{"id":69326,"date":"2018-04-08T07:46:21","date_gmt":"2018-04-08T05:46:21","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=69326"},"modified":"2018-04-08T07:46:21","modified_gmt":"2018-04-08T05:46:21","slug":"v-b-105-17-grundsaetzliche-bedeutung-stromspeicher-keine-wesentliche-komponente-einer-photovoltaik-anlage-zuziehung-eines-sachverstaendigen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/v-b-105-17-grundsaetzliche-bedeutung-stromspeicher-keine-wesentliche-komponente-einer-photovoltaik-anlage-zuziehung-eines-sachverstaendigen\/","title":{"rendered":"V&nbsp;B&nbsp;105\/17 &#8211; Grunds&auml;tzliche Bedeutung: Stromspeicher keine wesentliche Komponente einer Photovoltaik-Anlage &#8211; Zuziehung eines Sachverst&auml;ndigen"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 7.2.2018, V B 105\/17<br \/>ECLI:DE:BFH:2018:B.070218.VB105.17.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Grunds&auml;tzliche Bedeutung: Stromspeicher keine wesentliche Komponente einer Photovoltaik-Anlage &#8211; Zuziehung eines Sachverst&auml;ndigen<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>1. NV: Eine Photovoltaik-Anlage besteht im Wesentlichen aus Solarzellen, die in sog. Solarmodulen zusammengefasst werden, einem Wechselrichter, der den Gleichstrom umwandelt und einem Einspeisez&auml;hler.<\/p>\n<\/p>\n<p>2. NV: Ein Stromspeicher dient nicht der Produktion von Solarstrom und geh&ouml;rt daher nicht zu den (wesentlichen) Komponenten einer Photovoltaik-Anlage. Die Rechtsfrage, ob die zeitversetzte Anschaffung von Komponenten einer Photovoltaik-Anlage zu einer umsatzsteuerrechtlich getrennten Bewertung f&uuml;hren kann, hat daher f&uuml;r die (nachtr&auml;gliche) Anschaffung eines Stromspeichers keine grunds&auml;tzliche Bedeutung.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Die Beschwerde des Kl&auml;gers wegen Nichtzulassung der Revision gegen das Urteil des Finanzgerichts M&uuml;nchen vom 24. August 2017 14 K 2753\/15 wird als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des Beschwerdeverfahrens hat der Kl&auml;ger zu tragen.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"gruende\">Gr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Beschwerde des Kl&auml;gers und Beschwerdef&uuml;hrers (Kl&auml;ger) ist unbegr&uuml;ndet. Die geltend gemachten Zulassungsgr&uuml;nde liegen, soweit sie &uuml;berhaupt in einer den Anforderungen des &sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;3 der Finanzgerichtsordnung (FGO) gen&uuml;genden Form dargelegt sind, jedenfalls nicht vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Die Rechtssache hat keine grunds&auml;tzliche Bedeutung i.S. von &sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 FGO. Eine Rechtssache hat grunds&auml;tzliche Bedeutung, wenn die f&uuml;r die Beurteilung des Streitfalls ma&szlig;gebliche Rechtsfrage das Interesse der Allgemeinheit an der einheitlichen Entwicklung und Handhabung des Rechts ber&uuml;hrt. Dabei muss die Rechtsfrage kl&auml;rungsbed&uuml;rftig und in dem angestrebten Revisionsverfahren kl&auml;rungsf&auml;hig sein (st&auml;ndige Rechtsprechung, vgl. Beschluss des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 23.&nbsp;Juni 2017 X&nbsp;B&nbsp;151\/16, BFH\/NV 2017, 1434, Rz&nbsp;7, m.w.N).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Abgesehen davon, dass der Kl&auml;ger die Kl&auml;rungsbed&uuml;rftigkeit der von ihm aufgeworfenen Rechtsfrage, &quot;ob eine zeitversetzte Anschaffung von Komponenten einer Photovoltaikanlage zu einer umsatzsteuerlich getrennten Bewertung f&uuml;hren kann, obwohl ein Funktionszusammenhang gegeben ist&quot; nicht hinreichend dargelegt hat, w&auml;re diese Rechtsfrage in einem Revisionsverfahren nicht kl&auml;rungsf&auml;hig. Denn der Stromspeicher, f&uuml;r dessen nachtr&auml;gliche Anschaffung ein Vorsteuerabzug begehrt wird, geh&ouml;rt nicht zu den f&uuml;r den Betrieb einer Photovoltaik-Anlage wesentlichen Komponenten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Eine Photovoltaik-Anlage besteht im Wesentlichen aus Solarzellen, die in sog. Solarmodulen zusammengefasst werden, einem Wechselrichter, der den Gleichstrom umwandelt und einem Einspeisez&auml;hler (vgl. BFH-Urteil vom 19.&nbsp;Juli 2011 XI&nbsp;R&nbsp;29\/09, BFHE 234, 556, BStBl II 2012, 430). Ein Stromspeicher dient nicht der Produktion von Solarstrom und geh&ouml;rt daher nicht zu den (wesentlichen) Komponenten einer Photovoltaik-Anlage.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Soweit der Kl&auml;ger ausf&uuml;hrt, dass jedenfalls ein Wechselrichter nach der h&ouml;chstrichterlichen Rechtsprechung zu den Bestandteilen der Photovoltaik-Anlage geh&ouml;re, l&auml;sst er au&szlig;er Acht, dass seine Photovoltaik-Anlage bereits mit zwei &#8211;f&uuml;r die Umwandlung des erzeugten Gleichstroms in Wechselstrom und zur Einspeisung ins &ouml;ffentliche Netz erforderlichen&#8211; sog. Solarwechselrichtern ausgestattet und damit voll funktionsf&auml;hig war. Der zus&auml;tzliche Wechselrichter diente daher nicht der Erzeugung und Einspeisung des Stroms, sondern bezweckte, den erzeugten Solarstrom in gr&ouml;&szlig;eren Mengen als vorher selbst verbrauchen zu k&ouml;nnen und hat daher eine andere Funktion als die Photovoltaik-Anlage.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Die Revision ist auch nicht zur Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung zuzulassen (&sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 FGO). Die vom Kl&auml;ger behauptete Divergenz zu den BFH-Urteilen in BFHE 234, 556, BStBl II 2012, 430 und vom 8.&nbsp;Oktober 2008 XI&nbsp;R&nbsp;58\/07 (BFHE 223, 487, BStBl II 2009, 394) sowie zum Urteil des Gerichtshofs der Europ&auml;ischen Union (EuGH) vom 20.&nbsp;Juni 2013 C-219\/12 (EU:C:2013:413) ist weder hinreichend dargelegt noch liegt sie tats&auml;chlich vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Zur schl&uuml;ssigen Darlegung einer Abweichung muss der Beschwerdef&uuml;hrer u.a. tragende und abstrakte Rechtss&auml;tze aus dem angefochtenen Urteil des Finanzgerichts (FG) einerseits und aus den behaupteten Divergenzentscheidungen andererseits herausarbeiten und einander gegen&uuml;berstellen, um so die behauptete Abweichung zu verdeutlichen (vgl. Senatsbeschluss vom 11.&nbsp;M&auml;rz 2014 V&nbsp;B&nbsp;30\/13, BFH\/NV 2014, 920, m.w.N.). Im Streitfall hat der Kl&auml;ger keine tragenden und abstrakten Rechtss&auml;tze herausgearbeitet und einander gegen&uuml;bergestellt, sondern lediglich behauptet, das FG-Urteil ber&uuml;cksichtige die o.g. BFH-Entscheidungen nicht oder widersetze sich diesen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Dar&uuml;ber hinaus betreffen die angeblichen Divergenzentscheidungen keine vergleichbaren Sachverhalte und auch keine identischen Rechtsfragen:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das BFH-Urteil in BFHE 234, 556, BStBl II 2012, 430 betrifft die Frage des Vorsteuerabzugs aus Aufwendungen f&uuml;r die Errichtung eines Holzschuppens, auf dessen Dach eine Photovoltaik-Anlage betrieben wird, w&auml;hrend es im Streitfall um die Frage geht, ob es sich bei der Photovoltaik-Anlage und der nachtr&auml;glich erworbenen Speicherbatterie um ein einheitliches (oder getrenntes) Zuordnungsobjekt handelt. Nicht mit dem Streitfall vergleichbar ist auch die Entscheidung des BFH in BFHE 223, 487, BStBl II 2009, 394, die den ma&szlig;geblichen Zeitpunkt der Zuordnung eines Gegenstands zum Unternehmensverm&ouml;gen behandelt. Nach dem EuGH-Urteil in EU:C:2013:413 ist Art.&nbsp;4 Abs.&nbsp;1 und 2 der Sechsten Richtlinie des Rates vom 17.&nbsp;Mai 1977 zur Harmonisierung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten &uuml;ber die Umsatzsteuern 77\/388\/EWG dahin auszulegen, dass der Betrieb einer auf oder neben einem Wohnhaus angebrachten Photovoltaik-Anlage, die derart ausgelegt ist, dass zum einen die Menge des erzeugten Stromes die durch den Anlagenbetreiber insgesamt privat verbrauchte Strommenge immer unterschreitet und zum anderen der erzeugte Strom gegen nachhaltige Einnahmen an das Netz geliefert wird, unter den Begriff &quot;wirtschaftliche T&auml;tigkeiten&quot; im Sinne dieses Artikels f&auml;llt. Darum geht es im Streitfall nicht, denn es ist unstrittig, dass der Kl&auml;ger mit seiner Photovoltaik-Anlage eine wirtschaftliche bzw. unternehmerische T&auml;tigkeit aus&uuml;bt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Die behaupteten Verfahrensfehler (&sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;3 FGO) f&uuml;hren zu keiner Zulassung der Revision.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Soweit der Kl&auml;ger r&uuml;gt, das FG habe es trotz seines Beweisantrags unterlassen, den Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer der X-GmbH &#038; Co. KG (Herrn Z) als Zeugen zu vernehmen, hat er sein R&uuml;gerecht verloren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Die R&uuml;ge, das FG sei einem Beweisantrag nicht nachgegangen, kann dann nicht mehr geltend gemacht werden, wenn ein Beteiligter hierauf i.S. von &sect;&nbsp;295 der Zivilprozessordnung (ZPO) i.V.m. &sect;&nbsp;155 Satz&nbsp;1 FGO verzichtet hat. Ein solcher Verzicht ist nicht nur im Falle einer ausdr&uuml;cklichen Verzichtserkl&auml;rung, sondern auch dann anzunehmen, wenn der Beteiligte in der m&uuml;ndlichen Verhandlung zur Sache verhandelt hat, ohne den Verfahrensmangel zu r&uuml;gen (BFH-Beschl&uuml;sse vom 21.&nbsp;Mai 2014 I&nbsp;B&nbsp;97\/13, BFH\/NV 2014, 1555, Leitsatz und Rz&nbsp;3; vom 5.&nbsp;Juni 2013 III&nbsp;B&nbsp;47\/12, BFH\/NV 2013, 1438, Rz&nbsp;3).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Ausweislich der Sitzungsniederschrift der m&uuml;ndlichen Verhandlung vom 24.&nbsp;August 2017 hat der Prozessbevollm&auml;chtigte die Nichterhebung des schrifts&auml;tzlich beantragten Beweises nicht ger&uuml;gt. Schweigt das Protokoll zu behaupteten Verfahrensverst&ouml;&szlig;en, dann liefert es den Beweis daf&uuml;r (&sect;&nbsp;94 FGO i.V.m. &sect;&nbsp;165 ZPO), dass ein bestimmter Antrag von einem Beteiligten nicht gestellt wurde oder ein bestimmter Vortrag (z.B. R&uuml;ge) nicht stattgefunden hat. Ein diesbez&uuml;glicher Verfahrensmangel kann dann im Verfahren der Nichtzulassungsbeschwerde &#8211;wie im Streitfall&#8211; nicht mehr geltend gemacht werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Ohne Erfolg r&uuml;gt der Kl&auml;ger schlie&szlig;lich, das FG habe es verfahrensfehlerhaft unterlassen, ein Sachverst&auml;ndigengutachten zur Frage einzuholen, inwieweit ein Kraftwerks-Eigenverbrauch vorgelegen und zu einer unternehmerischen Nutzung der Gesamtanlage gef&uuml;hrt habe.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) W&auml;hrend das FG die von den Verfahrensbeteiligten angebotenen Beweise grunds&auml;tzlich erheben muss, steht die Zuziehung eines Sachverst&auml;ndigen im pflichtgem&auml;&szlig;en Ermessen des Gerichts. Hat es die n&ouml;tige Sachkunde selbst, braucht es einen Sachverst&auml;ndigen nicht hinzuziehen (BFH-Beschluss vom 7.&nbsp;Januar 2015 I&nbsp;B&nbsp;42\/13, BFH\/NV 2015, 1093). Das dem Tatsachengericht bei der Bestimmung von Art und Zahl einzuholende Sachverst&auml;ndigengutachten nach &sect;&nbsp;82 FGO i.V.m. &sect;&sect;&nbsp;404, 412 ZPO zustehende Ermessen wird nur dann verfahrensfehlerhaft ausge&uuml;bt, wenn das Gericht von der Einholung gutachterlicher Stellungnahme absieht, obwohl sich ihm die Notwendigkeit dieser zus&auml;tzlichen Beweiserhebung h&auml;tte aufdr&auml;ngen m&uuml;ssen (BFH-Beschluss in BFH\/NV 2015, 1093, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Abgesehen davon, dass der Kl&auml;ger in keiner Weise dargelegt hat, aus welchen Gr&uuml;nden sich dem FG die Einholung eines Sachverst&auml;ndigengutachtens h&auml;tte aufdr&auml;ngen m&uuml;ssen, ist eine fehlerhafte Aus&uuml;bung des dem FG bei der Wahl der Beweismittel zustehenden Ermessens nicht ersichtlich. Das FG hat auf S.&nbsp;9 des Urteils in plausibler Weise begr&uuml;ndet, dass in der Differenz zwischen Batterieladung und Batterieentladung keine unternehmerische Nutzung zu sehen ist, weil es sich insoweit nicht um gespeicherten Strom handele, sondern um w&auml;hrend des Speichervorgangs entstehende Energieverluste, die f&uuml;r eine (unternehmerische oder nichtunternehmerische) Nutzung nicht zur Verf&uuml;gung stehen. Unter Ber&uuml;cksichtigung dieser Umst&auml;nde bestand f&uuml;r das FG kein Anlass zur Annahme, dass eine weitere Sachverhaltsermittlung durch Einholung eines Sachverst&auml;ndigengutachtens erforderlich sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Von der Darstellung des Sachverhalts und einer weiteren Begr&uuml;ndung wird gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;2 FGO abgesehen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>5. Die Kostenentscheidung beruht auf &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 7.2.2018, V B 105\/17ECLI:DE:BFH:2018:B.070218.VB105.17.0 Grunds&auml;tzliche Bedeutung: Stromspeicher keine wesentliche Komponente einer Photovoltaik-Anlage &#8211; Zuziehung eines Sachverst&auml;ndigen Leits&auml;tze 1. NV: Eine Photovoltaik-Anlage besteht im Wesentlichen aus Solarzellen, die in sog. Solarmodulen zusammengefasst werden, einem Wechselrichter, der den Gleichstrom umwandelt und einem Einspeisez&auml;hler. 2. NV: Ein Stromspeicher dient nicht der Produktion von Solarstrom und &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/v-b-105-17-grundsaetzliche-bedeutung-stromspeicher-keine-wesentliche-komponente-einer-photovoltaik-anlage-zuziehung-eines-sachverstaendigen\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">V&nbsp;B&nbsp;105\/17 &#8211; Grunds&auml;tzliche Bedeutung: Stromspeicher keine wesentliche Komponente einer Photovoltaik-Anlage &#8211; Zuziehung eines Sachverst&auml;ndigen<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-69326","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/69326","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=69326"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/69326\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=69326"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=69326"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=69326"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}