{"id":69070,"date":"2018-02-23T12:43:30","date_gmt":"2018-02-23T10:43:30","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=69070"},"modified":"2018-02-23T12:43:30","modified_gmt":"2018-02-23T10:43:30","slug":"vi-r-44-16-kein-rueckgaengigmachen-eines-zu-lasten-des-gesamthandsvermoegens-einer-personengesellschaft-gebildeten-investitionsabzugsbetrags-bei-spaeterer-investition-im-sonderbetriebsvermoegen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/vi-r-44-16-kein-rueckgaengigmachen-eines-zu-lasten-des-gesamthandsvermoegens-einer-personengesellschaft-gebildeten-investitionsabzugsbetrags-bei-spaeterer-investition-im-sonderbetriebsvermoegen\/","title":{"rendered":"VI&nbsp;R&nbsp;44\/16 &#8211; Kein R&uuml;ckg&auml;ngigmachen eines zu Lasten des Gesamthandsverm&ouml;gens einer Personengesellschaft gebildeten Investitionsabzugsbetrags bei sp&auml;terer Investition im Sonderbetriebsverm&ouml;gen"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 15.11.2017, VI R 44\/16<br \/>ECLI:DE:BFH:2017:B.151117.VIR44.16.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Kein R&uuml;ckg&auml;ngigmachen eines zu Lasten des Gesamthandsverm&ouml;gens einer Personengesellschaft gebildeten Investitionsabzugsbetrags bei sp&auml;terer Investition im Sonderbetriebsverm&ouml;gen<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>1. Eine beg&uuml;nstigte Investition i.S. des &sect; 7g EStG liegt auch dann vor, wenn bei einer Personengesellschaft der Investitionsabzugsbetrag vom Gesamthandsgewinn abgezogen wurde und die geplante Investition sp&auml;ter (innerhalb des dreij&auml;hrigen Investitionszeitraums) von einem ihrer Gesellschafter vorgenommen und in dessen Sonderbetriebsverm&ouml;gen aktiviert wird.<\/p>\n<\/p>\n<p>2. Im Wirtschaftsjahr der Anschaffung ist der in Anspruch genommene Investitionsabzugsbetrag in einem solchen Fall dem Sonderbetriebsgewinn des investierenden Gesellschafters au&szlig;erbilanziell hinzuzurechnen.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Die Revision des Beklagten gegen das Urteil des Finanzgerichts Baden-W&uuml;rttemberg vom 11. M&auml;rz 2016&nbsp;&nbsp;9 K 2928\/13 wird als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des Revisionsverfahrens hat der Beklagte zu tragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Streitig ist, ob ein im Gesamthandsverm&ouml;gen einer Personengesellschaft nach &sect;&nbsp;7g des Einkommensteuergesetzes i.d.F. des Unternehmensteuerreformgesetzes 2008 vom 14.&nbsp;August 2007 (EStG) gebildeter Investitionsabzugsbetrag gewinnerh&ouml;hend aufzul&ouml;sen ist, wenn die Investition nicht im Gesamthandsverm&ouml;gen der Gesellschaft, sondern im Sonderbetriebsverm&ouml;gen eines ihrer Gesellschafter get&auml;tigt wird.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin und Revisionsbeklagte (Kl&auml;gerin) ist eine GbR, die 2001 von den Eheleuten A und B zum Zweck der gemeinsamen Bewirtschaftung ihres auf dem Gebiet der Weinerzeugung t&auml;tigen landwirtschaftlichen Betriebs gegr&uuml;ndet wurde. Am Gewinn und Verlust sind der Gesellschafter A zu 80&nbsp;% und die Gesellschafterin B zu 20&nbsp;% beteiligt. Die Kl&auml;gerin ermittelte ihren Gewinn aus Land- und Forstwirtschaft durch Betriebsverm&ouml;gensvergleich gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;1 EStG f&uuml;r das Normalwirtschaftsjahr vom 1.&nbsp;Juli bis zum 30.&nbsp;Juni des Folgejahres (&sect;&nbsp;4a Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 EStG).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>F&uuml;r das Wirtschaftsjahr 2007\/2008 bildete die Kl&auml;gerin Investitionsabzugsbetr&auml;ge f&uuml;r geplante Investitionen im Bereich der Kellerausstattung in H&ouml;he von 40.000&nbsp;EUR (bei voraussichtlichen Anschaffungskosten von 100.000&nbsp;EUR) sowie f&uuml;r einen Schraubverschlie&szlig;er in H&ouml;he von 4.000&nbsp;EUR (bei voraussichtlichen Anschaffungskosten von 10.000&nbsp;EUR) und minderte au&szlig;erbilanziell den Gesamthandsgewinn der Personengesellschaft.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Beklagte und Revisionskl&auml;ger (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) stellte die Eink&uuml;nfte der Kl&auml;gerin aus Land- und Forstwirtschaft f&uuml;r 2007 und f&uuml;r 2008 insoweit erkl&auml;rungsgem&auml;&szlig; unter dem Vorbehalt der Nachpr&uuml;fung gesondert und einheitlich fest.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Juli 2010 schaffte der Gesellschafter A den Schraubverschlie&szlig;er f&uuml;r ca. 25.000&nbsp;EUR und im April 2011 die Kellerausstattung f&uuml;r ca. 120.000&nbsp;EUR aus eigenen Mitteln an. Er aktivierte die Wirtschaftsg&uuml;ter in seiner Sonderbilanz f&uuml;r das Wirtschaftsjahr 2010\/2011 und rechnete die von der Kl&auml;gerin im Wirtschaftsjahr 2007\/2008 geltend gemachten Investitionsabzugsbetr&auml;ge in H&ouml;he von 40.000&nbsp;EUR und 4.000&nbsp;EUR seinem Sonderbetriebsgewinn au&szlig;erbilanziell hinzu.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit Bescheiden vom 27.&nbsp;November 2012 &auml;nderte das FA &#8211;gest&uuml;tzt auf &sect;&nbsp;164 Abs.&nbsp;2 der Abgabenordnung&#8211; die Feststellungsbescheide f&uuml;r 2007 und 2008. Dabei machte es die im Wirtschaftsjahr 2007\/2008 gebildeten Investitionsabzugsbetr&auml;ge f&uuml;r die Kellerausstattung und den Schraubverschlie&szlig;er r&uuml;ckg&auml;ngig und erh&ouml;hte den festgestellten Gewinn f&uuml;r jedes der beiden Streitjahre um 22.000&nbsp;EUR. Werde ein Investitionsabzugsbetrag im Gesamthandsverm&ouml;gen gebildet, sei eine Anschaffung im Sonderbetriebsverm&ouml;gen nicht nach &sect;&nbsp;7g EStG beg&uuml;nstigt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der nach erfolglosem Einspruch erhobenen Klage gab das Finanzgericht (FG) mit den in Entscheidungen der Finanzgerichte (EFG) 2016, 1081 ver&ouml;ffentlichten Gr&uuml;nden statt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit der Revision r&uuml;gt das FA die Verletzung materiellen Rechts.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Es beantragt,<br \/>das Urteil des FG Baden-W&uuml;rttemberg vom 11.&nbsp;M&auml;rz 2016&nbsp;&nbsp;9&nbsp;K&nbsp;2928\/13 aufzuheben und die Klage abzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin beantragt,<br \/>die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Entscheidung ergeht gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;126a der Finanzgerichtsordnung (FGO). Der Senat h&auml;lt einstimmig die Revision f&uuml;r unbegr&uuml;ndet und eine m&uuml;ndliche Verhandlung nicht f&uuml;r erforderlich. Die Beteiligten sind davon unterrichtet worden und hatten Gelegenheit zur Stellungnahme. Die Revision des FA ist als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckzuweisen (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;2 FGO). Denn das FG hat zutreffend darauf erkannt, dass die im Wirtschaftsjahr 2007\/2008 gebildeten Investitionsabzugsbetr&auml;ge nicht nach &sect;&nbsp;7g Abs.&nbsp;3 EStG r&uuml;ckg&auml;ngig zu machen sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Nach &sect;&nbsp;7g Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 EStG k&ouml;nnen Steuerpflichtige f&uuml;r die k&uuml;nftige Anschaffung oder Herstellung eines abnutzbaren beweglichen Wirtschaftsguts des Anlageverm&ouml;gens bis zu 40&nbsp;% der voraussichtlichen Anschaffungs- oder Herstellungskosten gewinnmindernd als Investitionsabzugsbetrag abziehen. Im Wirtschaftsjahr der Anschaffung oder Herstellung des beg&uuml;nstigten Wirtschaftsguts ist der f&uuml;r dieses Wirtschaftsgut in Anspruch genommene Investitionsabzugsbetrag in H&ouml;he von 40&nbsp;% der Anschaffungs- oder Herstellungskosten gewinnerh&ouml;hend hinzuzurechnen (&sect;&nbsp;7g Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 EStG). Bei Personengesellschaften sind &sect;&nbsp;7g Abs.&nbsp;1 bis Abs.&nbsp;6 EStG mit der Ma&szlig;gabe anzuwenden, dass an die Stelle des Steuerpflichtigen die Gesellschaft tritt (&sect;&nbsp;7g Abs.&nbsp;7 EStG).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Danach hat die Kl&auml;gerin die streitbefangenen Investitionsabzugsbetr&auml;ge im Wirtschaftsjahr 2007\/2008 zu Recht in Anspruch genommen. Denn bei Personengesellschaften k&ouml;nnen nach allgemeiner Meinung Ansparabschreibungen sowohl im Gesamthandsverm&ouml;gen als auch im Sonderbetriebsverm&ouml;gen eines Gesellschafters vorgenommen werden (Schreiben des Bundesministeriums der Finanzen vom 20.&nbsp;M&auml;rz 2017, BStBl I 2017, 423, Rz&nbsp;4, zur gegenw&auml;rtigen Gesetzesfassung; Urteile des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 2.&nbsp;August 2012 IV&nbsp;R&nbsp;41\/11, BFHE 238, 135, und vom 29.&nbsp;M&auml;rz 2011 VIII&nbsp;R&nbsp;28\/08, BFHE 233, 434, BStBl II 2014, 299; Bugge, in: Kirchhof\/S&ouml;hn\/Mellinghoff, EStG, &sect;&nbsp;7g Rz&nbsp;G&nbsp;5; Schmidt\/Kulosa, EStG, 36.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;7g Rz&nbsp;13; Bl&uuml;mich\/ Brandis, &sect;&nbsp;7g EStG Rz&nbsp;23; Meyer in Herrmann\/Heuer\/Raupach &#8211;HHR&#8211;, &sect;&nbsp;7g EStG Rz&nbsp;38, 100; Kratzsch in Frotscher, EStG, Freiburg 2011, &sect;&nbsp;7g Rz&nbsp;20; Bartone in Korn, &sect;&nbsp;7g EStG Rz&nbsp;138; Handzik in Littmann\/Bitz\/Pust, Das Einkommensteuerrecht, Kommentar, &sect;&nbsp;7g Rz&nbsp;22; Meyer\/Ball, Finanz-Rundschau &#8211;FR&#8211; 2009, 641, 643; anderer Ansicht Paus, Die steuerliche Betriebspr&uuml;fung 2002, 17, 24).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Auch hat die Kl&auml;gerin ihren Gesamthandsgewinn zutreffend au&szlig;erbilanziell gemindert (vgl. z.B. Bugge, in: Kirchhof\/S&ouml;hn\/ Mellinghoff, EStG, &sect;&nbsp;7g Rz&nbsp;B&nbsp;67; Schmidt\/Kulosa, a.a.O., &sect;&nbsp;7g Rz&nbsp;26; Bl&uuml;mich\/Brandis, &sect;&nbsp;7g EStG Rz&nbsp;35; HHR\/Meyer, &sect;&nbsp;7g EStG Rz&nbsp;39; Meyer\/Ball, FR 2009, 641), die beg&uuml;nstigten Wirtschaftsg&uuml;ter mit &quot;Kellerausstattung&quot; und &quot;Schraubverschlie&szlig;er&quot; ihrer Funktion nach bezeichnet und zudem deren voraussichtliche Anschaffungskosten gegen&uuml;ber dem FA beziffert. Dies steht zwischen den Beteiligten zu Recht nicht im Streit. Der erkennende Senat sieht insoweit von einer weiteren Begr&uuml;ndung ab.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Allerdings ist ein zun&auml;chst rechtm&auml;&szlig;ig gebildeter Investitionsabzugsbetrag nach &sect;&nbsp;7g Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 EStG r&uuml;ckg&auml;ngig zu machen, soweit er nicht bis zum Ende des dritten auf das Wirtschaftsjahr des jeweiligen Abzugs folgenden Wirtschaftsjahres nach &sect;&nbsp;7g Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 EStG gewinnerh&ouml;hend hinzugerechnet wurde.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Hiernach ist im Wirtschaftsjahr der Anschaffung oder Herstellung eines beg&uuml;nstigten Wirtschaftsguts der f&uuml;r dieses Wirtschaftsgut in Anspruch genommene Investitionsabzugsbetrag in H&ouml;he von 40&nbsp;% der Anschaffungs- oder Herstellungskosten gewinnerh&ouml;hend hinzuzurechnen. Die Hinzurechnung darf den nach Absatz&nbsp;1 abgezogenen Betrag nicht &uuml;bersteigen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Im Streitfall wurde im Wirtschaftsjahr der Anschaffung der Kellerausstattung und des Schraubverschlie&szlig;ers jeweils ein Betrag in H&ouml;he des in Anspruch genommenen Investitionsabzugsbetrags dem Sonderbilanzgewinn des Mitgesellschafters A hinzugerechnet. Diese Hinzurechnung erfolgte zu Recht. Denn sie bezog sich auf die &quot;beg&uuml;nstigten Wirtschaftsg&uuml;ter&quot; i.S. des &sect;&nbsp;7g Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 Nr.&nbsp;3 EStG, f&uuml;r die die Kl&auml;gerin in ihren Feststellungserkl&auml;rungen die streitbefangenen Investitionsabzugsbetr&auml;ge angesetzt hatte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Dem steht nicht entgegen, dass die im Wirtschaftsjahr 2007\/2008 von der Kl&auml;gerin gebildeten Investitionsabzugsbetr&auml;ge vom Gesamthandsgewinn abgezogen, die beg&uuml;nstigten Wirtschaftsg&uuml;ter aber im Sonderbetriebsverm&ouml;gen des Gesellschafters A angeschafft wurden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Nach &sect;&nbsp;7g Abs.&nbsp;7 EStG sind bei Personengesellschaften die Abs&auml;tze&nbsp;1 bis 6 der Vorschrift mit der Ma&szlig;gabe anzuwenden, dass an die Stelle des &quot;Steuerpflichtigen&quot; die &quot;Gesellschaft&quot; tritt. Zum Betriebsverm&ouml;gen einer Personengesellschaft geh&ouml;rt aber in steuerlicher Hinsicht nicht nur das Gesamthandsverm&ouml;gen der Gesellschaft, sondern auch das Sonderbetriebsverm&ouml;gen der Gesellschafter (Beschluss des Gro&szlig;en Senats des BFH vom 3.&nbsp;Mai 1993 GrS&nbsp;3\/92, BFHE 171, 246, BStBl II 1993, 616; BFH-Urteile vom 12.&nbsp;Februar 2014 IV&nbsp;R&nbsp;22\/10, BFHE 244, 560, BStBl II 2014, 621, und vom 12.&nbsp;Oktober 2016 I&nbsp;R&nbsp;93\/12, BFH\/NV 2017, 586). Folglich ist es im Bereich des Investitionsabzugs f&uuml;r die Pr&uuml;fung, ob eine vorgenommene Investition derjenigen entspricht, f&uuml;r die der Abzugsbetrag in Anspruch genommen wurde, ohne Bedeutung, ob im Bereich des Gesamthands- oder des Sonderbetriebsverm&ouml;gens investiert wurde (Bugge, in: Kirchhof\/ S&ouml;hn\/Mellinghoff, EStG, &sect;&nbsp;7g Rz&nbsp;G&nbsp;10; Schmidt\/Kulosa, a.a.O., &sect;&nbsp;7g Rz&nbsp;26; Bl&uuml;mich\/Brandis, &sect;&nbsp;7g a.F. EStG Rz&nbsp;95; HHR\/Meyer, &sect;&nbsp;7g EStG Rz&nbsp;38, 65&nbsp;f., 100; Kratzsch in Frotscher, a.a.O., &sect;&nbsp;7g Rz&nbsp;96; Bartone in Korn, &sect;&nbsp;7g EStG Rz&nbsp;138; Handzik in Littmann\/Bitz\/Pust, a.a.O., &sect;&nbsp;7g Rz&nbsp;22; Meyer\/Ball, FR 2009, 641, 643, sowie FG M&uuml;nster, Urteil vom 28.&nbsp;Juni 2017&nbsp;&nbsp;6&nbsp;K&nbsp;3183\/14&nbsp;F, EFG 2017, 1594; anderer Ansicht Landesamt f&uuml;r Steuern Rheinland-Pfalz vom 25.&nbsp;September 2017, juris, Tz&nbsp;8.3).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>&sect;&nbsp;7g Abs.&nbsp;1 EStG verlangt nur, dass die Personengesellschaft ein abnutzbares bewegliches Wirtschaftsgut des Anlageverm&ouml;gens k&uuml;nftig anschafft oder herstellt. An keiner Stelle des &sect;&nbsp;7g EStG wird sie jedoch dazu verpflichtet, bereits bei Antragstellung festzulegen, ob die Investition von der Gesamthand oder einem Gesellschafter finanziert werden wird. Dem Wortlaut des &sect;&nbsp;7g Abs.&nbsp;1 i.V.m. Abs.&nbsp;7 EStG ist daher auch dann gen&uuml;gt, wenn das Wirtschaftsgut entgegen dem urspr&uuml;nglichen Antrag der Personengesellschaft nicht im Gesamthandsverm&ouml;gen angeschafft, sondern von einem Gesellschafter in dessen Sonderbetriebsverm&ouml;gen erworben wird. Das Anlageverm&ouml;gen der Gesellschaft umfasst in steuerlicher Hinsicht auch das Sonderbetriebsverm&ouml;gen der Gesellschafter (Mitunternehmer). Dementsprechend erstreckt sich die Gewinnermittlung der Mitunternehmerschaft auch auf die (positiven und negativen) Wirtschaftsg&uuml;ter des Sonderbetriebsverm&ouml;gens sowie die Sonderbetriebseinnahmen und -ausgaben (Beschluss des Gro&szlig;en Senats des BFH in BFHE 171, 246, BStBl II 1993, 616; BFH-Urteile in BFHE 244, 560, BStBl II 2014, 621, Rz 22; vom 12.&nbsp;Oktober 2016 I&nbsp;R&nbsp;92\/12, BFHE 256, 32, Rz&nbsp;11&nbsp;f.). Deshalb ist &sect;&nbsp;7g Abs.&nbsp;2 EStG bei einer Personengesellschaft unabh&auml;ngig davon anzuwenden, in welchem Verm&ouml;gensbereich die Investition vorgenommen wird.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) F&uuml;r diese Sicht spricht neben dem Wortlaut der Vorschrift, dass &sect;&nbsp;7g EStG &#8211;anders als etwa &sect;&nbsp;6b EStG&#8211; eine betriebs- und keine personenbezogene F&ouml;rderung enth&auml;lt (z.B. BFH-Urteile vom 13.&nbsp;Juli 2016 VIII&nbsp;R&nbsp;56\/13, BFHE 254, 398, BStBl II 2016, 936, m.w.N.; vom 19.&nbsp;M&auml;rz 2014 X&nbsp;R&nbsp;46\/11, BFHE 245, 36, BStBl II 2017, 291, Rz&nbsp;19, m.w.N.; BTDrucks 12\/4487, 33). Dies hat der BFH sowohl f&uuml;r die Verbleibens- und Nutzungsvoraussetzungen (BFH-Urteil in BFHE 245, 36, BStBl II 2017, 291) als auch f&uuml;r die Gr&ouml;&szlig;enmerkmale des &sect;&nbsp;7g Abs.&nbsp;1 EStG (BFH-Urteile in BFHE 238, 135, Rz&nbsp;49; vom 3.&nbsp;August 2017 IV&nbsp;R&nbsp;12\/14, BFHE 259, 104, BStBl II 2018, 20, Rz&nbsp;13) entschieden. Auch insoweit ist bei Personengesellschaften neben dem Gesamthandsverm&ouml;gen das Sonderbetriebsverm&ouml;gen zu erfassen. Dann ist es aber auch gerechtfertigt, insgesamt auf den einkommensteuerrechtlichen Betrieb der Personengesellschaften abzustellen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Der Sinn und Zweck der Vorschrift steht dieser Auslegung nicht entgegen. Dieser besteht in der Verbesserung der Liquidit&auml;t und der Eigenkapitalausstattung kleinerer und mittlerer Betriebe. Deren Investitions- und Innovationskraft soll dadurch gest&auml;rkt werden, dass Abschreibungspotenzial in ein Wirtschaftsjahr vor Anschaffung oder Herstellung eines beg&uuml;nstigten Wirtschaftsguts verlagert wird (Beschluss des Gro&szlig;en Senats des BFH vom 14.&nbsp;April 2015 GrS&nbsp;2\/12, BFHE 250, 338, BStBl II 2015, 1007; vgl. BTDrucks 10\/336, 13, 25&nbsp;f.; BTDrucks 11\/257, 8&nbsp;f.; BTDrucks 11\/285, 45; BTDrucks 12\/4158, 33; BTDrucks 12\/4487, 33; BTDrucks 16\/4841, 51&nbsp;f., sowie BTDrucks 18\/4902, 42). Dieses Ziel wird auch erreicht, wenn ein Gesellschafter die Investition allein finanziert und das Wirtschaftsgut daher zu seinem Sonderbetriebsverm&ouml;gen geh&ouml;rt. Denn das durch den Investitionsabzugsbetrag beg&uuml;nstigte Wirtschaftsgut wird tats&auml;chlich angeschafft und dient dem (einheitlichen) Betrieb der Gesellschaft.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zwar kommt der Liquidit&auml;tsvorteil bei Abzug des Investitionsabzugsbetrags vom Gesamthandsgewinn &#8211;wie im Streitfall&#8211; zun&auml;chst allen Gesellschaftern entsprechend ihrer Beteiligungsquote und damit auch denen zugute, die keine Anschaffungskosten getragen haben. Zumindest anteilig wird aber auch der Gesellschafter, der sp&auml;ter in seinem Sonderbetriebsverm&ouml;gen tats&auml;chlich investiert, beg&uuml;nstigt. Die Gegenauffassung des FA w&uuml;rde diesem Gesellschafter hingegen den Liquidit&auml;tsvorteil trotz durchgef&uuml;hrter Investition vollst&auml;ndig versagen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>dd) Auch rechtfertigt die Zugeh&ouml;rigkeit eines Wirtschaftsguts zum Sonderbetriebsverm&ouml;gen statt zum Gesamthandsverm&ouml;gen (und umgekehrt) allein nicht den Schluss, dass es sich bei dem tats&auml;chlich angeschafften Wirtschaftsgut nicht um das im Antrag benannte &quot;beg&uuml;nstigte Wirtschaftsgut&quot; i.S. des &sect;&nbsp;7g Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 Nr.&nbsp;3 EStG handelt. Denn die Zugeh&ouml;rigkeit zum Sonderbetriebsverm&ouml;gen beeinflusst die Funktion des Wirtschaftsguts innerhalb des Betriebs nicht. Dementsprechend wird der betriebliche Funktionszusammenhang nicht gel&ouml;st, wenn das Wirtschaftsgut z.B. vom Gesamthandsverm&ouml;gen in das Sonderbetriebsverm&ouml;gen &uuml;berf&uuml;hrt wird und umgekehrt, sodass dieser Vorgang auch nicht als Entnahme i.S. des &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 EStG und daher auch nicht als sch&auml;dliche Verwendung i.S. des &sect;&nbsp;7g Abs.&nbsp;4 EStG angesehen werden kann (BFH-Urteil vom 19.&nbsp;September 2012 IV&nbsp;R&nbsp;11\/12, BFHE 239, 76, Rz&nbsp;14, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>ee) Schlie&szlig;lich &uuml;berzeugt auch der Hinweis des FA auf &sect;&nbsp;6b EStG i.d.F. des Steuerentlastungsgesetzes 1999\/2000\/2002 vom 24.&nbsp;M&auml;rz 1999 (BGBl I 1999, 402) und das BFH-Urteil vom 9.&nbsp;Februar 2006 IV&nbsp;R&nbsp;23\/04 (BFHE 212, 259, BStBl II 2006, 538) nicht. Denn der BFH hat in dem vorgenannten Urteil &uuml;ber die Frage entschieden, ob stille Reserven, die infolge der Ver&auml;u&szlig;erung eines zum Sonderbetriebsverm&ouml;gen eines Gesellschafters geh&ouml;renden Wirtschaftsguts aufgedeckt wurden, auf Reinvestitionen im Gesamthandsverm&ouml;gen einer Schwestergesellschaft &uuml;bertragen werden k&ouml;nnen. Eine solche Fragestellung steht jedoch vorliegend nicht in Streit.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Die von der Kl&auml;gerin in Anspruch genommenen Investitionsabzugsbetr&auml;ge sind auch nicht deshalb r&uuml;ckg&auml;ngig zu machen, weil sie dem Sonderbetriebsverm&ouml;gen des investierenden Gesellschafters gewinnerh&ouml;hend hinzugerechnet wurden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Investitionsabzugsbetrag ist insoweit nicht korrespondierend zu seiner Inanspruchnahme hinzuzurechnen (&sect;&nbsp;7g Abs.&nbsp;2 EStG). Er ist vielmehr in dem Verm&ouml;gensbereich der Gesellschaft anzusetzen, in den investiert wurde (Reddig, EFG 2016, 1082; anderer Ansicht Kratzsch in Frotscher, a.a.O., &sect;&nbsp;7g Rz&nbsp;60b; HHR\/Meyer, &sect;&nbsp;7g EStG Rz&nbsp;65&nbsp;f.; Bugge, in: Kirchhof\/ S&ouml;hn\/Mellinghoff, EStG, &sect;&nbsp;7g Rz&nbsp;G&nbsp;10; FG M&uuml;nster, Urteil in EFG 2017, 1594). Denn nur dort k&ouml;nnen die Herabsetzung der Anschaffungskosten (&sect;&nbsp;7g Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 EStG) sowie die Sonderabschreibung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;7g Abs.&nbsp;5 EStG vorgenommen werden (Reddig, EFG 2016, 1082), sodass Hinzurechnung und Minderung der Anschaffungs- und Herstellungskosten &quot;gleich&quot; laufen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Hierf&uuml;r spricht der Wortlaut von &sect;&nbsp;7g Abs.&nbsp;2 S&auml;tze&nbsp;1 und 2 EStG. Nach &sect;&nbsp;7g Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 EStG hat der Steuerpflichtige im Wirtschaftsjahr der Anschaffung des beg&uuml;nstigen Wirtschaftsguts zwingend eine gewinnerh&ouml;hende Hinzurechnung des f&uuml;r dieses Wirtschaftsgut in Anspruch genommenen Investitionsabzugsbetrags in H&ouml;he von 40&nbsp;% der Anschaffungskosten vorzunehmen. Zwar steht es ihm nach &sect;&nbsp;7g Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 EStG frei, die Anschaffungskosten des Wirtschaftsguts gewinnmindernd zu reduzieren. Gleichwohl ist die nach &sect;&nbsp;7g Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 EStG vorzunehmende Hinzurechnung zwingende Folge der Investition und nicht lediglich als actus contrarius zur Bildung des Investitionsabzugsbetrags nach &sect;&nbsp;7g Abs.&nbsp;1 EStG anzusehen (anderer Ansicht FG M&uuml;nster, Urteil in EFG 2017, 1594). &sect;&nbsp;7g Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 EStG verweist wegen der Minderung der Anschaffungs- und Herstellungskosten auf &sect;&nbsp;7g Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 EStG und l&auml;sst diese nur insoweit zu, als die Hinzurechnung erfolgt ist. Der Gesetzgeber ging daher offenbar davon aus, dass die au&szlig;erbilanzielle Hinzurechnung und die Minderung der Anschaffungs- und Herstellungskosten miteinander verkn&uuml;pft sind. Das spricht daf&uuml;r, sie auch im n&auml;mlichen Verm&ouml;gensbereich wirksam werden zu lassen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>e) Aus denselben Erw&auml;gungen ist eine quotale &#8211;nach dem Umfang der Beteiligung des investierenden Gesellschafters bemessene&#8211; R&uuml;ckg&auml;ngigmachung des Investitionsabzugsbetrags nach &sect;&nbsp;7g Abs.&nbsp;3 EStG nicht m&ouml;glich (anderer Ansicht Meyer\/Ball, FR 2009, 641, 643; Handzik in Littmann\/Bitz\/Pust, a.a.O., &sect;&nbsp;7g Rz&nbsp;22). Zudem kommt auch eine Investition im Sonderbetriebsverm&ouml;gen dem Betrieb der Gesellschaft in vollem Umfang und nicht nur teilweise in H&ouml;he der Beteiligungsquote des investierenden Gesellschafters zugute. Deshalb ist in F&auml;llen wie dem vorliegenden der Liquidit&auml;tsvorteil der Gesellschaft ungeschm&auml;lert zu belassen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Nach alledem hat das FG zu Recht entschieden, dass die von der Kl&auml;gerin im Wirtschaftsjahr 2007\/2008 gebildeten Investitionsabzugsbetr&auml;ge nicht nach &sect;&nbsp;7g Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 EStG gewinnerh&ouml;hend r&uuml;ckg&auml;ngig zu machen sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Die Kostenentscheidung folgt aus &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 15.11.2017, VI R 44\/16ECLI:DE:BFH:2017:B.151117.VIR44.16.0 Kein R&uuml;ckg&auml;ngigmachen eines zu Lasten des Gesamthandsverm&ouml;gens einer Personengesellschaft gebildeten Investitionsabzugsbetrags bei sp&auml;terer Investition im Sonderbetriebsverm&ouml;gen Leits&auml;tze 1. Eine beg&uuml;nstigte Investition i.S. des &sect; 7g EStG liegt auch dann vor, wenn bei einer Personengesellschaft der Investitionsabzugsbetrag vom Gesamthandsgewinn abgezogen wurde und die geplante Investition sp&auml;ter (innerhalb des dreij&auml;hrigen &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/vi-r-44-16-kein-rueckgaengigmachen-eines-zu-lasten-des-gesamthandsvermoegens-einer-personengesellschaft-gebildeten-investitionsabzugsbetrags-bei-spaeterer-investition-im-sonderbetriebsvermoegen\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">VI&nbsp;R&nbsp;44\/16 &#8211; Kein R&uuml;ckg&auml;ngigmachen eines zu Lasten des Gesamthandsverm&ouml;gens einer Personengesellschaft gebildeten Investitionsabzugsbetrags bei sp&auml;terer Investition im Sonderbetriebsverm&ouml;gen<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-69070","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/69070","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=69070"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/69070\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=69070"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=69070"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=69070"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}