{"id":68994,"date":"2018-02-14T11:10:51","date_gmt":"2018-02-14T09:10:51","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=68994"},"modified":"2018-02-14T11:10:51","modified_gmt":"2018-02-14T09:10:51","slug":"i-r-53-15-keine-rueckstellung-fuer-sog-nachteilsausgleich-bei-altersteilzeit-nach-par-5-abs-7-tv-atz-anwendung-der-aktuellen-pauschalwerttabelle-zur-bemessung-von-jubilaeumsrueckstellungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/i-r-53-15-keine-rueckstellung-fuer-sog-nachteilsausgleich-bei-altersteilzeit-nach-par-5-abs-7-tv-atz-anwendung-der-aktuellen-pauschalwerttabelle-zur-bemessung-von-jubilaeumsrueckstellungen\/","title":{"rendered":"I&nbsp;R&nbsp;53\/15 &#8211; Keine R&uuml;ckstellung f&uuml;r sog. Nachteilsausgleich bei Altersteilzeit nach &sect; 5 Abs. 7 TV ATZ &#8211; Anwendung der aktuellen Pauschalwerttabelle zur Bemessung von Jubil&auml;umsr&uuml;ckstellungen"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 27.9.2017, I R 53\/15<br \/>ECLI:DE:BFH:2017:U.270917.IR53.15.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Keine R&uuml;ckstellung f&uuml;r sog. Nachteilsausgleich bei Altersteilzeit nach &sect; 5 Abs. 7 TV ATZ &#8211; Anwendung der aktuellen Pauschalwerttabelle zur Bemessung von Jubil&auml;umsr&uuml;ckstellungen<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>1. Arbeitgeber d&uuml;rfen hinsichtlich laufender Altersteilzeitarbeitsvertr&auml;ge keine R&uuml;ckstellungen f&uuml;r den sog. Nachteilsausgleich gem&auml;&szlig; &sect; 5 Abs. 7 TV ATZ bilden.<\/p>\n<\/p>\n<p>2. Ein Arbeitgeber, der Jubil&auml;umsr&uuml;ckstellungen in seiner Bilanz zum 31. Dezember 2005 anhand der Pauschalwerttabelle des BMF-Schreibens vom 12. April 1999 (BStBl I 1999, 434) bemessen hatte, darf sp&auml;ter im Rahmen einer noch &quot;offenen&quot; Veranlagung f&uuml;r das Jahr 2005 zur Anwendung der im BMF-Schreiben vom 8. Dezember 2008 (BStBl I 2008, 1013) ver&ouml;ffentlichten Pauschalwerttabelle &uuml;bergehen.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Auf die Revision des Beklagten wird das Urteil des Finanzgerichts M&uuml;nchen, Au&szlig;ensenate Augsburg, vom 9. Juni 2015&nbsp;&nbsp;6 K 1824\/13 aufgehoben.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Klage wird im Hinblick auf die Festsetzung der K&ouml;rperschaftsteuer 2004 abgewiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Im &Uuml;brigen (K&ouml;rperschaftsteuer 2005) wird die Sache zur anderweitigen Verhandlung und Entscheidung an das Finanzgericht M&uuml;nchen, Au&szlig;ensenate Augsburg, zur&uuml;ckverwiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Diesem wird die Entscheidung &uuml;ber die Kosten des Revisionsverfahrens &uuml;bertragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">A.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin und Revisionsbeklagte (Kl&auml;gerin) ist eine Sparkasse in der Rechtsform einer Anstalt des &ouml;ffentlichen Rechts. Im Hinblick auf die Festsetzung der K&ouml;rperschaftsteuer f&uuml;r die Jahre 2004 und 2005 (Streitjahre) bestehen zwischen der Kl&auml;gerin und dem Beklagten und Revisionskl&auml;ger (Finanzamt &#8211;FA&#8211;) zwei Streitpunkte, denen folgende Sachverhalte zugrunde liegen:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>&#8211; R&uuml;ckstellung f&uuml;r Nachteilsausgleich bei der Altersteilzeit:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin hat mit verschiedenen Mitarbeitern Vertr&auml;ge &uuml;ber Altersteilzeit abgeschlossen. Grundlage dieser Vertr&auml;ge ist das Gesetz zur F&ouml;rderung eines gleitenden &Uuml;bergangs in den Ruhestand (Altersteilzeitgesetz) vom 23.&nbsp;Juli 1996 (BGBl I 1996, 1078) und der f&uuml;r die Mitarbeiter der Kl&auml;gerin einschl&auml;gige Tarifvertrag zur Regelung der Altersteilzeit im &Ouml;ffentlichen Dienst vom 5.&nbsp;Mai 1998 (TV&nbsp;ATZ). Nach &sect;&nbsp;5 Abs.&nbsp;7 TV&nbsp;ATZ haben die Mitarbeiter einen tariflichen Anspruch auf die Zahlung einer Abfindung wegen der zu erwartenden Rentenk&uuml;rzung aufgrund vorzeitiger Inanspruchnahme einer Rente (sog. Nachteilsausgleich). Die Bestimmung hat folgenden Wortlaut:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>&quot;Arbeitnehmer, die nach Inanspruchnahme der Altersteilzeit eine Rentenk&uuml;rzung wegen einer vorzeitigen Inanspruchnahme der Rente zu erwarten haben, erhalten f&uuml;r je 0,3&nbsp;v.H. Rentenminderung eine Abfindung in H&ouml;he von 5&nbsp;v.H. der Verg&uuml;tung &#8230;, die bzw. der dem Arbeitnehmer im letzten Monat vor dem Ende des Altersteilzeitverh&auml;ltnisses zugestanden h&auml;tte, wenn er mit der bisherigen w&ouml;chentlichen Arbeitszeit &#8230; besch&auml;ftigt gewesen w&auml;re. Die Abfindung wird zum Ende des Altersteilzeitarbeitsverh&auml;ltnisses gezahlt.&quot;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die k&uuml;nftigen Abfindungszahlungen bei den Altersteilzeitr&uuml;ckstellungen hat die Kl&auml;gerin in ihren Handels- und Steuerbilanzen ab Abschluss des jeweiligen Altersteilzeitvertrags in voller H&ouml;he, jedoch abgezinst auf den Zeitpunkt der Auszahlung (Zinssatz 5,5&nbsp;%) gewinnmindernd als R&uuml;ckstellungen f&uuml;r ungewisse Verbindlichkeiten passiviert.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA war der Auffassung, die R&uuml;ckstellungen f&uuml;r die Abfindungszahlungen d&uuml;rften gem&auml;&szlig; dem Schreiben des Bundesministeriums der Finanzen (BMF) vom 28.&nbsp;M&auml;rz 2007 (BStBl I 2007, 297, Rz&nbsp;15) nicht bereits bei Abschluss des Altersteilzeitvertrags in voller (abgezinster) H&ouml;he passiviert werden, sondern m&uuml;ssten &#8211;wie die R&uuml;ckstellungen f&uuml;r die Lohn-Aufstockungszahlungen bei Altersteilzeit&#8211; ratierlich angesammelt werden. Auf dieser Grundlage ermittelte das FA f&uuml;r das Streitjahr 2004 eine Gewinnerh&ouml;hung um &#8230;&nbsp;EUR und f&uuml;r das Streitjahr 2005 eine Gewinnminderung um &#8230;&nbsp;EUR. Es erlie&szlig; entsprechend ge&auml;nderte K&ouml;rperschaftsteuerbescheide.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>&#8211; R&uuml;ckstellungen f&uuml;r Zuwendungen anl&auml;sslich Dienstjubil&auml;en:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin gew&auml;hrte ihren Mitarbeitern Zuwendungen anl&auml;sslich Dienstjubil&auml;en sowohl nach den jeweils geltenden Tarifvertr&auml;gen als auch nach &uuml;bertariflichen Sonderzahlungen und bildete daf&uuml;r R&uuml;ckstellungen (sog. Jubil&auml;umsr&uuml;ckstellungen). Zum 31.&nbsp;Dezember 2005 bildete sie die Jubil&auml;umsr&uuml;ckstellungen in der Handels- und Steuerbilanz, soweit die ma&szlig;gebenden Dienstverh&auml;ltnisse mindestens zehn Jahre bestanden und die Zuwendung das Bestehen eines Dienstverh&auml;ltnisses von mindestens 15&nbsp;Jahren vorausgesetzt hatte. Den steuerlichen Ansatz der Jubil&auml;umsr&uuml;ckstellungen zum 31.&nbsp;Dezember 2005 hat die Kl&auml;gerin nach dem sog. Pauschalwertverfahren nach Ma&szlig;gabe des BMF-Schreibens vom 12.&nbsp;April 1999 (BStBl I 1999, 434) und den darin vorgegebenen Pauschalwerten mit insgesamt &#8230;&nbsp;EUR bemessen. Dem Pauschalwertverfahren nach dem BMF-Schreiben in BStBl I 1999, 434 lagen die &quot;Richttafeln 1998&quot; von Dr.&nbsp;Klaus Heubeck (Heubeck) zugrunde.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA ber&uuml;cksichtigte die Jubil&auml;umsr&uuml;ckstellungen bei Festsetzung der K&ouml;rperschaftsteuer f&uuml;r das Streitjahr 2005 erkl&auml;rungsgem&auml;&szlig;. Die Kl&auml;gerin beantragte im Einspruchsverfahren, die Jubil&auml;umsr&uuml;ckstellungen mit &#8230;&nbsp;EUR anzusetzen. Dieser Betrag ergebe sich unter Zugrundelegung der von der Finanzverwaltung auf der Grundlage der &quot;Richttafeln 2005 G&quot; von Heubeck im BMF-Schreiben vom 8.&nbsp;Dezember 2008 (BStBl I 2008, 1013) verlautbarten neuen Pauschalwerttabelle. Das FA lehnte die &Auml;nderung ab, weil seiner Auffassung nach der urspr&uuml;ngliche Ansatz nicht fehlerhaft gewesen sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Klage hatte in beiden Punkten Erfolg (Finanzgericht &#8211;FG&#8211; M&uuml;nchen, Au&szlig;ensenate Augsburg, Urteil vom 9.&nbsp;Juni 2015&nbsp;&nbsp;6&nbsp;K&nbsp;1824\/13, abgedruckt in Entscheidungen der Finanzgerichte 2015, 1560).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Gegen das FG-Urteil richtet sich die &#8211;vom FG zugelassene&#8211; Revision des FA.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>W&auml;hrend des Revisionsverfahrens &#8211;am 20.&nbsp;November 2015&#8211; hat das FA &Auml;nderungsbescheide f&uuml;r beide Streitjahre erlassen. Auswirkungen auf die Streitgegenst&auml;nde ergaben sich dadurch nicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt, das FG-Urteil aufzuheben und die Klage abzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin beantragt, die &Auml;nderungsbescheide vom 20.&nbsp;November 2015 dahin abzu&auml;ndern, dass die r&uuml;ckgestellten Verbindlichkeiten wegen Nachteilsausgleichs gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;5 Abs.&nbsp;7 TV&nbsp;ATZ in voller (abgezinster) H&ouml;he passiviert werden und dass &#8211;insoweit nur den Bescheid f&uuml;r 2005 betreffend&#8211; die H&ouml;he der Jubil&auml;umsr&uuml;ckstellungen zum 31.&nbsp;Dezember 2005 auf der Grundlage der Pauschalwerttabelle gem&auml;&szlig; dem BMF-Schreiben in BStBl I 2008, 1013 bemessen wird.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">B. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Das angefochtene Urteil ist aus verfahrensrechtlichen Gr&uuml;nden aufzuheben, weil die nach Ergehen des FG-Urteils erlassenen &Auml;nderungsbescheide vom 20.&nbsp;November 2015 an die Stelle der urspr&uuml;nglich angefochtenen Bescheide getreten sind. Dem FG-Urteil liegen infolgedessen nicht mehr existierende Bescheide zugrunde und das angefochtene Urteil kann deswegen keinen Bestand mehr haben. Da die vom FG festgestellten tats&auml;chlichen Grundlagen des Streitstoffs durch die &Auml;nderung der angefochtenen Bescheide unber&uuml;hrt geblieben sind, bedarf es keiner Zur&uuml;ckverweisung der Sache gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;127 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211; (z.B. Senatsurteil vom 26.&nbsp;Februar 2014 I&nbsp;R&nbsp;56\/12, BFHE 245, 143, BStBl II 2014, 703). Das finanzgerichtliche Verfahren leidet nicht an einem Verfahrensmangel, so dass die vom FG insoweit getroffenen tats&auml;chlichen Feststellungen durch die Aufhebung des Urteils nicht weggefallen sind; sie bilden daher nach wie vor die Grundlage f&uuml;r die Entscheidung des Senats.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Klage hat nur im Hinblick auf das Streitjahr 2005 &#8211;dem Grunde nach&#8211; Erfolg; die Sache ist insoweit zur Nachholung weiterer tats&auml;chlicher Feststellungen an das FG zur&uuml;ckzuverweisen. Im Hinblick auf das Streitjahr 2004 ist die Klage als unbegr&uuml;ndet abzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Die Klage ist zul&auml;ssig. Es steht der Klagebefugnis (&sect;&nbsp;40 Abs.&nbsp;2 FGO) in Bezug auf den das Streitjahr 2005 betreffenden Bescheid nicht entgegen, dass sich in dem Fall, dass die Kl&auml;gerin in beiden Streitpunkten obsiegen w&uuml;rde, f&uuml;r dieses Streitjahr per Saldo eine h&ouml;here K&ouml;rperschaftsteuer ergeben w&uuml;rde, als sie in dem angefochtenen Bescheid festgesetzt worden ist. Denn die Kl&auml;gerin ist dadurch beschwert, dass das FA in dem K&ouml;rperschaftsteuerbescheid 2005 die R&uuml;ckstellungen f&uuml;r die Jubil&auml;umszuwendungen niedriger bemessen hat, als von ihr beantragt, wodurch sich aus Sicht der Kl&auml;gerin ein zu hoher Gewinn ergeben hat. Diese Beschwer entf&auml;llt nicht dadurch, dass sich aufgrund der Rechtsauffassung der Kl&auml;gerin zu dem anderen Streitpunkt (R&uuml;ckstellungen f&uuml;r den Nachteilsausgleich) f&uuml;r 2005 eine gegenl&auml;ufige Gewinnminderung ergeben w&uuml;rde. Anders w&auml;re es nur, wenn beide Streitpunkte inhaltlich in einer Weise miteinander verkn&uuml;pft w&auml;ren, dass ein Obsiegen in dem ersten Streitpunkt zwangsl&auml;ufig auch zu einem Obsiegen im zweiten Streitpunkt f&uuml;hren m&uuml;sste. So liegt der Fall hier aber nicht. Denn beide Streitpunkte sind inhaltlich nicht miteinander verbunden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Im Hinblick auf das Streitjahr 2004 ist die Klage als unbegr&uuml;ndet abzuweisen. Die Kl&auml;gerin wird durch den angefochtenen Bescheid nicht in ihren Rechten verletzt (&sect;&nbsp;100 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 FGO). Sie durfte in ihrer Bilanz zum 31.&nbsp;Dezember 2004 keine R&uuml;ckstellungen f&uuml;r die Verpflichtungen zur Zahlung des Nachteilsausgleichs gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;5 Abs.&nbsp;7 TV&nbsp;ATZ passivieren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;249 Abs.&nbsp;1 Satz 1 des Handelsgesetzbuchs in der in den Streitjahren geltenden Fassung (HGB) sind in der Handelsbilanz u.a. R&uuml;ckstellungen f&uuml;r ungewisse Verbindlichkeiten zu bilden. Die daraus folgende Passivierungspflicht geh&ouml;rt zu den Grunds&auml;tzen ordnungsm&auml;&szlig;iger Buchf&uuml;hrung (st&auml;ndige Rechtsprechung, z.B. Senatsurteil vom 25.&nbsp;Mai 2016 I&nbsp;R&nbsp;17\/15, BFHE 254, 228, BStBl II 2016, 930) und ist von der als Sparkasse buchf&uuml;hrungspflichtigen Kl&auml;gerin gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;5 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 des Einkommensteuergesetzes in der in den Streitjahren geltenden Fassung (EStG) i.V.m. &sect;&nbsp;8 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 des K&ouml;rperschaftsteuergesetzes in der in den Streitjahren geltenden Fassung auch f&uuml;r die Steuerbilanzen zu beachten (vgl. Senatsurteil vom 11.&nbsp;Oktober 2012 I&nbsp;R&nbsp;66\/11, BFHE 239, 315, BStBl II 2013, 676).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) R&uuml;ckstellungen f&uuml;r ungewisse Verbindlichkeiten setzen entweder das Bestehen einer ihrer H&ouml;he nach ungewissen Verbindlichkeit oder die &uuml;berwiegende Wahrscheinlichkeit des Entstehens einer Verbindlichkeit dem Grunde nach voraus, deren H&ouml;he zudem ungewiss sein kann. Bei den Anspr&uuml;chen der Arbeitnehmer auf Nachteilsausgleich gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;5 Abs.&nbsp;7 TV&nbsp;ATZ handelt es sich um in den Zeitpunkten des Abschlusses der jeweiligen Teilzeitarbeitsvertr&auml;ge sowohl dem Grunde als auch der H&ouml;he nach ungewisse Verbindlichkeiten. Denn der Zahlungsanspruch setzt u.a. voraus, dass dem Arbeitnehmer nach dem Ende des Altersteilzeitarbeitsverh&auml;ltnisses tats&auml;chlich nur ein &quot;gek&uuml;rzter&quot; gesetzlicher Rentenanspruch zusteht (vgl. Urteil des Landesarbeitsgerichts &#8211;LAG&#8211; Baden-W&uuml;rttemberg vom 30.&nbsp;Mai 2016&nbsp;&nbsp;1&nbsp;Sa&nbsp;1\/16, Zeitschrift f&uuml;r Tarif-, Arbeits- und Sozialrecht des &ouml;ffentlichen Dienstes &#8211;ZTR&#8211; 2016, 707; Urteil des LAG Schleswig-Holstein vom 19.&nbsp;Mai 2015&nbsp;&nbsp;1&nbsp;Sa&nbsp;370&nbsp;b\/14, juris; Urteil des LAG Niedersachsen vom 6.&nbsp;August 2008&nbsp;&nbsp;2&nbsp;Sa&nbsp;1738\/07, juris). Damit fehlte es f&uuml;r die Entstehung der Zahlungsforderungen zu den Zeitpunkten des Abschlusses der Teilzeitarbeitsvertr&auml;ge noch an mindestens einem Tatbestandselement.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Ist die Verpflichtung am Bilanzstichtag &#8211;wie hier&#8211; dem Grunde nach noch nicht rechtlich entstanden, ist eine R&uuml;ckstellung nur zu bilden, wenn sie erstens mit &uuml;berwiegender Wahrscheinlichkeit entsteht und der Steuerpflichtige daraus in Anspruch genommen wird und wenn sie wirtschaftlich in den bis zum Bilanzstichtag abgelaufenen Wirtschaftsjahren verursacht ist (vgl. Senatsurteile vom 27.&nbsp;Juni 2001 I&nbsp;R&nbsp;45\/97, BFHE 196, 216, BStBl II 2003, 121; vom 6.&nbsp;Juni 2012 I&nbsp;R&nbsp;99\/10, BFHE 237, 335, BStBl II 2013, 196; vom 6.&nbsp;Februar 2013 I&nbsp;R&nbsp;8\/12, BFHE 240, 252, BStBl II 2013, 686, jeweils m.w.N.). Im Streitfall liegt nur die erstgenannte Voraussetzung vor, nicht aber auch die wirtschaftliche Verursachung der Verbindlichkeiten in den bis zu den Bilanzstichtagen abgelaufenen Wirtschaftsjahren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Die &uuml;berwiegende Wahrscheinlichkeit der Entstehung ist zu bejahen, wenn zum betreffenden Bilanzstichtag mehr Gr&uuml;nde f&uuml;r als gegen das Entstehen der in Rede stehenden Verbindlichkeit und die k&uuml;nftige Inanspruchnahme des Steuerpflichtigen sprechen (z.B. Senatsurteil vom 8.&nbsp;November 2000 I&nbsp;R&nbsp;10\/98, BFHE 193, 406, BStBl II 2001, 349). Im Streitfall war aus den abgeschlossenen Altersteilzeitvereinbarungen eine Inanspruchnahme der Kl&auml;gerin hinreichend wahrscheinlich. Denn es war davon auszugehen, dass die Arbeitnehmer den zugesagten Nachteilsausgleich nach dem Ende der Altersteilzeit auch in Anspruch nehmen w&uuml;rden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) An der Verursachung der Abfindungsverbindlichkeiten im abgelaufenen Wirtschaftsjahr oder in den Vorjahren fehlte es hier indessen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aaa) Diese Passivierungsvoraussetzung erfordert, dass die wirtschaftlich wesentlichen Tatbestandsmerkmale zu den ma&szlig;geblichen Bilanzstichtagen erf&uuml;llt sind und das Entstehen der Verbindlichkeit nur noch von wirtschaftlich unwesentlichen Tatbestandsmerkmalen abh&auml;ngt. Ma&szlig;gebend ist hiernach die wirtschaftliche Wertung des Einzelfalls im Lichte der rechtlichen Struktur des Tatbestands, mit dessen Erf&uuml;llung die Verbindlichkeit entsteht (st&auml;ndige Rechtsprechung, z.B. Senatsurteile in BFHE 240, 252, BStBl II 2013, 686; vom 15.&nbsp;M&auml;rz 2017 I&nbsp;R&nbsp;11\/15, BFHE 258, 8, BStBl II 2017, 1043). Der rechtliche und wirtschaftliche Bezugspunkt der Verpflichtung muss in der Vergangenheit liegen, so dass die Verbindlichkeit nicht nur an Vergangenes ankn&uuml;pft, sondern auch Vergangenes abgilt (Urteil des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 17.&nbsp;Oktober 2013 IV&nbsp;R&nbsp;7\/11, BFHE 243, 256, BStBl II 2014, 302, m.w.N.). Unerheblich ist im Zusammenhang mit der Beurteilung der wirtschaftlichen Wesentlichkeit hingegen der Grad der Wahrscheinlichkeit der Verwirklichung des betreffenden Tatbestandsmerkmals (vgl. Senatsurteil in BFHE 258, 8, BStBl II 2017, 1043).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bbb) Wie unter B.II.2.b ausgef&uuml;hrt, ist &sect;&nbsp;5 Abs.&nbsp;7 Satz 1 TV&nbsp;ATZ dahin auszulegen, dass der Abfindungsanspruch nur entsteht, wenn es beim Eintritt des jeweiligen Arbeitnehmers in den Ruhestand tats&auml;chlich zu einer Rentenk&uuml;rzung kommt. Bei dem Tatbestandselement des Eintritts einer Rentenk&uuml;rzung, welches in Bezug auf die Arbeitnehmer, f&uuml;r die die Kl&auml;gerin die in Rede stehenden R&uuml;ckstellungen gebildet hat, zu den Bilanzstichtagen der Streitjahre noch nicht verwirklicht war, handelt es sich um ein im vorstehend beschriebenen Sinne wirtschaftlich wesentliches Tatbestandsmerkmal. Denn Sinn und Zweck der Abfindung nach &sect;&nbsp;5 Abs.&nbsp;7 TV&nbsp;ATZ besteht gerade darin, jenen Arbeitnehmern, die aufgrund ihrer Bereitschaft zum Abschluss eines Altersteilzeitarbeitsvertrags sp&auml;ter eine Rentenk&uuml;rzung hinnehmen m&uuml;ssen, einen Nachteilsausgleich zu gew&auml;hren (s.a. Urteil des LAG Baden-W&uuml;rttemberg in ZTR 2016, 707; Urteil des LAG Schleswig-Holstein vom 19.&nbsp;Mai 2015&nbsp;&nbsp;1&nbsp;Sa&nbsp;370&nbsp;b\/14, juris; Urteil des LAG Niedersachsen vom 6.&nbsp;August 2008&nbsp;&nbsp;2&nbsp;Sa&nbsp;1738\/07, juris). Es handelt sich bei der Rentenk&uuml;rzung somit um den eigentlichen wirtschaftlichen Beweggrund f&uuml;r die Leistung der Abfindung. Der tats&auml;chliche Eintritt der bei Vertragsschluss erwarteten Rentenk&uuml;rzung ist daher nicht nur in rechtlich-formaler, sondern auch in wirtschaftlicher Hinsicht eine wesentliche Tatbestandsvoraussetzung f&uuml;r die Entstehung des Abfindungsanspruchs nach &sect;&nbsp;5 Abs.&nbsp;7 TV&nbsp;ATZ.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Sonach h&auml;tte die Kl&auml;gerin in ihrer Bilanz zum 31.&nbsp;Dezember 2004 keine R&uuml;ckstellungen f&uuml;r die Verpflichtungen nach &sect;&nbsp;5 Abs.&nbsp;7 TV&nbsp;ATZ aus laufenden Altersteilzeitarbeitsvertr&auml;gen bilden d&uuml;rfen. Soweit das FA die gebildeten R&uuml;ckstellungen gleichwohl zu einem Teil anerkannt hat, darf der Senat den verfahrensgegenst&auml;ndlichen Bescheid aufgrund des im finanzgerichtlichen Verfahren bestehenden sog. Verb&ouml;serungsverbots (vgl. z.B. BFH-Urteil vom 29.&nbsp;Juli 1997 VIII&nbsp;R&nbsp;80\/94, BFHE 184, 74, BStBl II 1997, 727) nicht zu Lasten der Kl&auml;gerin &auml;ndern.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Hinsichtlich des Streitjahrs 2005 ist der Rechtstreit nicht entscheidungsreif, so dass die Sache insoweit gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;3 Satz 1 Nr.&nbsp;2 FGO zur anderweitigen Verhandlung und Entscheidung an das FG zur&uuml;ckzuverweisen ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Die Jubil&auml;umsr&uuml;ckstellungen zum 31.&nbsp;Dezember 2005 sind entsprechend dem Begehren der Kl&auml;gerin auf der Grundlage der im BMF-Schreiben in BStBl I 2008, 1013 verlautbarten, anhand der &quot;Richttafeln 2005 G&quot; von Heubeck errechneten Pauschalwerte zu bemessen. Dass die Kl&auml;gerin in ihrer Steuererkl&auml;rung noch die Pauschalwerte aus dem BMF-Schreiben in BStBl I 1999, 434 zugrunde gelegt hatte, steht dem nicht entgegen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Jubil&auml;umsr&uuml;ckstellungen d&uuml;rfen gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;5 Abs.&nbsp;4 EStG nur gebildet werden, wenn das Dienstverh&auml;ltnis mindestens zehn Jahre bestanden hat, das Dienstjubil&auml;um das Bestehen eines Dienstverh&auml;ltnisses von mindestens 15&nbsp;Jahren voraussetzt, die Zusage schriftlich erteilt ist und soweit der Zuwendungsberechtigte seine Anwartschaft nach dem 31.&nbsp;Dezember 1992 erwirbt. Nach den den Senat gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 FGO bindenden Feststellungen des FG sind diese Voraussetzungen im Hinblick auf die von der Kl&auml;gerin zum 31.&nbsp;Dezember 2005 gebildeten Jubil&auml;umsr&uuml;ckstellungen erf&uuml;llt. Die Revision hat insoweit keine Einwendungen erhoben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) F&uuml;r die Bemessung des Teilwerts von Jubil&auml;umsr&uuml;ckstellungen bedarf es zur Bestimmung der Wahrscheinlichkeit des Ausscheidens von Mitarbeitern wegen Todes oder Invalidit&auml;t versicherungsmathematischer Berechnungen (vgl. BFH-Urteil vom 5.&nbsp;Februar 1987 IV&nbsp;R&nbsp;81\/84, BFHE 149, 55, BStBl II 1987, 845; BMF-Schreiben vom 29.&nbsp;Oktober 1993, BStBl I 1993, 898). Zu diesem Zweck greift die Praxis &#8211;auch die Finanzverwaltung (z.B. BMF-Schreiben in BStBl I 2008, 1013; in BStBl I 1993, 898, sowie in BStBl I 1999, 434)&#8211; in der Regel auf die Richttafeln von Heubeck zur&uuml;ck, wogegen von Rechts wegen nichts zu erinnern ist (vgl. BFH-Urteil vom 27.&nbsp;Juli 1994 II&nbsp;R&nbsp;122\/91, BFHE 175, 384, BStBl II 1995, 14, zur bewertungsrechtlichen Teilwertberechnung von Pensionsverpflichtungen; s. z.B. auch Anzinger in Herrmann\/Heuer\/Raupach, &sect;&nbsp;5 EStG Rz&nbsp;2031; Bl&uuml;mich\/ Krumm, &sect;&nbsp;5 EStG Rz&nbsp;848).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Im Streitfall hat die Kl&auml;gerin von der seitens der Finanzverwaltung aus Vereinfachungsgr&uuml;nden angebotenen M&ouml;glichkeit der sog. Pauschalbewertung f&uuml;r Jubil&auml;umsr&uuml;ckstellungen Gebrauch gemacht. Bei dieser Bewertungsmethode muss der Steuerpflichtige nicht, wie beim sog. Teilwertverfahren, die einzelnen relevanten Bezugsgr&ouml;&szlig;en und versicherungsmathematischen Werte f&uuml;r jeden Arbeitnehmer zusammenstellen und den sich daraus ergebenden Barwert der Verpflichtung ermitteln. Vielmehr setzt die Finanzverwaltung auf der Grundlage der Richttafeln Pauschalwerte fest und ver&ouml;ffentlicht diese in Form einer Tabelle, aus der der Steuerpflichtige die H&ouml;he der anzusetzenden Jubil&auml;umsr&uuml;ckstellungen anhand der vom betreffenden Arbeitnehmer bereits abgeleisteten Dienstjahre und des Leistungszeitpunkts der jeweiligen Jubil&auml;umszuwendung ablesen kann (vgl. die Anlagen zu den BMF-Schreiben in BStBl I 1993, 898; in BStBl I 1999, 434, und in BStBl I 2008, 1013). Von der gew&auml;hlten Bewertungsmethode &#8211;Teilwert- oder Pauschalwertmethode&#8211; kann der Steuerpflichtige nach den Vorgaben des BMF f&uuml;r alle Verpflichtungen nur einheitlich Gebrauch machen; zudem ist an der getroffenen Wahl grunds&auml;tzlich f&uuml;r f&uuml;nf Wirtschaftsjahre festzuhalten (BMF-Schreiben in BStBl I 1993, 898, und in BStBl I 2008, 1013, Rz&nbsp;11).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Gegen ein derartiges Angebot einer vereinfachten Wertermittlung aufgrund einer verwaltungsseitigen Pauschalierungsmethode bestehen keine grunds&auml;tzlichen Bedenken, weil das Verfahren allgemein anerkannt ist, eine praktikable und hinreichend sichere Sch&auml;tzung der h&ouml;chstm&ouml;glichen zuk&uuml;nftigen Belastungen erm&ouml;glicht (vgl. Anzinger in Herrmann\/Heuer\/Raupach, &sect;&nbsp;5 EStG Rz&nbsp;2031; Bl&uuml;mich\/Krumm, &sect;&nbsp;5 EStG Rz&nbsp;848; Schubert in Beck Bil-Komm., 10.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;249 HGB Rz&nbsp;100 &quot;Jubil&auml;umszuwendung&quot;; Torm&ouml;hlen in Korn, &sect;&nbsp;5 EStG Rz&nbsp;597) und es dem Steuerpflichtigen unbenommen bleibt, stattdessen die exakten versicherungsmathematischen Barwerte aufgrund der Teilwertmethode zu ermitteln und anzusetzen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>dd) Die Anerkennung der Pauschalwertmethode setzt allerdings voraus, dass die Verwaltung die von ihr errechneten und vorgegebenen Pauschalwerte auf der Grundlage der jeweils aktuellen Version der verwendeten versicherungsmathematischen Richttafeln bemisst und bei Erscheinen einer neuen Version dieser Richttafeln eine Neuberechnung der Pauschalwerte vornimmt sowie eine neue Pauschalwerttabelle zur Verf&uuml;gung stellt. Im Falle der im Juli 2005 ver&ouml;ffentlichten neuen &quot;Richttafeln 2005 G&quot; von Heubeck ist das BMF dem in der Weise nachgekommen, dass es eine neue Pauschalwerttabelle als Anlage zum BMF-Schreiben in BStBl I 2008, 1013 ver&ouml;ffentlicht hat. Dieses Schreiben soll gem&auml;&szlig; dessen Rz&nbsp;17 &quot;grunds&auml;tzlich in allen noch offenen F&auml;llen anzuwenden&quot; sein. Zur zeitlichen Anwendung der neuen Pauschalwerttabelle hei&szlig;t es in Rz&nbsp;21 dieses BMF-Schreibens:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>&quot;Die Anlage dieses Schreibens kann fr&uuml;hestens der pauschalen Bewertung von R&uuml;ckstellungen f&uuml;r Zuwendungen anl&auml;sslich eines Dienstjubil&auml;ums am Ende des Wirtschaftsjahres zugrunde gelegt werden, das nach dem 6.&nbsp;Juli 2005 (Tag der Ver&ouml;ffentlichung der &#8218;Richttafeln 2005 G&#8216; von Prof. Klaus Heubeck) endet, wenn auch bei der Bewertung eventuell vorhandener Pensionsverpflichtungen und sonstiger versicherungsmathematischer Bilanzposten des Unternehmens der &Uuml;bergang auf die &#8218;Richttafeln 2005 G&#8216; erfolgt ist &#8230;&quot;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>ee) Unter Zugrundelegung dieser Ma&szlig;gaben des BMF-Schreibens in BStBl I 2008, 1013 war das FA im Streitfall gehalten, entsprechend dem im Einspruchsverfahren gestellten Antrag der Kl&auml;gerin die neue Pauschalwerttabelle anzuwenden. Denn das streitgegenst&auml;ndliche Festsetzungsverfahren war aufgrund des Einspruchs noch &quot;offen&quot;; au&szlig;erdem endete das der Veranlagung zugrundeliegende Wirtschaftsjahr nach dem 6.&nbsp;Juli 2005, n&auml;mlich am 31.&nbsp;Dezember 2005. Dass in der Steuerbilanz der Kl&auml;gerin zum 31.&nbsp;Dezember 2005 noch Pensionsverpflichtungen oder sonstige versicherungsmathematische Bilanzposten enthalten waren, die nicht auf der Grundlage der &quot;Richttafeln 2005 G&quot; von Heubeck ermittelt worden sind, hat das FG nicht festgestellt, das FA nicht vorgetragen und die Kl&auml;gerin in ihrer Revisionserwiderung &#8211;unwidersprochen&#8211; verneint.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA hat den &Auml;nderungsantrag ausschlie&szlig;lich mit der Begr&uuml;ndung abgelehnt, die Kl&auml;gerin habe ihrer Bilanz zum 31.&nbsp;Dezember 2005 f&uuml;r die Bemessung der H&ouml;he der Jubil&auml;umsr&uuml;ckstellungen noch die &quot;alten&quot; Pauschalwerte aus dem BMF-Schreiben im BStBl I 1999, 434 zugrunde gelegt. Dieser Ablehnungsgrund l&auml;sst sich indessen aus den Vorgaben des BMF-Schreibens in BStBl I 2008, 1013 nicht ableiten. Die Argumentation des FA steht vielmehr in Widerspruch zu der grunds&auml;tzlichen Vorgabe in Rz&nbsp;17 des Schreibens, der zufolge das Schreiben f&uuml;r alle noch &quot;offenen&quot; F&auml;lle Anwendung finden solle. Denn jenen Steuerpflichtigen, die sich auf das vom BMF angebotene Pauschalwertverfahren festgelegt hatten, blieb auch nach der Ver&ouml;ffentlichung der &quot;Richttafeln 2005 G&quot; im Juli 2005 bis zur Ver&ouml;ffentlichung der neuen Pauschalwerttabelle durch das BMF im Dezember 2008 keine andere M&ouml;glichkeit, als f&uuml;r die Bemessung ihrer Jubil&auml;umsr&uuml;ckstellungen noch auf die alte Pauschalwerttabelle aus dem BMF-Schreiben in BStBl I 1999, 434 zur&uuml;ckzugreifen. Die Sichtweise des FA w&uuml;rde somit im Ergebnis dazu f&uuml;hren, dass die neue Pauschalwerttabelle erstmals f&uuml;r jene Wirtschaftsjahre h&auml;tte Anwendung finden k&ouml;nnen, f&uuml;r die zum Zeitpunkt der Ver&ouml;ffentlichung der neuen Pauschalwerttabelle im Dezember 2008 eine Steuerbilanz noch nicht beim FA eingereicht war. Eine Anwendung der neuen Tabelle auf die in den Veranlagungszeitr&auml;umen 2005 bis 2007 endenden Wirtschaftsjahre w&auml;re damit &#8211;entgegen der Vorgabe des BMF-Schreibens in BStBl I 2008, 1013&#8211; faktisch ausgeschlossen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>37<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Keiner Entscheidung bedarf in diesem Zusammenhang, ob &#8211;wie die Revision meint&#8211; nach den Vorgaben des BMF-Schreibens in BStBl I 2008, 1013 den Steuerpflichtigen ein Wahlrecht einger&auml;umt werden sollte, die Jubil&auml;umsr&uuml;ckstellungen noch nach der alten oder schon nach der neuen Pauschalwerttabelle zu bewerten oder ob die Anwendung der neuen Pauschalwerttabelle bei Vorliegen der im BMF-Schreiben genannten Anwendungsvoraussetzungen verpflichtend sein sollte. Denn die Kl&auml;gerin h&auml;tte von einem ihr durch das BMF-Schreiben einger&auml;umten Wahlrecht dadurch Gebrauch gemacht, dass sie die Anwendung der neuen Tabelle im Rahmen ihres &Auml;nderungsantrags zur Steuerfestsetzung verlangt hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>38<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>ff) Die Kl&auml;gerin kann sich gegen&uuml;ber dem FA auf die angesprochenen &Uuml;bergangsregelungen des BMF-Schreibens in BStBl I 2008, 1013 berufen. Bietet die Finanzverwaltung f&uuml;r die bilanzielle Bewertung eines bestimmten Wirtschaftsguts im Rahmen von Verwaltungsanweisungen ein allgemeing&uuml;ltiges vereinfachtes Bewertungsverfahren an, welches auf verwaltungsseitig ermittelten und ver&ouml;ffentlichten Pauschalwerten beruht, dann ist sie aufgrund des Gleichbehandlungsgebots gem&auml;&szlig; Art.&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 des Grundgesetzes gehalten, die dazu ergangenen Verwaltungsanweisungen bei allen Steuerpflichtigen gleichm&auml;&szlig;ig anzuwenden (sog. Selbstbindung der Verwaltung durch typisierende oder pauschalierende Verwaltungsanweisungen, vgl. z.B. BFH-Urteil vom 16.&nbsp;Februar 1970 VI&nbsp;R&nbsp;325\/67, BFHE 98, 353, BStBl II 1970, 380; Klein\/Gersch, AO, 13.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;4 Rz&nbsp;9).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>39<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Welche Auswirkungen die Ber&uuml;cksichtigung der h&ouml;heren Jubil&auml;umsr&uuml;ckstellungen auf die H&ouml;he der f&uuml;r das Jahr 2005 festzusetzenden K&ouml;rperschaftsteuer hat, l&auml;sst sich f&uuml;r den Senat anhand der Feststellungen im angefochtenen Urteil nicht abschlie&szlig;end beurteilen. Zu ber&uuml;cksichtigen ist hierbei n&auml;mlich, dass das FA auch im Rahmen der Steuerfestsetzung f&uuml;r 2005 zugunsten der Kl&auml;gerin einen Teil der gebildeten R&uuml;ckstellungen f&uuml;r den Nachteilsausgleich gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;5 Abs.&nbsp;7 TV&nbsp;ATZ anerkannt hat und dass dies auf der Grundlage der obigen Ausf&uuml;hrungen zu B.II.1. zu Unrecht geschehen ist. Der sich daraus f&uuml;r die Kl&auml;gerin ergebende Vorteil muss mit dem sich aus den vom FA zu niedrig angesetzten Jubil&auml;umsr&uuml;ckstellungen ergebenden Nachteil saldiert werden. Das prozessuale Verb&ouml;serungsverbot hindert das Gericht nicht, innerhalb des vom FA festgesetzten Steuerbetrags einzelne Besteuerungsgrundlagen in tats&auml;chlicher oder rechtlicher Hinsicht f&uuml;r den Steuerpflichtigen ung&uuml;nstiger zu beurteilen, als dies in dem angefochtenen Steuerbescheid geschehen ist (st&auml;ndige Rechtsprechung, z.B. BFH-Beschluss vom 19.&nbsp;November 2013 XI&nbsp;B&nbsp;9\/13, BFH\/NV 2014, 373, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>40<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Streitfall ist daher f&uuml;r eine &Auml;nderung der Steuerfestsetzung f&uuml;r 2005 aufgrund der zu niedrig angesetzten Jubil&auml;umsr&uuml;ckstellungen nur Raum, wenn und soweit bei Saldierung mit den f&uuml;r die Kl&auml;gerin positiven Folgen der teilweisen Anerkennung der R&uuml;ckstellungen f&uuml;r den Nachteilsausgleich ein f&uuml;r die Kl&auml;gerin negativer Saldo verbleibt. Ob und inwieweit dies der Fall ist, l&auml;sst sich anhand der tatrichterlichen Feststellungen des angefochtenen Urteils nicht beurteilen. Denn das FG hat keine Feststellungen dazu getroffen, mit welchen konkreten Betr&auml;gen das FA die R&uuml;ckstellungen f&uuml;r den Nachteilsausgleich f&uuml;r das Streitjahr 2005 anerkannt hat. Die erforderlichen Feststellungen sind im zweiten Rechtsgang nachzuholen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>41<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>III. Die &Uuml;bertragung der Kostenentscheidung beruht auf &sect;&nbsp;143 Abs.&nbsp;2 FGO. Auch bei einer nur teilweisen Zur&uuml;ckverweisung der Sache ist dem FG im Hinblick auf den Grundsatz der Einheitlichkeit der Kostenentscheidung die Entscheidung &uuml;ber die gesamten Kosten des Revisionsverfahrens zu &uuml;bertragen (st&auml;ndige Rechtsprechung, z.B. Senatsurteil vom 21.&nbsp;Januar 2016 I&nbsp;R&nbsp;22\/14, BFHE 253, 82, BStBl II 2017, 336, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 27.9.2017, I R 53\/15ECLI:DE:BFH:2017:U.270917.IR53.15.0 Keine R&uuml;ckstellung f&uuml;r sog. Nachteilsausgleich bei Altersteilzeit nach &sect; 5 Abs. 7 TV ATZ &#8211; Anwendung der aktuellen Pauschalwerttabelle zur Bemessung von Jubil&auml;umsr&uuml;ckstellungen Leits&auml;tze 1. Arbeitgeber d&uuml;rfen hinsichtlich laufender Altersteilzeitarbeitsvertr&auml;ge keine R&uuml;ckstellungen f&uuml;r den sog. Nachteilsausgleich gem&auml;&szlig; &sect; 5 Abs. 7 TV ATZ bilden. 2. Ein Arbeitgeber, der &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/i-r-53-15-keine-rueckstellung-fuer-sog-nachteilsausgleich-bei-altersteilzeit-nach-par-5-abs-7-tv-atz-anwendung-der-aktuellen-pauschalwerttabelle-zur-bemessung-von-jubilaeumsrueckstellungen\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">I&nbsp;R&nbsp;53\/15 &#8211; Keine R&uuml;ckstellung f&uuml;r sog. 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