{"id":69355,"date":"2018-04-12T12:02:22","date_gmt":"2018-04-12T10:02:22","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=69355"},"modified":"2018-04-12T12:04:23","modified_gmt":"2018-04-12T10:04:23","slug":"x-s-1-18-anhoerungsruege-im-erinnerungsverfahren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/x-s-1-18-anhoerungsruege-im-erinnerungsverfahren\/","title":{"rendered":"X&nbsp;S&nbsp;1\/18 &#8211; Anh&ouml;rungsr&uuml;ge im Erinnerungsverfahren"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 28.2.2018, X S 1\/18<br \/>ECLI:DE:BFH:2018:B.280218.XS1.18.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Anh&ouml;rungsr&uuml;ge im Erinnerungsverfahren<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>1. NV: &Uuml;ber die Anh&ouml;rungsr&uuml;ge nach &sect; 69a GKG entscheidet wie im Erinnerungsverfahren der Einzelrichter.<\/p>\n<\/p>\n<p>2. NV: Im Verfahren betreffend die Anh&ouml;rungsr&uuml;ge ist die Verletzung rechtlichen Geh&ouml;rs darzulegen.<\/p>\n<\/p>\n<p>3. NV: Bei unzul&auml;ssigem Rechtsbehelf ist im Allgemeinen keine Akteneinsicht zu gew&auml;hren.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Die Anh&ouml;rungsr&uuml;ge des R&uuml;gef&uuml;hrers gegen den Beschluss des Bundesfinanzhofs vom 30. November 2017 X E 12\/17 wird als unzul&auml;ssig verworfen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Der Antrag, die aufschiebende Wirkung der Erinnerung gegen die Kostenrechnung vom 26. Oktober 2017 KostL 1495\/17 (X B 79\/17) anzuordnen, wird abgelehnt.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Entscheidung ergeht gerichtsgeb&uuml;hrenfrei.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">I. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit Beschluss vom 25.&nbsp;September 2017 X&nbsp;B&nbsp;79\/17 hatte der Senat zum einen eine Beschwerde des Kostenschuldners, Erinnerungsf&uuml;hrers und R&uuml;gef&uuml;hrers (R&uuml;gef&uuml;hrer) gegen die Verwerfung einer Anh&ouml;rungsr&uuml;ge durch das Finanzgericht als unzul&auml;ssig seinerseits als unzul&auml;ssig verworfen, zum anderen eine Beschwerde gegen die Ablehnung eines Antrags auf Akteneinsicht als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen und die Kosten des Beschwerdeverfahrens dem R&uuml;gef&uuml;hrer auferlegt. Mit Kostenrechnung vom 26.&nbsp;Oktober 2017 KostL&nbsp;1495\/17 (X&nbsp;B&nbsp;79\/17) hatte die Kostenstelle des Bundesfinanzhofs (BFH) dem R&uuml;gef&uuml;hrer insgesamt 120&nbsp;EUR in Rechnung gestellt (zweimaliger Ansatz der Festgeb&uuml;hr von 60&nbsp;EUR nach Nr.&nbsp;6502 der Anlage&nbsp;1 zu &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;2 des Gerichtskostengesetzes &#8211;GKG&#8211;).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dagegen legte der R&uuml;gef&uuml;hrer Erinnerung ein und begr&uuml;ndete diese (w&ouml;rtlich) zun&auml;chst wie folgt:<br \/>&quot;1. Im Hinblick auf die unabh&auml;ngig von der Erhebung der Erinnerung im Grundsatz bestehende Zahlungspflicht wird unter Bezugnahme auf die vor dem BFH anh&auml;ngigen Verfahren unter den Aktenzeichen X&nbsp;B&nbsp;53\/17, X&nbsp;B&nbsp;54\/17, X&nbsp;B&nbsp;55\/17 und X&nbsp;S&nbsp;16\/17 die Aussetzung der Vollziehung beantragt.<br \/>2. Vorsorglich wird deshalb beantragt, von einer Vollziehung der angefochtenen Kostenentscheidung einstweilen abzusehen.&quot;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Bei den genannten Verfahren X&nbsp;B&nbsp;53\/17, X&nbsp;B&nbsp;54\/17 und X&nbsp;B&nbsp;55\/17 handelt es sich um Beschwerden des R&uuml;gef&uuml;hrers gegen die Nichtzulassung der Revision wegen Einkommensteuer, Umsatzsteuer und Gewerbesteuermessbetr&auml;gen betreffend die Jahre 2007 bis 2013, bei dem Verfahren X&nbsp;S&nbsp;16\/17 um einen auf das Verfahren X&nbsp;B&nbsp;53\/17 (Streitjahre 2007 bis 2009) bezogenen Antrag auf Aussetzung der Vollziehung (AdV). In diesen Verfahren war noch nicht entschieden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In einem weiteren Schriftsatz f&uuml;hrte der R&uuml;gef&uuml;hrer aus:<br \/>&quot;Die Erinnerung und der Antrag auf Aussetzung der Vollziehung vom 01.11.2017 werden vollumf&auml;nglich aufrechterhalten. Die Aussetzung der Vollziehung wurde unabh&auml;ngig von der im Grundsatz bestehende[n] Zahlungspflicht vorsorglich bis zum Abschluss der unter den Aktenzeichen X&nbsp;B&nbsp;53\/17, X&nbsp;B&nbsp;54\/17, X&nbsp;B&nbsp;55\/17 und X&nbsp;S&nbsp;16\/17 bei dem Bundesfinanzhof anh&auml;ngigen Verfahren beantragt.<br \/>Vor diesem Hintergrund wird deshalb beantragt, von einer Vollziehung der angefochtenen Kostenentscheidung einstweilen abzusehen.&quot;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Einw&auml;nde, die ihren Grund im Kostenrecht h&auml;tten, hatte der R&uuml;gef&uuml;hrer nicht vorgebracht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit Beschluss vom 30.&nbsp;November 2017 X&nbsp;E&nbsp;12\/17 hat der Senat durch die Einzelrichterin nach &sect;&nbsp;66 Abs.&nbsp;6 Satz&nbsp;1 GKG die Erinnerung zur&uuml;ckgewiesen, da die Kostenrechnung, insbesondere der zweifache Ansatz der Geb&uuml;hr von 60&nbsp;EUR, inhaltlich zutreffend sei. Im Rahmen dieses Beschlusses wurde festgestellt, dass der Antrag, nach &sect;&nbsp;66 Abs.&nbsp;7 Satz&nbsp;2 GKG die aufschiebende Wirkung ganz oder teilweise anzuordnen, sich erledigt habe.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Gegen den nach seiner Angabe am 5.&nbsp;Januar 2018 zugegangenen Beschluss hat der R&uuml;gef&uuml;hrer am 18.&nbsp;Januar 2018 Anh&ouml;rungsr&uuml;ge erhoben, die einstweilige AdV der angefochtenen Entscheidung nach &sect;&nbsp;66 Abs.&nbsp;7 Satz&nbsp;2 GKG sowie Akteneinsicht beantragt. Das Gericht habe seinen Tatsachen- und Rechtsvortrag nicht zur Kenntnis genommen und seine W&uuml;rdigung auf vereinzelte Teile der Erinnerungsbegr&uuml;ndung unter Au&szlig;erachtlassung der Beweismittel beschr&auml;nkt. Damit habe das Gericht den Anspruch des R&uuml;gef&uuml;hrers auf rechtliches Geh&ouml;r in entscheidungserheblicher Weise verletzt. An seinem Tatsachen- und Rechtsvortrag nebst Beweisantritten zu X&nbsp;B&nbsp;79\/17 halte er fest.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zum einen habe das Gericht den Vortrag des R&uuml;gef&uuml;hrers zu den bei dem BFH anh&auml;ngigen Verfahren X&nbsp;B&nbsp;53\/17, X&nbsp;B&nbsp;54\/17, X&nbsp;B&nbsp;55\/17 und X&nbsp;S&nbsp;16\/17 nicht zur Kenntnis genommen. Die Geb&uuml;hr von 60&nbsp;EUR f&uuml;r die Verwerfung oder Zur&uuml;ckweisung einer Beschwerde habe er gar nicht bestritten. Er zitiert in diesem Zusammenhang w&ouml;rtlich die Aussage des angefochtenen Beschlusses, im Falle der Verwerfung oder Zur&uuml;ckweisung der Beschwerde werde eine Geb&uuml;hr von 60&nbsp;EUR erhoben, und f&uuml;hrt sodann aus: &quot;Dies wurde von dem Erinnerungsf&uuml;hrer in seinem Schriftsatz vom 01.11.2017 nicht in Abrede gestellt und war auch nicht Gegenstand vorliegender Erinnerungsverfahren.&quot;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zum anderen habe sich das Gericht zu der beantragten AdV nicht ge&auml;u&szlig;ert.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ferner hat der R&uuml;gef&uuml;hrer Akteneinsicht beantragt und sich hierzu auf den BFH-Beschluss vom 11.&nbsp;M&auml;rz 2009 VI&nbsp;S&nbsp;2\/09 (BFH\/NV 2009, 1131) berufen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">II. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>&Uuml;ber die Antr&auml;ge entscheidet die Einzelrichterin entsprechend &sect;&nbsp;66 Abs.&nbsp;6 Satz&nbsp;1 GKG. In den Anh&ouml;rungsr&uuml;geverfahren verschiedener Prozessordnungen ist anerkannt, dass jeweils der Spruchk&ouml;rper in der jeweils aktuellen gesch&auml;ftsplanm&auml;&szlig;igen Besetzung t&auml;tig wird, der auch im Ausgangsverfahren zust&auml;ndig ist; Personenidentit&auml;t ist nicht erforderlich (vgl. zu &sect;&nbsp;133a der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;, Bergkemper in H&uuml;bschmann\/ Hepp\/Spitaler, &sect;&nbsp;133a FGO Rz&nbsp;23; zu &sect;&nbsp;321a der Zivilprozessordnung, Z&ouml;ller\/Vollkommer, ZPO, 32.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;321a Rz&nbsp;15a, sowie Beschluss des Bundesgerichtshofs vom 28.&nbsp;Juli 2005 III&nbsp;ZR&nbsp;443\/04, Monatsschrift f&uuml;r Deutsches Recht 2006, 168, unter II.1.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table style=\"margin-left:90\"pt width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">III.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Anh&ouml;rungsr&uuml;ge ist unzul&auml;ssig und deshalb zu verwerfen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. &sect;&nbsp;69a GKG regelt die Abhilfe bei Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Geh&ouml;r im Erinnerungsverfahren. Nach &sect;&nbsp;69a Abs.&nbsp;1 GKG ist auf die R&uuml;ge eines durch die Entscheidung beschwerten Beteiligten das Verfahren fortzuf&uuml;hren, wenn (Nr.&nbsp;1.) ein Rechtsmittel oder ein anderer Rechtsbehelf gegen die Entscheidung nicht gegeben ist und (Nr.&nbsp;2.) das Gericht den Anspruch dieses Beteiligten auf rechtliches Geh&ouml;r in entscheidungserheblicher Weise verletzt hat. Die R&uuml;ge ist innerhalb bestimmter Frist bei dem Gericht zu erheben, dessen Entscheidung angegriffen wird (&sect;&nbsp;69a Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 bis 4 GKG). Sie muss nach &sect;&nbsp;69a Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;5 GKG die angegriffene Entscheidung bezeichnen und das Vorliegen der in Absatz&nbsp;1 Nummer&nbsp;2 genannten Voraussetzungen darlegen. Ist die R&uuml;ge nicht statthaft oder nicht in der gesetzlichen Form und Frist erhoben, so ist sie nach &sect;&nbsp;69a Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;1, 2 GKG als unzul&auml;ssig zu verwerfen, und zwar durch unanfechtbaren Beschluss, der kurz begr&uuml;ndet werden soll (&sect;&nbsp;69a Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;4, 5 GKG).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Der R&uuml;gef&uuml;hrer hat entgegen &sect;&nbsp;69a Abs.&nbsp;2 Satz 5 GKG nicht dargelegt, dass das Gericht seinen Anspruch auf rechtliches Geh&ouml;r in entscheidungserheblicher Weise verletzt habe.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Er meint, das Gericht habe fehlerhaft das Beschwerde- bzw. Antragsvorbringen in den Verfahren X&nbsp;B&nbsp;53\/17, X&nbsp;B&nbsp;54\/17, X&nbsp;B&nbsp;55\/17 und X&nbsp;S&nbsp;16\/17 im Erinnerungsverfahren nicht ber&uuml;cksichtigt. Sein Vorbringen im Erinnerungsverfahren hatte sich in der Bezugnahme auf diese Verfahren ersch&ouml;pft. Nach &sect;&nbsp;69a Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;5 GKG i.V.m. &sect;&nbsp;69a Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 GKG m&uuml;sste er nunmehr darlegen, dass das Gericht zum einen seinen Vortrag nicht ber&uuml;cksichtigt habe, dass dies zum anderen einen Einfluss auf die Entscheidung gehabt habe (&quot;in entscheidungserheblicher Weise&quot;). Daran fehlt es.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Es ist schon nicht ohne Weiteres ersichtlich, inwiefern das Gericht diesen Vortrag nicht zur Kenntnis genommen haben soll. Er ist zwar in dem ger&uuml;gten Beschluss nicht ausdr&uuml;cklich zitiert. Allerdings hat das Gericht mit der Aussage, dass die Kostengrundentscheidung des Senatsbeschlusses vom 25.&nbsp;September 2017 X&nbsp;B&nbsp;79\/17 bindend sei (unter II.1.a), deutlich seine Rechtsauffassung zum Ausdruck gebracht, dass jegliche Sach- und Rechtsfragen, die ihren Grund nicht im Kostenrecht haben, f&uuml;r die Kostenrechnung und damit auch im Erinnerungsverfahren unerheblich sind. Damit sind ersichtlich sowohl Streitigkeiten in anderen Verfahren als auch das vorg&auml;ngige Beschwerdeverfahren X&nbsp;B&nbsp;79\/17 gemeint.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im &Uuml;brigen fehlt jede Darlegung dazu, worin trotz dieser Rechtsgrunds&auml;tze die Entscheidungserheblichkeit seines in diesen Verfahren angebrachten Sach- und Rechtsvortrags f&uuml;r die angefochtene Kostenrechnung liegen soll, inwiefern also mit R&uuml;cksicht auf welchen konkreten Teil dieses Vortrags auf Grundlage der Kostengrundentscheidung in dem Beschluss vom 25.&nbsp;September 2017 X&nbsp;B&nbsp;79\/17 eine andere Kostenrechnung auch nur in Betracht gekommen w&auml;re.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Wenn der R&uuml;gef&uuml;hrer stattdessen sinngem&auml;&szlig; selbst vortr&auml;gt, die Geb&uuml;hr von 60&nbsp;EUR sei nicht Gegenstand des Erinnerungsverfahrens gewesen, ist schon nicht mehr verst&auml;ndlich, wogegen sich die Erinnerung &uuml;berhaupt gerichtet haben soll und was er mit seinem Erinnerungsverfahren bezweckt hat. Nur um diese Geb&uuml;hren geht es in der Kostenrechnung und im Erinnerungsverfahren. &Uuml;ber die anderen Rechtsstreitigkeiten, die der R&uuml;gef&uuml;hrer betreibt, ist damit weder ausdr&uuml;cklich noch inzident entschieden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Inwiefern dem Gericht eine Verletzung rechtlichen Geh&ouml;rs in Bezug auf die beantragte AdV unterlaufen sein soll, ist ebenfalls nicht dargelegt. Mit der Aussage des Beschlusses, der Antrag nach &sect;&nbsp;66 Abs.&nbsp;7 Satz&nbsp;2 GKG habe sich mit der Entscheidung &uuml;ber die Erinnerung erledigt &#8211;was in der Sache zutrifft&#8211;, hat sich der R&uuml;gef&uuml;hrer nicht auseinandergesetzt. Da in der Sache der in dieser Vorschrift ausdr&uuml;cklich als &quot;Anordnung der aufschiebenden Wirkung&quot; bezeichnete vorl&auml;ufige Rechtsschutz der AdV nach &sect;&nbsp;69 Abs.&nbsp;3 FGO entspricht, h&auml;tte der R&uuml;gef&uuml;hrer n&auml;her darlegen m&uuml;ssen, worin in diesem Punkte die Verletzung rechtlichen Geh&ouml;rs liegen soll.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Auch im &Uuml;brigen ist nicht konkret vorgetragen, inwiefern das Gericht rechtliches Geh&ouml;r verletzt haben soll.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table style=\"margin-left:90\"pt width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">IV.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die in der R&uuml;geschrift beantragte Akteneinsicht war nicht zu gew&auml;hren. Da der Rechtsbehelf unzul&auml;ssig ist, besteht nach st&auml;ndiger Rechtsprechung des BFH kein Anspruch auf Akteneinsicht. Denn die Akten sind in diesem Falle unter keinem rechtlichen Gesichtspunkt geeignet, der Rechtsschutzgew&auml;hrung des R&uuml;gef&uuml;hrers zu dienen (vgl. BFH-Beschl&uuml;sse vom 27.&nbsp;Januar 2011 V&nbsp;S&nbsp;31\/10, BFH\/NV 2011, 838, unter II.4.; vom 26.&nbsp;April 2016 I&nbsp;B&nbsp;12\/16, BFH\/NV 2016, 1288). Anders kann es sich verhalten, wenn die Akteneinsicht erkennbar zur Pr&uuml;fung der Zul&auml;ssigkeitsfragen beantragt wird (vgl. dazu BFH-Beschluss vom 15.&nbsp;Dezember 2008 VII&nbsp;B&nbsp;24\/08, BFH\/NV 2009, 1124, unter 1.). Das ist im Streitfall nicht geschehen. Aus dem von dem R&uuml;gef&uuml;hrer selbst zitierten BFH-Beschluss in BFH\/NV 2009, 1131 ergibt sich ebenfalls nur, dass bei unzul&auml;ssigem Rechtsbehelf keine Akteneinsicht zu gew&auml;hren ist (dort unter 5.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table style=\"margin-left:90\"pt width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">V.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der erneute Antrag, die Vollziehung einstweilen auszusetzen, kann nach &sect;&nbsp;66 Abs.&nbsp;7 Satz&nbsp;2 GKG nur als Antrag auf Anordnung der aufschiebenden Wirkung verstanden werden. Eine derartige Anordnung kommt nicht mehr in Betracht, da die Anh&ouml;rungsr&uuml;ge ohne Erfolg und das Erinnerungsverfahren deshalb nicht fortzusetzen, mithin abgeschlossen ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table style=\"margin-left:90\"pt width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">VI.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Eine Kostenentscheidung ergeht nicht, da das Verfahren &uuml;ber die Erinnerung und damit auch die darauf folgende Anh&ouml;rungsr&uuml;ge gerichtsgeb&uuml;hrenfrei sind (vgl. BFH-Beschluss vom 17.&nbsp;August 2012 VIII&nbsp;S&nbsp;15\/12, BFH\/NV 2012, 1822). Kosten werden nicht erstattet (&sect;&nbsp;69a Abs.&nbsp;6 GKG).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 28.2.2018, X S 1\/18ECLI:DE:BFH:2018:B.280218.XS1.18.0 Anh&ouml;rungsr&uuml;ge im Erinnerungsverfahren Leits&auml;tze 1. NV: &Uuml;ber die Anh&ouml;rungsr&uuml;ge nach &sect; 69a GKG entscheidet wie im Erinnerungsverfahren der Einzelrichter. 2. NV: Im Verfahren betreffend die Anh&ouml;rungsr&uuml;ge ist die Verletzung rechtlichen Geh&ouml;rs darzulegen. 3. NV: Bei unzul&auml;ssigem Rechtsbehelf ist im Allgemeinen keine Akteneinsicht zu gew&auml;hren. Tenor Die Anh&ouml;rungsr&uuml;ge des &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/x-s-1-18-anhoerungsruege-im-erinnerungsverfahren\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">X&nbsp;S&nbsp;1\/18 &#8211; Anh&ouml;rungsr&uuml;ge im Erinnerungsverfahren<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-69355","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/69355","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=69355"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/69355\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=69355"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=69355"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=69355"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}