{"id":68986,"date":"2018-02-14T11:12:04","date_gmt":"2018-02-14T09:12:04","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=68986"},"modified":"2018-02-14T11:12:04","modified_gmt":"2018-02-14T09:12:04","slug":"iv-r-37-14-einkuenfte-aus-ruhendem-gewerbebetrieb-qualifikation-der-einkuenfte-einer-personengesellschaft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iv-r-37-14-einkuenfte-aus-ruhendem-gewerbebetrieb-qualifikation-der-einkuenfte-einer-personengesellschaft\/","title":{"rendered":"IV&nbsp;R&nbsp;37\/14 &#8211; Eink&uuml;nfte aus ruhendem Gewerbebetrieb &#8211; Qualifikation der Eink&uuml;nfte einer Personengesellschaft"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 9.11.2017, IV R 37\/14<br \/>ECLI:DE:BFH:2017:U.091117.IVR37.14.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Eink&uuml;nfte aus ruhendem Gewerbebetrieb &#8211; Qualifikation der Eink&uuml;nfte einer Personengesellschaft<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>Eink&uuml;nfte aus ruhendem Gewerbebetrieb stellen origin&auml;r gewerbliche Eink&uuml;nfte dar. Ruht der Gewerbebetrieb einer Personengesellschaft, kann diese schon deshalb keine gewerblich gepr&auml;gte Gesellschaft i.S. des &sect; 15 Abs. 3 Nr. 2 EStG sein.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Die Revision der Kl&auml;gerin gegen das Urteil des Finanzgerichts Berlin-Brandenburg vom 14. Mai 2014&nbsp;&nbsp;7 K 7195\/10 wird als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des Revisionsverfahrens hat die Kl&auml;gerin zu tragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">I. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin und Revisionskl&auml;gerin (Kl&auml;gerin) ist eine KG. Sie wurde im Jahr 1964 gegr&uuml;ndet. Ende des Jahres 1967 trat ihr vormaliger Kommanditist A zun&auml;chst als Komplement&auml;r in die Kl&auml;gerin ein. Zum 1.&nbsp;Januar 1978 schied er als Komplement&auml;r wieder aus und trat erneut als Kommanditist in die Kl&auml;gerin ein. Neue Komplement&auml;rin der Kl&auml;gerin wurde die A-GmbH. Im September 1982 trat die A-GmbH aus der Kl&auml;gerin aus. Seitdem sind nur noch nat&uuml;rliche Personen Gesellschafter der Kl&auml;gerin.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin war von ihrer Gr&uuml;ndung bis zum Ende des Jahres 1966 als Bautr&auml;gerin und Grundst&uuml;cksh&auml;ndlerin t&auml;tig. Sie errichtete vornehmlich Eigentumswohnungen und Eigenheime, die sie nach Fertigstellung ver&auml;u&szlig;erte. Im Jahr 1967 errichtete sie ein Seniorenwohnheim auf dem Grundst&uuml;ck B-Stra&szlig;e in C, das sie langfristig an das &#8230;-Amt C vermietete. Im selben Jahr stellte die Kl&auml;gerin ihre Baut&auml;tigkeit vollst&auml;ndig ein. Diese T&auml;tigkeit f&uuml;hrte ab 1.&nbsp;Januar 1968 eine andere Gesellschaft, an der A ebenfalls beteiligt war, fort. Die Kl&auml;gerin verwaltete und nutzte ab diesem Zeitpunkt nur noch ihr eigenes Grund- und Kapitalverm&ouml;gen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In den Jahren 1995 bis 2002 nahm die Kl&auml;gerin zudem verzinsliche Darlehen auf und reichte diese an verbundene Unternehmen weiter.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Mieterin des Seniorenwohnheims k&uuml;ndigte den Mietvertrag zum 31.&nbsp;Dezember 2002. Der Kl&auml;gerin gelang es nicht, die Immobilie anderweitig zu vermieten. Im Oktober 2004 ver&auml;u&szlig;erte sie diese schlie&szlig;lich.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) und auch die Kl&auml;gerin gingen f&uuml;r die Veranlagungszeitr&auml;ume ab 1968 davon aus, dass die Kl&auml;gerin weiterhin Eink&uuml;nfte aus Gewerbebetrieb erzielt habe. Die Eink&uuml;nfte wurden entsprechend erkl&auml;rt und festgestellt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>F&uuml;r das Streitjahr 2003 reichte die Kl&auml;gerin eine Erkl&auml;rung zur gesonderten und einheitlichen Feststellung und eine Gewerbesteuererkl&auml;rung bei dem FA ein, in denen sie, wie in den Vorjahren, jeweils Eink&uuml;nfte aus Gewerbebetrieb erkl&auml;rte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA stellte mit Gewinnfeststellungsbescheid 2003 vom 25.&nbsp;Februar 2005 die Eink&uuml;nfte der Kl&auml;gerin aus Gewerbebetrieb erkl&auml;rungsgem&auml;&szlig; fest. Der Bescheid erging unter dem Vorbehalt der Nachpr&uuml;fung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit Schreiben vom 31.&nbsp;August 2005, welches zusammen mit der Steuererkl&auml;rung f&uuml;r das Jahr 2004 beim FA einging, erkl&auml;rte die Kl&auml;gerin, dass sie ausschlie&szlig;lich Eink&uuml;nfte aus Vermietung und Verpachtung erzielt habe. Am 7.&nbsp;Dezember 2005 meldete sie sich steuerlich um und erkl&auml;rte, seit dem 1.&nbsp;Januar 2003 die Verwaltung fremden Verm&ouml;gens eingestellt zu haben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach einer Au&szlig;enpr&uuml;fung vertrat das FA dem Pr&uuml;fer folgend zun&auml;chst die Auffassung, dass die Kl&auml;gerin zum 31.&nbsp;Dezember 2003 eine Betriebsaufgabe erkl&auml;rt habe und deshalb ein Betriebsaufgabegewinn festzustellen sei. Entsprechend dieser Rechtsauffassung erlie&szlig; es am 19.&nbsp;Januar 2009 einen ge&auml;nderten Gewinnfeststellungsbescheid f&uuml;r 2003.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Auf den Einspruch der Kl&auml;gerin, mit dem diese sich gegen die Feststellung des Aufgabegewinns und die Qualifikation der Eink&uuml;nfte als solche aus Gewerbebetrieb wandte, &auml;nderte das FA mit Einspruchsentscheidung vom 8.&nbsp;Juni 2010 den Gewinnfeststellungsbescheid 2003 dahingehend, dass kein Aufgabegewinn mehr festgestellt wurde. Im &Uuml;brigen wies es den Einspruch als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ck.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Finanzgericht (FG) wies die Klage, mit der die Kl&auml;gerin weiterhin die Feststellung von Eink&uuml;nften aus Vermietung und Verpachtung begehrte, als unbegr&uuml;ndet ab.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA habe zu Recht Eink&uuml;nfte aus Gewerbebetrieb festgestellt. Die Kl&auml;gerin habe bis zum Ende des Jahres 1967 kraft gewerblicher T&auml;tigkeit einen Gewerbebetrieb unterhalten. Diesen Gewerbebetrieb habe sie jedenfalls bis zum 31.&nbsp;Dezember 2003 nicht aufgegeben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin r&uuml;gt mit der Revision die Verletzung materiellen Rechts. Das FG habe &sect;&nbsp;16 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 des Einkommensteuergesetzes in der f&uuml;r den Streitzeitraum ma&szlig;geblichen Fassung (EStG) unzutreffend angewendet. Sie &#8211;die Kl&auml;gerin&#8211; habe ihre gewerbliche T&auml;tigkeit schon zum 1.&nbsp;Januar 1968 aufgegeben. Einer ausdr&uuml;cklichen Aufgabeerkl&auml;rung habe es f&uuml;r die Annahme einer Betriebsaufgabe zum 31.&nbsp;Dezember 1967 nicht bedurft. Hilfsweise sei es jedenfalls zum 30.&nbsp;September 1982 durch Austritt der A-GmbH aus der Kl&auml;gerin zum Wegfall der Voraussetzungen der gewerblichen Pr&auml;gung und infolgedessen zur Betriebsaufgabe i.S. des &sect;&nbsp;16 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 EStG gekommen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin beantragt,<br \/>das Urteil des FG vom 14.&nbsp;Mai 2014&nbsp;&nbsp;7&nbsp;K&nbsp;7195\/10 betreffend die gesonderte und einheitliche Feststellung von Eink&uuml;nften aus Gewerbebetrieb aufzuheben und<br \/>den Bescheid &uuml;ber die gesonderte und einheitliche Feststellung von Besteuerungsgrundlagen f&uuml;r 2003 vom 19.&nbsp;Januar 2009 in Gestalt der Einspruchsentscheidung vom 8.&nbsp;Juni 2010 dahingehend zu &auml;ndern, dass die laufenden Eink&uuml;nfte als Eink&uuml;nfte aus Vermietung und Verpachtung in H&ouml;he von .\/.&nbsp;146.894,74&nbsp;EUR festgestellt werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt,<br \/>die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">II. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Revision ist unbegr&uuml;ndet und war daher zur&uuml;ckzuweisen (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Das FG hat zu Recht entschieden, dass die Eink&uuml;nfte der Kl&auml;gerin im Streitjahr als Eink&uuml;nfte aus Gewerbebetrieb zu qualifizieren sind. Der Gewerbebetrieb der Kl&auml;gerin war im Streitjahr lediglich unterbrochen und ruhte, er war von der Kl&auml;gerin noch nicht aufgegeben worden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Gegenstand des Revisionsverfahrens ist nur die Qualifikation der im Streitjahr erzielten laufenden Eink&uuml;nfte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Nach st&auml;ndiger Rechtsprechung kann ein Gewinnfeststellungsbescheid eine Vielzahl selbst&auml;ndiger und damit auch selbst&auml;ndig anfechtbarer Feststellungen enthalten, die eigenst&auml;ndig in Bestandskraft erwachsen und deshalb f&uuml;r die in dem n&auml;mlichen Bescheid getroffenen und rechtlich nachgelagerten Feststellungen Bindungswirkung entfalten k&ouml;nnen. Solche selbst&auml;ndigen Regelungen (Feststellungen) sind insbesondere die Qualifikation der Eink&uuml;nfte, das Bestehen einer Mitunternehmerschaft, die H&ouml;he des laufenden Gesamthandsgewinns sowie dessen Verteilung auf die Mitunternehmer und die H&ouml;he eines Sondergewinns bzw. einer Sonderverg&uuml;tung. Selbst&auml;ndig anfechtbar ist auch die Feststellung eines Ver&auml;u&szlig;erungs- oder Aufgabegewinns jedenfalls des einzelnen Mitunternehmers (Urteil des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 16.&nbsp;M&auml;rz 2017 IV&nbsp;R&nbsp;31\/14, BFHE 257, 292, Rz&nbsp;18, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Die Kl&auml;gerin hat den Gewinnfeststellungsbescheid 2003 nur insoweit angegriffen, als es um die begehrte Umqualifizierung der Eink&uuml;nfte von gewerblichen Eink&uuml;nften in Eink&uuml;nfte aus Vermietung und Verpachtung geht. Der Unterschied in der H&ouml;he der festgestellten Eink&uuml;nfte aus Gewerbebetrieb einerseits und der von der Kl&auml;gerin begehrten Feststellung der Eink&uuml;nfte als solche aus Vermietung und Verpachtung andererseits ist lediglich Folge der unterschiedlichen Arten der Eink&uuml;nfteermittlung. Die Kl&auml;gerin hat die H&ouml;he der festgestellten Eink&uuml;nfte aus Gewerbebetrieb, wie sie das FA unter der Annahme des Vorliegens gewerblicher Eink&uuml;nfte ermittelt hat, nicht eigenst&auml;ndig angegriffen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Das FG ist zu Recht davon ausgegangen, dass die von der Kl&auml;gerin erzielten Eink&uuml;nfte ihrem ruhenden Gewerbebetrieb zuzuordnen und deshalb als Eink&uuml;nfte aus Gewerbebetrieb festzustellen sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;179 Abs.&nbsp;1 i.V.m. &sect;&nbsp;180 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;a der Abgabenordnung (AO) werden einkommen- und k&ouml;rperschaftsteuerpflichtige Eink&uuml;nfte gesondert und einheitlich festgestellt, wenn an den Eink&uuml;nften mehrere Personen beteiligt und die Eink&uuml;nfte diesen Personen steuerlich zuzurechnen sind. Bei einem Gewerbebetrieb ist diese Voraussetzung erf&uuml;llt, wenn mehrere Personen den Betrieb als Unternehmer (Mitunternehmer) f&uuml;hren (&sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 EStG).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Ist die entfaltete T&auml;tigkeit &#8211;isoliert betrachtet&#8211; den Eink&uuml;nften aus Vermietung und Verpachtung von unbeweglichem Verm&ouml;gen (&sect;&nbsp;21 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 EStG) zuzuordnen, so sind die daraus resultierenden Eink&uuml;nfte nach &sect;&nbsp;21 Abs.&nbsp;3 EStG gleichwohl als gewerbliche Eink&uuml;nfte zu qualifizieren, wenn das vermietete Verm&ouml;gen dem Betriebsverm&ouml;gen eines Gewerbebetriebs zuzuordnen ist (vgl. BFH-Urteil vom 15.&nbsp;Oktober 1987 IV&nbsp;R&nbsp;66\/86, BFHE 152, 62, BStBl II 1988, 260, unter 5.a).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Ist ein Gewerbebetrieb (noch) nicht aufgegeben, sondern nur unterbrochen, so sind die auf Grundlage dieses ruhenden Gewerbebetriebs erzielten Eink&uuml;nfte solche aus Gewerbebetrieb.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Eine Betriebsaufgabe liegt vor, wenn die bisher im Betrieb entfaltete T&auml;tigkeit aufgrund eines Entschlusses des Steuerpflichtigen, den Betrieb aufzugeben, endg&uuml;ltig eingestellt wird, alle wesentlichen Betriebsgrundlagen in einem einheitlichen Vorgang, d.h. innerhalb kurzer Zeit, entweder insgesamt klar und eindeutig, &auml;u&szlig;erlich erkennbar in das Privatverm&ouml;gen &uuml;berf&uuml;hrt bzw. anderen betriebsfremden Zwecken zugef&uuml;hrt oder insgesamt einzeln an verschiedene Erwerber ver&auml;u&szlig;ert oder teilweise ver&auml;u&szlig;ert und teilweise in das Privatverm&ouml;gen &uuml;berf&uuml;hrt werden und dadurch der Betrieb als selbst&auml;ndiger Organismus des Wirtschaftslebens zu bestehen aufh&ouml;rt (BFH-Urteile vom 26.&nbsp;April 2001 IV&nbsp;R&nbsp;14\/00, BFHE 195, 290, BStBl II 2001, 798, unter II.3.a, und vom 12.&nbsp;Mai 2011 IV&nbsp;R&nbsp;36\/09, Rz&nbsp;16).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Stellt ein Unternehmen seine werbende gewerbliche T&auml;tigkeit ein, so liegt darin nicht notwendigerweise eine Betriebsaufgabe. Die Einstellung kann auch nur als Betriebsunterbrechung zu beurteilen sein, die den Fortbestand des Betriebs unber&uuml;hrt l&auml;sst. Die Betriebsunterbrechung kann darin bestehen, dass der Betriebsinhaber die wesentlichen Betriebsgrundlagen &#8211;in der Regel einheitlich an einen anderen Unternehmer&#8211; verpachtet oder darin, dass er die gewerbliche T&auml;tigkeit ruhen l&auml;sst. Wird in diesen F&auml;llen die Betriebsaufgabe nicht eindeutig gegen&uuml;ber dem Finanzamt erkl&auml;rt, so geht die Rechtsprechung davon aus, dass die Absicht besteht, den unterbrochenen Betrieb k&uuml;nftig wieder aufzunehmen, sofern die Fortsetzung des Betriebs mit den zur&uuml;ckbehaltenen Wirtschaftsg&uuml;tern objektiv m&ouml;glich ist (vgl. BFH-Urteile vom 19.&nbsp;Februar 2004 III&nbsp;R&nbsp;1\/03, BFH\/NV 2004, 1231, unter II.1.a; vom 14.&nbsp;M&auml;rz 2006 VIII&nbsp;R&nbsp;80\/03, BFHE 212, 541, BStBl II 2006, 591; vom 12.&nbsp;Mai 2011 IV&nbsp;R&nbsp;36\/09, Rz&nbsp;17, und vom 7.&nbsp;November 2013 X&nbsp;R&nbsp;21\/11, Rz&nbsp;13).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Annahme einer Betriebsunterbrechung und damit auch eines nur ruhenden Gewerbebetriebs ist hingegen ausgeschlossen, wenn der Unternehmer seine werbende T&auml;tigkeit einstellt und keine wesentlichen Betriebsgrundlagen mehr vorhanden sind, die einem sp&auml;ter identit&auml;tswahrend fortgef&uuml;hrten Betrieb dienen k&ouml;nnten. Es soll so vermieden werden, dem Steuerpflichtigen &quot;ewiges Betriebsverm&ouml;gen&quot; zu belassen (vgl. BFH-Urteil vom 26.&nbsp;Februar 1997 X&nbsp;R&nbsp;31\/95, BFHE 183, 65, BStBl II 1997, 561, unter II.3.a). Es kommt dann unabh&auml;ngig von der Abgabe einer Aufgabeerkl&auml;rung zu einer &#8211;insoweit zwangsweisen&#8211; Betriebsaufgabe mit der Folge der Aufdeckung vorhandener stiller Reserven.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Ein Ruhen des Betriebs im Sinne einer Unterbrechung des Betriebs setzt voraus, dass dieser Zustand zeitlich begrenzt ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>F&uuml;r die Frage, innerhalb welchen Zeitraums der Betrieb wieder aufzunehmen ist, kann keine feste zeitliche Grenze festgelegt werden. Abzustellen ist auf die Umst&auml;nde des Einzelfalls (vgl. BFH-Urteil vom 28.&nbsp;September 1995 IV&nbsp;R&nbsp;39\/94, BFHE 179, 75, BStBl II 1996, 276; BFH-Beschluss vom 24.&nbsp;M&auml;rz 2006 VIII&nbsp;B&nbsp;98\/01, BFH\/NV 2006, 1287, und BFH-Urteil vom 19.&nbsp;M&auml;rz 2009 IV&nbsp;R&nbsp;45\/06, BFHE 225, 334, BStBl II 2009, 902: zur Betriebsverpachtung).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>dd) Die gesetzliche Betriebsfortf&uuml;hrungsfiktion in den F&auml;llen der Betriebsunterbrechung und der Betriebsverpachtung im Ganzen nach &sect;&nbsp;16 Abs.&nbsp;3b des Einkommensteuergesetzes i.d.F. des Steuervereinfachungsgesetzes 2011 vom 1.&nbsp;November 2011 (BGBl I 2011, 2131) &#8211;EStG n.F.&#8211; findet gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;52 Abs.&nbsp;34 Satz&nbsp;9 EStG n.F. nur auf Betriebsaufgaben nach dem 4.&nbsp;November 2011 Anwendung; sie ist deshalb im Streitfall nicht einschl&auml;gig.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>ee) Wird eine Betriebsaufgabeerkl&auml;rung gegen&uuml;ber dem Finanzamt abgegeben, so kann dieser Gestaltungserkl&auml;rung f&uuml;r Zwecke der Besteuerung keine R&uuml;ckwirkung beigemessen werden (BFH-Urteile in BFHE 152, 62, BStBl II 1988, 260, unter 5.b; vom 30.&nbsp;Juni 2005 IV&nbsp;R&nbsp;63\/04, BFH\/NV 2005, 1997, und vom 7.&nbsp;November 2013 X&nbsp;R&nbsp;21\/11, Rz&nbsp;28).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Die W&uuml;rdigung des FG, wonach der Betrieb der Kl&auml;gerin im Streitjahr noch nicht aufgegeben worden war, sondern nur ruhte und die erzielten Eink&uuml;nfte gewerbliche Eink&uuml;nfte darstellen, ist &#8211;auf Grundlage der durch das FG getroffenen Feststellungen&#8211; revisionsrechtlich nicht zu beanstanden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Die Kl&auml;gerin hat jedenfalls bis zur Einstellung ihrer T&auml;tigkeit als Bautr&auml;gerin und Grundst&uuml;cksh&auml;ndlerin zum 31.&nbsp;Dezember 1967 origin&auml;r gewerbliche Eink&uuml;nfte erzielt. Bis zu diesem Zeitpunkt errichtete sie als Bautr&auml;gerin Geb&auml;ude und ver&auml;u&szlig;erte diese sodann. Es ist zwischen den Beteiligten zu Recht nicht streitig, dass die Kl&auml;gerin insoweit eine origin&auml;r gewerbliche T&auml;tigkeit aus&uuml;bte; auf n&auml;here Ausf&uuml;hrungen hierzu wird deshalb verzichtet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ab 1.&nbsp;Januar 1968 war die Kl&auml;gerin nicht mehr als Bautr&auml;gerin t&auml;tig. Dass nach den Feststellungen des FG eine andere Gesellschaft, an der A als Gesellschafter beteiligt war, diese T&auml;tigkeit fortf&uuml;hrte, l&auml;sst f&uuml;r sich genommen nicht darauf schlie&szlig;en, dass die Kl&auml;gerin ihre gesamte gewerbliche T&auml;tigkeit eingestellt hat. Denn die Kl&auml;gerin war zuvor nicht nur als Bautr&auml;gerin, sondern daneben auch als Grundst&uuml;cksh&auml;ndlerin t&auml;tig gewesen. Jedenfalls im Hinblick auf jene T&auml;tigkeit war f&uuml;r einen Au&szlig;enstehenden nicht erkennbar, ob auch diese zusammen mit der Bautr&auml;gert&auml;tigkeit endg&uuml;ltig eingestellt worden war. Denn die Kl&auml;gerin war unver&auml;ndert Eigent&uuml;merin des von ihr selbst errichteten und als Betriebsverm&ouml;gen behandelten Seniorenwohnheims. Es war daher nicht ausgeschlossen, dass auch diese Immobilie, die aus einer Vielzahl von Wohneinheiten bestand, Gegenstand weiterer Verkaufsaktivit&auml;ten der Kl&auml;gerin h&auml;tte sein sollen. Dem steht nicht entgegen, dass das Seniorenwohnheim langfristig vermietet war, da eine Vermietung die Vermarktung solcher Objekte regelm&auml;&szlig;ig erleichtert und sich g&uuml;nstig auf den zu erzielenden Kaufpreis auswirkt. Die Kl&auml;gerin war deshalb jederzeit in der Lage, den Betrieb als Grundst&uuml;cksh&auml;ndlerin wieder aufzunehmen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Es kommt danach nicht darauf an, unter welchen Umst&auml;nden die Kl&auml;gerin ihre T&auml;tigkeit als Bautr&auml;gerin wieder aufnehmen bzw. fortsetzen konnte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Zwischen den Beteiligten steht nicht im Streit, dass die Kl&auml;gerin die Betriebsaufgabe nicht im Streitjahr gegen&uuml;ber dem FA erkl&auml;rt hat. Die Aufgabeerkl&auml;rung ist nach der Feststellung des FG erst im Jahr 2005 erfolgt. Nach dem oben unter II.2.c&nbsp;ee Ausgef&uuml;hrten kommt dieser rechtsgestaltenden Erkl&auml;rung auch keine steuerliche R&uuml;ckwirkung zu. Eine wirksame Betriebsaufgabe f&uuml;r das Streitjahr 2003 ist damit nicht erkl&auml;rt worden. Der bisherige Betrieb der Kl&auml;gerin galt daher im Streitjahr in einkommensteuerlicher Hinsicht als fortbestehend.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Das FG hat auch zutreffend entschieden, dass der im September 1982 erfolgte Austritt der A-GmbH aus der Kl&auml;gerin f&uuml;r die Qualifikation ihrer Eink&uuml;nfte im Streitjahr als solche aus Gewerbebetrieb unerheblich war. Denn die Kl&auml;gerin war bis zum Ende des Streitjahres keine gewerblich gepr&auml;gte Personengesellschaft i.S. des &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;3 Nr.&nbsp;2 EStG. Die gewerbliche Pr&auml;gung kann daher, anders als die Kl&auml;gerin meint, durch den Austritt der A-GmbH auch nicht weggefallen sein mit der Ma&szlig;gabe, dass zum Zeitpunkt des Austritts eine fiktive Betriebsaufgabe anzunehmen w&auml;re.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>37<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(1) Eine GmbH &#038; Co. KG mit origin&auml;r gewerblichen Eink&uuml;nften ist keine gewerblich gepr&auml;gte Personengesellschaft i.S. des &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;3 Nr.&nbsp;2 EStG. Denn die Erzielung nicht (origin&auml;r) gewerblicher Eink&uuml;nfte ist Bestandteil der Definition einer gewerblich gepr&auml;gten Personengesellschaft gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;3 Nr.&nbsp;2 EStG (BFH-Urteil vom 12.&nbsp;Mai 2016 IV&nbsp;R&nbsp;1\/13, BFHE 255, 65, BStBl II 2017, 489, Rz&nbsp;31).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>38<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(2) Wird eine origin&auml;r gewerbliche T&auml;tigkeit nicht aufgegeben, sondern nur zum Ruhen gebracht, stellen auch die Eink&uuml;nfte aus dem ruhenden Gewerbebetrieb weiterhin origin&auml;r gewerbliche Eink&uuml;nfte dar. Denn der bisherige Betrieb wird &#8211;wie bereits unter II.2.d&nbsp;bb dargelegt&#8211; als fortbestehend behandelt und lediglich in einer anderen Form ausge&uuml;bt. Dadurch &auml;ndert sich aber nicht die Qualifikation der Eink&uuml;nfte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>39<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(3) Daraus folgt f&uuml;r den Streitfall, dass die Eink&uuml;nfte aus der Vermietung des Seniorenwohnheims mangels einer wirksam gegen&uuml;ber dem FA erkl&auml;rten Aufgabe der origin&auml;r gewerblichen Grundst&uuml;cksh&auml;ndlert&auml;tigkeit auch im Streitjahr origin&auml;r gewerbliche Eink&uuml;nfte der Kl&auml;gerin darstellen. Lagen damit die Voraussetzungen des &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;3 Nr.&nbsp;2 EStG nicht vor, kann auch der Austritt der A-GmbH aus der Kl&auml;gerin nicht zu einer fiktiven Betriebsaufgabe gef&uuml;hrt haben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>40<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Die Kostenentscheidung folgt aus &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 9.11.2017, IV R 37\/14ECLI:DE:BFH:2017:U.091117.IVR37.14.0 Eink&uuml;nfte aus ruhendem Gewerbebetrieb &#8211; Qualifikation der Eink&uuml;nfte einer Personengesellschaft Leits&auml;tze Eink&uuml;nfte aus ruhendem Gewerbebetrieb stellen origin&auml;r gewerbliche Eink&uuml;nfte dar. Ruht der Gewerbebetrieb einer Personengesellschaft, kann diese schon deshalb keine gewerblich gepr&auml;gte Gesellschaft i.S. des &sect; 15 Abs. 3 Nr. 2 EStG sein. Tenor Die Revision der Kl&auml;gerin &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iv-r-37-14-einkuenfte-aus-ruhendem-gewerbebetrieb-qualifikation-der-einkuenfte-einer-personengesellschaft\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">IV&nbsp;R&nbsp;37\/14 &#8211; Eink&uuml;nfte aus ruhendem Gewerbebetrieb &#8211; Qualifikation der Eink&uuml;nfte einer Personengesellschaft<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-68986","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/68986","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=68986"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/68986\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=68986"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=68986"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=68986"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}