{"id":69182,"date":"2018-03-22T10:05:11","date_gmt":"2018-03-22T08:05:11","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=69182"},"modified":"2018-03-22T10:05:11","modified_gmt":"2018-03-22T08:05:11","slug":"vi-r-68-15-grundstueckstausch-ermittlung-der-anschaffungskosten-bei-grundstuecksentnahme","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/vi-r-68-15-grundstueckstausch-ermittlung-der-anschaffungskosten-bei-grundstuecksentnahme\/","title":{"rendered":"VI&nbsp;R&nbsp;68\/15 &#8211; Grundst&uuml;ckstausch: Ermittlung der Anschaffungskosten bei Grundst&uuml;cksentnahme"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 6.12.2017, VI R 68\/15<br \/>ECLI:DE:BFH:2017:U.061217.VIR68.15.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Grundst&uuml;ckstausch: Ermittlung der Anschaffungskosten bei Grundst&uuml;cksentnahme<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>1. Wird ein Grundst&uuml;ck aus dem Betriebsverm&ouml;gen entnommen, ist bei einer Gewinnermittlung nach &sect; 4 Abs. 3 EStG der Entnahmegewinn durch Abzug der Anschaffungskosten vom Entnahmewert (Teilwert) des Grundst&uuml;cks zu ermitteln. Dies gilt auch dann, wenn es vor Jahren im Wege der Tauschs gegen ein anderes betriebliches Grundst&uuml;ck erworben, der hierbei erzielte Ver&auml;u&szlig;erungsgewinn seinerzeit aber nicht erkl&auml;rt wurde.<\/p>\n<\/p>\n<p>2. Der Steuerpflichtige ist in diesem Fall nicht so zu stellen, als habe er bei dem Grundst&uuml;ckstausch von seinem Wahlrecht nach &sect; 6c i.V.m. &sect; 6b EStG Gebrauch gemacht.<\/p>\n<\/p>\n<p>3. Aus dem BFH-Urteil vom 14. Dezember 1999 IX R 62\/96 (BFHE 190, 438, BStBl II 2000, 656) ist kein allgemeiner Grundsatz abzuleiten, dass Steuerpflichtige, die in ihrer Einkommensteuererkl&auml;rung aufgedeckte stille Reserven aus einer Ver&auml;u&szlig;erung oder Entnahme nicht erkl&auml;rt haben, hinsichtlich weiterer Gesch&auml;ftsvorf&auml;lle so zu stellen sind, als habe es die Gewinnrealisierung nicht gegeben.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Auf die Revision des Kl&auml;gers wird das Urteil des Finanzgerichts Rheinland-Pfalz vom 14. Mai 2014&nbsp;&nbsp;2 K 1454\/13 aufgehoben.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Sache wird an das Finanzgericht Rheinland-Pfalz zur&uuml;ckverwiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Diesem wird die Entscheidung &uuml;ber die Kosten des Revisionsverfahrens &uuml;bertragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">I. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Beteiligten streiten im Revisionsverfahren nur noch &uuml;ber die H&ouml;he eines Entnahmegewinns.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger und Revisionskl&auml;ger (Kl&auml;ger) ist der Alleinerbe seiner im Jahr 2010 verstorbenen Ehefrau (E). Diese hatte bis zu ihrem Tod aus der Verpachtung landwirtschaftlicher Fl&auml;chen sowie einer in geringem Umfang betriebenen Eigenbewirtschaftung Eink&uuml;nfte aus Land- und Forstwirtschaft erzielt, die sie nach &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;3 des Einkommensteuergesetzes (EStG) ermittelte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>E war seit Anfang der sechziger Jahre Alleineigent&uuml;merin verschiedener Ackerfl&auml;chen in der Gemarkung N gewesen. Nach deren Einbringung in ein im Jahr 1972 durchgef&uuml;hrtes Umlegungsverfahren gingen hieraus u.a. die Flurst&uuml;cke A (Ackerland) sowie B (Bauplatz) hervor. Die Ackerfl&auml;che A wurde im Jahr 1984 aufgeteilt in die Flurst&uuml;cke C (Streifen von 120&nbsp;qm) sowie D (Weingarten von 1&nbsp;895&nbsp;qm).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit notariellem Vertrag vom &#8230;&nbsp;Januar 1984 tauschte E die Grundst&uuml;cke B (Bauplatz) sowie C (Streifen von 120&nbsp;qm) gegen die Flurst&uuml;cke F (Ackerland, sp&auml;ter Bauplatz von 556&nbsp;qm) sowie G (Weingarten von 1&nbsp;023&nbsp;qm). Gem&auml;&szlig; III. der notariellen Urkunde gingen die Beteiligten des Grundst&uuml;ckstauschs von einem Wert der Tauschobjekte in H&ouml;he von 50.000&nbsp;DM aus.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>E erkl&auml;rte weder im Wirtschaftsjahr 1983\/1984 noch in einem sp&auml;teren Wirtschaftsjahr einen Gewinn aus dem Grundst&uuml;ckstausch.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit notariellem Vertrag vom &#8230;&nbsp;August 2008 &uuml;bertrug E die Grundst&uuml;cke D (Weingarten zu 1&nbsp;895&nbsp;qm) sowie F (Bauplatz zu 556&nbsp;qm) unentgeltlich ihrem Sohn.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) sah darin eine Entnahme. Die &Uuml;bertragung des Weinbergs lie&szlig; das FA erkl&auml;rungsgem&auml;&szlig; unber&uuml;cksichtigt, weil sich hieraus ein nach &sect;&nbsp;55 Abs.&nbsp;6 EStG nicht abzugsf&auml;higer Entnahmeverlust ergab. Den Wert des Bauplatzes ermittelte es im Einspruchsverfahren zuletzt mit 108.225&nbsp;EUR (555&nbsp;qm x 195&nbsp;EUR), wovon es einen nach &sect;&nbsp;55 EStG ermittelten Buchwert zum 1.&nbsp;Januar 1970 von 963&nbsp;EUR abzog. Diesen Wert hatte es anteilig aus der Summe der Buchwerte nach &sect;&nbsp;55 EStG der im Tauschvertrag hingegebenen Flurst&uuml;cke errechnet. Den sich hieraus ergebenden Entnahmegewinn in H&ouml;he von 107.262&nbsp;EUR ber&uuml;cksichtigte das FA gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;4a Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 EStG je zur H&auml;lfte in den Einkommensteuerbescheiden 2008 und 2009 (Streitjahre).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die hiergegen gerichtete Klage wies das Finanzgericht (FG) aus den in Entscheidungen der Finanzgerichte (EFG) 2015, 1685 ver&ouml;ffentlichten Gr&uuml;nden ab.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit seiner Revision, mit der sich der Kl&auml;ger nur noch gegen die H&ouml;he des Entnahmegewinns wendet, r&uuml;gt er eine Verletzung materiellen Rechts.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Er beantragt,<br \/>das Urteil des FG Rheinland-Pfalz vom 14.&nbsp;Mai 2014&nbsp;&nbsp;2&nbsp;K&nbsp;1454\/13 aufzuheben und die Einkommensteuerbescheide 2008 und 2009 jeweils vom 19.&nbsp;M&auml;rz 2012 in Gestalt der Einspruchsentscheidung vom 14.&nbsp;M&auml;rz 2013 dahingehend zu &auml;ndern, dass die Eink&uuml;nfte aus Land- und Forstwirtschaft um jeweils 19.723&nbsp;EUR auf 34.338&nbsp;EUR (2008) und auf 34.349&nbsp;EUR (2009) gemindert werden und die Einkommensteuer f&uuml;r 2008 auf 5.166&nbsp;EUR und f&uuml;r 2009 auf 4.937&nbsp;EUR festgesetzt wird.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt,<br \/>die Revision als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">II. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Revision ist begr&uuml;ndet. Das FG hat rechtsfehlerhaft die tats&auml;chlichen Anschaffungskosten des Flurst&uuml;cks F nicht ermittelt und seiner Entscheidung damit einen unzutreffenden Entnahmegewinn zugrunde gelegt. Da der Senat mangels hinreichender Feststellungen nicht in der Sache selbst entscheiden kann, ist das angefochtene Urteil aufzuheben und die Sache an das FG zur anderweitigen Verhandlung und Entscheidung zur&uuml;ckzuverweisen (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Das FG ist zu Recht davon ausgegangen, dass das streitbefangene Flurst&uuml;ck F zum Betriebsverm&ouml;gen des land- und forstwirtschaftlichen Betriebs der E geh&ouml;rte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zum Betriebsverm&ouml;gen geh&ouml;ren alle Wirtschaftsg&uuml;ter, die aus betrieblicher Veranlassung angeschafft, hergestellt oder eingelegt werden. Eine betriebliche Veranlassung liegt vor, wenn ein objektiver wirtschaftlicher oder tats&auml;chlicher Zusammenhang mit dem Betrieb besteht. Dieser Zusammenhang wird unabh&auml;ngig von der tats&auml;chlichen oder beabsichtigten Nutzung des Wirtschaftsguts dadurch hergestellt, dass die Anschaffung als solche ein betrieblicher Vorgang ist. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn das angeschaffte Wirtschaftsgut Entgelt f&uuml;r ein weggegebenes Wirtschaftsgut des Betriebsverm&ouml;gens oder f&uuml;r eine sonstige Wertabgabe aus dem Betriebsverm&ouml;gen ist. Dann ist der Zugang des angeschafften Gegenstands zum Betriebsverm&ouml;gen notwendige Folge des betrieblich veranlassten Erwerbs (Urteile des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 9.&nbsp;August 1989 X&nbsp;R&nbsp;20\/86, BFHE 158, 316, BStBl II 1990, 128; vom 11.&nbsp;November 1987 I&nbsp;R&nbsp;7\/84, BFHE 152, 84, BStBl II 1988, 424, m.w.N.). Dies gilt auch dann, wenn die Bilanzierung oder sonstige Erfassung in den B&uuml;chern des Steuerpflichtigen unterblieben ist (BFH-Urteil in BFHE 158, 316, BStBl II 1990, 128).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Hiernach sind die als Gegenleistung f&uuml;r die &Uuml;bertragung der betrieblichen Grundst&uuml;cke mit notariellem Vertrag vom &#8230;&nbsp;Januar 1984 erworbenen Flurst&uuml;cke Betriebsverm&ouml;gen des land- und forstwirtschaftlichen Betriebs der E geworden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Das FG hat auch zutreffend entschieden, dass E das streitbefangene Flurst&uuml;ck F mit der &Uuml;bertragung auf ihren Sohn f&uuml;r betriebsfremde Zwecke verwendet und damit aus dem Betriebsverm&ouml;gen entnommen hat (&sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 EStG). Eine Entnahme in einem fr&uuml;heren Wirtschaftsjahr konnte das FG nicht feststellen. Da dies im Revisionsverfahren zwischen den Beteiligten nicht mehr im Streit ist, sieht der Senat insoweit von weiteren Ausf&uuml;hrungen ab.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Ferner hat das FG den Entnahmewert dieses Grundst&uuml;cks in nicht zu beanstandender Weise mit 108.225&nbsp;EUR errechnet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Entnahmen des Steuerpflichtigen f&uuml;r sich, f&uuml;r seinen Haushalt oder f&uuml;r andere betriebsfremde Zwecke sind mit dem Teilwert anzusetzen (&sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;4 Satz&nbsp;1 EStG). Das FA hat den Teilwert des streitbefangenen Grundst&uuml;cks im Entnahmezeitpunkt mit 108.225&nbsp;EUR angenommen und diesen Wert anhand des Bodenrichtwerts (&sect;&nbsp;196 des Baugesetzbuchs) von 195&nbsp;EUR je qm ermittelt (zur Wertermittlung nach dem Bodenrichtwert s. zuletzt BFH-Urteil vom 21.&nbsp;September 2016 X&nbsp;R&nbsp;58\/14, BFH\/NV 2017, 275, m.w.N.). Dies ist nicht zu beanstanden. Da dieser Wert zwischen den Beteiligten nicht streitig ist, sieht der Senat auch insoweit von einer n&auml;heren Begr&uuml;ndung ab.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Das FG hat aber den Entnahmegewinn unzutreffend ermittelt, weil es statt der tats&auml;chlichen Anschaffungskosten des Flurst&uuml;cks F nur den Wert nach &sect;&nbsp;55 EStG von dem Entnahmewert abgezogen hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Von dem Teilwert des entnommenen Wirtschaftsguts sind bei einer Gewinnermittlung nach &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;3 EStG die Anschaffungskosten f&uuml;r den Grund und Boden im Zeitpunkt der Entnahme als Betriebsausgaben abzuziehen (&sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;4 EStG). Da E das ihrem Sohn &uuml;bertragene Grundst&uuml;ck im Wege des Tauschs erworben hat, bemessen sich die Anschaffungskosten nach dem gemeinen Wert der hingegebenen Wirtschaftsg&uuml;ter. Diese jetzt in &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;6 Satz&nbsp;1 EStG enthaltene Regelung galt auch schon vor Einf&uuml;hrung des &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;6 EStG (BFH-Urteile vom 14.&nbsp;Dezember 1982 VIII&nbsp;R&nbsp;53\/81, BFHE 137, 339, BStBl II 1983, 303; vom 25.&nbsp;Januar 1984 I&nbsp;R&nbsp;183\/81, BFHE 140, 538, BStBl II 1984, 422). Da E im Gegenzug f&uuml;r den Erwerb der Grundst&uuml;cke F und G die betrieblichen Flurst&uuml;cke B und C &uuml;bereignen musste, betrugen demnach die Anschaffungskosten f&uuml;r die beiden erworbenen Grundst&uuml;cke die Summe der gemeinen Werte der hingegebenen Grundst&uuml;cke. Die Beteiligten selbst haben in der Urkunde keinen Aufteilungsma&szlig;stab festgelegt, sodass der gemeine Wert der beiden hingegebenen Grundst&uuml;cke nach dem Verh&auml;ltnis der gemeinen Werte der erworbenen Grundst&uuml;cke aufzuteilen ist (BFH-Urteil vom 2.&nbsp;April 2008 IX&nbsp;R&nbsp;18\/06, BFHE 221, 1, BStBl II 2008, 679).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Das FG hat abweichend hiervon vom Entnahmewert nur die (anteiligen) Anschaffungskosten der im Wege des Tauschs ver&auml;u&szlig;erten Flurst&uuml;cke B und C nach &sect;&nbsp;55 EStG abgezogen und dies damit begr&uuml;ndet, die Ermittlung des gemeinen Werts der hingegebenen Grundst&uuml;cke sei entbehrlich, weil der Kl&auml;ger so zu stellen sei, als habe E den aus dem Grundst&uuml;ckstausch erzielten Ver&auml;u&szlig;erungsgewinn gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;6c i.V.m. &sect;&nbsp;6b EStG neutralisiert. Dies h&auml;lt einer revisionsrechtlichen Pr&uuml;fung nicht stand.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Steuerpflichtige, die Grund und Boden ver&auml;u&szlig;ern, k&ouml;nnen nach &sect;&nbsp;6b Abs.&nbsp;1 EStG und bei Vorliegen der in &sect;&nbsp;6b Abs.&nbsp;4 EStG genannten Voraussetzungen im Wirtschaftsjahr der Ver&auml;u&szlig;erung einen Betrag bis zur H&ouml;he des bei der Ver&auml;u&szlig;erung entstandenen Gewinns von Anschaffungs- und Herstellungskosten bestimmter anderer Wirtschaftsg&uuml;ter abziehen. Soweit dieser Abzug nicht vorgenommen wird, kann im Wirtschaftsjahr der Ver&auml;u&szlig;erung eine den Gewinn mindernde R&uuml;cklage gebildet werden (&sect;&nbsp;6b Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 EStG). Ermittelt der Steuerpflichtige seinen Gewinn nach &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;3 EStG, ist &sect;&nbsp;6b EStG mit Ausnahme des &sect;&nbsp;6b Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 EStG entsprechend anzuwenden (z.B. BFH-Urteil vom 10.&nbsp;M&auml;rz 2016 IV&nbsp;R&nbsp;41\/13, BFHE 253, 337, BStBl II 2016, 984).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>&sect;&nbsp;6b EStG r&auml;umt Steuerpflichtigen, die ihren Gewinn nach &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;1 EStG oder &sect;&nbsp;5 EStG ermitteln, hinsichtlich der &Uuml;bertragung stiller Reserven Wahlrechte ein. Der Steuerpflichtige kann stille Reserven unter den in &sect;&nbsp;6b EStG n&auml;her beschriebenen Voraussetzungen &uuml;bertragen oder in eine R&uuml;cklage stellen, er muss es aber nicht (z.B. BFH-Urteile vom 19.&nbsp;Dezember 2012 IV&nbsp;R&nbsp;41\/09, BFHE 240, 73, BStBl II 2013, 313, Rz&nbsp;33; vom 30.&nbsp;August 2001 IV&nbsp;R&nbsp;30\/99, BFHE 196, 507, BStBl II 2002, 49, und vom 17.&nbsp;September 1987 IV&nbsp;R&nbsp;8\/86, BFHE 151, 139, BStBl II 1988, 55). Entsprechendes gilt gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;6c EStG f&uuml;r Steuerpflichtige, die ihren Gewinn nach &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;3 EStG ermitteln.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die in &sect;&nbsp;6b Abs.&nbsp;1 und 3 EStG gew&auml;hrten Wahlrechte sind sog. Bilanzierungswahlrechte, die durch einen Abzug des Ver&auml;u&szlig;erungsgewinns von den Anschaffungskosten eines Ersatzwirtschaftsguts oder Bildung einer R&uuml;cklage in der Steuerbilanz bzw. bei der Ver&auml;u&szlig;erung von Sonderbetriebsverm&ouml;gen in der jeweiligen Sonderbilanz ausge&uuml;bt werden (u.a. BFH-Urteil in BFHE 240, 73, BStBl II 2013, 313, m.w.N.). Wird der Gewinn nach &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;3 EStG ermittelt, gilt auf Grund der in &sect;&nbsp;6c EStG angeordneten entsprechenden Anwendung des &sect;&nbsp;6b EStG nichts anderes. Das auf Gewinn&uuml;bertragung gerichtete Wahlrecht nach &sect;&nbsp;6c Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 i.V.m. &sect;&nbsp;6b Abs.&nbsp;1 und Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 EStG wird in der Gewinnermittlung des Ver&auml;u&szlig;erungsjahrs durch Abzug von den Anschaffungs- oder Herstellungskosten des Reinvestitionsguts oder Bildung einer R&uuml;cklage ausge&uuml;bt, die bei der Gewinnermittlung nach &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;3 EStG als Betriebsausgabe vorzunehmen ist (&sect;&nbsp;6c Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 EStG; BFH-Beschluss vom 11.&nbsp;Juni 2014 IV&nbsp;B&nbsp;46\/13, BFH\/NV 2014, 1369; BFH-Urteil in BFHE 196, 507, BStBl II 2002, 49). Die Aus&uuml;bung des Wahlrechts setzt demnach voraus, dass zun&auml;chst ein Gewinn nach &sect;&nbsp;6c i.V.m. &sect;&nbsp;6b Abs.&nbsp;2 EStG erkl&auml;rt, der sodann durch Abzug einer Betriebsausgabe wieder neutralisiert wird. &Uuml;berdies sind die weiteren Voraussetzungen des &sect;&nbsp;6c Abs.&nbsp;2 EStG zu beachten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) E hat im Wirtschaftsjahr 1983\/1984 weder einen Gewinn aus dem Grundst&uuml;ckstausch ausgewiesen noch hat sie die Anschaffungskosten der erworbenen Flurst&uuml;cke durch Ansatz einer Betriebsausgabe in n&auml;mlicher H&ouml;he gemindert. Sie hat damit ihr Wahlrecht nach &sect;&nbsp;6c Abs.&nbsp;1 Satz 1 i.V.m. &sect;&nbsp;6b Abs.&nbsp;1 EStG nicht ausge&uuml;bt. Ihr Verhalten kann auch nicht als konkludenter Antrag aufgefasst werden. Erforderlich hierf&uuml;r w&auml;re eine &Auml;u&szlig;erung in der Gewinnermittlung oder den dieser beigef&uuml;gten Unterlagen gewesen, die ihrem objektiven Gehalt nach eindeutig nur den Schluss zugelassen h&auml;tte, E habe den durch Tausch realisierten Ver&auml;u&szlig;erungsgewinn nach &sect;&nbsp;6c i.V.m. &sect;&nbsp;6b Abs.&nbsp;1 EStG neutralisieren wollen. Derartige Umst&auml;nde hat das FG jedoch nicht festgestellt. Zwar war der Ver&auml;u&szlig;erungsgewinn in der Gewinnermittlung nicht enthalten. Dies rechtfertigt jedoch nicht den Schluss, E habe diesen Gewinn auf die Anschaffungskosten der eingetauschten Grundst&uuml;cke &uuml;bertragen wollen (BFH-Urteil vom 25.&nbsp;September 2014 IV&nbsp;R&nbsp;44\/11, BFHE 246, 470, BStBl II 2015, 470, Rz&nbsp;30, zur R&uuml;cklage f&uuml;r Ersatzbeschaffung).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Entgegen der Auffassung des FA folgt auch nicht aus dem BFH-Urteil vom 14.&nbsp;Dezember 1999 IX&nbsp;R&nbsp;62\/96 (BFHE 190, 438, BStBl II 2000, 656), dass statt der tats&auml;chlichen Anschaffungskosten der erworbenen Flurst&uuml;cke die historischen Anschaffungskosten bzw. die Werte nach &sect;&nbsp;55 EStG f&uuml;r die beiden weggetauschten Grundst&uuml;cke anzusetzen sind. Denn dieses Urteil trifft nur Aussagen zur Bemessungsgrundlage von Absetzungen f&uuml;r Abnutzung (AfA) eines nach Betriebsaufgabe weiterhin zur Erzielung von Eink&uuml;nften genutzten Wirtschaftsguts und behandelt daher einen mit dem Streitfall nicht vergleichbaren Sachverhalt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Die &Uuml;berf&uuml;hrung eines Wirtschaftsguts aus dem Betriebsverm&ouml;gen in das Privatverm&ouml;gen ist mangels &Auml;nderung des Rechtstr&auml;gers keine Ver&auml;u&szlig;erung und spiegelbildlich auch keine Anschaffung, sodass sich hierdurch grunds&auml;tzlich die (historischen) Anschaffungskosten des Wirtschaftsguts nicht erh&ouml;hen. Gleichwohl behandelt die Rechtsprechung die Entnahme eines abnutzbaren Wirtschaftsguts als anschaffungs&auml;hnlichen Vorgang, wenn das Wirtschaftsgut weiterhin zur Erzielung von Eink&uuml;nften aus Vermietung und Verpachtung genutzt wird; der Teilwert oder im Fall der Betriebsaufgabe der gemeine Wert ist dann k&uuml;nftig die Grundlage f&uuml;r die Bemessung der AfA (z.B. BFH-Urteile vom 9.&nbsp;August 1983 VIII&nbsp;R&nbsp;177\/80, BFHE 139, 187, BStBl II 1983, 759; vom 29.&nbsp;April 1992 XI&nbsp;R&nbsp;5\/90, BFHE 168, 161, BStBl II 1992, 969, und in BFHE 190, 438, BStBl II 2000, 656; s.a. BFH-Urteile vom 13.&nbsp;April 2010 IX&nbsp;R&nbsp;22\/09, BFHE 229, 189, BStBl II 2010, 790; vom 24.&nbsp;Juni 2008 IX&nbsp;R&nbsp;58\/05, BFHE 222, 367, BStBl II 2008, 872, am Ende zu &sect;&nbsp;17 EStG).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der h&ouml;here Entnahmewert ersetzt die historischen Anschaffungskosten jedoch nur, soweit die bei Entnahme vorhandenen stillen Reserven schon besteuert wurden oder noch besteuert werden k&ouml;nnen. Denn nur insoweit werden die als Betriebsausgaben ber&uuml;cksichtigten AfA (teilweise) wieder r&uuml;ckg&auml;ngig gemacht. Der Zweck des &sect;&nbsp;7 EStG gebietet dann eine ergebnismindernde Ber&uuml;cksichtigung bei den Eink&uuml;nften aus Vermietung und Verpachtung. Ist eine Betriebsaufgabe oder eine Entnahme steuerlich nicht erfasst worden oder auf Grund einer Sondervorschrift steuerlich nicht zu erfassen gewesen, bilden die historischen Anschaffungskosten weiterhin die Grundlage f&uuml;r die Bemessung der AfA (z.B. BFH-Urteile vom 3.&nbsp;Mai 1994 IX&nbsp;R&nbsp;59\/92, BFHE 174, 422, BStBl II 1994, 749; vom 10.&nbsp;Mai 1995 IX&nbsp;R&nbsp;54\/91, BFH\/NV 1995, 1055; in BFHE 190, 438, BStBl II 2000, 656; in BFHE 229, 189, BStBl II 2010, 790, zu &sect;&nbsp;17 EStG).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Im Streitfall geht es nicht um einen anschaffungs&auml;hnlichen Vorgang, sondern um eine tats&auml;chliche Anschaffung. E hat durch Vertrag vom &#8230;&nbsp;Januar 1984 die Grundst&uuml;cke F und G von einem anderen Rechtstr&auml;ger erworben und hierf&uuml;r als Gegenleistung zwei betriebliche Grundst&uuml;cke &uuml;bereignet. Die ihr hierdurch erwachsenen Anschaffungskosten in H&ouml;he des gemeinen Werts der &uuml;bertragenen Grundst&uuml;cke sind gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;4 EStG zwingend als Betriebsausgaben zu erfassen. Aus vorgenannter Rechtsprechung l&auml;sst sich kein allgemeiner Grundsatz ableiten, dass Steuerpflichtige, die in ihrer Einkommensteuererkl&auml;rung aufgedeckte stille Reserven aus einer Ver&auml;u&szlig;erung oder Entnahme nicht erkl&auml;ren, hinsichtlich weiterer Gesch&auml;ftsvorf&auml;lle &#8211;entgegen gesetzlicher Vorgaben&#8211; so zu stellen sind, als habe es die Gewinnrealisierung nicht gegeben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>5. Das FG ist in seinem Urteil von anderen Rechtsgrunds&auml;tzen ausgegangen. Sein Urteil ist daher aufzuheben. Die Sache ist jedoch nicht spruchreif, da der Senat anhand der Feststellungen des FG die Anschaffungskosten des Flurst&uuml;cks F nicht bestimmen kann.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>6. Die &Uuml;bertragung der Kostenentscheidung folgt aus &sect;&nbsp;143 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 6.12.2017, VI R 68\/15ECLI:DE:BFH:2017:U.061217.VIR68.15.0 Grundst&uuml;ckstausch: Ermittlung der Anschaffungskosten bei Grundst&uuml;cksentnahme Leits&auml;tze 1. Wird ein Grundst&uuml;ck aus dem Betriebsverm&ouml;gen entnommen, ist bei einer Gewinnermittlung nach &sect; 4 Abs. 3 EStG der Entnahmegewinn durch Abzug der Anschaffungskosten vom Entnahmewert (Teilwert) des Grundst&uuml;cks zu ermitteln. Dies gilt auch dann, wenn es vor Jahren im Wege &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/vi-r-68-15-grundstueckstausch-ermittlung-der-anschaffungskosten-bei-grundstuecksentnahme\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">VI&nbsp;R&nbsp;68\/15 &#8211; Grundst&uuml;ckstausch: Ermittlung der Anschaffungskosten bei Grundst&uuml;cksentnahme<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-69182","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/69182","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=69182"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/69182\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=69182"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=69182"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=69182"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}