{"id":67874,"date":"2017-10-24T16:12:50","date_gmt":"2017-10-24T14:12:50","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=67874"},"modified":"2017-10-24T16:12:50","modified_gmt":"2017-10-24T14:12:50","slug":"i-r-54-15-haftung-der-organgesellschaft-bei-mehrstufiger-organschaft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/i-r-54-15-haftung-der-organgesellschaft-bei-mehrstufiger-organschaft\/","title":{"rendered":"I&nbsp;R&nbsp;54\/15 &#8211; Haftung der Organgesellschaft bei mehrstufiger Organschaft"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 31.5.2017, I R 54\/15<br \/>ECLI:DE:BFH:2017:U.310517.IR54.15.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Haftung der Organgesellschaft bei mehrstufiger Organschaft<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>Der Gegenstand der Haftung (&sect; 73 Satz 1 AO) ist f&uuml;r eine k&ouml;rperschaftsteuerrechtliche Organschaft (&sect; 14 Abs. 1 Satz 1 KStG) auf solche Steueranspr&uuml;che beschr&auml;nkt, die gegen den durch das konkrete Organschaftsverh&auml;ltnis bestimmten Organtr&auml;ger gerichtet sind. Dies ist auch bei mehrstufigen Organschaften zu beachten.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Auf die Revision des Kl&auml;gers werden das Urteil des Finanzgerichts D&uuml;sseldorf vom 19. Februar 2015&nbsp;&nbsp;16 K 932\/12 H(K), die Einspruchsentscheidung des Beklagten vom 10. Februar 2012 sowie der Haftungsbescheid des Beklagten vom 18. Juli 2011 aufgehoben.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des gesamten Verfahrens hat der Beklagte zu tragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">I. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Streitig ist die Rechtm&auml;&szlig;igkeit eines Haftungsbescheids im Rahmen einer sog. mehrstufigen Organschaft.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger und Revisionskl&auml;ger (Kl&auml;ger) ist Insolvenzverwalter &uuml;ber das Verm&ouml;gen der A&nbsp;GmbH, der Rechtsnachfolgerin der B&nbsp;GmbH. Im Jahr 1990 hatte die B&nbsp;GmbH mit ihrer damaligen Muttergesellschaft, der C&nbsp;GmbH, einen Beherrschungs- und Gewinnabf&uuml;hrungsvertrag geschlossen. Im Jahr 2000 wurde die C&nbsp;GmbH (unter Beibehaltung der Organschaft mit der B&nbsp;GmbH) auf die D&nbsp;AG verschmolzen, die wiederum mit dem sie beherrschenden Unternehmen, der E&nbsp;AG, einen Gewinnabf&uuml;hrungsvertrag (mit Wirkung zum 1.&nbsp;Januar 2001) abgeschlossen hatte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach der Er&ouml;ffnung des Insolvenzverfahrens &uuml;ber das Verm&ouml;gen der E&nbsp;AG nahm der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) die A&nbsp;GmbH (als Rechtsnachfolgerin der B&nbsp;GmbH) mit auf &sect;&nbsp;191 i.V.m. &sect;&nbsp;73 sowie &sect;&nbsp;45 Abs.&nbsp;1 der Abgabenordnung (AO) gest&uuml;tzten Haftungsbescheid vom 18.&nbsp;Juli 2011 f&uuml;r einen Teil der r&uuml;ckst&auml;ndigen K&ouml;rperschaftsteuer 2001 und 2002 sowie Solidarit&auml;tszuschl&auml;ge 2001 und 2002 der E&nbsp;AG&nbsp;i.L. in Anspruch. In diesem Bescheid hatte das FA unter dem Gesichtspunkt einer &quot;Veranlassungshaftung&quot; den Haftungsanteil durch den Anteil des Einkommens der B&nbsp;GmbH (origin&auml;res Organeinkommen) an der Summe der (aller) positiver Organeinkommen bei der E&nbsp;AG bestimmt. Die weiteren Gesellschaften, die mit der E&nbsp;AG in den Jahren 2001 und 2002 eine k&ouml;rperschaftsteuerrechtliche Organschaft gebildet hatten, wurden ebenfalls nach dieser Berechnungsmethode nach &sect;&nbsp;73 AO im Haftungswege in Anspruch genommen. Ma&szlig;nahmen betreffend anderweitige (ggf. gesamtschuldnerische) Haftungsinanspruchnahmen (z.B. solche nach &sect;&nbsp;69 i.V.m. &sect;&nbsp;34 AO sowie nach &sect;&nbsp;71 AO) wurden vom FA nicht ergriffen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Einspruchsverfahren hatte die A GmbH u.a. die Auffassung vertreten, sie k&ouml;nne wegen fehlender unmittelbarer k&ouml;rperschaftsteuerrechtlicher Organschaft zur E&nbsp;AG nicht nach &sect;&nbsp;73 AO in Haftung genommen werden. Gegen die ablehnende Einspruchsentscheidung vom 10.&nbsp;Februar 2012 hatte sie Klage erhoben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Klageverfahren ist vom Kl&auml;ger nach der Er&ouml;ffnung des Insolvenzverfahrens &uuml;ber das Verm&ouml;gen der A GmbH aufgenommen worden. Das Finanzgericht (FG) D&uuml;sseldorf wies die Klage ab (Urteil vom 19.&nbsp;Februar 2015&nbsp;&nbsp;16&nbsp;K&nbsp;932\/12&nbsp;H(K), abgedruckt z.B. in GmbH-Rundschau 2015, 1116).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger beantragt, das angefochtene Urteil und den Haftungsbescheid vom 18.&nbsp;Juli 2011 in Gestalt der Einspruchsentscheidung vom 10.&nbsp;Februar 2012 aufzuheben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt, die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">II.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Revision ist begr&uuml;ndet; da die angefochtene Entscheidung Bundesrecht verletzt (&sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;), ist sie &#8211;wie ebenfalls der Haftungsbescheid und die Einspruchsentscheidung des FA&#8211; auf die Revision hin aufzuheben (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Nach &sect;&nbsp;73 Satz 1 AO haftet eine Organgesellschaft f&uuml;r solche Steuern des Organtr&auml;gers, f&uuml;r welche die Organschaft zwischen ihnen steuerlich von Bedeutung ist. Die Haftung der im Organkreis untergeordneten Organgesellschaft f&uuml;r Steuerschulden des die Organgesellschaft beherrschenden Organtr&auml;gers soll die steuerlichen Risiken ausgleichen, die mit der Verlagerung der steuerlichen Rechtszust&auml;ndigkeit auf den Organtr&auml;ger verbunden sind. Durch den haftungsrechtlichen Zugriff auf das Verm&ouml;gen der Organgesellschaft sollen bei Zahlungsunf&auml;higkeit des Organtr&auml;gers Steuerausf&auml;lle vermieden werden, die infolge von Verm&ouml;gensverlagerungen innerhalb des Organkreises entstehen k&ouml;nnten (z.B. Urteil des Bundesfinanzhofs vom 5.&nbsp;Oktober 2004 VII&nbsp;R&nbsp;76\/03, BFHE 207, 18, BStBl II 2006, 3). Insoweit wird in der die Regelung betreffenden Begr&uuml;ndung des Gesetzentwurfs der Bundesregierung einer Abgabenordnung (AO 1977) ausgef&uuml;hrt, die Haftungsvorschrift finde ihre Rechtfertigung darin, &quot;da&szlig; bei steuerlicher Anerkennung einer Organschaft die vom Organtr&auml;ger zu zahlende Steuer auch die Betr&auml;ge umfa&szlig;t, die ohne diese Organschaft von der Organgesellschaft geschuldet worden w&auml;ren&quot; (BTDrucks VI\/1982, S.&nbsp;120). Im &Uuml;brigen hei&szlig;t es, man habe sich der &ouml;sterreichischen Regelung, wonach die Haftung auf solche Steuern beschr&auml;nkt wird, die auf den Betrieb des beherrschten Unternehmens entfallen, nicht angeschlossen. In diesem Zusammenhang wird auf die Notwendigkeit einer praktikablen Regelung verwiesen; dar&uuml;ber hinaus k&ouml;nne es &quot;durchaus als sachgerecht angesehen werden, den Organkreis als einheitliches Ganzes zu betrachten&quot; (BTDrucks, a.a.O.; s. insoweit auch Bundesgerichtshof, Urteil vom 22.&nbsp;Oktober 1992 IX&nbsp;ZR&nbsp;244\/91, BGHZ 120, 50).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Der Gegenstand der Haftung ist f&uuml;r eine Organgesellschaft auf die gegen den &#8211;durch das konkrete Organschaftsverh&auml;ltnis bestimmten&#8211; Organtr&auml;ger gerichteten Steueranspr&uuml;che beschr&auml;nkt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Letzteres ergibt sich aus dem Wortlaut, der die Haftung der Organgesellschaft f&uuml;r die Steuern des Organtr&auml;gers anordnet, f&uuml;r die &quot;die Organschaft zwischen ihnen&quot; &#8211;also das zweipersonale Organschaftsverh&auml;ltnis&#8211; von Bedeutung ist. Im Streitfall, in dem keine sog. mittelbare Organschaft bzw. Klammerorganschaft (s. L&uuml;dicke in Kessler\/F&ouml;rster\/Watrin [Hrsg.], Unternehmensbesteuerung, Festschrift f&uuml;r Norbert Herzig, 2010, S.&nbsp;259, 280; Schmidt, Die Inanspruchnahme der Organgesellschaft f&uuml;r Steuerschulden des Organtr&auml;gers gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;73 AO, 2014, S.&nbsp;161; D&ouml;tsch in D&ouml;tsch\/Pung\/M&ouml;hlenbrock, Die K&ouml;rperschaftsteuer, &sect;&nbsp;14 KStG Rz&nbsp;682; Schimmele\/Weber, Der Konzern 2015, 437, 438) zwischen der B&nbsp;GmbH und der D (sp&auml;ter: E)&nbsp;AG i.S. einer finanziellen Eingliederung vermittels der mittelbaren Beherrschung und einem direkten Ergebnisabf&uuml;hrungsvertrag bestand, fehlt es hieran (gl.A. L&uuml;dicke in Festschrift f&uuml;r Norbert Herzig, a.a.O., S.&nbsp;259, 279&nbsp;ff.; Schmidt, a.a.O., S.&nbsp;188&nbsp;f.; Schwetlik, GmbH-Steuerberater 2015, 307).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Auch wenn die Haftungsnorm bezweckt, die steuerlichen Risiken auszugleichen, die mit der Verlagerung der steuerlichen Rechtszust&auml;ndigkeit auf den Organtr&auml;ger verbunden sind (s. hier zu 1.), bezieht sich die Haftung auf die Steuerschuldnerschaft (L&uuml;dicke in Festschrift f&uuml;r Norbert Herzig, a.a.O., S.&nbsp;259, 272), die nach der einzelgesetzlichen Begriffsbestimmung der im Streitfall einschl&auml;gigen Organschaftsregelung (s. insoweit BTDrucks VI\/1982, S.&nbsp;120 &#8211; hier: &sect;&nbsp;14 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 des K&ouml;rperschaftsteuergesetzes &#8211;KStG&#8211;) personell an den Organtr&auml;ger gekn&uuml;pft ist (s.a. Elicker\/Hartrott, Betriebs-Berater &#8211;BB&#8211; 2011, 2775).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dabei verkennt der Senat nicht, dass nach Ansicht der Finanzbeh&ouml;rde bei gestuften Organschaftsverh&auml;ltnissen ein weitergehender Haftungsumfang zweckgerecht erscheinen mag (zur &quot;Haftungsl&uuml;cke&quot; &#8211; s. z.B. L&uuml;dicke in Festschrift f&uuml;r Norbert Herzig, a.a.O., S.&nbsp;259, 261 und 279&nbsp;ff.; Schmidt, a.a.O., S.&nbsp;187&nbsp;ff.; Braunagel\/Paschke, Die Unternehmensbesteuerung 2011, 233, 238; Schimmele\/Weber, BB 2013, 2263, 2268; dieselben, Der Konzern 2015, 437, 438&nbsp;f.; s.a. &#8211;wohl zustimmend&#8211; Brink in Schnitger\/Fehrenbacher, KStG, &sect;&nbsp;14 Rz&nbsp;688). Hierbei handelt es sich jedoch um eine rechtspolitische Frage, die nicht von den Gerichten, sondern zuv&ouml;rderst vom Gesetzgeber zu beantworten ist und die &#8211;wie aufgezeigt&#8211; insbesondere mit R&uuml;cksicht auf den klaren Wortlaut des &sect;&nbsp;73 AO nicht Gegenstand einer ausdehnenden Gesetzesauslegung sein kann.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Die Kostenentscheidung folgt aus &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;1 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 31.5.2017, I R 54\/15ECLI:DE:BFH:2017:U.310517.IR54.15.0 Haftung der Organgesellschaft bei mehrstufiger Organschaft Leits&auml;tze Der Gegenstand der Haftung (&sect; 73 Satz 1 AO) ist f&uuml;r eine k&ouml;rperschaftsteuerrechtliche Organschaft (&sect; 14 Abs. 1 Satz 1 KStG) auf solche Steueranspr&uuml;che beschr&auml;nkt, die gegen den durch das konkrete Organschaftsverh&auml;ltnis bestimmten Organtr&auml;ger gerichtet sind. 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