{"id":69325,"date":"2018-04-08T07:46:15","date_gmt":"2018-04-08T05:46:15","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=69325"},"modified":"2018-04-08T07:46:15","modified_gmt":"2018-04-08T05:46:15","slug":"x-b-161-17-rueckgaengigmachung-eines-investitionsabzugsbetrags-bei-nichtinvestition","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/x-b-161-17-rueckgaengigmachung-eines-investitionsabzugsbetrags-bei-nichtinvestition\/","title":{"rendered":"X&nbsp;B&nbsp;161\/17 &#8211; R&uuml;ckg&auml;ngigmachung eines Investitionsabzugsbetrags bei Nichtinvestition"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 5.2.2018, X B 161\/17<br \/>ECLI:DE:BFH:2018:B.050218.XB161.17.0<\/p>\n<p class=\"titel\">R&uuml;ckg&auml;ngigmachung eines Investitionsabzugsbetrags bei Nichtinvestition<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>1. NV: Auch ein Investitionsabzugsbetrag, der wegen &Uuml;berschreitens der Gewinngrenze schon gar nicht h&auml;tte in Anspruch genommen werden d&uuml;rfen, kann gem&auml;&szlig; &sect; 7g Abs. 3 EStG r&uuml;ckwirkend r&uuml;ckg&auml;ngig gemacht werden, wenn die beabsichtigte Investition innerhalb der dreij&auml;hrigen Investitionsfrist tats&auml;chlich nicht vorgenommen wird.<\/p>\n<\/p>\n<p>2. NV: Eine Rechtsfrage ist nicht kl&auml;rungsbed&uuml;rftig, wenn sie offensichtlich so zu beantworten ist, wie es das FG getan hat, die Rechtslage also eindeutig ist.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Die Beschwerde des Kl&auml;gers wegen Nichtzulassung der Revision gegen das Urteil des Finanzgerichts Hamburg vom 6. November 2017 2 K 197\/17 wird als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des Beschwerdeverfahrens hat der Kl&auml;ger zu tragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">I.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger und Beschwerdef&uuml;hrer (Kl&auml;ger) erkl&auml;rte f&uuml;r das Streitjahr 2011 einen Gewinn aus Gewerbebetrieb von 70.300&nbsp;EUR, den er durch Einnahmen-&Uuml;berschuss-Rechnung ermittelte. Dabei hatte er einen Investitionsabzugsbetrag von 28.000&nbsp;EUR f&uuml;r die beabsichtigte Anschaffung von &#8230; abgezogen. Ferner erkl&auml;rte er Eink&uuml;nfte aus selbst&auml;ndiger Arbeit &#8230; von 70.877&nbsp;EUR. Der Beklagte und Beschwerdegegner (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) setzte die Einkommensteuer 2011 am 21.&nbsp;Januar&nbsp;2014 erkl&auml;rungsgem&auml;&szlig; auf 41.493&nbsp;EUR fest. Dieser Bescheid stand nicht unter dem Vorbehalt der Nachpr&uuml;fung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Jahr 2015 fand eine Au&szlig;enpr&uuml;fung beim Kl&auml;ger statt. Im Betriebspr&uuml;fungsbericht vom 28.&nbsp;Oktober 2015 kam der Pr&uuml;fer zu der Auffassung, der Kl&auml;ger habe &#8211;mit Ausnahme einer k&uuml;nstlerischen T&auml;tigkeit, der der Pr&uuml;fer j&auml;hrlich einen pauschalen Gewinn von 10.000&nbsp;EUR zuordnete&#8211; einen einheitlichen Gewerbebetrieb unterhalten. Der Gewinn aus diesem Betrieb habe sich f&uuml;r 2011 auf 132.779&nbsp;EUR belaufen. Damit sei die Gewinngrenze des &sect;&nbsp;7g Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;c des Einkommensteuergesetzes (EStG) von 100.000&nbsp;EUR &uuml;berschritten, so dass der Investitionsabzugsbetrag nicht h&auml;tte in Anspruch genommen werden d&uuml;rfen. Eine &Auml;nderung des Bescheids nach &sect;&nbsp;173 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 der Abgabenordnung (AO) sei allerdings nicht m&ouml;glich; n&auml;here Ausf&uuml;hrungen hierzu enth&auml;lt der Betriebspr&uuml;fungsbericht nicht. In den Jahren 2012 und 2013 seien die beabsichtigten Investitionen nicht vorgenommen worden. F&uuml;r 2014 k&ouml;nne dies nicht beurteilt werden, da die Steuererkl&auml;rungen 2014 noch nicht vorl&auml;gen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Am 9.&nbsp;Dezember 2015 reichte der Kl&auml;ger die Einkommensteuererkl&auml;rung 2014 ein. Am 4.&nbsp;Februar 2016 erlie&szlig; das FA einen &#8211;auf &sect;&nbsp;173 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1, 2 AO gest&uuml;tzten&#8211; ge&auml;nderten Einkommensteuerbescheid 2011, mit dem es die Steuer auf 33.866&nbsp;EUR herabsetzte. Der Investitionsabzugsbetrag wurde dem Kl&auml;ger in diesem Bescheid unver&auml;ndert gew&auml;hrt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach den Feststellungen des Finanzgerichts (FG) wurde dem FA erst aufgrund eines Schreibens des Kl&auml;gers vom 10.&nbsp;Mai 2016 bekannt, dass die Investition, f&uuml;r die der Investitionsabzugsbetrag gebildet worden war, auch im Jahr 2014 nicht vorgenommen worden war. Daraufhin erlie&szlig; das FA am 1.&nbsp;Juni 2016 den im vorliegenden Verfahren angefochtenen, auf &sect;&nbsp;7g Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;2 EStG gest&uuml;tzten ge&auml;nderten Einkommensteuerbescheid 2011, mit dem es die Steuer auf 41.902&nbsp;EUR erh&ouml;hte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Einspruchs- und Klageverfahren machte der Kl&auml;ger erfolglos geltend, die Voraussetzungen des &sect;&nbsp;7g Abs.&nbsp;3 EStG seien schon nach dessen Wortlaut nicht erf&uuml;llt, da diese Vorschrift auf &sect;&nbsp;7g Abs.&nbsp;1 EStG verweise, dessen Voraussetzungen wegen des &Uuml;bersteigens der Gewinngrenze aber unstreitig nicht vorgelegen h&auml;tten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG f&uuml;hrte zur Begr&uuml;ndung seiner klageabweisenden Entscheidung aus, &sect;&nbsp;7g Abs.&nbsp;3 EStG stelle eine eigenst&auml;ndige &Auml;nderungsvorschrift dar, deren Voraussetzungen hier erf&uuml;llt seien. Insbesondere habe der Kl&auml;ger einen Investitionsabzugsbetrag in Anspruch genommen. Zwar sei unstreitig, dass die Voraussetzungen f&uuml;r die Inanspruchnahme nicht vorgelegen h&auml;tten; gleichwohl handele es sich um einen Investitionsabzugsbetrag. Der Wortlaut des &sect;&nbsp;7g Abs.&nbsp;3 EStG differenziere nicht zwischen rechtm&auml;&szlig;ig und rechtswidrig gebildeten Investitionsabzugsbetr&auml;gen. Dies werde durch den Zweck der Regelung best&auml;tigt: Die R&uuml;ckg&auml;ngigmachung solle im Fall der Nichtinvestition den Vorteil ausgleichen, der durch die fr&uuml;here Minderung der Steuerschuld eingetreten sei. Diese gesetzgeberische Zielsetzung sei erst recht erf&uuml;llt, wenn der Investitionsabzugsbetrag gar nicht h&auml;tte in Anspruch genommen werden d&uuml;rfen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit seiner Beschwerde begehrt der Kl&auml;ger die Zulassung der Revision wegen grunds&auml;tzlicher Bedeutung der Rechtssache.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA h&auml;lt die Beschwerde f&uuml;r unzul&auml;ssig.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">II.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Beschwerde ist &#8211;bei Zweifeln daran, ob die gesetzlichen Darlegungsanforderungen des &sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;3 der Finanzgerichtsordnung (FGO) &uuml;berhaupt erf&uuml;llt sind&#8211; jedenfalls unbegr&uuml;ndet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Die Voraussetzungen f&uuml;r eine Revisionszulassung wegen grunds&auml;tzlicher Bedeutung der Rechtssache (&sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 FGO) liegen nicht vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Der Kl&auml;ger formuliert sinngem&auml;&szlig; die Rechtsfrage, ob auch ein Investitionsabzugsbetrag, der wegen &Uuml;berschreitens der Gewinngrenze schon gar nicht h&auml;tte gebildet werden d&uuml;rfen, gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;7g Abs.&nbsp;3 EStG r&uuml;ckg&auml;ngig gemacht werden kann, wenn die beabsichtigte Investition innerhalb der dreij&auml;hrigen Investitionsfrist tats&auml;chlich nicht vorgenommen wird.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Diese Rechtsfrage ist nicht kl&auml;rungsbed&uuml;rftig.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>An der Kl&auml;rungsbed&uuml;rftigkeit fehlt es insbesondere dann, wenn die in der Beschwerdebegr&uuml;ndung aufgeworfene Rechtsfrage offensichtlich so zu beantworten ist, wie es das FG getan hat, die Rechtslage also eindeutig ist (Beschl&uuml;sse des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 21.&nbsp;September 2009 VI&nbsp;B&nbsp;31\/09, BFHE 226, 329, BStBl II 2011, 382, und vom 14.&nbsp;April 2011 X&nbsp;B&nbsp;104\/10, BFH\/NV 2011, 1343, unter b).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dies ist hier der Fall.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Zu Recht ist das FG der Auffassung des Kl&auml;gers nicht gefolgt, der Wortlaut des &sect;&nbsp;7g Abs.&nbsp;3 EStG stehe im Streitfall einer R&uuml;ckg&auml;ngigmachung des Abzugs entgegen. &sect;&nbsp;7g Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 EStG setzt nach seinem Wortlaut insoweit lediglich voraus, dass ein &quot;Abzug nach Absatz&nbsp;1&quot; stattgefunden hat. Dies ist vorliegend der Fall. Demgegen&uuml;ber differenziert &sect;&nbsp;7g Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 EStG nicht danach, ob im Abzugsjahr s&auml;mtliche materiell-rechtlichen Voraussetzungen f&uuml;r den Abzug vorgelegen haben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Ebenso zutreffend hat das FG auf den Normzweck des &sect;&nbsp;7g Abs.&nbsp;3 EStG hingewiesen. Danach soll der Abzug immer dann r&uuml;ckwirkend r&uuml;ckg&auml;ngig gemacht werden, wenn die beabsichtigte Investition innerhalb des dreij&auml;hrigen Investitionszeitraums nicht vorgenommen wurde (vgl. Begr&uuml;ndung zum Entwurf eines Unternehmensteuerreformgesetzes 2008 vom 27.&nbsp;M&auml;rz 2007, BTDrucks 16\/4841, 53). Dieser Zweck wird unabh&auml;ngig davon erf&uuml;llt, ob im Veranlagungszeitraum des Abzugs die Gewinngrenze unter- oder &uuml;berschritten war.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Schlie&szlig;lich besteht auch deshalb kein Bedarf f&uuml;r eine Entscheidung des BFH, weil zu der Vorl&auml;uferregelung (&sect;&nbsp;7g EStG in der bis zum 17.&nbsp;August 2007 geltenden Fassung) bereits entsprechende h&ouml;chstrichterliche Rechtsprechung vorliegt. So hat der BFH insoweit ausdr&uuml;cklich entschieden, dass auch bei der Gewinnermittlung durch Einnahmen-&Uuml;berschuss-Rechnung eine Ansparabschreibung im Fall der Nichtinvestition durch Ansatz einer entsprechenden Betriebseinnahme aufzul&ouml;sen war, ohne dass es darauf ankam, ob die Vornahme der Ansparabschreibung rechtm&auml;&szlig;ig war (BFH-Urteil vom 28.&nbsp;April 2005 IV&nbsp;R&nbsp;30\/04, BFHE 209, 496, BStBl II 2005, 704, unter II.2.a, unter Berufung auf Rechtsprechung zu &sect;&sect;&nbsp;6b, 6c EStG).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Es ist weder vom Kl&auml;ger dargelegt noch sonst ersichtlich, dass sich mit der Umgestaltung der Ansparabschreibung zu einem Investitionsabzugsbetrag der Zweck der Norm &#8211;insbesondere der Regelung &uuml;ber die Aufl&ouml;sung bzw. R&uuml;ckg&auml;ngigmachung des Abzugs im Fall der Nichtinvestition&#8211; dahingehend ge&auml;ndert haben k&ouml;nnte, dass der Steuerpflichtige den Vorteil eines rechtswidrig in Anspruch genommenen Investitionsabzugsbetrags auch dann behalten k&ouml;nnen sollte, wenn er tats&auml;chlich nicht investiert.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Die Kostenentscheidung beruht auf &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Von einer weiteren Darstellung des Sachverhalts sowie einer weiteren Begr&uuml;ndung sieht der Senat gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;2 Halbsatz&nbsp;2 FGO ab.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 5.2.2018, X B 161\/17ECLI:DE:BFH:2018:B.050218.XB161.17.0 R&uuml;ckg&auml;ngigmachung eines Investitionsabzugsbetrags bei Nichtinvestition Leits&auml;tze 1. NV: Auch ein Investitionsabzugsbetrag, der wegen &Uuml;berschreitens der Gewinngrenze schon gar nicht h&auml;tte in Anspruch genommen werden d&uuml;rfen, kann gem&auml;&szlig; &sect; 7g Abs. 3 EStG r&uuml;ckwirkend r&uuml;ckg&auml;ngig gemacht werden, wenn die beabsichtigte Investition innerhalb der dreij&auml;hrigen Investitionsfrist tats&auml;chlich nicht vorgenommen wird. &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/x-b-161-17-rueckgaengigmachung-eines-investitionsabzugsbetrags-bei-nichtinvestition\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">X&nbsp;B&nbsp;161\/17 &#8211; R&uuml;ckg&auml;ngigmachung eines Investitionsabzugsbetrags bei Nichtinvestition<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-69325","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/69325","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=69325"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/69325\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=69325"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=69325"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=69325"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}