{"id":67928,"date":"2017-11-09T10:31:35","date_gmt":"2017-11-09T08:31:35","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=67928"},"modified":"2017-11-09T10:31:35","modified_gmt":"2017-11-09T08:31:35","slug":"x-r-45-16-bescheidkorrektur-bei-nichtberuecksichtigung-einer-umsatzsteuervorauszahlung-als-betriebsausgabe-im-jahr-ihrer-wirtschaftlichen-zugehoerigkeit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/x-r-45-16-bescheidkorrektur-bei-nichtberuecksichtigung-einer-umsatzsteuervorauszahlung-als-betriebsausgabe-im-jahr-ihrer-wirtschaftlichen-zugehoerigkeit\/","title":{"rendered":"X&nbsp;R&nbsp;45\/16 &#8211; Bescheidkorrektur bei Nichtber&uuml;cksichtigung einer Umsatzsteuervorauszahlung als Betriebsausgabe im Jahr ihrer wirtschaftlichen Zugeh&ouml;rigkeit"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 17.5.2017, X R 45\/16<br \/>ECLI:DE:BFH:2017:U.170517.XR45.16.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Bescheidkorrektur bei Nichtber&uuml;cksichtigung einer Umsatzsteuervorauszahlung als Betriebsausgabe im Jahr ihrer wirtschaftlichen Zugeh&ouml;rigkeit<\/p>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Die Revision der Kl&auml;ger gegen das Urteil des Finanzgerichts D&uuml;sseldorf vom 20. Juli 2016&nbsp;&nbsp;7 K 750\/16 E wird als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des Revisionsverfahrens haben die Kl&auml;ger zu tragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Die Kl&auml;ger und Revisionskl&auml;ger (Kl&auml;ger) sind Eheleute, die zusammen zur Einkommensteuer veranlagt werden. Der Kl&auml;ger erzielte im Streitjahr 2012 als Handelsvertreter gewerbliche Eink&uuml;nfte. Den Gewinn seines Einzelunternehmens ermittelte er durch Einnahmen-&Uuml;berschuss-Rechnung (&sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;3 des Einkommensteuergesetzes &#8211;EStG&#8211;).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger beglich die Umsatzsteuervorauszahlung f&uuml;r November 2012 &#8211;nach Fristverl&auml;ngerung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;46 der Umsatzsteuer-Durchf&uuml;hrungsverordnung&#8211; am 8.&nbsp;Januar 2013<em>.<\/em> In der vom damaligen Steuerberater der Kl&auml;ger angefertigten und elektronisch an den Beklagten und Revisionsbeklagten (Finanzamt &#8211;FA&#8211;) &uuml;bermittelten Einnahmen-&Uuml;berschuss-Rechnung f&uuml;r 2012 war diese Vorauszahlung in dem in Zeile&nbsp;45 angegebenen Gesamtbetrag der an das FA geleisteten Umsatzsteuerzahlungen nicht enthalten. Die darauf beruhende Einkommensteuerfestsetzung 2012 wurde &#8211;nach vorherigen anderweitigen Korrekturen&#8211; bestandskr&auml;ftig.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Umsatzsteuervorauszahlung f&uuml;r November 2012 machten die Kl&auml;ger im Folgejahr 2013 als Betriebsausgabe geltend. Diesen Ansatz revidierten sie im weiteren Verlauf des Festsetzungsverfahrens des Jahres 2013 von sich aus zugunsten der Umsatzsteuervorauszahlung f&uuml;r November 2013. Im Zuge dessen beantragten sie, die Umsatzsteuerzahllast f&uuml;r November 2012 als gewinnmindernde Betriebsausgabe im Jahr 2012 anzusetzen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Diesen Antrag lehnte das FA mit der Begr&uuml;ndung ab, verfahrensrechtlich sei keine &Auml;nderung des bestandskr&auml;ftigen Einkommensteuerbescheids 2012 mehr m&ouml;glich. Insbesondere griffen &sect;&nbsp;173 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 der Abgabenordnung (AO) und &sect;&nbsp;174 Abs.&nbsp;3 AO nicht ein.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der dagegen gerichtete Einspruch blieb erfolglos.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Klageverfahren wiederholten und vertieften die Kl&auml;ger ihr Vorbringen aus dem Einspruchsverfahren, wonach im Streitfall die Voraussetzungen von &sect;&nbsp;174 Abs.&nbsp;3 AO und &sect;&nbsp;129&nbsp;AO vorl&auml;gen. Sie trugen u.a. vor, der Nichtber&uuml;cksichtigung der Umsatzsteuervorauszahlung f&uuml;r November 2012 habe die unrichtige Annahme zu Grunde gelegen, der Betriebsausgabenabzug werde im Einkommensteuerbescheid 2013 ber&uuml;cksichtigt; ihrerseits sei eine versehentliche Zuordnung zum Veranlagungszeitraum 2013 vorgenommen worden, wobei &sect;&nbsp;11 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 EStG nicht beachtet worden sei. Dieser rechtlichen Falschbeurteilung sei das FA gefolgt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach zwischenzeitlich durchgef&uuml;hrter Akteneinsicht habe sich f&uuml;r die Kl&auml;ger aus einer in der Einkommensteuerakte enthaltenen Pr&uuml;fberechnung ein farblich markierter &quot;Risiko-Hinweis&quot; ergeben, wonach eine maschinelle &Uuml;berpr&uuml;fung der Eingaben zur gezahlten\/erstatteten Umsatzsteuer nicht m&ouml;glich gewesen sei. Diese Farbmarkierung lasse auf eine &Uuml;berpr&uuml;fung des Hinweises durch das FA schlie&szlig;en, was dessen Vortrag widerspreche, es habe die Gesamtbetragsangabe zu den Umsatzsteuervorauszahlungen des Streitjahres ohne weitere Pr&uuml;fung &uuml;bernommen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Hinsichtlich der M&ouml;glichkeit einer Bescheidsberichtigung nach &sect;&nbsp;129 AO verwiesen sie u.a. auf das Urteil des Bundesfinanzhofs (BFH) vom 27.&nbsp;August 2013 VIII&nbsp;R&nbsp;9\/11 (BFHE 242, 302, BStBl II 2014, 439). Der Streitfall sei gleichgelagert.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Klage hatte keinen Erfolg.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Finanzgericht (FG) erkannte, eine Berichtigung des Einkommensteuerbescheids 2012 gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;129 AO komme nicht Betracht, weil nicht zu seiner Gewissheit feststehe, dass der in Streit stehende unterbliebene Betriebsausgabenabzug auf einem mechanischen Fehler des Steuerberaters der Kl&auml;ger beruhe. Ein Fehler bei der Sachverhaltsermittlung (Feststellung des Zeitpunkts des Abflusses der Vorauszahlung) k&ouml;nne nicht ausgeschlossen werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Auch die Voraussetzungen des &sect;&nbsp;174 Abs.&nbsp;3 AO l&auml;gen nicht vor. Es sei nicht ersichtlich, dass das FA die Vorauszahlung f&uuml;r November 2012 gerade deshalb nicht im Jahr 2012 angesetzt habe, weil sie im Jahr 2013 ber&uuml;cksichtigt werden sollte. Dem FA sei im Zeitpunkt des Erlasses des Einkommensteuerbescheids 2012 nicht bekannt gewesen, dass die Vorauszahlung nicht als Betriebsausgabe in diesem Jahr angesetzt worden sei. Ob es dies m&ouml;glicherweise h&auml;tte erkennen k&ouml;nnen, sei nach dem Wortlaut der Vorschrift unerheblich. In der Folge habe das FA mangels Kenntnis dieses Sachverhalts die diesbez&uuml;gliche Fehlvorstellung der Kl&auml;ger auch nicht als eigene &uuml;bernehmen k&ouml;nnen. Aus dem Risiko-Hinweis ergebe sich nichts Abweichendes. Zum einen sei nicht erkennbar, ob und in welchem Umfang tats&auml;chlich eine Pr&uuml;fung der einzelnen Umsatzsteuervorauszahlungen stattgefunden habe. Zum anderen sei dies rechtlich nicht relevant, weil &sect;&nbsp;174 Abs.&nbsp;3 AO kein Verschulden voraussetze.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zuletzt k&ouml;nne der Einkommensteuerbescheid auch nicht gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;173 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 AO ge&auml;ndert werden, weil der von den Kl&auml;gern mit der Erstellung der Steuererkl&auml;rung f&uuml;r 2012 beauftragte Steuerberater in jedem Fall grob fahrl&auml;ssig gehandelt habe. Dieser h&auml;tte die erforderlichen Angaben zur zeitlichen Zuordnung der streitgegenst&auml;ndlichen Vorauszahlung abfragen bzw. die entsprechenden Kontoausz&uuml;ge daraufhin &uuml;berpr&uuml;fen m&uuml;ssen. Es sei weder vorgetragen worden noch sonst ersichtlich, dass er dies getan habe. Gesetzt den Fall, ihm sei der Zahlungszeitpunkt gleichwohl bekannt gewesen, habe er &sect;&nbsp;11 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 EStG missachtet, mit der Folge, dass ihm aus diesem Grund ein grobes Verschulden anzulasten sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;ger begr&uuml;nden ihre Revision mit der Verletzung materiellen Bundesrechts (&sect;&nbsp;129 AO und &sect;&nbsp;174 Abs.&nbsp;3 AO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In Bezug auf &sect;&nbsp;174 Abs.&nbsp;3 AO r&uuml;gen sie im Wesentlichen, das FA habe die unzutreffende Vorstellung der Kl&auml;ger nicht durch Unkenntnis unwissentlich &uuml;bernommen. Vielmehr habe das FA den Sachverhalt erkennbar nachweislich gepr&uuml;ft, wie dem Bearbeitungsvermerk auf der Pr&uuml;fberechnung zu den Risiko-Hinweisen zu entnehmen sei; danach sei das FA ebenfalls zu derselben, materiell-rechtlich unzutreffenden Rechtsauffassung gelangt. Entgegen der Darstellung im angefochtenen Urteil sei dem FA bekannt gewesen, in welcher H&ouml;he der Kl&auml;ger die Umsatzsteuervorauszahlungen nicht als Betriebsausgabe angesetzt habe.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Anders als das FG meine, k&ouml;nne im Streitfall nicht dahinstehen, ob das FA den Sachverhalt tats&auml;chlich und rechtlich &uuml;berpr&uuml;ft habe. Das Gesetz sehe keine bestimmte Form der Dokumentation der Annahme eines Amtstr&auml;gers i.S. von &sect;&nbsp;174 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 AO vor. Der handschriftliche Bearbeitungsvermerk des Sachbearbeiters belege hinreichend deutlich, dass das FA die Gesamtbetragsangabe zu den gezahlten Umsatzsteuerbetr&auml;gen &uuml;berpr&uuml;ft und somit gleichfalls die damit verbundenen rechtsirrigen &Uuml;berlegungen angestellt habe. Der Sachbearbeiter habe aufgrund der Gewinnermittlung f&uuml;r 2012, der Daten aus dem Umsatzsteuervoranmeldungskonto sowie dem Erhebungskonto nachvollziehen k&ouml;nnen, dass die Vorauszahlung f&uuml;r November 2012 nicht als Betriebsausgabe ber&uuml;cksichtigt worden sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zur &#8211;aus ihrer Sicht zugleich gegebenen&#8211; M&ouml;glichkeit einer Berichtigung des Einkommensteuerbescheids 2012 gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;129 AO f&uuml;hren die Kl&auml;ger aus, mangelnde Sachaufkl&auml;rung sei nicht Ursache der Unrichtigkeit gewesen, denn das FA habe die gezahlte Umsatzsteuer ausweislich des handschriftlichen Bearbeitungsvermerks &uuml;berpr&uuml;ft. Daher habe sich aus der ma&szlig;geblichen Sicht eines objektiven Dritten ergeben, dass der Kl&auml;ger die umsatzsteuerlich ber&uuml;cksichtigte Zahlung nur aufgrund eines mechanischen Versehens nicht in seiner Einkommensteuererkl&auml;rung ber&uuml;cksichtigt hatte. Das FA habe sich dieses Versehen zu eigen gemacht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;ger beantragen sinngem&auml;&szlig;,<br \/>das angefochtene Urteil aufzuheben und den Einkommensteuerbescheid 2012 vom 3.&nbsp;April 2014 unter Aufhebung des Ablehnungsbescheids vom 30.&nbsp;September 2015 in Gestalt der Einspruchsentscheidung vom 2.&nbsp;Februar 2016 dahingehend zu &auml;ndern, dass die Umsatzsteuervorauszahlung f&uuml;r November 2012 in H&ouml;he von 4.478&nbsp;EUR gewinnmindernd ber&uuml;cksichtigt wird.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt,<br \/>die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Es schlie&szlig;t sich der Rechtsauffassung des FG an und verweist in Bezug auf &sect;&nbsp;174 Abs.&nbsp;3 AO in erster Linie darauf, das Gericht habe bereits auf tats&auml;chlicher Ebene nicht feststellen k&ouml;nnen, dass dem zust&auml;ndigen Sachbearbeiter des FA der Umstand der fehlenden Ber&uuml;cksichtigung der Umsatzsteuervorauszahlung f&uuml;r November 2012 in der Einnahmen-&Uuml;berschuss-Rechnung f&uuml;r 2012 bekannt gewesen sei. Auch im Hinblick auf &sect;&nbsp;129 AO habe sich das FG nicht davon &uuml;berzeugen k&ouml;nnen, dass die Nichterkl&auml;rung der Vorauszahlung auf einer &auml;hnlichen offenbaren Unrichtigkeit im Sinne eines mechanischen Versehens beruht habe.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Eine Abweichung von dem von den Kl&auml;gern zitierten BFH-Urteil in BFHE 242, 302, BStBl II 2014, 439 liege nicht vor. Es h&auml;tte weiterer Nachforschungen seitens des FA bedurft, um festzustellen, dass die streitige Vorauszahlung nicht in der Einnahmen-&Uuml;berschuss-Rechnung f&uuml;r 2012 ber&uuml;cksichtigt wurde.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>    <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision hat keinen Erfolg. Sie ist unbegr&uuml;ndet und nach &sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung (FGO) zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG hat aufgrund seiner rechtsfehlerfrei getroffenen, von den Kl&auml;gern nicht mit Verfahrensr&uuml;gen angegriffenen und den Senat daher gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 FGO bindenden Tatsachenfeststellungen zu Recht entschieden, dass weder eine Berichtigung des bestandskr&auml;ftig gewordenen Einkommensteuerbescheids 2012 gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;129 AO m&ouml;glich ist (unter&nbsp;1.) noch dessen &Auml;nderung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;173 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2&nbsp;AO (unter&nbsp;2.) oder &sect;&nbsp;174 Abs.&nbsp;3 AO (unter&nbsp;3.) in Betracht kommt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Die Vorinstanz hat die Anwendbarkeit von &sect;&nbsp;129 AO im Streitfall ohne Rechtsfehler verneint.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Nach &sect;&nbsp;129 Satz&nbsp;1 AO kann die Finanzbeh&ouml;rde Schreibfehler, Rechenfehler und &auml;hnliche offenbare Unrichtigkeiten, die beim Erlass eines Verwaltungsakts unterlaufen sind, jederzeit innerhalb der Verj&auml;hrungsfrist berichtigen. Bei berechtigtem Interesse des Beteiligten ist zu berichtigen (&sect;&nbsp;129 Satz&nbsp;2 AO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Offenbare Unrichtigkeiten i.S. von &sect;&nbsp;129 AO sind mechanische Versehen wie beispielsweise Eingabe- oder &Uuml;bertragungsfehler. Dagegen schlie&szlig;en Fehler bei der Auslegung oder Anwendung einer Rechtsnorm, eine unrichtige Tatsachenw&uuml;rdigung oder die unzutreffende Annahme eines in Wirklichkeit nicht vorliegenden Sachverhalts eine offenbare Unrichtigkeit aus. &sect;&nbsp;129 AO ist ferner nicht anwendbar, wenn auch nur die ernsthafte M&ouml;glichkeit besteht, dass die Nichtbeachtung einer feststehenden Tatsache in einer fehlerhaften Tatsachenw&uuml;rdigung oder einem sonstigen sachverhaltsbezogenen Denk- oder &Uuml;berlegungsfehler begr&uuml;ndet ist oder &#8211;wie hier vom FG angenommen&#8211; auf mangelnder Sachverhaltsaufkl&auml;rung beruht. Die Berichtigungsm&ouml;glichkeit nach &sect;&nbsp;129 AO setzt grunds&auml;tzlich voraus, dass der offenbare Fehler in der Sph&auml;re der den Verwaltungsakt erlassenden Finanzbeh&ouml;rde entstanden ist (z.B. BFH-Urteil vom 16.&nbsp;September 2015 IX&nbsp;R&nbsp;37\/14, BFHE 250, 332, BStBl II 2015, 1040, Rz&nbsp;17). Da die Unrichtigkeit nicht aus dem Bescheid selbst erkennbar sein muss, ist die Vorschrift aber auch dann anwendbar, wenn das FA offenbar fehlerhafte Angaben des Steuerpflichtigen als eigene &uuml;bernimmt (st&auml;ndige Rechtsprechung, z.B. BFH-Urteil in BFHE 242, 302, BStBl II 2014, 439, Rz&nbsp;15, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ob ein mechanisches Versehen oder ein die Berichtigung nach &sect;&nbsp;129 AO ausschlie&szlig;ender Tatsachen- oder Rechtsirrtum vorliegt, muss nach den Verh&auml;ltnissen des Einzelfalls beurteilt werden. Dabei handelt es sich im Wesentlichen um eine Tatfrage, die der revisionsgerichtlichen Pr&uuml;fung nur in eingeschr&auml;nktem Umfang unterworfen ist (s. zuletzt Senatsurteile vom 3.&nbsp;August 2016 X&nbsp;R&nbsp;20\/15, BFH\/NV 2017, 438, und vom 26.&nbsp;Oktober 2016 X&nbsp;R&nbsp;1\/14, BFH\/NV 2017, 257, jeweils unter II.1.a, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Vorliegend hat das FG die Anwendung des &sect;&nbsp;129 AO mit der Begr&uuml;ndung abgelehnt, es habe sich im Rahmen der ihm als Tatsachengericht obliegenden freien Beweisw&uuml;rdigung (&sect;&nbsp;96 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 FGO) nicht davon &uuml;berzeugen k&ouml;nnen, dass ein Fehler des Steuerberaters der Kl&auml;ger bei der Ermittlung des Zeitpunkts des Abflusses der Umsatzsteuervorauszahlung f&uuml;r November 2012 auszuschlie&szlig;en sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dagegen ist revisionsrechtlich nichts einzuwenden. Zwar hat sich das FG zum auf &sect;&nbsp;174 Abs.&nbsp;3 AO bezogenen Vorbringen der Kl&auml;ger, ihr Steuerberater sei hinsichtlich &sect;&nbsp;11 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 EStG einem Rechtsirrtum unterlegen, nicht weiter ge&auml;u&szlig;ert. Dies war an dieser Stelle auch entbehrlich. Ein solcher Irrtum w&auml;re als Vorstufe der mangelnden Sachverhaltsaufkl&auml;rung des Beraters zwar ohne Weiteres denkbar, schl&ouml;sse ein Eingreifen von &sect;&nbsp;129 AO allerdings gleicherma&szlig;en aus, mit der Folge, dass die Klage auch unter diesem Gesichtspunkt h&auml;tte abgewiesen werden m&uuml;ssen. Zudem haben die Kl&auml;ger in Bezug auf &sect;&nbsp;129 AO ausgef&uuml;hrt, der Kl&auml;ger habe die umsatzsteuerlich ber&uuml;cksichtigte Zahlung nur aufgrund eines &quot;mechanischen Versehens&quot; nicht in seiner Einkommensteuererkl&auml;rung ber&uuml;cksichtigt. Ein derart inkonsistenter Vortrag ist schon dem Grunde nach nicht geeignet, die Tatsachen- und Beweisw&uuml;rdigung des FG materiell-rechtlich in Zweifel zu ziehen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Aus dem BFH-Urteil in BFHE 242, 302, BStBl II 2014, 439 ergibt sich nichts Gegenteiliges. In dieser Entscheidung hat der VIII.&nbsp;Senat des BFH die Anwendbarkeit des &sect;&nbsp;129 AO f&uuml;r den Fall bejaht, dass in den vom Steuerpflichtigen selbst erstellten Gewinnermittlungen &uuml;berhaupt keine Umsatzsteuerzahlungen als Betriebsausgaben geltend gemacht wurden, obwohl das FA diese Zahlungen bei der Umsatzsteuerfestsetzung ber&uuml;cksichtigt hatte. Der wesentliche Unterschied zur vorliegenden Konstellation besteht darin, dass dort eine unschwer als solche erkennbare versehentliche Nichtangabe zu beurteilen war, wohingegen vorliegend eine nicht ohne Weiteres zu durchschauende unzutreffende Gesamtbetragsangabe in Streit steht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im vom VIII.&nbsp;Senat des BFH zu beurteilenden Streitfall lag es aus Sicht eines objektiven Dritten auf der Hand, dass nicht alle Umsatzsteuerzahlungen au&szlig;erhalb des ertragsteuerrechtlich ma&szlig;geblichen Zeitraums abgeflossen sein konnten, was die &quot;Offenbarkeit&quot; jener (vom FA &uuml;bernommenen) Unrichtigkeit begr&uuml;ndete. Die weitere M&ouml;glichkeit, der dortige Kl&auml;ger sei einem Rechtsirrtum unterlegen, wonach die Umsatzsteuerzahlungen ganz generell nicht als Betriebsausgaben abgezogen werden k&ouml;nnten, schied ersichtlich aus. So ist der hiesige Streitfall jedoch nicht gelagert. Vorliegend hat der Kl&auml;ger nicht s&auml;mtliche Umsatzsteuervorauszahlungen bei den Betriebsausgaben au&szlig;er Acht gelassen (in Zeile&nbsp;45 der Einnahmen-&Uuml;berschuss-Rechnung f&uuml;r 2012 &uuml;berhaupt keine Eintragung vorgenommen), sondern an dieser Stelle des Vordrucks einen Gesamtbetrag eingesetzt, der nicht von vornherein unrealistisch war. In einem solchen Fall liegt ein schlicht mechanisch bedingtes &Uuml;bertragungsversehen indes nicht offen zu Tage.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Zutreffend hat das FG auch eine &Auml;nderungsm&ouml;glichkeit gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;173 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 AO f&uuml;r nicht gegeben erachtet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ist die Vorinstanz &#8211;wie hier&#8211; von den richtigen rechtlichen Ma&szlig;st&auml;ben ausgegangen, ist ihre tatrichterliche W&uuml;rdigung, der Steuerberater der Kl&auml;ger habe in allen in Betracht kommenden Sachverhaltsvarianten jedenfalls grob fahrl&auml;ssig gehandelt, durch den angerufenen Senat nur auf Verst&ouml;&szlig;e gegen Denkgesetze und Erfahrungss&auml;tze &uuml;berpr&uuml;fbar (vgl. z.B. BFH-Urteil vom 10.&nbsp;Februar 2015 IX&nbsp;R&nbsp;18\/14, BFHE 249, 195, BStBl II 2017, 7, Rz&nbsp;20, m.w.N.). Die Ausf&uuml;hrungen des FG halten dieser eingeschr&auml;nkten Pr&uuml;fung stand. Insbesondere stellt es keinen Rechtsfehler dar, dass das Gericht sowohl auf eine nicht ausreichende Sachverhaltsermittlung als auch auf die Nichtbeachtung des Abflussprinzips abgestellt hat. Denn bei der Nicht- oder Falschanwendung des &sect;&nbsp;11 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 EStG handelt es sich zun&auml;chst um einen rechtlichen Fehler, der dann aber in aller Regel die Ursache f&uuml;r eine mangelhafte Aufkl&auml;rung des ma&szlig;geblichen Lebenssachverhalts (Zeitpunkt des tats&auml;chlichen Abflusses) bildet. Dass sich die Kl&auml;ger das grobe Verschulden ihres steuerlichen Beraters zurechnen lassen m&uuml;ssen, entspricht der st&auml;ndigen Rechtsprechung des BFH (s. erneut BFH-Urteil in BFHE 249, 195, BStBl&nbsp;II 2017, 7, Rz&nbsp;14).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Schlie&szlig;lich gestatten die Sachverhaltsfeststellungen des FG keine Korrektur gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;174 Abs.&nbsp;3 AO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) &sect;&nbsp;174 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 AO erlaubt die &Auml;nderung eines bestandskr&auml;ftigen Steuerbescheids, wenn in dem Bescheid ein bestimmter Sachverhalt (hier: die Umsatzsteuervorauszahlung f&uuml;r November 2012) erkennbar in der Annahme nicht ber&uuml;cksichtigt worden ist, dass er in einem anderen Steuerbescheid zu ber&uuml;cksichtigen sei, und sich diese Annahme als unrichtig herausstellt. Die Vorschrift soll verhindern, dass ein steuererh&ouml;hender oder steuermindernder Vorgang bei der Besteuerung &uuml;berhaupt nicht ber&uuml;cksichtigt wird, und erfordert deshalb einen &quot;negativen Widerstreit&quot;. Dieser liegt vor, wenn ein bestimmter Sachverhalt in keinem von mehreren in Betracht zu ziehenden Steuerbescheiden (hier: die Einkommensteuerbescheide 2012 und 2013) ber&uuml;cksichtigt worden ist, obwohl er in einem dieser Bescheide h&auml;tte ber&uuml;cksichtigt werden m&uuml;ssen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Voraussetzung f&uuml;r das Eingreifen von &sect;&nbsp;174 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 AO ist, dass die (erkennbare) Annahme, ein bestimmter Sachverhalt sei nicht in dem einen, sondern in dem anderen Steuerbescheid zu ber&uuml;cksichtigen, f&uuml;r dessen Nichtber&uuml;cksichtigung kausal geworden ist. Dabei ist unerheblich, ob diese Annahme auf einer sachlichen oder einer rechtlichen Fehlbeurteilung beruht. An der Urs&auml;chlichkeit der Annahme f&uuml;r die Nichtber&uuml;cksichtigung fehlt es jedoch, wenn die Beh&ouml;rde von dem betreffenden Sachverhalt &uuml;berhaupt keine Kenntnis hatte oder rechtsirrt&uuml;mlich annahm, dieser Sachverhalt sei &#8211;jetzt und auch sp&auml;ter&#8211; ohne steuerrechtliche Bedeutung (st&auml;ndige Rechtsprechung, vgl. zuletzt BFH-Urteil vom 27.&nbsp;August 2014 II&nbsp;R&nbsp;43\/12, BFHE 246, 506, BStBl II 2015, 241, Rz&nbsp;15&nbsp;ff., insbesondere Rz&nbsp;19, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Im Streitfall hat das FG ausdr&uuml;cklich festgestellt, dem FA &#8211;also auch dem insoweit ma&szlig;geblichen, f&uuml;r die Steuerfestsetzung zust&auml;ndigen Amtstr&auml;ger (z.B. BFH-Urteil vom 29.&nbsp;Mai 2001 VIII&nbsp;R&nbsp;19\/00, BFHE 195, 23, BStBl II 2001, 743, unter II.3.a)&#8211; sei bei Erlass des Einkommensteuerbescheids 2012 nicht bekannt gewesen, dass die in Streit stehende Umsatzsteuervorauszahlung nicht im Jahr 2012 als Betriebsausgabe angesetzt wurde (FG-Urteil, Seite&nbsp;9, zweiter Absatz). Aufgrund dieser, von den Kl&auml;gern nicht mit Verfahrensr&uuml;gen angegriffenen Urteilsfeststellung mangelt es bereits an der von &sect;&nbsp;174 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 AO vorausgesetzten Annahme auf Seiten des FA, die betreffende Vorauszahlung sei nicht bei der Einkommensteuerveranlagung 2012, sondern erst bei derjenigen des Jahres 2013 zu ber&uuml;cksichtigen. Dies h&auml;tte beim Finanzamtsmitarbeiter bereits nach dem Wortsinn des Tatbestandsmerkmals &quot;Annahme&quot; einen &uuml;ber die rein mechanische &Uuml;bernahme eines auf Seiten des Kl&auml;gers aufgetretenen Fehlers hinausgehenden kognitiven Prozess vorausgesetzt (vgl. Frotscher in Schwarz\/Pahlke, AO\/FGO, &sect;&nbsp;174 AO Rz&nbsp;105). Die mangelnde Kenntnis davon, dass die Kl&auml;ger die Umsatzsteuervorauszahlung f&uuml;r November 2012 nicht in den in Zeile&nbsp;45 der Einnahmen-&Uuml;berschuss-Rechnung f&uuml;r 2012 angegebenen Gesamtbetrag der gezahlten Umsatzsteuer aufgenommen hatten, schlie&szlig;t dies jedoch denklogisch aus.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>37<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In der Folge kann in der Sph&auml;re des FA auch keine kausale Verkn&uuml;pfung einer solchen &#8211;nach den FG-Feststellungen ausgeschlossenen&#8211; Annahme mit der Nichtber&uuml;cksichtigung der Vorauszahlung im Einkommensteuerbescheid 2012 hergestellt werden. Auf sich daran anschlie&szlig;ende Fragen der Erkennbarkeit der von &sect;&nbsp;174 Abs.&nbsp;3 AO vorausgesetzten Annahme des FA f&uuml;r die Kl&auml;ger kommt es somit nicht mehr an.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>38<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Der dagegen gerichtete Vortrag der Kl&auml;ger beschr&auml;nkt sich darauf, der zu Grunde liegenden Tatsachen- und Beweisw&uuml;rdigung der Vorinstanz eine eigene W&uuml;rdigung des Urteilssachverhalts entgegenzusetzen bzw. diesen um urteilsfremdes Vorbringen zu erg&auml;nzen. Damit k&ouml;nnen sie im Revisionsverfahren nicht durchdringen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>39<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Die Tatsachen- und Beweisw&uuml;rdigung des FG ist f&uuml;r das Revisionsgericht grunds&auml;tzlich bindend (&sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 FGO). Dies bedeutet zum einen, dass der BFH denjenigen Sachverhalt zur Grundlage seiner Entscheidung machen muss, den das FG festgestellt hat. Zum anderen darf der BFH nur den vom FG festgestellten Sachverhalt ber&uuml;cksichtigen, d.h. keine eigenen Tatsachenfeststellungen treffen oder eigene tats&auml;chliche W&uuml;rdigungen vornehmen. Liegt den Schlussfolgerungen des FG ein vollst&auml;ndig und richtig ermittelter Sachverhalt zu Grunde, entf&auml;llt die Bindungswirkung nur, wenn Verst&ouml;&szlig;e gegen Denkgesetze, allgemeine Erfahrungss&auml;tze oder die bei der Tatsachenw&uuml;rdigung zu beachtenden Rechtsgrunds&auml;tze anzunehmen sind. Die Gesamtw&uuml;rdigung des Gerichts bzw. das Ergebnis seiner &Uuml;berzeugungsbildung muss dabei nicht zwingend, sondern lediglich m&ouml;glich sein (s. zum Ganzen Gr&auml;ber\/Ratschow, Finanzgerichtsordnung, 8.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;118 Rz&nbsp;41&nbsp;ff., 54, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>40<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Die tatrichterliche W&uuml;rdigung des streitigen Sachverhalts ist weder in sich widerspr&uuml;chlich, noch l&uuml;ckenhaft oder unklar bzw. mehrdeutig und verst&ouml;&szlig;t auch nicht gegen Denkgesetze oder Erfahrungss&auml;tze.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>41<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(1) Dies betrifft insbesondere die von den Kl&auml;gern zum Beleg ihrer gegenl&auml;ufigen W&uuml;rdigung des Streitstoffs herangezogene Pr&uuml;fberechnung zur Veranlagung 2012 (Einkommensteuerakte, Blatt&nbsp;9), welche die Vorinstanz gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;105 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;2 FGO zum Gegenstand der Urteilsfeststellungen gemacht hat (vgl. FG-Urteil, Seite&nbsp;7, zweiter Absatz) und deren Inhalte daher auch dem erkennenden Senat zug&auml;nglich sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>42<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table class=\"Rsp\">\n<tr>\n<th colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\"><\/th>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">Das FG hat dieses Beweismittel in die von ihm durchgef&uuml;hrte Gesamtw&uuml;rdigung miteinbezogen und ist dabei zu dem Ergebnis gelangt, dass nicht erkennbar sei, ob und in welchem Umfang tats&auml;chlich eine Pr&uuml;fung der einzelnen Umsatzsteuervorauszahlungen des Jahres 2012 stattgefunden habe (FG-Urteil, Seite&nbsp;9, zweiter Absatz, a.E.). Dies ist aus Rechtsgr&uuml;nden nicht zu beanstanden. Insbesondere enthielt der hier ma&szlig;gebliche Risiko-Hinweis<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">&quot;6366: (&#8230;) Eine maschinelle &Uuml;berpr&uuml;fung der Eingaben zur gezahlten (&#8230;)\/erstatteten (&#8230;) Umsatzsteuer ist nicht m&ouml;glich.<br \/>Bitte pr&uuml;fen.&quot;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">entgegen der Behauptung der Kl&auml;ger keinen zus&auml;tzlichen handschriftlichen Bearbeitungsvermerk des Sachbearbeiters, sondern war &#8211;wie vom FG zutreffend festgestellt&#8211; allein im Bereich &quot;6366:&quot; farblich markiert. Diese Farbmarkierung findet sich indes bei s&auml;mtlichen Pr&uuml;f- und Risiko-Hinweisen (insgesamt sieben St&uuml;ck); handschriftliche Zus&auml;tze sind nur an einem Pr&uuml;f-Hinweis und zwei &#8211;anderen&#8211; Risiko-Hinweisen angebracht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>43<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(2) Zudem hat das FA &#8211;was sich aus der vom FG ebenfalls in Bezug genommenen und erkennbar in seine W&uuml;rdigung aufgenommenen Stellungnahme des FA vom 19.&nbsp;Mai 2016 ergibt&#8211; seine Sachbearbeitung im finanzgerichtlichen Verfahren n&auml;her erl&auml;utert. Danach seien die lediglich maschinell nicht auswertbaren Umsatzsteuervorauszahlungsbetr&auml;ge aufgrund des betreffenden Hinweises entsprechend den einschl&auml;gigen Verwaltungsvorschriften nochmals &uuml;berschl&auml;gig gepr&uuml;ft und die dabei festgestellten geringen Abweichungen mit den &uuml;blichen Verschiebungen erkl&auml;rt worden; dem Sachvortrag der Kl&auml;ger sei geglaubt und deren Fehler &uuml;bernommen worden, wobei der Rechtsirrtum einzig auf Seiten des Kl&auml;gers gelegen habe.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>44<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dies ist angesichts der systematischen Unterschiede zwischen Einkommen- und Umsatzsteuererhebung auch f&uuml;r den erkennenden Senat nachvollziehbar. So ist es n&auml;mlich keineswegs unwahrscheinlich, sondern sogar regelm&auml;&szlig;ig zu erwarten, dass der Gesamtbetrag der in die Einnahmen-&Uuml;berschuss-Rechnung und die Umsatzsteuererkl&auml;rung desselben Jahres aufgenommenen Vorauszahlungen differiert. Dies ist darauf zur&uuml;ckzuf&uuml;hren, dass das im Einkommensteuerrecht in den F&auml;llen des &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;3 EStG geltende Abflussprinzip nicht auf das Umsatzsteuerrecht erstreckt worden ist. Anders als &sect;&nbsp;11 Abs.&nbsp;2 EStG stellt &sect;&nbsp;18 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;1 des Umsatzsteuergesetzes (UStG) einheitlich auf die Summe der Vorauszahlungen ab, ohne dass es dabei darauf ank&auml;me, zu welchem Zeitpunkt sie entrichtet worden sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>45<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(3) Auf dieser Tatsachengrundlage durfte das FG im Rahmen der freien Beweisw&uuml;rdigung zu dem &#8211;m&ouml;glichen, wenn auch nicht unbedingt zwingenden&#8211; Ergebnis gelangen, dem FA sei bei Erlass des Einkommensteuerbescheids 2012 nicht positiv bekannt gewesen, dass die Umsatzsteuervorauszahlung f&uuml;r November 2012 nicht in dem in Zeile&nbsp;45 der Einnahmen-&Uuml;berschuss-Rechnung f&uuml;r 2012 angegebenen Gesamtbetrag enthalten war.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>46<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Eine Vernehmung des Veranlagungssachbearbeiters als Zeugen haben die Kl&auml;ger im Verfahren vor dem FG nicht beantragt; das FG musste sich hierzu aufgrund der genannten schriftlichen Stellungnahme des FA auch nicht von Amts wegen gedr&auml;ngt sehen. Eine entsprechende Sachaufkl&auml;rungsr&uuml;ge wurde nicht erhoben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>47<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Die Kostenentscheidung beruht auf &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 17.5.2017, X R 45\/16ECLI:DE:BFH:2017:U.170517.XR45.16.0 Bescheidkorrektur bei Nichtber&uuml;cksichtigung einer Umsatzsteuervorauszahlung als Betriebsausgabe im Jahr ihrer wirtschaftlichen Zugeh&ouml;rigkeit Tenor Die Revision der Kl&auml;ger gegen das Urteil des Finanzgerichts D&uuml;sseldorf vom 20. Juli 2016&nbsp;&nbsp;7 K 750\/16 E wird als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen. Die Kosten des Revisionsverfahrens haben die Kl&auml;ger zu tragen. Tatbestand 1&nbsp; I. Die Kl&auml;ger &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/x-r-45-16-bescheidkorrektur-bei-nichtberuecksichtigung-einer-umsatzsteuervorauszahlung-als-betriebsausgabe-im-jahr-ihrer-wirtschaftlichen-zugehoerigkeit\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">X&nbsp;R&nbsp;45\/16 &#8211; Bescheidkorrektur bei Nichtber&uuml;cksichtigung einer Umsatzsteuervorauszahlung als Betriebsausgabe im Jahr ihrer wirtschaftlichen Zugeh&ouml;rigkeit<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-67928","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/67928","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=67928"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/67928\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=67928"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=67928"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=67928"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}