{"id":67762,"date":"2017-09-21T12:19:55","date_gmt":"2017-09-21T10:19:55","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=67762"},"modified":"2017-09-21T12:22:04","modified_gmt":"2017-09-21T10:22:04","slug":"viii-r-57-14-zum-vorliegen-eines-steuerstundungsmodells-gemaess-par-20-abs-2b-estg-par-20-abs-7-estg-nf-bei-hohen-negativen-zwischengewinnen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/viii-r-57-14-zum-vorliegen-eines-steuerstundungsmodells-gemaess-par-20-abs-2b-estg-par-20-abs-7-estg-nf-bei-hohen-negativen-zwischengewinnen\/","title":{"rendered":"VIII&nbsp;R&nbsp;57\/14 &#8211; Zum Vorliegen eines Steuerstundungsmodells gem&auml;&szlig; &sect; 20 Abs. 2b EStG (&sect; 20 Abs. 7 EStG n.F.) bei hohen negativen Zwischengewinnen"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 28.6.2017, VIII R 57\/14<br \/>ECLI:DE:BFH:2017:U.280617.VIIIR57.14.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Zum Vorliegen eines Steuerstundungsmodells gem&auml;&szlig; &sect; 20 Abs. 2b EStG (&sect; 20 Abs. 7 EStG n.F.) bei hohen negativen Zwischengewinnen<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>1. Hohe (negative) Zwischengewinne beim Erwerb von Anteilen an einem Investmentfonds f&uuml;hren nicht ohne Weiteres zur Annahme eines Steuerstundungsmodells i.S. des &sect; 20 Abs. 2b Satz 1 i.V.m. &sect; 15b EStG.<\/p>\n<\/p>\n<p>2. Eine Einschr&auml;nkung der Verlustverrechnung folgt auch nicht aus &sect; 20 Abs. 2b Satz 2 EStG, wenn der Steuerpflichtige positive Eink&uuml;nfte aus den Fondsanteilen erzielt, die dem progressiven Einkommensteuertarif gem&auml;&szlig; &sect; 32a EStG unterliegen.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Die Revision des Beklagten gegen das Urteil des Finanzgerichts Baden-W&uuml;rttemberg vom 22. September 2014&nbsp;&nbsp;10 K 1693\/12 wird als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des Revisionsverfahrens hat der Beklagte zu tragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">I. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;ger und Revisionsbeklagten (Kl&auml;ger) sind Eheleute, die im Streitjahr (2008) zusammen zur Einkommensteuer veranlagt wurden. Sie erwarben in den Jahren 2007 und 2008 Anteile an dem X-Fonds zum Kaufpreis von 2.102.529&nbsp;EUR (2007) und 47.107&nbsp;EUR (2008). Bei dem im November 2007 aufgelegten X-Fonds handelte es sich um den Teilfonds eines Investmentfonds nach Luxemburger Recht. Die Ertr&auml;ge wurden thesauriert. Laut der Abrechnung &uuml;ber den Kauf von Wertpapieren wurden den Kl&auml;gern im Jahr 2007 Zwischengewinne in H&ouml;he von 781.677,60&nbsp;EUR und im Streitjahr Zwischengewinne in H&ouml;he von 178.106&nbsp;EUR berechnet. Nach der ersten Abrechnungsperiode des X-Fonds zum 31.&nbsp;Oktober 2008 wurden den Kl&auml;gern Zinsertr&auml;ge in H&ouml;he von 113.114,26&nbsp;EUR und Dividenden in H&ouml;he von 16.370,47&nbsp;EUR gutgeschrieben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In ihrer Einkommensteuererkl&auml;rung f&uuml;r 2008 saldierten die Kl&auml;ger den im Streitjahr gezahlten (negativen) Zwischengewinn in H&ouml;he von 178.106&nbsp;EUR mit ihren positiven Kapitalertr&auml;gen aus dem X-Fonds und weiteren Kapitalertr&auml;gen. Der Beklagte und Revisionskl&auml;ger (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) vertrat die Auffassung, dass es sich bei der Beteiligung an dem X-Fonds um ein Steuerstundungsmodell i.S. des &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;2b i.V.m. &sect;&nbsp;15b des Einkommensteuergesetzes in der im Streitjahr anzuwendenden Fassung (EStG) handele. Es lie&szlig; zwar die Verrechnung der negativen Eink&uuml;nfte aus dem Zwischengewinn in H&ouml;he von 178.106&nbsp;EUR mit den Fondsertr&auml;gen in H&ouml;he von 113.114,26&nbsp;EUR und 16.370,47&nbsp;EUR zu, stellte jedoch den verbleibenden Verlustvortrag zum Schluss des Veranlagungszeitraumes 2008 gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;2b i.V.m. &sect;&nbsp;15b Abs.&nbsp;4 EStG gesondert fest. Die von den Kl&auml;gern gegen die Einkommensteuerfestsetzung und den Bescheid &uuml;ber die Verlustfeststellung nach &sect;&nbsp;15b EStG erhobenen Einspr&uuml;che blieben ohne Erfolg.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Finanzgericht (FG) hat der Klage mit seinem in Entscheidungen der Finanzgerichte (EFG) 2015, 384 ver&ouml;ffentlichten Urteil vom 22.&nbsp;September 2014&nbsp;&nbsp;10&nbsp;K&nbsp;1693\/12 stattgegeben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Hiergegen wendet sich die Revision des FA. Zur Begr&uuml;ndung f&uuml;hrt es aus, das Urteil des FG verletze &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;2b EStG. Bei der Beteiligung an dem X-Fonds handele es sich um ein Steuerstundungsmodell. Der X-Fonds sei gezielt aufgelegt worden, um die Steuersatzspreizung nach Einf&uuml;hrung der Abgeltungsteuer auszunutzen. Die Kl&auml;ger h&auml;tten durch den Erwerb der Fondsanteile vor Einf&uuml;hrung der Abgeltungsteuer negative Zwischengewinne erzielt, die zu einer Entlastung bei den tariflich zu besteuernden Eink&uuml;nften f&uuml;hrten, w&auml;hrend die positiven Ertr&auml;ge aus den Fondsanteilen nach dem 31.&nbsp;Dezember 2008 nur mit dem gesonderten Tarif f&uuml;r Eink&uuml;nfte aus Kapitalverm&ouml;gen gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;32d Abs.&nbsp;1 EStG i.d.F. des Unternehmensteuerreformgesetzes 2008 (UntStRefG 2008) in H&ouml;he von 25&nbsp;% besteuert w&uuml;rden. Sofern die gezahlten Zwischengewinne 10&nbsp;% des Kaufpreises &uuml;bersteigen w&uuml;rden, sei die Verlustverrechnungsbeschr&auml;nkung des &sect;&nbsp;15b EStG anwendbar.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt,<br \/>das angefochtene Urteil der Vorinstanz aufzuheben und die Klage abzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;ger beantragen,<br \/>die Revision des FA als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">II. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Revision des FA ist zul&auml;ssig, aber unbegr&uuml;ndet und deshalb zur&uuml;ckzuweisen (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Das FG ist zu Recht davon ausgegangen, dass kein Steuerstundungsmodell i.S. des &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;2b i.V.m. &sect;&nbsp;15b EStG vorliegt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Die Revision des FA ist zul&auml;ssig. Sie gen&uuml;gt den Begr&uuml;ndungsanforderungen des &sect;&nbsp;120 Abs.&nbsp;3 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Nach &sect;&nbsp;120 Abs.&nbsp;3 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;a FGO muss die Revisionsbegr&uuml;ndung die bestimmte Bezeichnung der Umst&auml;nde enthalten, aus denen sich die Rechtsverletzung ergibt. Dies erfordert, dass die erhobene R&uuml;ge eindeutig erkennen l&auml;sst, welche Norm der Revisionskl&auml;ger f&uuml;r verletzt h&auml;lt. Ferner muss der Revisionskl&auml;ger die Gr&uuml;nde tats&auml;chlicher und rechtlicher Art angeben, die nach seiner Auffassung das erstinstanzliche Urteil als unrichtig erscheinen lassen. Erforderlich ist damit eine zumindest kurze Auseinandersetzung mit den Gr&uuml;nden des angefochtenen Urteils, aus der zu erkennen ist, dass der Revisionskl&auml;ger die Begr&uuml;ndung dieses Urteils und sein eigenes Vorbringen &uuml;berpr&uuml;ft hat (Urteil des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 14.&nbsp;April 2016 VI&nbsp;R&nbsp;13\/14, BFHE 253, 384, BStBl II 2016, 778; BFH-Beschluss vom 29.&nbsp;M&auml;rz 2017 VI&nbsp;R&nbsp;83\/14, BFH\/NV 2017, 917, jeweils m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Entgegen der Ansicht der Kl&auml;ger gen&uuml;gt die Revisionsschrift des FA diesen Anforderungen. Hierbei ist es unsch&auml;dlich, dass das FA mit seinen materiell-rechtlichen Einwendungen gegen das FG-Urteil seine Ausf&uuml;hrungen im Einspruchs- und Klageverfahren wiederholt hat. Es gen&uuml;gt, wenn aus der Revisionsbegr&uuml;ndung erkennbar ist, welche Rechtsnorm der Revisionskl&auml;ger f&uuml;r verletzt h&auml;lt. Dies ist hier der Fall. Aus den Ausf&uuml;hrungen des FA geht hervor, dass das Urteil des FG &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;2b i.V.m. &sect;&nbsp;15b EStG verletzt haben soll, weil es das Vorliegen eines Steuerstundungsmodells zu Unrecht verneint habe. Dar&uuml;ber hinaus hat sich das FA auch in ausreichendem Ma&szlig;e mit den tragenden Gr&uuml;nden des angefochtenen Urteils auseinandergesetzt und dargetan, weshalb es diese f&uuml;r rechtsfehlerhaft h&auml;lt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Die Revision ist jedoch unbegr&uuml;ndet. Das FG ist zu Recht davon ausgegangen, dass im Streitfall kein Steuerstundungsmodell i.S. des &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;2b Satz&nbsp;1 i.V.m. &sect;&nbsp;15b Abs.&nbsp;2 EStG vorlag.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;2b Satz&nbsp;1 EStG (jetzt: &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;7 EStG n.F.) gilt die in &sect;&nbsp;15b EStG vorgesehene eingeschr&auml;nkte Verlustverrechnung sinngem&auml;&szlig; auch f&uuml;r Kapitaleink&uuml;nfte. Gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;15b Abs.&nbsp;1 EStG d&uuml;rfen Verluste im Zusammenhang mit einem Steuerstundungsmodell nur mit Eink&uuml;nften, die der Steuerpflichtige in den folgenden Wirtschaftsjahren aus derselben Einkunftsquelle erzielt, verrechnet werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Der Senat kann offenlassen, ob es sich bei dem von den Kl&auml;gern gezahlten Zwischengewinn &uuml;berhaupt um einen Verlust i.S. des &sect;&nbsp;15b Abs.&nbsp;1 EStG handelt, da das FG das Vorliegen eines Steuerstundungsmodells zu Recht verneint hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Der Zwischengewinn ist nach der Legaldefinition des &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;4 des Investmentsteuergesetzes in der im Streitjahr anzuwendenden Fassung (InvStG) das Entgelt f&uuml;r die dem Anleger noch nicht zugeflossenen oder als zugeflossen geltenden Zinsertr&auml;ge, zins&auml;hnlichen Ertr&auml;ge und Anspr&uuml;che des Investmentverm&ouml;gens. Gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1&nbsp;&nbsp;1.&nbsp;Halbsatz InvStG geh&ouml;rt der Zwischengewinn zu den Eink&uuml;nften aus Kapitalverm&ouml;gen i.S. des &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 EStG, wenn es sich nicht um Betriebseinnahmen des Anlegers, Leistungen nach &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 Buchst.&nbsp;a Doppelbuchst.&nbsp;aa i.V.m. &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;b EStG oder Leistungen i.S. des &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;5 EStG handelt. Diese Regelung gilt f&uuml;r s&auml;mtliche Anleger von Investmentfonds und damit auch f&uuml;r Privatanleger (Senatsurteil vom 17.&nbsp;November 2015 VIII&nbsp;R&nbsp;27\/12, BFHE 252, 112, BStBl II 2016, 539).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Es ist umstritten, ob die Zahlung von Zwischengewinnen &uuml;berhaupt zu einem wirtschaftlich unangemessenen Steuervorteil i.S. des &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;2b Satz&nbsp;1 i.V.m. &sect;&nbsp;15b EStG f&uuml;hren kann (verneinend Brandtner\/Geiser, Deutsches Steuerrecht &#8211;DStR&#8211; 2009, 1732, 1733&nbsp;ff.; Jochum, in: Kirchhof\/S&ouml;hn\/Mellinghoff, EStG, &sect;&nbsp;20 Rz&nbsp;I&nbsp;14, I&nbsp;73; a.A. Verf&uuml;gungen der Oberfinanzdirektion &#8211;OFD&#8211; Rheinland und OFD M&uuml;nster vom 13.&nbsp;Juli 2010 S&nbsp;2252&nbsp;&#8211;&nbsp;1045&nbsp;&#8211;&nbsp;St&nbsp;222, S&nbsp;2210&nbsp;&#8211;&nbsp;45&nbsp;&#8211;&nbsp;St&nbsp;22&nbsp;&#8211;&nbsp;31, DStR 2010, 1625). Mit dem Zwischengewinn werden die Zinsertr&auml;ge und Zinssurrogate, die bereits w&auml;hrend des Gesch&auml;ftsjahres des Investmentverm&ouml;gens &quot;erzielt&quot; werden, im Falle von unterj&auml;hriger R&uuml;ckgabe oder Ver&auml;u&szlig;erung des Investmentanteils der Besteuerung unterworfen. Durch die Ber&uuml;cksichtigung des Zwischengewinns als negative Einnahme aus Kapitalverm&ouml;gen beim K&auml;ufer der Investmentanteile soll eine &Uuml;berbesteuerung beim sp&auml;teren Ertragszufluss (Aussch&uuml;ttung, Ertragsthesaurierung bzw. vereinnahmter Zwischengewinn) vermieden werden (Schreiben des Bundesministeriums der Finanzen vom 18.&nbsp;August 2009 IV&nbsp;C&nbsp;1-S&nbsp;1980-1\/08\/10019, 2009\/0539738, BStBl I 2009, 931, Rz&nbsp;21a). Der Senat sieht es deshalb als zweifelhaft an, ob es sich bei dem Zwischengewinn um (unangemessene) Aufwendungen zur Erzielung von Kapitaleink&uuml;nften i.S. des &sect;&nbsp;15b EStG handelt. Dies gilt entgegen der Verwaltungsauffassung (Verf&uuml;gungen der OFD Rheinland und OFD M&uuml;nster in DStR 2010, 1625) auch dann, wenn der Zwischengewinn 10&nbsp;% des Kaufpreises &uuml;bersteigt. Denn auch in diesem Fall soll durch die steuerliche Ber&uuml;cksichtigung des Zwischengewinns eine &Uuml;berbesteuerung des Anlegers vermieden werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Selbst wenn negative Zwischengewinne beim Erwerb eines Investmentanteils zu einem Verlust i.S. des &sect;&nbsp;15b EStG f&uuml;hren k&ouml;nnten, findet das Verlustverrechnungsverbot im vorliegenden Fall keine Anwendung. Das FG hat das Vorliegen eines Steuerstundungsmodells gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;2b Satz&nbsp;1 i.V.m. &sect;&nbsp;15b EStG zu Recht verneint.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Ein Steuerstundungsmodell setzt voraus, dass auf Grund einer modellhaften Gestaltung steuerliche Vorteile in Form negativer Eink&uuml;nfte erzielt werden sollen (&sect;&nbsp;15b Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 EStG). Nach der Senatsentscheidung vom 17.&nbsp;Januar 2017 VIII&nbsp;R&nbsp;7\/13 (BFHE 256, 492, BStBl II 2017, 700) reicht hierf&uuml;r nicht aus, dass eine (in Fachkreisen) bekannte Gestaltungsidee mit dem Ziel einer sofortigen Verlustverrechnung aufgegriffen wird. Als Steuerstundungsmodell i.S. des &sect;&nbsp;15b EStG kann nur die Erstellung einer umfassenden und regelm&auml;&szlig;ig an mehrere Interessenten gerichteten Investitionskonzeption angesehen werden (BFH-Urteil vom 6.&nbsp;Februar 2014 IV&nbsp;R&nbsp;59\/10, BFHE 244, 385, BStBl II 2014, 465).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Das Urteil des FG stimmt mit diesen Rechtsgrunds&auml;tzen &uuml;berein. Das FG hat im Rahmen seiner Tatsachen- und Beweisw&uuml;rdigung, die weder gegen Denkgesetze noch gegen allgemeine Erfahrungss&auml;tze verst&ouml;&szlig;t, f&uuml;r den BFH als Revisionsgericht bindend festgestellt, dass kein Steuerstundungsmodell i.S. des &sect;&nbsp;15b Abs.&nbsp;2 EStG vorliegt (vgl. BFH-Urteil in BFHE 244, 385, BStBl II 2014, 465).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aaa) Das FG konnte nicht feststellen, dass der X-Fonds gezielt deshalb aufgelegt worden war, um einen Steuerspareffekt zu erzielen. So war der Vertrieb des X-Fonds nicht auf das Inland beschr&auml;nkt, obgleich der Steuervorteil in Form der Ausnutzung des durch Einf&uuml;hrung der Abgeltungsteuer entstandenen Steuersatzgef&auml;lles nur von im Inland steuerpflichtigen Anlegern erzielt werden konnte. Das Aktienportfolio des X-Fonds wies &uuml;berwiegend namhafte b&ouml;rsennotierte Unternehmen auf, was eine dauerhafte Auszahlung von Dividenden gew&auml;hrleistete. Die Kl&auml;ger erzielten in der ersten Abrechnungsperiode des X-Fonds auch positive Kapitaleink&uuml;nfte in H&ouml;he von insgesamt 129.484&nbsp;EUR, die dem progressiven Einkommensteuertarif nach &sect;&nbsp;32a EStG unterlagen. Das FG hat darauf hingewiesen, dass die Annahme eines Steuerstundungsmodells i.S. des &sect;&nbsp;15b EStG schon deshalb nicht schl&uuml;ssig sei, weil systembedingt dem negativen Zwischengewinn ein ebenso hoher positiver Zwischengewinn gegen&uuml;bergestanden habe. Auf die Anlegerschaft des X-Fonds im Ganzen bezogen h&auml;tten sich infolgedessen positive und negative Zwischengewinne ausgeglichen, so dass durch den X-Fonds nicht in einer modellhaften Art und Weise nur Steuervorteile vermittelt worden seien.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bbb) Auf der Grundlage dieser Feststellungen konnte das FG davon ausgehen, dass kein Steuerstundungsmodell i.S. des &sect;&nbsp;15b Abs.&nbsp;2 EStG vorlag und dass &uuml;ber die Gesamtlaufzeit der Investition mit einem positiven &Uuml;berschuss der Einnahmen &uuml;ber die Ausgaben zu rechnen war. Da der Erwerb der Investmentanteile nicht fremdfinanziert wurde, fehlt es im vorliegenden Fall auch an einer B&uuml;ndelung von Haupt- und Nebenleistungen durch den Anbieter, die f&uuml;r die Modellhaftigkeit einer Gestaltung ein Indiz sein kann (BFH-Urteil in BFHE 244, 385, BStBl II 2014, 465, Rz&nbsp;22).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Eine Einschr&auml;nkung der Verlustverrechnung folgt auch nicht aus &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;2b Satz&nbsp;2 EStG. Nach Auffassung des Senats gen&uuml;gt die Vorschrift den Bestimmtheitsanforderungen des Rechtsstaatsprinzips (Beschluss des Bundesverfassungsgerichts vom 12.&nbsp;Oktober 2010&nbsp;&nbsp;2&nbsp;BvL&nbsp;59\/06, BVerfGE 127, 335). Sie f&uuml;hrt nach ihrem Wortlaut jedoch nicht zu dem vom Gesetzgeber verfolgten Ziel, die Ausnutzung der Steuersatzspreizung bei der Einf&uuml;hrung der Schedule als Missbrauch zu qualifizieren und zu verhindern.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Der Gesetzgeber wollte mit der Regelung des &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;2b Satz&nbsp;2 EStG Modelle erfassen, die das Steuersatzgef&auml;lle zwischen tariflicher Einkommensteuer gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;32a EStG und dem gesonderten Steuertarif f&uuml;r Eink&uuml;nfte aus Kapitalverm&ouml;gen gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;32d EStG i.d.F. des UntStRefG 2008 dadurch ausnutzen, dass die negativen Eink&uuml;nfte der tariflichen Einkommensteuer und die positiven Eink&uuml;nfte der Abgeltungsteuer unterliegen (Referentenentwurf eines Jahressteuergesetzes 2007 vom 10.&nbsp;Juli 2006, S.&nbsp;65; Korn\/Strahl, K&ouml;lner Steuerdialog 2006, 15312, 15327; im Regierungsentwurf BTDrucks 16\/2712, 50 ist keine Begr&uuml;ndung mehr enthalten).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Diese Zielsetzung kommt in dem Wortlaut des &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;2b Satz&nbsp;2 EStG jedoch nicht zum Ausdruck (Jochum, in: Kirchhof\/ S&ouml;hn\/Mellinghoff, a.a.O., &sect;&nbsp;20 Rz&nbsp;I&nbsp;29&nbsp;f.; Moritz\/Strohm in Frotscher, EStG, Freiburg 2011, &sect;&nbsp;20 Rz&nbsp;381; Hamacher\/Dahm in Korn, &sect;&nbsp;20 EStG Rz&nbsp;434).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) So l&auml;sst die Regelung des &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;2b Satz&nbsp;2 EStG bereits offen, in welchem Veranlagungszeitraum &quot;die positiven Eink&uuml;nfte nicht der tariflichen Einkommensteuer unterliegen&quot; m&uuml;ssen, damit ein Steuerstundungsmodell i.S. des &sect;&nbsp;15b Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 EStG vorliegt. Bei der Einkommensteuer handelt es sich gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;36 Abs.&nbsp;1 EStG um eine Jahressteuer. Sie entsteht, soweit im Gesetz nichts anderes bestimmt ist, mit Ablauf des Veranlagungszeitraums. Danach liegt ein vorgefertigtes Konzept i.S. des &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;2b Satz&nbsp;2 EStG nicht vor, wenn die im Veranlagungszeitraum erzielten positiven Eink&uuml;nfte dem progressiven Einkommensteuertarif des &sect;&nbsp;32a EStG unterliegen. Dies ist vorliegend der Fall. Die Kl&auml;ger haben im Streitjahr aus den Fondsanteilen positive Eink&uuml;nfte in H&ouml;he von 113.114,26&nbsp;EUR (Zinsen) und in H&ouml;he von 16.370,47&nbsp;EUR (Dividenden) erzielt, die nach dem Einkommensteuertarif des &sect;&nbsp;32a EStG zu besteuern waren, so dass die Voraussetzungen des &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;2b Satz&nbsp;2 EStG nicht erf&uuml;llt sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Zudem handelt es sich auch bei dem gesonderten Steuertarif f&uuml;r Eink&uuml;nfte aus Kapitalverm&ouml;gen gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;32d EStG i.d.F. des UntStRefG 2008 um eine &quot;tarifliche Einkommensteuer&quot;, da dieser, wie der progressive Steuersatz des &sect;&nbsp;32a EStG, im Abschnitt &quot;IV.&nbsp;Tarif&quot; des Einkommensteuergesetzes geregelt ist. Dass der Gesetzgeber mit dem Begriff der &quot;tariflichen Einkommensteuer&quot; lediglich den progressiven Steuersatz nach &sect;&nbsp;32a EStG bezeichnen wollte, kommt in der gesetzlichen Regelung schon deshalb nicht zum Ausdruck, weil &quot;positive Eink&uuml;nfte&quot; nie der tariflichen Einkommensteuer des &sect;&nbsp;32a EStG unterliegen, sondern nur das zu versteuernde Einkommen i.S. des &sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;1 EStG (Jochum, in: Kirchhof\/S&ouml;hn\/Mellinghoff, a.a.O., &sect;&nbsp;20 Rz&nbsp;I&nbsp;29; Hamacher\/Dahm in Korn, &sect;&nbsp;20 EStG Rz&nbsp;434).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Da im vorliegenden Fall die gesetzlichen Tatbestandsvoraussetzungen des &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;2b Satz&nbsp;2 EStG nicht erf&uuml;llt sind, kann offenbleiben, ob die Regelung ein vorgefertigtes Konzept i.S. des &sect;&nbsp;15b Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 EStG gesetzlich fingiert (so Jochum, in: Kirchhof\/S&ouml;hn\/Mellinghoff, a.a.O., &sect;&nbsp;20 Rz&nbsp;I&nbsp;28; Moritz\/Strohm in Frotscher, a.a.O., &sect;&nbsp;20 Rz&nbsp;382; von&nbsp;Beckerath in Kirchhof, EStG, 17.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;20 Rz&nbsp;179; Bl&uuml;mich\/Ratschow, &sect;&nbsp;20 EStG Rz&nbsp;473; Schmidt\/Weber-Grellet, EStG, 36.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;20 Rz&nbsp;193; a.A. Intemann in Hermann\/Heuer\/Raupach, &sect;&nbsp;20 EStG Rz&nbsp;645).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Schlie&szlig;lich kann allein aus der Ausnutzung des Steuersatzgef&auml;lles nicht auf eine missbr&auml;uchliche Gestaltung i.S. des &sect;&nbsp;42 der Abgabenordnung geschlossen werden, da Vorteile aufgrund unterschiedlicher Steuers&auml;tze der Schedulenbesteuerung immanent sind. Insoweit wird auf die Ausf&uuml;hrungen in der Senatsentscheidung vom 24.&nbsp;Februar 2015 VIII&nbsp;R&nbsp;44\/12 (BFHE 249, 224, BStBl II 2015, 649) verwiesen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Die Kostenentscheidung folgt aus &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 28.6.2017, VIII R 57\/14ECLI:DE:BFH:2017:U.280617.VIIIR57.14.0 Zum Vorliegen eines Steuerstundungsmodells gem&auml;&szlig; &sect; 20 Abs. 2b EStG (&sect; 20 Abs. 7 EStG n.F.) bei hohen negativen Zwischengewinnen Leits&auml;tze 1. Hohe (negative) Zwischengewinne beim Erwerb von Anteilen an einem Investmentfonds f&uuml;hren nicht ohne Weiteres zur Annahme eines Steuerstundungsmodells i.S. des &sect; 20 Abs. 2b Satz 1 &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/viii-r-57-14-zum-vorliegen-eines-steuerstundungsmodells-gemaess-par-20-abs-2b-estg-par-20-abs-7-estg-nf-bei-hohen-negativen-zwischengewinnen\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">VIII&nbsp;R&nbsp;57\/14 &#8211; Zum Vorliegen eines Steuerstundungsmodells gem&auml;&szlig; &sect; 20 Abs. 2b EStG (&sect; 20 Abs. 7 EStG n.F.) bei hohen negativen Zwischengewinnen<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-67762","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/67762","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=67762"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/67762\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=67762"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=67762"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=67762"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}