{"id":69119,"date":"2018-03-12T17:04:39","date_gmt":"2018-03-12T15:04:39","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=69119"},"modified":"2018-03-12T17:04:39","modified_gmt":"2018-03-12T15:04:39","slug":"vii-r-1-16-aufrechnung-mit-als-masseverbindlichkeiten-entstandenen-steuerschulden-nach-abschluss-des-insolvenzverfahrens","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/vii-r-1-16-aufrechnung-mit-als-masseverbindlichkeiten-entstandenen-steuerschulden-nach-abschluss-des-insolvenzverfahrens\/","title":{"rendered":"VII&nbsp;R&nbsp;1\/16 &#8211; Aufrechnung mit als Masseverbindlichkeiten entstandenen Steuerschulden nach Abschluss des Insolvenzverfahrens"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 28.11.2017, VII R 1\/16<br \/>ECLI:DE:BFH:2017:U.281117.VIIR1.16.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Aufrechnung mit als Masseverbindlichkeiten entstandenen Steuerschulden nach Abschluss des Insolvenzverfahrens<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>1. Masseverbindlichkeiten werden von einer Restschuldbefreiung nicht erfasst.<\/p>\n<\/p>\n<p>2. Steuerschulden, die als Masseverbindlichkeiten entstanden sind, k&ouml;nnen nach Abschluss des Insolvenzverfahrens mit Erstattungsanspr&uuml;chen des ehemaligen Insolvenzschuldners verrechnet werden. Der Verrechnung stehen eine dem Insolvenzverfahren immanente sog. Haftungsbeschr&auml;nkung bzw. eine Einrede der beschr&auml;nkten Haftung des Insolvenzschuldners nicht entgegen.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Auf die Revision des Finanzamts wird das Urteil des S&auml;chsischen Finanzgerichts vom 9. Dezember 2015&nbsp;&nbsp;8 K 1112\/15 aufgehoben.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Klage wird abgewiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des gesamten Verfahrens hat der Kl&auml;ger zu tragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">I.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>&Uuml;ber das Verm&ouml;gen des Kl&auml;gers und Revisionsbeklagten (Kl&auml;ger) wurde am 15.&nbsp;M&auml;rz 2007 das Insolvenzverfahren er&ouml;ffnet. F&uuml;r das Jahr 2008 entstand aufgrund der Verwertung von Insolvenzmasse durch den Insolvenzverwalter Einkommensteuer, die aus der Masse nicht bezahlt wurde.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Am 20.&nbsp;M&auml;rz 2012 zeigte der Insolvenzverwalter Masseunzul&auml;nglichkeit an. Am 15.&nbsp;Juli 2013 wurde das Insolvenzverfahren eingestellt; dem Kl&auml;ger wurde Restschuldbefreiung erteilt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit Bescheid vom 27.&nbsp;M&auml;rz 2015 setzte der Beklagte und Revisionskl&auml;ger (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) Einkommensteuer f&uuml;r 2013 fest. Aufgrund von Vorauszahlungen und einbehaltener Lohnsteuer f&uuml;hrte die Festsetzung zu einem Erstattungsanspruch des Kl&auml;gers. Diesen verrechnete das FA mit der noch offenen Forderung aus Einkommensteuer 2008 und erlie&szlig; am 31.&nbsp;M&auml;rz 2015 einen entsprechenden Abrechnungsbescheid.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Den Einspruch des Kl&auml;gers wies das FA als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ck.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die dagegen gerichtete Klage hatte Erfolg. Das Finanzgericht (FG) entschied, der Aufrechnung stehe &sect;&nbsp;390 des B&uuml;rgerlichen Gesetzbuchs (BGB) i.V.m. &sect;&nbsp;226 Abs.&nbsp;1 der Abgabenordnung (AO) entgegen; denn die Forderung aus Einkommensteuer 2008 sei als Masseforderung wegen der beschr&auml;nkten Haftung des Insolvenzschuldners einredebehaftet. Das Verf&uuml;gungsrecht des Insolvenzverwalters sei auf die zur Insolvenzmasse geh&ouml;renden Gegenst&auml;nde beschr&auml;nkt; der Insolvenzverwalter k&ouml;nne nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (BGH) den Insolvenzschuldner im Hinblick auf dessen insolvenzfreies Verm&ouml;gen nicht verpflichten (BGH-Teilurteil vom 24.&nbsp;September 2009 IX&nbsp;ZR&nbsp;234\/07, Neue Juristische Wochenschrift &#8211;NJW&#8211; 2010, 69). Dementsprechend gehe auch der Bundesfinanzhof (BFH) von einer nur beschr&auml;nkten Haftung des Insolvenzschuldners f&uuml;r Masseverbindlichkeiten aus (BFH-Urteil vom 26.&nbsp;Mai 2013 IV&nbsp;R&nbsp;23\/11, BFHE 241, 233, BStBl II 2013, 759). Der Abrechnungsbescheid sei daher in der vom Kl&auml;ger beantragten H&ouml;he aufzuheben. Das Urteil ist in Entscheidungen der Finanzgerichte (EFG) 2016, 785 ver&ouml;ffentlicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit seiner Revision tr&auml;gt das FA im Wesentlichen vor, f&uuml;r die Auffassung des FG, der als Masseforderung entstandenen Steuerforderung stehe eine Einrede entgegen, gebe es keine gesetzliche Grundlage. &sect;&nbsp;80 der Insolvenzordnung (InsO) entfalte Wirkung nur f&uuml;r das laufende Insolvenzverfahren; nach dessen Beendigung sei die Unterscheidung zwischen Masse und insolvenzfreiem Verm&ouml;gen obsolet. Folgte man der Auffassung des FG, k&ouml;nnte die nicht beglichene Masseforderung weder beim Steuerschuldner noch, da &sect;&nbsp;61 InsO nach der BGH-Rechtsprechung (BGH-Beschluss vom 14.&nbsp;Oktober 2010 IX&nbsp;ZB&nbsp;224\/08, Zeitschrift f&uuml;r Wirtschaftsrecht &#8211;ZIP&#8211; 2010, 2252) bei Steuerforderungen nicht eingreife, beim Insolvenzverwalter erhoben werden. Faktisch f&uuml;hre dies zu einem Erlass der nach Beendigung des Insolvenzverfahrens noch offenen Masseverbindlichkeiten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger erwidert, der Grundsatz, dass der Schuldner f&uuml;r Masseverbindlichkeiten ausschlie&szlig;lich mit der Insolvenzmasse hafte, gelte auch f&uuml;r die Zeit nach Aufhebung des Insolvenzverfahrens. Schon der BGH habe in st&auml;ndiger Rechtsprechung seit dem Jahr 1954 zur damals geltenden Konkursordnung entschieden, dass ein Konkursverwalter nur die Rechtsmacht habe, Masseverbindlichkeiten zu begr&uuml;nden, nicht hingegen die Befugnis, den Schuldner pers&ouml;nlich mit seinem insolvenzfreien Verm&ouml;gen zu verpflichten. Das entspreche auch der gesicherten BFH-Rechtsprechung; der Auffassung des IV.&nbsp;Senats habe sich inzwischen auch der X.&nbsp;Senat angeschlossen (BFH-Beschluss vom 18.&nbsp;Dezember 2014 X&nbsp;B&nbsp;89\/14, BFH\/NV 2015, 470, und BFH-Urteil vom 9.&nbsp;Dezember 2014 X&nbsp;R&nbsp;12\/12, BFHE 252, 482, BStBl II 2016, 852). Die gegenteilige Ansicht widerspreche dem in &sect;&nbsp;1 Satz&nbsp;2 InsO niedergelegten Zweck des Insolvenzverfahrens bzw. der Restschuldbefreiung. Dass nach dem Wortlaut des &sect;&nbsp;301 InsO der redliche Schuldner nur von den Insolvenzforderungen befreit werde, nicht aber von den Masseverbindlichkeiten, sei ein kapitaler &quot;Webfehler&quot; der Insolvenzordnung. Daher m&uuml;sse unterstellt werden, dass der Gesetzgeber an die BGH-Rechtsprechung habe ankn&uuml;pfen wollen, der zufolge auch nach Aufhebung des Insolvenzverfahrens aufgrund von Masseverbindlichkeiten nicht auf das insolvenzfreie Verm&ouml;gen des Schuldners zugegriffen werden d&uuml;rfe. Dies zeige indiziell auch die Regelung des &sect;&nbsp;201 Abs.&nbsp;1 InsO, die gerade nicht f&uuml;r Masseforderungen gelte. Schlie&szlig;lich spr&auml;chen auch das Leistungsf&auml;higkeitsprinzip und der Gleichheitssatz nach Art.&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 des Grundgesetzes (GG) gegen die von der Revision angestrebte L&ouml;sung; denn s&auml;mtliche Einnahmen aus der Verwertung der Insolvenzmasse seien dem Zugriff des Insolvenzschuldners entzogen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">II.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Revision ist begr&uuml;ndet. Sie f&uuml;hrt zur Aufhebung des angefochtenen Urteils und zur Abweisung der Klage (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Das Urteil verletzt Bundesrecht (&sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;1 FGO). Das FG hat den Abrechnungsbescheid zu Unrecht teilweise aufgehoben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA hat nach Einstellung des Insolvenzverfahrens wirksam gegen&uuml;ber dem Kl&auml;ger mit seiner Forderung aus Einkommensteuer und Solidarit&auml;tszuschlag 2008 aufgerechnet. Der Anspruch des Kl&auml;gers auf Erstattung der Einkommensteuer 2013 ist dadurch in der hier streitigen H&ouml;he erloschen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Aufgrund der von der Vorinstanz getroffenen Feststellungen, die f&uuml;r den erkennenden Senat bindend sind (&sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 FGO), ist davon auszugehen, dass der Kl&auml;ger einen Erstattungsanspruch aus Einkommensteuer f&uuml;r 2013 hatte und dass diesem Anspruch gleichartige Leistungen (&sect;&nbsp;387 BGB i.V.m. &sect;&nbsp;226 Abs.&nbsp;1 AO) in Form von Steuerforderungen des FA aus Einkommensteuer und Solidarit&auml;tszuschlag f&uuml;r 2008 gegen&uuml;berstanden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. &sect;&nbsp;96 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 InsO steht der Aufrechnung nicht entgegen, auch nicht im Fall einer entsprechenden Anwendung dieser Regelung zu Lasten von Altmassegl&auml;ubigern nach angezeigter Masseunzul&auml;nglichkeit (vgl. M&uuml;nchKommInsO-Hefermehl InsO &sect;&nbsp;210 Rz&nbsp;12). Denn im Streitfall war das Insolvenzverfahren zum Zeitpunkt der Aufrechnung bereits beendet (vgl. auch BFH-Urteil vom 13.&nbsp;Dezember 2016 VII&nbsp;R&nbsp;1\/15, BFHE 256, 388, BStBl II 2017, 541).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Die Forderung des FA aus Einkommensteuer 2008 f&auml;llt als Masseverbindlichkeit nicht unter die dem Kl&auml;ger erteilte Restschuldbefreiung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Restschuldbefreiung wirkt gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;286 und &sect;&nbsp;301 Abs.&nbsp;1 Satz 1 InsO gegen alle Insolvenzgl&auml;ubiger. Insolvenzgl&auml;ubiger sind alle pers&ouml;nlichen Gl&auml;ubiger des Schuldners, die zur Zeit der Er&ouml;ffnung des Insolvenzverfahrens einen begr&uuml;ndeten Verm&ouml;gensanspruch gegen den Schuldner haben (&sect;&nbsp;38 InsO). Der anspruchsbegr&uuml;ndende Tatbestand muss also bereits vor Verfahrenser&ouml;ffnung abgeschlossen sein (vgl. auch BGH-Urteil vom 5.&nbsp;April 2016 VI&nbsp;ZR&nbsp;283\/15, Neue Juristische Wochenschrift-Rechtsprechungs-Report Zivilrecht 2017, 37).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Massegl&auml;ubiger (&sect;&nbsp;53 InsO) sind keine Insolvenzgl&auml;ubiger und Masseverbindlichkeiten sind keine Insolvenzforderungen. Daher werden Masseverbindlichkeiten nach dem eindeutigen Wortlaut des &sect;&nbsp;301 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 InsO und der Systematik der &sect;&sect;&nbsp;35&nbsp;ff. und 286&nbsp;ff. InsO von der Restschuldbefreiung nicht erfasst.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Sinn und Zweck der Regelungen &uuml;ber die Restschuldbefreiung gebieten es nicht, deren Wirkung &uuml;ber den Wortlaut des &sect;&nbsp;301 InsO hinaus auch auf Masseforderungen zu erstrecken (offen gelassen in BGH-Urteil vom 28.&nbsp;Juni 2007 IX&nbsp;ZR&nbsp;73\/06, Neue Zeitschrift f&uuml;r das Recht der Insolvenz und Sanierung &#8211;NZI&#8211; 2007, 670, Rz&nbsp;16; wie hier: Uhlenbruck\/Sternal InsO &sect;&nbsp;301 Rz&nbsp;6; M&uuml;nchKommInsO-Stephan InsO &sect;&nbsp;301 Rz&nbsp;8; Wenzel in K&uuml;bler\/ Pr&uuml;tting\/Bork, InsO, &sect;&nbsp;301, Rz&nbsp;3; Waltenberger in Kayser\/ Thole, Heidelberger Kommentar zur Insolvenzordnung, 8.&nbsp;Aufl. 2016, &sect;&nbsp;301 Rz&nbsp;15; HambKomm\/Streck, InsO, 6.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;301 Rz&nbsp;3; Kexel in Graf-Schlicker, InsO, &sect;&nbsp;301 Rz&nbsp;4; a.A.: Voigt, Weiter im Schuldturm trotz Restschuldbefreiung? Gedanken zur Auslegung von &sect;&sect;&nbsp;286, 301 InsO, ZInsO 2002, 569, 572&nbsp;f.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zwar trifft es zu, dass es das Ziel des Insolvenzverfahrens ist, dem redlichen Schuldner Gelegenheit zu geben, sich von seinen restlichen Verbindlichkeiten zu befreien (&sect;&nbsp;1 Satz&nbsp;2 InsO). Aber unter welchen formellen und materiellen Voraussetzungen und in welchem Umfang dies geschehen soll, wird allein durch die gesetzlichen Regelungen der InsO bestimmt, im Fall der Restschuldbefreiung durch &sect;&nbsp;301 InsO. Die in dieser Regelung klar vorgegebene Reichweite der Restschuldbefreiung kann nicht unter Hinweis auf die allgemeine Zielsetzung der InsO auf Masseverbindlichkeiten ausgedehnt werden. H&auml;tte der Gesetzgeber Masseverbindlichkeiten in die Restschuldbefreiung einbeziehen wollen, h&auml;tte er den Anwendungsbereich des &sect;&nbsp;301 InsO nicht ausdr&uuml;cklich auf Insolvenzgl&auml;ubiger beschr&auml;nkt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Aus dem Leistungsf&auml;higkeitsprinzip und Art.&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 GG l&auml;sst sich kein anderes Ergebnis herleiten. Einnahmen, die aus der Verwertung der Insolvenzmasse resultieren, sind Einnahmen des Insolvenzschuldners, ohne dass es darauf ankommt, ob die Eink&uuml;nfte in das insolvenzfreie Verm&ouml;gen flie&szlig;en oder in die Insolvenzmasse (so schon BFH-Urteil vom 7.&nbsp;November 1963 IV&nbsp;210\/62&nbsp;S, BFHE 78, 172, BStBl III 1964, 70; Roth, Insolvenzsteuerrecht, 2.&nbsp;Aufl. 2016, Rz&nbsp;4.10&nbsp;f.). Die fehlende Verf&uuml;gungsbefugnis &uuml;ber das insolvenzbefangene Verm&ouml;gen (vgl. &sect;&nbsp;80 InsO) ber&uuml;hrt das Steuerrechtsverh&auml;ltnis nicht (s. im Einzelnen unten: II.4.c&nbsp;bb).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Der Aufrechnung des FA steht auch keine auf &sect;&nbsp;80 Abs.&nbsp;1 InsO zur&uuml;ckzuf&uuml;hrende Einrede der beschr&auml;nkten Haftung des Insolvenzschuldners entgegen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;80 Abs.&nbsp;1 InsO geht durch die Er&ouml;ffnung des Insolvenzverfahrens das Recht des Schuldners, das zur Insolvenzmasse geh&ouml;rende Verm&ouml;gen zu verwalten und dar&uuml;ber zu verf&uuml;gen, auf den Insolvenzverwalter &uuml;ber. Damit verliert der Insolvenzschuldner die Verwaltungs- und Verf&uuml;gungsbefugnis in Bezug auf sein vom Insolvenzbeschlag erfasstes Verm&ouml;gen. Sinn und Zweck dieser Regelung ist es, die gemeinschaftliche Befriedigung aller pers&ouml;nlichen Gl&auml;ubiger zu sichern (vgl. Uhlenbruck\/Mock InsO &sect;&nbsp;80 Rz&nbsp;4; L&uuml;ke in K&uuml;bler\/Pr&uuml;tting\/Bork, a.a.O., &sect;&nbsp;80 InsO, Rz&nbsp;3).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit der Aufhebung des Insolvenzverfahrens (&sect;&nbsp;200 InsO) bzw. mit dessen Einstellung (&sect;&sect;&nbsp;207&nbsp;ff. InsO) endet grunds&auml;tzlich auch die Wirkung des &sect;&nbsp;80 Abs.&nbsp;1 InsO; der Insolvenzschuldner erh&auml;lt seine Verwaltungs- und Verf&uuml;gungsbefugnis zur&uuml;ck (s.a. Uhlenbruck\/Mock, a.a.O., &sect;&nbsp;80 Rz&nbsp;7).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Allerdings leitet der BGH aus &sect;&nbsp;80 Abs.&nbsp;1 InsO eine sog. Haftungsbeschr&auml;nkung auch f&uuml;r solche Masseverbindlichkeiten ab, die nach Verfahrenser&ouml;ffnung durch Rechtshandlungen des Insolvenzverwalters begr&uuml;ndet worden sind (BGH-Teilurteil in NJW 2010, 69, Rz&nbsp;12, mit zahlreichen weiteren Nachweisen).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Insolvenzschuldner bleibe zwar Schuldner aller durch die Rechtshandlungen des Insolvenzverwalters nach Verfahrenser&ouml;ffnung begr&uuml;ndeten Masseverbindlichkeiten (&sect;&nbsp;55 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 Fall&nbsp;1 InsO). Allerdings beschr&auml;nke sich die Haftung w&auml;hrend des Verfahrens auf die Gegenst&auml;nde der Insolvenzmasse. Es handele sich um eine dem Verfahren immanente Haftungsbeschr&auml;nkung. F&uuml;r diese sei ma&szlig;geblich, dass der Verwalter nicht befugt sei, den Schuldner pers&ouml;nlich mit seinem insolvenzfreien Verm&ouml;gen zu verpflichten, weil seine Verwaltungs- und Verf&uuml;gungsbefugnis nach &sect;&nbsp;80 Abs.&nbsp;1 InsO auf das zur Insolvenzmasse geh&ouml;rende Verm&ouml;gen beschr&auml;nkt sei (BGH-Teilurteil in NJW 2010, 69, Rz&nbsp;12).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der BGH verweist dabei auf eine fr&uuml;here Entscheidung, in der er eine entsprechende Beschr&auml;nkung der Inanspruchnahme auch f&uuml;r die Zeit nach Beendigung der (Zwangs-)Verwaltung bejaht hat, nachdem also das Verwaltungs- und Verf&uuml;gungsrecht wieder auf den Verm&ouml;gensinhaber &uuml;bergegangen ist (BGH-Urteil vom 25.&nbsp;November 1954 IV&nbsp;ZR&nbsp;81\/54, NJW 1955, 339). Der BGH f&uuml;hrte in diesem Zusammenhang aus, es sei zun&auml;chst f&uuml;r den Konkursverwalter ausgesprochen worden, dass der Verm&ouml;gensinhaber f&uuml;r die von ihm Dritten gegen&uuml;ber begr&uuml;ndeten rechtsgesch&auml;ftlichen Verbindlichkeiten nur mit dem mit Beschlag belegten Verm&ouml;gen hafte und dass er mit seinem verwaltungsfreien Verm&ouml;gen f&uuml;r diese Schulden nicht einstehen m&uuml;sse. Das folge daraus, dass das Verwaltungsrecht des Konkursverwalters auf das dem Konkursbeschlag unterworfene Verm&ouml;gen beschr&auml;nkt sei. Es handele sich um einen allgemeinen Grundsatz des deutschen Rechts, der in verschiedenen Bestimmungen des Gesetzes seinen Ausdruck gefunden habe (wird unter 2.c) der Entscheidungsgr&uuml;nde ausgef&uuml;hrt).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Auch das insolvenzrechtliche Schrifttum geht ganz &uuml;berwiegend davon aus, dass sich eine Haftung des Insolvenzschuldners f&uuml;r Anspr&uuml;che, die erst w&auml;hrend des Insolvenzverfahrens als Masseanspr&uuml;che begr&uuml;ndet und nicht aus der Masse gezahlt worden sind, auch nach Aufhebung des Insolvenzverfahrens nur auf Massegegenst&auml;nde beschr&auml;nkt, die als &Uuml;berschuss dem Schuldner zur&uuml;ckgegeben werden (&sect;&nbsp;199 Satz&nbsp;1 InsO), oder auf Gegenst&auml;nde, die der Insolvenzverwalter als unverwertbar freigegeben hat (&sect;&nbsp;197 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 Nr.&nbsp;3 InsO). Denn &#8211;so auch hier die Begr&uuml;ndung&#8211; die T&auml;tigkeit des Verwalters beschr&auml;nke sich ausschlie&szlig;lich auf das zur Insolvenzmasse geh&ouml;rende Verm&ouml;gen; eine Haftung des gesamten Verm&ouml;gens des Schuldners nach Beendigung des Insolvenzverfahrens k&ouml;nne daher durch das Handeln des Verwalters nicht begr&uuml;ndet werden (s. z.B. M&uuml;nchKommInsO-Hintzen &sect;&nbsp;201 Rz&nbsp;16, und M&uuml;nchKommInsO-Hefermehl &sect;&nbsp;53 Rz&nbsp;34a). Daf&uuml;r fehle es an einer rechtlichen Grundlage (so Meller-Hannich in Jaeger, InsO, &sect;&nbsp;201 Rz&nbsp;8). Die Beschr&auml;nkung der Schuldnerhaftung auf die Restmasse sei f&uuml;r die Massegl&auml;ubiger auch nicht unzumutbar, weil der Insolvenzverwalter nach &sect;&nbsp;61 InsO f&uuml;r die Erf&uuml;llung dieser Masseverbindlichkeiten hafte (so Uhlenbruck\/Wegener, a.a.O., &sect;&nbsp;201 Rz&nbsp;17, unter Hinweis auf BGH-Urteil vom 6.&nbsp;Mai 2004 IX&nbsp;ZR&nbsp;48\/03, BGHZ 159, 104, ZIP 2004, 1107).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dagegen bef&uuml;rwortet ein Teil des Schrifttums eine uneingeschr&auml;nkte Haftung des Insolvenzschuldners f&uuml;r Masseverbindlichkeiten, insbesondere auch f&uuml;r Steuerforderungen (HambKommInsO-Herchen, a.a.O., &sect;&nbsp;201 Rz&nbsp;6&nbsp;f.; Runkel\/ Schnurbusch, Rechtsfolgen der Masseunzul&auml;nglichkeit, NZI 2000, 49; H&auml;semeyer, Insolvenzrecht, 4.&nbsp;Aufl. 2007, Rz&nbsp;25.30&nbsp;f.). Zur Begr&uuml;ndung wird darauf verwiesen, dass es im Geltungsbereich der InsO (und der Konkursordnung) an Vorschriften fehle, die der Konzeption der &sect;&sect;&nbsp;1967&nbsp;ff. bzw. 1993&nbsp;ff., 1975&nbsp;ff. BGB entspr&auml;chen; soweit aber solche Regelungen nicht existierten, m&uuml;sse das gesamte Verm&ouml;gen einer Person ihren Gl&auml;ubigern haften (so Runkel\/Schnurbusch, NZI 2000, 49, 56&nbsp;f.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Unabh&auml;ngig davon, ob man der Auffassung des BGH und der herrschenden Ansicht im insolvenzrechtlichen Schrifttum grunds&auml;tzlich folgen mag, gilt eine auf &sect;&nbsp;80 Abs.&nbsp;1 InsO gest&uuml;tzte Einrede der beschr&auml;nkten Haftung des Insolvenzschuldners jedenfalls nicht in Bezug auf die hier streitigen Steuerschulden f&uuml;r die Zeit nach Beendigung des Insolvenzverfahrens.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Der erkennende Senat hat zun&auml;chst Zweifel, ob die im Wege der richterlichen Rechtsfortbildung begr&uuml;ndete Einrede der beschr&auml;nkten Haftung des Insolvenzschuldners f&uuml;r die Zeit nach Beendigung des Konkurs- bzw. Insolvenzverfahrens noch Bestand haben kann, nachdem zum 1.&nbsp;Januar 1999 die InsO in Kraft getreten ist. Denn eine solche Einrede ist in der InsO nicht kodifiziert worden. Dies h&auml;tte aber in Anbetracht der weitreichenden Folgen einer solchen Einrede nahegelegen, und zwar umso mehr, als sie im Ergebnis einer in &sect;&nbsp;301 InsO gerade nicht vorgesehenen Ausdehnung der Wirkung der Restschuldbefreiungen auf Masseverbindlichkeiten gleichkommt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In seinem Teilurteil vom 24.&nbsp;September 2009 in NJW 2010, 69, Rz&nbsp;12 hat sich der BGH tats&auml;chlich auch nur zu einer Haftungsbeschr&auml;nkung <span style=\"text-decoration:underline\">w&auml;hrend<\/span> des Insolvenzverfahrens ge&auml;u&szlig;ert, auch wenn er sich dabei gleichwohl &#8211;ohne jede Einschr&auml;nkung&#8211; auf die fr&uuml;here BGH-Rechtsprechung bezieht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Doch braucht diese Frage im Hinblick auf die hier streitigen Steuerschulden nicht entschieden zu werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Steuerpflichtige ist als Subjekt der Einkommensteuer (&sect;&nbsp;1 des Einkommensteuergesetzes &#8211;EStG&#8211;) grunds&auml;tzlich zugleich auch Steuerschuldner (vgl. &sect;&nbsp;36 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;1 EStG). Die Er&ouml;ffnung des Insolvenzverfahrens &auml;ndert daran nichts. Das &ouml;ffentlich-rechtliche Steuerschuldverh&auml;ltnis gegen&uuml;ber dem Steuerpflichtigen bleibt bestehen (vgl. Loose in Tipke\/Kruse, Abgabenordnung, Finanzgerichtsordnung, &sect;&nbsp;251 AO, Rz&nbsp;41, m.w.N.; ebenso Uhl&auml;nder in: Waza\/Uhl&auml;nder\/Schmittmann, Insolvenzen und Steuern, 11.&nbsp;Aufl. 2015, S.&nbsp;645&nbsp;f.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Einkommensteuerschuld des Steuerpflichtigen entsteht kraft Gesetzes durch Verwirklichung des ma&szlig;geblichen Tatbestands (&sect;&nbsp;38 AO), nicht dadurch, dass der Insolvenzverwalter den insolventen Steuerpflichtigen aufgrund seiner Verwaltungs- und Verf&uuml;gungsbefugnis nach &sect;&nbsp;80 Abs.&nbsp;1 InsO zur Zahlung der Steuer verpflichtet. Lediglich mittelbar kn&uuml;pft die Steuer an die Handlungen des Insolvenzverwalters an, soweit diese zu Eink&uuml;nften i.S. der &sect;&sect;&nbsp;2&nbsp;ff. EStG f&uuml;hren, die dem Steuerpflichtigen nach den allgemeinen einkommensteuerrechtlichen Bestimmungen zuzurechnen sind. Daher kann es hinsichtlich der Frage, mit welchem Verm&ouml;gen der Steuerpflichtige <span style=\"text-decoration:underline\">nach<\/span> Abschluss des Insolvenzverfahrens f&uuml;r die noch bestehenden Steuerschulden einstehen muss, nicht auf die Reichweite der Verwaltungs- und Verf&uuml;gungsbefugnisse des Insolvenzverwalters ankommen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Eine solche Differenzierung legt im Grunde auch schon die Rechtsprechung des BGH nahe. Denn auch der BGH unterscheidet in dem oben genannten Urteil (BGH-Teilurteil in NJW 2010, 69, Rz&nbsp;19&nbsp;ff.) zwischen Verbindlichkeiten, die nach &sect;&nbsp;55 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 Fall&nbsp;1 InsO durch Rechtshandlungen des Insolvenzverwalters begr&uuml;ndet werden, und solchen, die den Schuldner unmittelbar aufgrund gesetzlicher Regelungen treffen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>So hat der BGH zwar entschieden, dass der Insolvenzschuldner auch f&uuml;r die Kosten des Insolvenzverfahrens (&sect;&nbsp;54 InsO) nicht mit seinem Privatverm&ouml;gen haftet. Der Grund hierf&uuml;r liegt aber nach Auffassung des BGH nicht in der nur beschr&auml;nkten Verwaltungs- und Verf&uuml;gungsmacht des Insolvenzverwalters nach &sect;&nbsp;80 Abs.&nbsp;1 InsO. Denn die Kosten unterschieden sich &#8211;so der BGH&#8211; von den in &sect;&nbsp;55 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 Fall&nbsp;1 InsO genannten Verbindlichkeiten schon dadurch, dass sie nicht erst durch Rechtshandlungen des Insolvenzverwalters begr&uuml;ndet werden. Ihre Grundlage h&auml;tten sie vielmehr bereits in der Er&ouml;ffnung des Insolvenzverfahrens (&sect;&nbsp;58 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 des Gerichtskostengesetzes, &sect;&nbsp;63 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 InsO, &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1 der Insolvenzrechtlichen Verg&uuml;tungsverordnung). Dass der Insolvenzschuldner gleichwohl nicht mit seinem Privatverm&ouml;gen hafte, beruhe allein darauf, dass die Kosten des Insolvenzverfahrens nach den einschl&auml;gigen insolvenzrechtlichen Bestimmungen darauf angelegt seien, allein aus der Masse des insolventen Rechtstr&auml;gers beglichen zu werden (BGH-Teilurteil in NJW 2010, 69, Rz&nbsp;21, m.w.N.). Nach &sect;&nbsp;26 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 InsO weise das Insolvenzgericht den Antrag auf Er&ouml;ffnung des Insolvenzverfahrens ab, wenn das Verm&ouml;gen des Schuldners voraussichtlich nicht ausreichen werde, um die Kosten des Verfahrens zu decken. Nach &sect;&nbsp;207 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 InsO sei das Verfahren einzustellen, wenn sich nach Verfahrenser&ouml;ffnung herausstelle, dass die Insolvenzmasse nicht ausreiche, um die Kosten des Verfahrens zu decken. Nach diesen Vorschriften sei also die Deckung der Verfahrenskosten aus der Masse grunds&auml;tzlich Voraussetzung f&uuml;r die Durchf&uuml;hrung eines Insolvenzverfahrens (s.a. BGH-Beschluss vom 16.&nbsp;Juli 2009 IX&nbsp;ZB&nbsp;221\/08, ZIP 2009, 1591, Rz&nbsp;9).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Entsprechende Regelungen f&uuml;r die Einkommensteuer, denen zufolge die Deckung der als Masseverbindlichkeiten entstehenden Steuerschulden Voraussetzung f&uuml;r die Durchf&uuml;hrung eines Insolvenzverfahrens ist, gibt es in der InsO nicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>dd) Es gibt auch im &Uuml;brigen keine gesetzlichen Regelungen, nach denen die Steuerschuld auf das ehemals zur Insolvenzmasse geh&ouml;rende Verm&ouml;gen des Steuerpflichtigen nach Abschluss des Insolvenzverfahrens beschr&auml;nkt ist. Auch aus &sect;&nbsp;201 InsO l&auml;sst sich eine solche Beschr&auml;nkung nicht herleiten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>ee) Dass sich eine Einrede der beschr&auml;nkten Haftung des Insolvenzschuldners nicht auf die hier streitigen Steuerschulden erstrecken kann, erscheint auch insoweit sachgerecht und konsequent, als die BGH-Rechtsprechung den Begriff &quot;Rechtshandlung&quot; in &sect;&nbsp;61 InsO eng auslegt mit der Folge, dass ein Insolvenzverwalter, der es unterl&auml;sst, Steuern an das Finanzamt abzuf&uuml;hren, die durch die Verwertung von Masse als Masseverbindlichkeiten entstanden sind, hierf&uuml;r nicht pers&ouml;nlich haftet (BGH-Beschluss in ZIP 2010, 2252, unter Berufung auf BGH-Urteil vom 2.&nbsp;Dezember 2004 IX&nbsp;ZR&nbsp;142\/03, BGHZ 161, 236, ZIP 2005, 131; s.a. L&uuml;ke in K&uuml;bler\/Pr&uuml;tting\/Bork, a.a.O., &sect;&nbsp;61 Rz&nbsp;4d; M&uuml;nchKommInsO-Schoppmeyer, a.a.O., &sect;&nbsp;61 Rz&nbsp;11).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>37<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Aus dem Umstand, dass sich der IV. Senat des BFH der Rechtsprechung des BGH angeschlossen hat (BFH-Urteil in BFHE 241, 233, BStBl II 2013, 759, Rz&nbsp;27&nbsp;ff.), ergibt sich nichts anderes.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>38<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zwar f&uuml;hrt auch der IV. Senat des BFH in seinem Urteil aus, die Rechtsmacht des Verwalters, mit Wirkung f&uuml;r und gegen den Schuldner zu handeln, sei gegenst&auml;ndlich nach &sect;&nbsp;80 Abs.&nbsp;1 InsO auf die Insolvenzmasse beschr&auml;nkt; er k&ouml;nne ausschlie&szlig;lich Masseverbindlichkeiten begr&uuml;nden, nicht hingegen den Schuldner pers&ouml;nlich mit seinem insolvenzfreien Verm&ouml;gen verpflichten (BFH-Urteil in BFHE 241, 233, BStBl II 2013, 759, Rz&nbsp;30). Doch geht es in dem vom IV.&nbsp;Senat des BFH entschiedenen Fall allein um die Frage, ob die Einkommensteuer auf Ver&auml;u&szlig;erungsgewinne, die der Insolvenzverwalter durch Verwertung der zur Insolvenzmasse geh&ouml;renden Wirtschaftsg&uuml;ter erzielt hat, in voller H&ouml;he als sonstige Masseverbindlichkeit i.S. des &sect;&nbsp;55 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 InsO zu qualifizieren und gegen&uuml;ber dem Insolvenzverwalter als Bekanntgabeadressat geltend zu machen ist. Dabei beziehen sich die Ausf&uuml;hrungen des IV.&nbsp;Senats des BFH &#8211;ebenso wie die des BGH-Teilurteils in NJW 2010, 69&#8211; auf ein noch nicht abgeschlossenes Insolvenzverfahren. Zu der Frage, welche Konsequenzen sich aus der Rechtsprechung des BGH in Bezug auf die sog. Nachhaftung des ehemaligen Insolvenzschuldners f&uuml;r die als Masseverbindlichkeiten entstandene Steuerschulden <span style=\"text-decoration:underline\">nach<\/span> Abschluss des Insolvenzverfahrens ergeben, &auml;u&szlig;ert sich der IV.&nbsp;Senat nicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>39<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das gilt auch f&uuml;r die von der Revision angef&uuml;hrten Entscheidungen des X.&nbsp;Senats des BFH (BFH-Urteil in BFHE 252, 482, BStBl II 2016, 852, und BFH-Beschluss in BFH\/NV 2015, 470).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>40<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>5. In Anbetracht dieses Ergebnisses kann dahingestellt bleiben, ob die streitigen Steuerschulden des Kl&auml;gers aus Einkommensteuer f&uuml;r 2008 &#8211;wie vom FG festgestellt&#8211; insgesamt als Masseverbindlichkeiten i.S. des &sect;&nbsp;55 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 InsO anzusehen (vgl. dazu im Einzelnen BFH-Urteil in BFHE 241, 233, BStBl II 2013, 759, m.w.N.) oder teilweise &#8211;wie vom FA mit der Revision vorgetragen&#8211; dem insolvenzfreien Bereich des Kl&auml;gers zuzuordnen sind (vgl. Senatsurteil vom 24.&nbsp;Februar 2015 VII&nbsp;R&nbsp;27\/14, BFHE 248, 518, BStBl II 2015, 993; s. allgemein auch Paul in Graf-Schlicker, InsO &sect;&nbsp;55 Rz&nbsp;19&nbsp;ff.; Loose in Tipke\/Kruse, a.a.O., &sect;&nbsp;251 AO Rz&nbsp;72). Denn auch dann, wenn bzw. soweit es sich um Masseverbindlichkeiten gehandelt hat, war die Aufrechnung &#8211;wie dargelegt&#8211; zul&auml;ssig.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>41<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>6. Die Kostenentscheidung beruht auf &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;1 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 28.11.2017, VII R 1\/16ECLI:DE:BFH:2017:U.281117.VIIR1.16.0 Aufrechnung mit als Masseverbindlichkeiten entstandenen Steuerschulden nach Abschluss des Insolvenzverfahrens Leits&auml;tze 1. Masseverbindlichkeiten werden von einer Restschuldbefreiung nicht erfasst. 2. Steuerschulden, die als Masseverbindlichkeiten entstanden sind, k&ouml;nnen nach Abschluss des Insolvenzverfahrens mit Erstattungsanspr&uuml;chen des ehemaligen Insolvenzschuldners verrechnet werden. Der Verrechnung stehen eine dem Insolvenzverfahren immanente sog. Haftungsbeschr&auml;nkung bzw. &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/vii-r-1-16-aufrechnung-mit-als-masseverbindlichkeiten-entstandenen-steuerschulden-nach-abschluss-des-insolvenzverfahrens\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">VII&nbsp;R&nbsp;1\/16 &#8211; Aufrechnung mit als Masseverbindlichkeiten entstandenen Steuerschulden nach Abschluss des Insolvenzverfahrens<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-69119","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/69119","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=69119"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/69119\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=69119"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=69119"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=69119"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}