{"id":68979,"date":"2018-02-14T11:06:32","date_gmt":"2018-02-14T09:06:32","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=68979"},"modified":"2018-02-14T11:09:16","modified_gmt":"2018-02-14T09:09:16","slug":"ii-r-26-15-grundsteuerbefreiung-bei-oeffentlich-privater-partnerschaft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/ii-r-26-15-grundsteuerbefreiung-bei-oeffentlich-privater-partnerschaft\/","title":{"rendered":"II&nbsp;R&nbsp;26\/15 &#8211; Grundsteuerbefreiung bei &Ouml;ffentlich Privater Partnerschaft"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 6.12.2017, II R 26\/15<br \/>ECLI:DE:BFH:2017:U.061217.IIR26.15.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Grundsteuerbefreiung bei &Ouml;ffentlich Privater Partnerschaft<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>NV: Die nach &sect; 3 Abs. 1 Satz 3 GrStG erforderliche Vereinbarung, dass der Grundbesitz (Grundst&uuml;ck im zivilrechtlichen Sinn, Erbbaurecht) am Ende des Vertragszeitraums einer &Ouml;ffentlich Privaten Partnerschaft auf den Nutzer (juristische Person des &ouml;ffentlichen Rechts) &uuml;bertragen wird, kann nicht durch ein blo&szlig;es Optionsrecht des Nutzers auf &Uuml;bertragung des Grundbesitzes am Ende dieses Zeitraums ersetzt werden.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Die Revision der Kl&auml;gerin gegen das Urteil des Hessischen Finanzgerichts vom 10. Februar 2015&nbsp;&nbsp;3 K 1637\/13 wird als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des Revisionsverfahrens hat die Kl&auml;gerin zu tragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">I. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin und Revisionskl&auml;gerin (Kl&auml;gerin) ist eine GmbH &#038;&nbsp;Co. KG, an der die Z&nbsp;GmbH als Komplement&auml;r (ohne Kapitalbeteiligung) und der Kreis &#8230; (Kreis) als Kommanditist beteiligt sind. Gesellschafter der Z&nbsp;GmbH sind die I&nbsp;GmbH und die L&nbsp;GmbH.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Am 9.&nbsp;September 2005 schlossen die Kl&auml;gerin und der Kreis einen notariell beurkundeten Vertrag &uuml;ber Erbbaurechte. Danach beabsichtigte der Kreis, im Wege einer Sale-and-lease-back-Transaktion Erbbaurechte an Grundst&uuml;cken mit aufstehenden Schulgeb&auml;uden einzur&auml;umen und zur&uuml;ckzuleasen. Der Vertrag bezog sich auf mehrere Grundst&uuml;cke, die der Kreis als Eigent&uuml;mer und zust&auml;ndiger Tr&auml;ger jeweils f&uuml;r den Betrieb einer Schule genutzt hatte, u.a. das Grundst&uuml;ck A. An den einzeln genannten Grundst&uuml;cken bestellte der Kreis der Kl&auml;gerin jeweils ein Erbbaurecht. Die Erbbaurechte sollten mit ihrer Eintragung im Grundbuch beginnen und jeweils nach dem Ablauf von 99&nbsp;Jahren enden. F&uuml;r die Einr&auml;umung der Erbbaurechte hatte die Kl&auml;gerin an den Kreis als Einmalleistung einen Erbbauzins in H&ouml;he von insgesamt 220.165.000&nbsp;EUR zu zahlen. Davon entfielen auf das Erbbaurecht an dem Grundst&uuml;ck A 12.900.000&nbsp;EUR. Dem Kreis wurde das Recht einger&auml;umt, vor Ablauf der vereinbarten Dauer der Erbbaurechte die &Uuml;bertragung der Erbbaurechte an sich oder einen von ihm zu bezeichnenden Dritten zu verlangen, wenn der f&uuml;r die Erbbaurechte geplante Leasingvertrag nicht zustande kommen oder bestimmte Vertragsst&ouml;rungen eintreten sollten (Heimfall).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Den geplanten Leasingvertrag lie&szlig;en die Kl&auml;gerin als Leasinggeber und der Kreis als Leasingnehmer am 14.&nbsp;Dezember 2005 notariell beurkunden. Leasinggegenstand sind die mit dem Vertrag vom 9.&nbsp;September 2005 bestellten Erbbaurechte einschlie&szlig;lich der Schulgeb&auml;ude. Die Gesamtmietzeit begann am 1.&nbsp;Dezember 2005 und soll am 30.&nbsp;November 2023 enden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Am 14.&nbsp;Dezember 2005 wurde ferner ein Vertrag zwischen der Kl&auml;gerin und dem Kreis &uuml;ber ein Ankaufsrecht notariell beurkundet. Danach kann der Kreis oder eine von ihm zu benennende K&ouml;rperschaft des &ouml;ffentlichen Rechts von der Kl&auml;gerin unter der Voraussetzung, dass er seine Pflichten aus dem Immobilien-Leasing-Vertrag ordnungsgem&auml;&szlig; erf&uuml;llt hat, den Abschluss eines Kaufvertrags &uuml;ber die Erbbaurechte (einschlie&szlig;lich der Geb&auml;ude) zum 30.&nbsp;November 2017 verlangen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zugleich wurde ein Vertrag &uuml;ber ein Andienungsrecht notariell beurkundet. Danach kann die Kl&auml;gerin vom Kreis den Abschluss eines Kaufvertrags &uuml;ber die Erbbaurechte (einschlie&szlig;lich der Geb&auml;ude) zum 30.&nbsp;November 2023 verlangen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Schlie&szlig;lich wurde am 14.&nbsp;Dezember 2005 zwischen dem Kreis als K&auml;ufer einerseits und der I&nbsp;GmbH und der&nbsp;L GmbH als Verk&auml;ufer andererseits ein Ankaufsrechtsvertrag &uuml;ber Gesch&auml;ftsanteile notariell beurkundet. Danach hat der Kreis unter bestimmten Voraussetzungen das Recht, die Gesch&auml;ftsanteile der Verk&auml;ufer an der Z&nbsp;GmbH zum 30.&nbsp;November 2017 oder 30.&nbsp;November 2023 zu kaufen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit Bescheid vom 18.&nbsp;M&auml;rz 2011 stellte der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) gegen&uuml;ber der Kl&auml;gerin im Wege der Nachfeststellung auf den 1.&nbsp;Januar 2006 einen Einheitswert f&uuml;r das Erbbaurecht an dem Grundst&uuml;ck A fest. Zugleich setzte er gegen die Kl&auml;gerin einen Grundsteuermessbetrag fest.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit dem Einspruch beanspruchte die Kl&auml;gerin die Steuerbefreiung nach &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;1, Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 des Grundsteuergesetzes (GrStG). Zur Begr&uuml;ndung wies sie u.a. auf das Schreiben vom 5.&nbsp;September 2005 hin, mit dem der Kreis das Land Hessen als alleinigen unwiderruflich berechtigten Dritten zur Aus&uuml;bung des Ankaufsrechts unter der Voraussetzung benannt hat, dass er selbst weder sein Ankaufsrecht aus&uuml;bt noch stattdessen die Anteile der Komplement&auml;rin an der Objektgesellschaft &uuml;bernimmt. Eine Verpflichtung zur Aus&uuml;bung des Ankaufsrechts besteht nach dem Schreiben f&uuml;r das Land Hessen nicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Einspruch der Kl&auml;gerin hatte nur insoweit Erfolg, als das FA mit Bescheid vom 20.&nbsp;Juni 2012 den Einheitswert auf 1.587.305&nbsp;EUR und den Grundsteuermessbetrag auf 5.555,56&nbsp;EUR herabsetzte. Das FA erkl&auml;rte die Feststellung des Einheitswerts und des Grundsteuermessbetrags gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;165 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 Nr.&nbsp;3 der Abgabenordnung (AO) f&uuml;r vorl&auml;ufig hinsichtlich der Frage, ob die Vorschriften &uuml;ber die Einheitsbewertung des Grundverm&ouml;gens verfassungsgem&auml;&szlig; sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Finanzgericht (FG) wies die Klage mit der Begr&uuml;ndung ab, die Voraussetzungen f&uuml;r die Grundsteuerbefreiung seien nicht erf&uuml;llt. Das FG-Urteil ist in Entscheidungen der Finanzgerichte (EFG) 2015, 1014 ver&ouml;ffentlicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit der Revision r&uuml;gt die Kl&auml;gerin eine Verletzung von &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;1, Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 GrStG. Das Erbbaurecht sei ihr zwar als zivilrechtlicher und wirtschaftlicher Eigent&uuml;merin zuzurechnen. Dies sei aber aufgrund des Bestehens einer &Ouml;ffentlich Privaten Partnerschaft (&Ouml;PP) zwischen ihr und dem Kreis gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 GrStG unsch&auml;dlich. Die &Uuml;bertragung des Erbbaurechts auf den Kreis am Ende des Vertragszeitraums sei im Sinne dieser Vorschrift vereinbart. Zum einen werde der Grundbesitz am Ende der Laufzeit des Erbbaurechts wieder auf den Kreis &uuml;bertragen. Zum anderen gen&uuml;ge es den Anforderungen des &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 GrStG, wenn es am Ende des Vertragszeitraums voraussichtlich zu einer Zurechnung des Grundbesitzes zum beg&uuml;nstigten Rechtstr&auml;ger kommen werde. Dies treffe vorliegend zu.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin beantragt, die Vorentscheidung, die Einspruchsentscheidung vom 19.&nbsp;Juli 2013 und die Bescheide vom 18.&nbsp;M&auml;rz 2011 und 20.&nbsp;Juni 2012 aufzuheben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt, die Revision als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">II. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Revision ist unbegr&uuml;ndet und war daher zur&uuml;ckzuweisen (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Das FA hat f&uuml;r das Erbbaurecht zu Recht gegen&uuml;ber der Kl&auml;gerin auf den 1.&nbsp;Januar 2006 den Einheitswert festgestellt und den Grundsteuermessbetrag festgesetzt. Das Erbbaurecht war nicht gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;1, Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 GrStG von der Grundsteuer befreit.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Einheitswerte werden nach &sect;&nbsp;19 Abs.&nbsp;1 des Bewertungsgesetzes (BewG) f&uuml;r inl&auml;ndischen Grundbesitz, und zwar u.a. f&uuml;r Grundst&uuml;cke (&sect;&sect;&nbsp;68 und 70 BewG) festgestellt. Feststellungen nach dieser Vorschrift erfolgen gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;19 Abs.&nbsp;4 BewG nur, wenn und soweit sie f&uuml;r die Besteuerung von Bedeutung sind. Steht fest, dass ein Grundst&uuml;ck von der Grundsteuer befreit ist, ist kein Einheitswert festzustellen (vgl. Urteil des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 27.&nbsp;September 2017 II&nbsp;R&nbsp;13\/15, Rz&nbsp;12, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Handelt es sich wie im Streitfall um eine Nachfeststellung (&sect;&nbsp;23 Abs.&nbsp;1 BewG), sind der Pr&uuml;fung, ob die Voraussetzungen f&uuml;r eine Befreiung von der Grundsteuer vorliegen, nach &sect;&nbsp;23 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 BewG die tats&auml;chlichen Verh&auml;ltnisse im Nachfeststellungszeitpunkt (&sect;&nbsp;23 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 BewG) zugrunde zu legen. Unter tats&auml;chlichen Verh&auml;ltnissen (&sect;&nbsp;22 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;3 Nr.&nbsp;1 BewG) sind dabei die Verh&auml;ltnisse zu verstehen, die nicht zu den &#8211;bei der Pr&uuml;fung der Steuerbefreiung irrelevanten&#8211; Wertverh&auml;ltnissen i.S. des &sect;&nbsp;27 BewG rechnen (BFH-Urteil vom 27.&nbsp;September 2017 II&nbsp;R&nbsp;13\/15, Rz&nbsp;13, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Ist ein Grundst&uuml;ck mit einem Erbbaurecht belastet, bilden das mit dem Erbbaurecht belastete Grundst&uuml;ck einerseits und das Erbbaurecht andererseits bewertungsrechtlich zwei selbst&auml;ndige Grundst&uuml;cke, die je f&uuml;r sich der Grundsteuer unterliegen (&sect;&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 GrStG i.V.m. &sect;&nbsp;68 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 und 2 sowie &sect;&nbsp;70 Abs.&nbsp;1 BewG). Betr&auml;gt die Dauer des Erbbaurechts in dem f&uuml;r die Bewertung ma&szlig;gebenden Zeitpunkt wie im Streitfall noch 50&nbsp;Jahre oder mehr, so entf&auml;llt der Gesamtwert (&sect;&nbsp;92 Abs.&nbsp;1 BewG) gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;92 Abs.&nbsp;2 BewG allein auf die wirtschaftliche Einheit des Erbbaurechts. Schuldner der Grundsteuer ist nach &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 GrStG der Erbbauberechtigte, dem das Erbbaurecht bei der Feststellung des Einheitswerts zugerechnet ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Das der Kl&auml;gerin zustehende Erbbaurecht war am 1.&nbsp;Januar 2006 nicht gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 GrStG von der Grundsteuer befreit.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Nach &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 Satz 1 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 GrStG ist Grundbesitz von der Grundsteuer befreit, der von einer inl&auml;ndischen juristischen Person des &ouml;ffentlichen Rechts f&uuml;r einen &ouml;ffentlichen Dienst oder Gebrauch in dem durch &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;2 und 3 GrStG umschriebenen Sinn benutzt wird. Der Grundbesitz muss dabei nach &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 GrStG ausschlie&szlig;lich demjenigen, der ihn f&uuml;r den beg&uuml;nstigten Zweck benutzt, oder einem anderen nach &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nrn.&nbsp;1 bis 6 GrStG beg&uuml;nstigten Rechtstr&auml;ger zuzurechnen sein. Das GrStG kn&uuml;pft mit &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 GrStG ausdr&uuml;cklich an das formale Kriterium der Rechtstr&auml;geridentit&auml;t von Eigent&uuml;mer des Grundst&uuml;cks und unmittelbar Nutzendem an (BFH-Urteile vom 16.&nbsp;Dezember 2009 II&nbsp;R&nbsp;29\/08, BFHE 228, 154, BStBl II 2010, 829, Rz&nbsp;9&nbsp;f., und vom 27.&nbsp;September 2017 II&nbsp;R&nbsp;13\/15, Rz&nbsp;15).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>&sect;&nbsp;7 Satz 1 GrStG verlangt zudem eine unmittelbare Nutzung f&uuml;r den steuerbeg&uuml;nstigten Zweck (BFH-Urteile in BFHE 228, 154, BStBl II 2010, 829, Rz&nbsp;9, und vom 27.&nbsp;September 2017 II&nbsp;R&nbsp;13\/15, BFH\/NV 2018, 136, Rz&nbsp;16). Unter der unmittelbaren Nutzung wird die tats&auml;chliche Zuf&uuml;hrung des Steuergegenstandes an den Benutzungszweck verstanden. Die blo&szlig;e &Uuml;berlassung eines Grundst&uuml;cks zur Nutzung an einen anderen gen&uuml;gt nicht (BFH-Urteile in BFHE 228, 154, BStBl II 2010, 829, Rz&nbsp;15, und in BFH\/NV 2018, 136, Rz&nbsp;16).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Diese Voraussetzungen erf&uuml;llt das Erbbaurecht der Kl&auml;gerin nicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Die Kl&auml;gerin ist als KG ein privater Rechtstr&auml;ger und somit kein beg&uuml;nstigter Rechtstr&auml;ger i.S. des &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 GrStG, der nur inl&auml;ndische juristische Personen des &ouml;ffentlichen Rechts beg&uuml;nstigt. Unerheblich ist, dass der Kreis an der Kl&auml;gerin als Kommanditist beteiligt ist. Selbst wenn eine juristische Person des &ouml;ffentlichen Rechts alle Anteile an einer juristischen Person des privaten Rechts h&auml;lt, wird der private Rechtstr&auml;ger nicht zu einer juristischen Person des &ouml;ffentlichen Rechts und damit nicht selbst zum beg&uuml;nstigten Rechtstr&auml;ger (BFH-Urteil vom 9.&nbsp;November 2016 II&nbsp;R&nbsp;12\/15, BFHE 255, 540, BStBl II 2017, 211, Rz&nbsp;22). Gleiches gilt auch f&uuml;r Personengesellschaften, an denen eine juristische Person des &ouml;ffentlichen Rechts beteiligt ist (BFH-Urteil in BFH\/NV 2018, 136, Rz&nbsp;19).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Davon abgesehen nutzte die Kl&auml;gerin das Erbbaurecht nicht unmittelbar f&uuml;r einen &ouml;ffentlichen Dienst oder Gebrauch. Sie &uuml;berlie&szlig; den Grundbesitz vielmehr dem Kreis zur Nutzung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Die von der Kl&auml;gerin begehrte Steuerbefreiung f&uuml;r das Erbbaurecht kann auch nicht auf &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 Satz 1 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;1, Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 GrStG gest&uuml;tzt werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Nach &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 Satz 3 GrStG, der durch Art.&nbsp;6 des Gesetzes zur Beschleunigung der Umsetzung von &Ouml;ffentlich Privaten Partnerschaften und zur Verbesserung gesetzlicher Rahmenbedingungen f&uuml;r &Ouml;ffentlich Private Partnerschaften (&Ouml;PPBeschlG) vom 1.&nbsp;September 2005 (BGBl I 2005, 2676) in das GrStG eingef&uuml;gt wurde, gilt &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 GrStG nicht, wenn der Grundbesitz von einem nicht beg&uuml;nstigten Rechtstr&auml;ger im Rahmen einer &Ouml;PP einer juristischen Person des &ouml;ffentlichen Rechts f&uuml;r einen &ouml;ffentlichen Dienst oder Gebrauch &uuml;berlassen wird und die &Uuml;bertragung auf den Nutzer am Ende des Vertragszeitraums vereinbart ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Der Begriff &Ouml;PP ist gesetzlich nicht definiert. &Ouml;PP hei&szlig;t nach der Begr&uuml;ndung des Entwurfs des &Ouml;PPBeschlG Kooperation von &ouml;ffentlicher Hand und privater Wirtschaft beim Entwerfen, bei der Planung, Erstellung, Finanzierung, dem Management, dem Betreiben und dem Verwerten von bislang in staatlicher Verantwortung erbrachten &ouml;ffentlichen Leistungen (BTDrucks 15\/5668, S.&nbsp;10). Im Rahmen einer &Ouml;PP verpflichtet sich ein privater Unternehmer gegen&uuml;ber der &ouml;ffentlichen Hand typischerweise dazu, eine bestimmte Investition durchzuf&uuml;hren und das Investitionsobjekt &uuml;ber einen gewissen Zeitraum zu betreiben und zu erhalten (BFH-Urteil vom 27.&nbsp;September 2017 II&nbsp;R&nbsp;13\/15, Rz&nbsp;23, m.w.N.). Eine &Ouml;PP liegt danach nicht allein deshalb vor, weil eine juristische Person des &ouml;ffentlichen Rechts Gesellschafterin einer Kapital- oder Personengesellschaft ist. Dass die juristische Person des &ouml;ffentlichen Rechts Gesellschafterin des privaten Partners ist, steht dem Vorliegen einer &Ouml;PP andererseits auch nicht entgegen (BFH-Urteil in BFH\/NV 2018, 136, Rz&nbsp;23, m.w.N.). Das Bestehen eines Erbbaurechts an einem Grundst&uuml;ck, das einer inl&auml;ndischen juristischen Person des &ouml;ffentlichen Rechts geh&ouml;rt, begr&uuml;ndet f&uuml;r sich genommen keine &Ouml;PP (BFH-Urteil in BFH\/NV 2018, 136, Rz&nbsp;23).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Der Begriff des Grundbesitzes i.S. des &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 GrStG wird nicht gesondert definiert und ist daher &uuml;bereinstimmend mit &sect;&nbsp;2 GrStG auszulegen. Er umfasst somit auch Erbbaurechte (BFH-Urteil in BFH\/NV 2018, 136, Rz&nbsp;24).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Nutzer i.S. des &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 Satz 3 GrStG ist die juristische Person des &ouml;ffentlichen Rechts, der der Grundbesitz im Rahmen einer &Ouml;PP f&uuml;r einen &ouml;ffentlichen Dienst oder Gebrauch &uuml;berlassen wird. Eine Vereinbarung, nach der der Grundbesitz am Ende des Vertragszeitraums auf einen Dritten &uuml;bertragen wird, gen&uuml;gt selbst dann nicht den sich aus dem Wortlaut ergebenden Anforderungen der Vorschrift, wenn es sich dabei um eine juristische Person des &ouml;ffentlichen Rechts handelt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>e) Die nach &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 Satz 3 GrStG erforderliche Vereinbarung, dass der Grundbesitz am Ende des Vertragszeitraums auf den Nutzer &uuml;bertragen wird, kann nicht durch ein blo&szlig;es Optionsrecht der juristischen Person des &ouml;ffentlichen Rechts auf &Uuml;bertragung des Grundbesitzes am Ende des Vertragszeitraums ersetzt werden (BFH-Urteil in BFH\/NV 2018, 136, Rz&nbsp;25, m.w.N.). Bei einem solchen Optionsrecht bleibt offen, ob es am Ende des Vertragszeitraums zu einer R&uuml;ck&uuml;bertragung kommen wird. Unter Vertragszeitraum i.S. des &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 GrStG ist der Zeitraum zu verstehen, in dem die vertraglich vereinbarte &Ouml;PP besteht (BFH-Urteil in BFH\/NV 2018, 136, Rz&nbsp;25).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>&sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 Satz 3 GrStG ist insoweit &uuml;bereinstimmend mit &sect;&nbsp;4 Nr.&nbsp;5 Satz 1 des Grunderwerbsteuergesetzes in der ab 30.&nbsp;Juni 2013 geltenden Fassung &#8211;GrEStG&#8211; (bzw. &sect;&nbsp;4 Nr.&nbsp;9 Satz&nbsp;1 GrEStG a.F.) auszulegen, der die Gew&auml;hrung der in dieser Vorschrift vorgesehenen Steuerbefreiung u.a. davon abh&auml;ngig macht, dass zwischen dem privaten Partner der &Ouml;PP und der juristischen Person des &ouml;ffentlichen Rechts die R&uuml;ck&uuml;bertragung des Grundbesitzes auf diese am Ende des Vertragszeitraums vereinbart worden ist. Ein blo&szlig;es Optionsrecht der juristischen Person des &ouml;ffentlichen Rechts auf R&uuml;ck&uuml;bertragung gen&uuml;gt nicht (BFH-Urteil in BFH\/NV 2018, 136, Rz&nbsp;26, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>f) Diese Grunds&auml;tze gelten auch f&uuml;r Erbbaurechte. Die Anwendung des &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 Satz 3 GrStG setzt bei der Bestellung eines Erbbaurechts an einem Grundst&uuml;ck des &ouml;ffentlich-rechtlichen Partners einer &Ouml;PP zugunsten des privaten Partners u.a. die Vereinbarung voraus, dass das Erbbaurecht am Ende des Vertragszeitraums der &Ouml;PP auf den &ouml;ffentlich-rechtlichen Partner &uuml;bertragen wird (BFH-Urteil in BFH\/NV 2018, 136, Rz&nbsp;27).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Es gen&uuml;gt somit nicht den Anforderungen des &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 Satz 3 GrStG, wenn dem &ouml;ffentlich-rechtlichen Partner am Ende des Vertragszeitraums lediglich eine Kaufoption zusteht (BFH-Urteil in BFH\/NV 2018, 136, Rz&nbsp;28). Dadurch wird nicht sichergestellt, dass das Erbbaurecht am Ende des Zeitraums der vertraglich vereinbarten &Ouml;PP auf den &ouml;ffentlich-rechtlichen Partner (Grundst&uuml;ckseigent&uuml;mer, Nutzer i.S. des &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 GrStG) &uuml;bertragen wird. Es ist n&auml;mlich offen, ob der Grundst&uuml;ckseigent&uuml;mer die Kaufoption aus&uuml;bt. Blo&szlig;e Wahrscheinlichkeitserw&auml;gungen gen&uuml;gen den gesetzlichen Anforderungen nicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>g) Im Streitfall kann auf sich beruhen, ob es der &Uuml;bertragung des Erbbaurechts am Ende des Vertragszeitraums gleichzustellen ist, wenn die vereinbarte Kooperationsdauer in der &Ouml;PP und die Laufzeit des Erbbaurechts &uuml;bereinstimmen und das Erbbaurecht daher gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;27 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 der am 1.&nbsp;Januar 2006 geltenden Verordnung &uuml;ber das Erbbaurecht (jetzt &sect;&nbsp;27 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 des Erbbaurechtsgesetzes) am Ende des Vertragszeitraums erlischt (so zu &sect;&nbsp;4 Nr.&nbsp;5 GrEStG Viskorf in Boruttau, Grunderwerbsteuergesetz, 18.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;4 Rz&nbsp;54; Hofmann, Grunderwerbsteuergesetz, Kommentar, 11.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;4 Rz&nbsp;18; Pahlke, Grunderwerbsteuergesetz, Kommentar, 5.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;4 Rz&nbsp;41; a.A. Troll\/ Eisele, Grundsteuergesetz, Kommentar, 11.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;3 Rz&nbsp;60a). Jedenfalls gen&uuml;gt es nicht, wenn eine derartige zeitliche &Uuml;bereinstimmung nicht besteht, sondern das Erbbaurecht erst zu einem nach Ende des vereinbarten Vertragszeitraums liegenden Zeitpunkt durch Zeitablauf erlischt (BFH-Urteil in BFH\/NV 2018, 136, Rz&nbsp;29).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>h) Eine erweiternde Anwendung des &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 Satz 3 GrStG auf von seinem Wortlaut nicht erfasste Sachverhalte scheidet aus.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) &quot;Teleologische Extension&quot; setzt eine Regelungsl&uuml;cke voraus. Die Norm muss gemessen an ihrem Zweck unvollst&auml;ndig, d.h. erg&auml;nzungsbed&uuml;rftig sein. Ihre Erg&auml;nzung darf nicht einer vom Gesetzgeber beabsichtigten Beschr&auml;nkung auf bestimmte Tatbest&auml;nde widersprechen. Dass eine gesetzliche Regelung rechtspolitisch als verbesserungsbed&uuml;rftig anzusehen ist (&quot;rechtspolitische Fehler&quot;), reicht nicht aus. Ihre Unvollst&auml;ndigkeit muss sich vielmehr aus dem gesetzesimmanenten Zweck erschlie&szlig;en und kann auch bei einem eindeutigen Wortlaut vorliegen. Die Gesetzesl&uuml;cke ist in einer dem Gesetzeszweck, der Entstehungsgeschichte und der Gesetzessystematik entsprechenden Weise durch Analogie, teleologische Extension oder Reduktion zu schlie&szlig;en. Dies ist Aufgabe der Fachgerichte (BFH-Urteile vom 2.&nbsp;Dezember 2015 V&nbsp;R&nbsp;25\/13, BFHE 251, 534, BStBl II 2017, 547, Rz&nbsp;37, m.w.N., und in BFH\/NV 2018, 136, Rz&nbsp;31).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Diese Voraussetzungen f&uuml;r eine &uuml;ber den Wortlaut des &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 Satz 3 GrStG hinausgehende Anwendung der Vorschrift bei Erbbaurechten sind nicht erf&uuml;llt. Es fehlt an einer Regelungsl&uuml;cke. Die Norm ist gemessen an ihrem Zweck nicht unvollst&auml;ndig, d.h. erg&auml;nzungsbed&uuml;rftig. Ihr Anwendungsbereich ist vielmehr auf die von ihrem Wortlaut erfassten F&auml;lle beschr&auml;nkt (BFH-Urteil in BFH\/NV 2018, 136, Rz&nbsp;32). Wie aus der Begr&uuml;ndung des Entwurfs des Art.&nbsp;6 &Ouml;PPBeschlG (BTDrucks 15\/5668, S.&nbsp;17) hervorgeht, sollten mit der Einf&uuml;gung des &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 GrStG die finanziellen Auswirkungen f&uuml;r die Gemeinden gering gehalten werden. &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 GrStG wurde daher nicht gestrichen, sondern lediglich eingeschr&auml;nkt. Er gilt nicht f&uuml;r hoheitlich genutzten Grundbesitz, der der &ouml;ffentlichen Hand im Rahmen einer &Ouml;PP &uuml;berlassen wird und dessen &Uuml;bertragung auf diese zum Ende der Vertragslaufzeit vorgesehen ist. In der Begr&uuml;ndung wurde weiter ausgef&uuml;hrt, in vielen F&auml;llen k&ouml;nne hier angenommen werden, dass die &ouml;ffentliche Hand aufgrund des Vertragsinhalts bereits wirtschaftliche Eigent&uuml;merin sei (&sect;&nbsp;39 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 AO) und ihr das jeweilige Grundst&uuml;ck deshalb bereits w&auml;hrend der Vertragslaufzeit steuerlich zuzurechnen sei. Insoweit diene die &Auml;nderung des &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 GrStG der Klarstellung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>37<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Vereinbarung, dass der Grundbesitz am Ende des Vertragszeitraums auf die juristische Person des &ouml;ffentlichen Rechts &uuml;bertragen wird, ist somit eine unverzichtbare Voraussetzung f&uuml;r die Anwendbarkeit des &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 GrStG. Eine erweiternde Auslegung dieser Vorschrift ist mithin ausgeschlossen (BFH-Urteil in BFH\/NV 2018, 136, Rz&nbsp;33).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>38<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Verfolgen Partner einer &Ouml;PP mit einer Vertragsgestaltung, die die Voraussetzungen des &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 GrStG nicht erf&uuml;llt, ertragsteuerrechtliche Ziele, kann dies nicht zu einer &uuml;ber dessen Wortlaut hinausgehenden Auslegung f&uuml;hren (BFH-Urteil in BFH\/NV 2018, 136, Rz&nbsp;34).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>39<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>i) Die Voraussetzungen f&uuml;r eine Befreiung des der Kl&auml;gerin zustehenden Erbbaurechts gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 Satz 1 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;1, Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 GrStG von der Grundsteuer waren somit am 1.&nbsp;Januar 2006 nicht erf&uuml;llt. Es lag zwar eine Nutzung des Grundbesitzes f&uuml;r Schulzwecke und somit f&uuml;r einen &ouml;ffentlichen Dienst oder Gebrauch i.S. des &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;2 GrStG vor. Die Kl&auml;gerin und der Kreis haben aber nicht vereinbart, dass das Erbbaurecht am Ende des Vertragszeitraums auf den Kreis &uuml;bertragen wird. Es ist auch nicht vereinbart, dass der Kooperationszeitraum erst mit Ablauf des auf 99&nbsp;Jahre bestellten Erbbaurechts endet. Vielmehr soll die Gesamtmietzeit bereits am 30.&nbsp;November 2023 enden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>40<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das dem Kreis zustehende Recht, das Erbbaurecht zum 30.&nbsp;November 2017 zu kaufen, kann die nach &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 GrStG erforderliche Vereinbarung, dass das Erbbaurecht am Ende des Vertragszeitraums auf den Kreis &uuml;bertragen wird, nicht ersetzen. Wie bereits dargelegt, gen&uuml;gen ein blo&szlig;es Ankaufsrecht und die mehr oder minder gro&szlig;e Wahrscheinlichkeit, dass dieses zum Ende des Vertragszeitraums ausge&uuml;bt wird, den gesetzlichen Anforderungen nicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>41<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Davon abgesehen steht das Ankaufsrecht dem Kreis nur zum 30.&nbsp;November 2017 und nicht zum Ende der vorgesehenen Gesamtmietzeit am 30.&nbsp;November 2023 zu. Dass die Aus&uuml;bung des Ankaufsrechts zum 30.&nbsp;November 2017 wahrscheinlich sei, hat weder das FG festgestellt noch bringt dies die Kl&auml;gerin substantiiert vor. Zudem kann nach den getroffenen Vereinbarungen auch eine vom Kreis benannte K&ouml;rperschaft des &ouml;ffentlichen Rechts, die den Grundbesitz nicht genutzt hat und daher nicht Nutzer i.S. des &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 GrStG ist, das Ankaufsrecht aus&uuml;ben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>42<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das der Kl&auml;gerin zum 30.&nbsp;November 2023 zustehende Andienungsrecht und der am 14.&nbsp;Dezember 2005 zwischen dem Kreis als K&auml;ufer einerseits und der I&nbsp;GmbH und der L&nbsp;GmbH als Verk&auml;ufer andererseits geschlossene Ankaufsrechtsvertrag &uuml;ber Gesch&auml;ftsanteile k&ouml;nnen die nach &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 GrStG erforderliche Vereinbarung, dass das Erbbaurecht am Ende des Vertragszeitraums auf den Kreis &uuml;bertragen wird, ebenfalls nicht ersetzen. Es ist n&auml;mlich offen, ob die Berechtigten von diesen vertraglichen M&ouml;glichkeiten Gebrauch machen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>43<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das dem Kreis im Erbbaurechtsvertrag einger&auml;umte Recht, vor Ablauf der vereinbarten Dauer der Erbbaurechte unter bestimmten Voraussetzungen die &Uuml;bertragung der Erbbaurechte an sich oder an einen von ihm zu bezeichnenden Dritten zu verlangen, f&uuml;hrt zu keinem anderen Ergebnis. Zum einen war am 1.&nbsp;Januar 2006 offen, ob diese Voraussetzungen eintreten und ob der Kreis gegebenenfalls von diesem Recht Gebrauch macht. Zum anderen kann der Kreis auch die &Uuml;bertragung der Erbbaurechte an einen von ihm zu bezeichnenden Dritten verlangen, der nicht der Nutzer i.S. des &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 GrStG ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>44<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Aus welchen Gr&uuml;nden die Vertragspartner von einer den Anforderungen dieser Vorschrift entsprechenden Vereinbarung abgesehen haben, ist unerheblich.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>45<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>j) Es kann danach auf sich beruhen, ob die von der Kl&auml;gerin mit dem Kreis vereinbarte Sale-and-lease-back-Transaktion eine &Ouml;PP i.S. des &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 GrStG ist (ablehnend Troll\/ Eisele, a.a.O., &sect;&nbsp;3 Rz&nbsp;60a; Drosdzol, Umsatzsteuer- und Verkehrsteuer-Recht 2006, 21) und ob es sich bei dieser Vorschrift um eine Beihilfe i.S. des Art.&nbsp;107 Abs.&nbsp;1 des Vertrags &uuml;ber die Arbeitsweise der Europ&auml;ischen Union handelt (vgl. BFH-Beschluss vom 30.&nbsp;Mai 2017 II&nbsp;R&nbsp;62\/14, BFHE 257, 381, BStBl II&nbsp;2017, 916).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>46<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>5. Die Kostenentscheidung beruht auf &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 6.12.2017, II R 26\/15ECLI:DE:BFH:2017:U.061217.IIR26.15.0 Grundsteuerbefreiung bei &Ouml;ffentlich Privater Partnerschaft Leits&auml;tze NV: Die nach &sect; 3 Abs. 1 Satz 3 GrStG erforderliche Vereinbarung, dass der Grundbesitz (Grundst&uuml;ck im zivilrechtlichen Sinn, Erbbaurecht) am Ende des Vertragszeitraums einer &Ouml;ffentlich Privaten Partnerschaft auf den Nutzer (juristische Person des &ouml;ffentlichen Rechts) &uuml;bertragen wird, kann nicht durch ein &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/ii-r-26-15-grundsteuerbefreiung-bei-oeffentlich-privater-partnerschaft\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">II&nbsp;R&nbsp;26\/15 &#8211; Grundsteuerbefreiung bei &Ouml;ffentlich Privater Partnerschaft<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-68979","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/68979","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=68979"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/68979\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=68979"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=68979"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=68979"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}