{"id":69440,"date":"2018-05-15T17:10:03","date_gmt":"2018-05-15T15:10:03","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=69440"},"modified":"2018-05-15T17:10:03","modified_gmt":"2018-05-15T15:10:03","slug":"xi-r-4-16-zur-berufung-auf-das-unionsrecht-bei-bezug-von-reisevorleistungen-aus-einem-anderen-mitgliedstaat-der-eu","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/xi-r-4-16-zur-berufung-auf-das-unionsrecht-bei-bezug-von-reisevorleistungen-aus-einem-anderen-mitgliedstaat-der-eu\/","title":{"rendered":"XI&nbsp;R&nbsp;4\/16 &#8211; Zur Berufung auf das Unionsrecht bei Bezug von Reisevorleistungen aus einem anderen Mitgliedstaat der EU"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 13.12.2017, XI R 4\/16<br \/>ECLI:DE:BFH:2017:U.131217.XIR4.16.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Zur Berufung auf das Unionsrecht bei Bezug von Reisevorleistungen aus einem anderen Mitgliedstaat der EU<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>Ein inl&auml;ndischer Reiseveranstalter kann sich hinsichtlich der von ihm f&uuml;r sein Unternehmen bezogenen Reisevorleistungen eines in einem anderen Mitgliedstaat der EU ans&auml;ssigen Unternehmers, f&uuml;r die er als Leistungsempf&auml;nger die Steuer schuldet, unmittelbar auf die unionsrechtlichen Bestimmungen &uuml;ber die Margenbesteuerung (Art. 306 ff. MwStSystRL) berufen mit der Folge, dass er entgegen dem nationalen Recht keine Steuer f&uuml;r die erbrachten Leistungen schuldet, weil diese danach im Inland nicht steuerbar sind.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Die Revision des Beklagten gegen das Urteil des Nieders&auml;chsischen Finanzgerichts vom 11. Juni 2015&nbsp;&nbsp;16 K 53\/15 wird als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des Revisionsverfahrens hat der Beklagte zu tragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">I. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin und Revisionsbeklagte (Kl&auml;gerin), eine GmbH, war in den Jahren 2009 bis 2012 (Streitjahre) als Reiseveranstalterin unternehmerisch t&auml;tig.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Sie hatte in den Streitjahren bei der A mit Sitz in X (&Ouml;sterreich) Reisevorleistungen zur Durchf&uuml;hrung von in der Bundesrepublik Deutschland (Deutschland) ausgef&uuml;hrten Radtouren bezogen. Die A rechnete &uuml;ber diese Leistungen, die die Unterbringung, Verpflegung und Bef&ouml;rderung der Reisenden sowie die Vermietung von Fahrr&auml;dern beinhalteten, gegen&uuml;ber der Kl&auml;gerin ohne Ausweis von Umsatzsteuer ab.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In den Umsatzsteuererkl&auml;rungen f&uuml;r die Streitjahre unterwarf die Kl&auml;gerin, die gegen&uuml;ber ihren Kunden als Reiseveranstalterin im eigenen Namen und f&uuml;r eigene Rechnung auftrat, den Differenzbetrag zwischen Reisepreis und den Aufwendungen f&uuml;r die in Anspruch genommenen Reisevorleistungen gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;25 des Umsatzsteuergesetzes (UStG) der Umsatzsteuer. In den Ausgangsrechnungen wies die Kl&auml;gerin darauf hin, dass die Umsatzbesteuerung nach der gesetzlichen Margenbesteuerung erfolge. Umsatzsteuerrechtliche Folgerungen aus den von der A erbrachten Reisevorleistungen zog die Kl&auml;gerin in den Streitjahren nicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Anschluss an eine bei der Kl&auml;gerin durchgef&uuml;hrten Umsatzsteuer-Sonderpr&uuml;fung ging der Beklagte und Revisionskl&auml;ger (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) dagegen davon aus, dass der Ort der von A erbrachten Reisevorleistungen im Inland liege und die Kl&auml;gerin die Umsatzsteuer hierf&uuml;r als Leistungsempf&auml;ngerin schulde. Es setzte mit Umsatzsteuer-&Auml;nderungsbescheiden vom 7.&nbsp;August 2014 die Umsatzsteuer f&uuml;r die Streitjahre dementsprechend fest.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Den Einspruch der Kl&auml;gerin wies das FA mit Einspruchsentscheidung vom 2.&nbsp;Februar 2015 als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ck.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Finanzgericht (FG) gab der Klage der Kl&auml;gerin, die sich auf Art.&nbsp;306&nbsp;ff. der Richtlinie 2006\/112\/EG des Rates vom 28.&nbsp;November 2006 &uuml;ber das gemeinsame Mehrwertsteuersystem (MwStSystRL) berufen hat, statt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Es f&uuml;hrte in seinem Urteil im Wesentlichen aus, die Kl&auml;gerin k&ouml;nne sich auch als Leistungsempf&auml;ngerin auf die f&uuml;r sie g&uuml;nstigeren Bestimmungen der Art.&nbsp;306&nbsp;ff. MwStSystRL berufen, die dazu f&uuml;hrten, dass die von ihr bezogenen Leistungen in Deutschland nicht steuerbar seien. Mangels Steuerbarkeit entfalle die Steuerschuldnerschaft der Kl&auml;gerin als Empf&auml;ngerin der betreffenden Leistungen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ein Unternehmer, der gegen&uuml;ber anderen Reiseunternehmern Reiseleistungen f&uuml;r deren Unternehmen erbringe, k&ouml;nne sich nach neuerer Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; (Urteile vom 21.&nbsp;November 2013 V&nbsp;R&nbsp;11\/11, BFHE 244, 111, BFH\/NV 2014, 803; vom 20.&nbsp;M&auml;rz 2014 V&nbsp;R&nbsp;25\/11, BFHE 245, 286, BFH\/NV 2014, 1173) unmittelbar auf Art.&nbsp;306&nbsp;ff. MwStSystRL berufen und abweichend von &sect;&nbsp;25 Abs.&nbsp;1 UStG die Margenbesteuerung seiner Reiseleistungen verlangen, weil nach dem Unionsrecht diese auch dann anwendbar sei, wenn die Reiseleistung nicht an einen Endverbraucher, sondern an einen Unternehmer f&uuml;r sein Unternehmen erbracht werde.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dies gelte auch f&uuml;r die Kl&auml;gerin als Leistungsempf&auml;ngerin, weil die nationalen Gerichte bei einem Widerspruch zwischen den Vorschriften des innerstaatlichen Rechts und den Bestimmungen des Unionsrechts gehalten seien, f&uuml;r die volle Wirksamkeit des Unionsrechts Sorge zu tragen. Ma&szlig;gebend f&uuml;r den Anwendungsvorrang eines unionsrechtlichen Tatbestands sei allein die Steuerminderung f&uuml;r den Steuerpflichtigen, der sich auf das f&uuml;r ihn g&uuml;nstigere Unionsrecht berufe. Die Rechtsfolgen des geltend gemachten Anwendungsvorrangs beschr&auml;nkten sich auf den Steuerpflichtigen und wirkten sich nicht auf die Besteuerung des anderen am Leistungsaustausch Beteiligten aus. Steuerausf&auml;lle, die sich dadurch erg&auml;ben, dass der eine Teil des Leistungsaustauschs sich auf eine f&uuml;r ihn g&uuml;nstigere Bestimmung des Unionsrechts berufe, w&auml;hrend der andere Teil an der f&uuml;r ihn g&uuml;nstigeren nationalen Regelung festhalte, seien notwendige Folge des Gebots, das Unionsrecht in jedem Falle gegen&uuml;ber dem entgegenstehenden nationalen Recht durchzusetzen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Es sei unsch&auml;dlich, dass die Kl&auml;gerin &uuml;ber keine Rechnung mit einem &sect;&nbsp;14a Abs.&nbsp;6 Satz&nbsp;1 UStG i.d.F. des Amtshilferichtlinien-Umsetzungsgesetzes (AmtshilfeRLUmsG) vom 26.&nbsp;Juni 2013 (BGBl I 2013, 1809) entsprechenden Hinweis auf die Sonderregelung f&uuml;r Reiseb&uuml;ros verf&uuml;ge. Die besondere Verpflichtung in &sect;&nbsp;14a Abs.&nbsp;6 UStG betreffe die A als leistende Unternehmerin und gelte im &Uuml;brigen erst f&uuml;r Leistungen, die ab dem 30.&nbsp;Juni 2013 erbracht worden seien.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG-Urteil ist in Entscheidungen der Finanzgerichte (EFG) 2016, 1307 ver&ouml;ffentlicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit der Revision r&uuml;gt das FA die Verletzung materiellen Rechts.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zwar habe der BFH mit Urteilen in BFHE 244, 111, BFH\/NV 2014, 803 und in BFHE 245, 286, BFH\/NV 2014, 1173 entschieden, dass sich ein Unternehmer, der gegen&uuml;ber anderen Reiseunternehmern Reiseleistungen f&uuml;r deren Unternehmen erbringt, unmittelbar auf Art.&nbsp;306 MwStSystRL berufen und abweichend von &sect;&nbsp;25 Abs.&nbsp;1 UStG die Margenbesteuerung seiner Reiseleistungen verlangen k&ouml;nne. Dem Leistungserbringer stehe insoweit ein Wahlrecht zu, die Margenbesteuerung anzuwenden. Dagegen habe der Leistungsempf&auml;nger unter Wahrung des Grundsatzes der steuerlichen Neutralit&auml;t jedoch kein Wahlrecht, sich abweichend vom Leistungserbringer unmittelbar auf Art.&nbsp;306&nbsp;ff. MwStSystRL zu berufen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die unmittelbare Berufung der Kl&auml;gerin auf die unionsrechtlichen Bestimmungen &uuml;ber die Margenbesteuerung h&auml;tte zur Folge, dass die in Deutschland erbrachten Reisevorleistungen nicht im Inland, sondern in &Ouml;sterreich zu besteuern w&auml;ren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Aus dem BFH-Urteil vom 24.&nbsp;Oktober 2013 V&nbsp;R&nbsp;17\/13 (BFHE 243, 456, BStBl II 2015, 513) folge nichts anderes. Zwar habe der BFH f&uuml;r den Bereich des Vorsteuerabzugs entschieden, dass es ma&szlig;geblich darauf ankomme, ob die Berufung auf das Unionsrecht zu einer niedrigeren Steuerschuld des Steuerpflichtigen f&uuml;hre. Diese Entscheidung sei aber nicht auf den Streitfall &uuml;bertragbar. Anders als hier habe bereits eine Entscheidung des Gerichtshofs der Europ&auml;ischen Union (EuGH) dazu vorgelegen, dass hinsichtlich des streitigen Steuersatzes das UStG nicht mit dem Unionsrecht im Einklang stehe. Auch sei abweichend vom Streitfall die Steuerneutralit&auml;t gew&auml;hrleistet gewesen, weil der Leistungsempf&auml;nger eine den h&ouml;heren Steuersatz ausweisende Rechnung habe besitzen m&uuml;ssen, um den Vorsteuerabzug unter Berufung auf das Unionsrecht geltend machen zu k&ouml;nnen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin k&ouml;nne sich ferner auch deshalb nicht auf Art.&nbsp;306&nbsp;ff. MwStSystRL unmittelbar berufen, weil diese Bestimmungen anders als m&ouml;glicherweise beim Leistungserbringer keinen positiven Anspruch f&uuml;r den Leistungsempf&auml;nger vermittelten. Der Kl&auml;gerin gehe es nicht um die Margenbesteuerung nach Art.&nbsp;306 MwStSystRL, sondern um die f&uuml;r sie g&uuml;nstigere Bestimmung des Leistungsorts gem&auml;&szlig; Art.&nbsp;307 MwStSystRL. Diese Bestimmung vermittele dem Leistungsempf&auml;nger jedoch keinen positiven Anspruch dergestalt, dass dieser sich abweichend vom Leistungserbringer isoliert auf die Vorschrift berufen k&ouml;nne.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Au&szlig;erdem sei fraglich, ob die Berufung auf die Margenbesteuerung nach Art.&nbsp;306&nbsp;ff. MwStSystRL auf Teilums&auml;tze beschr&auml;nkt werden k&ouml;nne. Das Unionsrecht kenne eine &sect;&nbsp;25 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;3 UStG entsprechende Vorschrift nicht, wonach der Steuerpflichtige ein Wahlrecht habe, die Margenbesteuerung statt f&uuml;r jede einzelne Leistung entweder f&uuml;r Gruppen von Leistungen oder f&uuml;r s&auml;mtliche Leistungen anzuwenden. Berufe sich ein Steuerpflichtiger auf die unmittelbare Anwendung der Art.&nbsp;306&nbsp;ff. MwStSystRL, m&uuml;sse folgerichtig jeweils die Marge f&uuml;r jede einzelne Reiseleistung ermittelt werden und die Margenbesteuerung einheitlich f&uuml;r das ganze Unternehmen, nicht eingeschr&auml;nkt f&uuml;r ausgew&auml;hlte Ums&auml;tze, erfolgen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt, die Vorentscheidung aufzuheben und die Klage abzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin beantragt, die Revision als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Sie tritt der Revision des FA entgegen und verteidigt die Vorentscheidung. Im &Uuml;brigen weist die Kl&auml;gerin darauf hin, dass &Ouml;sterreich die unionsrechtlichen Vorgaben zur Margenbesteuerung f&uuml;r Reiseleistungen, die gegen&uuml;ber anderen Unternehmern f&uuml;r deren Unternehmen erbracht w&uuml;rden, mit Wirkung vom 1.&nbsp;Januar 2017 umgesetzt habe.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">II. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Revision des FA ist unbegr&uuml;ndet und daher zur&uuml;ckzuweisen (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG hat zu Recht entschieden, dass sich die Kl&auml;gerin hinsichtlich der von ihr f&uuml;r ihr Unternehmen als Reisevorleistungen i.S. des &sect;&nbsp;25 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;5 UStG bezogenen sonstigen Leistungen, die die in einem anderen Mitgliedstaat der Europ&auml;ischen Union (EU) ans&auml;ssige A erbracht hat, unmittelbar auf die unionsrechtlichen Bestimmungen &uuml;ber die Margenbesteuerung der Art.&nbsp;306&nbsp;ff. MwStSystRL berufen kann. Dies hat zur Folge, dass diese Leistungen nicht steuerbar sind und die Kl&auml;gerin hierf&uuml;r entgegen dem nationalen Recht keine Steuer als Leistungsempf&auml;ngerin schuldet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Es bedarf vorliegend keiner Entscheidung dar&uuml;ber, ob &#8211;wovon sowohl die Beteiligten als auch das FG &uuml;bereinstimmend ausgehen&#8211; die Kl&auml;gerin dem nationalen Recht entsprechend als Leistungsempf&auml;ngerin die Steuer f&uuml;r s&auml;mtliche von der A erbrachten Reisevorleistungen gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;13b Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1, &sect;&nbsp;13b Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 UStG in der bis zum 30.&nbsp;Juni 2010 geltenden Fassung (a.F.) bzw. gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;13b Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;1, &sect;&nbsp;13b Abs.&nbsp;1 UStG in der ab 1.&nbsp;Juli 2010 geltenden Fassung schuldet, was voraussetzt, dass der Ort der jeweiligen Leistung nach &sect;&sect;&nbsp;3a&nbsp;ff. UStG im Inland liegt. Selbst wenn dementsprechend von einer Steuerschuldnerschaft der Kl&auml;gerin auszugehen w&auml;re, w&uuml;rde sie jedenfalls die betreffende Steuer nach den Bestimmungen des Unionsrechts &uuml;ber die Margenbesteuerung, Art.&nbsp;306&nbsp;ff. MwStSystRL, auf die sie sich unmittelbar berufen kann, nicht schulden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Die fraglichen Reisevorleistungen sind nach Bestimmungen des Unionsrechts &uuml;ber die Margenbesteuerung abweichend von der nationalen Rechtslage im Inland nicht steuerbar.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Nach der nationalen Rechtslage gelten f&uuml;r Reiseleistungen eines Unternehmers, die nicht f&uuml;r das Unternehmen des Leistungsempf&auml;ngers bestimmt sind, die besonderen Vorschriften zur Besteuerung von Reiseleistungen, soweit der Unternehmer dabei gegen&uuml;ber dem Leistungsempf&auml;nger im eigenen Namen auftritt und Reisevorleistungen in Anspruch nimmt (&sect;&nbsp;25 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 UStG). Die Leistung des Unternehmers ist als sonstige Leistung anzusehen (&sect;&nbsp;25 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 UStG). Der Ort der sonstigen Leistung bestimmt sich nach &sect;&nbsp;3a Abs.&nbsp;1 UStG (&sect;&nbsp;25 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;4 UStG). Reisevorleistungen sind Lieferungen und sonstige Leistungen Dritter, die den Reisenden unmittelbar zugutekommen (&sect;&nbsp;25 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;5 UStG).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der von &sect;&nbsp;25 Abs.&nbsp;1 Satz 4 UStG in Bezug genommene &sect;&nbsp;3a Abs.&nbsp;1 Satz 1 UStG bestimmt, dass eine sonstige Leistung &#8211;vorbehaltlich weiterer f&uuml;r Reiseleistungen nicht einschl&auml;gigen besonderen Ortsbestimmungen&#8211; an dem Ort ausgef&uuml;hrt wird, von dem aus der Unternehmer sein Unternehmen betreibt. Wird die sonstige Leistung von einer Betriebsst&auml;tte ausgef&uuml;hrt, gilt nach &sect;&nbsp;3a Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 UStG die Betriebsst&auml;tte als der Ort der sonstigen Leistung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Unionsrechtlich beruht &sect;&nbsp;25 UStG nunmehr auf Art.&nbsp;306&nbsp;ff. MwStSystRL. Art.&nbsp;306 Abs.&nbsp;1 Satz 1 MwStSystRL bestimmt, dass die Mitgliedstaaten auf Ums&auml;tze von Reiseb&uuml;ros die betreffende Mehrwertsteuer-Sonderregelung anwenden, soweit die Reiseb&uuml;ros gegen&uuml;ber dem Reisenden in eigenem Namen auftreten und zur Durchf&uuml;hrung der Reise Lieferungen von Gegenst&auml;nden und Dienstleistungen anderer Steuerpflichtiger in Anspruch nehmen. F&uuml;r Reiseb&uuml;ros, die lediglich als Vermittler handeln, gilt diese Sonderregelung nicht (Art.&nbsp;306 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 MwStSystRL).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Bewirkte Reiseleistungen gelten als eine einheitliche Dienstleistung (Art.&nbsp;307 Satz&nbsp;1 MwStSystRL), die in dem Mitgliedstaat besteuert wird, in dem das Reiseb&uuml;ro den Sitz seiner wirtschaftlichen T&auml;tigkeit oder eine feste Niederlassung hat, von wo aus es die Dienstleistung erbracht hat (Art.&nbsp;307 Satz 2 MwStSystRL).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Die unionsrechtliche Sonderregelung f&uuml;r Reiseb&uuml;ros nach Art.&nbsp;306&nbsp;ff. MwStSystRL dient zum einen der Vereinfachung der Mehrwertsteuervorschriften f&uuml;r Reiseb&uuml;ros. Zum anderen soll sie die Einnahmen aus der Erhebung dieser Steuer in ausgewogener Weise zwischen den Mitgliedstaaten verteilen, indem sie zum einen die Mehrwertsteuereinnahmen f&uuml;r jede Einzelleistung dem Mitgliedstaat des Endverbrauchs der Dienstleistung und zum anderen die Mehrwertsteuereinnahmen im Zusammenhang mit der Marge des Reiseb&uuml;ros dem Mitgliedstaat, in dem dieses ans&auml;ssig ist, zuflie&szlig;en l&auml;sst (vgl. dazu EuGH-Urteil Kommission\/Spanien vom 26.&nbsp;September 2013 C-189\/11, EU:C:2013:587, Umsatzsteuer-Rundschau &#8211;UR&#8211; 2013, 835, Rz&nbsp;59).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Die Europ&auml;ische Kommission hatte zun&auml;chst mehrere Mitgliedstaaten der EU verklagt, weil nach ihrer Auffassung die Sonderregelung f&uuml;r Reiseb&uuml;ros nach Art.&nbsp;306 bis 310 MwStSystRL i.S. der &quot;Reisendenmaxime&quot; auszulegen sei, wonach diese Sonderregelung f&uuml;r Reiseb&uuml;ros &#8211;was &sect;&nbsp;25 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 UStG entspricht&#8211; nur auf Leistungen an Reisende als Endverbraucher beschr&auml;nkt sei (sog. B2C-Transaktionen). Dem ist der EuGH nicht gefolgt. Nach der Rechtsprechung des EuGH sind die Bestimmungen der Art.&nbsp;306 bis 310 MwStSystRL, die je nach Sprachfassung den Begriff &quot;Kunde&quot; oder &quot;Reisender&quot; verwenden, dagegen i.S. der &quot;Kundenmaxime&quot; auszulegen (vgl. dazu EuGH-Urteile vom 26.&nbsp;September 2013 Kommission\/Spanien, EU:C:2013:587, UR 2013, 835; Kommission\/Frankreich C-296\/11, EU:C:2013:612; Kommission\/Polen C-193\/11, EU:C:2013:608; Kommission\/Finnland C-309\/11, EU:C:2013:610; Kommission\/ Portugal C-450\/11, EU:C:2013:611; Kommission\/Tschechische Republik C-269\/11, EU:C:2013:602; Kommission\/Italien C-236\/11, EU:C:2013:607; Kommission\/Griechenland C-293\/11, EU:C:2013:609).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Somit gilt die unionsrechtliche Sonderregelung f&uuml;r Reiseb&uuml;ros &#8211;entgegen der in &sect;&nbsp;25 Abs.&nbsp;1 Satz 1 UStG getroffenen Regelung&#8211; auch f&uuml;r Reiseleistungen f&uuml;r Steuerpflichtige, die diese f&uuml;r ihr Unternehmen nutzen (sog. B2B-Transaktionen). Da der nationale Gesetzgeber bisher auf die vorgenannte Rechtsprechung des EuGH nicht reagiert hat, ist seit dem 8.&nbsp;Juli 2016 eine Klage der Europ&auml;ischen Kommission nunmehr gegen Deutschland beim EuGH anh&auml;ngig (Kommission\/Deutschland, EuGH Az. C-380\/16), die u.a. die mangelnde Umsetzung der unionsrechtlichen Sonderregelung f&uuml;r Reiseb&uuml;ros hinsichtlich der an andere Unternehmer f&uuml;r deren Unternehmen ausgef&uuml;hrte Reiseleistungen betrifft.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Bezogen auf den Streitfall folgt daraus, dass die von A f&uuml;r das Unternehmen der Kl&auml;gerin ausgef&uuml;hrten Reiseleistungen &#8211;der unionsrechtlich ma&szlig;gebenden &quot;Kundenmaxime&quot; entsprechend&#8211; unter die Sonderregelung f&uuml;r Reiseb&uuml;ros gem&auml;&szlig; Art.&nbsp;306&nbsp;ff. MwStSystRL fallen. Die von A erbrachten und jeweils als einheitliche Dienstleistung zu qualifizierenden Reiseleistungen sind in H&ouml;he der von ihr nach Ma&szlig;gabe des Art.&nbsp;308 MwStSystRL erzielten Marge gem&auml;&szlig; Art.&nbsp;307 Satz&nbsp;2 MwStSystRL allein in &Ouml;sterreich zu besteuern. Danach schuldet die Kl&auml;gerin als Leistungsempf&auml;ngerin die Steuer f&uuml;r die fraglichen Reiseleistungen, die sie als Reisevorleistungen von der A bezogen hat, nicht. Denn diese Leistungen sind gemessen am Unionsrecht in Deutschland nicht steuerbar.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Die Kl&auml;gerin kann &#8211;anders als das FA meint&#8211; einen Anwendungsvorrang der unionsrechtlichen Sonderregelung f&uuml;r Reiseb&uuml;ros gem&auml;&szlig; Art.&nbsp;306&nbsp;ff. MwStSystRL gegen&uuml;ber der richtlinienwidrigen Regelung in &sect;&nbsp;25 Abs.&nbsp;1 Satz 1 UStG geltend machen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Der BFH hat bereits entschieden, dass sich der Reiseleistungen ausf&uuml;hrende Unternehmer hinsichtlich der von ihm an andere Unternehmer f&uuml;r deren Unternehmen erbrachten Reiseleistungen auf Art.&nbsp;26 der Sechsten Richtlinie 77\/388\/EWG des Rates vom 17.&nbsp;Mai 1977 zur Harmonisierung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten &uuml;ber die Umsatzsteuern (Richtlinie 77\/388\/EWG) nach Ma&szlig;gabe der Auslegung des EuGH berufen kann (vgl. dazu BFH-Urteile in BFHE 244, 111, BFH\/NV 2014, 803, Rz&nbsp;9; in BFHE 245, 286, BFH\/NV 2014, 1173, Rz&nbsp;23). F&uuml;r die Streitjahre sind unionsrechtlich Art.&nbsp;306&nbsp;ff. MwStSystRL ohne inhaltliche &Auml;nderung an die Stelle von Art.&nbsp;26 der Richtlinie 77\/388\/EWG getreten (vgl. BFH-Beschluss vom 3.&nbsp;August 2017 V&nbsp;R&nbsp;60\/16, BFHE 258, 558, BFH\/NV 2017, 925, Rz&nbsp;13), der entgegen der in &sect;&nbsp;25 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 UStG getroffenen Regelung ebenso wenig darauf abstellte, ob die Reiseleistung an einen Endverbraucher erbracht worden ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Ferner hat der BFH entschieden, dass alles Erforderliche zu tun ist, um diejenigen innerstaatlichen Rechtsvorschriften &quot;auszuschalten&quot;, die unter Umst&auml;nden ein Hindernis f&uuml;r die volle Wirksamkeit der Unionsnormen bilden (vgl. dazu z.B. BFH-Urteil in BFHE 243, 456, BStBl II 2015, 513, Rz&nbsp;13, m.w.N. zur EuGH-Rechtsprechung).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) F&uuml;r die Geltendmachung des Anwendungsvorrangs des Unionsrechts ist es deshalb unbeachtlich, dass der sich auf unionsrechtliche Bestimmungen berufende Steuerpflichtige selbst nicht Steuerschuldner, sondern (vorsteuerabzugsberechtigter) Abnehmer einer Lieferung ist, ohne die Steuer hierf&uuml;r als Leistungsempf&auml;nger nach &sect;&nbsp;13b UStG zu schulden. In Bezug auf den Anwendungsvorrang ist (allein) die Minderung der den Unternehmer treffenden Steuerschuld ma&szlig;geblich (vgl. BFH-Urteil in BFHE 243, 456, BStBl II 2015, 513, Rz&nbsp;18).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>37<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Ebenso wenig ist es erheblich, welchen rechtlichen Interessen die Bestimmung des Unionsrechts dient, deren Anwendungsvorrang der Steuerpflichtige geltend macht, wenn die Berufung auf das Unionsrecht zu einer niedrigeren Steuerschuld des Steuerpflichtigen f&uuml;hrt (vgl. BFH-Urteil in BFHE 243, 456, BStBl II 2015, 513, Rz&nbsp;19). Deshalb kann sich auch der Steuerschuldner nach &sect;&nbsp;13b UStG auf das f&uuml;r ihn g&uuml;nstigere Unionsrecht berufen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>38<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Aufgrund des Erfordernisses, f&uuml;r die volle Wirksamkeit des Unionsrechts Sorge zu tragen, kann dem sich auf unionsrechtliche Bestimmungen berufenden Steuerpflichtigen auch nicht entgegengehalten werden, dass f&uuml;r seinen Lieferer die nach nationalem Recht bestehende Rechtslage g&uuml;nstiger als das Unionsrecht ist. Die Rechtsfolgen des vom Steuerpflichtigen geltend gemachten Anwendungsvorrangs beschr&auml;nken sich vielmehr auf seine eigene Person und wirken sich daher erst dann auf die Besteuerung seines Lieferers aus, wenn dieser gleichfalls einen Anwendungsvorrang geltend machen k&ouml;nnte (vgl. BFH-Urteil in BFHE 243, 456, BStBl II 2015, 513, Rz&nbsp;21).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>39<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Danach kann sich die Kl&auml;gerin, soweit sie als Leistungsempf&auml;ngerin die Steuer f&uuml;r die von ihr von der A bezogenen Reisevorleistungen nach den Vorschriften des nationalen Rechts schuldet, hinsichtlich der Besteuerung dieser Leistungen unmittelbar auf Art.&nbsp;306&nbsp;ff. MwStSystRL berufen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>40<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Die von ihr als Reisevorleistungen bezogenen Leistungen der A sind in Deutschland nach unionsrechtlichen Bestimmungen mangels inl&auml;ndischem Leistungsort (im nationalen Recht gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;3a ff. UStG) nicht steuerbar (dazu vorstehend unter II.2.c). Die Kl&auml;gerin als Leistungsempf&auml;ngerin kann somit mangels Steuerbarkeit nicht Steuerschuldnerin der von ihr bezogenen Leistungen sein (im nationalen Recht gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;13b Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1, &sect;&nbsp;13b Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 UStG a.F. bzw. &sect;&nbsp;13b Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;1, &sect;&nbsp;13b Abs.&nbsp;1 UStG). Dies bewirkt gegen&uuml;ber den anzuwendenden nationalen Vorschriften eine Minderung ihrer Steuerschuld. Die Kl&auml;gerin, die als Leistungsempf&auml;ngerin die Steuer f&uuml;r die betreffenden Leistungen selbst schuldet, kann somit den Anwendungsvorrang des f&uuml;r sie g&uuml;nstigeren, weil zu einer niedrigeren Steuer f&uuml;hrenden Unionsrechts geltend machen (dazu vorstehend unter II.3.b&nbsp;aa).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>41<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Entgegen dem Revisionsvorbringen liegt in der vom Leistungserbringer abweichenden Berufung auf das Unionsrecht kein Versto&szlig; gegen den Grundsatz der steuerlichen Neutralit&auml;t.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>42<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(1) Die unmittelbare Berufung der Kl&auml;gerin auf das Unionsrecht h&auml;ngt nicht vom Verhalten der A ab, ihrer in &Ouml;sterreich ans&auml;ssigen Leistungserbringerin. Denn die Rechtsfolgen des von der Kl&auml;gerin geltend gemachten Anwendungsvorrangs beschr&auml;nken sich auf ihre eigene Person. Auf die Besteuerung der A in &Ouml;sterreich wirkt sich das Unionsrecht erst dann aus, wenn diese gleichfalls einen Anwendungsvorrang geltend machen w&uuml;rde (dazu vorstehend unter II.3.b&nbsp;cc).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>43<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(2) Der Senat vermag in der Geltendmachung des Anwendungsvorrangs des Unionsrecht durch die Kl&auml;gerin keinen Versto&szlig; gegen den unionsrechtlichen Grundsatz der steuerlichen Neutralit&auml;t zu erkennen, der es verbietet, gleichartige und deshalb miteinander in Wettbewerb stehende Dienstleistungen hinsichtlich der Mehrwertsteuer unterschiedlich zu behandeln (vgl. dazu z.B. BFH-Beschluss vom 11.&nbsp;Oktober 2017 XI&nbsp;R&nbsp;23\/15, BFHE 259, 567, BStBl II 2018, 109, Rz&nbsp;27). Soweit in den Streitjahren die von A erbrachten Reisevorleistungen unbelastet von der Steuer bleiben, weil sie in &Ouml;sterreich entgegen den unionsrechtlichen Bestimmungen der Art.&nbsp;306&nbsp;ff. MwStSystRL nicht der Margenbesteuerung unterworfen werden, ist dies &#8211;wie das FG in Bezug auf Steuerausf&auml;lle zu Recht erkannt hat&#8211; notwendige Folge des Gebots, das Unionsrecht in jedem Falle gegen&uuml;ber dem entgegenstehenden nationalen Recht durchzusetzen. Es kann sich nicht zulasten der Kl&auml;gerin auswirken, wenn sie sich auf eine f&uuml;r sie g&uuml;nstigere Bestimmung des Unionsrechts beruft, w&auml;hrend die A an der f&uuml;r sie &#8211;zumindest in den Streitjahren&#8211; g&uuml;nstigeren nationalen Regelung in &Ouml;sterreich festh&auml;lt, zumal eine Richtlinie keine Verpflichtungen eines Einzelnen begr&uuml;nden kann, so dass ihm gegen&uuml;ber eine Berufung auf die Richtlinie nicht m&ouml;glich ist (vgl. EuGH-Urteil DNB Banka vom 21.&nbsp;September 2017 C-326\/15, EU:C:2017:719, Mehrwertsteuerrecht 2017, 823, Rz&nbsp;41).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>44<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(3) Auch kann der Kl&auml;gerin nicht entgegengehalten werden, dass &#8211;wie das FA meint&#8211; die Art.&nbsp;306&nbsp;ff. MwStSystRL ihr als Leistungsempf&auml;ngerin keinen positiven Anspruch vermitteln w&uuml;rden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>45<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>G&auml;be es im nationalen Recht die Regelung zur Umkehr der Steuerschuldnerschaft gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;13b Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1, &sect;&nbsp;13b Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 UStG a.F. bzw. &sect;&nbsp;13b Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;1, &sect;&nbsp;13b Abs.&nbsp;1 UStG nicht, w&uuml;rde die A die Steuer f&uuml;r ihre ausgef&uuml;hrten Reiseleistungen, die die Kl&auml;gerin als Reisevorleistungen bezogen hat, schulden, soweit der jeweilige Leistungsort nach &sect;&sect;&nbsp;3a&nbsp;ff. UStG im Inland w&auml;re. In diesem Fall k&ouml;nnte sich die A als Leistungserbringerin auf die unionsrechtlichen Bestimmungen &uuml;ber die Margenbesteuerung berufen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>46<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>F&uuml;r die Kl&auml;gerin, die als Leistungsempf&auml;ngerin nach &sect;&nbsp;13b Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1, &sect;&nbsp;13b Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 UStG a.F. bzw. &sect;&nbsp;13b Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;1, &sect;&nbsp;13b Abs.&nbsp;1 UStG die Steuer anstelle der A schuldet, kann hinsichtlich der Berufung auf das Unionsrecht nichts anderes gelten. Sie kann sich hinsichtlich der von A erbrachten Reiseleistungen, f&uuml;r die sie die Steuer schuldet, in gleicher Weise auf den Anwendungsvorrang des Unionsrechts st&uuml;tzen, wie es die A ohne die Umkehr der Steuerschuldnerschaft k&ouml;nnte. Denn hinsichtlich der von einem Reiseveranstalter f&uuml;r das Unternehmen des Leistungsempf&auml;ngers bestimmten Reiseleistungen entspricht das nationale Recht in &sect;&nbsp;25 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 UStG, das noch von der &quot;Reisenden-&quot;, nicht von der &quot;Kundenmaxime&quot; ausgeht, nicht den unionsrechtlichen Bestimmungen &uuml;ber die Margenbesteuerung nach Art.&nbsp;306 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 MwStSystRL.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>47<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Der unmittelbaren Berufung der Kl&auml;gerin auf das Unionsrecht steht &#8211;wie das FG zu Recht erkannt hat&#8211; ferner nicht entgegen, dass sie &uuml;ber keine Rechnung mit einem &sect;&nbsp;14a Abs.&nbsp;6 Satz&nbsp;1 UStG i.d.F. des AmtshilfeRLUmsG entsprechenden Hinweis auf die Sonderregelung f&uuml;r Reiseb&uuml;ros verf&uuml;gt. Die besondere Verpflichtung in &sect;&nbsp;14a Abs.&nbsp;6 UStG betrifft zum einen nur die A als leistende Unternehmerin. Zum anderen findet sie auf &#8211;wie im Streitfall&#8211; vor dem 30.&nbsp;Juni 2013 ausgef&uuml;hrte Leistungen keine Anwendung. Die Kl&auml;gerin begehrt au&szlig;erdem keinen Vorsteuerabzug, sondern wendet sich gegen ihre Inanspruchnahme als Steuerschuldnerin.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>48<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Die mit der Revision ferner geltend gemachten Einwendungen des FA greifen nicht durch.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>49<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Die Einwendung des FA, die in Deutschland erbrachten Reisevorleistungen seien bei unmittelbarer Berufung der Kl&auml;gerin auf das Unionsrecht nicht im Inland, sondern in &Ouml;sterreich zu besteuern, ist zutreffend. Denn nach dem Unionsrecht liegt der Leistungsort f&uuml;r die fraglichen Reiseleistungen nicht im Inland, sondern in &Ouml;sterreich (Art.&nbsp;307 Satz&nbsp;2 MwStSystRL), das dementsprechend auch das Recht hat, diese Leistungen zu besteuern.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>50<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Zwar liegt &#8211;worauf das FA zutreffend hinweist&#8211; noch keine Entscheidung dazu vor, ob Deutschland seine Verpflichtung aus den Art.&nbsp;306&nbsp;ff. MwStSystRL verletzt hat, indem es Reiseleistungen f&uuml;r Steuerpflichtige, die diese f&uuml;r ihr Unternehmen nutzen, von der Sonderregelung f&uuml;r Reiseb&uuml;ros ausschlie&szlig;t. Diese Rechtsfrage ist u.a. Gegenstand des seit dem 8.&nbsp;Juli 2016 beim EuGH unter dem Az. C-380\/16 gef&uuml;hrten Vertragsverletzungsverfahren Kommission\/Deutschland. Eine Entscheidung des EuGH dazu steht noch aus.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>51<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Auch wenn das FA der Ansicht ist, dass sich der EuGH mit wichtigen Gr&uuml;nden, die f&uuml;r eine Anwendung der Reisendenmaxime sprechen, nicht auseinandergesetzt hat, ist der Senat im Streitfall an einer Entscheidung nicht gehindert. Denn der BFH muss als Fachgericht einschl&auml;gige Rechtsprechung des EuGH auswerten und seine Entscheidung hieran orientieren, um u.a. festzustellen, ob eine Rechtsfrage bereits durch die Rechtsprechung des EuGH gekl&auml;rt ist (vgl. dazu z.B. Beschl&uuml;sse des Bundesverfassungsgerichts &#8211;BVerfG&#8211; vom 8.&nbsp;April 2015&nbsp;&nbsp;2&nbsp;BvR&nbsp;35\/12, juris, Rz&nbsp;26; vom 15.&nbsp;Dezember 2016&nbsp;&nbsp;2&nbsp;BvR&nbsp;221\/11, Zeitschrift f&uuml;r das gesamte Lebensmittelrecht 2017, 472, Rz&nbsp;37; ferner BFH-Urteil vom 30.&nbsp;August 2017 XI&nbsp;R&nbsp;37\/14, BFHE 259, 175, BFH\/NV 2017, 1689, jeweils m.w.N.). Wollte der BFH von der Auslegung des einschl&auml;gigen Unionsrechts durch den EuGH abweichen, m&uuml;sste er ihn erneut um Vorabentscheidung ersuchen, um nicht den gesetzlichen Richter i.S. des Art.&nbsp;101 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 des Grundgesetzes zu verletzen (vgl. BVerfG-Beschl&uuml;sse vom 8.&nbsp;April 1987&nbsp;&nbsp;2&nbsp;BvR&nbsp;687\/85, BVerfGE 75, 223, unter B.1.&nbsp;ff., Rz&nbsp;37&nbsp;f.; vom 19.&nbsp;Juli 2011&nbsp;&nbsp;1&nbsp;BvR&nbsp;1916\/09, BVerfGE 129, 78, unter C.III.1., Rz&nbsp;98; BFH-Urteil in BFHE 259, 175, BFH\/NV 2017, 1689, Rz&nbsp;26, m.w.N.). Zu einer erneuten Vorlage besteht aus Sicht des erkennenden Senats im Hinblick auf die EuGH-Urteile Kommission\/Spanien, EU:C:2013:587, UR 2013, 835; Kommission\/Frankreich, EU:C:2013:612; Kommission\/Polen, EU:C:2013:608; Kommission\/ Finnland, EU:C:2013:610; Kommission\/Portugal, EU:C:2013:611; Kommission\/Tschechische Republik, EU:C:2013:602; Kommission\/ Italien, EU:C:2013:607, und Kommission\/Griechenland, EU:C:2013:609, vorliegend kein Anlass, da der Senat der Auffassung des EuGH folgt und die Rechtsfrage unionsrechtlich f&uuml;r bereits gekl&auml;rt h&auml;lt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>52<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Im &Uuml;brigen ist auch die Finanzverwaltung nach Art.&nbsp;4 Abs.&nbsp;3 Unterabs.&nbsp;2 des Vertrages &uuml;ber die Europ&auml;ische Union gehalten, die Rechtsprechung des EuGH zu beachten und Steuerrechtsnormen im Lichte dieser Urteile auszulegen (vgl. Englisch in Tipke\/Lang, Steuerrecht, 22.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;4 Rz&nbsp;17; vgl. BFH-Urteile vom 18.&nbsp;Oktober 2001 V&nbsp;R&nbsp;106\/98, BFHE 196, 363, BStBl II 2002, 551, unter I. am Ende und unter II.2., Rz&nbsp;18, 25&nbsp;f.; in BFHE 259, 175, BFH\/NV 2017, 1689, Rz&nbsp;27, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>53<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Es ist zwar fraglich, ob die Berufung auf die Margenbesteuerung nach Art.&nbsp;306&nbsp;ff. MwStSystRL auf Teilums&auml;tze beschr&auml;nkt werden kann. Aber darauf kommt es im Streitfall nicht entscheidend an.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>54<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Die unionsrechtliche Sonderregelung f&uuml;r Reiseb&uuml;ros in Art.&nbsp;306&nbsp;ff. MwStSystRL kennt eine &sect;&nbsp;25 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;3 UStG entsprechende Vorschrift nicht, wonach der Steuerpflichtige ein Wahlrecht hat, die Margenbesteuerung statt f&uuml;r jede einzelne Leistung f&uuml;r Gruppen von Leistungen oder f&uuml;r s&auml;mtliche Leistungen anzuwenden (vgl. hierzu EuGH-Urteil Kommission\/ Spanien, EU:C:2013:587, UR 2013, 835, Rz&nbsp;101&nbsp;ff.). Gegenstand des beim EuGH unter dem Az. C-380\/16 gef&uuml;hrten vorgenannten Vertragsverletzungsverfahrens Kommission\/Deutschland ist des Weiteren die Frage, ob Deutschland seine Verpflichtung aus den Art.&nbsp;306&nbsp;ff. MwStSystRL auch verletzt hat, indem es Reiseb&uuml;ros, soweit die Sonderregelung auf sie anwendbar ist, gestattet, die Steuerbemessungsgrundlage pauschal f&uuml;r Gruppen von Leistungen und f&uuml;r jeden Besteuerungszeitraum zu ermitteln.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>55<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Die Kl&auml;gerin kann sich jedoch hinsichtlich der fraglichen Reisevorleistungen, die sie von A bezogen hat und f&uuml;r die sie die Steuer schulden w&uuml;rde, auf das Unionsrecht berufen, ohne zugleich einheitlich f&uuml;r alle (Ausgangs-)Ums&auml;tze ihres Unternehmens jeweils die Marge f&uuml;r jede einzelne Reiseleistung entsprechend dem Unionsrecht gem&auml;&szlig; Art.&nbsp;308 MwStSystRL ermitteln zu m&uuml;ssen. Sie kann transaktionsbezogen zwischen dem nationalen Recht und dem Unionsrecht wechseln. Denn die Berufung auf die unmittelbare Wirkung der Bestimmungen des Unionsrechts ist im Hinblick auf einen Umsatz nicht mit der Begr&uuml;ndung zu versagen, dass sich der betreffende Steuerpflichtige im Hinblick auf einen anderen, die gleichen Gegenst&auml;nde betreffenden Umsatz auf Vorschriften des nationalen Rechts berufen kann, und die kumulative Anwendung dieser Bestimmungen zu einem steuerlichen Gesamtergebnis f&uuml;hren w&uuml;rde, zu dem weder das nationale Recht noch das Richtlinienrecht bei jeweils separater Anwendung auf diese Ums&auml;tze f&uuml;hrt oder f&uuml;hren soll (vgl. zu Art.&nbsp;11 Teil&nbsp;C Abs.&nbsp;1 Unterabs.&nbsp;1 der Richtlinie 77\/388\/EWG, EuGH-Urteil GMAC&nbsp;UK vom 3.&nbsp;September 2014 C-589\/12, EU:C:2014:2131, UR 2014, 895, Rz&nbsp;49).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>56<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Bei den fraglichen Reisevorleistungen, die die Kl&auml;gerin von der A bezogen hat, kommt es im &Uuml;brigen nicht auf die Frage an, ob die Steuerbemessungsgrundlage f&uuml;r die Margenbesteuerung abweichend vom Unionsrecht auch gesamt- bzw. gruppenumsatzbezogen i.S. des &sect;&nbsp;25 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;3 UStG statt einzelumsatzbezogen gem&auml;&szlig; Art.&nbsp;308 MwStSystRL ermittelt werden darf. Denn das Besteuerungsrecht f&uuml;r diese Leistungen steht nach Berufung der Kl&auml;gerin auf Art.&nbsp;306&nbsp;ff. MwStSystRL allein &Ouml;sterreich zu.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>57<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>5. Die Kostenentscheidung beruht auf &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;2, &sect;&nbsp;143 Abs.&nbsp;1 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 13.12.2017, XI R 4\/16ECLI:DE:BFH:2017:U.131217.XIR4.16.0 Zur Berufung auf das Unionsrecht bei Bezug von Reisevorleistungen aus einem anderen Mitgliedstaat der EU Leits&auml;tze Ein inl&auml;ndischer Reiseveranstalter kann sich hinsichtlich der von ihm f&uuml;r sein Unternehmen bezogenen Reisevorleistungen eines in einem anderen Mitgliedstaat der EU ans&auml;ssigen Unternehmers, f&uuml;r die er als Leistungsempf&auml;nger die Steuer schuldet, unmittelbar &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/xi-r-4-16-zur-berufung-auf-das-unionsrecht-bei-bezug-von-reisevorleistungen-aus-einem-anderen-mitgliedstaat-der-eu\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">XI&nbsp;R&nbsp;4\/16 &#8211; Zur Berufung auf das Unionsrecht bei Bezug von Reisevorleistungen aus einem anderen Mitgliedstaat der EU<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-69440","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/69440","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=69440"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/69440\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=69440"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=69440"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=69440"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}