{"id":67878,"date":"2017-10-24T16:13:20","date_gmt":"2017-10-24T14:13:20","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=67878"},"modified":"2017-10-24T16:13:20","modified_gmt":"2017-10-24T14:13:20","slug":"x-b-152-16-vorlaeufigkeitsvermerk-teil-einspruchsentscheidung-und-zwangsruhe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/x-b-152-16-vorlaeufigkeitsvermerk-teil-einspruchsentscheidung-und-zwangsruhe\/","title":{"rendered":"X&nbsp;B&nbsp;152\/16 &#8211; Vorl&auml;ufigkeitsvermerk &#8211; Teil-Einspruchsentscheidung und Zwangsruhe"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 23.6.2017, X B 152\/16<br \/>ECLI:DE:BFH:2017:B.230617.XB152.16.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Vorl&auml;ufigkeitsvermerk &#8211; Teil-Einspruchsentscheidung und Zwangsruhe<\/p>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Die Beschwerde der Kl&auml;ger wegen Nichtzulassung der Revision gegen das Urteil des Nieders&auml;chsischen Finanzgerichts vom 29. Juni 2016&nbsp;&nbsp;7 K 124\/16 wird als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des Beschwerdeverfahrens haben die Kl&auml;ger zu tragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Gegen&uuml;ber den als Eheleute zusammen veranlagten Kl&auml;gern und Beschwerdef&uuml;hrern (Kl&auml;ger) erging nach Einspruch am 17.&nbsp;Dezember 2007 ein Bescheid zur Einkommensteuer 2006, der mit einem auf &sect;&nbsp;165 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 Nr.&nbsp;3 der Abgabenordnung (AO) gest&uuml;tzten Vorl&auml;ufigkeitsvermerk hinsichtlich verschiedener Punkte versehen war.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Hiergegen legten die Kl&auml;ger erneut Einspruch ein, den sie auf diejenigen Verfahren st&uuml;tzten, um derentwillen der Vorl&auml;ufigkeitsvermerk aufgenommen worden sei. Das Einspruchsverfahren ruhe nach &sect;&nbsp;363 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 AO bis zur Kl&auml;rung dieser Rechtsfragen. Der Vorl&auml;ufigkeitsvermerk hindere den Einspruch nicht, da er ausweislich des Urteils des Nieders&auml;chsischen Finanzgerichts (FG) vom 12.&nbsp;Dezember 2007&nbsp;&nbsp;7&nbsp;K&nbsp;249\/07 (Entscheidungen der Finanzgerichte 2008, 1082) wegen Unklarheit rechtswidrig oder unwirksam sei. Selbst wenn er rechtm&auml;&szlig;ig w&auml;re, sei der Einspruch gerechtfertigt, weil er die einfachgesetzliche Auslegung durch die obersten Gerichte nicht erfasse. Vorerst ruhe das Einspruchsverfahren aber auch bis zur Entscheidung des Bundesfinanzhofs (BFH) in dem dem Urteil des Nieders&auml;chsischen FG 7&nbsp;K&nbsp;249\/07 nachgehenden Revisionsverfahren III&nbsp;R&nbsp;39\/08 &uuml;ber die Frage, ob die Unwirksamkeit des Vorl&auml;ufigkeitsvermerks zur Nichtigkeit oder Rechtswidrigkeit des ganzen Einkommensteuerbescheids f&uuml;hre.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit Schreiben vom 9.&nbsp;Oktober 2008 lehnte der Beklagte und Beschwerdegegner (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) das Ruhen des Verfahrens ab, da die in dem Revisionsverfahren III&nbsp;R&nbsp;39\/08 zu kl&auml;rende Rechtsfrage wegen divergierender Fassungen der Vorl&auml;ufigkeitsvermerke im Einspruchsverfahren nicht erheblich sei. Vorsorglich erkl&auml;rte er die Fortsetzung des Verfahrens nach &sect;&nbsp;363 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;4 AO. Es sei Zweck des &sect;&nbsp;165 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 Nr.&nbsp;3 AO, Massenrechtsbehelfsverfahren zu vermeiden, was dieser auch umfassend leiste, ohne die konkreten Gerichtsverfahren zu benennen. Die einfachgesetzlichen Rechtsfragen in Verbindung mit den dem Vorl&auml;ufigkeitsvermerk zugrunde liegenden Verfahren werde der Nichtentscheidungsteil der zu erlassenden Teil-Einspruchsentscheidung enthalten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit Teil-Einspruchsentscheidung vom 17.&nbsp;November 2008 wies das FA unter Fortbestand des bisherigen Vorl&auml;ufigkeitsvermerks den Einspruch zur&uuml;ck, soweit &uuml;ber ihn entschieden wird. Nicht entschieden wurde &uuml;ber: &quot;Einfachgesetzliche Auslegung der Punkte\/ Normen, hinsichtlich derer der Bescheid wegen verfassungsrechtlicher Fragestellungen teilweise f&uuml;r vorl&auml;ufig gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;165 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 Nr.&nbsp;3 AO erkl&auml;rt worden ist.&quot;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>W&auml;hrend des folgenden Klageverfahrens erlie&szlig; das FA am 6.&nbsp;August 2009 einen &Auml;nderungsbescheid, mit dem nunmehr der Vorl&auml;ufigkeitsvermerk hinsichtlich verschiedener Punkte gleicherma&szlig;en auf &sect;&nbsp;165 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 Nr.&nbsp;3 AO und auf &sect;&nbsp;165 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 Nr.&nbsp;4 AO gest&uuml;tzt war. In einem weiteren &Auml;nderungsbescheid vom 2.&nbsp;M&auml;rz 2012 wurde die Steuerfestsetzung wiederum hinsichtlich verschiedener Punkte nach &sect;&nbsp;165 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 Nr.&nbsp;3 AO f&uuml;r vorl&auml;ufig erkl&auml;rt, dies mit dem Zusatz, dass die Vorl&auml;ufigkeitserkl&auml;rung sowohl die Frage erfasse, ob die angef&uuml;hrten gesetzlichen Vorschriften mit h&ouml;herrangigem Recht vereinbar seien, als auch (unter Hinweis auf das Urteil des BFH vom 30.&nbsp;September 2010 III&nbsp;R&nbsp;39\/08, BFHE 231, 7, BStBl II 2011, 11) den Fall, dass das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) oder der BFH die streitige verfassungsrechtliche Frage durch verfassungskonforme Auslegung der angef&uuml;hrten gesetzlichen Vorschriften entscheide. In einem Punkt wurde der Vorl&auml;ufigkeitsvermerk auch auf &sect;&nbsp;165 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 Nr.&nbsp;4 AO gest&uuml;tzt, in einigen Punkten des fr&uuml;heren Vorl&auml;ufigkeitskatalogs die Steuerfestsetzung f&uuml;r endg&uuml;ltig erkl&auml;rt. Die Kl&auml;ger vertraten die Auffassung, die Entscheidung des BFH in dem Verfahren III&nbsp;R&nbsp;39\/08 sei vorliegend nicht ma&szlig;gebend und m&ouml;glicherweise auch nicht mehr richtig. Der BFH habe ausschlie&szlig;lich &uuml;ber einen Vorl&auml;ufigkeitsvermerk nach &sect;&nbsp;165 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 Nr.&nbsp;3 AO zu entscheiden gehabt, w&auml;hrend die Vorschrift wie auch der nunmehr vorliegende Bescheid um die Nr.&nbsp;4 erweitert worden sei. Sie beantragten in erster Linie die Feststellung der Nichtigkeit des angefochtenen Einkommensteuerbescheids in der Fassung der Teil-Einspruchsentscheidung, hilfsweise dessen Aufhebung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nachdem das FG das Verfahren zwischenzeitlich wegen der gegen das Urteil des BFH anh&auml;ngigen Verfassungsbeschwerde ausgesetzt hatte, wies es die Klage ab. Der Vorl&auml;ufigkeitsvermerk sei inhaltlich hinreichend bestimmt und schr&auml;nke den Rechtsschutz des Steuerpflichtigen nicht unzumutbar ein. Die Teil-Einspruchsentscheidung sei rechtm&auml;&szlig;ig, insbesondere ermessensfehlerfrei ergangen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit ihrer Beschwerde gegen die Nichtzulassung der Revision machen die Kl&auml;ger in Bezug auf die Teil-Einspruchsentscheidung Verfahrensm&auml;ngel in Gestalt der Verletzung rechtlichen Geh&ouml;rs i.S. des &sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;3 der Finanzgerichtsordnung (FGO) i.V.m. &sect;&nbsp;119 Nr.&nbsp;3 FGO sowie eine Divergenz nach &sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 Halbsatz&nbsp;2 FGO, in Bezug auf den Vorl&auml;ufigkeitsvermerk grunds&auml;tzliche Bedeutung nach &sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 FGO sowie wiederum die Verletzung rechtlichen Geh&ouml;rs nach &sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;3 FGO i.V.m. &sect;&nbsp;119 Nr.&nbsp;3 FGO geltend. Das FG habe sich nicht mit ihrem Vortrag befasst, dass die Teil-Einspruchsentscheidung in ihrer Begr&uuml;ndung die Frage der Bestimmtheit des Vorl&auml;ufigkeitsvermerks nicht f&uuml;r entscheidungsreif erachte, im Widerspruch dazu aber dar&uuml;ber tats&auml;chlich entschieden habe, was nicht sachdienlich sein k&ouml;nne (dazu II.1.a&nbsp;aa). Es habe sich auch nicht mit dem Einwand der Kl&auml;ger auseinandergesetzt, dass das FA im Rahmen seiner Ermessensaus&uuml;bung keine individuelle Interessenabw&auml;gung vorgenommen, sondern eine formularm&auml;&szlig;ige Fortsetzungsmitteilung verschickt habe (dazu II.1.a&nbsp;bb). Weiter liege eine Divergenz vor, da das FG im Gegensatz zu dem Senatsurteil vom 26.&nbsp;September 2006 X&nbsp;R&nbsp;39\/05 (BFHE 215, 1, BStBl II 2007, 222) davon ausgehe, dass das Interesse des Einspruchsf&uuml;hrers &uuml;berwiegende Interesse des FA an der Fortsetzung des Einspruchsverfahrens m&uuml;sse nicht begr&uuml;ndet werden (dazu II.1.b). Soweit es den Vorl&auml;ufigkeitsvermerk betreffe, sei unter verschiedenen Aspekten die Grundsatzfrage zu beantworten, ob der in dem Bescheid vom 2.&nbsp;M&auml;rz 2012 enthaltene Vorl&auml;ufigkeitsvermerk wirksam bzw. rechtm&auml;&szlig;ig ist und eine etwaige Unwirksamkeit oder Rechtswidrigkeit den Einkommensteuerbescheid ergreife. Die Kritikpunkte bez&ouml;gen sich auf Umfang und Grund der Vorl&auml;ufigkeit (dazu II.2.a aa), die M&ouml;glichkeit des Steuerpflichtigen festzustellen, ob der Vorl&auml;ufigkeitsvermerk wirksam ist (dazu II.2.a bb) und die Einschr&auml;nkungen des Rechtsschutzes f&uuml;r den Steuerpflichtigen (dazu II.2.a&nbsp;cc). Im Hinblick auf alle drei Einw&auml;nde habe das FG au&szlig;erdem das rechtliche Geh&ouml;r verletzt, als es auf den entsprechenden Vortrag der Kl&auml;ger nicht eingegangen sei (dazu II.2.b).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Beschwerde ist teils unzul&auml;ssig, als sie nicht den Darlegungsanforderungen des &sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;3 FGO entspricht, im &Uuml;brigen unbegr&uuml;ndet. Im Kern wenden sich die Kl&auml;ger gegen die durch Zusammentreffen von Vorl&auml;ufigkeitsvermerk und Teil-Einspruchsentscheidung gekennzeichnete gesetzgeberische Konzeption zum Umgang mit Musterverfahren. Ziel dieser Konzeption ist es gerade zu unterbinden, dass Steuerpflichtige wie vormals durch Berufung auf solche Musterverfahren eine nahezu infinite Verfahrensruhe im Einspruchsverfahren erzwingen und damit den Eintritt der Bestandskraft f&uuml;r die gesamte Steuerfestsetzung verhindern, um an allen k&uuml;nftigen vorteilhaften steuerrechtlichen Entwicklungen teilhaben zu k&ouml;nnen. Der BFH hat diese Konzeption mit seinem Urteil in BFHE 231, 7, BStBl II 2011, 11 best&auml;tigt. Der Senat hat sich dem in seinen Urteilen vom 14.&nbsp;M&auml;rz 2012 X&nbsp;R&nbsp;50\/09 (BFHE 237, 14, BStBl II 2012, 536) und vom 23.&nbsp;Januar 2013 X&nbsp;R&nbsp;32\/08 (BFHE 240, 202, BStBl II 2013, 423) angeschlossen. Es gibt keinen Anlass, diese Fragen neu aufzurollen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Soweit sie sich mit der Teil-Einspruchsentscheidung befasst, ist die Beschwerde teils unzul&auml;ssig, teils unbegr&uuml;ndet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Die ger&uuml;gten Verletzungen rechtlichen Geh&ouml;rs verhelfen der Beschwerde nicht zum Erfolg.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Soweit es die vermeintliche Widerspr&uuml;chlichkeit und m&ouml;gliche Unbestimmtheit der Teil-Einspruchsentscheidung betrifft (hinsichtlich der Frage, ob eine Entscheidung &uuml;ber einen seitens des FA f&uuml;r nicht entscheidungsreif erachteten Teil sachdienlich sein k&ouml;nne), ist die Beschwerde zumindest unbegr&uuml;ndet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aaa) Der Senat kann offenlassen, ob aus der Bemerkung des FG, hinsichtlich der ger&uuml;gten Nichtigkeit\/Rechtswidrigkeit der Vorl&auml;ufigkeitsvermerke sei der Einspruch entscheidungsreif gewesen (S.&nbsp;12 Abs.&nbsp;3 des Urteils), zu folgern ist, dass es den entsprechenden Vortrag der Kl&auml;ger (nicht) zur Kenntnis genommen habe. Zwar ging es in dem kl&auml;gerischen Vortrag nicht in erster Linie um die Frage, ob der Einspruch in diesem Punkt tats&auml;chlich entscheidungsreif war, sondern ob die Teil-Einspruchsentscheidung in sich konsistent war, wenn sie auf der einen Seite fehlende Entscheidungsreife behauptet habe, auf der anderen Seite jedenfalls der Tenorierung nach doch entschieden habe. Dazu hat sich das FG nicht ge&auml;u&szlig;ert. Es ist jedoch auch nicht verpflichtet, sich mit jedem Vorbringen ausdr&uuml;cklich auseinanderzusetzen. Das rechtliche Geh&ouml;r ist erst verletzt, wenn sich aus den besonderen Umst&auml;nden des Einzelfalles deutlich ergibt, dass das Gericht ein tats&auml;chliches Vorbringen entweder &uuml;berhaupt nicht zur Kenntnis genommen oder bei seiner Entscheidung ersichtlich nicht in Erw&auml;gung gezogen hat (vgl. Senatsbeschluss vom 4.&nbsp;M&auml;rz 2015 X&nbsp;B&nbsp;39\/14, BFH\/NV 2015, 805, unter II.4.a). Dies ist zumindest nicht offenkundig.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bbb) Sollte das FG tats&auml;chlich den entsprechenden Vortrag &uuml;bersehen haben, k&auml;me es hierauf jedoch im Ergebnis nicht an, da der Mangel auf das Ergebnis der Entscheidung keinen Einfluss haben kann. Zwar ist bei einem absoluten Revisionsgrund, zu dem auch die Verletzung rechtlichen Geh&ouml;rs z&auml;hlt, nach &sect;&nbsp;119 Nr.&nbsp;3 FGO das Urteil als auf diesem Fehler beruhend anzusehen. Das gilt allerdings dann nicht, wenn der Verfahrensfehler nicht etwa das gesamte Verfahren, sondern nur einzelne Feststellungen oder rechtliche Gesichtspunkte betrifft. Dann m&uuml;ssen diese bzw. die diesbez&uuml;glichen M&auml;ngel zum einen auf der Grundlage des materiell-rechtlichen Standpunkts des FG kausal f&uuml;r die Entscheidung i.S. des &sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;3 FGO sein (vgl. BFH-Urteil vom 29.&nbsp;April 2008 VIII&nbsp;R&nbsp;28\/07, BFHE 220, 332, BStBl II 2009, 842, unter II.2.b&nbsp;cc; Gr&auml;ber\/Ratschow, Finanzgerichtsordnung, 8.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;119 Rz&nbsp;22), zum anderen in entsprechender Anwendung von &sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;4 FGO auch aus der Sicht des Revisionsgerichts f&uuml;r die Entscheidung erheblich sein (vgl. Senatsbeschluss vom 16.&nbsp;Juni 2016 X&nbsp;B&nbsp;110\/15, BFH\/NV 2016, 1481; Gr&auml;ber\/Ratschow, a.a.O., &sect;&nbsp;119 Rz&nbsp;19).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>An Letzterem fehlt es, weil die Teil-Einspruchsentscheidung den Widerspruch, den die Kl&auml;ger sehen, in Wahrheit nicht enth&auml;lt. Sie beanstanden, dass das FA die Frage der Bestimmtheit des Vorl&auml;ufigkeitsvermerks nicht in den Nichtentscheidungsteil aufgenommen, folglich jedenfalls dem Tenor nach dar&uuml;ber entschieden habe, w&auml;hrend es in der Begr&uuml;ndung behauptet habe, diese Frage sei nicht entscheidungsreif. Die seitens der Kl&auml;ger beanstandete Passage unter der Rz&nbsp;2.1 der Teil-Einspruchsentscheidung lautet w&ouml;rtlich:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>&quot;Sachdienlichkeit ist im Streitfall deshalb anzunehmen, weil der Einspruch mit Ausnahme eines klar und eindeutig abgrenzbaren Teils &#8211; hier: hinsichtlich der Frage der Bestimmtheit des Vorl&auml;ufigkeitsvermerks &#8211; entscheidungsreif ist und &uuml;ber den &uuml;brigen Teil &#8211; hier: die einfachgesetzliche Auslegung der Punkte\/Normen, hinsichtlich derer der Bescheid wegen verfassungsrechtlicher Fragestellungen teilweise f&uuml;r vorl&auml;ufig gem. &sect;&nbsp;165 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 Nr.&nbsp;3 AO erkl&auml;rt worden ist &#8211; noch nicht entschieden werden soll.&quot;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Senat l&auml;sst dahingestellt, ob der vermeintliche Widerspruch zwischen Tenor und Begr&uuml;ndung &uuml;berhaupt die Bestimmtheit des Tenors in Frage stellen k&ouml;nnte, oder nicht vielmehr nur die Begr&uuml;ndung mangelhaft erscheinen lie&szlig;e, denn er ist nicht vorhanden. Die Kl&auml;ger gehen davon aus, dass sich der in den ersten Spiegelstrichen enthaltene Einschub (&quot;hier: hinsichtlich der Frage der Bestimmtheit des Vorl&auml;ufigkeitsvermerks&quot;) sprachlich auf die &quot;Ausnahme&quot; bezieht und so den\/einen Teil des Einspruchs bezeichnen soll, der nicht entscheidungsreif ist. Das trifft syntaktisch und inhaltlich nicht zu.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dieser Einschub bezieht sich nicht auf die &quot;Ausnahme&quot;, sondern auf den vorgeschalteten Begriff &quot;Einspruch&quot; und definiert folglich gerade den Teil des Einspruchs, der entscheidungsreif ist. Die beiden in Spiegelstriche einger&uuml;ckten Einsch&uuml;be wollen nach dem Aufbau des Satzes erkennbar zum einen den entscheidungsreifen, zum anderen den nicht entscheidungsreifen Teil des Einspruchs umschreiben. Ein Verst&auml;ndnis der Art, dass beide Einsch&uuml;be jeweils einen anderen nicht entscheidungsreifen Teil meinen, w&auml;re mit dem verbleibenden Teil der Aussage und der Teil-Einspruchsentscheidung insgesamt nicht vereinbar. Bereits die Gegen&uuml;berstellung von &quot;entscheidungsreif&quot; und &quot;noch nicht entschieden werden soll&quot; bringt dies zum Ausdruck. Das gilt aber auch f&uuml;r die den zweiten Teil des Satzes einleitende Wortwahl &quot;&uuml;ber den &uuml;brigen Teil&quot;. Diese Klausel macht nur Sinn, wenn sich der vorangestellte Satzteil mit dem zu entscheidenden und entscheidungsreifen Teil des Einspruchs befasst.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dass die Bestimmtheit des Vorl&auml;ufigkeitsvermerks zu dem entscheidungsreifen und auch entschiedenen Teil geh&ouml;ren soll, die Auslegung der Kl&auml;ger daher nicht richtig sein kann, ist schlie&szlig;lich auch dem Kontext zu entnehmen. Die Teil-Einspruchsentscheidung hat gerade &uuml;ber diesen Punkt eine Entscheidung getroffen. In Rz&nbsp;1.2.3 ist ausdr&uuml;cklich ausgef&uuml;hrt, dass und warum der Vorl&auml;ufigkeitsvermerk dem Grunde und dem Umfang nach hinreichend bestimmt sei. Es w&auml;re unverst&auml;ndlich, wenn das FA in derselben Entscheidung die Frage der Bestimmtheit als nicht entscheidungsreif bezeichnen wollte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Wenn aber der behauptete Widerspruch innerhalb der Teil-Einspruchsentscheidung zwischen Tenor und Gr&uuml;nden schon nicht existiert, k&ouml;nnen etwaige diesbez&uuml;gliche Geh&ouml;rsverletzungen keine Auswirkung auf das Entscheidungsergebnis haben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Soweit die Kl&auml;ger beanstanden, das FG habe sich hinsichtlich der Fortsetzungsmitteilung nach &sect;&nbsp;363 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;4 AO nicht mit dem Fehlen der individuellen Interessenabw&auml;gung im Gegensatz zu einer formularm&auml;&szlig;igen Fortsetzungsmitteilung befasst, ist die Beschwerde unzul&auml;ssig, da sie den Darlegungsanforderungen des &sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;3 FGO nicht gen&uuml;gt. Der Senat kann auch hier offenlassen, ob nach den Ma&szlig;st&auml;ben des Senatsbeschlusses in BFH\/NV&nbsp;2015, 805 davon auszugehen ist, dass das FG den Vortrag der Kl&auml;ger sehr wohl gesehen und bedacht, lediglich nicht im Einzelnen er&ouml;rtert hat (dies trotz der pauschalen Bemerkung, Ermessensfehler seien nicht zu erkennen, auf S.&nbsp;12 Abs.&nbsp;4 des Urteils). Da auch diese Geh&ouml;rsr&uuml;ge nur einen einzelnen Gesichtspunkt des Rechtsstreits und nicht das gesamte Verfahren betrifft, h&auml;tten die Kl&auml;ger im Rahmen ihrer Beschwerdebegr&uuml;ndung grunds&auml;tzlich sowohl die Kausalit&auml;t einer etwaigen Geh&ouml;rsverletzung aus der Sicht des FG als auch die Entscheidungserheblichkeit dieses Gesichtspunkts aus Sicht des BFH er&ouml;rtern m&uuml;ssen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Daran fehlt es. Ausf&uuml;hrungen w&auml;ren aber im Hinblick auf die sich aufdr&auml;ngende Frage geboten gewesen, ob die Fortsetzungsmitteilung f&uuml;r die Fortsetzung des Verfahrens &uuml;berhaupt konstitutiv war. Andernfalls w&auml;re die Mitteilung ins Leere gegangen, so dass etwaige Ermessensfehler unma&szlig;geblich w&auml;ren. Verfahrensrechtliche Bedeutung h&auml;tte die Fortsetzungsmitteilung nur dann haben k&ouml;nnen, wenn das Revisionsverfahren III&nbsp;R&nbsp;39\/08 f&uuml;r den vorliegenden Streit die Qualit&auml;t eines Musterverfahrens hatte und die Berufung auf dieses Verfahren zun&auml;chst die sog. Zwangsruhe des Einspruchsverfahrens hat eintreten lassen. Das FA hatte dies mit der &Uuml;berlegung verneint, die Fassung des streitigen Vorl&auml;ufigkeitsvermerk sei mit der in dem Verfahren III&nbsp;R&nbsp;39\/08 zu behandelnden Fassung nicht identisch. Damit hatte die Fortsetzungsmitteilung f&uuml;r das FA nur noch den Charakter einer Hilfsbegr&uuml;ndung. Das FG hat die Frage des Mustercharakters des Verfahrens III&nbsp;R&nbsp;39\/08 ausdr&uuml;cklich offengelassen. Im Revisionsverfahren hingegen w&auml;re diese Frage zu beantworten gewesen. Ausf&uuml;hrungen dazu waren auch nicht etwa deshalb entbehrlich, weil sie offenkundig zu bejahen gewesen w&auml;re. Nachdem der BFH in dem Verfahren III&nbsp;R&nbsp;39\/08 entschieden hatte, haben die Kl&auml;ger im Laufe des vorliegenden Streits selbst in den Schrifts&auml;tzen vom 13.&nbsp;Oktober 2011 und vom 29.&nbsp;November 2011 die Auffassung vertreten, diese Entscheidung sei im vorliegenden Verfahren nicht erheblich, weil der streitige Vorl&auml;ufigkeitsvermerk anders gestaltet gewesen sei. Es w&auml;ren daher im Rahmen der Beschwerdebegr&uuml;ndung Ausf&uuml;hrungen dazu erforderlich gewesen, warum diese Einsch&auml;tzung doch fehlerhaft gewesen und es sich um dieselbe Rechtsfrage gehandelt haben solle.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Die Divergenzr&uuml;ge ist ebenfalls unzul&auml;ssig. Eine Revisionszulassung nach &sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 Halbsatz&nbsp;2 FGO setzt voraus, dass das FG in einer Rechtsfrage von der Entscheidung eines anderen Gerichts abgewichen ist. Dies bedingt zum einen, dass in dem angefochtenen FG-Urteil dieselbe Rechtsfrage wie in der angeblichen Divergenzentscheidung entschieden wurde und die Entscheidungen zu gleichen oder vergleichbaren Sachverhalten ergangen sind. Zum anderen muss die abweichend beantwortete Rechtsfrage im Revisionsverfahren kl&auml;rbar und auch f&uuml;r beide Entscheidungen rechtserheblich gewesen sein. Au&szlig;erdem muss eine Entscheidung des BFH zur Wahrung der Rechtseinheit erforderlich sein (vgl. Senatsbeschluss vom 13.&nbsp;September 2016 X&nbsp;B&nbsp;146\/15, BFH\/NV 2016, 1747, unter II.2.). Dies alles hat der Beschwerdef&uuml;hrer nach &sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;3 FGO darzulegen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Hieran fehlt es bereits in Bezug auf die Kl&auml;rbarkeit der abweichend beantworteten Rechtsfrage. Die Frage der Ermessensfehlerhaftigkeit der Fortsetzungsmitteilung kann im Revisionsverfahren nur kl&auml;rbar sein, wenn durch die Berufung auf das Verfahren III&nbsp;R&nbsp;39\/08 im Einspruchsverfahren tats&auml;chlich die sog. Zwangsruhe eingetreten, dieses Verfahren mithin Musterverfahren f&uuml;r den Streitfall war (s.o. unter II.1.a&nbsp;bb). Dazu haben die Kl&auml;ger nichts vorgetragen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Im Hinblick auf den Vorl&auml;ufigkeitsvermerk ist die Beschwerde unbegr&uuml;ndet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Die Frage nach der Wirksamkeit bzw. Rechtm&auml;&szlig;igkeit des in dem Bescheid vom 2.&nbsp;M&auml;rz 2012 enthaltenen Vorl&auml;ufigkeitsvermerks ist nicht kl&auml;rungsbed&uuml;rftig. Dies gilt folgerichtig auch f&uuml;r die darauf aufbauende Frage, ob eine etwaige Unwirksamkeit oder Rechtswidrigkeit den gesamten Einkommensteuerbescheid ergreife. Die Zulassung der Revision wegen grunds&auml;tzlicher Bedeutung setzt voraus, dass die betreffende Frage kl&auml;rungsbed&uuml;rftig ist und in einem Revisionsverfahren kl&auml;rungsf&auml;hig w&auml;re. Eine Rechtsfrage ist nicht kl&auml;rungsf&auml;hig, wenn sie nicht entscheidungserheblich ist, nicht kl&auml;rungsbed&uuml;rftig, wenn sie offensichtlich so zu beantworten ist wie es das FG getan hat (vgl. Senatsbeschluss vom 8.&nbsp;Februar 2017 X&nbsp;B&nbsp;80\/16, BFH\/NV 2017, 760, unter II.1.a). Sie ist auch nicht kl&auml;rungsbed&uuml;rftig, wenn sie vom BFH bereits gekl&auml;rt worden ist (vgl. BFH-Beschluss vom 22.&nbsp;Dezember 2011 XI&nbsp;B&nbsp;21\/11, BFH\/NV 2012, 813, unter II.1.a), es sei denn, es w&uuml;rden neue Gesichtspunkte geltend gemacht, die eine erneute Pr&uuml;fung und Entscheidung dieser Frage durch den BFH erforderlich machen. Aspekte, die der BFH bereits ber&uuml;cksichtigt und erwogen hat, denen er jedoch im Ergebnis nicht gefolgt ist, gen&uuml;gen nicht (vgl. Senatsbeschluss vom 27.&nbsp;November 2013 X&nbsp;B&nbsp;192\/12, BFH\/NV 2014, 337, unter II.1.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>S&auml;mtliche Einw&auml;nde, die die Kl&auml;ger im Streitfall gegen die Rechtm&auml;&szlig;igkeit des Vorl&auml;ufigkeitsvermerks vorbringen, hat entweder der BFH in seinem Urteil in BFHE 231, 7, BStBl II 2011, 11 bereits ber&uuml;cksichtigt oder sie sind offensichtlich im Sinne des FG-Urteils zu beantworten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Mit dem Aspekt &quot;Umfang und Grund der Vorl&auml;ufigkeit&quot; bringen die Kl&auml;ger &Uuml;berlegungen vor, die sie auf die Neufassung des Vorl&auml;ufigkeitsvermerks (nach Aufnahme von &sect;&nbsp;165 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 Nr.&nbsp;4 AO in das Gesetz und nach Erlass des Urteils in BFHE 231, 7, BStBl II 2011, 11) st&uuml;tzen und mit denen sich der BFH in seiner vorgenannten Entscheidung noch nicht befasst hat, die jedoch offensichtlich nicht zu einer abweichenden Beurteilung f&uuml;hren k&ouml;nnen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aaa) So haben die Kl&auml;ger gefordert, es m&uuml;sse stets klar erkennbar sein, wann eine Vorl&auml;ufigkeit nach &sect;&nbsp;165 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 Nr.&nbsp;3 AO, wann nach &sect;&nbsp;165 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 Nr.&nbsp;4 AO vorliege. Dieser Anforderung kommt der letzte &Auml;nderungsbescheid vom 2.&nbsp;M&auml;rz 2012 aber nach. Der weitere Einwand, der Vorl&auml;ufigkeitsvermerk m&uuml;sse seine Grundlage im Gesetzestext und nicht in einem BFH-Urteil haben, geht ins Leere. Das Urteil des BFH in BFHE 231, 7, BStBl II 2011, 11 ist in dem Vorl&auml;ufigkeitsvermerk nicht als Rechtsgrundlage, sondern als Erl&auml;uterung zur Reichweite erw&auml;hnt, dass n&auml;mlich auch die verfassungskonforme Auslegung der Vorl&auml;ufigkeit nach &sect;&nbsp;165 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 Nr.&nbsp;3 AO unterfalle.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bbb) Soweit die Kl&auml;ger meinen, dass die Zuordnung der verfassungskonformen Auslegung zu Nr.&nbsp;3 oder Nr.&nbsp;4 seit Einf&uuml;gung der Nr.&nbsp;4 wieder zweifelhaft geworden sei, vermag der Senat dem nicht zu folgen. Der III.&nbsp;Senat des BFH hat in seinem Urteil in BFHE 231, 7, BStBl II 2011, 11 zu Recht erkannt, dass die verfassungskonforme Auslegung keine einfachgesetzliche Auslegung eines Steuergesetzes ist, sondern das Ergebnis einer Pr&uuml;fung, ob das betreffende Steuergesetz mit h&ouml;herrangigem Recht vereinbar ist (unter B.II.2.a). Damit geh&ouml;rt sie origin&auml;r in die Nr.&nbsp;3. Daran kann sich bereits denklogisch nicht dadurch etwas ge&auml;ndert haben, dass nunmehr nach &sect;&nbsp;165 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 Nr.&nbsp;4 AO auch die Auslegung eines Steuergesetzes Gegenstand eines Vorl&auml;ufigkeitsvermerks sein kann.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;ger haben zwar insoweit recht, als die Erl&auml;uterungen zur Vorl&auml;ufigkeitserkl&auml;rung nach Nr.&nbsp;3 in dem angefochtenen Bescheid so abgefasst sind, als ob die verfassungskonforme Auslegung zwar nicht zu der Vereinbarkeit mit h&ouml;herrangigem Recht z&auml;hle, trotzdem aber in den Anwendungsbereich der Nr.&nbsp;3 falle. Ebenso ist die Klausel &quot;Soweit die Vorl&auml;ufigkeitserkl&auml;rung die Frage der Verfassungsm&auml;&szlig;igkeit einer Norm betrifft, &#8230;&quot; so formuliert, als ob die Reichweite der Vorl&auml;ufigkeit nach Nr.&nbsp;3 &uuml;ber die Verfassungsm&auml;&szlig;igkeit der Norm hinausginge. Es handelt sich jedoch offenkundig nur um missverst&auml;ndliche Formulierungen. Das gilt schon wegen der Bezugnahme auf das Urteil in BFHE 231, 7, BStBl II 2011, 11, das die verfassungskonforme Auslegung seinerseits unmissverst&auml;ndlich als Teil der Vereinbarkeit mit h&ouml;herrangigem Recht versteht. Zudem w&auml;re es eine sachwidrige Auslegung des Gesetzes, wenn zur Vermeidung von Rechtsschutzl&uuml;cken jeder Vorl&auml;ufigkeitsvermerk, der Verfassungsfragen zum Gegenstand hat, auf Nr.&nbsp;3 und Nr.&nbsp;4 gest&uuml;tzt werden m&uuml;sste. Es ist nie auszuschlie&szlig;en, dass ein Gericht ein Problem durch verfassungskonforme Auslegung ggf. auch gegen den Wortlaut des Gesetzes l&ouml;st. Es w&auml;re aber ein systematisch unverst&auml;ndliches Ergebnis, wenn &sect;&nbsp;165 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 Nr.&nbsp;3 AO keinen selbst&auml;ndigen, n&auml;mlich von &sect;&nbsp;165 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 Nr.&nbsp;4 AO unabh&auml;ngigen Anwendungsbereich mehr h&auml;tte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Die Kl&auml;ger beanstanden weiter, der Steuerpflichtige k&ouml;nne nicht leicht feststellen, ob der Vorl&auml;ufigkeitsvermerk wirksam ist, da er die entsprechenden Musterverfahren nicht kenne und auch nicht ohne Weiteres ermitteln k&ouml;nne.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aaa) Mit diesem Punkt hat sich das Urteil des BFH in BFHE 231, 7, BStBl II 2011, 11 (unter B.II.1.b) dem Grunde nach bereits auseinandergesetzt. Der BFH hatte ebenfalls zu einem Vorl&auml;ufigkeitsvermerk Stellung zu beziehen, der sich nicht nur auf bereits anh&auml;ngige, sondern auch auf k&uuml;nftig anh&auml;ngig werdende Verfahren bezog. Er hat sinngem&auml;&szlig; ausgef&uuml;hrt, es liege bei einer derartigen Vorl&auml;ufigkeit in der Natur der Sache, dass die dem Vorl&auml;ufigkeitsvermerk zugrundeliegenden Verfahren sowie die daraus folgende Dauer der Vorl&auml;ufigkeit nicht genau bestimmt werden k&ouml;nnten, solange der Vorl&auml;ufigkeitsvermerk besteht. Damit ist bereits h&ouml;chstrichterlich gekl&auml;rt, dass es der Wirksamkeit eines Vorl&auml;ufigkeitsvermerks nicht entgegensteht, wenn zu einem gegebenen Zeitpunkt niemand die potentiellen Musterverfahren exakt benennen kann. Wenn die Kl&auml;ger in der Beschwerdeschrift unter Wiederholung ihres erstinstanzlichen Vorbringens wie selbstverst&auml;ndlich davon ausgehen, dass ein derartiger Bescheid nichtig sei, wenden sie sich lediglich gegen die materiell-rechtliche Richtigkeit dieser Rechtsauffassung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bbb) Die Kl&auml;ger r&uuml;gen in diesem Zusammenhang zus&auml;tzlich, dass sie noch nicht einmal feststellen k&ouml;nnten, ob dem Vorl&auml;ufigkeitsvermerk zum Zeitpunkt seines erstmaligen Erlasses &uuml;berhaupt ein Musterverfahren zugrunde lag. Mangelte es daran, bestehe nur eine formale Vorl&auml;ufigkeit, die mangels Rechtsgrundlage keine Wirkung entfalte. Stellten die Steuerpflichtigen dies sp&auml;ter fest, sei die Einspruchsfrist abgelaufen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Diese &Uuml;berlegungen rechtfertigen offensichtlich keine andere Entscheidung als sie das FG sowie der BFH bereits getroffen haben. Es gibt keinen Grund, die von dem BFH er&ouml;rterte und f&uuml;r unsch&auml;dlich erachtete Ungewissheit &uuml;ber die der Vorl&auml;ufigkeit zugrundeliegenden Verfahren je nach Beurteilungszeitpunkt unterschiedlich zu behandeln. Sollten tats&auml;chlich keine Musterverfahren (mehr) anh&auml;ngig sein, bleibt die Festsetzung, wie die Kl&auml;ger selbst zu Recht festgestellt haben, formal vorl&auml;ufig. Die Vorl&auml;ufigkeit kann durch ein sp&auml;ter anh&auml;ngig werdendes entsprechendes Verfahren wieder ausgef&uuml;llt werden. Der Steuerpflichtige kann aber auch beantragen, die Steuerfestsetzung f&uuml;r endg&uuml;ltig zu erkl&auml;ren, und ggf. dagegen im Einspruch- bzw. Klagewege vorgehen. Beide M&ouml;glichkeiten h&auml;ngen aber nicht davon ab, ob ein Musterverfahren erst zu einem sp&auml;teren Zeitpunkt entf&auml;llt oder von Beginn an nicht vorhanden ist. Wenn der Vorl&auml;ufigkeitsvermerk von Beginn an keine Rechtsgrundlage gehabt haben sollte, ist er zwar m&ouml;glicherweise rechtswidrig, aber wirksam. Es steht dem Steuerpflichtigen in solchen F&auml;llen frei, einen Rechtsbehelf zwecks Aufhebung des Vorl&auml;ufigkeitsvermerks einzulegen, sofern er durch einen derartigen Vorl&auml;ufigkeitsvermerk &uuml;berhaupt beschwert wird.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Schlie&szlig;lich erm&ouml;glichen auch die &Uuml;berlegungen der Kl&auml;ger zu den vermeintlichen Einschr&auml;nkungen des Rechtsschutzes f&uuml;r den Steuerpflichtigen die Zulassung der Revision nicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aaa) Die Kl&auml;ger halten den Fall f&uuml;r ungeregelt, dass das BVerfG eine verfassungsrechtliche Frage durch Anwendung oder Auslegung des einfachen Rechts entscheide. Der Senat vermag diesen Einwand nicht nachzuvollziehen. Abgesehen davon, dass die Auslegung des einfachen Rechts grunds&auml;tzlich Sache der Fachgerichte ist, nennt &sect;&nbsp;165 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 Nr.&nbsp;3 AO auch das BVerfG und erfasst auch die verfassungskonforme Auslegung. Eine von der bisherigen Rechtsprechung abweichende Entscheidung kommt vor diesem Hintergrund offensichtlich nicht in Betracht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>37<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bbb) Dasselbe gilt f&uuml;r den Einwand der Kl&auml;ger, die Steuerpflichtigen k&ouml;nnten nicht feststellen, wann der Zeitpunkt f&uuml;r den Antrag auf eine Endg&uuml;ltigkeitserkl&auml;rung gekommen sei. Da die Steuerpflichtigen nicht verpflichtet sind, einen solchen Antrag zu stellen, handelt es sich um ein Scheinproblem. Der Zeitpunkt ist dann gekommen, wenn sie den Antrag stellen m&ouml;chten, weil sie gegen die f&uuml;r endg&uuml;ltig erkl&auml;rte Steuerfestsetzung vorgehen m&ouml;chten. Ob die Voraussetzungen der endg&uuml;ltigen Festsetzung vorliegen, ist in dem betreffenden Antragsverfahren zu entscheiden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>38<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>ccc) Die Kl&auml;ger wenden sich weiter gegen das Konzept, dass gegen die f&uuml;r endg&uuml;ltig erkl&auml;rte Steuerfestsetzung der Einspruch m&ouml;glich ist. Diesen Aspekt hat der BFH in seinem Urteil in BFHE 231, 7, BStBl II 2011, 11 (unter B.II.2.d) ausdr&uuml;cklich behandelt und gekl&auml;rt. Die Kl&auml;ger machen im Rahmen ihrer Beschwerdebegr&uuml;ndung wiederum nur geltend, dies sei fehlerhaft. Damit k&ouml;nnen sie die erneute Zulassung der Revision nicht erreichen. Im Hinblick auf den Vorhalt, die Rechtsauffassung des BFH sei gesetzwidrig, merkt der Senat an, dass die &Auml;nderung einer vorl&auml;ufigen Steuerfestsetzung in eine endg&uuml;ltige Steuerfestsetzung jedenfalls im Hinblick auf die k&uuml;nftige &Auml;nderbarkeit dieser Festsetzung eine Verschlechterung der verfahrensrechtlichen Position des Steuerpflichtigen und damit eine Beschwer darstellt. Diese muss mit Einspruch und ggf. Klage angefochten werden k&ouml;nnen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>39<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>ddd) Ebenso beanstanden die Kl&auml;ger die aus ihrer Sicht unzureichenden M&ouml;glichkeiten, bei einer Vorl&auml;ufigkeitsfestsetzung die Aussetzung der Vollziehung (AdV) zu beantragen. Damit hat sich der BFH in seinem Urteil in BFHE 231, 7, BStBl II 2011, 11 (unter B.II.2.c) ebenfalls bereits befasst. Der Einwand, man k&ouml;nne nicht wissen, welche besonderen Gr&uuml;nde materiell-rechtlicher oder verfahrensrechtlicher Art der Finanzverwaltung ausreichen werden, um ein Einspruchsrecht zu bejahen, wendet sich in der Sache wiederum gegen die Rechtsauffassung des BFH und ist au&szlig;erdem offenkundig nicht tragf&auml;hig, weil auch die Entscheidungen des FA in einem trotz Vorl&auml;ufigkeitsvermerk angestrengten Einspruchsverfahren der gerichtlichen Kontrolle unterliegen. Im &Uuml;brigen verkennen die Kl&auml;ger, dass ein Einspruch nicht von selbst einen Anspruch auf AdV vermittelt. Soweit sie r&uuml;gen, dass die Finanzverwaltung die AdV in Vorl&auml;ufigkeitsf&auml;llen typisierend auf F&auml;lle begrenzt, in denen entsprechende Schreiben oder Erlasse des Bundesministeriums der Finanzen vorliegen, ist das FG, stellt der Steuerpflichtige einen AdV-Antrag bei Gericht, hieran ebenfalls nicht gebunden, der Rechtsschutz deshalb nicht eingeschr&auml;nkt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>40<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>eee) Das seitens der Kl&auml;ger au&szlig;erdem postulierte und ihnen vermeintlich genommene Recht, das Verfahren ruhen zu lassen, existiert nach &sect;&nbsp;363 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 Halbsatz&nbsp;2 AO im Falle eines Vorl&auml;ufigkeitsvermerks gerade nicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>41<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Soweit die Kl&auml;ger im Hinblick auf die im Zusammenhang mit dem Vorl&auml;ufigkeitsvermerk angesprochenen Rechtsfragen die Verletzung rechtlichen Geh&ouml;rs r&uuml;gen, ist die Beschwerde ebenfalls unbegr&uuml;ndet. Der Senat kann an dieser Stelle wiederum dahinstehen lassen, inwieweit anzunehmen ist, ob das FG die Einw&auml;nde der Kl&auml;ger nicht zur Kenntnis genommen und nicht in Erw&auml;gung gezogen hat. Selbst wenn ein entsprechender Mangel vorliegen sollte, k&ouml;nnte der kl&auml;gerische Vortrag aus den soeben unter II.2.a dargestellten Erw&auml;gungen der Rechtsverfolgung keinesfalls zum Erfolg verhelfen (zu den Voraussetzungen der Revisionszulassung wegen Verletzung rechtlichen Geh&ouml;rs s.o. unter II.1.a&nbsp;aa&nbsp;aaa,&nbsp;bbb).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>42<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Die Kostenentscheidung folgt aus &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>43<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Von einer weiteren Begr&uuml;ndung sieht der Senat nach &sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;2 Halbsatz&nbsp;2 FGO ab.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 23.6.2017, X B 152\/16ECLI:DE:BFH:2017:B.230617.XB152.16.0 Vorl&auml;ufigkeitsvermerk &#8211; Teil-Einspruchsentscheidung und Zwangsruhe Tenor Die Beschwerde der Kl&auml;ger wegen Nichtzulassung der Revision gegen das Urteil des Nieders&auml;chsischen Finanzgerichts vom 29. Juni 2016&nbsp;&nbsp;7 K 124\/16 wird als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens haben die Kl&auml;ger zu tragen. Tatbestand 1&nbsp; I. Gegen&uuml;ber den als Eheleute zusammen veranlagten &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/x-b-152-16-vorlaeufigkeitsvermerk-teil-einspruchsentscheidung-und-zwangsruhe\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">X&nbsp;B&nbsp;152\/16 &#8211; Vorl&auml;ufigkeitsvermerk &#8211; Teil-Einspruchsentscheidung und Zwangsruhe<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-67878","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/67878","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=67878"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/67878\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=67878"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=67878"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=67878"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}