{"id":67957,"date":"2017-11-09T10:34:43","date_gmt":"2017-11-09T08:34:43","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=67957"},"modified":"2017-12-30T19:21:27","modified_gmt":"2017-12-30T17:21:27","slug":"ix-b-62-17-begruendete-nichtzulassungsbeschwerde-wegen-ueberraschungsentscheidung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/ix-b-62-17-begruendete-nichtzulassungsbeschwerde-wegen-ueberraschungsentscheidung\/","title":{"rendered":"IX&nbsp;B&nbsp;62\/17 &#8211; Begr&uuml;ndete Nichtzulassungsbeschwerde wegen &Uuml;berraschungsentscheidung"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 7.9.2017, IX B 62\/17<br \/>ECLI:DE:BFH:2017:B.070917.IXB62.17.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Begr&uuml;ndete Nichtzulassungsbeschwerde wegen &Uuml;berraschungsentscheidung<\/p>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Auf die Beschwerde des Beklagten wegen Nichtzulassung der Revision wird das Urteil des Finanzgerichts M&uuml;nchen vom 23. M&auml;rz 2017 11 K 2180\/15 aufgehoben.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Sache wird an das Finanzgericht M&uuml;nchen zur&uuml;ckverwiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Diesem wird die Entscheidung &uuml;ber die Kosten des Beschwerdeverfahrens &uuml;bertragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Die Beteiligten streiten um das Vorliegen sonstiger Leistungen i.S. des &sect;&nbsp;22&nbsp;Nr.&nbsp;3 des Einkommensteuergesetzes (EStG).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger und Beschwerdegegner (Kl&auml;ger) war im Streitjahr 2010 als Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer der Z-GmbH (GmbH) t&auml;tig. An der GmbH war er zun&auml;chst mit 10&nbsp;% und damit einem Nennkapitalanteil von 10.000&nbsp;EUR am gesamten Nennkapital von 100.000&nbsp;EUR beteiligt. In der Folge einer (quotalen) Kapitalerh&ouml;hung im M&auml;rz 2010 auf 500.000&nbsp;EUR wurde sein 10&nbsp;%iger Anteil am Nennkapital auf 50.000&nbsp;EUR erh&ouml;ht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die GmbH machte aus Rechnungen der Firma A-Handel (A) den Vorsteuerabzug geltend. Bei der A handelte es sich um eine Scheinfirma, die im Rahmen von umsatzsteuerlichen Karussellgesch&auml;ften eingesetzt wurde.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im November 2009 schloss der Kl&auml;ger mit der A eine als &quot;Darlehensvertrag&quot; bezeichnete Vereinbarung, wonach ihm ein Darlehen in H&ouml;he von 100.000&nbsp;EUR zugesagt wurde. Es waren eine feste Laufzeit bis zum 31.&nbsp;Dezember 2014 und ein Zinssatz von 3&nbsp;% pro Jahr vereinbart. Ein Darlehenszweck oder Sicherheiten waren nicht vereinbart. Ebenso war kein Konto benannt, auf das die Zinsen zu zahlen waren. Im Februar 2010 erhielt der Kl&auml;ger den entsprechenden Betrag von der A ausbezahlt. Der Kl&auml;ger zahlte weder Zinsen auf das Darlehen noch wurde von ihm der ausgezahlte Betrag an die A wieder zur&uuml;ckgezahlt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Anl&auml;sslich von Ermittlungen der Steuerfahndungsstelle kam der Beklagte und Beschwerdef&uuml;hrer (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) zu dem Ergebnis, dass der Kl&auml;ger mit der Zahlung Bestechungsgelder erhalten habe. Die A sei eine blo&szlig;e Scheinfirma gewesen. Der Darlehensvertrag sei nur zum Schein abgeschlossen worden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit ge&auml;ndertem Einkommensteuerbescheid&nbsp;2010 vom 27.&nbsp;M&auml;rz 2014 unterwarf das FA den an den Kl&auml;ger gezahlten Betrag als Entgelt f&uuml;r eine sonstige Leistung nach &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;3 EStG der Besteuerung. Der vom Kl&auml;ger dagegen eingelegte Einspruch hatte keinen Erfolg.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im anschlie&szlig;enden Klageverfahren machte der Kl&auml;ger geltend, die &Uuml;berweisung des Geldes sei die Auszahlung eines Darlehens gewesen, das der Finanzierung der im M&auml;rz 2010 durchgef&uuml;hrten Kapitalerh&ouml;hung gedient habe. Das FA hielt demgegen&uuml;ber daran fest, dass es sich um Bestechungsgeld gehandelt habe.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Finanzgericht (FG) gab der Klage mit Urteil vom 23.&nbsp;M&auml;rz 2017 statt. Der dem Kl&auml;ger zugeflossene Betrag falle unter keine steuerbare Einkunftsart. Der Darlehensvertrag sei zwar ein Scheingesch&auml;ft gewesen. Eine sonstige Leistung i.S. des &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;3 EStG liege aber nicht vor. Vielmehr sei der Vorgang als Schenkung einzuordnen. Die Revision lie&szlig; das FG nicht zu.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit seiner Nichtzulassungsbeschwerde beruft sich das FA u.a. auf eine Verletzung des rechtlichen Geh&ouml;rs (Art.&nbsp;103 Abs.&nbsp;1 des Grundgesetzes &#8211;GG&#8211;, &sect;&nbsp;96 Abs.&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Die dem Urteil zugrunde liegende Einordnung des Vorgangs als Schenkung sei weder zuvor im Verfahren oder anderweitig noch in der m&uuml;ndlichen Verhandlung er&ouml;rtert worden. Sowohl im Einspruchs- und im Klageverfahren sowie im Verfahren wegen Aussetzung der Vollziehung sei allein streitig gewesen, ob in der Folge der Einordnung des Darlehensvertrags als Scheingesch&auml;ft Eink&uuml;nfte nach &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;3 EStG anzunehmen seien. Es liege damit eine &Uuml;berraschungsentscheidung vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger ist der Beschwerde entgegengetreten. Das FA habe in der m&uuml;ndlichen Verhandlung die Einordnung des streitigen Vorgangs als Schenkung angesprochen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Beschwerde ist begr&uuml;ndet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Es liegt ein vom FA geltend gemachter Verfahrensmangel vor, auf dem die Entscheidung des FG beruhen kann (&sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;3 FGO). Die Beschwerde f&uuml;hrt zur Aufhebung des angefochtenen Urteils und Zur&uuml;ckverweisung des Rechtsstreits an das FG zur anderweitigen Verhandlung und Entscheidung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;6 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Das FG hat das Recht des FA auf rechtliches Geh&ouml;r (Art.&nbsp;103 Abs.&nbsp;1 GG, &sect;&nbsp;96 Abs.&nbsp;2 FGO) verletzt, indem es seine Entscheidung ohne vorherigen Hinweis auf den &uuml;berraschenden Aspekt gest&uuml;tzt hat, die Zahlung von 100.000&nbsp;EUR sei als Schenkung einzuordnen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Der Anspruch auf rechtliches Geh&ouml;r umfasst das Recht der Verfahrensbeteiligten, sich vor Erlass einer Entscheidung zu den entscheidungserheblichen Tatsachen und &#8211;gegebenenfalls&#8211; Beweisergebnissen zu &auml;u&szlig;ern, sowie in rechtlicher Hinsicht alles vorzutragen, was sie f&uuml;r wesentlich halten. Dar&uuml;ber hinaus gebietet es der Anspruch auf rechtliches Geh&ouml;r, f&uuml;r die Prozessbeteiligten &uuml;berraschende Entscheidungen zu unterlassen. Eine &Uuml;berraschungsentscheidung liegt vor, wenn das FG sein Urteil auf einen bis dahin nicht er&ouml;rterten oder nicht bekannten rechtlichen oder tats&auml;chlichen Gesichtspunkt st&uuml;tzt und damit dem Rechtsstreit eine Wendung gibt, mit der auch ein gewissenhafter und kundiger Prozessbeteiligter selbst unter Ber&uuml;cksichtigung der Vielzahl vertretbarer Auffassungen nach dem bisherigen Verlauf der Verhandlung nicht rechnen musste. Dies kann insbesondere der Fall sein, wenn ein entscheidungserheblicher Umstand vom FG erst mit dem Endurteil in das Verfahren eingebracht wird (z.B. Beschl&uuml;sse des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 10.&nbsp;Dezember 2012 VI&nbsp;B&nbsp;135\/12, BFH\/NV 2013, 569, unter&nbsp;2.; vom 23.&nbsp;Februar 2017 IX&nbsp;B&nbsp;2\/17, juris, unter II.1.a, m.w.N., und vom 11.&nbsp;Mai 2017 IX&nbsp;B&nbsp;23\/17, BFH\/NV&nbsp;2017, 1059).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Dies ist hier der Fall. Das FG hat seine W&uuml;rdigung tragend darauf gest&uuml;tzt, dass die vom Kl&auml;ger abgeschlossenen Vereinbarung als Schenkungsvertrag einzuordnen sei. Dieser Aspekt war im Verlauf des Verfahrens von Seiten des FG oder der Beteiligten nicht angesprochen worden. Dass das FG seine Entscheidung auf eine derartige rechtliche W&uuml;rdigung st&uuml;tzen w&uuml;rde, musste auch ein gewissenhafter und kundiger Prozessbeteiligter nicht in sein Prozessverhalten einbeziehen. Entgegen der Auffassung des Kl&auml;gers sind auch keine Anhaltspunkte ersichtlich, dass das FA diesen Umstand im Verfahren selbst angesprochen habe. Weder den Schrifts&auml;tzen im finanzgerichtlichen Verfahren noch dem Inhalt des Protokolls der m&uuml;ndlichen Verhandlung lassen sich Hinweise entnehmen, dass eine W&uuml;rdigung des streitigen Vorgangs als Schenkung in Erw&auml;gung zu ziehen sei. Daher konnten sich die Beteiligten auch nicht zu den tats&auml;chlichen und rechtlichen Gesichtspunkten, die zur Bejahung oder Verneinung einer freigiebigen Zuwendung entscheidungserheblich heranzuziehen waren, &auml;u&szlig;ern.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Der Senat h&auml;lt es f&uuml;r sachgerecht, nach &sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;6 FGO zu verfahren, das angefochtene Urteil aufzuheben und den Rechtsstreit zur anderweitigen Verhandlung und Entscheidung an das FG zur&uuml;ckzuverweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. F&uuml;r das weitere Verfahren weist der Senat auf folgende Gesichtspunkte hin: Nach der Rechtsprechung des BFH spricht eine unter fremden Dritten erfolgte Zahlung grunds&auml;tzlich f&uuml;r das Vorliegen eines entgeltlichen Vorgangs (vgl. u.a. zuletzt BFH-Urteile vom 9.&nbsp;Mai&nbsp;2017 IX&nbsp;R&nbsp;1\/16, juris, und vom 3.&nbsp;August 2016 IX&nbsp;R&nbsp;23\/15, BFH\/NV 2017, 289). Nach den Feststellungen des FG, die von den Verfahrensbeteiligten nicht &uuml;ber Verfahrensr&uuml;gen in Zweifel gezogen werden, sprechen zahlreiche Anhaltspunkte daf&uuml;r, dass der an den Kl&auml;ger geleistete Betrag als Entgelt f&uuml;r seine Mitwirkung an umsatzsteuerlichen Karussellgesch&auml;ften diente. So war dem Kl&auml;ger nach den Feststellungen des FG u.a. bekannt, dass es sich bei der A um eine Scheinfirma handelte und dass die Rechnungen der A tats&auml;chlich von der GmbH selbst erstellt wurden, die sie anschlie&szlig;end zur Geltendmachung des Vorsteuerabzugs nutzte. Zudem lassen sich weder den Feststellungen des FG noch den Ausf&uuml;hrungen der Beteiligten im Ausgangsverfahren Anhaltspunkte entnehmen, die den Schluss auf eine vorhandene Schenkungsabsicht zulassen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Von einer weiteren Darstellung des Sachverhalts sowie einer weiteren Begr&uuml;ndung sieht der Senat gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;2 Halbsatz&nbsp;2 FGO ab.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>5. Die &Uuml;bertragung der Kostenentscheidung auf das FG beruht auf &sect;&nbsp;143 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 7.9.2017, IX B 62\/17ECLI:DE:BFH:2017:B.070917.IXB62.17.0 Begr&uuml;ndete Nichtzulassungsbeschwerde wegen &Uuml;berraschungsentscheidung Tenor Auf die Beschwerde des Beklagten wegen Nichtzulassung der Revision wird das Urteil des Finanzgerichts M&uuml;nchen vom 23. M&auml;rz 2017 11 K 2180\/15 aufgehoben. Die Sache wird an das Finanzgericht M&uuml;nchen zur&uuml;ckverwiesen. Diesem wird die Entscheidung &uuml;ber die Kosten des Beschwerdeverfahrens &uuml;bertragen. 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