{"id":67954,"date":"2017-11-09T10:34:04","date_gmt":"2017-11-09T08:34:04","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=67954"},"modified":"2017-12-30T19:21:36","modified_gmt":"2017-12-30T17:21:36","slug":"xi-r-37-14-zur-unternehmereigenschaft-und-steuerbarkeit-der-leistungen-eines-berufspokerspielers","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/xi-r-37-14-zur-unternehmereigenschaft-und-steuerbarkeit-der-leistungen-eines-berufspokerspielers\/","title":{"rendered":"XI&nbsp;R&nbsp;37\/14 &#8211; Zur Unternehmereigenschaft und Steuerbarkeit der Leistungen eines &quot;Berufspokerspielers&quot;"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 30.8.2017, XI R 37\/14<br \/>ECLI:DE:BFH:2017:U.300817.XIR37.14.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Zur Unternehmereigenschaft und Steuerbarkeit der Leistungen eines &quot;Berufspokerspielers&quot;<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>1. Ein &quot;Berufspokerspieler&quot; erbringt keine Leistung im Rahmen eines Leistungsaustausches gegen Entgelt, wenn er an Spielen fremder Veranstalter teilnimmt und ausschlie&szlig;lich im Falle der erfolgreichen Teilnahme Preisgelder oder Spielgewinne erh&auml;lt. Zwischen der (blo&szlig;en) Teilnahme am Pokerspiel und dem im Erfolgsfall erhaltenen Preisgeld oder Gewinn fehlt der f&uuml;r einen Leistungsaustausch erforderliche unmittelbare Zusammenhang.<\/p>\n<\/p>\n<p>2. Die Teilnahme an einem Pokerspiel ist jedoch eine im Rahmen eines Leistungsaustausches gegen Entgelt erbrachte Dienstleistung, wenn der Veranstalter f&uuml;r sie eine von der Platzierung unabh&auml;ngige Verg&uuml;tung zahlt. In einem solchen Fall ist die vom Veranstalter geleistete Zahlung die tats&auml;chliche Gegenleistung f&uuml;r die vom Spieler erbrachte Dienstleistung, an dem Pokerspiel teilzunehmen.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Auf die Revision des Kl&auml;gers werden das Urteil des Finanzgerichts M&uuml;nster vom 15. Juli 2014&nbsp;&nbsp;15 K 798\/11 U und die Umsatzsteuerbescheide des Beklagten f&uuml;r die Jahre 2006 und 2007 vom 8. Dezember 2009 sowie die Einspruchsentscheidung des Beklagten vom 4. Februar 2011 aufgehoben.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des gesamten Verfahrens hat der Beklagte zu tragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">I. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Beteiligten streiten dar&uuml;ber, ob die vom Kl&auml;ger und Revisionskl&auml;ger (Kl&auml;ger) in den Jahren 2006 und 2007 (Streitjahre) bei Pokerturnieren sowie bei sog. Cash-Games und bei Internet-Pokerveranstaltungen erzielten Gewinne Entgelte f&uuml;r (im Inland) umsatzsteuerpflichtige Leistungen darstellen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger war als Arbeitnehmer nichtselbst&auml;ndig t&auml;tig. Am 6.&nbsp;Juni 2005 traf er mit seinem damaligen Arbeitgeber eine Vereinbarung &uuml;ber die Gew&auml;hrung unbezahlten Urlaubs f&uuml;r den Zeitraum vom 1.&nbsp;August 2005 bis 31.&nbsp;Januar 2007. Nach Ablauf dieser Vereinbarung gab der Kl&auml;ger seine nichtselbst&auml;ndige T&auml;tigkeit auf und war seitdem nicht mehr als Arbeitnehmer t&auml;tig.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger nahm u.a. in den Streitjahren an Pokerturnieren, an sog. Cash-Games und an Internet-Pokerveranstaltungen teil. Umsatzsteuererkl&auml;rungen reichte er nicht ein.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) nahm nach einer Au&szlig;enpr&uuml;fung an, der Kl&auml;ger sei als Berufspokerspieler Unternehmer i.S. des &sect;&nbsp;2 des Umsatzsteuergesetzes (UStG). Er erlie&szlig; am 8.&nbsp;Dezember 2009 gegen den Kl&auml;ger Umsatzsteuer-Jahresbescheide f&uuml;r 2006 und 2007. Dabei setzte er Ums&auml;tze in H&ouml;he von 26.460&nbsp;EUR (2006) und 61.000&nbsp;EUR (2007) an.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Finanzgericht (FG) wies die dagegen nach erfolglosem Einspruch (Einspruchsentscheidung vom 4.&nbsp;Februar 2011) erhobene Klage ab.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Es f&uuml;hrte u.a. aus, der Kl&auml;ger habe mit der T&auml;tigkeit als um Preisgelder spielender Pokerspieler umsatzsteuerpflichtige sonstige Leistungen ausgef&uuml;hrt. Er habe in der Absicht, Einnahmen zu erzielen, an Pokerturnieren, Cash-Games und &uuml;ber das Internet durchgef&uuml;hrten Spielen, bei denen Geldgewinne f&uuml;r den Sieger und die Platzierten ausgelobt waren, nach den jeweils vorgegebenen Spielregeln teilgenommen und bei diesen Veranstaltungen unter &Uuml;bernahme eines Wagnisses &#8211;Verlust seines Geldeinsatzes&#8211; gegen andere Teilnehmer gespielt. Ob die T&auml;tigkeiten des Kl&auml;gers zivilrechtlich rechtswirksam (oder als m&ouml;glicherweise nicht durchsetzbare Naturalobligation unwirksam) gewesen seien, sei umsatzsteuerrechtlich unbeachtlich.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Urteil des FG ist in Entscheidungen der Finanzgerichte (EFG) 2014, 1823 ver&ouml;ffentlicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit der Revision r&uuml;gt der Kl&auml;ger die Verletzung materiellen Rechts sowie Verfahrensfehler.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Er macht im Wesentlichen geltend, die Gewinne aus seiner &quot;Spielt&auml;tigkeit&quot; unterl&auml;gen nicht gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 UStG der Umsatzbesteuerung, weil er dabei nicht als Unternehmer im Rahmen eines Leistungsaustausches gehandelt habe.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Es sei unklar, wer aus Sicht des FG jeweils Empf&auml;nger seiner (vermeintlichen) Leistungen gewesen sei. Bei Turnieren sei dies allenfalls der Veranstalter, der jeweils nachweislich im Ausland ans&auml;ssig gewesen sei. Soweit das FG den Vergleich mit Leistungen eines Berufssportlers gezogen habe, sei es auf den besonderen Leistungsort des &sect;&nbsp;3a Abs.&nbsp;3 Nr.&nbsp;3 Buchst.&nbsp;a UStG nicht eingegangen. Danach liege der Leistungsort dort, wo ein Unternehmer seine Leistung erbracht habe.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger beantragt,<br \/>die Vorentscheidung, die Umsatzsteuerbescheide f&uuml;r 2006 und 2007 vom 8.&nbsp;Dezember 2009 sowie die Einspruchsentscheidung vom 4.&nbsp;Februar 2011 aufzuheben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt,<br \/>die Revision als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">II. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Revision ist begr&uuml;ndet; sie f&uuml;hrt zur Aufhebung der Vorentscheidung und zur Klagestattgabe (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Der Kl&auml;ger hat in den Streitjahren keine steuerbaren Ums&auml;tze als Unternehmer ausgef&uuml;hrt, weil zwischen seiner Teilnahme an Pokerturnieren, Cash-Games und Internet-Pokerveranstaltungen und den erhaltenen Zahlungen (Preisgeldern und Spielgewinnen) kein unmittelbarer Zusammenhang bestand.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Der Umsatzsteuer unterliegen u.a. sonstige Leistungen, die ein Unternehmer im Inland gegen Entgelt im Rahmen seines Unternehmens ausf&uuml;hrt (&sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 UStG).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Dieser Tatbestand ist weit auszulegen, da die entsprechenden unionsrechtlichen Vorgaben in Art.&nbsp;4 der Sechsten Richtlinie 77\/388\/EWG des Rates vom 17.&nbsp;Mai 1977 zur Harmonisierung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten &uuml;ber die Umsatzsteuern (Richtlinie 77\/388\/EWG) und Art.&nbsp;2 der Richtlinie 2006\/112\/EG des Rates vom 28.&nbsp;November 2006 &uuml;ber das gemeinsame Mehrwertsteuersystem (MwStSystRL) der Mehrwertsteuer einen sehr weiten Anwendungsbereich zuweisen (vgl. Urteile des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 12.&nbsp;August 2015 XI&nbsp;R&nbsp;43\/13, BFHE 251, 253, BStBl II 2015, 919, Rz&nbsp;33; vom 14.&nbsp;Januar 2016 V&nbsp;R&nbsp;63\/14, BFHE 253, 279, BStBl II 2016, 360, Rz&nbsp;14; Urteile des Gerichtshofs der Europ&auml;ischen Union &#8211;EuGH&#8211; Redlihs vom 19.&nbsp;Juli 2012 C-263\/11, EU:C:2012:497, H&ouml;chstrichterliche Finanzrechtsprechung &#8211;HFR&#8211; 2012, 1020, Rz&nbsp;24; Gmina Wroclaw vom 29.&nbsp;September 2015 C-276\/14, EU:C:2015:635, HFR&nbsp;2015, 1087, Rz&nbsp;26). Erforderlich ist eine beliebige Vorteilsgew&auml;hrung, die zu einem Verbrauch f&uuml;hren kann; der Vorteil muss dabei einem identifizierbaren Leistungsempf&auml;nger einger&auml;umt werden (vgl. BFH-Urteile vom 27.&nbsp;Februar 2008 XI&nbsp;R&nbsp;50\/07, BFHE 221, 410, BStBl II 2009, 426, unter&nbsp;II.1., Rz&nbsp;9; in BFHE 253, 279, BStBl II 2016, 360, Rz&nbsp;14).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Auch die Veranstaltung von Gl&uuml;cksspielen f&auml;llt grunds&auml;tzlich in den Anwendungsbereich der Mehrwertsteuer, ob sie erlaubt ist oder nicht (vgl. EuGH-Urteil Fischer vom 11.&nbsp;Juni 1998 C-283\/95, EU:C:1998:276, HFR&nbsp;1998, 777, Rz&nbsp;18, 23). Die Leistung des Veranstalters an die Spieler besteht in der Zulassung zum Spiel mit Gewinnchance (vgl. BFH-Urteil vom 20.&nbsp;Januar 1997 V&nbsp;R&nbsp;20\/95, BFHE 182, 409, BFH\/NV 1997, 240, unter II.1., 2.a und&nbsp;b, Rz&nbsp;8, 11, 12, betreffend Backgammon-Turnier).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Der BFH hat dar&uuml;ber hinaus angenommen, dass beim Kartenspiel umsatzsteuerrechtlich eine entgeltliche (sonstige) Leistung gegen Entgelt auch in der Bereitschaft bestehen k&ouml;nne, nach den Spielregeln unter &Uuml;bernahme eines Wagnisses mit anderen gegen Geld zu spielen (vgl. BFH-Urteil vom 26.&nbsp;August 1993 V&nbsp;R&nbsp;20\/91, BFHE 172, 227, BStBl II 1994, 54). Die Leistung bei Kartenspielen mit mehreren Mitspielern erbringe dann der einzelne Spieler gegen&uuml;ber den Mitspielern (vgl. BFH-Urteil in BFHE 172, 227, BStBl II 1994, 54, unter II.1.b, Rz&nbsp;11). Allerdings betraf der dortige Streitfall einen Kl&auml;ger, dessen T&auml;tigkeit &uuml;ber die T&auml;tigkeit eines blo&szlig;en Spielers hinausging; sie war vielmehr durch das Anbieten von Spielm&ouml;glichkeiten gepr&auml;gt. Der dortige Kl&auml;ger konnte einem Veranstalter von Spielen gleichgestellt werden, zumal er &#8211;als Spieler bekannt&#8211; an einem bestimmten Ort zu festen Zeiten anderen Personen die Spielm&ouml;glichkeit er&ouml;ffnete (vgl. BFH-Urteil in BFHE 172, 227, BStBl II 1994, 54, unter II.1.a, Rz&nbsp;10).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Der EuGH hat nach Ergehen des BFH-Urteils in BFHE 172, 227, BStBl II 1994, 54 in st&auml;ndiger Rechtsprechung entschieden, dass ein &quot;Umsatz gegen Entgelt&quot; das Bestehen eines unmittelbaren Zusammenhangs zwischen dieser Leistung und einer tats&auml;chlich vom Steuerpflichtigen empfangenen Gegenleistung voraussetzt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Dazu muss zwischen dem Leistenden und dem Leistungsempf&auml;nger ein Rechtsverh&auml;ltnis bestehen, in dessen Rahmen gegenseitige Leistungen ausgetauscht werden, wobei die vom Leistenden empfangene Verg&uuml;tung den tats&auml;chlichen Gegenwert f&uuml;r die dem Leistungsempf&auml;nger erbrachte Dienstleistung bildet (vgl. u.a. EuGH-Urteile Tolsma vom 3.&nbsp;M&auml;rz 1994 C-16\/93, EU:C:1994:80, HFR 1994, 357, Rz&nbsp;13 und 14; Gemeente Borsele vom 12.&nbsp;Mai 2016 C-520\/14, EU:C:2016:334, HFR&nbsp;2016, 664, Rz&nbsp;24; Lajver vom 2.&nbsp;Juni 2016 C-263\/15, EU:C:2016:392, HFR&nbsp;2016, 665, Rz&nbsp;26).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dem hat sich der BFH angeschlossen (vgl. z.B. BFH-Urteile vom 10.&nbsp;Juli 1997 V&nbsp;R&nbsp;94\/96, BFHE 183, 288, BStBl II 1997, 707; vom 14.&nbsp;M&auml;rz 2012 XI&nbsp;R&nbsp;8\/10, BFH\/NV 2012, 1667, Rz&nbsp;52; in BFHE 251, 253, BStBl II 2015, 919, Rz&nbsp;25).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Der EuGH hat zudem durch Urteil Bastova vom 10.&nbsp;November 2016 C-432\/15 (EU:C:2016:855, Umsatzsteuer-Rundschau &#8211;UR&#8211; 2016, 913, Mehrwertsteuerrecht &#8211;MwStR&#8211; 2016, 991) entschieden, dass die Teilnahme an einem Wettbewerb (dort: Pferderennen) keine gegen Entgelt erbrachte Dienstleistung ist, wenn f&uuml;r die Teilnahme weder ein Antrittsgeld noch eine andere unmittelbare Verg&uuml;tung gezahlt wird und nur Teilnehmer (dort: die Eigent&uuml;mer der Pferde) mit einer erfolgreichen Platzierung ein &#8211;sei es auch ein im Voraus festgelegtes&#8211; Preisgeld erhalten; denn die Ungewissheit einer Zahlung sei geeignet, den unmittelbaren Zusammenhang zwischen der dem Leistungsempf&auml;nger erbrachten Dienstleistung und der ggf. erhaltenen Zahlung aufzuheben (vgl. entsprechend EuGH-Urteile Tolsma, EU:C:1994:80, HFR 1994, 357, Rz&nbsp;19, und Cibo Participations vom 27.&nbsp;September 2001 C-16\/00, EU:C:2001:495, BFH\/NV 2002, Beilage&nbsp;1, 6, Rz&nbsp;43).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Der EuGH f&uuml;hrt zur Begr&uuml;ndung aus, in einem Fall, in dem f&uuml;r die Teilnahme an einem Wettbewerb weder ein Antrittsgeld noch eine andere unmittelbare Verg&uuml;tung gezahlt wird und nur Teilnehmer mit einer erfolgreichen Platzierung ein Preisgeld erhalten, k&ouml;nne nicht davon ausgegangen werden, dass f&uuml;r die (blo&szlig;e) Teilnahme eine tats&auml;chliche Gegenleistung erbracht werde (vgl. EuGH-Urteil Bastova, EU:C:2016:855, UR 2016, 913, MwStR 2016, 991, Rz&nbsp;36).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Preisgeld werde in einem solchen Fall f&uuml;r die Erzielung eines bestimmten Wettbewerbsergebnisses gezahlt. Auch wenn sich der Veranstalter zur Zahlung eines Preisgeldes verpflichtet haben sollte, dessen H&ouml;he im Voraus festgesetzt und bekannt sei, h&auml;nge der Erhalt dieses Preisgeldes also von der Erzielung einer besonderen Leistung ab und unterliege gewissen Unw&auml;gbarkeiten. Diese schl&ouml;ssen einen unmittelbaren Zusammenhang zwischen der Teilnahme am Wettbewerb (dort: Pferderennen) und dem Erhalt des Preisgeldes aus (EuGH-Urteil Bastova, EU:C:2016:855, UR 2016, 913, MwStR 2016, 991, Rz&nbsp;37).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Au&szlig;erdem liefe die gegenteilige Auffassung, bei der das ggf. gewonnene Preisgeld als tats&auml;chliche Gegenleistung f&uuml;r die Teilnahme am Wettbewerb eingestuft w&uuml;rde, darauf hinaus, dass die Einstufung dieser Teilnahme als steuerpflichtiger Umsatz entgegen der st&auml;ndigen Rechtsprechung des EuGH, wonach der Begriff &quot;Dienstleistung&quot; objektiven Charakter hat und unabh&auml;ngig von Zweck und Ergebnis der betroffenen Ums&auml;tze anwendbar ist (vgl. Urteil Newey vom 20.&nbsp;Juni 2013 C-653\/11, EU:C:2013:409, MwStR 2013, 373, Rz&nbsp;41 und die dort angef&uuml;hrte Rechtsprechung), von dem Ergebnis abh&auml;ngig gemacht w&uuml;rde, das der Teilnehmer beim Wettbewerb (dort: Pferderennen) erzielt hat (EuGH-Urteil Bastova, EU:C:2016:855, UR 2016, 913, MwStR 2016, 991, Rz&nbsp;38).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Der erkennende Senat schlie&szlig;t sich dieser Rechtsprechung an. Danach erbringt ein &quot;Berufspokerspieler&quot; keine Leistung im Rahmen eines Leistungsaustausches &quot;gegen Entgelt&quot; i.S. von &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 UStG, wenn er an Spielen fremder Veranstalter teilnimmt und ausschlie&szlig;lich im Falle der erfolgreichen Teilnahme Preisgelder oder Spielgewinne erh&auml;lt. Zwischen der blo&szlig;en Teilnahme am Kartenspiel und dem im Erfolgsfall erhaltenen Preisgeld oder Gewinn fehlt dann der f&uuml;r einen Leistungsaustausch erforderliche unmittelbare Zusammenhang.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zwar hat das FA schrifts&auml;tzlich und in der m&uuml;ndlichen Verhandlung ausf&uuml;hrlich Kritik am EuGH-Urteil Bastova (EU:C:2016:855, UR 2016, 913, MwStR 2016, 991) ge&auml;u&szlig;ert und h&auml;lt dieses Urteil f&uuml;r unzutreffend und teilweise f&uuml;r &quot;nicht nachvollziehbar&quot;. Der BFH muss aber als Fachgericht einschl&auml;gige Rechtsprechung des EuGH auswerten und seine Entscheidung hieran orientieren, um u.a. festzustellen, ob eine Rechtsfrage bereits durch die Rechtsprechung des EuGH gekl&auml;rt ist (vgl. u.a. Beschl&uuml;sse des Bundesverfassungsgerichts &#8211;BVerfG&#8211; vom 8.&nbsp;April 2015&nbsp;&nbsp;2&nbsp;BvR&nbsp;35\/12, juris, Rz&nbsp;26; vom 15.&nbsp;Dezember 2016&nbsp;&nbsp;2&nbsp;BvR&nbsp;221\/11, Zeitschrift f&uuml;r das gesamte Lebensmittelrecht 2017, 472, Rz&nbsp;37, m.w.N.). Wollte der BFH von der Auslegung des einschl&auml;gigen Unionsrechts durch den EuGH abweichen, m&uuml;sste er ihn erneut um Vorabentscheidung ersuchen, um nicht den gesetzlichen Richter i.S. des Art.&nbsp;101 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 des Grundgesetzes zu verletzen (vgl. BVerfG-Beschl&uuml;sse vom 8.&nbsp;April 1987&nbsp;&nbsp;2&nbsp;BvR&nbsp;687\/85, BVerfGE 75, 223, Rz&nbsp;37&nbsp;f.; vom 19.&nbsp;Juli 2011&nbsp;&nbsp;1&nbsp;BvR&nbsp;1916\/09, BVerfGE 129, 78, Rz&nbsp;98). Zu einer erneuten Vorlage besteht aus Sicht des erkennenden Senats vorliegend kein Anlass, da der Senat der Auffassung des EuGH folgt und die Rechtsfrage unionsrechtlich f&uuml;r bereits gekl&auml;rt h&auml;lt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im &Uuml;brigen ist auch die Finanzverwaltung nach Art.&nbsp;4 Abs.&nbsp;3 Unterabs.&nbsp;2 des Vertrages &uuml;ber die Europ&auml;ische Union gehalten, die Rechtsprechung des EuGH zu beachten und Steuerrechtsnormen im Lichte dieser Urteile auszulegen (vgl. Englisch in Tipke\/ Lang, Steuerrecht, 22.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;4 Rz&nbsp;17; s.a. BFH-Urteil vom 18.&nbsp;Oktober 2001 V&nbsp;R&nbsp;106\/98, BFHE 196, 363, BStBl II 2002, 551, Rz&nbsp;18, 25&nbsp;f.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Der V.&nbsp;Senat des BFH hat auf Anfrage mitgeteilt, dass er wegen der unterschiedlichen Sachverhalte von keiner Abweichung zu seinem Urteil in BFHE 172, 227, BStBl II 1994, 54 ausgeht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>e) Entgegen dem Vortrag des FA in der m&uuml;ndlichen Verhandlung weicht der erkennende Senat mit seiner Auffassung auch nicht i.S. des &sect;&nbsp;11 FGO vom BFH-Urteil vom 9.&nbsp;M&auml;rz 1972 V&nbsp;R&nbsp;32\/69 (BFHE 105, 196, BStBl II 1972, 556) ab; denn dieses Urteil betrifft eine fr&uuml;here, noch nicht harmonisierte Rechtslage (Streitjahre 1963 bis 1966) und ist au&szlig;erdem durch das EuGH-Urteil Bastova (EU:C:2016:855, UR 2016, 913, MwStR 2016, 991) &uuml;berholt (vgl. dazu BFH-Urteil vom 28.&nbsp;Mai 2013 XI&nbsp;R&nbsp;11\/09, BFHE 242, 84, BFH\/NV 2013, 1524, Leitsatz&nbsp;3).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Nach diesen Grunds&auml;tzen, die das FG bei seiner Entscheidungsfindung noch nicht in vollem Umfang ber&uuml;cksichtigen konnte, hat der Kl&auml;ger keine Leistungen gegen Entgelt i.S. von &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 UStG erbracht; denn das m&ouml;gliche Entgelt (Preisgeld oder Spielgewinn) hing von seinem Erfolg bei den Pokerturnieren, Cash-Games und anderen Veranstaltungen ab. Sein Erfolg war ungewiss. Daran &auml;ndern auch die vom FA gesehenen &quot;&uuml;berdurchschnittlichen&quot; Gewinnchancen des Kl&auml;gers nichts.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach Auffassung des EuGH ist zwar die Teilnahme an einem Wettbewerb eine im Rahmen eines Leistungsaustausches gegen Entgelt erbrachte Dienstleistung, wenn der Veranstalter f&uuml;r sie eine von der Platzierung unabh&auml;ngige Verg&uuml;tung (z.B. Antrittsgeld) zahlt (vgl. EuGH-Urteil Bastova, EU:C:2016:855, UR 2016, 913, MwStR 2016, 991, Rz&nbsp;39 und 40). In einem solchen Fall ist, wie der Generalanwalt in Nr.&nbsp;35 seiner Schlussantr&auml;ge vom 14.&nbsp;Juni 2016 C-432\/15 (EU:C:2016:438) ausgef&uuml;hrt hat, die vom Veranstalter geleistete Zahlung die tats&auml;chliche Gegenleistung f&uuml;r die ihm von diesem erbrachte Dienstleistung, bei dem Wettbewerb anzutreten. Solche platzierungsunabh&auml;ngigen Zahlungen f&uuml;r seine Teilnahme an den Spielen hat der Kl&auml;ger nach seinen unbestritten gebliebenen Angaben im finanzgerichtlichen Verfahren jedoch nicht erhalten. Auch das FG hat solche Zahlungen nicht festgestellt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger war auch nicht ein Veranstalter, der nach der unter II.1.b genannten Rechtsprechung, an der festzuhalten ist, an den Teilnehmer eine entgeltliche Dienstleitung (Teilnahmerecht gegen Startgeld) erbringt (vgl. auch EuGH-Urteil Bastova, EU:C:2016:855, UR 2016, 913, MwStR 2016, 991, Rz&nbsp;32, 34; BFH-Urteil in BFHE 172, 227, BStBl II 1994, 54, unter II.1.a, Rz&nbsp;10).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Die Vorentscheidung ist deshalb aufzuheben und der Klage stattzugeben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>5. Die Kostenentscheidung folgt aus &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;1 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 30.8.2017, XI R 37\/14ECLI:DE:BFH:2017:U.300817.XIR37.14.0 Zur Unternehmereigenschaft und Steuerbarkeit der Leistungen eines &quot;Berufspokerspielers&quot; Leits&auml;tze 1. 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