{"id":68961,"date":"2018-02-14T11:10:49","date_gmt":"2018-02-14T09:10:49","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=68961"},"modified":"2018-02-14T11:10:49","modified_gmt":"2018-02-14T09:10:49","slug":"ii-r-41-15-mittelbare-anteilsvereinigung-bei-einer-zwischengeschalteten-personengesellschaft-rett-blocker-verletzung-der-anzeigepflicht-nach-parpar-19-20-grestg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/ii-r-41-15-mittelbare-anteilsvereinigung-bei-einer-zwischengeschalteten-personengesellschaft-rett-blocker-verletzung-der-anzeigepflicht-nach-parpar-19-20-grestg\/","title":{"rendered":"II&nbsp;R&nbsp;41\/15 &#8211; Mittelbare Anteilsvereinigung bei einer zwischengeschalteten Personengesellschaft (&quot;RETT-Blocker&quot;) &#8211; Verletzung der Anzeigepflicht nach &sect;&sect; 19, 20 GrEStG"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 27.9.2017, II R 41\/15<br \/>ECLI:DE:BFH:2017:U.270917.IIR41.15.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Mittelbare Anteilsvereinigung bei einer zwischengeschalteten Personengesellschaft (&quot;RETT-Blocker&quot;) &#8211; Verletzung der Anzeigepflicht nach &sect;&sect; 19, 20 GrEStG<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>1. Bei einer zwischengeschalteten Personengesellschaft, die unmittelbar oder mittelbar an einer grundbesitzenden Gesellschaft beteiligt ist, ist als Anteil i.S. von &sect; 1 Abs. 3 Nr. 1 und Nr. 2 GrEStG &#8211;wie bei einer zwischengeschalteten Kapitalgesellschaft&#8211; die Beteiligung am Gesellschaftskapital und nicht die sachenrechtliche Beteiligung am Gesamthandsverm&ouml;gen ma&szlig;gebend.<\/p>\n<\/p>\n<p>2. Ein Anteilserwerb kann bei einer zwischengeschalteten Personengesellschaft zu einer mittelbaren Anteilsvereinigung i.S. von &sect; 1 Abs. 3 Nr. 1 und Nr. 2 GrEStG beitragen oder f&uuml;hren, wenn dem Erwerber nach dem Anteilserwerb mindestens 95 % der Beteiligung am Gesellschaftskapital der Personengesellschaft zuzurechnen sind.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Die Revision der Kl&auml;gerin gegen das Urteil des Finanzgerichts Berlin-Brandenburg vom 18. Juni 2015&nbsp;&nbsp;15 K 3256\/12 wird als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des Revisionsverfahrens hat die Kl&auml;gerin zu tragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">I. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Kl&auml;gerin und Revisionskl&auml;gerin (Kl&auml;gerin) ist eine nach britischem Recht errichtete Limited. Sie erwarb mit Wirkung zum 1.&nbsp;M&auml;rz 2005 alle Aktien an der A-AG.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die A-AG war zu 100&nbsp;% an einer britischen Limited beteiligt, die ihrerseits 100&nbsp;% der Anteile an der B-Holding hielt. Die B-Holding war zun&auml;chst zu 100&nbsp;% an der grundbesitzenden D-GmbH und diese wiederum zu 99,99958&nbsp;% an der grundbesitzenden E-AG beteiligt; Inhaberin der restlichen Aktien an der E-AG von 0,00042&nbsp;% war die A-AG. Die E-AG hielt eine gro&szlig;e Anzahl von Beteiligungen von mindestens 95&nbsp;% an Kapital- und Personengesellschaften, zu deren Verm&ouml;gen ebenfalls inl&auml;ndische Grundst&uuml;cke geh&ouml;rten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit Vertrag vom 15.&nbsp;Dezember 2004, also vor dem Aktienerwerb der Kl&auml;gerin, wurde die C-KG gegr&uuml;ndet. Kommanditistin mit einer Beteiligung von 100&nbsp;% am Gesellschaftsverm&ouml;gen wurde die B-Holding und Komplement&auml;rin mit einer Beteiligung von 0&nbsp;% die C-GmbH. Die B-Holding leistete ihre Kommanditeinlage durch Einbringung eines Gesch&auml;ftsanteils an der D-GmbH; nach der Einbringung war die C-KG zu 5,09&nbsp;% an der D-GmbH beteiligt. Die restlichen Anteile an der D-GmbH von 94,91&nbsp;% hielt weiterhin die B-Holding. Diese war auch zu 94,04&nbsp;% an der C-GmbH beteiligt; die weiteren Anteile von 5,96&nbsp;% an der C-GmbH hielt eine andere GmbH, deren Anteilseignerin eine Bank zu 100&nbsp;% war.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Finanzamt &#8230; (FA-D), in dessen Bezirk sich die gesch&auml;ftlichen Oberleitungen der grundbesitzenden D-GmbH und E-AG befanden, bat die E-AG, wegen der grunderwerbsteuerrechtlichen Relevanz des Aktienerwerbs der Kl&auml;gerin eine Anzeige zu erstatten. Mit Schreiben vom 11.&nbsp;M&auml;rz 2005 zeigte die E-AG dem FA-D an, durch den Anteilserwerb habe in den nachgeordneten Personengesellschaften eine steuerbegr&uuml;ndende mittelbare &Auml;nderung des Gesellschafterbestandes nach &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;2a des Grunderwerbsteuergesetzes in der f&uuml;r 2005 ma&szlig;geblichen Fassung (GrEStG) stattgefunden. Eine Anlage zum Schreiben enthielt Angaben zu den von der E-AG gehaltenen Anteilen von mindestens 95&nbsp;% an Personengesellschaften und die Bezeichnung der diesen geh&ouml;renden Grundst&uuml;cke. Weitere grunderwerbsteuerbare Sachverhalte, insbesondere eine Anteilsvereinigung nach &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;3 GrEStG, seien nicht erf&uuml;llt worden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach einer Au&szlig;enpr&uuml;fung, die sich auf die Grunderwerbsteuer erstreckte, vertrat das mit der Pr&uuml;fung beauftragte Finanzamt die Auffassung, dass der Erwerb der Aktien an der A-AG durch die Kl&auml;gerin zu einer Anteilsvereinigung nach &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;3 Nr.&nbsp;1 GrEStG gef&uuml;hrt habe. F&uuml;r die Gr&uuml;ndung und Zwischenschaltung der C-KG seien weder wirtschaftliche noch sonst beachtliche au&szlig;ersteuerliche Gr&uuml;nde erkennbar; insoweit sei von einem Missbrauch rechtlicher Gestaltungsm&ouml;glichkeiten (&sect;&nbsp;42 der Abgabenordnung &#8211;AO&#8211;) auszugehen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit Bescheid vom 20.&nbsp;Dezember 2010 stellte der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) gegen&uuml;ber der Kl&auml;gerin die Besteuerungsgrundlagen f&uuml;r eine am 1.&nbsp;M&auml;rz 2005 verwirklichte Vereinigung von Anteilen an der A-AG fest. Der Feststellungsbescheid betraf die inl&auml;ndischen Grundst&uuml;cke, die der D-GmbH, der E-AG sowie den von der E-AG gehaltenen Kapitalgesellschaften geh&ouml;rten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Finanzgericht (FG) wies die nach erfolglosem Einspruchsverfahren erhobene Klage ab. Das Urteil ist in Entscheidungen der Finanzgerichte (EFG) 2015, 1623 ver&ouml;ffentlicht. Das FG st&uuml;tzte seine Entscheidung nicht auf das Vorliegen eines Gestaltungsmissbrauchs i.S. des &sect;&nbsp;42 AO, sondern auf eine unmittelbare Anwendung des &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;3 Nr.&nbsp;1 bzw. Nr.&nbsp;2 GrEStG.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit ihrer Revision r&uuml;gt die Kl&auml;gerin die Verletzung rechtlichen Geh&ouml;rs, die fehlerhafte Anwendung von &sect;&nbsp;169 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 AO und &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;3 GrEStG sowie die Nichtgew&auml;hrung von Vertrauensschutz.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin beantragt, die Vorentscheidung, den Feststellungsbescheid vom 20.&nbsp;Dezember 2010 und die Einspruchsentscheidung vom 19.&nbsp;September 2012 aufzuheben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt, die Revision als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">II. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Revision ist unbegr&uuml;ndet und war deshalb zur&uuml;ckzuweisen (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Das FG hat zutreffend erkannt, dass die Kl&auml;gerin durch den Erwerb der Aktien an der A-AG den Tatbestand der Anteilsvereinigung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;3 Nr.&nbsp;1 bzw. Nr.&nbsp;2 GrEStG erf&uuml;llt hat und der Bescheid &uuml;ber die gesonderte Feststellung von Besteuerungsgrundlagen f&uuml;r die Grunderwerbsteuer vom 20.&nbsp;Dezember 2010 innerhalb der Feststellungsfrist ergangen ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Geh&ouml;rt zum Verm&ouml;gen einer Gesellschaft ein inl&auml;ndisches Grundst&uuml;ck, unterliegt nach &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;3 Nr.&nbsp;1 GrEStG der Steuer &#8211;soweit eine Besteuerung nach Abs.&nbsp;2a der Vorschrift nicht in Betracht kommt&#8211; ein Rechtsgesch&auml;ft, das den Anspruch auf &Uuml;bertragung eines oder mehrerer Anteile der Gesellschaft begr&uuml;ndet, wenn durch die &Uuml;bertragung unmittelbar oder mittelbar mindestens 95&nbsp;% der Anteile der Gesellschaft in der Hand des Erwerbers vereinigt werden w&uuml;rden. Nach &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;3 Nr.&nbsp;2 GrEStG unterliegt der Steuer auch die unmittelbare oder mittelbare Vereinigung von mindestens 95&nbsp;% der Anteile der Gesellschaft, wenn kein schuldrechtliches Gesch&auml;ft i.S. des &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;3 Nr.&nbsp;1 GrEStG vorausgegangen ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Die Steuerbarkeit wird nur durch den Erwerb des letzten Anteils ausgel&ouml;st. Dabei ist der Vorgang, der zum Erwerb dieses Anteils f&uuml;hrt, zwar das die Steuer ausl&ouml;sende Moment. Gegenstand der Steuer ist aber nicht der Anteilserwerb als solcher, sondern die durch ihn begr&uuml;ndete Zuordnung von mindestens 95&nbsp;% der Anteile in einer Hand. Mit dem Anteilserwerb wird grunderwerbsteuerrechtlich derjenige, in dessen Hand sich die Anteile vereinigen, so behandelt, als habe er die Grundst&uuml;cke von der Gesellschaft erworben, deren Anteile sich in seiner Hand vereinigen (Urteile des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 11.&nbsp;Juni 2013 II&nbsp;R&nbsp;52\/12, BFHE 241, 419, BStBl II 2013, 752, und vom 12.&nbsp;M&auml;rz 2014 II&nbsp;R&nbsp;51\/12, BFHE 245, 381, BStBl II 2016, 356, Rz&nbsp;11, m.w.N.). Die Anteilsvereinigung kann auch dadurch erfolgen, dass der Erwerber die Anteile an der grundbesitzenden Gesellschaft teils unmittelbar und teils mittelbar erwirbt (BFH-Urteil vom 18.&nbsp;September 2013 II&nbsp;R&nbsp;21\/12, BFHE 243, 393, BStBl II 2014, 326, Rz&nbsp;9, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Der Erwerber erwirbt einen Anteil an der grundbesitzenden Gesellschaft dann unmittelbar, wenn er zivilrechtlich Gesellschafter dieser Gesellschaft wird (BFH-Urteile in BFHE&nbsp;243, 393, BStBl II 2014, 326, Rz&nbsp;10, und in BFHE 245, 381, BStBl II 2016, 356, Rz&nbsp;12).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Beim mittelbaren Anteilserwerb, also einem Anteilserwerb, bei dem der Erwerber selbst nicht Gesellschafter der grundbesitzenden Gesellschaft wird, scheidet eine Ankn&uuml;pfung an das Zivilrecht aus, da es keine Regelungen f&uuml;r einen mittelbaren Anteilserwerb vorsieht (BFH-Urteil in BFHE 243, 393, BStBl II 2014, 326, Rz&nbsp;11; ebenso zu &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;2a GrEStG BFH-Urteil vom 24.&nbsp;April 2013 II&nbsp;R&nbsp;17\/10, BFHE 241, 53, BStBl II 2013, 833, Rz&nbsp;13&nbsp;ff.). Unter welchen Voraussetzungen ein mittelbarer Anteilserwerb vorliegt, ist unter Ber&uuml;cksichtigung von Wortlaut sowie Sinn und Zweck des &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;3 Nr.&nbsp;1 GrEStG zu beurteilen. Entscheidend kommt es auf die rechtlich begr&uuml;ndeten Einflussm&ouml;glichkeiten auf die grundbesitzende Gesellschaft an (BFH-Urteile in BFHE 243, 393, BStBl II 2014, 326, Rz&nbsp;12, und in BFHE 245, 381, BStBl II 2016, 356, Rz&nbsp;13).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Ist die grundbesitzende Gesellschaft eine Kapitalgesellschaft, setzt ein mittelbarer Anteilserwerb, der zu einer Anteilsvereinigung beitragen oder f&uuml;hren kann, voraus, dass der Anteilserwerber sowohl bei der zwischengeschalteten Gesellschaft (Zwischengesellschaft) oder bei den Zwischengesellschaften als auch bei der grundbesitzenden Gesellschaft selbst in grunderwerbsteuerrechtlich erheblicher Weise die rechtliche M&ouml;glichkeit hat, seinen Willen durchzusetzen. Dies ist beispielsweise bei Vorhandensein einer einzigen Zwischengesellschaft der Fall, wenn der Anteilserwerber mindestens 95&nbsp;% der Anteile an der Zwischengesellschaft h&auml;lt und diese ihrerseits zu mindestens 95&nbsp;% an der grundbesitzenden Gesellschaft beteiligt ist. Ist eine weitere Zwischengesellschaft vorhanden, gen&uuml;gt es, wenn der Anteilserwerber mindestens 95&nbsp;% der Anteile an der ersten Zwischengesellschaft h&auml;lt, diese zu mindestens 95&nbsp;% an der zweiten Zwischengesellschaft und diese wiederum zu mindestens 95&nbsp;% an der grundbesitzenden Gesellschaft beteiligt ist. Entsprechendes gilt auch bei weiteren Zwischengesellschaften (BFH-Urteile in BFHE 243, 393, BStBl II 2014, 326, Rz&nbsp;13, und in BFHE 245, 381, BStBl II 2016, 356, Rz&nbsp;14).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>e) Sind diese Voraussetzungen erf&uuml;llt, wird die Beteiligung der Gesellschaft, die Gesellschafterin der grundbesitzenden Gesellschaft ist, f&uuml;r Zwecke des &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;3 Nr.&nbsp;1 und Nr.&nbsp;2 GrEStG dem Anteilserwerber als mittelbare Beteiligung an der grundbesitzenden Gesellschaft zugerechnet (BFH-Urteil in BFHE 243, 393, BStBl II 2014, 326, Rz&nbsp;14). Insoweit gelten f&uuml;r &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;3 Nr.&nbsp;1 und Nr.&nbsp;2 GrEStG dieselben Grunds&auml;tze wie f&uuml;r &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;3 Nr.&nbsp;3 und Nr.&nbsp;4 GrEStG (BFH-Urteil in BFHE 243, 393, BStBl II 2014, 326, Rz&nbsp;15). Der Gesetzgeber geht mit der Absenkung der Mindestbeteiligungsquote auf 95&nbsp;% durch Art.&nbsp;15 Nr.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;b des Steuerentlastungsgesetzes 1999\/2000\/2002 vom 24.&nbsp;M&auml;rz 1999 (BGBl I 1999, 402) f&uuml;r Zwecke der Grunderwerbsteuer typisierend davon aus, dass der Anteilserwerber mit dem Erreichen dieser Quote in grunderwerbsteuerrechtlich erheblicher Weise die rechtliche M&ouml;glichkeit hat, seinen Willen &#8211;wenn auch &uuml;ber so viele Stufen, wie zumindest 95&nbsp;%ige Beteiligungen an Zwischengesellschaften vorhanden sind&#8211; bei der grundbesitzenden Gesellschaft durchzusetzen (BFH-Urteile in BFHE 243, 393, BStBl II 2014, 326, Rz&nbsp;16, und in BFHE 245, 381, BStBl II 2016, 356, Rz&nbsp;15).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>f) Anteile der Gesellschaft i.S. von &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;3 Nr.&nbsp;1 und Nr.&nbsp;2 GrEStG sind bei Kapitalgesellschaften die Beteiligungen am Gesellschaftskapital, also bei einer GmbH die Gesch&auml;ftsanteile (vgl. &sect;&nbsp;5 und &sect;&sect;&nbsp;14&nbsp;ff. des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschr&auml;nkter Haftung) und bei einer AG die Aktien (vgl. &sect;&sect;&nbsp;8&nbsp;ff. des Aktiengesetzes). Entsprechendes gilt f&uuml;r vergleichbare ausl&auml;ndische Kapitalgesellschaften. Die H&ouml;he der Beteiligung am Gesellschaftskapital einer Kapitalgesellschaft ist ausschlaggebend daf&uuml;r, ob ein Anteilserwerb zu einer unmittelbaren oder mittelbaren Vereinigung von Anteilen an einer grundbesitzenden Gesellschaft beitragen oder f&uuml;hren kann.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>g) Bei einer zwischengeschalteten Personengesellschaft, die unmittelbar oder mittelbar an einer grundbesitzenden Gesellschaft beteiligt ist, ist als Anteil i.S. von &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;3 Nr.&nbsp;1 und Nr.&nbsp;2 GrEStG &#8211;wie bei einer zwischengeschalteten Kapitalgesellschaft&#8211; die Beteiligung am Gesellschaftskapital und nicht die sachenrechtliche Beteiligung am Gesamthandsverm&ouml;gen ma&szlig;gebend.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Die Beteiligung am Gesellschaftskapital der Personengesellschaft vermittelt, soweit sie mindestens 95&nbsp;% betr&auml;gt, die rechtliche M&ouml;glichkeit f&uuml;r den beteiligten Gesellschafter, den Willen in der Personengesellschaft in grunderwerbsteuerrechtlich erheblicher Weise durchzusetzen. Diese M&ouml;glichkeit hat der Gesellschafter auch in Bezug auf nachgeordnete Gesellschaften, an denen die Personengesellschaft wiederum zu mindestens 95&nbsp;% beteiligt ist. Die Beteiligung an diesen Gesellschaften ist unmittelbar der Personengesellschaft und mittelbar deren Gesellschafter zuzurechnen. F&uuml;r die Zurechnung zum qualifiziert beteiligten Gesellschafter ist unerheblich, dass an der zwischengeschalteten Personengesellschaft weitere Gesellschafter mit einem Kapitalanteil von weniger als 5&nbsp;% oder kapitalm&auml;&szlig;ig &uuml;berhaupt nicht beteiligt sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Soweit der BFH im Urteil vom 8.&nbsp;August 2001 II&nbsp;R&nbsp;66\/98 (BFHE 195, 427, BStBl II 2002, 156) zu einer Anteilsvereinigung nach &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;3 GrEStG in der f&uuml;r 1989 geltenden Fassung entschieden hat, dass bei einer Personengesellschaft, die an einer anderen Gesellschaft beteiligt ist, die gesamth&auml;nderische Mitberechtigung am Gesellschaftsverm&ouml;gen der Personengesellschaft f&uuml;r eine Zurechnung der Anteile an der anderen Gesellschaft ma&szlig;geblich sein soll, wird an dieser Rechtsauffassung nicht mehr festgehalten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Ein Anteilserwerb, der zu einer mittelbaren Anteilsvereinigung i.S. von &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;3 Nr.&nbsp;1 und Nr.&nbsp;2 GrEStG beitragen oder f&uuml;hren kann, setzt bei einer zwischengeschalteten Personengesellschaft, die unmittelbar oder mittelbar an einer grundbesitzenden Gesellschaft beteiligt ist, voraus, dass dem Erwerber nach dem Anteilserwerb mindestens 95&nbsp;% der Beteiligung am Gesellschaftskapital der Personengesellschaft zuzurechnen sind. Ist diese Voraussetzung erf&uuml;llt, sind auch die unmittelbaren und mittelbaren Beteiligungen der Personengesellschaft an den grundbesitzenden Gesellschaften dem Anteilserwerber mittelbar zuzurechnen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Die durch Art.&nbsp;26 des Gesetzes vom 26.&nbsp;Juni 2013 (BGBl I 2013, 1809) erfolgte Einf&uuml;hrung des &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;3a GrEStG, der auf Erwerbsvorg&auml;nge nach dem 6.&nbsp;Juni 2013 anzuwenden ist (&sect;&nbsp;23 Abs.&nbsp;11 GrEStG n.F.), rechtfertigt keine andere Beurteilung der Zurechnung von Anteilen an zwischengeschalteten Personengesellschaften f&uuml;r die Zeit davor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit der Einf&uuml;hrung der wirtschaftlichen Beteiligung als Ankn&uuml;pfungspunkt f&uuml;r die Grunderwerbsteuer nach &sect;&nbsp;1&nbsp;Abs.&nbsp;3a GrEStG n.F. sollen insbesondere Erwerbsvorg&auml;nge mit sog. Real Estate Transfer Tax-Blocker-Strukturen (RETT-Blocker) der Besteuerung unterworfen werden (BTDrucks 17\/13033, S.&nbsp;110). Die neue Regelung stellt deshalb auf die unmittelbare oder\/und mittelbare Beteiligung am Kapital oder am Verm&ouml;gen einer Gesellschaft ab. Damit gilt nicht die sachenrechtliche Beteiligung. Vielmehr sollen alle Beteiligungen am Kapital oder am Verm&ouml;gen einer Gesellschaft rechtsformneutral anteilig zu ber&uuml;cksichtigen sein (BTDrucks 17\/13033, S.&nbsp;110).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die mit der Einf&uuml;hrung des &sect;&nbsp;1&nbsp;Abs.&nbsp;3a GrEStG n.F. verbundene Intention des Gesetzgebers schlie&szlig;t es nicht aus, bereits f&uuml;r fr&uuml;here Anteilserwerbe auch bei einer zwischengeschalteten Personengesellschaft &#8211;wie bei einer zwischengeschalteten Kapitalgesellschaft&#8211; auf die Beteiligung am Gesellschaftskapital abzustellen. Insoweit werden mittelbare Beteiligungen an grundbesitzenden Gesellschaften im Rahmen des &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;3 Nr.&nbsp;1 und Nr.&nbsp;2 GrEStG rechtsformneutral behandelt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>dd) F&uuml;r eine unterschiedliche Behandlung von zwischengeschalteten Personen- und Kapitalgesellschaften im Rahmen der Pr&uuml;fung einer Anteilsvereinigung nach &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;3 Nr.&nbsp;1 und Nr.&nbsp;2 GrEStG gibt es auch unter Ber&uuml;cksichtigung des allgemeinen Gleichheitssatzes (Art.&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 des Grundgesetzes &#8211;GG&#8211;) keine Grundlage (BFH-Urteil in BFHE 245, 381, BStBl II 2016, 356, Rz&nbsp;20). Der Sinn und Zweck der Vorschriften w&uuml;rde vielmehr verfehlt, wenn man insoweit zwischen Personen- und Kapitalgesellschaften unterscheiden w&uuml;rde.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Ausgehend von diesen Grunds&auml;tzen hat die Kl&auml;gerin durch den Erwerb der Aktien an der A-AG am 1.&nbsp;M&auml;rz 2005 den Tatbestand der Anteilsvereinigung erf&uuml;llt. Aufgrund des Aktienerwerbs wurden mittelbar die Anteile an der D-GmbH, der E-AG und den grundbesitzenden Kapitalgesellschaften, an denen die E-AG beteiligt war, in der Hand der Kl&auml;gerin vereinigt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Der Kl&auml;gerin waren nach dem Aktienerwerb mittelbar (&uuml;ber eine englische Limited) 100&nbsp;% der Anteile an der B-Holding zuzurechnen. Die B-Holding hielt wiederum teils unmittelbar, teils mittelbar 100&nbsp;% der Gesch&auml;ftsanteile an der grundbesitzenden D-GmbH. Unmittelbar waren der B-Holding 94,91&nbsp;% zuzurechnen. Die verbleibenden 5,09&nbsp;% waren ihr mittelbar &uuml;ber die C-KG zuzurechnen. Die Gesch&auml;ftsanteile von 5,09&nbsp;% geh&ouml;rten zum Zeitpunkt des Aktienerwerbs zum Gesamthandsverm&ouml;gen der C-KG. Da die B-Holding als Kommanditistin zu 100&nbsp;% am Gesellschaftskapital der C-KG beteiligt war, war ihr die Beteiligung der C-KG an der D-GmbH von 5,09&nbsp;% voll zuzurechnen. Damit war auf jeder Beteiligungsstufe eine der Kl&auml;gerin zuzurechnende Beteiligung von 100&nbsp;% gegeben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die weiteren Beteiligungen der D-GmbH an der grundbesitzenden E-AG von 99,99958&nbsp;%, der A-AG an der E-AG von 0,00042&nbsp;% sowie der E-AG an deren grundbesitzenden Tochtergesellschaften von mindestens 95&nbsp;% waren ebenfalls mittelbar der B-Holding und damit mittelbar der Kl&auml;gerin zuzurechnen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Eine Besteuerung nach dem f&uuml;r Personengesellschaften geltenden &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;2a GrEStG kommt f&uuml;r den im Feststellungsbescheid vom 20.&nbsp;Dezember 2010 erfassten Sachverhalt nicht in Betracht. Denn der angefochtene Feststellungsbescheid bezieht sich ausschlie&szlig;lich auf Grundst&uuml;cke, die zum Verm&ouml;gen von Kapitalgesellschaften geh&ouml;rten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Die Kl&auml;gerin kann sich nicht mit Erfolg auf Vertrauensschutz berufen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Ein dem Schutz vor einer versch&auml;rfenden Gesetzes&auml;nderung entsprechender oder jedenfalls angen&auml;herter Vertrauensschutz ist geboten, wenn die Entscheidung des BFH von einer Jahrzehnte w&auml;hrenden h&ouml;chstrichterlichen Rechtsprechung abweicht, die langj&auml;hrige Rechtsprechung Eingang in die Richtlinien der Finanzverwaltung (Art.&nbsp;108 Abs.&nbsp;7 GG) gefunden hat und der BFH bei einem derartigen Rechtsfindungsprozess &auml;hnlich einem Normgeber t&auml;tig geworden ist (Beschluss des Gro&szlig;en Senats des BFH vom 17.&nbsp;Dezember 2007 GrS&nbsp;2\/04, BFHE 220, 129, BStBl II 2008, 608, unter D.IV.2.b). In diesen F&auml;llen darf der B&uuml;rger auf die durch die h&ouml;chstrichterliche Rechtsprechung konkretisierte Rechtslage und deren Bestand vertrauen (Beschluss des Gro&szlig;en Senats des BFH in BFHE 220, 129, BStBl II 2008, 608, unter D.IV.2.b). Bei Vorliegen der entsprechenden Voraussetzungen kann es aus Gr&uuml;nden des Vertrauensschutzes auch geboten sein, neue Rechtsprechungsgrunds&auml;tze des BFH nur mit Wirkung f&uuml;r die Zukunft anzuwenden (vgl. BFH-Urteil vom 11.&nbsp;Juli 2017 IX&nbsp;R&nbsp;36\/15, BFHE 258, 427, Rz&nbsp;41&nbsp;f.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Im Streitfall liegen diese Voraussetzungen nicht vor. Zum einen ist das BFH-Urteil in BFHE 195, 427, BStBl II 2002, 156 zu einer anderen Rechtslage ergangen. Nach dem f&uuml;r das Streitjahr 1989 geltenden &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;3 Nr.&nbsp;1 GrEStG a.F. sollte der Steuer u.a. ein Rechtsgesch&auml;ft unterliegen, das den Anspruch auf &Uuml;bertragung mehrerer Anteile der Gesellschaft begr&uuml;ndet, wenn durch die &Uuml;bertragung alle Anteile der Gesellschaft in der Hand des Erwerbers vereinigt werden w&uuml;rden. Die Vorschrift stellte auf eine erforderliche Inhaberschaft von 100&nbsp;% der Anteile der Gesellschaft ab; zudem fehlte das Tatbestandsmerkmal der mittelbaren Anteilsvereinigung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zum anderen gibt es keine Jahrzehnte w&auml;hrende h&ouml;chstrichterliche Rechtsprechung des BFH mit dem Inhalt, dass bei einer Personengesellschaft auch auf der Beteiligungsebene die gesamth&auml;nderische Mitberechtigung ma&szlig;geblich sein soll. Es gibt nur die zur alten Rechtslage ergangene Entscheidung zur mittelbaren Anteilsvereinigung bei einer zwischengeschalteten Personengesellschaft und zur Zurechnung von Anteilen an dieser Personengesellschaft (vgl. BFH-Urteil in BFHE 195, 427, BStBl II 2002, 156). Insoweit kann nicht von einer T&auml;tigkeit des Gerichts als &quot;Ersatznormgeber&quot; gesprochen werden. Unerheblich ist deshalb, dass die Finanzverwaltung die vorgenannte Rechtsprechung des BFH auch bei der Pr&uuml;fung, ob eine Anteilsvereinigung nach &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;3 Nr.&nbsp;1 und Nr.&nbsp;2 GrEStG vorliegt, angewandt hat (gleich lautende Erlasse der obersten Finanzbeh&ouml;rden der L&auml;nder vom 9.&nbsp;Oktober 2013 &#8211; Beispiel&nbsp;5 &#8211; BStBl I 2013, 1364). Diese Erlasse k&ouml;nnen im Streitfall auch deshalb keinen Vertrauensschutz begr&uuml;nden, weil sie erst nach der am 1.&nbsp;M&auml;rz 2005 erfolgten Anteilsvereinigung ergangen sind und die Kl&auml;gerin sie daher bei der Entscheidung f&uuml;r den Erwerb der Aktien der A-AG nicht ber&uuml;cksichtigen konnte. Ein Vertrauenstatbestand muss urs&auml;chlich f&uuml;r Ma&szlig;nahmen, Handlungen oder Dispositionen des Steuerpflichtigen gewesen sein (BFH-Urteile vom 30.&nbsp;Oktober 2014 IV&nbsp;R&nbsp;61\/11, BFHE 247, 332, BStBl II 2015, 478, Rz&nbsp;34, und vom 7.&nbsp;September 2016 I&nbsp;R&nbsp;23\/15, BFHE 255, 190, BStBl II 2017, 472, Rz&nbsp;19).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Der Erlass des Feststellungsbescheids am 20.&nbsp;Dezember 2010 erfolgte innerhalb der Feststellungsfrist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Eine Steuerfestsetzung sowie ihre Aufhebung oder &Auml;nderung sind nicht mehr zul&auml;ssig, wenn die Festsetzungsfrist abgelaufen ist (&sect;&nbsp;169 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 AO). Gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;170 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 AO beginnt die vierj&auml;hrige Festsetzungsfrist des &sect;&nbsp;169 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 AO u.a. dann, wenn eine Anzeige zu erstatten ist, mit Ablauf des Kalenderjahres, in dem die Anzeige eingereicht wird, sp&auml;testens jedoch mit Ablauf des dritten Kalenderjahres, das auf das Kalenderjahr folgt, in dem die Steuer entstanden ist. Diese Bestimmungen gelten gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;181 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 AO sinngem&auml;&szlig; auch f&uuml;r die gesonderte Feststellung von Besteuerungsgrundlagen. Die bei Verletzung der Anzeigepflicht eintretende Anlaufhemmung verhindert, dass der Steuerpflichtige durch &#8211;ggf. gezielt&#8211; versp&auml;tete Abgabe der Anzeige den Handlungszeitraum des Finanzamts verk&uuml;rzt (BFH-Beschluss vom 17.&nbsp;August 2009 II&nbsp;B&nbsp;172\/08, BFH\/NV 2009, 1970, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>37<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) &sect;&nbsp;19 GrEStG begr&uuml;ndet eine gesetzliche Anzeigepflicht i.S. des &sect;&nbsp;170 Abs.&nbsp;2 Satz 1 Nr.&nbsp;1 AO (BFH-Urteil vom 23.&nbsp;Mai 2012 II&nbsp;R&nbsp;56\/10, BFH\/NV 2012, 1579, Rz&nbsp;11). Nach &sect;&nbsp;19 Abs.&nbsp;1 Satz 1 Nr.&nbsp;4 GrEStG m&uuml;ssen Steuerschuldner Anzeige erstatten &uuml;ber schuldrechtliche Gesch&auml;fte, die auf die Vereinigung von mindestens 95&nbsp;% der Anteile einer Gesellschaft gerichtet sind, wenn zum Verm&ouml;gen der Gesellschaft ein Grundst&uuml;ck geh&ouml;rt. Anzeigepflichtig ist auch die Vereinigung von mindestens 95&nbsp;% der Anteile einer Gesellschaft, wenn zum Verm&ouml;gen der Gesellschaft ein Grundst&uuml;ck geh&ouml;rt (&sect;&nbsp;19 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;5 GrEStG).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>38<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Anzeige ist gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;19 Abs.&nbsp;4 Satz 1 GrEStG an das f&uuml;r die Besteuerung zust&auml;ndige Finanzamt zu richten. Gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;19 Abs.&nbsp;5 Satz 1 GrEStG ist die Anzeige eine Steuererkl&auml;rung i.S. der AO. Sie ist nach &sect;&nbsp;19 Abs.&nbsp;5 Satz 2 GrEStG schriftlich abzugeben. Die nach &sect;&nbsp;19 GrEStG zu erstattende Anzeige muss den in &sect;&nbsp;20 GrEStG vorgeschriebenen Inhalt haben und insbesondere das Grundst&uuml;ck nach Grundbuch, Kataster, Stra&szlig;e und Hausnummer bezeichnen (&sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 GrEStG).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>39<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Die grunderwerbsteuerrechtliche Anzeigepflicht nach &sect;&nbsp;19 GrEStG besteht unabh&auml;ngig davon, ob und inwieweit die Beteiligten erkannt haben, dass der Rechtsvorgang der Grunderwerbsteuer unterliegt, bzw. wussten, dass insoweit eine Anzeigepflicht besteht (BFH-Urteil vom 29.&nbsp;Juli 2009 II&nbsp;R&nbsp;58\/07, BFH\/NV 2010, 63, unter II.2.b&nbsp;bb, m.w.N.). Die Anlaufhemmung einer Festsetzungs- oder Feststellungsfrist tritt deshalb unabh&auml;ngig von subjektiven Merkmalen schon bei objektiver Anzeigepflichtverletzung ein (vgl. BFH-Urteil vom 12.&nbsp;Juni 1996 II&nbsp;R&nbsp;3\/93, BFHE 180, 474, BStBl II 1996, 485, unter II.3.b, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>40<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Im Streitfall war der Anlauf der Feststellungsfrist nach &sect;&nbsp;170 Abs.&nbsp;2 Satz 1 Nr.&nbsp;1 AO gehemmt. Die Frist begann erst mit Ablauf des Jahres 2008 und endete mit Ablauf des Jahres 2012. Denn die Kl&auml;gerin hat keine ordnungsgem&auml;&szlig;e Anzeige eingereicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>41<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin ist mit dem Schreiben der E-AG vom 11.&nbsp;M&auml;rz 2005 ihrer Anzeigepflicht nur insoweit nachgekommen, als sie einen Wechsel im Gesellschafterbestand bei den der E-AG nachgeordneten Personengesellschaften mitgeteilt hat (&sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;2a, &sect;&nbsp;19 Abs.&nbsp;1 Satz 1 Nr.&nbsp;3a GrEStG). Nicht angezeigt hat sie die Erwerbsvorg&auml;nge bezogen auf die Beteiligungen an der D-GmbH und der E-AG sowie auf die von der E-AG gehaltenen Beteiligungen an weiteren Kapitalgesellschaften, obwohl zum Verm&ouml;gen der D-GmbH, der E-AG und der nachgeordneten Kapitalgesellschaften jeweils inl&auml;ndische Grundst&uuml;cke geh&ouml;rten (&sect;&nbsp;19 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;4 bzw. Nr.&nbsp;5 i.V.m. &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;3 Nr.&nbsp;1 bzw. Nr.&nbsp;2 GrEStG). Vielmehr hat sie ausgef&uuml;hrt, dass weitere in der Bundesrepublik Deutschland grunderwerbsteuerbare Tatbest&auml;nde, insbesondere eine Anteilsvereinigung nach &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;3 GrEStG ihres Erachtens nicht erf&uuml;llt seien. Auch eine Anzeige nach &sect;&nbsp;19 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 GrEStG f&uuml;r &uuml;brige Erwerbsvorg&auml;nge ist nicht erfolgt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>42<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Einer Anzeige h&auml;tte es ohne R&uuml;cksicht darauf bedurft, ob die Kl&auml;gerin selbst subjektive Kenntnis von der Erf&uuml;llung des Besteuerungstatbestands der Anteilsvereinigung hatte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>43<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>5. Eine Verletzung des Anspruchs der Kl&auml;gerin auf rechtliches Geh&ouml;r (Art.&nbsp;103 Abs.&nbsp;1 GG, &sect;&nbsp;96 Abs.&nbsp;2 FGO) liegt nicht vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>44<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Aus der Revisionsbegr&uuml;ndung der Kl&auml;gerin im Schriftsatz vom 7.&nbsp;September 2015 ergibt sich, dass das FG bereits in der m&uuml;ndlichen Verhandlung mit den Beteiligten er&ouml;rtert hat, dass die Rechtsprechung des BFH zur mittelbaren Anteils&uuml;bertragung (vgl. BFH-Urteil in BFHE 245, 381, BStBl II 2016, 356) im vorliegenden Fall anwendbar sei und deshalb eine Anteilsvereinigung i.S. des &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;3 GrEStG vorliege. Die Kl&auml;gerin musste allein schon aus diesem Grund damit rechnen, dass das FG die Rechtsprechung des BFH bei der Urteilsfindung ber&uuml;cksichtigen w&uuml;rde. Auch hatte die rechtskundig vertretene Kl&auml;gerin in der m&uuml;ndlichen Verhandlung hinreichend Gelegenheit, sich hierzu zu &auml;u&szlig;ern. Eine &Uuml;berraschungsentscheidung ist insoweit nicht gegeben (vgl. BFH-Beschl&uuml;sse vom 31.&nbsp;Juli 2014 III&nbsp;B&nbsp;13\/14, BFH\/NV 2014, 1901, und vom 20.&nbsp;Oktober 2016 VI&nbsp;R&nbsp;27\/15, BFHE 255, 529).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>45<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die fehlende Er&ouml;rterung zur Anwendung des &sect;&nbsp;42 AO hat schon deshalb keine Bedeutung, weil das FG seine Entscheidung nicht auf &sect;&nbsp;42 AO gest&uuml;tzt hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>46<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>6. Die Kostenentscheidung folgt aus &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 27.9.2017, II R 41\/15ECLI:DE:BFH:2017:U.270917.IIR41.15.0 Mittelbare Anteilsvereinigung bei einer zwischengeschalteten Personengesellschaft (&quot;RETT-Blocker&quot;) &#8211; Verletzung der Anzeigepflicht nach &sect;&sect; 19, 20 GrEStG Leits&auml;tze 1. Bei einer zwischengeschalteten Personengesellschaft, die unmittelbar oder mittelbar an einer grundbesitzenden Gesellschaft beteiligt ist, ist als Anteil i.S. von &sect; 1 Abs. 3 Nr. 1 und Nr. 2 GrEStG &#8211;wie &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/ii-r-41-15-mittelbare-anteilsvereinigung-bei-einer-zwischengeschalteten-personengesellschaft-rett-blocker-verletzung-der-anzeigepflicht-nach-parpar-19-20-grestg\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">II&nbsp;R&nbsp;41\/15 &#8211; Mittelbare Anteilsvereinigung bei einer zwischengeschalteten Personengesellschaft (&quot;RETT-Blocker&quot;) &#8211; Verletzung der Anzeigepflicht nach &sect;&sect; 19, 20 GrEStG<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-68961","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/68961","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=68961"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/68961\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=68961"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=68961"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=68961"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}