{"id":68057,"date":"2017-12-01T10:12:01","date_gmt":"2017-12-01T08:12:01","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=68057"},"modified":"2017-12-01T10:12:01","modified_gmt":"2017-12-01T08:12:01","slug":"ii-r-13-15-grundsteuerbefreiung-bei-oeffentlich-privater-partnerschaft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/ii-r-13-15-grundsteuerbefreiung-bei-oeffentlich-privater-partnerschaft\/","title":{"rendered":"II&nbsp;R&nbsp;13\/15 &#8211; Grundsteuerbefreiung bei &Ouml;ffentlich Privater Partnerschaft"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 27.9.2017, II R 13\/15<br \/>ECLI:DE:BFH:2017:U.270917.IIR13.15.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Grundsteuerbefreiung bei &Ouml;ffentlich Privater Partnerschaft<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>1. Die nach &sect; 3 Abs. 1 Satz 3 GrStG erforderliche Vereinbarung, dass der Grundbesitz (Grundst&uuml;ck im zivilrechtlichen Sinn, Erbbaurecht) am Ende des Vertragszeitraums einer &Ouml;ffentlich Privaten Partnerschaft auf den Nutzer (juristische Person des &ouml;ffentlichen Rechts) &uuml;bertragen wird, kann nicht durch ein blo&szlig;es Optionsrecht des Nutzers auf &Uuml;bertragung des Grundbesitzes am Ende dieses Zeitraums ersetzt werden.<\/p>\n<\/p>\n<p>2. Ein Grundst&uuml;ck, das eine juristische Person des &ouml;ffentlichen Rechts unmittelbar f&uuml;r einen &ouml;ffentlichen Dienst oder Gebrauch benutzt und das ausschlie&szlig;lich ihr zuzurechnen ist, ist auch dann von der Grundsteuer befreit, wenn es mit einem Erbbaurecht zugunsten eines privaten Rechtstr&auml;gers belastet ist.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Auf die Revision der Kl&auml;gerin wird das Urteil des Hessischen Finanzgerichts vom 11. Dezember 2014&nbsp;&nbsp;3 K 1511\/11 aufgehoben.<\/p>\n<\/p>\n<p>Der Grundsteuermessbetrag wird unter Ab&auml;nderung des Bescheids des Beklagten vom 31. Juli 2017 auf 2.095,70 EUR festgesetzt.<\/p>\n<\/p>\n<p>Im &Uuml;brigen wird die Klage abgewiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des gesamten Verfahrens hat die Kl&auml;gerin zu tragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">I. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin und Revisionskl&auml;gerin (Kl&auml;gerin), eine GmbH &#038;&nbsp;Co. KG, und der an ihr als Kommanditist beteiligte Landkreis, schlossen am 21.&nbsp;Dezember 2005 einen notariell beurkundeten Erbbaurechtsvertrag, mit dem ihr der Landkreis ein Erbbaurecht an einem ihm geh&ouml;renden, mit Schulgeb&auml;uden bebauten Grundst&uuml;ck bestellte. Sie ist nach dem Vertrag berechtigt, auf dem Erbbaugrundst&uuml;ck Schulgeb&auml;ude zu sanieren, abzubrechen und bestimmte Bauwerke mit den dazu erforderlichen Anlagen zu errichten bzw. zu belassen. Das Erbbaurecht sollte mit der Eintragung im Erbbaurechtsgrundbuch beginnen und eine Laufzeit von 40&nbsp;Jahren haben. Der Landkreis ist unter bestimmten Voraussetzungen berechtigt, vor Ablauf der vereinbarten Dauer des Erbbaurechts gegen Entsch&auml;digung die sofortige &Uuml;bertragung des Erbbaurechts (Heimfall) auf sich oder einen von ihm zu bezeichnenden Dritten zu verlangen. Das Ende des Mietverh&auml;ltnisses geh&ouml;rt nicht zu den ausdr&uuml;cklich genannten Voraussetzungen. Mit Ablauf des Erbbaurechts gehen alle bestehenden und von der Kl&auml;gerin errichteten Bauwerke und Anlagen in das Eigentum des Landkreises &uuml;ber.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin und der Landkreis schlossen wie im Erbbaurechtsvertrag vorgesehen am 18.&nbsp;April 2006 einen Mietvertrag &uuml;ber die &quot;Altfl&auml;chen&quot; mit aufstehenden Geb&auml;uden (Mietgegenstand&nbsp;I) sowie &uuml;ber die Fl&auml;chen nach Sanierung\/Umbau (Mietgegenstand&nbsp;II). Die Vermietung sollte zum Zweck der Nutzung als Schulgeb&auml;ude erfolgen. Die Dauer des Mietverh&auml;ltnisses war f&uuml;r den Mietgegenstand&nbsp;I bis zum Beginn des Mietverh&auml;ltnisses f&uuml;r den Mietgegenstand&nbsp;II und f&uuml;r den Mietgegenstand&nbsp;II auf 25&nbsp;Jahre fest vereinbart. Nach Ablauf des letztgenannten Mietverh&auml;ltnisses ist der Landkreis berechtigt, den Abschluss eines neuen Mietvertrages f&uuml;r die Dauer von zehn Jahren zu verlangen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit Bescheiden vom 13.&nbsp;Januar 2011 stellte der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) gegen&uuml;ber der Kl&auml;gerin und dem Landkreis im Wege der Nachfeststellung auf den 1.&nbsp;Januar 2007 Einheitswerte f&uuml;r das Erbbaurecht (598.773&nbsp;EUR) und das mit dem Erbbaurecht belastete Grundst&uuml;ck (8.640&nbsp;EUR) fest. Zugleich setzte er gegen die Kl&auml;gerin ausgehend von der Summe dieser Einheitswerte einen Grundsteuermessbetrag in H&ouml;he von 2.125,94&nbsp;EUR fest.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Einspruch und Klage, mit denen die Kl&auml;gerin die Steuerbefreiung nach &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 Satz 1, Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 des Grundsteuergesetzes (GrStG) beanspruchte, blieben erfolglos. Das Urteil des Finanzgerichts (FG) ist in Entscheidungen der Finanzgerichte (EFG) 2015, 837 ver&ouml;ffentlicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit der Revision r&uuml;gt die Kl&auml;gerin eine Verletzung von &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 GrStG. Dem Erbbaurecht sei rechtlich immanent, dass sp&auml;testens mit Zeitablauf die vom Erbbauberechtigten errichteten oder genutzten Bauwerke auf den Grundst&uuml;ckseigent&uuml;mer &uuml;bergingen. Damit sei beim Erbbaurecht die &quot;R&uuml;ck&uuml;bertragung&quot; schon gesetzlich geregelt, w&auml;hrend sie bei einer Eigentums&uuml;bertragung nur vertraglich geregelt werden k&ouml;nne. Im vorliegenden Fall sei zudem der Heimfall nach Ablauf des Erbbaurechts sowie in bestimmten Vertragssituationen vereinbart worden. Der Mietvertrag habe nicht &uuml;ber einen l&auml;ngeren Zeitraum als 30&nbsp;Jahre geschlossen werden k&ouml;nnen. Die Geb&auml;ude h&auml;tten aus ertragsteuerrechtlichen Gr&uuml;nden bei ihr &#8211;der Kl&auml;gerin&#8211; bilanziert werden sollen. Der Landkreis habe nicht das wirtschaftliche Eigentum erlangen sollen. Er habe nach Landesrecht das Eigentum am Grundst&uuml;ck nicht auf die Kl&auml;gerin &uuml;bertragen d&uuml;rfen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA hat mit dem w&auml;hrend des Revisionsverfahrens ergangenen &Auml;nderungsbescheid vom 31.&nbsp;Juli 2017 die Feststellung des Einheitswerts und die Festsetzung des Grundsteuermessbetrags gegen&uuml;ber der Kl&auml;gerin hinsichtlich der Frage, ob die Vorschriften &uuml;ber die Einheitsbewertung des inl&auml;ndischen Grundbesitzes verfassungsgem&auml;&szlig; sind, gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;165 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 Nr.&nbsp;3 der Abgabenordnung (AO) f&uuml;r vorl&auml;ufig erkl&auml;rt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin beantragt, die Vorentscheidung, die Einspruchsentscheidung vom 18.&nbsp;Mai 2011 und die Bescheide vom 13.&nbsp;Januar 2011 und 31.&nbsp;Juli 2017 aufzuheben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt, die Revision als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">II. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Revision f&uuml;hrt aus verfahrensrechtlichen Gr&uuml;nden zur Aufhebung der Vorentscheidung, weil sich w&auml;hrend des Revisionsverfahrens der Verfahrensgegenstand, &uuml;ber dessen Rechtm&auml;&szlig;igkeit das FG zu entscheiden hatte, ge&auml;ndert hat (&sect;&nbsp;127 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). An die Stelle des Bescheids vom 13.&nbsp;Januar 2011, der Gegenstand der Vorentscheidung war, ist w&auml;hrend des Revisionsverfahrens der Bescheid vom 31.&nbsp;Juli 2017 getreten und nach &sect;&nbsp;121 Satz&nbsp;1 i.V.m. &sect;&nbsp;68 Satz&nbsp;1 FGO Gegenstand des Revisionsverfahrens geworden. Diese Vorschriften gelten auch, wenn ein angefochtener Bescheid lediglich um einen Vorl&auml;ufigkeitsvermerk erg&auml;nzt wird (Urteil des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 16.&nbsp;Januar 2013 II&nbsp;R&nbsp;66\/11, BFHE 240, 191, BStBl II 2014, 266, Rz 12). Das angefochtene Urteil ist daher gegenstandslos und aufzuheben (BFH-Urteile in BFHE 240, 191, BStBl II 2014, 266, Rz&nbsp;12; vom 19.&nbsp;Januar 2017 VI&nbsp;R&nbsp;37\/15, BFHE 257, 58, BStBl II 2017, 526, Rz&nbsp;11, und vom 10.&nbsp;Mai 2017 II&nbsp;R&nbsp;53\/14, BFHE 258, 74, Rz&nbsp;12).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Einer Zur&uuml;ckverweisung der Sache an das FG nach &sect;&nbsp;127 FGO bedarf es jedoch nicht, da sich aufgrund des &Auml;nderungsbescheids an dem zwischen den Beteiligten streitigen Punkt nichts ge&auml;ndert hat. Die vom FG getroffenen tats&auml;chlichen Feststellungen bilden nach wie vor die Grundlage f&uuml;r die Entscheidung des BFH; sie fallen durch die Aufhebung des finanzgerichtlichen Urteils nicht weg, da das finanzgerichtliche Urteil nicht an einem Verfahrensmangel leidet (BFH-Urteile in BFHE 257, 58, BStBl II 2017, 526, Rz&nbsp;11, m.w.N., und in BFHE 258, 74, Rz&nbsp;12).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table style=\"margin-left:90\"pt width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">III.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Sache ist spruchreif. Der Grundsteuermessbetrag ist unter &Auml;nderung des Bescheids vom 31.&nbsp;Juli 2017 auf 2.095,70&nbsp;EUR festzusetzen. Das FA hat das mit dem Erbbaurecht belastete Grundst&uuml;ck zu Unrecht bei der Festsetzung des Grundsteuermessbetrags ber&uuml;cksichtigt. Im &Uuml;brigen ist die Klage unbegr&uuml;ndet und abzuweisen. Das FA hat f&uuml;r das Erbbaurecht zu Recht gegen&uuml;ber der Kl&auml;gerin den Einheitswert festgestellt und den Grundsteuermessbetrag festgesetzt. Das Erbbaurecht war am 1.&nbsp;Januar 2007 nicht gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;1, Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 GrStG von der Grundsteuer befreit.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Einheitswerte werden nach &sect;&nbsp;19 Abs.&nbsp;1 des Bewertungsgesetzes (BewG) f&uuml;r inl&auml;ndischen Grundbesitz, und zwar u.a. f&uuml;r Grundst&uuml;cke (&sect;&sect;&nbsp;68 und 70 BewG) festgestellt. Feststellungen nach dieser Vorschrift erfolgen gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;19 Abs.&nbsp;4 BewG nur, wenn und soweit sie f&uuml;r die Besteuerung von Bedeutung sind. Steht fest, dass ein Grundst&uuml;ck von der Grundsteuer befreit ist, ist kein Einheitswert festzustellen (vgl. BFH-Urteil vom 4.&nbsp;Mai 2011 II&nbsp;R&nbsp;51\/09, BFHE 233, 517, BStBl II 2014, 751, Rz&nbsp;13).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Handelt es sich wie im Streitfall um eine Nachfeststellung (&sect;&nbsp;23 Abs.&nbsp;1 BewG), sind der Pr&uuml;fung, ob die Voraussetzungen f&uuml;r eine Befreiung von der Grundsteuer vorliegen, nach &sect;&nbsp;23 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 BewG die tats&auml;chlichen Verh&auml;ltnisse im Nachfeststellungszeitpunkt (&sect;&nbsp;23 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 BewG) zugrunde zu legen. Unter tats&auml;chlichen Verh&auml;ltnissen (&sect;&nbsp;22 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;3 Nr.&nbsp;1 BewG) sind dabei die Verh&auml;ltnisse zu verstehen, die nicht zu den &#8211;bei der Pr&uuml;fung der Steuerbefreiung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;1, Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 GrStG irrelevanten&#8211; Wertverh&auml;ltnissen i.S. des &sect;&nbsp;27 BewG rechnen (vgl. BFH-Beschluss vom 22.&nbsp;Oktober 2014 II&nbsp;R&nbsp;16\/13, BFHE 247, 150, BStBl II 2014, 957, Rz&nbsp;18, 23&nbsp;ff.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Ist ein Grundst&uuml;ck mit einem Erbbaurecht belastet, bilden das mit dem Erbbaurecht belastete Grundst&uuml;ck einerseits und das Erbbaurecht andererseits bewertungsrechtlich zwei selbst&auml;ndige Grundst&uuml;cke, die je f&uuml;r sich der Grundsteuer unterliegen (&sect;&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 GrStG i.V.m. &sect;&nbsp;68 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 und 2 sowie &sect;&nbsp;70 Abs.&nbsp;1 BewG). Betr&auml;gt die Dauer des Erbbaurechts in dem f&uuml;r die Bewertung ma&szlig;gebenden Zeitpunkt wie im Streitfall weniger als 50&nbsp;Jahre, ist zur Feststellung der jeweiligen Einheitswerte der Gesamtwert des belasteten Grundst&uuml;cks einschlie&szlig;lich der Geb&auml;ude und Au&szlig;enanlagen entsprechend der restlichen Dauer des Erbbaurechts aufzuteilen (&sect;&nbsp;92 Abs.&nbsp;3 BewG) und der Berechnung des Steuermessbetrags die Summe der beiden Einheitswerte zugrunde zu legen (&sect;&nbsp;13 Abs.&nbsp;3 GrStG). Schuldner der Grundsteuer sowohl f&uuml;r das belastete Grundst&uuml;ck als auch f&uuml;r das Erbbaurecht ist der Erbbauberechtigte (&sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;2 GrStG). Diese Zusammenf&uuml;hrung der Steuerschuldnerschaft f&uuml;r das belastete Grundst&uuml;ck und das Erbbaurecht &auml;ndert nichts daran, dass bei der Anwendung des GrStG und hier insbesondere bei den Steuerbefreiungen von zwei wirtschaftlichen Einheiten auszugehen ist (BFH-Urteil vom 16.&nbsp;Dezember 2009 II&nbsp;R&nbsp;29\/08, BFHE 228, 154, BStBl II 2010, 829, Rz&nbsp;8). Sie l&auml;sst auch die Zurechnung des Grundst&uuml;cks zu dessen Eigent&uuml;mer nach &sect;&nbsp;39 AO unber&uuml;hrt (BFH-Urteil in BFHE 228, 154, BStBl II 2010, 829, Rz&nbsp;13).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Nach &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 GrStG ist Grundbesitz von der Grundsteuer befreit, der von einer inl&auml;ndischen juristischen Person des &ouml;ffentlichen Rechts f&uuml;r einen &ouml;ffentlichen Dienst oder Gebrauch in dem durch &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;2 und 3 GrStG umschriebenen Sinn benutzt wird. Der Grundbesitz muss dabei nach &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 GrStG ausschlie&szlig;lich demjenigen, der ihn f&uuml;r den beg&uuml;nstigten Zweck benutzt, oder einem anderen nach &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nrn.&nbsp;1 bis 6 GrStG beg&uuml;nstigten Rechtstr&auml;ger zuzurechnen sein. Das GrStG kn&uuml;pft mit &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 GrStG ausdr&uuml;cklich an das formale Kriterium der Rechtstr&auml;geridentit&auml;t von Eigent&uuml;mer des Grundst&uuml;cks und unmittelbar Nutzendem an (BFH-Urteil in BFHE 228, 154, BStBl II 2010, 829, Rz&nbsp;9&nbsp;f.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>&sect;&nbsp;7 Satz&nbsp;1 GrStG verlangt zudem eine unmittelbare Nutzung f&uuml;r den steuerbeg&uuml;nstigten Zweck (BFH-Urteil in BFHE 228, 154, BStBl II 2010, 829, Rz&nbsp;9). Unter der unmittelbaren Nutzung wird die tats&auml;chliche Zuf&uuml;hrung des Steuergegenstandes an den Benutzungszweck verstanden. Die blo&szlig;e &Uuml;berlassung eines Grundst&uuml;cks zur Nutzung an einen anderen gen&uuml;gt nicht (BFH-Urteil in BFHE 228, 154, BStBl II 2010, 829, Rz&nbsp;15).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Das mit dem Erbbaurecht belastete Grundst&uuml;ck des Landkreises war danach am 1.&nbsp;Januar 2007 gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 GrStG von der Grundsteuer befreit. Die erforderliche Rechtstr&auml;geridentit&auml;t von Eigent&uuml;mer des Grundst&uuml;cks und unmittelbar Nutzendem war gegeben. Das Grundst&uuml;ck war dem Landkreis nach &sect;&nbsp;39 AO zuzurechnen. Er nutzte das Grundst&uuml;ck unmittelbar f&uuml;r schulische Zwecke und somit f&uuml;r einen &ouml;ffentlichen Dienst oder Gebrauch in dem durch &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;2 und 3 GrStG umschriebenen Sinn.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>5. Das der Kl&auml;gerin zustehende Erbbaurecht war demgegen&uuml;ber am 1.&nbsp;Januar 2007 nicht gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 GrStG von der Grundsteuer befreit.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Die Kl&auml;gerin ist als KG ein privater Rechtstr&auml;ger und somit kein beg&uuml;nstigter Rechtstr&auml;ger i.S. des &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 GrStG, der nur inl&auml;ndische juristische Personen des &ouml;ffentlichen Rechts beg&uuml;nstigt. Dass der Landkreis an der Kl&auml;gerin als Kommanditist beteiligt ist, spielt dabei keine Rolle. Selbst wenn eine juristische Person des &ouml;ffentlichen Rechts alle Anteile an einer juristischen Person des privaten Rechts h&auml;lt, wird der private Rechtstr&auml;ger nicht zu einer juristischen Person des &ouml;ffentlichen Rechts und damit nicht selbst zum beg&uuml;nstigten Rechtstr&auml;ger (BFH-Urteil vom 9.&nbsp;November 2016 II&nbsp;R&nbsp;12\/15, BFHE 255, 540, BStBl II 2017, 211, Rz&nbsp;22). Gleiches gilt auch f&uuml;r Personengesellschaften, an denen eine juristische Person des &ouml;ffentlichen Rechts beteiligt ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Davon abgesehen nutzte die Kl&auml;gerin das Erbbaurecht nicht unmittelbar f&uuml;r einen &ouml;ffentlichen Dienst oder Gebrauch. Sie &uuml;berlie&szlig; den Grundbesitz vielmehr lediglich dem Landkreis zur Nutzung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>6. Die von der Kl&auml;gerin begehrte Steuerbefreiung f&uuml;r das Erbbaurecht kann auch nicht auf &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;1, Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 GrStG gest&uuml;tzt werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Nach &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 GrStG, der durch Art.&nbsp;6 des Gesetzes zur Beschleunigung der Umsetzung von &Ouml;ffentlich Privaten Partnerschaften und zur Verbesserung gesetzlicher Rahmenbedingungen f&uuml;r &Ouml;ffentlich Private Partnerschaften (&Ouml;PPBeschlG) vom 1.&nbsp;September 2005 (BGBl I 2005, 2676) in das GrStG eingef&uuml;gt wurde, gilt &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 GrStG nicht, wenn der Grundbesitz von einem nicht beg&uuml;nstigten Rechtstr&auml;ger im Rahmen einer &Ouml;ffentlich Privaten Partnerschaft (&Ouml;PP) einer juristischen Person des &ouml;ffentlichen Rechts f&uuml;r einen &ouml;ffentlichen Dienst oder Gebrauch &uuml;berlassen wird und die &Uuml;bertragung auf den Nutzer am Ende des Vertragszeitraums vereinbart ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Der Begriff &Ouml;PP ist gesetzlich nicht definiert. &Ouml;PP hei&szlig;t nach der Begr&uuml;ndung des Entwurfs des &Ouml;PPBeschlG Kooperation von &ouml;ffentlicher Hand und privater Wirtschaft beim Entwerfen, bei der Planung, Erstellung, Finanzierung, dem Management, dem Betreiben und dem Verwerten von bislang in staatlicher Verantwortung erbrachten &ouml;ffentlichen Leistungen (BTDrucks 15\/5668, S.&nbsp;10). Im Rahmen einer &Ouml;PP verpflichtet sich ein privater Unternehmer gegen&uuml;ber der &ouml;ffentlichen Hand typischerweise dazu, eine bestimmte Investition durchzuf&uuml;hren und das Investitionsobjekt &uuml;ber einen gewissen Zeitraum zu betreiben und zu erhalten (zu &sect;&nbsp;4 Nr.&nbsp;5 des Grunderwerbsteuergesetzes in der ab 30.&nbsp;Juni 2013 geltenden Fassung &#8211;GrEStG&#8211; Viskorf in Boruttau, Grunderwerbsteuergesetz, 18.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;4 Rz&nbsp;41; Hofmann, Grunderwerbsteuergesetz, Kommentar, 11.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;4 Rz&nbsp;11). Eine &Ouml;PP liegt danach nicht allein deshalb vor, weil eine juristische Person des &ouml;ffentlichen Rechts Gesellschafterin einer Kapital- oder Personengesellschaft ist. Dass die juristische Person des &ouml;ffentlichen Rechts Gesellschafterin des privaten Partners ist, steht dem Vorliegen einer &Ouml;PP andererseits auch nicht entgegen (zu &sect;&nbsp;4 Nr.&nbsp;5 GrEStG Viskorf, a.a.O., &sect;&nbsp;4 Rz&nbsp;47; Hofmann, a.a.O., &sect;&nbsp;4 Rz&nbsp;13; Pahlke, Grunderwerbsteuergesetz, Kommentar, 5.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;4 Rz&nbsp;41; koordinierter L&auml;ndererlass des Finanzministeriums des Landes Nordrhein-Westfalen vom 4.&nbsp;April 2006 S&nbsp;4506-112-V&nbsp;A&nbsp;2). Das Bestehen eines Erbbaurechts an einem Grundst&uuml;ck, das einer inl&auml;ndischen juristischen Person des &ouml;ffentlichen Rechts geh&ouml;rt, begr&uuml;ndet f&uuml;r sich genommen keine &Ouml;PP.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Der Begriff des Grundbesitzes i.S. des &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 GrStG wird nicht gesondert definiert und ist daher &uuml;bereinstimmend mit &sect;&nbsp;2 GrStG auszulegen. Er umfasst somit auch Erbbaurechte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Die nach &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 GrStG erforderliche Vereinbarung, dass der Grundbesitz am Ende des Vertragszeitraums auf den Nutzer &uuml;bertragen wird, kann nicht durch ein blo&szlig;es Optionsrecht des Nutzers (juristische Person des &ouml;ffentlichen Rechts) auf &Uuml;bertragung des Grundbesitzes am Ende dieses Zeitraums ersetzt werden (Troll\/Eisele, Grundsteuergesetz, Kommentar, 11.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;3 Rz&nbsp;60a). Bei einem solchen Optionsrecht bleibt offen, ob es am Ende des Vertragszeitraums zu einer R&uuml;ck&uuml;bertragung kommen wird. Unter Vertragszeitraum i.S. des &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 GrStG ist der Zeitraum zu verstehen, in dem die vertraglich vereinbarte &Ouml;PP besteht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>&sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 GrStG ist insoweit &uuml;bereinstimmend mit &sect;&nbsp;4 Nr.&nbsp;5 Satz&nbsp;1 GrEStG (bzw. &sect;&nbsp;4 Nr.&nbsp;9 Satz&nbsp;1 GrEStG a.F.) auszulegen, der die Gew&auml;hrung der in dieser Vorschrift vorgesehenen Steuerbefreiung u.a. davon abh&auml;ngig macht, dass zwischen dem privaten Partner der &Ouml;PP und der juristischen Person des &ouml;ffentlichen Rechts die R&uuml;ck&uuml;bertragung des Grundbesitzes auf diese am Ende des Vertragszeitraums vereinbart worden ist. Ein blo&szlig;es Optionsrecht der juristischen Person des &ouml;ffentlichen Rechts auf R&uuml;ck&uuml;bertragung gen&uuml;gt nicht (Viskorf, a.a.O., &sect;&nbsp;4 Rz&nbsp;49; Hofmann, a.a.O., &sect;&nbsp;4 Rz&nbsp;15; Pahlke, a.a.O., &sect;&nbsp;4 Rz&nbsp;43; Weilbach, Grunderwerbsteuergesetz, &sect;&nbsp;4 Rz&nbsp;21d; Drosdzol, Umsatzsteuer- und Verkehrsteuer-Recht 2006, 21; Peppersack, Betriebs-Berater 2008, 640, 648).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>e) Diese Grunds&auml;tze gelten auch f&uuml;r Erbbaurechte. Die Anwendung des &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 GrStG setzt bei der Bestellung eines Erbbaurechts an einem Grundst&uuml;ck des &ouml;ffentlich-rechtlichen Partners einer &Ouml;PP zugunsten des privaten Partners u.a. die Vereinbarung voraus, dass das Erbbaurecht am Ende des Vertragszeitraums der &Ouml;PP auf den &ouml;ffentlich-rechtlichen Partner &uuml;bertragen wird.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Es gen&uuml;gt somit nicht den Anforderungen des &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 GrStG, wenn dem &ouml;ffentlich-rechtlichen Partner am Ende des Vertragszeitraums lediglich eine Kaufoption zusteht. Es reicht auch nicht, wenn wie im Streitfall vereinbart wurde, dass der &ouml;ffentlich-rechtliche Partner unter bestimmten Voraussetzungen vor Ablauf der vereinbarten Dauer des Erbbaurechts dessen &Uuml;bertragung auf sich oder einen von ihm zu bezeichnenden Dritten verlangen kann. Durch eine solche Vereinbarung wird nicht sichergestellt, dass das Erbbaurecht am Ende des Zeitraums der vertraglich vereinbarten &Ouml;PP auf den &ouml;ffentlich-rechtlichen Partner (Grundst&uuml;ckseigent&uuml;mer, Nutzer i.S. des &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 GrStG) &uuml;bertragen wird. Es ist n&auml;mlich offen, ob die Voraussetzungen f&uuml;r den &Uuml;bertragungsanspruch bis zu diesem Zeitpunkt eintreten, ob der Grundst&uuml;ckseigent&uuml;mer den Anspruch ggf. bis dahin geltend macht und ob er die &Uuml;bertragung auf sich oder einen Dritten fordert.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>f) Im Streitfall kann auf sich beruhen, ob es der &Uuml;bertragung des Erbbaurechts am Ende des Vertragszeitraums gleichzustellen ist, wenn die vereinbarte Kooperationsdauer in der &Ouml;PP und die Laufzeit des Erbbaurechts &uuml;bereinstimmen und das Erbbaurecht daher gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;27 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 der am 1.&nbsp;Januar 2007 geltenden Verordnung &uuml;ber das Erbbaurecht (jetzt &sect;&nbsp;27 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 des Erbbaurechtsgesetzes) am Ende des Vertragszeitraums erlischt (so zu &sect;&nbsp;4 Nr.&nbsp;5 GrEStG Viskorf, a.a.O., &sect;&nbsp;4 Rz&nbsp;54; Hofmann, a.a.O., &sect;&nbsp;4 Rz&nbsp;18; Pahlke, a.a.O., &sect;&nbsp;4 Rz&nbsp;41; a.A. Troll\/ Eisele, a.a.O., &sect;&nbsp;3 Rz&nbsp;60a). Jedenfalls gen&uuml;gt es nicht, wenn eine derartige zeitliche &Uuml;bereinstimmung nicht besteht, sondern das Erbbaurecht erst zu einem nach Ende des vereinbarten Vertragszeitraums liegenden Zeitpunkt durch Zeitablauf erlischt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>g) Eine erweiternde Anwendung des &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 GrStG auf von seinem Wortlaut nicht erfasste Sachverhalte scheidet aus.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) &quot;Teleologische Extension&quot; setzt eine Regelungsl&uuml;cke voraus. Die Norm muss gemessen an ihrem Zweck unvollst&auml;ndig, d.h. erg&auml;nzungsbed&uuml;rftig sein. Ihre Erg&auml;nzung darf nicht einer vom Gesetzgeber beabsichtigten Beschr&auml;nkung auf bestimmte Tatbest&auml;nde widersprechen. Dass eine gesetzliche Regelung rechtspolitisch als verbesserungsbed&uuml;rftig anzusehen ist (&quot;rechtspolitische Fehler&quot;), reicht nicht aus. Ihre Unvollst&auml;ndigkeit muss sich vielmehr aus dem gesetzesimmanenten Zweck erschlie&szlig;en und kann auch bei einem eindeutigen Wortlaut vorliegen. Die Gesetzesl&uuml;cke ist in einer dem Gesetzeszweck, der Entstehungsgeschichte und der Gesetzessystematik entsprechenden Weise durch Analogie, teleologische Extension oder Reduktion zu schlie&szlig;en. Dies ist Aufgabe der Fachgerichte (BFH-Urteil vom 2.&nbsp;Dezember 2015 V&nbsp;R&nbsp;25\/13, BFHE 251, 534, BStBl II 2017, 547, Rz&nbsp;37, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Diese Voraussetzungen f&uuml;r eine &uuml;ber den Wortlaut des &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 GrStG hinausgehende Anwendung der Vorschrift bei Erbbaurechten sind nicht erf&uuml;llt. Es fehlt an einer Regelungsl&uuml;cke. Die Norm ist gemessen an ihrem Zweck nicht unvollst&auml;ndig, d.h. erg&auml;nzungsbed&uuml;rftig. Ihr Anwendungsbereich ist vielmehr auf die von ihrem Wortlaut erfassten F&auml;lle beschr&auml;nkt. Wie aus der Begr&uuml;ndung des Entwurfs des Art.&nbsp;6 &Ouml;PPBeschlG (BTDrucks 15\/5668, S.&nbsp;17) hervorgeht, sollten mit der Einf&uuml;gung des &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 GrStG die finanziellen Auswirkungen f&uuml;r die Gemeinden gering gehalten werden. &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 GrStG wurde daher nicht gestrichen, sondern lediglich eingeschr&auml;nkt. Er gilt nicht f&uuml;r hoheitlich genutzten Grundbesitz, der der &ouml;ffentlichen Hand im Rahmen einer &Ouml;PP &uuml;berlassen wird und dessen &Uuml;bertragung auf diese zum Ende der Vertragslaufzeit vorgesehen ist. In der Begr&uuml;ndung wurde weiter ausgef&uuml;hrt, in vielen F&auml;llen k&ouml;nne hier angenommen werden, dass die &ouml;ffentliche Hand aufgrund des Vertragsinhalts bereits wirtschaftliche Eigent&uuml;merin sei (&sect;&nbsp;39 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 AO) und ihr das jeweilige Grundst&uuml;ck deshalb bereits w&auml;hrend der Vertragslaufzeit steuerlich zuzurechnen sei. Insoweit diene die &Auml;nderung des &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 GrStG der Klarstellung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Vereinbarung, dass der Grundbesitz am Ende des Vertragszeitraums auf die juristische Person des &ouml;ffentlichen Rechts &uuml;bertragen wird, ist somit eine unverzichtbare Voraussetzung f&uuml;r die Anwendbarkeit des &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 GrStG. Eine erweiternde Auslegung dieser Vorschrift ist ausgeschlossen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Verfolgen Partner einer &Ouml;PP mit einer Vertragsgestaltung, die die Voraussetzungen des &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 GrStG nicht erf&uuml;llt, ertragsteuerrechtliche Ziele, kann dies nicht zu einer &uuml;ber dessen Wortlaut hinausgehenden Auslegung f&uuml;hren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Landesrechtliche Vorschriften k&ouml;nnen bereits wegen des Vorrangs des Bundesrechts (Art.&nbsp;31 des Grundgesetzes) bei der Auslegung des &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 GrStG nicht ber&uuml;cksichtigt werden und eine Erweiterung des Anwendungsbereichs der Vorschrift ebenfalls nicht begr&uuml;nden. Eine unterschiedliche Auslegung des &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 GrStG nach Ma&szlig;gabe des jeweiligen Landesrechts scheidet aus. Davon abgesehen sind keine landesrechtlichen Vorschriften ersichtlich, die der nach &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 GrStG erforderlichen Vereinbarung entgegenstehen, dass der Grundbesitz (Grundst&uuml;ck im zivilrechtlichen Sinn, Erbbaurecht) am Ende des Vertragszeitraums auf den Nutzer (&ouml;ffentlich-rechtlicher Partner der &Ouml;PP) &uuml;bertragen wird. Die Kl&auml;gerin hat solche Vorschriften auch nicht benannt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>h) Die Voraussetzungen f&uuml;r eine Befreiung des der Kl&auml;gerin zustehenden Erbbaurechts gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;1, Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 GrStG von der Grundsteuer waren somit am 1.&nbsp;Januar 2007 nicht erf&uuml;llt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>37<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Es lagen zwar eine &Ouml;PP zwischen der Kl&auml;gerin und dem Landkreis sowie eine Nutzung des Grundbesitzes f&uuml;r Schulzwecke und somit f&uuml;r einen &ouml;ffentlichen Dienst oder Gebrauch i.S. des &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;2 GrStG vor. Die Kl&auml;gerin und der Landkreis haben aber weder vereinbart, dass das Erbbaurecht am Ende des Vertragszeitraums auf den Landkreis &uuml;bertragen wird, noch dass der Kooperationszeitraum in der &Ouml;PP und die Laufzeit des Erbbaurechts gleichzeitig enden. Vielmehr endet das fest vereinbarte Mietverh&auml;ltnis &uuml;ber den Mietgegenstand&nbsp;II bereits 25&nbsp;Jahre nach seinem Beginn und somit lange vor dem auf 40&nbsp;Jahre bestellten Erbbaurecht. Eine weitere Vermietung der Schulgeb&auml;ude an den Landkreis nach Beendigung des Mietverh&auml;ltnisses bis zum Ablauf des Erbbaurechts ist zwar m&ouml;glich, aber nicht verbindlich vereinbart und kann daher im Rahmen des &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 GrStG auf den Feststellungszeitpunkt 1.&nbsp;Januar 2007 nicht ber&uuml;cksichtigt werden. Aus welchen Gr&uuml;nden die Vertragspartner von einer den Anforderungen dieser Vorschrift entsprechenden Vereinbarung abgesehen haben, ist unerheblich.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>38<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>i) Es kann danach auf sich beruhen, ob es sich bei &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 GrStG um eine Beihilfe i.S. des Art.&nbsp;107 Abs.&nbsp;1 des Vertrags &uuml;ber die Arbeitsweise der Europ&auml;ischen Union handelt (vgl. BFH-Beschluss vom 30.&nbsp;Mai 2017 II&nbsp;R&nbsp;62\/14, BFHE 257, 381, BStBl II 2017, 916).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>39<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>7. Der Grundsteuermessbetrag ist demgem&auml;&szlig; nach &sect;&nbsp;13 Abs.&nbsp;1 i.V.m. &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;1 GrStG auf 3,5&nbsp;v.T. vom Einheitswert des Erbbaurechts (598.773&nbsp;EUR), also auf 2.095,70&nbsp;EUR festzusetzen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>40<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>8. Die Kostenentscheidung beruht auf &sect;&nbsp;136 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 27.9.2017, II R 13\/15ECLI:DE:BFH:2017:U.270917.IIR13.15.0 Grundsteuerbefreiung bei &Ouml;ffentlich Privater Partnerschaft Leits&auml;tze 1. Die nach &sect; 3 Abs. 1 Satz 3 GrStG erforderliche Vereinbarung, dass der Grundbesitz (Grundst&uuml;ck im zivilrechtlichen Sinn, Erbbaurecht) am Ende des Vertragszeitraums einer &Ouml;ffentlich Privaten Partnerschaft auf den Nutzer (juristische Person des &ouml;ffentlichen Rechts) &uuml;bertragen wird, kann nicht durch ein &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/ii-r-13-15-grundsteuerbefreiung-bei-oeffentlich-privater-partnerschaft\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">II&nbsp;R&nbsp;13\/15 &#8211; Grundsteuerbefreiung bei &Ouml;ffentlich Privater Partnerschaft<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-68057","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/68057","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=68057"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/68057\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=68057"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=68057"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=68057"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}