{"id":67816,"date":"2017-10-07T15:51:58","date_gmt":"2017-10-07T13:51:58","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=67816"},"modified":"2017-10-07T15:51:58","modified_gmt":"2017-10-07T13:51:58","slug":"xi-r-23-14-zur-umsatzsteuerbefreiung-fuer-umsaetze-der-ambulanten-pflege-40-grenze-des-par-4-nr-16-buchst-e-ustg-af-organschaft-bei-bestellung-eines-vorlaeufigen-insolvenzverwalters-3","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/xi-r-23-14-zur-umsatzsteuerbefreiung-fuer-umsaetze-der-ambulanten-pflege-40-grenze-des-par-4-nr-16-buchst-e-ustg-af-organschaft-bei-bestellung-eines-vorlaeufigen-insolvenzverwalters-3\/","title":{"rendered":"XI&nbsp;R&nbsp;23\/14 &#8211; Zur Umsatzsteuerbefreiung f&uuml;r Ums&auml;tze der ambulanten Pflege (40 %-Grenze des &sect; 4 Nr. 16 Buchst. e UStG a.F.) &#8211; Organschaft bei Bestellung eines vorl&auml;ufigen Insolvenzverwalters"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 28.6.2017, XI R 23\/14<br \/>ECLI:DE:BFH:2017:U.280617.XIR23.14.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Zur Umsatzsteuerbefreiung f&uuml;r Ums&auml;tze der ambulanten Pflege (40 %-Grenze des &sect; 4 Nr. 16 Buchst. e UStG a.F.) &#8211; Organschaft bei Bestellung eines vorl&auml;ufigen Insolvenzverwalters<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>Leistungen der sog. 24-Stunden-Pflege von privatrechtlichen Einrichtungen zur ambulanten Pflege waren in den Jahren 2005 und 2006 nur dann umsatzsteuerfrei, wenn im Vorjahr oder im jeweiligen Kalenderjahr die Pflegekosten in mindestens 40 % der Pflegef&auml;lle von den gesetzlichen Tr&auml;gern der Sozialversicherung oder Sozialhilfe ganz oder zum &uuml;berwiegenden Teil getragen worden sind. Diese Einschr&auml;nkung ist weder unionsrechtswidrig noch verfassungswidrig.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Auf die Revision des Beklagten wird das Urteil des Finanzgerichts Rheinland-Pfalz vom 10. April 2014&nbsp;&nbsp;6 K 1796\/13 aufgehoben.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Umsatzsteuer f&uuml;r 2006 wird unter &Auml;nderung des Umsatzsteuerbescheids des Beklagten vom 24. M&auml;rz 2011 und Aufhebung der Einspruchsentscheidung des Beklagten vom 7. Januar 2009, soweit sie die Umsatzsteuer f&uuml;r 2006 betrifft, auf den Betrag festgesetzt, der sich bei Annahme der Beendigung der Organschaft des Kl&auml;gers als Organtr&auml;ger mit der Z GmbH als Organgesellschaft ab Er&ouml;ffnung des vorl&auml;ufigen Insolvenzverfahrens &uuml;ber das Verm&ouml;gen der Z GmbH ergibt.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Berechnung der festzusetzenden Umsatzsteuer f&uuml;r 2006 wird dem Beklagten &uuml;bertragen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Im &Uuml;brigen wird die Klage abgewiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Anschlussrevision des Kl&auml;gers wird als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des gesamten Verfahrens haben der Kl&auml;ger zu 95 % und der Beklagte zu 5 % zu tragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">I.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Streitig ist, ob der Kl&auml;ger, Revisionsbeklagte und Anschlussrevisionskl&auml;ger (Kl&auml;ger) als Organtr&auml;ger die Umsatzsteuer f&uuml;r Ums&auml;tze der Z-GmbH (GmbH) auch nach Er&ouml;ffnung des vorl&auml;ufigen Insolvenzverfahrens &uuml;ber das Verm&ouml;gen der GmbH schuldet, ob die dem Kl&auml;ger zuzurechnenden Ums&auml;tze der GmbH im Bereich der ambulanten Pflege und der Personalgestellung umsatzsteuerfrei sind (Revision) sowie ob in der &quot;Verpachtung&quot; von Teilen eines Patientenstamms eine nicht umsatzsteuerbare Gesch&auml;ftsver&auml;u&szlig;erung liegt (Anschlussrevision).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger ist Krankenpfleger. Seit 1995 betrieb er als Einzelunternehmer einen ambulanten Pflegedienst in X. Seine Leistungen beruhten auf Vertr&auml;gen mit Krankenkassen, Pflegekassen und Sozial&auml;mtern, wobei er sich zun&auml;chst mit ca. f&uuml;nf angestellten Pflegekr&auml;ften der klassischen Krankenpflege widmete. Seit Ende der 1990er Jahre kam schwerpunktm&auml;&szlig;ig die sog. 24-Stunden-Pflege hinzu.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Jahr 2003 gr&uuml;ndete der Kl&auml;ger die GmbH, deren alleiniger Gesellschafter und Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer er war. Sodann &uuml;bernahm die GmbH den Gesch&auml;ftsbereich der sog. 24-Stunden-Pflege.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Am 29.&nbsp;Juli 2004 schloss die GmbH mit verschiedenen Pflegekassen, mit Verb&auml;nden von Krankenkassen, mit der Bundesknappschaft sowie mit der Stadt Y als Sozialhilfetr&auml;ger jeweils einen Versorgungsvertrag gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;72 des Elften Buches Sozialgesetzbuch (SGB&nbsp;XI). Bereits am 12.&nbsp;August 2003 (im Vorgriff auf diesen Versorgungsvertrag) und am 21.&nbsp;Juni 2005 (auf Basis des Vertrages) hatte die GmbH Verg&uuml;tungsvereinbarungen mit den Vertragspartnern getroffen. F&uuml;r die 24-Stunden-Pflege stellte die GmbH den gepflegten Personen entsprechend den getroffenen Vereinbarungen monatlich jeweils 2.750&nbsp;EUR in Rechnung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In den Jahren 2004 bis 2006 wurde unstreitig die f&uuml;r eine Steuerbefreiung nach &sect;&nbsp;4 Nr.&nbsp;16 Buchst.&nbsp;e des Umsatzsteuergesetzes (UStG) in der f&uuml;r die Streitjahre (2005 und 2006) geltenden Fassung (a.F.) erforderliche 40&nbsp;%-Grenze von der GmbH nicht erreicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit Wirkung ab dem 1.&nbsp;Februar 2006 &quot;verpachtete&quot; die GmbH an Frau &#8230; (W) den aus einer Patientenliste ersichtlichen Patientenstamm. Der &quot;Pachtzins&quot; betrug monatlich inklusive &quot;Mehrwertsteuer&quot; 12.000&nbsp;EUR; eine R&uuml;ck&uuml;bertragung von Vertr&auml;gen zwischen Patienten und W an die GmbH war ausgeschlossen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Mitarbeiterinnen, die die vom Pachtvertrag betroffenen Patienten pflegten, waren weiter bei der GmbH angestellt, wurden jedoch an W ausgeliehen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Durch Beschluss des Amtsgerichts Y vom &#8230;&nbsp;November 2006&nbsp;&nbsp;4&nbsp;IN&nbsp;&#8230;\/06 wurde &uuml;ber das Verm&ouml;gen der GmbH das Insolvenzverfahren er&ouml;ffnet und Rechtsanwalt E zum Insolvenzverwalter bestellt. Bereits mit Beschluss vom &#8230;&nbsp;September 2006 war Rechtsanwalt E zum vorl&auml;ufigen Insolvenzverwalter der GmbH bestellt worden; Verf&uuml;gungen der Schuldnerin waren nur noch mit Zustimmung des vorl&auml;ufigen Insolvenzverwalters wirksam (&sect;&nbsp;21 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 der Insolvenzordnung &#8211;InsO&#8211;). Schuldnern der GmbH wurde verboten, an die GmbH zu zahlen. Der vorl&auml;ufige Insolvenzverwalter wurde erm&auml;chtigt, Forderungen der GmbH einzuziehen sowie eingehende Gelder entgegenzunehmen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Beklagte, Revisionskl&auml;ger und Anschlussrevisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) vertrat nach Durchf&uuml;hrung einer Au&szlig;enpr&uuml;fung die Auffassung, dass der Kl&auml;ger Organtr&auml;ger der GmbH sei. Das FA war au&szlig;erdem der Auffassung, dass die Ums&auml;tze der GmbH nicht nach &sect;&nbsp;4 Nr.&nbsp;16 Buchst.&nbsp;e UStG a.F. steuerfrei seien, da die nach dieser Vorschrift erforderliche 40&nbsp;%-Grenze f&uuml;r das jeweilige Vorjahr nicht erreicht worden sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Am 17.&nbsp;August 2007 erlie&szlig; das FA einen Umsatzsteuer-Jahresbescheid f&uuml;r 2005 und am 4.&nbsp;Dezember 2008 einen Umsatzsteuer-Jahresbescheid f&uuml;r 2006. Mit Einspruchsentscheidung vom 7.&nbsp;Januar 2009 wies das FA die Einspr&uuml;che des Kl&auml;gers als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ck. Im Laufe des Klageverfahrens &auml;nderte das FA am 24.&nbsp;M&auml;rz 2011 den Umsatzsteuerbescheid f&uuml;r 2006.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit der Klage machte der Kl&auml;ger geltend:<br \/>&#8211; die Annahme der Organschaft sei wegen Versto&szlig;es gegen den Grundsatz der Rechtsformneutralit&auml;t rechtswidrig;<br \/>&#8211; die ihm zuzurechnenden Ums&auml;tze der GmbH seien nach Art.&nbsp;13 Teil&nbsp;A Abs.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;g der Sechsten Richtlinie 77\/388\/EWG des Rates vom 17.&nbsp;Mai 1977 zur Harmonisierung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten &uuml;ber die Umsatzsteuern (Richtlinie 77\/388\/EWG) steuerfrei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Finanzgericht (FG) gab der Klage &uuml;berwiegend statt. Es f&uuml;hrte aus, zwar seien die Ums&auml;tze der GmbH f&uuml;r den Zeitraum bis einschlie&szlig;lich August 2006 aufgrund einer bestehenden Organschaft beim Kl&auml;ger als Organtr&auml;ger zu erfassen. Die Ums&auml;tze aus den Pflegevertr&auml;gen seien jedoch steuerfrei. Die Voraussetzungen des &sect;&nbsp;4 Nr.&nbsp;16 Buchst.&nbsp;e UStG a.F. erf&uuml;lle der Kl&auml;ger zwar (unstreitig) nicht. Er k&ouml;nne sich aber f&uuml;r die Steuerfreiheit der Ums&auml;tze unmittelbar auf Art.&nbsp;13 Teil&nbsp;A Abs.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;g der Richtlinie 77\/388\/EWG berufen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>F&uuml;r das Jahr 2005 f&uuml;hre die Steuerfreiheit der Pflegeums&auml;tze zur Stattgabe der Klage in vollem Umfang, da die verbleibenden steuerpflichtigen Ums&auml;tze die Kleinunternehmergrenze des &sect;&nbsp;19 Abs.&nbsp;1 UStG nicht &uuml;berschritten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>F&uuml;r das Jahr 2006 seien nur die Ums&auml;tze aus den Pflegevertr&auml;gen steuerfrei. Die Ums&auml;tze aus dem &quot;Pachtvertrag&quot; seien steuerbar und steuerpflichtig. Der Pachtvertrag stelle keine Gesch&auml;ftsver&auml;u&szlig;erung i.S. von &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1a UStG dar. Im Streitfall sei lediglich ein Teil der Vertr&auml;ge mit pflegebed&uuml;rftigen Personen &uuml;bertragen worden. Die Ums&auml;tze aus dem &quot;Pachtvertrag&quot; seien auch nicht steuerfrei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Entgelte f&uuml;r die Personal&uuml;berlassung an W in H&ouml;he von 23.240,26&nbsp;EUR seien hingegen gem&auml;&szlig; Art.&nbsp;13 Teil&nbsp;A Abs.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;g der Richtlinie 77\/388\/EWG steuerfrei. Im Streitfall sei das entleihende Unternehmen der W eine anerkannte Einrichtung mit sozialem Charakter; W habe mit ihren Ums&auml;tzen die Voraussetzungen des &sect;&nbsp;4 Nr.&nbsp;16 Buchst.&nbsp;e UStG a.F. erf&uuml;llt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Urteil des FG ist in Entscheidungen der Finanzgerichte (EFG) 2014, 1336 ver&ouml;ffentlicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Gegen das Urteil des FG haben das FA Revision und der Kl&auml;ger Anschlussrevision eingelegt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA verteidigt die angefochtene Vorentscheidung, soweit das FG eine Gesch&auml;ftsver&auml;u&szlig;erung verneint hat, und r&uuml;gt mit seiner Revision die Verletzung materiellen Rechts. Die Organschaft habe nicht bereits zum Zeitpunkt der Bestellung des vorl&auml;ufigen Insolvenzverwalters geendet und die Ums&auml;tze des Kl&auml;gers seien nicht steuerfrei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt, die Vorentscheidung aufzuheben und die Klage abzuweisen sowie die Anschlussrevision des Kl&auml;gers als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger beantragt, die Revision des FA als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckzuweisen sowie die Vorentscheidung und die Einspruchsentscheidung vom 7.&nbsp;Januar 2009, soweit die Umsatzsteuer f&uuml;r 2006 betroffen ist, aufzuheben sowie den Umsatzsteuerbescheid f&uuml;r 2006 vom 24.&nbsp;M&auml;rz 2011 dahin zu &auml;ndern, dass die Umsatzsteuer f&uuml;r 2006 auf 1.262,66&nbsp;EUR festgesetzt wird.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Er verteidigt die angefochtene Vorentscheidung, soweit der Klage stattgegeben wurde. Das FG habe festgestellt, dass der Kl&auml;ger in allen F&auml;llen Zahlungen der Pflegeversicherung erhalten habe. Das Merkmal &quot;ganz oder &uuml;berwiegend&quot; in &sect;&nbsp;4 Nr.&nbsp;16 Buchst.&nbsp;e UStG a.F. sei richtlinienwidrig. Die Steuerbefreiung h&auml;nge dadurch davon ab, wie wohlhabend die gepflegten Personen seien. Dies versto&szlig;e gegen den Grundsatz der Neutralit&auml;t der Mehrwertsteuer, den verfassungsrechtlichen und den unionsrechtlichen Gleichheitssatz sowie den unionsrechtlichen Grundsatz der Effektivit&auml;t und den verfassungsrechtlichen Grundsatz der Folgerichtigkeit. Er, der Kl&auml;ger, trete in Konkurrenz zu freien Wohlfahrtsverb&auml;nden, deren Leistungen nach &sect;&nbsp;4 Nr.&nbsp;18 UStG steuerfrei seien. Das Urteil des Bundesfinanzhofs (BFH) vom 8.&nbsp;August 2013 V&nbsp;R&nbsp;13\/12 (BFHE 242, 557, BFH\/NV 2014, 123) sei unzutreffend. Eine r&uuml;ckwirkende Anwendung der Rechtsprechung sei unzul&auml;ssig. Die Finanzverwaltung habe Pflegeleistungen der Wohlfahrtsverb&auml;nde nie besteuert, obwohl das Abstandsgebot des &sect;&nbsp;4 Nr.&nbsp;18 Buchst.&nbsp;c UStG stets verletzt worden sei. Der Kl&auml;ger verweist erg&auml;nzend auf die Urteile des Gerichtshofs der Europ&auml;ischen Union (EuGH) Les Jardins de Jouvence vom 21.&nbsp;Januar 2016 C-335\/14 (EU:C:2016:36, H&ouml;chstrichterliche Finanzrechtsprechung &#8211;HFR&#8211; 2016, 287, Rz&nbsp;39, 46 und 47) sowie CopyGene vom 10.&nbsp;Juni 2010 C-262\/08 (EU:C:2010:328, Umsatzsteuer-Rundschau &#8211;UR&#8211; 2010, 526). Hilfsweise regt er an, dem EuGH mehrere Fragen zur Vorabentscheidung vorzulegen. Der Senat sei zur Vorlage verpflichtet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In Bezug auf die Personalgestellung an W macht der Kl&auml;ger geltend, diese sei unerlaubt erfolgt. Damit bestehe ein Arbeitsverh&auml;ltnis zum Entleiher. Der Ausgleich zwischen Verleiher und Entleiher erfolge nach Bereicherungsrecht. Die BFH-Urteile vom 21.&nbsp;Januar 1993 V&nbsp;R&nbsp;30\/88 (BFHE 170, 283, BStBl II 1993, 384) und vom 24.&nbsp;Februar 2005 V&nbsp;R&nbsp;1\/03 (BFH\/NV 2005, 1160) ber&uuml;cksichtigten dies nicht hinreichend.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zur Begr&uuml;ndung der Anschlussrevision tr&auml;gt der Kl&auml;ger vor, der Pachtvertrag f&uuml;hre zu einer &Uuml;berleitung der Patienten auf W. Die Arbeitsverh&auml;ltnisse der Stammbetreuer und der Ersatzkr&auml;fte seien ebenfalls auf W &uuml;bergegangen. Das Personal sei der wertbildende Faktor. Bei der GmbH seien ca.&nbsp;19 bis 22 Patienten und ca.&nbsp;20 bis 25 Mitarbeiter verblieben. Dieser Vorgang sei als Gesch&auml;ftsver&auml;u&szlig;erung i.S. des &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1a UStG anzusehen. Soweit es sich bei diesem Vortrag um neuen Sachvortrag im Revisionsverfahren handele, r&uuml;ge er die Verletzung der Sachaufkl&auml;rungspflicht durch das FG.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">II.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Revision des FA f&uuml;hrt zur Aufhebung der Vorentscheidung und zur Entscheidung in der Sache selbst (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Die Klage betreffend 2005 ist abzuweisen und die Umsatzsteuer f&uuml;r 2006 ist unter teilweiser Aufhebung der Einspruchsentscheidung des FA und Abweisung der Klage im &Uuml;brigen insoweit niedriger festzusetzen, als die Ums&auml;tze der GmbH ab Er&ouml;ffnung des vorl&auml;ufigen Insolvenzverfahrens &uuml;ber ihr Verm&ouml;gen nicht mehr dem Kl&auml;ger als Organtr&auml;ger zuzurechnen sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Das FG ist zutreffend davon ausgegangen, dass die organisatorische Eingliederung der GmbH in das Unternehmen des Kl&auml;gers mit der Er&ouml;ffnung des vorl&auml;ufigen Insolvenzverfahrens &uuml;ber deren Verm&ouml;gen entfallen ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Der V.&nbsp;Senat des BFH hat durch Urteil vom 8.&nbsp;August 2013 V&nbsp;R&nbsp;18\/13 (BFHE 242, 433, BStBl II 2017, 543, Leitsatz) entschieden, dass die organisatorische Eingliederung endet, wenn das Insolvenzgericht f&uuml;r die Organgesellschaft einen vorl&auml;ufigen Insolvenzverwalter bestellt und zugleich gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;21 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Alt.&nbsp;2 InsO anordnet, dass Verf&uuml;gungen nur noch mit Zustimmung des vorl&auml;ufigen Insolvenzverwalters wirksam sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Dem schlie&szlig;t sich der erkennende Senat jedenfalls f&uuml;r den hier vorliegenden Fall an, dass der Insolvenzverwalter zum Forderungseinzug erm&auml;chtigt wird; denn dann kann der Organtr&auml;ger &#8211;hier der Kl&auml;ger&#8211; eine abweichende Willensbildung bei der Organgesellschaft insoweit nicht mehr verhindern (vgl. dazu BFH-Urteil vom 29.&nbsp;Oktober 2008 XI&nbsp;R&nbsp;74\/07, BFHE 223, 498, BStBl II 2009, 256, unter II.1.b, Rz&nbsp;16). Das FA ist dieser Beurteilung zuletzt nicht mehr entgegengetreten (vgl. nunmehr Abschn.&nbsp;2.8 Abs.&nbsp;12 S&auml;tze&nbsp;3 und 4 des Umsatzsteuer-Anwendungserlasses i.d.F. des Schreibens des Bundesministeriums der Finanzen vom 26.&nbsp;Mai 2017, BStBl I 2017, 790).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Zu Recht stellen beide Beteiligte die Auffassung des FG nicht in Frage, dass die Voraussetzungen f&uuml;r eine Steuerbefreiung nach &sect;&nbsp;4 Nr.&nbsp;16 Buchst.&nbsp;e UStG a.F. in den Streitjahren nicht gegeben waren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table class=\"Rsp\">\n<tr>\n<th colspan=\"2\" rowspan=\"1\" valign=\"top\"><\/th>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"2\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">a) Nach &sect;&nbsp;4 Nr.&nbsp;16 UStG a.F. waren in den Streitjahren von den unter &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 UStG fallenden Ums&auml;tzen steuerfrei u.a.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">&quot;die mit dem Betrieb &#8230; der Einrichtungen zur ambulanten Pflege kranker und pflegebed&uuml;rftiger Personen eng verbundenen Ums&auml;tze, wenn<br \/>a) diese Einrichtungen von juristischen Personen des &ouml;ffentlichen Rechts betrieben werden&quot; (was im Streitfall ausscheidet) &quot;oder<br \/>&#8230;<br \/>e) bei Einrichtungen zur vor&uuml;bergehenden Aufnahme pflegebed&uuml;rftiger Personen und bei Einrichtungen zur ambulanten Pflege kranker und pflegebed&uuml;rftiger Personen im vorangegangenen Kalenderjahr die Pflegekosten in mindestens 40&nbsp;Prozent der F&auml;lle von den gesetzlichen Tr&auml;gern der Sozialversicherung oder Sozialhilfe ganz oder zum &uuml;berwiegenden Teil getragen worden sind&quot;.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Der Gesetzgeber ging davon aus, dass die Regelung in &sect;&nbsp;4 Nr.&nbsp;16 Buchst.&nbsp;e UStG a.F. Art.&nbsp;13 Teil&nbsp;A Abs.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;g der Richtlinie 77\/388\/EWG entspricht (BTDrucks 12\/1368, S.&nbsp;27, und 12\/1506, S.&nbsp;178). Die (in den Streitjahren 2005 und 2006 geltende) Absenkung der urspr&uuml;nglichen Zwei-Drittel-Grenze auf 40&nbsp;% erfolgte zur Anpassung an die gesetzliche Neuregelung der Pflegeversicherung, um diese Grenze an die bei Krankenh&auml;usern geltende Mindestgrenze f&uuml;r das Vorliegen bestimmter Voraussetzungen anzugleichen (BTDrucks 12\/5262, S.&nbsp;172). Deshalb greift auch der Einwand, der Gesetzgeber habe die M&ouml;glichkeiten der Anerkennung erweitern und nicht einschr&auml;nken wollen, nicht durch (vgl. zur Begrenzungswirkung BFH-Urteil vom 24.&nbsp;Januar 2008 V&nbsp;R&nbsp;54\/06, BFHE 221, 391, BStBl II 2008, 643; BFH-Beschluss vom 2.&nbsp;M&auml;rz 2011 XI&nbsp;R&nbsp;47\/07, BFHE 232, 568, BStBl II 2012, 699, Rz&nbsp;31&nbsp;ff.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Die Steuerbefreiung des &sect;&nbsp;4 Nr.&nbsp;16 Buchst.&nbsp;e UStG a.F. greift nicht ein. Der Tatbestand ist nicht erf&uuml;llt, weil die Pflegekosten nicht &quot;im vorangegangenen Kalenderjahr&quot; in mindestens 40&nbsp;% der F&auml;lle von den gesetzlichen Tr&auml;gern der Sozialversicherung oder Sozialhilfe ganz oder zum &uuml;berwiegenden Teil getragen worden sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Der Vortrag des Kl&auml;gers, der Gesetzgeber habe nicht das Problem gesehen, dass nach der Struktur des SGB&nbsp;XI bei der Pflege der Patient Eigenanteile an den Leistungserbringer zahlen m&uuml;sse, &auml;ndert nichts an der gesetzlichen Anordnung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im &Uuml;brigen belegt der Umstand, dass der Gesetzgeber im Rahmen der Neufassung des &sect;&nbsp;4 Nr.&nbsp;16 UStG zwar zahlreiche &quot;Sozialkriterien&quot; abgeschafft, aber als &quot;Auffangtatbestand&quot; in Buchst.&nbsp;k an der 40&nbsp;%-Grenze festgehalten (BTDrucks 16\/11108, S.&nbsp;37, 38&nbsp;f.) und mit dem Amtshilferichtlinie-Umsetzungsgesetz vom 26.&nbsp;Juni 2013 (BGBl I 2013, 1809) die Grenze des &sect;&nbsp;4 Nr.&nbsp;16 Buchst.&nbsp;l UStG im Hinblick auf die weitere Verbreitung der Anwendung des Pers&ouml;nlichen Budgets auf 25&nbsp;% abgesenkt hat (BTDrucks 17\/10000, S.&nbsp;70, i.V.m. BTDrucks 17\/12532, S.&nbsp;89&nbsp;f.), dass er in den dortigen F&auml;llen als &quot;Sozialkriterium&quot; an einer Mindestgrenze festhalten will.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Die Vorentscheidung ist allerdings insgesamt aufzuheben, weil das FG zu Unrecht angenommen hat, die dem Kl&auml;ger zuzurechnenden Leistungen der GmbH seien nach Art.&nbsp;13 Teil&nbsp;A Abs.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;g der Richtlinie 77\/388\/EWG, auf den sich der Kl&auml;ger berufen hat, steuerfrei; denn &sect;&nbsp;4 Nr.&nbsp;16 Buchst.&nbsp;e UStG a.F. war in den Streitjahren 2005 und 2006 insoweit nicht unionsrechtswidrig, als er die Steuerbefreiung von der Einhaltung der 40&nbsp;%-Grenze (im selben Jahr) abh&auml;ngig gemacht hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Nach Art.&nbsp;13 Teil&nbsp;A Abs.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;g der Richtlinie 77\/388\/EWG (jetzt: Art.&nbsp;132 Abs.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;g der Richtlinie 2006\/112\/EG des Rates vom 28.&nbsp;November 2006 &uuml;ber das gemeinsame Mehrwertsteuersystem &#8211;MwStSystRL&#8211;) befreien die Mitgliedstaaten eng mit der Sozialf&uuml;rsorge und der sozialen Sicherheit verbundene Dienstleistungen und Lieferungen von Gegenst&auml;nden, einschlie&szlig;lich derjenigen, die durch Altenheime, Einrichtungen des &ouml;ffentlichen Rechts oder andere von dem betreffenden Mitgliedstaat als Einrichtungen mit sozialem Charakter anerkannte Einrichtungen bewirkt werden. Es muss sich nach dem Wortlaut der Richtlinie um eng mit der Sozialf&uuml;rsorge und der sozialen Sicherheit verbundene Dienstleistungen handeln (s. dazu b) und der Leistende muss eine Einrichtung des &ouml;ffentlichen Rechts oder als Einrichtung mit sozialem Charakter anerkannt sein (s. dazu c).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Das FG hat zwar zutreffend Art.&nbsp;13 Teil&nbsp;A Abs.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;g der Richtlinie 77\/388\/EWG als berufbar angesehen (vgl. aus neuerer Zeit BFH-Urteil vom 7.&nbsp;Dezember 2016 XI&nbsp;R&nbsp;5\/15, BFHE 256, 550, BFH\/NV 2017, 863, Rz&nbsp;29) und die Leistungen der sog. 24-Stunden-Pflege zu Recht als eng mit der Sozialf&uuml;rsorge und der sozialen Sicherheit verbundene Dienstleistungen beurteilt (vgl. dazu EuGH-Urteile K&uuml;gler vom 10.&nbsp;September 2002 C-141\/00, EU:C:2002:473, UR 2002, 513, Rz&nbsp;44; Zimmermann vom 15.&nbsp;November 2012 C-174\/11, EU:C:2012:716, UR 2013, 35, Rz&nbsp;24; BFH-Urteile vom 22.&nbsp;April 2004 V&nbsp;R&nbsp;1\/98, BFHE 205, 514, BStBl II 2004, 849, unter II.2.a, Rz&nbsp;36; vom 18.&nbsp;Januar 2005 V&nbsp;R&nbsp;99\/01, BFH\/NV 2005, 1392, Rz&nbsp;25).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>37<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Die Annahme des FG, der Kl&auml;ger sei eine vom Mitgliedstaat Bundesrepublik Deutschland (Deutschland) anerkannte Einrichtung mit sozialem Charakter, ist aber unzutreffend.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>38<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Zwar ist der Begriff &quot;Einrichtung&quot; grunds&auml;tzlich weit genug, um auch nat&uuml;rliche Personen (vgl. EuGH-Urteil Gregg vom 7.&nbsp;September 1999 C-216\/97, EU:C:1999:390, UR 1999, 419, Rz&nbsp;21) und private Einheiten mit Gewinnerzielungsabsicht (vgl. dazu EuGH-Urteile Kingscrest Associates und Montecello vom 26.&nbsp;Mai 2005 C-498\/03, EU:C:2005:322, UR 2005, 453, Rz&nbsp;35 und 40; MDDP vom 28.&nbsp;November 2013 C-319\/12, EU:C:2013:778, HFR 2014, 177, Rz&nbsp;28 und 31) zu erfassen (vgl. auch BFH-Urteil vom 18.&nbsp;M&auml;rz 2015 XI&nbsp;R&nbsp;15\/11, BFHE 249, 359, BStBl II 2015, 1058, Rz&nbsp;31).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>39<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Nach den EuGH-Urteilen K&uuml;gler (EU:C:2002:473, UR 2002, 513, Rz&nbsp;58) und Zimmermann (EU:C:2012:716, UR 2013, 35, Rz&nbsp;26) legt Art.&nbsp;13 Teil&nbsp;A Abs.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;g der Richtlinie 77\/388\/EWG die Voraussetzungen und Modalit&auml;ten der Anerkennung aber nicht fest. Vielmehr ist es Sache des innerstaatlichen Rechts jedes Mitgliedstaats, die Regeln aufzustellen, nach denen Einrichtungen die erforderliche Anerkennung gew&auml;hrt werden kann.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>40<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Dabei haben die nationalen Beh&ouml;rden im Einklang mit dem Unionsrecht und unter der Kontrolle der nationalen Gerichte die f&uuml;r die Anerkennung ma&szlig;geblichen Gesichtspunkte zu ber&uuml;cksichtigen. Zu diesen geh&ouml;rt u.a. die &Uuml;bernahme der Kosten der fraglichen Leistungen zum gro&szlig;en Teil durch Krankenkassen oder durch andere Einrichtungen der sozialen Sicherheit. Es kommt dabei auch nicht darauf an, ob die Kosten im konkreten Fall tats&auml;chlich &uuml;bernommen worden sind, sondern es reicht aus, dass sie &uuml;bernehmbar sind (vgl. BFH-Urteile in BFHE 205, 514, BStBl II 2004, 849, unter II.3.c, Rz&nbsp;66&nbsp;f.; vom 18.&nbsp;August 2005 V&nbsp;R&nbsp;71\/03, BFHE 211, 543, BStBl II 2006, 143, unter II.2.d&nbsp;cc&nbsp;(2), Rz&nbsp;52; in BFHE 221, 391, BStBl II 2008, 643, unter II.2.a&nbsp;bb, Rz&nbsp;42; vom 1.&nbsp;Dezember 2010 XI&nbsp;R&nbsp;46\/08, BFHE 232, 232, BFH\/NV 2011, 712, Rz&nbsp;46; vom 8.&nbsp;Juni 2011 XI&nbsp;R&nbsp;22\/09, BFHE 234, 448, BFH\/NV 2011, 1804, Rz&nbsp;38; vom 8.&nbsp;August 2013 V&nbsp;R&nbsp;8\/12, BFHE 242, 548, BFH\/NV 2014, 119, Rz&nbsp;40; vom 29.&nbsp;Juli 2015 XI&nbsp;R&nbsp;35\/13, BFHE 251, 91, BStBl II 2016, 797, Rz&nbsp;23; vom 18.&nbsp;Februar 2016 V&nbsp;R&nbsp;46\/14, BFHE 253, 421, BFH\/NV 2016, 1120, Rz&nbsp;30).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>41<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table class=\"Rsp\">\n<tr>\n<th colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\"><\/th>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">dd) Der nationale Gesetzgeber hat die Anerkennung in den Streitjahren von der Einhaltung der sog. 40&nbsp;%-Grenze abh&auml;ngig gemacht (s.o. II.2.). Der EuGH hat im Rahmen der Pr&uuml;fung, ob es Art.&nbsp;13 Teil&nbsp;A Abs.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;g und\/oder Abs.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;a der Richtlinie 77\/388\/EWG dem nationalen Gesetzgeber erlauben, die Steuerbefreiung der Leistungen zur ambulanten Pflege kranker und pflegebed&uuml;rftiger Personen davon abh&auml;ngig zu machen, dass bei diesen Einrichtungen &quot;im vorangegangenen Kalenderjahr die Pflegekosten in mindestens zwei Drittel der F&auml;lle von den gesetzlichen Tr&auml;gern der Sozialversicherung oder Sozialhilfe ganz oder zum &uuml;berwiegenden Teil getragen worden sind&quot; (BFH-Beschluss in BFHE 232, 568, BStBl II 2012, 699, Frage&nbsp;1), in seinem Urteil Zimmermann (EU:C:2012:716, UR 2013, 35) dazu &#8211;abstrakt und losgel&ouml;st von den Gegebenheiten des dortigen Streitfalls&#8211; ausgef&uuml;hrt:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">&quot;37. Entsprechend ist das Erfordernis einer wie im Ausgangsverfahren auf zwei Drittel der F&auml;lle festgesetzten Schwelle f&uuml;r die Zwecke der Anwendung von Art.&nbsp;13 Teil&nbsp;A Abs.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;g der Sechsten Richtlinie zu beurteilen. Durch das Erfordernis einer solchen Schwelle wird n&auml;mlich auf &auml;hnliche Weise dem Bed&uuml;rfnis entsprochen, bei der Anwendung dieser Vorschrift den sozialen Charakter von Einrichtungen anzuerkennen. Ebenso &uuml;berschreitet ein Mitgliedstaat das ihm nach Art.&nbsp;13 Teil&nbsp;A Abs.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;g der Sechsten Richtlinie zustehende Ermessen grunds&auml;tzlich nicht dadurch, dass er auch im Zusammenhang mit der im Ausgangsverfahren in Rede stehenden Bedingung verlangt, dass die Kosten f&uuml;r die betreffenden Leistungen der ambulanten Pflege ganz oder zum &uuml;berwiegenden Teil von den gesetzlichen Sozialversicherungs- oder Sozialhilfetr&auml;gern &uuml;bernommen worden sein m&uuml;ssen.&quot;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>42<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>ee) Unter Anlegung dieser Ma&szlig;st&auml;be hat Deutschland bei der Ausgestaltung der Anerkennung i.S. von Art.&nbsp;13 Teil&nbsp;A Abs.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;g der Richtlinie 77\/388\/EWG die Grenzen des ihm zustehenden Ermessens zwar insoweit nicht beachtet, als es bez&uuml;glich der Einhaltung der 40&nbsp;%-Grenze auf das vorangegangene Kalenderjahr abgestellt hat (vgl. BFH-Urteil vom 19.&nbsp;M&auml;rz 2013 XI&nbsp;R&nbsp;47\/07, BFHE 240, 439, BFH\/NV 2013, 1204, Rz&nbsp;36&nbsp;ff.). Der EuGH hat aber die fr&uuml;here Zwei-Drittel-Grenze des &sect;&nbsp;4 Nr.&nbsp;16 Buchst.&nbsp;e UStG a.F. sowie die dort normierte Bedingung, dass die Kosten f&uuml;r die betreffenden Leistungen der ambulanten Pflege ganz oder zum &uuml;berwiegenden Teil von den gesetzlichen Sozialversicherungs- oder Sozialhilfetr&auml;gern &uuml;bernommen worden sein m&uuml;ssen, gebilligt (EuGH-Urteil Zimmermann, EU:C:2012:716, UR 2013, 35, Rz&nbsp;37). Dass es dort um einen anderen Sachverhalt ging, &auml;ndert an der rechtlichen Aussage des EuGH nichts.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>43<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>ff) Der Senat hat deshalb entsprechende gesetzliche Grenzen in st&auml;ndiger Rechtsprechung nur insoweit als mit dem Unionsrecht unvereinbar beanstandet, als bei der Pr&uuml;fung der Grenze auf die Ums&auml;tze des Vorjahres zur&uuml;ckgegriffen wird, und im &Uuml;brigen unbeanstandet gelassen (vgl. neben BFH-Urteil in BFHE 240, 439, BFH\/NV 2013, 1204, Rz&nbsp;37, auch BFH-Urteile vom 18.&nbsp;M&auml;rz 2015 XI&nbsp;R&nbsp;8\/13, BFHE 249, 369, BStBl II 2016, 788, Rz&nbsp;50&nbsp;ff.; in BFHE 249, 359, BStBl II 2015, 1058, Rz&nbsp;37&nbsp;f.; s.a. BFH-Urteil in BFHE 221, 391, BStBl II 2008, 643; ebenso Oelmaier in S&ouml;lch\/Ringleb, Umsatzsteuer, &sect;&nbsp;4 Nr.&nbsp;16 Rz&nbsp;31; a.A. H&ouml;lzer in Rau\/D&uuml;rrw&auml;chter, Umsatzsteuergesetz, &sect;&nbsp;4 Nr.&nbsp;16 Rz&nbsp;505; Bunjes\/Heidner, UStG, 16.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;4 Nr.&nbsp;16 Rz&nbsp;24 und 26; Stadie, UStG, 3.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;4 Nr.&nbsp;16 Rz&nbsp;13&nbsp;ff.; wohl auch Weber in Rei&szlig;\/Kraeusel\/Langer, UStG &sect;&nbsp;4 Nr.&nbsp;16 Rz&nbsp;66&nbsp;f.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>44<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die 40&nbsp;%-Grenze des &sect;&nbsp;4 Nr.&nbsp;16 Buchst.&nbsp;e UStG a.F. erreicht der Kl&auml;ger auch dann nicht, wenn man entsprechend seinem Vorbringen jeweils auf die Ums&auml;tze des laufenden Kalenderjahres &#8211;und nicht auf die Ums&auml;tze des jeweiligen Vorjahres&#8211; abstellt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>45<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Die Einwendungen des Kl&auml;gers gegen diese Beurteilung greifen nicht durch.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>46<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Der Hinweis des Kl&auml;gers auf den Grundsatz der Effektivit&auml;t, der in Rz&nbsp;22 und Rz&nbsp;40&nbsp;f. des EuGH-Urteils Zimmermann (EU:C:2012:716, UR 2013, 35) zum Ausdruck komme, beachtet nicht, dass der EuGH in Rz&nbsp;37 dieses Urteils nicht davon ausgeht, dass die seinerzeit vom EuGH zu beurteilende (und von ihm nicht beanstandete) Zwei-Drittel-Grenze des &sect;&nbsp;4 Nr.&nbsp;16 Buchst.&nbsp;e UStG a.F. dieser Steuerbefreiung grunds&auml;tzlich ihre Wirkung n&auml;hme.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>47<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die nachfolgenden Ausf&uuml;hrungen in Rz&nbsp;40&nbsp;f. beziehen sich lediglich auf das Erfordernis, insoweit &quot;ausschlie&szlig;lich auf das vorangegangene Kalenderjahr abzustellen&quot; (s. Rz&nbsp;38) und verlangen lediglich:<br \/>&quot;Folglich ist es erforderlichenfalls Sache des vorlegenden Gerichts, zu beurteilen, ob in den Situationen, in denen von Beginn der betreffenden T&auml;tigkeiten an der &#8217;soziale Charakter&#8216; im Sinne von Art.&nbsp;13 Teil&nbsp;A Abs.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;g der Sechsten Richtlinie nach der in Randnr.&nbsp;31 des vorliegenden Urteils dargestellten Rechtsprechung anzuerkennen w&auml;re, die Pflicht, ausschlie&szlig;lich auf das vorangegangene Kalenderjahr abzustellen, zur Folge hat, dass hinsichtlich des ersten Kalenderjahrs dieser T&auml;tigkeiten oder sogar ihrer ersten beiden Kalenderjahre die Anerkennung des &#8217;sozialen Charakters&#8216; des betreffenden Leistungserbringers im Sinne dieser Vorschrift automatisch und zwangsl&auml;ufig ausgeschlossen ist.&quot;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>48<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Darum geht es vorliegend nicht. Die Gr&uuml;ndung der GmbH erfolgte im Jahr 2003. Streitjahre sind die Jahre 2005 und 2006.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>49<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Ebenso wenig greift der Einwand durch, die Leistungen der unter &sect;&nbsp;4 Nr.&nbsp;18 UStG fallenden Personen seien unter anderen Voraussetzungen steuerfrei, was gegen den Grundsatz der Neutralit&auml;t und den Gleichheitsgrundsatz versto&szlig;e. Dies trifft nicht zu. Denn nach der neueren Rechtsprechung des BFH kommt &sect;&nbsp;4 Nr.&nbsp;18 UStG nur eine durch den Anwendungsbereich des &sect;&nbsp;4 Nr.&nbsp;16 UStG begrenzte Wirkung zu; die Steuerbefreiung des &sect;&nbsp;4 Nr.&nbsp;16 UStG geht dem &sect;&nbsp;4 Nr.&nbsp;18 UStG vor, wenn die betreffenden Leistungen im Falle ihrer Ausf&uuml;hrung durch privatrechtliche Einrichtungen mit Gewinnstreben ihrer Art nach von &sect;&nbsp;4 Nr.&nbsp;16 UStG umfasst werden k&ouml;nnten (vgl. BFH-Urteil in BFHE 242, 557, BFH\/NV 2014, 123, Leits&auml;tze&nbsp;1 und 2 sowie Rz&nbsp;29). Daran h&auml;lt der Senat trotz der vom Kl&auml;ger in der m&uuml;ndlichen Verhandlung ge&auml;u&szlig;erten Einw&auml;nde fest.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>50<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(1) Soweit der Kl&auml;ger im Laufe des Verfahrens vor dem FG geltend gemacht hat, dass die Finanzverwaltung in der Praxis solche Leistungen bei Personen i.S. des &sect;&nbsp;4 Nr.&nbsp;18 UStG nicht besteuere, und auch vorgebracht hat, das Abstandsgebot des &sect;&nbsp;4 Nr.&nbsp;18 Buchst.&nbsp;c UStG sei nicht eingehalten, hat das FG dies nicht festgestellt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>51<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(2) Die nicht vorhandenen Feststellungen des FG zu dieser Frage erfordern &#8211;anders als der Kl&auml;ger meint&#8211; keine Zur&uuml;ckverweisung des Rechtsstreits an das FG zur weiteren Sachverhaltsaufkl&auml;rung: Denn eine unzutreffende (Nicht-)Besteuerung eines Konkurrenten kann (nur) mit der Konkurrentenklage geltend gemacht werden (vgl. BFH-Urteil vom 24.&nbsp;Januar 2013 V&nbsp;R&nbsp;34\/11, BFHE 239, 552, BStBl II 2013, 460, Rz&nbsp;35; s.a. BFH-Urteile vom 5.&nbsp;Oktober 2006 VII&nbsp;R&nbsp;24\/03, BFHE 215, 32, BStBl II 2007, 243, unter II.3.b, Rz&nbsp;21&nbsp;f.; vom 18.&nbsp;September 2007 I&nbsp;R&nbsp;30\/06, BFHE 219, 184, BStBl II 2009, 126, unter II.2.d&nbsp;bb und cc, Rz&nbsp;20 und 21; vom 26.&nbsp;Januar 2012 VII&nbsp;R&nbsp;4\/11, BFHE 236, 481, BStBl II 2012, 541, Rz&nbsp;17&nbsp;f.). Diese ist &#8211;entgegen der Auffassung des Kl&auml;gers&#8211; nicht unzumutbar.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>52<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(3) Gegen eine r&uuml;ckwirkende Anwendung dieser neueren BFH-Rechtsprechung im Urteil in BFHE 242, 557, BFH\/NV 2014, 123 bestehen &#8211;anders als der Kl&auml;ger meint&#8211; keine grunds&auml;tzlichen Bedenken (vgl. Beschluss des Bundesverfassungsgerichts &#8211;BVerfG&#8211; vom 26.&nbsp;September 2011&nbsp;&nbsp;2&nbsp;BvR&nbsp;2216\/06, 2&nbsp;BvR&nbsp;469\/07, Neue Juristische Wochenschrift &#8211;NJW&#8211; 2012, 669, Rz&nbsp;60&nbsp;ff.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>53<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Die auch vom FG geteilte Ansicht des Kl&auml;gers, die Anerkennung d&uuml;rfe nicht davon abh&auml;ngig gemacht werden, dass die Kosten &quot;&uuml;berwiegend&quot; von den gesetzlichen Sozialversicherungs- oder Sozialhilfetr&auml;gern &uuml;bernommen worden sind, widerspricht Rz&nbsp;37 des EuGH-Urteils Zimmermann (EU:C:2012:716, UR 2013, 35).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>54<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>dd) Aus den Ausf&uuml;hrungen des sp&auml;teren EuGH-Urteils Les Jardins de Jouvence (EU:C:2016:36, HFR 2016, 287) und der fr&uuml;heren EuGH-Urteile Dassonville vom 11.&nbsp;Juli 1974 C-8\/74 (EU:C:1974:82, NJW 1975, 515), Dornier vom 6.&nbsp;November 2003 C-45\/01 (EU:C:2003:595, BFH\/NV 2004, Beilage&nbsp;1, 40, Rz&nbsp;75) sowie CopyGene (EU:C:2010:328, UR 2010, 526) ergibt sich nichts anderes.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>55<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table class=\"Rsp\">\n<tr>\n<th colspan=\"2\" rowspan=\"1\" valign=\"top\"><\/th>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"2\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">Die vom Kl&auml;ger hervorgehobenen Aussagen in Rz&nbsp;46 und 47 des Urteils Les Jardins des Jouvence (EU:C:2016:36, HFR 2016, 287) beziehen sich auf die Pr&uuml;fung, ob die Dienstleistung eng mit der Sozialf&uuml;rsorge und der sozialen Sicherheit verbunden ist, was hier ohnehin der Fall ist. In Rz&nbsp;32, 33 und 39 des EuGH-Urteils Les Jardins de Jouvence (EU:C:2016:36, HFR 2016, 287) hat der EuGH zur Anerkennung einer Einrichtung betont, dass<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">&#8211;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">es grunds&auml;tzlich Sache des innerstaatlichen Rechts jedes Mitgliedstaats ist, die Regeln aufzustellen, nach denen diesen Einrichtungen eine solche Anerkennung gew&auml;hrt werden kann,<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">&#8211;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">die Mitgliedstaaten die Gew&auml;hrung der Steuerbefreiung von der Erf&uuml;llung einer oder mehrerer der in Art.&nbsp;13 Teil&nbsp;A Abs.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;a der Richtlinie 77\/388\/EWG genannten Bedingungen abh&auml;ngig machen d&uuml;rfen und diese fakultativen Bedingungen f&uuml;r die Gew&auml;hrung der betreffenden Befreiung von den Mitgliedstaaten nach freiem Ermessen zus&auml;tzlich vorgesehen werden k&ouml;nnen, und<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">&#8211;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">der Umstand, dass die Kosten der erbrachten Dienstleistungen unter Umst&auml;nden zum gro&szlig;en Teil von Krankenkassen oder Einrichtungen der sozialen Sicherheit &uuml;bernommen werden, einen der Gesichtspunkte darstellt, die bei der Bestimmung, ob der betreffenden Einrichtung ein sozialer Charakter zukommt, zu ber&uuml;cksichtigen sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>56<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dass Deutschland grunds&auml;tzlich berechtigt ist, die Steuerbefreiung davon abh&auml;ngig zu machen, dass die Kosten &quot;&uuml;berwiegend&quot; von den gesetzlichen Sozialversicherungs- oder Sozialhilfetr&auml;gern &uuml;bernommen worden sind, ergibt sich &#8211;wie dargelegt&#8211; eindeutig aus Rz&nbsp;37 des EuGH-Urteils Zimmermann (EU:C:2012:716, UR 2013, 35).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>57<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>ee) Derartige &quot;Sozialgrenzen&quot; sind auch &#8211;entgegen der Auffassung des Kl&auml;gers&#8211; nicht verfassungswidrig (vgl. dazu BVerfG-Beschluss vom 31.&nbsp;Mai 2007&nbsp;&nbsp;1&nbsp;BvR&nbsp;1316\/04, BFH\/NV 2007, Beilage&nbsp;4, 449, Rz&nbsp;60&nbsp;ff., zu &sect;&nbsp;4 Nr.&nbsp;16 Buchst.&nbsp;b UStG; s.a. BVerfG-Beschluss vom 29.&nbsp;Oktober 1999&nbsp;&nbsp;2&nbsp;BvR&nbsp;1264\/90, BVerfGE 101, 132, BStBl II 2000, 155, Rz&nbsp;27, sowie BVerfG-Nichtannahmebeschluss vom 19.&nbsp;Juni 2008&nbsp;&nbsp;1&nbsp;BvR&nbsp;994\/08, nicht ver&ouml;ffentlicht).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>58<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das vom Kl&auml;ger erg&auml;nzend angef&uuml;hrte Gebot der Folgerichtigkeit betrifft zum einen das Ertragsteuerrecht (vgl. BVerfG-Beschluss vom 29.&nbsp;M&auml;rz 2017&nbsp;&nbsp;2&nbsp;BvL&nbsp;6\/11, Deutsches Steuerrecht 2017, 1094, Rz&nbsp;99&nbsp;f.) und ist &uuml;berdies durch die Beschr&auml;nkung der Steuerbefreiung auf die vom Mitgliedstaat Deutschland anerkannten Einrichtungen nicht verletzt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>59<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ob es angesichts der vom Kl&auml;ger hervorgehobenen Teilfinanzierung der Kosten der sog. 24-Stunden-Pflege rechtspolitisch w&uuml;nschenswert erscheinen k&ouml;nnte, weitere Personen in den Kreis der vom Mitgliedstaat anerkannten Einrichtungen der ambulanten Pflege einzubeziehen, hat die Rechtsprechung nicht zu entscheiden (vgl. BVerfG-Beschluss vom 26.&nbsp;M&auml;rz 1998&nbsp;&nbsp;1&nbsp;BvR&nbsp;2341\/95, UR 1998, 280, Rz&nbsp;8).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>60<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>ff) Der Senat weicht mit seiner Auffassung nicht von dem BFH-Urteil vom 18.&nbsp;August 2015 V&nbsp;R&nbsp;13\/14 (BFHE 251, 282, BFH\/NV 2015, 1784) ab. Denn im dortigen Fall wurden nach Aufstellungen des Vereins B die Kosten der Leistungen in 2007 zu 96&nbsp;% und in 2008 zu 82&nbsp;% von den Pflegekassen getragen. Damit war die ma&szlig;gebliche 40&nbsp;%-Grenze des &sect;&nbsp;4 Nr.&nbsp;16 Buchst.&nbsp;e UStG a.F. eingehalten. Ebenso verh&auml;lt es sich im Fall des Urteils des FG M&uuml;nster vom 9.&nbsp;Dezember 2014&nbsp;&nbsp;15&nbsp;K&nbsp;4571\/10&nbsp;U (EFG 2015, 508, nachfolgend BFH-Urteil in BFHE 256, 550, BFH\/NV 2017, 863) und im Fall des Urteils des FG K&ouml;ln vom 11.&nbsp;August 2016&nbsp;&nbsp;13&nbsp;K&nbsp;3610\/12 (EFG 2016, 2009, Revision eingelegt, Az. des BFH: XI&nbsp;R&nbsp;20\/16).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>61<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>gg) Soweit der Kl&auml;ger im Schriftsatz vom 13.&nbsp;Juni 2017 erstmals Verfahrensr&uuml;gen erhoben hat, sind diese unzul&auml;ssig (vgl. BFH-Urteil vom 21.&nbsp;September 2016 XI&nbsp;R&nbsp;4\/15, BFHE 255, 340, BFH\/NV 2017, 397, Rz&nbsp;39, m.w.N.). Au&szlig;erdem hat der Kl&auml;ger im finanzgerichtlichen Verfahren die Nichterhebung weiterer Beweise nicht ger&uuml;gt (vgl. BFH-Beschluss vom 19.&nbsp;Dezember 2016 XI&nbsp;B&nbsp;57\/16, BFH\/NV 2017, 599, Rz&nbsp;19&nbsp;f., m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>62<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>hh) Nach Auffassung des Senats bestehen &#8211;trotz der vom Kl&auml;ger formulierten, im Laufe des Verfahrens erg&auml;nzten Vorlagefragen&#8211; angesichts des EuGH-Urteils Zimmermann (EU:C:2012:716, UR 2013, 35) keine Zweifel i.S. des Art.&nbsp;267 des Vertrags &uuml;ber die Arbeitsweise der Europ&auml;ischen Union an der Auslegung der im Streitfall anzuwendenden unionsrechtlichen Bestimmungen (vgl. zu den Voraussetzungen: EuGH-Urteile CILFIT vom 6.&nbsp;Oktober 1982 C-283\/81, EU:C:1982:335, NJW 1983, 1257, Rz&nbsp;21; Intermodal Transports vom 15.&nbsp;September 2005 C-495\/03, EU:C:2005:552, HFR 2005, 1236; Gaston Schul Douane-expediteur vom 6.&nbsp;Dezember 2005 C-461\/03, EU:C:2005:742, HFR 2006, 416).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>63<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das vom Kl&auml;ger erg&auml;nzend angef&uuml;hrte Verfahren C-462\/16 (FA Bingen-Alzey gegen Boehringer Ingelheim Pharma GmbH &#038; Co. KG) f&uuml;hrt zu keiner anderen Beurteilung. Vorliegend geht es um die personellen Voraussetzungen der Steuerbefreiung des &sect;&nbsp;4 Nr.&nbsp;16 Buchst.&nbsp;e UStG a.F. Der Anwendungsbereich des Art.&nbsp;132 Abs.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;g MwStSystRL ist auch unionsrechtlich anhand bestimmter personeller Merkmale festgelegt, die der leistende Unternehmer zur Erlangung dieser Steuerbefreiung erf&uuml;llen muss, was unterschiedliche Wettbewerbsbedingungen f&uuml;r verschiedene Wirtschaftsteilnehmer impliziert (vgl. BFH-Urteil vom 26.&nbsp;November 2014 XI&nbsp;R&nbsp;25\/13, BFH\/NV 2015, 531, Rz&nbsp;49; BFH-Beschluss vom 21.&nbsp;September 2016 XI&nbsp;R&nbsp;2\/15, BFH\/NV 2017, 168, Rz&nbsp;8, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>64<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Ebenfalls unzutreffend ist das FG in Bezug auf das Streitjahr 2006 davon ausgegangen, dass die Personalgestellung an W im Jahr 2006 nach Art.&nbsp;13 Teil&nbsp;A Abs.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;g der Richtlinie 77\/388\/EWG umsatzsteuerfrei sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>65<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Der Kl&auml;ger hat nach den Feststellungen des FG entgeltlich bei ihm besch&auml;ftigtes Personal der W gestellt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>66<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Diese Gestellung von Personal ist umsatzsteuerbar (vgl. bereits BFH-Urteil vom 8.&nbsp;Mai 1969 V&nbsp;R&nbsp;11\/66, BFHE 95, 563, BStBl II 1969, 512, m.w.N.) und umsatzsteuerpflichtig, weil sie keine mit der Sozialf&uuml;rsorge und der sozialen Sicherheit eng verbundene Dienstleistung ist (vgl. BFH-Beschluss vom 22.&nbsp;Juli 2015 V&nbsp;R&nbsp;20\/12, HFR 2015, 1079, Rz&nbsp;3; BFH-Urteil vom 14.&nbsp;Januar 2016 V&nbsp;R&nbsp;56\/14, BFH\/NV 2016, 792, Rz&nbsp;18; jeweils m.w.N.). Es spielt insoweit keine Rolle, ob die betreffenden Arbeitnehmer Pflegekr&auml;fte waren (vgl. EuGH-Urteil &quot;go fair&quot; Zeitarbeit vom 12.&nbsp;M&auml;rz 2015 C-594\/13, EU:C:2015:164, UR 2015, 351, Rz&nbsp;28).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>67<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Die Einwendungen des Kl&auml;gers, es liege eine unerlaubte Arbeitnehmer&uuml;berlassung an W i.S. des Gesetzes zur Regelung der Arbeitnehmer&uuml;berlassung (A&Uuml;G) vor, das A&Uuml;G fingiere den &Uuml;bergang des Arbeitsverh&auml;ltnisses auf W als Entleiherin und es best&uuml;nden zivilrechtliche Anspr&uuml;che der W gegen den Kl&auml;ger auf Grundlage des Bereicherungsrechts, greifen nicht durch.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>68<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Umsatzsteuerrecht kn&uuml;pft an tats&auml;chliche Leistungsvorg&auml;nge an, ohne auf ein ggf. bestehendes gesetzliches Verbot (&sect;&nbsp;40 der Abgabenordnung &#8211;AO&#8211;; s. dazu auch BFH-Urteil vom 28.&nbsp;Februar 2002 V&nbsp;R&nbsp;19\/01, BFHE 198, 220, BStBl II 2003, 950, unter II.2.a, Rz&nbsp;31&nbsp;ff.) oder die zivilrechtliche Wirksamkeit der zugrunde liegenden Vertr&auml;ge (&sect;&nbsp;41 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 AO) abzustellen; daher gebieten die Regelungen des A&Uuml;G keine hiervon abweichende umsatzsteuerrechtliche Beurteilung (vgl. BFH-Urteile vom 12.&nbsp;Juni 1986 VII&nbsp;R&nbsp;199\/83, BFH\/NV 1987, 756, unter 1., Rz&nbsp;15; in BFHE 170, 283, BStBl II 1993, 384, unter II.1.b&nbsp;aa und bb, Rz&nbsp;18&nbsp;ff.; vom 15.&nbsp;Juli 1993 V&nbsp;R&nbsp;52\/89, BFH\/NV 1994, 203, unter II.1., Rz&nbsp;13; s.a. Beschluss des Bundesgerichtshofs vom 12.&nbsp;Februar 2003&nbsp;&nbsp;5&nbsp;StR&nbsp;165\/02, HFR 2003, 806, Rz&nbsp;18).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table style=\"margin-left:90\"pt width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">III.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>69<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Anschlussrevision des Kl&auml;gers ist unbegr&uuml;ndet; sie ist deshalb zur&uuml;ckzuweisen (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;2 FGO). Das FG hat zu Recht das Vorliegen einer nicht umsatzsteuerbaren Gesch&auml;ftsver&auml;u&szlig;erung i.S. von &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1a UStG verneint.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>70<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Der Senat legt die Anschlussrevision des Kl&auml;gers dahingehend aus, dass sie sich nur auf das Streitjahr 2006 bezieht. Der Kl&auml;ger hat zwar unter dem Betreff &quot;wegen Umsatzsteuer 2005 und 2006&quot; beantragt, die Vorentscheidung aufzuheben, aber hinzugef&uuml;gt, &quot;soweit der Umsatzsteuerbescheid f&uuml;r das Jahr 2006&quot; &#8230; &quot;nach dem Tenor zu I Satz&nbsp;2 zu einer Festsetzung in H&ouml;he von&quot; &#8230; &quot;f&uuml;hrt, den Bescheid insoweit abzu&auml;ndern und mit 1.262,66&nbsp;EUR festzusetzen&quot;. In Bezug auf das Jahr 2005 hat er keinen Sachantrag gestellt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>71<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Die so verstandene Anschlussrevision ist zul&auml;ssig (&sect;&nbsp;155 FGO i.V.m. &sect;&nbsp;554 der Zivilprozessordnung), aber unbegr&uuml;ndet. Das FG hat zu Recht in Bezug auf den Pachtvertrag mit W vom 31.&nbsp;Januar 2006 das Vorliegen einer Gesch&auml;ftsver&auml;u&szlig;erung i.S. von &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1a UStG verneint.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>72<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Voraussetzung f&uuml;r das Vorliegen einer Gesch&auml;ftsver&auml;u&szlig;erung ist gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1a Satz&nbsp;2 UStG, dass ein Unternehmen oder ein in der Gliederung eines Unternehmens gesondert gef&uuml;hrter Betrieb im Ganzen entgeltlich oder unentgeltlich &uuml;bereignet oder in eine Gesellschaft eingebracht wird.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>73<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Diese Vorschrift beruhte in den Streitjahren 2005 und 2006 unionsrechtlich auf Art.&nbsp;5 Abs.&nbsp;8 und Art.&nbsp;6 Abs.&nbsp;5 der Richtlinie 77\/388\/EWG. Nach Art.&nbsp;5 Abs.&nbsp;8 der Richtlinie 77\/388\/EWG k&ouml;nnen die Mitgliedstaaten die &Uuml;bertragung des Gesamtverm&ouml;gens oder eines Teilverm&ouml;gens, die entgeltlich oder unentgeltlich oder durch Einbringung in eine Gesellschaft erfolgt, so behandeln, als ob keine Lieferung von Gegenst&auml;nden vorliegt, und den Beg&uuml;nstigten der &Uuml;bertragung als Rechtsnachfolger des &Uuml;bertragenden ansehen. Gem&auml;&szlig; Art.&nbsp;6 Abs.&nbsp;5 gilt Art.&nbsp;5 Abs.&nbsp;8 der Richtlinie 77\/388\/EWG &quot;unter den gleichen Voraussetzungen f&uuml;r Dienstleistungen&quot;.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>74<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Im Streitfall scheidet in Bezug auf den Pachtvertrag eine Gesch&auml;ftsver&auml;u&szlig;erung schon deshalb aus, weil &#8211;worauf das FA zu Recht hingewiesen hat&#8211; ein Patientenstamm &quot;verpachtet&quot; worden ist. Werden keine Gegenst&auml;nde &quot;&uuml;bereignet&quot; oder in eine Gesellschaft eingebracht, fehlt es an einer Gesch&auml;ftsver&auml;u&szlig;erung i.S. des &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1a Satz&nbsp;2 UStG (vgl. BFH-Urteil vom 21.&nbsp;Mai 2014 V&nbsp;R&nbsp;20\/13, BFHE 246, 226, BStBl II 2014, 1029, Rz&nbsp;21; s.a. BFH-Urteil vom 26.&nbsp;August 2014 XI&nbsp;R&nbsp;26\/10, BFHE 247, 269, BFH\/NV 2015, 121, Rz&nbsp;34).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>75<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Au&szlig;erdem h&auml;tte der Kl&auml;ger bei anderer Sichtweise nach den tats&auml;chlichen Feststellungen des FG nur die Vertr&auml;ge mit bestimmten im Rahmen der sog. 24-Stunden-Pflege betreuten Personen und damit kein Teil- oder Gesamtverm&ouml;gen (vgl. dazu EuGH-Urteile Zita Modes vom 27.&nbsp;November 2003 C-497\/01, EU:C:2003:644, UR 2004, 19, Rz&nbsp;40; Schriever vom 10.&nbsp;November 2011 C-444\/10, EU:C:2011:724, BStBl II 2012, 848, Rz&nbsp;25; BFH-Urteil vom 6.&nbsp;Juli 2016 XI&nbsp;R&nbsp;1\/15, BFHE 254, 283, BStBl II 2016, 909, Rz&nbsp;31) auf W &uuml;bertragen. Es w&auml;ren danach, wovon das FG im Rahmen der ihm obliegenden Gesamtw&uuml;rdigung (&sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 FGO) zu Recht ausgegangen ist, nur einzelne zum Betrieb eines ambulanten Pflegedienstes notwendige Vertr&auml;ge vom Kl&auml;ger auf W &uuml;bertragen worden. Das reicht nicht aus (vgl. BFH-Urteil vom 4.&nbsp;Februar 2015 XI&nbsp;R&nbsp;42\/13, BFHE 248, 472, BStBl II 2015, 616, Rz&nbsp;22). Ein oder mehrere Kunden, Vertragspartner oder Mandanten sind kein &quot;gesondert gef&uuml;hrter Betriebsteil&quot; oder &quot;Teilverm&ouml;gen&quot; (vgl. dazu auch BFH-Beschluss vom 11.&nbsp;November 2009 V&nbsp;B&nbsp;46\/09, Zeitschrift f&uuml;r Steuern &#038; Recht 2010, R165, Rz&nbsp;4).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>76<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>e) Aus dem EuGH-Urteil Schriever (EU:C:2011:724, BStBl II 2012, 848) ergibt sich schon deshalb nichts anderes, weil danach zwar die &Uuml;bertragung der nicht verpachteten Gegenst&auml;nde eine Gesch&auml;ftsver&auml;u&szlig;erung sein kann. Die Verpachtung selbst bleibt jedoch steuerbar (vgl. Oelmaier in S&ouml;lch\/Ringleb, a.a.O., &sect;&nbsp;1 Rz&nbsp;183 a.E.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table style=\"margin-left:90\"pt width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">IV.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>77<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Die Sache ist spruchreif. Der angefochtene Umsatzsteuerbescheid f&uuml;r 2006 ist dahingehend zu &auml;ndern, dass der Kl&auml;ger nach Er&ouml;ffnung des vorl&auml;ufigen Insolvenzverfahrens &uuml;ber das Verm&ouml;gen der GmbH nicht mehr Organtr&auml;ger der GmbH ist und daher die auf die Ums&auml;tze der GmbH entfallende Umsatzsteuer ab diesem Zeitpunkt nicht mehr schuldet. Die H&ouml;he der nicht zu ber&uuml;cksichtigenden Umsatzsteuer (20.009,22&nbsp;EUR Umsatzsteuer &#8211;&nbsp;1.743,18&nbsp;EUR Vorsteuer =&nbsp;18.265,94&nbsp;EUR) ist nicht streitig. Im &Uuml;brigen ist die Klage abzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>78<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Die &Uuml;bertragung der Berechnung der festzusetzenden Umsatzsteuer f&uuml;r 2006 auf das FA beruht auf &sect;&nbsp;100 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>79<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Die Kostenentscheidung folgt aus &sect;&nbsp;136 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 FGO. Die Kosten des gesamten Verfahrens hat der Kl&auml;ger zu 95&nbsp;% und das FA zu 5&nbsp;% zu tragen. Eine Kostenentscheidung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;136 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 FGO ist nicht zu treffen; denn das FA ist nicht nur zu einem geringen Teil unterlegen. Bei einem Teilobsiegen des Kl&auml;gers in H&ouml;he von 18.265,94&nbsp;EUR liegt trotz einer Quote von 5&nbsp;% kein Unterliegen des FA &quot;zu einem geringen Teil&quot; vor (vgl. BFH-Urteil vom 21.&nbsp;April 2005 V&nbsp;R&nbsp;11\/03, BFHE 211, 50, BStBl II 2007, 63, unter II.4., Rz&nbsp;36, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 28.6.2017, XI R 23\/14ECLI:DE:BFH:2017:U.280617.XIR23.14.0 Zur Umsatzsteuerbefreiung f&uuml;r Ums&auml;tze der ambulanten Pflege (40 %-Grenze des &sect; 4 Nr. 16 Buchst. e UStG a.F.) &#8211; Organschaft bei Bestellung eines vorl&auml;ufigen Insolvenzverwalters Leits&auml;tze Leistungen der sog. 24-Stunden-Pflege von privatrechtlichen Einrichtungen zur ambulanten Pflege waren in den Jahren 2005 und 2006 nur dann umsatzsteuerfrei, wenn im &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/xi-r-23-14-zur-umsatzsteuerbefreiung-fuer-umsaetze-der-ambulanten-pflege-40-grenze-des-par-4-nr-16-buchst-e-ustg-af-organschaft-bei-bestellung-eines-vorlaeufigen-insolvenzverwalters-3\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">XI&nbsp;R&nbsp;23\/14 &#8211; Zur Umsatzsteuerbefreiung f&uuml;r Ums&auml;tze der ambulanten Pflege (40 %-Grenze des &sect; 4 Nr. 16 Buchst. e UStG a.F.) &#8211; Organschaft bei Bestellung eines vorl&auml;ufigen Insolvenzverwalters<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-67816","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/67816","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=67816"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/67816\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=67816"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=67816"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=67816"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}