{"id":69358,"date":"2018-04-12T12:02:43","date_gmt":"2018-04-12T10:02:43","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=69358"},"modified":"2018-04-12T12:04:28","modified_gmt":"2018-04-12T10:04:28","slug":"iv-r-56-16-wirtschaftliches-eigentum-an-leasingobjekten-im-rahmen-von-sale-and-lease-back-gestaltungen-klagebefugnis-nach-par-48-abs-1-fgo-bei-vollbeendigung-der-personengesellschaft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iv-r-56-16-wirtschaftliches-eigentum-an-leasingobjekten-im-rahmen-von-sale-and-lease-back-gestaltungen-klagebefugnis-nach-par-48-abs-1-fgo-bei-vollbeendigung-der-personengesellschaft\/","title":{"rendered":"IV&nbsp;R&nbsp;56\/16 &#8211; Wirtschaftliches Eigentum an Leasingobjekten im Rahmen von Sale-and-lease-back-Gestaltungen &#8211; Klagebefugnis nach &sect; 48 Abs. 1 FGO bei Vollbeendigung der Personengesellschaft"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 21.12.2017, IV R 56\/16<br \/>ECLI:DE:BFH:2017:U.211217.IVR56.16.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Wirtschaftliches Eigentum an Leasingobjekten im Rahmen von Sale-and-lease-back-Gestaltungen &#8211; Klagebefugnis nach &sect; 48 Abs. 1 FGO bei Vollbeendigung der Personengesellschaft<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>NV: Wirtschaftliches Eigentum nach &sect; 39 Abs. 2 Nr. 1 Satz 1 AO des Leasingnehmers an dem Leasingobjekt kommt nicht in Betracht, wenn die betriebsgew&ouml;hnliche Nutzungsdauer des Leasinggegenstandes l&auml;nger als die Grundmietzeit ist und dem Leasinggeber ein Andienungsrecht einger&auml;umt ist (Best&auml;tigung der Rechtsprechung).<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Auf die Revision des Kl&auml;gers wird das Urteil des Finanzgerichts K&ouml;ln vom 1. September 2016 15 K 446\/12 aufgehoben.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Sache wird an das Finanzgericht K&ouml;ln zur&uuml;ckverwiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Diesem wird die Entscheidung &uuml;ber die Kosten des Revisionsverfahrens &uuml;bertragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">I. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger und Revisionskl&auml;ger (Kl&auml;ger) ist Gesamtrechtsnachfolger und ehemaliger Gesellschafter der X GmbH &#038; Co. KG (KG). Gesch&auml;ftsgegenstand der KG war das Verleasen von Wirtschaftsg&uuml;tern. Der Kl&auml;ger war als einziger Kommanditist mit einer Kommanditeinlage von 150.000&nbsp;EUR zu 100&nbsp;% am Kapital der KG beteiligt. Komplement&auml;rin der KG ohne Kapitalbeteiligung war bis zum 30.&nbsp;August 2008 die G&nbsp;GmbH und ab dem 31.&nbsp;August 2008 die V&nbsp;GmbH. Die Komplement&auml;rin schied mit Wirkung zum 16.&nbsp;Dezember 2010 aus der KG aus. Die KG wurde am 29.&nbsp;Dezember 2010 im Handelsregister gel&ouml;scht. Sowohl die fr&uuml;here als auch die sp&auml;tere Komplement&auml;rin befinden sich wegen Insolvenz oder Liquidation in Aufl&ouml;sung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zwischen Dezember 2006 und Mai 2007 schlossen die KG als K&auml;uferin und zuk&uuml;nftige Leasinggeberin und die P&nbsp;GmbH als Verk&auml;uferin und zuk&uuml;nftige Leasingnehmerin mehrere gleichlautende Kauf- und Leasingvertr&auml;ge (&quot;sale and lease back&quot;) &uuml;ber sog. Informationssysteme oder Medienrechner (Leasingobjekte). Das System bestand jeweils aus einem handels&uuml;blichen Rechner, einer Wandhalterung und TFT-Monitor(en) und diente dazu, an werbewirksamen Standorten von Kunden (&quot;Abonnenten&quot;) des Leasingnehmers aufgestellt zu werden und dort Informationsprogramme und Werbesendungen auszustrahlen. Das Gesch&auml;ftsmodell wurde auch in einer Vielzahl von weiteren, zu diesem Zweck gegr&uuml;ndeten Leasinggesellschaften verfolgt und war von der G&nbsp;GmbH als &quot;Renditemodell&quot; konzipiert worden. Das Konzept sah eine prognostizierte Laufzeit der Leasinggesellschaft von acht Jahren vor. Es sah den Erwerb von mobilen neuwertigen Wirtschaftsg&uuml;tern vor, die zum Teil fremdfinanziert werden k&ouml;nnten. Der Erwerb sollte erfolgen, wenn die Hersteller (oder Verk&auml;ufer) eine R&uuml;cknahmeverpflichtung eingehen oder das Wirtschaftsgut einen geregelten Gebrauchtmarkt hat, wie z.B. Fahrzeuge.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Leasingvertr&auml;ge sahen im Streitfall eine Vertragslaufzeit von vier Jahren (48&nbsp;Monate) vor. Geregelt wurde jeweils ein Kaufpreis (f&uuml;r den Erwerb durch die KG), monatliche Leasingraten (der P&nbsp;GmbH) und ein Restwert in H&ouml;he von 20&nbsp;% des Kaufpreises bei Vertragsende. Der Kaufpreis der Systeme (Beispiel System 542: Kaufpreis pro Einheit bestehend aus Monitor, Rechner und Halterung von 8.000&nbsp;EUR netto) und der in den Standortvertr&auml;gen mit den Abonnenten angegebene Wert der Einheit (beim System 542: 3.800&nbsp;EUR netto) unterschieden sich erheblich. F&uuml;r den Kauf des Leasingobjekts gew&auml;hrte die Verk&auml;uferin und Leasingnehmerin (P&nbsp;GmbH) als Darlehensgeberin der K&auml;uferin und Leasinggeberin (KG) als Darlehensnehmerin jeweils einen Lieferantenkredit.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Gesch&auml;ftsf&uuml;hrerin der P&nbsp;GmbH b&uuml;rgte selbstschuldnerisch f&uuml;r die Anspr&uuml;che aus dem Leasingvertrag einschlie&szlig;lich des geregelten Restwerts bei Vertragsende. Ein Informationsblatt zum Leasingobjekt wies eine technische Haltbarkeit der Bildschirme von 40&nbsp;000 bis 50&nbsp;000&nbsp;Betriebsstunden aus. Bei einem Betrieb von zw&ouml;lf Stunden t&auml;glich ergeben sich nach vier Jahren 17&nbsp;520&nbsp;Betriebsstunden, bei 16&nbsp;Stunden t&auml;glich 23&nbsp;360&nbsp;Betriebsstunden. In anderen technischen Unterlagen gab der Hersteller eines h&auml;ufig verwendeten Monitors eine Laufzeit von 50&nbsp;000&nbsp;Stunden f&uuml;r den Bildschirm an.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Au&szlig;erdem schlossen die KG (als R&uuml;ckverk&auml;uferin) und die P&nbsp;GmbH (als R&uuml;ckk&auml;uferin) zeitgleich R&uuml;ckkaufvereinbarungen, in denen sich die R&uuml;ckk&auml;uferin verpflichtete, die Leasingobjekte bzw. bei einem Austausch die Ersatzobjekte &quot;auf Verlangen&quot; der KG zur&uuml;ckzukaufen, wenn der Leasingvertrag endet, gleich aus welchem Grund. Der Vertrag sollte mit dem Zugang des R&uuml;ckkaufverlangens bei der R&uuml;ckk&auml;uferin durch einseitige Erkl&auml;rung der KG (als R&uuml;ckverk&auml;uferin) zustandekommen. Der vereinbarte R&uuml;ckkaufpreis entsprach der Summe der Barwerte der noch offenen Leasingraten und eines eventuell vereinbarten Restwerts. Der vereinbarte Restwert sollte zum Ende der vereinbarten Leasinglaufzeit &#8211;wie im Leasingvertrag geregelt&#8211; 20&nbsp;% des Nettoverkaufspreises nach Abzug etwaiger Zulassungs- und &Uuml;berf&uuml;hrungskosten betragen. Der Verkauf sollte dann unter Ausschluss jeglicher Gew&auml;hrleistung erfolgen. F&uuml;r alle M&auml;ngel, die &uuml;ber den durch vertragsgem&auml;&szlig;en Gebrauch entstehenden Verschlei&szlig; hinausgehen, sollte nach allgemeinen Leasingvertragsbedingungen die P&nbsp;GmbH (d.h. die Leasingnehmerin und R&uuml;ckk&auml;uferin) haften. Das Recht der KG, die Leasingobjekte an Dritte zu verwerten, wurde durch die Vereinbarung nicht ber&uuml;hrt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In der Folgezeit wurde der Leasingvertrag im September 2008 wegen Zahlungsschwierigkeiten der P&nbsp;GmbH au&szlig;erordentlich von der KG gek&uuml;ndigt. &Uuml;ber das Verm&ouml;gen der P&nbsp;GmbH wurde ein Insolvenzverfahren er&ouml;ffnet. Eine Verwertung der Leasingobjekte durch die zahlreichen Leasinggesellschaften (Kommanditgesellschaften) konnte in vielen F&auml;llen nicht erfolgen, da die Gegenst&auml;nde nicht mehr auffindbar oder besch&auml;digt und Anspr&uuml;che gegen die P&nbsp;GmbH sowie die Abonnenten teilweise wertlos waren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mangels Abgabe einer Feststellungserkl&auml;rung f&uuml;r den Feststellungszeitraum 2008 (Streitjahr) sch&auml;tzte der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) die Besteuerungsgrundlagen mit unter dem Vorbehalt der Nachpr&uuml;fung ergangenem Gewinnfeststellungsbescheid vom 13.&nbsp;Dezember 2010. Das FA beurteilte die Vereinbarungen als blo&szlig;e Finanzierungsvereinbarungen und rechnete der KG einerseits Zinsanteile aus den Leasingzahlungen zu und zog andererseits als Aufwand insbesondere Zinsen f&uuml;r den Lieferantenkredit sowie weitere Aufwendungen ab. Die Zinsanteile wurden aus den Leasingvertr&auml;gen und Lieferantenkreditvertr&auml;gen errechnet. Absetzung f&uuml;r Abnutzung (AfA) auf die Leasingobjekte ber&uuml;cksichtigte es bei der KG nicht. Diese Berechnung ist zwischen den Beteiligten f&uuml;r den Fall, dass die Leasingobjekte der P&nbsp;GmbH steuerrechtlich zuzuordnen sein sollten, der H&ouml;he nach unstreitig. Der Gewinnfeststellungsbescheid wurde dem damaligen steuerlichen Vertreter als Empfangsbevollm&auml;chtigtem der KG bekanntgegeben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Hiergegen legte dieser Einspruch ein. Das Einspruchsverfahren wurde in der Folgezeit mit dem Kl&auml;ger fortgef&uuml;hrt, den das FA als Gesamtrechtsnachfolger betrachtete. Am 15.&nbsp;August 2011 erlie&szlig; das FA unter Aufhebung des Vorbehalts der Nachpr&uuml;fung einen ge&auml;nderten Sch&auml;tzungsbescheid. Der Einspruch blieb erfolglos. Die Einspruchsentscheidung vom 9.&nbsp;Januar 2012 wurde gegen&uuml;ber dem Kl&auml;ger als Einspruchsf&uuml;hrer sowie gegen&uuml;ber dem Kl&auml;ger und der V&nbsp;GmbH als Hinzugezogene bekanntgegeben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dagegen wandte sich der Kl&auml;ger mit seiner Klage. Im Klageverfahren wurde die Feststellungserkl&auml;rung 2008 f&uuml;r die KG eingereicht. Es wurde u.a. ein laufender Gesamthandsverlust erkl&auml;rt, in dem eine AfA f&uuml;r die Leasingobjekte in H&ouml;he von 19.594&nbsp;EUR ber&uuml;cksichtigt war.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Finanzgericht (FG) wies die Klage mit Urteil vom 1.&nbsp;September 2016&nbsp;&nbsp;15&nbsp;K&nbsp;446\/12 als unbegr&uuml;ndet ab. Es f&uuml;hrte im Wesentlichen aus, das FA habe zu Recht keine AfA auf die Leasingobjekte ber&uuml;cksichtigt. Denn die Leasingobjekte seien nach &sect;&nbsp;39 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 der Abgabenordnung (AO) nicht der KG als der zivilrechtlichen, sondern der P&nbsp;GmbH als der wirtschaftlichen Eigent&uuml;merin steuerrechtlich zuzurechnen. Die Vertr&auml;ge seien derart angelegt gewesen, dass die KG am Ende der Laufzeit ihr &quot;Andienungsrecht&quot; aus&uuml;be und die P&nbsp;GmbH die Leasingobjekte zur&uuml;ckerwerben m&uuml;sse. Denn der vereinbarte R&uuml;ckkaufpreis sei im Vergleich zum Wertverlust der Leasingobjekte sehr hoch gewesen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger r&uuml;gt mit seiner Revision einen Versto&szlig; des FG gegen &sect;&nbsp;39 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 AO. Im Kern tr&auml;gt er vor, dass zugunsten der KG (Leasinggeberin) nur ein Andienungsrecht bestanden habe. Diese Konstellation k&ouml;nne nicht mit der gleichgestellt werden, bei welcher zugunsten der Leasingnehmerin eine Kauf- oder Verl&auml;ngerungsoption vereinbart sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger beantragt,<br \/>das Urteil des FG vom 1.&nbsp;September 2016 aufzuheben und den Gewinnfeststellungsbescheid 2008 vom 15.&nbsp;August 2011 und die hierzu ergangene Einspruchsentscheidung vom 9.&nbsp;Januar 2012 dahin zu &auml;ndern, dass f&uuml;r die Gesamthand ein laufender Verlust in H&ouml;he von 4.352,29&nbsp;EUR festgestellt wird.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt,<br \/>die Revision des Kl&auml;gers als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Es bittet den Senat, die von ihm in seinem Urteil vom 13.&nbsp;Oktober 2016 IV&nbsp;R&nbsp;33\/13 (BFHE 255, 386, BStBl II 2018, 81) vertretene Rechtsauffassung zu &uuml;berdenken, wonach die Leasingnehmerin nicht wirtschaftliche Eigent&uuml;merin des Leasingobjekts sei, wenn dessen betriebsgew&ouml;hnliche Nutzungsdauer l&auml;nger als die Grundmietzeit sei und (nur) der Leasinggeberin ein wirtschaftlich vorteilhaftes Andienungsrecht zustehe.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">II. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Revision ist begr&uuml;ndet. Sie f&uuml;hrt zur Aufhebung des angefochtenen Urteils und zur Zur&uuml;ckverweisung der Sache an das FG zur anderweitigen Verhandlung und Entscheidung (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Das FG ist zwar zu Recht stillschweigend von der Zul&auml;ssigkeit der Klage ausgegangen (dazu&nbsp;1.). Es hat aber bei der Sachpr&uuml;fung &sect;&nbsp;39 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 AO rechtsfehlerhaft ausgelegt (dazu&nbsp;2.). Mangels Spruchreife ist die Sache an das FG zur&uuml;ckzuverweisen (dazu&nbsp;3.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Die Klage war zul&auml;ssig, insbesondere war der Kl&auml;ger befugt, Klage gegen den Gewinnfeststellungsbescheid 2008 zu erheben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Die grunds&auml;tzliche Befugnis der Personengesellschaft, nach &sect;&nbsp;48 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 FGO als Prozessstandschafterin f&uuml;r ihre Gesellschafter Rechtsbehelfe einzulegen, erlischt mit deren Vollbeendigung. In einem solchen Fall kann ein Gewinnfeststellungsbescheid nur noch von den fr&uuml;heren Gesellschaftern angefochten werden, deren Mitgliedschaft die Zeit ber&uuml;hrt, die der anzufechtende Gewinnfeststellungsbescheid betrifft. Die Klagebefugnis nach &sect;&nbsp;48 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 FGO geht nicht auf den (zivil-rechtlichen) Gesamtrechtsnachfolger der Personengesellschaft &uuml;ber. Vielmehr lebt die bis zum Zeitpunkt der Vollbeendigung &uuml;berlagerte Klagebefugnis der einzelnen Gesellschafter wieder auf (st&auml;ndige Rechtsprechung, z.B. Beschluss des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 16.&nbsp;April 2017 IV&nbsp;B&nbsp;75\/16, Rz&nbsp;15, m.w.N.). Demnach sind bei einer vor Klageerhebung vollbeendeten Personengesellschaft im Grundsatz alle fr&uuml;heren Gesellschafter klagebefugt (z.B. BFH-Urteile vom 11.&nbsp;April 2013 IV&nbsp;R&nbsp;20\/10, BFHE 241, 132, BStBl II 2013, 705, Rz&nbsp;19, m.w.N.; vom 16.&nbsp;Mai 2013 IV&nbsp;R&nbsp;21\/10, Rz&nbsp;17). Klagt nur ein Gesellschafter, m&uuml;ssen alle fr&uuml;heren Gesellschafter nach &sect;&nbsp;60 Abs.&nbsp;3 FGO notwendig beigeladen werden. Eine Ausnahme gilt nur f&uuml;r Gesellschafter, die unter keinem denkbaren Gesichtspunkt von dem Ausgang des Rechtsstreits betroffen sein k&ouml;nnen (z.B. BFH-Beschluss vom 16.&nbsp;April 2017 IV&nbsp;B&nbsp;75\/16, Rz&nbsp;16, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Danach war der Kl&auml;ger als ehemaliger Gesellschafter der KG und nicht &#8211;wie im Rubrum des FG-Urteils ausgef&uuml;hrt&#8211; als deren Gesamtrechtsnachfolger klagebefugt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit dem Ausscheiden der Komplement&auml;rin aus der KG im Dezember 2010 ist dem Kl&auml;ger das Gesamthandsverm&ouml;gen der KG kraft Gesetzes angewachsen (z.B. Urteil des Bundesgerichtshofs &#8211;BGH&#8211; vom 12.&nbsp;Juni 2008 III&nbsp;ZR&nbsp;38\/07, unter II.1.b&nbsp;bb&nbsp;(1)); die KG wurde liquidationslos vollbeendet (z.B. BFH-Beschluss vom 17.&nbsp;Oktober 2013 IV&nbsp;R&nbsp;25\/10, Rz&nbsp;18, m.w.N.). Damit ging im Grundsatz die Klagebefugnis auf alle Gesellschafter &uuml;ber, die im Jahr 2008 an der KG beteiligt waren. Demzufolge war der Kl&auml;ger zwar nicht als Gesamtrechtsnachfolger, aber als ehemaliger Gesellschafter der KG befugt (BFH-Urteil in BFHE 241, 132, BStBl II 2013, 705, Rz&nbsp;19), Klage gegen den Gewinnfeststellungsbescheid 2008 zu erheben. Ebenso steht au&szlig;er Frage, dass die Rechte des Kl&auml;gers durch den Ausgang des Rechtsstreits betroffen sein k&ouml;nnen. Denn der Kl&auml;ger hat sich im Klageverfahren gegen die H&ouml;he des &#8211;ihm allein zuzurechnenden&#8211; laufenden Gewinns der Gesamthand gewandt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Bei dieser Sachlage hat es das FG nicht verfahrensfehlerhaft unterlassen, die Komplement&auml;rinnen nach &sect;&nbsp;60 Abs.&nbsp;3 FGO notwendig beizuladen. Denn die G&nbsp;GmbH und die V&nbsp;GmbH, die beide nicht am Gewinn der KG beteiligt waren, k&ouml;nnen nach dem vorstehend Gesagten, wonach nur Auswirkungen auf Besteuerungsgrundlagen in Streit stehen, die den Kl&auml;ger betreffen, unter keinem denkbaren Gesichtspunkt von dem Ausgang des Rechtsstreits betroffen sein.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Die Entscheidung des FG, wonach das (wirtschaftliche) Eigentum an den Leasingobjekten nach &sect;&nbsp;39 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 AO im Rahmen des gew&auml;hlten &quot;Sale-and-lease-back-Verfahrens&quot; nicht auf die KG &uuml;bergegangen sei und deshalb diese Wirtschaftsg&uuml;ter nicht in ihrer Steuerbilanz als abnutzbare Wirtschaftsg&uuml;ter des Anlageverm&ouml;gens auszuweisen seien, beruht auf einer fehlerhaften Auslegung dieser Zurechnungsnorm.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Entgegen der Auffassung des FA bedarf es im Streitfall zur Beantwortung der Frage, ob die Leasingobjekte dem Betriebsverm&ouml;gen der KG steuerrechtlich zuzurechnen waren, keiner Kl&auml;rung des Konkurrenzverh&auml;ltnisses zwischen den handelsrechtlichen Zurechnungsgrunds&auml;tzen und der steuerrechtlichen Zurechnung nach &sect;&nbsp;39 AO. Denn jedenfalls vor Geltung des &sect;&nbsp;246 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 des Handelsgesetzbuchs (HGB) i.d.F. des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) vom 25.&nbsp;Mai 2009 (BGBl I 2009, 1102) &#8211;so wie hier&#8211; wurde die handelsrechtliche Zurechnung von Verm&ouml;gensgegenst&auml;nden anhand von &sect;&nbsp;39 AO bestimmt. Danach kann im Streitfall &#8211;wie schon im BFH-Urteil in BFHE 255, 386, BStBl II 2018, 81 geschehen&#8211; zur Beantwortung der Zurechnungsfrage ohne weiteres auf &sect;&nbsp;39 AO zur&uuml;ckgegriffen werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;5 Abs.&nbsp;1 des Einkommensteuergesetzes (EStG) ist bei Gewerbetreibenden, die &#8211;wie hier die KG als eine im Handelsregister eingetragene Personenhandelsgesellschaft (vgl. Baumbach\/Hopt\/Hopt, HGB, 37.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;6 Rz&nbsp;2)&#8211; aufgrund gesetzlicher Vorschriften verpflichtet sind, B&uuml;cher zu f&uuml;hren und Abschl&uuml;sse zu machen, f&uuml;r den Schluss des Wirtschaftsjahres das Betriebsverm&ouml;gen anzusetzen (&sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 EStG), das nach den handelsrechtlichen Grunds&auml;tzen ordnungsgem&auml;&szlig;er Buchf&uuml;hrung (GoB) auszuweisen ist. F&uuml;r den Ausweis von Wirtschaftsg&uuml;tern in der Steuerbilanz sind daher im Grundsatz die handelsrechtlichen GoB ma&szlig;geblich. Danach hat der Kaufmann nur &quot;seine&quot; Verm&ouml;gensgegenst&auml;nde auszuweisen (&sect;&sect;&nbsp;240, 242 HGB). Es ist allgemein anerkannt, dass Bestandteil des Verm&ouml;gens des Kaufmanns nicht nur die ihm zivilrechtlich geh&ouml;renden Verm&ouml;gensgegenst&auml;nde, sondern auch solche sind, die zivilrechtlich zwar einer anderen Person geh&ouml;ren, die aber nach der Ausgestaltung der Rechtsbeziehungen zu dem zivilrechtlichen Rechtsinhaber und nach den tats&auml;chlichen Verh&auml;ltnissen wirtschaftlich Bestandteil seines Verm&ouml;gens sind (sog. wirtschaftliche Verm&ouml;genszugeh&ouml;rigkeit; z.B. BFH-Urteil vom 12.&nbsp;September 1991 III&nbsp;R&nbsp;233\/90, BFHE 166, 49, BStBl II 1992, 182, unter 1., m.w.N.; BGH-Urteil vom 6.&nbsp;November 1995 II&nbsp;ZR&nbsp;164\/94).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Diese handelsrechtliche Zurechnung war bis zum Inkrafttreten des &sect;&nbsp;246 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 HGB i.d.F. des BilMoG nicht ausdr&uuml;cklich im Handelsrecht kodifiziert. Sie wurde sowohl vom BFH als auch vom BGH mittels des &sect;&nbsp;39 AO bestimmt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach dieser Vorschrift sind Wirtschaftsg&uuml;ter grunds&auml;tzlich dem zivilrechtlichen Eigent&uuml;mer zuzurechnen (&sect;&nbsp;39 Abs.&nbsp;1 AO). &Uuml;bt ein anderer als der Eigent&uuml;mer die tats&auml;chliche Herrschaft &uuml;ber ein Wirtschaftsgut in der Weise aus, dass er den Eigent&uuml;mer im Regelfall f&uuml;r die gew&ouml;hnliche Nutzungsdauer von der Einwirkung auf das Wirtschaftsgut wirtschaftlich ausschlie&szlig;en kann, so ist ihm das Wirtschaftsgut zuzurechnen (&sect;&nbsp;39 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 AO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der BFH f&uuml;hrte aus, die handelsrechtliche Zurechnung von Verm&ouml;gensgegenst&auml;nden entspreche im Wesentlichen der Regelung des &sect;&nbsp;39 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 AO (z.B. BFH-Urteile in BFHE 166, 49, BStBl II 1992, 182, unter 1.; vom 14.&nbsp;Mai 2002 VIII&nbsp;R&nbsp;30\/98, BFHE 199, 181, BStBl II 2002, 741, unter I.1.a). Er ging davon aus, dass f&uuml;r die Zurechnung nach den &sect;&sect;&nbsp;240, 242 HGB nichts anderes gelte als f&uuml;r die nach &sect;&nbsp;39 AO (BFH-Urteil in BFHE 199, 181, BStBl II 2002, 741, unter I.1.a). Ebenso bestimmte der BGH das &quot;wirtschaftliche Eigentum&quot; anhand der Zurechnungsgrunds&auml;tze des &sect;&nbsp;39 AO. Er entschied, dass &quot;wirtschaftliches Eigentum&quot; in Betracht komme, &quot;wenn das bilanzierende Unternehmen gegen&uuml;ber dem b&uuml;rgerlich-rechtlichen Eigent&uuml;mer eine auch rechtlich abgesicherte Position hat, die es ihm erm&ouml;glicht, diesen dauerhaft &#8230; von der Einwirkung auf die betreffenden Verm&ouml;gensgegenst&auml;nde auszuschlie&szlig;en &#8230;&quot;(BGH-Urteil vom 6.&nbsp;November 1995 II&nbsp;ZR&nbsp;164\/94). Der BFH lie&szlig; es daher dahingestellt, ob als Rechtsgrundlage f&uuml;r die steuerrechtliche Zurechnung von Wirtschaftsg&uuml;tern die handelsrechtlichen GoB oder unmittelbar &sect;&nbsp;39 AO heranzuziehen war (BFH-Urteil vom 25.&nbsp;April 2006 X&nbsp;R&nbsp;57\/04, BFH\/NV 2006, 1819, unter II.2.c).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Mit der Einf&uuml;gung des &sect;&nbsp;246 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 HGB i.d.F. des BilMoG existiert nunmehr neben &sect; 39 AO eine eigenst&auml;ndige handelsrechtliche Zurechnungsnorm. Nach dieser Vorschrift sind Verm&ouml;gensgegenst&auml;nde in der Bilanz des Eigent&uuml;mers aufzunehmen (Halbsatz&nbsp;1); ist ein Verm&ouml;gensgegenstand nicht dem Eigent&uuml;mer, sondern einem anderen wirtschaftlich zuzurechnen, hat dieser ihn in seiner Bilanz auszuweisen (Halbsatz&nbsp;2).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Streitfall kann jedoch dahinstehen, ob &sect;&nbsp;246 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 HGB i.d.F. des BilMoG dem &sect; 39 AO vorgeht und ggf. einen von &sect;&nbsp;39 AO abweichenden Regelungsinhalt normiert (zu diesem Streit z.B. Wendt, Finanz-Rundschau 2017, 531). Denn diese Vorschrift ist verpflichtend erstmals auf Jahresabschl&uuml;sse f&uuml;r nach dem 31. Dezember 2009 beginnende Gesch&auml;ftsjahre, optional &#8211;unter bestimmten Voraussetzungen&#8211; fr&uuml;hestens auf nach dem 31.&nbsp;Dezember 2008 beginnende Gesch&auml;ftsjahre anwendbar (vgl. Art.&nbsp;66 Abs.&nbsp;3 S&auml;tze&nbsp;1 und 6 des Einf&uuml;hrungsgesetzes zum Handelsgesetzbuch i.d.F. des BilMoG). Sie greift daher im Streit-fall nicht ein, so dass &sect;&nbsp;39 AO (inhaltlich) anwendbar bleibt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) In Leasingf&auml;llen (auch beim &quot;Lease&quot; im Rahmen eines &quot;Sale-and-lease-back&quot;) geht der BFH &#8211;wie bereits in dem Urteil in BFHE 255, 386, BStBl II 2018, 81 dargestellt&#8211; bei Anwendung des &sect;&nbsp;39 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 AO insbesondere von folgenden Grunds&auml;tzen aus:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Wirtschaftliches Eigentum des Leasingnehmers ist gegeben, wenn der Herausgabeanspruch des Leasinggebers keine wirtschaftliche Bedeutung mehr hat, d.h. dem Leasingnehmer Substanz und Ertrag des Wirtschaftsguts f&uuml;r die voraussichtliche Nutzungsdauer zustehen (BFH-Urteil in BFHE 255, 386, BStBl II 2018, 81, Rz&nbsp;27&nbsp;ff.). Hieran fehlt es im Allgemeinen, wenn die betriebsgew&ouml;hnliche Nutzungsdauer l&auml;nger als die Grundmietzeit ist. Denn in einem derartigen Fall ist der Herausgabeanspruch des Leasinggebers gerade nicht wirtschaftlich bedeutungslos. Kann der Leasingnehmer den Leasinggeber hingegen auch f&uuml;r die verbleibende Zeit von der Einwirkung auf das Leasingobjekt ausschlie&szlig;en, ist das Leasingobjekt dem Leasingnehmer zuzurechnen. Allerdings muss der Leasingnehmer hierzu aufgrund einer eigenen, rechtlich abgesicherten Position (z.B. Kauf- oder Verl&auml;ngerungsoption) in der Lage sein (BFH-Urteil in BFHE 255, 386, BStBl II 2018, 81, Rz&nbsp;32). Ein lediglich dem Leasinggeber einger&auml;umtes Andienungsrecht reicht hierf&uuml;r nicht aus. Eine Sondersituation besteht beim Spezialleasing. In diesem Fall kann der Leasinggeber das Leasingobjekt &#8211;unabh&auml;ngig von dem Verh&auml;ltnis der Grundmietzeit zur betriebsgew&ouml;hnlichen Nutzungsdauer&#8211; nicht anderweitig nutzen oder verwerten. Es kommt daher auch nicht darauf an, ob der Leasingnehmer &uuml;ber eine rechtlich abgesicherte Position zum Ausschluss des Leasinggebers verf&uuml;gt. Denn der Herausgabeanspruch des Leasinggebers ist in diesen F&auml;llen von vornherein wertlos (dazu BFH-Urteil in BFHE 255, 386, BStBl II 2018, 81, Rz&nbsp;43).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Hiervon ausgehend hat der Senat in dem genannten Urteil in BFHE 255, 386, BStBl II 2018, 81 entschieden, dass wirtschaftliches Eigentum des Leasingnehmers nicht in Betracht kommt, wenn die betriebsgew&ouml;hnliche Nutzungsdauer des Leasingobjekts l&auml;nger als die Grundmietzeit ist und nur dem Leasinggeber ein Andienungsrecht zusteht. In einem derartigen Fall fehlt es an einer rechtlich abgesicherten Position des Leasingnehmers, die es ihm erm&ouml;glicht, den Leasinggeber f&uuml;r die verbleibende Nutzungsdauer von der Einwirkung auf das Leasingobjekt auszuschlie&szlig;en.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Der Senat h&auml;lt nach nochmaliger Pr&uuml;fung an dieser Rechtsauffassung fest.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Abweichendes ergibt sich &#8211;entgegen der Meinung des FA&#8211; nicht aus der Rechtsprechung des BFH, nach der dem Nutzungsberechtigten das wirtschaftliche Eigentum an Mietereinbauten bzw. Geb&auml;uden auf fremdem Grund und Boden zuzurechnen sei, wenn er bei Beendigung des Nutzungsverh&auml;ltnisses einen Entsch&auml;digungsanspruch in H&ouml;he des Werts des Mietereinbaus bzw. Geb&auml;udes habe (BFH-Urteile vom 28.&nbsp;Juli 1993 I&nbsp;R&nbsp;88\/92, BFHE 172, 333, BStBl II 1994, 164; in BFHE 199, 181, BStBl II 2002, 741). Denn diese F&auml;lle sind dadurch gekennzeichnet, dass dem Nutzungsberechtigten der Wert der Einbauten bzw. Geb&auml;ude zu jedem gedachten Zeitpunkt des Nutzungsverh&auml;ltnisses aufgrund eines zivilrechtlichen Anspruchs zusteht. Die zivilrechtlichen Eigent&uuml;mer k&ouml;nnen in diesen F&auml;llen nicht &uuml;ber den Wert der Einbauten bzw. Geb&auml;ude verf&uuml;gen (z.B. BFH-Urteil in BFHE 172, 333, BStBl II 1994, 164, unter II.A.4.b&nbsp;bb). Im Streitfall besitzt die Leasingnehmerin (P GmbH) hingegen gerade keine derartig abgesicherte Rechtsposition. Im Gegenteil kann die Leasinggeberin (KG) nach Ablauf der Grundmietzeit frei &uuml;ber den (Rest-)Wert des Leasingobjekts verf&uuml;gen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Der Senat folgt auch nicht der Beurteilung des FA, wonach im Streitfall der Leasingnehmerin das wirtschaftliche Eigentum deshalb zuzurechnen sei, weil der Herausgabeanspruch der Leasinggeberin &#8211;wie beim Spezialleasing&#8211; wirtschaftlich wertlos sei. Das FA will die Wertlosigkeit des Herausgabeanspruchs daraus ableiten, dass in einem Fall wie dem vorliegenden der wirtschaftliche Wert f&uuml;r die Leasinggeberin im Andienungsrecht liege.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Auf ein Andienungsrecht des Leasinggebers kommt es jedoch nach &sect;&nbsp;39 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 AO nicht an. Beim Leasing ist &#8211;wie dargestellt&#8211; darauf abzustellen, ob der Herausgabeanspruch des Leasinggebers (zivilrechtlichen Eigent&uuml;mers) noch eine wirtschaftliche Bedeutung hat (grundlegend BFH-Urteil vom 26.&nbsp;Januar 1970 IV&nbsp;R&nbsp;144\/66, BFHE 97, 466, BStBl II 1970, 264, unter&nbsp;C.III.1.). Dieser Herausgabeanspruch ist nur dann wirtschaftlich ohne Wert, wenn ein Dritter dazu in der Lage ist, den zivilrechtlichen Eigent&uuml;mer vollst&auml;ndig zu verdr&auml;ngen. Hieran fehlt es, wenn bei einer die Grundmietzeit &uuml;berschreitenden betriebsgew&ouml;hnlichen Nutzungsdauer nur dem Leasinggeber (zivilrechtlichen Eigent&uuml;mer) ein Andienungsrecht zusteht. Es bleibt dann beim Vorrang des zivilrechtlichen Eigentums. Eine andere Frage ist, ob f&uuml;r den zivilrechtlichen Eigent&uuml;mer die Aus&uuml;bung des Andienungsrechts ggf. wirtschaftlich vorteilhafter als das Behalten oder die anderweitige Verwertung des Leasingobjekts w&auml;re. Dieser Umstand ist jedoch f&uuml;r die steuerrechtliche Zurechnung nicht ma&szlig;geblich.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Vor diesem Hintergrund &uuml;berzeugt auch nicht die im Fachschrifttum an dem BFH-Urteil in BFHE 255, 386, BStBl II 2018, 81 ge&auml;u&szlig;erte Kritik. Es wird vorgetragen, dass in dem dieser Entscheidung zugrundeliegenden &#8211;mit dem Streitfall vergleichbaren&#8211; Sachverhalt dem Herausgabeanspruch des Leasinggebers bei Anstellung der gebotenen Opportunit&auml;tsbetrachtung keine wirtschaftliche Bedeutung beizumessen sei (Hoffmann\/L&uuml;denbach\/ Freiberg, Betriebs-Berater 2017, 874, 876). Eine reine Opportunit&auml;tsbetrachtung sieht &sect;&nbsp;39 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 AO aber gerade nicht vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>37<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Entgegen der Auffassung des FA widerspricht das BFH-Urteil in BFHE 255, 386, BStBl II 2018, 81 auch nicht der h&ouml;chstrichterlichen Rechtsprechung, wonach beim wirtschaftlichen Eigentum f&uuml;r die Zurechnung nicht das formal-rechtlich Vereinbarte, sondern das wirtschaftlich Gewollte und das tats&auml;chlich Bewirkte ausschlaggebend ist (BFH-Urteil vom 7.&nbsp;Juli 2011 IX&nbsp;R&nbsp;2\/10, BFHE 234, 199, BStBl II 2012, 20, Rz&nbsp;17).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>38<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>So erachtet auch der Senat bei der Auslegung des &sect;&nbsp;39 AO das wirtschaftlich Gewollte und das tats&auml;chlich Bewirkte als ausschlaggebend. Diese Betrachtungsweise darf aber nicht den Blick auf den Wortlaut des &sect;&nbsp;39 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 AO verstellen. Der Dritte muss in der Lage sein, den zivilrechtlichen Eigent&uuml;mer vollst&auml;ndig zu verdr&auml;ngen (&quot;ausschlie&szlig;en kann&quot;). W&uuml;rde man in Leasingf&auml;llen insoweit auf eine entspre-chende Rechtsmacht des Leasingnehmers verzichten, k&auml;me es zu einer unkontrollierten wirtschaftlichen Betrachtungsweise, welche die wirtschaftliche Leistungsf&auml;higkeit des Leasingnehmers ggf. zu g&uuml;nstig darstellte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>39<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Die Sache ist nicht spruchreif. Auf Grundlage der bisherigen Feststellungen des FG kann der Senat nicht abschlie&szlig;end beurteilen, ob die P&nbsp;GmbH wirtschaftliche Eigent&uuml;merin der Informationssysteme geblieben und das FG-Urteil deshalb im Ergebnis zutreffend ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>40<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Das FG hielt &#8211;bei einer Grundmietzeit von vier Jahren&#8211; eine betriebsgew&ouml;hnliche Nutzungsdauer der Leasingobjekte von drei bis f&uuml;nf Jahren f&uuml;r m&ouml;glich. Es war &#8211;unter Zugrundelegung seines Rechtsstandpunktes&#8211; nicht gehalten, die betriebsgew&ouml;hnliche Nutzungsdauer in tats&auml;chlicher Hinsicht aufzukl&auml;ren. Denn es kam &#8211;abweichend von der Rechtsauffassung des Senats&#8211; zu dem Ergebnis, dass die P&nbsp;GmbH wegen des wirtschaftlich vorteilhaften Andienungsrechts der KG auch dann wirtschaftliche Eigent&uuml;merin der Leasingobjekte geblieben sei, wenn die betriebsgew&ouml;hnliche Nutzungsdauer l&auml;nger als die Grundmietzeit gewesen sein sollte. Nach der Rechtsauffassung des Senats kommt hingegen dem Verh&auml;ltnis der Grundmietzeit zur betriebsgew&ouml;hnlichen Nutzungsdauer ma&szlig;gebliche Bedeutung zu (dazu oben&nbsp;II.2.b). Danach ist im Streitfall die Frage entscheidungserheblich, ob die betriebsgew&ouml;hnliche Nutzungsdauer der Leasingobjekte die Grundmietzeit von vier Jahren &uuml;berschreitet. Sollte diese Frage zu bejahen sein, w&auml;ren die Leasingobjekte der KG zuzurechnen, sollte sie hingegen zu verneinen sein, k&auml;me wirtschaftliches Eigentum der P&nbsp;GmbH in Betracht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>41<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dem FG wird hiermit Gelegenheit gegeben, im zweiten Rechtsgang die betriebsgew&ouml;hnliche Nutzungsdauer der Informationssysteme zu ermitteln.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>42<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Im &Uuml;brigen weist der Senat f&uuml;r den zweiten Rechtsgang auf folgende &#8211;vom FA thematisierten&#8211; Gesichtspunkte hin:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>43<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Nach bisherigem Erkenntnisstand ist davon auszugehen, dass f&uuml;r die Informationssysteme &#8211;wie vom FA vorgetragen&#8211; eine einheitliche betriebsgew&ouml;hnliche Nutzungsdauer zu ermitteln ist. Auch die Beteiligten sind bisher stillschweigend davon ausgegangen, dass die Leasingobjekte (Informationssysteme) ein selbst&auml;ndiges Wirtschaftsgut darstellen, weil die einzelnen zusammengef&uuml;gten Gegenst&auml;nde zueinander in einem Nutzungs- und Funktionszusammenhang stehen (vgl. dazu BFH-Urteil vom 14.&nbsp;April 2011 IV&nbsp;R&nbsp;46\/09, BFHE 233, 214, BStBl II 2011, 696, Rz&nbsp;20&nbsp;ff.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>44<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Nach der Rechtsprechung des BFH ist es nicht ausgeschlossen, dass die einheitlich zu bestimmende betriebsgew&ouml;hnliche Nutzungsdauer der Informationssysteme durch die Nutzungsdauer der Bildschirme bestimmt wird. Weisen n&auml;mlich die unselbst&auml;ndigen Teile des selbst&auml;ndigen Wirtschaftsguts unterschiedliche Nutzungsdauern auf, ist die Nutzungsdauer des Teils ma&szlig;gebend, welches dem Wirtschaftsgut das Gepr&auml;ge gibt (BFH-Urteil in BFHE 233, 214, BStBl II 2011, 696, Rz&nbsp;28). Sollte es hierauf ankommen, wird das FG die erforderlichen tats&auml;chlichen Feststellungen zu treffen haben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>45<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Daneben sieht der Senat derzeit keine Veranlassung, auf die sonstigen, vom FA angesprochenen Gesichtspunkte einzugehen, die erst dann an Bedeutung gewinnen k&ouml;nnen, wenn die Leasingobjekte der KG steuerrechtlich zuzurechnen sein sollten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>46<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>5. Die Kostenentscheidung beruht auf &sect;&nbsp;143 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 21.12.2017, IV R 56\/16ECLI:DE:BFH:2017:U.211217.IVR56.16.0 Wirtschaftliches Eigentum an Leasingobjekten im Rahmen von Sale-and-lease-back-Gestaltungen &#8211; Klagebefugnis nach &sect; 48 Abs. 1 FGO bei Vollbeendigung der Personengesellschaft Leits&auml;tze NV: Wirtschaftliches Eigentum nach &sect; 39 Abs. 2 Nr. 1 Satz 1 AO des Leasingnehmers an dem Leasingobjekt kommt nicht in Betracht, wenn die betriebsgew&ouml;hnliche Nutzungsdauer des &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iv-r-56-16-wirtschaftliches-eigentum-an-leasingobjekten-im-rahmen-von-sale-and-lease-back-gestaltungen-klagebefugnis-nach-par-48-abs-1-fgo-bei-vollbeendigung-der-personengesellschaft\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">IV&nbsp;R&nbsp;56\/16 &#8211; Wirtschaftliches Eigentum an Leasingobjekten im Rahmen von Sale-and-lease-back-Gestaltungen &#8211; Klagebefugnis nach &sect; 48 Abs. 1 FGO bei Vollbeendigung der Personengesellschaft<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-69358","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/69358","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=69358"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/69358\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=69358"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=69358"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=69358"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}