{"id":68129,"date":"2017-12-18T18:54:02","date_gmt":"2017-12-18T16:54:02","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=68129"},"modified":"2017-12-18T18:54:02","modified_gmt":"2017-12-18T16:54:02","slug":"iv-r-50-15-ueberschreiten-privater-vermoegensverwaltung-verklammerung-auch-bei-unbeweglichen-wirtschaftsguetern-und-ueberschreiten-der-zehnjaehrigen-haltefrist-nachholung-einer-revisionszulassung-aufg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iv-r-50-15-ueberschreiten-privater-vermoegensverwaltung-verklammerung-auch-bei-unbeweglichen-wirtschaftsguetern-und-ueberschreiten-der-zehnjaehrigen-haltefrist-nachholung-einer-revisionszulassung-aufg\/","title":{"rendered":"IV&nbsp;R&nbsp;50\/15 &#8211; &Uuml;berschreiten privater Verm&ouml;gensverwaltung &#8211; Verklammerung auch bei unbeweglichen Wirtschaftsg&uuml;tern und &Uuml;berschreiten der zehnj&auml;hrigen Haltefrist &#8211; Nachholung einer Revisionszulassung aufgrund offenbarer Unrichtigkeit"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 28.9.2017, IV R 50\/15<br \/>ECLI:DE:BFH:2017:U.280917.IVR50.15.0<\/p>\n<p class=\"titel\">&Uuml;berschreiten privater Verm&ouml;gensverwaltung &#8211; Verklammerung auch bei unbeweglichen Wirtschaftsg&uuml;tern und &Uuml;berschreiten der zehnj&auml;hrigen Haltefrist &#8211; Nachholung einer Revisionszulassung aufgrund offenbarer Unrichtigkeit<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>1. Die Rechtsprechung, wonach der Ankauf, die Vermietung und der Verkauf von Wirtschaftsg&uuml;tern zu einer einheitlichen, die private Verm&ouml;gensverwaltung &uuml;berschreitenden T&auml;tigkeit verklammert sein k&ouml;nnen, ist nicht auf bewegliche Wirtschaftsg&uuml;ter beschr&auml;nkt, sondern gilt gleicherma&szlig;en f&uuml;r unbewegliche Wirtschaftsg&uuml;ter.<\/p>\n<\/p>\n<p>2. Eine Verklammerung kann auch dann zu bejahen sein, wenn die (beweglichen oder unbeweglichen) Wirtschaftsg&uuml;ter ver&auml;u&szlig;ert werden, nachdem die in &sect; 23 Abs. 1 Satz 1 EStG genannten Haltefristen abgelaufen sind.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Auf die Revision des Beklagten wird das Urteil des Nieders&auml;chsischen Finanzgerichts vom 6. Oktober 2015&nbsp;&nbsp;16 K 10021\/14 aufgehoben.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Sache wird an das Nieders&auml;chsische Finanzgericht zur&uuml;ckverwiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Diesem wird die Entscheidung &uuml;ber die Kosten des Revisionsverfahrens &uuml;bertragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">A. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin und Revisionsbeklagte (Kl&auml;gerin) ist die im Jahr 1978 gegr&uuml;ndete A-GbR, an der B, C und D zu je 1\/3 als Gesellschafter beteiligt sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Jahr 2003 (Streitjahr) erkl&auml;rte die Kl&auml;gerin &#8211;wie in den Vorjahren&#8211; aus der Vermietung bebauter Grundst&uuml;cke Eink&uuml;nfte aus Vermietung und Verpachtung nach &sect;&nbsp;21 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 des Einkommensteuergesetzes in der f&uuml;r das Streitjahr geltenden Fassung (EStG). Zu diesen Eink&uuml;nften geh&ouml;rten u.a. solche aus der Vermietung eines Rathauserweiterungsgeb&auml;udes und eines Stra&szlig;enverkehrsamts (nachfolgend auch Dienstgeb&auml;ude). Daneben erkl&auml;rte die Kl&auml;gerin aus der Beteiligung an einer GbR weitere Eink&uuml;nfte aus Vermietung und Verpachtung, zudem noch geringe Eink&uuml;nfte aus Kapitalverm&ouml;gen. Den erkl&auml;rten Mieteinnahmen aus den Dienstgeb&auml;uden lagen folgende Sachverhalte zugrunde:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Stadt E r&auml;umte der Kl&auml;gerin mit notariellem Erbbaurechtsvertrag (ErbbauR-Vertrag) vom 22.&nbsp;April 1986 an einem bestimmten Grundst&uuml;ck ein Erbbaurecht mit der Pflicht ein, hierauf ein Dienstgeb&auml;ude f&uuml;r die Stadt E an das vorhandene Rathaus anzubauen. Das Erbbaurecht wurde auf die Dauer von 20&nbsp;Jahren vereinbart. Nutzen und Lasten am Grundst&uuml;ck gingen auf die Kl&auml;gerin mit Beginn des Baus &uuml;ber. Die Kl&auml;gerin musste auf dem Erbbaugrundst&uuml;ck sp&auml;testens 18&nbsp;Monate nach Erteilung der Baugenehmigung ein konkret bezeichnetes Bauwerk errichtet haben (&sect;&nbsp;4 ErbbauR-Vertrag). Es war vereinbart, dass f&uuml;r den Fall des Erl&ouml;schens des Erbbaurechts durch Zeitablauf die Stadt E der Kl&auml;gerin eine Entsch&auml;digung von &#8230;&nbsp;DM (=&nbsp;&#8230;&nbsp;EUR) zu leisten hatte (&sect;&nbsp;9 ErbbauR-Vertrag). Die Stadt E konnte von der Kl&auml;gerin die &Uuml;bertragung des Erbbaurechts an sich selbst u.a. dann verlangen, wenn der Mietvertrag, durch den die Kl&auml;gerin das Geb&auml;ude an die Stadt E vermietete, unwirksam w&auml;re oder werde oder endete (&sect;&nbsp;8 ErbbauR-Vertrag). Der Kl&auml;gerin war das Vorrecht auf Erneuerung des Erbbaurechts nach &sect;&nbsp;2 Nr.&nbsp;6 und &sect;&nbsp;31 der Erbbaurechtsverordnung &#8211;ErbbRVO&#8211; (ErbbRVO umbenannt durch Art.&nbsp;25 des Zweiten Gesetzes &uuml;ber die Bereinigung von Bundesrecht im Zust&auml;ndigkeitsbereich des Bundesministeriums der Justiz vom 23.&nbsp;November 2007, BGBl I 2007, 2614, in Erbbaurechtsgesetz &#8211;ErbbauRG&#8211;) einger&auml;umt (&sect;&nbsp;10 ErbbauR-Vertrag). Bei dem in &sect;&nbsp;8 ErbbauR-Vertrag erw&auml;hnten Mietvertrag handelte es sich um den von der Kl&auml;gerin und der Stadt E abgeschlossenen Vertrag vom 22.&nbsp;April 1986, mit welchem das Rathauserweiterungsgeb&auml;ude auf die Dauer von 20&nbsp;Jahren an die Stadt E vermietet wurde. Das Mietverh&auml;ltnis verl&auml;ngerte sich um die Zeit, um die das Erbbaurecht &uuml;ber eine Dauer von 20&nbsp;Jahren hinaus gew&auml;hrt wurde (&sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;2 des Mietvertrages). Die Kl&auml;gerin lie&szlig; das Bauwerk durch die F-GmbH errichten, an der sie selbst zu 6&nbsp;v.H. beteiligt ist. Das Erbbaurecht endete entsprechend der urspr&uuml;nglichen Vereinbarung im Jahr 2007. Die Kl&auml;gerin erhielt von der Stadt E eine Entsch&auml;digung von &#8230;&nbsp;EUR.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Landkreis G bestellte der Kl&auml;gerin mit notariellem Vertrag vom 7.&nbsp;Oktober 1992 ein Erbbaurecht an einem n&auml;her bezeichneten Grundst&uuml;ck. Das Erbbaurecht begann vertragsgem&auml;&szlig; mit der Eintragung im Grundbuch und endete am 31.&nbsp;Dezember 2013. Nutzen und Lasten am Grundst&uuml;ck wurden auf die Kl&auml;gerin zum 1.&nbsp;Januar 1993 &uuml;bertragen. Die Kl&auml;gerin verpflichtete sich, auf dem Grundst&uuml;ck ein Stra&szlig;enverkehrsamt f&uuml;r den Landkreis G zu errichten. Der Kl&auml;gerin stand mit Erl&ouml;schen des Erbbaurechts nach Ablauf der vereinbarten Zeitdauer am 31.&nbsp;Dezember 2013 eine Entsch&auml;digung von &#8230;&nbsp;DM (= &#8230;&nbsp;EUR) zu (&sect;&nbsp;15 ErbbauR-Vertrag). Die Kl&auml;gerin vermietete durch Mietvertrag vom 8.&nbsp;Oktober 1992 das Grundst&uuml;ck an den Landkreis G. Das Ende des Mietverh&auml;ltnisses war zum 31.&nbsp;Dezember 2013 vereinbart. Die Kl&auml;gerin beauftragte die F-GmbH als Generalbauunternehmer mit der Errichtung des Geb&auml;udes. Die Vertragsparteien verhielten sich sodann vertragsgem&auml;&szlig; und erf&uuml;llten die Vertr&auml;ge.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Beklagte und Revisionskl&auml;ger (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) stellte die Eink&uuml;nfte der Kl&auml;gerin zun&auml;chst erkl&auml;rungsgem&auml;&szlig; fest. Auch in den Vorjahren hatte das FA &#8211;selbst nach Durchf&uuml;hrung einer die Jahre 1997 bis 2001 betreffenden Au&szlig;enpr&uuml;fung&#8211; die erkl&auml;rten Vermietungseink&uuml;nfte als Eink&uuml;nfte nach &sect;&nbsp;21 EStG festgestellt. F&uuml;r die Jahre 2003 bis 2009 erfolgte eine weitere Au&szlig;enpr&uuml;fung. Der Pr&uuml;fer vertrat nunmehr die Auffassung, dass die Kl&auml;gerin bei den beiden Dienstgeb&auml;uden den Rahmen der privaten Verm&ouml;gensverwaltung &uuml;berschritten habe. Danach sei die Kl&auml;gerin auch gewerblich t&auml;tig gewesen, so dass sie nach &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;3 Nr.&nbsp;1 EStG in vollem Umfang einen Gewerbebetrieb unterhalten habe.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dem folgte das FA. Mit dem nach &sect;&nbsp;164 Abs.&nbsp;2 der Abgabenordnung ge&auml;nderten Feststellungsbescheid 2003 vom 22.&nbsp;Dezember 2011 stellte das FA Eink&uuml;nfte aus Gewerbebetrieb fest und erh&ouml;hte die Eink&uuml;nfte um die zuvor in Anspruch genommenen Abschreibungen f&uuml;r die Geb&auml;ude, weil es diese nunmehr dem Umlaufverm&ouml;gen zuordnete. Der hiergegen eingelegte Einspruch (Einspruchsentscheidung vom 23.&nbsp;Dezember 2013) war nur insoweit erfolgreich, als das FA die Bemessungsgrundlage f&uuml;r die Abschreibungen hinsichtlich der sonstigen vermieteten Grundst&uuml;cke nach den Teilwerten zum Zeitpunkt des Beginns der vermeintlichen gewerblichen Bet&auml;tigung durch die Kl&auml;gerin ermittelte. Im &Uuml;brigen beurteilte es die T&auml;tigkeit der Kl&auml;gerin in Bezug auf die Dienstgeb&auml;ude weiterhin als eine origin&auml;r gewerbliche, so dass insgesamt gewerbliche Eink&uuml;nfte gegeben seien.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Klage, mit der sich die Kl&auml;gerin gegen die Qualifikation der von ihr erzielten Eink&uuml;nfte als solche aus Gewerbebetrieb wandte, hatte Erfolg. Das Finanzgericht (FG) hob mit Urteil vom 6.&nbsp;Oktober 2015&nbsp;&nbsp;16&nbsp;K&nbsp;10021\/14 den angegriffenen &Auml;nderungsbescheid vom 22.&nbsp;Dezember 2011 in Gestalt der Einspruchsentscheidung vom 23.&nbsp;Dezember 2013 auf. Die T&auml;tigkeiten der Kl&auml;gerin im Zusammenhang mit den Dienstgeb&auml;uden h&auml;tten den Rahmen der privaten Verm&ouml;gensverwaltung nicht &uuml;berschritten. Insbesondere k&ouml;nne die bisher allein zu beweglichen Wirtschaftsg&uuml;tern ergangene sog. Verklammerungsrechtsprechung des Bundesfinanzhofs (BFH) nicht auf den Streitfall &uuml;bertragen werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Revision war in dem den Beteiligten zugestellten schriftlichen Urteil vom 6.&nbsp;Oktober 2015 nicht zugelassen, obwohl das FG laut Sitzungsprotokoll bei der Verk&uuml;ndung des Urteils in der m&uuml;ndlichen Verhandlung vom 6.&nbsp;Oktober 2015 die Zulassung der Revision ausgesprochen hatte. Das FG holte diese Zulassung in dem Beschluss vom 1.&nbsp;Dezember 2015 nach.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA r&uuml;gt mit seiner Revision eine Verletzung des &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 EStG.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Es beantragt,<br \/>das Urteil des FG aufzuheben und die Klage abzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin beantragt,<br \/>die Revision als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">B. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Revision des FA hat Erfolg. Das Urteil des FG ist aufzuheben und die Sache an das FG zur anderweitigen Verhandlung und Entscheidung zur&uuml;ckzuverweisen (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Die vom FA eingelegte Revision ist statthaft (dazu&nbsp;I.). Das Urteil des FG ist aufzuheben, weil seine Entscheidung, wonach die Kl&auml;gerin bei den beiden Dienstgeb&auml;uden den Rahmen der privaten Verm&ouml;gensverwaltung nicht &uuml;berschritten und damit nicht in vollem Umfang einen Gewerbebetrieb nach &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;3 Nr.&nbsp;1 EStG unterhalten habe, auf fehlerhaften Rechtsgrunds&auml;tzen beruht (dazu&nbsp;II.). &Uuml;ber die Frage, ob die Kl&auml;gerin im Streitjahr aus den beiden Dienstgeb&auml;uden gewerbliche Vermietungseink&uuml;nfte erzielt hat, kann der Senat mangels Spruchreife nicht abschlie&szlig;end entscheiden (dazu&nbsp;III.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Die Revision des FA ist statthaft und damit zul&auml;ssig.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Nach &sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;1 FGO steht den Beteiligten gegen das Urteil des FG die Revision an den BFH nur zu, wenn das FG oder auf die Beschwerde gegen die Nichtzulassung der Revision der BFH sie zugelassen hat. Enth&auml;lt das Urteil des FG keinen Ausspruch &uuml;ber die Zulassung, so ist die Revision nicht statthaft (z.B. BFH-Beschluss vom 26.&nbsp;September 2007 X&nbsp;R&nbsp;23\/07, BFH\/NV 2007, 2333, unter II.1., m.w.N.). Nach der Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts (BAG) und des Bundesgerichtshofs (BGH) darf eine im Urteil &uuml;bersehene Revisionszulassung nur dann durch einen Berichtigungsbeschluss nach &sect;&nbsp;319 der Zivilprozessordnung (ZPO) nachgeholt werden, wenn die Tatsache, dass die Revisionszulassung beschlossen und nur versehentlich nicht im Urteil ausgesprochen worden war, aus dem Zusammenhang des Urteils selbst oder mindestens aus den Vorg&auml;ngen bei seinem Erlass oder seiner Verk&uuml;ndung nach au&szlig;en hervorgetreten ist (z.B. BAG-Urteil vom 23.&nbsp;Mai 1973&nbsp;&nbsp;4&nbsp;AZR&nbsp;364\/72, H&ouml;chstrichterliche Finanzrechtsprechung 1973, 556; BGH-Urteil vom 8.&nbsp;Juli 1980 VI&nbsp;ZR&nbsp;176\/78, BGHZ 78, 22). Diese Rechtsprechung ist auf das finanzgerichtliche Verfahren &uuml;bertragbar. Denn der Berichtigungsbeschluss nach &sect;&nbsp;107 Abs.&nbsp;1 FGO setzt ebenso &#8211;wie ein solcher nach &sect;&nbsp;319 Abs.&nbsp;1 ZPO&#8211; voraus, dass die Unrichtigkeit &quot;offenbar&quot; ist (ebenso Lange in H&uuml;bschmann\/Hepp\/ Spitaler, &sect;&nbsp;115 FGO Rz&nbsp;279; Gr&auml;ber\/Ratschow, Finanzgerichtsordnung, 8.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;115 Rz&nbsp;108).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Danach hat das FG die im zugestellten schriftlichen Urteil vom 6.&nbsp;Oktober 2015 &uuml;bersehene Revisionszulassung durch den Berichtigungsbeschluss vom 1.&nbsp;Dezember 2015 wirksam nachgeholt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die unterlassene Revisionszulassung stellt eine offenbare Unrichtigkeit i.S. des &sect;&nbsp;107 Abs.&nbsp;1 FGO dar, weil das FG laut Sitzungsprotokoll bei der Verk&uuml;ndung des Urteils in der m&uuml;ndlichen Verhandlung vom 6.&nbsp;Oktober 2015 die Revisionszulassung ausgesprochen hat. Damit ist bei Verk&uuml;ndung des Urteils nach au&szlig;en hervorgetreten, dass die Revisionszulassung beschlossen und nur versehentlich nicht im Urteil ausgesprochen worden war (gleicher Ansicht Gr&auml;ber\/Ratschow, a.a.O., &sect;&nbsp;115 Rz&nbsp;108; Wagner in: K&uuml;hn\/v. Wedelst&auml;dt, 21.&nbsp;Aufl., FGO, &sect;&nbsp;115 Rz&nbsp;4).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Entscheidung des FG, wonach die T&auml;tigkeit der Kl&auml;gerin bei den beiden Dienstgeb&auml;uden nicht den Rahmen der privaten Verm&ouml;gensverwaltung &uuml;berschritten und die Kl&auml;gerin deshalb nicht einen Gewerbebetrieb nach &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;3 Nr.&nbsp;1 EStG unterhalten habe, beruht auf fehlerhaften Rechtsgrunds&auml;tzen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Nach &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;3 Nr.&nbsp;1 EStG gilt in vollem Umfang als Gewerbebetrieb die mit Eink&uuml;nfteerzielungsabsicht unternommene T&auml;tigkeit einer oHG, KG oder einer anderen Personengesellschaft, wenn die Gesellschaft auch eine T&auml;tigkeit i.S. des &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 EStG aus&uuml;bt. Es muss sich um eine eigenst&auml;ndige gewerbliche T&auml;tigkeit i.S. des &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 EStG handeln, die von mindestens einer weiteren T&auml;tigkeit der Personengesellschaft, die isoliert betrachtet zu einer anderen Einkunftsart (Gewinn- oder &Uuml;berschusseinkunftsart) f&uuml;hren w&uuml;rde und auf die sich die Abf&auml;rbung auswirken soll, getrennt werden kann (BFH-Urteil vom 29.&nbsp;November 2012 IV&nbsp;R&nbsp;37\/10, Rz&nbsp;28; Rei&szlig; in Kirchhof, EStG, 16.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;15 Rz&nbsp;143).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Im Streitfall erzielte die Kl&auml;gerin &#8211;eine GbR und damit eine &quot;andere Personengesellschaft&quot; i.S. des &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;3 Nr.&nbsp;1 EStG (z.B. BFH-Urteil vom 29.&nbsp;November 2012 IV&nbsp;R&nbsp;37\/10, Rz&nbsp;27, m.w.N.)&#8211; zum einen Eink&uuml;nfte aus der entgeltlichen &Uuml;berlassung der beiden Dienstgeb&auml;ude. Nach den Feststellungen des FG bedingten sich bei diesen beiden Objekten die abgeschlossenen Erbbaurechts- und Mietvertr&auml;ge gegenseitig. Zum anderen erzielte die Kl&auml;gerin &#8211;wie sich dem FG-Urteil entnehmen l&auml;sst&#8211; u.a. noch Eink&uuml;nfte aus der entgeltlichen &Uuml;berlassung weiterer bebauter Grundst&uuml;cke. Es ist nicht erkennbar, dass im Rahmen dieser &uuml;blichen Vermietungst&auml;tigkeit vergleichbare besondere Umst&auml;nde wie bei den beiden Dienstgeb&auml;uden vorgelegen h&auml;tten. Danach kann die &quot;besondere&quot; Vermietungst&auml;tigkeit bei den beiden Dienstgeb&auml;uden ohne weiteres von der &uuml;blichen Vermietungst&auml;tigkeit der Kl&auml;gerin getrennt werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Entgegen der Auffassung des FG k&ouml;nnen die bei den Dienstgeb&auml;uden gegebenen besonderen Umst&auml;nde dazu f&uuml;hren, dass die diesbez&uuml;gliche T&auml;tigkeit der Kl&auml;gerin &#8211;anders als ihre &quot;&uuml;bliche&quot; Vermietungst&auml;tigkeit nach &sect;&nbsp;21 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 EStG&#8211; als eine gewerbliche i.S. des &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1, Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 EStG zu beurteilen ist. Insbesondere ist es nicht ausgeschlossen, dass die Kl&auml;gerin insoweit &uuml;ber den Rahmen der privaten Verm&ouml;gensverwaltung hinausgegangen ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Nach &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 EStG erfordert ein Gewerbebetrieb eine selbst&auml;ndige, nachhaltige Bet&auml;tigung, die mit der Absicht, Gewinne zu erzielen, unternommen wird, sich als Beteiligung am allgemeinen wirtschaftlichen Verkehr darstellt und keine land- und forstwirtschaftliche, freiberufliche oder andere selbst&auml;ndige T&auml;tigkeit ist. Ungeschriebenes Tatbestandsmerkmal des Gewerbebetriebs ist nach der Rechtsprechung des BFH, dass die Bet&auml;tigung den Rahmen einer privaten Verm&ouml;gensverwaltung &uuml;berschreitet (st&auml;ndige Rechtsprechung, z.B. BFH-Urteil vom 19.&nbsp;Januar 2017 IV&nbsp;R&nbsp;50\/14, BFHE 257, 35, BStBl II 2017, 456, Rz&nbsp;26). Eine Personengesellschaft erzielt &#8211;als Subjekt der Eink&uuml;nfteermittlung&#8211; gewerbliche Eink&uuml;nfte, wenn die Gesellschafter in ihrer Verbundenheit als Personengesellschaft ein gewerbliches Unternehmen betreiben (&sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 i.V.m. Abs.&nbsp;2 EStG).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Die Grenze der privaten Verm&ouml;gensverwaltung zum Gewerbebetrieb wird bei der Vermietung von Grundst&uuml;cken &uuml;berschritten, wenn nach dem Gesamtbild der Bet&auml;tigung und unter Ber&uuml;cksichtigung der Verkehrsauffassung die Ausnutzung substantieller Verm&ouml;genswerte durch Umschichtung gegen&uuml;ber der Nutzung des Grundbesitzes im Sinne einer Fruchtziehung aus zu erhaltenden Substanzwerten (z.B. durch Selbstnutzung oder Vermietung) entscheidend in den Vordergrund tritt (st&auml;ndige Rechtsprechung, z.B. BFH-Urteil vom 24.&nbsp;Juni 2009 X&nbsp;R&nbsp;36\/06, BFHE 225, 407, BStBl II 2010, 171, Rz 27). Bei dieser Abgrenzung ist auf das Gesamtbild der Verh&auml;ltnisse und die Verkehrsanschauung abzustellen (z.B. BFH-Urteil in BFHE 257, 35, BStBl II 2017, 456, Rz&nbsp;28).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Das FG ist im Ergebnis zutreffend davon ausgegangen, dass die Kl&auml;gerin nicht allein wegen den von vornherein geplanten Ver&auml;u&szlig;erungen (entgeltlichen &Uuml;bertragungen) der beiden Dienstgeb&auml;ude infolge Erl&ouml;schens der Erbbaurechte (vgl. &sect;&nbsp;12 Abs.&nbsp;1 und Abs.&nbsp;3 ErbbauRG) gegen Zahlung einer Entsch&auml;digung durch die Grundst&uuml;ckseigent&uuml;mer den Rahmen der privaten Verm&ouml;gensverwaltung &uuml;berschritten und damit ggf. ab Errichtung dieser Geb&auml;ude eine gewerbliche Vermietungst&auml;tigkeit ausge&uuml;bt hat (vgl. &sect;&nbsp;21 Abs.&nbsp;3 EStG).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Anhaltspunkte daf&uuml;r, dass die Kl&auml;gerin die Drei-Objekt-Grenze (dazu z.B. BFH-Urteile in BFHE 225, 407, BStBl II 2010, 171, Rz&nbsp;28; vom 5.&nbsp;Mai 2011 IV&nbsp;R&nbsp;34\/08, BFHE 234, 1, BStBl II 2011, 787, Rz&nbsp;31, m.w.N.) &uuml;berschritten hat, bestehen nicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Es liegt auch keiner der F&auml;lle vor, in denen ein gewerblicher Grundst&uuml;ckshandel gegeben ist, ohne dass die Drei-Objekt-Grenze &uuml;berschritten wurde.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach der Rechtsprechung des BFH kommt der Drei-Objekt-Grenze nur Indizwirkung zu. Steht aufgrund objektiver Umst&auml;nde fest, dass der Grundbesitz mit der unbedingten Absicht erworben oder bebaut worden ist, ihn innerhalb kurzer Zeit zu verkaufen, ist ausnahmsweise ein gewerblicher Grundst&uuml;ckshandel selbst dann zu bejahen, wenn weniger als vier Objekte ver&auml;u&szlig;ert werden (z.B. BFH-Urteil in BFHE 225, 407, BStBl II 2010, 171, Rz&nbsp;29, m.w.N.). Der BFH hat in solchen F&auml;llen einen gewerblichen Grundst&uuml;ckshandel allerdings nur dann in Betracht gezogen, wenn ein zeitlicher Zusammenhang zwischen Erwerb\/Errichtung und Ver&auml;u&szlig;erung des Objekts besteht (z.B. BFH-Urteile vom 18.&nbsp;September 2002 X&nbsp;R&nbsp;183\/96, BFHE 200, 293, BStBl II 2003, 238, bei Ver&auml;u&szlig;erung unmittelbar nach Fertigstellung oder bereits w&auml;hrend Bauphase; vom 24.&nbsp;Januar 1996 X&nbsp;R&nbsp;255\/93, BFHE 180, 51, BStBl II 1996, 303, bei Haltedauer von ca. zwei Jahren; vom 14.&nbsp;Januar 1998 X&nbsp;R&nbsp;1\/96, BFHE 185, 242, BStBl II 1998, 346, bei Haltedauer von unter zwei Jahren; vom 9.&nbsp;Dezember 2002 VIII&nbsp;R&nbsp;40\/01, BFHE 201, 180, BStBl II 2003, 294, bei Haltedauer von bis zu acht Jahren; vom 1.&nbsp;Dezember 2005 IV&nbsp;R&nbsp;65\/04, BFHE 212, 106, BStBl II 2006, 259, bei Ver&auml;u&szlig;erung eines kurz zuvor erworbenen Grundst&uuml;cks mit einer vom Ver&auml;u&szlig;erer noch zu errichtenden Einkaufspassage; in BFHE 234, 1, BStBl II 2011, 787, bei Haltedauer von ca. zehn Monaten). Wird das Geb&auml;ude hingegen bis zu der ggf. von Anfang an unbedingt beabsichtigten Ver&auml;u&szlig;erung &#8211;ebenfalls von vornherein beabsichtigt&#8211; langj&auml;hrig durch Vermietung genutzt, l&auml;sst sich in diesen F&auml;llen allein durch den Verkauf keine gewerbliche T&auml;tigkeit begr&uuml;nden. Denn ein derartiges Verhalten ist f&uuml;r einen Grundst&uuml;cksh&auml;ndler, der auf (zeitnahen) Umschlag seiner Ware bedacht ist, un&uuml;blich. Dies gilt jedenfalls dann, wenn &#8211;wie im Streitfall&#8211; bis zur entgeltlichen &Uuml;bertragung eine Vermietung von 20&nbsp;Jahren erfolgt. Dieses Rechtsverst&auml;ndnis best&auml;tigt &sect;&nbsp;23 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 EStG. Diese Norm enth&auml;lt die erkennbare Wertung, dass die Ver&auml;u&szlig;erung von Grundst&uuml;cken oder Rechten, die den Vorschriften des b&uuml;rgerlichen Rechts &uuml;ber Grundst&uuml;cke unterliegen (z.B. Erbbaurechte), nach einer Haltedauer von &uuml;ber zehn Jahren &#8211;jedenfalls im Grundsatz&#8211; privater Natur ist (vgl. BFH-Urteil vom 5.&nbsp;April 2017 X&nbsp;R&nbsp;6\/15, BFHE 258, 289, Rz&nbsp;19).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Im Streitfall k&ouml;nnte die T&auml;tigkeit der Kl&auml;gerin aber &uuml;ber den Rahmen der privaten Verm&ouml;gensverwaltung hinausgegangen sein, wenn ihr Gesch&auml;ftskonzept darin bestanden haben sollte, auf den Erbbaugrundst&uuml;cken Bauwerke zu errichten, diese Bauwerke an die Grundst&uuml;ckseigent&uuml;mer zu vermieten und jene sodann nach Ablauf der 20-j&auml;hrigen Vermietungszeit auf die Grundst&uuml;ckseigent&uuml;mer gegen Erhalt einer von vornherein fest vereinbarten Entsch&auml;digung &quot;entgeltlich zu &uuml;bertragen&quot;, und bereits bei Aufnahme der T&auml;tigkeit festgestanden haben sollte, dass sich das erwartete positive Gesamtergebnis nur unter Einbeziehung der Entsch&auml;digung erzielen lasse.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Nach der Rechtsprechung des Senats &uuml;berschreitet ein Eink&uuml;nfteerzielungssubjekt die Grenze der privaten Verm&ouml;gensverwaltung, wenn dessen Gesch&auml;ftskonzept darin besteht, bewegliche Wirtschaftsg&uuml;ter zu kaufen, zwischenzeitlich zu vermieten und zu verkaufen, und bereits bei Aufnahme dessen T&auml;tigkeit festgestanden hat, dass sich das erwartete positive Gesamtergebnis nur unter Einbeziehung des Erl&ouml;ses aus dem Verkauf der vermieteten Wirtschaftsg&uuml;ter erzielen l&auml;sst (z.B. BFH-Urteil vom 8.&nbsp;Juni 2017 IV&nbsp;R&nbsp;30\/14, BFHE 258, 403, Rz&nbsp;33). In einem solchen Fall sind die Einzelt&auml;tigkeiten einer derart gemischten T&auml;tigkeit nicht getrennt zu w&uuml;rdigen, sondern zu einer einheitlichen, &uuml;ber den Rahmen der privaten Verm&ouml;gensverwaltung hinausgehenden T&auml;tigkeit zu verklammern.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Diese sog. Verklammerungsrechtsprechung ist &#8211;entgegen der Auffassung des FG und der Kl&auml;gerin&#8211; auf unbewegliche Wirtschaftsg&uuml;ter &uuml;bertragbar.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Es ist kein Grund ersichtlich, diese Rechtsprechung auf bewegliche Wirtschaftsg&uuml;ter zu beschr&auml;nken. L&auml;sst sich n&auml;mlich das erwartete positive Gesamtergebnis nur unter Ber&uuml;cksichtigung des Ver&auml;u&szlig;erungserl&ouml;ses der vermieteten Wirtschaftsg&uuml;ter erzielen, tritt die Umschichtung der Verm&ouml;genswerte &#8211;unabh&auml;ngig davon, ob es sich um bewegliche oder unbewegliche Wirtschaftsg&uuml;ter handelt&#8211; gegen&uuml;ber der Fruchtziehung aus zu erhaltenden Substanzwerten entscheidend in den Vordergrund. Ebenso kann nicht angenommen werden, dass die Rechtsprechung des BFH zum gewerblichen Grundst&uuml;ckshandel abschlie&szlig;enden Charakter hat. Die Frage, ob die Ausnutzung substantieller Verm&ouml;genswerte durch Umschichtung gegen&uuml;ber der Nutzung des Grundbesitzes im Sinne einer Fruchtziehung aus zu erhaltenden Substanzwerten entscheidend in den Vordergrund tritt, bleibt im Grundsatz eine Einzelfallentscheidung. So stellt z.B. auch die Drei-Objekt-Grenze keine Freigrenze f&uuml;r den Steuerpflichtigen dar (Beschluss des Gro&szlig;en Senats des BFH vom 10.&nbsp;Dezember 2001 GrS&nbsp;1\/98, BFHE 197, 240, BStBl II 2002, 291, unter C.III.5.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Eine Anwendung der &quot;Verklammerungsrechtsprechung&quot; auf den Streitfall ist auch nicht aus sonstigen Gr&uuml;nden ausgeschlossen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(1) Diese Rechtsprechung ist nicht auf solche F&auml;lle beschr&auml;nkt, bei denen zwischen An- und Verkauf nur eine kurzfristige zwischenzeitliche Vermietung erfolgt. Unerheblich ist auch, ob die ver&auml;u&szlig;erten Wirtschaftsg&uuml;ter angeschafft oder hergestellt worden sind. Der Senat braucht daher insbesondere nicht dar&uuml;ber zu entscheiden, welcher Zeitraum mit dem Wort &quot;kurzfristig&quot; gemeint sein k&ouml;nnte. Allerdings wird bei k&uuml;rzeren Vermietungsphasen eher die Voraussetzung erf&uuml;llt sein, dass sich ein positives Gesamtergebnis nur unter Einbeziehung des Ver&auml;u&szlig;erungserl&ouml;ses erzielen l&auml;sst. Einer Verklammerung der Teilakte zu einer einheitlichen T&auml;tigkeit steht auch nicht von vornherein entgegen, dass die in &sect;&nbsp;23 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 EStG genannten Haltefristen f&uuml;r die dort genannten Ver&auml;u&szlig;erungsgegenst&auml;nde &uuml;berschritten sind. Grunds&auml;tzlich ist zwar &#8211;wie erw&auml;hnt (dazu B.II.3.c&nbsp;bb)&#8211; die Ver&auml;u&szlig;erung von Grundst&uuml;cken oder grundst&uuml;cksgleichen Rechten nach Ablauf der in &sect;&nbsp;23 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 EStG genannten Haltedauer von zehn Jahren privater Natur. Die Ausnutzung des Verm&ouml;genswertes durch Umschichtung ist aber auch noch nach Ablauf der dort genannten Fristen m&ouml;glich. Folgerichtig hat der BFH bei beweglichen Wirtschaftsg&uuml;tern eine Verklammerung der genannten Einzelt&auml;tigkeiten auch dann f&uuml;r m&ouml;glich erachtet, wenn im Zeitpunkt der Ver&auml;u&szlig;erung die in &sect;&nbsp;23 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 EStG genannte Haltefrist bereits abgelaufen war (vgl. z.B. BFH-Urteile vom 22.&nbsp;Januar 2003 X&nbsp;R&nbsp;37\/00, BFHE 201, 264, BStBl II 2003, 464, betreffend 18&nbsp;Monate vermietete Wohnmobile; in BFHE 258, 403, betreffend ca. sechs Jahre vermietete Schiffscontainer).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(2) Ebenso ist die Reinvestition des Ver&auml;u&szlig;erungserl&ouml;ses in ein n&auml;mliches Objekt keine Voraussetzung daf&uuml;r, dass der Rahmen der privaten Verm&ouml;gensverwaltung &uuml;berschritten wird. Hierbei handelt es sich jedoch um einen Umstand, der ggf. im Rahmen des Tatbestandsmerkmals &quot;Nachhaltigkeit&quot; Bedeutung gewinnen kann.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>dd) Unter Beachtung dieser Grunds&auml;tze ist die vom FG gegebene Begr&uuml;ndung, wonach der Rahmen der privaten Verm&ouml;gensverwaltung nicht &uuml;berschritten sei, weil die &quot;Verklammerungsrechtsprechung&quot; des BFH zum einen wegen der 20-j&auml;hrigen Vermietung der Bauwerke, zum anderen wegen der nicht beabsichtigten Reinvestition des Ver&auml;u&szlig;erungserl&ouml;ses in andere Vermietungsobjekte nicht anwendbar sei, rechtsfehlerhaft.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>III. Die Sache ist nicht spruchreif. Das FG hat zwar ausgef&uuml;hrt, es k&ouml;nne angenommen werden, dass sich bei beiden Dienstgeb&auml;uden die abgeschlossenen Miet- und Erbbaurechtsvertr&auml;ge gegenseitig bedingten. Hieraus lie&szlig;e sich folgern, dass die Kl&auml;gerin ein einheitliches Gesch&auml;ftskonzept &#8211;gerichtet auf Errichtung, zwischenzeitliche Vermietung und entgeltliche &Uuml;bertragung der Dienstgeb&auml;ude&#8211; verfolgt hat. Das FG hat aber &#8211;aus seiner Sicht zutreffend&#8211; keine Feststellungen dazu getroffen, ob bereits im Zeitpunkt der Aufnahme der jeweiligen T&auml;tigkeit im Zusammenhang mit den Dienstgeb&auml;uden festgestanden hat, dass sich das jeweils erwartete positive Gesamtergebnis nur unter Einbeziehung der vereinbarten Entsch&auml;digung f&uuml;r die zu errichtenden Dienstgeb&auml;ude erzielen l&auml;sst.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dem FG wird hiermit die Gelegenheit gegeben, im zweiten Rechtsgang die hierf&uuml;r erforderlichen tats&auml;chlichen Feststellungen nachzuholen und die bisher unterlassene Prognose &uuml;ber das zu erwartende Gesamtergebnis anzustellen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>37<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>IV. Der Senat weist ohne Bindungswirkung auf Folgendes hin:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>38<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. a) Stichtag f&uuml;r die erforderliche &#8211;f&uuml;r jedes Objekt (Rathauserweiterungsgeb&auml;ude, Stra&szlig;enverkehrsamt) jeweils getrennt durchzuf&uuml;hrende&#8211; Prognose ist der Beginn der jeweiligen T&auml;tigkeit. Erkl&auml;rt das Eink&uuml;nfteerzielungssubjekt &#8211;so wie hier die Kl&auml;gerin&#8211; infolge einer tats&auml;chlich erfolgten Nutzungs&uuml;berlassung Eink&uuml;nfte aus Vermietung und Verpachtung nach &sect;&nbsp;21 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 EStG, ist im Rahmen der Prognose zu pr&uuml;fen, ob f&uuml;r den Zeitraum der tats&auml;chlichen Verm&ouml;gensnutzung ein Total&uuml;berschuss erzielt wird. Bei der Ermittlung des Total&uuml;berschusses ist von den Ergebnissen auszugehen, die sich nach den einkommensteuerrechtlichen Vorschriften voraussichtlich ergeben werden. Es muss beabsichtigt sein, durch die Verm&ouml;gensnutzung ein positives Ergebnis, d.h. einen (Total-)&Uuml;berschuss der steuerpflichtigen Einnahmen &uuml;ber die Erwerbsaufwendungen zu erzielen (BFH-Urteil vom 9.&nbsp;Mai 2000 VIII&nbsp;R&nbsp;77\/97, BFHE 192, 445, BStBl II 2000, 660, unter A.I.3.a). Diese &Uuml;berschussprognose folgt im Grundsatz denselben Regeln, die auch sonst im Rahmen des &sect;&nbsp;21 EStG zur Feststellung der Eink&uuml;nfteerzielungsabsicht Anwendung finden. Entgegen der Auffassung des FA kommt es daher nicht darauf an, ob die bei Aufnahme der T&auml;tigkeit vorhersehbaren (vereinbarten) steuerpflichtigen Mieteinnahmen s&auml;mtliche Investitionen der Kl&auml;gerin &uuml;berstiegen. Von den steuerpflichtigen Mieteinnahmen sind nur die bei Mietbeginn vorhersehbaren Werbungskosten, insbesondere die w&auml;hrend der vereinbarten Vermietungsdauer anfallenden Abschreibungen, Fremdfinanzierungszinsen und laufenden Kosten abzuziehen. Sollte diese Prognose zu einem Total&uuml;berschuss f&uuml;hren, w&auml;re die Grenze der privaten Verm&ouml;gensverwaltung nicht &uuml;berschritten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>39<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Das Erfordernis, eine Total&uuml;berschussprognose durchzuf&uuml;hren, ist nicht deshalb entbehrlich, weil bei auf Dauer angelegten Vermietungen das Erzielen eines Total&uuml;berschusses vermutet wird. Denn die nach einem Konzept &#8211;wie hier&#8211; nur 20&nbsp;Jahre umfassende Vermietungsdauer ist keine auf Dauer angelegte Vermietungst&auml;tigkeit (vgl. BFH-Beschluss vom 2.&nbsp;Juli 2008 IX&nbsp;B&nbsp;46\/08, BFHE 222, 387, BStBl II 2008, 815, unter II.2.a).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>40<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Sollte hingegen die T&auml;tigkeit der Kl&auml;gerin &uuml;ber den Bereich der privaten Verm&ouml;gensverwaltung hinausgegangen sein, bleibt zu den &uuml;brigen Tatbestandsmerkmalen des &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 EStG Folgendes anzumerken:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>41<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Entgegen der Auffassung der Kl&auml;gerin hat sie am allgemeinen wirtschaftlichen Verkehr teilgenommen. Die Teilnahme am allgemeinen wirtschaftlichen Verkehr erfordert eine T&auml;tigkeit, die gegen Entgelt am Markt erbracht und f&uuml;r Dritte &auml;u&szlig;erlich erkennbar angeboten wird (BFH-Urteil vom 30.&nbsp;September 2010 IV&nbsp;R&nbsp;44\/08, BFHE 233, 28, BStBl II 2011, 645, Rz&nbsp;37, m.w.N.). Dabei k&ouml;nnen auch Leistungen an einen einzigen Abnehmer eine Marktteilnahme begr&uuml;nden (BFH-Urteil vom 16.&nbsp;Mai 2002 IV&nbsp;R&nbsp;94\/99, BFHE 199, 261, BStBl II 2002, 565). Die Kl&auml;gerin hat nach Einr&auml;umung der Erbbaurechte auf den Erbbaugrundst&uuml;cken Bauwerke errichten lassen und diese an die Grundst&uuml;ckseigent&uuml;mer vermietet. Als Folge des Erl&ouml;schens der Erbbaurechte durch Zeitablauf ging das Eigentum an den Bauwerken gegen Zahlung einer von vornherein fest vereinbarten Entsch&auml;digung auf die Grundst&uuml;ckseigent&uuml;mer &uuml;ber. Dieses Verhalten erf&uuml;llt die Voraussetzungen einer entgeltlichen, auf G&uuml;ter- und Leistungsaustausch gerichteten Marktteilnahme.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>42<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Die Annahme einer nachhaltigen T&auml;tigkeit w&auml;re nicht deshalb ausgeschlossen, weil zwischen dem Durchf&uuml;hrungsbeginn beider Objekte ein Zeitraum von mehr als sechs Jahren gelegen hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>43<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Eine T&auml;tigkeit ist grunds&auml;tzlich nachhaltig, wenn sie auf Wiederholung angelegt ist, also eine Wiederholungsabsicht in der Weise besteht, dass weitere Gesch&auml;fte geplant sind (z.B. BFH-Urteil in BFHE 201, 180, BStBl II 2003, 294, unter 2.a, m.w.N.). Die tats&auml;chliche Wiederholung ist die h&auml;ufigste, aber nicht die einzige Form, in der eine Wiederholungsabsicht zum Ausdruck kommen kann (Schmidt\/Wacker, EStG, 36.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;15 Rz&nbsp;17).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>44<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>W&auml;ren bei beiden Dienstgeb&auml;uden die Teilakte zu einer einheitlichen T&auml;tigkeit zu verklammern, m&uuml;sste infolge tats&auml;chlicher Wiederholung des Gesch&auml;fts die Nachhaltigkeit bejaht werden. Dem st&uuml;nde der Zeitraum von mehr als sechs Jahren zwischen dem Beginn beider Objekte nicht entgegen. Denn eine Nachhaltigkeit kann auch dann angenommen werden, wenn sich die T&auml;tigkeiten nur in gr&ouml;&szlig;eren Zeitabst&auml;nden wiederholen (BFH-Urteil vom 21.&nbsp;August 1985 I&nbsp;R&nbsp;60\/80, BFHE 145, 33, BStBl II 1986, 88, unter 2.b (2.2)). Au&szlig;erdem w&auml;re im Streitfall zu ber&uuml;cksichtigen, dass mit dem &quot;zweiten Gesch&auml;ft&quot; (Errichtung, Vermietung und &quot;entgeltliche &Uuml;bertragung&quot; des Stra&szlig;enverkehrsamts) zu einem Zeitpunkt begonnen wurde, als das &quot;erste Gesch&auml;ft&quot; (Errichtung, Vermietung und &quot;entgeltliche &Uuml;bertragung&quot; des Rathauserweiterungsbaus) noch l&auml;ngst nicht beendet war.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>45<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>V. Die Kostenentscheidung beruht auf &sect;&nbsp;143 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 28.9.2017, IV R 50\/15ECLI:DE:BFH:2017:U.280917.IVR50.15.0 &Uuml;berschreiten privater Verm&ouml;gensverwaltung &#8211; Verklammerung auch bei unbeweglichen Wirtschaftsg&uuml;tern und &Uuml;berschreiten der zehnj&auml;hrigen Haltefrist &#8211; Nachholung einer Revisionszulassung aufgrund offenbarer Unrichtigkeit Leits&auml;tze 1. Die Rechtsprechung, wonach der Ankauf, die Vermietung und der Verkauf von Wirtschaftsg&uuml;tern zu einer einheitlichen, die private Verm&ouml;gensverwaltung &uuml;berschreitenden T&auml;tigkeit verklammert sein k&ouml;nnen, ist nicht &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iv-r-50-15-ueberschreiten-privater-vermoegensverwaltung-verklammerung-auch-bei-unbeweglichen-wirtschaftsguetern-und-ueberschreiten-der-zehnjaehrigen-haltefrist-nachholung-einer-revisionszulassung-aufg\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">IV&nbsp;R&nbsp;50\/15 &#8211; &Uuml;berschreiten privater Verm&ouml;gensverwaltung &#8211; Verklammerung auch bei unbeweglichen Wirtschaftsg&uuml;tern und &Uuml;berschreiten der zehnj&auml;hrigen Haltefrist &#8211; Nachholung einer Revisionszulassung aufgrund offenbarer Unrichtigkeit<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-68129","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/68129","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=68129"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/68129\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=68129"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=68129"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=68129"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}