{"id":67812,"date":"2017-10-07T15:51:34","date_gmt":"2017-10-07T13:51:34","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=67812"},"modified":"2017-10-07T15:51:34","modified_gmt":"2017-10-07T13:51:34","slug":"i-r-19-15-mindestlaufzeit-eines-gewinnabfuehrungsvertrags-bei-koerperschaftsteuerrechtlicher-organschaft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/i-r-19-15-mindestlaufzeit-eines-gewinnabfuehrungsvertrags-bei-koerperschaftsteuerrechtlicher-organschaft\/","title":{"rendered":"I&nbsp;R&nbsp;19\/15 &#8211; Mindestlaufzeit eines Gewinnabf&uuml;hrungsvertrags bei k&ouml;rperschaftsteuerrechtlicher Organschaft"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 10.5.2017, I R 19\/15<br \/>ECLI:DE:BFH:2017:U.100517.IR19.15.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Mindestlaufzeit eines Gewinnabf&uuml;hrungsvertrags bei k&ouml;rperschaftsteuerrechtlicher Organschaft<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>1. Die Organgesellschaft ist auch unter Geltung einer umwandlungssteuerrechtlichen R&uuml;ckwirkungsfiktion nicht &quot;vom Beginn ihres Wirtschaftsjahrs an ununterbrochen&quot; (&sect; 14 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 Satz 1 KStG) in den Organtr&auml;ger finanziell eingegliedert, wenn die Anteile an der Organgesellschaft im R&uuml;ckwirkungszeitraum (unterj&auml;hrig) von einem Dritten auf den Organtr&auml;ger &uuml;bergehen.<\/p>\n<\/p>\n<p>2. Bei der Berechnung der f&uuml;nfj&auml;hrigen Mindestlaufzeit eines Gewinnabf&uuml;hrungsvertrags bei k&ouml;rperschaftsteuerrechtlicher Organschaft (&sect; 14 Abs. 1 Satz 1 Nr. 3 KStG) kann eine umwandlungssteuerrechtliche R&uuml;ckwirkungsfiktion beachtlich sein, auch wenn sie auf einen Zeitpunkt vor Gr&uuml;ndung der Organgesellschaft wirkt.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>1. Die Revision der Kl&auml;gerin betreffend das Streitjahr 2005 wird als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>2. Im &Uuml;brigen (Streitjahre 2006 und 2007) wird das Urteil des Finanzgerichts D&uuml;sseldorf vom 3. M&auml;rz 2015&nbsp;&nbsp;6 K 4332\/12 K,F aufgehoben und die Sache an die Vorinstanz zur&uuml;ckverwiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>3. Dem Finanzgericht wird die Entscheidung &uuml;ber die Kosten des gesamten Rechtsstreits &uuml;bertragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">I. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Streitig ist, ob die Tatbestandsvoraussetzungen der k&ouml;rperschaftsteuerrechtlichen Organschaft erf&uuml;llt sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin und Revisionskl&auml;gerin (Kl&auml;gerin), eine AG, ist Rechtsnachfolgerin der A&nbsp;GmbH, die wiederum Rechtsnachfolgerin der B&nbsp;GmbH ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit Notarvertrag vom 9.&nbsp;Februar 2005 (Handelsregistereintragung vom 3.&nbsp;M&auml;rz 2005) wurde die C&nbsp;GmbH als Vorratsgesellschaft gegr&uuml;ndet, deren Anteile die B&nbsp;GmbH (alt) mit Vertrag vom 9.&nbsp;August 2005 erwarb. Durch Vertrag vom 16.&nbsp;August 2005 wurde die Firma der C&nbsp;GmbH in B&nbsp;GmbH ge&auml;ndert. Am selben Tag (Handelsregistereintragung vom 2.&nbsp;September 2005) wurden von der B&nbsp;GmbH (alt), die in B&nbsp;Holding&nbsp;GmbH umfirmierte, Teile ihres Verm&ouml;gens auf die B&nbsp;GmbH als Gesamtheit im Wege der Umwandlung durch Ausgliederung (mit Wirkung zum 1.&nbsp;Januar 2005&nbsp;&nbsp;00:00&nbsp;Uhr) &uuml;bertragen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die B Holding GmbH als herrschendes Unternehmen und die B GmbH schlossen am 16.&nbsp;August 2005 einen Beherrschungs- und Gewinnabf&uuml;hrungsvertrag ab, der am 16.&nbsp;November 2005 neu gefasst wurde. In &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;1 der Vertr&auml;ge hei&szlig;t es: &quot;Der Vertrag wird unter dem Vorbehalt der Zustimmung der Gesellschafterversammlungen von &#8230; (B&nbsp;Holding&nbsp;GmbH) und &#8218;Organgesellschaft&#8216; abgeschlossen. Er wird wirksam mit der Eintragung in das Handelsregister der &#8218;Organgesellschaft&#8216; und gilt f&uuml;r den Zeitraum ab dem 01.01.2005.&quot; In &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;2 der Vertr&auml;ge hei&szlig;t es: &quot;Der Vertrag kann erstmals zum Ablauf des 31.12.2009 unter Einhaltung einer K&uuml;ndigungsfrist von 6 Monaten gek&uuml;ndigt werden. Wird er nicht gek&uuml;ndigt, so verl&auml;ngert er sich bei gleicher K&uuml;ndigungsfrist um jeweils ein Kalenderjahr.&quot; Die jeweiligen Handelsregistereintragungen datieren vom 18.&nbsp;Oktober 2005 bzw. vom 28.&nbsp;November 2005.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) war der Ansicht, dass es sich bezogen auf die B GmbH als Organgesellschaft bei dem Wirtschaftsjahr 2005 um ein Rumpfwirtschaftsjahr handelt, das am 9.&nbsp;Februar 2005 begonnen hat. Damit sei durch die M&ouml;glichkeit, den Vertrag mit Ablauf zum 31.&nbsp;Dezember 2009 zu k&uuml;ndigen, die Voraussetzung der Mindestlaufzeit von f&uuml;nf (Zeit-)Jahren nicht erf&uuml;llt (&sect;&nbsp;14 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 des K&ouml;rperschaftsteuergesetzes in der in den Streitjahren 2005 bis 2007 geltenden Fassung &#8211;KStG&#8211;). Daher setzte es die Gewinnabf&uuml;hrungen der Streitjahre (2005: &#8230;&nbsp;EUR; 2006: &#8230;&nbsp;EUR; 2007: &#8230;&nbsp;EUR) als verdeckte Gewinnaussch&uuml;ttungen i.S. des &sect;&nbsp;8 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;2 KStG (vGA) einkommenserh&ouml;hend an. Die dagegen gerichtete Klage blieb erfolglos (Finanzgericht &#8211;FG&#8211; D&uuml;sseldorf, Urteil vom 3.&nbsp;M&auml;rz 2015&nbsp;&nbsp;6&nbsp;K&nbsp;4332\/12&nbsp;K,F, abgedruckt in Entscheidungen der Finanzgerichte &#8211;EFG&#8211; 2015, 951).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin r&uuml;gt die Verletzung materiellen Rechts und beantragt, das angefochtene Urteil aufzuheben und die K&ouml;rperschaftsteuerbescheide f&uuml;r 2005, 2006 und 2007 in Gestalt der Einspruchsentscheidung vom 25.&nbsp;Oktober 2012 dahingehend abzu&auml;ndern, dass das zu versteuernde Einkommen wegen Bestehens eines Organschaftsverh&auml;ltnisses jeweils auf 0&nbsp;EUR festgesetzt wird.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt, die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">II. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Revision der Kl&auml;gerin ist f&uuml;r das Streitjahr 2005 unbegr&uuml;ndet und daher zur&uuml;ckzuweisen (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Das FG hat im Ergebnis zu Recht dahin erkannt, dass die Gewinnabf&uuml;hrung als vGA einkommenserh&ouml;hend anzusetzen ist, da die Tatbestandsvoraussetzungen des &sect;&nbsp;14 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 KStG im Jahr 2005 nicht erf&uuml;llt waren. F&uuml;r die Streitjahre 2006 und 2007 ist das angefochtene Urteil aufzuheben und die Sache an das FG zur anderweitigen Verhandlung und Entscheidung zur&uuml;ckzuverweisen (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 FGO). Die Sache ist nicht spruchreif, da Feststellungen zur Frage des Gegenstands der Verm&ouml;gens&uuml;bertragung (als Grundlage eines r&uuml;ckwirkenden Beginns der Vertragslaufzeit) fehlen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Verpflichtet sich eine GmbH mit Gesch&auml;ftsleitung und Sitz im Inland (Organgesellschaft) durch einen Gewinnabf&uuml;hrungsvertrag i.S. des &sect;&nbsp;291 Abs.&nbsp;1 des Aktiengesetzes, ihren ganzen Gewinn an ein einziges anderes gewerbliches Unternehmen abzuf&uuml;hren, so ist das Einkommen der Organgesellschaft, soweit sich aus &sect;&nbsp;16 KStG nichts anderes ergibt, nach &sect;&nbsp;14 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1&nbsp;&nbsp;1.&nbsp;Satzteil und &sect;&nbsp;17 KStG dem Tr&auml;ger des Unternehmens (Organtr&auml;ger) unter den in &sect;&nbsp;14 KStG benannten Voraussetzungen zuzurechnen. Eine dieser Voraussetzungen ist, dass der Organtr&auml;ger an der Organgesellschaft vom Beginn ihres Wirtschaftsjahrs an ununterbrochen in einem solchen Ma&szlig;e beteiligt ist, dass ihm die Mehrheit der Stimmrechte aus den Anteilen an der Organgesellschaft zusteht (finanzielle Eingliederung, s. &sect;&nbsp;14 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 KStG). Dar&uuml;ber hinaus muss der Vertrag auf mindestens f&uuml;nf Jahre abgeschlossen und w&auml;hrend seiner gesamten Geltungsdauer durchgef&uuml;hrt sein (&sect;&nbsp;14 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 KStG). Mit dem zuletzt angef&uuml;hrten Erfordernis der f&uuml;nfj&auml;hrigen Mindestdauer des Gewinnabf&uuml;hrungsvertrags verfolgt der Gesetzgeber das Ziel, Manipulationen zu verhindern: Die Organschaft soll nicht zum Zweck willk&uuml;rlicher Beeinflussung der Besteuerung und zu Einkommensverlagerungen von Fall zu Fall abgeschlossen bzw. beendet werden k&ouml;nnen (Senatsurteile vom 12.&nbsp;Januar 2011 I&nbsp;R&nbsp;3\/10, BFHE 232, 426, BStBl II 2011, 727; vom 13.&nbsp;November 2013 I&nbsp;R&nbsp;45\/12, BFHE 244, 277, BStBl II 2014, 486).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Eine den gesetzlichen Ma&szlig;gaben entsprechende finanzielle Eingliederung der B&nbsp;GmbH (Organgesellschaft) in die B&nbsp;Holding&nbsp;GmbH (Organtr&auml;gerin) liegt im Streitjahr 2005 nicht vor, so dass die Gewinnabf&uuml;hrung an die B&nbsp;Holding&nbsp;GmbH als vGA einkommenserh&ouml;hend anzusetzen ist (sog. verungl&uuml;ckte Organschaft, s. allgemein z.B. Senatsurteil vom 4.&nbsp;M&auml;rz 2009 I&nbsp;R&nbsp;1\/08, BFHE 225, 312, BStBl II 2010, 407).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Der Streitfall ist dadurch gekennzeichnet, dass die B&nbsp;GmbH (sp&auml;tere Organgesellschaft) nicht durch die (sp&auml;tere) Organtr&auml;gerin errichtet wurde, es vielmehr (erst) im August 2005 zu einem Anteilserwerb durch die Organtr&auml;gerin gekommen ist. Die Anteile an der B&nbsp;GmbH standen mithin zun&auml;chst einer dritten Person zu.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Auch die mit einer Umwandlung verbundene ertragsteuerrechtliche R&uuml;ckwirkungsfiktion k&ouml;nnte &#8211;so sie anzuerkennen w&auml;re (s. unten zu 3.)&#8211; jedenfalls in dieser Konstellation den Tatbestand der finanziellen Eingliederung der&nbsp;B GmbH in ihre Organtr&auml;gerin &quot;vom Beginn ihres Wirtschaftsjahrs an ununterbrochen&quot; nicht begr&uuml;nden (so im Ergebnis auch Walter, GmbH-Rundschau &#8211;GmbHR&#8211; 2015, 544, 546; abweichend [einzelfallbezogene Pr&uuml;fung] Br&uuml;hl, Die Unternehmensbesteuerung 2016, 586, 591; derselbe, Deutsches Steuerrecht &#8211;DStR&#8211; 2015, 1896, 1900; H&ouml;lzer, Der Betrieb &#8211;DB&#8211; 2015, 1249&nbsp;f.; Pichler, Die ertragsteuerliche Organschaft im Umwandlungssteuerrecht, 2015, S.&nbsp;141, 165).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der vorliegend zu beurteilende Sachverhalt unterscheidet sich von den Konstellationen, &uuml;ber die der Senat mit Urteilen vom 28.&nbsp;Juli 2010 I&nbsp;R&nbsp;89\/09 (BFHE 230, 408, BStBl II 2011, 528) und I&nbsp;R&nbsp;111\/09 (BFH\/NV 2011, 67) entschieden hatte. Denn dort ging es jeweils um die Einbringung einer Mehrheitsbeteiligung an der Organgesellschaft in den Organtr&auml;ger. Der Senat hat hierzu erl&auml;utert, dass es mit R&uuml;cksicht auf die (&uuml;ber &sect;&nbsp;23 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 des Umwandlungssteuergesetzes 2006 &#8211;UmwStG 2006&#8211; anwendbare) Regelung des &sect;&nbsp;12 Abs.&nbsp;3 Halbsatz&nbsp;1 UmwStG 2006 zum Eintritt der &uuml;bernehmenden K&ouml;rperschaft in die &quot;steuerliche Rechtsstellung&quot; der &Uuml;bertr&auml;gerin auf die Anwendbarkeit der umwandlungssteuerrechtlichen R&uuml;ckwirkungsfiktion auf die Organschaftsvoraussetzung der finanziellen Eingliederung nicht ankommt. Der entgeltliche Anteilserwerb ist dem nicht gleichzustellen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Ob die Laufzeit des Gewinnabf&uuml;hrungsvertrags vom 16.&nbsp;August bzw. vom 16.&nbsp;November 2005 den Vorgaben des &sect;&nbsp;14 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 KStG entspricht, kann ohne weitergehende Feststellungen des FG nicht entschieden werden. Demgem&auml;&szlig; ist die Sache betreffend die Streitjahre 2006 und 2007 nicht entscheidungsreif.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Nach den Feststellungen des FG war der Vertrag ausdr&uuml;cklich auf die Dauer von f&uuml;nf Zeitjahren (s. insoweit Senatsurteil in BFHE 232, 426, BStBl II 2011, 727) abgeschlossen worden. Dabei unterliegt die R&uuml;ckwirkung auf den Beginn des Gesch&auml;ftsjahrs des Vertragsabschlusses mit rechtzeitiger (bis zum 31.&nbsp;Dezember erfolgter) Eintragung im Handelsregister weder zivilrechtlichen noch steuerrechtlichen Wirksamkeitsbedenken; hiermit &uuml;bereinstimmend hat auch das FG K&ouml;ln im Urteil vom 10.&nbsp;Juni 2010&nbsp;&nbsp;13&nbsp;K&nbsp;416\/10 (EFG 2010, 2029) einen Gewinnabf&uuml;hrungsvertrag dahin ausgelegt, dass das gesamte im Abschlussjahr erwirtschaftete Ergebnis vom Vertrag umfasst sein sollte (s.a. Gosch\/Neumann, KStG, 3.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;14 Rz&nbsp;243, 245, m.w.N.; Walter, GmbHR 2015, 544, 546).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Soweit das FG im angefochtenen Urteil auf dieser Grundlage (das FG ist von einem zivilrechtlich wirksamen Vertrag mit einer Laufzeit vom 1.&nbsp;Januar 2005 bis 31.&nbsp;Dezember 2009 ausgegangen) allerdings unter Hinweis auf die Errichtung der B&nbsp;GmbH als Organgesellschaft durch notariellen Vertrag vom 9.&nbsp;Februar 2005 die f&uuml;nfj&auml;hrige Mindestdauer als nicht erf&uuml;llt angesehen hat (zustimmend: Graw, EFG 2015, 953; Bl&uuml;mich\/Krumm, &sect;&nbsp;14 KStG Rz&nbsp;130; Frotscher in Frotscher\/Dr&uuml;en, KStG\/GewStG\/UmwStG, &sect;&nbsp;14 KStG Rz&nbsp;472b; M&uuml;ller in M&ouml;ssner\/Seeger, K&ouml;rperschaftsteuergesetz, 3.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;14 Rz&nbsp;571; derselbe in M&uuml;ller\/St&ouml;cker\/ Lieber, Die Organschaft, 10.&nbsp;Aufl., Rz&nbsp;205; Walter, GmbHR 2015, 544, 546; wohl auch D&ouml;tsch in D&ouml;tsch\/Pung\/M&ouml;hlenbrock, Die K&ouml;rperschaftsteuer, &sect;&nbsp;14 KStG Rz&nbsp;540; Schumacher, Die Organschaft im Steuerrecht, 3.&nbsp;Aufl., S.&nbsp;65), ist ihm dann nicht beizupflichten, wenn die Voraussetzungen einer umwandlungssteuerrechtlichen R&uuml;ckwirkungsfiktion erf&uuml;llt sind (ebenso Beinert\/Nees in Prinz\/Witt, Steuerliche Organschaft, Rz&nbsp;3.34; Benz nach dem Tagungsbericht von R&uuml;sch, Deutsche Steuer-Zeitung &#8211;DStZ&#8211; 2017, 69, 71; Br&uuml;hl, DStR 2015, 1896, 1900; H&ouml;lzer, DB 2015, 1249, 1251; R&ouml;dder\/Liekenbrock in R&ouml;dder\/ Herlinghaus\/Neumann, KStG, &sect;&nbsp;14 Rz&nbsp;310).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Zuzustimmen ist dem FG allerdings darin, dass der Senat in seinem Urteil in BFHE 230, 408, BStBl II 2011, 528 die hier ma&szlig;gebende Streitfrage nicht entschieden hat. Dort hatte der Senat mit Blick auf &sect;&nbsp;14 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 KStG (finanzielle Eingliederung) dahin erkannt, dass die Ausgliederung einer Mehrheitsbeteiligung mit nachfolgender erstmaliger Begr&uuml;ndung einer Organschaft m&ouml;glich sei, wenn seit dem Beginn des Wirtschaftsjahrs eine finanzielle Eingliederung zun&auml;chst zum &uuml;bertragenden Rechtstr&auml;ger und anschlie&szlig;end zum &uuml;bernehmenden Rechtstr&auml;ger bestanden hat und dieses Erfordernis bis zum Ende des Wirtschaftsjahrs aufrecht erhalten bleibt. Sind diese Voraussetzungen bei der &uuml;bertragenden K&ouml;rperschaft erf&uuml;llt, setzt sich dies f&uuml;r die &uuml;bernehmende K&ouml;rperschaft fort. Das betrifft auch und gerade den &Uuml;bergang eines Teilbetriebs der &Uuml;bertr&auml;gerin auf eine neu gegr&uuml;ndete Tochter-Kapitalgesellschaft durch Abspaltung oder Ausgliederung. Das &uuml;bergehende Verm&ouml;gen ist in einem solchen Fall bereits vor der Umwandlung in die &Uuml;bertr&auml;gerin eingegliedert gewesen (Teilbetriebseigenschaft als &quot;st&auml;rkste Form der Eingliederung&quot;). Eine Aussage zur Berechnung der Mindestdauer der Vertragslaufzeit war in dieser Entscheidung nicht zu treffen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) In die Berechnung der f&uuml;nfj&auml;hrigen Mindestdauer des Gewinnabf&uuml;hrungsvertrags i.S. des &sect;&nbsp;14 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 KStG w&auml;re die steuerliche R&uuml;ckwirkung eines Einbringungsvorgangs einzubeziehen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aaa) Das FG hat offen gelassen, ob im Streitfall die Ausgliederung von Teilen des Verm&ouml;gens der B&nbsp;Holding&nbsp;GmbH auf die B&nbsp;GmbH steuerlich auf den 1.&nbsp;Januar 2005 zur&uuml;ckwirkt. Jedenfalls k&ouml;nne eine solche R&uuml;ckwirkung nicht ma&szlig;gebend sein, wenn der &uuml;bernehmende Rechtstr&auml;ger im R&uuml;ckwirkungszeitraum nicht bereits bestanden habe. Die f&uuml;nfj&auml;hrige Mindestdauer sei ein auf tats&auml;chliche Umst&auml;nde abstellendes Tatbestandsmerkmal, das einer fiktiven R&uuml;ckbeziehung nicht zug&auml;nglich sei. Mit dem Zweck des &sect;&nbsp;14 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 KStG, Manipulationen zu verhindern, sei es nicht vereinbar, fiktive Zeitr&auml;ume in die Berechnung der Mindestdauer einzubeziehen. Da der Gesetzgeber typisierend Manipulationen unterstelle, wenn ein Gewinnabf&uuml;hrungsvertrag nicht f&uuml;r 60&nbsp;Monate abgeschlossen werde, m&uuml;sse als Mindestdauer ein tats&auml;chlicher Zeitraum von 60&nbsp;Monaten vereinbart sein.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bbb) Dem folgt der erkennende Senat nicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach &sect;&nbsp;14 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 KStG ist das Einkommen der Organgesellschaft dem Organtr&auml;ger erstmals f&uuml;r das Kalenderjahr zuzurechnen, in dem das Wirtschaftsjahr der Organgesellschaft endet, in dem der Gewinnabf&uuml;hrungsvertrag wirksam wird. Im Streitfall ist dies das Wirtschaftsjahr 2005. Teil des abzuf&uuml;hrenden Gewinns w&auml;re dabei aber auch das der aufnehmenden Gesellschaft &#8211;hier: der B&nbsp;GmbH als Organgesellschaft&#8211; zuzurechnende Ergebnis des R&uuml;ckwirkungszeitraums (d.h. ab dem 1.&nbsp;Januar 2005). Wenn damit aber die gesetzliche Regelung das gesamte Einkommen des Jahrs 2005 erfasst und der Einkommenszurechnung unterwirft (Beinert\/Nees in Prinz\/Witt, a.a.O., Rz&nbsp;3.34; Benz nach dem Tagungsbericht von R&uuml;sch, DStZ 2017, 69, 71; Br&uuml;hl, DStR 2015, 1896, 1900; H&ouml;lzer, DB 2015, 1249, 1250; R&ouml;dder\/Liekenbrock in R&ouml;dder\/Herlinghaus\/Neumann, a.a.O., &sect;&nbsp;14 Rz&nbsp;310), ist auch bei der Berechnung der Mindestlaufzeit des Vertrags auf den Beginn dieses Wirtschaftsjahrs abzustellen (s.a. Senatsbeschluss vom 22.&nbsp;Oktober 2008 I&nbsp;R&nbsp;66\/07, BFHE 223, 162, BStBl II 2009, 972; wohl auch R&nbsp;60 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 der K&ouml;rperschaftsteuer-Richtlinien 2004; Brink in Schnitger\/Fehrenbacher, KStG, &sect;&nbsp;14 Rz&nbsp;304; R&ouml;dder\/ Liekenbrock in R&ouml;dder\/Herlinghaus\/Neumann, a.a.O., &sect;&nbsp;14 Rz&nbsp;310). Ein Bedarf f&uuml;r eine restriktive Sicht aus Gr&uuml;nden der Manipulationsabwehr ist insoweit entgegen der Ansicht des FG nicht erkennbar (zutreffend R&ouml;dder\/Liekenbrock in R&ouml;dder\/ Herlinghaus\/Neumann, a.a.O., &sect;&nbsp;14 Rz&nbsp;310; Br&uuml;hl, DStR 2015, 1896, 1900; H&ouml;lzer, DB 2015, 1249, 1251).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dieses Ergebnis l&auml;sst indes unber&uuml;hrt, dass nach &sect;&nbsp;14 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 KStG der Gewinnabf&uuml;hrungsvertrag &quot;w&auml;hrend seiner gesamten Geltungsdauer durchgef&uuml;hrt werden&quot; muss. Auch wenn das FG insoweit aus &sect;&nbsp;14 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 KStG schlie&szlig;t, es liege ein &quot;auf tats&auml;chliche Umst&auml;nde abstellendes Tatbestandsmerkmal&quot; vor, erweist sich die Vertragsdurchf&uuml;hrung in ihrem Hauptinhalt darin, dass es im Streitfall zum Stichtag 31.&nbsp;Dezember 2005 tats&auml;chlich zur Gewinnabf&uuml;hrung der B&nbsp;GmbH gegen&uuml;ber ihrer Organtr&auml;gerin gekommen ist (s. allgemein Senatsurteil vom 5.&nbsp;April 1995 I&nbsp;R&nbsp;156\/93, BFHE 177, 429; Senatsbeschluss vom 26.&nbsp;April 2016 I&nbsp;B&nbsp;77\/15, BFH\/NV 2016, 1177; Kolbe in Prinz\/Witt, a.a.O., Rz&nbsp;13.4).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Eine steuerrechtliche R&uuml;ckwirkungsfiktion kann im Streitfall allerdings nicht auf &sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;1 UmwStG 2002 beruhen. Nach dem Senatsurteil vom 12.&nbsp;Dezember 2012 I&nbsp;R&nbsp;28\/11 (BFHE 240, 22) ist diese Regelung auf Ausgliederungen nicht anwendbar, da &sect;&nbsp;2 UmwStG 2002 Bestandteil des ersten Teils des Umwandlungssteuergesetzes 2002 ist, der ausweislich seiner amtlichen &Uuml;berschrift &quot;Allgemeine Vorschriften zu dem zweiten bis siebten Teil&quot; des Gesetzes enth&auml;lt, die wiederum nach &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 UmwStG 2002 ausdr&uuml;cklich nicht f&uuml;r die Ausgliederung gelten. Bei der Ausgliederung auf eine bestehende oder neu gegr&uuml;ndete Kapitalgesellschaft handelt es sich aus steuerrechtlicher Sicht um eine Form der Einbringung, die dadurch gekennzeichnet ist, dass der &uuml;bertragende Rechtstr&auml;ger selbst die als Gegenleistung gew&auml;hrten Gesch&auml;ftsanteile erh&auml;lt. Die Einbringung in eine Kapitalgesellschaft ist im achten Teil (&sect;&sect;&nbsp;20 bis 23) des Umwandlungssteuergesetzes 2002 geregelt, welcher in &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;7 und 8 UmwStG 2002 die M&ouml;glichkeit zur steuerrechtlichen R&uuml;ckbeziehung eigenst&auml;ndig regelt. Allerdings gelten diese Einbringungsvorschriften nur f&uuml;r Sacheinlagen i.S. des &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 UmwStG 2002, d.h. f&uuml;r die Einbringung eines Betriebs, Teilbetriebs oder Mitunternehmeranteils sowie f&uuml;r die Einbringung von mehrheitsvermittelnden Kapitalgesellschaftsanteilen (&sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 UmwStG 2002). Ob das auf die Kl&auml;gerin &uuml;bertragene Verm&ouml;gen diese Voraussetzung erf&uuml;llt, ist dem angefochtenen Urteil nicht zu entnehmen. Die erforderlichen Feststellungen sind im zweiten Rechtsgang vom FG nachzuholen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Sollte sich hiernach ergeben, dass die Voraussetzungen einer R&uuml;ckwirkungsfiktion nach &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;7 und 8 UmwStG 2002 erf&uuml;llt sind, wird f&uuml;r den weiteren Verfahrensfortgang darauf hingewiesen, dass der Umstand, dass die Organschaft im ersten Jahr mangels durchg&auml;ngiger finanzieller Eingliederung &quot;verungl&uuml;ckt&quot; war, die steuerliche Anerkennung in den Folgejahren nicht hindert. Der Senat hat in seinem Urteil vom 10.&nbsp;Mai 2017 I&nbsp;R&nbsp;51\/15 (zur amtlichen Ver&ouml;ffentlichung vorgesehen) dahin erkannt, dass die finanzielle Eingliederung nicht w&auml;hrend der gesamten Mindestlaufzeit des Ergebnisabf&uuml;hrungsvertrags gegeben sein muss, um das Erfordernis, den Vertrag im Rahmen der Mindestvertragslaufzeit &quot;w&auml;hrend seiner gesamten Geltungsdauer&quot; durchzuf&uuml;hren (&sect;&nbsp;14 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 KStG), zu erf&uuml;llen. Ein zeitweiliges Fehlen der finanziellen Eingliederung f&uuml;hrt lediglich dazu, dass die steuerrechtlichen Folgen der Organschaft f&uuml;r diejenigen Jahre, in denen die gesetzlichen Anerkennungsvoraussetzungen tats&auml;chlich nicht vorgelegen haben, zu versagen sind (partielle Versagung). In den &uuml;brigen Jahren ist die Organschaft anzuerkennen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>5. Die Kostenentscheidung folgt aus &sect;&nbsp;143 Abs.&nbsp;2 FGO. Auch bei einer nur teilweisen Zur&uuml;ckverweisung der Sache ist dem FG im Hinblick auf den Grundsatz der Einheitlichkeit der Kostenentscheidung die Entscheidung &uuml;ber die gesamten Kosten des Revisionsverfahrens zu &uuml;bertragen (st&auml;ndige Rechtsprechung, z.B. Senatsurteil vom 21.&nbsp;Januar 2016 I&nbsp;R&nbsp;22\/14, BFHE 253, 82, BStBl II 2017, 336, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 10.5.2017, I R 19\/15ECLI:DE:BFH:2017:U.100517.IR19.15.0 Mindestlaufzeit eines Gewinnabf&uuml;hrungsvertrags bei k&ouml;rperschaftsteuerrechtlicher Organschaft Leits&auml;tze 1. Die Organgesellschaft ist auch unter Geltung einer umwandlungssteuerrechtlichen R&uuml;ckwirkungsfiktion nicht &quot;vom Beginn ihres Wirtschaftsjahrs an ununterbrochen&quot; (&sect; 14 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 Satz 1 KStG) in den Organtr&auml;ger finanziell eingegliedert, wenn die Anteile an der Organgesellschaft im R&uuml;ckwirkungszeitraum &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/i-r-19-15-mindestlaufzeit-eines-gewinnabfuehrungsvertrags-bei-koerperschaftsteuerrechtlicher-organschaft\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">I&nbsp;R&nbsp;19\/15 &#8211; Mindestlaufzeit eines Gewinnabf&uuml;hrungsvertrags bei k&ouml;rperschaftsteuerrechtlicher Organschaft<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-67812","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/67812","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=67812"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/67812\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=67812"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=67812"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=67812"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}