{"id":68897,"date":"2018-01-14T13:02:27","date_gmt":"2018-01-14T11:02:27","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=68897"},"modified":"2018-01-14T13:02:27","modified_gmt":"2018-01-14T11:02:27","slug":"i-r-97-15-auslaendisches-amtshilfeersuchen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/i-r-97-15-auslaendisches-amtshilfeersuchen\/","title":{"rendered":"I&nbsp;R&nbsp;97\/15 &#8211; Ausl&auml;ndisches Amtshilfeersuchen"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 12.9.2017, I R 97\/15<br \/>ECLI:DE:BFH:2017:U.120917.IR97.15.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Ausl&auml;ndisches Amtshilfeersuchen<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>1. NV: Zum Rechtsschutz gegen ein Urkundenvorlageverlangen des FA als sog. Vornahmebeh&ouml;rde im Rahmen eines beim BZSt eingegangenen ausl&auml;ndischen Amtshilfeersuchens.<\/p>\n<\/p>\n<p>2. NV: Auch bei Amtshilferegelungen zur Erteilung von Spontanausk&uuml;nften sind die Grenzen des &sect; 194 Abs. 3 AO f&uuml;r die Anfertigung von Kontrollmitteilungen zu beachten.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Auf die Revision des Beklagten wird das Urteil des Finanzgerichts Baden-W&uuml;rttemberg, Au&szlig;ensenate Freiburg, vom 25. Juni 2015 3 K 2419\/14 aufgehoben.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Sache wird an das Finanzgericht Baden-W&uuml;rttemberg, Au&szlig;ensenate Freiburg, zur&uuml;ckverwiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Diesem wird die Entscheidung &uuml;ber die Kosten des Revisionsverfahrens &uuml;bertragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">I. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Beteiligten streiten &uuml;ber eine Aufforderung, Gesch&auml;ftsunterlagen im Rahmen eines Amtshilfeersuchens der italienischen Finanzverwaltung vorzulegen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin und Revisionsbeklagte (Kl&auml;gerin), eine GmbH, war im Streitzeitraum Veranstalter von Ferienhausaufenthalten, f&uuml;r die im Internet und in Katalogen geworben wurde. In Italien verf&uuml;gte sie &uuml;ber einen Wohnungsbestand von ca. 4&nbsp;500 bis 5&nbsp;000&nbsp;Einheiten. Mit den Eigent&uuml;mern der Ferienwohnungen schloss sie &#8211;&uuml;ber mehrere in Italien ans&auml;ssige Agenten&#8211; f&uuml;r die gesamte Saison Mietvertr&auml;ge ab. Die Kl&auml;gerin stellte den Reisenden sodann in eigenem Namen die Wohnung f&uuml;r den gebuchten Zeitraum zur Verf&uuml;gung. Die Nutzungsvertr&auml;ge sahen zumeist nicht vor, dass von der Kl&auml;gerin noch bestimmte Nebenleistungen, wie z.B. Bettw&auml;sche- und Handtuchservice, Schlussreinigung, Skip&auml;sse, geschuldet werden. Diesbez&uuml;glich gab es regelm&auml;&szlig;ig Abmachungen zwischen den Eigent&uuml;mern der Wohnungen und den Touristen. Diese leisteten die entsprechenden Zahlungen daher auch nicht an die Kl&auml;gerin, sondern unmittelbar an die Eigent&uuml;mer.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Amtshilfeersuchen der italienischen Finanzverwaltung an das Bundeszentralamt f&uuml;r Steuern (BZSt) wird u.a. ausgef&uuml;hrt, dass die Eigent&uuml;mer der Ferienwohnungen es unterlassen w&uuml;rden, die Einkommen aus den Gelegenheitsgesch&auml;ftst&auml;tigkeiten in ihren Steuererkl&auml;rungen anzugeben. Es werde um die &quot;Einholung&quot; der zwischen der Kl&auml;gerin und den Eigent&uuml;mern geschlossenen Vertr&auml;ge und der Bank&uuml;berweisungen gebeten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das BZSt &uuml;bersandte das Ersuchen an den Beklagten und Revisionskl&auml;ger (Finanzamt &#8211;FA&#8211;) und bat darum, die Ermittlungen durchzuf&uuml;hren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA forderte unter dem Betreff Auskunftsersuchen der italienischen Steuerverwaltung bei der Kl&auml;gerin mit Schreiben vom 5.&nbsp;Februar 2013 die Mietvertr&auml;ge und die Bankunterlagen f&uuml;r den Zeitraum Januar 2008 bis September 2012 unter Fristsetzung an. Der Kl&auml;gerin wurde zugleich Gelegenheit zur Stellungnahme gegeben. Das Schreiben enthielt des Weiteren eine Rechtsbehelfsbelehrung und den Hinweis, dass Ermittlungsma&szlig;nahmen mit Au&szlig;enwirkung aufgrund eines ausl&auml;ndischen Auskunftsersuchens, die sich gegen inl&auml;ndische Beteiligte richteten, Verwaltungsakte seien, die mit dem Einspruch angefochten werden k&ouml;nnten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit Schreiben vom 4.&nbsp;M&auml;rz 2013 legte die Kl&auml;gerin gegen die Anordnung des FA vom 5.&nbsp;Februar 2013 Einspruch ein. Zur Begr&uuml;ndung f&uuml;hrte sie aus, es sei unklar, in welchem Verfahrensstadium man sich befinde. Man bitte au&szlig;erdem um Mitteilung, ob gegen sie selbst in Italien ermittelt werde. Die Kontaktdaten der zust&auml;ndigen italienischen Beh&ouml;rde seien au&szlig;erdem zu nennen und Akteneinsicht zu gew&auml;hren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA wies den Einspruch am 25.&nbsp;Juni 2014 zur&uuml;ck. Das Auskunftsersuchen sei zul&auml;ssig, es gr&uuml;nde sich auf &sect;&nbsp;117 der Abgabenordnung (AO) i.V.m. dem Abkommen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Italienischen Republik zur Vermeidung der Doppelbesteuerung auf dem Gebiet der Steuern vom Einkommen und vom Verm&ouml;gen und zur Verhinderung der Steuerverk&uuml;rzung vom 18.&nbsp;Oktober 1989 (BGBl II 1990, 743, BStBl I 1990, 397) und dem Gesetz &uuml;ber die Durchf&uuml;hrung der gegenseitigen Amtshilfe in Steuersachen zwischen den Mitgliedstaaten der Europ&auml;ischen Union (EU-Amtshilfegesetz &#8211;EUAHiG&#8211;) vom 26.&nbsp;Juni 2013 (BGBl I 2013, 1809). Zentrales Verbindungsb&uuml;ro sei das BZSt. Die zust&auml;ndige Finanzbeh&ouml;rde habe die Zul&auml;ssigkeit des Ersuchens nicht zu pr&uuml;fen. Vorliegend habe das FA die entsprechenden Unterlagen bei der Kl&auml;gerin zu Recht zur Weiterleitung an das BZSt angefordert.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In zeitlichem Zusammenhang mit dem Amtshilfeersuchen ordnete das FA am 8.&nbsp;Februar 2013 eine Au&szlig;enpr&uuml;fung bei der Kl&auml;gerin f&uuml;r den Zeitraum 2008 bis 2011 an. Diese wurde nach einer Unterbrechung im Juli 2014 beendet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Rahmen der Au&szlig;enpr&uuml;fung wurde auf der Basis kl&auml;gerischer Informationen vom FA eine CD erstellt, auf der sich u.a. s&auml;mtliche Buchungen des Sachkontos Eink&auml;ufe f&uuml;r den Pr&uuml;fungszeitraum (1.&nbsp;Januar 2008 bis 31.&nbsp;Oktober 2011) befanden, soweit sie italienische Gesch&auml;ftspartner der Kl&auml;gerin betrafen (sog. Vermieter-CD). Das FA leitete diese CD an das BZSt weiter. Es ging hierbei davon aus, dass es sich um eine Spontanauskunft i.S. des EU-Amtshilfegesetzes handele, &uuml;ber deren Zul&auml;ssigkeit das BZSt zu entscheiden habe. Zu einer Weitergabe der Vermieter-CD an die italienische Finanzverwaltung ist es bislang noch nicht gekommen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin hat am 18.&nbsp;Juli 2014 &quot;wegen: Auskunftsersuchen der italienischen Steuerbeh&ouml;rde\/Einspruchsentscheidung vom 25.&nbsp;Juni 2014&quot; Klage beim Finanzgericht (FG) Baden-W&uuml;rttemberg erhoben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit Urteil vom 25.&nbsp;Juni 2015&nbsp;&nbsp;3&nbsp;K&nbsp;2419\/14 (Entscheidungen der Finanzgerichte &#8211;EFG&#8211; 2016, 695) stellte das FG unter vollst&auml;ndiger Klagestattgabe fest, &quot;dass die an die Kl&auml;gerin gerichtete Aufforderung des Beklagten vom 5.&nbsp;Februar 2013, Unterlagen f&uuml;r die Anfertigung von Kontrollmitteilungen im Rahmen des Auskunftsersuchens der Guardia di Finanza vom Januar 2013 vorzulegen, rechtswidrig ist&quot;.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Urteilsformel, die den zitierten Hauptsacheausspruch enth&auml;lt, wurde von den beteiligten Berufsrichtern unterschrieben und am 25.&nbsp;Juni 2015 der Gesch&auml;ftsstelle des 3.&nbsp;Senats des FG &uuml;bermittelt und die Urteilsformel einem Vertreter des FA und dem Prozessbevollm&auml;chtigten der Kl&auml;gerin noch im Juni 2015 telefonisch durch die Gesch&auml;ftsstelle bekanntgegeben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das mit Tatbestand und Entscheidungsgr&uuml;nden versehene schriftliche und den Beteiligten im Dezember 2015 zugestellte Urteil enth&auml;lt im Hauptsacheausspruch einen anderen Tenor. Unter Ziffer&nbsp;1 wird dort &quot;festgestellt, dass die an die Kl&auml;gerin gerichtete Aufforderung des Beklagten vom 5.&nbsp;Februar 2013, Unterlagen f&uuml;r die Anfertigung von Kontrollmitteilungen im Rahmen des Auskunftsersuchens der Guardia di Finanza vom Januar 2013 vorzulegen, f&uuml;r den Zeitraum vom 1.&nbsp;Januar 2008 bis zum 31.&nbsp;Oktober 2011 rechtswidrig ist&quot;. Unter Ziffer&nbsp;2 der Urteilsformel hei&szlig;t es: &quot;Die an die Kl&auml;gerin gerichtete Aufforderung vom 5.&nbsp;Februar 2013 in Gestalt der Einspruchsentscheidung vom 25.&nbsp;Juni 2014 f&uuml;r den Zeitraum vom 1.&nbsp;November 2011 bis zum 30.&nbsp;September 2012 wird (ersatzlos) aufgehoben.&quot;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dagegen wendet sich das FA mit seiner Revision.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt, das FG-Urteil aufzuheben und die Klage abzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin beantragt sinngem&auml;&szlig;, die Revision als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">II. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Revision des FA ist begr&uuml;ndet. Das FG-Urteil ist bereits deshalb aufzuheben, weil die Vorinstanz seiner Entscheidung ein Klagebegehren zugrunde gelegt hat, das mit dem tats&auml;chlichen Begehren der Kl&auml;gerin nicht &uuml;bereinstimmt (&sect;&nbsp;96 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Zur Grundordnung des Verfahrens geh&ouml;rt der Grundsatz der Bindung an das Klagebegehren, der f&uuml;r das finanzgerichtliche Verfahren in &sect;&nbsp;96 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 FGO zum Ausdruck kommt. Nach diesem Grundsatz darf das Gericht nicht &uuml;ber das Klagebegehren, das regelm&auml;&szlig;ig im Klageantrag seinen formgerechten Ausdruck findet, hinausgehen. Es darf dabei dem Kl&auml;ger nicht mehr (&quot;ne ultra petita&quot;) oder etwas anderes (&quot;aliud&quot;) zusprechen, als er begehrt. Dabei ist das Gericht nach &sect;&nbsp;96 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 Halbsatz&nbsp;2 FGO nicht an die Fassung des Klageantrags gebunden, sondern hat im Wege der Auslegung den Willen der Beteiligten anhand der erkennbaren Umst&auml;nde zu ermitteln. Das Wesen der Klage wird nicht durch den &#8211;formalen&#8211; Klageantrag bestimmt, sondern durch den begehrten richterlichen Ausspruch (zum Vorstehenden z.B. Urteil des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 31.&nbsp;Januar 2013 III&nbsp;R&nbsp;15\/10, BFH\/NV 2013, 1071, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Nichtbeachtung der Bindung an das Klagebegehren f&uuml;hrt zu einem Versto&szlig; gegen die Grundordnung des Verfahrens, der vom Revisionsgericht auch ohne R&uuml;ge eines Beteiligten von Amts wegen zu beachten ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Nach diesen Grunds&auml;tzen ist das FG im Streitfall zwar nicht &uuml;ber das Klagebegehren hinausgegangen (nachfolgend unter a), es hat allerdings nicht &uuml;ber das von der Kl&auml;gerin bestimmte, sondern &uuml;ber ein anderes Begehren entschieden (nachfolgend unter b).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Nach dem Protokoll der m&uuml;ndlichen Verhandlung vor dem FG, das Beweis f&uuml;r die tats&auml;chlich von den Beteiligten gestellten Antr&auml;ge erbringt und der Beurkundung der Antr&auml;ge im Urteilstatbestand vorgeht (BFH-Urteil vom 18.&nbsp;Juni 1993 VI&nbsp;R&nbsp;67\/90, BFHE 171, 515, BStBl II 1994, 182), hat die Kl&auml;gerin beantragt, &quot;festzustellen, dass die an die Kl&auml;gerin gerichtete Aufforderung des Beklagten vom 05.02.2013, Unterlagen f&uuml;r die Anfertigung von Kontrollmitteilungen im Rahmen des Auskunftsersuchens der Guardia di Finanza vom Januar 2013 vorzulegen, rechtswidrig ist&quot;.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit dem vollst&auml;ndig schriftlich abgefassten und den Beteiligten zugestellten Urteil wird &uuml;ber diesen Antrag zwar hinausgegangen, weil dort unter Ziffer&nbsp;2 des Tenors die Aufforderung des FA vom 5.&nbsp;Februar 2013 betreffend den Zeitraum vom 1.&nbsp;November 2011 bis zum 30.&nbsp;September 2012 &quot;(ersatzlos) aufgehoben&quot; wird und ein solcher kassatorischer Urteilsausspruch (vgl. &sect;&nbsp;100 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 FGO) &uuml;ber die Feststellung der Rechtswidrigkeit der Aufforderung (auch f&uuml;r diesen Zeitraum) im Sinne eines &quot;Mehr&quot; hinausgeht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ma&szlig;geblich f&uuml;r die Beurteilung eines Versto&szlig;es gegen &sect;&nbsp;96 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 FGO ist im Streitfall allerdings nicht das den Beteiligten zugestellte Urteil, sondern das den Beteiligten von der Gesch&auml;ftsstelle des FG telefonisch bekanntgegebene Urteil. Dieses Urteil enth&auml;lt ausschlie&szlig;lich die &#8211;allein von der Kl&auml;gerin beantragte&#8211; Feststellung der Rechtswidrigkeit der Anordnung vom 5.&nbsp;Februar 2013.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Ma&szlig;geblichkeit des von der Gesch&auml;ftsstelle bekanntgegebenen Urteils folgt aus &sect;&nbsp;104 Abs.&nbsp;2 FGO und der zu dieser Vorschrift ergangenen h&ouml;chstrichterlichen Rechtsprechung. Im Streitfall wurde die Urteilsformel des &#8211;nicht gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;104 Abs.&nbsp;1 FGO verk&uuml;ndeten&#8211; Urteils der Gesch&auml;ftsstelle gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;104 Abs.&nbsp;2 FGO &uuml;bermittelt. Der Tenor wurde sodann von beiden Beteiligten telefonisch bei der Gesch&auml;ftsstelle abgefragt. Nach st&auml;ndiger BFH-Rechtsprechung tritt mit der &#8211;auch formlos m&ouml;glichen, z.B. telefonischen&#8211; Bekanntgabe des Tenors durch die Gesch&auml;ftsstelle die Bindung des Gerichts ein. Das Urteil &quot;gilt als verk&uuml;ndet&quot; und ist fortan kein blo&szlig;es ab&auml;nderbares Internum mehr (z.B. BFH-Beschluss vom 8.&nbsp;M&auml;rz 2011 IV&nbsp;S&nbsp;14\/10, BFH\/NV 2011, 1161, m.w.N.). Einerseits durfte das FG daher bei der Abfassung des mit Tatbestand und Gr&uuml;nden versehenen Urteils den Tenor nicht mehr &auml;ndern. Andererseits f&uuml;hrte die Bindung an das bereits telefonisch bekannt gegebene Urteil dazu, dass mit diesem &uuml;ber den Feststellungsantrag der Kl&auml;gerin nicht hinausgegangen wurde.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Das FG hat den Klageantrag der Kl&auml;gerin zu Unrecht dahingehend ausgelegt, dass im Wege einer Fortsetzungsfeststellungsklage &uuml;ber die Rechtswidrigkeit der Aufforderung vom 5.&nbsp;Februar 2013, Unterlagen f&uuml;r die Anfertigung von Kontrollmitteilungen vorzulegen, zu befinden sei. Ausweislich des Urteilstatbestands hat der Vorsitzende des FG auf die Stellung eines solchen Antrages in der m&uuml;ndlichen Verhandlung offenbar hingewirkt (vgl. &sect;&nbsp;76 Abs.&nbsp;2 FGO). Das war weder sachdienlich noch entsprach eine solche Auslegung dem Rechtsschutzbegehren der Kl&auml;gerin.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Zum einen hat das FG die Aufforderung des FA vom 5.&nbsp;Februar 2013, bestimmte Unterlagen vorzulegen, inzident als mit dem Einspruch anfechtbaren Verwaltungsakt qualifiziert (vgl. Klein\/R&auml;tke, AO, 13.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;117 Rz&nbsp;48; Grotherr, Internationale Steuer-Rundschau &#8211;ISR&#8211; 2015, 193). Es ist sodann davon ausgegangen, dass sich dieser Verwaltungsakt &#8211;bereits vor Rechtsh&auml;ngigkeit&#8211; durch die &Uuml;bersendung der Vermieter-CD an das BZSt i.S. des &sect;&nbsp;100 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;4 FGO erledigt hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Streitfall fehlt es indes bereits an einer solchen Erledigung. Die Fortsetzungsfeststellungsklage gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;100 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;4 FGO ist zwar bei einer vor Rechtsh&auml;ngigkeit eingetretenen Erledigung des angegriffenen Verwaltungsakts an sich statthaft (z.B. Senatsbeschluss vom 4.&nbsp;November 2014 I&nbsp;R&nbsp;19\/13, BFH\/NV 2015, 333, m.w.N.). Sie setzt aber voraus, dass die von dem Verwaltungsakt ausgehende Beeintr&auml;chtigung in eigenen Rechten durch dessen Zur&uuml;cknahme oder die sonstige Ersch&ouml;pfung seines Regelungsgehalts entfallen ist (BFH-Urteil vom 5.&nbsp;April 1984 IV&nbsp;R&nbsp;244\/83, BFHE 140, 518, BStBl II 1984, 790, zur Erledigung eines Auskunftsverlangens; Senatsurteil vom 16.&nbsp;April 1986 I&nbsp;R&nbsp;32\/84, BFHE 147, 14, BStBl II 1986, 736, zur Erledigung eines Unterlagenvorlageverlangens); das Klagebegehren muss objektiv insgesamt gegenstandslos geworden sein (Brandis in Tipke\/Kruse, Abgabenordnung, Finanzgerichtsordnung, &sect;&nbsp;100 FGO Rz&nbsp;47).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Vorliegend dauert die Rechtsbeeintr&auml;chtigung jedoch noch an, weil dem BZSt bislang keine Unterlagen f&uuml;r den von der Aufforderung vom 5.&nbsp;Februar 2013 erfassten Zeitraum zwischen dem 1.&nbsp;November 2011 und dem 30.&nbsp;September 2012 zugeleitet wurden. Da das Rechtsschutzbed&uuml;rfnis f&uuml;r die urspr&uuml;nglich erhobene Klage somit nicht entfallen ist, h&auml;tte das FG &uuml;ber diese entscheiden m&uuml;ssen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Zum anderen war das Begehren der Kl&auml;gerin entgegen der Annahme des FG nicht darauf gerichtet, die Weitergabe des anl&auml;sslich der Au&szlig;enpr&uuml;fung gewonnenen Kontrollmaterials (vgl. &sect;&nbsp;194 Abs.&nbsp;3 AO) zu verhindern. Auch mit dem in der m&uuml;ndlichen Verhandlung gestellten und protokollierten Antrag, der regelm&auml;&szlig;ig f&uuml;r die Bestimmung des Klagebegehrens i.S. des &sect;&nbsp;96 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 FGO ma&szlig;geblich ist (BFH-Beschluss vom 28.&nbsp;November 2012 IV&nbsp;B&nbsp;11\/12, BFH\/NV 2013, 773), wurde nicht eindeutig ein solches Rechtsschutzziel verfolgt, wie die unklaren und damit auslegungsbed&uuml;rftigen Formulierungen, die eine Vermischung eines verwaltungsaktsbezogenen Anfechtungsbegehrens, eines Feststellungsbegehrens und eines Leistungsbegehrens beinhalten, zeigen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Streitfall wurden Ma&szlig;nahmen im Rahmen der Au&szlig;enpr&uuml;fung nicht gerichtlich angegriffen. Mit der Klage wurde allein die im Rahmen des Amtshilfeersuchens der italienischen Finanzverwaltung ergangene Anordnung des FA, Unterlagen bei der Kl&auml;gerin &#8211;gezielt und nicht lediglich als Kontrollmaterial&#8211; als sog. Vornahmebeh&ouml;rde im Amtshilfeverfahren zu erheben, mit der Anfechtungsklage angegriffen. Das folgt aus der Klageschrift und des in der m&uuml;ndlichen Verhandlung gestellten (unklaren) Antrags, zu deren Auslegung der Senat ohne Bindung an die Feststellungen des FG befugt ist (z.B. Senatsbeschluss vom 30.&nbsp;Mai 2014 I&nbsp;B&nbsp;118\/13, BFH\/NV 2014, 1556, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aaa) Werden anl&auml;sslich der Au&szlig;enpr&uuml;fung Verh&auml;ltnisse anderer als der gepr&uuml;ften Person (Dritter) festgestellt, dann ist es grunds&auml;tzlich zul&auml;ssig, diese Feststellungen durch Weitergabe an die f&uuml;r die Besteuerung des Dritten zust&auml;ndige Finanzbeh&ouml;rde zu verwerten (sog. Kontrollmitteilungen, vgl. &sect;&nbsp;194 Abs.&nbsp;3 AO). Da Kontrollmitteilungen keine Verwaltungsakte darstellen, kann der gepr&uuml;fte Steuerpflichtige Rechtsschutz grunds&auml;tzlich nur durch Erhebung einer allgemeinen Leistungs- oder Unterlassungsklage erhalten (vgl. z.B. Schallmoser in H&uuml;bschmann\/Hepp\/Spitaler, &sect;&nbsp;194 AO Rz&nbsp;180).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Kontrollmitteilungen i.S. des &sect;&nbsp;194 Abs.&nbsp;3 AO k&ouml;nnen auch Gegenstand eines zwischenstaatlichen Informationsaustausches sein. So erlaubt es z.B. &sect;&nbsp;8 Abs.&nbsp;1 EUAHiG den deutschen Finanzbeh&ouml;rden, ohne Ersuchen alle Informationen an das zentrale Verbindungsb&uuml;ro zu &uuml;bermitteln, die f&uuml;r die anderen Mitgliedstaaten der EU von Nutzen sein k&ouml;nnen (vgl. Senatsbeschluss vom 8.&nbsp;Februar 1995 I&nbsp;B&nbsp;92\/94, BFHE 177, 25, BStBl II 1995, 358, zur fr&uuml;heren, aber vergleichbaren Rechtslage).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bbb) Die Klageschrift vom 18.&nbsp;Juli 2014 l&auml;sst nicht erkennen, dass sich die Kl&auml;gerin mittels Leistungsklage gegen die anl&auml;sslich der bei ihr durchgef&uuml;hrten Au&szlig;enpr&uuml;fung angefertigten Kontrollmitteilungen und deren &Uuml;bermittlung ins Ausland wenden wollte. Auch der in der m&uuml;ndlichen Verhandlung gestellte Antrag ist nicht eindeutig darauf gerichtet. Letzteres zeigt insbesondere die Bezugnahme auf die vom FG als Verwaltungsakt qualifizierte Aufforderung vom 5.&nbsp;Februar 2013.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Vielmehr ergibt die Auslegung, dass allein eine Anfechtungsklage gegen die Verf&uuml;gung vom 5.&nbsp;Februar 2013 in Gestalt der Einspruchsentscheidung erhoben wurde. Mit dieser Verf&uuml;gung wurde der Kl&auml;gerin im Rahmen eines Amtshilfeersuchens der italienischen Finanzverwaltung aufgegeben, bestimmte Unterlagen vorzulegen. Streitig war mithin ein gezieltes Urkundenvorlageverlangen gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;117 Abs.&nbsp;2, Abs.&nbsp;4 i.V.m. &sect;&nbsp;97 Abs.&nbsp;1 AO. Daf&uuml;r sprechen die Texte s&auml;mtlicher relevanter Rechtsakte. Die Klageschrift nennt als Betreff &quot;wegen: Auskunftsersuchen der italienischen Steuerbeh&ouml;rde\/Einspruchsentscheidung vom 25.&nbsp;Juni 2014&quot;. Die Einspruchsentscheidung wiederum betraf allein den gegen die Verf&uuml;gung vom 5.&nbsp;Februar 2013 eingelegten Einspruch vom 4.&nbsp;M&auml;rz 2013. Auch die Verf&uuml;gung vom 5.&nbsp;Februar 2013 war schlie&szlig;lich eine f&ouml;rmliche Ma&szlig;nahme im Rahmen des Amtshilfeverfahrens, was &#8211;ohne jeglichen Zweifel&#8211; aus Wortlaut und der genannten Rechtsgrundlage (&sect;&nbsp;117 Abs.&nbsp;2 AO) hervorgeht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die vorprozessualen Vorg&auml;nge best&auml;tigen dieses Auslegungsergebnis. Das FA hatte im Verkehr mit der Kl&auml;gerin zu Recht wiederholt darauf hingewiesen, dass zwei getrennte Verfahren gef&uuml;hrt werden. Zum einen die Au&szlig;enpr&uuml;fung bei der Kl&auml;gerin mit den aus diesem Anlass gefertigten Kontrollmitteilungen f&uuml;r den Pr&uuml;fungszeitraum, zum anderen &#8211;zeitlich parallel&#8211; das ausl&auml;ndische Amtshilfeersuchen mit dem f&ouml;rmlichen Vorlageverlangen f&uuml;r einen davon abweichenden Zeitraum; beide Verfahren sind rechtlich eigenst&auml;ndig zu w&uuml;rdigen. Der fachkundig vertretenen Kl&auml;gerin wurden noch unmittelbar vor Erhebung der Klage ausdr&uuml;cklich die beiden hoheitlichen Ma&szlig;nahmen mit Schriftsatz vom 11.&nbsp;Juli 2014 erl&auml;utert und der Hinweis erteilt, dass das Einspruchsverfahren bez&uuml;glich des Vorlageverlangens im Rahmen des Amtshilfeersuchens der italienischen Finanzverwaltung mit der Entscheidung vom 25.&nbsp;Juni 2014 abgeschlossen sei. Auch vor diesem Hintergrund erscheint es ausgeschlossen, dass sich die Kl&auml;gerin mit einer Unterlassungs- oder sonstigen Leistungsklage gegen die Erteilung der Spontanauskunft\/Weiterleitung des Kontrollmaterials wenden wollte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>ccc) Wie sich aus der Tenorierung und den Entscheidungsgr&uuml;nden des FG-Urteils ergibt, hat die Vorinstanz das Klagebegehren nicht zutreffend bestimmt und im Kern &uuml;ber ein aliud entschieden. So vermischt das FG die in den parallel gef&uuml;hrten Verwaltungsverfahren ergangenen Ma&szlig;nahmen unzul&auml;ssigerweise miteinander und pr&uuml;ft daher die Rechtm&auml;&szlig;igkeit der Verf&uuml;gung vom 5.&nbsp;Februar 2013 fehlerhaft unter dem Gesichtspunkt der Zul&auml;ssigkeit von Kontrollmitteilungen gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;194 Abs.&nbsp;3 AO. Verfahrensgegenst&auml;ndlich war indes allein das gesonderte Vorlageverlangen im Rahmen eines ausl&auml;ndischen Amtshilfeersuchens. Die Rechtm&auml;&szlig;igkeit dieser Ma&szlig;nahme beurteilt sich im Streitfall ausschlie&szlig;lich nach dem von &sect;&nbsp;117 Abs.&nbsp;2 AO ausdr&uuml;cklich in Bezug genommenen EU-Amtshilfegesetz oder dem einschl&auml;gigen Doppelbesteuerungsabkommen sowie &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 EUAHiG, &sect;&nbsp;117 Abs.&nbsp;4 AO i.V.m. &sect;&nbsp;97 Abs.&nbsp;1 AO. Das FG wird im zweiten Rechtsgang Gelegenheit haben, diese Pr&uuml;fung nachzuholen (ausf&uuml;hrlich zur Zul&auml;ssigkeit der inl&auml;ndischen Durchf&uuml;hrungsma&szlig;nahmen im Rahmen eines ausl&auml;ndischen Amtshilfeersuchens vgl. z.B. S&ouml;hn in H&uuml;bschmann\/Hepp\/Spitaler, &sect;&nbsp;117 AO Rz&nbsp;151&nbsp;ff. und 209&nbsp;ff.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>37<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Vorsorglich weist der Senat darauf hin, dass entgegen der Auffassung der Vorinstanz (S.&nbsp;25 des Urteilsumdrucks) im vorliegenden Verfahren nicht zu pr&uuml;fen ist, ob die Erhebung der Informationen bei der Kl&auml;gerin f&uuml;r die Besteuerung der italienischen Gesch&auml;ftspartner erforderlich ist und die italienische Finanzverwaltung eigene Ermittlungsm&ouml;glichkeiten besitzt, die sie noch nicht ausgesch&ouml;pft hat. Diese Pr&uuml;fung betrifft die Zul&auml;ssigkeit des Amtshilfeersuchens und ist deshalb dem daf&uuml;r zust&auml;ndigen BZSt vorbehalten (&sect;&nbsp;5 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;5 des Gesetzes &uuml;ber die Finanzverwaltung &#8211;Finanzverwaltungsgesetz&#8211;; &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;3, &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;3 EUAHiG; S&ouml;hn in H&uuml;bschmann\/Hepp\/Spitaler, &sect;&nbsp;117 AO Rz&nbsp;71 und 164). Rechtsschutz ist gegen&uuml;ber dieser Beh&ouml;rde zu suchen (vgl. Senatsurteil vom 23.&nbsp;Juli 1986 I&nbsp;R&nbsp;306\/82, BFHE 148, 1, BStBl II 1987, 92; dazu und zu den Rechtsschutzm&ouml;glichkeiten im Einzelnen vgl. z.B. S&ouml;hn in H&uuml;bschmann\/Hepp\/Spitaler, &sect;&nbsp;117 AO Rz&nbsp;213&nbsp;ff.; Seer in Tipke\/ Kruse, a.a.O., &sect;&nbsp;117 AO Rz&nbsp;139 und 142; Klein\/R&auml;tke, a.a.O., &sect;&nbsp;117 Rz&nbsp;48&nbsp;f. und 83; Grotherr, ISR 2015, 193).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>38<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Eine etwaige Unzul&auml;ssigkeit der Erstellung von Kontrollmitteilungen nach Ma&szlig;gabe des &sect;&nbsp;194 Abs.&nbsp;3 AO schl&auml;gt nicht auf die Beurteilung der Rechtm&auml;&szlig;igkeit der Verf&uuml;gung vom 5.&nbsp;Februar 2013 in Gestalt der Einspruchsentscheidung durch. Die Auffassung des FG, Amtshilferegelungen f&uuml;r die Erteilung von Spontanausk&uuml;nften k&ouml;nnten den Bereich zul&auml;ssiger Kontrollmitteilungen &uuml;ber &sect;&nbsp;194 Abs.&nbsp;3 AO hinaus nicht erweitern, trifft zwar zu (vgl. z.B. Schallmoser in H&uuml;bschmann\/Hepp\/Spitaler, &sect;&nbsp;194 AO Rz&nbsp;113). Doch ist, wie bereits ausgef&uuml;hrt, streitgegenst&auml;ndlich nicht die Frage der Zul&auml;ssigkeit von Kontrollmitteilungen, sondern das materiell- und verfahrensrechtlich eigenst&auml;ndig zu w&uuml;rdigende Vorlageverlangen des FA vom 5.&nbsp;Februar 2013 in Gestalt der Einspruchsentscheidung. Im &Uuml;brigen ist die W&uuml;rdigung des FG, die Au&szlig;enpr&uuml;fung habe nur dazu gedient, ins Blaue hinein die steuererheblichen Verh&auml;ltnisse Dritter (italienische Gesch&auml;ftspartner der Kl&auml;gerin) auszuforschen, um Kontrollmaterial f&uuml;r die Weiterleitung an die italienische Finanzverwaltung erstellen zu k&ouml;nnen (S.&nbsp;23 des Urteilsumdrucks), nicht von ausreichenden tats&auml;chlichen Einzelfeststellungen getragen und damit aus Sicht des Revisionsgerichts materiell fehlerhaft (vgl. BFH-Urteil vom 22.&nbsp;Januar 1985 VII&nbsp;R&nbsp;112\/81, BFHE 143, 203, BStBl II 1985, 562). Die zu Protokoll des Er&ouml;rterungstermins vom 18.&nbsp;November 2014 genommene Erkl&auml;rung des FA, es habe sich um eine schon l&auml;nger mit der Kl&auml;gerin vereinbarte &quot;Anschluss-BP&quot; gehandelt, die nur zeitlich zuf&auml;llig mit dem Amtshilfeersuchen zusammengefallen sei, ist im Streitfall bislang nicht widerlegt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>39<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Die Kostenentscheidung beruht auf &sect;&nbsp;143 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 12.9.2017, I R 97\/15ECLI:DE:BFH:2017:U.120917.IR97.15.0 Ausl&auml;ndisches Amtshilfeersuchen Leits&auml;tze 1. NV: Zum Rechtsschutz gegen ein Urkundenvorlageverlangen des FA als sog. Vornahmebeh&ouml;rde im Rahmen eines beim BZSt eingegangenen ausl&auml;ndischen Amtshilfeersuchens. 2. NV: Auch bei Amtshilferegelungen zur Erteilung von Spontanausk&uuml;nften sind die Grenzen des &sect; 194 Abs. 3 AO f&uuml;r die Anfertigung von Kontrollmitteilungen zu beachten. &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/i-r-97-15-auslaendisches-amtshilfeersuchen\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">I&nbsp;R&nbsp;97\/15 &#8211; Ausl&auml;ndisches Amtshilfeersuchen<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-68897","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/68897","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=68897"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/68897\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=68897"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=68897"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=68897"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}