{"id":67823,"date":"2017-10-07T15:39:59","date_gmt":"2017-10-07T13:39:59","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=67823"},"modified":"2017-10-07T15:42:59","modified_gmt":"2017-10-07T13:42:59","slug":"vi-r-59-15-leistungen-des-nutzungsberechtigten-als-betriebsausgaben-beim-wirtschaftsueberlassungsvertrag-gesamtwuerdigung-von-vertraegen-durch-das-fg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/vi-r-59-15-leistungen-des-nutzungsberechtigten-als-betriebsausgaben-beim-wirtschaftsueberlassungsvertrag-gesamtwuerdigung-von-vertraegen-durch-das-fg\/","title":{"rendered":"VI&nbsp;R&nbsp;59\/15 &#8211; Leistungen des Nutzungsberechtigten als Betriebsausgaben beim Wirtschafts&uuml;berlassungsvertrag &#8211; Gesamtw&uuml;rdigung von Vertr&auml;gen durch das FG"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 12.7.2017, VI R 59\/15<br \/>ECLI:DE:BFH:2017:U.120717.VIR59.15.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Leistungen des Nutzungsberechtigten als Betriebsausgaben beim Wirtschafts&uuml;berlassungsvertrag &#8211; Gesamtw&uuml;rdigung von Vertr&auml;gen durch das FG<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>1. Nach der Neufassung des &sect; 10 Abs. 1 Nr. 1a EStG durch das JStG 2008 k&ouml;nnen auf einem Wirtschafts&uuml;berlassungsvertrag beruhende Leistungen des Nutzungsberechtigten an den &Uuml;berlassenden als Betriebsausgaben abziehbar sein.<\/p>\n<\/p>\n<p>2. Sind einzelne Regelungen in einem Wirtschafts&uuml;berlassungsvertrag nach Fremdvergleichsgrunds&auml;tzen ertragsteuerlich nicht anzuerkennen, f&uuml;hrt dies nicht ohne weiteres dazu, dem gesamten Wirtschafts&uuml;berlassungsvertrag die steuerliche Anerkennung zu versagen.<\/p>\n<\/p>\n<p>3. Eine solche Rechtsfolge darf nur gezogen werden, wenn der dem Fremdvergleich nicht standhaltenden vertraglichen Regelung ein derartiges Gewicht zukommt, dass dies unter Ber&uuml;cksichtigung des Gesamtbilds der Verh&auml;ltnisse die Nichtanerkennung des gesamten Vertragsverh&auml;ltnisses rechtfertigt. Dies ist insbesondere der Fall, wenn anzunehmen ist, dass die in dem Wirtschafts&uuml;berlassungsvertrag vereinbarten Leistungen des Nutzungsberechtigten insgesamt private Zuwendungen oder Unterhaltsleistungen an den &Uuml;berlassenden darstellen.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Auf die Revision des Kl&auml;gers wird das Urteil des Nieders&auml;chsischen Finanzgerichts vom 14. Januar 2015&nbsp;&nbsp;4 K 233\/14 aufgehoben.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Einkommensteuer wird unter &Auml;nderung des Einkommensteuerbescheids f&uuml;r 2009 vom 11. April 2011 in der Gestalt der Einspruchsentscheidung vom 31. Oktober 2011 auf den Betrag festgesetzt, der sich bei Ber&uuml;cksichtigung von Eink&uuml;nften aus Land- und Forstwirtschaft in H&ouml;he von 15.389 EUR ergibt.<\/p>\n<\/p>\n<p>Im &Uuml;brigen wird die Klage abgewiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Berechnung der Steuer wird dem Beklagten &uuml;bertragen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des gesamten Verfahrens haben der Kl&auml;ger zu 60 % und der Beklagte zu 40 % zu tragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">I. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger und Revisionskl&auml;ger (Kl&auml;ger) wurde f&uuml;r das Streitjahr (2009) einzeln zur Einkommensteuer veranlagt. Er erzielte aus der Bewirtschaftung des im Eigentum seiner Eltern stehenden Hofes, auf dem er zusammen mit seinen Eltern auch wohnte, Eink&uuml;nfte aus Land- und Forstwirtschaft. Den Gewinn f&uuml;r das Normalwirtschaftsjahr (&sect;&nbsp;4a Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 des Einkommensteuergesetzes &#8211;EStG&#8211;) ermittelte der Kl&auml;ger durch Einnahmen-&Uuml;berschussrechnung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;3 EStG. Der landwirtschaftliche Betrieb bestand aus ca. 21&nbsp;ha Eigenland, ca. 1,5&nbsp;ha Hof- und Geb&auml;udefl&auml;chen sowie ca. 20&nbsp;ha Pachtland. Das Entgelt f&uuml;r das Pachtland betrug im Streitjahr 3.348,85&nbsp;EUR.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit Nutzungs&uuml;berlassungsvertrag (NV) vom 1.&nbsp;Juli 2008 &uuml;berlie&szlig;en die Eltern dem Kl&auml;ger, der nach &sect;&nbsp;1 NV als Erbe des Hofes vorgesehen war, ab dem 1.&nbsp;Juli 2008 die Nutzung des gesamten landwirtschaftlichen Betriebs. Ausgenommen war lediglich die Wohnung der Eltern. Die Pachtfl&auml;chen wurden mit Zustimmung des Verp&auml;chters an den Kl&auml;ger unterverpachtet. Die Nutzungs&uuml;berlassung war nach &sect;&nbsp;2 NV bis zum 30.&nbsp;Juni 2018 vereinbart; sie verl&auml;ngerte sich auf unbestimmte Zeit, falls sie nicht gek&uuml;ndigt wurde.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dem Kl&auml;ger oblag nach &sect;&nbsp;4 NV die ordnungsgem&auml;&szlig;e Bewirtschaftung des Betriebs, insbesondere die &uuml;bliche Unterhaltung der zur Nutzung &uuml;berlassenen Sachen einschlie&szlig;lich der Wirtschaftsgeb&auml;ude, Wege, Gr&auml;ben, Dr&auml;nagen, Einfriedungen usw., solange diese nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten durch laufende Ausbesserungen erhalten werden konnten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach &sect;&nbsp;7 NV hatte der Kl&auml;ger die auf dem Betrieb ruhenden &ouml;ffentlichen Abgaben und Lasten, z.B. Grundsteuer, Landwirtschaftskammer-, Wasser- und Bodenverbandsbeitr&auml;ge zu &uuml;bernehmen. Die Eltern des Kl&auml;gers hatten die vorhandenen Geb&auml;ude und sonstigen baulichen Anlagen gegen Feuer-, Wasser- und Sturmsch&auml;den zu versichern. Die Versicherungsbeitr&auml;ge hatte der Kl&auml;ger zu tragen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In &sect;&nbsp;8 NV war als &quot;Gegenleistung f&uuml;r die Nutzungs&uuml;berlassung&quot; folgendes vereinbart:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:36\"pt>\n<tr>\n<td>&quot;Der Nutzungsberechtigte &uuml;bernimmt f&uuml;r die Dauer der Nutzungs&uuml;berlassung die Heizungs-, Strom-, Wasser-, Abwasser- und M&uuml;llabfuhrkosten sowie die Unterhaltungsaufwendungen, die in der von den beiden Berechtigten auf der Hofstelle genutzten Wohnung anfallen. Au&szlig;erdem werden vom Nutzungsberechtigten die Kosten der Lebenshaltung f&uuml;r die &Uuml;berlasser &uuml;bernommen.<br \/>Au&szlig;er den unbaren Leistungen erhalten der &Uuml;berlasser und dessen Ehepartner eine monatliche Barleistung in H&ouml;he von 200,00&nbsp;EUR insgesamt. Der Betrag ist jeweils bis zum 5.&nbsp;Tag des Kalendermonats f&auml;llig.<br \/>&Auml;ndern sich die wirtschaftlichen oder geldlichen Verh&auml;ltnisse allgemein in dem Ma&szlig;e, dass die H&ouml;he der Barleistung nicht mehr angemessen ist, so kann jede Partei eine Anpassung verlangen.<br \/>Die Anpassung wird dabei sowohl unter Ber&uuml;cksichtigung der Richtwertdeckungsbeitr&auml;ge der Landwirtschaftskammer Hannover als auch des Preisindexes f&uuml;r die Lebenshaltungskosten aller privaten Haushalte in Deutschland nach den Angaben des Statistischen Bundesamtes vorgenommen.<br \/>Im &Uuml;brigen gelten die Bestimmungen des &sect;&nbsp;323 Zivilprozessordnung als vereinbart.&quot;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger &uuml;berwies die in &sect;&nbsp;8 NV vereinbarte Barzahlung von 200&nbsp;EUR erstmals im September 2008 als Dauerauftrag mit dem Verwendungszweck &quot;Pacht&quot; auf ein Konto seiner Mutter.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>F&uuml;r das Wirtschaftsjahr 2008\/2009 ermittelte der Kl&auml;ger Eink&uuml;nfte aus Land- und Forstwirtschaft in H&ouml;he von 20.353&nbsp;EUR und f&uuml;r das Wirtschaftsjahr 2009\/2010 in H&ouml;he von 17.066&nbsp;EUR. Diese rechnete er in seiner Einkommensteuererkl&auml;rung dem Streitjahr jeweils zur H&auml;lfte zu, so dass sich Eink&uuml;nfte aus Land- und Forstwirtschaft in H&ouml;he von 18.709&nbsp;EUR ergaben. Bei den Sonderausgaben machte der Kl&auml;ger &quot;dauernde Lasten aus Wirtschafts&uuml;berlassungsvertrag&quot; in H&ouml;he von insgesamt 3.520&nbsp;EUR geltend, die in H&ouml;he von 2.400&nbsp;EUR auf Barleistungen und in H&ouml;he von 1.120&nbsp;EUR auf Sachleistungen entfielen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) erkannte die geltend gemachten dauernden Lasten unter Hinweis auf das Schreiben des Bundesministeriums der Finanzen (BMF) vom 11.&nbsp;M&auml;rz 2010 (BStBl I 2010, 227, Rz&nbsp;22) nicht an.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die nach erfolglosem Vorverfahren erhobene Klage, mit der der Kl&auml;ger nunmehr den Abzug von Bar- und Sachleistungen aufgrund des NV in H&ouml;he von insgesamt 8.560&nbsp;EUR als Betriebsausgaben bei seinen Eink&uuml;nften aus Land- und Forstwirtschaft begehrte, wies das Finanzgericht (FG) ab. Die vom Kl&auml;ger an seine Eltern erbrachten Bar- und Sachleistungen seien weder als Betriebsausgaben noch als Sonderausgaben zu ber&uuml;cksichtigen. Zwar k&ouml;nne eine betriebliche Veranlassung auch bei Leistungen aufgrund eines Wirtschafts&uuml;berlassungsvertrags gegeben sein, wenn der Hofeigent&uuml;mer seinen land- und forstwirtschaftlichen Betrieb zu einem angemessenen, fremd&uuml;blichen Entgelt an den &Uuml;bernehmer &uuml;berlasse. Ein Betriebsausgabenabzug scheide im Streitfall aber aus, da die in &sect;&nbsp;8 NV getroffenen Regelungen einem Fremdvergleich nicht standhielten. Nach der Neufassung des &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1a EStG durch das Jahressteuergesetz (JStG) 2008 seien auf einem Wirtschafts&uuml;berlassungsvertrag beruhende Leistungen des Nutzungsberechtigten auch nicht mehr als Sonderausgaben abziehbar.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit der Revision r&uuml;gt der Kl&auml;ger die Verletzung materiellen Rechts.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Er beantragt,<br \/>das Urteil des FG vom 14.&nbsp;Januar 2015&nbsp;&nbsp;4&nbsp;K&nbsp;233\/14 aufzuheben und den Einkommensteuerbescheid f&uuml;r 2009 vom 11.&nbsp;April 2011 in der Gestalt der Einspruchsentscheidung vom 31.&nbsp;Oktober 2011 dahin zu &auml;ndern, dass Eink&uuml;nfte aus Land- und Forstwirtschaft in H&ouml;he von 10.149&nbsp;EUR angesetzt werden, hilfsweise Sonderausgaben in H&ouml;he von 8.560&nbsp;EUR zu ber&uuml;cksichtigen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt,<br \/>die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">II. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Revision des Kl&auml;gers ist begr&uuml;ndet. Sie f&uuml;hrt zur Aufhebung der Vorentscheidung und zur Entscheidung in der Sache selbst (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Das FG ist zu Unrecht davon ausgegangen, dass die vom Kl&auml;ger aufgrund des NV getragenen Aufwendungen insgesamt vom Betriebsausgabenabzug ausgeschlossen sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Bei der Ermittlung der Eink&uuml;nfte sind Aufwendungen als Betriebsausgaben (&sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;4 EStG) abzuziehen, die durch den Betrieb veranlasst sind. Eine solche Veranlassung ist gegeben, wenn die Aufwendungen mit dem Betrieb objektiv zusammenh&auml;ngen und ihm subjektiv zu dienen bestimmt sind. Ob und inwieweit Aufwendungen durch den Betrieb veranlasst sind, h&auml;ngt von den Gr&uuml;nden ab, aus denen der Steuerpflichtige die Aufwendungen t&auml;tigt. Die Gr&uuml;nde bilden das &quot;ausl&ouml;sende Moment&quot;, das den Steuerpflichtigen bewogen hat, die Kosten zu tragen (z.B. Beschluss des Gro&szlig;en Senats des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 21.&nbsp;September 2009 GrS&nbsp;1\/06, BFHE 227, 1, BStBl II 2010, 672, unter C.III.1.a und C.III.2.; BFH-Urteile vom 28.&nbsp;Februar 2013 IV&nbsp;R&nbsp;4\/11, BFH\/NV 2013, 1081; vom 29.&nbsp;Juli 2015 IV&nbsp;R&nbsp;16\/12, BFH\/NV 2015, 1572, und vom 15.&nbsp;Dezember 2016 IV&nbsp;R&nbsp;22\/14, BFH\/NV 2017, 454). Beruhen unter Ber&uuml;cksichtigung des Veranlassungsprinzips die Aufwendungen nicht oder in nur unbedeutendem Ma&szlig;e auf privaten, der Lebensf&uuml;hrung des Steuerpflichtigen zuzurechnenden Umst&auml;nden, so sind sie &#8211;vorbehaltlich einer entgegenstehenden gesetzlichen Regelung&#8211; als Betriebsausgaben abziehbar (Beschluss des Gro&szlig;en Senats des BFH in BFHE 227, 1, BStBl II 2010, 672).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Zu den Betriebsausgaben geh&ouml;ren danach auch Aufwendungen, die durch die Nutzung fremder Wirtschaftsg&uuml;ter f&uuml;r eigene betriebliche Zwecke veranlasst sind, insbesondere die Zahlung von Miet- oder Pachtzinsen f&uuml;r die Nutzung von Betriebsgeb&auml;uden bzw. Betriebsfl&auml;chen sowie von weiteren Aufwendungen, die durch den Pachtbetrieb veranlasst sind (BFH-Urteile vom 13.&nbsp;Mai 2004 IV&nbsp;R&nbsp;1\/02, BFHE 206, 146, BStBl II 2004, 780, und in BFH\/NV 2017, 454). Dies folgt bereits aus dem allen Einkunftsarten zugrunde liegenden objektiven Nettoprinzip, demzufolge die erwerbssichernden Aufwendungen von den steuerpflichtigen Einnahmen abgezogen werden (&sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;2 i.V.m. &sect;&sect;&nbsp;4&nbsp;ff. und 9 EStG, sowie Beschluss des Gro&szlig;en Senats des BFH in BFHE 227, 1, BStBl II 2010, 672, m.w.N.). Das objektive Nettoprinzip gebietet grunds&auml;tzlich den Abzug der vom Steuerpflichtigen zur Einkunftserzielung get&auml;tigten Aufwendungen auch dann, wenn und soweit diese Aufwendungen auf in fremdem Eigentum stehende Wirtschaftsg&uuml;ter erbracht werden (Beschluss des Gro&szlig;en Senats des BFH vom 30.&nbsp;Januar 1995 GrS&nbsp;4\/92, BFHE 176, 267, BStBl II 1995, 281; BFH-Urteile in BFHE 206, 146, BStBl II 2004, 780, und vom 28.&nbsp;Juli 1994 IV&nbsp;R&nbsp;89\/93, BFH\/NV 1995, 379, m.w.N.). Ma&szlig;geblich f&uuml;r die Abzugsf&auml;higkeit der Aufwendungen als Betriebsausgaben ist, dass der Steuerpflichtige die Aufwendungen im eigenen betrieblichen Interesse selbst getragen hat (BFH-Urteile vom 28.&nbsp;Februar 2002 IV&nbsp;R&nbsp;20\/00, BFHE 198, 446, BStBl II 2003, 644, und vom 8.&nbsp;Mai 2003 IV&nbsp;R&nbsp;6\/02, BFH\/NV 2003, 1546, jeweils zu Aufwendungen eines Steuerpflichtigen f&uuml;r Wirtschaftsg&uuml;ter, die ihm auf Grund eines Wirtschafts&uuml;berlassungsvertrags zur Nutzung zur Verf&uuml;gung standen).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Grunds&auml;tzlich sind bei gegenseitigen Vertr&auml;gen die zivilrechtlichen Vereinbarungen auch f&uuml;r Zwecke der Besteuerung ma&szlig;gebend, da der nat&uuml;rliche Interessengegensatz der Vertragspartner im Allgemeinen die Vermutung begr&uuml;ndet, dass Ausgaben, die auf einem gegenseitigen Vertrag mit unternehmerischem oder betrieblichem Bezug beruhen, auch i.S. des &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;4 EStG durch den Betrieb veranlasst sind. Fehlt es allerdings an einem solchen Interessengegensatz, was insbesondere innerhalb des Familienverbundes in Betracht kommt, bedarf es einer &#8211;am Ma&szlig;stab des Fremdvergleichs ausgerichteten&#8211; &Uuml;berpr&uuml;fung, inwieweit Zahlungen wirtschaftlich durch den Betrieb veranlasst sind oder ob sie aus sonstigen Rechtsgr&uuml;nden erbracht werden (BFH-Urteil in BFH\/NV 2015, 1572). Eine derartige &Uuml;berpr&uuml;fung hat zu ber&uuml;cksichtigen, ob die Vereinbarungen zivilrechtlich wirksam, klar und eindeutig sind, ihrem Inhalt nach dem zwischen fremden Dritten &Uuml;blichen entsprechen und auch tats&auml;chlich durchgef&uuml;hrt werden (st&auml;ndige Rechtsprechung, z.B. BFH-Urteile vom 7.&nbsp;Mai 1996 IX&nbsp;R&nbsp;69\/94, BFHE 180, 377, BStBl II 1997, 196; vom 18.&nbsp;Oktober 2007 VI&nbsp;R&nbsp;59\/06, BFHE 219, 208, BStBl II 2009, 200, und vom 17.&nbsp;Juli 2013 X&nbsp;R&nbsp;31\/12, BFHE 242, 209, BStBl II 2013, 1015). Diese Anforderungen beruhen auf der &Uuml;berlegung, dass es innerhalb eines Familienverbundes typischerweise an einem Interessensgegensatz fehlt und zivilrechtliche Gestaltungsm&ouml;glichkeiten steuerlich missbraucht werden k&ouml;nnen (Beschluss des Bundesverfassungsgerichts vom 7.&nbsp;November 1995&nbsp;&nbsp;2&nbsp;BvR&nbsp;802\/90, BStBl II 1996, 34; BFH-Urteil vom 19.&nbsp;August 2008 IX&nbsp;R&nbsp;78\/07, BFHE 222, 489, BStBl II 2009, 299; Kulosa, Der Betrieb 2014, 972; Gemeinhardt, Betriebs-Berater &#8211;BB&#8211; 2012, 739; Stapperfend in Herrmann\/Heuer\/Raupach &#8211;HHR&#8211;, &sect;&nbsp;4 EStG Rz&nbsp;850, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Jedoch schlie&szlig;t nicht jede Abweichung einzelner Sachverhaltsmerkmale vom &Uuml;blichen die steuerrechtliche Anerkennung des Vertragsverh&auml;ltnisses aus (BFH-Urteil vom 25.&nbsp;Juli 2000 IX&nbsp;R&nbsp;6\/97, BFH\/NV 2001, 305, m.w.N.). Vielmehr sind einzelne Kriterien des Fremdvergleichs im Rahmen der gebotenen Gesamtbetrachtung unter dem Gesichtspunkt zu w&uuml;rdigen, ob sie den R&uuml;ckschluss auf eine privat veranlasste Vereinbarung zulassen (BFH-Urteile vom 16.&nbsp;Dezember 1998 X&nbsp;R&nbsp;139\/95, BFH\/NV 1999, 780, und vom 13.&nbsp;Juli 1999 VIII&nbsp;R&nbsp;29\/97, BFHE 191, 250, BStBl II 2000, 386). Dabei ist die Intensit&auml;t der erforderlichen Pr&uuml;fung der Fremd&uuml;blichkeit der Vertragsbedingungen auch vom Anlass des Vertragsschlusses abh&auml;ngig (BFH-Urteil in BFHE 242, 209, BStBl II 2013, 1015). Bedeutung kommt au&szlig;erdem der Frage zu, ob es sich um ein Rechtsgesch&auml;ft unter vollj&auml;hrigen, voneinander insbesondere wirtschaftlich unabh&auml;ngigen Verwandten oder um eine Vereinbarung mit minderj&auml;hrigen Kindern des Steuerpflichtigen handelt (BFH-Urteil vom 4.&nbsp;Juni 1991 IX&nbsp;R&nbsp;150\/85, BFHE 165, 53, BStBl II 1991, 838).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ma&szlig;gebend f&uuml;r die Beurteilung, ob Vertr&auml;ge zwischen nahen Angeh&ouml;rigen durch die Einkunftserzielung veranlasst oder aber durch private Zuwendungs- oder Unterhalts&uuml;berlegungen (&sect;&nbsp;12 Nrn.&nbsp;1 und 2 EStG) motiviert sind, ist die Gesamtheit der objektiven Gegebenheiten. Die gebotene Gewichtung und W&uuml;rdigung obliegt grunds&auml;tzlich dem FG als Tatsacheninstanz. Verst&ouml;&szlig;t die Gesamtabw&auml;gung weder gegen Erfahrungss&auml;tze noch gegen die Denkgesetze, so ist der BFH daran gebunden (&sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 FGO; BFH-Urteile vom 18.&nbsp;April 2000 VIII&nbsp;R&nbsp;74\/96, BFH\/NV 2001, 152; vom 7.&nbsp;September 1995 III&nbsp;R&nbsp;24\/91, BFH\/NV 1996, 320, und vom 21.&nbsp;Oktober 2014 VIII&nbsp;R&nbsp;21\/12, BFHE 247, 538, BStBl II 2015, 638; BFH-Beschluss vom 25.&nbsp;Oktober 2004 III&nbsp;B&nbsp;131\/03, BFH\/NV 2005, 339). Erst das Ergebnis dieser der Tatsachenfeststellung zuzuordnenden Indizienw&uuml;rdigung erm&ouml;glicht die nachfolgende rechtliche Subsumtion, ob es sich bei den Aufwendungen des Steuerpflichtigen um nicht abziehbare Privatausgaben oder aber um Betriebsausgaben oder Werbungskosten handelt (BFH-Urteile vom 15.&nbsp;Oktober 2002 IX&nbsp;R&nbsp;46\/01, BFHE 200, 372, BStBl II 2003, 243, und in BFHE 247, 538, BStBl II 2015, 638).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Wirtschafts&uuml;berlassungsvertr&auml;ge haben sich aufgrund der besonderen Verh&auml;ltnisse in der Land- und Forstwirtschaft im Zusammenhang mit dem Generationswechsel entwickelt. Der Wirtschafts&uuml;berlassungsvertrag soll dem aus Altersgr&uuml;nden als Unternehmer abtretenden Landwirt die M&ouml;glichkeit er&ouml;ffnen, den Betrieb dem Hoferben bzw. seinem Nachfolger zu &uuml;berlassen, ohne sich schon seines Eigentumsrechts zu begeben (grundlegend BFH-Urteile vom 24.&nbsp;Juli 1975 IV&nbsp;R&nbsp;99\/72, BFHE 116, 364, BStBl II 1975, 772, und vom 5.&nbsp;Februar 1976 IV&nbsp;R&nbsp;31\/74, BFHE 118, 37, BStBl II 1976, 335; s. auch Leing&auml;rtner\/Kanzler, Besteuerung der Landwirte, Kap.&nbsp;43, Rz&nbsp;8). Der Hofeigent&uuml;mer beh&auml;lt sein Verm&ouml;gen und &uuml;berl&auml;sst dem Nutzungsberechtigten lediglich die Nutzung des Verm&ouml;gens gegen &Uuml;bernahme verschiedener Verpflichtungen. Der Nutzungsberechtigte erwirbt kein wirtschaftliches Eigentum. Er kann den Eigent&uuml;mer nicht im Regelfall f&uuml;r die gew&ouml;hnliche Nutzungsdauer von der Einwirkung auf das Wirtschaftsgut wirtschaftlich ausschlie&szlig;en, wie es &sect;&nbsp;39 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 der Abgabenordnung verlangt. Der Wirtschafts&uuml;berlassungsvertrag &auml;hnelt strukturell einer Betriebsverpachtung im Ganzen (Schmidt\/Kulosa, EStG, 36.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;13 Rz&nbsp;141). Von einem &uuml;blichen Pachtvertrag unterscheidet er sich nur insoweit, als kein monatlicher Pachtzins ausschlie&szlig;lich in Geld vereinbart wird. Als Entgelt f&uuml;r die Einr&auml;umung des Nutzungsrechts werden dem Eigent&uuml;mer vielmehr altenteils&auml;hnliche Leistungen, wie freier Umgang auf dem Hof, &Uuml;bernahme der Kosten f&uuml;r Strom, Heizung, Wasser, Versicherungen und Beitr&auml;ge sowie des Kapitaldiensts etc. gew&auml;hrt. Auch ein monatlicher Geldbetrag kann zur Bestreitung des Lebensunterhalts des Hofeigent&uuml;mers bezahlt werden (BFH-Urteil vom 25.&nbsp;Juni 2014 X&nbsp;R&nbsp;16\/13, BFHE 246, 172, BStBl II 2014, 889).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Durch den Abschluss eines Wirtschafts&uuml;berlassungsvertrags entstehen zwei land- und forstwirtschaftliche Betriebe, n&auml;mlich ein wirtschaftender Betrieb des Nutzungsberechtigten und ein Eigent&uuml;merbetrieb des Nutzungsverpflichteten (Kanzler, Neue Wirtschaftsbriefe &#8211;NWB&#8211; 2014, 2926). Der Abschluss eines Wirtschafts&uuml;berlassungsvertrags f&uuml;hrt ebenso wie der &Uuml;bergang von der Eigenbewirtschaftung zur Betriebsverpachtung bei fehlender ausdr&uuml;cklicher Aufgabeerkl&auml;rung nicht zur Einstellung der betrieblichen T&auml;tigkeit des Hofeigent&uuml;mers; der Betrieb wird vielmehr &#8211;wenn auch in anderer Form&#8211; fortgef&uuml;hrt (s. zur Betriebsverpachtung BFH-Urteil vom 24.&nbsp;September 1998 IV&nbsp;R&nbsp;1\/98, BFHE 187, 42, BStBl II 1999, 55, m.w.N.). Auf Seiten des Nutzungsberechtigten bildet der Wirtschafts&uuml;berlassungsvertrag die Rechtsgrundlage f&uuml;r das Nutzungsrecht, durch das er Unternehmer des landwirtschaftlichen Betriebs werden kann (BFH-Urteil in BFHE 118, 37, BStBl II 1976, 335). Der Wirtschafts&uuml;berlassungsvertrag wird hinsichtlich der Nutzungs&uuml;berlassung somit einkommensteuerrechtlich wie ein Pachtverh&auml;ltnis behandelt (Kanzler, NWB 2014, 2926).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) In Bezug auf die Leistungen, die der Nutzungsberechtigte zu erbringen hat, entsprachen die Rechtsfolgen des Wirtschafts&uuml;berlassungsvertrags hingegen denen der unentgeltlichen &Uuml;bertragung von Verm&ouml;gen gegen Versorgungsleistungen (Kanzler, Finanz-Rundschau &#8211;FR&#8211; 1992, 239, m.w.N.). Der nutzungsberechtigte Landwirt konnte alle vertragsgem&auml;&szlig; &uuml;bernommenen Leistungen als Sonderausgaben in Gestalt dauernder Lasten abziehen, sofern es sich nicht um Unterhaltsleistungen handelte (BFH-Urteile in BFH\/NV 2003, 1546, und vom 18.&nbsp;Februar 1993 IV&nbsp;R&nbsp;106\/92, BFHE 170, 553, BStBl II 1993, 546, m.w.N.). Dieser Wertung lag die Annahme zugrunde, dass in der Regel ein Wirtschafts&uuml;berlassungsvertrag einer Verm&ouml;gens&uuml;bertragung im Wege der vorweggenommenen Erbfolge oder dem Erbfall selbst vorangehe (BFH-Urteil in BFHE 246, 172, BStBl II 2014, 889). Der Nutzungsverpflichtete (&Uuml;berlassende) hatte die Einnahmen dann als wiederkehrende Bez&uuml;ge nach &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;1 EStG zu versteuern.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Jedenfalls ab der Neufassung des &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1a EStG durch das JStG 2008 sind auf einem Wirtschafts&uuml;berlassungsvertrag beruhende Leistungen des Nutzungsberechtigten an den &Uuml;berlassenden allerdings nicht mehr als Sonderausgaben abziehbar (BFH-Urteil in BFHE 246, 172, BStBl II 2014, 889; BMF-Schreiben vom 11.&nbsp;M&auml;rz 2010, BStBl I 2010, 227, Rz&nbsp;22; HHR\/Paul, &sect;&nbsp;13 EStG Rz&nbsp;49; Schmidt\/Kulosa, a.a.O., &sect;&nbsp;13 Rz&nbsp;145; Leing&auml;rtner\/Kanzler, a.a.O., Kap.&nbsp;43, Rz&nbsp;3; St&ouml;cker in Bordewin\/Brandt, EStG &sect;&nbsp;10 Rz&nbsp;644). Es fehlt insoweit an der nach dem eindeutigen Gesetzeswortlaut erforderlichen &quot;&Uuml;bertragung&quot; beg&uuml;nstigten Verm&ouml;gens (&sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1a EStG i.d.F. JStG 2008). Der erkennende Senat schlie&szlig;t sich insoweit der zutreffenden Ansicht des X.&nbsp;Senats in dem Urteil in BFHE 246, 172, BStBl II 2014, 889 an.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Die Einordnung der Versorgungsleistungen als Sonderausgaben ist im Schrifttum indessen schon vor der Gesetzes&auml;nderung durch das JStG 2008 teilweise kritisch aufgenommen worden (z.B. Kanzler, FR 1992, 239; Fischer, FR 1993, 575; Kempermann, Deutsches Steuerrecht &#8211;DStR&#8211; 2003, 1736). Der Wirtschafts&uuml;berlassungsvertrag k&ouml;nne vielmehr auch hinsichtlich dieser Leistungen &#8211;und damit nicht nur hinsichtlich der Nutzungs&uuml;berlassung&#8211; ertragsteuerlich nach den Regeln des Pachtvertrags behandelt werden. Die Aufwendungen des Nutzungsberechtigten seien dann als Betriebsausgaben abziehbar, w&auml;hrend der &uuml;berlassende Eigent&uuml;mer die Leistungen als Betriebseinnahmen zu versteuern habe (s. HHR\/Paul, &sect;&nbsp;13 EStG Rz&nbsp;49; Kanzler, NWB 2014, 2926).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der IV.&nbsp;Senat des BFH hat in seinem Urteil in BFHE 187, 42, BStBl II 1999, 55 ebenfalls Bedenken ge&auml;u&szlig;ert, ob daran festgehalten werden k&ouml;nne, die Leistungen aufgrund eines Wirtschafts&uuml;berlassungsvertrags beim &Uuml;berlassenden als sonstige Eink&uuml;nfte und beim Nutzungsberechtigten als Sonderausgaben zu erfassen, oder ob die &quot;Pachtzahlungen&quot; bei den Hofeigent&uuml;mern wegen des fortbestehenden Betriebs nicht vielmehr als Eink&uuml;nfte aus Land- und Forstwirtschaft zu erfassen und beim Nutzungsberechtigten als Betriebsausgaben abzuziehen seien.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der X.&nbsp;Senat des BFH hat diese &Uuml;berlegungen aufgegriffen und entschieden, dass keine Notwendigkeit bestehe, Wirtschafts&uuml;berlassungsvertr&auml;ge Verm&ouml;gens&uuml;bergaben gegen Versorgungsleistungen gleichzustellen. &Uuml;berlasse der Hofeigent&uuml;mer seinen land- und forstwirtschaftlichen Betrieb zu einem nicht &uuml;berh&ouml;hten Entgelt, seien die Aufwendungen des Wirtschafts&uuml;bernehmers f&uuml;r die altenteils&auml;hnlichen Leistungen als Betriebsausgaben abziehbar (BFH-Urteil in BFHE 246, 172, BStBl II 2014, 889; ebenso z.B. Schmidt\/Kulosa, a.a.O., &sect;&nbsp;13 Rz&nbsp;145; Mitterpleininger in Littmann\/Bitz\/Pust, Das Einkommensteuerrecht, Kommentar, &sect;&nbsp;13 Rz&nbsp;208).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Der erkennende Senat schlie&szlig;t sich dieser Auffassung f&uuml;r nach dem 31.&nbsp;Dezember 2007 abgeschlossene Wirtschafts&uuml;berlassungsvertr&auml;ge an.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach st&auml;ndiger Rechtsprechung f&uuml;hrt der Wirtschafts&uuml;berlassungsvertrag dazu, dass zwei land- und forstwirtschaftliche Betriebe entstehen, n&auml;mlich der (fortbestehende) Eigentumsbetrieb des Nutzungsverpflichteten und der wirtschaftende Betrieb des Nutzungsberechtigten. Der Wirtschafts&uuml;berlassungsvertrag wurde in Bezug auf die Nutzungs&uuml;berlassung somit seit jeher der Betriebsverpachtung gleichgestellt. Es ist daher gerechtfertigt, die Regeln der Betriebsverpachtung im Grundsatz auch in Bezug auf die weiteren in einem Wirtschafts&uuml;berlassungsvertrag vereinbarten Leistungen zur Geltung zu bringen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Nutzungsberechtigte und der Nutzungsverpflichtete beziehen bei Abschluss eines Wirtschafts&uuml;berlassungsvertrags als Inhaber land- und forstwirtschaftlicher Betriebe Eink&uuml;nfte aus Land- und Forstwirtschaft. Folglich kann auch der Leistungsaustausch zwischen beiden Betrieben, n&auml;mlich einerseits die Nutzung des &uuml;berlassenen Verm&ouml;gens und andererseits die daf&uuml;r zu erbringende Gegenleistung als betriebsbezogen und nach allgemeinen Grunds&auml;tzen als betrieblich veranlasst angesehen werden. Denn der Nutzungsberechtigte erbringt die Leistungen an den Nutzungsverpflichteten in der Regel f&uuml;r die &Uuml;berlassung des landwirtschaftlichen Betriebs, um damit Eink&uuml;nfte aus Land- und Forstwirtschaft zu erzielen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Es ist daher konsequent, solche Leistungen beim Nutzungsberechtigten als Betriebsausgaben gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;4 EStG (bzw. bis zum Wirtschaftsjahr 2014\/2015 gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;13a Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;2 EStG a.F.) und beim &Uuml;berlassenden als Betriebseinnahmen (Betriebsverm&ouml;gensmehrungen) zu erfassen (ebenso Oberfinanzdirektion &#8211;OFD&#8211; Nordrhein-Westfalen, Verf&uuml;gung vom 27.&nbsp;Dezember 2016 S&nbsp;2230-2015\/0007-St&nbsp;165, EStG-Kartei NW &sect;&sect;&nbsp;13, 13a EStG Fach&nbsp;1 Nr.&nbsp;800, Tz.&nbsp;2.7.6 und 2.7.7). Hierdurch wird auch das beim Wirtschafts&uuml;berlassungsvertrag bestehende Sonderrecht beseitigt, f&uuml;r das keine Notwendigkeit (mehr) besteht (Fischer, FR 1993, 575).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das gerade im Bereich der Land- und Forstwirtschaft vorhandene praktische Bed&uuml;rfnis zum Abschluss von Wirtschafts&uuml;berlassungsvertr&auml;gen besteht trotz der steuergesetzlichen &Auml;nderung des &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1a EStG durch das JStG 2008 unver&auml;ndert fort. Die Pachtvertragsl&ouml;sung und die damit ver&auml;nderte Sicht auf Wirtschafts&uuml;berlassungsvertr&auml;ge tr&auml;gt diesem Bed&uuml;rfnis angemessen Rechnung (Felsmann, Einkommensbesteuerung der Land- und Forstwirte, A&nbsp;Rz&nbsp;546c; Kanzler, NWB 2014, 2926). Die fr&uuml;here Beurteilung des Wirtschafts&uuml;berlassungsvertrags war von dem Gedanken der sp&auml;teren (unentgeltlichen) Hof&uuml;bergabe und der Vorstellung bestimmt, es handele sich bei der Nutzungs&uuml;berlassung nur um eine Vorstufe zur unentgeltlichen Betriebs&uuml;bertragung. Seit der Neuregelung des &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1a Satz&nbsp;2 Buchst.&nbsp;b EStG durch das JStG 2008 ist der Sonderausgabenabzug indessen von einem Eigentums&uuml;bergang abh&auml;ngig. Damit ist aber auch der Beurteilung der der Betriebs&uuml;bertragung vorgeschalteten Nutzungs&uuml;berlassung als unentgeltliches Gesch&auml;ft die Grundlage entzogen (ebenso Kanzler, NWB 2014, 2926).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>e) Der Wirtschafts&uuml;berlassungsvertrag verpflichtet den Eigent&uuml;mer zur Nutzungs&uuml;berlassung seines land- und forstwirtschaftlichen Betriebs. Der Nutzungsberechtigte hat an den Nutzungsverpflichteten hierf&uuml;r vertraglich zumeist im Einzelnen geregelte Leistungen zu erbringen. Diese k&ouml;nnen mit der Nutzungs&uuml;berlassung bei entsprechendem Rechtsbindungswillen in einem Austauschverh&auml;ltnis stehen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Vertraglich k&ouml;nnen dabei sowohl Geld- als auch Sach- und Dienstleistungen vereinbart sein. Zivilrechtlich ist anerkannt, dass eine Miete oder Pacht nicht nur in Geld, sondern auch in geldwerten Leistungen bestehen kann (z.B. Urteil des Bundesgerichtshofs &#8211;BGH&#8211; vom 17.&nbsp;Juli 2002 XII&nbsp;ZR&nbsp;86\/01, Neue Juristische Wochenschrift 2002, 3322; Palandt\/Weidenkaff, BGB, 76.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;535 Rz&nbsp;71, m.w.N.). Eine (geringe) Barpacht und zus&auml;tzliche altenteils&auml;hnliche Leistungen k&ouml;nnen daher auch steuerrechtlich als Gegenleistung f&uuml;r die Nutzungs&uuml;berlassung eingeordnet werden (Leing&auml;rtner\/Kanzler, a.a.O., Kap.&nbsp;43, Rz&nbsp;77). Selbst wenn der Nutzer ein sehr niedriges Entgelt zahlt (sog. Gef&auml;lligkeitsmiete), das weit hinter dem &uuml;blichen Entgelt zur&uuml;ckbleibt, handelt es sich trotzdem um Miete bzw. Pacht und nicht um Leihe als unentgeltliche Nutzungs&uuml;berlassung (BGH-Urteil vom 4.&nbsp;Mai 1970 VIII&nbsp;ZR&nbsp;179\/68, BB 1970, 1197; Erman\/L&uuml;tzenkirchen, BGB, 14.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;535 Rz&nbsp;108). Steuerlich steht es der Anerkennung eines Wirtschafts&uuml;berlassungsvertrags zwischen nahen Angeh&ouml;rigen und damit dem Abzug der Gegenleistung f&uuml;r die Nutzungs&uuml;berlassung als Betriebsausgabe ebenfalls nicht entgegen, dass eine unangemessen niedrige Gegenleistung vereinbart wurde (BFH-Urteil in BFHE 246, 172, BStBl II 2014, 889; Fischer, FR 1993, 575), sofern das Missverh&auml;ltnis nicht auf einen Mangel des gesch&auml;ftlichen Bindungswillens schlie&szlig;en l&auml;sst (Kempermann, DStR 2003, 1736). &Uuml;bersteigen die Leistungen des Nutzungsberechtigten hingegen das markt&uuml;bliche Entgelt, kann es sich insoweit um gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;12 Nr.&nbsp;2 EStG nicht als Betriebsausgaben abziehbare Unterhaltsleistungen handeln (BFH-Urteil in BFHE 246, 172, BStBl II 2014, 889; Kempermann, DStR 2003, 1736).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Die Vorentscheidung ist teilweise von anderen Grunds&auml;tzen ausgegangen. Sie kann daher keinen Bestand haben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Zutreffend hat das FG allerdings erkannt, dass der Kl&auml;ger die an seine Eltern aufgrund des am 1.&nbsp;Juli 2008 abgeschlossenen NV erbrachten Leistungen nicht als Sonderausgaben geltend machen kann. Denn nach der Neufassung des &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1a EStG durch das JStG 2008, die im Streitfall auf den nach dem 31.&nbsp;Dezember 2007 abgeschlossenen NV Anwendung findet (&sect;&nbsp;52 Abs.&nbsp;23g EStG), liegen die Voraussetzungen f&uuml;r den Sonderausgabenabzug nicht vor. Es fehlt im vorliegenden Fall jedenfalls an der f&uuml;r den Sonderausgabenabzug erforderlichen beg&uuml;nstigten Verm&ouml;gens&uuml;bertragung. Der Senat verweist insoweit erg&auml;nzend auf das BFH-Urteil in BFHE 246, 172, BStBl II 2014, 889.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Das FG hat des Weiteren zu Recht angenommen, dass der Kl&auml;ger die an seine Eltern erbrachten Leistungen grunds&auml;tzlich als Betriebsausgaben (&sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;4 EStG) bei seinen durch Einnahmen-&Uuml;berschussrechnung nach &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;3 EStG ermittelten Eink&uuml;nften aus Land- und Forstwirtschaft abziehen kann. Es hat insoweit zutreffend darauf erkannt, dass auch Leistungen aufgrund eines Wirtschafts&uuml;berlassungsvertrags betrieblich veranlasst sein k&ouml;nnen, wenn der Hofeigent&uuml;mer seinen land- und forstwirtschaftlichen Betrieb entgeltlich an den Wirtschafts&uuml;bernehmer &uuml;berl&auml;sst, weil diese Leistungen dann als Gegenleistung f&uuml;r die Nutzung von zur Einkunftserzielung verwendeten Wirtschaftsg&uuml;tern aufgewendet werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>37<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Das FG hat dem NV allerdings zu Unrecht unter dem Gesichtspunkt des Fremdvergleichs insgesamt die steuerliche Anerkennung versagt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>38<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Das FG hat bei der ihm obliegenden Gesamtw&uuml;rdigung des Vertrags nicht alle f&uuml;r den Fremdvergleich ma&szlig;geblichen Indizien entsprechend ihrer Gewichtung in seine W&uuml;rdigung einbezogen. Eine solche Gesamtw&uuml;rdigung des FG ist rechtsfehlerhaft; sie bindet den Senat dementsprechend auch nicht gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 FGO (s. Senatsurteil vom 18.&nbsp;Juni 2015 VI&nbsp;R&nbsp;77\/12, BFHE 250, 132, BStBl II 2015, 903, m.w.N.). Da das FG allerdings alle wesentlichen tats&auml;chlichen Umst&auml;nde festgestellt hat, die in die Gesamtw&uuml;rdigung einzubeziehen sind, und die Beteiligten gegen die tats&auml;chlichen Feststellungen des FG keine Verfahrensr&uuml;gen vorgebracht haben, kann der Senat auf der Grundlage der tats&auml;chlichen Feststellungen der Vorinstanz selbst die rechtliche Subsumtion vornehmen, dass es sich bei den nach &sect;&nbsp;8 NV geleisteten Aufwendungen des Kl&auml;gers mit Ausnahme der &quot;Kosten der Lebenshaltung&quot; um abziehbare Betriebsausgaben handelt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>39<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Der NV wurde zivilrechtlich wirksam unter vollj&auml;hrigen und &#8211;soweit ersichtlich&#8211; wirtschaftlich voneinander unabh&auml;ngigen Verwandten abgeschlossen. Er wies in Bezug auf den Kl&auml;ger eine gro&szlig;e N&auml;he zur Erzielung der Eink&uuml;nfte aus Land- und Forstwirtschaft auf. Denn er erm&ouml;glichte dem Kl&auml;ger &uuml;berhaupt erst die Nutzung des betrieblichen Verm&ouml;gens seiner Eltern zur Einkunftserzielung. Ein privater Grund f&uuml;r die Nutzung des dem Kl&auml;ger aufgrund des NV &uuml;berlassenen Betriebsverm&ouml;gens ist nach dem vom FG festgestellten Sachverhalt nicht erkennbar. Der hiernach vorliegende eindeutig betriebliche Anlass des NV ist auch bei der Intensit&auml;t der erforderlichen Pr&uuml;fung der Fremd&uuml;blichkeit der einzelnen Vertragsbestimmungen zu ber&uuml;cksichtigen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>40<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Die Hauptleistungspflichten der Eltern des Kl&auml;gers waren in &sect;&nbsp;1 NV (Gegenstand der &Uuml;berlassung) und in &sect;&nbsp;6 NV (Inventar, Vorr&auml;te, Feldbestellung) hinreichend bestimmt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>41<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>dd) Die Hauptleistungspflichten des Kl&auml;gers waren in &sect;&nbsp;8 NV geregelt. Nach &sect;&nbsp;8 Abs.&nbsp;2 NV hatte der Kl&auml;ger eine Barleistung von 200&nbsp;EUR monatlich an seine Eltern zu erbringen. Diese Vereinbarung ist ebenfalls klar und eindeutig.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>42<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nichts anderes gilt f&uuml;r die in &sect;&nbsp;8 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 NV vereinbarten Sachleistungen. Der X.&nbsp;Senat des BFH hat in seinem Urteil in BFHE 246, 172, BStBl II 2014, 889 die &quot;altenteils&auml;hnlichen Leistungen&quot; bei einem Wirtschafts&uuml;berlassungsvertrag als Betriebsausgaben angesehen (ebenso z.B. Leing&auml;rtner\/Kanzler, a.a.O., Kap.&nbsp;43, Rz&nbsp;80; a.A. Felsmann, a.a.O., A&nbsp;Rz&nbsp;548). Deshalb kann einem Wirtschafts&uuml;berlassungsvertrag die steuerliche Anerkennung auch unter dem Gesichtspunkt des Fremdvergleichs nicht mit der Begr&uuml;ndung abgesprochen werden, dass der Nutzungsberechtigte dem Nutzungsverpflichteten neben einer Barpacht typische Altenteilsleistungen versprochen hat. Denn Wirtschafts&uuml;berlassungsvertr&auml;ge werden typischerweise zwischen nahen Angeh&ouml;rigen vereinbart, so dass davon ausgegangen werden muss, dass auch der X.&nbsp;Senat des BFH altenteils&auml;hnliche Leistungen im Rahmen des Fremdvergleichs in der Regel nicht als steuersch&auml;dlich angesehen hat. Der erkennende Senat tritt dieser W&uuml;rdigung grunds&auml;tzlich bei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>43<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Streitfall geht die Regelung in &sect;&nbsp;8 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 NV nicht &uuml;ber die Gew&auml;hrung typischer Altenteilsleistungen hinaus. Der Kl&auml;ger ist nach dieser vertraglichen Bestimmung (lediglich) verpflichtet, &quot;f&uuml;r die Dauer der Nutzungs&uuml;berlassung die Heizungs-, Strom-, Wasser-, Abwasser- und M&uuml;llabfuhrkosten sowie die Unterhaltungsaufwendungen, die in der von den beiden Berechtigten auf der Hofstelle genutzten Wohnung anfallen&quot;, zu &uuml;bernehmen. Dabei handelt es sich um typische Altenteilslasten in Form von Naturalleistungen. Mit der Vorinstanz geht der Senat ferner davon aus, dass der Anteil der vom Kl&auml;ger nach &sect;&nbsp;8 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 NV zu tragenden Aufwendungen an den Gesamtkosten durch Aufteilung nach der Kopfzahl der im Haushalt lebenden Personen auch unter Fremdvergleichsgesichtspunkten hinreichend bestimmt werden kann. Wollte man zus&auml;tzlich verlangen, der NV m&uuml;sse Vorschriften &uuml;ber die genaue Ermittlung dieser Kosten enthalten, z.B. Bestimmungen &uuml;ber Zahl und Gr&ouml;&szlig;e der M&uuml;lltonnen, &uuml;ber etwaige Stromz&auml;hler oder &uuml;ber die genaue Erfassung des W&auml;rmeverbrauchs, w&uuml;rde dies die Anforderungen an den Fremdvergleich unter den im Streitfall gegebenen Umst&auml;nden &uuml;berspannen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>44<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>ee) Nach &sect;&nbsp;8 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 NV ist der Kl&auml;ger allerdings zus&auml;tzlich verpflichtet, &quot;die Kosten der Lebenshaltung f&uuml;r die &Uuml;berlasser&quot; zu &uuml;bernehmen. Diese Verpflichtung &uuml;berschreitet den Umfang der typischen Altenteilsleistungen erheblich.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>45<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zu den unbaren Altenteilsleistungen kann zwar auch &quot;freie Kost&quot; (s. BFH-Urteile vom 23.&nbsp;Mai 1989 X&nbsp;R&nbsp;34\/96, BFHE 157, 161, BStBl II 1989, 784, und vom 21.&nbsp;Juni 1989 X&nbsp;R&nbsp;13\/85, BFHE 157, 165, BStBl II 1989, 786) bzw. eine &quot;Vollbek&ouml;stigung&quot; geh&ouml;ren (z.B. OFD Niedersachsen, Verf&uuml;gung vom 24.&nbsp;M&auml;rz 2017 S&nbsp;2230-12-St&nbsp;282, ESt-Kartei (LuF) ND &sect;&nbsp;13 EStG Nr.&nbsp;1.4a). Derartige Aufwendungen des Nutzungsberechtigten k&ouml;nnen daher, wenn sie f&uuml;r die Nutzungs&uuml;berlassung eines land- und forstwirtschaftlichen Betriebs zur Eink&uuml;nfteerzielung get&auml;tigt werden, nach den vorgenannten Ma&szlig;st&auml;ben bei Vorliegen einer entsprechenden Vereinbarung als Betriebsausgaben abziehbar sein.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>46<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Streitfall fehlt allerdings eine solche, ertragsteuerlich anzuerkennende Vereinbarung. Denn die nach &sect;&nbsp;8 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 NV vom Kl&auml;ger geschuldeten &quot;Kosten der Lebenshaltung f&uuml;r die &Uuml;berlasser&quot; gehen &uuml;ber die Gew&auml;hrung freier Kost weit hinaus. Sie umfassen dem Wortlaut nach die gesamten Lebenshaltungskosten der Eltern des Kl&auml;gers. Die vom Kl&auml;ger hiernach geschuldeten Leistungen sind dem Grunde und der H&ouml;he nach v&ouml;llig unbestimmt. F&uuml;r die vom Kl&auml;ger bef&uuml;rwortete einschr&auml;nkende Auslegung der Klausel, wonach in der Hauptsache lediglich die &uuml;bliche Bek&ouml;stigung gemeint sei, gibt ihr Wortlaut keinen Anhaltspunkt. Die Vereinbarung in &sect;&nbsp;8 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 NV ist daher &#8211;wie das FG zu Recht hervorgehoben hat&#8211; nach Fremdvergleichsgrund&auml;tzen un&uuml;blich sowie nicht hinreichend klar und eindeutig. Sie h&auml;lt auch in einer Gesamtschau mit den &uuml;brigen Vereinbarungen des NV einem Fremdvergleich nicht stand. Der Kl&auml;ger kann folglich die auf der Grundlage von &sect;&nbsp;8 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 NV an seine Eltern geleisteten Lebenshaltungskosten, auch soweit sie nur die Bek&ouml;stigung betreffen, nicht als Betriebsausgaben abziehen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>47<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dies f&uuml;hrt &#8211;entgegen der Ansicht der Vorinstanz&#8211; jedoch nicht dazu, dem NV insgesamt die steuerliche Anerkennung zu versagen. Eine solche Rechtsfolge darf nur gezogen werden, wenn der dem Fremdvergleich nicht standhaltenden vertraglichen Regelung ein derartiges Gewicht zukommt, dass dies unter Ber&uuml;cksichtigung des Gesamtbilds der Verh&auml;ltnisse eine Nichtanerkennung des gesamten Vertragsverh&auml;ltnisses rechtfertigt (s. BFH-Urteil in BFHE 242, 209, BStBl II 2013, 1015). Das ist hier indes nicht der Fall. Die &Uuml;bernahme der Lebenshaltungskosten kann aus dem Vertragsverh&auml;ltnis des Kl&auml;gers zu seinen Eltern &uuml;ber die Nutzungs&uuml;berlassung des land- und forstwirtschaftlichen Betriebs abgespalten und der famili&auml;ren N&auml;hebeziehung zugeordnet werden, ohne dass sich daraus Konsequenzen f&uuml;r die ertragsteuerliche Anerkennung des NV im &Uuml;brigen ergeben (s. BFH-Urteil in BFHE 242, 209, BStBl II 2013, 1015).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>48<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Bei der ertragsteuerrechtlichen Anerkennung des NV geht es entscheidend um die Abgrenzung von Betriebsausgaben einerseits und privaten Zuwendungen bzw. Unterhaltsleistungen andererseits (s. oben II.1.b). Eine etwaige Verschiebung des &Auml;quivalenzverh&auml;ltnisses zwischen Leistung und Gegenleistung zu Lasten des Nutzungsberechtigten durch die &Uuml;bernahme der Lebenshaltungskosten der Nutzungsverpflichteten rechtfertigt jedoch nicht ohne weiteres den Schluss, dass es sich auch bei den &uuml;brigen Leistungen des Nutzungsberechtigten, die auf fremd&uuml;blichen und tats&auml;chlich durchgef&uuml;hrten Bestimmungen des NV beruhen, ebenfalls um private Zuwendungen oder Unterhaltsleistungen an die den Betrieb &uuml;berlassenden Angeh&ouml;rigen handelte. Die fremd&uuml;blichen und tats&auml;chlich erbrachten Leistungen sind vielmehr steuerlich zu ber&uuml;cksichtigen, sofern sie im Verh&auml;ltnis zur Nutzungs&uuml;berlassung nicht so niedrig sind, dass sie schlechterdings nicht mehr eine Gegenleistung f&uuml;r die Nutzungs&uuml;berlassung sein k&ouml;nnen und deshalb angenommen werden muss, dass die Beteiligten sich nicht rechtsgesch&auml;ftlich haben binden wollen. Davon kann im Streitfall aber keine Rede sein.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>49<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>ff) Das FG weist ferner zu Recht darauf hin, dass die Regelung in &sect;&nbsp;8 letzter Absatz NV, nach der &quot;die Bestimmungen des &sect;&nbsp;323 Zivilprozessordnung als vereinbart&quot; gelten, in Pachtvertr&auml;gen nicht fremd&uuml;blich ist. Eine solche Klausel muss indes ebenfalls nicht zwingend gegen die grunds&auml;tzliche Anerkennung des Vertrags als entgeltlicher Pachtvertrag gewertet werden (ebenso Felsmann, a.a.O., A Rz&nbsp;546c). Es handelt sich vielmehr lediglich um ein Indiz im Rahmen der Gesamtabw&auml;gung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>50<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Bedeutung dieses Indizes ist bei der Gesamtw&uuml;rdigung im Streitfall als gering einzustufen. Denn es ist zu ber&uuml;cksichtigen, dass die Vereinbarung der entsprechenden Geltung des &sect;&nbsp;323 der Zivilprozessordnung (ZPO) oder einer in anderer Weise im Vertrag geregelten Ab&auml;nderbarkeit in Wirtschafts&uuml;berlassungsvertr&auml;gen bislang &uuml;blich war und zur steuerlichen Anerkennung der Versorgungsleistungen von der st&auml;ndigen Rechtsprechung sogar ausdr&uuml;cklich verlangt wurde (z.B. Beschluss des Gro&szlig;en Senats des BFH vom 15.&nbsp;Juli 1991 GrS&nbsp;1\/90, BFHE 165, 225, BStBl II 1992, 78). Die Vereinbarung der entsprechenden Geltung des &sect;&nbsp;323 ZPO in Wirtschafts&uuml;berlassungsvertr&auml;gen beruht daher in der Regel &#8211;jedenfalls bei Vertr&auml;gen, die vor Ver&ouml;ffentlichung dieses Urteils abgeschlossen wurden&#8211; nicht auf privaten Gr&uuml;nden oder dem steuerlichen Missbrauch einer zivilrechtlichen Gestaltungsm&ouml;glichkeit, der durch den Fremdvergleich verhindert werden soll. Im Hinblick auf die einkommensteuerrechtliche Neubewertung von Wirtschafts&uuml;berlassungsvertr&auml;gen ist der Verweis auf &sect;&nbsp;323 ZPO bei zuk&uuml;nftigen Vertragsgestaltungen in steuerlicher Hinsicht ohnehin nicht mehr erforderlich.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>51<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>gg) Anhaltspunkte daf&uuml;r, dass die hiernach als Betriebsausgaben anzuerkennenden Leistungen des Kl&auml;gers das markt&uuml;bliche Entgelt f&uuml;r die Nutzungs&uuml;berlassung &uuml;berschreiten, lassen sich den tats&auml;chlichen Feststellungen des FG nicht entnehmen. Solches hat auch das FA nicht geltend gemacht. Ebenso wenig hat das FG Tatsachen festgestellt, die auf einen Mangel des gesch&auml;ftlichen Bindungswillens der Vertragsparteien des NV schlie&szlig;en lassen k&ouml;nnten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>52<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Nach alledem ist der Gewinn des Kl&auml;gers aus Land- und Forstwirtschaft f&uuml;r das Wirtschaftsjahr 2008\/2009 (bisher angesetzt: 20.353&nbsp;EUR) und f&uuml;r das Wirtschaftsjahr 2009\/2010 (bisher angesetzt: 17.066&nbsp;EUR) um die vom Kl&auml;ger nach &sect;&nbsp;8 Abs.&nbsp;2 NV an seine Eltern ab September 2008 gezahlten Barleistungen zu mindern, die als Betriebsausgaben anzuerkennen sind (Wirtschaftsjahr 2008\/2009: 10 x 200&nbsp;EUR, Wirtschaftsjahr 2009\/2010: 12 x 200&nbsp;EUR).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>53<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Hinsichtlich der nach &sect;&nbsp;8 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 NV erbrachten Sachleistungen hat der Kl&auml;ger Sachaufwand in H&ouml;he der Beanstandungsgrenzen f&uuml;r unbare Altenteilsleistungen bei Land- und Forstwirten der OFD Niedersachsen f&uuml;r ein Altenteilerehepaar in H&ouml;he von 1.094&nbsp;EUR f&uuml;r den Veranlagungszeitraum 2008, in H&ouml;he von 1.120&nbsp;EUR f&uuml;r den Veranlagungszeitraum 2009 und in H&ouml;he von 1.146&nbsp;EUR f&uuml;r den Veranlagungszeitraum 2010 geltend gemacht (s. zu den Beanstandungsgrenzen f&uuml;r unbare Altenteilsleistungen: OFD Niedersachsen, Verf&uuml;gung vom 24.&nbsp;M&auml;rz 2017 S&nbsp;2230-12-St&nbsp;282, ESt-Kartei (LuF) ND &sect;&nbsp;13 EStG Nr.&nbsp;1.4a). Das FA hat in der m&uuml;ndlichen Verhandlung erkl&auml;rt, gegen die Bewertung der vom Kl&auml;ger erbrachten Sachleistungen in H&ouml;he der Beanstandungsgrenzen keine Einw&auml;nde zu erheben. Bei dieser Sachlage hat auch der Senat keine Bedenken, die vom Kl&auml;ger erbrachten Sachaufwendungen mit den vorgenannten Werten anzusetzen. F&uuml;r das Wirtschaftsjahr 2008\/2009 ergeben sich hiernach weitere Betriebsausgaben in H&ouml;he von 1.107&nbsp;EUR (1.094 EUR \/ 2 + 1.120&nbsp;EUR \/ 2) und f&uuml;r das Wirtschaftsjahr 2009\/2010 in H&ouml;he von 1.133&nbsp;EUR (1.120&nbsp;EUR \/ 2 + 1.146&nbsp;EUR \/ 2).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>54<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>F&uuml;r die vom Kl&auml;ger dar&uuml;ber hinaus geltend gemachte Bek&ouml;stigung seiner Eltern sind demgegen&uuml;ber schon dem Grunde nach keine Betriebsausgaben anzuerkennen, weil es insoweit an einer ertragsteuerlich anzuerkennenden Vereinbarung des Kl&auml;gers mit seinen Eltern fehlt (s. oben II.3.c&nbsp;ee).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>55<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Gewinn des Kl&auml;gers f&uuml;r das Wirtschaftsjahr 2008\/2009 betr&auml;gt hiernach 17.246&nbsp;EUR (20.353&nbsp;EUR &#8211; 2.000&nbsp;EUR &#8211; 1.107&nbsp;EUR) und f&uuml;r das Wirtschaftsjahr 2009\/2010&nbsp;&nbsp;13.533&nbsp;EUR (17.066&nbsp;EUR &#8211; 2.400&nbsp;EUR &#8211; 1.133&nbsp;EUR). Die Eink&uuml;nfte des Kl&auml;gers aus Land- und Forstwirtschaft f&uuml;r das Streitjahr belaufen sich dementsprechend auf 15.389&nbsp;EUR (17.246&nbsp;EUR \/ 2 + 13.533&nbsp;EUR \/ 2).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>56<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Berechnung der Einkommensteuer wird dem FA &uuml;bertragen (&sect;&nbsp;100 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>57<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>5. Die Kostenentscheidung folgt aus &sect;&nbsp;136 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 12.7.2017, VI R 59\/15ECLI:DE:BFH:2017:U.120717.VIR59.15.0 Leistungen des Nutzungsberechtigten als Betriebsausgaben beim Wirtschafts&uuml;berlassungsvertrag &#8211; Gesamtw&uuml;rdigung von Vertr&auml;gen durch das FG Leits&auml;tze 1. Nach der Neufassung des &sect; 10 Abs. 1 Nr. 1a EStG durch das JStG 2008 k&ouml;nnen auf einem Wirtschafts&uuml;berlassungsvertrag beruhende Leistungen des Nutzungsberechtigten an den &Uuml;berlassenden als Betriebsausgaben abziehbar sein. 2. 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