{"id":68131,"date":"2017-12-18T18:53:57","date_gmt":"2017-12-18T16:53:57","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=68131"},"modified":"2017-12-18T18:53:57","modified_gmt":"2017-12-18T16:53:57","slug":"xi-b-65-17-zurechnung-der-umsaetze-in-einem-bordell-revisionszulassung-wegen-eines-schwerwiegenden-rechtsanwendungsfehlers-is-des-par-115-abs-2-nr-2-fgo","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/xi-b-65-17-zurechnung-der-umsaetze-in-einem-bordell-revisionszulassung-wegen-eines-schwerwiegenden-rechtsanwendungsfehlers-is-des-par-115-abs-2-nr-2-fgo\/","title":{"rendered":"XI&nbsp;B&nbsp;65\/17 &#8211; Zurechnung der Ums&auml;tze in einem Bordell &#8211; Revisionszulassung wegen eines schwerwiegenden Rechtsanwendungsfehlers i.S. des &sect; 115 Abs. 2 Nr. 2 FGO"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 26.9.2017, XI B 65\/17<br \/>ECLI:DE:BFH:2017:B.260917.XIB65.17.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Zurechnung der Ums&auml;tze in einem Bordell &#8211; Revisionszulassung wegen eines schwerwiegenden Rechtsanwendungsfehlers i.S. des &sect; 115 Abs. 2 Nr. 2 FGO<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>1. NV: Durch die Rechtsprechung des BFH ist gekl&auml;rt,<\/p>\n<\/p>\n<p>&#8211; nach welchen Grunds&auml;tzen zu beurteilen ist, ob Ums&auml;tze in einem Bordell dem unmittelbar Handelnden oder dem Unternehmer, in dessen Unternehmen er eingegliedert ist, zuzurechnen sind,<\/p>\n<\/p>\n<p>&#8211; dass auch im Bereich der Prostitution Unternehmer i.S. des &sect; 2 Abs. 1 UStG grunds&auml;tzlich derjenige ist, der als Unternehmer nach au&szlig;en auftritt,<\/p>\n<\/p>\n<p>&#8211; dass es insoweit darauf ankommt, ob der Unternehmer (z.B. in seiner Werbung) gegen&uuml;ber dem Kunden als Inhaber eines Bordellbetriebs und Erbringer s&auml;mtlicher Dienstleistungen (einschlie&szlig;lich der Verschaffung von Geschlechtsverkehr) aufgetreten ist und nicht nur als Zimmervermieter und Gastwirt sowie<\/p>\n<\/p>\n<p>&#8211; dass trotz der Bezeichnung einer Leistung als Vermietungsleistung nach dem objektiven Inhalt eine sonstige Leistung des Bordellinhabers anzunehmen sein kann, wenn dieser nach den nach au&szlig;en erkennbaren Gesamtumst&auml;nden aufgrund von Organisationsleistungen selbst derjenige ist, der durch die Anwerbung von Prostituierten und Unterbringung das Bordell betreibt.<\/p>\n<\/p>\n<p>2. NV: Daran haben die Regelungen des ProstG nichts ge&auml;ndert.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Die Beschwerde des Kl&auml;gers wegen Nichtzulassung der Revision gegen das Urteil des Finanzgerichts M&uuml;nchen vom 27. April 2017&nbsp;&nbsp;14 K 1861\/14 wird als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des Beschwerdeverfahrens hat der Kl&auml;ger zu tragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">I. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger und Beschwerdef&uuml;hrer (Kl&auml;ger) erzielte seit Februar 2012 Ums&auml;tze aus einem unter der Bezeichnung &quot;X&quot; angemeldeten Betrieb &quot;gewerbliche Zimmervermietung (Bordellbetrieb)&quot; sowie &quot;Ausschank von alkoholischen Getr&auml;nken in einem Bordell&quot; in der Y-Stra&szlig;e &#8230; in A. Im Fragebogen zur steuerlichen Erfassung gab der Kl&auml;ger als ausge&uuml;btes Gewerbe &quot;Bordell mit Barbetrieb&quot; an.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Erdgeschoss des Hauses befanden sich eine Bar, eine Terrasse und ein Whirlpool. Im Obergeschoss befanden sich sechs Zimmer, die einzeln an jeweils eine Prostituierte vermietet wurden. Die Zimmermiete betrug, wenn die Prostituierten einen Umsatz t&auml;tigten, in den Monaten Februar bis einschlie&szlig;lich April 2012 brutto 50&nbsp;EUR, ab Mai 2012 brutto 80&nbsp;EUR.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ab dem 15.&nbsp;Dezember 2012 hatte der Kl&auml;ger au&szlig;erdem das &quot;Wellness-Massage-Studio&quot; in der Z-Stra&szlig;e &#8230; in A angemietet, in dem ebenfalls Prostituierte t&auml;tig waren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach Durchf&uuml;hrung einer Au&szlig;enpr&uuml;fung u.a. f&uuml;r das Jahr 2012 (Streitjahr) vertrat der Beklagte und Beschwerdegegner (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) im Umsatzsteuer-&Auml;nderungsbescheid f&uuml;r das Streitjahr vom 12.&nbsp;Februar 2014 die Auffassung, dem Kl&auml;ger seien auch die Ums&auml;tze der Prostituierten zuzurechnen. Aus Sicht der Freier sei der Kl&auml;ger als Inhaber und Betreiber des Clubs &quot;X&quot; aufgetreten und habe die Ums&auml;tze der Prostituierten im Rahmen seines Bordellbetriebs ausgef&uuml;hrt. Er, der Kl&auml;ger, habe in Zeitungsanzeigen sowie auf der Homepage des Clubs mit der Erbringung s&auml;mtlicher in einem Bordell erwarteten Dienstleistungen geworben, f&uuml;r den reibungslosen Ablauf im Club (Hausdame, &Ouml;ffnungszeiten, bargeldloser Zahlungsverkehr) gesorgt, den Kunden Getr&auml;nke angeboten (Barbetrieb) und das erforderliche Personal einschlie&szlig;lich der Prostituierten organisiert. Au&szlig;erdem habe er f&uuml;r die erforderlichen Meldungen bei der Polizei gesorgt und die Bedingungen f&uuml;r bestimmte Sonderaktionen des Clubs festgelegt. Im Rahmen der Sch&auml;tzung der H&ouml;he der Prostitutionsums&auml;tze nahm das FA an, dass der Kl&auml;ger mindestens 50&nbsp;% des Dirnenlohns den Prostituierten &uuml;berlassen habe. Deshalb sei eine Hinzusch&auml;tzung in H&ouml;he von 100&nbsp;% der bisher erkl&auml;rten Vermietungsums&auml;tze gerechtfertigt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Bez&uuml;glich der Getr&auml;nkeums&auml;tze nahm das FA an, dass die erkl&auml;rten Ums&auml;tze erheblich unter den ermittelten kalkulatorischen Ums&auml;tzen l&auml;gen. Unter Ber&uuml;cksichtigung von Verderb, Schankverlust und Eigenverbrauch sei ein Zuschlag von 50&nbsp;% vorzunehmen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Rahmen des Einspruchsverfahrens verb&ouml;serte das FA die Umsatzsteuerfestsetzung f&uuml;r das Streitjahr, indem es den Privatanteil f&uuml;r ein privatgenutztes Fahrzeug des Unternehmensverm&ouml;gens erh&ouml;hte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Finanzgericht (FG) wies die Klage, mit der der Kl&auml;ger geltend machte, ihm seien die Ums&auml;tze der Prostituierten nicht zuzurechnen und die Hinzusch&auml;tzungen des FA seien unzutreffend, ab und lie&szlig; die Revision nicht zu. Es f&uuml;hrte aus, das FA habe zu Recht die Ums&auml;tze der Prostituierten dem Kl&auml;ger zugerechnet sowie bei den Ums&auml;tzen in nicht zu beanstandender Weise Hinzusch&auml;tzungen vorgenommen. Der Kl&auml;ger habe den Nachtclub &quot;X&quot; betrieben und Bordellleistungen erbracht. F&uuml;r diese Beurteilung sei ohne Bedeutung, ob die Prostituierten Arbeitnehmerinnen des Kl&auml;gers oder selbst&auml;ndig t&auml;tige Subunternehmerinnen gewesen seien. Aus Sicht der Freier als Leistungsempf&auml;nger sei der Kl&auml;ger und nicht die Prostituierten Vertragspartner gewesen. Mit dieser Beurteilung weiche das FG nicht von der vom Kl&auml;ger zitierten Rechtsprechung ab.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die H&ouml;he der hinzugesch&auml;tzten Ums&auml;tze der Prostituierten sowie der Getr&auml;nkeums&auml;tze sei nicht zu beanstanden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit seiner Beschwerde wegen Nichtzulassung der Revision macht der Kl&auml;ger geltend, die Revision sei wegen grunds&auml;tzlicher Bedeutung der Rechtssache, zur Fortbildung des Rechts, zur Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung sowie aufgrund von Verfahrensfehlern zuzulassen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">II. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Beschwerde ist unbegr&uuml;ndet. Die geltend gemachten Zulassungsgr&uuml;nde sind &uuml;berwiegend nicht hinreichend dargelegt und liegen im &Uuml;brigen nicht vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Der Kl&auml;ger hat die grunds&auml;tzliche Bedeutung der Rechtssache i.S. des &sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 der Finanzgerichtsordnung (FGO) nicht i.S. des &sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;3 Satz 3 FGO dargelegt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Wird die Beschwerde mit der grunds&auml;tzlichen Bedeutung der Rechtssache begr&uuml;ndet, hat der Beschwerdef&uuml;hrer zur Erf&uuml;llung der Darlegungsanforderungen eine hinreichend bestimmte, f&uuml;r die Entscheidung des Streitfalls erhebliche abstrakte Rechtsfrage herauszustellen, der grunds&auml;tzliche Bedeutung zukommen soll.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Hierzu ist schl&uuml;ssig und substantiiert unter Auseinandersetzung mit den zur aufgeworfenen Rechtsfrage in Rechtsprechung und Schrifttum vertretenen Auffassungen darzulegen, weshalb die f&uuml;r bedeutsam gehaltene Rechtsfrage im allgemeinen Interesse kl&auml;rungsbed&uuml;rftig und im Streitfall kl&auml;rbar ist (vgl. z.B. Beschl&uuml;sse des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 24.&nbsp;Februar 2014 XI&nbsp;B&nbsp;15\/13, BFH\/NV 2014, 839, Rz&nbsp;9; vom 21.&nbsp;Januar 2015 XI&nbsp;B&nbsp;88\/14, BFH\/NV 2015, 864, Rz&nbsp;15, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Sofern zu dem Problemkreis Rechtsprechung und &Auml;u&szlig;erungen im Fachschrifttum vorhanden sind, ist eine grundlegende Auseinandersetzung damit sowie eine Er&ouml;rterung geboten, warum durch diese Entscheidungen die Rechtsfrage noch nicht als gekl&auml;rt anzusehen ist oder weshalb sie einer weiteren oder erneuten Kl&auml;rung bedarf (vgl. z.B. BFH-Beschluss vom 31.&nbsp;Januar 2017 III&nbsp;B&nbsp;55\/16, BFH\/NV 2017, 609, Rz&nbsp;6, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Macht ein Beschwerdef&uuml;hrer mit der Nichtzulassungsbeschwerde verfassungsrechtliche Bedenken gegen eine gesetzliche Regelung geltend, so ist dar&uuml;ber hinaus eine substantiierte, an den Vorgaben des Grundgesetzes (GG) und der einschl&auml;gigen Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts (BVerfG) und des BFH orientierte Auseinandersetzung mit der Problematik erforderlich (vgl. z.B. BFH-Beschluss vom 16.&nbsp;M&auml;rz 2015 XI&nbsp;B&nbsp;109\/14, BFH\/NV 2015, 1005, Rz&nbsp;7, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Diesen Anforderungen gen&uuml;gt die Beschwerdebegr&uuml;ndung nicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Der Kl&auml;ger reiht zwar in seinen Schreiben vom 8.&nbsp;Juni 2017 und 13.&nbsp;Juni 2017 zahlreiche abstrakte Rechtsfragen aneinander und meint, diese seien von grunds&auml;tzlicher Bedeutung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Er geht dabei aber nicht hinreichend auf die vorhandene Rechtsprechung des BFH ein, wonach die Grunds&auml;tze, nach denen zu beurteilen ist, ob eine Leistung dem unmittelbar Handelnden oder dem Unternehmer, in dessen Unternehmen er eingegliedert ist, zuzurechnen ist, auch im Verh&auml;ltnis zwischen Prostituierten und Betreibern von Bordellen gekl&auml;rt sind (vgl. BFH-Beschluss vom 31.&nbsp;M&auml;rz 2006 V&nbsp;B&nbsp;181\/05, BFH\/NV 2006, 2138), wonach auch im Bereich der Prostitution Unternehmer i.S. des &sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;1 des Umsatzsteuergesetzes (UStG) grunds&auml;tzlich derjenige ist, der als Unternehmer nach au&szlig;en auftritt (vgl. BFH-Beschluss vom 29.&nbsp;Januar 2008 V&nbsp;B&nbsp;201\/06, BFH\/NV 2008, 827), wonach es insoweit darauf ankommt, ob der Unternehmer (z.B. in seiner Werbung) als Inhaber eines Bordellbetriebs als Erbringer s&auml;mtlicher vom Kunden erwarteten Dienstleistungen einschlie&szlig;lich der Verschaffung von Geschlechtsverkehr aufgetreten ist und nicht nur als Zimmervermieter und Gastwirt (vgl. BFH-Beschluss vom 25.&nbsp;November 2009 V&nbsp;B&nbsp;31\/09, BFH\/NV 2010, 959, Rz&nbsp;2), und wonach trotz der Bezeichnung einer Leistung als Vermietungsverh&auml;ltnis nach dem objektiven Inhalt eine sonstige Leistung des Bordellinhabers anzunehmen sein kann, wenn dieser nach den nach au&szlig;en erkennbaren Gesamtumst&auml;nden aufgrund von Organisationsleistungen selbst derjenige ist, der durch die Anwerbung von Prostituierten und Unterbringung das Bordell betreibt (vgl. BFH-Beschluss vom 7.&nbsp;Februar 2017 V&nbsp;B&nbsp;48\/16, BFH\/NV 2017, 629, Rz&nbsp;7). Daran haben die &#8211;vom Kl&auml;ger mehrfach hervorgehobenen&#8211; Regelungen des Prostitutionsgesetzes (ProstG) nichts ge&auml;ndert (vgl. BFH-Beschluss in BFH\/NV 2017, 629, Rz&nbsp;8).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Von diesen Rechtsgrunds&auml;tzen der Rechtsprechung des BFH ist das FG ausgegangen und hat den Streitfall dahin gehend gew&uuml;rdigt, dass aus Sicht der Leistungsempf&auml;nger (Freier) Leistender der Kl&auml;ger gewesen sei, der als solcher nach au&szlig;en aufgetreten sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Die Beschwerde setzt sich au&szlig;erdem nicht damit auseinander, dass es keinen verfassungswidrigen Eingriff in die Freiheit der Berufsaus&uuml;bung (Art.&nbsp;12 GG) darstellt, wenn derjenige, dem als Bordellbetreiber Ums&auml;tze zuzurechnen sind, diese auch zu versteuern hat (vgl. BFH-Beschluss in BFH\/NV 2017, 629, Rz&nbsp;9). Dem Bordellinhaber steht im Falle der Besch&auml;ftigung von Subunternehmern der Vorsteuerabzug aus Leistungen der Damen zu, sofern Rechnungen vorliegen und diese die hierzu erforderlichen Voraussetzungen des &sect;&nbsp;15 UStG erf&uuml;llen (vgl. BFH-Beschluss in BFH\/NV 2017, 629, Rz&nbsp;10). Sind die Prostituierten Arbeitnehmerinnen, treffen den Bordellbetreiber die steuerrechtlichen Verpflichtungen als Arbeitgeber (vgl. Urteil des Bundesgerichtshofs vom 2.&nbsp;November 1995&nbsp;&nbsp;5&nbsp;StR&nbsp;414\/95, H&ouml;chstrichterliche Finanzrechtsprechung 1996, 363, Rz&nbsp;7). Auch unter Liquidit&auml;tsgesichtspunkten unterscheidet sich die Situation des Kl&auml;gers daher insoweit nicht von der eines anderen Unternehmers, der u.a. an die zur Erbringung der Leistung eingesetzten Arbeitnehmer bzw. Subunternehmer die ihnen zustehenden Zahlungen leisten muss.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>dd) Der Unternehmer (hier: der Kl&auml;ger) ist au&szlig;erdem Steuerschuldner (&sect;&nbsp;13a Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 UStG) und die Umsatzsteuer nach der Rechtsprechung des BFH kein durchlaufender Posten (vgl. BFH-Urteil vom 19.&nbsp;Februar 1975 I&nbsp;R&nbsp;154\/73, BFHE 115, 129, BStBl II 1975, 441; BFH-Beschluss vom 29.&nbsp;Mai 2006 IV&nbsp;S&nbsp;6\/06&nbsp;(PKH), BFH\/NV 2006, 1827).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>ee) Zum Vorrang und den Grenzen der Einwirkung des Unionsrechts auf das nationale Recht (vgl. BVerfG-Beschluss vom 6.&nbsp;Juli 2010&nbsp;&nbsp;2&nbsp;BvR&nbsp;2661\/06, BVerfGE 126, 286, Neue Juristische Wochenschrift 2010, 3422, Rz&nbsp;53&nbsp;ff.) sowie zu den Grenzen der unionsrechtskonformen Auslegung (vgl. BVerfG-Beschl&uuml;sse vom 8.&nbsp;April 1987&nbsp;&nbsp;2&nbsp;BvR&nbsp;687\/85, BVerfGE 75, 223, Rz&nbsp;45; vom 26.&nbsp;September 2011&nbsp;&nbsp;2&nbsp;BvR&nbsp;2216\/06, 2&nbsp;BvR&nbsp;469\/07, BVerfGK 19, 89, Rz&nbsp;46) ist ebenfalls Rechtsprechung vorhanden, mit der sich die Beschwerdebegr&uuml;ndung nicht hinreichend auseinandersetzt. Dass diese Grenzen im Streitfall &uuml;berschritten w&auml;ren, ist nicht dargetan.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Soweit der Kl&auml;ger die Fortbildung des Rechts als Zulassungsgrund geltend macht, gelten die unter II.1.a genannten Darlegungsanforderungen entsprechend (vgl. z.B. BFH-Beschluss vom 1.&nbsp;Februar 2017 VIII&nbsp;B&nbsp;15\/16, BFH\/NV 2017, 574, Rz&nbsp;17). Diesen ist aus den unter II.1.b genannten Gr&uuml;nden nicht gen&uuml;gt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Ebenso wenig ist dargelegt, dass eine Divergenz i.S. des &sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 FGO vorliegt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Zur schl&uuml;ssigen Darlegung dieses Zulassungsgrundes muss der Beschwerdef&uuml;hrer tragende und abstrakte Rechtss&auml;tze aus dem angefochtenen Urteil einerseits und aus den behaupteten Divergenzentscheidungen andererseits herausarbeiten und einander so gegen&uuml;berstellen, dass die behauptete Abweichung erkennbar wird (st&auml;ndige Rechtsprechung, vgl. z.B. BFH-Beschl&uuml;sse vom 11.&nbsp;Dezember 2014 XI&nbsp;B&nbsp;49\/14, BFH\/NV 2015, 363, Rz&nbsp;14; vom 17.&nbsp;November 2015 XI&nbsp;B&nbsp;52\/15, BFH\/NV 2016, 431). Aus der Beschwerdebegr&uuml;ndung muss sich auch ergeben, dass dem Streitfall ein vergleichbarer Sachverhalt zugrunde liegt wie der Divergenzentscheidung (vgl. z.B. BFH-Beschl&uuml;sse vom 9.&nbsp;April 2014 XI&nbsp;B&nbsp;10\/14, BFH\/NV 2014, 1099, Rz&nbsp;9; vom 20.&nbsp;August 2015 III&nbsp;B&nbsp;108\/14, BFH\/NV 2015, 1575; jeweils m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Dies ist vorliegend nicht geschehen. Es fehlen Darlegungen dazu, dass den angeblichen Divergenzentscheidungen vergleichbare Sachverhalte zugrunde liegen. Auch sind keine abstrakten Rechtss&auml;tze derart gegen&uuml;ber gestellt, dass eine Abweichung erkennbar wird.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Soweit der Kl&auml;ger dem FG einen schwerwiegenden Rechtsanwendungsfehler i.S. des &sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 FGO vorwirft, kommt eine Zulassung der Revision nur bei offensichtlichen materiellen oder formellen Fehlern des FG im Sinne einer objektiv willk&uuml;rlichen und unter keinem Gesichtspunkt rechtlich vertretbaren Entscheidung in Betracht (vgl. dazu z.B. BFH-Beschl&uuml;sse vom 25.&nbsp;M&auml;rz 2010 X&nbsp;B&nbsp;176\/08, BFH\/NV 2010, 1455; vom 9.&nbsp;November 2011 II&nbsp;B&nbsp;105\/10, BFH\/NV 2012, 254; vom 25.&nbsp;Juli 2012 X&nbsp;B&nbsp;144\/11, BFH\/NV 2012, 1982; vom 10.&nbsp;Juli 2013 IX&nbsp;B&nbsp;25\/13, BFH\/NV 2013, 1604).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) In der Beschwerdebegr&uuml;ndung muss bei Geltendmachung dieses Zulassungsgrundes substantiiert dargelegt werden, weshalb die Vorentscheidung unter keinem denkbaren Aspekt rechtlich vertretbar ist (vgl. dazu BFH-Beschluss vom 19.&nbsp;M&auml;rz 2014 XI&nbsp;B&nbsp;144\/13, BFH\/NV 2014, 1064, Rz&nbsp;37, m.w.N.): Darzulegen sind insbesondere der schwerwiegende Fehler, seine Offensichtlichkeit, seine Entscheidungserheblichkeit sowie seine Korrekturm&ouml;glichkeit im Revisionsverfahren (vgl. z.B. BFH-Beschl&uuml;sse vom 8.&nbsp;Oktober 2014 I&nbsp;B&nbsp;96\/13, BFH\/NV 2015, 237, Rz&nbsp;10; vom 20.&nbsp;Mai 2016 III&nbsp;B&nbsp;62\/15, BFH\/NV 2016, 1293, Rz&nbsp;8; Lange in H&uuml;bschmann\/Hepp\/Spitaler, &sect;&nbsp;116 FGO Rz&nbsp;200, 202).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Hieran fehlt es im Streitfall. Mit den Angriffen des Kl&auml;gers gegen die W&uuml;rdigung der Sach- und Rechtslage durch das FG wird kein zur Zulassung der Revision f&uuml;hrender besonders schwerer und offensichtlicher Fehler der Vorentscheidung geltend gemacht (vgl. BFH-Beschluss vom 14.&nbsp;April 2016 XI&nbsp;B&nbsp;97\/15, BFH\/NV 2016, 1304, Rz&nbsp;25, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Unabh&auml;ngig davon ist das FG in der Vorentscheidung von der unter II.1.b&nbsp;bb genannten Rechtsprechung des BFH zur Zurechnung von Ums&auml;tzen in Bordellen ausgegangen und hat diese auf den von ihm zu entscheidenden Streitfall angewendet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>5. Dem FG ist kein Verfahrensmangel i.S. des &sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;3 FGO unterlaufen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Soweit der Kl&auml;ger geltend macht, das FG habe sich &uuml;ber das Klagebegehren hinweggesetzt, darf das Gericht zwar weder etwas zusprechen, was nicht beantragt ist (&quot;ne ultra petita&quot;), noch &uuml;ber etwas anderes (&quot;aliud&quot;) entscheiden, als der Kl&auml;ger durch seinen Antrag begehrt und zur Entscheidung gestellt hat (vgl. BFH-Urteile vom 23.&nbsp;Oktober 2014 V&nbsp;R&nbsp;11\/12, BFHE 247, 471, BStBl II 2015, 973, Rz&nbsp;26; vom 11.&nbsp;April 2017 IX&nbsp;R&nbsp;50\/15, BFH\/NV 2017, 1300, Rz&nbsp;27). Vorliegend hat jedoch der Kl&auml;ger nach den Feststellungen auf Seite&nbsp;7 des Urteils des FG beantragt, die Umsatzsteuer auf 0&nbsp;EUR festzusetzen, w&auml;hrend das FA beantragt hat, die Klage abzuweisen. Die Klageabweisung durch das FG h&auml;lt sich danach im Rahmen des Klagebegehrens.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Mit der Frage, ob das FG den Akteninhalt missachtet habe, wird kein Verfahrensfehler dargelegt; es wurden bereits nicht s&auml;mtliche Aktenteile genau bezeichnet, die das FG nach Ansicht des Kl&auml;gers nicht ber&uuml;cksichtigt haben soll (vgl. zu diesem Erfordernis BFH-Beschluss vom 2.&nbsp;Dezember 2014 XI&nbsp;B&nbsp;54\/14, BFH\/NV 2015, 538, Rz&nbsp;19, m.w.N.). Unabh&auml;ngig davon ist aber von der Sachverhaltsfeststellung zu unterscheiden die W&uuml;rdigung des festgestellten Sachverhalts; das FG verst&ouml;&szlig;t regelm&auml;&szlig;ig nicht gegen seine Verpflichtung, nach der aus dem Gesamtergebnis des Verfahrens gewonnenen &Uuml;berzeugung zu entscheiden, wenn es die vom Kl&auml;ger geltend gemachten Tatsachen anders w&uuml;rdigt als der Kl&auml;ger (vgl. BFH-Beschluss vom 22.&nbsp;Oktober 2015 I&nbsp;B&nbsp;94\/14, BFH\/NV 2016, 748). Dies ist hier in Bezug auf die angesprochenen Aktenteile der Fall.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Der vom Kl&auml;ger ger&uuml;gte Versto&szlig; gegen Denkgesetze f&uuml;hrt nicht zur Zulassung der Revision (vgl. z.B. BFH-Beschluss vom 5.&nbsp;April 2017 IX&nbsp;B&nbsp;18\/17, BFH\/NV 2017, 918, Rz&nbsp;4, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Mit der R&uuml;ge, das FG h&auml;tte die kostenlose Abgabe von Getr&auml;nken im Rahmen der Sch&auml;tzung ber&uuml;cksichtigen m&uuml;ssen, macht der Kl&auml;ger keinen Verfahrensmangel geltend, sondern eine nicht zur Zulassung der Revision f&uuml;hrende Verletzung materiellen Rechts (vgl. BFH-Beschluss vom 13.&nbsp;September 2016 X&nbsp;B&nbsp;146\/15, BFH\/NV 2016, 1747, Rz&nbsp;25&nbsp;f., m.w.N.). Gleiches gilt f&uuml;r die Einwendungen gegen die Richtigkeit der Sch&auml;tzung des FG (vgl. BFH-Beschluss in BFH\/NV 2016, 1747, Rz&nbsp;30&nbsp;f.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>e) Soweit dem Beschwerdevorbringen entnommen werden kann, dass der Kl&auml;ger r&uuml;gt, das FG habe keine Zeugen vernommen, fehlen Angaben zu den angebotenen Beweismitteln und zum mutma&szlig;lichen Ergebnis der Beweisaufnahme sowie Vortrag dazu, dass die Nichterhebung der angebotenen Beweise in der n&auml;chsten m&uuml;ndlichen Verhandlung ger&uuml;gt worden oder weshalb die R&uuml;ge nicht m&ouml;glich gewesen ist (vgl. zu diesem Erfordernis z.B. BFH-Beschl&uuml;sse vom 8.&nbsp;Januar 2014 XI&nbsp;B&nbsp;120\/13, BFH\/NV 2014, 686, Rz&nbsp;15; vom 26.&nbsp;Juli 2016 III&nbsp;B&nbsp;148\/15, BFH\/NV 2016, 1486, Rz&nbsp;7). Letzteres w&auml;re schon deshalb erforderlich gewesen, weil der fachkundig vertretene Kl&auml;ger ausweislich der Niederschrift &uuml;ber die m&uuml;ndliche Verhandlung vom 27.&nbsp;April 2017 weder einen Beweisantrag gestellt noch die Nichterhebung von Beweisen ger&uuml;gt hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>37<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>f) Soweit der Kl&auml;ger eine Verletzung des gesetzlichen Richters (&sect;&nbsp;119 Nr.&nbsp;1 FGO i.V.m. Art.&nbsp;101 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 GG) als Verfahrensfehler r&uuml;gt, ist nicht ersichtlich, worauf diese Verletzung beruhen soll.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>38<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>6. Der Beschluss ergeht im &Uuml;brigen nach &sect;&nbsp;116&nbsp;Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;2 FGO ohne weitere Begr&uuml;ndung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>39<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>7. Die Kostenentscheidung folgt aus &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 26.9.2017, XI B 65\/17ECLI:DE:BFH:2017:B.260917.XIB65.17.0 Zurechnung der Ums&auml;tze in einem Bordell &#8211; Revisionszulassung wegen eines schwerwiegenden Rechtsanwendungsfehlers i.S. des &sect; 115 Abs. 2 Nr. 2 FGO Leits&auml;tze 1. NV: Durch die Rechtsprechung des BFH ist gekl&auml;rt, &#8211; nach welchen Grunds&auml;tzen zu beurteilen ist, ob Ums&auml;tze in einem Bordell dem unmittelbar Handelnden oder dem &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/xi-b-65-17-zurechnung-der-umsaetze-in-einem-bordell-revisionszulassung-wegen-eines-schwerwiegenden-rechtsanwendungsfehlers-is-des-par-115-abs-2-nr-2-fgo\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">XI&nbsp;B&nbsp;65\/17 &#8211; Zurechnung der Ums&auml;tze in einem Bordell &#8211; Revisionszulassung wegen eines schwerwiegenden Rechtsanwendungsfehlers i.S. des &sect; 115 Abs. 2 Nr. 2 FGO<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-68131","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/68131","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=68131"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/68131\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=68131"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=68131"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=68131"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}