{"id":67807,"date":"2017-10-07T15:52:11","date_gmt":"2017-10-07T13:52:11","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=67807"},"modified":"2017-10-07T15:52:11","modified_gmt":"2017-10-07T13:52:11","slug":"iii-r-11-15-bestimmung-des-kindergeldberechtigten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iii-r-11-15-bestimmung-des-kindergeldberechtigten\/","title":{"rendered":"III&nbsp;R&nbsp;11\/15 &#8211; Bestimmung des Kindergeldberechtigten"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 18.5.2017, III R 11\/15<br \/>ECLI:DE:BFH:2017:U.180517.IIIR11.15.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Bestimmung des Kindergeldberechtigten<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>Haben die Eltern eines Kindes einen Elternteil als Kindergeldberechtigten bestimmt, so erl&ouml;schen die Rechtswirkungen der Bestimmung, wenn sich die Eltern trennen und das Kind ausschlie&szlig;lich im Haushalt eines der beiden Elternteile lebt. Die urspr&uuml;ngliche Berechtigtenbestimmung lebt nicht wieder auf, wenn die Eltern und das Kind wegen eines Vers&ouml;hnungsversuchs wieder in einem gemeinsamen Haushalt leben.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Auf die Revision der Beklagten wird das Urteil des Hessischen Finanzgerichts vom 30. April 2014&nbsp;&nbsp;12 K 1044\/11 insoweit aufgehoben, als das Finanzgericht der Klage stattgegeben hat.<\/p>\n<\/p>\n<p>Insoweit wird die Klage abgewiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Unter Aufhebung der Kostenentscheidung des Finanzgerichts werden die Kosten des gesamten Verfahrens dem Kl&auml;ger auferlegt.<\/p>\n<\/p>\n<p>Er hat die au&szlig;ergerichtlichen Kosten der Beigeladenen im finanzgerichtlichen Verfahren zu tragen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Au&szlig;ergerichtliche Kosten, die dieser im Revisionsverfahren entstanden sind, sind nicht erstattungsf&auml;hig.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">I. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger und Revisionsbeklagte (Kl&auml;ger) ist der Vater des am 18.&nbsp;M&auml;rz 2005 geborenen E. Die Kindsmutter &#8211;die Beigeladene&#8211; ist die fr&uuml;here Ehefrau des Kl&auml;gers. Bis zum 23.&nbsp;April 2008 lebte die Familie in einer gemeinsamen Wohnung. Das Kindergeld war gegen&uuml;ber dem Kl&auml;ger festgesetzt worden, da dieser in dem von den Eltern unterschriebenen Kindergeldantrag vom 4.&nbsp;April 2005 gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;64 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 des Einkommensteuergesetzes (EStG) als Berechtigter bestimmt worden war. Der Kl&auml;ger und die Beigeladene trennten sich am 24.&nbsp;April 2008. Die Beigeladene nahm E nach dem Auszug aus der bisherigen Wohnung in ihren Haushalt auf. In den Monaten Oktober 2008 bis Ende Dezember 2008 lebten der Kl&auml;ger, die Beigeladene sowie E wegen eines Vers&ouml;hnungsversuchs vor&uuml;bergehend wieder in einer gemeinsamen Wohnung. Danach kam es zur endg&uuml;ltigen Trennung. Seither lebt die Beigeladene mit E in einem gemeinsamen Haushalt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Januar 2009 stellte die Beigeladene einen Antrag auf Kindergeld f&uuml;r E bei der f&uuml;r sie zust&auml;ndigen Familienkasse. Als die f&uuml;r den Kl&auml;ger zust&auml;ndig gewordene Familienkasse &#8230; (Familienkasse) hiervon erfuhr, hob sie die Festsetzung des Kindergeldes gegen&uuml;ber dem Kl&auml;ger durch Bescheid vom 11.&nbsp;November 2010 ab Mai 2008 auf und forderte das von Mai 2008 bis Dezember 2008 gezahlte Kindergeld zur&uuml;ck. Dagegen wandte sich der Kl&auml;ger mit Einspruch, zu dessen Begr&uuml;ndung er u.a. vortrug, das Kindergeld sei auf das Konto der Beigeladenen gezahlt worden. Der Rechtsbehelf hatte keinen Erfolg (Einspruchsentscheidung vom 14.&nbsp;April 2011).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Finanzgericht (FG), das die Beigeladene am Verfahren beteiligte, gab der anschlie&szlig;end erhobenen Klage des Kl&auml;gers statt, soweit sie den Zeitraum Oktober 2008 bis Dezember 2008 betraf; im &Uuml;brigen wies es die Klage ab. Es war der Ansicht, E sei im Zeitraum Oktober 2008 bis Dezember 2008 in den gemeinsamen Haushalt beider Eltern aufgenommen gewesen, so dass dem Kl&auml;ger aufgrund der urspr&uuml;nglichen Berechtigtenbestimmung der Anspruch auf Kindergeld zustehe. Die Bestimmung sei so lange wirksam gewesen, bis sie widerrufen worden sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Gegen das Urteil wendet sich die Familienkasse, soweit es den Zeitraum Oktober 2008 bis Dezember 2008 betrifft. Zur Begr&uuml;ndung tr&auml;gt sie vor, der urspr&uuml;nglichen Berechtigtenbestimmung sei die Grundlage entzogen worden, als die Beigeladene im April 2008 zusammen mit E die bisherige gemeinsame Wohnung verlassen habe. Dadurch, dass die Eltern sp&auml;ter erneut einen gemeinsamen Haushalt begr&uuml;ndet h&auml;tten, sei die erloschene Bestimmung nicht wieder aufgelebt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Familienkasse beantragt,<br \/>das angefochtene Urteil hinsichtlich des Zeitraums Oktober 2008 bis Dezember 2008 aufzuheben und die Klage auch insoweit abzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger beantragt,<br \/>die Revision als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Er ist der Ansicht, in den Monaten Oktober 2008 bis Dezember 2008 sei er nicht mehr zum Barunterhalt verpflichtet gewesen. Nichts anderes k&ouml;nne f&uuml;r die Berechtigtenbestimmung im Kindergeldrecht gelten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Beigeladene hat sich im Revisionsverfahren nicht ge&auml;u&szlig;ert.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">II.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Revision ist begr&uuml;ndet. Sie f&uuml;hrt zur Aufhebung des angefochtenen Urteils insoweit, als dieses den Zeitraum Oktober 2008 bis Dezember 2008 betrifft; auch insoweit wird die Klage abgewiesen (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Das FG war zu Unrecht der Ansicht, dem Kl&auml;ger stehe das Kindergeld f&uuml;r diesen Zeitraum aufgrund der urspr&uuml;nglichen Berechtigtenbestimmung vom 4.&nbsp;April 2005 zu (&sect;&nbsp;64 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 EStG).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;64 Abs.&nbsp;1 EStG wird f&uuml;r jedes Kind nur einem Berechtigten das Kindergeld gezahlt. Bei mehreren Berechtigten wird das Kindergeld aufgrund des sog. Obhutsprinzips demjenigen gezahlt, der das Kind in seinen Haushalt aufgenommen hat (&sect;&nbsp;64 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 EStG). Wohnen die Eltern eines Kindes zusammen mit dem Kind in einem gemeinsamen Haushalt, so bestimmen sie nach &sect;&nbsp;64 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 EStG untereinander den Berechtigten. Dies geschieht &uuml;blicherweise &#8211;so auch im Streitfall&#8211; durch den Kindergeldantrag (&sect;&nbsp;67 EStG). Kommt es zu keiner einvernehmlichen Regelung, so bestimmt das Familiengericht auf Antrag den Berechtigten (&sect;&nbsp;64 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;3 EStG).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Trennen sich die Eltern eines Kindes und leben sie fortan in verschiedenen Haushalten, so verliert eine fr&uuml;her getroffene Berechtigtenbestimmung in der Regel ihre Bedeutung, weil dann das Kindergeld zwingend an den Elternteil zu zahlen ist, in dessen Haushalt das Kind nunmehr lebt (&sect;&nbsp;64 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 EStG). Eine vormals getroffene Berechtigtenbestimmung wird daher &#8211;wovon auch das FG zutreffend ausgegangen ist&#8211; mit der Aufl&ouml;sung des gemeinsamen Haushalts gegenstandslos (Beschl&uuml;sse des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 16.&nbsp;September 2008 III&nbsp;B&nbsp;124\/07, juris; vom 12.&nbsp;Mai 2011 III&nbsp;B&nbsp;31\/10, BFH\/NV 2011, 1350, und vom 15.&nbsp;Januar 2014 V&nbsp;B&nbsp;31\/13, BFH\/NV 2014, 522; Wendl in Herrmann\/Heuer\/Raupach, &sect;&nbsp;64 EStG Rz&nbsp;10; Avvento in Kirchhof, EStG, 16.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;64 Rz&nbsp;4). Ein Widerruf der Berechtigtenbestimmung ist damit nicht erforderlich. Nur ausnahmsweise, wenn das Kind nach der Trennung der Eltern in etwa ann&auml;hernd gleichwertigem Umfang bei beiden Elternteilen lebt, wirkt die vor der Trennung getroffene Berechtigtenbestimmung fort (Senatsurteil vom 23.&nbsp;M&auml;rz 2005 III&nbsp;R&nbsp;91\/03, BFHE 209, 338, BStBl II 2008, 752; BFH-Urteil vom 18.&nbsp;April 2013 V&nbsp;R&nbsp;41\/11, BFHE 241, 264, BStBl II 2014, 34).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Die Grunds&auml;tze des Senatsurteils in BFHE 209, 338, BStBl II 2008, 752 k&ouml;nnen entgegen der Rechtsansicht des FG nicht auf den Streitfall &uuml;bertragen werden. Im Urteilsfall war das Kind weiterhin, wenn auch nicht ausschlie&szlig;lich, in den Haushalt des Elternteils aufgenommen, der zuvor als Kindergeldberechtigter bestimmt worden war. Dagegen befand sich E im Streitfall nach der Trennung der Eltern nicht mehr im Haushalt beider Elternteile, sondern nur noch im Haushalt der Beigeladenen. Diese wurde dadurch vorrangig kindergeldberechtigt. Die Trennung f&uuml;hrte zu einer Z&auml;sur, welche die Rechtswirkungen der fr&uuml;heren gemeinsamen Willensbildung der Eltern, wie sie im Kindergeldantrag vom 4.&nbsp;April 2005 zum Ausdruck kam, entfallen lie&szlig;. Aus diesem Grund war eine neue Berechtigtenbestimmung erforderlich, als der Kl&auml;ger und die Beigeladene nach der Trennung vor&uuml;bergehend wieder einen gemeinsamen Haushalt bildeten (a.A. Pust in Littmann\/Bitz\/Pust, Das Einkommensteuerrecht, Kommentar, &sect;&nbsp;64 Rz&nbsp;71).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Einer R&uuml;ckforderung des Kindergeldes stand auch nicht entgegen, dass dieses nach dem Vortrag des Kl&auml;gers auf ein Konto gezahlt wurde, &uuml;ber das die Beigeladene verf&uuml;gungsberechtigt war. Zutreffend hat das FG darauf hingewiesen, dass auch in den F&auml;llen, in denen das Kindergeld auf eine Weisung des Kindergeldberechtigten hin an einen Dritten gezahlt wird, der Berechtigte Zahlungsempf&auml;nger i.S. des &sect;&nbsp;37 Abs.&nbsp;2 der Abgabenordnung bleibt (Senatsurteil vom 10.&nbsp;M&auml;rz 2016 III&nbsp;R&nbsp;29\/15, BFH\/NV 2016, 1278, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>5. Da die Revision der Familienkasse Erfolg hat, kann auch die Kostenentscheidung des FG keinen Bestand haben. Der Senat hat nach dem Grundsatz der Einheitlichkeit der Kostenentscheidung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;143 Abs.&nbsp;1 FGO &uuml;ber die Kosten des gesamten Verfahrens zu entscheiden (vgl. Senatsurteil vom 8.&nbsp;September 2016 III&nbsp;R&nbsp;27\/15, BFHE 255, 202, BStBl II 2017, 278). Die Klage ist nach dem Ergebnis des Revisionsverfahrens in vollem Umfang abzuweisen, so dass die Kosten des gesamten Verfahrens insgesamt dem Kl&auml;ger aufzuerlegen sind (&sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;1 FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die au&szlig;ergerichtlichen Kosten der Beigeladenen, die ihr im finanzgerichtlichen Verfahren entstanden sind, sind nach &sect;&nbsp;139 Abs.&nbsp;4 FGO aus Billigkeitsgr&uuml;nden dem Kl&auml;ger aufzuerlegen. Die Beigeladene hat durch einen Schriftsatz und durch ihre Teilnahme an der m&uuml;ndlichen Verhandlung vor dem FG das Verfahren gef&ouml;rdert. Etwaige Kosten, die ihr im Revisionsverfahren entstanden sind, k&ouml;nnen dagegen nicht erstattet werden, da sich die Beigeladene in diesem Verfahren nicht mehr ge&auml;u&szlig;ert hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 18.5.2017, III R 11\/15ECLI:DE:BFH:2017:U.180517.IIIR11.15.0 Bestimmung des Kindergeldberechtigten Leits&auml;tze Haben die Eltern eines Kindes einen Elternteil als Kindergeldberechtigten bestimmt, so erl&ouml;schen die Rechtswirkungen der Bestimmung, wenn sich die Eltern trennen und das Kind ausschlie&szlig;lich im Haushalt eines der beiden Elternteile lebt. 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