{"id":69414,"date":"2018-04-25T16:58:16","date_gmt":"2018-04-25T14:58:16","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=69414"},"modified":"2018-04-25T16:58:16","modified_gmt":"2018-04-25T14:58:16","slug":"xi-r-3-16-zum-vorsteuerabzug-bei-aufloesung-eines-langfristigen-pachtvertrags-gegen-entgelt-und-nachfolgender-steuerfreier-grundstuecksveraeusserung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/xi-r-3-16-zum-vorsteuerabzug-bei-aufloesung-eines-langfristigen-pachtvertrags-gegen-entgelt-und-nachfolgender-steuerfreier-grundstuecksveraeusserung\/","title":{"rendered":"XI&nbsp;R&nbsp;3\/16 &#8211; Zum Vorsteuerabzug bei Aufl&ouml;sung eines langfristigen Pachtvertrags gegen Entgelt und nachfolgender steuerfreier Grundst&uuml;cksver&auml;u&szlig;erung"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 13.12.2017, XI R 3\/16<br \/>ECLI:DE:BFH:2017:U.131217.XIR3.16.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Zum Vorsteuerabzug bei Aufl&ouml;sung eines langfristigen Pachtvertrags gegen Entgelt und nachfolgender steuerfreier Grundst&uuml;cksver&auml;u&szlig;erung<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>Der Verp&auml;chter ist bei vorzeitiger Aufl&ouml;sung einer steuerpflichtigen Verpachtung zum Abzug der ihm vom P&auml;chter in Rechnung gestellten Steuer f&uuml;r dessen entgeltlichen Verzicht auf die Rechte aus einem langfristigen Pachtvertrag jedenfalls dann berechtigt, wenn die vorzeitige Aufl&ouml;sung zu einem Zeitpunkt erfolgt, in dem das Pachtverh&auml;ltnis noch besteht und eine beabsichtigte (steuerfreie) Grundst&uuml;cksver&auml;u&szlig;erung noch nicht festgestellt werden kann.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Die Revision des Beklagten gegen das Urteil des Finanzgerichts M&uuml;nchen vom 26. August 2015&nbsp;&nbsp;2 K 1687\/14 wird als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des Revisionsverfahrens hat der Beklagte zu tragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">I. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger und Revisionsbeklagte (Kl&auml;ger) war im Jahr 2011 (Streitjahr) Eigent&uuml;mer des Grundst&uuml;cks in X, Y-Stra&szlig;e &#8230; (Grundst&uuml;ck), das er bis M&auml;rz 2020 steuerpflichtig an die A (P&auml;chterin) verpachtet hatte. Diese hatte das Grundst&uuml;ck an Frau B (Unterp&auml;chterin) unterverpachtet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Am 4.&nbsp;M&auml;rz 2011 schloss der Kl&auml;ger mit den P&auml;chtern eine Aufhebungsvereinbarung. Er beabsichtige, das Grundst&uuml;ck &#8211;wie sich aus der Vorbemerkung zur vorgenannten Aufhebungsvereinbarung ergibt&#8211; zum Zwecke einer k&uuml;nftig anderweitigen Nutzung zu ver&auml;u&szlig;ern, und sah sich an einer angemessenen wirtschaftlichen Verwertung seines Eigentums durch den langfristigen Pacht- und Unterpachtvertrag gehindert. Die Vertragsparteien einigten sich auf die vorzeitige Aufhebung der Pachtvertr&auml;ge zum 30.&nbsp;April 2012 mit der Option, diese schon w&auml;hrend der (nunmehr) verk&uuml;rzten Vertragslaufzeit zu k&uuml;ndigen. Der Kl&auml;ger verpflichtete sich im Gegenzug, eine &quot;Entsch&auml;digung&quot; in H&ouml;he von &#8230;&nbsp;EUR und &#8230;&nbsp;EUR, jeweils zzgl. 19&nbsp;% Umsatzsteuer in H&ouml;he von &#8230;&nbsp;EUR und &#8230;&nbsp;EUR, an die P&auml;chterin bzw. Unterp&auml;chterin zu zahlen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die P&auml;chterin k&uuml;ndigte das Pachtverh&auml;ltnis mit Schreiben vom 14.&nbsp;April 2011 bereits zum 31.&nbsp;Mai 2011 und stellte dem Kl&auml;ger am 12.&nbsp;Mai 2011 die vereinbarten Gegenleistungen f&uuml;r sich und die Unterp&auml;chterin in H&ouml;he von insgesamt &#8230;&nbsp;EUR zzgl. &#8230;&nbsp;EUR Umsatzsteuer in Rechnung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger ver&auml;u&szlig;erte das Grundst&uuml;ck am 11.&nbsp;November 2011 umsatzsteuerfrei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Beklagte und Revisionskl&auml;ger (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) lie&szlig; den geltend gemachten Vorsteuerabzug f&uuml;r den Pachtverzicht nicht zu. Es setzte die Umsatzsteuer f&uuml;r das Streitjahr mit Umsatzsteuerbescheid vom 17.&nbsp;M&auml;rz 2014 dementsprechend auf &#8230;&nbsp;EUR fest.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der hiergegen eingelegte Einspruch des Kl&auml;gers hatte keinen Erfolg (Einspruchsentscheidung vom 4.&nbsp;Juni 2014).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Finanzgericht (FG) gab der Klage mit seinem in Deutsches Steuerrecht\/Entscheidungsdienst 2016, 1323 ver&ouml;ffentlichten Urteil statt. Es f&uuml;hrte in den Gr&uuml;nden der angefochtenen Entscheidung im Wesentlichen aus, die P&auml;chter h&auml;tten gegen&uuml;ber dem Kl&auml;ger eine steuerbare und steuerpflichtige Leistung erbracht, indem sie gegen Entgelt auf eine ihnen vertraglich zustehende Rechtsposition verzichtet h&auml;tten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zwar habe kein direkter und unmittelbarer Zusammenhang zwischen dem vom Kl&auml;ger bezogenen Eingangsumsatz (Verzicht auf langfristige Pacht) zu seinen steuerpflichtigen Ausgangsums&auml;tzen (Verpachtung) bestanden. Die von ihm gezahlte &quot;Entsch&auml;digung&quot; habe jedoch ihren ausschlie&szlig;lichen Entstehungsgrund in der steuerpflichtigen Verpachtungst&auml;tigkeit des Kl&auml;gers. Es habe sich bei der von ihm erbrachten Gegenleistung um eine Ausgabe zum Zwecke der Beendigung der steuerpflichtigen Verpachtung und damit um allgemeine Aufwendungen dieser T&auml;tigkeit gehandelt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Es komme nicht darauf an, dass der Kl&auml;ger die Absicht ge&auml;u&szlig;ert habe, das Grundst&uuml;ck zum Zwecke einer k&uuml;nftig anderweitigen Nutzung zu ver&auml;u&szlig;ern, und es nachfolgend steuerfrei ver&auml;u&szlig;ert habe. Nur wenn zum Zeitpunkt des Leistungsbezugs noch keine Ausgangsums&auml;tze ausgef&uuml;hrt worden seien, sei auf die beabsichtigte Verwendung abzustellen. Zum Zeitpunkt des Verzichts der P&auml;chter auf die Erf&uuml;llung der langfristigen Pachtvertr&auml;ge habe der Kl&auml;ger noch steuerpflichtige Verpachtungsums&auml;tze get&auml;tigt. Aus diesem Grund und allein zu deren Beendigung habe der Kl&auml;ger die hier streitige Eingangsleistung bezogen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Au&szlig;erdem k&ouml;nne nicht festgestellt werden, dass der Kl&auml;ger &#8211;anders als im Urteil des Bundesfinanzhofs (BFH) vom 14.&nbsp;M&auml;rz 2012 XI&nbsp;R&nbsp;23\/10 (BFH\/NV 2012, 1672)&#8211; bereits bei Leistungsbezug im M&auml;rz 2011 eine steuerfreie Ver&auml;u&szlig;erung oder Vermietung bzw. Verpachtung des Grundst&uuml;cks beabsichtigt habe.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit der Revision r&uuml;gt das FA die Verletzung materiellen und formellen Rechts.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Es bringt im Kern vor, die Zuordnung einer bezogenen Eingangsleistung zu den allgemeinen Kosten der wirtschaftlichen Gesamtt&auml;tigkeit eines Unternehmers komme nur bei Fehlen eines direkten und unmittelbaren Zusammenhangs mit einem oder mehreren Ausgangsums&auml;tzen in Frage. Im Streitfall bestehe dagegen, wie aus der Vorbemerkung zum Aufhebungsvertrag klar und eindeutig hervorgehe, ein direkter und unmittelbarer Zusammenhang zwischen der streitigen Eingangsleistung und der vom Kl&auml;ger beabsichtigten steuerfreien Ver&auml;u&szlig;erung des Grundst&uuml;cks. Ein Vorsteuerabzug aus der Rechnung vom 12.&nbsp;Mai 2011 sei danach gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 des Umsatzsteuergesetzes (UStG) ausgeschlossen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Streitfall sei vergleichbar mit dem BFH-Urteil in BFH\/NV 2012, 1672. Der BFH habe in dieser Rechtssache einen direkten und unmittelbaren Zusammenhang zwischen den Aufwendungen f&uuml;r die Sanierung eines Grundst&uuml;cks nach Einstellung des laufenden Betriebs und dessen beabsichtigter steuerfreier Ver&auml;u&szlig;erung bejaht. Auch vorliegend habe der Kl&auml;ger Leistungen zum Zwecke der beabsichtigten steuerfreien Grundst&uuml;cksver&auml;u&szlig;erung bezogen, weil er sich durch die langfristigen Pachtvertr&auml;ge &quot;an einer angemessenen wirtschaftlichen Verwertung seines Eigentums&quot; gehindert gesehen habe.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Selbst wenn kein direkter und unmittelbarer Zusammenhang mit der beabsichtigten steuerfreien Grundst&uuml;cksver&auml;u&szlig;erung best&uuml;nde, w&auml;re &#8211;wie das FA mit Bezug auf die BFH-Urteile vom 10.&nbsp;April 1997 V&nbsp;R&nbsp;26\/96 (BFHE 182, 432, BStBl II 1997, 552) und vom 24.&nbsp;April 2013 XI&nbsp;R&nbsp;25\/10 (BFHE 241, 451, BStBl II 2014, 346) ferner vorbringt&#8211; der vom Kl&auml;ger geltend gemachte Vorsteuerbetrag nach &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;1 UStG jedenfalls aufzuteilen. Ma&szlig;geblich w&auml;re hierbei das Verh&auml;ltnis zwischen den steuerpflichtigen Verpachtungsums&auml;tzen vom 1.&nbsp;Januar bis 31.&nbsp;Mai 2011 und dem steuerfreien Grundst&uuml;cksverkauf am 11.&nbsp;November 2011.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA r&uuml;gt au&szlig;erdem die Verletzung der Sachaufkl&auml;rungspflicht i.S. des &sect;&nbsp;76 Abs.&nbsp;1 Satz 1 der Finanzgerichtsordnung (FGO). Das FG habe es unterlassen zu ermitteln, ob der Kl&auml;ger bereits im M&auml;rz 2011 eine steuerfreie Ver&auml;u&szlig;erung oder Vermietung des Grundst&uuml;cks beabsichtigt habe, obwohl sich dies ihm nach Aktenlage h&auml;tte aufdr&auml;ngen m&uuml;ssen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt sinngem&auml;&szlig;, die Vorentscheidung aufzuheben und die Klage abzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger beantragt sinngem&auml;&szlig;, die Revision als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Er verteidigt die Vorentscheidung und bringt dar&uuml;ber hinaus vor, die Aufhebung der Pachtverh&auml;ltnisse gegen Entgelt sei unmittelbare Folge der steuerpflichtigen Verpachtung und durch diese verursacht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zwar habe er, der Kl&auml;ger, die Aufhebungsvereinbarung vom 4.&nbsp;M&auml;rz 2011 mit der Absicht zu einer k&uuml;nftig anderweitigen, nicht zwangsl&auml;ufig umsatzsteuerfreien Verwendung des Grundst&uuml;cks begr&uuml;ndet. Die Entscheidung, das Grundst&uuml;ck umsatzsteuerfrei zu ver&auml;u&szlig;ern, sei aber erst im November 2011 getroffen worden. Nach zutreffender Ansicht der Vorentscheidung komme es im &Uuml;brigen auf seine Verwendungsabsicht, auf die das FA zu Unrecht abstelle, nicht an.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die geltend gemachten Vorsteuerbetr&auml;ge seien auch nicht aufzuteilen. Die von den P&auml;chtern erbrachte entgeltliche Verzichtsleistung k&ouml;nne der Verpachtungst&auml;tigkeit direkt zugeordnet werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">II. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Revision des FA ist unbegr&uuml;ndet und daher zur&uuml;ckzuweisen (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;2 FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG hat zu Recht entschieden, dass der Kl&auml;ger den geltend gemachten Vorsteuerabzug beanspruchen kann. Der Kl&auml;ger hat den Pachtverzicht w&auml;hrend der Verpachtungst&auml;tigkeit zu deren Beendigung bezogen. Auf die Verwendungsabsicht des Kl&auml;gers kommt es &#8211;wie das FG zutreffend erkannt hat&#8211; nicht an. Der vom FA hinsichtlich der Verwendungsabsicht des Kl&auml;gers ger&uuml;gte Verfahrensfehler der mangelnden Sachaufkl&auml;rung (&sect;&nbsp;76 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 FGO) liegt mithin nicht vor. Eine Aufteilung der geltend gemachten Vorsteuerbetr&auml;ge nach &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;1 UStG kommt nicht in Betracht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. a) Der Unternehmer kann unter weiteren Voraussetzungen die gesetzlich geschuldete Steuer f&uuml;r Lieferungen und sonstige Leistungen, die von anderen Unternehmern f&uuml;r sein Unternehmen ausgef&uuml;hrt worden sind, als Vorsteuerbetr&auml;ge abziehen (&sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 UStG). Vom Vorsteuerabzug ausgeschlossen ist u.a. die Steuer f&uuml;r Leistungen, die der Unternehmer zur Ausf&uuml;hrung steuerfreier Ums&auml;tze verwendet (&sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 UStG).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Das Bestehen eines Vorsteuerabzugsrechts setzt nicht in jedem Fall die Ausf&uuml;hrung besteuerter Ausgangsums&auml;tze voraus. Es gilt auch f&uuml;r den Abzug der geschuldeten oder entrichteten Steuer f&uuml;r Investitionen, die f&uuml;r die Zwecke der noch erst beabsichtigten, das Abzugsrecht er&ouml;ffnenden Ums&auml;tze get&auml;tigt werden, unter der Voraussetzung, dass die Erkl&auml;rung, zu besteuerten Ums&auml;tzen f&uuml;hrende wirtschaftliche T&auml;tigkeiten aufnehmen zu wollen, in gutem Glauben abgegeben worden ist und durch objektive Anhaltspunkte belegt wird (vgl. dazu z.B. BFH-Urteile in BFH\/NV 2012, 1672, Rz&nbsp;25; vom 28.&nbsp;Juni 2017 XI&nbsp;R&nbsp;12\/15, BFHE 258, 532, BFH\/NV 2017, 1400, Rz&nbsp;28; jeweils m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Unionsrechtlich beruhen &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 UStG bzw. &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 UStG auf Art.&nbsp;168 Buchst.&nbsp;a der Richtlinie 2006\/112\/EG des Rates vom 28.&nbsp;November 2006 &uuml;ber das gemeinsame Mehrwertsteuersystem (MwStSystRL) und sind richtlinienkonform auszulegen (st&auml;ndige Rechtsprechung, vgl. z.B. BFH-Urteile in BFH\/NV 2012, 1672, Rz&nbsp;22, noch zu Art.&nbsp;17 der Sechsten Richtlinie 77\/388\/EWG des Rates vom 17.&nbsp;Mai 1977 zur Harmonisierung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten &uuml;ber die Umsatzsteuern; vom 2.&nbsp;Dezember 2015 V&nbsp;R&nbsp;15\/15, BFHE 252, 472, BStBl II 2016, 486, Rz&nbsp;14).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Der Steuerpflichtige, der &quot;Gegenst&auml;nde und Dienstleistungen f&uuml;r die Zwecke seiner besteuerten Ums&auml;tze verwendet&quot;, ist nach Art.&nbsp;168 Buchst.&nbsp;a MwStSystRL zum Vorsteuerabzug berechtigt (vgl. dazu z.B. BFH-Urteil in BFHE 252, 472, BStBl II 2016, 486, Rz&nbsp;14, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Damit der Steuerpflichtige danach zum Vorsteuerabzug berechtigt ist und der Umfang dieses Rechts bestimmt werden kann, muss grunds&auml;tzlich ein direkter und unmittelbarer Zusammenhang zwischen einem bestimmten Eingangsumsatz und einem oder mehreren Ausgangsums&auml;tzen, die das Recht auf Vorsteuerabzug er&ouml;ffnen, bestehen. Das Recht auf Abzug der f&uuml;r den Erwerb von Gegenst&auml;nden oder Dienstleistungen entrichteten Mehrwertsteuer ist nur gegeben, wenn die hierf&uuml;r get&auml;tigten Ausgaben zu den Kostenelementen der besteuerten, zum Abzug berechtigenden Ausgangsums&auml;tze geh&ouml;ren (st&auml;ndige Rechtsprechung, vgl. dazu z.B. Urteile des Gerichtshofs der Europ&auml;ischen Union &#8211;EuGH&#8211; SKF vom 29.&nbsp;Oktober 2009 C-29\/08, EU:C:2009:665, Umsatzsteuer-Rundschau &#8211;UR&#8211; 2010, 107, Rz&nbsp;57, m.w.N.; AES-3C Maritza East&nbsp;1 vom 18.&nbsp;Juli 2013 C-124\/12, EU:C:2013:488, UR 2014, 398, Rz&nbsp;27; Iberdrola Inmobiliaria Real Estate Investments vom 14.&nbsp;September 2017 C-132\/16, EU:C:2017:683, Deutsches Steuerrecht &#8211;DStR&#8211; 2017, 2044, Rz&nbsp;28). Da die Aufwendungen mithin Teil der Kosten der Ausgangsums&auml;tze sein m&uuml;ssen, f&uuml;r die die Gegenst&auml;nde und Dienstleistungen verwendet werden, m&uuml;ssen die Kostenelemente in der Regel entstanden sein, bevor der Steuerpflichtige die besteuerten Ums&auml;tze ausf&uuml;hrt, denen sie zuzurechnen sind (vgl. EuGH-Urteil Midland Bank vom 8.&nbsp;Juni 2000 C-98\/98, EU:C:2000:300, UR 2000, 342, Rz&nbsp;30; BFH-Urteil in BFH\/NV 2012, 1672, Rz&nbsp;27; jeweils m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Ein Recht auf Vorsteuerabzug wird jedoch zugunsten des Steuerpflichtigen auch bei Fehlen eines direkten und unmittelbaren Zusammenhangs zwischen einem bestimmten Eingangsumsatz und einem oder mehreren zum Abzug berechtigenden Ausgangsums&auml;tzen dann angenommen, wenn die Kosten f&uuml;r die fraglichen Dienstleistungen zu den allgemeinen Aufwendungen des Steuerpflichtigen geh&ouml;ren und als solche Kostenelemente der von ihm gelieferten Gegenst&auml;nde oder erbrachten Dienstleistungen sind. Derartige Kosten h&auml;ngen n&auml;mlich direkt und unmittelbar mit der gesamten wirtschaftlichen T&auml;tigkeit des Steuerpflichtigen zusammen (st&auml;ndige Rechtsprechung, vgl. dazu z.B. EuGH-Urteile SKF, EU:C:2009:665, UR 2010, 107, Rz&nbsp;58, m.w.N.; AES-3C Maritza East&nbsp;1, EU:C:2013:488, UR 2014, 398, Rz&nbsp;28; Iberdrola Inmobiliaria Real Estate Investments, EU:C:2017:683, DStR 2017, 2044, Rz&nbsp;29). Diese Kosten stehen aber nur dann in einem direkten und unmittelbaren Zusammenhang mit der wirtschaftlichen T&auml;tigkeit des Steuerpflichtigen, soweit sie ihren ausschlie&szlig;lichen Entstehungsgrund in dieser T&auml;tigkeit haben (vgl. EuGH-Urteil Investrand vom 8.&nbsp;Februar 2007 C-435\/05, EU:C:2007:87, UR 2007, 225, Rz&nbsp;33).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Da das gemeinsame Mehrwertsteuersystem eine v&ouml;llige Neutralit&auml;t hinsichtlich der steuerlichen Belastung aller wirtschaftlichen T&auml;tigkeiten unabh&auml;ngig von ihrem Zweck und ihrem Ergebnis gew&auml;hrleistet, sofern diese selbst der Mehrwertsteuer unterliegen (st&auml;ndige Rechtsprechung, vgl. dazu z.B. EuGH-Urteil Fini&nbsp;H vom 3.&nbsp;M&auml;rz 2005 C-32\/03, EU:C:2005:128, UR 2005, 443, Rz&nbsp;25, m.w.N.), darf nicht willk&uuml;rlich zwischen Ausgaben f&uuml;r die Zwecke eines Unternehmens vor der tats&auml;chlichen Aufnahme seiner T&auml;tigkeit sowie w&auml;hrend dieser T&auml;tigkeit und Ausgaben zum Zweck der Beendigung dieser T&auml;tigkeit unterschieden werden (st&auml;ndige Rechtsprechung, vgl. dazu z.B. EuGH-Urteile Abbey National vom 22.&nbsp;Februar 2001 C-408\/98, EU:C:2001:110, UR 2001, 164, Rz&nbsp;35; Faxworld vom 29.&nbsp;April 2004 C-137\/02, EU:C:2004:267, UR 2004, 362, Rz&nbsp;39; Fini&nbsp;H, EU:C:2005:128, UR 2005, 443, Rz&nbsp;23; ferner Wind Inovation&nbsp;1 vom 9.&nbsp;November 2017 C-552\/16, EU:C:2017:849, H&ouml;chstrichterliche Finanzrechtsprechung 2018, 84, Rz&nbsp;45; jeweils m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In Bezug auf die &Uuml;bertragung eines Gesamtverm&ouml;gens ist daher anerkannt, dass die Kosten der f&uuml;r diese &Uuml;bertragung erbrachten Dienstleistungen als fester Bestandteil der gesamten wirtschaftlichen T&auml;tigkeit des Steuerpflichtigen vor der &Uuml;bertragung anzusehen sind und ihm das Recht auf Vorsteuerabzug zuzuerkennen ist, selbst wenn er nach der Inanspruchnahme dieser Dienstleistungen nicht mehr wirtschaftlich t&auml;tig wird (vgl. EuGH-Urteil Abbey National, EU:C:2001:110, UR 2001, 164, Rz&nbsp;35). Ebenso ist das Recht auf Vorsteuerabzug bei der Liquidation eines Betriebes anzuerkennen, soweit es dabei nicht zu Betr&uuml;gereien und Missbr&auml;uchen kommt (vgl. EuGH-Urteil Fini&nbsp;H, EU:C:2005:128, UR 2005, 443, Rz&nbsp;31).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Werden die von einem Steuerpflichtigen erworbenen Gegenst&auml;nde oder Dienstleistungen dagegen f&uuml;r die Zwecke steuerbefreiter Ums&auml;tze oder solcher Ums&auml;tze verwendet, die nicht vom Anwendungsbereich der Mehrwertsteuer erfasst werden, so kann es weder zur Erhebung der Steuer auf der folgenden Stufe noch zum Abzug der Vorsteuer kommen (st&auml;ndige Rechtsprechung, vgl. dazu z.B. EuGH-Urteile SKF, EU:C:2009:665, UR 2010, 107, Rz&nbsp;59, m.w.N.; Iberdrola Inmobiliaria Real Estate Investments, EU:C:2017:683, DStR 2017, 2044, Rz&nbsp;30).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Die nationalen Gerichte haben &#8211;was gleichfalls f&uuml;r die Finanzverwaltungen gilt&#8211; im Rahmen der ihnen obliegenden Anwendung des Kriteriums des unmittelbaren Zusammenhangs alle Umst&auml;nde zu ber&uuml;cksichtigen, unter denen die betreffenden Ums&auml;tze ausgef&uuml;hrt wurden, und nur die Ums&auml;tze heranzuziehen, die objektiv im Zusammenhang mit der der Steuer unterliegenden T&auml;tigkeit des Steuerpflichtigen stehen. Das Vorhandensein eines solchen Zusammenhangs ist daher in Anbetracht des objektiven Inhalts des betreffenden Umsatzes zu beurteilen (vgl. EuGH-Urteile Becker vom 21.&nbsp;Februar 2013 C-104\/12, EU:C:2013:99, UR 2013, 220, Rz&nbsp;22, 23 und 33, m.w.N.; Sveda vom 22.&nbsp;Oktober 2015 C-126\/14, EU:C:2015:712, UR 2015, 910, Rz&nbsp;29; Iberdrola Inmobiliaria Real Estate Investments, EU:C:2017:683, DStR 2017, 2044, Rz&nbsp;31).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Nach den vorgenannten Grunds&auml;tzen hat das FG zutreffend entschieden, dass der Kl&auml;ger, der unstreitig als Unternehmer i.S. des &sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 UStG steuerpflichtige Verpachtungsums&auml;tze i.S. des &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 i.V.m. &sect;&nbsp;4 Nr.&nbsp;12 Satz&nbsp;1 Buchst.&nbsp;a, &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 UStG ausgef&uuml;hrt hat, die vom P&auml;chter am 12.&nbsp;Mai 2011 in Rechnung gestellte Steuer f&uuml;r den entgeltlichen Verzicht auf langfristige Pacht gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 UStG als Vorsteuer abziehen kann.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Die P&auml;chter haben &#8211;was zwischen den Beteiligten nicht im Streit steht&#8211; eine steuerbare und steuerpflichtige sonstige Leistung i.S. des &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 UStG erbracht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Die Voraussetzungen f&uuml;r einen entgeltlichen Leistungsaustausch liegen insbesondere dann vor, wenn &#8211;wie hier die P&auml;chter&#8211; ein Steuerpflichtiger auf eine ihm, sei es auf gesetzlicher oder vertraglicher Grundlage, zustehende Rechtsposition gegen Entgelt verzichtet (vgl. BFH-Urteile vom 7.&nbsp;Juli 2005 V&nbsp;R&nbsp;34\/03, BFHE 211, 59, BStBl II 2007, 66, unter II.1., Rz&nbsp;15, m.w.N.; vom 16.&nbsp;Januar 2014 V&nbsp;R&nbsp;22\/13, BFH\/NV 2014, 736, Rz&nbsp;23). Dies ist hier der Fall. Bei der vom Kl&auml;ger erbrachten, in der Aufhebungsvereinbarung vom 4.&nbsp;M&auml;rz 2011 als &quot;Entsch&auml;digung&quot; bezeichneten Gegenleistung hat es sich &#8211;wovon das FG zutreffend ausgegangen ist und auch der Verwaltungsauffassung in Abschn.&nbsp;1.3. Abs.&nbsp;13 Satz&nbsp;1 des Umsatzsteuer-Anwendungserlasses entspricht&#8211; um ein Leistungsentgelt f&uuml;r die Bereitschaft der P&auml;chter, die Vertragslaufzeit von M&auml;rz 2020 auf den 30.&nbsp;April 2012 zu verk&uuml;rzen, gehandelt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Die P&auml;chter haben ihre in der Zustimmung zur Abk&uuml;rzung der Vertragslaufzeit bestehende Leistung bereits mit dem Abschluss der Aufhebungsvereinbarung am 4.&nbsp;M&auml;rz 2011 erbracht. Denn zu diesem Zeitpunkt haben sie ihre vertragliche Rechtsposition als P&auml;chter gegen Entgelt aufgegeben, sodass zum Leistungszeitpunkt noch eine steuerpflichtige Verpachtungst&auml;tigkeit des Kl&auml;gers vorlag. In diesem Zusammenhang kommt es auf den Zeitpunkt des Auszuges der P&auml;chter im Streitfall nicht an. Die vorzeitige Beendigung des Pachtverh&auml;ltnisses hat nach den gesetzlichen Regelungen in &sect;&sect;&nbsp;581 Abs.&nbsp;2 i.V.m. 546 Abs.&nbsp;1 des B&uuml;rgerlichen Gesetzbuchs die Verpflichtung des P&auml;chters zur Folge, die Pachtsache zur&uuml;ckzugeben. Dass dar&uuml;ber hinaus im Streitfall die &quot;Entsch&auml;digung&quot; gezahlt worden ist, um die P&auml;chter zum vorzeitigen Auszug zu bewegen, obwohl sie ohnehin hierzu gesetzlich verpflichtet waren, ergibt sich nicht aus dem Sachverhalt. Die Leistung ist damit nicht erst mit dem Auszug der P&auml;chter zum 31.&nbsp;M&auml;rz 2011 ausgef&uuml;hrt worden (a.A. wohl W&auml;ger in Birkenfeld\/W&auml;ger, Umsatzsteuer-Handbuch, Berichtszeitraum III.&nbsp;Quartal 2016, Rz&nbsp;195).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>37<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Die sonstige Leistung in Gestalt der Zustimmung zur Abk&uuml;rzung der Vertragslaufzeit wurde f&uuml;r die Zwecke der besteuerten Ums&auml;tze des Kl&auml;gers verwendet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>38<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Die Vorentscheidung hat zwar zu Recht erkannt, dass kein direkter und unmittelbarer Zusammenhang zwischen dem fraglichen Eingangsumsatz in Gestalt der vom Kl&auml;ger bezogenen Leistung und dessen steuerpflichtigen Ausgangsums&auml;tzen bestand.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>39<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die vom Kl&auml;ger get&auml;tigten Ausgaben in H&ouml;he des ihm am 12.&nbsp;Mai 2011 vom P&auml;chter in Rechnung gestellten Entgelts geh&ouml;ren nicht zu den Kostenelementen der besteuerten, zum Abzug berechtigenden steuerpflichtigen Verpachtungsums&auml;tzen. Denn der Kl&auml;ger hat die Leistung der P&auml;chter nicht bezogen, um steuerpflichtige Verpachtungsums&auml;tze auszuf&uuml;hren. Dazu wurden sie auch nicht verwendet. Der betreffende Bezug diente vielmehr dazu, die steuerpflichtige Verpachtungst&auml;tigkeit alsbald vorzeitig zu beenden. Die Ausgaben zur Erlangung der Zustimmung zur Abk&uuml;rzung der Vertragslaufzeit sind mithin nicht Teil der Kosten der vom Kl&auml;ger ausgef&uuml;hrten steuerpflichtigen Verpachtungsums&auml;tze.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>40<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Der Kl&auml;ger ist aber zum Vorsteuerabzug berechtigt, weil die Kosten f&uuml;r die zur vorzeitigen Beendigung seiner Verpachtungst&auml;tigkeit f&uuml;hrende Abk&uuml;rzung der Vertragslaufzeit zu den allgemeinen Aufwendungen seiner steuerpflichtigen Verpachtungst&auml;tigkeit geh&ouml;ren und als solche Kostenelemente der ausgef&uuml;hrten Verpachtungsums&auml;tze sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>41<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(1) Die fraglichen Kosten h&auml;ngen direkt und unmittelbar mit der gesamten wirtschaftlichen Verpachtungst&auml;tigkeit des Kl&auml;gers zusammen. Sie haben ihren ausschlie&szlig;lichen Entstehungsgrund in der steuerpflichtigen Verpachtungst&auml;tigkeit des Kl&auml;gers und w&auml;ren nicht entstanden, wenn mit dem P&auml;chter kein langfristiger Pachtvertrag abgeschlossen worden w&auml;re. Mit der Abk&uuml;rzung der Vertragslaufzeit ist die Beendigung der Verpachtungst&auml;tigkeit des Kl&auml;gers einhergegangen. Damit hat es sich bei der von ihm erbrachten Gegenleistung f&uuml;r den Verzicht der P&auml;chter auf ihre vertragliche Rechtsposition um Ausgaben zum Zwecke der Beendigung und damit um allgemeine Aufwendungen seiner Verpachtungst&auml;tigkeit gehandelt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>42<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(2) Ausgaben zum Zwecke der Beendigung der wirtschaftlichen T&auml;tigkeit sind &#8211;wie die Vorentscheidung zu Recht erkannt hat&#8211; wegen des Neutralit&auml;tsgrundsatzes zu ber&uuml;cksichtigen. Denn das gemeinsame Mehrwertsteuersystem gew&auml;hrleistet v&ouml;llige Neutralit&auml;t hinsichtlich der steuerlichen Belastung aller wirtschaftlichen T&auml;tigkeiten eines Unternehmers unabh&auml;ngig von ihrem Zweck und ihrem Ergebnis, sofern diese selbst der Mehrwertsteuer unterliegen. Danach darf &#8211;wie hier&#8211; nicht willk&uuml;rlich zwischen Ausgaben f&uuml;r die Zwecke eines Unternehmens vor der tats&auml;chlichen Aufnahme seiner T&auml;tigkeit sowie w&auml;hrend dieser T&auml;tigkeit und Ausgaben zum Zweck der Beendigung dieser T&auml;tigkeit unterschieden werden (dazu vorstehend unter II.2.b). Da das Recht auf Vorsteuerabzug bei der Liquidation eines Betriebes anzuerkennen ist, soweit es dabei &#8211;im Streitfall sind daf&uuml;r keine Anhaltspunkte erkennbar&#8211; nicht zu Betr&uuml;gereien und Missbr&auml;uchen kommt (vgl. EuGH-Urteil Fini&nbsp;H, EU:C:2005:128, UR 2005, 443, Rz&nbsp;31), darf dem Kl&auml;ger der von ihm geltend gemachte Vorsteuerabzug nicht versagt werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>43<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Dagegen besteht &#8211;anders als das FA meint&#8211; kein direkter und unmittelbarer Zusammenhang zwischen der vom Kl&auml;ger bezogenen Verzichtsleistung der P&auml;chter auf langfristige Pacht und der beabsichtigten Grundst&uuml;cksver&auml;u&szlig;erung. Diese Eingangsleistung ist somit nicht als f&uuml;r die Grundst&uuml;cksver&auml;u&szlig;erung verwendet zu werten (a.A. Stadie in Rau\/D&uuml;rrw&auml;chter, Umsatzsteuergesetz, &sect;&nbsp;15 Rz&nbsp;1678). Auf die m&ouml;glicherweise von Anfang an bestehende Absicht des Kl&auml;gers, das Grundst&uuml;ck zum Zwecke einer k&uuml;nftig anderweitigen Nutzung steuerfrei zu ver&auml;u&szlig;ern, kommt es &#8211;entgegen der Ansicht des FA&#8211; vorliegend nicht an.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>44<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Das FG geht zu Recht davon aus, dass nach den Grunds&auml;tzen des Sofortabzugs auf die beabsichtigten Verwendungsums&auml;tze nur abzustellen ist, wenn zum Zeitpunkt des Leistungsbezugs noch keine entsprechenden Ausgangsums&auml;tze ausgef&uuml;hrt worden sind (dazu vorstehend unter II.1.b). Da zum Zeitpunkt des Leistungsbezugs des Verzichts der P&auml;chter auf langfristige Pacht bereits Ausgangsums&auml;tze des Kl&auml;gers ausgef&uuml;hrt wurden und seine steuerpflichtige Verpachtungst&auml;tigkeit noch nicht beendet war, kommt es im Streitfall nicht darauf an, dass der Kl&auml;ger die Absicht hatte, das Grundst&uuml;ck zum Zwecke einer k&uuml;nftig anderweitigen Nutzung zu einem noch ungewissen Zeitpunkt steuerfrei oder steuerpflichtig zu ver&auml;u&szlig;ern.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>45<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Die Zustimmung der P&auml;chter zur Verk&uuml;rzung der Pachtdauer war nach dem objektiven Inhalt dieser Leistung allein auf die Beendigung der Verpachtungst&auml;tigkeit des Kl&auml;gers gerichtet. Auch danach steht diese Eingangsleistung nur im unmittelbaren Zusammenhang mit der Verpachtungst&auml;tigkeit des Kl&auml;gers.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>46<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Zu Recht geht das FG somit davon aus, dass gegen&uuml;ber dem unmittelbaren wirtschaftlichen Zusammenhang der vom Kl&auml;ger bezogenen Verzichtsleistung zu der Verpachtungst&auml;tigkeit der lediglich mittelbare Zusammenhang zu der erkl&auml;rten Absicht des Kl&auml;gers, das Grundst&uuml;ck zu ver&auml;u&szlig;ern, zur&uuml;cktritt. Au&szlig;erdem hatte der Kl&auml;ger vorliegend in der Aufhebungsvereinbarung vom 4.&nbsp;M&auml;rz 2011 nur seine Absicht bekundet, das langfristig verpachtete Grundst&uuml;ck zum Zwecke einer k&uuml;nftig anderweitigen Nutzung zu ver&auml;u&szlig;ern. Dar&uuml;ber hinaus konnte das FG im Streitfall nicht feststellen, dass der Kl&auml;ger bereits zu diesem Zeitpunkt eine steuerfreie Ver&auml;u&szlig;erung oder Vermietung bzw. Verpachtung des Grundst&uuml;cks nach &sect;&nbsp;4 Nr.&nbsp;9 Buchst.&nbsp;a, &sect;&nbsp;4 Nr.&nbsp;12 Satz&nbsp;1 Buchst.&nbsp;a UStG beabsichtigt h&auml;tte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>47<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>dd) Eine den Vorsteuerabzug ausschlie&szlig;ende Verwendung der vom Kl&auml;ger bezogenen Verzichtsleistung der P&auml;chter f&uuml;r Zwecke steuerfreier Ums&auml;tze &#8211;wie das FA in Bezug auf die steuerfreie Grundst&uuml;cksver&auml;u&szlig;erung am 11.&nbsp;November 2011 meint&#8211; liegt mithin nicht vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>48<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Die mit der Revision ferner geltend gemachten Einwendungen des FA greifen nicht durch.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>49<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Der Streitfall ist &#8211;entgegen der Auffassung des FA&#8211; nicht mit dem Senatsurteil in BFH\/NV 2012, 1672 vergleichbar.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>50<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Der Senat hatte in dieser Entscheidung den unmittelbaren Zusammenhang zu der sp&auml;teren Grundst&uuml;cksver&auml;u&szlig;erung insbesondere damit begr&uuml;ndet, dass einerseits die Aufwendungen erst entstanden sind, nachdem der Betrieb der GmbH bereits drei Jahre eingestellt worden war, und andererseits der Kl&auml;ger von Beginn an die Sanierungsleistungen im Hinblick auf die beabsichtigte (steuerfreie) Grundst&uuml;cksver&auml;u&szlig;erung bezogen hatte (BFH-Urteil in BFH\/NV 2012, 1672, Rz&nbsp;34).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>51<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Im Streitfall wurde die Verzichtsleistung der P&auml;chter zu einem Zeitpunkt bezogen, zu dem der Kl&auml;ger seine Verpachtungst&auml;tigkeit noch nicht beendet hatte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>52<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Die vom FA mit Bezug auf die BFH-Urteile in BFHE 182, 432, BStBl II 1997, 552 und in BFHE 241, 451, BStBl II 2014, 346 (hilfsweise) angestrebte Aufteilung des vom Kl&auml;ger geltend gemachten Vorsteuerbetrags nach &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;1 UStG im Verh&auml;ltnis zwischen den steuerpflichtigen Verpachtungsums&auml;tzen vom 1.&nbsp;Januar bis 31.&nbsp;Mai 2011 und dem steuerfreien Grundst&uuml;cksverkauf am 11.&nbsp;November 2011 kommt im &Uuml;brigen nicht in Betracht. Denn eine Aufteilung der Vorsteuer nach &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;4 UStG setzt voraus, dass der Unternehmer die bezogenen Vorleistungen sowohl f&uuml;r Ums&auml;tze verwendet, f&uuml;r die ein Recht auf Vorsteuerabzug besteht, als auch f&uuml;r Ums&auml;tze, f&uuml;r die dieses Recht nicht besteht (vgl. Senatsurteil in BFHE 241, 451, BStBl II 2014, 346, Rz&nbsp;30). Derartige Ums&auml;tze hat der Kl&auml;ger aber nicht ausgef&uuml;hrt. Die vom Kl&auml;ger bezogene Leistung der P&auml;chter in Gestalt der Zustimmung zur Verk&uuml;rzung der Pachtdauer wurde allein zur Beendigung seiner steuerpflichtigen Verpachtungst&auml;tigkeit verwendet. Infolgedessen wurde sie nicht zugleich f&uuml;r die im Leistungszeitpunkt zudem noch ungewisse nachfolgende Grundst&uuml;cksverwertung bezogen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>53<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Die vom FA hinsichtlich der &#8211;aus seiner Sicht&#8211; unterlassenen Ermittlung der Absicht des Kl&auml;gers zum Zeitpunkt des Abschlusses der Aufhebungsvereinbarung vom 4.&nbsp;M&auml;rz 2011 au&szlig;erdem ger&uuml;gte Verletzung der Sachaufkl&auml;rungspflicht (&sect;&nbsp;76 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 FGO) liegt nicht vor. Denn auf die Absicht des Kl&auml;gers kommt es im Streitfall nicht an (dazu vorstehend unter II.3.c). Von einer weiteren Begr&uuml;ndung dazu sieht der Senat ab (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;6 FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>54<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>5. Die Kostenentscheidung beruht auf &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 13.12.2017, XI R 3\/16ECLI:DE:BFH:2017:U.131217.XIR3.16.0 Zum Vorsteuerabzug bei Aufl&ouml;sung eines langfristigen Pachtvertrags gegen Entgelt und nachfolgender steuerfreier Grundst&uuml;cksver&auml;u&szlig;erung Leits&auml;tze Der Verp&auml;chter ist bei vorzeitiger Aufl&ouml;sung einer steuerpflichtigen Verpachtung zum Abzug der ihm vom P&auml;chter in Rechnung gestellten Steuer f&uuml;r dessen entgeltlichen Verzicht auf die Rechte aus einem langfristigen Pachtvertrag jedenfalls dann berechtigt, wenn &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/xi-r-3-16-zum-vorsteuerabzug-bei-aufloesung-eines-langfristigen-pachtvertrags-gegen-entgelt-und-nachfolgender-steuerfreier-grundstuecksveraeusserung\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">XI&nbsp;R&nbsp;3\/16 &#8211; Zum Vorsteuerabzug bei Aufl&ouml;sung eines langfristigen Pachtvertrags gegen Entgelt und nachfolgender steuerfreier Grundst&uuml;cksver&auml;u&szlig;erung<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-69414","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/69414","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=69414"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/69414\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=69414"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=69414"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=69414"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}