{"id":68183,"date":"2017-12-29T20:26:38","date_gmt":"2017-12-29T18:26:38","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=68183"},"modified":"2017-12-29T20:26:38","modified_gmt":"2017-12-29T18:26:38","slug":"iv-r-17-15-einspruchsbefugnis-eines-gesellschafters-bei-streit-ueber-die-hoehe-eines-entnahmegewinns","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iv-r-17-15-einspruchsbefugnis-eines-gesellschafters-bei-streit-ueber-die-hoehe-eines-entnahmegewinns\/","title":{"rendered":"IV&nbsp;R&nbsp;17\/15 &#8211; Einspruchsbefugnis eines Gesellschafters bei Streit &uuml;ber die H&ouml;he eines Entnahmegewinns"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 28.9.2017, IV R 17\/15<br \/>ECLI:DE:BFH:2017:U.280917.IVR17.15.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Einspruchsbefugnis eines Gesellschafters bei Streit &uuml;ber die H&ouml;he eines Entnahmegewinns<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>NV: Bei einem Streit um die H&ouml;he des Steuerbilanzgewinns einer Personengesellschaft wegen Entnahmen aus dem Gesellschaftsverm&ouml;gen ist nur die Personengesellschaft einspruchsbefugt.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Auf die Revision des Beklagten wird das Urteil des Finanzgerichts Mecklenburg-Vorpommern vom 22. Januar 2015&nbsp;&nbsp;3 K 393\/13 aufgehoben.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Klage wird abgewiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des gesamten Verfahrens einschlie&szlig;lich der au&szlig;ergerichtlichen Kosten der Beigeladenen hat die Kl&auml;gerin zu tragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">I. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin und Revisionsbeklagte (Kl&auml;gerin) ist zusammen mit V zu jeweils 50&nbsp;% als Kommanditist an B&nbsp;KG (im Weiteren: Beigeladene) beteiligt. Daneben war die Kl&auml;gerin Gesellschafterin der R&nbsp;OHG.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die R OHG ist mit Vertrag vom 28.&nbsp;M&auml;rz 2006 (Verschmelzungsvertrag &#8211;VV&#8211;) unter Aufl&ouml;sung ohne Abwicklung im Wege der Aufnahme durch &Uuml;bertragung ihres Verm&ouml;gens auf die Beigeladene verschmolzen worden. Die Verschmelzung, die steuerlich als Einbringung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;24 des Umwandlungssteuergesetzes behandelt wurde, erfolgte antragsgem&auml;&szlig; zum Buchwert mit steuerlicher R&uuml;ckwirkung zum 31.&nbsp;Juli 2005. Gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;3 VV brachte die Kl&auml;gerin au&szlig;erdem die zuvor im Sonderbetriebsverm&ouml;gen der R OHG gehaltenen Inhaberaktien ohne Nennbetrag (946&nbsp;785&nbsp;St&uuml;ckaktien) der R AG zum Buchwert in das (Gesamthands-)Verm&ouml;gen der Beigeladenen ein. Die Gegenbuchung erfolgte auf dem Kapitalkonto&nbsp;III der Kl&auml;gerin bei der KG. Nach &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;5 VV war die Kl&auml;gerin jederzeit berechtigt, weitere Aktien der R AG in das Gesamthandsverm&ouml;gen der Beigeladenen einzulegen oder bereits eingelegte Aktien zu entnehmen. Zudem sollte das Jahresergebnis (&Uuml;berschuss\/Fehlbetrag) der Beigeladenen, soweit es auf den Aktien der R AG beruht, ausschlie&szlig;lich der Kl&auml;gerin zugerechnet werden. In der zum 31.&nbsp;Dezember 2005 aufgestellten Bilanz der Beigeladenen waren die 946&nbsp;785&nbsp;St&uuml;ckaktien der R AG mit einem Buchwert in H&ouml;he von 952.306,27&nbsp;EUR (Kurswert 1,0058&nbsp;EUR\/Aktie) ausgewiesen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Bereits am 8.&nbsp;Februar 2006 vereinbarte die Kl&auml;gerin mit V, dass diesem zur Abgeltung einer privaten Forderung in H&ouml;he von 193.723,44&nbsp;EUR 100&nbsp;000 St&uuml;ckaktien der R AG &uuml;bertragen werden. Entsprechend dieser Vereinbarung &uuml;bertrug die Depotbank auf Weisung der Kl&auml;gerin am 6.&nbsp;M&auml;rz 2006 die entsprechende Anzahl Aktien aus dem Depot der Kl&auml;gerin in das Depot des V.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Entsprechend dem Abgang minderte die Beigeladene in ihrem Jahresabschluss zum 31.&nbsp;Dezember 2006 den Buchwert der R AG Aktien um 100.580&nbsp;EUR (ausgehend von einem Kurswert von 1,0058&nbsp;EUR\/Aktie). Daneben wurde das Kapitalkonto&nbsp;III der Kl&auml;gerin um eine Entnahme in H&ouml;he von 193.723,44&nbsp;EUR (entsprechend dem vermeintlichen Teilwert der Aktien) herabgesetzt. Gleichzeitig wurde das Kapitalkonto&nbsp;III um einen Ergebnisanteil, in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen als sonstiger betrieblicher Ertrag, in H&ouml;he von 93.143,44&nbsp;EUR (Differenz Buchwert und Teilwert der Aktien) erh&ouml;ht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In ihrer Erkl&auml;rung zur gesonderten und einheitlichen Feststellung von Grundlagen f&uuml;r die Einkommensbesteuerung f&uuml;r das Streitjahr (2006) wies die Beigeladene den Gewinn aus der Entnahme der Aktien der R AG allein der Kl&auml;gerin zu. Unter Ber&uuml;cksichtigung des &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;40 des Einkommensteuergesetzes (EStG) entfiel auf die Kl&auml;gerin ein Gewinn aus der Entnahme der Aktien in H&ouml;he von 46.571,72&nbsp;EUR (1\/2 von 93.143,44&nbsp;EUR).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Beklagte und Revisionskl&auml;ger (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) veranlagte die Beigeladene mit Bescheid &uuml;ber die gesonderte und einheitliche Feststellung von Besteuerungsgrundlagen (im Weiteren: Gewinnfeststellungsbescheid) vom 28.&nbsp;Oktober 2008 erkl&auml;rungsgem&auml;&szlig;.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach einer Au&szlig;enpr&uuml;fung vertrat das FA die Auffassung, dass der Teilwert der Aktien der R AG am 8.&nbsp;Februar 2006&nbsp;&nbsp;5,40&nbsp;EUR\/ Aktie betragen habe. Der Entnahmegewinn sei daher unter Ber&uuml;cksichtigung des &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;40 EStG um 177.361,52&nbsp;EUR zu erh&ouml;hen. Entsprechend dieser Rechtsauffassung und unter Ber&uuml;cksichtigung weiterer hier nicht streitiger &Auml;nderungen erlie&szlig; das FA unter dem 21.&nbsp;Februar 2012 einen gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;164 Abs.&nbsp;2 der Abgabenordnung (AO) ge&auml;nderten Gewinnfeststellungsbescheid f&uuml;r das Streitjahr. Der Entnahmegewinn wurde wiederum allein der Kl&auml;gerin zugerechnet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit Schreiben vom 16.&nbsp;M&auml;rz 2012 legte die Kl&auml;gerin als Gesellschafterin der Beigeladenen Einspruch gegen den Gewinnfeststellungsbescheid ein, mit dem sie die &Auml;nderung des Bescheids begehrte, soweit darin die Eink&uuml;nfte, die aus der Entnahme der R-Aktien resultieren, &uuml;ber den von der Beigeladenen erkl&auml;rten Betrag hinaus ge&auml;ndert und ihr zugerechnet worden seien. Der Entnahmegewinn sei vielmehr, wie erkl&auml;rt, unter Ber&uuml;cksichtigung eines Teilwerts der R-Aktien in H&ouml;he von 193.723,44&nbsp;EUR zu ermitteln.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit Einspruchsentscheidung vom 14.&nbsp;Oktober 2013 verwarf das FA den Einspruch der Kl&auml;gerin als unzul&auml;ssig, da ein Einspruchsrecht der Kl&auml;gerin gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;352 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;5 AO nicht bestehe. Die Kl&auml;gerin sei nicht pers&ouml;nlich betroffen, da allein die H&ouml;he der Entnahme aus dem Gesamthandsverm&ouml;gen der Beigeladenen in Streit stehe, nicht aber, nach welchem Schl&uuml;ssel der Entnahmegewinn den Gesellschaftern anteilig zuzurechnen sei. Der Einspruch k&ouml;nne auch nicht dahin ausgelegt werden, dass er im Namen der Beigeladenen eingelegt worden sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit ihrer dagegen erhobenen Klage begehrte die Kl&auml;gerin lediglich die isolierte Aufhebung der Einspruchsentscheidung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Finanzgericht (FG) gab der Klage statt. Der Kl&auml;gerin stehe gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;48 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;5 der Finanzgerichtsordnung (FGO) eine eigene Klagebefugnis gegen den Gewinnfeststellungsbescheid vom 21.&nbsp;Februar 2012 zu. Denn die Entnahme der Aktien der R&nbsp;AG sei, wie im Verschmelzungsvertrag vereinbart, ausschlie&szlig;lich &uuml;ber das Kapitalkonto&nbsp;III der Kl&auml;gerin abgewickelt worden und der Gewinn aus der Aktienentnahme sei auch allein der Kl&auml;gerin zugerechnet worden. Diese Rechtsgrunds&auml;tze seien gleicherma&szlig;en auf die hier einschl&auml;gige Regelung des &sect;&nbsp;352 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;5 AO anzuwenden. Die Kl&auml;gerin sei daher einspruchsbefugt, so dass der Einspruch zu Unrecht als unzul&auml;ssig verworfen worden sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dagegen richtet sich die Revision des FA. Die Einspruchsbefugnis der Kl&auml;gerin sei zu verneinen, da vorliegend nur die Bewertung der aus dem Gesamthandsverm&ouml;gen entnommenen Aktien der R&nbsp;AG in Streit stehe, w&auml;hrend die Zurechnung des sich daraus ergebenden Entnahmegewinns auf die Kl&auml;gerin auf Grund der vertraglich vereinbarten Gewinnverteilungsabrede zwischen allen Beteiligten unstreitig sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt sinngem&auml;&szlig;,<br \/>die Vorentscheidung aufzuheben und die Klage abzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin beantragt sinngem&auml;&szlig;,<br \/>die Revision des FA als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Bundesfinanzhof (BFH) sei in seiner bisherigen Rechtsprechung davon ausgegangen, dass der einzelne Gesellschafter einer Personengesellschaft einspruchs- bzw. klagebefugt sei, soweit ihm eine Sachentnahme steuerlich zugerechnet worden sei. Etwas anderes folge auch nicht aus dem BFH-Beschluss vom 30.&nbsp;Dezember 2003 IV&nbsp;B&nbsp;21\/01 (BFHE 204, 44, BStBl II 2004, 239). Sollte der BFH seine bisherige Rechtsauffassung zum Nachteil der Kl&auml;gerin &auml;ndern, sei dieser jedenfalls Vertrauensschutz zu gew&auml;hren und die Einspruchsbefugnis gleichwohl zu bejahen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">II. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Revision des FA ist begr&uuml;ndet. Sie f&uuml;hrt zur Aufhebung der Vorentscheidung und zur Abweisung der Klage (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Zutreffend ist das FG zun&auml;chst davon ausgegangen, dass die Kl&auml;gerin die vorliegende Anfechtungsklage auf die isolierte Aufhebung der Einspruchsentscheidung des FA beschr&auml;nken konnte. Eine solche Klagebeschr&auml;nkung ist zul&auml;ssig, wenn &#8211;wie vorliegend&#8211; geltend gemacht wird, das FA habe den Einspruch zu Unrecht verworfen und demgem&auml;&szlig; den dem Verfahren zugrunde liegenden Bescheid sachlich nicht nach den Vorgaben des &sect;&nbsp;367 Abs.&nbsp;2 AO &uuml;berpr&uuml;ft (BFH-Urteil vom 18.&nbsp;August 2015 I&nbsp;R&nbsp;42\/14, Rz&nbsp;8).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Das FG hat aber zu Unrecht die Einspruchsbefugnis der Kl&auml;gerin gegen den ge&auml;nderten Gewinnfeststellungsbescheid vom 21.&nbsp;Februar 2012 bejaht. Die Kl&auml;gerin war nicht einspruchsbefugt, so dass das FA deren Einspruch zutreffend als unzul&auml;ssig verworfen hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Gewinnfeststellungsbescheide, in denen der Gewinn der Gesellschafter aus ihrer Beteiligung als Grundlage f&uuml;r die Veranlagung zur Einkommensteuer festgestellt wird, richten sich ihrem Inhalt und ihren beabsichtigten Wirkungen nach gegen die Gesellschafter als Inhaltsadressaten (&sect;&nbsp;179 Abs.&nbsp;2 S&auml;tze&nbsp;1 und 2 i.V.m. &sect;&nbsp;180 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;a AO). Deren Einspruchsbefugnis wird jedoch durch &sect;&nbsp;352 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 AO eingeschr&auml;nkt. Diese Regelung ist dahin zu verstehen, dass die Personengesellschaft, ihrerseits vertreten durch ihre(n) Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer, f&uuml;r ihre Gesellschafter Einspruch gegen den Gewinnfeststellungsbescheid einlegen kann, der sich inhaltlich nicht an die Gesellschaft, sondern an die einzelnen Gesellschafter als Subjekte der Einkommensteuer richtet. Der Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer handelt f&uuml;r die einspruchsbefugte Gesellschaft, die ihrerseits &#8211;obwohl selbst nicht beschwert&#8211; im eigenen Namen die Rechte ihrer Gesellschafter wahrnimmt (BFH-Urteile vom 18.&nbsp;August 2015 I&nbsp;R&nbsp;42\/14, Rz&nbsp;9; vom 27.&nbsp;November 2008 IV&nbsp;R&nbsp;16\/06, BFH\/NV 2009, 783, unter II.1., m.w.N.). Die Vorschrift korrespondiert mit der weitgehend inhaltsgleichen Regelung in &sect;&nbsp;48 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 FGO, wonach die Prozessstandschaft der Personengesellschaft angeordnet wird (BFH-Urteil vom 3.&nbsp;Februar 2010 IV&nbsp;R&nbsp;45\/07, BFHE 228, 312, BStBl II 2010, 689, Rz&nbsp;12). Die Einspruchs- und Klagebefugnis der Gesellschafter wird daher von der Einspruchs- und Klagebefugnis der Gesellschaft w&auml;hrend deren Bestehens &uuml;berlagert.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Den Gesellschaftern steht neben der Gesellschaft eine eigene Einspruchsbefugnis daher nur zu, soweit in ihrer Person die Voraussetzungen der in &sect;&nbsp;352 Abs.&nbsp;1 Nrn.&nbsp;2 bis 5 AO genannten Sondertatbest&auml;nde erf&uuml;llt sind, die wiederum mit den pers&ouml;nlichen Klagerechten in &sect;&nbsp;48 Abs.&nbsp;1 Nrn.&nbsp;2 bis 5 FGO korrespondieren (BFH-Urteile vom 16.&nbsp;Mai 2013 IV&nbsp;R&nbsp;21\/10, Rz&nbsp;17, und vom 18.&nbsp;August 2015 I&nbsp;R&nbsp;42\/14, Rz&nbsp;10). Nach den hier allein in Betracht kommenden Regelungen in &sect;&nbsp;352 Abs.&nbsp;1 Nrn.&nbsp;4 und 5 AO (&sect;&nbsp;48 Abs.&nbsp;1 Nrn.&nbsp;4 und 5 FGO) steht einem Gesellschafter die Einspruchs- bzw. Klagebefugnis zu, wenn es im konkreten Streitfall darum geht, wer an dem festgestellten Betrag beteiligt ist und wie dieser sich auf die einzelnen Beteiligten verteilt (Nr.&nbsp;4), oder soweit es sich um eine Frage handelt, die einen Beteiligten pers&ouml;nlich angeht (Nr.&nbsp;5).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Allerdings wird die Einspruchsbefugnis nach &sect;&nbsp;352 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;5 AO (Klagebefugnis nach &sect;&nbsp;48 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;5 FGO) nicht allein dadurch er&ouml;ffnet, dass die gesondert und einheitlich festgestellten Besteuerungsgrundlagen Bedeutung f&uuml;r die Besteuerung des Gesellschafters haben. Insbesondere dann, wenn Uneinigkeit &uuml;ber die Qualifikation und\/oder die H&ouml;he der gemeinschaftlich erzielten Eink&uuml;nfte besteht, ist nach &sect;&nbsp;352 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 AO nur die Gesellschaft selbst rechtsbehelfsbefugt (BFH-Urteil vom 18.&nbsp;August 2015 I&nbsp;R&nbsp;42\/14, Rz&nbsp;10). Kennzeichen der in &sect;&nbsp;352 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;5 AO (&sect;&nbsp;48 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;5 FGO) angesprochenen pers&ouml;nlichen Streitfragen ist deshalb, dass sie nicht dem Bereich der gemeinschaftlichen Einkunftserzielung, sondern &#8211;wie bspw. die Frage &uuml;ber das Vorliegen oder die H&ouml;he von Sonderbetriebseinnahmen&#8211; der eigenen Sph&auml;re des Gesellschafters zugeordnet sind (BFH-Urteil vom 18.&nbsp;August 2015 I&nbsp;R&nbsp;42\/14, Rz&nbsp;10).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Ziel dieser Anfechtungsbeschr&auml;nkungen ist neben der Wahrung der Belange der Gesellschaft (insbesondere der gesellschaftsrechtlich begr&uuml;ndeten Gesch&auml;ftsf&uuml;hrungs- und Vertretungsbefugnisse sowie des Schutzes deren steuerrechtlicher Interessensph&auml;re) vor allem, die Rechtsbehelfe im Interesse der Verfahrens&ouml;konomie zu konzentrieren und damit &uuml;ber die streitigen und gegen&uuml;ber allen Beteiligten einheitlich zu treffenden Feststellungen in m&ouml;glichst nur einem Einspruchs- bzw. Klageverfahren zu entscheiden (BFH-Urteil vom 18.&nbsp;August 2015 I&nbsp;R&nbsp;42\/14, Rz&nbsp;11; BFH-Beschl&uuml;sse vom 31.&nbsp;Januar 1992 VIII&nbsp;B&nbsp;33\/90, BFHE 167, 5, BStBl II 1992, 559, unter 2.b und 2.c, und vom 7.&nbsp;April 2003 VIII&nbsp;R&nbsp;38\/02, BFH\/NV 2003, 916, unter II.2.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Entsprechend diesen Grunds&auml;tzen ist bei einem Streit um die H&ouml;he des Steuerbilanzgewinns der Gesellschaft und um dessen Erh&ouml;hung wegen Entnahmen aus dem Gesellschaftsverm&ouml;gen grunds&auml;tzlich nur die Gesellschaft nach &sect;&nbsp;352 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 AO einspruchsbefugt bzw. nach &sect;&nbsp;48 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 FGO klagebefugt (BFH-Urteil vom 17.&nbsp;Oktober 1985 IV&nbsp;R&nbsp;34\/84, BFH\/NV 1987, 374, unter 2., sowie BFH-Beschl&uuml;sse vom 6.&nbsp;August 1998 IV&nbsp;B&nbsp;123\/97, und in BFHE 204, 44, BStBl II 2004, 239, unter 2.a&nbsp;aa). Die Feststellung der H&ouml;he des Steuerbilanzgewinns betrifft nur den Bereich der gemeinschaftlichen Einkunftserzielung. Sie ist damit grunds&auml;tzlich keine Frage, die den Gesellschafter i.S. des &sect;&nbsp;352 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;5 AO bzw. &sect;&nbsp;48 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;5 FGO pers&ouml;nlich angeht. Die Einspruchs- bzw. Klagebefugnis gem&auml;&szlig; diesen Regelungen steht einem Gesellschafter in einem Verfahren betreffend die Erh&ouml;hung des Steuerbilanzgewinns einer Gesellschaft in Folge einer Entnahme ebenso wenig zu, wenn er sich lediglich auf die unzutreffende Verbuchung der Entnahmen auf den Kapitalkonten der Gesellschafter beruft und die Zurechnung des Steuerbilanzgewinns bzw. des Entnahmegewinns auf die Gesellschafter unstrittig ist (BFH-Beschluss vom 6.&nbsp;August 1998 IV&nbsp;B&nbsp;123\/97).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>dd) Ist nur die Verteilung des Entnahmegewinns bzw. dessen Zurechnung bei den Gesellschaftern in Streit, ergibt sich die Einspruchs- bzw. Klagebefugnis der Gesellschafter aus &sect;&nbsp;352 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;4 AO bzw. &sect;&nbsp;48 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;4 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Das FG ist von anderen Grunds&auml;tzen ausgegangen. Die Vorentscheidung war daher aufzuheben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Gegenstand des Einspruchsverfahrens ist nur die H&ouml;he des festgestellten Gesamthandsgewinns, soweit dieser durch den Wertansatz der Entnahme der Aktien der R AG erh&ouml;ht worden ist. Dass diese Gewinnerh&ouml;hung der Kl&auml;gerin zuzurechnen ist, steht zwischen den Beteiligten nicht in Streit. Dies folgt, wor&uuml;ber ebenfalls zwischen den Beteiligten Einvernehmen herrscht, aus der im Verschmelzungsvertrag getroffenen besonderen Gewinnverteilungsabrede (&sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;5 VV). Der Senat sieht insoweit von weiteren Ausf&uuml;hrungen ab.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Steht mithin nur die Gewinnauswirkung der Entnahme der Aktien der R AG und damit ausschlie&szlig;lich die Feststellung der H&ouml;he des Steuerbilanzgewinns der Gesellschaft, hier der Beigeladenen, in Streit, fehlt es der Kl&auml;gerin, anders als das FG meint, an einer eigenen Einspruchsbefugnis gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;352 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;4 AO. Ebenso wenig steht der Kl&auml;gerin eine solche nach &sect;&nbsp;352 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;5 AO zu.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(1) Soweit der erkennende Senat in dem Urteil vom 20.&nbsp;Oktober 1988 IV&nbsp;R&nbsp;97\/85 (BFH\/NV 1989, 511) ausgef&uuml;hrt hat, dass ein Gesellschafter ein eigenes Klagerecht habe, &quot;soweit es um den Wert der von ihm entnommenen Wohnungen (Sachentnahme) ging&quot;, waren diese Ausf&uuml;hrungen in dem zu entscheidenden Fall nicht entscheidungserheblich (sog. obiter dictum). Denn dort war nur zu beurteilen, ob dem Kl&auml;ger eine Klagebefugnis auch im Hinblick auf die Absetzung f&uuml;r Abnutzung zustand, was der Senat verneinte. Im &Uuml;brigen hat der Senat bereits im Beschluss in BFHE 204, 44, BStBl II 2004, 239, unter 2.a&nbsp;cc ausgef&uuml;hrt, dass den (nicht entscheidungserheblichen) Ausf&uuml;hrungen des Senats in dem Urteil in BFH\/NV 1989, 511 wohl die Vorstellung zu Grunde gelegen habe, dass bei einer Sachentnahme regelm&auml;&szlig;ig auch die Frage der Verteilung des durch die Entnahme entstandenen Gewinns auf die Gesellschafter in Streit stehe (zu den insoweit auftretenden Zweifelsfragen BFH-Urteil vom 28.&nbsp;September 1995 IV&nbsp;R&nbsp;39\/94, BFHE 179, 75, BStBl II 1996, 276, unter 2.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(2) Zu Unrecht st&uuml;tzt sich das FG f&uuml;r seine abweichende Rechtsauffassung zudem auf das BFH-Urteil vom 30.&nbsp;M&auml;rz 1999 VIII&nbsp;R&nbsp;29\/95 (BFH\/NV 1999, 1468). Auch dort ging es um die Gewinnzurechnung auf Grund einer Sachentnahme (Segelyacht) aus dem Gesamthandsverm&ouml;gen. Die eigene Klagebefugnis und damit die notwendige Beiladung der Gesellschafter begr&uuml;ndete der BFH indes nicht nur mit dem Streit &uuml;ber die H&ouml;he des etwaigen Entnahmegewinns, sondern auch mit dessen streitiger Zurechnung auf die Gesellschafter. So wird unter II.1. der Entscheidungsgr&uuml;nde ausgef&uuml;hrt, dass die Kommanditisten beizuladen seien, damit die Entscheidung &uuml;ber die H&ouml;he und die <strong>Zurechnung <\/strong>eines etwaigen Entnahmegewinns auch ihnen gegen&uuml;ber in Rechtskraft erwachse. Zudem verwies der BFH in diesem Zusammenhang auf das BFH-Urteil in BFH\/NV 1987, 374, in dem der erkennende Senat unter II.2. der Entscheidungsgr&uuml;nde ausgef&uuml;hrt hat, dass allein die Gesellschaft klagebefugt sei, wenn nur die H&ouml;he des Steuerbilanzgewinns wegen einer Entnahme aus dem Gesamthandsverm&ouml;gen Gegenstand des Klageverfahrens sei, sofern kein Streit dar&uuml;ber bestehe, nach welchem Schl&uuml;ssel der Steuerbilanzgewinn oder die Entnahmen den Gesellschaftern einkommensteuerrechtlich anteilig zuzurechnen seien. Es ist daher nicht ersichtlich, dass der BFH mit dem Urteil in BFH\/NV 1999, 1468 von der Entscheidung des BFH in BFH\/NV 1987, 374 abweichen wollte. Gleiches gilt f&uuml;r den BFH-Beschluss vom 20.&nbsp;Oktober 2003 VIII&nbsp;R&nbsp;15\/00 (BFH\/NV 2005, 1033, unter 1.). Auch dort hat der BFH das Erfordernis der Beiladung u.a. mit dem Verweis auf das Urteil in BFH\/NV 1999, 1468 begr&uuml;ndet. Zudem verweist der BFH im Hinblick auf die dort in Streit stehende verdeckte Entnahme auf das BFH-Urteil in BFHE 179, 75, BStBl II 1996, 276, in dem der BFH sich unter 2. der Entscheidungsgr&uuml;nde mit der im Schrifttum umstrittenen Frage der Zurechnung des Entnahmegewinns auseinandersetzt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(3) Auch auf den BFH-Beschluss in BFHE 204, 44, BStBl II 2004, 239 kann sich das FG f&uuml;r seine andere Rechtsauffassung nicht st&uuml;tzen. Soweit der erkennende Senat dort unter 2.a&nbsp;cc der Entscheidungsgr&uuml;nde ausgef&uuml;hrt hat, dass bei einer Sachentnahme Besonderheiten nur dann zu beachten seien, wenn die (auf Grund einer Sachentnahme) festgestellten Mehrgewinne ausschlie&szlig;lich einem Gesellschafter zugutegekommen und weder die Gesellschaft noch die anderen Gesellschafter in der Lage seien, etwa bestehende Erstattungsanspr&uuml;che durchzusetzen, beziehen sich diese Ausf&uuml;hrungen nicht auf die pers&ouml;nliche Betroffenheit i.S. des &sect;&nbsp;48 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;5 FGO, sondern auf die zuvor er&ouml;rterte Rechtsfrage, ob und in welchem Umfang einem Gesellschafter der Mehrgewinn aus einer von ihm durchgef&uuml;hrten Sachentnahme auf Grund des vereinbarten Gewinnverteilungsschl&uuml;ssels zuzurechnen ist. Die Zurechnung des Gewinns aus der Entnahme der Aktien der R AG steht aber &#8211;wie dargelegt&#8211; vorliegend nicht in Streit.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Fehlte der Kl&auml;gerin daher auch nach der bisherigen Rechtsprechung des BFH die Einspruchsbefugnis, kann diese auch nicht unter Vertrauensschutzgesichtspunkten bejaht werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Die Sache ist spruchreif. Das FG ist zutreffend davon ausgegangen, dass der Einspruch nur im Namen der Kl&auml;gerin eingelegt worden ist und eine Auslegung des Einspruchsschriftsatzes dahin, dass der Einspruch auch oder ausschlie&szlig;lich im Namen der Beigeladenen eingelegt worden ist, nicht in Betracht kommt. Das FA hat daher den Einspruch der Kl&auml;gerin zu Recht als unzul&auml;ssig verworfen. Die dagegen gerichtete isolierte Anfechtungsklage war mithin abzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Die Kostenentscheidung folgt aus &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;1 und &sect;&nbsp;139 Abs.&nbsp;4 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 28.9.2017, IV R 17\/15ECLI:DE:BFH:2017:U.280917.IVR17.15.0 Einspruchsbefugnis eines Gesellschafters bei Streit &uuml;ber die H&ouml;he eines Entnahmegewinns Leits&auml;tze NV: Bei einem Streit um die H&ouml;he des Steuerbilanzgewinns einer Personengesellschaft wegen Entnahmen aus dem Gesellschaftsverm&ouml;gen ist nur die Personengesellschaft einspruchsbefugt. Tenor Auf die Revision des Beklagten wird das Urteil des Finanzgerichts Mecklenburg-Vorpommern vom 22. Januar 2015&nbsp;&nbsp;3 &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iv-r-17-15-einspruchsbefugnis-eines-gesellschafters-bei-streit-ueber-die-hoehe-eines-entnahmegewinns\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">IV&nbsp;R&nbsp;17\/15 &#8211; Einspruchsbefugnis eines Gesellschafters bei Streit &uuml;ber die H&ouml;he eines Entnahmegewinns<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-68183","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/68183","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=68183"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/68183\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=68183"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=68183"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=68183"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}