{"id":68896,"date":"2018-01-14T13:06:26","date_gmt":"2018-01-14T11:06:26","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=68896"},"modified":"2018-01-14T13:06:26","modified_gmt":"2018-01-14T11:06:26","slug":"iv-r-1-16-fehlendes-feststellungsinteresse-der-gesellschafter-fuer-eine-nichtigkeitsfeststellungsklage-gegen-betriebssteuerbescheide-einer-personengesellschaft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iv-r-1-16-fehlendes-feststellungsinteresse-der-gesellschafter-fuer-eine-nichtigkeitsfeststellungsklage-gegen-betriebssteuerbescheide-einer-personengesellschaft\/","title":{"rendered":"IV&nbsp;R&nbsp;1\/16 &#8211; Fehlendes Feststellungsinteresse der Gesellschafter f&uuml;r eine Nichtigkeitsfeststellungsklage gegen Betriebssteuerbescheide einer Personengesellschaft"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 6.9.2017, IV R 1\/16<br \/>ECLI:DE:BFH:2017:U.060917.IVR1.16.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Fehlendes Feststellungsinteresse der Gesellschafter f&uuml;r eine Nichtigkeitsfeststellungsklage gegen Betriebssteuerbescheide einer Personengesellschaft<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>1. NV: Dem vermeintlichen Gesellschafter einer nicht existenten Personengesellschaft fehlt das Feststellungsinteresse f&uuml;r eine Nichtigkeitsfeststellungsklage gegen Gewerbesteuer-, Gewerbesteuermess- und Umsatzsteuerbescheide, welche an die Personengesellschaft gerichtet sind.<\/p>\n<\/p>\n<p>2. NV: Zu der von einem vermeintlichen Gesellschafter erhobenen Nichtigkeitsfeststellungsklage gegen einen Gewinnfeststellungsbescheid, mit dem Eink&uuml;nfte an einer nicht existenten Gesellschaft festgestellt werden, sind alle in dem Gewinnfeststellungsbescheid aufgef&uuml;hrten vermeintlichen Gesellschafter notwendig beizuladen.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Auf die Revision des Kl&auml;gers wird das Urteil des Finanzgerichts Berlin-Brandenburg vom 16. September 2014 2 K 9037\/06 B wegen Gewinnfeststellung 2000 und 2004 aufgehoben.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Sache wird insoweit an das Finanzgericht Berlin-Brandenburg zur&uuml;ckverwiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Im &Uuml;brigen wird die Revision des Kl&auml;gers als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen mit der Ma&szlig;gabe, dass die Klage wegen Gewerbesteuer (jeweils einschlie&szlig;lich Gewerbesteuermessbetrag) 2000 und 2004 sowie Umsatzsteuer 2001 bis 2004 als unzul&auml;ssig abgewiesen wird.<\/p>\n<\/p>\n<p>Dem Finanzgericht Berlin-Brandenburg wird die Entscheidung &uuml;ber die Kosten des gesamten Verfahrens &uuml;bertragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">I. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger und Revisionskl&auml;ger (Kl&auml;ger) ist Insolvenzverwalter &uuml;ber das Verm&ouml;gen des A. A erwarb im Jahr 1997 gemeinschaftlich bzw. in gesellschaftlicher Verbundenheit mit B drei bebaute Grundst&uuml;cke jeweils zu h&auml;lftigem Eigentum. Nachdem A und B zun&auml;chst davon ausgingen, dass die Objekte in drei verschiedenen Objektgesellschaften gehalten wurden, vertrat der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) auch nach entsprechender &Auml;u&szlig;erung des B und einer durchgef&uuml;hrten Au&szlig;enpr&uuml;fung die Auffassung, dass die drei Objekte in einer Gesamt-Gesellschaft, die einen gewerblichen Grundst&uuml;ckshandel betreibe, zusammengefasst worden seien. Entsprechend ermittelte das FA f&uuml;r die Gesamt-GbR &quot;zusammengefasste&quot; Eink&uuml;nfte aus gewerblichem Grundst&uuml;ckshandel und erlie&szlig; in der Folgezeit verschiedene (teilweise ge&auml;nderte) Bescheide, die als Inhaltsadressaten A und B als Gesellschafter der Gesamt-GbR bzw. die Gesamt-GbR auswiesen. Die Bescheide wurden A und B jeweils einzeln bekanntgegeben. Im Einzelnen handelt es sich um folgende Bescheide:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Bescheid vom 29.&nbsp;September 2005 &uuml;ber die gesonderte und einheitliche Feststellung der Eink&uuml;nfte (im weiteren Gewinnfeststellungsbescheid) f&uuml;r 2000;<br \/>Gewerbesteuermessbescheid f&uuml;r 2000 und Gewerbesteuerbescheid f&uuml;r 2000 vom 4.&nbsp;M&auml;rz 2005 in der ge&auml;nderten Fassung vom 17.&nbsp;November 2005;<br \/>Umsatzsteuerbescheid f&uuml;r 2001 vom 10.&nbsp;Februar 2006;<br \/>Umsatzsteuerbescheid f&uuml;r 2002 vom 10.&nbsp;Februar 2006;<br \/>Umsatzsteuerbescheid f&uuml;r 2003 vom 10.&nbsp;Februar 2006;<br \/>Umsatzsteuerbescheid f&uuml;r 2004 vom 10.&nbsp;Februar 2006;<br \/>Gewinnfeststellungsbescheid f&uuml;r 2004 vom 10.&nbsp;Februar 2006;<br \/>Gewerbesteuermessbescheid f&uuml;r 2004 und Gewerbesteuerbescheid f&uuml;r 2004 vom 10.&nbsp;Februar 2006.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Gegen s&auml;mtliche Bescheide legten A und B jeweils Einspr&uuml;che ein.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Vor Abschluss des Einspruchsverfahrens erhob A Klage, mit der er die Feststellung der Nichtigkeit der zuvor aufgef&uuml;hrten Bescheide, w&ouml;rtlich bezeichnet als &quot;Grundlagenbescheide&quot;, begehrte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Daneben hatte B, nachdem seine Einspr&uuml;che mit Einspruchsentscheidung vom 5.&nbsp;Mai 2006 als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen worden waren, beim Finanzgericht (FG) unter dem Aktenzeichen 2&nbsp;K&nbsp;&#8230; Anfechtungsklage gegen den Gewinnfeststellungsbescheid f&uuml;r 2000, den Umsatzsteuerbescheid f&uuml;r 2000 und den Gewerbesteuermessbescheid f&uuml;r 2000 erhoben. Mit der Klage wandte er sich sowohl gegen die H&ouml;he der festgestellten Eink&uuml;nfte als auch in Abkehr von bisherigen &Auml;u&szlig;erungen im Verwaltungsverfahren gegen das Bestehen einer Gesamt-GbR. Zu dem Klageverfahren lud das FG den Kl&auml;ger als Insolvenzverwalter des A gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;60 Abs.&nbsp;3 der Finanzgerichtsordnung (FGO) bei. Das FG gab der Klage mit Urteil vom 16.&nbsp;September 2014 insoweit statt, als es den Gewinnfeststellungsbescheid f&uuml;r die &quot;Gesamt-GbR&quot; f&uuml;r 2000 in Gestalt der Einspruchsentscheidung aufhob. Dabei ging es davon aus, dass eine &uuml;bergeordnete &quot;Gesamt-GbR&quot; nicht existiert habe, A und B vielmehr in drei steuerlich selbst&auml;ndig zu beurteilenden Objektgesellschaften t&auml;tig gewesen seien. Die Zusammenfassung der steuerlichen Ergebnisse in einem Gewinnfeststellungsbescheid sei daher rechtswidrig. Bez&uuml;glich des Umsatzsteuerbescheids f&uuml;r 2000 und des Gewerbesteuermessbescheids f&uuml;r 2000 wies das FG die Klage mangels Rechtsschutzbed&uuml;rfnisses als unzul&auml;ssig ab.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>W&auml;hrend des hier zu beurteilenden Klageverfahrens des A ist das Insolvenzverfahren &uuml;ber dessen Verm&ouml;gen er&ouml;ffnet und der Kl&auml;ger als Insolvenzverwalter bestellt worden. Der Kl&auml;ger hat das Klageverfahren aufgenommen.<br \/>Auf Nachfrage des Berichterstatters des FG hatte der damalige Prozessbevollm&auml;chtigte mit Schriftsatz vom 10.&nbsp;M&auml;rz 2006 mitgeteilt, dass die vorgenannten Bescheide den Streitgegenstand des finanzgerichtlichen Verfahrens bilden. In der m&uuml;ndlichen Verhandlung vom 16.&nbsp;September 2014 hat die jetzige Prozessbevollm&auml;chtigte des Kl&auml;gers beantragt, die Nichtigkeit der f&uuml;r die Gesamt-GbR ergangenen Grundlagenbescheide festzustellen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG hat die Klage als unbegr&uuml;ndet abgewiesen. Im Streitfall sei die Annahme der Existenz der Gesamt-GbR jedenfalls m&ouml;glich gewesen. Deshalb seien die angegriffenen Gewinnfeststellungsbescheide 2000 und 2004, auch wenn die Gesamt-GbR tats&auml;chlich nicht existiert haben sollte, nicht nichtig, sondern allenfalls rechtswidrig. Dies gelte gleicherma&szlig;en f&uuml;r die jedenfalls vor der m&uuml;ndlichen Verhandlung von dem Klagebegehren mitumfassten Gewerbesteuerbescheide und die Umsatzsteuerbescheide. Zudem seien diese Klagen mangels Rechtsschutzbed&uuml;rfnisses unzul&auml;ssig.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Klage k&ouml;nne auch nicht in eine Anfechtungsklage umgedeutet werden. Soweit sie auf die Feststellung einer Amtspflichtverletzung gerichtet sei, sei sie unzul&auml;ssig.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit der Revision r&uuml;gt der Kl&auml;ger die Verletzung materiellen Rechts, insbesondere des &sect;&nbsp;125 der Abgabenordnung (AO). Zu Unrecht habe das FG die Nichtigkeit der streitgegenst&auml;ndlichen Bescheide verneint. Zur Begr&uuml;ndung bezieht sich der Kl&auml;ger im Wesentlichen auf seine Ausf&uuml;hrungen in dem Verfahren 2&nbsp;K&nbsp;&#8230; und die Feststellungen, die dem in diesem Verfahren ergangenen FG-Urteil zu Grunde liegen. Zudem r&uuml;gt er eine Abweichung von dem Urteil des FG M&uuml;nchen vom 28.&nbsp;Januar 2004&nbsp;&nbsp;9&nbsp;K&nbsp;5400\/01, wonach ein gegen eine nicht existierende Mitunternehmerschaft gerichteter Gewinnfeststellungsbescheid stets nichtig sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Au&szlig;erdem r&uuml;gt der Kl&auml;ger, das FG habe verfahrensfehlerhaft die Klage, soweit sie auf die Feststellung des Nichtbestehens der Gesamt-GbR gerichtet gewesen sei, unter Hinweis auf die Vorrangigkeit einer Gestaltungs- und Leistungsklage (&sect;&nbsp;41 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 FGO) als unzul&auml;ssig angesehen. Das FG habe insoweit verkannt, dass &sect;&nbsp;41 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 FGO nicht anwendbar sei, wenn, wie im Streitfall, die Feststellung der Nichtigkeit eines Verwaltungsaktes begehrt werde. Dar&uuml;ber hinaus liege ein weiterer Verfahrensfehler vor, weil das FG eine klar feststehende Tatsache, hier das Nichtbestehen einer GbR, nicht ber&uuml;cksichtigt habe. Das FG h&auml;tte die von ihm in dem Verfahren 2&nbsp;K&nbsp;&#8230; festgestellte Nichtexistenz der Gesamt-GbR auch in dem vorliegenden Verfahren ber&uuml;cksichtigen m&uuml;ssen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Schlie&szlig;lich habe das FG die Klage hinsichtlich der damit ebenfalls begehrten Feststellung des Vorliegens einer Amtspflichtverletzung des FA zu Unrecht ebenfalls als unzul&auml;ssig abgewiesen. Die Klage sei jedenfalls mittlerweile in die Zul&auml;ssigkeit hineingewachsen, nachdem ein Rechtsanwalt mit der Geltendmachung etwaiger Schadensersatzanspr&uuml;che beauftragt worden sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger beantragt,<br \/>die Vorentscheidung aufzuheben und die Nichtigkeit folgender Bescheide auf Grund der Nichtexistenz der Gesamt-GbR festzustellen:<br \/>Gewinnfeststellungsbescheid vom 29.&nbsp;September 2005 f&uuml;r 2000;<br \/>Gewerbesteuermessbescheid f&uuml;r 2000 und Gewerbesteuerbescheid f&uuml;r 2000 vom 4.&nbsp;M&auml;rz 2005;<br \/>Umsatzsteuerbescheid f&uuml;r 2001 vom 10.&nbsp;Februar 2006;<br \/>Umsatzsteuerbescheid f&uuml;r 2002 vom 10.&nbsp;Februar 2006;<br \/>Umsatzsteuerbescheid f&uuml;r 2003 vom 10.&nbsp;Februar 2006;<br \/>Umsatzsteuerbescheid f&uuml;r 2004 vom 10.&nbsp;Februar 2006;<br \/>Gewinnfeststellungsbescheid f&uuml;r 2004 vom 10.&nbsp;Februar 2006;<br \/>Gewerbesteuermessbescheid f&uuml;r 2004 und Gewerbesteuerbescheid f&uuml;r 2004 vom 10.&nbsp;Februar 2006.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt,<br \/>die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zur Begr&uuml;ndung verweist es im Wesentlichen auf die Ausf&uuml;hrungen des FG. Auch l&auml;gen die ger&uuml;gten Verfahrensfehler nicht vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">II. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Senat legt das Klagebegehren des Kl&auml;gers dahin aus, dass dieser die Feststellung der Nichtigkeit hinsichtlich aller von ihm in seinem Klagebegr&uuml;ndungsschriftsatz vom 10.&nbsp;M&auml;rz 2006 aufgef&uuml;hrten Steuerbescheide beantragt hat. Zwar hat die Prozessbevollm&auml;chtigte in der m&uuml;ndlichen Verhandlung vor dem FG beantragt, die Nichtigkeit der f&uuml;r die Gesamt-GbR ergangenen &quot;Grundlagenbescheide&quot; festzustellen. Angesichts des gesamten Klagevorbringens hat der Senat, der an eine etwaige andere Auslegung des FG nicht gebunden w&auml;re (vgl. dazu u.a. Urteil des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 20.&nbsp;August 2015 IV&nbsp;R&nbsp;41\/12, Rz&nbsp;20), keinen Zweifel daran, dass von dem Antrag ungeachtet der etwas missverst&auml;ndlichen Formulierung s&auml;mtliche in dem o.g. Schriftsatz aufgef&uuml;hrten Steuerbescheide erfasst werden sollten. F&uuml;r eine dar&uuml;ber hinausgehende Auslegung des in der m&uuml;ndlichen Verhandlung gestellten Klageantrags dahin, dass dieser neben der Feststellung der Nichtigkeit der Steuerbescheide auch die Feststellung einer Amtspflichtverletzung und\/oder die Feststellung des Nichtbestehens einer Gesamt-GbR umfassen sollte, sieht der Senat keinen Raum. Dies auch deshalb nicht, weil die damit im Zusammenhang stehenden schrifts&auml;tzlichen Ausf&uuml;hrungen des prozesskundig vertretenen Kl&auml;gers in erster Linie als Begr&uuml;ndung f&uuml;r die geltend gemachte Nichtigkeit der streitgegenst&auml;ndlichen Steuerbescheide anzusehen sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ebenso legt der Senat das Revisionsbegehren dahin aus, dass dieses sich ebenfalls auf die Aufhebung der Vorentscheidung und die Feststellung der Nichtigkeit s&auml;mtlicher o.a. Steuerbescheide bezieht. Soweit der Kl&auml;ger den Umsatzsteuerbescheid 2004 nicht ausdr&uuml;cklich aufgef&uuml;hrt hat, d&uuml;rfte es sich dabei nur um ein redaktionelles Versehen handeln.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die so auszulegende Revision ist wegen Gewerbesteuer (jeweils einschlie&szlig;lich Gewerbesteuermessbetrag) 2000 und 2004 sowie Umsatzsteuer 2001 bis 2004 unbegr&uuml;ndet und daher insoweit zur&uuml;ckzuweisen (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;2 FGO). Dies jedoch mit der Ma&szlig;gabe, dass die Klage unzul&auml;ssig war (dazu unter 1.). Im &Uuml;brigen, wegen Gewinnfeststellung 2000 und 2004, ist die Revision begr&uuml;ndet. Sie f&uuml;hrt insoweit gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 FGO zur Aufhebung des angefochtenen Urteils und zur Zur&uuml;ckverweisung der Sache an das FG zur anderweitigen Verhandlung und Entscheidung (dazu unter 2.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Das FG hat die Klage wegen Gewerbesteuer 2000 und 2004 sowie wegen Umsatzsteuer 2001 bis 2004 im Ergebnis zu Recht abgewiesen. Die Klage ist jedoch nicht unbegr&uuml;ndet, sondern unzul&auml;ssig, da der Kl&auml;ger durch diese Steuerbescheide nicht in seinen Rechten verletzt ist und es ihm damit an dem erforderlichen Feststellungsinteresse fehlt (&sect;&nbsp;41 Abs.&nbsp;1 FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Das FG hat die Nichtigkeitsfeststellungsklage im Ergebnis zutreffend abgewiesen, weil der Kl&auml;ger durch die Gewerbesteuer- und die Gewerbesteuermessbescheide sowie die Umsatzsteuerbescheide nicht in seinen Rechten verletzt ist und ihm deshalb das berechtigte Interesse an der Feststellung (Feststellungsinteresse gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;41 Abs.&nbsp;1 FGO) der Nichtigkeit dieser Steuerbescheide fehlt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Wird das Gewerbe durch eine Personengesellschaft betrieben, ist Steuerschuldner der Gewerbesteuer und der Umsatzsteuer jeweils die Personengesellschaft (&sect;&nbsp;5 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 des Gewerbesteuergesetzes und &sect;&nbsp;13a i.V.m. &sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;1 des Umsatzsteuergesetzes). Ein gegen die Personengesellschaft gerichteter Gewerbesteuer- und Gewerbesteuermessbescheid sowie Umsatzsteuerbescheid kann deshalb grunds&auml;tzlich nur von der Gesellschaft angefochten werden. Rechte der Gesellschafter k&ouml;nnen durch die an die Gesellschaft als Steuerschuldner gerichteten Bescheide nicht verletzt sein. Insbesondere kann eine Vollstreckung aus diesen Bescheiden nur in das Gesellschaftsverm&ouml;gen erfolgen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Daher fehlt den (wirklichen oder vermeintlichen) Gesellschaftern die Klagebefugnis (&sect;&nbsp;40 Abs.&nbsp;2 FGO) f&uuml;r die im eigenen Namen erhobene Klage gegen die an die Gesellschaft gerichteten Steuerbescheide (vgl. BFH-Urteil vom 19.&nbsp;M&auml;rz 2009 IV&nbsp;R&nbsp;78\/06, BFHE 224, 428, BStBl II 2009, 803, unter II.1.b&nbsp;aa; BFH-Beschl&uuml;sse vom 5.&nbsp;M&auml;rz 2010 V&nbsp;B&nbsp;56\/09, und vom 31.&nbsp;Januar 2008 IV&nbsp;B&nbsp;151\/06). Zu einer die Klagebefugnis begr&uuml;ndenden Beschwer (&sect;&nbsp;40 Abs.&nbsp;2 FGO) der vermeintlichen Gesellschafter kann es erst dann kommen, wenn das FA ihnen gegen&uuml;ber wegen der Steuer- oder Haftungsschuld der Gesellschaft einen Haftungsbescheid erl&auml;sst. Im Rahmen dieses Verfahrens gegen den Haftungsbescheid kann der wirkliche oder vermeintliche Gesellschafter den Einwand erheben, dass es wegen Nichtbestehens der Gesellschaft zu keiner die Haftung begr&uuml;ndenden Prim&auml;rschuld der Gesellschaft gekommen ist. Mit diesem Einwand ist er auch nicht wegen der sog. Drittwirkung der Steuerfestsetzung (&sect;&nbsp;166 AO) ausgeschlossen, denn diese gilt nicht gegen&uuml;ber dem Gesellschafter einer Gesellschaft, der f&uuml;r Steuerschulden der Gesellschaft als Haftungsschuldner in Anspruch genommen worden ist, wenn er rechtlich nicht dazu in der Lage war, selbst die Festsetzung der steuerlichen Prim&auml;rschuld der Gesellschaft anzugreifen (BFH-Beschluss vom 10.&nbsp;April 2001 V&nbsp;B&nbsp;116\/00, BFH\/NV 2001, 1220; BFH-Urteil vom 16.&nbsp;Dezember 1997 VII&nbsp;R&nbsp;30\/97, BFHE 185, 105, BStBl II 1998, 319). Eine hierf&uuml;r erforderliche Alleinvertretungsbefugnis stand dem Kl&auml;ger f&uuml;r die GbR jedenfalls nicht zu (s. unter bb).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Auch zur Beseitigung des Rechtsscheins eines gegen eine angebliche Personengesellschaft gerichteten Steuerbescheids k&ouml;nnen nur die (angeblichen) Gesellschafter im Namen der Personengesellschaft Klage erheben (BFH-Beschluss vom 5.&nbsp;M&auml;rz 2010 V&nbsp;B&nbsp;56\/09).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Diese Grunds&auml;tze gelten ebenso f&uuml;r die hier vorliegende Nichtigkeitsfeststellungsklage. Auch insoweit fehlt den einzelnen vermeintlichen Gesellschaftern mangels eigener Rechtsbetroffenheit das Feststellungsinteresse f&uuml;r die im eigenen Namen erhobene Klage auf Feststellung der Nichtigkeit der gegen die vermeintlich existente Personengesellschaft gerichteten Steuerbescheide. Einer Geltendmachung der Nichtigkeit der Festsetzung der steuerlichen Prim&auml;rschuld steht &sect;&nbsp;166 AO schon deshalb nicht entgegen, weil die hierf&uuml;r erforderliche Unanfechtbarkeit des Steuerbescheids mangels Wirksamkeit (&sect;&nbsp;124 Abs.&nbsp;3 AO) ausscheidet (vgl. Heuermann in H&uuml;bschmann\/Hepp\/Spitaler &#8211;HHSp&#8211;, &sect;&nbsp;166 AO Rz&nbsp;6).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Bei Anwendung dieser Grunds&auml;tze ist die im Namen des Kl&auml;gers erhobene Nichtigkeitsfeststellungsklage unzul&auml;ssig.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Klage ist ausdr&uuml;cklich im Namen des Kl&auml;gers und nicht namens der Gesamt-GbR erhoben worden. Die Klage kann auch nicht rechtsschutzgew&auml;hrend als eine solche der Gesamt-GbR ausgelegt werden, da, ausgehend von der hier nur in Betracht kommenden gesetzlich geregelten Gesch&auml;ftsf&uuml;hrungs- und Vertretungsbefugnis der GbR, dem Kl&auml;ger keine Alleinvertretungsbefugnis f&uuml;r die Gesamt-GbR zustand. Die GbR wird im Klageverfahren durch die zu ihrer Gesch&auml;ftsf&uuml;hrung befugten Personen vertreten (vgl. &sect;&nbsp;58 Abs.&nbsp;2 FGO). Mangels entgegenstehender besonderer gesellschaftsvertraglicher Vereinbarungen, die im Streitfall auf Grund der behaupteten Nichtexistenz der Gesamt-GbR denknotwendig nicht bestehen k&ouml;nnen, steht die Gesch&auml;ftsf&uuml;hrung einer GbR den Gesellschaftern gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;709 Abs.&nbsp;1 des B&uuml;rgerlichen Gesetzbuchs (BGB) nur gemeinschaftlich zu, und die Gesellschafter sind nur gemeinschaftlich gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;714 BGB zur Vertretung der Gesellschaft nach au&szlig;en berechtigt. Eine wirksame Klageerhebung durch den Kl&auml;ger namens der Gesamt-GbR k&auml;me daher nicht in Betracht; dies steht mithin einer entsprechenden rechtsschutzgew&auml;hrenden Auslegung entgegen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Angesichts der besonderen verfahrensrechtlichen Situation im Streitfall sieht sich der Senat zu folgendem rechtlichen Hinweis veranlasst:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Das FG hat die Klage wegen Gewerbesteuer 2000 und 2004 sowie wegen Umsatzsteuer 2001 bis 2004 auch als unbegr&uuml;ndet abgewiesen. Insoweit hat es Bezug genommen auf seine Ausf&uuml;hrungen zu der Klage betreffend die Gewinnfeststellungsbescheide 2000 und 2004. Danach seien die Gewerbesteuer-, Gewerbesteuermess- sowie die Umsatzsteuerbescheide allenfalls rechtswidrig und nicht nichtig, wenn sie an eine nicht existente Personengesellschaft gerichtet seien. Die ausschlie&szlig;lich auf die Feststellung der Nichtigkeit der Bescheide gerichtete Feststellungsklage sei daher jedenfalls unbegr&uuml;ndet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Zu Unrecht hat das FG, wie der Kl&auml;ger zu Recht r&uuml;gt, seine Rechtsausf&uuml;hrungen betreffend die Gewinnfeststellungsbescheide (dazu unter 3.) auf die Umsatzsteuer-, Gewerbesteuer- und Gewerbesteuermessbescheide &uuml;bertragen. Letztere Bescheide sind vielmehr stets unwirksam, wenn sie an eine nicht existente Personengesellschaft gerichtet sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ein Verwaltungsakt leidet an schweren und offenkundigen M&auml;ngeln und ist deshalb nichtig (&sect;&nbsp;125 Abs.&nbsp;1 AO), wenn er inhaltlich nicht so bestimmt ist, dass ihm hinreichend sicher entnommen werden kann, was von wem verlangt wird. Konstituierender Bestandteil jedes Verwaltungsakts ist daher die Angabe des Inhaltsadressaten, d.h. desjenigen, dem gegen&uuml;ber der Einzelfall geregelt werden soll (BFH-Urteil vom 13.&nbsp;Oktober 2005 IV&nbsp;R&nbsp;55\/04, BFHE 211, 387, BStBl II 2006, 404, unter I.1., m.w.N.). Inhaltsadressat des Gewerbesteuer- sowie des Gewerbesteuermessbescheids und ebenso des Umsatzsteuerbescheids ist der Steuerschuldner. Wie bereits dargelegt, ist die Personengesellschaft Steuerschuldner der Gewerbesteuer und der Umsatzsteuer. Ein Gewerbesteuer- und Gewerbesteuermessbescheid sowie ein Umsatzsteuerbescheid, der an einen nicht oder nicht mehr existenten Steuerschuldner gerichtet ist, ist unwirksam (st&auml;ndige Rechtsprechung, u.a. BFH-Urteile vom 18.&nbsp;September 1980 V&nbsp;R&nbsp;175\/74, BFHE 132, 348, BStBl II 1981, 293; vom 10.&nbsp;April 1987 III&nbsp;R&nbsp;202\/83, BFHE 150, 1, BStBl II 1988, 165; vom 13.&nbsp;Dezember 2007 IV&nbsp;R&nbsp;91\/05, BFH\/NV 2008, 1289, und vom 15.&nbsp;April 2010 IV&nbsp;R&nbsp;67\/07, Rz&nbsp;16&nbsp;ff.). Sollte die Gesamt-GbR daher zu keinem Zeitpunkt existent gewesen sein, w&auml;ren die an sie als Inhaltsadressaten gerichteten Bescheide unwirksam. Das FG h&auml;tte daher die Nichtigkeitsfeststellungsklage nicht mit der Begr&uuml;ndung als unbegr&uuml;ndet abweisen d&uuml;rfen, dass die Existenz der Gesamt-GbR dahinstehen k&ouml;nne, da die vorgenannten Bescheide im Falle ihrer Nichtexistenz allenfalls rechtswidrig gewesen seien.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Die Revision des Kl&auml;gers wegen Gewinnfeststellung 2000 und 2004 ist begr&uuml;ndet. Sie f&uuml;hrt insoweit zur Aufhebung des angefochtenen Urteils und zur Zur&uuml;ckverweisung der Sache an das FG zur anderweitigen Verhandlung und Entscheidung (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG hat es verfahrensfehlerhaft unterlassen, den &#8211;vermeintlichen&#8211; (Mit-)Gesellschafter B nach &sect;&nbsp;60 Abs.&nbsp;3 FGO (notwendig) beizuladen. Eine unterbliebene notwendige Beiladung stellt einen vom Revisionsgericht von Amts wegen zu pr&uuml;fenden Versto&szlig; gegen die Grundordnung des Verfahrens dar (BFH-Urteile vom 12.&nbsp;Mai 2016 IV&nbsp;R&nbsp;27\/13, Rz&nbsp;17, m.w.N., und vom 19.&nbsp;Januar 2017 IV&nbsp;R&nbsp;50\/13, Rz&nbsp;12).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Nach &sect;&nbsp;60 Abs.&nbsp;3 Satz 1 FGO sind Dritte (notwendig) beizuladen, wenn sie an dem streitigen Rechtsverh&auml;ltnis derart beteiligt sind, dass die Entscheidung auch ihnen gegen&uuml;ber nur einheitlich ergehen kann. Dies gilt nicht f&uuml;r Mitberechtigte, die nach &sect;&nbsp;48 FGO nicht klagebefugt sind. Klagen nicht alle von mehreren nach &sect;&nbsp;48 FGO Klagebefugten, m&uuml;ssen deshalb die &uuml;brigen Klagebefugten mit Ausnahme solcher, die unter keinem denkbaren Gesichtspunkt von dem Ausgang des Rechtsstreits betroffen sind, zum Verfahren beigeladen werden (BFH-Urteil vom 19.&nbsp;Januar 2017 IV&nbsp;R&nbsp;50\/13, Rz&nbsp;13). &sect;&nbsp;48 FGO unterf&auml;llt neben der Anfechtungsklage auch die Feststellungklage, die auf die Feststellung der Nichtigkeit des Gewinnfeststellungsbescheids gerichtet ist (Brandis in Tipke\/Kruse, Abgabenordnung, Finanzgerichtsordnung, &sect;&nbsp;48 FGO Rz&nbsp;6; Steinhauff in HHSp, &sect;&nbsp;48 FGO Rz&nbsp;32).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;48 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 FGO ist jeder Gesellschafter, gegen den der Gewinnfeststellungsbescheid ergangen ist, klagebefugt, wenn zur Vertretung berufene Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer i.S. des &sect;&nbsp;48 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 FGO nicht vorhanden sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Bei Anwendung dieser Grunds&auml;tze ist im Streitfall B als vermeintlicher Gesellschafter der Gesamt-GbR notwendig zum Klageverfahren des Kl&auml;gers beizuladen. Da der Kl&auml;ger die Existenz der Gesamt-GbR als Grundvoraussetzung der streitgegenst&auml;ndlichen gesonderten und einheitlichen Gewinnfeststellung nach &sect;&nbsp;179 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 i.V.m. &sect;&nbsp;180 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;a AO mangels ausdr&uuml;cklich bzw. konkludent vereinbarten Gesellschaftsverh&auml;ltnisses bestreitet, fehlt es an einem zur Vertretung der vermeintlichen Gesamt-GbR berufenen Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer. Neben dem Kl&auml;ger war daher auch B als (vermeintlicher) Gesellschafter der (angeblich) existenten GbR klagebefugt und deshalb notwendig beizuladen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) &sect;&nbsp;123 Abs.&nbsp;1 Satz 2 FGO er&ouml;ffnet dem BFH die M&ouml;glichkeit, eine notwendige Beiladung im Revisionsverfahren nachzuholen (st&auml;ndige Rechtsprechung, z.B. BFH-Urteil vom 4.&nbsp;September 2014 IV&nbsp;R&nbsp;44\/13, Rz&nbsp;14, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Senat &uuml;bt dieses Ermessen dahingehend aus, die unterbliebene Beiladung nicht nachzuholen und die Sache zur erneuten Verhandlung und Entscheidung an das FG zur&uuml;ckzuverweisen. Dies ist im Streitfall zweckm&auml;&szlig;ig und ermessensgerecht. Der Senat vermag nicht zu &uuml;berblicken, ob B nicht seinerseits beim FG ein entsprechendes Klageverfahren f&uuml;r 2004 anh&auml;ngig gemacht hat und die notwendige Beiladung durch eine Verbindung der Verfahren zu ersetzen w&auml;re (&sect;&nbsp;73 Abs.&nbsp;1 und Abs.&nbsp;2 FGO). Dies ist jedenfalls nicht fernliegend, da B auch gegen den Gewinnfeststellungsbescheid 2000 beim selben Senat Anfechtungsklage erhoben hat, der Kl&auml;ger zu diesem Verfahren beigeladen und dieses Verfahren, was dem Senat erst w&auml;hrend des Revisionsverfahrens zur Kenntnis gelangt ist, mit rechtskr&auml;ftigem Urteil vom selben Tag beendet worden ist (s. dazu auch unter II.3.b).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>37<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Zur Verfahrensbeschleunigung wegen Gewinnfeststellung 2000 und 2004 weist der Senat &#8211;allerdings ohne Bindungswirkung f&uuml;r den zweiten Rechtsgang&#8211; auf Folgendes hin:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>38<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Das FG hat die Feststellung der Nichtigkeit der Gewinnfeststellungsbescheide 2000 und 2004 zu Recht abgelehnt, da diese, soweit sie zu Unrecht an den Kl&auml;ger und B als Gesellschafter einer Gesamt-GbR gerichtet waren, allenfalls rechtswidrig sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>39<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;122 Abs.&nbsp;1 Satz 1 AO ist ein Verwaltungsakt demjenigen bekanntzugeben, f&uuml;r den er bestimmt ist oder der von ihm betroffen wird. Steuerbescheide sind daher gegen&uuml;ber dem Steuerschuldner bekanntzugeben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>40<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Ein Steuerbescheid, der sich an einen materiell-rechtlich falschen, aber existenten Steuerpflichtigen richtet, ist nicht mangels inhaltlicher Unbestimmtheit gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;125 Abs.&nbsp;1 AO nichtig, sondern nur rechtswidrig (BFH-Beschluss vom 14.&nbsp;Februar 2006 II&nbsp;B&nbsp;2\/05, BFH\/NV 2006, 1245, unter II.1.b).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>41<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Da in Gewinnfeststellungsbescheiden nur die Besteuerungsgrundlagen festgestellt werden und nicht eine Steuerschuld festgesetzt wird, f&uuml;hrt die in &sect;&nbsp;181 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 AO angeordnete sinngem&auml;&szlig;e Anwendung der Vorschriften &uuml;ber Steuerbescheide auf Gewinnfeststellungsbescheide dazu, dass an die Stelle des Steuerschuldners i.S. des &sect;&nbsp;157 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 AO der Feststellungsbeteiligte als der Inhaltsadressat tritt (BFH-Urteil vom 10.&nbsp;Mai 2012 IV&nbsp;R&nbsp;34\/09, BFHE 239, 485, BStBl II 2013, 471, Rz&nbsp;27). Richtet sich der Gewinnfeststellungsbescheid daher an existente Inhaltsadressaten, ist dieser Bescheid, auch wenn die Gesellschaft, deren Eink&uuml;nfte und mit ihnen im Zusammenhang stehende andere Besteuerungsgrundlagen festgestellt worden sind, tats&auml;chlich nicht existieren sollte, nur rechtswidrig (vgl. BFH-Beschl&uuml;sse vom 27.&nbsp;M&auml;rz 1986 I&nbsp;S&nbsp;16\/85, BFH\/NV 1986, 632, unter 1.b, und vom 6.&nbsp;M&auml;rz 2013 X&nbsp;B&nbsp;14\/13; anderer Ansicht FG M&uuml;nchen, Urteil vom 28.&nbsp;Januar 2004&nbsp;&nbsp;9&nbsp;K&nbsp;5400\/01, unter 1.b).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>42<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>dd) Bei Anwendung dieser Grunds&auml;tze sind die Gewinnfeststellungsbescheide 2000 und 2004 allenfalls rechtswidrig, sollte die Gesamt-GbR, wie von dem Kl&auml;ger behauptet und so auch von dem FG mit Urteil im Parallelverfahren 2&nbsp;K&nbsp;&#8230; gegen den n&auml;mlichen Gewinnfeststellungsbescheid f&uuml;r 2000 festgestellt, nicht existent gewesen sein. In diesem Zusammenhang weist der Senat darauf hin, dass grunds&auml;tzlich verschiedene Feststellungsverfahren durchzuf&uuml;hren sind, auch wenn an mehreren, jeweils ein Objekt betreffenden Personengesellschaften quotengleich dieselben Gesellschafter beteiligt sind (BFH-Beschluss vom 29.&nbsp;September 2005 VIII&nbsp;B&nbsp;301\/04, BFH\/NV 2006, 14).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>43<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Die Klage wegen Gewinnfeststellung 2000 ist zudem zwischenzeitlich unzul&auml;ssig geworden, da das Rechtsschutzbed&uuml;rfnis jedenfalls w&auml;hrend des Revisionsverfahrens weggefallen ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>44<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Das Rechtsschutzinteresse an einer Klage muss auch noch im Zeitpunkt der Entscheidung durch den BFH &uuml;ber die Revision vorliegen. Ob die Sachurteilsvoraussetzungen gegeben sind, muss der BFH von Amts wegen pr&uuml;fen (BFH-Urteil vom 18.&nbsp;August 2015 V&nbsp;R&nbsp;39\/14, BFHE 251, 125, BStBl II 2017, 755, Rz&nbsp;21). F&auml;llt das Rechtsschutzinteresse w&auml;hrend des Revisionsverfahrens weg, entf&auml;llt diese Sachentscheidungsvoraussetzung auch f&uuml;r die Klage (BFH-Urteile vom 8.&nbsp;M&auml;rz 1996 VIII&nbsp;R&nbsp;92\/89, BFH\/NV 1996, 776, und in BFHE 251, 125, BStBl II 2017, 755, Rz&nbsp;21).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>45<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Die Feststellungsklage ist nach &sect;&nbsp;41 Abs.&nbsp;1 FGO nur zul&auml;ssig, wenn ein berechtigtes Interesse an der Feststellung besteht (Rechtsschutzinteresse). Dieses ist jedenfalls dann nicht gegeben, wenn &uuml;ber die Rechtm&auml;&szlig;igkeit des Verwaltungsakts (hier Gewinnfeststellungsbescheid f&uuml;r die Gesamt-GbR f&uuml;r 2000 vom 29.&nbsp;September 2005), dessen Nichtigkeit festgestellt werden soll, bereits rechtskr&auml;ftig und die Beteiligten gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;110 Abs.&nbsp;1 FGO bindend entschieden worden ist (BFH-Beschluss vom 5.&nbsp;Dezember 1995 VII&nbsp;S&nbsp;19\/95, BFH\/NV 1996, 499, und FG Baden-W&uuml;rttemberg, Urteil vom 17.&nbsp;August 2015&nbsp;&nbsp;9&nbsp;K&nbsp;3319\/13, unter 3.b, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>46<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) So verh&auml;lt es sich vorliegend. Das FG hat mit Urteil vom 16.&nbsp;September 2014&nbsp;&nbsp;2&nbsp;K&nbsp;&#8230; den Gewinnfeststellungsbescheid f&uuml;r die Gesamt-GbR f&uuml;r 2000 vom 29.&nbsp;September 2005 in Gestalt der Einspruchsentscheidung vom 5.&nbsp;Mai 2006 aufgehoben. Zu diesem Verfahren war der Kl&auml;ger gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;60 Abs.&nbsp;3 FGO beigeladen und damit Beteiligter i.S. des &sect;&nbsp;57 Nr.&nbsp;3 FGO. Da gegen das Urteil kein Rechtsmittel eingelegt worden ist, ist es rechtskr&auml;ftig. Es bindet daher, soweit &uuml;ber den Streitgegenstand (hier den Gewinnfeststellungsbescheid der Gesamt-GbR f&uuml;r 2000) entschieden worden ist, die Beteiligten. Das Rechtsschutzinteresse an der Feststellung der Nichtigkeit des hier streitgegenst&auml;ndlichen Gewinnfeststellungsbescheids 2000 ist deshalb als Folge dessen bestandskr&auml;ftiger Aufhebung sp&auml;testens w&auml;hrend des Revisionsverfahrens entfallen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>47<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Die Kostenentscheidung beruht auf &sect;&nbsp;143 Abs.&nbsp;2 FGO. Die teilweise Aufhebung der Vorentscheidung schlie&szlig;t die Aufhebung der Kostenentscheidung mit ein, da sie nicht geteilt werden kann. Bei teilweiser Zur&uuml;ckverweisung der Sache muss das FG im zweiten Rechtszug erneut &uuml;ber die gesamten Kosten des Verfahrens einschlie&szlig;lich der Kosten des Revisionsverfahrens entscheiden (Einheitlichkeit der Kostenentscheidung, vgl. BFH-Urteil vom 17.&nbsp;November 2011 IV&nbsp;R&nbsp;2\/09, Rz&nbsp;50).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 6.9.2017, IV R 1\/16ECLI:DE:BFH:2017:U.060917.IVR1.16.0 Fehlendes Feststellungsinteresse der Gesellschafter f&uuml;r eine Nichtigkeitsfeststellungsklage gegen Betriebssteuerbescheide einer Personengesellschaft Leits&auml;tze 1. NV: Dem vermeintlichen Gesellschafter einer nicht existenten Personengesellschaft fehlt das Feststellungsinteresse f&uuml;r eine Nichtigkeitsfeststellungsklage gegen Gewerbesteuer-, Gewerbesteuermess- und Umsatzsteuerbescheide, welche an die Personengesellschaft gerichtet sind. 2. NV: Zu der von einem vermeintlichen Gesellschafter erhobenen Nichtigkeitsfeststellungsklage &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iv-r-1-16-fehlendes-feststellungsinteresse-der-gesellschafter-fuer-eine-nichtigkeitsfeststellungsklage-gegen-betriebssteuerbescheide-einer-personengesellschaft\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">IV&nbsp;R&nbsp;1\/16 &#8211; Fehlendes Feststellungsinteresse der Gesellschafter f&uuml;r eine Nichtigkeitsfeststellungsklage gegen Betriebssteuerbescheide einer Personengesellschaft<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-68896","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/68896","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=68896"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/68896\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=68896"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=68896"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=68896"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}