{"id":69443,"date":"2018-05-15T17:09:58","date_gmt":"2018-05-15T15:09:58","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=69443"},"modified":"2018-05-15T17:09:58","modified_gmt":"2018-05-15T15:09:58","slug":"i-r-27-16-gewinn-aus-als-gegenleistung-fuer-vermoegensuebertragung-an-anteilseigner-zu-gewaehrende-aktien-keine-rueckwirkung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/i-r-27-16-gewinn-aus-als-gegenleistung-fuer-vermoegensuebertragung-an-anteilseigner-zu-gewaehrende-aktien-keine-rueckwirkung\/","title":{"rendered":"I&nbsp;R&nbsp;27\/16 &#8211; Gewinn aus als Gegenleistung f&uuml;r Verm&ouml;gens&uuml;bertragung an Anteilseigner zu gew&auml;hrende Aktien &#8211; keine R&uuml;ckwirkung"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 17.1.2018, I R 27\/16<br \/>ECLI:DE:BFH:2018:U.170118.IR27.16.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Gewinn aus als Gegenleistung f&uuml;r Verm&ouml;gens&uuml;bertragung an Anteilseigner zu gew&auml;hrende Aktien &#8211; keine R&uuml;ckwirkung<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>1. Die R&uuml;ckwirkung nach &sect; 2 Abs. 1 Satz 1 UmwStG 1995 erfasst nach Wortlaut, Systematik und Zweck der Vorschrift das von der &uuml;bertragenden K&ouml;rperschaft auf die &Uuml;bernehmerin &uuml;bertragene Verm&ouml;gen, nicht hingegen die f&uuml;r das &uuml;bertragene Verm&ouml;gen erbrachten Gegenleistungen (hier: Aktien) an die Anteilseigner der &uuml;bertragenden K&ouml;rperschaft.<\/p>\n<\/p>\n<p>2. F&uuml;r eine erweiternde Auslegung des in &sect; 12 Abs. 2 Satz 2 UmwStG 1995 enthaltenen Begriffs der &quot;Anteile an der &uuml;bertragenden K&ouml;rperschaft&quot; i.S. der Einbeziehung des durch die Gew&auml;hrung der Aktien an die Anteilseigner der &uuml;bertragenden K&ouml;rperschaft realisierten Gewinns besteht angesichts des eindeutigen Normwortlauts kein Spielraum.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Die Revision des Beklagten gegen das Urteil des Finanzgerichts Hamburg vom 5. April 2016&nbsp;&nbsp;6 K 93\/15 wird als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des Revisionsverfahrens hat der Beklagte zu tragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">I. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin und Revisionsbeklagte (Kl&auml;gerin) ist ein Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit. Sie war mehrheitlich an der ehemaligen &#8230; AG, seit dem 18.&nbsp;Oktober 1999 B-AG, beteiligt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die ehemalige A-AG verpflichtete sich durch Verm&ouml;gens&uuml;bertragungsvertrag vom 17.&nbsp;Juni 1999, ihr Verm&ouml;gen als Ganzes mit allen Rechten und Pflichten unter Aufl&ouml;sung ohne Abwicklung nach &sect;&nbsp;174 Abs.&nbsp;1 des Umwandlungsgesetzes (UmwG) im Wege der Verm&ouml;gens&uuml;bertragung mit Wirkung zum 1.&nbsp;Januar 2000, 0:00&nbsp;Uhr (handelsrechtlicher &Uuml;bertragungsstichtag), auf die Kl&auml;gerin zu &uuml;bertragen. Die Kl&auml;gerin war nicht an der A-AG beteiligt. Als Gegenleistung f&uuml;r die Verm&ouml;gens&uuml;bertragung sollte die Kl&auml;gerin gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;4 des Verm&ouml;gens&uuml;bertragungsvertrages den Aktion&auml;ren der A-AG mit Wirksamwerden des &Uuml;bertragungsvertrages &#8230;&nbsp;St&uuml;ck vinkulierte Namensaktien der B-AG gew&auml;hren. Die Aktien sollten an die &#8230;-Bank als Treuh&auml;nderin mit der Ma&szlig;gabe ausgeh&auml;ndigt werden, sie nach Wirksamwerden der Verm&ouml;gens&uuml;bertragung an die Aktion&auml;re zu &uuml;bergeben (&sect;&nbsp;5 des Vertrages). Nach &sect;&nbsp;2 des Vertrages sollte der Verm&ouml;gens&uuml;bertragung die Handelsbilanz der A-AG zum 31.&nbsp;Dezember 1999 als Schlussbilanz zugrunde gelegt werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Aufgrund entsprechender Wertgutachten gingen die Vertragsparteien davon aus, dass Leistung und Gegenleistung jeweils rd. &#8230;&nbsp;DM wert seien. Nach einer Au&szlig;enpr&uuml;fung bei der A-AG wurde das Eigenkapital der A-AG in deren steuerlicher &Uuml;bertragungsbilanz zum 31.&nbsp;Dezember 1999 jedoch nur in H&ouml;he von &#8230;&nbsp;DM ausgewiesen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Verm&ouml;gens&uuml;bertragung wurde noch im Jahr 2000 in das f&uuml;r die A-AG zust&auml;ndige Handelsregister eingetragen. Am 14.&nbsp;November 2000 wurden den Aktion&auml;ren der A-AG vereinbarungsgem&auml;&szlig; &#8230;&nbsp;St&uuml;ck vinkulierte Namensaktien an der B-AG &uuml;bertragen. Deren Buchwert belief sich in der Bilanz der Kl&auml;gerin zum 31.&nbsp;Dezember 1999 auf &#8230;&nbsp;DM. Die Kl&auml;gerin ber&uuml;cksichtigte die &#8211;durch die nicht zu Buchwerten erfolgte Anteils&uuml;bertragung&#8211; realisierten stillen Reserven erst in der Steuer- und der Handelsbilanz zum 31.&nbsp;Dezember 2000 und in der K&ouml;rperschaftsteuererkl&auml;rung f&uuml;r 2000 und bildete f&uuml;r den hierdurch entstandenen Gewinn eine R&uuml;ckstellung f&uuml;r Beitragsr&uuml;ckerstattungen gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;21 Abs.&nbsp;2 des K&ouml;rperschaftsteuergesetzes (KStG).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Rahmen einer Au&szlig;enpr&uuml;fung des Beklagten und Revisionskl&auml;gers (Finanzamt &#8211;FA&#8211;) gelangte der Pr&uuml;fer zu dem Ergebnis, dass nach &sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;1 des Umwandlungssteuergesetzes in der im Streitjahr (1999) geltenden Fassung (UmwStG 1995) sowohl die &Uuml;bertragung des Verm&ouml;gens der A-AG an die Kl&auml;gerin als auch die Gew&auml;hrung der Gegenleistung durch die Kl&auml;gerin an die Aktion&auml;re der A-AG auf den steuerrechtlichen &Uuml;bertragungsstichtag zur&uuml;ckzubeziehen und daher bereits in der Bilanz zum 31.&nbsp;Dezember 1999 zu erfassen seien.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin beantragte mit Schreiben vom 31.&nbsp;M&auml;rz 2009, die K&ouml;rperschaftsteuer im Billigkeitswege abweichend festzusetzen. &Uuml;ber diesen Antrag hat das FA im Hinblick auf das hiesige Verfahren bisher nicht entschieden und erlie&szlig; unter dem 24.&nbsp;August 2010 einen entsprechend den Pr&uuml;fungsfeststellungen ge&auml;nderten K&ouml;rperschaftsteuerbescheid f&uuml;r 1999.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nachdem das FA am 11.&nbsp;August 2014 den K&ouml;rperschaftsteuerbescheid 1999 aus anderen Gr&uuml;nden ge&auml;ndert hatte, wies es mit Teil-Einspruchsentscheidung vom 12.&nbsp;M&auml;rz 2015 den Einspruch der Kl&auml;gerin als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ck.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die dagegen vor dem Finanzgericht (FG) Hamburg erhobene Klage hatte Erfolg. Mit Urteil vom 5.&nbsp;April 2016&nbsp;&nbsp;6&nbsp;K&nbsp;93\/15 entschied das FG, dass das FA den von der Kl&auml;gerin im Streitjahr erzielten Gewinn zu Unrecht um den Gewinn aus der Aufdeckung der stillen Reserven der B-Aktien erh&ouml;ht habe. Das Urteil ist in Entscheidungen der Finanzgerichte (EFG) 2016, 1039 ver&ouml;ffentlicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dagegen wehrt sich das FA mit seiner Revision, die es auf die Verletzung materiellen Rechts st&uuml;tzt. Es beantragt, das Urteil des FG Hamburg vom 5.&nbsp;April 2016&nbsp;&nbsp;6&nbsp;K&nbsp;93\/15 aufzuheben und die Klage abzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin beantragt, die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">II. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Revision ist unbegr&uuml;ndet und daher zur&uuml;ckzuweisen (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Das FG ist im Ergebnis zutreffend davon ausgegangen, dass die Kl&auml;gerin den Gewinn aus der &Uuml;bertragung der B-Aktien erst in 2000 realisiert hat und eine Ber&uuml;cksichtigung bereits in 1999 sich weder aus &sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 UmwStG 1995 noch aus &sect;&nbsp;12 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 UmwStG 1995 ergibt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Der Zeitpunkt der Aktivierung von Forderungen bestimmt sich bei der Gewinnermittlung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;1, &sect;&nbsp;5 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 des Einkommensteuergesetzes i.V.m. &sect;&nbsp;8 Abs.&nbsp;1 KStG nach den handelsrechtlichen Grunds&auml;tzen ordnungsm&auml;&szlig;iger Buchf&uuml;hrung &#8211;GoB&#8211; (vgl. Urteile des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 10.&nbsp;September 1998 IV&nbsp;R&nbsp;80\/96, BFHE 186, 429, BStBl II 1999, 21; vom 6.&nbsp;Dezember 1983 VIII&nbsp;R&nbsp;110\/79, BFHE 140, 74, BStBl II 1984, 227). Zu diesen GoB geh&ouml;rt das in &sect;&nbsp;252 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;4 Halbsatz&nbsp;2 des Handelsgesetzbuchs geregelte Realisationsprinzip, demzufolge Gewinne nur dann zu ber&uuml;cksichtigen sind, wenn sie am Abschlussstichtag realisiert sind (BFH-Urteile vom 17.&nbsp;M&auml;rz 2010 X&nbsp;R&nbsp;28\/08, BFH\/NV 2010, 2033; vom 14.&nbsp;Mai 2014 VIII&nbsp;R&nbsp;25\/11, BFHE 246, 155, BStBl II 2014, 968). Bei Lieferungen und anderen Leistungen wird Gewinn realisiert, wenn der Leistungsverpflichtete die von ihm geschuldeten Erf&uuml;llungshandlungen &quot;wirtschaftlich erf&uuml;llt&quot; hat und ihm die Forderung auf die Gegenleistung (die Zahlung) &#8211;von den mit jeder Forderung verbundenen Risiken abgesehen&#8211; so gut wie sicher ist (vgl. BFH-Urteile vom 12.&nbsp;Mai 1993 XI&nbsp;R&nbsp;1\/93, BFHE 171, 448, BStBl II 1993, 786; vom 20.&nbsp;M&auml;rz 2013 X&nbsp;R&nbsp;15\/11, BFH\/NV 2013, 1548; Senatsurteil vom 3.&nbsp;August 2005 I&nbsp;R&nbsp;94\/03, BFHE 210, 398, BStBl II 2006, 20). Nach diesen Grunds&auml;tzen hat die Kl&auml;gerin den streitigen Gewinn in H&ouml;he der Differenz zwischen dem Buchwert der B-Aktien (&#8230;&nbsp;DM) und dem gemeinen Wert der erhaltenen Leistung, den Wirtschaftsg&uuml;tern der A-AG (&#8230;&nbsp;DM), erst in 2000 realisiert, denn sie hat die ihr nach &sect;&nbsp;4 des Verm&ouml;gens&uuml;bertragungsvertrages vom 17.&nbsp;Juni 1999 obliegende rechtliche Verpflichtung zur Erbringung einer Gegenleistung in Form der &Uuml;bertragung der B-Aktien erst am 14.&nbsp;November 2000 &uuml;ber eine treuh&auml;nderisch t&auml;tige Bank erf&uuml;llt. Bis zu diesem Zeitpunkt waren ihr die angesprochenen Aktien f&uuml;r steuerliche Zwecke noch zuzurechnen (&sect;&nbsp;39 Abs.&nbsp;1 und Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 der Abgabenordnung).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Dem steht das Senatsurteil vom 9.&nbsp;Januar 2013 I&nbsp;R&nbsp;24\/12 (BFHE 240, 115) nicht entgegen. Soweit der Senat dort ausgef&uuml;hrt hat, dass das UmwStG 2006 f&uuml;r die einbezogenen Umwandlungsvorg&auml;nge einen eigenst&auml;ndigen und sondergesetzlichen Rechtskreis bestimmt, der den allgemeinen Gewinnermittlungsvorschriften abschlie&szlig;end vorgeht, betrifft diese Aussage erkennbar nur solche Regelungsbereiche, die &uuml;berhaupt vom UmwStG 2006 erfasst und dort spezialgesetzlich geregelt werden. Dies folgt bereits daraus, dass der Senat die vorgenannte Aussage auf die &quot;einbezogenen Umwandlungsvorg&auml;nge&quot; beschr&auml;nkt und durch den Verweis auf sein Urteil vom 12.&nbsp;Oktober 2011 I&nbsp;R&nbsp;33\/10 (BFHE 235, 388, BStBl II 2012, 445) deutlich gemacht hat, dass der spezialgesetzliche Charakter des UmwStG 2006 nur soweit reicht, wie dort auch von den allgemeinen Gewinnermittlungsgrunds&auml;tzen abweichende Regelungen getroffen werden (ebenso BFH-Urteil vom 29.&nbsp;April 1982 IV&nbsp;R&nbsp;51\/79, BFHE 136, 129, BStBl II 1982, 738).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Anders als das FA meint, enthalten weder &sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 noch &sect;&nbsp;12 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 UmwStG 1995 die allgemeinen Gewinnermittlungsgrunds&auml;tze verdr&auml;ngende Spezialregelungen, die im Streitfall dazu f&uuml;hren w&uuml;rden, dass der angesprochene Gewinn bereits in 1999 zu ber&uuml;cksichtigen w&auml;re.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Zwar ist das FG zutreffend davon ausgegangen, dass die &sect;&sect;&nbsp;2 und 12 UmwStG 1995 grunds&auml;tzlich auf die zwischen der Kl&auml;gerin und der A-AG vereinbarte Verm&ouml;gens&uuml;bertragung anwendbar sind (gl.A. Stratz in Schmitt\/H&ouml;rtnagl\/Stratz, Umwandlungsgesetz, Umwandlungssteuergesetz, 7.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;174 UmwG Rz&nbsp;7; Heckschen in Widmann\/Mayer, Umwandlungsrecht, &sect;&nbsp;174 UmwG Rz&nbsp;23; Leuering in KK-UmwG, &sect;&nbsp;174 Rz&nbsp;9; H. Schmidt in Lutter, UmwG, 5.&nbsp;Aufl., Vor &sect;&nbsp;174 Rz&nbsp;2; alle m.w.N.). Aus &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 und Abs.&nbsp;5 UmwStG 1995 folgt insoweit, dass der zweite bis siebte Teil des UmwStG 1995 (nur) f&uuml;r Umwandlungen i.S. des &sect;&nbsp;1 UmwG unter anderem von Kapitalgesellschaften, Versicherungsvereinen auf Gegenseitigkeit sowie K&ouml;rperschaften und Anstalten des &ouml;ffentlichen Rechts gilt. &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;3 UmwG erlaubt dazu die Umwandlung von Rechtstr&auml;gern mit Sitz im Inland durch Verm&ouml;gens&uuml;bertragung und &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;2 Halbsatz&nbsp;2 UmwStG 1995 stellt klar, dass f&uuml;r die Verm&ouml;gens&uuml;bertragung (Voll&uuml;bertragung) i.S. des &sect;&nbsp;174 Abs.&nbsp;1 UmwG der dritte und sechste Teil des UmwStG 1995 sowie &sect;&nbsp;19 UmwStG 1995 gelten. Da &sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 UmwStG 1995 f&uuml;r vom zweiten bis f&uuml;nften Teil des UmwStG 1995 erfasste &uuml;bertragende Umwandlungen (hier: die nach &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;2 Halbsatz&nbsp;2 UmwStG 1995 dem dritten Gesetzesteil unterfallende Voll&uuml;bertragung i.S. des &sect;&nbsp;174 Abs.&nbsp;1 UmwG) unmittelbar gilt (vgl. Widmann in Widmann\/Mayer, a.a.O., &sect;&nbsp;2 UmwStG Rz&nbsp;4; H&ouml;rtnagl in Schmitt\/H&ouml;rtnagl\/Stratz, a.a.O., &sect;&nbsp;2 UmwStG Rz&nbsp;3), sind danach im Streitfall sowohl &sect;&nbsp;2 UmwStG 1995 als auch &sect;&nbsp;12 UmwStG 1995 anwendbar.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Indessen f&uuml;hrt die Anwendung des &sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 UmwStG 1995 im Streitfall nicht zur r&uuml;ckwirkenden Erfassung der von der Kl&auml;gerin durch die Erbringung der Gegenleistung in Form der &Uuml;bertragung der B-Aktien realisierten stillen Reserven bereits im Streitjahr.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Nach &sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 UmwStG 1995 sind das Einkommen und das Verm&ouml;gen der &uuml;bertragenden K&ouml;rperschaft sowie der &Uuml;bernehmerin so zu ermitteln, als ob das Verm&ouml;gen der K&ouml;rperschaft mit Ablauf des Stichtages der Bilanz, die dem Verm&ouml;gens&uuml;bergang zugrunde liegt (steuerlicher &Uuml;bertragungsstichtag), ganz oder teilweise auf die &Uuml;bernehmerin &uuml;bergegangen w&auml;re. Die Norm enth&auml;lt eine Fiktion, wonach bezogen auf die &uuml;bertragende K&ouml;rperschaft sowie die &Uuml;bernehmerin die Einkommens- und Verm&ouml;gensermittlung so vorzunehmen ist, als w&auml;re die &Uuml;bertragung des betreffenden Verm&ouml;gens von der &uuml;bertragenden K&ouml;rperschaft auf die &Uuml;bernehmerin bereits mit Ablauf des vorangegangenen steuerlichen &Uuml;bertragungsstichtages erfolgt. F&uuml;r steuerliche Zwecke wird danach ein &Uuml;bertragungsstichtag fingiert, der von der zivilrechtlichen Regelung &uuml;ber die Wirksamkeit des &Uuml;bertragungsvorgangs abweicht und sich stattdessen am Stichtag der letzten &#8211;nach &sect;&nbsp;17 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;4 UmwG bis zu acht Monaten vor der Registeranmeldung liegenden&#8211; handelsrechtlichen Schlussbilanz orientiert. Nach dem insoweit eindeutigen Gesetzeswortlaut erstreckt sich die Fiktionswirkung alleine auf die steuerliche Behandlung des angesprochenen &uuml;bertragenen Verm&ouml;gens. Dies folgt auch daraus, dass es sich bei der Bilanz, welche dem Verm&ouml;gens&uuml;bergang zu Grunde liegt, um die in &sect;&nbsp;17 Abs.&nbsp;2 UmwG genannte Schlussbilanz der &uuml;bertragenden K&ouml;rperschaft handelt, die der Anmeldung zur Eintragung in das Register beizuf&uuml;gen ist (BFH-Urteil vom 24.&nbsp;April 2008 IV&nbsp;R&nbsp;69\/05, BFH\/NV 2008, 1550; Senatsurteil vom 7.&nbsp;April 2010 I&nbsp;R&nbsp;96\/08, BFHE 229, 179, BStBl II 2011, 467) und die sich nur auf das dort ausgewiesene Verm&ouml;gen beziehen kann. Ob die &Uuml;bernehmerin f&uuml;r den Erhalt des &uuml;bertragenen Verm&ouml;gens eine Gegenleistung erbringt, ist nach dem Wortlaut des &sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 UmwStG 1995 hingegen nicht relevant. Hinzu kommt, dass sich aus dem Normwortlaut auch keinerlei Anhalt f&uuml;r eine Erstreckung der Rechtsfolgen auf die Ebene der Gesellschafter der an der &Uuml;bertragung beteiligten Rechtstr&auml;ger ergibt. Die R&uuml;ckwirkungsfiktion gilt nur f&uuml;r die an der &uuml;bertragenden Umwandlung beteiligten Rechtstr&auml;ger, nicht hingegen f&uuml;r deren Gesellschafter; f&uuml;r diese bleibt es vielmehr bei dem im Steuerrecht geltenden Grundsatz, dass Sachverhalte grunds&auml;tzlich nicht auf zur&uuml;ckliegende Zeitpunkte zur&uuml;ckwirken (Senatsurteil in BFHE 229, 179, BStBl II 2011, 467).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Nichts anderes ergibt sich unter dem Gesichtspunkt einer systematischen Auslegung des &sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 UmwStG 1995. So zeigt bereits die Regelung des &sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;2 UmwStG 1995, welche f&uuml;r den Fall des Verm&ouml;gens&uuml;bergangs auf eine Personengesellschaft die Geltung von &sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 UmwStG 1995 (auch) f&uuml;r das Einkommen und das Verm&ouml;gen der Gesellschafter anordnet, dass es f&uuml;r eine Erstreckung der Wirkungen des &sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 UmwStG 1995 auf die Gesellschafterebene einer ausdr&uuml;cklichen gesetzlichen Anordnung bedarf. Ist &Uuml;bernehmerin eine K&ouml;rperschaft, wirkt sich mangels entsprechender Regelung die R&uuml;ckwirkung nicht auf die Rechtsbeziehung zu den Gesellschaftern der &Uuml;bertr&auml;gerin und der &Uuml;bernehmerin aus (vgl. H&ouml;rtnagl in Schmitt\/H&ouml;rtnagl\/Stratz, a.a.O., &sect;&nbsp;2 UmwStG Rz&nbsp;2; van&nbsp;Lishaut in R&ouml;dder\/Herlinghaus\/van&nbsp;Lishaut, UmwStG, 2.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;2 Rz&nbsp;14; D&ouml;tsch in D&ouml;tsch\/Pung\/M&ouml;hlenbrock, Die K&ouml;rperschaftsteuer, &sect;&nbsp;2 UmwStG Rz&nbsp;22, 49, 64; G. Kraft in Kraft\/Edelmann\/Bron, UmwStG, &sect;&nbsp;2 Rz&nbsp;34). Bei den Gesellschaftern der &Uuml;bertr&auml;gerin entsteht vielmehr ein sich aus einer Ver&auml;u&szlig;erung oder Abfindung ergebender Gewinn nicht zum steuerlichen &Uuml;bertragungsstichtag, sondern zu dem Zeitpunkt, zu dem er nach allgemeinen Grunds&auml;tzen entsteht (van&nbsp;Lishaut in R&ouml;dder\/Herlinghaus\/van&nbsp;Lishaut, a.a.O., &sect;&nbsp;2 Rz&nbsp;69&nbsp;ff.; Schie&szlig;l in Widmann\/Mayer, a.a.O., &sect;&nbsp;13 UmwStG Rz 245; Fr&uuml;chtl in Eisgruber, UmwStG, &sect;&nbsp;2 Rz&nbsp;64). Auch im &Uuml;brigen hat der Gesetzgeber jeweils Sonderbestimmungen erlassen, wenn er objektiv f&uuml;r einen bestimmten Sachverhalt eine steuerliche R&uuml;ckwirkung f&uuml;r erforderlich gehalten hat. Dies zeigen etwa &sect;&nbsp;14 S&auml;tze&nbsp;1 und 3 sowie &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;7 und 8 UmwStG 1995, welche jeweils eigenst&auml;ndige R&uuml;ckwirkungsregelungen f&uuml;r die dort beschriebenen und nicht &sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 UmwStG 1995 unterfallenden Sachverhalte enthalten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Die Richtigkeit der vorgenannten Auslegung ergibt sich weiterhin auch mit Blick auf den mit &sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 UmwStG 1995 verfolgten Sinn und Zweck. Die Norm soll lediglich vermeiden, dass der &uuml;bertragende Rechtstr&auml;ger auf den konkreten Tag des zivilrechtlichen Wirksamwerdens des Verm&ouml;gens&uuml;bergangs auf den &uuml;bernehmenden Rechtstr&auml;ger eine spezielle handelsrechtliche sowie gegebenenfalls zus&auml;tzlich steuerrechtliche Umwandlungsbilanz erstellen muss (vgl. BFH-Urteil vom 7.&nbsp;April 1989 III&nbsp;R&nbsp;54\/88, BFHE 157, 270, BStBl II 1989, 805; van&nbsp;Lishaut in R&ouml;dder\/Herlinghaus\/van&nbsp;Lishaut, a.a.O., &sect;&nbsp;2 Rz&nbsp;3). Der Gesetzesbegr&uuml;ndung zum UmwStG 1957 l&auml;sst sich insoweit entnehmen, dass mit der seinerzeitigen R&uuml;ckwirkungsregelung in &sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;2 UmwStG 1957 eine einheitliche und praktisch handhabbare Kompromissl&ouml;sung gefunden werden sollte, um dem Bed&uuml;rfnis der Praxis, dass die Bilanz, die handelsrechtlich der Umwandlung zu Grunde gelegt werde, zugleich auch f&uuml;r die Besteuerung ma&szlig;gebend sein solle, Rechnung zu tragen (BTDrucks II\/3497, S.&nbsp;8; &auml;hnlich die Gesetzesbegr&uuml;ndung zum UmwStG 1969, BTDrucks V\/3186, S.&nbsp;10). An diesem Gesetzeszweck hat sich unter Geltung des &sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 UmwStG 1995 nichts ge&auml;ndert. Es entspricht allgemeiner Auffassung, dass die Norm auf rein praktischen Erw&auml;gungen und Vereinfachungsgr&uuml;nden beruht und sich diese (nach wie vor) allein auf das Verm&ouml;gen beziehen, welches vom &uuml;bertragenden Rechtstr&auml;ger auf den &uuml;bernehmenden Rechtstr&auml;ger &uuml;bergehen soll. F&uuml;r den Stand dieses Verm&ouml;gens sollte derjenige des letzten handelsrechtlichen Jahresabschlusses ausreichen und nicht zus&auml;tzlich noch eine zeitpunktgenaue Umwandlungsbilanz erstellt werden m&uuml;ssen (vgl. Widmann in Widmann\/Mayer, a.a.O., &sect;&nbsp;2 UmwStG Rz&nbsp;2; D&ouml;tsch in D&ouml;tsch\/ Pung\/M&ouml;hlenbrock, a.a.O., &sect;&nbsp;2 UmwStG Rz&nbsp;3; Geils in Haase\/ Hruschka, UmwStG, &sect;&nbsp;2 Rz&nbsp;6; Slabon in Haritz\/Menner, Umwandlungssteuergesetz, 4.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;2 Rz&nbsp;3; G. Kraft in Kraft\/Edelmann\/Bron, a.a.O., &sect;&nbsp;2 Rz&nbsp;9; Fr&uuml;chtl in Eisgruber, a.a.O., &sect;&nbsp;2 Rz&nbsp;4; alle m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Nichts anderes l&auml;sst sich &sect;&nbsp;12 UmwStG 1995 entnehmen; auch hieraus ergibt sich f&uuml;r 1999 keine h&ouml;here K&ouml;rperschaftsteuerfestsetzung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Der von der Kl&auml;gerin bei der Erbringung der Gegenleistung realisierte Gewinn ist nicht Teil des &Uuml;bernahmeergebnisses nach &sect;&nbsp;12 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 UmwStG 1995. Danach bleibt bei der Ermittlung des Gewinns der &uuml;bernehmenden K&ouml;rperschaft ein Gewinn oder Verlust in H&ouml;he des Unterschieds zwischen dem Buchwert der Anteile (&sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;2 UmwStG 1995) und dem Wert, mit dem die &uuml;bergegangenen Wirtschaftsg&uuml;ter zu &uuml;bernehmen sind, au&szlig;er Ansatz. Hiernach kommt als einzige Position, die dem Wert der &uuml;bergegangenen Wirtschaftsg&uuml;ter gegen&uuml;berzustellen ist, der Buchwert der Anteile i.S. des &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;2 UmwStG 1995 in Betracht. Angesprochen ist damit der Buchwert der wegfallenden Anteile an der &uuml;bertragenden K&ouml;rperschaft (R&ouml;dder in R&ouml;dder\/Herlinghaus\/van&nbsp;Lishaut, a.a.O., &sect;&nbsp;12 Rz&nbsp;63), mit welchem diese zum steuerlichen &Uuml;bertragungsstichtag bei der &uuml;bernehmenden K&ouml;rperschaft bilanziert sind. F&uuml;r eine erweiternde Auslegung des in &sect;&nbsp;12 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 UmwStG 1995 enthaltenen Begriffs der &quot;Anteile an der &uuml;bertragenden K&ouml;rperschaft&quot; i.S. der Einbeziehung des durch &Uuml;bertragung der B-Aktien realisierten Gewinns besteht angesichts des eindeutigen Normwortlauts kein Spielraum.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Anders als das FA meint, kommt es im Streitfall auch auf die Frage, ob bzw. wie die Gegenleistung im Rahmen des &sect;&nbsp;12 UmwStG 1995 ber&uuml;cksichtigt werden muss, deshalb nicht an, weil &sect;&nbsp;12 UmwStG 1995 nicht dazu f&uuml;hren kann, dass die Kl&auml;gerin den durch die Erbringung der Gegenleistung realisierten Gewinn bereits im Streitjahr auszuweisen h&auml;tte. Sinn und Zweck der &sect;&sect;&nbsp;11 und 12 UmwStG 1995 ist es lediglich, die Besteuerung der in den &uuml;bertragenen Wirtschaftsg&uuml;tern enthaltenen stillen Reserven zu sichern (vgl. Schmitt in Schmitt\/H&ouml;rtnagl\/Stratz, a.a.O., Vor &sect;&sect;&nbsp;11-13 UmwStG Rz&nbsp;2). Nur f&uuml;r diese &uuml;bertragenen Wirtschaftsg&uuml;ter besteht demnach ein geschlossenes Regelungssystem und soll es nach &sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 UmwStG 1995 zu einer R&uuml;ckwirkung auf den vorangehenden steuerlichen &Uuml;bertragungsstichtag kommen. Die stillen Reserven, welche die Kl&auml;gerin durch die &Uuml;bertragung der B-Aktien am 14.&nbsp;November 2000 realisiert hat, sind hiervon erkennbar nicht betroffen. &sect;&nbsp;12 UmwStG 1995 enth&auml;lt insoweit keine eigenst&auml;ndige Regelung zur steuerlichen R&uuml;ckbeziehung. Eine solche kann sich nur aus &sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;1 UmwStG 1995 ergeben (Schmitt in Schmitt\/H&ouml;rtnagl\/Stratz, a.a.O., &sect;&nbsp;11 UmwStG Rz&nbsp;146). Die dort vorgesehene R&uuml;ckwirkung wirkt zwar im Verh&auml;ltnis zwischen der &Uuml;bertr&auml;gerin und der &Uuml;bernehmerin; sie erfasst jedoch &#8211;wie ausgef&uuml;hrt&#8211; tatbestandlich nicht die &Uuml;bertragung der B-Aktien am 14.&nbsp;November 2000 durch die Kl&auml;gerin.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Die Kostenentscheidung folgt aus &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 17.1.2018, I R 27\/16ECLI:DE:BFH:2018:U.170118.IR27.16.0 Gewinn aus als Gegenleistung f&uuml;r Verm&ouml;gens&uuml;bertragung an Anteilseigner zu gew&auml;hrende Aktien &#8211; keine R&uuml;ckwirkung Leits&auml;tze 1. Die R&uuml;ckwirkung nach &sect; 2 Abs. 1 Satz 1 UmwStG 1995 erfasst nach Wortlaut, Systematik und Zweck der Vorschrift das von der &uuml;bertragenden K&ouml;rperschaft auf die &Uuml;bernehmerin &uuml;bertragene Verm&ouml;gen, nicht hingegen die &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/i-r-27-16-gewinn-aus-als-gegenleistung-fuer-vermoegensuebertragung-an-anteilseigner-zu-gewaehrende-aktien-keine-rueckwirkung\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">I&nbsp;R&nbsp;27\/16 &#8211; Gewinn aus als Gegenleistung f&uuml;r Verm&ouml;gens&uuml;bertragung an Anteilseigner zu gew&auml;hrende Aktien &#8211; keine R&uuml;ckwirkung<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-69443","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/69443","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=69443"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/69443\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=69443"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=69443"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=69443"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}