{"id":69079,"date":"2018-02-23T12:44:35","date_gmt":"2018-02-23T10:44:35","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=69079"},"modified":"2018-02-23T12:44:35","modified_gmt":"2018-02-23T10:44:35","slug":"xi-b-81-17-zurechnung-der-umsaetze-einer-gaststaette-in-strohmann-faellen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/xi-b-81-17-zurechnung-der-umsaetze-einer-gaststaette-in-strohmann-faellen\/","title":{"rendered":"XI&nbsp;B&nbsp;81\/17 &#8211; Zurechnung der Ums&auml;tze einer Gastst&auml;tte in Strohmann-F&auml;llen"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 2.1.2018, XI B 81\/17<br \/>ECLI:DE:BFH:2018:B.020118.XIB81.17.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Zurechnung der Ums&auml;tze einer Gastst&auml;tte in Strohmann-F&auml;llen<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>NV: Durch die Rechtsprechung des BFH ist gekl&auml;rt, dass Ums&auml;tze einer Gastst&auml;tte grunds&auml;tzlich demjenigen zuzurechnen sind, der Inhaber der Gastst&auml;ttenerlaubnis ist und gegen&uuml;ber dem FA als Inhaber auftritt. Daran hat die Abschaffung des &sect; 15a GewO nichts ge&auml;ndert.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Die Beschwerde der Kl&auml;gerin wegen Nichtzulassung der Revision gegen das Urteil des Finanzgerichts M&uuml;nchen vom 20. Juli 2017&nbsp;&nbsp;14 K 3382\/14 wird als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des Beschwerdeverfahrens hat die Kl&auml;gerin zu tragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">I.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Beteiligten streiten dar&uuml;ber, wem in den Streitjahren (2004 bis 2010) die Ums&auml;tze eines Restaurants (X) in M zuzurechnen sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Sohn der Kl&auml;gerin und Beschwerdef&uuml;hrerin (Kl&auml;gerin), Herr &#8230; (A), f&uuml;hrte bis zur Untersagung durch die Stadt M am 8.&nbsp;Januar 2001 das Restaurant X.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Anschlie&szlig;end meldete die Kl&auml;gerin zum 16.&nbsp;Mai 2001 ein Gewerbe zum Betrieb einer Schank- und Speisewirtschaft an. Die Stadt M erteilte ihr mit Bescheid vom 13.&nbsp;Juli 2001 die gastst&auml;ttenrechtliche Erlaubnis.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In der Folgezeit pachtete weiter Herr A das Restaurant von der Verp&auml;chterin, einer Brauerei. In einer Zusatzvereinbarung aus dem Jahr 2002 wurde vereinbart, dass A das Restaurant an die Kl&auml;gerin unterverpachten d&uuml;rfe und f&uuml;r s&auml;mtliche Leistungen der Verp&auml;chterin an die Kl&auml;gerin hafte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit der Kl&auml;gerin schloss A am 4.&nbsp;April 2001 einen Unterpachtvertrag.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die vorliegenden Eingangsrechnungen der Gastst&auml;tte lauten teilweise auf den Namen der Gastst&auml;tte, teilweise auf die Kl&auml;gerin und teilweise auf A.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Umsatzsteuererkl&auml;rungen f&uuml;r die Jahre 2004 bis 2007 wurden unter dem Namen der Kl&auml;gerin abgegeben. Die auf den Namen der Kl&auml;gerin lautende Umsatzsteuererkl&auml;rung f&uuml;r das Jahr 2008 ist nicht unterschrieben. Die Umsatzsteuerbescheide f&uuml;r die Jahre 2004, 2006, 2007 und 2008 waren an die Kl&auml;gerin pers&ouml;nlich gerichtet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit Schreiben vom 17.&nbsp;November 2010 k&uuml;ndigte die Verp&auml;chterin A das Pachtverh&auml;ltnis au&szlig;erordentlich. Im Dezember 2010 schloss die Gastst&auml;tte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Beklagte und Beschwerdegegner (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) erlie&szlig; nach Durchf&uuml;hrung einer Au&szlig;enpr&uuml;fung gegen&uuml;ber der Kl&auml;gerin Umsatzsteuerbescheide f&uuml;r die Jahre 2004 bis 2010. Die Einspr&uuml;che der Kl&auml;gerin, mit denen sie u.a. geltend machte, sie als nominelle Inhaberin der Gastst&auml;tte sei lediglich als Strohfrau des A aufgetreten, blieben erfolglos (Einspruchsentscheidung vom 16.&nbsp;Mai 2014).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Finanzgericht (FG) gab der Klage teilweise statt, wies sie im &Uuml;brigen ab und lie&szlig; die Revision nicht zu.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Es nahm an, der Kl&auml;gerin seien die Ums&auml;tze aus dem Betrieb der Gastst&auml;tte zuzurechnen. Bei unternehmensbezogenen Rechtsgesch&auml;ften gehe der Wille der Beteiligten im Zweifel dahin, dass der Inhaber des Unternehmens, in dessen T&auml;tigkeitsbereich das rechtsgesch&auml;ftliche Handeln falle, und nicht der f&uuml;r das Unternehmen Handelnde der Vertragspartner des Kunden werden solle. Nach diesen Grunds&auml;tzen seien der Kl&auml;gerin die Ums&auml;tze aus dem Betrieb der Gastst&auml;tte zuzurechnen, da sie Inhaberin der Gastst&auml;tte gewesen sei und die gastst&auml;ttenrechtliche Genehmigung auf sie gelautet habe. Die Kl&auml;gerin habe sich selbst als nominelle Inhaberin bezeichnet. Sie habe auch die an sie gerichteten Umsatzsteuerbescheide f&uuml;r die Jahre 2004 vom 8.&nbsp;Juni 2006, 2006 vom 10.&nbsp;Juli 2008, 2007 vom 30.&nbsp;M&auml;rz 2009 und 2008 vom 2.&nbsp;Juni 2010 nicht mit dem Argument angegriffen, sie sei gar keine Unternehmerin.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG ging weiter davon aus, dass das FA dem Grunde nach zur Sch&auml;tzung berechtigt gewesen sei. Allerdings sei die H&ouml;he der Sch&auml;tzung insoweit zugunsten der Kl&auml;gerin zu verringern, als ein angenommener Unsicherheitsabschlag von 10&nbsp;% auf die gesamten kalkulierten Ums&auml;tze anzuwenden sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit ihrer Beschwerde wegen Nichtzulassung der Revision bringt die Kl&auml;gerin vor, die Revision sei zur Fortbildung des Rechts und wegen grunds&auml;tzlicher Bedeutung der Rechtssache zuzulassen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">II.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Beschwerde ist &#8211;bei Zweifeln an ihrer Zul&auml;ssigkeit&#8211; jedenfalls unbegr&uuml;ndet. Die von der Kl&auml;gerin f&uuml;r kl&auml;rungsbed&uuml;rftig gehaltene Frage, nach welchen Grunds&auml;tzen in der Sachverhaltskonstellation des &quot;passiven Strohmanns&quot; zu ermitteln ist, wer leistender Unternehmer ist, ist gekl&auml;rt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Grunds&auml;tzliche Bedeutung i.S. des &sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 der Finanzgerichtsordnung (FGO) kommt einer Rechtssache zu, wenn die f&uuml;r die Beurteilung des Streitfalls ma&szlig;gebliche Rechtsfrage das (abstrakte) Interesse der Allgemeinheit an der einheitlichen Entwicklung und Handhabung des Rechts ber&uuml;hrt. Au&szlig;erdem muss die Rechtsfrage kl&auml;rungsbed&uuml;rftig und in einem k&uuml;nftigen Revisionsverfahren kl&auml;rbar sein (vgl. z.B. Beschl&uuml;sse des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 18.&nbsp;Juli 2014 XI&nbsp;B&nbsp;37\/14, BFH\/NV 2014, 1779, Rz&nbsp;9; vom 29.&nbsp;August 2017 XI&nbsp;B&nbsp;57\/17, BFH\/NV 2018, 22, Rz&nbsp;11).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Das Erfordernis einer Entscheidung des BFH zur Fortbildung des Rechts (&sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 Alternative&nbsp;1 FGO) ist ein Unterfall des Zulassungsgrunds der grunds&auml;tzlichen Bedeutung (vgl. BFH-Beschluss vom 24.&nbsp;Juli 2017 XI&nbsp;B&nbsp;37\/17, BFH\/NV 2017, 1635, Rz&nbsp;16). Die Revision ist zur Fortbildung des Rechts zuzulassen, wenn davon auszugehen ist, dass im Einzelfall Veranlassung besteht, Grunds&auml;tze und Leitlinien f&uuml;r die Auslegung von Gesetzesbestimmungen des materiellen Rechts oder des Verfahrensrechts aufzustellen oder Gesetzesl&uuml;cken rechtssch&ouml;pferisch auszuf&uuml;llen (z.B. BFH-Beschluss vom 24.&nbsp;Juni 2014 XI&nbsp;B&nbsp;45\/13, BFH\/NV 2014, 1584, Rz&nbsp;35, m.w.N.). Auch dieser Zulassungsgrund setzt eine kl&auml;rungsbed&uuml;rftige und kl&auml;rbare Rechtsfrage voraus (BFH-Beschluss vom 24.&nbsp;Juli 2017 XI&nbsp;B&nbsp;25\/17, BFH\/NV 2017, 1591, Rz&nbsp;25).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Ausgehend davon ist die Revision weder zur Fortbildung des Rechts noch wegen grunds&auml;tzlicher Bedeutung der Rechtssache zuzulassen. Die umsatzsteuerrechtliche Zurechnung von &quot;Strohmann&quot;- bzw. &quot;Strohfrau&quot;-Gesch&auml;ften ist durch die Rechtsprechung des BFH hinreichend gekl&auml;rt (vgl. BFH-Beschl&uuml;sse vom 17.&nbsp;Februar 1994 XI&nbsp;B&nbsp;96\/93, BFH\/NV 1995, 352, Rz&nbsp;9; vom 9.&nbsp;Oktober 2003 V&nbsp;B&nbsp;12\/02, BFH\/NV 2004, 97, unter II.2., Rz&nbsp;20; vom 17.&nbsp;Oktober 2003 V&nbsp;B&nbsp;111\/02, BFH\/NV 2004, 235; vom 23.&nbsp;August 2005 V&nbsp;B&nbsp;101\/05, BFH\/NV 2006, 377). Dies gilt auch f&uuml;r die von der Kl&auml;gerin aufgeworfene Rechtsfrage.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Wer bei einem Umsatz als Leistender anzusehen ist, ergibt sich nach der st&auml;ndigen Rechtsprechung des BFH (vgl. BFH-Urteil vom 12.&nbsp;Mai 2011 V&nbsp;R&nbsp;25\/10, BFH\/NV 2011, 1541, Rz&nbsp;16&nbsp;f., m.w.N.) regelm&auml;&szlig;ig aus den abgeschlossenen zivilrechtlichen Vereinbarungen. Leistender ist in der Regel derjenige, der die Lieferungen oder sonstigen Leistungen im eigenen Namen gegen&uuml;ber einem anderen selbst ausf&uuml;hrt oder durch einen Beauftragten ausf&uuml;hren l&auml;sst. Ob eine Leistung dem Handelnden oder einem anderen zuzurechnen ist, h&auml;ngt deshalb grunds&auml;tzlich davon ab, ob der Handelnde gegen&uuml;ber dem Leistungsempf&auml;nger im eigenen Namen oder berechtigterweise im Namen eines anderen bei der Ausf&uuml;hrung entgeltlicher Leistungen aufgetreten ist (vgl. BFH-Urteil vom 26.&nbsp;Juni 2003 V&nbsp;R&nbsp;22\/02, BFH\/NV 2004, 233, unter II.1.b&nbsp;aa, Rz&nbsp;20; BFH-Beschluss vom 31.&nbsp;Januar 2002 V&nbsp;B&nbsp;108\/01, BFHE 198, 208, BStBl II 2004, 622, unter II.4., Rz&nbsp;19&nbsp;ff.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Dar&uuml;ber hinaus ist aber, was die Kl&auml;gerin nicht hinreichend ber&uuml;cksichtigt hat, durch die st&auml;ndige Rechtsprechung des BFH (vgl. BFH-Beschl&uuml;sse vom 29.&nbsp;Juni 1990 V&nbsp;B&nbsp;29\/90, BFH\/NV 1993, 55, juris, Rz&nbsp;12; vom 30.&nbsp;Juli 1990 V&nbsp;B&nbsp;48\/90, BFH\/NV 1991, 62, Rz&nbsp;9; vom 25.&nbsp;Juni 1999 V&nbsp;B&nbsp;107\/98, BFH\/NV 1999, 1649, unter II.2., Rz&nbsp;8; vom 20.&nbsp;Februar 2001 V&nbsp;B&nbsp;191\/00, BFH\/NV 2001, 1152, unter II., Rz&nbsp;10; vom 30.&nbsp;Mai 2007 V&nbsp;B&nbsp;186\/06, BFH\/NV 2007, 1934, unter II.2., Rz&nbsp;12; BFH-Urteil vom 22.&nbsp;September 2005 V&nbsp;R&nbsp;52\/01, BFHE 211, 562, BStBl II 2006, 278, unter II.1., Rz&nbsp;10) gekl&auml;rt, dass in F&auml;llen, in denen eine Person ein Gewerbe angemeldet hat oder Inhaber einer Konzession ist, diese Person grunds&auml;tzlich als Unternehmer anzusehen ist, weil zu den ma&szlig;geblichen Indizien u.a. das Auftreten nach au&szlig;en &#8211;auch das Auftreten gegen&uuml;ber den Beh&ouml;rden und dem FA&#8211; geh&ouml;rt. Das FG hat deshalb zu Recht angenommen, dass die Ums&auml;tze einer Gastst&auml;tte grunds&auml;tzlich demjenigen zuzurechnen sind, der nach &sect;&nbsp;2 des Gastst&auml;ttengesetzes (GastG) die Gastst&auml;ttenerlaubnis erhalten hat (vgl. BFH-Beschl&uuml;sse in BFH\/NV 1993, 55, juris, Rz&nbsp;12; vom 20.&nbsp;Februar 2004 V&nbsp;B&nbsp;152\/03, BFH\/NV 2004, 833, unter II.2., Rz&nbsp;8). Die Abschaffung des &sect;&nbsp;15a der Gewerbeordnung (GewO) hat daran nichts ge&auml;ndert, da diese Rechtsprechung allgemein gilt (vgl. BFH-Beschluss in BFH\/NV 2007, 1934, unter II.2., Rz&nbsp;12).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Erg&auml;nzend weist der Senat darauf hin, dass auch nach der &quot;Laden-Rechtsprechung&quot; des BFH (vgl. BFH-Urteile vom 7.&nbsp;Juni 1962 V&nbsp;214\/59&nbsp;U, BFHE 75, 262, BStBl III 1962, 361, Rz&nbsp;5; vom 13.&nbsp;Dezember 1963 V&nbsp;74\/61, H&ouml;chstrichterliche Finanzrechtsprechung 1964, 400; vom 9.&nbsp;April 1970 V&nbsp;R&nbsp;80\/66, BFHE 98, 564, BStBl II 1970, 506, Rz&nbsp;9; vom 16.&nbsp;M&auml;rz 2000 V&nbsp;R&nbsp;44\/99, BFHE 191, 97, BStBl II 2000, 361, unter II.1.b, Rz&nbsp;15; vom 15.&nbsp;Mai 2012 XI&nbsp;R&nbsp;16\/10, BFHE 238, 460, BStBl II 2013, 49, Rz&nbsp;25) ein Kunde, der in einem Laden Waren des t&auml;glichen Bedarfs kauft oder sonstige Leistungen bezieht, grunds&auml;tzlich mit dem Ladeninhaber in Gesch&auml;ftsbeziehungen treten will. So verh&auml;lt es sich auch beim Betreten einer Gastst&auml;tte. Inhaber der Gastst&auml;tte war nach den Feststellungen des FG im Streitfall die Kl&auml;gerin als Inhaberin der Gastst&auml;ttenerlaubnis.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Von einer weiteren Begr&uuml;ndung sieht der Senat gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;2 FGO ab.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 2.1.2018, XI B 81\/17ECLI:DE:BFH:2018:B.020118.XIB81.17.0 Zurechnung der Ums&auml;tze einer Gastst&auml;tte in Strohmann-F&auml;llen Leits&auml;tze NV: Durch die Rechtsprechung des BFH ist gekl&auml;rt, dass Ums&auml;tze einer Gastst&auml;tte grunds&auml;tzlich demjenigen zuzurechnen sind, der Inhaber der Gastst&auml;ttenerlaubnis ist und gegen&uuml;ber dem FA als Inhaber auftritt. Daran hat die Abschaffung des &sect; 15a GewO nichts ge&auml;ndert. 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