{"id":69122,"date":"2018-03-12T17:04:46","date_gmt":"2018-03-12T15:04:46","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=69122"},"modified":"2018-03-12T17:04:46","modified_gmt":"2018-03-12T15:04:46","slug":"x-r-5-17-krankenversicherungsbeitraege-nur-fuer-eine-basisabsicherung-abziehbar","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/x-r-5-17-krankenversicherungsbeitraege-nur-fuer-eine-basisabsicherung-abziehbar\/","title":{"rendered":"X&nbsp;R&nbsp;5\/17 &#8211; Krankenversicherungsbeitr&auml;ge nur f&uuml;r eine Basisabsicherung abziehbar"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 29.11.2017, X R 5\/17<br \/>ECLI:DE:BFH:2017:U.291117.XR5.17.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Krankenversicherungsbeitr&auml;ge nur f&uuml;r eine Basisabsicherung abziehbar<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>1. Ist ein Steuerpflichtiger sowohl Pflichtmitglied in einer gesetzlichen Krankenkasse als auch freiwillig privat krankenversichert, kann er lediglich die Beitr&auml;ge gem&auml;&szlig; &sect; 10 Abs. 1 Nr. 3 Satz 1 Buchst. a EStG abziehen, die er an die gesetzliche Krankenversicherung entrichtet.<\/p>\n<\/p>\n<p>2. Der Abzug der nicht als Sonderausgaben abziehbaren Krankenversicherungsbeitr&auml;ge als au&szlig;ergew&ouml;hnliche Belastung scheidet ebenfalls aus.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Die Revision der Kl&auml;ger gegen das Urteil des Finanzgerichts Berlin-Brandenburg vom 30. November 2016&nbsp;&nbsp;7 K 7099\/15 wird als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des Revisionsverfahrens haben die Kl&auml;ger zu tragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">A.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die zusammenveranlagten Kl&auml;ger und Revisionskl&auml;ger (Kl&auml;ger) waren im Streitjahr 2013 als Rentner in der gesetzlichen Krankenversicherung pflichtversichert. Sie zahlten hierf&uuml;r Beitr&auml;ge in H&ouml;he von 5.873&nbsp;EUR (Kl&auml;ger) bzw. 644&nbsp;EUR (Kl&auml;gerin) sowie Beitr&auml;ge in die gesetzliche Pflegeversicherung in H&ouml;he von 969&nbsp;EUR (Kl&auml;ger) sowie 161&nbsp;EUR (Kl&auml;gerin). Zus&auml;tzlich waren beide Kl&auml;ger privat krankenversichert und entrichteten insoweit Beitr&auml;ge in H&ouml;he von insgesamt 2.574&nbsp;EUR (Kl&auml;ger) und 2.853&nbsp;EUR (Kl&auml;gerin). Dabei entfielen auf die Basisabsicherung 2.149&nbsp;EUR (Kl&auml;ger) und 2.341&nbsp;EUR (Kl&auml;gerin). Weiterhin zahlten die Kl&auml;ger Beitr&auml;ge zu Unfall-, Haftpflicht- und Risikoversicherungen in H&ouml;he von 466&nbsp;EUR.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) ber&uuml;cksichtigte die Krankenversicherungsbeitr&auml;ge als beschr&auml;nkt abziehbare Sonderausgaben im Rahmen der G&uuml;nstigerpr&uuml;fung nach &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;4a des Einkommensteuergesetzes in der im Streitjahr geltenden Fassung (EStG) i.V.m. &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;3 des Einkommensteuergesetzes in der bis zum 31.&nbsp;Dezember 2004 geltenden Fassung (EStG a.F.). Das FA ermittelte einen gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;4a EStG abziehbaren Betrag in H&ouml;he von 7.959&nbsp;EUR. Dabei lie&szlig; es die Beitr&auml;ge der Kl&auml;ger zur privaten Krankenversicherung unber&uuml;cksichtigt, soweit sie auf die Basisversorgung entfielen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In dem &#8211;erfolglosen&#8211; Einspruchsverfahren machten die Kl&auml;ger u.a. geltend, die gesamten erkl&auml;rten Basiskranken- und Pflegeversicherungsbeitr&auml;ge in H&ouml;he von 12.138&nbsp;EUR, also einschlie&szlig;lich der in die private Krankenversicherung geleisteten Beitr&auml;ge zur Basisabsicherung, seien ohne K&uuml;rzung abziehbar, so dass es gar nicht zur G&uuml;nstigerpr&uuml;fung des &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;4a EStG komme. Deren Anwendung f&uuml;hre im &Uuml;brigen im Gegensatz zur Auffassung des FA zu einem Abzug in H&ouml;he von 8.202&nbsp;EUR. Nach Rz&nbsp;68 des Schreibens des Bundesministeriums der Finanzen (BMF) vom 19.&nbsp;August 2013 (BStBl I 2013, 1087, ge&auml;ndert durch das BMF-Schreiben vom 10.&nbsp;Januar 2014, BStBl I 2014, 70) seien die tats&auml;chlich geleisteten Beitr&auml;ge f&uuml;r eine Absicherung auf sozialhilfegleichem Versorgungsniveau zur privaten und gesetzlichen Krankenversorgung in vollem Umfang zu ber&uuml;cksichtigen. Die in der Tz&nbsp;69 des BMF-Schreibens enthaltene Einschr&auml;nkung in Bezug auf die gleichzeitige Geltendmachung von Basisabsicherungsbeitr&auml;gen, die in eine private Krankenversicherung und in eine gesetzliche Krankenkasse geleistet w&uuml;rden, sei nicht auf die bis zum Jahr 2019 geltende Regelung zur G&uuml;nstigerpr&uuml;fung anzuwenden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Klage hatte nur zu einem geringen Teil Erfolg (Entscheidungen der Finanzgerichte &#8211;EFG&#8211; 2017, 209). Da im Streitfall die Beitr&auml;ge der Kl&auml;ger zur gesetzlichen Krankenversicherung und zur Pflegepflichtversicherung den gemeinsamen H&ouml;chstbetrag des &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;4 EStG &uuml;berstiegen, h&auml;tten die Beitr&auml;ge zur Basisversicherung in der privaten Krankenversicherung nur dann als Sonderausgaben ber&uuml;cksichtigt werden k&ouml;nnen, wenn sie ebenfalls gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Buchst.&nbsp;a EStG abziehbar w&auml;ren. Das Finanzgericht (FG) hat dies verneint. Diese Beitr&auml;ge seien nicht erforderlich gewesen, da bereits eine Basisabsicherung durch die gesetzliche Krankenversicherung gegeben sei. Das FA habe jedoch die G&uuml;nstigerpr&uuml;fung fehlerhaft durchgef&uuml;hrt, weil im Rahmen des &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;4a EStG i.V.m. &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;3 EStG a.F. auch die privaten Basisabsicherungsbeitr&auml;ge h&auml;tten ber&uuml;cksichtigt werden m&uuml;ssen. Ein Abzug der Beitr&auml;ge zur Basisabsicherung durch die private Krankenversicherung als au&szlig;ergew&ouml;hnliche Belastungen scheide demgegen&uuml;ber aus.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nachdem den Kl&auml;gern das Urteil zugestellt wurde, beantragten sie beim erkennenden Senat, ihnen nach &sect;&nbsp;155 Satz 2 der Finanzgerichtsordnung (FGO) i.V.m. &sect;&nbsp;78b der Zivilprozessordnung (ZPO) einen Notanwalt beizuordnen, da sie vergeblich versucht h&auml;tten, einen Prozessbevollm&auml;chtigten f&uuml;r das Revisionsverfahren zu finden. Mit Senatsbeschluss vom 7.&nbsp;Februar 2017 X&nbsp;S&nbsp;3\/17 wurde ihnen f&uuml;r das Revisionsverfahren gegen das FG-Urteil der Steuerberater S als Prozessbevollm&auml;chtigter beigeordnet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit ihrer Revision r&uuml;gen die Kl&auml;ger die Verletzung materiellen Rechts. Das Gesetz beschr&auml;nke die &quot;Erforderlichkeit&quot; in &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Buchst.&nbsp;a EStG gerade nicht auf Basisabsicherungsbeitr&auml;ge nur zu einer Versicherungsart. Es werde vielmehr normiert, welche Beitr&auml;ge &#8211;sei es im Rahmen der gesetzlichen Krankenversicherung, sei es im Rahmen der privaten Krankenversicherung&#8211; zur Erlangung der jeweiligen Basisabsicherung erforderlich seien. Genau diese Beitr&auml;ge seien dann als Sonderausgaben ohne H&ouml;chstbetragsbegrenzung abziehbar. Dem stehe auch der Gesetzeszweck nicht entgegen. Die von dem FG vorgenommene Auslegung f&uuml;hre zu einer gesetzlich nicht vorgesehenen Rangordnung zwischen den Basisbeitr&auml;gen zu einer gesetzlichen und zu einer privaten Krankenversicherung. H&auml;tte der Gesetzgeber eine derartige qualitative Rangfolge bei der Abfassung des &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Buchst.&nbsp;a EStG gewollt, w&auml;re es f&uuml;r ihn ein Leichtes gewesen, eine solche Abstufung in das Gesetz aufzunehmen. Indem dies nicht geschehen sei, habe er zum Ausdruck gebracht, dass s&auml;mtliche Krankenversicherungsbeitr&auml;ge, die der Basisabsicherung dienten, erforderlich und demzufolge uneingeschr&auml;nkt abziehbar seien.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;ger beantragen sinngem&auml;&szlig;,<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td>ihnen f&uuml;r die vers&auml;umten Fristen zur Einlegung und Begr&uuml;ndung der Revision Wiedereinsetzung in den vorigen Stand zu gew&auml;hren und<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td>das angefochtene Urteil sowie die Einspruchsentscheidung vom 6.&nbsp;Mai 2015 aufzuheben und den Einkommensteuerbescheid f&uuml;r 2013 vom 9.&nbsp;M&auml;rz 2015 so zu &auml;ndern, dass Beitr&auml;ge zu Krankenversicherungen und gesetzlichen Pflegeversicherungen in H&ouml;he von 12.138&nbsp;EUR als Sonderausgaben ber&uuml;cksichtigt werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt,<br \/>die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">B.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Revision der Kl&auml;ger ist zul&auml;ssig, sie ist jedoch nicht begr&uuml;ndet (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;2 FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">I.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Revision ist zul&auml;ssig. Die Kl&auml;ger haben zwar zun&auml;chst die Frist zur Einlegung und Begr&uuml;ndung der Revision vers&auml;umt (&sect;&nbsp;120 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1, Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 FGO). Es ist ihnen jedoch Wiedereinsetzung in den vorigen Stand zu gew&auml;hren (&sect;&nbsp;56 FGO). Die Fristvers&auml;umnis war unverschuldet, da die Kl&auml;ger keinen zu ihrer Vertretung bereiten Prozessbevollm&auml;chtigten finden konnten und daher zur fristgerechten Einlegung und Begr&uuml;ndung durch einen postulationsf&auml;higen Vertreter nicht in der Lage waren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">II.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG hat zu Recht entschieden, dass die Kl&auml;ger im Rahmen des &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Buchst.&nbsp;a EStG nur die an ihre gesetzliche Krankenkasse geleisteten Beitr&auml;ge abziehen k&ouml;nnen (unter 1.). Ebenfalls zutreffend hat das FG die von den Kl&auml;gern gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;4a EStG abziehbaren Vorsorgeaufwendungen ermittelt (unter&nbsp;2.). Die als Sonderausgaben nicht ber&uuml;cksichtigten Krankenversicherungsbeitr&auml;ge k&ouml;nnen auch nicht als au&szlig;ergew&ouml;hnliche Belastungen gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;33 EStG in Abzug gebracht werden (unter&nbsp;3.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Im Streitfall sind nur die in die gesetzliche Krankenkasse gezahlten Beitr&auml;ge in H&ouml;he von 5.873&nbsp;EUR (Kl&auml;ger) bzw. 644&nbsp;EUR (Kl&auml;gerin) gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Buchst.&nbsp;a EStG unbeschr&auml;nkt abziehbar. Beitr&auml;ge f&uuml;r eine weitere Basisabsicherung durch eine private Krankenversicherung k&ouml;nnen hingegen nicht ebenfalls gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Buchst.&nbsp;a EStG geltend gemacht werden. Diese Beitr&auml;ge k&ouml;nnen infolgedessen nur gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;3a EStG &#8211;allerdings in den Grenzen des &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;4 EStG&#8211; steuerlich ber&uuml;cksichtigt werden oder im Rahmen der G&uuml;nstigerpr&uuml;fung des &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;4a EStG.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Nach &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Buchst.&nbsp;a Satz&nbsp;1 EStG sind Beitr&auml;ge zu Krankenversicherungen als Sonderausgaben abziehbar, soweit diese zur Erlangung eines durch das Zw&ouml;lfte Buch Sozialgesetzbuch bestimmten sozialhilfegleichen Versorgungsniveaus erforderlich sind und sofern auf die Leistungen ein Anspruch besteht. Wann eine Erforderlichkeit anzunehmen ist, hat der Gesetzgeber f&uuml;r die unterschiedlichen Versichertengruppen in den folgenden S&auml;tzen des &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Buchst.&nbsp;a EStG konkretisiert:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>F&uuml;r gesetzlich Versicherte sind die Beitr&auml;ge zur gesetzlichen Krankenversicherung erforderlich, die nach dem Dritten Titel des Ersten Abschnitts des Achten Kapitels des F&uuml;nften Buches Sozialgesetzbuch (SGB&nbsp;V) oder die nach dem Sechsten Abschnitt des Zweiten Gesetzes &uuml;ber die Krankenversicherung der Landwirte festgesetzt werden. F&uuml;r Beitr&auml;ge zu einer privaten Krankenversicherung sind es die Beitragsanteile, die auf Vertragsleistungen entfallen, die, mit Ausnahme der auf das Krankengeld entfallenden Beitragsanteile, in Art, Umfang und H&ouml;he den Leistungen nach dem Dritten Kapitel des SGB&nbsp;V vergleichbar sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Vordergr&uuml;ndig fehlt es zwar an einer ausdr&uuml;cklichen gesetzlichen Regelung f&uuml;r die im Streitfall gegebene Konstellation, in der ein Steuerpflichtiger Beitr&auml;ge leistet, um sowohl in einer gesetzlichen Krankenkasse als auch in einer privaten Krankenversicherung Basisversicherungsschutz zu erlangen. Wie das FG jedoch zutreffend erkannt hat, erlauben weder Systematik noch Sinn und Zweck des &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Buchst.&nbsp;a EStG einen Abzug der Beitr&auml;ge f&uuml;r einen doppelten Basiskrankenversicherungsschutz.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Buchst.&nbsp;a Satz&nbsp;1 EStG wird der Grundsatz normiert, dass Beitr&auml;ge zu Krankenversicherungen als Sonderausgaben abziehbar sind, soweit diese zur Erlangung eines sozialhilfegleichen Versorgungsniveaus erforderlich sind. Entscheidendes Kriterium ist daher die Erforderlichkeit der Beitr&auml;ge. Beitr&auml;ge zur doppelten oder sogar mehrfachen Absicherung des verfassungsrechtlich gebotenen Versorgungsniveaus sind indes nicht erforderlich, da die Basisversorgung bereits durch eine Krankenversicherung gew&auml;hrleistet ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dieses Ergebnis wird auch durch die Entstehungsgeschichte und den aus ihr deutlich werdenden Telos der gesetzlichen Neuregelung des &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Buchst.&nbsp;a EStG durch das Gesetz zur verbesserten steuerlichen Ber&uuml;cksichtigung von Vorsorgeaufwendungen vom 16.&nbsp;Juli 2009 (BGBl I 2009, 1959 &#8211;B&uuml;rgerentlastungsgesetz Krankenversicherung&#8211;) gest&uuml;tzt. Das Gesetz diente der Umsetzung der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts (BVerfG) vom 13.&nbsp;Februar 2008&nbsp;&nbsp;2&nbsp;BvL&nbsp;1\/06 (BVerfGE 120, 125), mit der das BVerfG den Gesetzgeber zur Neuordnung des Abzugs von Sonderausgaben in Bezug auf die existenznotwendigen Kranken- und Pflegeversicherungsbeitr&auml;ge aufgefordert hatte (s.a. BTDrucks 16\/12254, S.&nbsp;20&nbsp;f.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Zweck des B&uuml;rgerentlastungsgesetzes Krankenversicherung ist es damit, die durch das Sozialstaatsprinzip geforderte steuerlichen Verschonung des sogenannten s&auml;chlichen Existenzminimums zu gew&auml;hrleisten und insoweit &#8211;aber auch nur insoweit&#8211; die dazu notwendigen Aufwendungen zum steuerlichen Abzug zuzulassen. Diesem Zweck widerspr&auml;che es, wenn es einem Steuerpflichtigen m&ouml;glich w&auml;re, durch den Abschluss mehrerer Krankenversicherungen eine &uuml;ber das Erforderliche hinausgehende Steuerverschonung zu erhalten. Es k&ouml;nnen damit nur die Beitr&auml;ge f&uuml;r eine die Basiskrankenversorgung sichernde Krankenversicherung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Buchst.&nbsp;a EStG abgezogen werden (so auch FG K&ouml;ln, Urteil vom 8.&nbsp;M&auml;rz 2017&nbsp;&nbsp;14&nbsp;K&nbsp;2560\/16, EFG 2017, 1650, rechtskr&auml;ftig; mit zustimmender Anmerkung von Reddig, EFG 2017, 1652).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Die sich anschlie&szlig;ende Frage, welche Beitr&auml;ge im Streitfall zu ber&uuml;cksichtigen sind &#8211;die in die gesetzliche Krankenkasse oder die in die private Krankenversicherung geleisteten Zahlungen&#8211; kann ebenfalls unter Zugrundelegung des Sinn und Zwecks der Neuregelung, nur die zur Basiskrankenversicherung erforderlichen Aufwendungen steuerlich zu ber&uuml;cksichtigen, beantwortet werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Sind Steuerpflichtige, wie beide Kl&auml;ger, in der gesetzlichen Krankenkasse pflichtversichert, beruhen sowohl die ihnen gew&auml;hrten Leistungen als auch die H&ouml;he der von ihnen zu zahlenden Beitr&auml;ge auf einer gesetzlichen Anordnung, n&auml;mlich den Regelungen des SGB&nbsp;V. Diesem Gesetzesbefehl kann sich ein pflichtversicherter Steuerpflichtiger nicht entziehen. Seine diesbez&uuml;glichen Beitr&auml;ge sind damit zur Erlangung des Basisversicherungsschutzes sowohl unvermeidbar als auch erforderlich. Demgegen&uuml;ber ist der Abschluss einer weiteren Krankenversicherung unter diesen Umst&auml;nden nicht notwendig und damit freiwillig (ebenso BMF-Schreiben vom 19.&nbsp;August 2013, BStBl I 2013, 1087; aktuell Rz&nbsp;83 des BMF-Schreibens vom 24.&nbsp;Mai 2017, BStBl I 2017, 820; Schmidt\/Heinicke, EStG, 36.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;10 Rz&nbsp;71; Lindberg in Frotscher, EStG, Freiburg 2011, &sect;&nbsp;10 Rz&nbsp;71; Wilhelm, in Kanzler\/Kraft\/B&auml;uml, EStG, 2.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;10 Rz&nbsp;65; Schumann, EFG 2017, 211).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Damit k&ouml;nnen die Kl&auml;ger nur ihre Krankenversicherungsbeitr&auml;ge in die gesetzliche Krankenkasse in H&ouml;he von 5.873&nbsp;EUR (Kl&auml;ger) und 644&nbsp;EUR (Kl&auml;gerin), nicht aber die Beitr&auml;ge in die private Krankenversicherung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Buchst.&nbsp;a EStG abziehen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Die im Streitfall vorzunehmende G&uuml;nstigerpr&uuml;fung f&uuml;hrt zu dem Ergebnis, dass die Kl&auml;ger im Streitjahr 8.202&nbsp;EUR als Vorsorgeaufwendungen abziehen k&ouml;nnen. Das FG hat dabei die H&ouml;he der gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;4a EStG abziehbaren Vorsorgeaufwendungen zutreffend ermittelt:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table class=\"Rsp\">\n<tr>\n<th colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\"><\/th>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">Versicherungsbeitr&auml;ge insgesamt<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">&nbsp;&nbsp;&nbsp;13.540&nbsp;EUR<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">Vorwegabzug<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">4.200&nbsp;EUR<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;4.200&nbsp;EUR&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">verbleibende Versicherungsbeitr&auml;ge<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">9.340&nbsp;EUR<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">H&ouml;chstbetr&auml;ge gem&auml;&szlig;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">&sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;3 Nr.&nbsp;1 EStG a.F.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">2.668&nbsp;EUR<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">2.668&nbsp;EUR&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">verbleiben<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">6.672&nbsp;EUR<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">davon 50&nbsp;%, h&ouml;chstens 1.334&nbsp;EUR, abziehbar<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">1.334&nbsp;EUR&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">Summe&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">8.202&nbsp;EUR.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Ein Abzug der nicht als Sonderausgaben abziehbaren Krankenversicherungsbeitr&auml;ge als au&szlig;ergew&ouml;hnliche Belastung scheidet ebenfalls aus. &sect;&nbsp;33 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 EStG ordnet an, dass Aufwendungen, die zu den Betriebsausgaben, Werbungskosten oder Sonderausgaben geh&ouml;ren, bei der Ermittlung der au&szlig;ergew&ouml;hnlichen Belastungen au&szlig;er Betracht zu bleiben haben. Dies bewirkt einen Nachrang der au&szlig;ergew&ouml;hnlichen Belastungen gegen&uuml;ber den Sonderausgaben. Aufwendungen, die ihrer Art nach Sonderausgaben sind (hier: Krankenversicherungsbeitr&auml;ge), k&ouml;nnen nicht als au&szlig;ergew&ouml;hnliche Belastung ber&uuml;cksichtigt werden. Unerheblich ist, ob die Aufwendungen im Einzelfall als Sonderausgaben abziehbar sind oder ob sie sich wegen &Uuml;berschreitens der gesetzlichen H&ouml;chstgrenzen steuerlich nicht auswirken. Es ist vielmehr ausreichend, dass die Krankenversicherungsbeitr&auml;ge ihrer Art nach Sonderausgaben sind (BFH-Urteil vom 29.&nbsp;November 1991 III&nbsp;R&nbsp;191\/90, BFHE 166, 272, BStBl II 1992, 293; s.a. BFH-Urteil vom 7.&nbsp;November 2000 III&nbsp;R&nbsp;23\/98, BFHE 193, 383, BStBl II 2001, 338, unter II.3.b).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zudem stellen die Beitr&auml;ge auch deswegen keine au&szlig;ergew&ouml;hnliche Belastung i.S. des &sect;&nbsp;33 EStG dar, weil die Aufwendungen nicht zwangsl&auml;ufig im Sinne dieser Vorschrift erwachsen sind. Denn die Kl&auml;ger waren weder rechtlich, tats&auml;chlich noch sittlich verpflichtet, eine weitere private Krankenversicherung abzuschlie&szlig;en, da sie bereits durch ihre gesetzliche Krankenversicherung einen Basisversicherungsschutz erlangt hatten (so auch FG K&ouml;ln, in EFG 2017, 1650, Rz&nbsp;21).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Die Kostenentscheidung ergibt sich aus &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 29.11.2017, X R 5\/17ECLI:DE:BFH:2017:U.291117.XR5.17.0 Krankenversicherungsbeitr&auml;ge nur f&uuml;r eine Basisabsicherung abziehbar Leits&auml;tze 1. Ist ein Steuerpflichtiger sowohl Pflichtmitglied in einer gesetzlichen Krankenkasse als auch freiwillig privat krankenversichert, kann er lediglich die Beitr&auml;ge gem&auml;&szlig; &sect; 10 Abs. 1 Nr. 3 Satz 1 Buchst. a EStG abziehen, die er an die gesetzliche Krankenversicherung entrichtet. 2. &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/x-r-5-17-krankenversicherungsbeitraege-nur-fuer-eine-basisabsicherung-abziehbar\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">X&nbsp;R&nbsp;5\/17 &#8211; Krankenversicherungsbeitr&auml;ge nur f&uuml;r eine Basisabsicherung abziehbar<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-69122","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/69122","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=69122"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/69122\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=69122"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=69122"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=69122"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}