{"id":68038,"date":"2017-12-01T10:11:03","date_gmt":"2017-12-01T08:11:03","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=68038"},"modified":"2017-12-01T10:11:03","modified_gmt":"2017-12-01T08:11:03","slug":"viii-r-5-15-verrechnung-von-altverlusten-aus-kapitalvermoegen-mit-abgeltend-besteuerten-positiven-einkuenften-aus-kapitalvermoegen-im-wege-der-guenstigerpruefung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/viii-r-5-15-verrechnung-von-altverlusten-aus-kapitalvermoegen-mit-abgeltend-besteuerten-positiven-einkuenften-aus-kapitalvermoegen-im-wege-der-guenstigerpruefung\/","title":{"rendered":"VIII&nbsp;R&nbsp;5\/15 &#8211; Verrechnung von Altverlusten aus Kapitalverm&ouml;gen mit abgeltend besteuerten positiven Eink&uuml;nften aus Kapitalverm&ouml;gen im Wege der G&uuml;nstigerpr&uuml;fung"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 29.8.2017, VIII R 5\/15<br \/>ECLI:DE:BFH:2017:U.290817.VIIIR5.15.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Verrechnung von Altverlusten aus Kapitalverm&ouml;gen mit abgeltend besteuerten positiven Eink&uuml;nften aus Kapitalverm&ouml;gen im Wege der G&uuml;nstigerpr&uuml;fung<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>1. Voraussetzung f&uuml;r die Verrechnung zwischen den dem gesonderten Steuertarif des &sect; 32d Abs. 1 EStG unterliegenden positiven Eink&uuml;nften aus Kapitalverm&ouml;gen und den dem Steuertarif des &sect; 32a EStG unterliegenden Altverlusten aus Kapitalverm&ouml;gen ist ein Antrag auf G&uuml;nstigerpr&uuml;fung gem&auml;&szlig; &sect; 32d Abs. 6 EStG.<\/p>\n<\/p>\n<p>2. Die Ungleichbehandlung der Verrechnung von Altverlusten aus Kapitalverm&ouml;gen gegen&uuml;ber den Altverlusten i.S. des &sect; 23 EStG a.F. verst&ouml;&szlig;t nicht gegen Art. 3 Abs. 1 GG.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Auf die Revision der Kl&auml;ger wird das Urteil des Finanzgerichts M&uuml;nster vom 25. November 2014&nbsp;&nbsp;2 K 3941\/11 E aus verfahrensrechtlichen Gr&uuml;nden aufgehoben.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Klage wird abgewiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Revision wird als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des gesamten Verfahrens haben die Kl&auml;ger zu tragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">I. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;ger und Revisionskl&auml;ger (Kl&auml;ger) wurden im Streitjahr (2009) zusammen zur Einkommensteuer veranlagt. In ihrer Einkommensteuererkl&auml;rung f&uuml;r 2009 erkl&auml;rten sie u.a. Eink&uuml;nfte aus Kapitalverm&ouml;gen in H&ouml;he von 6.134.010&nbsp;EUR und beantragten die G&uuml;nstigerpr&uuml;fung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;32d Abs.&nbsp;6 des Einkommensteuergesetzes in der im Streitjahr geltenden Fassung (EStG) und die &Uuml;berpr&uuml;fung des Steuereinbehalts gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;32d Abs.&nbsp;4 EStG.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) veranlagte die Kl&auml;ger mit unter dem Vorbehalt der Nachpr&uuml;fung stehendem Einkommensteuerbescheid vom 13.&nbsp;Januar 2011. Dabei wurden die Verlustvortr&auml;ge aus privaten Ver&auml;u&szlig;erungsgesch&auml;ften i.S. des &sect;&nbsp;23 EStG in der bis zum 31.&nbsp;Dezember 2008 geltenden Fassung (EStG a.F.) mit den dem gesonderten Tarif gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;32d Abs.&nbsp;1 EStG unterliegenden Kapitaleink&uuml;nften des Streitjahres verrechnet. Die danach verbleibenden Kapitaleink&uuml;nfte wurden den Eink&uuml;nften i.S. des &sect;&nbsp;2 EStG hinzugerechnet. Bei der Ermittlung des Gesamtbetrags der Eink&uuml;nfte in H&ouml;he von 6.304.325&nbsp;EUR wurde gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;10d Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 EStG der Verlustvortrag zum 31.&nbsp;Dezember 2008 in H&ouml;he von insgesamt 4.384.812&nbsp;EUR abgezogen. Das zu versteuernde Einkommen wurde mit den darin enthaltenen Eink&uuml;nften aus Kapitalverm&ouml;gen der tariflichen Einkommensteuer (&sect;&nbsp;32a EStG) unterworfen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit dem hiergegen erhobenen Einspruch machten die Kl&auml;ger geltend, dass es sich bei dem Verlustvortrag urspr&uuml;nglich um negative Eink&uuml;nfte i.S. des &sect;&nbsp;20 EStG gehandelt habe. Diese seien nicht vom Gesamtbetrag der dem progressiven Steuertarif unterliegenden Eink&uuml;nfte abzuziehen, sondern direkt von den gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;32d Abs.&nbsp;1 EStG in H&ouml;he von 25&nbsp;% zu besteuernden Kapitaleink&uuml;nften. Der Einspruch der Kl&auml;ger blieb ohne Erfolg. Das Finanzgericht (FG) hat die hiergegen erhobene Klage mit dem in Entscheidungen der Finanzgerichte (EFG) 2015, 399 ver&ouml;ffentlichten Urteil vom 25.&nbsp;November 2014&nbsp;&nbsp;2&nbsp;K&nbsp;3941\/11&nbsp;E als unbegr&uuml;ndet abgewiesen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zur Begr&uuml;ndung ihrer Revision tragen die Kl&auml;ger vor, dass f&uuml;r die Verrechnung von Altverlusten aus Kapitalverm&ouml;gen mit Kapitaleink&uuml;nften, die nach der Einf&uuml;hrung der Abgeltungsteuer erzielt worden seien, ein Antrag auf G&uuml;nstigerpr&uuml;fung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;32d Abs.&nbsp;6 EStG nicht erforderlich sei. Denn es handele sich um eine systemimmanente Verlustverrechnung innerhalb derselben Einkunftsart. Auch wenn in dem Verlustfeststellungsbescheid zum 31.&nbsp;Dezember 2008 die Verluste der Kl&auml;ger nicht nach Einkunftsarten festgestellt worden seien, da dies vor Einf&uuml;hrung der Abgeltungsteuer nicht erforderlich gewesen sei, &auml;ndere dies nichts daran, dass es sich bei den festgestellten Verlusten unstreitig um negative Eink&uuml;nfte aus Kapitalverm&ouml;gen gehandelt habe. &sect;&nbsp;32d Abs.&nbsp;6 EStG solle lediglich eine Verrechnung von positiven Kapitaleink&uuml;nften mit Verlusten aus anderen Einkunftsarten erm&ouml;glichen. Dies sei im vorliegenden Fall nicht erforderlich.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Sei eine Verrechnung dieser Altverluste nur aufgrund eines Antrags auf G&uuml;nstigerpr&uuml;fung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;32d Abs.&nbsp;6 EStG m&ouml;glich, f&uuml;hre dies zu einer h&ouml;heren Steuer, als wenn die Altverluste direkt (&quot;horizontal&quot;) mit den Kapitaleink&uuml;nften des Streitjahres innerhalb der Schedule verrechnet w&uuml;rden. Dies f&uuml;hre zu einer gleichheitswidrigen Besteuerung, da Altverluste i.S. des &sect;&nbsp;23 EStG a.F. gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;6 Satz&nbsp;1 EStG direkt mit Kapitaleink&uuml;nften, die der Abgeltungsteuer unterliegen, verrechnet werden k&ouml;nnten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;ger beantragen,<br \/>das angefochtene Urteil der Vorinstanz aufzuheben und den Einkommensteuerbescheid f&uuml;r 2009 vom 15.&nbsp;M&auml;rz 2016 dahingehend abzu&auml;ndern, dass eine Verlustverrechnung mit den auf den 31.&nbsp;Dezember 2008 festgestellten Verlusten aus Kapitalverm&ouml;gen au&szlig;erhalb der G&uuml;nstigerpr&uuml;fung nach &sect;&nbsp;32d Abs.&nbsp;6 EStG vorgenommen wird, so dass f&uuml;r die nach der Verlustverrechnung verbleibenden positiven Eink&uuml;nfte i.S. des &sect;&nbsp;20 EStG der Abgeltungsteuersatz des &sect;&nbsp;32d Abs.&nbsp;1 EStG Anwendung findet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt,<br \/>die Revision als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA hat w&auml;hrend des Revisionsverfahrens am 15.&nbsp;M&auml;rz 2016 einen Einkommensteuer&auml;nderungsbescheid f&uuml;r 2009 erlassen. Die Parteien haben dem Bundesfinanzhof (BFH) mitgeteilt, dass dadurch die Streitgrundlagen nicht ber&uuml;hrt worden seien.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">II. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Revision der Kl&auml;ger ist unbegr&uuml;ndet und gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung (FGO) zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Die Revision f&uuml;hrt zwar aus verfahrensrechtlichen Gr&uuml;nden zur Aufhebung der Vorentscheidung. Denn Gegenstand des finanzgerichtlichen Verfahrens war der ge&auml;nderte Einkommensteuerbescheid f&uuml;r 2009 vom 17.&nbsp;Februar 2014. An dessen Stelle trat w&auml;hrend des Revisionsverfahrens der ge&auml;nderte Einkommensteuerbescheid vom 15.&nbsp;M&auml;rz 2016, welcher nach &sect;&nbsp;68 Satz&nbsp;1 FGO Gegenstand des Revisionsverfahrens wurde. Soweit einem FG-Urteil ein nicht mehr existierender Bescheid zugrunde liegt, kann es keinen Bestand haben. Dennoch bedarf es hier keiner Zur&uuml;ckverweisung der Sache an das FG gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;127 FGO, da die Sache spruchreif ist. Die vom FG getroffenen tats&auml;chlichen Feststellungen bilden unver&auml;ndert die Grundlage f&uuml;r die Entscheidung des erkennenden Senats (dazu z.B. BFH-Urteil vom 8.&nbsp;Juli 2010 VI&nbsp;R&nbsp;24\/09, BFHE 230, 542, BStBl II 2011, 288).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Die Revision ist gleichwohl als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckzuweisen, denn die Klage ist unbegr&uuml;ndet. Die von den Kl&auml;gern begehrte Verrechnung der Altverluste mit den im Streitjahr erzielten und dem gesonderten Steuersatz des &sect;&nbsp;32d Abs.&nbsp;1 EStG unterliegenden Kapitaleink&uuml;nften kann nur auf Grund eines Antrags auf G&uuml;nstigerpr&uuml;fung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;32d Abs.&nbsp;6 Satz 1 EStG im Rahmen der tariflichen Steuer nach &sect;&nbsp;32a EStG erfolgen. Die von den Kl&auml;gern auf Grundlage eines Antrags gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;32d Abs.&nbsp;4 EStG begehrte unmittelbare horizontale Verrechnung der Altverluste aus &sect;&nbsp;20 EStG a.F. mit den Kapitaleink&uuml;nften, die dem gesonderten Tarif gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;32d Abs.&nbsp;1 EStG unterliegen, hat das FG im Ergebnis zu Recht abgelehnt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Wie der Senat bereits in seinem Urteil vom 30.&nbsp;November 2016 VIII&nbsp;R&nbsp;11\/14 (BFHE 256, 455, BStBl II 2017, 443, Rz&nbsp;48) entschieden hat, ist eine allgemeine Berechtigung zur Verrechnung von Verlusten aus tariflich besteuerten Eink&uuml;nften und positiven Kapitaleink&uuml;nften, die dem gesonderten Tarif des &sect;&nbsp;32d Abs.&nbsp;1 EStG unterliegen, im Rahmen der Einkommensteuerfestsetzung ausgeschlossen. Dies gilt auch dann, wenn &#8211;wie im vorliegenden Fall&#8211; nach &sect;&nbsp;10d EStG festgestellte Altverluste aus Kapitalverm&ouml;gen vorliegen. Denn auch in diesem Fall ist erforderlich, dass die der Abgeltungsteuer unterliegenden positiven Kapitaleink&uuml;nfte im ersten Schritt unter Verdr&auml;ngung des &sect;&nbsp;32d Abs.&nbsp;1, 3 und 4 EStG zu Eink&uuml;nften i.S. des &sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;2 bis 5 EStG werden, die dem Tarif des &sect;&nbsp;32a EStG unterliegen. Sie fallen dann nicht mehr unter die Beschr&auml;nkungen des &sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;5b EStG. Im zweiten Schritt k&ouml;nnen sie, da das Verrechnungsverbot des &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;6 EStG insoweit nicht eingreift, mit den tariflich zu besteuernden Altverlusten aus Kapitalverm&ouml;gen verrechnet werden. Eine direkte Verrechnung der gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;10d EStG festgestellten Altverluste mit den im Streitjahr erzielten und der Abgeltungsteuer unterliegenden Eink&uuml;nften aus Kapitalverm&ouml;gen innerhalb der Schedule scheidet danach aus.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Etwas anderes folgt auch nicht daraus, dass es sich bei den auf den 31.&nbsp;Dezember 2008 festgestellten Verlusten urspr&uuml;nglich um Eink&uuml;nfte aus Kapitalverm&ouml;gen handelte. Zum einen erfolgt die Feststellung des Verlustvortrags auf den 31.&nbsp;Dezember 2008 gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;10d EStG nicht spezifisch nach Einkunftsarten. Die Altverluste haben damit ihre Eigenschaft als Kapitaleink&uuml;nfte verloren. Zum anderen unterlagen die Altverluste im Zeitpunkt der Verlustentstehung der tariflichen Einkommensteuer des &sect;&nbsp;32a EStG, so dass die Verrechnung mit den dem Abgeltungsteuersatz des &sect;&nbsp;32d Abs.&nbsp;1 EStG unterliegenden positiven Kapitaleink&uuml;nften des Streitjahres voraussetzt, dass auch diese der tariflichen Einkommensteuer des &sect;&nbsp;32a EStG unterliegen. Dies kann &#8211;wie bereits ausgef&uuml;hrt&#8211; nur &uuml;ber einen Antrag auf G&uuml;nstigerpr&uuml;fung nach &sect;&nbsp;32d Abs.&nbsp;6 EStG erreicht werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Entgegen der Auffassung der Kl&auml;ger folgt auch aus dem Verlustverrechnungsverbot des &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;6 EStG keine direkte Verrechenbarkeit der Altverluste mit den Kapitaleink&uuml;nften innerhalb der Schedule. Abgesehen davon, dass die Vorschrift auf Altverluste, die vor dem 1.&nbsp;Januar 2009 erzielt wurden, keine Anwendung findet (&sect;&nbsp;52a Abs.&nbsp;10 Satz&nbsp;10 EStG), setzt auch die horizontale Verlustverrechnung nach &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;6 Satz&nbsp;2 EStG zwischen tariflich besteuerten negativen Eink&uuml;nften aus Kapitalverm&ouml;gen und Kapitaleink&uuml;nften, die der Abgeltungsteuer gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;32d Abs.&nbsp;1 EStG unterliegen, einen Antrag auf G&uuml;nstigerpr&uuml;fung voraus (Senatsurteil in BFHE 256, 455, BStBl II 2017, 443).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Entgegen der Auffassung der Kl&auml;ger kann eine direkte Ver-rechnung der dem Abgeltungsteuersatz des &sect;&nbsp;32d Abs.&nbsp;1 EStG unterliegenden positiven Kapitaleink&uuml;nfte mit den nach &sect;&nbsp;10d EStG festgestellten Altverlusten auch nicht aufgrund eines Antrags auf &Uuml;berpr&uuml;fung des Steuereinbehalts gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;32d Abs.&nbsp;4 EStG erfolgen. Der Antrag f&uuml;hrt nur dazu, dass Kapitalertr&auml;ge, die der Kapitalertragsteuer unterlegen haben, in die Veranlagung mit einbezogen werden. Dabei bleibt der gesonderte Steuertarif f&uuml;r Eink&uuml;nfte aus Kapitalverm&ouml;gen des &sect;&nbsp;32d Abs.&nbsp;1 EStG weiter anwendbar. Erforderlich f&uuml;r eine Verrechnung von Kapitaleink&uuml;nften, die dem gesonderten Steuertarif des &sect;&nbsp;32d Abs.&nbsp;1 EStG unterliegen, mit tariflich besteuerten negativen Eink&uuml;nften ist jedoch, dass die nach &sect;&nbsp;20 EStG ermittelten Kapitaleink&uuml;nfte selbst der tariflichen Einkommensteuer unterworfen werden (s.o.). Diese Rechtsfolge kann nur durch einen Antrag auf G&uuml;nstigerpr&uuml;fung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;32d Abs.&nbsp;6 EStG erreicht werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>e) Die Voraussetzungen f&uuml;r die Anwendung der G&uuml;nstigerpr&uuml;fung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;32d Abs.&nbsp;6 EStG sind im Streitfall erf&uuml;llt. Die Verrechnung des nach &sect;&nbsp;10d EStG festgestellten und der tariflichen Einkommensteuer nach &sect;&nbsp;32a EStG unterliegenden verbleibenden Verlustvortrags mit den im Streitjahr erzielten positiven Eink&uuml;nften aus Kapitalverm&ouml;gen f&uuml;hrt zu einer niedrigeren Einkommensteuer. Das Gesetz verlangt im Tatbestand des &sect;&nbsp;32d Abs.&nbsp;6 EStG nicht, dass nach der Hinzurechnung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;32d Abs.&nbsp;6 EStG die Tarifbelastung f&uuml;r das zu versteuernde Einkommen unter 25&nbsp;% liegen muss, sondern nur, dass die Steuerfestsetzung aufgrund der Hinzurechnung niedriger ist, als die Summe aus tariflicher Steuer und einbehaltender Kapitalertragsteuer (Senatsurteil in BFHE 256, 455, BStBl II 2017, 443, Rz&nbsp;42).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>f) Da der Antrag auf G&uuml;nstigerpr&uuml;fung gem&auml;&szlig; der eindeutigen gesetzlichen Regelung des &sect;&nbsp;32d Abs.&nbsp;6 S&auml;tze&nbsp;3 und 4 EStG f&uuml;r den jeweiligen Veranlagungszeitraum f&uuml;r zusammenveranlagte Ehegatten nur einheitlich f&uuml;r s&auml;mtliche Kapitalertr&auml;ge ge-stellt werden kann, ist die Anwendung des gesonderten Steuertarifs f&uuml;r Eink&uuml;nfte aus Kapitalverm&ouml;gen gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;32d Abs.&nbsp;1 EStG f&uuml;r die nach der Verlustverrechnung verbleibenden Kapitaleink&uuml;nfte ausgeschlossen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Entgegen der Auffassung der Kl&auml;ger verst&ouml;&szlig;t es nicht gegen den allgemeinen Gleichheitssatz (Art.&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 des Grundgesetzes &#8211;GG&#8211;), dass gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;6 Satz&nbsp;1, &sect;&nbsp;23 Abs.&nbsp;3 Satz 9 EStG Verluste aus privaten Ver&auml;u&szlig;erungsgesch&auml;ften i.S. des &sect;&nbsp;23 EStG a.F. ohne einen Antrag auf G&uuml;nstigerpr&uuml;fung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;32d Abs.&nbsp;6 EStG direkt mit Eink&uuml;nften aus Kapitalverm&ouml;gen i.S. des &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;2 EStG ausgeglichen werden k&ouml;nnen. Diese Ungleichbehandlung ist sachlich gerechtfertigt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Der allgemeine Gleichheitssatz gebietet, wesentlich Glei-ches gleich und wesentlich Ungleiches seiner Eigenart entsprechend verschieden zu behandeln. Er gilt f&uuml;r ungleiche Belastungen wie auch f&uuml;r ungleiche Beg&uuml;nstigungen. Aus ihm ergeben sich je nach Regelungsgegenstand und Differenzierungsmerkmalen unterschiedliche Grenzen f&uuml;r den Gesetzgeber, die vom blo&szlig;en Willk&uuml;rverbot bis zu einer strengen Bindung an Verh&auml;ltnism&auml;&szlig;igkeitserfordernisse reichen. Der Grundsatz der gleichen Zuteilung steuerlicher Lasten verlangt eine gesetzliche Ausgestaltung der Steuer, die den Steuergegenstand in den Blick nimmt und mit R&uuml;cksicht darauf eine gleichheitsgerechte Besteuerung des Steuerschuldners sicherstellt. Ausnahmen von dem jedenfalls f&uuml;r die Ertragsteuern geltenden Gebot gleicher Besteuerung bei gleicher Ertragskraft bed&uuml;rfen eines besonderen sachlichen Grundes. Bei der Bestimmung der Bindung des Gesetzgebers an den Gleichheitssatz ist allerdings zu ber&uuml;cksichtigen, dass das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) dem Gesetzgeber gerade bei der Umstrukturierung komplexer Regelungssysteme stets einen besonders weiten Spielraum bei der Ausgestaltung der &Uuml;bergangsvorschriften einr&auml;umt. Art.&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 GG ist jedenfalls dann verletzt, wenn sich ein vern&uuml;nftiger, sich aus der Natur der Sache ergebender oder sonst wie einleuchtender Grund f&uuml;r die gesetzliche Differenzierung oder Gleichbehandlung nicht finden l&auml;sst (BVerfG-Beschluss vom 17.&nbsp;November 2009&nbsp;&nbsp;1&nbsp;BvR&nbsp;2192\/05, BVerfGE 125, 1, BFH\/NV 2010, 803).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Danach ist eine Verletzung des Art.&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 GG nicht gegeben. Die Besserstellung von Altverlusten gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;23 EStG a.F. gegen&uuml;ber Altverlusten aus Kapitalverm&ouml;gen i.S. des &sect;&nbsp;20 EStG a.F. bei der Verrechnung mit nach Einf&uuml;hrung der Abgeltungsteuer erzielten Kapitaleink&uuml;nften ist in doppelter Hinsicht sachlich gerechtfertigt. Zum einen besteht f&uuml;r Altverluste aus privaten Ver&auml;u&szlig;erungsgesch&auml;ften gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;23 EStG a.F. ein Verlustverrechnungsverbot (s. nachfolgend unter aa) und zum anderen ist deren Verrechnung mit Kapitaleink&uuml;nften i.S. des &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;2 EStG auf f&uuml;nf Jahre befristet (s. nachfolgend unter bb).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Nachdem der Gesetzgeber mit der Einf&uuml;hrung der Abgeltungsteuer einen grundlegenden Systemwechsel vollzogen hat und Eink&uuml;nfte aus der Ver&auml;u&szlig;erung von Wertpapieren nicht mehr als private Ver&auml;u&szlig;erungsgesch&auml;fte i.S. des &sect;&nbsp;23 EStG, sondern als Kapitaleink&uuml;nfte i.S. des &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;2 EStG qualifiziert hat, k&ouml;nnen Altverluste aus Wertpapiergesch&auml;ften nur noch aufgrund der &Uuml;bergangsregelung des &sect;&nbsp;23 Abs.&nbsp;3 EStG mit Kapitaleink&uuml;nften i.S. des &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;2 EStG und Eink&uuml;nften aus privaten Ver&auml;u&szlig;erungsgesch&auml;ften verrechnet werden. Dagegen unterliegen die Altverluste aus &sect;&nbsp;20 EStG a.F. keiner Verlustverrechnungsbeschr&auml;nkung. Sie k&ouml;nnen auch nach der Einf&uuml;hrung der Abgeltungsteuer mit Eink&uuml;nften aller anderen Einkunftsarten verrechnet werden. Bereits diese Einschr&auml;nkung der Verlustverrechnung f&uuml;r Altverluste nach &sect;&nbsp;23 EStG a.F. rechtfertigt die vom Gesetzgeber in &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;6 Satz&nbsp;1 EStG direkt angeordnete Verrechnung mit den der Abgeltungsteuer unterliegenden Kapitaleink&uuml;nften.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Zudem k&ouml;nnen Altverluste aus &sect;&nbsp;23 EStG a.F. aufgrund der &Uuml;bergangsregelung des &sect;&nbsp;52a Abs.&nbsp;11 Satz 11 EStG nur innerhalb von f&uuml;nf Jahren nach Einf&uuml;hrung der Abgeltungsteuer zum 1.&nbsp;Januar 2009 mit Eink&uuml;nften aus Kapitalverm&ouml;gen i.S. des &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;2 EStG ausgeglichen werden. Der BFH hat dies in seinem Urteil vom 6.&nbsp;Dezember 2016 IX&nbsp;R&nbsp;48\/15 (BFHE 256, 136, BStBl II 2017, 313) als verfassungsgem&auml;&szlig; angesehen. Die zeitliche Verlustverrechnungsbeschr&auml;nkung, die f&uuml;r Altverluste i.S. des &sect;&nbsp;20 EStG a.F. nicht besteht, rechtfertigt es, dass Altverluste i.S. des &sect;&nbsp;23 EStG a.F. auch ohne einen Antrag auf G&uuml;nstigerpr&uuml;fung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;32d Abs.&nbsp;6 EStG direkt mit Eink&uuml;nften i.S. des &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;2 EStG verrechnet werden. Denn dadurch wird sichergestellt, dass die Altverluste aus &sect;&nbsp;23 EStG a.F. innerhalb der F&uuml;nfjahresfrist umfassend zur Verrechnung mit Kapitaleink&uuml;nften genutzt werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Ob das FA zu Gunsten der Kl&auml;ger bei der Steuerfestsetzung die Verlustverrechnungsbeschr&auml;nkung des &sect;&nbsp;10d Abs.&nbsp;2 EStG au&szlig;er Acht gelassen hat, kann der Senat offen lassen. Selbst wenn dies der Fall gewesen sein sollte, w&auml;re eine h&ouml;here Einkommensteuerfestsetzung f&uuml;r das Streitjahr wegen des Verb&ouml;serungsverbots ausgeschlossen, so dass es beim Regelungsgehalt des angefochtenen Steuerbescheids verbleibt (BFH-Urteil vom 3.&nbsp;August 2016 IX&nbsp;R&nbsp;14\/15, BFHE 255, 103, BStBl II 2017, 437).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>5. Die Kostenentscheidung folgt aus &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;1 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 29.8.2017, VIII R 5\/15ECLI:DE:BFH:2017:U.290817.VIIIR5.15.0 Verrechnung von Altverlusten aus Kapitalverm&ouml;gen mit abgeltend besteuerten positiven Eink&uuml;nften aus Kapitalverm&ouml;gen im Wege der G&uuml;nstigerpr&uuml;fung Leits&auml;tze 1. Voraussetzung f&uuml;r die Verrechnung zwischen den dem gesonderten Steuertarif des &sect; 32d Abs. 1 EStG unterliegenden positiven Eink&uuml;nften aus Kapitalverm&ouml;gen und den dem Steuertarif des &sect; 32a EStG unterliegenden Altverlusten &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/viii-r-5-15-verrechnung-von-altverlusten-aus-kapitalvermoegen-mit-abgeltend-besteuerten-positiven-einkuenften-aus-kapitalvermoegen-im-wege-der-guenstigerpruefung\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">VIII&nbsp;R&nbsp;5\/15 &#8211; Verrechnung von Altverlusten aus Kapitalverm&ouml;gen mit abgeltend besteuerten positiven Eink&uuml;nften aus Kapitalverm&ouml;gen im Wege der G&uuml;nstigerpr&uuml;fung<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-68038","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/68038","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=68038"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/68038\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=68038"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=68038"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=68038"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}