{"id":68048,"date":"2017-12-01T10:10:52","date_gmt":"2017-12-01T08:10:52","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=68048"},"modified":"2017-12-01T10:10:52","modified_gmt":"2017-12-01T08:10:52","slug":"x-r-27-16-feststellungen-bei-liebhaberei","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/x-r-27-16-feststellungen-bei-liebhaberei\/","title":{"rendered":"X&nbsp;R&nbsp;27\/16 &#8211; Feststellungen bei Liebhaberei"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 23.8.2017, X R 27\/16<br \/>ECLI:DE:BFH:2017:U.230817.XR27.16.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Feststellungen bei Liebhaberei<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>1. NV: Die Feststellung der Gewinnerzielungsabsicht ist im Wesentlichen eine Frage der Tatsachenw&uuml;rdigung.<\/p>\n<\/p>\n<p>2. NV: Bei verschiedenen, wirtschaftlich eigenst&auml;ndigen Bet&auml;tigungen ist die Gewinnerzielungsabsicht im Wege der Segmentierung gesondert f&uuml;r die jeweilige Bet&auml;tigung zu pr&uuml;fen.<\/p>\n<\/p>\n<p>3. NV: Im Hobbybereich erlaubt eine objektiv negative Gewinnprognose einen, wenn auch widerlegbaren, Schluss auf das Fehlen der Gewinnerzielungsabsicht.<\/p>\n<\/p>\n<p>4. NV: Au&szlig;erhalb des Hobbybereichs bedarf es zus&auml;tzlicher Anhaltspunkte daf&uuml;r, dass die Verluste aus pers&ouml;nlichen Gr&uuml;nden oder Neigungen hingenommen werden. An deren Feststellung sind keine hohen Anforderungen zu stellen; die Feststellung ist aber nicht g&auml;nzlich entbehrlich.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Auf die Revision der Kl&auml;ger wird das Urteil des Schleswig-Holsteinischen Finanzgerichts vom 9. M&auml;rz 2016&nbsp;&nbsp;2 K 180\/12 i.d.F. des Berichtigungsbeschlusses vom 21. M&auml;rz 2016 aufgehoben.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Sache wird an das Schleswig-Holsteinische Finanzgericht zur&uuml;ckverwiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Diesem wird die Entscheidung &uuml;ber die Kosten des Revisionsverfahrens &uuml;bertragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">I. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;ger und Revisionskl&auml;ger (Kl&auml;ger) sind zusammen veranlagte Eheleute. Die Kl&auml;gerin f&uuml;hrt seit 1982 in A einen Handelsbetrieb.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Seit 1998\/1999 betreibt sie au&szlig;erdem den An- und Verkauf sowie die Vercharterung von Segelyachten, die Reparatur von Segelyachten sowie den Handel mit Segelzubeh&ouml;r. Mit Kaufvertrag vom 25.&nbsp;Oktober 1999 erwarb die Kl&auml;gerin hierf&uuml;r die erste, am 19.&nbsp;Dezember 2000 die zweite und schlie&szlig;lich am 4.&nbsp;September 2008 die dritte Segelyacht. Die Boote liegen in B. F&uuml;r private Zwecke werden sie nach den Feststellungen des Finanzgerichts (FG) nicht genutzt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin ermittelte den Gewinn aller T&auml;tigkeitsbereiche zun&auml;chst in einer einheitlichen Bilanz. In einer Au&szlig;enpr&uuml;fung kam der Beklagte und Beschwerdegegner (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) zu der Auffassung, dass die T&auml;tigkeitsfelder &quot;Handel&quot; einerseits und &quot;Yachten&quot; andererseits keinen einheitlichen Gewerbebetrieb darstellten. Zudem seien die drei Leistungsangebote im Yachtbereich (&quot;Yachtcharter&quot;, &quot;Segelzubeh&ouml;r&quot; und &quot;Reparaturen&quot;) jeweils eigenst&auml;ndige T&auml;tigkeitsbereiche. Mit der &quot;Yachtcharter&quot; erziele die Kl&auml;gerin Eink&uuml;nfte aus Vermietung und Verpachtung. Allerdings sei f&uuml;r diesen Bereich nicht mit einem Total&uuml;berschuss zu rechnen, so dass die dort erwirtschafteten Verluste steuerlich nicht ber&uuml;cksichtigt werden k&ouml;nnten. F&uuml;r die beiden anderen Teilbereiche &quot;Segelzubeh&ouml;r&quot; und &quot;Reparaturen&quot; ermittelte das FA hingegen Gewinne und erlie&szlig; entsprechend ge&auml;nderte Einkommensteuerbescheide f&uuml;r die Streitjahre.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die nach erfolglosem Einspruch erhobene Klage war hinsichtlich der Jahre 2005 und 2008 teilweise erfolgreich, hinsichtlich der Jahre 2004 und 2009 erfolglos.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG hat im Wege der Segmentierung die Handelst&auml;tigkeit auf der einen Seite, die gesamten T&auml;tigkeiten rund um die Yachten auf der anderen Seite als jeweils eigenst&auml;ndige wirtschaftliche Bet&auml;tigungen bewertet. Eine weitere Segmentierung innerhalb des Yachtbereichs hat es jedoch nicht vorgenommen, da es von einem F&ouml;rderungszusammenhang zwischen Yachtvercharterung, -handel und -reparatur ausging. Anhand der Akten, der Ausk&uuml;nfte der Kl&auml;ger und von Zeugen teilte das FG die bisher einheitlich erkl&auml;rten Erl&ouml;se und Aufwendungen auf die beiden T&auml;tigkeitsbereiche auf. Hinsichtlich der Handelst&auml;tigkeit ermittelte es f&uuml;r die Streitjahre 2005 und 2008 niedrigere, f&uuml;r die Streitjahre 2004 und 2009 h&ouml;here Gewinne als die Betriebspr&uuml;fung. F&uuml;r den (nunmehr zusammengefassten) Yachtbereich kam das FG in allen Streitjahren und auch f&uuml;r die Totalperiode bis 2014 zu Verlusten. Diese ber&uuml;cksichtigte es steuerlich nicht, da die Kl&auml;gerin insoweit ohne Gewinnerzielungsabsicht gehandelt habe. Ein positives Gesamtergebnis sei nicht zu erwarten. Die Kl&auml;gerin habe st&auml;ndig steigende Verluste hingenommen und durch den Erwerb der dritten Yacht sogar noch steigen lassen, ohne hiergegen etwas zu unternehmen. Auch wenn die T&auml;tigkeit nicht dem Hobbybereich zuzuordnen sei, seien deshalb an die Feststellung pers&ouml;nlicher Gr&uuml;nde und Motive f&uuml;r die Weiterf&uuml;hrung des Unternehmens keine hohen Anforderungen zu stellen. Soweit die Kl&auml;gerin einwende, sie habe mit dem Yachtgesch&auml;ft die im Handelsbetrieb im Sommer entstehende Liquidit&auml;tsl&uuml;cke f&uuml;llen wollen, sei dies keine ausreichende Erkl&auml;rung, da zus&auml;tzlich gewonnene Liquidit&auml;t nur sinnvoll sei, wenn die T&auml;tigkeit letztlich auch zu einem &Uuml;berschuss f&uuml;hre.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit der Revision machen die Kl&auml;ger weiter geltend, das FG habe die Gewinnerzielungsabsicht der Kl&auml;gerin fehlerhaft verneint. Allein langj&auml;hrige Verluste und eine objektiv negative Gewinnprognose lie&szlig;en nicht ohne weiteres die Schlussfolgerung zu, dass die Gewinnerzielungsabsicht fehle. Vielmehr m&uuml;sse der Steuerpflichtige die verlustbringende T&auml;tigkeit aus im Bereich der Lebensf&uuml;hrung liegenden pers&ouml;nlichen Gr&uuml;nden und Neigungen aus&uuml;ben. Im Hobbybereich k&ouml;nne dies vermutet werden. Im &Uuml;brigen seien zwar bei fehlender Reaktion auf l&auml;ngere Verlustperioden keine allzu hohen Anforderungen an die Feststellung pers&ouml;nlicher Gr&uuml;nde zu stellen. Aber die Rechtsprechung des erkennenden Senats sowie weiterer Senate des Bundesfinanzhofs (BFH) habe stets verlangt, dass zumindest die M&ouml;glichkeit pers&ouml;nlicher Gr&uuml;nde oder Motive vorliegen m&uuml;sse. Das FG habe diese Grunds&auml;tze zwar zutreffend herausgearbeitet, aber nicht mehr umgesetzt. Es habe zu Recht einen Hobbybetrieb verneint, aber keine pers&ouml;nlichen Gr&uuml;nde oder Motive f&uuml;r den Yachtbetrieb festgestellt, sondern ausschlie&szlig;lich aus den Verlusten auf das Fehlen der Gewinnerzielungsabsicht geschlussfolgert. Tats&auml;chlich habe das FG solche Motive auch nicht ermitteln k&ouml;nnen, da es sie nicht gebe.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Schlie&szlig;lich liege in der W&uuml;rdigung des FG, gewonnene Liquidit&auml;t sei nur ein Vorteil, wenn sie zu einem Gesamt&uuml;berschuss f&uuml;hre, ein Versto&szlig; gegen einen allgemeinen Erfahrungssatz. Es handele sich allenfalls um eine Erfahrungstatsache, deren Quelle das FG h&auml;tte angeben m&uuml;ssen, die aber auch nicht richtig sei. Tats&auml;chlich erspare die Zuf&uuml;hrung von Liquidit&auml;t (hier in den Sommermonaten) die Notwendigkeit kostentr&auml;chtiger Kreditaufnahmen. Au&szlig;erdem k&ouml;nnten Betriebsmittel, deren Kosten auch in ertragsschwachen Zeiten ohnehin getragen werden m&uuml;ssen, so wenigstens liquidit&auml;tsbringend eingesetzt werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die durch das FG vorgenommene Segmentierung haben die Kl&auml;ger im Revisionsverfahren nicht mehr angegriffen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;ger beantragen sinngem&auml;&szlig;,<br \/>das angefochtene Urteil i.d.F. des Berichtigungsbeschlusses vom 21.&nbsp;M&auml;rz 2016 aufzuheben und den Einkommensteuerbescheid 2004 vom 15.&nbsp;Dezember 2010 sowie die Einkommensteuerbescheide 2005, 2008 und 2009 vom 10.&nbsp;Juni 2011, jeweils in Gestalt der Einspruchsentscheidung vom 8.&nbsp;August 2012, dahin zu &auml;ndern, dass die Verluste aus dem Bereich Yachtcharter einkommensmindernd ber&uuml;cksichtigt werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt,<br \/>die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA folgt nicht nur hinsichtlich der Segmentierung, sondern auch hinsichtlich der Frage der Gewinnerzielungsabsicht dem FG. Der gesamte Yachtbereich habe trotz hoher Auslastung der Boote seiner Art nach keine Gewinne erwarten lassen. Nachdem die Kl&auml;gerin die steigenden Verluste hingenommen habe, ohne gegenzusteuern, sei dies ein gewichtiges Beweisanzeichen f&uuml;r eine fehlende Gewinnerzielungsabsicht. An die Feststellung pers&ouml;nlicher Gr&uuml;nde und Motive f&uuml;r die Weiterf&uuml;hrung des Unternehmens seien keine hohen Anforderungen zu stellen. Auch das FG sei von einer zweistufigen Pr&uuml;fung, indes im Wege einer Gesamtschau ausgegangen. Zu pers&ouml;nlichen Gr&uuml;nden k&ouml;nne auch die Absicht geh&ouml;ren, Steuern zu sparen. Die Kl&auml;gerin habe die Verluste aus dem Yachtbereich, bei denen es sich um echte Verluste und nicht nur um Buchverluste handele, im Rahmen ihres seit Jahren ertragbringenden Handelsbetriebs ber&uuml;cksichtigt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">II. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Revision ist begr&uuml;ndet mit der Ma&szlig;gabe, dass nach &sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung (FGO) das FG-Urteil aufzuheben und die Sache zur anderweitigen Verhandlung und Entscheidung zur&uuml;ckzuverweisen ist. Die Feststellungen des FG erlauben dem Senat nicht zu beurteilen, ob die Kl&auml;gerin ihre Bet&auml;tigungen rund um die Yachten mit der erforderlichen Gewinnerzielungsabsicht betrieben hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Eink&uuml;nfte aus Gewerbebetrieb setzen eine Bet&auml;tigung voraus, die mit der Absicht unternommen wird, Gewinn zu erzielen (&sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 des Einkommensteuergesetzes &#8211;EStG&#8211;). Gewinnerzielungsabsicht ist das Bestreben, das Betriebsverm&ouml;gen zu mehren und auf Dauer, n&auml;mlich f&uuml;r die gesamte Zeit zwischen Betriebsgr&uuml;ndung und Betriebsbeendigung, einen Totalgewinn zu erzielen (grundlegend Beschluss des Gro&szlig;en Senats des BFH vom 25.&nbsp;Juni 1984 GrS&nbsp;4\/82, BFHE 141, 405, BStBl II 1984, 751, unter C.IV.3.c der Gr&uuml;nde). Fehlt es, liegt eine einkommensteuerlich unbeachtliche Liebhaberei vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Handelt es sich um verschiedene, wirtschaftlich eigenst&auml;ndige Bet&auml;tigungen, ist die Gewinnerzielungsabsicht nicht einheitlich f&uuml;r die gesamte T&auml;tigkeit, sondern im Wege der sog. Segmentierung gesondert f&uuml;r die jeweilige Bet&auml;tigung zu pr&uuml;fen (BFH-Urteil vom 15.&nbsp;November 2006 XI&nbsp;R&nbsp;58\/04, BFH\/NV 2007, 434, unter II.1.a). Diesem Rechtsgrundsatz entsprechend hat das FG im Streitfall den Handel einerseits, den Yachtbereich in seiner Gesamtheit andererseits als wirtschaftlich eigenst&auml;ndige Bet&auml;tigungen gewertet. Die Beteiligten haben diesbez&uuml;glich keine Revisionsr&uuml;gen vorgebracht, so dass der Senat nach &sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 FGO an diese im &Uuml;brigen auch plausible tats&auml;chliche W&uuml;rdigung gebunden ist. F&uuml;r die Frage, ob Gewinnerzielungsabsicht vorliegt, ist demnach der Yachtbereich als Einheit zu betrachten; im Handelsbetrieb steht diese au&szlig;er Frage.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Als innere Tatsache l&auml;sst sich die Gewinnerzielungsabsicht nur anhand &auml;u&szlig;erer Umst&auml;nde feststellen (vgl. Beschluss des Gro&szlig;en Senats des BFH in BFHE 141, 405, BStBl II 1984, 751, unter C.IV.3.c der Gr&uuml;nde). Diese Feststellung liegt im Wesentlichen auf dem Gebiet der Tatsachenw&uuml;rdigung und obliegt insoweit dem FG.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) In objektiver Hinsicht ist eine Prognose dar&uuml;ber anzustellen, ob der Betrieb nach seinem Wesen und der Art seiner Bewirtschaftung auf Dauer geeignet ist, einen Gewinn zu erwirtschaften. Ist die Gewinnprognose negativ, erlaubt dies jedoch nicht ohne Weiteres den Schluss, dass der Steuerpflichtige auch subjektiv die Erzielung eines Totalgewinns nicht beabsichtigte. Dies ist nur dann gerechtfertigt, wenn auch widerlegbar, wenn die verlustbringende T&auml;tigkeit typischerweise dazu bestimmt und geeignet ist, der Befriedigung pers&ouml;nlicher Neigungen oder der Erlangung wirtschaftlicher Vorteile au&szlig;erhalb der Einkunftssph&auml;re zu dienen (Hobbybereich). Bei anderen T&auml;tigkeiten m&uuml;ssen zus&auml;tzliche Anhaltspunkte daf&uuml;r vorliegen, dass die Verluste aus pers&ouml;nlichen Gr&uuml;nden oder Neigungen hingenommen werden. Im Falle einer l&auml;ngeren Verlustperiode spricht vor allem das fehlende Bem&uuml;hen, die Verlustursachen zu ermitteln und ihnen mit geeigneten Ma&szlig;nahmen zu begegnen, f&uuml;r sich genommen schon daf&uuml;r, dass langj&auml;hrige Verluste aus im pers&ouml;nlichen Bereich liegenden Neigungen und Motiven hingenommen werden (st&auml;ndige Rechtsprechung, vgl. BFH-Urteil vom 20.&nbsp;September 2012 IV&nbsp;R&nbsp;43\/10, BFH\/NV 2013, 408, unter II.1., m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Nach st&auml;ndiger Rechtsprechung des BFH sind in einem solchen Fall an die Feststellung pers&ouml;nlicher Gr&uuml;nde und Motive, die den Steuerpflichtigen trotz der Verluste zur Weiterf&uuml;hrung seines Unternehmens bewogen haben k&ouml;nnten, keine hohen Anforderungen zu stellen (Urteile vom 29.&nbsp;M&auml;rz 2007 IV&nbsp;R&nbsp;6\/05, BFH\/NV 2007, 1492, unter II.2.c; vom 19.&nbsp;M&auml;rz 2009 IV&nbsp;R&nbsp;40\/06, BFH\/NV 2009, 1115, unter II.2.b; in BFH\/NV 2013, 408). Es muss die Feststellung m&ouml;glich sein, dass der Steuerpflichtige die verlustbringende T&auml;tigkeit nur aus im Bereich seiner Lebensf&uuml;hrung liegenden pers&ouml;nlichen Gr&uuml;nden oder Neigungen aus&uuml;bt (Senatsurteile vom 21.&nbsp;Juli 2004 X&nbsp;R&nbsp;33\/03, BFHE 207, 183, BStBl II 2004, 1063, unter II.3.a; vom 17.&nbsp;November 2004 X&nbsp;R&nbsp;62\/01, BFHE 208, 522, BStBl II 2005, 336, unter II.1.b&nbsp;aa). Wenn die Feststellung pers&ouml;nlicher Gr&uuml;nde au&szlig;erhalb des sog. Hobbybereichs m&ouml;glich sein muss, muss auch festgestellt werden, dass und welche pers&ouml;nlichen Gr&uuml;nde m&ouml;glicherweise gegeben sind. Die Anforderungen an diese Feststellung sind mit der Ma&szlig;gabe &quot;keine hohen Anforderungen&quot; zwar abgesenkt; die Feststellung wird damit aber nicht vollkommen entbehrlich.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Der Senat h&auml;lt an dieser Rechtsprechung fest. Er hatte zwar in seinem Urteil in BFHE 207, 183, BStBl II 2004, 1063 (dort unter II.3.b) erwogen, jedenfalls ausdr&uuml;cklich offengelassen, ob bei unver&auml;nderter Fortf&uuml;hrung eines verlustbringenden Gesch&auml;ftskonzepts im Hinblick auf das darin liegende fehlende marktgerechte Verhalten auch ohne Feststellung besonderer privater Motive auf das Fehlen einer Gewinnerzielungsabsicht geschlossen werden k&ouml;nne. In seiner Entscheidung in BFHE 208, 522, BStBl II 2005, 336 (dort unter II.1.b&nbsp;aa) hatte er ebenfalls Zweifel an dieser Rechtsprechung insofern ge&auml;u&szlig;ert, als auch T&auml;tigkeiten au&szlig;erhalb des typischen Hobbybereichs auf pers&ouml;nlichen Neigungen beruhen oder der Erlangung pers&ouml;nlicher Vorteile (gesellschaftliches Ansehen) dienen k&ouml;nnten. Er war allerdings in beiden F&auml;llen im Ergebnis der vorgenannten Rechtsprechung gefolgt und setzt diese auch weiterhin fort.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aaa) Zum einen verlangt das in &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 EStG f&uuml;r Eink&uuml;nfte aus Gewerbebetrieb ausdr&uuml;cklich normierte, f&uuml;r andere Einkunftsarten entsprechend geltende Tatbestandsmerkmal der Gewinn-(bzw. Eink&uuml;nfte-)erzielungsabsicht nach allgemeinen Regeln eine entsprechende Feststellung. Es handelt sich um ein subjektives Merkmal, das neben das objektive Merkmal der negativen Gewinnprognose tritt. Mit einem zwingenden Schluss von einem objektiven auf ein eigenst&auml;ndiges subjektives Merkmal w&auml;re Letzteres im Ergebnis gegenstandslos. In der Sache k&auml;me es zu einer teilweisen Gleichstellung von Gewinnerzielungsabsicht und Gewinn.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bbb) Zum anderen besteht auch rechtspraktisch kein Bed&uuml;rfnis, von einer entsprechenden Feststellung zu befreien. Der Senat verkennt weiterhin nicht, dass es objektive Umst&auml;nde gibt, namentlich hohe Verlustprognosen und lange Verlustperioden, die in besonderem Ma&szlig;e die Frage aufwerfen, warum der Steuerpflichtige die T&auml;tigkeit fortgesetzt hat, wenn nicht aus pers&ouml;nlichen Gr&uuml;nden. Ist aber mangels nachvollziehbarer wirtschaftlicher Gr&uuml;nde nahezu zwingend, dass pers&ouml;nliche Gr&uuml;nde existieren, ist nicht wichtig, welche dies sein m&ouml;gen. Es erscheint auf den ersten Blick &uuml;berfl&uuml;ssig, in derartigen F&auml;llen noch &uuml;ber private Motive &Uuml;berlegungen anstellen zu m&uuml;ssen, und problematisch, bei solchen &Uuml;berlegungen nicht ins Spekulative abzugleiten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Um dieser berechtigten Frage zu begegnen, reicht die Feststellungserleichterung &quot;keine hohen Anforderungen&quot; jedoch aus. Sie spiegelt letztlich nur den Grundsatz wider, dass das FG, je mehr Umst&auml;nde f&uuml;r eine bestimmte tats&auml;chliche Feststellung sprechen, desto leichter zu dieser Feststellung gelangen darf. Das zeigt aber umgekehrt auch, dass die Feststellung, sei sie noch so naheliegend, dennoch getroffen werden muss. Wenn sich der Steuerpflichtige etwa von Aktivit&auml;ten, die nicht &uuml;bliche Freizeitgestaltungen sind, gesellschaftliches Ansehen und entsprechenden Status verspricht (vgl. dazu die Erw&auml;gungen in dem Senatsurteil in BFHE 208, 522, BStBl II 2005, 336), ist dies auch regelgerecht festzustellen. Das gilt entsprechend f&uuml;r andere private Beweggr&uuml;nde, die vielf&auml;ltig sein k&ouml;nnen und sich daher abschlie&szlig;ender Typisierung entziehen. Eine weitere Erleichterung f&uuml;r die Feststellung denkbarer privater Gr&uuml;nde liegt schlie&szlig;lich darin, dass die Feststellungslast f&uuml;r die tats&auml;chlichen Voraussetzungen der Gewinn- bzw. Eink&uuml;nfteerzielungsabsicht, insbesondere also f&uuml;r nicht private Motive, der Steuerpflichtige tr&auml;gt (vgl. BFH-Beschluss vom 9.&nbsp;Juli 2012 VIII&nbsp;B&nbsp;51\/11, BFH\/NV 2012, 1780, unter II.1.a).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Das FG hat zwar diese Rechtsgrunds&auml;tze zutreffend wiedergegeben, sie aber tats&auml;chlich nicht angewandt. Es hat keine m&ouml;glichen pers&ouml;nlichen Gr&uuml;nde benannt, die die Kl&auml;gerin bewogen haben k&ouml;nnten, das Yachtgesch&auml;ft fortzuf&uuml;hren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Das FG hat es f&uuml;r ausreichend erachtet, dass die Kl&auml;gerin st&auml;ndig steigende Verluste hingenommen und im Jahre 2008 eine dritte Yacht angeschafft hat. Angesichts der Aufstellung der seitens des FG ermittelten Jahresergebnisse von 1999 bis 2014 geht der Senat davon aus, dass das FG mit &quot;steigenden Verlusten&quot; nicht nur die kumulierten Verluste seit Beginn der T&auml;tigkeit meint, sondern den pro Jahr immer weiter steigenden Verlust. Dem FG ist zuzugestehen, dass diese Umst&auml;nde erhebliche Indizwirkung gegen eine Gewinnerzielungsabsicht der Kl&auml;gerin haben. Zum einen ist es ein erheblicher Unterschied, ob ein Steuerpflichtiger &quot;nur&quot; einen laufenden Verlust in einer Jahr f&uuml;r Jahr &auml;hnlichen Gr&ouml;&szlig;enordnung hinnimmt, sich mithin die Verh&auml;ltnisse nicht &auml;ndern und der Steuerpflichtige auch nichts &auml;ndert, oder ob er duldet, dass bereits die Jahresverluste steigen. Zum anderen hat die Kl&auml;gerin dies nicht nur geduldet, sondern sogar aktiv auf den Anstieg der Jahresverluste hingewirkt, indem sie 2008 eine dritte Yacht angeschafft hatte, ohne dass sie mit den beiden ersten Yachten trotz guter Auslastung ein positives Ergebnis erzielt h&auml;tte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Nachdem das FG die Zuordnung des Yachtgesch&auml;fts zum Hobbybereich verneint hat, was den Senat nach &sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 FGO bindet, h&auml;tte es trotz dieser objektiv schwer wiegenden Umst&auml;nde nach Ma&szlig;gabe der unter II.2. dargestellten Rechtsgrunds&auml;tze zumindest ein ihm m&ouml;glich scheinendes privates Motiv f&uuml;r die T&auml;tigkeit der Kl&auml;gerin im Yachtbereich feststellen m&uuml;ssen, wenn es die Gewinnerzielungsabsicht der Kl&auml;gerin verneinen wollte. Das ist weder ausdr&uuml;cklich noch inzident geschehen. Nicht private Motive hat es ebenso wenig festgestellt. Dem Senat als Revisionsgericht ist die Nachholung der entsprechenden Feststellungen verwehrt, so dass die Zur&uuml;ckverweisung des Rechtsstreits geboten ist. Auf die Frage, ob die &Uuml;berlegungen des FG zu der Liquidit&auml;tsfrage beweisrechtlich fehlerhaft sind, kommt es hierf&uuml;r nicht mehr an.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. F&uuml;r den zweiten Rechtsgang weist der Senat mit R&uuml;cksicht auf den Vortrag der Beteiligten ohne die Bindungswirkung des &sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;5 FGO auf Folgendes hin:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Soweit die Kl&auml;gerin vortr&auml;gt, das Yachtgesch&auml;ft habe ihr Liquidit&auml;t verschafft, die sie anderweit mit h&ouml;heren Kosten h&auml;tte beschaffen m&uuml;ssen, ist dies differenziert zu betrachten. Einerseits ist diese &Uuml;berlegung nur schl&uuml;ssig, wenn der Liquidit&auml;tsvorteil, namentlich die ersparten Zinsen, die tats&auml;chlichen Verluste des Yachtgesch&auml;fts &uuml;bersteigen. Andererseits h&auml;lt es der Senat f&uuml;r denkbar, bei dieser &Uuml;berlegung diejenigen Kosten aus dem Yachtbereich auszuscheiden, die ohnehin im Handelsgewerbe angefallen w&auml;ren. Zwar ist im Rahmen der Gewinnermittlung der Herangehensweise des FG, diejenigen Kosten, die durch beide Bet&auml;tigungen gemeinsam verursacht worden sind, ggf. im Sch&auml;tzungswege aufzuteilen, zu folgen, so dass sich hierdurch an dem Verlust nichts &auml;ndert. Die Frage aber, welche Beweggr&uuml;nde die Kl&auml;gerin f&uuml;r ihre verlustbringende T&auml;tigkeit hatte, ist davon zu trennen. Soweit Kosten ohnehin im Handel angefallen w&auml;ren, kann ggf. f&uuml;r die Frage, ob das Yachtgesch&auml;ft wirtschaftlich sinnvoll ist, dessen Ergebnis um derartige Kosten zu bereinigen sein. Dies ist eine Frage der Gesamtw&uuml;rdigung der Umst&auml;nde. Der Senat weist aber klarstellend darauf hin, dass hierf&uuml;r die origin&auml;re Verursachung solcher Kosten im Handelsbetrieb in voller H&ouml;he tats&auml;chlich feststehen muss.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Zu der seitens des FA vorgebrachten &Uuml;berlegung, die Kl&auml;gerin habe m&ouml;glicherweise Steuern sparen wollen, ist anzumerken, dass die M&ouml;glichkeit der Verrechnung mit echten Verlusten grunds&auml;tzlich f&uuml;r sich genommen nicht als privates Motiv angesehen wird, das zur Verneinung der Gewinnerzielungsabsicht f&uuml;hrt (vgl. Senatsurteil in BFHE 207, 183, BStBl II 2004, 1063, unter II.3.c).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Inwieweit die Yachtvercharterung mit ihren Annexen unter dem Aspekt des gesellschaftlichen Status f&uuml;r die Kl&auml;ger gew&uuml;rdigt werden k&ouml;nnte, obliegt nicht dem Senat zu beurteilen. Ebenso wenig vermag der Senat eine Aussage &uuml;ber die Richtigkeit der Gewinnermittlung einschlie&szlig;lich etwaiger Privatanteile zu treffen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>5. Die &Uuml;bertragung der Kostenentscheidung folgt aus &sect;&nbsp;143 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 23.8.2017, X R 27\/16ECLI:DE:BFH:2017:U.230817.XR27.16.0 Feststellungen bei Liebhaberei Leits&auml;tze 1. NV: Die Feststellung der Gewinnerzielungsabsicht ist im Wesentlichen eine Frage der Tatsachenw&uuml;rdigung. 2. NV: Bei verschiedenen, wirtschaftlich eigenst&auml;ndigen Bet&auml;tigungen ist die Gewinnerzielungsabsicht im Wege der Segmentierung gesondert f&uuml;r die jeweilige Bet&auml;tigung zu pr&uuml;fen. 3. NV: Im Hobbybereich erlaubt eine objektiv negative Gewinnprognose einen, &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/x-r-27-16-feststellungen-bei-liebhaberei\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">X&nbsp;R&nbsp;27\/16 &#8211; Feststellungen bei Liebhaberei<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-68048","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/68048","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=68048"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/68048\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=68048"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=68048"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=68048"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}