{"id":69331,"date":"2018-04-08T07:45:52","date_gmt":"2018-04-08T05:45:52","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=69331"},"modified":"2018-04-08T07:45:52","modified_gmt":"2018-04-08T05:45:52","slug":"i-r-58-15-betriebsstaettenzurechnung-und-abgeltungswirkung-bei-gewerblich-gepraegter-kg-im-nicht-dba-fall","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/i-r-58-15-betriebsstaettenzurechnung-und-abgeltungswirkung-bei-gewerblich-gepraegter-kg-im-nicht-dba-fall\/","title":{"rendered":"I&nbsp;R&nbsp;58\/15 &#8211; Betriebsst&auml;ttenzurechnung und Abgeltungswirkung bei gewerblich gepr&auml;gter KG im Nicht-DBA-Fall"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 29.11.2017, I R 58\/15<br \/>ECLI:DE:BFH:2017:U.291117.IR58.15.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Betriebsst&auml;ttenzurechnung und Abgeltungswirkung bei gewerblich gepr&auml;gter KG im Nicht-DBA-Fall<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>1. Eine nach &sect; 15 Abs. 3 Nr. 2 EStG gewerblich gepr&auml;gte (inl&auml;ndische) KG vermittelt ihren (ausl&auml;ndischen) Gesellschaftern eine Betriebsst&auml;tte i.S. von &sect; 49 Abs. 1 Nr. 2 Buchst. a EStG i.V.m. &sect; 2 Nr. 1 KStG; die Abgeltungswirkung f&uuml;r den Kapitalertragsteuerabzug (&sect; 32 Abs. 1 Nr. 2 KStG) ist insoweit ausgeschlossen.<\/p>\n<\/p>\n<p>2. &Uuml;bt der Gesellschafter einer solchen (inl&auml;ndischen) KG im Ausland eine (weitere) eigene unternehmerische T&auml;tigkeit aus, bedarf es der Pr&uuml;fung, ob die Wirtschaftsg&uuml;ter des Gesamthandsverm&ouml;gens der inl&auml;ndischen Betriebsst&auml;tte der KG oder der durch die eigene T&auml;tigkeit des Gesellschafters begr&uuml;ndeten ausl&auml;ndischen Betriebsst&auml;tte zuzuordnen sind. Ma&szlig;stab hierf&uuml;r ist das Veranlassungsprinzip. Dies gilt auch bei Sitz\/Ans&auml;ssigkeit der Gesellschafter in einem Staat, mit dem kein DBA abgeschlossen ist.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Auf die Revision des Beklagten wird das Urteil des Finanzgerichts Bremen vom 25. Juni 2015&nbsp;&nbsp;1 K 68\/12 (6) aufgehoben.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Sache wird an das Finanzgericht Bremen zur&uuml;ckverwiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Diesem wird die Entscheidung &uuml;ber die Kosten des Revisionsverfahrens &uuml;bertragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">I.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Streitig ist, ob Gewinnaussch&uuml;ttungen einer inl&auml;ndischen GmbH auch insoweit Gegenstand einer gesonderten und einheitlichen Feststellung von Besteuerungsgrundlagen der empfangenden inl&auml;ndischen verm&ouml;gensverwaltenden (aber gewerblich gepr&auml;gten) Personengesellschaft sind, als die Aussch&uuml;ttungen entsprechend der jeweiligen Beteiligungsquote auf ausl&auml;ndische Beteiligte entfallen, oder ob dies aufgrund der Abgeltungswirkung des &sect;&nbsp;32 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 des K&ouml;rperschaftsteuergesetzes in der in den Streitjahren 2007 bis 2009 geltenden Fassung (KStG) ausgeschlossen ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>An der Ende 2007 errichteten Kl&auml;gerin und Revisionsbeklagten zu 1. (Kl&auml;gerin zu 1.), einer GmbH &#038; Co. KG, deren Unternehmensgegenstand im Handel mit &#8230; und dem Erwerb und der Verwaltung von Beteiligungen an entsprechenden Unternehmen in Europa bestand, waren u.a. die Kl&auml;gerin und Revisionsbeklagte zu 2. (Kl&auml;gerin zu 2.) mit einer Kommanditeinlage von &#8230;&nbsp;EUR (70&nbsp;%) und die Kl&auml;gerin und Revisionsbeklagte zu 3. (Kl&auml;gerin zu 3.) mit einer Kommanditeinlage von &#8230;&nbsp;EUR (15&nbsp;%) &#8211;beide Kapitalgesellschaften mit Sitz und Gesch&auml;ftsleitung in der Republik Chile (Chile)&#8211; beteiligt. Gesellschafter der Komplement&auml;rin, einer GmbH, waren u.a. die Kl&auml;gerinnen zu 2. und 3. mit den entsprechenden Anteilen (70&nbsp;% bzw. 15&nbsp;%). Zum Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer der GmbH war der in der Bundesrepublik Deutschland ans&auml;ssige A sowie ab 5.&nbsp;Januar 2009 &#8211;mit den gleichen Befugnissen&#8211; zus&auml;tzlich der in Chile ans&auml;ssige B (zugleich Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer der Kl&auml;gerin zu 2.) bestellt. Die GmbH war zur Gesch&auml;ftsf&uuml;hrung der Kl&auml;gerin zu 1. berechtigt und verpflichtet. Gesch&auml;fte und Rechtshandlungen, die &uuml;ber den gew&ouml;hnlichen Gesch&auml;ftsbetrieb der Gesellschaft hinausgingen (z.B. Gesch&auml;fte mit einem Verpflichtungsvolumen von &uuml;ber &#8230;&nbsp;EUR), durften gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;5 Abs.&nbsp;2 des Gesellschaftsvertrages nur mit vorheriger Einwilligung der Gesellschafterversammlung vorgenommen werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Gesellschafter der Kl&auml;gerin zu 1. waren zuvor an der D&nbsp;Inc. beteiligt, die ihrerseits alleinige Gesellschafterin der einzigen Kommanditistin der den Handel mit &#8230; betreibenden B&nbsp;KG war. Nachdem die B&nbsp;KG und deren Hauptkonkurrent ihre Gesch&auml;ftszweige in einer neuen Gesellschaft &#8211;der KP&nbsp;GmbH&#8211; zusammengeschlossen hatten und im Zuge dessen die D&nbsp;Inc. mit 50&nbsp;% an der KP&nbsp;GmbH beteiligt worden war, verkaufte die D&nbsp;Inc. diese Beteiligung schlie&szlig;lich unter fremd&uuml;blichen Bedingungen an die neugegr&uuml;ndete Kl&auml;gerin zu 1. mit Wirkung zum 1.&nbsp;Januar 2007. In den Streitjahren 2008 und 2009 erhielt die Kl&auml;gerin zu 1. Gewinnaussch&uuml;ttungen von der KP&nbsp;GmbH.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Zuge der mit dem Unternehmenszusammenschluss verbundenen Umstrukturierung der B&nbsp;KG erwarb die Kl&auml;gerin zu 1. zudem von der B&nbsp;KG die nicht in die KP&nbsp;GmbH eingebrachten technischen Anlagen, Maschinen, Fahrzeuge und andere Einrichtungen. Insoweit setzte sie zun&auml;chst den mit einer anderen KG (G&nbsp;KG) bestehenden Mietvertrag als Vermieterin fort; nach dessen Beendigung ver&auml;u&szlig;erte sie die Anlagen an die Mieterin. Dar&uuml;ber hinaus erwarb sie von der B&nbsp;KG mehrere &#8230;, die sie, soweit sie sie nicht verschrotten lie&szlig;, an die KP&nbsp;GmbH vermietete.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Da die Kl&auml;gerin zu 1. weder &uuml;ber eigenes Personal noch &uuml;ber eigene B&uuml;ror&auml;ume verf&uuml;gte, hatte sie mit der B&nbsp;KG einen Dienstleistungsvertrag abgeschlossen, wonach diese bestimmte gesch&auml;ftsf&uuml;hrende administrative und operative Dienstleistungen f&uuml;r sie durchzuf&uuml;hren hatte. Die H&ouml;he der von der Kl&auml;gerin zu 1. zu leistenden Verg&uuml;tung richtete sich nach den bei der B&nbsp;KG entstandenen Aufwendungen (u.a. f&uuml;r Geh&auml;lter), die nach Sch&auml;tzung der Vertragsparteien zu 2\/3 auf die Erf&uuml;llung des Dienstleistungsvertrages entfielen. Die Gesch&auml;fte der B&nbsp;KG f&uuml;hrte ihre Komplement&auml;rin (eine GmbH), zu deren Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer A bestellt war.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin zu 1. ber&uuml;cksichtigte die von der KP GmbH erhaltenen Aussch&uuml;ttungen als Betriebseinnahmen und begehrte f&uuml;r die Streitjahre entsprechende gesonderte und einheitliche Gewinnfeststellungen unter Einbeziehung s&auml;mtlicher Gesellschafter sowie die Feststellung und Verteilung der von der KP&nbsp;GmbH einbehaltenen Steuerabzugsbetr&auml;ge (Kapitalertragsteuer &#8230;&nbsp;EUR [2008] bzw. &#8230;&nbsp;EUR [2009]; Zinsabschlag &#8230;&nbsp;EUR [2008]; Solidarit&auml;tszuschlag &#8230;&nbsp;EUR [2008] bzw. &#8230;&nbsp;EUR [2009]). Dem folgte der Beklagte und Revisionskl&auml;ger (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) nicht. F&uuml;r 2007 hob er den zun&auml;chst ergangenen Feststellungsbescheid auf, da die verm&ouml;gensverwaltende T&auml;tigkeit der Kl&auml;gerin zu 1. sich auf das Halten der Anteile an der KP GmbH beschr&auml;nkt habe. F&uuml;r 2008 erlie&szlig; er gegen&uuml;ber den Kl&auml;gerinnen zu 2. und zu 3. negative Feststellungsbescheide. F&uuml;r 2009 erfasste er im Rahmen der Gewinnfeststellung f&uuml;r die Kl&auml;gerinnen zu 2. und zu 3. lediglich als gewerblich qualifizierte Vermietungseink&uuml;nfte (&sect;&nbsp;49 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;f des Einkommensteuergesetzes &#8211;EStG&#8211;), nicht aber die Gewinnaussch&uuml;ttung der KP&nbsp;GmbH.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Finanzgericht (FG) Bremen gab der dagegen gerichteten Klage statt (Urteil vom 25.&nbsp;Juni 2015&nbsp;&nbsp;1&nbsp;K&nbsp;68\/12&nbsp;(6), Entscheidungen der Finanzgerichte &#8211;EFG&#8211; 2016, 88).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA r&uuml;gt die Verletzung materiellen Rechts und beantragt, das angefochtene Urteil aufzuheben und die Klage abzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerinnen beantragen sinngem&auml;&szlig;, die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das dem Verfahren nach &sect;&nbsp;122 Abs.&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung (FGO) beigetretene Bundesministerium der Finanzen (BMF) schlie&szlig;t sich, ohne einen eigenen Antrag zu stellen, den Rechtsausf&uuml;hrungen des FA an.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">II.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Revision ist begr&uuml;ndet und f&uuml;hrt zur Aufhebung des angefochtenen Urteils und zur Zur&uuml;ckverweisung der Sache zur anderweitigen Verhandlung und Entscheidung (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 FGO). Die Sache ist nicht spruchreif. Zur Frage der Abgeltungswirkung des Kapitalertragsteuerabzugs (Aussch&uuml;ttungen aus der KP&nbsp;GmbH) bedarf es weiterer Feststellungen, ob die Beteiligung an dieser Kapitalgesellschaft, soweit sie anteilig auf die Kl&auml;gerinnen zu 2. und zu 3. entf&auml;llt, nach dem Veranlassungsprinzip deren durch ihre Beteiligung an der Kl&auml;gerin zu 1. vermittelten inl&auml;ndischen Betriebsst&auml;tten oder ob sie den ausl&auml;ndischen Betriebsst&auml;tten der Kl&auml;gerinnen zu 2. und 3. zuzurechnen sind, die diese aufgrund ihrer jeweils (eigenen) unternehmerischen T&auml;tigkeit in ihrem Ans&auml;ssigkeitsstaat unterhalten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;180 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;a der Abgabenordnung (AO) sind einkommen- und k&ouml;rperschaftsteuerpflichtige Eink&uuml;nfte festzustellen, wenn an den Eink&uuml;nften mehrere Personen beteiligt sind und die Eink&uuml;nfte diesen Personen steuerlich zuzurechnen sind. Gegenstand der einheitlichen Feststellung sind die von den Beteiligten gemeinschaftlich erzielten und im Inland steuerpflichtigen Eink&uuml;nfte (z.B. Senatsbeschluss vom 13.&nbsp;Mai 2013 I&nbsp;R&nbsp;39\/11, BFHE 241, 1, BStBl II 2016, 434; Brandis in Tipke\/Kruse, Abgabenordnung, Finanzgerichtsordnung, &sect;&nbsp;180 AO Rz&nbsp;56). Allerdings werden aus der Feststellung solche Eink&uuml;nfte, die wegen beschr&auml;nkter Steuerpflicht von Beteiligten einer abgeltenden Steuer unterliegen, ausgenommen, weil insoweit ein gesondertes Feststellungsverfahren keine &quot;Bedeutung&quot; f&uuml;r ein Steuerfestsetzungsverfahren hat (Senatsurteil vom 23.&nbsp;Oktober 1991 I&nbsp;R&nbsp;86\/89, BFHE 166, 74, BStBl II 1992, 185; Brandis in Tipke\/Kruse, ebenda). Die Entscheidung hier&uuml;ber ist in dem Feststellungsverfahren zu treffen, in dem ansonsten diese Eink&uuml;nfte festzustellen w&auml;ren (Senatsurteil in BFHE 166, 74, BStBl II 1992, 185).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;32 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 KStG ist die K&ouml;rperschaftsteuer f&uuml;r Eink&uuml;nfte, die der Kapitalertragsteuer gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;43 EStG unterliegen, durch den Steuerabzug abgegolten, wenn der Bezieher der Eink&uuml;nfte beschr&auml;nkt steuerpflichtig ist und die Eink&uuml;nfte nicht in einem inl&auml;ndischen gewerblichen Betrieb angefallen sind. Diese Regelung verwirklicht (wie auch &sect;&nbsp;49 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;a EStG) das sog. Betriebsst&auml;ttenprinzip. Eine Abgeltungswirkung ist bei beschr&auml;nkter Steuerpflicht nach &sect;&nbsp;49 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 EStG ausgeschlossen, wenn aufgrund einer Betriebsst&auml;tte Vollstreckungsm&ouml;glichkeiten gegeben sind (z.B. Frotscher in Frotscher\/Dr&uuml;en, KStG\/GewStG\/UmwStG, &sect;&nbsp;32 KStG Rz&nbsp;10a; Gosch, KStG, 3.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;32 Rz&nbsp;21 und 26; Bl&uuml;mich\/ Werning, &sect;&nbsp;32 KStG Rz&nbsp;7; Hendricks in R&ouml;dder\/Herlinghaus\/ Neumann, KStG, &sect;&nbsp;32 Rz&nbsp;17; Becht in Herrmann\/Heuer\/Raupach, &sect;&nbsp;32 KStG Rz&nbsp;14).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Die Kl&auml;gerin zu 1., eine nach den Feststellungen des FG nicht gewerblich, sondern verm&ouml;gensverwaltend t&auml;tige Personengesellschaft (KG), bei der ausschlie&szlig;lich eine Kapitalgesellschaft pers&ouml;nlich haftende Gesellschafterin ist und nur sie zur Gesch&auml;ftsf&uuml;hrung befugt ist, ist eine sog. gewerblich gepr&auml;gte Personengesellschaft i.S. des &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;3 Nr.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 EStG. Demgem&auml;&szlig; gilt ihre mit Eink&uuml;nfteerzielungsabsicht unternommene T&auml;tigkeit &#8211;nach den Feststellungen des FG eine inl&auml;ndische Vermietungst&auml;tigkeit und das Halten einer inl&auml;ndischen Beteiligung&#8211; in vollem Umfang als Gewerbebetrieb, so dass ihre Gesellschafter mitunternehmerisch gewerbliche Eink&uuml;nfte erzielen. Diese Eink&uuml;nftequalifizierung wird durch die Art der pers&ouml;nlichen Steuerpflicht der jeweiligen Gesellschafter nicht ber&uuml;hrt (z.B. Mick\/Dyckmans in M&ouml;ssner u.a., Steuerrecht international t&auml;tiger Unternehmen, 4.&nbsp;Aufl., Rz&nbsp;8.68).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Die Eink&uuml;nfte sind auch insoweit, als sie der Kl&auml;gerin zu 2. und der Kl&auml;gerin zu 3. zuzurechnen sind, im Inland steuerpflichtig, da die Voraussetzungen des &sect;&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 KStG i.V.m. &sect;&nbsp;8 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 KStG und &sect;&nbsp;49 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;a EStG erf&uuml;llt sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Die Kl&auml;gerin zu 2. und die Kl&auml;gerin zu 3. sind nach den Feststellungen des FG Kapitalgesellschaften ausl&auml;ndischen Rechts. Sie sind als &quot;K&ouml;rperschaften&quot; ohne Gesch&auml;ftsleitung (&sect;&nbsp;10 AO) und ohne Sitz (&sect;&nbsp;11 AO) im Inland beschr&auml;nkt steuerpflichtig (&sect;&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 KStG), da sie &quot;inl&auml;ndische Eink&uuml;nfte&quot; erzielen (zur gegenst&auml;ndlichen Begrenzung der beschr&auml;nkten Steuerpflicht auf die inl&auml;ndischen Eink&uuml;nfte s. z.B. Senatsurteile vom 17.&nbsp;Dezember 1997 I&nbsp;R&nbsp;95\/96, BFHE 185, 16, BStBl II 1998, 260; vom 10.&nbsp;April 2013 I&nbsp;R&nbsp;22\/12, BFHE 241, 251, BStBl II 2013, 728; Bl&uuml;mich\/Rengers, &sect;&nbsp;2 KStG Rz&nbsp;30; Witt in Herrmann\/ Heuer\/Raupach, &sect;&nbsp;2 KStG Rz&nbsp;70).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Die Kl&auml;gerinnen zu 2. und 3. haben inl&auml;ndische Eink&uuml;nfte i.S. des &sect;&nbsp;49 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;a EStG erzielt, weil f&uuml;r den Gewerbebetrieb (hier: &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;3 Nr.&nbsp;2 EStG) im Inland eine Betriebsst&auml;tte unterhalten wird.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aaa) Der Begriff des Gewerbebetriebs (&sect;&nbsp;49 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 EStG) bezieht sich mit dem Verweis auf (u.a.) &sect;&nbsp;15 EStG auf alle dort angef&uuml;hrten Einzeltatbest&auml;nde. Damit ist auch &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;3 Nr.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 EStG einbezogen (z.B. Roth in Herrmann\/Heuer\/ Raupach, &sect;&nbsp;49 EStG Rz&nbsp;144, 160; Bl&uuml;mich\/Wied, &sect;&nbsp;49 EStG Rz&nbsp;59; Schmidt\/Loschelder, EStG, 36.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;49 Rz&nbsp;20).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bbb) Die Kl&auml;gerin zu 1. hat ferner als Grundlage der Eink&uuml;nfteerzielung ihrer Gesellschafter eine inl&auml;ndische Betriebsst&auml;tte unterhalten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(1) Ma&szlig;gebend hierf&uuml;r ist &#8211;da in &sect;&nbsp;49 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;a EStG nicht auf anderweitige Ma&szlig;gaben verwiesen ist&#8211; das innerstaatliche Recht und damit &sect;&nbsp;12 AO (z.B. Senatsurteile vom 15.&nbsp;Dezember 1999 I&nbsp;R&nbsp;16\/99, BFHE 191, 45, BStBl II 2000, 404; vom 4.&nbsp;Juni 2008 I&nbsp;R&nbsp;30\/07, BFHE 222, 14, BStBl II 2008, 922; s.a. Senatsurteil vom 20.&nbsp;Juli 2016 I&nbsp;R&nbsp;50\/15, BFHE 254, 365, BStBl II 2017, 230; Gosch in Kirchhof, EStG, 16.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;49 Rz&nbsp;13; Schmidt\/Loschelder, a.a.O., &sect;&nbsp;49 Rz&nbsp;22; Bl&uuml;mich\/Reimer, &sect;&nbsp;49 EStG Rz&nbsp;65; Roth in Herrmann\/Heuer\/Raupach, &sect;&nbsp;49 EStG Rz&nbsp;190; Kahle\/Kindich, Unternehmensteuern und Bilanzen 2015, 782, 785; Dr&uuml;en in Tipke\/Kruse, a.a.O., &sect;&nbsp;12 AO Rz&nbsp;3; Musil in H&uuml;bschmann\/Hepp\/Spitaler, &sect;&nbsp;12 AO Rz&nbsp;5). Nach &sect;&nbsp;12 Satz&nbsp;1 AO ist eine Betriebsst&auml;tte jede feste Gesch&auml;ftseinrichtung oder Anlage, die der T&auml;tigkeit eines Unternehmens dient (s. z.B. Senatsurteil vom 2.&nbsp;April 2014 I&nbsp;R&nbsp;68\/12, BFHE 245, 98, BStBl II 2014, 875). Da &sect;&nbsp;12 Satz&nbsp;1 AO &#8211;im Gegensatz zur fr&uuml;heren Regelung in &sect;&nbsp;16 des Steueranpassungsgesetzes&#8211; nicht mehr die Aus&uuml;bung eines stehenden Gewerbes, sondern allgemein die unternehmerische T&auml;tigkeit fordert, werden von &sect;&nbsp;12 AO auch Betriebsst&auml;tten erfasst, die einem Betrieb zuzurechnen sind, dessen T&auml;tigkeit kraft Gesetzesfiktion ertragsteuerrechtlich als Gewerbebetrieb gilt (so im Ergebnis wohl auch Musil in H&uuml;bschmann\/Hepp\/Spitaler, &sect;&nbsp;12 AO Rz&nbsp;20; Dr&uuml;en in Tipke\/Kruse, a.a.O., &sect;&nbsp;12 AO Rz&nbsp;17; Roth in Herrmann\/Heuer\/Raupach, &sect;&nbsp;49 EStG Rz&nbsp;200; Wiese\/Lukas, GmbH-Rundschau &#8211;GmbHR&#8211; 2016, 803; s.a. BMF-Schreiben vom 24.&nbsp;Dezember 1999, BStBl I 1999, 1076 Tz.&nbsp;1.1.5.1). Auch f&uuml;r einen solchen Betrieb ist insbesondere mit Blick auf die mit der T&auml;tigkeit ausgel&ouml;ste Gewerbesteuerpflicht (&sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 des Gewerbesteuergesetzes) eine r&auml;umliche Zuordnung der Eink&uuml;nfte erforderlich (s. insoweit auch Senatsurteil in BFHE 245, 98, BStBl II 2014, 875; Musil in H&uuml;bschmann\/Hepp\/Spitaler, &sect;&nbsp;12 AO Rz&nbsp;5). Dass die Gesetzesfiktion in grenz&uuml;berschreitenden Zusammenh&auml;ngen unter Geltung eines Abkommens zur Vermeidung der Doppelbesteuerung (DBA) ungeachtet von Art.&nbsp;3 Abs.&nbsp;2 des Musterabkommens der Organisation for Economic Cooperation and Development (OECD-Musterabkommen &#8211;OECD-MustAbk&#8211;) nicht geeignet ist, den abkommensrechtlichen Begriff der Unternehmensgewinne zu erf&uuml;llen, sodass verm&ouml;gensverwaltende Personengesellschaften abkommensrechtlich keine Unternehmensgewinne i.S. Art.&nbsp;7 OECD-MustAbk erzielen (z.B. Senatsurteil vom 28.&nbsp;April 2010 I&nbsp;R&nbsp;81\/09, BFHE 229, 252, BStBl II 2014, 754), spielt hierbei keine Rolle (zutreffend z.B. Kahlenberg, Internationale Steuer-Rundschau 2016, 424, 426; Salzmann, Internationales Steuerrecht &#8211;IStR&#8211; 2016, 309, 311; Hagemann\/Kahlenberg\/Cloer, Betriebs-Berater 2017, 599, 604&nbsp;f.; Weiss, Neue Wirtschafts-Briefe 2016, 3148, 3155&nbsp;f.; s.a. Lebelt, EFG 2016, 92&nbsp;f.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(2) Als Betriebsst&auml;tte ist nach der beispielhaften Aufz&auml;hlung in Satz&nbsp;2 des &sect;&nbsp;12 AO insbesondere die St&auml;tte der Gesch&auml;ftsleitung (Nr.&nbsp;1) anzusehen. Die Gesch&auml;ftsleitung befindet sich nach &sect;&nbsp;10 AO dort, wo der Mittelpunkt der gesch&auml;ftlichen Oberleitung liegt. Der Mittelpunkt der gesch&auml;ftlichen Oberleitung i.S. von &sect;&nbsp;10 AO ist dort, wo der f&uuml;r die Gesch&auml;ftsf&uuml;hrung ma&szlig;gebliche Wille gebildet wird. Es kommt hierbei darauf an, an welchem Ort die f&uuml;r die Gesch&auml;ftsf&uuml;hrung erforderlichen Ma&szlig;nahmen von einigem Gewicht angeordnet werden. Regelm&auml;&szlig;ig ist das der Ort, an dem die zur Vertretung befugten Personen die ihnen obliegende laufende Gesch&auml;ftsf&uuml;hrert&auml;tigkeit entfalten, d.h. an dem sie die tats&auml;chlichen und rechtsgesch&auml;ftlichen Handlungen vornehmen, die der gew&ouml;hnliche Betrieb der Gesellschaft mit sich bringt (sog. Tagesgesch&auml;fte). F&uuml;r Personengesellschaften bedeutet dies, dass sich der Mittelpunkt der Gesch&auml;ftsleitung regelm&auml;&szlig;ig dort befindet, wo die zur Vertretung befugten Personen die ihnen obliegende Gesch&auml;ftsf&uuml;hrert&auml;tigkeit entfalten. F&uuml;r die zur Gesch&auml;ftsf&uuml;hrung berufene Komplement&auml;r-GmbH einer KG ist deshalb entscheidend, an welchem Ort die f&uuml;r die GmbH handelnde Gesch&auml;ftsf&uuml;hrung die Gesch&auml;fte, die der gew&ouml;hnliche Betrieb des Handelsgewerbes mit sich bringt, tats&auml;chlich wahrnimmt. Mit den Tagesgesch&auml;ften sind diejenigen Gesch&auml;fte gemeint, die in die alleinige Zust&auml;ndigkeit des Komplement&auml;rs fallen und keines Gesellschafterbeschlusses bed&uuml;rfen (Senatsurteile vom 23.&nbsp;Januar 1991 I&nbsp;R&nbsp;22\/90, BFHE 164, 164, BStBl II 1991, 554; vom 7.&nbsp;Dezember 1994 I&nbsp;K&nbsp;1\/93, BFHE 176, 253, BStBl II 1995, 175; Urteile des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 3.&nbsp;Juli 1997 IV&nbsp;R&nbsp;58\/95, BFHE 184, 185, BStBl II 1998, 86; vom 12.&nbsp;Februar 2004 IV&nbsp;R&nbsp;29\/02, BFHE 205, 295, BStBl II 2004, 602; vom 5.&nbsp;November 2014 IV&nbsp;R&nbsp;30\/11, BFHE 248, 81, BStBl II 2015, 601). Ist der Komplement&auml;r verpflichtet, zu bestimmten Gesch&auml;ften &#8211;i.S. der &quot;&uuml;ber den gew&ouml;hnlichen Betrieb des Handelsgewerbes hinausgehenden&quot; Handlungen i.S. des &sect;&nbsp;164 des Handelsgesetzbuchs (HGB)&#8211; die Beschlussfassung der Kommanditisten einzuholen, so ist ein derartiger Vorbehalt nicht geeignet, den mehr durch das Tagesgesch&auml;ft als durch die gesellschaftsrechtlichen Kontroll- oder Weisungsbefugnisse bestimmten Mittelpunkt der gesch&auml;ftlichen Oberleitung vom gesch&auml;ftsf&uuml;hrenden Komplement&auml;r auf die Kommanditisten zu verlagern (BFH-Urteil in BFHE 184, 185, BStBl II 1998, 86).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(3) Nach diesen Ma&szlig;gaben hat das FG ohne Rechtsfehler dahin erkannt, dass die Kl&auml;gerin zu 1. &uuml;ber eine inl&auml;ndische St&auml;tte der Gesch&auml;ftsleitung verf&uuml;gt hat. Nach den Feststellungen des FG wurden die Tagesgesch&auml;fte der Kl&auml;gerin zu 1. (z.B. Buchf&uuml;hrung; Fertigung von Steuererkl&auml;rungen; laufende Gesch&auml;ftsvorf&auml;lle) &#8211;auch wenn sie mit R&uuml;cksicht auf die Art der (verm&ouml;gensverwaltenden) T&auml;tigkeit der Kl&auml;gerin zu 1. keinen gro&szlig;en Umfang eingenommen haben sollten&#8211; ausschlie&szlig;lich von dem im Inland ans&auml;ssigen A als Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer der Komplement&auml;rin erledigt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach der st&auml;ndigen Rechtsprechung des Senats enth&auml;lt &sect;&nbsp;12 AO in seinem Satz&nbsp;2 grunds&auml;tzlich eine Definitionserweiterung, die nicht notwendigerweise eine feste Gesch&auml;ftseinrichtung oder Anlage voraussetzt (z.B. Senatsurteil vom 28.&nbsp;Juli 1993 I&nbsp;R&nbsp;15\/93, BFHE 172, 301, BStBl II 1994, 148, zur Gesch&auml;ftsleitungsbetriebsst&auml;tte; s. zur Abgrenzung z.B. Senatsurteil vom 17.&nbsp;September 2003 I&nbsp;R&nbsp;12\/02, BFHE 203, 400, BStBl II 2004, 396, zur Verkaufsstelle). Dieser Rechtsprechung wird in der Literatur teilweise zugestimmt (z.B. Bl&uuml;mich\/Reimer, &sect;&nbsp;49 EStG Rz&nbsp;65; Dr&uuml;en in Tipke\/Kruse, a.a.O., &sect;&nbsp;12 AO Rz&nbsp;23; Musil in H&uuml;bschmann\/Hepp\/Spitaler, &sect;&nbsp;12 AO Rz&nbsp;25), teilweise wird sie abgelehnt (z.B. Roth in Herrmann\/Heuer\/Raupach, &sect;&nbsp;49 EStG Rz&nbsp;205). Jedenfalls sind die allgemeinen Anforderungen &#8211;n&auml;mlich eine &quot;feste&quot; Gesch&auml;ftseinrichtung mit einer festen Beziehung zu einem bestimmten Teil der Erdoberfl&auml;che, die von einer gewissen Dauer ist, der T&auml;tigkeit des Unternehmens dient und &uuml;ber die der Steuerpflichtige eine nicht nur vor&uuml;bergehende Verf&uuml;gungsmacht hat (z.B. Senatsurteil in BFHE 245, 98, BStBl II 2014, 875, m.w.N.)&#8211; vom FG ebenfalls rechtsfehlerfrei als erf&uuml;llt angesehen worden. Verf&uuml;gungsmacht in diesem Sinne bedeutet, dass dem Unternehmer ein f&uuml;r seine T&auml;tigkeit geeigneter Raum zur st&auml;ndigen Nutzung zur Verf&uuml;gung steht, wof&uuml;r insbesondere die Identit&auml;t der handelnden Organe der &uuml;berlassenden und der nutzenden Gesellschaft spricht (z.B. Senatsurteil vom 23.&nbsp;Februar 2011 I&nbsp;R&nbsp;52\/10, BFH\/NV 2011, 1354; BFH-Urteil in BFHE 248, 81, BStBl II 2015, 601). Auch die Tatsache, dass eine Gesellschaft sowohl hinsichtlich der von ihr genutzten R&auml;umlichkeiten als auch f&uuml;r das ben&ouml;tigte Personal auf eine Managementgesellschaft zur&uuml;ckgreift, hindert die Annahme einer Betriebsst&auml;tte nicht. Vielmehr reicht es aus, dass die Gesellschaft aufgrund des zur Verf&uuml;gung gestellten &quot;sachlichen und personellen Organismus&quot; in der Lage ist, ihrer unternehmerischen T&auml;tigkeit &quot;operativ&quot; nachzugehen; dies gilt sowohl f&uuml;r den abkommensrechtlichen Zusammenhang (Senatsurteil vom 24.&nbsp;August 2011 I&nbsp;R&nbsp;46\/10, BFHE 234, 339, BStBl II 2014, 764) als auch f&uuml;r einen &quot;reinen Inlandsfall&quot;. Hiervon ist nach den Feststellungen des FG auch im Streitfall auszugehen, da A sowohl Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer der gesch&auml;ftsf&uuml;hrenden Komplement&auml;r-GmbH der B&nbsp;KG (als Dienstleister) als auch der Komplement&auml;r-GmbH der Kl&auml;gerin zu 1. war.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Die Kl&auml;gerinnen zu 2. und 3. haben aufgrund der gewerblichen Pr&auml;gung der Kl&auml;gerin zu 1. nicht nur inl&auml;ndische Eink&uuml;nfte erzielt. Zutreffend hat die Vorinstanz ferner angenommen, dass zu den Eink&uuml;nften eines &quot;gewerblichen Betriebs&quot; i.S. von &sect;&nbsp;32 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 KStG auch gewerblich gepr&auml;gte Eink&uuml;nfte (hier: &sect;&nbsp;49 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;a i.V.m. &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;3 Nr.&nbsp;2 EStG) geh&ouml;ren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Senat kann dem Wortlaut der Regelung keinen Anhalt daf&uuml;r entnehmen, dass der Tatbestand eine aktive gewerbliche T&auml;tigkeit i.S. des &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 EStG voraussetzen und damit den Tatbestand des &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;3 Nr.&nbsp;2 EStG ausschlie&szlig;en w&uuml;rde. Dass es &#8211;je nach Normzweck&#8211; sachgerecht sein kann, die Fiktion gewerblicher Eink&uuml;nfte aus dem Tatbestand, der eine gewerbliche T&auml;tigkeit erfordert, auszunehmen, &auml;ndert hieran nichts. Insbesondere kann das FA insoweit nicht mit Erfolg auf den Rechtsbegriff des wirtschaftlichen Gesch&auml;ftsbetriebs (&sect;&nbsp;14 AO) und das dazu ergangene Senatsurteil vom 25.&nbsp;Mai 2011 I&nbsp;R&nbsp;60\/10 (BFHE 234, 59, BStBl II 2011, 858) verweisen. Wenn dort verm&ouml;gensverwaltende Eink&uuml;nfte trotz gewerblicher Pr&auml;gung vom &quot;wirtschaftlichen Gesch&auml;ftsbetrieb&quot; ausgeschlossen und dem steuerbefreiten Teil einer T&auml;tigkeit zugewiesen sind, hat dies seine Ursache in der durch den Aspekt des Wettbewerbsgedankens geleiteten und damit normspezifischen Auslegung der Regelungen des &sect;&nbsp;14 AO. Auch der Umstand, dass bei der Formulierung der Tatbestandsvoraussetzungen des &sect;&nbsp;32 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 KStG die Fiktion gewerblicher T&auml;tigkeit (gesetzliche Regelung ab 1986) noch unbekannt war, kann nicht als tragf&auml;higes gesetzeshistorisches Argument angesehen werden, das geeignet w&auml;re, eine zweckgerechte und vom Wortlaut getragene Subsumtion zu beeinflussen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Die Sache ist jedoch nicht entscheidungsreif, da der Senat auf der Grundlage der Feststellungen der Vorinstanz nicht entscheiden kann, ob die vorliegend streitigen Gewinnaussch&uuml;ttungen i.S. von &sect;&nbsp;32 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 KStG im inl&auml;ndischen Gewerbebetrieb &quot;angefallen&quot; sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zwar ist das FG zutreffend davon ausgegangen, dass sowohl die vermieteten Wirtschaftsg&uuml;ter als auch die Beteiligung an der KP&nbsp;GmbH als zivilrechtlich eigenes gesamth&auml;nderisches Gesellschaftsverm&ouml;gen (&sect;&nbsp;161 Abs.&nbsp;2, &sect;&nbsp;105 Abs.&nbsp;2 HGB, &sect;&nbsp;718 Abs.&nbsp;1 des B&uuml;rgerlichen Gesetzbuchs) zum Betriebsverm&ouml;gen der Kl&auml;gerin zu 1. geh&ouml;ren. Auch wenn dies f&uuml;r die ertragsteuerrechtliche Zuordnung eines rein innerstaatlichen Sachverhalts grunds&auml;tzlich gen&uuml;gt (zu den ma&szlig;gebenden Pr&uuml;fungskriterien innerstaatlichen Rechts s. z.B. BFH-Urteile vom 25.&nbsp;November 2004 IV&nbsp;R&nbsp;7\/03, BFHE 208, 207, BStBl II 2005, 354; vom 3.&nbsp;M&auml;rz 2011 IV&nbsp;R&nbsp;45\/08, BFHE 233, 137, BStBl II 2011, 552; s.a. Schmidt\/ Wacker, a.a.O., &sect;&nbsp;15 Rz&nbsp;480&nbsp;ff.), ist vorliegend der Umstand zu ber&uuml;cksichtigen, dass die Kl&auml;gerinnen zu 2. und 3. nicht nur aufgrund ihrer Beteiligung an der Kl&auml;gerin zu 1. inl&auml;ndische gewerbliche Eink&uuml;nfte erzielt haben, sondern in ihrem Ans&auml;ssigkeitsstaat auch eine weitere eigene unternehmerische T&auml;tigkeit ausge&uuml;bt haben. Demgem&auml;&szlig; bedarf es der Pr&uuml;fung, in welchem Umfang die Wirtschaftsg&uuml;ter, aus deren Nutzung Eink&uuml;nfte erzielt werden, nach dem Veranlassungsprinzip der inl&auml;ndischen Betriebsst&auml;tte zuzuordnen sind. Ma&szlig;stab ist demgem&auml;&szlig; &#8211;wie der Senat bereits entschieden hat&#8211; die wirtschaftliche Zugeh&ouml;rigkeit der Wirtschaftsg&uuml;ter zu den in den einzelnen Betriebsst&auml;tten (Unternehmen) entfalteten betrieblichen T&auml;tigkeiten. Dies gilt nicht nur &#8211;in &Uuml;bereinstimmung mit den zu &sect;&nbsp;34d Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;a EStG und &sect;&nbsp;50 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 EStG zu beachtenden Grunds&auml;tzen&#8211; f&uuml;r den Tatbestand des &sect;&nbsp;49 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;a EStG (z.B. Senatsurteile vom 24.&nbsp;Februar 1988 I&nbsp;R&nbsp;95\/84, BFHE 153, 101, BStBl II 1988, 663; vom 17.&nbsp;November 1999 I&nbsp;R&nbsp;7\/99, BFHE 191, 18, BStBl II 2000, 605; vom 12.&nbsp;Oktober 2016 I&nbsp;R&nbsp;92\/12, BFHE 256, 32; s.a. allgemein Gosch in Kirchhof, a.a.O., &sect;&nbsp;49 Rz&nbsp;15), sondern gleicherma&szlig;en auch, wenn, wie im Streitfall, zu erkennen ist, ob i.S. von &sect;&nbsp;32 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 KStG die Eink&uuml;nfte im inl&auml;ndischen gewerblichen Betrieb angefallen sind. Der Umstand, dass die Wirtschaftsg&uuml;ter zum Gesamthandsverm&ouml;gen der Personengesellschaft geh&ouml;ren, steht dem erkennbar nicht entgegen. Im Gegenteil: Da nach der ertragsteuerrechtlich gebotenen Transparenzbetrachtung die Betriebsst&auml;tte der Kl&auml;gerin zu 1. ihren Gesellschaftern (Kl&auml;gerinnen zu 2. und 3.) zuzurechnen ist, m&uuml;ssen insoweit dieselben Zuordnungss&auml;tze zum Tragen kommen, die f&uuml;r die Zurechnung von Wirtschaftsg&uuml;tern zum ausl&auml;ndischen Stammhaus oder zur inl&auml;ndischen (nicht durch die Beteiligung an einer Personengesellschaft vermittelten) Betriebsst&auml;tte eines ausl&auml;ndischen Einzelunternehmers, einer ausl&auml;ndischen Personengesellschaft oder einer ausl&auml;ndischen Kapitalgesellschaft zu beachten sind (Schmidt\/Wacker, a.a.O., &sect;&nbsp;15 Rz&nbsp;165 i.V.m. Rz&nbsp;408; Wassermeyer in Wassermeyer\/Andresen\/Ditz, Betriebsst&auml;tten-Handbuch, 2.&nbsp;Aufl., Rz&nbsp;9.4&nbsp;f.; wohl auch Kraft\/Hohage, Der Betrieb 2017, 2565, 2566&nbsp;f.; unter Hinweis auf das Vorliegen von betrieblichem Gesamthandsverm&ouml;gen im Ergebnis a.A. T&ouml;ben, Finanz-Rundschau 2016, 543, 550&nbsp;f.; Petersen, IStR 2012, 238, 241; Wiese\/Lukas, GmbHR 2016, 803&nbsp;f.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG hat in diesem Zusammenhang im Wesentlichen auf den Erwerb der Beteiligung im eigenen Namen und mit eigenen Mitteln durch die Kl&auml;gerin zu 1. sowie die Zuordnung zum dortigen Gesamthandsverm&ouml;gen abgestellt. Zwar hat das FG im angefochtenen Urteil weiterhin festgehalten (s. dazu Rz&nbsp;219 des juris-Nachweises), f&uuml;r die Zurechnung der Beteiligung zur Kl&auml;gerin zu 1. spreche, dass die Ertr&auml;ge der Kl&auml;gerin zu 1. aus dieser Beteiligung in den Streitjahren erheblich gewesen seien. Au&szlig;erdem seien unmittelbare wirtschaftliche Zusammenh&auml;nge der Beteiligung zu den ausl&auml;ndischen Betriebsst&auml;tten der Kl&auml;gerinnen zu 2. und zu 3. in Chile nicht ersichtlich, da unmittelbare wirtschaftliche Kontakte in keiner Weise belegt seien. Dass solche intensiven Beziehungen tats&auml;chlich bestanden h&auml;tten, k&ouml;nne das Gericht nicht erkennen. Diese Feststellungen reichen indes f&uuml;r eine Veranlassungspr&uuml;fung (Zuordnungsentscheidung) i.S. einer Gewichtung der T&auml;tigkeiten im Inland und im Ausland auf der Grundlage der in den (ausl&auml;ndischen) unternehmerischen Betriebsst&auml;tten der Kl&auml;gerinnen zu 2. und zu 3. ausge&uuml;bten T&auml;tigkeiten bereits deshalb nicht aus, weil die eigenen und offenkundig nicht vernachl&auml;ssigbaren unternehmerischen T&auml;tigkeiten der Kl&auml;gerinnen zu 2. und 3. in ihrem Ans&auml;ssigkeitsstaat nicht streitig sind. Demgem&auml;&szlig; h&auml;tte es der Aufkl&auml;rung dieser Umst&auml;nde und einer hierauf &#8211;ggf. unter Ber&uuml;cksichtigung der allgemeinen Grunds&auml;tze zur Feststellungslast&#8211; gest&uuml;tzten Zuordnungsentscheidung bedurft. Der Senat kann diese Feststellungen im Revisionsverfahren nicht nachholen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Im Revisionsverfahren haben das FA und das BMF keine Einwendungen gegen das angefochtene Urteil erhoben, soweit dort die von der Kl&auml;gerin zu 1. aufgrund des Gesch&auml;ftsbesorgungsvertrages geleisteten Zahlungen an die B&nbsp;KG als Betriebsausgaben gewinnmindernd im Rahmen der im Streit befindlichen gesonderten und einheitlichen Gewinnfeststellung der Kl&auml;gerin zu 1. in den Streitjahren ber&uuml;cksichtigt worden sind. Der Senat teilt diese rechtliche W&uuml;rdigung des FG und sieht insoweit von weiteren Ausf&uuml;hrungen ab.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Die &Uuml;bertragung der Kostenentscheidung folgt aus &sect;&nbsp;143 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 29.11.2017, I R 58\/15ECLI:DE:BFH:2017:U.291117.IR58.15.0 Betriebsst&auml;ttenzurechnung und Abgeltungswirkung bei gewerblich gepr&auml;gter KG im Nicht-DBA-Fall Leits&auml;tze 1. Eine nach &sect; 15 Abs. 3 Nr. 2 EStG gewerblich gepr&auml;gte (inl&auml;ndische) KG vermittelt ihren (ausl&auml;ndischen) Gesellschaftern eine Betriebsst&auml;tte i.S. von &sect; 49 Abs. 1 Nr. 2 Buchst. a EStG i.V.m. &sect; 2 Nr. 1 KStG; die &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/i-r-58-15-betriebsstaettenzurechnung-und-abgeltungswirkung-bei-gewerblich-gepraegter-kg-im-nicht-dba-fall\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">I&nbsp;R&nbsp;58\/15 &#8211; Betriebsst&auml;ttenzurechnung und Abgeltungswirkung bei gewerblich gepr&auml;gter KG im Nicht-DBA-Fall<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-69331","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/69331","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=69331"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/69331\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=69331"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=69331"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=69331"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}