{"id":68040,"date":"2017-12-01T10:11:08","date_gmt":"2017-12-01T08:11:08","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=68040"},"modified":"2017-12-01T10:11:08","modified_gmt":"2017-12-01T08:11:08","slug":"viii-r-33-15-wiedereinsetzung-in-die-antragsfrist-gemaess-par-32d-abs-2-nr-3-satz-4-estg-bei-nicht-fachkundig-beratenen-steuerpflichtigen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/viii-r-33-15-wiedereinsetzung-in-die-antragsfrist-gemaess-par-32d-abs-2-nr-3-satz-4-estg-bei-nicht-fachkundig-beratenen-steuerpflichtigen\/","title":{"rendered":"VIII&nbsp;R&nbsp;33\/15 &#8211; Wiedereinsetzung in die Antragsfrist gem&auml;&szlig; &sect; 32d Abs. 2 Nr. 3 Satz 4 EStG bei nicht fachkundig beratenen Steuerpflichtigen"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 29.8.2017, VIII R 33\/15<br \/>ECLI:DE:BFH:2017:U.290817.VIIIR33.15.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Wiedereinsetzung in die Antragsfrist gem&auml;&szlig; &sect; 32d Abs. 2 Nr. 3 Satz 4 EStG bei nicht fachkundig beratenen Steuerpflichtigen<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>1. Sind Eink&uuml;nfte aus der Aussch&uuml;ttung einer Kapitalgesellschaft, deren Beteiligung der Steuerpflichtige im Privatverm&ouml;gen h&auml;lt, aufgrund eines Antrags auf G&uuml;nstigerpr&uuml;fung gem&auml;&szlig; &sect; 32d Abs. 6 EStG den tariflich zu besteuernden Eink&uuml;nften hinzuzurechnen, findet die anteilige (40 %-ige) Steuerbefreiung gem&auml;&szlig; &sect; 3 Nr. 40 Satz 1 Buchst. d EStG keine Anwendung.<\/p>\n<\/p>\n<p>2. Sowohl die Unkenntnis des Antragsrechts gem&auml;&szlig; &sect; 32d Abs. 2 Nr. 3 EStG als auch die Unkenntnis, einen solchen Antrag neben einem Antrag auf G&uuml;nstigerpr&uuml;fung stellen zu k&ouml;nnen bzw. zu m&uuml;ssen, k&ouml;nnen bei einem nicht fachkundig beratenen Steuerpflichtigen unverschuldet sein und zur Wiedereinsetzung in die Antragsfrist gem&auml;&szlig; &sect; 32d Abs. 2 Nr. 3 Satz 4 EStG berechtigen. Dies kann selbst dann gelten, wenn die in Bezug auf die Antragsrechte unzureichende Anleitung zur Anlage KAP bei Anfertigung der Steuererkl&auml;rung nicht vollst&auml;ndig gelesen wurde.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Auf die Revision der Kl&auml;ger werden das Urteil des Hessischen Finanzgerichts vom 27. August 2014&nbsp;&nbsp;4 K 1617\/13 und die Einspruchsentscheidung des Beklagten vom 15. Juli 2013 aufgehoben.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Einkommensteuer 2010 wird unter Ab&auml;nderung des Einkommensteuerbescheids vom 21. April 2011 auf den Betrag festgesetzt, der sich nach Ma&szlig;gabe der Gr&uuml;nde ergibt.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Berechnung der Steuer wird dem Beklagten &uuml;bertragen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des gesamten Verfahrens hat der Beklagte zu tragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">I.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;Die Kl&auml;ger und Revisionskl&auml;ger (Kl&auml;ger) wurden als Eheleute im Streitjahr (2010) zusammenveranlagt. Der Kl&auml;ger bezog aus einer 40&nbsp;%-igen Beteiligung an der X-GmbH (GmbH) am 30.&nbsp;November des Streitjahres eine Gewinnaussch&uuml;ttung in H&ouml;he von 18.000&nbsp;EUR, die die GmbH dem Kapitalertragsteuerabzug unterworfen hatte. Die GmbH hatte dem Kl&auml;ger hier&uuml;ber eine Steuerbescheinigung erteilt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;ger erstellten die Einkommensteuererkl&auml;rung des Streitjahres ohne Inanspruchnahme einer steuerlichen Beratung. Nach den Feststellungen des Finanzgerichts (FG) stand dem Kl&auml;ger beim Ausf&uuml;llen der Anlage KAP die amtliche Anleitung mit dem Stand August 2010 zur Verf&uuml;gung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Einnahme aus der Gewinnaussch&uuml;ttung der GmbH trug der Kl&auml;ger in Zeile&nbsp;7 seiner Anlage KAP in der Rubrik &quot;Kapitalertr&auml;ge, die dem inl&auml;ndischen Steuerabzug unterlegen haben&quot; ein. Die dort angegebenen Kapitalertr&auml;ge in H&ouml;he von 20.457&nbsp;EUR setzten sich aus der Dividende der GmbH in H&ouml;he von 18.000&nbsp;EUR und weiteren bescheinigten Kapitalertr&auml;gen des Kl&auml;gers in H&ouml;he von 2.457&nbsp;EUR zusammen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In den Zeilen 22 bis 25 der Anlage KAP zum Antrag gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;32d Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;3 des Einkommensteuergesetzes in der im Streitjahr geltenden Fassung (EStG) machte der Kl&auml;ger keine Angaben und stellte auch keine Antr&auml;ge. Auch die Zeilen 55 bis 57 (&quot;Anzurechnende Steuern zu Ertr&auml;gen in den Zeilen 22 bis 25, 47 und 48 und aus anderen Einkunftsarten&quot;) f&uuml;llte er nicht aus. In Zeile 4 ihrer Anlage KAP beantragten die Kl&auml;ger jeweils, die G&uuml;nstigerpr&uuml;fung f&uuml;r s&auml;mtliche Kapitalertr&auml;ge durchzuf&uuml;hren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dem Kl&auml;ger waren bei Anfertigung der Erkl&auml;rung sowohl die Existenz des Antragsrechts gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;32d Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;3 EStG als auch dessen Aus&uuml;bbarkeit neben einem Antrag auf G&uuml;nstigerpr&uuml;fung unbekannt. Ferner steht fest, dass der Kl&auml;ger bei Anfertigung der Steuererkl&auml;rung die Ausf&uuml;hrungen in der amtlichen Anleitung zu den Zeilen 24 und 25 der Anlage KAP nicht zur Kenntnis genommen hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;ger reichten die Einkommensteuererkl&auml;rung f&uuml;r das Streitjahr beim Beklagten und Revisionsbeklagten (Finanzamt &#8211;FA&#8211;) ein. Die Steuerbescheinigung der GmbH war der Erkl&auml;rung beigef&uuml;gt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA setzte mit Bescheid vom 21.&nbsp;April 2011 die Einkommensteuer f&uuml;r das Streitjahr ohne Vorbehalt der Nachpr&uuml;fung fest. Die G&uuml;nstigerpr&uuml;fung f&uuml;hrte zu dem Ergebnis, dass die Besteuerung der Kapitalertr&auml;ge der Kl&auml;ger im Rahmen der tariflich zu besteuernden Eink&uuml;nfte vorteilhafter war. Die Kapitalertr&auml;ge des Kl&auml;gers wurden im Bescheid unter Abzug des Sparer-Pauschbetrags von 801&nbsp;EUR in H&ouml;he von 19.656&nbsp;EUR (d.h. ohne Anwendung der anteiligen Steuerbefreiung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;40 Satz&nbsp;1 Buchst.&nbsp;d EStG f&uuml;r die Aussch&uuml;ttung) als tariflich zu besteuernde Eink&uuml;nfte ber&uuml;cksichtigt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;ger erhoben am 24.&nbsp;Mai 2011 Einspruch. In einem Schriftsatz vom 27.&nbsp;Mai 2011 beantragten sie die Wiedereinsetzung in die Antragsfrist des &sect;&nbsp;32d Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;3 Satz&nbsp;4 EStG gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;110 der Abgabenordnung (AO). Der Kl&auml;ger habe das Antragsrecht und die Frist des &sect;&nbsp;32d Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;3 EStG nicht gekannt und wegen der komplizierten Abfragelogik des Formulars auch nicht erkannt, dass er diesen Antrag neben einem Antrag auf G&uuml;nstigerpr&uuml;fung habe stellen m&uuml;ssen, um eine Nullfestsetzung zu erreichen. Er habe geglaubt, mit dem Antrag auf G&uuml;nstigerpr&uuml;fung alle notwendigen Antr&auml;ge gestellt zu haben, um die f&uuml;r ihn g&uuml;nstigste Besteuerung zu erreichen. Der Antrag gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;32d Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;3 EStG wurde im Schreiben vom 27.&nbsp;Mai 2011 nachgeholt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA wies den Einspruch als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ck. Es versagte die Wiedereinsetzung, da der Kl&auml;ger beim Ausf&uuml;llen der Anlage KAP einem Irrtum &uuml;ber den Inhalt des materiellen Rechts unterlegen habe. Die Unkenntnis des Antragsrechts in &sect;&nbsp;32d Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;3 EStG sei schuldhaft, weil der Kl&auml;ger die Erl&auml;uterungen zu den Zeilen&nbsp;24 und 25 der Anleitung zur Anlage KAP beim Ausf&uuml;llen der Erkl&auml;rung nicht gelesen habe.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die anschlie&szlig;end erhobene Klage blieb erfolglos. Das FG sah die Versagung der Wiedereinsetzung des Kl&auml;gers in die Antragsfrist durch das FA als rechtm&auml;&szlig;ig an. Der Kl&auml;ger habe nicht darauf vertrauen d&uuml;rfen, mit dem Eintrag der Dividendeneink&uuml;nfte in Zeile&nbsp;7 der Anlage KAP und dem Antrag auf G&uuml;nstigerpr&uuml;fung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;32d Abs.&nbsp;6 Satz&nbsp;1 EStG s&auml;mtliche einschl&auml;gigen und g&uuml;nstigen Antr&auml;ge gestellt zu haben. Zwar habe er die M&ouml;glichkeit und Notwendigkeit, einen Antrag nach &sect;&nbsp;32d Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;3 EStG neben einem Antrag auf G&uuml;nstigerpr&uuml;fung zu stellen, nicht gekannt. Diese Unkenntnis des materiellen Rechts sei vermeidbar gewesen und vom Kl&auml;ger verschuldet. H&auml;tte der Kl&auml;ger den Erkl&auml;rungsvordruck und die Anleitung zu den Zeilen&nbsp;24 und 25 der Anlage KAP gelesen, h&auml;tten ihm Zweifel kommen m&uuml;ssen, ob nicht auch ein Eintrag in Zeile&nbsp;24 der Anlage KAP erforderlich gewesen sei. Diese Zweifel h&auml;tten ihn zumindest zur Einholung einer qualifizierten Beratung oder einer kurzen (z.B. telefonischen) Erl&auml;uterung des FA veranlassen m&uuml;ssen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit der Revision verfolgen die Kl&auml;ger ihr Begehren weiter. Das Urteil des FG verletze materielles Bundesrecht in Gestalt des &sect;&nbsp;32d Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;3 EStG und des &sect;&nbsp;110 AO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG habe nicht erkannt, dass die Kl&auml;ger mit dem im Rahmen der Einkommensteuererkl&auml;rung gestellten Antrag auf G&uuml;nstigerpr&uuml;fung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;32d Abs.&nbsp;6 EStG konkludent auch einen Antrag gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;32d Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;3 EStG gestellt h&auml;tten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Werde dem nicht gefolgt, sei jedenfalls dem Antrag auf Wiedereinsetzung in die Antragsfrist des &sect;&nbsp;32d Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;3 Satz&nbsp;4 EStG stattzugeben gewesen. Die Unkenntnis des Kl&auml;gers, einen Antrag gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;32d Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;3 EStG sp&auml;testens mit der Einkommensteuererkl&auml;rung neben einem Antrag auf G&uuml;nstigerpr&uuml;fung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;32d Abs.&nbsp;6 EStG stellen zu k&ouml;nnen und im Streitfall auch zu m&uuml;ssen, sei trotz unterbliebener Lekt&uuml;re der Anleitung zur Anlage KAP unverschuldet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;ger beantragen sinngem&auml;&szlig;,<br \/>das FG-Urteil vom 27.&nbsp;August 2014&nbsp;&nbsp;4&nbsp;K&nbsp;1617\/13 und die Einspruchsentscheidung des FA vom 15.&nbsp;Juli 2013 aufzuheben und unter Ab&auml;nderung des Einkommensteuerbescheids vom 21.&nbsp;April 2011 die Einkommensteuer 2010 auf Null&nbsp;EUR festzusetzen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt,<br \/>die Revision als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ein Antrag gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;32d Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;3 EStG sei im Rahmen der Einkommensteuererkl&auml;rung nicht konkludent gestellt worden. Hierf&uuml;r h&auml;tte f&uuml;r das FA sowohl erkennbar sein m&uuml;ssen, dass die Beteiligung des Kl&auml;gers eine unternehmerische Beteiligung i.S. des &sect;&nbsp;32d Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;3 EStG sei, als auch, dass der Kl&auml;ger mit einer Bindung an die Anwendung des Teileink&uuml;nfteverfahrens f&uuml;r die n&auml;chsten vier Veranlagungszeitr&auml;ume einverstanden gewesen sei. Dies habe der Einkommensteuererkl&auml;rung nicht entnommen werden k&ouml;nnen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG habe zu Recht auch die Voraussetzungen einer Wiedereinsetzung in die Antragsfrist gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;32d Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;3 Satz&nbsp;4 EStG verneint. Es liege ein verschuldeter Rechtsirrtum des Kl&auml;gers &uuml;ber den Inhalt des materiellen Rechts vor. Die W&uuml;rdigung des FG, der Kl&auml;ger habe fahrl&auml;ssig gehandelt, weil er den Erkl&auml;rungsvordruck samt der Anleitung nicht vollst&auml;ndig gelesen habe, sei nicht zu beanstanden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">II.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Revision ist begr&uuml;ndet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG hat zwar zu Recht einen rechtzeitig gestellten Antrag der Kl&auml;ger gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;32d Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;3 Satz&nbsp;4 EStG und die Gew&auml;hrung der anteiligen Steuerfreistellung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;40 Satz&nbsp;1 Buchst.&nbsp;d EStG f&uuml;r die Dividendeneink&uuml;nfte des Kl&auml;gers allein auf Grundlage der G&uuml;nstigerpr&uuml;fung verneint (s. unter II.1. und II.2.). Es hat aber zu Unrecht die Versagung der Wiedereinsetzung des Kl&auml;gers in die Antragsfrist des &sect;&nbsp;32d Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;3 Satz&nbsp;4 EStG i.V.m. &sect;&nbsp;110 AO durch das FA als rechtm&auml;&szlig;ig angesehen (s. unter II.3.). Die Sache ist spruchreif. Die Vorentscheidung wird aufgehoben und der Klage stattgegeben (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Der Kl&auml;ger hat f&uuml;r die Dividenden aus der GmbH-Beteiligung im Rahmen der Einkommensteuererkl&auml;rung f&uuml;r das Streitjahr weder einen ausdr&uuml;cklichen noch einen konkludenten Antrag gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;32d Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;3 Satz&nbsp;4 EStG gestellt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Der Senat h&auml;lt an seiner im Senatsurteil vom 28.&nbsp;Juli 2015 VIII&nbsp;R&nbsp;50\/14 (BFHE 250, 413, BStBl II 2015, 894) ge&auml;u&szlig;erten Auffassung fest, dass eine konkludente Antragstellung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;32d Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;3 EStG bei nicht fachkundig beratenen Steuerpflichtigen, die &#8211;wie die Kl&auml;ger&#8211; die Steuererkl&auml;rung selbst erstellen, in Betracht kommt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Das FG hat das Vorliegen eines konkludenten Antrags gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;32d Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;3 EStG nicht gepr&uuml;ft. Daher darf der Senat die Auslegung der Einkommensteuererkl&auml;rung als Willenserkl&auml;rung nachholen, da das FG diese nicht selbst vorgenommen hat, die Auslegung aber notwendig ist und das FG alle notwendigen Umst&auml;nde f&uuml;r die Auslegung festgestellt hat (vgl. z.B. Urteil des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 30.&nbsp;Juli 1991 IX&nbsp;R&nbsp;43\/89, BFHE 165, 245, BStBl II 1991, 918, unter 1.a, zur unterlassenen Auslegung eines privatrechtlichen Vertrags; zur Geltung gleicher Auslegungsgrunds&auml;tze f&uuml;r privatrechtliche Willenserkl&auml;rungen und Willenserkl&auml;rungen gegen&uuml;ber dem FA s.a. Werth in Beermann\/Gosch, FGO &sect;&nbsp;118 Rz&nbsp;64). Das FG hat auf die in der Einkommensteuerakte der Kl&auml;ger abgelegte Einkommensteuerkl&auml;rung f&uuml;r das Streitjahr samt Steuerbescheinigung der GmbH in der Vorentscheidung Bezug genommen und damit s&auml;mtliche darin enthaltenen Angaben inhaltlich festgestellt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Allerdings ist im Streitfall nicht von einem konkludent gestellten Antrag des Kl&auml;gers gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;32d Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;3 Satz&nbsp;4 EStG auszugehen. Ein solcher Antrag ergibt sich nicht allein aus der in der Einkommensteuererkl&auml;rung beantragten G&uuml;nstigerpr&uuml;fung und der Beif&uuml;gung der Steuerbescheinigung der GmbH. Es fehlt vor allem daran, dass das FA aus den Angaben des Kl&auml;gers nicht alle Voraussetzungen zur Beteiligungsh&ouml;he erkennen konnte, die f&uuml;r einen Antrag gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;32d Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;3 EStG notwendig w&auml;ren. Weder war dem FA ersichtlich, ob der Kl&auml;ger an der GmbH zu mindestens 25&nbsp;% beteiligt war noch ob er zu mindestens 1&nbsp;% beteiligt und f&uuml;r die GmbH beruflich t&auml;tig war. F&uuml;r eine konkludente Antragstellung m&uuml;ssen in der Erkl&auml;rung des Steuerpflichtigen jedoch alle tats&auml;chlichen Angaben enthalten sein, die f&uuml;r die materiell-rechtlichen Voraussetzungen eines Antrags oder Abzugstatbestands erforderlich sind (BFH-Urteile vom 30.&nbsp;Oktober 2003 III&nbsp;R&nbsp;24\/02, BFHE 204, 10, BStBl II 2004, 394, und vom 18.&nbsp;August 2015 V&nbsp;R&nbsp;47\/14, BFHE 251, 287). Ob f&uuml;r eine konkludente Antragstellung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;32d Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;3 EStG &#8211;wie das FA meint&#8211; neben den Angaben zur Beteiligungsh&ouml;he oder beruflichen T&auml;tigkeit f&uuml;r die Gesellschaft auch ersichtlich sein muss, dass der Steuerpflichtige sich der f&uuml;nfj&auml;hrigen Bindung eines solchen Antrags unterwerfen will, ist im Streitfall nicht erheblich und daher nicht zu entscheiden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Das FG ist zutreffend davon ausgegangen, dass allein aufgrund des erfolgreichen Antrags auf G&uuml;nstigerpr&uuml;fung keine anteilige Steuerbefreiung f&uuml;r die Dividendeneink&uuml;nfte des Kl&auml;gers aus der GmbH gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;40 Satz&nbsp;1 Buchst.&nbsp;d EStG zu gew&auml;hren ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die G&uuml;nstigerpr&uuml;fung bewirkt im Streitfall nur, dass gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;32d Abs.&nbsp;6 Satz&nbsp;1 EStG die Kapitalertr&auml;ge der Kl&auml;ger einschlie&szlig;lich der Beteiligungsertr&auml;ge des Kl&auml;gers (&sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 EStG) den regelbesteuerten Eink&uuml;nften hinzuzurechnen sind. F&uuml;r die hinzugerechneten Beteiligungsertr&auml;ge kann die anteilige Steuerbefreiung des &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;40 Satz&nbsp;1 Buchst.&nbsp;d EStG gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;40 Satz&nbsp;2 EStG nicht in Anspruch genommen werden, da es sich um Beteiligungseink&uuml;nfte im Privatverm&ouml;gen handelt. Erst ein Antrag gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;32d Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;3 EStG er&ouml;ffnet f&uuml;r diese die anteilige Steuerfreistellung, da &sect;&nbsp;32d Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;3 Satz&nbsp;2 EStG f&uuml;r diesen Fall bestimmt, dass &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;40 Satz&nbsp;2 EStG keine Anwendung findet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Das FG hat jedoch zu Unrecht eine Wiedereinsetzung des Kl&auml;gers gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;110 AO in die Ausschlussfrist des &sect;&nbsp;32d Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;3 Satz&nbsp;4 EStG verneint.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Von der Anwendbarkeit des &sect;&nbsp;110 AO auf die Antragsfrist des &sect;&nbsp;32d Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;3 Satz&nbsp;4 EStG f&uuml;r nicht fachkundig vertretene Steuerpflichtige gehen sowohl der Senat (Senatsurteil in BFHE 250, 413, BStBl II 2015, 894) als auch die Finanzverwaltung (Schreiben des Bundesministeriums der Finanzen vom 18.&nbsp;Januar 2016 IV&nbsp;C&nbsp;1-S&nbsp;2252\/08\/10004:017, 2015\/0468306, BStBl I 2016, 85, Rz&nbsp;141) aus.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;110 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 AO ist, wenn jemand ohne Verschulden verhindert ist, eine gesetzliche Frist einzuhalten, ihm auf Antrag Wiedereinsetzung in den vorigen Stand zu gew&auml;hren. Der Antrag hierzu ist innerhalb eines Monats nach Wegfall des Hindernisses zu stellen. Die Tatsachen zur Begr&uuml;ndung des Antrags sind bei der Antragstellung oder im Verfahren &uuml;ber den Antrag glaubhaft zu machen. Innerhalb der Antragsfrist ist die vers&auml;umte Handlung nachzuholen (&sect;&nbsp;110 Abs.&nbsp;2 S&auml;tze&nbsp;1 bis 3 AO). Danach ist dem Kl&auml;ger entgegen der Auffassung des FG die Wiedereinsetzung in die Antragsfrist des &sect;&nbsp;32d Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;3 Satz&nbsp;4 EStG zu gew&auml;hren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Der Senat geht trotz Fehlens einer ausdr&uuml;cklichen Pr&uuml;fung durch das FG mit den Beteiligten von einem gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;110 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 AO rechtzeitig gestellten Wiedereinsetzungsantrag des Kl&auml;gers aus. Es ist im Verfahren unstreitig, dass die Unkenntnis des Kl&auml;gers sowohl &uuml;ber das Antragsrecht aus &sect;&nbsp;32d Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;3 EStG als auch &uuml;ber die M&ouml;glichkeit, den Antrag neben einem Antrag auf G&uuml;nstigerpr&uuml;fung stellen zu k&ouml;nnen und im Streitfall auch stellen zu m&uuml;ssen, erst durch die Belehrung des Prozessbevollm&auml;chtigten entfallen ist und der Wiedereinsetzungsantrag vom 27.&nbsp;Mai 2011 rechtzeitig erfolgte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Den Kl&auml;ger trifft kein Verschulden daran, weder das Antragsrecht und die Frist des &sect;&nbsp;32d Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;3 EStG noch die Notwendigkeit gekannt zu haben, f&uuml;r das g&uuml;nstigste Besteuerungsergebnis im Streitjahr diesen Antrag neben einem Antrag auf G&uuml;nstigerpr&uuml;fung stellen zu m&uuml;ssen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aaa) Nach der Rechtsprechung des BFH handelt schuldhaft i.S. des &sect;&nbsp;110 AO, wer die f&uuml;r einen gewissenhaft und sachgem&auml;&szlig; handelnden Verfahrensbeteiligten gebotene und ihm nach den Umst&auml;nden zumutbare Sorgfalt nicht beachtet (st&auml;ndige Rechtsprechung des BFH, vgl. z.B. Urteile vom 29.&nbsp;November 2006 VI&nbsp;R&nbsp;48\/05, BFH\/NV 2007, 861; vom 17.&nbsp;M&auml;rz 2010 X&nbsp;R&nbsp;57\/08, BFH\/NV 2010, 1780, m.w.N.; vom 29.&nbsp;Februar 2012 IX&nbsp;R&nbsp;3\/11, BFH\/NV 2012, 915). Zudem ist im Rahmen des &sect;&nbsp;110 AO &#8211;anders als im Rahmen des &sect;&nbsp;173 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 AO&#8211; bereits bei einem leicht fahrl&auml;ssigen Verhalten eine Wiedereinsetzung zu versagen (BFH-Urteil vom 27.&nbsp;August 1998 III&nbsp;R&nbsp;47\/95, BFHE 187, 134, BStBl II 1999, 65, unter 2.a). Die Rechtsprechung sieht nach diesem Ma&szlig;stab &#8211;worauf sich auch das FG gest&uuml;tzt hat&#8211; die Unkenntnis des materiellen Rechts grunds&auml;tzlich schon dann als verschuldet an, wenn f&uuml;r diese Unkenntnis ein Verhalten des Steuerpflichtigen miturs&auml;chlich ist (vgl. z.B. BFH-Urteil in BFH\/NV 2012, 915; zur Investitionszulage BFH-Beschluss vom 28.&nbsp;Juli 2003 III&nbsp;B&nbsp;129\/02, BFH\/NV 2003, 1610, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Irrt&uuml;mer &uuml;ber eine verfahrensrechtliche Frist oder deren formale Einhaltung k&ouml;nnen bei fehlendem Verschulden hingegen zur Wiedereinsetzung berechtigen (BFH-Urteil vom 3.&nbsp;Juli 1986 IV&nbsp;R&nbsp;133\/84, BFH\/NV 1986, 717; s.a. die Nachweise zur Rechtsprechung oben unter II.3.b&nbsp;bb&nbsp;aaa). Ein entschuldbarer Irrtum &uuml;ber den materiell-rechtlichen Gehalt einer Rechtsvorschrift kann ankn&uuml;pfend hieran nach der Rechtsprechung zur Wiedereinsetzung f&uuml;hren, wenn dieser einen Irrtum &uuml;ber deren verfahrensrechtliche Folge nach sich zieht und die Fristvers&auml;umnis darauf beruht (BFH-Beschluss vom 28.&nbsp;August 2003 VII&nbsp;B&nbsp;98\/03, BFH\/NV 2004, 376). Danach kann auch die Unkenntnis eines fristgebundenen Antragsrechts als Grund der Fristvers&auml;umung unverschuldet sein und zur Wiedereinsetzung berechtigen (s.a. BFH-Urteil in BFH\/NV 2007, 861, unter II.2.b zu &sect;&nbsp;46 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;8 EStG, sowie BFH-Urteile vom 22.&nbsp;Mai 2006 VI&nbsp;R&nbsp;51\/04, BFHE 214, 145, BStBl II 2006, 833, unter II.2.a; vom 25.&nbsp;M&auml;rz 2015 X&nbsp;R&nbsp;20\/14, BFHE 249, 475, BStBl II 2015, 709, Rz&nbsp;34). Diese Grunds&auml;tze sind auch bei Unkenntnis des Antragsrechts und der Frist in &sect;&nbsp;32d Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;3 EStG und bei Unkenntnis, Antr&auml;ge gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;32d Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;3 EStG und gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;32d Abs.&nbsp;6 EStG kombinieren zu k&ouml;nnen bzw. zu m&uuml;ssen, anwendbar.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bbb) Im Streitfall hat der Kl&auml;ger mit der Angabe der Beteiligungsertr&auml;ge aus der GmbH in Zeile&nbsp;7 der Anlage KAP bei den &quot;Kapitalertr&auml;gen, die dem inl&auml;ndischen Steuerabzug unterlegen haben&quot;, und dem Antrag auf G&uuml;nstigerpr&uuml;fung zutreffende und zul&auml;ssige Angaben gemacht. Er durfte davon ausgehen, mit diesen Eintragungen alle notwendigen Angaben gemacht zu haben, um das f&uuml;r ihn g&uuml;nstigste Besteuerungsergebnis zu erreichen. Ein Anlass f&uuml;r weitere Eintragungen in Bezug auf die Beteiligungsertr&auml;ge &#8211;insbesondere in Zeile&nbsp;24 und 25&#8211; ergab sich daher nicht f&uuml;r den Kl&auml;ger.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger muss sich entgegen der Ansicht des FG nicht entgegenhalten lassen, die amtliche Anleitung zur Anlage KAP nicht vollst&auml;ndig gelesen zu haben. Zur G&uuml;nstigerpr&uuml;fung enth&auml;lt die Anleitung die &#8211;in dieser Absolutheit unvollst&auml;ndige und damit irref&uuml;hrende&#8211; Aussage, aufgrund des Antrags werde &quot;das Finanzamt pr&uuml;fen, ob sich eine niedrigere Besteuerung Ihrer Kapitalertr&auml;ge ergibt&quot;. In der Anleitung fehlt zudem ein Hinweis auf die M&ouml;glichkeit, kumulative Antr&auml;ge gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;32d Abs.&nbsp;6 EStG und gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;32d Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;3 EStG stellen zu k&ouml;nnen sowie zu den Rechtsfolgen, die sich bei einer Kombination der Antr&auml;ge ergeben. Auch die vollst&auml;ndige Lekt&uuml;re der Anleitung h&auml;tte dem Kl&auml;ger daher nicht mit hinreichender Sicherheit vermittelt, dass er im Streitfall sowohl einen Antrag gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;32d Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;3 EStG als auch einen Antrag gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;32d Abs.&nbsp;6 Satz&nbsp;1 EStG h&auml;tte stellen m&uuml;ssen, um eine niedrigere Besteuerung als mit einem isolierten Antrag auf G&uuml;nstigerpr&uuml;fung zu erreichen. Bei dieser Sachlage kann ihm im Hinblick auf die unterbliebene Lekt&uuml;re der Anleitung kein Verschuldensvorwurf gemacht werden (s.a. BFH-Urteil in BFH\/NV 2007, 861, unter II.2.b zu &sect;&nbsp;46 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;8 EStG; zur Wiedereinsetzung nach Falschangaben eines Steuerpflichtigen aufgrund fehlerhafter Angaben in einem Erkl&auml;rungsvordruck s.a. das BFH-Urteil vom 9.&nbsp;Juni 2015 X&nbsp;R&nbsp;14\/14, BFHE 250, 19, BStBl II 2015, 931, Rz&nbsp;28).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Die Sache ist spruchreif.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der angefochtene Einkommensteuerbescheid f&uuml;r das Streitjahr vom 21.&nbsp;April 2011 in Gestalt der Einspruchsentscheidung vom 15.&nbsp;Juli 2013 ist rechtswidrig, verletzt die Kl&auml;ger in ihren Rechten (&sect;&nbsp;100 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 FGO) und ist wie folgt zu &auml;ndern.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>37<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Da der Kl&auml;ger im Rahmen seines Wiedereinsetzungsantrags vom 27.&nbsp;Mai 2011 das Wahlrecht in &sect;&nbsp;32d Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;3 EStG ausge&uuml;bt hat, sind &#8211;unabh&auml;ngig von dem daneben gestellten Antrag auf G&uuml;nstigerpr&uuml;fung&#8211; die Beteiligungsertr&auml;ge aus der GmbH in H&ouml;he von 18.000&nbsp;EUR unter Anwendung der anteiligen Steuerbefreiung aus &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;40 Satz&nbsp;1 Buchst.&nbsp;d EStG in H&ouml;he von 10.800&nbsp;EUR als tariflich zu besteuernde Eink&uuml;nfte aus Kapitalverm&ouml;gen zu erfassen. Aufwendungen, die im Zusammenhang mit der bezogenen Dividende stehen, hat der Kl&auml;ger nicht geltend gemacht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>38<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die weiteren Kapitalertr&auml;ge des Kl&auml;gers (2.457&nbsp;EUR), die dem gesonderten Steuerabzug gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;32d Abs.&nbsp;1 EStG unterliegen, sind um den Sparer-Pauschbetrag in H&ouml;he von 801&nbsp;EUR zu mindern und in H&ouml;he von 1.656&nbsp;EUR aufgrund der G&uuml;nstigerpr&uuml;fung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;32d Abs.&nbsp;6 EStG den tariflich zu besteuernden Eink&uuml;nften des Kl&auml;gers aus Kapitalverm&ouml;gen hinzuzurechnen. F&uuml;r die Eink&uuml;nfte der Kl&auml;gerin aus Kapitalverm&ouml;gen gilt dies ebenfalls, was im angefochtenen Bescheid bereits ber&uuml;cksichtigt worden ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>39<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zudem hat das FA im Streitfall bei der Ermittlung des Betrags der zumutbaren Belastung der Kl&auml;ger die ge&auml;nderte Rechtsprechung des BFH zu dessen Berechnungsweise zu beachten (BFH-Urteil vom 19.&nbsp;Januar 2017 VI&nbsp;R&nbsp;75\/14, BFHE 256, 339, BStBl II 2017, 684).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>40<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>5. Die Berechnung der festzusetzenden Steuer wird dem FA &uuml;bertragen. Die Kostenentscheidung beruht auf &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;1 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 29.8.2017, VIII R 33\/15ECLI:DE:BFH:2017:U.290817.VIIIR33.15.0 Wiedereinsetzung in die Antragsfrist gem&auml;&szlig; &sect; 32d Abs. 2 Nr. 3 Satz 4 EStG bei nicht fachkundig beratenen Steuerpflichtigen Leits&auml;tze 1. Sind Eink&uuml;nfte aus der Aussch&uuml;ttung einer Kapitalgesellschaft, deren Beteiligung der Steuerpflichtige im Privatverm&ouml;gen h&auml;lt, aufgrund eines Antrags auf G&uuml;nstigerpr&uuml;fung gem&auml;&szlig; &sect; 32d Abs. 6 EStG den tariflich &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/viii-r-33-15-wiedereinsetzung-in-die-antragsfrist-gemaess-par-32d-abs-2-nr-3-satz-4-estg-bei-nicht-fachkundig-beratenen-steuerpflichtigen\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">VIII&nbsp;R&nbsp;33\/15 &#8211; Wiedereinsetzung in die Antragsfrist gem&auml;&szlig; &sect; 32d Abs. 2 Nr. 3 Satz 4 EStG bei nicht fachkundig beratenen Steuerpflichtigen<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-68040","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/68040","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=68040"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/68040\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=68040"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=68040"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=68040"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}