{"id":67934,"date":"2017-11-09T10:32:14","date_gmt":"2017-11-09T08:32:14","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=67934"},"modified":"2017-11-09T10:32:14","modified_gmt":"2017-11-09T08:32:14","slug":"v-r-3-17-zur-steuerfreiheit-von-liegerechten-in-begraebniswaeldern-rechtsschutzbeduerfnis-fuer-ein-rechtsmittel-des-fa-auslegung-von-verwaltungsakten-verpflichtung-des-fa-zum-erlass-eines-verwaltungsa","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/v-r-3-17-zur-steuerfreiheit-von-liegerechten-in-begraebniswaeldern-rechtsschutzbeduerfnis-fuer-ein-rechtsmittel-des-fa-auslegung-von-verwaltungsakten-verpflichtung-des-fa-zum-erlass-eines-verwaltungsa\/","title":{"rendered":"V&nbsp;R&nbsp;3\/17 &#8211; Zur Steuerfreiheit von Liegerechten in Begr&auml;bnisw&auml;ldern &#8211; Rechtsschutzbed&uuml;rfnis f&uuml;r ein Rechtsmittel des FA &#8211; Auslegung von Verwaltungsakten &#8211; Verpflichtung des FA zum Erlass eines Verwaltungsakts"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 21.6.2017, V R 3\/17<br \/>ECLI:DE:BFH:2017:U.210617.VR3.17.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Zur Steuerfreiheit von Liegerechten in Begr&auml;bnisw&auml;ldern &#8211; Rechtsschutzbed&uuml;rfnis f&uuml;r ein Rechtsmittel des FA &#8211; Auslegung von Verwaltungsakten &#8211; Verpflichtung des FA zum Erlass eines Verwaltungsakts<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>Die Einr&auml;umung von Liegerechten zur Einbringung von Urnen unter Begr&auml;bnisb&auml;umen ist gem&auml;&szlig; &sect; 4 Nr. 12 Buchst. a UStG als Vermietung von Grundst&uuml;cken umsatzsteuerfrei, wenn dabei r&auml;umlich abgrenzbare, individualisierte Parzellen zur Nutzung unter Ausschluss Dritter &uuml;berlassen werden.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Die Revision des Beklagten gegen das Urteil des Schleswig-Holsteinischen Finanzgerichts vom 21. November 2016&nbsp;&nbsp;4 K 36\/14 wird als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des Revisionsverfahrens hat der Beklagte zu tragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">I.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Beteiligten streiten dar&uuml;ber, ob die Vergabe von Liegerechten in einem Urnenbegr&auml;bniswald unter die Steuerbefreiungsvorschrift des &sect;&nbsp;4 Nr.&nbsp;12 Buchst.&nbsp;a des Umsatzsteuergesetzes (UStG) f&auml;llt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger und Revisionsbeklagte (Kl&auml;ger) ist Eigent&uuml;mer eines als <em>Urnenbegr&auml;bniswald &quot;X&quot;<\/em> bezeichneten Grundst&uuml;cks. Die Friedhofsordnung der Gemeinde C (Gemeinde) regelt in &sect;&nbsp;2, dass der Friedhof in privatrechtlicher Form durch den jeweiligen Grundst&uuml;ckseigent&uuml;mer oder eine Gesellschaft betrieben werden sollte. Aufgrund eines Vertrags vom Juli 2009 mit der Gemeinde r&auml;umte der Kl&auml;ger der Gemeinde eine pers&ouml;nliche Dienstbarkeit ein, wonach die Gemeinde berechtigt war, die Grundst&uuml;cksfl&auml;che des Begr&auml;bniswaldes als Friedhof zu nutzen. Der Kl&auml;ger &uuml;bernahm vertraglich die Einrichtung und den Betrieb des Friedhofs. Gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;3 des Vertrags sollte der Kl&auml;ger den Nutzungsberechtigten das Recht zur Beisetzung durch privatrechtlichen Vertrag einr&auml;umen. Mit dem Vertrag erkannte der Nutzungsberechtigte die Friedhofssatzung der Gemeinde an.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger r&auml;umte Interessenten sog. Liegerechte an einem Familien- oder Gruppenbaum ein, d.h. ein oder mehrere Nutzungsrechte zur Beisetzung der Asche mit anschlie&szlig;ender Liegezeit f&uuml;r Zeitr&auml;ume von 20 bis 99&nbsp;Jahren. Die B&auml;ume und Parzellen, an denen solche Rechte erworben werden konnten, waren geographisch eingemessen und abgegrenzt und mit einer Nummerierung (Beschilderung) versehen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Zusammenhang mit dieser Leistung nahm der Kl&auml;ger Beratungsleistungen &uuml;ber freie Grabst&auml;tten und Bestattungsorte vor; Details zur Bestattung (z.B. Urnenauswahl etc.) waren nicht Gegenstand der Beratung. Zudem erhielt der Kl&auml;ger den Wald und die Wege, hielt Parkpl&auml;tze vor und stellte auf dem Gel&auml;nde einige B&auml;nke zum Zwecke der Andacht auf. In Erf&uuml;llung einer gegen&uuml;ber der Gemeinde bestehenden Verpflichtung f&uuml;hrte der Kl&auml;ger zudem eine Ruhest&auml;ttendatenbank, die dazu diente, ein zweites elektronisches Register vorzuhalten, falls das Register der Gemeinde abhandenkommen sollte. Grabpflegeleistungen f&uuml;hrte der Kl&auml;ger nicht aus.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Erwerb eines Liegerechts erfolgte &uuml;ber ein Antragsformular, das als Grundlage des zu schlie&szlig;enden Vertrags u.a. die Friedhofsatzung in Bezug nahm. In dieser Satzung wurde darauf hingewiesen, dass der Friedhof in privatrechtlicher Form durch den jeweiligen Grundst&uuml;ckseigent&uuml;mer betrieben und verwaltet werde. Bei Annahme eines Antrags stellte der Kl&auml;ger die Nutzungsgeb&uuml;hr &#8211;die von der in den Vertrag einbezogenen Geb&uuml;hrensatzung festgelegt wurde&#8211; ohne Ausweis der Umsatzsteuer in Rechnung. Nach Bezahlung der vereinbarten Geb&uuml;hren erhielten die Erwerber eine Verleihungsurkunde, welche den Kunden den Erwerb unter konkreter Bezeichnung einer Baumnummer\/Grabst&auml;tte und Grabart best&auml;tigte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Anschluss an eine Au&szlig;enpr&uuml;fung ging der Beklagte und Revisionskl&auml;ger (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) davon aus, dass es sich bei der Vergabe von Liegerechten und der Durchf&uuml;hrung von Bestattungsleistungen um eine einheitliche umsatzsteuerpflichtige Leistung handele und &auml;nderte die Umsatzsteuerbescheide f&uuml;r die Streitjahre (2009 und 2010) entsprechend.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Finanzgericht (FG) gab der Klage nach erfolglosem Einspruchsverfahren mit seinem in Entscheidungen der Finanzgerichte 2017, 246 ver&ouml;ffentlichten Urteil statt und setzte die Umsatzsteuer f&uuml;r die Streitjahre 2009 und 2010 im Tenor seines Urteils entsprechend herab.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA erlie&szlig; am 19.&nbsp;Januar 2017 f&uuml;r beide Streitjahre 2009 und 2010 jeweils einen &quot;Bescheid &uuml;ber Umsatzsteuer&quot;. Im Bescheid f&uuml;r 2009 f&uuml;hrte das FA aus:<\/p>\n<p>&quot;Der Bescheid ist nach &sect;&nbsp;172 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 AO ge&auml;ndert.&quot;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der entsprechende Hinweis im Bescheid f&uuml;r 2010 lautete:<br \/>&quot;Der Bescheid ist nach &sect;&nbsp;164 Abs.&nbsp;2 AO ge&auml;ndert. Der Vorbehalt der Nachpr&uuml;fung bleibt bestehen.&quot;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In den Erl&auml;uterungen f&uuml;hrte das FA zudem aus:<br \/>&quot;Dieser Bescheid &auml;ndert den Bescheid vom 12.02.2013 (2009) bzw. 25.09.2013 (2010).<br \/>&#8230;<br \/>Die Berechnung erfolgt aufgrund des Urteils des Finanzgerichts vom 21.11.2016. Es handelt sich hierbei lediglich um den Vollzug des Urteils und um keine Entscheidung nach &sect;&nbsp;132 AO &uuml;ber die R&uuml;cknahme, &Auml;nderung oder Aufhebung des angefochtenen Bescheids. Die Rechtsbehelfsbelehrung gilt nicht f&uuml;r diese Berechnung.&quot;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit der Revision macht das FA Verletzung materiellen Rechts geltend. Das FG habe die Einr&auml;umung der Liegerechte zu Unrecht als steuerfreie Vermietung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;4 Nr.&nbsp;12 Buchst.&nbsp;a UStG beurteilt. Erforderlich sei hierf&uuml;r die Nutzungs&uuml;berlassung einer bestimmbaren Grundst&uuml;cksfl&auml;che. Das sei zwar bei konventionellen Gr&auml;bern zu bejahen. Die hier streitigen Baumgrabst&auml;tten seien aber naturbelassen und nicht durch Grabsteine oder Bepflanzungen gekennzeichnet. Auch eine r&auml;umliche Abgrenzung sei nicht gestattet. Es gehe auch nicht darum, ein bestimmtes Areal zu nutzen, sondern die Asche verstorbener Personen in den Wurzelbereich der B&auml;ume einzubringen, damit sie dort Teil des Waldbodens werden k&ouml;nne.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt,<br \/>das FG-Urteil aufzuheben und die Klage abzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger beantragt,<br \/>die Revision als unzul&auml;ssig zu verwerfen,<br \/>hilfsweise die Revision als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Bei den Bescheiden vom 19.&nbsp;Januar 2017 habe es sich nicht um formlose Mitteilungen, sondern um ge&auml;nderte, am 23.&nbsp;Januar 2017 und damit vor Einlegung der Revision bekanntgegebene Steuerbescheide gehandelt. Dem FA komme kein Rechtsschutzbed&uuml;rfnis f&uuml;r die Revision zu, weil es dem Klagebegehren vollumf&auml;nglich entsprochen habe. Der Rechtstreit sei in der Hauptsache erledigt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Revision sei auch unbegr&uuml;ndet. Entscheidendes Kriterium der Nutzungsvereinbarung sei die Nutzungs&uuml;berlassung der Baumgrabst&auml;tte an den Nutzungsberechtigten unter Ausschluss anderer Nutzer. Soweit das FA auf die Zielsetzung, die Asche der Verstorbenen zum Bestandteil des Waldbodens werden zu lassen, abstelle, beziehe es sich auf die Werbung f&uuml;r den Waldfriedhof. Die habe aber f&uuml;r die steuerrechtliche Beurteilung keine Bedeutung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">II. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Revision ist zul&auml;ssig, aber unbegr&uuml;ndet und wird deshalb zur&uuml;ckgewiesen (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Das FA hat f&uuml;r seine Revision ein Rechtsschutzinteresse. Zwar fehlt oder entf&auml;llt &#8211;worauf der Kl&auml;ger zu Recht hinweist&#8211; das Rechtsschutzbed&uuml;rfnis f&uuml;r ein Rechtsmittel des FA, wenn es durch Erlass des begehrten Verwaltungsakts vorbehaltslos dem vom FG als rechtm&auml;&szlig;ig beurteilten Klagebegehren entspricht (Beschl&uuml;sse des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 30.&nbsp;Dezember 2004 XI&nbsp;R&nbsp;80\/03, BFH\/NV 2005, 1572; vom 1.&nbsp;Dezember 1993 X&nbsp;R&nbsp;99\/91, BFHE 173, 9, BStBl II 1994, 305; vom 2.&nbsp;Oktober 1992 VI&nbsp;B&nbsp;105\/91, BFHE 169, 20, BStBl II 1993, 57; vom 17.&nbsp;November 1981 VIII&nbsp;R&nbsp;193\/80, BFHE 135, 21, BStBl II 1982, 263). Davon ist im Streitfall aber nicht auszugehen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Nach &sect;&nbsp;119 Abs.&nbsp;1 der Abgabenordnung (AO) muss ein Verwaltungsakt inhaltlich hinreichend bestimmt sein. Einem Verwaltungsakt muss der Regelungsinhalt eindeutig zu entnehmen sein (z.B. BFH-Urteile vom 26.&nbsp;November 2009 III&nbsp;R&nbsp;87\/07, BFHE 227, 466, BStBl II 2010, 429; vom 22.&nbsp;August 2007 II&nbsp;R&nbsp;44\/05, BFHE 218, 494, BStBl II 2009, 754). Ob diese Voraussetzungen erf&uuml;llt sind, ist im Wege der Auslegung unter Ber&uuml;cksichtigung der Auslegungsregeln der &sect;&sect;&nbsp;133, 157 des B&uuml;rgerlichen Gesetzbuchs zu ermitteln. Entscheidend sind der erkl&auml;rte Wille der Beh&ouml;rde und der sich daraus ergebende objektive Erkl&auml;rungsinhalt der Regelung, wie ihn der Empf&auml;nger nach den ihm bekannten Umst&auml;nden unter Ber&uuml;cksichtigung von Treu und Glauben verstehen konnte (BFH-Urteile vom 27.&nbsp;Oktober 2015 VIII&nbsp;R&nbsp;59\/13, BFH\/NV 2016, 726; vom 21.&nbsp;Juli 2011 II&nbsp;R&nbsp;6\/10, BFHE 234, 474, BStBl II 2011, 906; vom 15.&nbsp;April 2010 V&nbsp;R&nbsp;11\/09, BFH\/NV 2010, 1830; vom 26.&nbsp;November 2009 III&nbsp;R&nbsp;67\/07, BFHE 228, 42, BStBl II 2010, 476; in BFHE 227, 466, BStBl II 2010, 429; vom 9.&nbsp;April 2008 II&nbsp;R&nbsp;31\/06, BFH\/NV 2008, 1435; in BFHE 218, 494, BStBl II 2009, 754; vom 11.&nbsp;Juli 2006 VIII&nbsp;R&nbsp;10\/05, BFHE 214, 18, BStBl II 2007, 96). Zur Auslegung ist das Revisionsgericht befugt, wenn die tats&auml;chlichen Feststellungen des FG hierzu ausreichen (z.B. BFH-Urteil in BFH\/NV 2016, 726).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Bei der Auslegung der &quot;Bescheide&quot; vom 19.&nbsp;Januar 2017 ist zu ber&uuml;cksichtigen, dass diese erkennbar &uuml;berfl&uuml;ssig gewesen sind, denn eine Verpflichtung des FA zum Erlass eines Verwaltungsakts ergibt sich nur aus rechtskr&auml;ftigen oder vorl&auml;ufig vollstreckbaren gerichtlichen Entscheidungen. Urteile auf Anfechtungs- und Verpflichtungsklagen k&ouml;nnen aber nur wegen der Kosten f&uuml;r vorl&auml;ufig vollstreckbar erkl&auml;rt werden (&sect;&nbsp;151 Abs.&nbsp;3 FGO; vgl. BFH-Beschluss in BFHE 173, 9, BStBl II 1994, 305).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Es ist letztlich offengeblieben, in welcher Form das FA eigentlich t&auml;tig werden wollte, weil sein Verhalten widerspr&uuml;chlich war. Das FA hat zwar unter dem 19.&nbsp;Januar 2017 jeweils einen &quot;Bescheid &uuml;ber Umsatzsteuer&quot; 2009 und 2010 erlassen und dabei zum Ausdruck gebracht, dass es sich um &Auml;nderungen der Bescheide vom 12.&nbsp;Februar 2013 (2009) bzw. 25.&nbsp;September 2013 (2010) nach &sect;&nbsp;172 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 AO (2009) oder &sect;&nbsp;164 Abs.&nbsp;2 AO (2010) handeln sollte. Dennoch ist unklar geblieben, ob es sich hierbei um dem vom FG als rechtm&auml;&szlig;ig beurteilten Klagebegehren vorbehaltlos entsprechende Verwaltungsakte handeln sollte. Denn das FA hat in den &quot;Bescheiden&quot; zugleich mitgeteilt, dass es sich um eine &quot;Berechnung &#8230; aufgrund des Urteils des Finanzgerichts vom 21.11.2016 &#8230; (und) lediglich um den Vollzug des Urteils und um keine Entscheidung nach &sect;&nbsp;132 AO &uuml;ber die R&uuml;cknahme, &Auml;nderung oder Aufhebung des angefochtenen Bescheids&quot; handeln sollte. Auch die Rechtsbehelfsbelehrung sollte nicht f&uuml;r diese Berechnung gelten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ist &#8211;wie hier&#8211; unklar und streitig, ob das Verhalten des FA zu einer Erledigung des Rechtsstreits zwischen den Instanzen gef&uuml;hrt hat, besteht ein Rechtsschutzbed&uuml;rfnis des im finanzgerichtlichen Verfahren unterlegenen FA f&uuml;r die Revision (vgl. BFH-Beschluss in BFHE 173, 9, BStBl II 1994, 305; BFH-Zwischenurteil vom 15.&nbsp;Juni 1983 II&nbsp;R&nbsp;30\/81, BFHE 138, 517, BStBl II 1983, 680).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Die Revision ist aber unbegr&uuml;ndet. Das FG hat zu Recht entschieden, dass es sich bei der Einr&auml;umung von Liegerechten um steuerfreie Vermietungsleistungen gehandelt hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Steuerfrei ist gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;4 Nr.&nbsp;12 Buchst.&nbsp;a UStG die Vermietung und Verpachtung von Grundst&uuml;cken.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach der Rechtsprechung des Gerichtshofs der Europ&auml;ischen Union (EuGH) und des BFH liegt eine steuerfreie Grundst&uuml;cksvermietung nach &sect;&nbsp;4 Nr.&nbsp;12 Buchst.&nbsp;a UStG vor, wenn dem Vertragspartner gegen Zahlung eines Mietzinses f&uuml;r eine vereinbarte Dauer das Recht einger&auml;umt wird, ein Grundst&uuml;ck in Besitz zu nehmen und andere von ihm auszuschlie&szlig;en (EuGH-Urteile Varenne vom 22.&nbsp;Januar 2015 C-55\/14, EU:C:2015:29, Rz&nbsp;22; Medicom und Maison Patrice Alard vom 18. Juli 2013 C-210\/11, C-211\/11, EU:C:2013:479, Rz&nbsp;26; BFH-Urteile vom 24.&nbsp;September 2015 V&nbsp;R&nbsp;30\/14, BFHE 251, 456, BStBl II 2017, 132; vom 13.&nbsp;Februar 2014 V&nbsp;R&nbsp;5\/13, BFHE 245, 92, mit Nachweisen aus der Rechtsprechung des EuGH).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Danach hat das FG zu Recht eine steuerfreie Vermietung i.S. des &sect;&nbsp;4 Nr.&nbsp;12 Buchst.&nbsp;a UStG angenommen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Beim Grabst&auml;ttennutzungsrecht handelt es sich um ein Sondernutzungsrecht, das darin besteht, die Grabst&auml;tte f&uuml;r die Bestattung, Grabanlage und Errichtung eines Grabmals oder anderer Grabeinrichtungen unter Ausschluss Dritter zu nutzen (vgl. Urteile des Bundesverwaltungsgerichts vom 8.&nbsp;Juli 1960 VII&nbsp;C&nbsp;123.59, BVerwGE 11, 68, 71&nbsp;f.; vom 8.&nbsp;M&auml;rz 1974 VII&nbsp;C&nbsp;73.72, Die &Ouml;ffentliche Verwaltung 1974, 390&nbsp;f., unter Hinweis auf den Beschluss des Bundesverfassungsgerichts vom 29.&nbsp;Juni 1972&nbsp;&nbsp;1&nbsp;BvR&nbsp;98.71 und 101.71).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Vorliegend &uuml;bertrug der Kl&auml;ger den Nutzungsberechtigten das Nutzungsrecht ausweislich der Satzung der Gemeinde sowie der zwischen dieser und dem Kl&auml;ger und den zwischen dem Kl&auml;ger und den Nutzungsberechtigten geschlossenen Vertr&auml;gen auf privatrechtlicher Grundlage.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Gegenstand der Nutzungs&uuml;berlassung waren dabei Grundst&uuml;cksteile im Sinne r&auml;umlich abgegrenzter Teile der Erdoberfl&auml;che, weil der Kl&auml;ger den Nutzungsberechtigten geographisch eingemessene, r&auml;umlich abgrenzbare und mit einer Nummerierung individualisierte Parzellen zur Einbringung von Urnen &uuml;berlie&szlig;. Eine Nutzung durch Dritte war dabei w&auml;hrend der Nutzungszeit ausgeschlossen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Damit liegt eine Vermietung von Grundst&uuml;cken im o.g. Sinne vor. Dass die Kunden mit der Anmietung z.B. m&ouml;glicherweise weiter gehende religi&ouml;se Zwecke verbunden haben, steht dem nicht entgegen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Eine gegen&uuml;ber der Vermietung andersartige Leistung kommt demgegen&uuml;ber in Betracht, wenn neben die Grundst&uuml;cks&uuml;berlassung weitere zus&auml;tzliche gesch&auml;ftliche Aktivit&auml;ten treten, die der Grundst&uuml;cks&uuml;berlassung ein anderes Gepr&auml;ge geben (z.B. EuGH-Urteil Stockholm Lind&ouml;park vom 18.&nbsp;Januar 2001 C-150\/99, EU:C:2001:34; BFH-Urteil in BFHE 251, 456, BStBl II 2017, 132). Die weiteren Leistungsbestandteile (Information &uuml;ber freie Grabst&auml;tten, Instandhaltung des Waldes und der Wege, Bereitstellung von B&auml;nken) geben der Leistung des Kl&auml;gers aber nicht das Gepr&auml;ge, sondern sind Nebenleistungen zur Vermietung, weil sie f&uuml;r den Leistungsempf&auml;nger keinen eigenen Zweck, sondern das Mittel darstellen, um die Hauptleistung unter optimalen Bedingungen in Anspruch zu nehmen (z.B. EuGH-Urteil Mapfre asistencia und Mapfre warranty vom 16.&nbsp;Juli 2015 C-584\/13, EU:C:2015:488, Rz&nbsp;54; BFH-Urteile vom 1.&nbsp;M&auml;rz 2016 XI&nbsp;R&nbsp;11\/14, BFHE 253, 438, BStBl II 2016, 753; vom 27.&nbsp;Februar 2014 V&nbsp;R&nbsp;14\/13, BFHE 245, 272, BStBl II 2014, 869; vom 24.&nbsp;April 2013 XI&nbsp;R&nbsp;7\/11, BFHE 241, 459, BStBl II 2013, 648). Dasselbe gilt f&uuml;r das F&uuml;hren eines zweiten elektronischen Registers, weil dies nur der Sicherung der &quot;Lagepl&auml;ne&quot; dient.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Auch die W&uuml;rdigung des FG, dass die Einr&auml;umung von Parkm&ouml;glichkeiten an die Besucher des Begr&auml;bniswaldes (soweit es sich um die Erben von Kunden handelt) eine Nebenleistung zur Grundst&uuml;cks&uuml;berlassung ist, ist m&ouml;glich und verst&ouml;&szlig;t nicht gegen Denkgesetze oder allgemeine Erfahrungss&auml;tze; sie bindet damit den Senat gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 FGO (vgl. BFH-Urteil in BFHE 253, 438, BStBl II 2016, 753).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Dem stehen weder das Unionsrecht noch &sect;&nbsp;4 Nr.&nbsp;12 Satz&nbsp;2 UStG entgegen. Zwar ist die Vermietung von Pl&auml;tzen f&uuml;r das Abstellen von Fahrzeugen von der Steuerbefreiung der Vermietung und Verpachtung von Grundst&uuml;cken ausgeschlossen (Art.&nbsp;135 Abs.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;b der Richtlinie 2006\/112\/EG des Rates vom 28.&nbsp;November 2006 &uuml;ber das gemeinsame Mehrwertsteuersystem (MwStSystRL), &sect;&nbsp;4 Nr.&nbsp;12 Satz&nbsp;2 UStG). Art.&nbsp;135 Abs.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;l, Abs.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;b MwStSystRL ist aber dahin auszulegen, dass die Mitgliedstaaten die Vermietung von Pl&auml;tzen f&uuml;r das Abstellen von Fahrzeugen nur insoweit nicht von der Mehrwertsteuer befreien d&uuml;rfen, als sie nicht mit der steuerfreien Vermietung von f&uuml;r einen anderen Gebrauch bestimmten Grundst&uuml;cken eng verbunden ist (EuGH-Urteil Morten Henriksen vom 13.&nbsp;Juli 1989 173\/88, EU:C:1989:329 zu Art.&nbsp;13 Teil&nbsp;B Buchst.&nbsp;b der Sechsten Richtlinie 77\/388\/EWG des Rates zur Harmonisierung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten &uuml;ber die Umsatzsteuern vom 17.&nbsp;Mai 1977; BFH-Urteil vom 30.&nbsp;M&auml;rz 2006 V&nbsp;R&nbsp;52\/05, BFHE 213, 253, BStBl II 2006, 731).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Die Kostenentscheidung beruht auf &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 21.6.2017, V R 3\/17ECLI:DE:BFH:2017:U.210617.VR3.17.0 Zur Steuerfreiheit von Liegerechten in Begr&auml;bnisw&auml;ldern &#8211; Rechtsschutzbed&uuml;rfnis f&uuml;r ein Rechtsmittel des FA &#8211; Auslegung von Verwaltungsakten &#8211; Verpflichtung des FA zum Erlass eines Verwaltungsakts Leits&auml;tze Die Einr&auml;umung von Liegerechten zur Einbringung von Urnen unter Begr&auml;bnisb&auml;umen ist gem&auml;&szlig; &sect; 4 Nr. 12 Buchst. a UStG als Vermietung von &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/v-r-3-17-zur-steuerfreiheit-von-liegerechten-in-begraebniswaeldern-rechtsschutzbeduerfnis-fuer-ein-rechtsmittel-des-fa-auslegung-von-verwaltungsakten-verpflichtung-des-fa-zum-erlass-eines-verwaltungsa\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">V&nbsp;R&nbsp;3\/17 &#8211; Zur Steuerfreiheit von Liegerechten in Begr&auml;bnisw&auml;ldern &#8211; Rechtsschutzbed&uuml;rfnis f&uuml;r ein Rechtsmittel des FA &#8211; Auslegung von Verwaltungsakten &#8211; Verpflichtung des FA zum Erlass eines Verwaltungsakts<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-67934","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/67934","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=67934"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/67934\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=67934"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=67934"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=67934"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}