{"id":68032,"date":"2017-12-01T10:09:58","date_gmt":"2017-12-01T08:09:58","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=68032"},"modified":"2017-12-01T10:09:58","modified_gmt":"2017-12-01T08:09:58","slug":"iii-r-1-09-verfassungsmaessigkeit-des-grundfreibetrags-kinderfreibetrags-betreuungsfreibetrags-und-freibetrags-fuer-den-betreuungs-und-erziehungs-oder-ausbildungsbedarf-eines-kindes-sowie-des-familien","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iii-r-1-09-verfassungsmaessigkeit-des-grundfreibetrags-kinderfreibetrags-betreuungsfreibetrags-und-freibetrags-fuer-den-betreuungs-und-erziehungs-oder-ausbildungsbedarf-eines-kindes-sowie-des-familien\/","title":{"rendered":"III&nbsp;R&nbsp;1\/09 &#8211; Verfassungsm&auml;&szlig;igkeit des Grundfreibetrags, Kinderfreibetrags, Betreuungsfreibetrags und Freibetrags f&uuml;r den Betreuungs- und Erziehungs- oder Ausbildungsbedarf eines Kindes sowie des Familienleistungsausgleichs in den Jahren 2000 bis 2004 &#8211; Abziehbarkeit von Vorsorgeaufwand &#8211; H&ouml;he der zumutbaren Belastung"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 27.7.2017, III R 1\/09<br \/>ECLI:DE:BFH:2017:U.270717.IIIR1.09.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Verfassungsm&auml;&szlig;igkeit des Grundfreibetrags, Kinderfreibetrags, Betreuungsfreibetrags und Freibetrags f&uuml;r den Betreuungs- und Erziehungs- oder Ausbildungsbedarf eines Kindes sowie des Familienleistungsausgleichs in den Jahren 2000 bis 2004 &#8211; Abziehbarkeit von Vorsorgeaufwand &#8211; H&ouml;he der zumutbaren Belastung<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>1. Die in den Veranlagungszeitr&auml;umen 2000 bis 2004 bei zusammen zur Einkommensteuer veranlagten Ehegatten zu ber&uuml;cksichtigenden Grundfreibetr&auml;ge (&sect; 32a EStG) und Kinderfreibetr&auml;ge (&sect; 32 Abs. 6 EStG) begegnen keinen verfassungsrechtlichen Bedenken.<\/p>\n<\/p>\n<p>2. Die H&ouml;he der zumutbaren Belastung i.S. des &sect; 33 Abs. 3 EStG ist stufenweise zu ermitteln (Anschluss an BFH-Urteil vom 19. Januar 2017 VI R 75\/14, BFHE 256, 339, BStBl II 2017, 684).<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Auf die Revision des Kl&auml;gers wird das Urteil des Schleswig-Holsteinischen Finanzgerichts vom 4. Dezember 2008&nbsp;&nbsp;3 K 28\/06 aufgehoben.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Sache wird an das Schleswig-Holsteinische Finanzgericht zur&uuml;ckverwiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Diesem wird die Entscheidung &uuml;ber die Kosten des Revisionsverfahrens &uuml;bertragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">I. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger und Revisionskl&auml;ger (Kl&auml;ger) und seine Ehefrau wurden in den Jahren 2000 bis 2004 (Streitjahre) zusammen zur Einkommensteuer veranlagt. Der Kl&auml;ger erzielte in allen Streitjahren Eink&uuml;nfte aus nichtselbst&auml;ndiger Arbeit, im Jahr 2000 zus&auml;tzlich solche aus Kapitalverm&ouml;gen. Die Ehefrau erzielte keine Eink&uuml;nfte. Die Eheleute haben vier vollj&auml;hrige Kinder. In den Streitjahren bezogen sie teils f&uuml;r drei, teils f&uuml;r zwei Kinder Kindergeld.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) setzte die Einkommensteuer gegen die Eheleute f&uuml;r das Jahr 2000 mit Bescheid vom 28.&nbsp;Januar&nbsp;2002 bei einem zu versteuernden Einkommen in H&ouml;he von 120.792&nbsp;DM auf 28.308&nbsp;DM, f&uuml;r das Jahr 2001 mit Bescheid vom 12.&nbsp;Februar&nbsp;2003 bei einem zu versteuernden Einkommen in H&ouml;he von 116.745&nbsp;DM auf 24.886&nbsp;DM, f&uuml;r das Jahr 2002 mit Bescheid vom 28.&nbsp;April&nbsp;2004 bei einem zu versteuernden Einkommen in H&ouml;he von 48.530&nbsp;EUR auf 14.586&nbsp;EUR, f&uuml;r das Jahr 2003 mit Bescheid vom 8.&nbsp;November&nbsp;2004 bei einem zu versteuernden Einkommen in H&ouml;he von 50.658&nbsp;EUR auf 13.416&nbsp;EUR und f&uuml;r das Jahr 2004 mit Bescheid vom 17.&nbsp;August&nbsp;2005 bei einem zu versteuernden Einkommen in H&ouml;he von 55.971&nbsp;EUR auf 12.448&nbsp;EUR fest. Die Einkommensteuerbescheide sind hinsichtlich der beschr&auml;nkten Abziehbarkeit von Vorsorgeaufwendungen vorl&auml;ufig (&sect;&nbsp;165 Abs.&nbsp;1 der Abgabenordnung). Die vom Kl&auml;ger geltend gemachten Abzugsbetr&auml;ge f&uuml;r Vorsorgeaufwendungen lagen jeweils &uuml;ber den abziehbaren H&ouml;chstbetr&auml;gen, wobei das FA in allen Streitjahren die gesetzlichen H&ouml;chstbetr&auml;ge ber&uuml;cksichtigt hatte. Daneben kamen in allen Streitjahren Ausbildungsfreibetr&auml;ge f&uuml;r ausw&auml;rtig untergebrachte vollj&auml;hrige Kinder zum Abzug, und zwar f&uuml;r das Jahr 2000 in H&ouml;he von 6.825&nbsp;DM, f&uuml;r das Jahr 2001 in H&ouml;he von 12.140&nbsp;DM, f&uuml;r die Jahre 2002 und 2003 in H&ouml;he von 2.772&nbsp;EUR und f&uuml;r das Jahr 2004 in H&ouml;he von 1.848&nbsp;EUR. F&uuml;r die Jahre 2000 und 2001 ber&uuml;cksichtigte das FA keine Freibetr&auml;ge nach &sect;&nbsp;32 Abs.&nbsp;6 des Einkommensteuergesetzes (EStG), im Jahr 2002 dagegen f&uuml;r drei Kinder, im Jahr 2003 f&uuml;r zwei Kinder und im Jahr 2004 f&uuml;r ein Kind. In den Jahren 2002 bis 2004 wurde die tarifliche Einkommensteuer entsprechend um das Kindergeld erh&ouml;ht (&sect;&nbsp;31 EStG).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die gegen die Einkommensteuerbescheide 2000 bis 2004 allein vom Kl&auml;ger eingelegten Einspr&uuml;che hatten keinen Erfolg (Einspruchsentscheidungen vom 27.&nbsp;Dezember&nbsp;2005). Das Finanzgericht (FG) wies die hiergegen von beiden Ehegatten gemeinsam erhobene Klage mit dem in Entscheidungen der Finanzgerichte (EFG) 2009, 485 ver&ouml;ffentlichten Urteil vom 4.&nbsp;Dezember 2008&nbsp;&nbsp;3&nbsp;K&nbsp;28\/06 ab.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit der Revision r&uuml;gt der Kl&auml;ger eine verfassungswidrige Besteuerung, insbesondere eine nicht ausreichende Ber&uuml;cksichtigung des verfassungsrechtlich gebotenen Existenzminimums der Familie. Die &sect;&sect;&nbsp;31, 32, 32a EStG verstie&szlig;en gegen das grundgesetzliche Postulat des Schutzes der Familie und des Existenzminimums.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger beantragt sinngem&auml;&szlig;,<br \/>das vorinstanzliche Urteil aufzuheben und die angegriffenen Einkommensteuerbescheide 2000 bis 2004 und die hierzu ergangenen Einspruchsentscheidungen dahingehend abzu&auml;ndern, dass die Einkommensteuerfestsetzungen auf die Betr&auml;ge herabgesetzt werden, die sich bei Ber&uuml;cksichtigung des jeweils verfassungsrechtlich gebotenen Existenzminimums ergeben,<br \/>hilfsweise, das Urteil der Vorinstanz aufzuheben und die Sache zur anderweitigen Verhandlung und Entscheidung an das FG zur&uuml;ckzuverweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt,<br \/>die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit Beschluss vom 20.&nbsp;Dezember&nbsp;2012 hat der Senat das Revisionsverfahren des Kl&auml;gers bis zur Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts (BVerfG) &uuml;ber die Verfassungsbeschwerde 2&nbsp;BvR&nbsp;288\/10 gegen das Urteil des Bundesfinanzhofs (BFH) vom 18.&nbsp;November 2009 X&nbsp;R&nbsp;34\/07 (BFHE 227, 99, BStBl II 2010, 414) ausgesetzt. Das BVerfG hat die Verfassungsbeschwerde nicht zur Entscheidung angenommen (vgl. BVerfG-Beschluss vom 13.&nbsp;Juli 2016&nbsp;&nbsp;2&nbsp;BvR&nbsp;288\/10, nicht ver&ouml;ffentlicht).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">II. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Revision ist begr&uuml;ndet. Das angefochtene Urteil ist aufzuheben und die Sache zur anderweitigen Verhandlung und Entscheidung an das FG zur&uuml;ckzuverweisen (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zwar begegnen die H&ouml;he der Grundfreibetr&auml;ge (dazu&nbsp;1.), die Regelung des Familienleistungsausgleichs (dazu&nbsp;2.) einschlie&szlig;lich der Kinder- und Betreuungsfreibetr&auml;ge (dazu&nbsp;3. und 4.) in den Streitjahren 2000 bis 2004 keinen verfassungsrechtlichen Zweifeln; das FG hat auch zu Recht den Abzug des vom Kl&auml;ger geltend gemachten Schulgeldes (dazu&nbsp;5.) und eine vollst&auml;ndige Anerkennung der geltend gemachten Vorsorgeaufwendungen (dazu&nbsp;6.) abgelehnt. Nach der j&uuml;ngst ge&auml;nderten Rechtsprechung des VI.&nbsp;Senats des BFH kommt aber ein Abzug von zus&auml;tzlich zu ber&uuml;cksichtigendem Aufwand als au&szlig;ergew&ouml;hnliche Belastung vom Gesamtbetrag der Eink&uuml;nfte in Betracht (dazu&nbsp;7.); die hierf&uuml;r erforderlichen Feststellungen hat das FG noch zu treffen (dazu&nbsp;8.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1.&nbsp;Das FG hat in revisionsrechtlich nicht zu beanstandender Weise entschieden, dass die in den Streitjahren 2000 bis 2004 f&uuml;r den Kl&auml;ger und seine Ehefrau gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;32a Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 i.V.m. Abs.&nbsp;5 EStG ber&uuml;cksichtigten Grundfreibetr&auml;ge in H&ouml;he von zusammen 26.998&nbsp;DM (2000), 28.186&nbsp;DM (2001), 14.470&nbsp;EUR (2002, 2003) und 15.328&nbsp;EUR (2004) keinen verfassungsrechtlichen Zweifeln begegnen, da sie dem verfassungsrechtlichen Gebot gen&uuml;gen, existenzsichernden Aufwand von der Einkommensteuer zu verschonen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a)&nbsp;Nach der Rechtsprechung des BVerfG muss dem Steuerpflichtigen nach Erf&uuml;llung seiner Einkommensteuerschuld so viel verbleiben, wie er zur Bestreitung seines notwendigen Lebensunterhalts und &#8211;unter Ber&uuml;cksichtigung von Art.&nbsp;6 Abs.&nbsp;1 des Grundgesetzes (GG)&#8211; desjenigen seiner Familie bedarf (Existenzminimum; BVerfG-Beschluss vom 25.&nbsp;September 1992&nbsp;&nbsp;2&nbsp;BvL&nbsp;5\/91, 2&nbsp;BvL&nbsp;8\/91, 2&nbsp;BvL&nbsp;14\/91, BVerfGE 87, 153; BFH-Urteil in BFHE 227, 99, BStBl II 2010, 414, Rz&nbsp;115).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa)&nbsp;Die H&ouml;he des steuerlich zu verschonenden Existenzminimums h&auml;ngt von den allgemeinen wirtschaftlichen Verh&auml;ltnissen und dem in der Rechtsgemeinschaft anerkannten Mindestbedarf ab. Diesen einzusch&auml;tzen ist Aufgabe des Gesetzgebers. Soweit der Gesetzgeber jedoch sozialrechtlich den Mindestbedarf bestimmt hat, den der Staat bei einem mittellosen B&uuml;rger im Rahmen sozialstaatlicher F&uuml;rsorge durch Staatsleistungen zu decken hat, darf das von der Einkommensteuer zu verschonende Existenzminimum diesen Betrag jedenfalls nicht unterschreiten (BVerfG-Beschluss in BVerfGE 87, 153; BFH-Urteil in BFHE 227, 99, BStBl II 2010, 414, Rz&nbsp;116, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Das verfassungsrechtliche Gebot der steuerlichen Verschonung des Familienexistenzminimums fordert nach gefestigter Rechtsprechung des BVerfG (Beschluss vom 10.&nbsp;November 1998&nbsp;&nbsp;2&nbsp;BvL&nbsp;42\/93, BVerfGE 99, 246, 259 f., m.w.N.), dass existenznotwendiger Aufwand in angemessener, realit&auml;tsgerechter H&ouml;he von der Einkommensteuer freigestellt wird. Verfassungsrechtlicher Pr&uuml;fungsma&szlig;stab ist der sich aus Art.&nbsp;1 i.V.m. Art.&nbsp;20 Abs.&nbsp;1&nbsp;GG ergebende Grundsatz, dass der Staat dem Steuerpflichtigen sein Einkommen insoweit steuerfrei belassen muss, als es zur Schaffung der Mindestvoraussetzungen f&uuml;r ein menschenw&uuml;rdiges Dasein ben&ouml;tigt wird. Der existenznotwendige Bedarf bildet von Verfassungs wegen die Untergrenze f&uuml;r den Zugriff durch die Einkommensteuer. Art.&nbsp;6 Abs.&nbsp;1&nbsp;GG gebietet dar&uuml;ber hinaus, dass bei der Besteuerung einer Familie das Existenzminimum s&auml;mtlicher Familienmitglieder steuerfrei bleiben muss (z.B. BFH-Urteil in BFHE 227, 99, BStBl II 2010, 414, Rz&nbsp;117, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Die von Verfassungs wegen zu ber&uuml;cksichtigenden existenzsichernden Aufwendungen m&uuml;ssen nach dem tats&auml;chlichen Bedarf &#8211;realit&auml;tsgerecht&#8211; bemessen werden. Dessen Untergrenze ist durch die Sozialhilfeleistungen konkretisiert, die das im Sozialstaat anerkannte Existenzminimum gew&auml;hrleisten sollen, verbrauchsbezogen ermittelt und auch regelm&auml;&szlig;ig den ver&auml;nderten Lebensverh&auml;ltnissen angepasst werden. Mindestens das, was der Gesetzgeber dem Bed&uuml;rftigen zur Befriedigung seines existenznotwendigen Bedarfs aus &ouml;ffentlichen Mitteln zur Verf&uuml;gung stellt, muss er dem Einkommensbezieher von dessen Erwerbsbez&uuml;gen belassen (z.B. BFH-Urteil in BFHE 227, 99, BStBl II 2010, 414, Rz&nbsp;118, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>dd) Die Ma&szlig;gr&ouml;&szlig;e f&uuml;r das einkommensteuerrechtliche Existenzminimum ist demnach der im Sozialhilferecht jeweils anerkannte Mindestbedarf. Zur Ermittlung eines Anpassungsbedarfs bei der Festlegung des steuerfreien Existenzminimums legt die Bundesregierung gem&auml;&szlig; dem Beschluss des Deutschen Bundestags vom 2.&nbsp;Juni 1995 alle zwei Jahre einen Bericht &uuml;ber die H&ouml;he des Existenzminimums von Erwachsenen und Kindern vor (z.B. BFH-Urteil in BFHE 227, 99, BStBl II 2010, 414, Rz&nbsp;119, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Die ma&szlig;geblichen Daten f&uuml;r die &Uuml;berpr&uuml;fung der H&ouml;he der im Streitfall ber&uuml;cksichtigten Grundfreibetr&auml;ge f&uuml;r die Jahre 2000 und 2001 entnimmt der Senat dem &quot;Dritten Bericht &uuml;ber die H&ouml;he des Existenzminimums von Kindern und Familien f&uuml;r das Jahr 2001&quot; vom 4.&nbsp;Januar&nbsp;2000 (Dritter Existenzminimumbericht; BTDrucks 14\/1926). Zwar w&auml;re f&uuml;r das Jahr 2000 der &quot;Bericht &uuml;ber die H&ouml;he des Existenzminimums von Kindern und Familien f&uuml;r das Jahr 1999&quot; (BTDrucks 13\/9561) heranzuziehen. Ber&uuml;cksichtigt aber der Grundfreibetrag des Streitjahres 2000 das f&uuml;r das Jahr 2001 steuerlich zu verschonende Existenzminimum in ausreichender H&ouml;he, ist angesichts steigender Lebenshaltungskosten auch das Existenzminimum f&uuml;r das Streitjahr 2000 gewahrt. Verfassungsrechtliche Bedenken gegen die H&ouml;he der im Dritten Existenzminimumbericht in Orientierung am Sozialhilfebedarf ermittelten Betr&auml;ge &#8211;welche die Grundlage f&uuml;r die Bemessung des jeweils steuerfrei zu stellenden Existenzminimums bilden&#8211; hat der Kl&auml;ger nicht geltend gemacht; sie sind auch sonst nicht ersichtlich (dazu aa bis ee und II.1.d).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Der Dritte Existenzminimumbericht berechnet unter Ziff.&nbsp;4.1 f&uuml;r das Jahr 2001 ein durchschnittliches Regelsatzniveau f&uuml;r Ehepaare in H&ouml;he von 11.988&nbsp;DM (999&nbsp;DM\/Monat). Verfassungsrechtlich nicht zu beanstanden ist, dass die Bundesregierung bei der Berechnung des s&auml;chlichen Existenzminimums von Ehegatten davon ausgeht, dass durch das gemeinsame Wirtschaften Aufwendungen erspart werden und deshalb zwei zusammenlebende Partner einen finanziellen Mindestbedarf haben, der unter dem Doppelten des Bedarfs eines Alleinwirtschaftenden liegt (vgl. BVerfG-Urteil vom 9.&nbsp;Februar 2010&nbsp;&nbsp;1&nbsp;BvL&nbsp;1, 3-4\/09, BVerfGE 125, 175, unter C.II.2.b, m.w.N., und BFH-Urteil in BFHE 227, 99, BStBl II 2010, 414, Rz&nbsp;125, m.w.N.). Aus einem Vergleich mit den Betr&auml;gen des &quot;Berichts &uuml;ber die H&ouml;he des Existenzminimums von Erwachsenen und Kindern f&uuml;r das Jahr 2003&quot; vom 4.&nbsp;Dezember 2001 (Vierter Existenzminimumbericht; BTDrucks 14\/7765 &#8211;neu&#8211;) wird zudem ersichtlich, dass das Regelsatzniveau f&uuml;r das Jahr 2001 auf der Grundlage realit&auml;tsbezogener Annahmen ermittelt worden ist. Denn hiernach belief sich der durchschnittliche Regelsatz f&uuml;r das Jahr 2001 f&uuml;r Ehepaare auf 6.132&nbsp;EUR\/Jahr (511&nbsp;EUR\/Monat; vgl. Vierter Existenzminimumbericht, unter Ziff.&nbsp;4.1); dies entspricht ca.&nbsp;11.993&nbsp;DM\/Jahr. Die im Dritten Existenzminimumbericht f&uuml;r das Jahr 2001 prognostizierten Regels&auml;tze lagen damit nur geringf&uuml;gig unterhalb des im Vierten Existenzminimumbericht f&uuml;r 2001 ermittelten durchschnittlichen Regelsatzniveaus.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) An einmaligen Leistungen, die nicht regelm&auml;&szlig;ig monatlich in gleicher H&ouml;he anfallen, sind f&uuml;r Ehepaare 1.848&nbsp;DM\/Jahr angesetzt (vgl. Dritter Existenzminimumbericht, unter Ziff.&nbsp;4.2). Das BVerfG hat unter Bezugnahme auf den Vierten Existenzminimumbericht die dort in Ansatz gebrachte einmalige Beihilfe f&uuml;r Alleinstehende und das dergestalt ermittelte Ergebnis &#8211;das mit der im Dritten Existenzminimumbericht angewandten Ermittlungsmethode f&uuml;r einmalige Leistungen f&uuml;r Ehepaare und Kinder &uuml;bereinstimmt&#8211; als nicht evident fehlerhaft bewertet (vgl. BVerfG-Urteil in BVerfGE 125, 175, unter C.II.2.a, und Senatsbeschluss vom 5.&nbsp;August 2011 III&nbsp;B&nbsp;158\/10, BFH\/NV 2011, 1870, Rz&nbsp;10, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) F&uuml;r Kosten der Unterkunft hat die Bundesregierung eine im Existenzminimum zu ber&uuml;cksichtigende Jahreskaltmiete f&uuml;r 2001 in H&ouml;he von 6.528&nbsp;DM berechnet (9,07&nbsp;DM\/qm\/Monat Miete bei einer Wohnfl&auml;che bis maximal 60&nbsp;qm; vgl. Dritter Existenzminimumbericht, unter Ziff. 4.3).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Gegensatz zum Sozialrecht, in dem die tats&auml;chlichen Kosten f&uuml;r eine angemessene Unterkunft erstattet werden, k&ouml;nnen die Kosten f&uuml;r die Unterkunft im Steuerrecht nur pauschal ber&uuml;cksichtigt werden. Grund daf&uuml;r ist die unterschiedliche Zielsetzung der nach dem Leistungsf&auml;higkeitsprinzip ausgerichteten Einkommensbesteuerung auf der einen und des am Bed&uuml;rfnisprinzip orientierten Sozialrechts auf der anderen Seite (BFH-Urteil in BFHE 227, 99, BStBl II 2010, 414, Rz&nbsp;126). Die vergr&ouml;bernde, die Abwicklung von Massenverfahren erleichternde Typisierung ist von Verfassungs wegen nicht zu beanstanden (BVerfG-Beschluss in BVerfGE 87, 153, BStBl II 1993, 413, unter C.I.3.b, m.w.N., und BFH-Urteil in BFHE 227, 99, BStBl II 2010, 414, Rz&nbsp;127&nbsp;f., m.w.N.). Der Senat ist &#8211;in &Uuml;bereinstimmung mit der Rechtsprechung des X.&nbsp;Senats des BFH&#8211; der Auffassung, dass die Ber&uuml;cksichtigung von Aufwand f&uuml;r eine Wohnung mit bis zu 60&nbsp;qm&nbsp;Wohnfl&auml;che und einfacher Ausstattung f&uuml;r die Bemessung des steuerlichen Existenzminimums bei Ehegatten angemessen ist (vgl. BFH-Urteil in BFHE 227, 99, BStBl II 2010, 414, Rz&nbsp;131&nbsp;f., m.w.N.). Die ma&szlig;gebliche Quadratmetermiete ist aus der Wohngeldstatistik 1998 abgeleitet und wurde f&uuml;r den Zeitraum 1999 bis 2001 mit einer durchschnittlichen Mietsteigerung von 2&nbsp;% fortgeschrieben. Aus der Wohngeldstatistik 2001 wird ersichtlich, dass die im Dritten Existenzminimumbericht in Ansatz gebrachte Quadratmetermiete auch auf einer realit&auml;tsgerechten Annahme beruht. Denn die durchschnittliche monatliche Bruttokaltmiete f&uuml;r Wohnungen mit einer Wohnfl&auml;che zwischen 40&nbsp;qm und 60&nbsp;qm lag hiernach bei 5,01&nbsp;EUR\/qm (vgl. &quot;Bericht &uuml;ber die H&ouml;he des Existenzminimums von Erwachsenen und Kindern f&uuml;r das Jahr 2005&quot; &#8211;F&uuml;nfter Existenzminimumbericht&#8211;; BTDrucks 15\/2462, unter Ziff. 4.2); dies entspricht einer durchschnittlichen Monatsmiete von ca. 9,80&nbsp;DM\/qm und liegt damit nur geringf&uuml;gig &uuml;ber der im Dritten Existenzminimumbericht prognostizierten Quadratmetermiete.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>dd) Der f&uuml;r Ehepaare in Ansatz gebrachte Aufwand f&uuml;r Heizkosten betr&auml;gt nach dem Dritten Existenzminimumbericht ca.&nbsp;1.416&nbsp;DM\/Jahr (118&nbsp;DM\/Monat) und berechnet sich auf Basis der in der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe (EVS) 1993 ausgewiesenen Kosten f&uuml;r Heizung und Warmwasseraufbereitung (vgl. Dritter Existenzminimumbericht, unter Ziff. 4.4). Die EVS liefert eine realit&auml;tsnahe Ermittlungsgrundlage und bildet in statistisch zuverl&auml;ssiger Weise das Verbrauchsverhalten der Bev&ouml;lkerung ab (BVerfG-Urteil in BVerfGE 125, 175, unter C.II.3.b&nbsp;bb). Der in der EVS 1993 ausgewiesene Gesamtbetrag f&uuml;r Heizung und Warmwasser wurde pauschal um 25&nbsp;% gemindert, weil die Kosten f&uuml;r die Warmwasseraufbereitung bereits in den Leistungen enthalten seien, die mit den Regels&auml;tzen abgegolten w&uuml;rden (vgl. Dritter Existenzminimumbericht, unter Ziff. 4.4).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>F&uuml;r den Senat sind keine Anhaltspunkte ersichtlich, dass die Bemessung der j&auml;hrlichen Heizkosten der H&ouml;he nach verfassungsrechtlich zu beanstanden sein k&ouml;nnte. Auch das Bundessozialgericht (BSG) und das Schrifttum gehen davon aus, dass die Kosten der Warmwasserbereitung vom Regelsatz umfasst werden (vgl. z.B. BSG-Urteil vom 27.&nbsp;Februar 2008 B&nbsp;14\/11b&nbsp;AS&nbsp;15\/07&nbsp;R, BSGE 100, 94, m.w.N.; Hofmann, in: Lehr- und Praxiskommentar Bundessozialhilfegesetz, 6.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;12 Rz&nbsp;56&nbsp;ff.; Mergler\/Zink, Bundessozialhilfegesetz, &sect;&nbsp;12 Rz&nbsp;13&nbsp;f., 14.3). Ein Vergleich mit den in der &quot;Gesamtausgabe der Energiedaten&nbsp;&#8211;&nbsp;Datensammlung&quot; des Bundesministeriums f&uuml;r Wirtschaft und Energie (BMWi) dargestellten Energiedaten zeigt zudem, dass die im Dritten Existenzminimumbericht angesetzten Heizkosten ausreichend sind. Denn hiernach beliefen sich die Ausgaben privater Haushalte im Jahr 2001 f&uuml;r W&auml;rme pro qm Wohnfl&auml;che auf 9,85&nbsp;EUR (Quelle: www.bmwi.de); bei einer Wohnfl&auml;che von 60&nbsp;qm somit auf rund 1.156&nbsp;DM\/Jahr. Die im Dritten Existenzminimumbericht in Ansatz gebrachten Heizkosten liegen auch &uuml;ber den vom X.&nbsp;Senat aus dem Betriebskostenspiegel des Deutschen Mieterbundes und dem bundesweiten Heizkostenspiegel abgeleiteten durchschnittlichen Heizkosten f&uuml;r das Jahr 2005 (vgl. BFH-Urteil in BFHE 227, 99, BStBl II 2010, 414, Rz&nbsp;135, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>ee) Die Bundesregierung hat somit im Dritten Existenzminimumbericht ein mindestens steuerfrei zu stellendes Existenzminimum f&uuml;r Ehepaare in H&ouml;he von 21.780&nbsp;DM ermittelt (Regelsatz: 11.988&nbsp;DM; einmalige Leistungen: 1.848&nbsp;DM; Miete: 6.528&nbsp;DM; Heizungskosten: 1.416&nbsp;DM). Der einkommensteuerliche Grundfreibetrag im Fall der Zusammenveranlagung betrug im Streitjahr 2000&nbsp;&nbsp;26.998&nbsp;DM und im Streitjahr 2001&nbsp;&nbsp;28.186&nbsp;DM, und &uuml;berstieg somit das von der Bundesregierung ermittelte steuerfrei zu stellende s&auml;chliche Existenzminimum um 5.218&nbsp;DM (2000) und 6.406&nbsp;DM (2001).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Die ma&szlig;geblichen Daten f&uuml;r die &Uuml;berpr&uuml;fung der H&ouml;he der im Streitfall ber&uuml;cksichtigten Grundfreibetr&auml;ge f&uuml;r die Jahre 2002 bis 2004 entnimmt der Senat dem Vierten Existenzminimumbericht f&uuml;r das Jahr 2003. Zwar w&auml;re f&uuml;r das Jahr 2002 der Dritte Existenzminimumbericht f&uuml;r das Jahr 2001 heranzuziehen. Die Grundfreibetr&auml;ge der Streitjahre 2002 und 2003 stimmen der H&ouml;he nach aber &uuml;berein (14.470&nbsp;EUR); ber&uuml;cksichtigen diese somit das f&uuml;r das Jahr 2003 steuerlich zu verschonende Existenzminimum in ausreichender H&ouml;he, ist auch das Existenzminimum f&uuml;r das Streitjahr 2002 gewahrt. Da der Existenzminimumbericht nur alle zwei Jahre vorzulegen ist, ber&uuml;cksichtigt der Vierte Existenzminimumbericht zudem prognostiziert &#8211;auch wenn er dies nicht ausdr&uuml;cklich benennt&#8211; die Freibetr&auml;ge f&uuml;r das Jahr 2004 (vgl. z.B. BFH-Beschluss vom 27.&nbsp;November 2012 X&nbsp;B&nbsp;48\/11, BFH\/NV 2013, 532, Rz&nbsp;15, betreffend F&uuml;nfter Existenzminimumbericht). Der Kl&auml;ger hat auch gegen die H&ouml;he der im Vierten Existenzminimumbericht ermittelten Betr&auml;ge keine verfassungsrechtlichen Bedenken geltend gemacht; solche sind auch sonst nicht ersichtlich (dazu aa bis ee und II.1.d).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Die Bundesregierung hat f&uuml;r das Jahr 2003 einen durchschnittlichen Regelsatz f&uuml;r Ehepaare in H&ouml;he von 6.420&nbsp;EUR\/Jahr (535&nbsp;EUR\/Monat) ermittelt (Vierter Existenzminimumbericht, unter Ziff. 4.1). Ein Vergleich dieses Regelsatzniveaus mit den f&uuml;r das Jahr 2005 gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;2 und Abs.&nbsp;3 des Zweiten Buches Sozialgesetzbuch i.d.F. vom 24.&nbsp;Dezember 2003 (SGB II a.F.) geltenden Regelleistungen f&uuml;r Ehepaare zeigt, dass die im Vierten Existenzminimumbericht in Ansatz gebrachten Regelleistungen auf einer realit&auml;tsbezogenen Annahme beruhen. Zwar belief sich der Regelsatz f&uuml;r Ehepaare hiernach f&uuml;r das Jahr 2005 auf gerundet 7.464&nbsp;EUR\/Jahr. Dieser deckte aber in verfassungsrechtlich nicht zu beanstandender Weise den einmaligen Bedarf bereits mit ab (BVerfG-Urteil in BVerfGE 125, 175, unter C.II.1.c). Die Regels&auml;tze f&uuml;r Alleinstehende und erwachsene Partner einer Bedarfsgemeinschaft nach dem SGB II a.F. waren nach der Rechtsprechung des BVerfG zur Sicherstellung eines menschenw&uuml;rdigen Existenzminimums der H&ouml;he nach auch nicht evident unzureichend (BVerfG-Urteil in BVerfGE 125, 175, unter C.II.2.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb)&nbsp;An einmaligen Leistungen, die nicht regelm&auml;&szlig;ig monatlich in gleicher H&ouml;he anfallen, werden f&uuml;r Ehepaare 1.008&nbsp;EUR\/Jahr in Ansatz gebracht (vgl. Vierter Existenzminimumbericht, unter Ziff.&nbsp;4.2). Zur Vermeidung von Wiederholungen verweist der Senat im &Uuml;brigen auf die Ausf&uuml;hrungen unter II.1.b bb.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) F&uuml;r die im Existenzminimum zu ber&uuml;cksichtigenden Kosten der Unterkunft hat die Bundesregierung eine Jahreskaltmiete in H&ouml;he von 3.516&nbsp;EUR berechnet (4,88&nbsp;EUR\/qm\/Monat Miete bei einer Wohnfl&auml;che bis 60&nbsp;qm; vgl. Vierter Existenzminimumbericht, unter Ziff. 4.3). Dieser aus der Wohngeldstatistik 1999 abgeleitete und fortgeschriebene Wert liegt nur geringf&uuml;gig unterhalb der in der Wohngeldstatistik 2004 f&uuml;r eine Wohnung ab 60 qm Wohnfl&auml;che ausgewiesenen Quadratmetermiete, die hiernach gerundet 3.809&nbsp;EUR\/Jahr betrug (5,29&nbsp;EUR\/qm\/Monat Miete; vgl. &quot;Bericht &uuml;ber die H&ouml;he des Existenzminimums von Erwachsenen und Kindern f&uuml;r das Jahr 2008&quot; &#8211;Sechster Existenzminimumbericht&#8211;, BTDrucks 16\/3265, unter Ziff. 4.2). Auch insoweit verweist der Senat im &Uuml;brigen auf die Ausf&uuml;hrungen unter II.1.b cc.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>dd) Nach dem Vierten Existenzminimumbericht betr&auml;gt der f&uuml;r Ehepaare zu ber&uuml;cksichtigende Aufwand f&uuml;r Heizkosten 696&nbsp;EUR\/Jahr (58&nbsp;EUR\/Monat), wobei sich die Heizkosten auf Basis der EVS 1998 berechnen (vgl. Vierter Existenzminimumbericht, unter Ziff. 4.4). Zwar wurde auch bei den in der EVS 1998 ausgewiesenen Aufwendungen f&uuml;r Heizung und Warmwasser eine Pauschale von 25&nbsp;% in Abzug gebracht. F&uuml;r den Senat sind aber auch hier keine Anhaltspunkte ersichtlich, dass die Bemessung der j&auml;hrlichen Heizkosten der H&ouml;he nach verfassungsrechtlich zu beanstanden sein k&ouml;nnte. Denn die von der Bundesregierung im Vierten Existenzminimumbericht zugrunde gelegten Heizkosten liegen wiederum deutlich &uuml;ber den vom BMWi in der &quot;Gesamtausgabe der Energiedaten&nbsp;&#8211;&nbsp;Datensammlung&quot; ausgewiesenen Ausgaben privater Haushalte f&uuml;r W&auml;rme pro qm Wohnfl&auml;che. Diese beliefen sich im Jahr 2003 auf 9,19&nbsp;EUR\/qm (Quelle: www.bmwi.de), bei einer Wohnfl&auml;che von 60 qm somit auf ca.&nbsp;551&nbsp;EUR\/Jahr. Auch die im Vierten Existenzminimumbericht f&uuml;r das Jahr 2003 ermittelten Heizkosten liegen wiederum &uuml;ber den vom X.&nbsp;Senat f&uuml;r das Jahr 2005 abgeleiteten durchschnittlichen Heizkosten, wie schon unter II.1.b&nbsp;dd ausgef&uuml;hrt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>ee) Die Bundesregierung hat somit im Vierten Existenzminimumbericht ein mindestens steuerfrei zu stellendes Existenzminimum f&uuml;r Ehepaare in H&ouml;he von 11.640&nbsp;EUR ermittelt (Regelsatz: 6.420&nbsp;EUR; einmalige Leistungen: 1.008&nbsp;EUR; Kosten der Unterkunft: 3.516&nbsp;EUR; Heizkosten: 696&nbsp;EUR). Die einkommensteuerlichen Grundfreibetr&auml;ge im Fall der Zusammenveranlagung betrugen f&uuml;r die Streitjahre 2002 und 2003 jeweils 14.470&nbsp;EUR und f&uuml;r das Streitjahr 2004&nbsp;&nbsp;15.328&nbsp;EUR, und &uuml;berstiegen somit die steuerfrei zu stellenden s&auml;chlichen Existenzminima um 2.830&nbsp;EUR (2002, 2003) und 3.688&nbsp;EUR (2004).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Angesichts der vorstehenden Gr&uuml;nde gen&uuml;gen die Grundfreibetr&auml;ge f&uuml;r zusammenveranlagte Steuerpflichtige in den Streitjahren 2000 bis 2004 der H&ouml;he nach den verfassungsrechtlichen Anforderungen. Denn sie liegen in s&auml;mtlichen Streitjahren &uuml;ber dem von der Bundesregierung jeweils ermittelten steuerlich zu verschonenden Existenzminimum (vgl. zur Verfassungsm&auml;&szlig;igkeit des Grundfreibetrags 2005 BFH-Urteil in BFHE 227, 99, BStBl II 2010, 414, Rz&nbsp;110 ff.; BFH-Beschluss in BFH\/NV 2013, 532, Rz&nbsp;15, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Die Berechnungen des Kl&auml;gers beruhen dagegen schon im Ansatz auf einer unzutreffenden rechtlichen Annahme, wenn er das von ihm f&uuml;r seine Familie ermittelte Existenzminimum vorweg von der Summe seiner Eink&uuml;nfte abzieht. Denn der Gesetzgeber hat den Grundfreibetrag, der die Freistellung des Existenzminimums bezweckt, nicht als sachliche Steuerbefreiung sondern als Teil der Tarifvorschriften ausgestaltet (vgl. Senatsurteil vom 9.&nbsp;August 2001 III&nbsp;R&nbsp;50\/00, BFHE 196, 185, BStBl II 2001, 778, unter II.1.). Zwar bildet der existenznotwendige Bedarf von Verfassungs wegen die Untergrenze f&uuml;r den Zugriff durch die Einkommensteuer. Anders als der Kl&auml;ger meint, bedeutet dies aber nicht, dass jeder Steuerpflichtige vorweg in H&ouml;he eines nach dem Existenzminimum bemessenen Freibetrags verschont werden muss. Denn in welcher Weise der Gesetzgeber der verfassungsrechtlichen Vorgabe der Verschonung des Existenzminimums Rechnung tr&auml;gt, ist ihm &uuml;berlassen (BVerfG-Beschluss in BVerfGE 87, 153, unter C.I.2., und Senatsurteil in BFHE 196, 185, BStBl II 2001, 778, unter II.2.b).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Auch soweit der Kl&auml;ger bei der Ermittlung des s&auml;chlichen Existenzminimums eine Pauschale f&uuml;r Krankenversicherungskosten in Ansatz bringt, beruhen seine Berechnungen auf einer unzutreffenden rechtlichen Annahme. Zwar k&ouml;nnen auch Aufwendungen eines Steuerpflichtigen f&uuml;r die Kranken- und Pflegeversorgung, insbesondere entsprechende Versicherungsbeitr&auml;ge, Teil des einkommensteuerrechtlich zu verschonenden Existenzminimums sein (vgl. BVerfG-Beschluss vom 13.&nbsp;Februar 2008&nbsp;&nbsp;2&nbsp;BvL&nbsp;1\/06, BVerfGE 120, 125, unter D.II.1., und BFH-Urteil vom 16.&nbsp;Februar 2011 X&nbsp;R&nbsp;10\/10, BFH\/NV 2011, 977, Rz&nbsp;24). Nach der Grundentscheidung des Gesetzgebers werden die Beitr&auml;ge zu privaten Versicherungen f&uuml;r den Krankheits- und Pflegefall in den Streitjahren aber &uuml;ber den Sonderausgabenabzug in &sect;&nbsp;10&nbsp;EStG ber&uuml;cksichtigt; das ist verfassungsrechtlich nicht zu beanstanden (so BVerfG-Beschluss in BVerfGE 120, 125, unter D.III.1.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Der Kl&auml;ger hat schlie&szlig;lich auch keinen (verfassungsrechtlichen) Anspruch auf eine gemeinsame Besteuerung mit seiner Ehefrau und seinen Kindern als Gesamtfamilie; denn die Verfassung gebietet nicht die Einf&uuml;hrung eines dahingehenden Familienrealsplittings (vgl. z.B. BFH-Urteil vom 22.&nbsp;Juli 1997 VI&nbsp;R&nbsp;114\/96, BFHE 183, 549, BStBl II 1997, 697, unter 4., und Senatsbeschluss vom 28.&nbsp;Februar 2012 III&nbsp;B&nbsp;115\/10, BFH\/NV 2012, 942, Rz&nbsp;5&nbsp;ff., m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Auch &sect;&nbsp;31&nbsp;EStG in den f&uuml;r die jeweiligen Streitjahre geltenden Fassungen verst&ouml;&szlig;t &#8211;entgegen der Auffassung des Kl&auml;gers&#8211; weder gegen das verfassungsrechtliche Gebot der steuerlichen Freistellung des Existenzminimums (Art.&nbsp;1 i.V.m. Art.&nbsp;20 Abs.&nbsp;1&nbsp;GG, Art.&nbsp;6 Abs.&nbsp;1&nbsp;GG) noch gegen den allgemeinen Gleichheitssatz (Art.&nbsp;3 Abs.&nbsp;1&nbsp;GG). Dies hat das BVerfG f&uuml;r &sect;&nbsp;31&nbsp;EStG in der f&uuml;r die Streitjahre 2000 bis 2003 ma&szlig;geblichen Fassung und der BFH f&uuml;r &sect;&nbsp;31&nbsp;EStG in der f&uuml;r das Streitjahr 2004 ma&szlig;geblichen Fassung bereits entschieden. Gr&uuml;nde, die eine abweichende Beurteilung rechtfertigen, hat der Kl&auml;ger nicht vorgebracht; solche sind auch nicht ersichtlich. Zur Vermeidung von Wiederholungen nimmt der Senat insoweit Bezug auf die BVerfG-Beschl&uuml;sse vom 6.&nbsp;Mai&nbsp;2004&nbsp;&nbsp;2&nbsp;BvR&nbsp;1375\/03 (H&ouml;chstrichterliche Finanzrechtsprechung 2004, 692), zu &sect;&nbsp;31 Satz&nbsp;4 EStG, und vom 13.&nbsp;Oktober 2009&nbsp;&nbsp;2&nbsp;BvL&nbsp;3\/05 (BVerfGE 124, 282), zu &sect;&nbsp;31 Satz&nbsp;5 EStG i.V.m. &sect;&nbsp;32 Abs.&nbsp;6 EStG, sowie die BFH-Urteile vom 13.&nbsp;September&nbsp;2012 V&nbsp;R&nbsp;59\/10 (BFHE 239, 59, BStBl II 2013, 228, Rz&nbsp;18&nbsp;ff., m.w.N.), und vom 20.&nbsp;Dezember&nbsp;2012 III&nbsp;R&nbsp;29\/12 (BFH\/NV 2013, 723, Rz&nbsp;16&nbsp;ff., m.w.N.), jeweils zu &sect;&nbsp;31 Satz&nbsp;4 EStG.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Dem FG ist auch darin zu folgen, dass die in den Streitjahren 2000 bis 2004 gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;32 Abs.&nbsp;6&nbsp;EStG vorgesehenen Freibetr&auml;ge f&uuml;r das s&auml;chliche Existenzminimum eines Kindes (Kinderfreibetrag) in H&ouml;he von 6.912&nbsp;DM (2000, 2001) und 3.648&nbsp;EUR (2002, 2003, 2004) keinen verfassungsrechtlichen Zweifeln begegnen, da auch sie dem verfassungsrechtlichen Gebot gen&uuml;gen, existenzsichernden Aufwand von der Einkommensteuer zu verschonen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Im Hinblick auf das Kinderexistenzminimum gesteht das BVerfG dem Gesetzgeber einerseits zu, die steuerliche Entlastung f&uuml;r alle Altersstufen und im ganzen Bundesgebiet einheitlich festzulegen, erkennt andererseits aber, dass die Leistungen der Sozialhilfe weder f&uuml;r alle in Betracht kommenden Altersstufen der Kinder noch in allen Bundesl&auml;ndern einheitlich sind. Daraus folgert es, dass f&uuml;r den Vergleich aus den unterschiedlichen S&auml;tzen ein Durchschnittssatz des im Sozialhilferecht anerkannten Bedarfs gebildet werden muss (vgl. Senatsbeschluss vom 19.&nbsp;M&auml;rz 2014 III&nbsp;B&nbsp;74\/13, BFH\/NV 2014, 1032, Rz&nbsp;20, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>37<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Der f&uuml;r zusammenveranlagte Steuerpflichtige in den Streitjahren 2000 und 2001 gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;32 Abs.&nbsp;6 S&auml;tze&nbsp;1 und 3 EStG jeweils zu gew&auml;hrende Kinderfreibetrag betrug f&uuml;r jedes zu ber&uuml;cksichtigende Kind 6.912&nbsp;DM. Die ma&szlig;geblichen Daten f&uuml;r die &Uuml;berpr&uuml;fung der H&ouml;he der Kinderfreibetr&auml;ge f&uuml;r die Jahre 2000 und 2001 entnimmt der Senat wiederum dem Dritten Existenzminimumbericht f&uuml;r das Jahr 2001 und nimmt zur Vermeidung von Wiederholungen insoweit (sinngem&auml;&szlig;) auf die Ausf&uuml;hrungen unter II.1.b Bezug. Anders als der Kl&auml;ger meint, bestehen auch keine verfassungsrechtlichen Bedenken gegen die H&ouml;he der im Dritten Existenzminimumbericht ermittelten Betr&auml;ge zur Bemessung des steuerfrei zu stellenden Existenzminimums von Kindern (dazu aa bis ee und II.3.d).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>38<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) F&uuml;r das Jahr 2001 hat die Bundesregierung einen durchschnittlichen Regelsatz f&uuml;r ein Kind in H&ouml;he von 4.308&nbsp;DM\/Jahr (359&nbsp;DM\/Monat) berechnet (vgl. Dritter Existenzminimumbericht, unter Ziff. 5.1.1, 4.1). Das entspricht ca. 64,72&nbsp;% des Regelsatzes eines Haushaltsvorstandes. Dieser Anteil wurde als gewichteter Durchschnitt der nach Alter gestaffelten Regels&auml;tze f&uuml;r minderj&auml;hrige Kinder errechnet (vgl. Dritter Existenzminimumbericht, unter Ziff. 4.1). Das ist methodisch nicht zu beanstanden (vgl. Senatsbeschluss in BFH\/NV 2014, 1032, Rz&nbsp;23, m.w.N.). Ein Vergleich mit den Werten des Vierten Existenzminimumberichts zeigt, dass der im Dritten Existenzminimumbericht gesch&auml;tzte Betrag auch auf einer realit&auml;tsgerechten Annahme beruht. Denn hiernach belief sich der durchschnittliche Regelsatz f&uuml;r 2001 f&uuml;r ein Kind auf ca. 2.206&nbsp;EUR\/Jahr (64,72&nbsp;% des Regelsatzes eines Haushaltsvorstandes); dies entspricht gerundet 4.314&nbsp;DM\/Jahr (vgl. Vierter Existenzminimumbericht, unter Ziff. 4.1, 5.1.1).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>39<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) An einmaligen Leistungen, die nicht regelm&auml;&szlig;ig monatlich in gleicher H&ouml;he anfallen, sind f&uuml;r Kinder 20&nbsp;% des Regelsatzes ber&uuml;cksichtigt, mithin 864&nbsp;DM\/Jahr (vgl. Dritter Existenzminimumbericht, unter Ziff. 5.1.2, 4.2). Im &Uuml;brigen nimmt der Senat auf die Ausf&uuml;hrungen unter II.1.b bb Bezug.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>40<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Bei den Kosten der Unterkunft hat die Bundesregierung f&uuml;r ein Kind eine Wohnfl&auml;che von 12&nbsp;qm ermittelt und eine Jahreskaltmiete in H&ouml;he von 1.308&nbsp;DM berechnet (9,07&nbsp;DM\/qm\/Monat; vgl. Dritter Existenzminimumbericht, unter Ziff. 5.1.3).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>41<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kriterien f&uuml;r die Ermittlung des sozialrechtlichen Mindestbedarfs hat das BVerfG dahingehend pr&auml;zisiert, dass der Wohnbedarf des Kindes nicht nach der Pro-Kopf-Methode, sondern nach dem Mehrbedarf zu ermitteln ist (vgl. BVerfG-Beschluss vom 10.&nbsp;November 1998&nbsp;&nbsp;2&nbsp;BvL&nbsp;42\/93, BVerfGE 99, 246, BStBl II 1999, 174, unter C.I.5.a, und Senatsbeschluss in BFH\/NV 2014, 1032, Rz&nbsp;20). Die Ber&uuml;cksichtigung einer Wohnfl&auml;che von 12&nbsp;qm f&uuml;r ein Kind ist verfassungsrechtlich nicht zu beanstanden; die Bundesregierung hat den statistisch ermittelten individuellen Wohnfl&auml;chenbedarf von Kindern aus einer Sondererhebung des Statistischen Bundesamtes aus dem Jahr 1988 abgeleitet (vgl. auch Senatsbeschluss in BFH\/NV 2011, 1870, Rz&nbsp;15). Aus einem Vergleich mit den Werten der Wohngeldstatistik 2001 folgt zudem, dass die in Ansatz gebrachte Quadratmetermiete auf einer realit&auml;tsgerechten Annahme beruht; insoweit wird auf die Ausf&uuml;hrungen unter II.1.b cc verwiesen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>42<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>dd) Im Dritten Existenzminimumbericht sind f&uuml;r Kinder Heizkosten in H&ouml;he von 288&nbsp;DM\/Jahr ber&uuml;cksichtigt. Die zugrunde gelegten Heizkosten wurden entsprechend dem Verh&auml;ltnis der Heizkosten eines kinderlosen Ehepaares zur Kaltmiete ermittelt, da die EVS 1993 keine Heizkosten f&uuml;r Familien mit minderj&auml;hrigen Kindern erfasst. Diese Ermittlungsmethode begegnet keinen durchgreifenden Bedenken. Der hiernach berechnete Anteil betr&auml;gt demnach ca. 22&nbsp;% (vgl. Dritter Existenzminimumbericht, unter Ziff. 5.1.4). Auch insoweit verweist der Senat im &Uuml;brigen auf die Ausf&uuml;hrungen unter II.1.b&nbsp;dd.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>43<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>ee) Die Bundesregierung hat somit im Dritten Existenzminimumbericht ein mindestens steuerfrei zu stellendes s&auml;chliches Existenzminimum f&uuml;r ein Kind in H&ouml;he von 6.768&nbsp;DM ermittelt (Regelsatz: 4.308&nbsp;DM; einmalige Leistungen: 864&nbsp;DM; Miete: 1.308&nbsp;DM; Heizungskosten: 288&nbsp;DM). Der einkommensteuerliche Kinderfreibetrag betrug f&uuml;r die Streitjahre 2000 und 2001 gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;32 Abs.&nbsp;6 S&auml;tze&nbsp;1 und 3&nbsp;EStG jeweils 6.912&nbsp;DM, und &uuml;berstieg somit das steuerfrei zu stellende s&auml;chliche Existenzminimum um jeweils 144&nbsp;DM.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>44<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Der f&uuml;r zusammenveranlagte Steuerpflichtige in den Streitjahren 2002 bis 2004 gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;32 Abs.&nbsp;6 S&auml;tze 1 und 2&nbsp;EStG jeweils zu gew&auml;hrende Kinderfreibetrag betrug f&uuml;r jedes zu ber&uuml;cksichtigende Kind 3.648&nbsp;EUR. Die ma&szlig;geblichen Daten f&uuml;r die &Uuml;berpr&uuml;fung der H&ouml;he der Kinderfreibetr&auml;ge f&uuml;r die Jahre 2002 bis 2004 entnimmt der Senat wiederum dem Vierten Existenzminimumbericht f&uuml;r das Jahr 2003 (dazu oben unter&nbsp;II.1.c). Auch hier bestehen keine verfassungsrechtlichen Bedenken gegen die H&ouml;he der im Vierten Existenzminimumbericht ermittelten Betr&auml;ge zur Bemessung des steuerfrei zu stellenden Existenzminimums von Kindern (dazu aa bis ee und II.3.d).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>45<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Die Bundesregierung hat f&uuml;r das Jahr 2003 &#8211;in &Uuml;bereinstimmung mit der im Dritten Existenzminimumbericht angewandten Berechnungsmethode&#8211; einen durchschnittlichen Regelsatz f&uuml;r ein Kind in H&ouml;he von 2.316&nbsp;EUR\/Jahr (193&nbsp;EUR\/Monat) ermittelt (vgl. Vierter Existenzminimumbericht, unter Ziff.&nbsp;5.1.1, 4.1). Ein Vergleich mit den f&uuml;r das Jahr 2005 gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;28 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 Nr.&nbsp;1 SGB&nbsp;II&nbsp;a.F. geltenden Regelleistungen von 207&nbsp;EUR\/Monat f&uuml;r Kinder bis zur Vollendung des 14.&nbsp;Lebensjahres und 276&nbsp;EUR\/Monat f&uuml;r Kinder ab dem 15.&nbsp;Lebensjahr zeigt, dass die im Vierten Existenzminimumbericht in Ansatz gebrachten Betr&auml;ge auf realit&auml;tsbezogenen Annahmen beruhen. Zwar w&uuml;rde sich ein nach Lebensjahren gewichteter Durchschnittsregelsatz f&uuml;r Kinder hiernach f&uuml;r das Jahr 2005 auf 2.668&nbsp;EUR\/Jahr belaufen; dieser deckte aber in verfassungsrechtlich nicht zu beanstandender Weise zudem den einmaligen Bedarf mit ab (vgl. BVerfG-Urteil in BVerfGE 125, 175, unter C.II.1.c). Das BVerfG hat den Regelsatz von 207&nbsp;EUR\/Monat f&uuml;r Kinder bis zur Vollendung des 14.&nbsp;Lebensjahres auch nicht als evident unzureichend zur Sicherstellung eines menschenw&uuml;rdigen Existenzminimums erkannt (vgl. BVerfG-Urteil in BVerfGE 125, 175, unter C.II.2.). Anhaltspunkte f&uuml;r eine abweichende Beurteilung des Regelsatzniveaus f&uuml;r Kinder ab dem 15.&nbsp;Lebensjahr (276&nbsp;EUR\/Monat) sind nicht erkennbar.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>46<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) An einmaligen Leistungen, die nicht regelm&auml;&szlig;ig monatlich in gleicher H&ouml;he anfallen, sind f&uuml;r Kinder wiederum 20&nbsp;% des Regelsatzes in Ansatz gebracht, mithin 468&nbsp;EUR\/Jahr (vgl. Vierter Existenzminimumbericht, unter Ziff.&nbsp;5.1.2, 4.2). Zur Vermeidung von Wiederholungen nimmt der Senat im &Uuml;brigen auf die Ausf&uuml;hrungen unter II.1.b bb Bezug.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>47<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Bei den Kosten der Unterkunft f&uuml;r ein Kind ist im Vierten Existenzminimumbericht eine Jahreskaltmiete in H&ouml;he von 708&nbsp;EUR f&uuml;r 12&nbsp;qm Wohnfl&auml;che ber&uuml;cksichtigt (4,88&nbsp;EUR\/qm\/Monat; vgl. Vierter Existenzminimumbericht, unter Ziff. 5.1.3). Aus einem Vergleich mit den Werten der Wohngeldstatistik 2004 wird ersichtlich, dass dieser Betrag auch auf einer realit&auml;tsbezogenen Annahme beruht (dazu oben unter&nbsp;II.1.c&nbsp;cc und II.3.b cc).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>48<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>dd) Im Vierten Existenzminimumbericht sind f&uuml;r Kinder Heizkosten in H&ouml;he von 144&nbsp;EUR\/Jahr angesetzt. Die zugrunde gelegten Heizkosten wurden wiederum entsprechend dem Verh&auml;ltnis der Heizkosten eines kinderlosen Ehepaares zur Kaltmiete berechnet, da auch die EVS 1998 Heizkosten nicht kindbezogen erfasst. Der Anteil betr&auml;gt hiernach ca. 20&nbsp;% (vgl. Vierter Existenzminimumbericht, unter Ziff.&nbsp;5.1.4). Im &Uuml;brigen verweist der Senat auf die Ausf&uuml;hrungen unter&nbsp;II.1.c&nbsp;dd und II.3.b&nbsp;dd.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>49<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>ee) Die Bundesregierung hat somit im Vierten Existenzminimumbericht ein mindestens steuerfrei zu stellendes s&auml;chliches Existenzminimum f&uuml;r ein Kind in H&ouml;he von 3.636&nbsp;EUR ermittelt (Regelsatz: 2.316&nbsp;EUR; einmalige Leistungen: 468&nbsp;EUR; Kosten der Unterkunft: 708&nbsp;EUR; Heizkosten: 144&nbsp;EUR). Der einkommensteuerliche Kinderfreibetrag betrug f&uuml;r die Streitjahre 2002 bis 2004 gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;32 Abs.&nbsp;6 S&auml;tze&nbsp;1 und 2&nbsp;EStG jeweils 3.648&nbsp;EUR. Er &uuml;berstieg damit die steuerfrei zu stellenden s&auml;chlichen Existenzminima um jeweils 12&nbsp;EUR.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>50<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Angesichts der vorstehenden Gr&uuml;nde gen&uuml;gen auch die Kinderfreibetr&auml;ge in den Streitjahren 2000 bis 2004 der H&ouml;he nach den verfassungsrechtlichen Anforderungen, da sie in allen Streitjahren &uuml;ber den von der Bundesregierung jeweils ermittelten steuerlich zu verschonenden Existenzminima liegen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>51<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Anders als der Kl&auml;ger meint, ist es verfassungsrechtlich nicht geboten, das durch den Kinderfreibetrag steuerfrei zu stellende s&auml;chliche Existenzminimum f&uuml;r vollj&auml;hrige, au&szlig;erhalb des Familienwohnsitzes studierende Kinder in Anlehnung an die in den Streitjahren jeweils g&uuml;ltigen H&ouml;chsts&auml;tze nach dem Bundesgesetz &uuml;ber individuelle F&ouml;rderung der Ausbildung (Bundesausbildungsf&ouml;rderungsgesetz) zu bestimmen. Denn auch das BVerfG differenziert hinsichtlich der H&ouml;he des Kinderfreibetrags nicht danach, ob das Kind das 18.&nbsp;Lebensjahr &uuml;berschritten hat, sondern legt insoweit den nach dem Bedarf f&uuml;r Kinder unter 18 Jahren ermittelten Kinderfreibetrag zugrunde (vgl. Senatsbeschluss in BFH\/NV 2011, 1870, Rz&nbsp;16, m.w.N.). Die umfangreichen Berechnungen des Kl&auml;gers lassen insoweit zudem unber&uuml;cksichtigt, dass der Sonderbedarf der sich in Berufsausbildung befindenden, ausw&auml;rtig untergebrachten, vollj&auml;hrigen Kinder, durch den Ausbildungsfreibetrag (&sect;&nbsp;33a Abs.&nbsp;2&nbsp;EStG) (mit-)abgedeckt wird. Hiernach k&ouml;nnen Eltern f&uuml;r die Jahre 2000 und 2001 maximal 4.200&nbsp;DM und f&uuml;r die Jahre 2002 bis 2004 maximal 924&nbsp;EUR je Kalenderjahr vom Gesamtbetrag der Eink&uuml;nfte abziehen. Die Beschr&auml;nkung des Abzugs der H&ouml;he nach ist verfassungsgem&auml;&szlig; (vgl. BVerfG-Beschluss vom 12.&nbsp;Januar 2006&nbsp;&nbsp;2&nbsp;BvR&nbsp;660\/05, BFH\/NV 2006, Beilage 3, 362, unter II.; BFH-Urteile vom 17.&nbsp;Dezember 2009 VI&nbsp;R&nbsp;63\/08, BFHE 227, 487, BStBl II 2010, 341, Rz&nbsp;18, und vom 25.&nbsp;November 2010 III&nbsp;R&nbsp;111\/07, BFHE 231, 567, BStBl II 2011, 281, Rz&nbsp;9&nbsp;ff.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>52<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Auch die vom Kl&auml;ger vorgebrachte besondere Lebenssituation seiner Familie aufgrund einer Holzschutzmittelvergiftung ist nicht &uuml;ber den Kinderfreibetrag auszugleichen. Eine individuelle Bemessung des Entlastungsbetrages nach den Umst&auml;nden des Einzelfalles scheidet schon deshalb aus, weil dadurch das Besteuerungsverfahren unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig erschwert w&uuml;rde (vgl. BVerfG-Beschluss vom 29.&nbsp;Mai 1990&nbsp;&nbsp;1&nbsp;BvL&nbsp;20\/84, 26\/84, 4\/86, BVerfGE 82, 60, BStBl II 1990, 653, unter C.III.3.d). Es ist zudem das Ziel des &sect;&nbsp;33&nbsp;EStG &#8211;worauf auch das FG zutreffend hinweist&#8211; zwangsl&auml;ufige Mehraufwendungen f&uuml;r den existenznotwendigen Grundbedarf zu ber&uuml;cksichtigen, die sich wegen ihrer Au&szlig;ergew&ouml;hnlichkeit einer pauschalen Erfassung in allgemeinen Freibetr&auml;gen entziehen (vgl. z.B. BFH-Urteil vom 29.&nbsp;M&auml;rz 2012 VI&nbsp;R&nbsp;47\/10, BFHE 237, 85, BStBl II 2012, 570, Rz&nbsp;9).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>53<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Der Senat hat auch keine Zweifel, dass der f&uuml;r die Streitjahre 2000 und 2001 gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;32 Abs.&nbsp;6 S&auml;tze&nbsp;1 und 3 EStG vorgesehene Betreuungsfreibetrag dem Grunde nach und der f&uuml;r die Streitjahre 2002&nbsp;bis&nbsp;2004 gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;32 Abs.&nbsp;6 S&auml;tze&nbsp;1 und 2 EStG vorgesehene Freibetrag f&uuml;r den Betreuungs- und Erziehungs- oder Ausbildungsbedarf eines Kindes (BEA-Freibetrag) in H&ouml;he von 2.160&nbsp;EUR den verfassungsrechtlichen Vorgaben gen&uuml;gt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>54<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;32 Abs.&nbsp;6 Satz&nbsp;1 Alternative&nbsp;2 EStG in der f&uuml;r die Streitjahre 2000 und 2001 geltenden Fassung, wird bei der Veranlagung zur Einkommensteuer f&uuml;r jedes zu ber&uuml;cksichtigende Kind des Steuerpflichtigen, welches das 16.&nbsp;Lebensjahr noch nicht vollendet hat, ein Betreuungsfreibetrag vom Einkommen abgezogen. Da die Kinder des Kl&auml;gers in den Streitjahren bereits das 16. Lebensjahr vollendet hatten, kam ein Abzug des Betreuungsfreibetrags bereits dem Grunde nach nicht in Betracht. Nach der Rechtsprechung des VIII. Senats des BFH steht die Altersgrenze von 16&nbsp;Jahren mit dem GG im Einklang (vgl. BFH-Urteil vom 24.&nbsp;August 2004 VIII&nbsp;R&nbsp;18\/04, BFHE 207, 256, BStBl II 2008, 366, unter II.). Dem schlie&szlig;t sich der Senat an.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>55<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Der Senat zweifelt auch nicht daran, dass der f&uuml;r die Streitjahre 2002 bis 2004 gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;32 Abs.&nbsp;6 Satz 1 Alternative&nbsp;2 i.V.m. Satz&nbsp;2&nbsp;EStG bei zusammen zur Einkommensteuer veranlagten Ehegatten zu gew&auml;hrende BEA-Freibetrag in H&ouml;he von 2.160&nbsp;EUR den verfassungsrechtlichen Anforderungen gen&uuml;gt. Der VI.&nbsp;Senat des BFH hat f&uuml;r das Jahr 2004 insoweit bereits entschieden, dass die bei den Eltern entstehende Minderung der finanziellen Leistungsf&auml;higkeit durch ein Kind in Ausbildung in gen&uuml;gender H&ouml;he ber&uuml;cksichtigt ist, da sich der Gesetzgeber bei der Quantifizierung des einheitlichen BEA-Freibetrags an der H&ouml;he des bisherigen h&ouml;chstm&ouml;glichen Ausbildungsfreibetrags orientiert hat (vgl. BFH-Urteil in BFHE 227, 487, BStBl II 2010, 341, Rz&nbsp;16, m.w.N.). Dieser Auffassung schlie&szlig;t sich der Senat an. Im &Uuml;brigen wird zur Vermeidung von Wiederholungen zudem auf die Gr&uuml;nde des Senatsurteils in BFHE 231, 567, BStBl II 2011, 281 Bezug genommen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>56<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>5. Das FG hat auch zu Recht den Abzug des vom Kl&auml;ger geltend gemachten Schulgeldes abgelehnt, da dieses nicht f&uuml;r den Besuch einer Schule i.S. des &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;9&nbsp;EStG entrichtet worden ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>57<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>6. Soweit sich das Begehren des Kl&auml;gers auf die vollst&auml;ndige Anerkennung der geltend gemachten Vorsorgeaufwendungen bezieht, sind jedenfalls auch die verfassungsrechtlichen Fragen zur begrenzten Abzugsf&auml;higkeit der Beitr&auml;ge nach &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;a i.V.m. &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;3&nbsp;EStG durch den BVerfG-Beschluss in BVerfGE 120, 125 gekl&auml;rt. Danach hat der Gesetzgeber f&uuml;r eine Neuregelung mit Wirkung zum 1.&nbsp;Januar 2010 zu sorgen. Bis zu diesem Zeitpunkt bleiben &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;3 EStG sowie s&auml;mtliche Nachfolgeregelungen weiter anwendbar (vgl. z.B. BVerfG-Beschluss vom 13.&nbsp;Februar 2008&nbsp;&nbsp;2&nbsp;BvR&nbsp;1220\/04, 410\/05, BVerfGE 120, 169, unter B.II.; vgl. auch BFH-Urteil vom 18.&nbsp;November 2009 X&nbsp;R&nbsp;6\/08, BFHE 227, 137, BStBl II 2010, 282, Rz&nbsp;113).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>58<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>7. Nach dem BFH-Urteil vom 19.&nbsp;Januar 2017 VI&nbsp;R&nbsp;75\/14 (BFHE 256, 339, BStBl II 2017, 684, Rz&nbsp;15&nbsp;ff.) ist &sect;&nbsp;33 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1&nbsp;EStG so zu verstehen, dass nur der Teil des Gesamtbetrags der Eink&uuml;nfte, der den jeweiligen im Gesetz genannten Grenzbetrag &uuml;bersteigt, mit dem jeweils h&ouml;heren Prozentsatz belastet wird. Dieser Auffassung schlie&szlig;t sich der erkennende Senat an und nimmt zur Vermeidung von Wiederholungen auf die Entscheidungsgr&uuml;nde des BFH-Urteils in BFHE 256, 339, BStBl II 2017, 684, Rz&nbsp;15&nbsp;ff. Bezug. Die bislang vom FA ber&uuml;cksichtigte zumutbare Belastung nach &sect;&nbsp;33 Abs.&nbsp;3&nbsp;EStG ist demnach f&uuml;r die Streitjahre 2000 bis 2004 entsprechend dem Urteil des VI.&nbsp;Senats in BFHE 256, 339, BStBl II 2017, 684 stufenweise zu ermitteln.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>59<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>8. Das FG konnte die Grunds&auml;tze dieser ge&auml;nderten Rechtsprechung in seinem angefochtenen Urteil noch nicht ber&uuml;cksichtigen; die Vorentscheidung ist deshalb aufzuheben. Die Sache ist jedoch nicht spruchreif, da das FG die erforderlichen Feststellungen f&uuml;r die Beurteilung der zumutbaren Belastung f&uuml;r die Streitjahre 2000 bis 2004 nicht getroffen hat. Die Sache war daher zur&uuml;ckzuverweisen. Das FG wird die hierf&uuml;r erforderlichen Feststellungen nachzuholen haben. F&uuml;r den zweiten Rechtsgang weist der Senat &#8211;ohne Bindungswirkung&#8211; darauf hin, dass insbesondere mit Blick auf das Streitjahr 2001 bereits dem Grunde nach kein Abzug eines au&szlig;ergew&ouml;hnlichen Aufwands vom Gesamtbetrag der Eink&uuml;nfte vorgenommen worden sein d&uuml;rfte, so dass der vom Kl&auml;ger geltend gemachte Aufwand auch dem Grunde nach zu &uuml;berpr&uuml;fen sein d&uuml;rfte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>60<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>9. Die &Uuml;bertragung der Kostenentscheidung auf das FG beruht auf &sect;&nbsp;143 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 27.7.2017, III R 1\/09ECLI:DE:BFH:2017:U.270717.IIIR1.09.0 Verfassungsm&auml;&szlig;igkeit des Grundfreibetrags, Kinderfreibetrags, Betreuungsfreibetrags und Freibetrags f&uuml;r den Betreuungs- und Erziehungs- oder Ausbildungsbedarf eines Kindes sowie des Familienleistungsausgleichs in den Jahren 2000 bis 2004 &#8211; Abziehbarkeit von Vorsorgeaufwand &#8211; H&ouml;he der zumutbaren Belastung Leits&auml;tze 1. 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