{"id":68990,"date":"2018-02-14T11:11:44","date_gmt":"2018-02-14T09:11:44","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=68990"},"modified":"2018-02-14T11:11:44","modified_gmt":"2018-02-14T09:11:44","slug":"ix-r-15-17-aenderungsmoeglichkeit-des-bestandskraeftigen-einkommensteuerbescheides-als-voraussetzung-fuer-den-erstmaligen-erlass-eines-verlustfeststellungsbescheides-unterlassener-antrag-auf-verlustfe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/ix-r-15-17-aenderungsmoeglichkeit-des-bestandskraeftigen-einkommensteuerbescheides-als-voraussetzung-fuer-den-erstmaligen-erlass-eines-verlustfeststellungsbescheides-unterlassener-antrag-auf-verlustfe\/","title":{"rendered":"IX&nbsp;R&nbsp;15\/17 &#8211; &Auml;nderungsm&ouml;glichkeit des bestandskr&auml;ftigen Einkommensteuerbescheides als Voraussetzung f&uuml;r den erstmaligen Erlass eines Verlustfeststellungsbescheides &#8211; Unterlassener Antrag auf Verlustfeststellung &#8211; Verfassungsm&auml;&szlig;igkeit von &sect;&nbsp;52 Abs. 25 Satz 5 EStG i.d.F. des JStG 2010"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 11.10.2017, IX R 15\/17<br \/>ECLI:DE:BFH:2017:U.111017.IXR15.17.0<\/p>\n<p class=\"titel\">&Auml;nderungsm&ouml;glichkeit des bestandskr&auml;ftigen Einkommensteuerbescheides als Voraussetzung f&uuml;r den erstmaligen Erlass eines Verlustfeststellungsbescheides &#8211; Unterlassener Antrag auf Verlustfeststellung &#8211; Verfassungsm&auml;&szlig;igkeit von &sect;&nbsp;52 Abs. 25 Satz 5 EStG i.d.F. des JStG 2010<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>1. NV: Ist der Einkommensteuerbescheid des Verlustentstehungsjahres bestandskr&auml;ftig und ber&uuml;cksichtigt er keinen Verlust, ist der erstmalige Erlass eines Feststellungsbescheides &uuml;ber den verbleibenden Verlustvortrag nach &sect; 10d Abs. 4 Satz 4 EStG i.d.F. des JStG 2010 nur zul&auml;ssig, soweit eine Korrektur dieses Steuerbescheides nach den Vorschriften der AO hinsichtlich der bei der Ermittlung des Gesamtbetrags der Eink&uuml;nfte nicht ausgeglichenen negativen Eink&uuml;nfte m&ouml;glich ist und diese der Steuerfestsetzung tats&auml;chlich zu Grunde gelegt worden sind.<\/p>\n<\/p>\n<p>2. NV: &sect; 52 Abs. 25 Satz 5 EStG i.d.F. des JStG 2010, wonach &sect; 10d Abs. 4 S&auml;tze 4 und 5 EStG auf alle nach dem 13. Dezember 2010 abgegebenen Erkl&auml;rungen zur Feststellung des verbleibenden Verlustvortrags anzuwenden ist, ist verfassungsgem&auml;&szlig;.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Die Revision des Kl&auml;gers gegen die Bescheide &uuml;ber die gesonderte Feststellung des verbleibenden Verlustvortrags zur Einkommensteuer zum 31. Dezember 2007 und zum 31. Dezember 2008 wird als unzul&auml;ssig verworfen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Im &Uuml;brigen wird die Revision des Kl&auml;gers gegen das Urteil des Finanzgerichts Baden-W&uuml;rttemberg, Au&szlig;ensenate Freiburg, vom 17. Januar 2017&nbsp;&nbsp;11 K 1669\/13 als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des Revisionsverfahrens hat der Kl&auml;ger zu tragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">I. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Streitig ist, ob die vom Kl&auml;ger und Revisionskl&auml;ger (Kl&auml;ger) erstmals am 19.&nbsp;August 2011 als Werbungskosten bei den Eink&uuml;nften aus nichtselbst&auml;ndiger Arbeit geltend gemachten Aufwendungen f&uuml;r die Ausbildung zum Verkehrsflugzeugf&uuml;hrer bei der gesonderten Feststellung des vortragsf&auml;higen Verlustes zur Einkommensteuer zum 31.&nbsp;Dezember 2005 zu ber&uuml;cksichtigen sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger begann im Jahr 2004 eine Ausbildung zum Verkehrsflugzeugf&uuml;hrer und schloss sie im August 2005 erfolgreich ab. Seine hierf&uuml;r im Jahr 2004 aufgewendeten Kosten sah der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) zun&auml;chst nicht als vorabentstandene Werbungskosten aus nichtselbst&auml;ndiger Arbeit, sondern lediglich als Sonderausgaben i.S. des &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;7 des Einkommensteuergesetzes (EStG) an, die im Veranlagungszeitraum 2004 mangels einer Verrechnungsm&ouml;glichkeit mit positiven Eink&uuml;nften des Kl&auml;gers ohne steuerliche Auswirkung blieben. Den Antrag des Kl&auml;gers, wegen dieser Aufwendungen zum 31.&nbsp;Dezember 2004 einen vortragsf&auml;higen Verlust festzustellen, lehnte das FA zun&auml;chst ab. Nach erfolglosem Einspruch und Abweisung der Klage durch das Finanzgericht (FG) Baden-W&uuml;rttemberg (Urteil vom 19.&nbsp;Januar 2010&nbsp; 11&nbsp;K&nbsp;4253\/08, Entscheidungen der Finanzgerichte &#8211;EFG&#8211; 2010, 788) hob der Bundesfinanzhof &#8211;BFH&#8211; (Urteil vom 28.&nbsp;Juli 2011 VI&nbsp;R&nbsp;5\/10, BFHE 234, 262, BStBl II 2012, 553) die Entscheidung des FG mit der Begr&uuml;ndung auf, die Ausbildungskosten des Kl&auml;gers stellten Werbungskosten dar; infolge solcher Aufwendungen entstandene negative Eink&uuml;nfte k&ouml;nnten zu einer Verlustfeststellung nach &sect;&nbsp;10d EStG f&uuml;hren. Infolgedessen stellte das FA mit Bescheid vom 5.&nbsp;Oktober 2011 den verbleibenden Verlustvortrag zur Einkommensteuer zum 31.&nbsp;Dezember 2004 in H&ouml;he von 64.949&nbsp;EUR gesondert fest.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>F&uuml;r das Streitjahr 2005 reichte der Kl&auml;ger am 12.&nbsp;Mai 2006 eine Einkommensteuererkl&auml;rung ein, in der er neben geringen positiven Eink&uuml;nften aus nichtselbst&auml;ndiger Arbeit in H&ouml;he von 2.712&nbsp;EUR bei den Sonderausgaben unter der Bezeichnung &quot;Aus-\/ Weiterbildung im nicht ausge&uuml;bten Beruf&quot; auch weitere Kosten der Ausbildung zum Verkehrsflugzeugf&uuml;hrer in H&ouml;he von 16.408&nbsp;EUR erkl&auml;rte. Das FA setzte daraufhin mit Bescheid vom 6.&nbsp;Juli 2006 die Einkommensteuer f&uuml;r 2005 auf 0&nbsp;EUR fest, da sich nach Abzug der Sonderausgaben von dem mit 2.712&nbsp;EUR ber&uuml;cksichtigten Gesamtbetrag der Eink&uuml;nfte ein negatives zu versteuerndes Einkommen ergab. Der Einkommensteuerbescheid blieb unangefochten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Am 19.&nbsp;August 2011 ging beim FA ein Antrag des Kl&auml;gers auf Feststellung des verbleibenden Verlustvortrags zum 31.&nbsp;Dezember 2005 ein, in welchem die als Sonderausgaben erkl&auml;rten Ausbildungskosten in H&ouml;he von 16.408&nbsp;EUR nunmehr als Werbungskosten bei den Eink&uuml;nften aus nichtselbst&auml;ndiger Arbeit qualifiziert wurden. Das FA lehnte den Antrag mit Bescheid vom 7.&nbsp;M&auml;rz 2012 unter Hinweis auf die Bestandskraft des Einkommensteuerbescheides 2005 und die f&uuml;r nach dem 13.&nbsp;Dezember 2010 eingegangene Antr&auml;ge auf Verlustfeststellung geltenden Regelungen des &sect;&nbsp;10d Abs.&nbsp;4 S&auml;tze 4 und 5 EStG i.d.F. des Jahressteuergesetzes 2010 (JStG 2010) vom 8.&nbsp;Dezember 2010 (BGBl&nbsp;I 2010, 1768) ab. Zuvor hatte das FA mit Bescheid vom 10.&nbsp;Februar 2012 den verbleibenden Verlustvortrag zur Einkommensteuer zum 31.&nbsp;Dezember 2005 in H&ouml;he von 62.237&nbsp;EUR und in der Folge mit Bescheiden jeweils vom 17.&nbsp;Februar 2012 auch f&uuml;r die Jahre 2007 (58.137&nbsp;EUR) und 2008 (0&nbsp;EUR) gesondert festgestellt und die Einkommensteuerbescheide f&uuml;r 2007 und 2008 entsprechend ge&auml;ndert.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Gegen die Verlustfeststellungsbescheide zum 31.&nbsp;Dezember 2005, zum 31.&nbsp;Dezember 2007 und zum 31.&nbsp;Dezember 2008 legte der Kl&auml;ger Einspruch ein. Mit Entscheidung vom 27.&nbsp;Mai 2013 wies das FA die Einspr&uuml;che als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ck.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Bereits am 10.&nbsp;Mai 2013 hatte der Kl&auml;ger Unt&auml;tigkeitsklage erhoben. Das FG trennte die Verfahren wegen den Verlustfeststellungen zum 31.&nbsp;Dezember 2007 und 31.&nbsp;Dezember 2008 mangels Entscheidungsreife ab und wies die Klage wegen der Verlustfeststellung zum 31.&nbsp;Dezember 2005 mit seinem in EFG 2017, 984 ver&ouml;ffentlichten Urteil als unbegr&uuml;ndet ab. Das FG f&uuml;hrte zur Begr&uuml;ndung im Wesentlichen aus, es k&auml;men nach &sect;&nbsp;52 Abs.&nbsp;25 Satz 5 EStG i.d.F. des JStG 2010 die Regelungen des &sect;&nbsp;10d Abs.&nbsp;4 S&auml;tze&nbsp;4 und 5 EStG i.d.F. des JStG 2010 zur Anwendung, weil der Kl&auml;ger erstmals mit Schreiben vom 19.&nbsp;August 2011 und somit nach dem ma&szlig;geblichen 13.&nbsp;Dezember 2010 eine Verlustfeststellung zum 31.&nbsp;Dezember 2005 beantragt habe. Im Zeitpunkt der Antragstellung sei der Einkommensteuerbescheid 2005 vom 6.&nbsp;Juli 2006 bereits bestandskr&auml;ftig gewesen. In dem Bescheid seien die geltend gemachten Aufwendungen f&uuml;r die Ausbildung zum Verkehrsflugzeugf&uuml;hrer wie beantragt als beschr&auml;nkt abziehbare Sonderausgaben in H&ouml;he von 4.000&nbsp;EUR ber&uuml;cksichtigt worden. Der Einkommensteuerbescheid 2005 k&ouml;nne nicht mehr ge&auml;ndert werden. Der in &sect;&nbsp;52 Abs.&nbsp;25 Satz&nbsp;5 EStG i.d.F. des JStG 2010 enthaltene Anwendungsbefehl versto&szlig;e nicht gegen die Verfassung. Zwar habe die Regelung im vorliegenden Fall Auswirkungen auf f&uuml;nf Jahre vor der Gesetzes&auml;nderung entstandene Verluste. Es handele sich jedoch nicht um eine verfassungsrechtlich zu beanstandende R&uuml;ckwirkung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit seiner Revision r&uuml;gt der Kl&auml;ger die Verletzung materiellen Rechts (&sect;&nbsp;10d Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;1 EStG). Das Urteil des FG lasse einen erheblichen Vertrauenstatbestand au&szlig;er Acht. Der Kl&auml;ger habe f&uuml;r das Jahr 2004 den Rechtszug wegen der Verlustfeststellung nach &sect;&nbsp;10d Abs.&nbsp;4 EStG erfolgreich beschritten. F&uuml;r das Streitjahr habe er keinen Antrag auf Verlustfeststellung stellen m&uuml;ssen, weil er zun&auml;chst prozess&ouml;konomisch das Jahr 2004 habe kl&auml;ren wollen. Dar&uuml;ber hinaus w&auml;re ein Einspruch gegen den Einkommensteuerbescheid 2005 mangels Beschwer wegen der Nullfestsetzung unzul&auml;ssig gewesen. Die Anwendung des &sect;&nbsp;10d Abs.&nbsp;4 S&auml;tze 4 und 5 EStG i.d.F. des JStG 2010 auf den Streitfall stelle eine verfassungsrechtlich unzul&auml;ssige echte R&uuml;ckwirkung dar.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger beantragt,<br \/>das angefochtene Urteil aufzuheben und &quot;unter &Auml;nderung des Feststellungsbescheides vom 10.02.2012 in Gestalt des Ablehnungsbescheides vom 7.03.2012 und der Einspruchsentscheidung vom 27.05.2013 einen verbleibenden Verlustvortrag zur Einkommensteuer zum 31.12.2005 in H&ouml;he von 78.645 EUR sowie zum 31.12.2007 und 31.12.2008 in H&ouml;he von jeweils 74.545&nbsp;EUR gesondert festzustellen&quot;. Er regt zudem an, das JStG 2010 dem Bundesverfassungsgericht (BVerfG) zur &Uuml;berpr&uuml;fung vorzulegen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt,<br \/>die Revision als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">II.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Revision ist hinsichtlich der gesonderten Feststellung der vortragsf&auml;higen Verluste zur Einkommensteuer zum 31.&nbsp;Dezember 2007 und zum 31.&nbsp;Dezember 2008 unzul&auml;ssig und deshalb zu verwerfen (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;1 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Die Verfahren wegen der Verlustfeststellungen zum 31.&nbsp;Dezember 2007 und 31.&nbsp;Dezember 2008 wurden vom FG abgetrennt und waren daher nicht Streitgegenst&auml;nde des angefochtenen Urteils. Da die Revision im &Uuml;brigen zul&auml;ssig ist, ist &uuml;ber das Rechtsmittel einheitlich durch Urteil zu entscheiden (BFH-Urteil vom 12.&nbsp;Juli 2016 IX&nbsp;R&nbsp;33\/15, BFHE 254, 568, BStBl II 2017, 158, Rz&nbsp;11, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Revision ist im &Uuml;brigen unbegr&uuml;ndet und daher zur&uuml;ckzuweisen (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;2 FGO). Zutreffend hat das FG die von dem Kl&auml;ger begehrte Erh&ouml;hung des verbleibenden Verlustvortrags zur Einkommensteuer zum 31.&nbsp;Dezember 2005 auf der Grundlage von &sect;&nbsp;10d Abs.&nbsp;4 S&auml;tze 4 und 5 EStG i.d.F. durch das JStG 2010 abgelehnt (dazu unter 1.). Die Anwendung des &sect;&nbsp;10d Abs.&nbsp;4 S&auml;tze&nbsp;4 und&nbsp;5 EStG i.d.F. des JStG&nbsp;2010 auf den Feststellungszeitpunkt 31.&nbsp;Dezember 2005 ist auch von Verfassungs wegen nicht zu beanstanden (dazu unter 2.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Auf der Grundlage von &sect;&nbsp;10d Abs.&nbsp;4 S&auml;tze&nbsp;4 und&nbsp;5 und &sect;&nbsp;52 Abs.&nbsp;25 Satz&nbsp;5 EStG i.d.F. des JStG&nbsp;2010 scheidet die begehrte Erh&ouml;hung des verbleibenden Verlustabzugs zum 31.&nbsp;Dezember 2005 aus.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Nach &sect;&nbsp;10d Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;1 EStG ist der am Schluss eines Veranlagungszeitraums verbleibende Verlustvortrag gesondert festzustellen. Verbleibender Verlustvortrag sind die bei der Ermittlung des Gesamtbetrags der Eink&uuml;nfte nicht ausgeglichenen negativen Eink&uuml;nfte, vermindert um die nach Abs.&nbsp;1 abgezogenen und die nach Abs.&nbsp;2 abziehbaren Betr&auml;ge und vermehrt um den auf den Schluss des vorangegangenen Veranlagungszeitraums festgestellten verbleibenden Verlustvortrag (&sect;&nbsp;10d Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;2 EStG). Bei der Feststellung des verbleibenden Verlustvortrags sind die Besteuerungsgrundlagen so zu ber&uuml;cksichtigen, wie sie den Steuerfestsetzungen des Veranlagungszeitraums, auf dessen Schluss der verbleibende Verlustvortrag festgestellt wird, und des Veranlagungszeitraums, in dem ein Verlustr&uuml;cktrag vorgenommen werden kann, zu Grunde gelegt worden sind; &sect;&nbsp;171 Abs.&nbsp;10, &sect;&nbsp;175 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 und &sect;&nbsp;351 Abs.&nbsp;2 der Abgabenordnung (AO) sowie &sect;&nbsp;42 FGO gelten entsprechend (&sect;&nbsp;10d Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;4 EStG i.d.F. des JStG&nbsp;2010). Nach &sect;&nbsp;10d Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;5 EStG i.d.F. des JStG&nbsp;2010 d&uuml;rfen die Besteuerungsgrundlagen bei der Feststellung des gesonderten Verlustvortrags nur insoweit abweichend ber&uuml;cksichtigt werden, wie die Aufhebung, &Auml;nderung oder Berichtigung der Steuerbescheide ausschlie&szlig;lich mangels Auswirkung auf die H&ouml;he der festzusetzenden Steuer unterbleibt. Dies gilt nach &sect;&nbsp;52 Abs.&nbsp;25 Satz&nbsp;5 EStG i.d.F. des JStG 2010 f&uuml;r alle Verluste, f&uuml;r die &#8211;wie im Streitfall der Antrag des Kl&auml;gers vom 19.&nbsp;August 2011 auf Verlustfeststellung&#8211; nach dem 13.&nbsp;Dezember 2010 eine Erkl&auml;rung zur Feststellung des verbleibenden Verlustvortrags abgegeben wird.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Mit der Regelung des &sect;&nbsp;10d Abs.&nbsp;4 Satz 4 EStG i.d.F. des JStG 2010 wird eine inhaltliche Bindung des Verlustfeststellungsbescheides an den Einkommensteuerbescheid erreicht, obwohl der Einkommensteuerbescheid kein Grundlagenbescheid ist. Die Besteuerungsgrundlagen sind im Feststellungsverfahren so zu ber&uuml;cksichtigen, wie sie der letzten bestandskr&auml;ftigen Einkommensteuerfestsetzung zu Grunde liegen. Daraus folgt, dass im Feststellungsverfahren des verbleibenden Verlustvortrags die Eink&uuml;nfte nicht eigenst&auml;ndig zu ermitteln sind (st&auml;ndige Rechtsprechung, s. zuletzt BFH-Urteil vom 12.&nbsp;Juli 2016 IX&nbsp;R&nbsp;31\/15, BFHE 255, 1, Rz&nbsp;17, m.w.N.). Wird der Einkommensteuerbescheid bestandskr&auml;ftig und ber&uuml;cksichtigt er &#8211;wie im Streitfall der Einkommensteuerbescheid f&uuml;r 2005 vom 6.&nbsp;Juli 2006&#8211; keinen Verlust, kommt eine Verlustfeststellung nur noch in Betracht, wenn und soweit der Steuerbescheid des Verlustentstehungsjahres nach den Vorschriften der Abgabenordnung &auml;nderbar ist (BFH-Urteil vom 10.&nbsp;Februar 2015 IX&nbsp;R&nbsp;6\/14, BFH\/NV 2015, 812, Rz&nbsp;13). Der erstmalige Erlass eines Feststellungsbescheides &uuml;ber den verbleibenden Verlustvortrag nach &sect;&nbsp;10d Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;4 EStG i.d.F. des JStG 2010 ist danach ebenso wie die &Auml;nderung der Verlustfeststellung von der Reichweite der verfahrensrechtlichen &Auml;nderungsm&ouml;glichkeit der Steuerfestsetzung &#8211;d.h. gem&auml;&szlig; &sect;&sect;&nbsp;164&nbsp;f., &sect;&sect;&nbsp;172&nbsp;ff. AO&#8211; im Verlustentstehungsjahr abh&auml;ngig (BFH-Urteil in BFHE 255, 1, Rz&nbsp;17).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Nach diesen Ma&szlig;st&auml;ben schlie&szlig;t die fehlende Ber&uuml;cksichtigung der in Rede stehenden Aufwendungen als Werbungskosten bei der Einkommensteuerfestsetzung 2005 die geltend gemachte Erh&ouml;hung des verbleibenden Verlustvortrags zum 31.&nbsp;Dezember 2005 aus. In dem bestandskr&auml;ftigen Einkommensteuerbescheid 2005 vom 6.&nbsp;Juli 2006 sind die Aufwendungen nicht im Rahmen des Gesamtbetrags der Eink&uuml;nfte (&sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;3 EStG) als (vorab entstandene) Werbungskosten ber&uuml;cksichtigt, sondern lediglich nach &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;7 EStG als beschr&auml;nkt abziehbare Sonderausgaben im Rahmen der Ermittlung des Einkommens (&sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;4 EStG) abgezogen worden. Die Voraussetzungen einer Korrekturvorschrift nach der Abgabenordnung liegen nicht vor. Im &Uuml;brigen macht auch der Kl&auml;ger keine &Auml;nderungsm&ouml;glichkeit des Einkommensteuerbescheides 2005 geltend.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ebenso wenig ist nach &sect;&nbsp;10d Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;5 EStG i.d.F. des JStG&nbsp;2010 eine von der Einkommensteuerfestsetzung abweichende Ber&uuml;cksichtigung der Besteuerungsgrundlagen im Bescheid &uuml;ber den verbleibenden Verlustvortrag zum 31.&nbsp;Dezember 2005 m&ouml;glich. Denn die &Auml;nderung des Einkommensteuerbescheides 2005 vom 6.&nbsp;Juli 2006 ist nicht allein deshalb unterblieben, weil eine Aufhebung, &Auml;nderung oder Berichtigung mangels Auswirkung auf die H&ouml;he der festzusetzenden Steuer nicht m&ouml;glich war. Vielmehr konnte eine &Auml;nderung des Einkommensteuerbescheides 2005 nicht erfolgen, weil dieser bestandskr&auml;ftig geworden war und eine &Auml;nderungsvorschrift nicht eingreift (s. bereits BFH-Urteil in BFH\/NV 2015, 812, Rz&nbsp;15).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Anders als der Kl&auml;ger meint, folgt auch aus dem Urteil des BFH vom 13.&nbsp;Januar 2015 IX&nbsp;R&nbsp;22\/14 (BFHE 248, 530, BStBl II 2015, 829) kein abweichendes Ergebnis. Denn jenem Urteil, in dem der BFH entschieden hat, dass eine durch &sect;&nbsp;10d Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;4 EStG i.d.F. des JStG 2010 angeordnete Bindungswirkung nicht bestehe, wenn keine Einkommensteuerveranlagung durchgef&uuml;hrt worden sei, liegt ein mit dem Streitfall nicht vergleichbarer Sachverhalt zu Grunde. Anders als im Streitfall legte der Kl&auml;ger in jenem Sachverhalt Einspr&uuml;che gegen die die Einkommensteuer jeweils auf 0&nbsp;EUR festsetzenden Einkommensteuerbescheide f&uuml;r die Jahre 2005 bis 2007 ein, machte den Werbungskostenabzug f&uuml;r die Ausbildungskosten geltend und beantragte entsprechende Verlustfeststellungen. Wie bereits unter II.1.c dargelegt wurde, wurde demgegen&uuml;ber im vorliegenden Fall die Einkommensteuerfestsetzung f&uuml;r 2005, die die Ausbildungskosten lediglich als Sonderausgaben ber&uuml;cksichtigt, bestandskr&auml;ftig. Dar&uuml;ber hinaus stellte der Kl&auml;ger vor dem 19.&nbsp;August 2011 keinen Antrag auf Verlustfeststellung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>e) Durch die in II.1.c dargestellte Auslegung des &sect;&nbsp;10d Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;4 EStG i.d.F. des JStG 2010 wird der Rechtsschutz des Kl&auml;gers nicht in unzul&auml;ssiger Weise verk&uuml;rzt. Wie im Jahr 2004 h&auml;tte er die M&ouml;glichkeit gehabt, im Rahmen der Einkommensteuerveranlagung f&uuml;r das Streitjahr die Ausbildungskosten als Werbungskosten aus nichtselbst&auml;ndiger Arbeit geltend zu machen und den Erlass eines Verlustfeststellungsbescheides zum 31.&nbsp;Dezember 2005 zu beantragen. Diesem Begehren h&auml;tte das FA &#8211;wie insbesondere das f&uuml;r das Jahr 2004 zugunsten des Kl&auml;gers ergangene Urteil des BFH in BFHE 234, 262, BStBl II 2012, 553 verdeutlicht&#8211; entsprechen m&uuml;ssen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Die Regelung des &sect;&nbsp;52 Abs.&nbsp;25 Satz&nbsp;5 i.d.F. des JStG&nbsp;2010, wonach &sect;&nbsp;10d Abs.&nbsp;4 S&auml;tze&nbsp;4 und&nbsp;5 EStG auf alle nach dem 13.&nbsp;Dezember 2010 abgegebenen Erkl&auml;rungen zur Feststellung des verbleibenden Verlustvortrags anzuwenden ist, ist auch von Verfassungs wegen nicht zu beanstanden. Entgegen der Ansicht des Kl&auml;gers &uuml;berschreitet die Regelung des &sect;&nbsp;52 Abs.&nbsp;25 Satz&nbsp;5 i.d.F. des JStG&nbsp;2010 nicht die Grenzen einer verfassungsrechtlich zul&auml;ssigen R&uuml;ckwirkung. Die Voraussetzungen f&uuml;r eine Vorlage an das BVerfG gem&auml;&szlig; Art.&nbsp;100 Abs.&nbsp;1 des Grundgesetzes liegen daher nicht vor. Der Senat verweist zur Begr&uuml;ndung und zur Vermeidung von Wiederholungen auf sein Urteil in BFH\/NV 2015, 812, Rz&nbsp;17 bis 21.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zudem ist im Streitfall im Rahmen der Abw&auml;gung zu ber&uuml;cksichtigen, dass der Kl&auml;ger &#8211;wie unter II.1.e dargelegt und im Jahr 2004 von ihm geltend gemacht&#8211; die M&ouml;glichkeit gehabt h&auml;tte, im Rahmen der Einkommensteuerveranlagung die Ausbildungskosten als Werbungskosten aus nichtselbst&auml;ndiger Arbeit zu erkl&auml;ren und den Erlass eines Verlustfeststellungsbescheides zum 31.&nbsp;Dezember 2005 zu beantragen. Dass er eine solche Antragstellung unterlassen hat, kann nicht mit einem Vertrauen in die ge&auml;nderte Rechtsprechung des BFH (dazu BFH-Urteil in BFH\/NV 2015, 812, Rz&nbsp;18 und Rz&nbsp;19, m.w.N.) zur Anwendung des &sect;&nbsp;10d Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;4 EStG i.d.F. vor Inkrafttreten des JStG 2010 begr&uuml;ndet werden. Denn die Rechtsprechungs&auml;nderung, die die M&ouml;glichkeit einer Verlustfeststellung trotz bereits bestandskr&auml;ftigen und verfahrensrechtlich nicht mehr &auml;nderbaren Einkommensteuerbescheides einr&auml;umte, erfolgte erst mit den Urteilen des BFH vom 17.&nbsp;September 2008 IX&nbsp;R&nbsp;70\/06 (BFHE 223, 50, BStBl II 2009, 897), IX&nbsp;R&nbsp;69\/06 (BFH\/NV 2009, 555), IX&nbsp;R&nbsp;65\/06 (BFH\/NV 2009, 385), IX&nbsp;R&nbsp;81\/07 (BFH\/NV 2009, 386), IX&nbsp;R&nbsp;92\/07 (juris) und damit mehr als zwei Jahre nach dem Eintritt der Bestandskraft des Einkommensteuerbescheides 2005 vom 6.&nbsp;Juli 2006.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Die Kostenentscheidung beruht auf &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 11.10.2017, IX R 15\/17ECLI:DE:BFH:2017:U.111017.IXR15.17.0 &Auml;nderungsm&ouml;glichkeit des bestandskr&auml;ftigen Einkommensteuerbescheides als Voraussetzung f&uuml;r den erstmaligen Erlass eines Verlustfeststellungsbescheides &#8211; Unterlassener Antrag auf Verlustfeststellung &#8211; Verfassungsm&auml;&szlig;igkeit von &sect;&nbsp;52 Abs. 25 Satz 5 EStG i.d.F. des JStG 2010 Leits&auml;tze 1. NV: Ist der Einkommensteuerbescheid des Verlustentstehungsjahres bestandskr&auml;ftig und ber&uuml;cksichtigt er keinen Verlust, ist der erstmalige Erlass &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/ix-r-15-17-aenderungsmoeglichkeit-des-bestandskraeftigen-einkommensteuerbescheides-als-voraussetzung-fuer-den-erstmaligen-erlass-eines-verlustfeststellungsbescheides-unterlassener-antrag-auf-verlustfe\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">IX&nbsp;R&nbsp;15\/17 &#8211; &Auml;nderungsm&ouml;glichkeit des bestandskr&auml;ftigen Einkommensteuerbescheides als Voraussetzung f&uuml;r den erstmaligen Erlass eines Verlustfeststellungsbescheides &#8211; Unterlassener Antrag auf Verlustfeststellung &#8211; Verfassungsm&auml;&szlig;igkeit von &sect;&nbsp;52 Abs. 25 Satz 5 EStG i.d.F. des JStG 2010<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-68990","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/68990","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=68990"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/68990\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=68990"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=68990"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=68990"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}