig; &sect; 20 Abs. 6 Satz 4 i.V.m. &sect; 10d Abs. 4 EStG ist ausgeschlossen, wenn der (nacherkl&auml;rte) Verlust &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/viii-r-40-15-zur-unmittelbaren-beruecksichtigung-nacherklaerter-veraeusserungsverluste-im-verlustfeststellungsbescheid-grobe-fahrlaessigkeit-bei-ruecknahme-eines-einspruchs-trotz-offenkundiger-problem\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">VIII&nbsp;R&nbsp;40\/15 &#8211; Zur unmittelbaren Ber&uuml;cksichtigung nacherkl&auml;rter Ver&auml;u&szlig;erungsverluste im Verlustfeststellungsbescheid &#8211; Grobe Fahrl&auml;ssigkeit bei R&uuml;cknahme eines Einspruchs trotz offenkundiger Problematik<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-67660","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/67660","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=67660"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/67660\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=67660"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=67660"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=67660"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}