{"id":68949,"date":"2018-02-14T11:06:30","date_gmt":"2018-02-14T09:06:30","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=68949"},"modified":"2018-02-14T11:09:11","modified_gmt":"2018-02-14T09:09:11","slug":"vii-b-85-17-verzinsung-zu-erstattender-antidumpingzoelle","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/vii-b-85-17-verzinsung-zu-erstattender-antidumpingzoelle\/","title":{"rendered":"VII&nbsp;B&nbsp;85\/17 &#8211; Verzinsung zu erstattender Antidumpingz&ouml;lle"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 5.12.2017, VII B 85\/17<br \/>ECLI:DE:BFH:2017:B.051217.VIIB85.17.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Verzinsung zu erstattender Antidumpingz&ouml;lle<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>NV: Es ist durch die Rechtsprechung sowohl des EuGH als auch des BFH gekl&auml;rt, dass wegen einer f&uuml;r ung&uuml;ltig erkl&auml;rten Antidumpingzoll-Verordnung zu erstattende Antidumpingz&ouml;lle ab dem Zeitpunkt der Abgabenentrichtung gem&auml;&szlig; &sect; 238 AO zu verzinsen sind.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Die Beschwerde des Hauptzollamts wegen Nichtzulassung der Revision gegen das Urteil des Finanzgerichts D&uuml;sseldorf vom 3. Mai 2017&nbsp;&nbsp;4 K 3268\/14 Z wird als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des Beschwerdeverfahrens hat das Hauptzollamt zu tragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">I. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nachdem der Gerichtshof der Europ&auml;ischen Union (EuGH) eine Verordnung zur Einf&uuml;hrung eines endg&uuml;ltigen Antidumpingzolls f&uuml;r teilweise ung&uuml;ltig erkl&auml;rt hatte, erstattete der Beklagte und Beschwerdef&uuml;hrer (das Hauptzollamt &#8211;HZA&#8211;) die nach dieser Verordnung auf Einfuhrwaren der Kl&auml;gerin und Beschwerdegegnerin (Kl&auml;gerin) erhobenen Antidumpingz&ouml;lle. Den Antrag der Kl&auml;gerin, den Erstattungsbetrag zu verzinsen, lehnte das HZA ab.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die nach erfolglosem Einspruchsverfahren erhobene Klage hatte Erfolg. Das Finanzgericht (FG) verpflichtete das HZA, auf die erstatteten Antidumpingz&ouml;lle Zinsen nach &sect;&nbsp;238 der Abgabenordnung (AO) beginnend mit dem Tag ihrer Entrichtung bis zu ihrer Erstattung festzusetzen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Hiergegen richtet sich die Nichtzulassungsbeschwerde des HZA, welche es auf die Zulassungsgr&uuml;nde der grunds&auml;tzlichen Bedeutung der Rechtssache, der Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung sowie des Verfahrensmangels (&sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1, 2 und 3 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;) st&uuml;tzt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">II. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Beschwerde hat keinen Erfolg, weil die geltend gemachten Zulassungsgr&uuml;nde z.T. nicht schl&uuml;ssig dargelegt sind, wie es &sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;3 FGO verlangt, jedenfalls aber nicht vorliegen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Die seitens der Beschwerde bezeichnete Rechtsfrage zur Verzinsung von Abgabenerstattungen ist h&ouml;chstrichterlich gekl&auml;rt. Der erkennende Senat hat bereits entschieden, dass aufgrund einer f&uuml;r ung&uuml;ltig erkl&auml;rten Unionsverordnung erhobene und deshalb zu erstattende Abgaben ab dem Zeitpunkt der Abgabenentrichtung nach den Vorschriften der AO zu verzinsen sind (Senatsurteil vom 22.&nbsp;September 2015 VII&nbsp;R&nbsp;32\/14, BFHE 251, 291, BStBl II 2016, 323).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit dieser Entscheidung hat sich der erkennende Senat der Rechtsprechung des EuGH angeschlossen, der zufolge sich in F&auml;llen unter Versto&szlig; gegen Vorschriften des Unionsrechts erhobener Steuerbetr&auml;ge ein Anspruch auf Erstattung der erhobenen Betr&auml;ge zuz&uuml;glich Zinsen unmittelbar aus dem Unionsrecht ergibt (st&auml;ndige EuGH-Rechtsprechung, vgl. Urteil Metallgesellschaft u.a. vom 8.&nbsp;M&auml;rz 2001 C-397\/98 und C-410\/98, EU:C:2001:134, H&ouml;chstrichterliche Finanzrechtsprechung &#8211;HFR&#8211; 2001, 628, Rz&nbsp;84&nbsp;ff.; Urteil Littlewoods Retail&nbsp;u.a. vom 19.&nbsp;Juli 2012 C-591\/10, EU:C:2012:478, HFR 2012, 1018, Rz&nbsp;24&nbsp;ff., und Urteil J&uuml;lich II vom 27.&nbsp;September 2012 in den verbundenen Rechtssachen C-113\/10, C-147\/10 und C-234\/10, EU:C:2012:591, HFR 2012, 1210).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Berechnung der Zinsen richtet sich mangels unionsrechtlicher Regelung nach nationalem Recht. Nach dem EuGH-Urteil J&uuml;lich II (EU:C:2012:591, HFR 2012, 1210) ist es Sache der nationalen Stellen und insbesondere der nationalen Gerichte, in F&auml;llen der Erstattung von Abgaben, die auf der Grundlage f&uuml;r ung&uuml;ltig erkl&auml;rter Unionsverordnungen zu Unrecht erhoben wurden, alle mit dieser Erstattung zusammenh&auml;ngenden Nebenfragen, wie etwa die der Zahlung von Zinsen, gem&auml;&szlig; ihren innerstaatlichen Vorschriften &uuml;ber den Zinssatz und den Zeitpunkt, von dem an die Zinsen zu berechnen sind, zu regeln. Ausgenommen hiervon sind lediglich Vorschriften des nationalen Rechts, die einen sp&auml;teren Beginn des Zinszeitraums als den der Abgabenentrichtung bestimmen, denn der EuGH hat mit dem Urteil Irimie vom 18.&nbsp;April 2013 C-565\/11 (EU:C:2013:250, HFR 2013, 659, 660, Rz&nbsp;26, 27) entschieden, nationale Zinsvorschriften d&uuml;rften gem&auml;&szlig; dem zu beachtenden Effektivit&auml;tsgrundsatz nicht dazu f&uuml;hren, dass dem Abgabenpflichtigen eine angemessene Entsch&auml;digung f&uuml;r die Einbu&szlig;en vorenthalten werde, die er durch die zu Unrecht gezahlte Steuer erlitten habe. Die Einbu&szlig;e h&auml;nge davon ab, wie lange der unter Versto&szlig; gegen das Unionsrecht zu Unrecht gezahlte Betrag nicht zur Verf&uuml;gung gestanden habe und entstehe somit grunds&auml;tzlich im Zeitraum vom Tag der zu Unrecht geleisteten Zahlung der fraglichen Steuer bis zum Tag ihrer Erstattung. Diese Rechtsprechung hat der EuGH sowohl mit dem Urteil Rafin&#259;ria Steaua Rom&acirc;n&#259; vom 24.&nbsp;Oktober 2013 C-431\/12 (EU:C:2013:686, HFR 2013, 1163) als auch auf Vorlage des FG best&auml;tigt (EuGH-Urteil Wortmann vom 18.&nbsp;Januar 2017 C-365\/15, EU:C:2017:19, Zeitschrift f&uuml;r Z&ouml;lle und Verbrauchsteuern &#8211;ZfZ&#8211; 2017, 42).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Da somit die von der Beschwerde bezeichneten Rechtsfragen als durch die Rechtsprechung des Senats gekl&auml;rt anzusehen sind, h&auml;tte die Beschwerde zur Begr&uuml;ndung einer gleichwohl vorliegenden grunds&auml;tzlichen Bedeutung der Rechtssache eingehend darlegen m&uuml;ssen, warum sie eine erneute Entscheidung des Bundesfinanzhofs (BFH) zu den betreffenden Fragen im Interesse der Rechtseinheit oder Rechtsentwicklung f&uuml;r erforderlich h&auml;lt, und h&auml;tte hierf&uuml;r substantiiert darlegen m&uuml;ssen, in welchem Umfang, von welcher Seite und aus welchen Gr&uuml;nden die bereits h&ouml;chstrichterlich beantwortete Frage umstritten ist, insbesondere welche neuen gewichtigen, vom EuGH bzw. BFH bislang nicht gepr&uuml;ften Einw&auml;nde in der Literatur und\/oder in der Rechtsprechung der Instanzgerichte gegen die h&ouml;chstrichterliche Auffassung erhoben werden (vgl. BFH-Beschluss vom 3.&nbsp;April 2000 VIII&nbsp;B&nbsp;99\/99, BFH\/NV 2000, 985, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ob die Beschwerdebegr&uuml;ndung diesen Anforderungen gerecht wird, kann offenbleiben, da jedenfalls keine Gr&uuml;nde f&uuml;r eine erneute Befassung des Senats mit der streitigen Rechtsfrage vorliegen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Aus dem Umstand, dass das EuGH-Urteil Wortmann (EU:C:2017:19, ZfZ 2017, 42) zur Zeit der Geltung des Unionszollkodex ergangen ist, l&auml;sst sich &#8211;anders als die Beschwerde meint&#8211; nichts herleiten. Der EuGH hat klar erkennbar vor dem rechtlichen Hintergrund des Zollkodex (ZK) entschieden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Auch ist der Auffassung der Beschwerde nicht zu folgen, dass die Frage der Zinsh&ouml;he h&ouml;chstrichterlich bisher nicht entschieden sei und in F&auml;llen eines &#8211;wie im Streitfall&#8211; durch Art.&nbsp;236&nbsp;ff. ZK gesetzlich geregelten Erstattungsverfahrens f&uuml;r die Zinsberechnung nicht auf nationales Recht zur&uuml;ckgegriffen werden k&ouml;nne. Zum einen steht das angef&uuml;hrte Zitat aus den Schlussantr&auml;gen der Generalanw&auml;ltin Sharpston vom 27.&nbsp;Oktober 2011 in der Rechtssache J&uuml;lich II in einem anderen Zusammenhang und gibt f&uuml;r die Frage nichts her. Zum anderen ist jedenfalls der Rechtsprechung des EuGH nichts zu entnehmen, was f&uuml;r die Auffassung der Beschwerde spricht. Vielmehr besagt diese Rechtsprechung &#8211;wie bereits oben ausgef&uuml;hrt&#8211; klar und deutlich, dass die nationalen Stellen in Ermangelung unionsrechtlicher Zinsvorschriften alle mit der Erstattung zusammenh&auml;ngenden Nebenfragen &#8211;wie etwa die der Zahlung von Zinsen und damit zusammenh&auml;ngend die der H&ouml;he des Zinssatzes und des Zinszeitraums&#8211; gem&auml;&szlig; dem nationalen Recht zu regeln haben (EuGH-Urteil J&uuml;lich II, EU:C:2012:591, HFR 2012, 1210, Rz&nbsp;60, 61). Wenn auch die Erstattung von Einfuhrabgaben in Art.&nbsp;236&nbsp;ff. ZK unionsrechtlich geregelt ist, so bleibt doch festzuhalten, dass dies hinsichtlich des Zinsanspruchs des Erstattungsberechtigten nicht der Fall ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Die behauptete Divergenz zu dem Urteil des FG Hamburg vom 19.&nbsp;Juli 2017&nbsp; 4&nbsp;K&nbsp;10\/17 liegt nicht vor. Soweit das FG Hamburg den seitens der Kl&auml;gerin jenes Streitfalls auf den Tag genau berechneten Zinsanspruch best&auml;tigt hat, ist nicht erkennbar, dass es damit einen vom Wortlaut des &sect;&nbsp;238 AO (auf den es sich ausdr&uuml;cklich st&uuml;tzt) abweichenden Rechtssatz aufstellen wollte, zumal die Rechtsprechung des EuGH zur Verzinsung unionsrechtswidrig erhobener Abgaben eine Abweichung von der Berechnungsvereinfachung des &sect;&nbsp;238 AO nicht gebietet. Die Zinsberechnung richtet sich &#8211;wie ausgef&uuml;hrt&#8211; nach nationalem Recht, also nach den Vorschriften der AO. Von diesen ist nach vorgenannter EuGH-Rechtsprechung lediglich &sect;&nbsp;236 AO auszunehmen, soweit dieser den Anspruch auf Prozesszinsen beschr&auml;nkt. Dagegen besteht kein Anlass, die Berechnungsvereinfachung des &sect;&nbsp;238 AO nicht anzuwenden, da diese der vom EuGH geforderten &quot;angemessenen Entsch&auml;digung&quot; f&uuml;r die erlittene Einbu&szlig;e nicht entgegensteht. Dies bedarf keiner grunds&auml;tzlichen Kl&auml;rung in einem Revisionsverfahren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Auch die Verfahrensr&uuml;ge ist unbegr&uuml;ndet. Das FG war als erstinstanzliches Gericht nicht gem&auml;&szlig; Art.&nbsp;267 des Vertrags &uuml;ber die Arbeitsweise der Europ&auml;ischen Union verpflichtet, ein Vorabentscheidungsersuchen an den EuGH zu richten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Die Kostenentscheidung folgt aus &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 5.12.2017, VII B 85\/17ECLI:DE:BFH:2017:B.051217.VIIB85.17.0 Verzinsung zu erstattender Antidumpingz&ouml;lle Leits&auml;tze NV: Es ist durch die Rechtsprechung sowohl des EuGH als auch des BFH gekl&auml;rt, dass wegen einer f&uuml;r ung&uuml;ltig erkl&auml;rten Antidumpingzoll-Verordnung zu erstattende Antidumpingz&ouml;lle ab dem Zeitpunkt der Abgabenentrichtung gem&auml;&szlig; &sect; 238 AO zu verzinsen sind. 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