{"id":67824,"date":"2017-10-07T15:51:45","date_gmt":"2017-10-07T13:51:45","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=67824"},"modified":"2017-10-07T15:51:45","modified_gmt":"2017-10-07T13:51:45","slug":"ix-r-36-15-veraeusserung-von-anteilen-an-kapitalgesellschaften-nachtraegliche-anschaffungskosten-nach-aufhebung-des-eigenkapitalersatzrechts-buergschaft-vertrauensschutz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/ix-r-36-15-veraeusserung-von-anteilen-an-kapitalgesellschaften-nachtraegliche-anschaffungskosten-nach-aufhebung-des-eigenkapitalersatzrechts-buergschaft-vertrauensschutz\/","title":{"rendered":"IX&nbsp;R&nbsp;36\/15 &#8211; Ver&auml;u&szlig;erung von Anteilen an Kapitalgesellschaften &#8211; Nachtr&auml;gliche Anschaffungskosten nach Aufhebung des Eigenkapitalersatzrechts &#8211; B&uuml;rgschaft &#8211; Vertrauensschutz"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 11.7.2017, IX R 36\/15<br \/>ECLI:DE:BFH:2017:U.110717.IXR36.15.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Ver&auml;u&szlig;erung von Anteilen an Kapitalgesellschaften &#8211; Nachtr&auml;gliche Anschaffungskosten nach Aufhebung des Eigenkapitalersatzrechts &#8211; B&uuml;rgschaft &#8211; Vertrauensschutz<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>1. Mit der Aufhebung des Eigenkapitalersatzrechts durch das MoMiG ist die gesetzliche Grundlage f&uuml;r die bisherige Rechtsprechung zur Ber&uuml;cksichtigung von Aufwendungen des Gesellschafters aus eigenkapitalersetzenden Finanzierungshilfen als nachtr&auml;gliche Anschaffungskosten im Rahmen des &sect; 17 EStG entfallen.<\/p>\n<\/p>\n<p>2. Aufwendungen des Gesellschafters aus seiner Inanspruchnahme als B&uuml;rge f&uuml;r Verbindlichkeiten der Gesellschaft f&uuml;hren nicht mehr zu nachtr&auml;glichen Anschaffungskosten auf seine Beteiligung.<\/p>\n<\/p>\n<p>3. Die bisherigen Grunds&auml;tze zur Ber&uuml;cksichtigung von nachtr&auml;glichen Anschaffungskosten aus eigenkapitalersetzenden Finanzierungshilfen sind weiter anzuwenden, wenn der Gesellschafter eine eigenkapitalersetzende Finanzierungshilfe bis zum Tag der Ver&ouml;ffentlichung dieses Urteils geleistet hat oder wenn eine Finanzierungshilfe des Gesellschafters bis zu diesem Tag eigenkapitalersetzend geworden ist.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Die Revision des Beklagten gegen das Urteil des Finanzgerichts D&uuml;sseldorf vom 10. M&auml;rz 2015&nbsp;&nbsp;9 K 962\/14 E wird als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des Revisionsverfahrens hat der Beklagte zu tragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">I. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Streitig ist die Ber&uuml;cksichtigung von Aufwendungen aus der Inanspruchnahme als B&uuml;rge bei der Ermittlung eines Aufl&ouml;sungsverlusts nach &sect;&nbsp;17 des Einkommensteuergesetzes in der im Streitjahr (2011) geltenden Fassung (EStG).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;ger und Revisionsbeklagten (Kl&auml;ger) sind Eheleute, die im Streitjahr (2011) vom Beklagten und Revisionskl&auml;ger (Finanzamt &#8211;FA&#8211;) zusammen zur Einkommensteuer veranlagt werden. Seit Ende des Jahres 2003 war der Vater des Kl&auml;gers alleiniger Gesellschafter und Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer einer GmbH. Der Kl&auml;ger war zu diesem Zeitpunkt Angestellter der GmbH. Im Februar 2010 wurden dem Kl&auml;ger die Anteile an der GmbH im Wege der vorweggenommenen Erbfolge &uuml;bertragen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zur Umgestaltung der Gesch&auml;ftsr&auml;ume gew&auml;hrte die B-Bank der GmbH im Jahr 2006 Darlehen in H&ouml;he von 51.600&nbsp;EUR, 20.000&nbsp;EUR und 99.000&nbsp;EUR. Dabei stellte die B-Bank die Gew&auml;hrung des Kredits u.a. unter die Bedingung, dass der Kl&auml;ger selbstschuldnerische B&uuml;rgschaften bis zum H&ouml;chstbetrag von 170.000&nbsp;EUR &uuml;bernahm. Dar&uuml;ber hinaus forderte die B-Bank angesichts des Alters des bisherigen Alleingesellschafters, dass die Anteile an der GmbH auf den Kl&auml;ger &uuml;bertragen werden und dass dieser zum Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer bestellt wird. Am 28.&nbsp;M&auml;rz 2006 verb&uuml;rgte sich der Kl&auml;ger entsprechend. Dar&uuml;ber hinaus verb&uuml;rgte sich der Kl&auml;ger am 11.&nbsp;April 2006 unentgeltlich und selbstschuldnerisch f&uuml;r ein weiteres, bei einer anderen Bank aufgenommenes Darlehen der GmbH in H&ouml;he von 52.000&nbsp;EUR.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>W&auml;hrend die GmbH in den Jahren 2003 und 2004 Verluste von 2.026,35&nbsp;EUR und von 549,17&nbsp;EUR auswies, ermittelte sie im Jahr 2005 einen Gewinn von 14.668,35&nbsp;EUR und im Jahr 2006 von 2.618,92&nbsp;EUR. Im Jahr 2007 erzielte die GmbH einen Verlust von 117.652,91&nbsp;EUR, in den Jahren 2008 und 2009 wiederum Gewinne von 18.714,31&nbsp;EUR und von 39.128,62&nbsp;EUR. Das Eigenkapital der GmbH betrug zum Jahresende 2005&nbsp;&nbsp;37.092,83&nbsp;EUR, zum Jahresende 2006 39.711,95&nbsp;EUR und zum Jahresende 2007 .\/. 77.941,16&nbsp;EUR.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nachdem Verhandlungen &uuml;ber den Verkauf der GmbH-Anteile an den langj&auml;hrig f&uuml;r die GmbH t&auml;tigen Handelsvertreter gescheitert waren und dieser stattdessen einen eigenen Betrieb in unmittelbarer N&auml;he der Gesch&auml;ftsr&auml;ume der GmbH er&ouml;ffnet hatte, beantragte der Kl&auml;ger im Februar 2011 die Er&ouml;ffnung des Insolvenzverfahrens &uuml;ber das Verm&ouml;gen der GmbH. Das Amtsgericht lehnte den Antrag im Mai 2011 mangels Masse ab. Noch im Jahr 2011 leistete der Kl&auml;ger aufgrund der von ihm eingegangenen B&uuml;rgschaften Zahlungen an die Kreditinstitute.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In ihrer Einkommensteuererkl&auml;rung f&uuml;r das Jahr 2011 machten die Kl&auml;ger einen Aufl&ouml;sungsverlust in H&ouml;he von 176.156,85&nbsp;EUR geltend (im Einzelnen: Ausfall mit der vom Rechtsvorg&auml;nger &uuml;bernommenen Stammeinlage 27.000&nbsp;EUR, nachtr&auml;gliche Anschaffungskosten aus der Inanspruchnahme von B&uuml;rgschaften 140.610,40&nbsp;EUR sowie verschiedene Kosten 8.545,78&nbsp;EUR).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Einkommensteuerbescheid f&uuml;r das Streitjahr setzte das FA den Aufl&ouml;sungsverlust lediglich mit 17.975&nbsp;EUR an. Es lehnte insbesondere die Ber&uuml;cksichtigung der Aufwendungen aus der Inanspruchnahme der vom Kl&auml;ger geleisteten B&uuml;rgschaften ab, da sich die GmbH im Zeitpunkt der B&uuml;rgschafts&uuml;bernahme nicht in einer Krise befunden habe. Der Einspruch der Kl&auml;ger blieb erfolglos.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Finanzgericht (FG) hat der Klage mit seinem in Entscheidungen der Finanzgerichte (EFG) 2015, 1271 ver&ouml;ffentlichten Urteil im hier streitigen Umfang stattgegeben. Entgegen der Auffassung des FA seien bei der Ermittlung des Aufl&ouml;sungsverlusts die Aufwendungen des Kl&auml;gers aus der Inanspruchnahme der B&uuml;rgschaften als nachtr&auml;gliche Anschaffungskosten zu ber&uuml;cksichtigen. Die &Uuml;bernahme der B&uuml;rgschaft sei gesellschaftlich veranlasst gewesen. Dem stehe nicht entgegen, dass der Kl&auml;ger im Zeitpunkt der B&uuml;rgschafts&uuml;bernahme noch nicht Gesellschafter gewesen sei, da er die B&uuml;rgschaft erkennbar als k&uuml;nftiger Gesellschafter &uuml;bernommen habe. Auf die Frage, ob die &uuml;bernommenen B&uuml;rgschaften als eigenkapitalersetzend i.S. der Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs (BFH) anzusehen seien, komme es nach Inkrafttreten des Gesetzes zur Modernisierung des GmbH-Rechts und zur Bek&auml;mpfung von Missbr&auml;uchen (MoMiG) vom 23.&nbsp;Oktober 2008 (BGBl I 2008, 2026) nicht mehr an. Im &Uuml;brigen seien die B&uuml;rgschaften im Streitfall auch unter Zugrundelegung der bisherigen Rechtsprechungsgrunds&auml;tze als in der Krise hingegeben und somit als eigenkapitalersetzend anzusehen. Dar&uuml;ber hinaus w&auml;ren die B&uuml;rgschaften auch deshalb eigenkapitalersetzend, weil sie gerade f&uuml;r den Fall der Verschlechterung der Verm&ouml;gensverh&auml;ltnisse der GmbH &uuml;bernommen worden und damit krisenbestimmt gewesen seien.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Hiergegen richtet sich die Revision des FA, mit der es die Verletzung materiellen Rechts (&sect;&nbsp;17 Abs.&nbsp;1, 2 und 4 EStG) r&uuml;gt. Bei &Uuml;bernahme der B&uuml;rgschaften habe sich die GmbH nicht in der Krise befunden. Der Kl&auml;ger habe die B&uuml;rgschaften auch nicht als zuk&uuml;nftiger Gesellschafter, sondern aus famili&auml;ren Gr&uuml;nden &uuml;bernommen. Abzustellen sei auf den Wert des R&uuml;ckgriffsanspruchs im Zeitpunkt des &Uuml;bergangs der Gesellschaftsanteile. Dieser sei wegen der sich dann abzeichnenden Insolvenz mit 0&nbsp;EUR zu bewerten. Es sei &uuml;berdies zweifelhaft, ob der Ausfall des R&uuml;ckgriffsanspruchs nach Aufhebung des Eigenkapitalersatzrechts noch zu nachtr&auml;glichen Anschaffungskosten f&uuml;hre.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt,<br \/>das Urteil des FG vom 10.&nbsp;M&auml;rz 2015 aufzuheben und die Klage abzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;ger beantragen,<br \/>die Revision als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Bundesministerium der Finanzen (BMF) ist dem Rechtsstreit beigetreten. Es hat sich unter Bezugnahme auf das BMF-Schreiben vom 21.&nbsp;Oktober 2010 (BStBl I 2010, 832) daf&uuml;r ausgesprochen, die bisher geltenden Grunds&auml;tze auch nach Aufhebung des Eigenkapitalersatzrechts anzuwenden. Der Gesellschafter sei auch nach neuem Recht grunds&auml;tzlich frei, ob er der Gesellschaft Eigen- oder Fremdkapital zur Verf&uuml;gung stellen wolle. Fremdkapital liege nur vor, wenn ein ordentlicher und gewissenhafter Kaufmann das Risiko einer Finanzierungshilfe ebenfalls eingegangen w&auml;re. Dabei komme dem Merkmal der Krise weiterhin entscheidende Bedeutung zu.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">II. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Revision ist unbegr&uuml;ndet und daher zur&uuml;ckzuweisen (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Im Ergebnis zutreffend hat das FG die Aufwendungen des Kl&auml;gers aus seiner Inanspruchnahme als B&uuml;rge f&uuml;r die GmbH als nachtr&auml;gliche Anschaffungskosten bei der Berechnung des Aufl&ouml;sungsverlusts des Kl&auml;gers ber&uuml;cksichtigt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Nach &sect;&nbsp;17 Abs.&nbsp;1 und 4 EStG geh&ouml;rt zu den Eink&uuml;nften aus Gewerbebetrieb unter den dort genannten Voraussetzungen der Gewinn aus der Aufl&ouml;sung von Kapitalgesellschaften. Steuerbar ist auch ein aus der Aufl&ouml;sung einer Kapitalgesellschaft entstehender Verlust (st&auml;ndige Rechtsprechung, z.B. BFH-Urteil vom 20.&nbsp;August 2013 IX&nbsp;R&nbsp;1\/13, BFH\/NV 2014, 310).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Aufl&ouml;sungsverlust i.S. von &sect;&nbsp;17 Abs.&nbsp;1, 2 und 4 EStG ist der Betrag, um den die im Zusammenhang mit der Aufl&ouml;sung der Gesellschaft vom Steuerpflichtigen (pers&ouml;nlich) getragenen Kosten (Aufl&ouml;sungskosten entsprechend &sect;&nbsp;17 Abs.&nbsp;2 EStG) und seine Anschaffungskosten den gemeinen Wert des zugeteilten oder zur&uuml;ckgezahlten Verm&ouml;gens der Kapitalgesellschaft &uuml;bersteigen (BFH-Urteil vom 4.&nbsp;M&auml;rz 2008 IX&nbsp;R&nbsp;80\/06, BFHE 220, 451, BStBl II 2008, 577). Anschaffungskosten sind auch die nachtr&auml;glichen Anschaffungskosten (vgl. &sect;&nbsp;255 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 des Handelsgesetzbuchs &#8211;HGB&#8211;).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Zu nachtr&auml;glichen Anschaffungskosten einer Beteiligung f&uuml;hrten nach bisheriger Rechtsprechung des BFH neben offenen und verdeckten Einlagen auch nachtr&auml;gliche Aufwendungen auf die Beteiligung, wenn sie durch das Gesellschaftsverh&auml;ltnis veranlasst und weder Werbungskosten bei den Eink&uuml;nften aus Kapitalverm&ouml;gen noch Ver&auml;u&szlig;erungs- oder Aufl&ouml;sungskosten waren (st&auml;ndige Rechtsprechung, z.B. BFH-Urteile vom 23.&nbsp;Mai 2000 VIII&nbsp;R&nbsp;3\/99, BFH\/NV 2001, 23, und vom 22.&nbsp;April 2008 IX&nbsp;R&nbsp;75\/06, BFH\/NV 2008, 1994).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Nachtr&auml;gliche Anschaffungskosten hat der BFH u.a. angenommen beim Ausfall des Gesellschafters mit seinem Anspruch auf R&uuml;ckzahlung eines der Gesellschaft gew&auml;hrten Darlehens oder bei Zahlung des Gesellschafters auf eine B&uuml;rgschaft und Wertlosigkeit des gegen die Gesellschaft gerichteten R&uuml;ckgriffs-anspruchs, wenn die Hingabe des Darlehens oder die &Uuml;bernahme der B&uuml;rgschaft durch das Gesellschaftsverh&auml;ltnis veranlasst waren (vgl. zur B&uuml;rgschaft BFH-Urteile vom 24.&nbsp;April 1997 VIII&nbsp;R&nbsp;23\/93, BFHE 183, 397, BStBl II 1999, 342; vom 6.&nbsp;Juli 1999 VIII&nbsp;R&nbsp;9\/98, BFHE 189, 383, BStBl II 1999, 817, sowie in BFH\/NV 2014, 310; zum Darlehen BFH-Urteile vom 4.&nbsp;November 1997 VIII&nbsp;R&nbsp;18\/94, BFHE 184, 374, BStBl II 1999, 344, sowie vom 19.&nbsp;August 2008 IX&nbsp;R&nbsp;63\/05, BFHE 222, 474, BStBl II 2009, 5).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>F&uuml;r die Beurteilung, ob eine Finanzierungshilfe durch das Gesellschaftsverh&auml;ltnis veranlasst war, hat der BFH darauf abgestellt, ob sie eigenkapitalersetzend war (z.B. BFH-Urteile in BFH\/NV 2001, 23; vom 2.&nbsp;April 2008 IX&nbsp;R&nbsp;76\/06, BFHE 221, 7, BStBl II 2008, 706, und in BFHE 222, 474, BStBl II 2009, 5). Er hat dies bejaht, wenn der Gesellschafter der Gesellschaft zu einem Zeitpunkt, in dem ihr die Gesellschafter als ordentliche Kaufleute nur noch Eigenkapital zugef&uuml;hrt h&auml;tten (Krise der Gesellschaft), stattdessen ein Darlehen gew&auml;hrt, eine B&uuml;rgschaft zur Verf&uuml;gung gestellt oder eine wirtschaftlich entsprechende andere Rechtshandlung i.S. des &sect;&nbsp;32a Abs.&nbsp;1 und 3 des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschr&auml;nkter Haftung a.F. (GmbHG a.F.) vorgenommen hatte (sogenanntes funktionelles Eigenkapital; vgl. BFH-Urteile in BFHE 221, 7, BStBl II 2008, 706, und vom 7.&nbsp;Dezember 2010 IX&nbsp;R&nbsp;16\/10, BFH\/NV 2011, 778). Lagen diese Voraussetzungen nicht vor, hatte die Finanzierungshilfe (auch gesellschaftsrechtlich) nicht die Funktion von Eigenkapital und der Gesellschafter war insofern wie jeder Drittgl&auml;ubiger zu behandeln (Fremdkapital).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Zur Bewertung der ausgefallenen Forderungen hat der BFH zwischen Darlehen und B&uuml;rgschaften, die in der Krise der Gesellschaft hingegeben oder von vornherein in die Finanzplanung der Gesellschaft einbezogen waren und solchen Finanzierungshilfen unterschieden, die erst aufgrund des Eintritts der Krise, z.B. in Verbindung mit der Nichtaus&uuml;bung der Rechte nach &sect;&nbsp;775 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 des B&uuml;rgerlichen Gesetzbuchs (BGB), den Status einer eigenkapitalersetzenden Finanzierungshilfe erlangt haben. Fiel der Gesellschafter mit einer von vornherein eigenkapitalersetzenden Finanzierungshilfe aus, f&uuml;hrte dies zu nachtr&auml;glichen Anschaffungskosten in H&ouml;he des Nennwerts des ausgefallenen Anspruchs. Im anderen Fall war nur der im Zeitpunkt des Eintritts der Krise beizulegende Wert zu ber&uuml;cksichtigen (vgl. BFH-Urteile vom 10.&nbsp;November 1998 VIII&nbsp;R&nbsp;6\/96, BFHE 187, 480, BStBl II 1999, 348; in BFHE 189, 383, BStBl II 1999, 817, und vom 26.&nbsp;Januar 1999 VIII&nbsp;R&nbsp;50\/98, BFHE 188, 295, BStBl II 1999, 559, sowie BFH-Beschluss vom 15.&nbsp;Mai 2006 VIII&nbsp;B&nbsp;186\/04, BFH\/NV 2006, 1472). Der bis zum Eintritt der Krise eingetretene Wertverlust fiel in der (steuerlich unbeachtlichen) privaten Verm&ouml;genssph&auml;re an (vgl. BFH-Urteil in BFHE 189, 383, BStBl II 1999, 817; Gschwendtner, Beihefter zu Deutsches Steuerrecht &#8211;DStR&#8211; 32\/1999, 1, 18).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Diesen Grunds&auml;tzen der bisherigen Rechtsprechung liegt die Erw&auml;gung zugrunde, dass die Leistung des Gesellschafters trotz zivilrechtlicher Einkleidung als Darlehen oder B&uuml;rgschaft als Zuwendung funktionellen Eigenkapitals anzusehen war (Gast, Die steuerliche Ber&uuml;cksichtigung von Darlehensverlusten des Gesellschafters einer Kapitalgesellschaft, 2012, S.&nbsp;56; Gschwendtner, DStR-Beihefter 32\/1999, 1, 8).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Die Rechtsprechung hat die Rechtsgrundlage daf&uuml;r im Eigenkapitalersatzrecht gesehen: Die bei eigenkapitalersetzenden Gesellschafterleistungen nach altem Recht eintretende Kapitalbindung und das zus&auml;tzliche Haftungsrisiko des Gesellschafters rechtfertigten es, den Ausfall einer Forderung ausnahmsweise steuerlich zu ber&uuml;cksichtigen. Jenseits der zivilrechtlichen Rechtsfolgen bestand hingegen kein Anlass, den Gesellschafter steuerlich anders zu behandeln als einen Drittgl&auml;ubiger (BFH-Urteile in BFHE 221, 7, BStBl II 2008, 706, und vom 20.&nbsp;August 2013 IX&nbsp;R&nbsp;43\/12, BFH\/NV 2013, 1783). Mit einem Darlehen oder einer B&uuml;rgschaft, die der Gesellschafter der Gesellschaft wie ein fremder Dritter gew&auml;hrte, unterf&auml;llt der Gesellschafter dem Anwendungsbereich des &sect;&nbsp;20 EStG (BFH-Urteil in BFHE 187, 480, BStBl II 1999, 348). Das Einkommensteuerrecht respektiert die Entscheidung des Gesellschafters, der Gesellschaft nicht Eigen-, sondern Fremdkapital zur Verf&uuml;gung zu stellen (BFH-Urteile in BFHE 183, 397, BStBl II 1999, 342, und in BFH\/NV 2013, 1783).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Vor diesem Hintergrund hat es der BFH bei der Anwendung von &sect;&nbsp;17 EStG bislang vermieden, den Veranlassungszusammenhang losgel&ouml;st vom Eigenkapitalersatzrecht nach allgemeinen, steuerrechtlichen Kriterien, z.B. anhand des Fremdvergleichs zu beurteilen (vgl. BFH-Urteile in BFHE 189, 383, BStBl II 1999, 817, und in BFH\/NV 2008, 1994). Allein aus dem Umstand, dass die Finanzierungsma&szlig;nahme des Gesellschafters zugunsten der Gesellschaft einem Fremdvergleich nicht standh&auml;lt (z.B. wegen der Unentgeltlichkeit einer B&uuml;rgschafts&uuml;bernahme), ergibt sich daher noch nicht, dass sie zu funktionalem Eigenkapital und damit im Verlustfall zu nachtr&auml;glichen Anschaffungskosten i.S. von &sect;&nbsp;17 Abs.&nbsp;2 EStG f&uuml;hrt (BFH-Urteil in BFH\/NV 2008, 1994). Auch mit R&uuml;cksicht auf das Gesellschaftsverh&auml;ltnis hingegebenes Kapital will der Gesellschafter wie ein fremder Kapitalgeber sp&auml;ter wieder zur&uuml;ck erhalten (&sect;&nbsp;488 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 BGB; Heuermann, DStR 2008, 2089, 2092).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Durch das MoMiG ist das Eigenkapitalersatzrecht, das durch eine weitgehende Gleichbehandlung der eigenkapitalersetzenden Finanzierungsleistungen mit dem nach &sect;&sect;&nbsp;30, 31 GmbHG gebundenen Kapital gekennzeichnet war, aufgehoben und ersetzt worden durch den gesetzlichen Nachrang s&auml;mtlicher Gesellschafterfinanzierungen im Insolvenzfall (vgl. Art.&nbsp;9 MoMiG, &sect;&nbsp;39 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;5 der Insolvenzordnung &#8211;InsO&#8211;). Forderungen des Gesellschafters aus Gesellschafterdarlehen und vergleichbaren Finanzierungshilfen erfahren eine Sonderbehandlung im Insolvenz- und Anfechtungsrecht (vgl. &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;1 InsO). Sie werden aber nicht mehr gesellschaftsrechtlich verstrickt und au&szlig;erhalb des Insolvenzverfahrens nicht mehr wie haftendes Eigenkapital behandelt (Karsten Schmidt\/Herchen in Karsten Schmidt, Insolvenzordnung, 19.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;39 Rz&nbsp;27, 31; Groh, Finanz-Rundschau &#8211;FR&#8211; 2008, 264, 267; Bode, DStR 2009, 1781, 1782; Moritz, DStR 2014, 1636, 1638; vgl. auch Begr&uuml;ndung zum Entwurf des MoMiG, BTDrucks 16\/6140, S.&nbsp;42).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. In der Fachdiskussion gehen die Meinungen auseinander, ob die Aufhebung des Eigenkapitalersatzrechts f&uuml;r die Auslegung von &sect;&nbsp;17 EStG Bedeutung hat und wie bejahendenfalls die L&uuml;cke geschlossen werden kann, die dadurch entstanden ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Die Finanzgerichte haben zum Teil an den bisherigen Grund-s&auml;tzen festgehalten und &#8211;jedenfalls f&uuml;r noch w&auml;hrend der Geltung des Eigenkapitalersatzrechts geleistete Finanzierungshilfen&#8211; weiterhin an die durch das MoMiG aufgehobenen Regelungen des GmbHG a.F. angekn&uuml;pft (vgl. etwa Urteile des FG K&ouml;ln vom 20.&nbsp;M&auml;rz 2014&nbsp;&nbsp;3&nbsp;K&nbsp;2518\/11, EFG 2014, 2136, rechtskr&auml;ftig &#8211;rkr.&#8211;; vom 30.&nbsp;September 2015&nbsp;&nbsp;3&nbsp;K&nbsp;706\/12, EFG 2016, 195, rkr.; s. auch Urteil des FG Berlin-Brandenburg vom 28.&nbsp;Mai 2015&nbsp;&nbsp;4&nbsp;K&nbsp;7114\/12, EFG 2015, 1934, Nichtzulassungsbeschwerde wurde mit BFH-Beschluss vom 27.&nbsp;Januar 2016 IX&nbsp;B&nbsp;91\/15, nicht ver&ouml;ffentlicht, als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen; Urteil des FG D&uuml;sseldorf vom 18.&nbsp;Dezember 2014&nbsp;&nbsp;11&nbsp;K&nbsp;3614\/13&nbsp;E, EFG 2015, 480, Revision anh&auml;ngig unter IX&nbsp;R&nbsp;6\/15), zum Teil aber auch den L&ouml;sungsweg &uuml;ber die Figur des ordentlichen und gewissenhaften Gesch&auml;ftsleiters eingeschlagen (so etwa die Vorinstanz Urteil des FG D&uuml;sseldorf vom 10.&nbsp;M&auml;rz 2015&nbsp;&nbsp;9&nbsp;K&nbsp;962\/14, EFG 2015, 1271).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Die Finanzverwaltung wendet die bisherigen Grunds&auml;tze weiter an (BMF-Schreiben vom 8.&nbsp;Juni 1999, BStBl I 1999, 545; in BStBl I 2010, 832, unter 3.). Steuerlicher Ankn&uuml;pfungspunkt bleibe das Verhalten eines ordentlichen und gewissenhaften Gesch&auml;ftsf&uuml;hrers in der Krise der Gesellschaft. Insofern h&auml;lt die Finanzverwaltung auch an den vier Fallgruppen (Krisendarlehen, krisenbestimmtes Darlehen, Finanzplandarlehen und &quot;stehengelassenes&quot; Darlehen) fest, wenn auch in leicht modifizierter Form.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Das Schrifttum liefert kein einheitliches Meinungsbild.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Ein Teil hat sich der Verwaltungsauffassung angeschlossen und spricht sich f&uuml;r eine Fortf&uuml;hrung der bisherigen Grunds&auml;tze aus (Waclawik, Zeitschrift f&uuml;r Wirtschaftsrecht 2007, 1838, 1841&nbsp;f.; Graw, Die Unternehmensbesteuerung 2014, 251, 255; Gosch in Kirchhof, EStG, 16.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;17 Rz&nbsp;95; im Ergebnis auch Levedag, GmbH-Rundschau 2010, 1228, 1232; f&uuml;r eine grunds&auml;tzliche Fortf&uuml;hrung der bisherigen Rechtsprechung, aber mit konsequenter Ausrichtung am steuerrechtlichen Prinzip der gesellschaftlichen Veranlassung Frotscher in Frotscher, EStG, &sect;&nbsp;17 Rz&nbsp;274).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Der wohl &uuml;berwiegende Teil lehnt hingegen eine Beibehaltung der auf dem Eigenkapitalersatzrecht beruhenden Grunds&auml;tze ab (vgl. Zimmermann\/Zimmermann-Schwier in Bordewin\/Brandt, &sect;&nbsp;17 EStG Rz&nbsp;302; Schmidt\/Weber-Grellet, EStG, 36.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;17 Rz&nbsp;174; Schneider, in: Kirchhof\/S&ouml;hn\/Mellinghoff, EStG, &sect;&nbsp;17 Rz&nbsp;C 308; Eilers\/R. Schmidt in Herrmann\/Heuer\/Raupach &#8211;HHR&#8211;, &sect;&nbsp;17 EStG Rz&nbsp;201b; J&auml;schke in Lademann, EStG, &sect;&nbsp;17 EStG Rz&nbsp;243; H&ouml;lzle, DStR 2007, 1185, 1190; Groh, FR 2008, 264, 267; Bode, DStR 2009, 1781, 1782; Gast, Die steuerliche Ber&uuml;cksichtigung von Darlehensverlusten des Gesellschafters einer Kapitalgesellschaft, 2012, S. 138; Moritz, DStR 2014, 1636, 1640, 1641; im Ergebnis auch Heuermann, Neue Zeitschrift f&uuml;r Gesellschaftsrecht &#8211;NZG&#8211; 2009, 841, 845, sowie Fuhrmann\/ Potsch, DStR 2012, 835, 838). Diese Autoren gehen jedoch &uuml;bereinstimmend davon aus, dass Forderungsausf&auml;lle bei Gesellschaftern auch in Zukunft in gewissem Umfang im Rahmen des &sect;&nbsp;17 EStG steuerlich ber&uuml;cksichtigt werden sollten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Einzelnen unterscheiden sich die dazu vertretenen Ans&auml;tze deutlich. Sie reichen von einer umfassenden Ber&uuml;cksichtigung s&auml;mtlicher Beteiligungsaufwendungen (Schmidt\/Weber-Grellet, a.a.O., &sect;&nbsp;17 Rz&nbsp;174; HHR\/Eilers\/R. Schmidt, &sect;&nbsp;17 EStG Rz&nbsp;201b; im Ergebnis auch Groh, FR 2008, 264, 267) &uuml;ber insolvenzrechtliche L&ouml;sungsans&auml;tze (H&ouml;lzle, DStR 2007, 1185, 1190; Bode, DStR 2009, 1781, 1783; so Groh, FR 2008, 264, 267, f&uuml;r den Fall, dass an dem Erfordernis des gesellschaftlichen Veranlassungszusammenhangs festgehalten werden soll; enger Heuermann, NZG 2009, 841, 845; derselbe, Der Betrieb 2009, 2173, 2175 f.; als konsequente Fortf&uuml;hrung der bisherigen Grunds&auml;tze auch erachtet von Zimmermann\/Zimmermann-Schwier in Bordewin\/Brandt, &sect;&nbsp;17 EStG Rz&nbsp;304) bis hin zu einer eigenst&auml;ndigen steuerrechtlichen Beurteilung des gesellschaftlichen Veranlassungszusammenhangs (diesen Ansatz favorisieren z.B. Zimmermann\/ Zimmermann-Schwier in Bordewin\/Brandt, &sect;&nbsp;17 EStG Rz&nbsp;269, 305; J&auml;schke in Lademann, EStG, &sect;&nbsp;17 EStG Rz&nbsp;243; im Ergebnis auch Schneider, in: Kirchhof\/S&ouml;hn\/Mellinghoff, EStG, &sect;&nbsp;17 Rz&nbsp;C&nbsp;308).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dar&uuml;ber hinaus wird im Schrifttum auch vertreten, Forderungsausf&auml;lle gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;2 EStG nur noch bei den Eink&uuml;nften aus Kapitalverm&ouml;gen zu erfassen (vgl. hierzu insbesondere Bayer, DStR 2009, 2397, 2400 ff.; Heuermann, NZG 2009, 841, 846; Niemeyer\/Stock, DStR 2011, 445, 446; Aigner, DStR 2016, 345, 349; Gast, Die steuerliche Ber&uuml;cksichtigung von Darlehensverlusten des Gesellschafters einer Kapitalgesellschaft, 2012, S.&nbsp;141 ff.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Mit der Aufhebung des Eigenkapitalersatzrechts ist die Grundlage der bisherigen Rechtsprechung weggefallen. Es ist deshalb erforderlich, neue Ma&szlig;st&auml;be f&uuml;r die steuerliche Ber&uuml;cksichtigung von Aufwendungen des Gesellschafters aus bisher eigenkapitalersetzenden Finanzierungshilfen zu entwickeln.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Die Rechtsprechung zur steuerlichen Ber&uuml;cksichtigung von Aufwendungen f&uuml;r eigenkapitalersetzende Finanzierungshilfen des Gesellschafters als nachtr&auml;gliche Anschaffungskosten der Beteiligung im Rahmen des &sect;&nbsp;17 Abs.&nbsp;2 und 4 EStG war eine Reaktion auf die Rechtsfolgen des Eigenkapitalersatzrechts. Sie stellte eine Ausnahme von dem Grundsatz dar, dass eine im Privatverm&ouml;gen gehaltene Kapitalforderung des Gesellschafters aus einem Gesellschafterdarlehen oder einer zugunsten der Gesellschaft &uuml;bernommenen B&uuml;rgschaft dem Anwendungsbereich des &sect;&nbsp;20 EStG und nicht dem des &sect;&nbsp;17 EStG unterf&auml;llt, und f&uuml;hrte zu einer Durchbrechung der Trennung von steuerlich unbeachtlicher Verm&ouml;gens- und steuerbarer Erwerbssph&auml;re. Daf&uuml;r fehlt nach der Aufhebung des Eigenkapitalersatzrechts die rechtliche Grundlage.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Die Fortgeltung der bisherigen Grunds&auml;tze ist dar&uuml;ber hinaus mit dem Wortlaut des &sect;&nbsp;17 Abs.&nbsp;2 und 4 EStG nicht zu vereinbaren. Sie l&auml;sst sich nicht mehr mit einer normspezifischen steuerrechtlichen Auslegung des Anschaffungskostenbegriffs rechtfertigen. Daf&uuml;r besteht auch aus &uuml;bergeordneten rechtlichen Gr&uuml;nden keine Veranlassung. Sie w&uuml;rde au&szlig;erdem &#8211;ungeachtet der in der Praxis eingespielten Fallgruppen&#8211; eine erhebliche Rechtsunsicherheit bewirken.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Anschaffungskosten sind gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;255 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 HGB die Aufwendungen, die geleistet werden, um einen Verm&ouml;gensgegenstand zu erwerben und ihn in einen betriebsbereiten Zustand zu versetzen, soweit sie dem Verm&ouml;gensgegenstand einzeln zugeordnet werden k&ouml;nnen. Zu den Anschaffungskosten geh&ouml;ren auch die Nebenkosten sowie die nachtr&auml;glichen Anschaffungskosten (&sect;&nbsp;255 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 HGB).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Der handelsrechtliche Begriff der Anschaffungskosten ist in Ermangelung einer abweichenden Definition im Einkommensteuergesetz (vgl. BFH-Urteile vom 16.&nbsp;Dezember 2009 I&nbsp;R&nbsp;102\/08, BFHE 227, 478, BStBl II 2011, 566; vom 26.&nbsp;April 2006 I&nbsp;R&nbsp;49,&nbsp;50\/04, BFHE 213, 374, BStBl II 2006, 656, m.w.N.) auch der Beurteilung nach &sect;&nbsp;17 Abs.&nbsp;2 und 4 EStG zugrunde zu legen. Er gew&auml;hrleistet eine hinreichend rechtssichere und trennscharfe Abgrenzung zwischen Fremd- und Eigenkapital. Hierbei ist auch zu ber&uuml;cksichtigen, dass &sect;&nbsp;17 EStG den Abzug von Werbungskosten oder Betriebsausgaben nicht vorsieht. Die R&uuml;ckkehr zu einem handelsrechtlich gepr&auml;gten Begriffsverst&auml;ndnis tr&auml;gt dar&uuml;ber hinaus zu einer norm&uuml;bergreifend einheitlichen Auslegung bei, denn im Grundsatz ist der handelsrechtliche Anschaffungskostenbegriff des &sect;&nbsp;255 Abs.&nbsp;1 HGB in allen Vorschriften des Einkommensteuergesetzes zugrunde zu legen und jeweils gleich auszulegen (vgl. u.a. Schmidt\/Kulosa, a.a.O., &sect;&nbsp;6 Rz&nbsp;32; HHR\/ Stobbe, &sect;&nbsp;6 EStG Rz&nbsp;180). Soweit der Senat bei der Anwendung von &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1a EStG hiervon abweichend entschieden hat, beruht dies auf Besonderheiten der Norm, die in &sect;&nbsp;17 Abs.&nbsp;2 und 4 EStG keine Entsprechung finden (vgl. BFH-Urteil vom 14.&nbsp;Juni 2016 IX&nbsp;R&nbsp;25\/14, BFHE 254, 236, BStBl II 2016, 992).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>37<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Den (nachtr&auml;glichen) Anschaffungskosten der Beteiligung k&ouml;nnen danach grunds&auml;tzlich nur solche Aufwendungen des Gesellschafters zugeordnet werden, die nach handels- und bilanzsteuerrechtlichen Grunds&auml;tzen zu einer offenen oder verdeckten Einlage in das Kapital der Gesellschaft f&uuml;hren (vgl. BFH-Urteil vom 27.&nbsp;Januar 2016 X&nbsp;R&nbsp;33\/13, BFH\/NV 2016, 1002, Rz&nbsp;46). Darunter fallen insbesondere Nachsch&uuml;sse i.S. der &sect;&sect;&nbsp;26&nbsp;ff. GmbHG, sonstige Zuzahlungen nach &sect;&nbsp;272 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;4 HGB wie Einzahlungen in die Kapitalr&uuml;cklage (vgl. BFH-Urteile vom 27.&nbsp;April 2000 I&nbsp;R&nbsp;58\/99, BFHE 192, 428, BStBl II 2001, 168, und vom 14.&nbsp;M&auml;rz 2011 I&nbsp;R&nbsp;40\/10, BFHE 233, 393, BStBl II 2012, 281), Barzusch&uuml;sse (BFH-Urteil vom 28.&nbsp;April 2004 I&nbsp;R&nbsp;20\/03, BFH\/NV 2005, 19 zum Sanierungszuschuss als verdeckte Einlage) oder der Verzicht auf eine noch werthaltige Forderung (grundlegend Beschluss des Gro&szlig;en Senats des BFH vom 9.&nbsp;Juni 1997 GrS&nbsp;1\/94, BFHE 183, 187, BStBl II 1998, 307; nachfolgend BFH-Urteil vom 20.&nbsp;April 2005 X&nbsp;R&nbsp;2\/03, BFHE 210, 29, BStBl II 2005, 694, unter II.2.a).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>38<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Aufwendungen aus Fremdkapitalhilfen wie der Ausfall eines vormals <strong>&quot;<\/strong>krisenbedingten&quot;, &quot;krisenbestimmten&quot; oder &quot;in der Krise stehen gelassenen&quot; Darlehens oder der Ausfall mit einer B&uuml;rgschaftsregressforderung f&uuml;hren hingegen grunds&auml;tzlich nicht mehr zu Anschaffungskosten der Beteiligung. Etwas anderes kann sich ergeben, wenn die vom Gesellschafter gew&auml;hrte Fremdkapitalhilfe aufgrund der vertraglichen Abreden mit der Zuf&uuml;hrung einer Einlage in das Gesellschaftsverm&ouml;gen wirtschaftlich vergleichbar ist. Dies kann der Fall sein bei einem Gesellschafterdarlehen, dessen R&uuml;ckzahlung auf Grundlage der von den Beteiligten getroffenen Vereinbarungen &#8211;wie beispielsweise der Vereinbarung eines Rangr&uuml;cktritts i.S. des &sect;&nbsp;5 Abs.&nbsp;2a EStG&#8211; im Wesentlichen denselben Voraussetzungen unterliegt wie die R&uuml;ckzahlung von Eigenkapital (vgl. hierzu BFH-Urteil vom 30.&nbsp;November 2011 I&nbsp;R&nbsp;100\/10, BFHE 235, 476, BStBl II 2012, 332). In einem solchen Fall k&auml;me dem Darlehen auch bilanzsteuerrechtlich die Funktion von zus&auml;tzlichem Eigenkapital zu (BFH-Urteile vom 15.&nbsp;April 2015 I&nbsp;R&nbsp;44\/14, BFHE 249, 493, BStBl II 2015, 769, und vom 10.&nbsp;August 2016 I&nbsp;R&nbsp;25\/15, BFH\/NV 2017, 155).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>39<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Bei Anwendung dieser allgemeinen Grunds&auml;tze sind Aufwendungen aus der Inanspruchnahme aus einer Gesellschafterb&uuml;rgschaft unabh&auml;ngig davon, ob die B&uuml;rgschaft krisenbestimmt oder in der Krise der Gesellschaft &uuml;bernommen worden ist, im zeitlichen Anwendungsbereich des MoMiG grunds&auml;tzlich nicht mehr den nachtr&auml;glichen Anschaffungskosten der Beteiligung i.S. des &sect;&nbsp;17 Abs.&nbsp;2 und 4 EStG zuzurechnen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>40<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>5. Die bisherigen Grunds&auml;tze zur Ber&uuml;cksichtigung von nachtr&auml;glichen Anschaffungskosten aus eigenkapitalersetzenden Finanzierungshilfen (oben II.1.) sind weiter anzuwenden, wenn der Gesellschafter eine eigenkapitalersetzende Finanzierungshilfe bis zum Tag der Ver&ouml;ffentlichung dieses Urteils geleistet hat oder wenn eine Finanzierungshilfe des Gesellschafters bis zu diesem Tag eigenkapitalersetzend geworden ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>41<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Der Senat h&auml;lt es aus Gr&uuml;nden des Vertrauensschutzes f&uuml;r geboten, die neuen Rechtsprechungsgrunds&auml;tze (oben II.4.) nur mit Wirkung f&uuml;r die Zukunft anzuwenden (vgl. zum Vertrauensschutz bei &Auml;nderung einer langj&auml;hrigen, h&ouml;chstrichterlichen Rechtsprechung auch Beschluss des Gro&szlig;en Senats des BFH vom 17.&nbsp;Dezember 2007 GrS&nbsp;2\/04, BFHE 220, 129, BStBl II 2008, 608, dort beginnend unter D.IV.2.b). Angesichts der gro&szlig;en Bandbreite der vertretenen Auffassungen (oben II.2.) und der mangelnden Vorhersehbarkeit, wie die h&ouml;chstrichterliche Rechtsprechung auf den Wegfall des Eigenkapitalersatzrechts reagieren w&uuml;rde, konnten die Steuerpflichtigen trotz fehlender Vertrauensgrundlage nach Aufhebung des Eigenkapitalersatzrechts ihr Finanzierungsverhalten nicht rechtssicher auf die ge&auml;nderte Rechtslage einstellen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>42<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) F&uuml;r den Vertrauensschutz ist auf den Zeitpunkt abzustellen, in dem der Steuerpflichtige die f&uuml;r ihn endg&uuml;ltige wirtschaftliche Disposition getroffen hat. Dies war nach bisherigen Grunds&auml;tzen entweder der Zeitpunkt der Hingabe einer von vornherein eigenkapitalersetzenden Finanzierungshilfe oder des Stehenlassens einer Finanzierungshilfe bei Eintritt der Krise. Lag der jeweils ma&szlig;gebliche Stichtag vor dem Tag der Ver&ouml;ffentlichung dieses Urteils, wird der Senat den Fall auch in Zukunft nach Ma&szlig;gabe der bisher geltenden Grunds&auml;tze beurteilen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>43<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>6. Nach allem hat das FG im Streitfall im Ergebnis zu Recht die Aufwendungen des Kl&auml;gers im Zusammenhang mit der Inanspruchnahme aus den B&uuml;rgschaften als nachtr&auml;gliche Anschaffungskosten in H&ouml;he von 60&nbsp;% des Nennwerts des ausgefallenen R&uuml;ckgriffsanspruchs bei der Berechnung des Aufl&ouml;sungsverlusts des Kl&auml;gers ber&uuml;cksichtigt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>44<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Mit der Ablehnung des Antrags auf Er&ouml;ffnung des Insolvenzverfahrens im Mai 2011, war die GmbH aufgel&ouml;st (vgl. &sect;&nbsp;60 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;5 GmbHG). Soweit der Kl&auml;ger danach aus den f&uuml;r die GmbH &uuml;bernommenen B&uuml;rgschaften in Anspruch genommen worden und mit seinem Regressanspruch endg&uuml;ltig ausgefallen ist, hat dies zwar nicht zu nachtr&auml;glichen Anschaffungskosten i.S. von &sect;&nbsp;17 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 EStG gef&uuml;hrt, denn der Streitfall f&auml;llt in den Zeitraum nach Aufhebung des Eigenkapitalersatzrechts. Der Kl&auml;ger konnte sein Finanzierungsverhalten jedoch nicht an die durch die Aufhebung des Eigenkapitalersatzrechts ge&auml;nderte Rechtslage anpassen. Der Streitfall ist deshalb nach den bisher geltenden Grunds&auml;tzen zu l&ouml;sen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>45<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Insoweit hat das FG in m&ouml;glicher, mit schl&uuml;ssigen Verfahrensr&uuml;gen im &Uuml;brigen nicht angegriffener und damit den Senat bindender Weise (vgl. &sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 FGO) festgestellt, dass die &Uuml;bernahme der B&uuml;rgschaften durch das Gesellschaftsverh&auml;ltnis veranlasst war und dass die B&uuml;rgschaften von vornherein eigenkapitalersetzende waren, weil sie in der Krise der Gesellschaft &uuml;bernommen worden sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>46<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Ohne Rechtsfehler hat das FG erkannt, dass die &Uuml;bernahme der B&uuml;rgschaften durch das Gesellschaftsverh&auml;ltnis veranlasst war. Zwar war der Kl&auml;ger bei &Uuml;bernahme der B&uuml;rgschaften noch nicht Gesellschafter. Die &Uuml;bertragung der Gesch&auml;ftsanteile war jedoch bereits beschlossene Sache und wurde so auch von den Kreditinstituten verlangt. Dass der Kl&auml;ger die Gesch&auml;ftsanteile tats&auml;chlich erst Anfang des Jahres 2010 erworben hat, steht einer Ber&uuml;cksichtigung der ausgefallenen B&uuml;rgschaftsregressforderungen mit ihrem Nennwert nicht entgegen. Ausreichend ist insoweit, dass die &Uuml;bernahme der B&uuml;rgschaftsverpflichtungen in einem hinreichend konkreten Zusammenhang mit dem sp&auml;teren Erwerb der Beteiligung stand (vgl. auch BFH-Urteil vom 20.&nbsp;April 2004 VIII&nbsp;R&nbsp;4\/02, BFHE&nbsp;205, 292, BStBl II&nbsp;2004, 597 zur Ber&uuml;cksichtigung vorab entstandener Anschaffungskosten). Das hat das FG zu Recht angenommen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>47<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Das FG hat die B&uuml;rgschaften auch zu Recht als in der Krise hingegeben und damit von Anfang an als eigenkapitalersetzend angesehen. Es hat hierzu festgestellt, dass die B&uuml;rgschaften in einer Situation gew&auml;hrt wurden, in der bei objektiver Betrachtung ex ante ein ordentlicher Kaufmann der GmbH nur noch Eigenkapital zugef&uuml;hrt h&auml;tte. Nach den Feststellungen des FG h&auml;tte die GmbH ohne die unentgeltliche und selbstschuldnerische B&uuml;rgschaft des Kl&auml;gers von den Banken keinen Kredit mehr erhalten. Die die Krise verursachende Kreditunw&uuml;rdigkeit der Gesellschaft zeigt sich im Streitfall darin, dass sich die GmbH aus eigener Kraft die f&uuml;r ihre gesellschaftsintern geplante Gesch&auml;ftsf&uuml;hrung (Umgestaltung der Gesch&auml;ftsr&auml;ume) erforderlichen Mittel nicht mehr verschaffen konnte. Wie das FG zutreffend ausgef&uuml;hrt hat, kann sich die Kreditunw&uuml;rdigkeit einer GmbH auch daraus ergeben, dass die f&uuml;r die Gesch&auml;ftsf&uuml;hrung der GmbH erforderliche Kreditaufnahme ohne zus&auml;tzliche selbstschuldnerische B&uuml;rgschaft der Gesellschafter nicht mehr m&ouml;glich ist (BFH-Urteil vom 24.&nbsp;Januar 2012 IX&nbsp;R&nbsp;34\/10, DStR 2012, 854). Dass insoweit auch eine andere Tatsachenw&uuml;rdigung m&ouml;glich gewesen w&auml;re, verhilft der Revision nicht zum Erfolg, da die W&uuml;rdigung des FG nicht widerspr&uuml;chlich ist und auch nicht gegen Denkgesetze oder Erfahrungss&auml;tze verst&ouml;&szlig;t.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>48<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>7. Die Kostenentscheidung beruht auf &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 11.7.2017, IX R 36\/15ECLI:DE:BFH:2017:U.110717.IXR36.15.0 Ver&auml;u&szlig;erung von Anteilen an Kapitalgesellschaften &#8211; Nachtr&auml;gliche Anschaffungskosten nach Aufhebung des Eigenkapitalersatzrechts &#8211; B&uuml;rgschaft &#8211; Vertrauensschutz Leits&auml;tze 1. Mit der Aufhebung des Eigenkapitalersatzrechts durch das MoMiG ist die gesetzliche Grundlage f&uuml;r die bisherige Rechtsprechung zur Ber&uuml;cksichtigung von Aufwendungen des Gesellschafters aus eigenkapitalersetzenden Finanzierungshilfen als nachtr&auml;gliche Anschaffungskosten im Rahmen &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/ix-r-36-15-veraeusserung-von-anteilen-an-kapitalgesellschaften-nachtraegliche-anschaffungskosten-nach-aufhebung-des-eigenkapitalersatzrechts-buergschaft-vertrauensschutz\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">IX&nbsp;R&nbsp;36\/15 &#8211; Ver&auml;u&szlig;erung von Anteilen an Kapitalgesellschaften &#8211; Nachtr&auml;gliche Anschaffungskosten nach Aufhebung des Eigenkapitalersatzrechts &#8211; B&uuml;rgschaft &#8211; Vertrauensschutz<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-67824","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/67824","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=67824"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/67824\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=67824"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=67824"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=67824"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}