{"id":69444,"date":"2018-05-15T17:09:54","date_gmt":"2018-05-15T15:09:54","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=69444"},"modified":"2018-05-15T17:09:54","modified_gmt":"2018-05-15T15:09:54","slug":"viii-r-20-14-zur-gewinnfeststellung-gemaess-par-15-abs-1-invstg-af-inhaltsadressat-des-feststellungsbescheids-performance-fee-als-mittelbare-werbungskosten-is-des-par-3-abs-3-satz-2-invstg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/viii-r-20-14-zur-gewinnfeststellung-gemaess-par-15-abs-1-invstg-af-inhaltsadressat-des-feststellungsbescheids-performance-fee-als-mittelbare-werbungskosten-is-des-par-3-abs-3-satz-2-invstg\/","title":{"rendered":"VIII&nbsp;R&nbsp;20\/14 &#8211; Zur Gewinnfeststellung gem&auml;&szlig; &sect; 15 Abs. 1 InvStG a.F. &#8211; Inhaltsadressat des Feststellungsbescheids &#8211; &quot;Performance Fee&quot; als mittelbare Werbungskosten i.S. des &sect; 3 Abs. 3 Satz 2 InvStG"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 30.1.2018, VIII R 20\/14<br \/>ECLI:DE:BFH:2018:U.300118.VIIIR20.14.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Zur Gewinnfeststellung gem&auml;&szlig; &sect; 15 Abs. 1 InvStG a.F. &#8211; Inhaltsadressat des Feststellungsbescheids &#8211; &quot;Performance Fee&quot; als mittelbare Werbungskosten i.S. des &sect; 3 Abs. 3 Satz 2 InvStG<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>Eine Gewinnfeststellung gem&auml;&szlig; &sect; 15 Abs. 1 InvStG a.F. ist auch dann durchzuf&uuml;hren, wenn an einem Spezial-Sonderverm&ouml;gen nur ein Anleger beteiligt ist. Die gesonderte Feststellung wirkt auch in diesem Fall wie eine einheitliche Feststellung gegen&uuml;ber dem Anleger und dem Spezial-Sonderverm&ouml;gen.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Die Revision des Beklagten gegen das Urteil des Hessischen Finanzgerichts vom 6. M&auml;rz 2014&nbsp;&nbsp;4 K 456\/12 wird als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des Revisionsverfahrens hat der Beklagte zu tragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">I. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Beteiligten streiten dar&uuml;ber, ob bei einem inl&auml;ndischen Spezial-Sonderverm&ouml;gen mit nur einem Anteilsscheininhaber ein Feststellungsverfahren durchzuf&uuml;hren und in welcher H&ouml;he eine auf der Ebene des Spezial-Sonderverm&ouml;gens angefallene entwicklungsabh&auml;ngige Verwaltungsverg&uuml;tung (&quot;Performance Fee&quot;) als Werbungskosten abziehbar ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der B-Fonds war ein Spezial-Sonderverm&ouml;gen, das im Streitzeitraum 2004\/2005 von der D-KAG verwaltet wurde. Neben dem B-Fonds verwaltete die D-KAG auch den A-Fonds, der zum 28.&nbsp;Februar 2006 gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;40 des Investmentgesetzes (InvG&nbsp;a.F.) auf den B-Fonds verschmolzen wurde. Seit 2007 wurde der B-Fonds von der aus der Verschmelzung der &#8230; Kapitalanlagegesellschaft mbh mit der D-KAG hervorgegangenen Kl&auml;gerin und Revisionsbeklagten (Kl&auml;gerin), der A-GmbH, verwaltet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Einziger Anleger des A-Fonds war bis zur Verschmelzung der &#8230;&nbsp;e.V. (Anleger). Dem Verm&ouml;gen des A-Fonds waren bei der Depotbank &uuml;berwiegend Aktien und im &Uuml;brigen festverzinsliche Wertpapiere, Genussscheine, Geldmarktpapiere sowie in geringem Umfang auch Derivate zugeordnet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die D-KAG hatte im Jahr 2003 mit einer in den Niederlanden ans&auml;ssigen Gesellschaft (S-BV) eine Verwaltungsvereinbarung geschlossen, nach der die S-BV die Verwaltung des dem A-Fonds zugeordneten Verm&ouml;gens &uuml;bernahm. Als Gegenleistung erhielt die S-BV neben der Basisverg&uuml;tung bei &Uuml;berschreitung eines bestimmten Bewertungsziels des Sonderverm&ouml;gens zus&auml;tzlich eine sog. Performance Fee, die unmittelbar durch das Sonderverm&ouml;gen zu tragen war. Der Anspruch entstand j&auml;hrlich, sofern und soweit sich die verwalteten Verm&ouml;genswerte besser entwickelten als der in den Anlagerichtlinien des Vertrages festgelegte Vergleichsma&szlig;stab. Die Performance Fee betrug 20&nbsp;% der die &quot;Benchmark&quot; &uuml;bersteigenden Wertentwicklung (&quot;Outperformance&quot;), berechnet &uuml;ber einen rollierenden Drei-Jahres-Zeitraum und bereinigt um die unabh&auml;ngig hiervon zu zahlende Basisverg&uuml;tung von 0,20&nbsp;% des durchschnittlichen Verm&ouml;gensgesamtwertes. Die Zahlung der Performance Fee war auf 1&nbsp;% des durchschnittlichen Marktwertes begrenzt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Am 1.&nbsp;Juli 2005 reichte die D-KAG f&uuml;r den A-Fonds als dessen damalige gesetzliche Vertreterin beim Beklagten und Revisionskl&auml;ger (Finanzamt &#8211;FA&#8211;) eine &quot;Erkl&auml;rung zur gesonderten Feststellung von Besteuerungsgrundlagen der Investmentgesellschaft nach &sect;&nbsp;13 Abs.&nbsp;2 InvStG&quot; f&uuml;r das Gesch&auml;ftsjahr vom 1.&nbsp;M&auml;rz 2004 bis zum 28.&nbsp;Februar 2005 ein. Die dem A-Fonds in diesem Gesch&auml;ftsjahr aufgrund der Verwaltungsvereinbarung berechnete Performance Fee in H&ouml;he von insgesamt 239.998&nbsp;EUR hatte die D-KAG nach den Feststellungen des Finanzgerichts (FG) bei der Ermittlung der in der Feststellungserkl&auml;rung angegebenen ordentlichen Ertr&auml;ge als Werbungskosten in Abzug gebracht und der pauschalen 10&nbsp;%-igen K&uuml;rzung nach &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 des Investmentsteuergesetzes in der im Streitzeitraum geltenden Fassung (InvStG) unterworfen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Rahmen einer sp&auml;ter durchgef&uuml;hrten Au&szlig;enpr&uuml;fung gelangte der Pr&uuml;fer des FA zu der Auffassung, dass sich die performanceabh&auml;ngige Verg&uuml;tung nicht ausschlie&szlig;lich anhand der erzielten ordentlichen Ertr&auml;ge bemesse, sondern die im Gesch&auml;ftsjahr 2004\/2005 erzielten steuerfreien au&szlig;erordentlichen Ertr&auml;ge (realisierte Kursgewinne nach Abzug von realisierten Kursverlusten) sowie die nichtsteuerbaren unrealisierten Kursgewinne erheblichen Einfluss auf die H&ouml;he der erfolgsabh&auml;ngigen Verg&uuml;tung gehabt h&auml;tten. Im Gesch&auml;ftsjahr 2004\/2005 werde der &uuml;berwiegende Teil (68,37&nbsp;%) der Steigerung des Fondsverm&ouml;gens aus au&szlig;erordentlichen Ertr&auml;gen (nicht steuerbare Ver&auml;u&szlig;erungsgewinne und nicht realisierte steuerfreie Kursgewinne) gespeist. In dieser H&ouml;he l&auml;gen keine abzugsf&auml;higen Werbungskosten im Bereich der Ermittlung der ordentlichen steuerlichen Ertr&auml;ge i.S. des &sect;&nbsp;3 InvStG vor. Lediglich in H&ouml;he der verbleibenden 31,63&nbsp;% bestehe ein Veranlassungszusammenhang zu steuerpflichtigen ordentlichen Ertr&auml;gen. Hieraus ermittelte der Pr&uuml;fer nicht abzugsf&auml;hige Werbungskosten in H&ouml;he von 164.086,63&nbsp;EUR (68,37&nbsp;% von 239.998&nbsp;EUR) und entsprechend erh&ouml;hte ausgesch&uuml;ttete und aussch&uuml;ttungsgleiche Ertr&auml;ge.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA erlie&szlig; hiernach am 22.&nbsp;November 2010 einen &quot;Bescheid &uuml;ber die gesonderte &#8211;&nbsp;und einheitliche&nbsp;&#8211; Feststellung nach &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;1 InvStG f&uuml;r: A-Fonds&quot;, der auch den Anleger ausdr&uuml;cklich benennt. Die &quot;Feststellung der Besteuerungsgrundlagen nach &sect;&nbsp;5 Abs.&nbsp;1 InvStG&quot; erfolgte f&uuml;r das &quot;Gesch&auml;ftsjahr vom 01.03.2004 bis 28.02.2005&quot; und &quot;die Endaussch&uuml;ttung 06.05.2005&quot;. Im Adressfeld des Bescheides ist die Kl&auml;gerin genannt. Unter &quot;B. Begr&uuml;ndung und Nebenbestimmungen&quot; wird darauf verwiesen, dass die Feststellung aufgrund der &quot;bei Ihnen durchgef&uuml;hrten Au&szlig;enpr&uuml;fung (siehe Pr&uuml;fungsbericht vom 10.05.2010)&quot; ergeht und der Vorbehalt der Nachpr&uuml;fung &quot;hiermit aufgehoben&quot; wird.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der hiergegen von der Kl&auml;gerin eingelegte Einspruch blieb ohne Erfolg. Auf die nachfolgende Klage hob das FG mit in Entscheidungen der Finanzgerichte (EFG) 2014, 1222 ver&ouml;ffentlichtem Urteil vom 6.&nbsp;M&auml;rz 2014&nbsp;&nbsp;4&nbsp;K&nbsp;456\/12 den streitgegenst&auml;ndlichen Feststellungsbescheid nebst Einspruchsentscheidung auf. Der Bescheid sei bereits deshalb rechtswidrig, weil es an einer Rechtsgrundlage f&uuml;r seinen Erlass fehle.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit der hiergegen gerichteten Revision r&uuml;gt das FA die Verletzung von Bundesrecht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt,<br \/>das angefochtene Urteil der Vorinstanz aufzuheben und die Klage abzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin beantragt,<br \/>die Revision als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">II. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Revision ist unbegr&uuml;ndet. Das FG hat den Feststellungsbescheid vom 22.&nbsp;November 2010 in Gestalt der Einspruchsentscheidung vom 31.&nbsp;Januar 2012 zutreffend auf die zul&auml;ssige Klage der Kl&auml;gerin (s. hierzu nachfolgend unter 1.) hin aufgehoben. Zwar ist es rechtsfehlerhaft davon ausgegangen, die Aufhebung sei geboten, weil es an einer gesetzlichen Grundlage f&uuml;r den Erlass des Feststellungsbescheides fehle (s. hierzu nachfolgend unter 2.). Jedoch erweist sich die Entscheidung im Ergebnis als zutreffend, weil der Feststellungsbescheid nicht hinreichend bestimmt war (s. hierzu nachfolgend unter 3.). Die Revision war mithin zur&uuml;ckzuweisen (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;4 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Die ausdr&uuml;cklich im Namen der Kl&auml;gerin erhobene Klage war zul&auml;ssig.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Zwar kann die Kl&auml;gerin, die als Kapitalanlagegesellschaft die gesetzliche Vertreterin des Spezial-Sonderverm&ouml;gens ist (&sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 InvStG, vgl. Schreiben des Bundesministeriums der Finanzen &#8211;BMF&#8211; vom 2.&nbsp;Juni 2005 IV&nbsp;C&nbsp;1-S&nbsp;1980-1-87\/05, BStBl I 2005, 728, und vom 18.&nbsp;August 2009 IV&nbsp;C&nbsp;1-S&nbsp;1980-1\/08\/10019, BStBl I 2009, 931, jeweils Rz&nbsp;252; Ackert\/F&uuml;chsl in Haase, Investmentsteuergesetz, 2.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;15 Rz&nbsp;309; Haug in Moritz\/Jesch, InvStG, &sect;&nbsp;15 Rz&nbsp;80; Geurts in Bordewin\/Brandt, &sect;&nbsp;15 InvStG Rz&nbsp;13), grunds&auml;tzlich nicht im eigenen Namen Belange des Fonds (vgl. z.B. Sch&auml;fer in Moritz\/Jesch, a.a.O., &sect;&nbsp;11 Rz&nbsp;37; Englisch in Berger\/Steck\/L&uuml;bbeh&uuml;sen, InvStG, &sect;&nbsp;11 Rz&nbsp;16, unter Verweis auf das Urteil des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 29.&nbsp;Januar 2003 I&nbsp;R&nbsp;106\/00, BFHE 201, 287, betreffend Fall einer nichtrechtsf&auml;higen Stiftung) oder des Anlegers geltend machen. Ihre Klagebefugnis f&uuml;r die auf die Aufhebung des streitigen Feststellungsbescheides in Gestalt der Einspruchsentscheidung gerichtete Klage folgt im Streitfall jedoch aus dem von dem angefochtenen Bescheid ihr gegen&uuml;ber erzeugten Rechtsschein (vgl. BFH-Urteil vom 17.&nbsp;September 1992 V&nbsp;R&nbsp;17\/86, BFH\/NV 1993, 279; Senatsurteil vom 25.&nbsp;Juli 2000 VIII&nbsp;R&nbsp;32\/99, BFH\/NV 2001, 178, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Der Feststellungsbescheid vom 22.&nbsp;November 2010 weist im Anschriftenfeld die Kl&auml;gerin als Adressatin aus. Ein Zusatz, der erkennen l&auml;sst, dass die Kl&auml;gerin den Feststellungsbescheid lediglich in ihrer Funktion als gesetzliche Vertreterin eines Spezial-Sonderverm&ouml;gens erhalten sollte, fehlt. Ein solcher kann auch nicht aus dem Hinweis &quot;f&uuml;r: A-Fonds&quot; hergeleitet werden, denn der A-Fonds war zum Zeitpunkt der Bekanntgabe des Bescheides infolge der Verschmelzung auf den B-Fonds gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;40 InvG&nbsp;a.F. (Fall der Gesamtrechtsnachfolge, vgl. &sect;&nbsp;14 InvStG, sowie Obermann\/Brill\/Heeren, Deutsche Steuer-Zeitung &#8211;DStZ&#8211; 2009, 152, 156; Ebner, DStZ 2007, 68&nbsp;f.) vollbeendet. Ferner war die Kl&auml;gerin selbst nie gesetzliche Vertreterin des A-Fonds. Der Bescheid erweckt daher den Anschein, er sei (auch) an die Kl&auml;gerin als Inhaltsadressatin gerichtet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Dieser durch den Feststellungsbescheid erweckte Anschein wird durch die Einspruchsentscheidung vom 31.&nbsp;Januar 2012 nicht beseitigt. Dieser ist zwar zu entnehmen, dass es sich um die Einspruchssache &quot;des A-Fonds vertreten durch die A-GmbH&quot; handelt. Da der A-Fonds zu diesem Zeitpunkt allerdings vollbeendet und die Kl&auml;gerin nie gesetzliche Vertreterin des A-Fonds war, bewirkte der Hinweis keine Kl&auml;rung, in welcher Funktion die Einspruchsentscheidung der Kl&auml;gerin, die im Adressfeld der Einspruchsentscheidung wiederum ohne Hinweis auf eine Vertreterstellung genannt ist, bekannt gegeben wurde.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Die Beseitigung des von einem unwirksamen Feststellungsbescheid ausgehenden Rechtsscheins kann auch &#8211;wie im Streitfall&#8211; mit einer Anfechtungsklage erreicht werden (vgl. z.B. BFH-Urteil vom 22.&nbsp;April 1986 VII&nbsp;R&nbsp;123\/80, BFH\/NV 1986, 587).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Die Aufhebung des Feststellungsbescheides vom 22.&nbsp;November 2010 in Gestalt der Einspruchsentscheidung vom 31.&nbsp;Januar 2012 war &#8211;entgegen der Auffassung des FG&#8211; nicht etwa deshalb geboten, weil es an einer Rechtsgrundlage f&uuml;r dessen Erlass fehlte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Eine Gewinnfeststellung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;1 InvStG ist auch dann durchzuf&uuml;hren, wenn &#8211;wie im Streitfall&#8211; an dem Spezial-Sonderverm&ouml;gen nur ein Anleger beteiligt ist (so auch Senatsurteil vom 17.&nbsp;November 2015 VIII&nbsp;R&nbsp;55\/12, BFHE 252, 372, BStBl II 2016, 400; s.a.: BMF-Schreiben in BStBl I 2009, 931, und in BStBl I 2005, 728, jeweils Rz&nbsp;249; L&uuml;bbeh&uuml;sen in Berger\/Steck\/ L&uuml;bbeh&uuml;sen, a.a.O., &sect;&nbsp;15 Rz&nbsp;49; Bl&uuml;mich\/Wenzel, InvStG 2004, &sect;&nbsp;15 Rz&nbsp;17; Ackert\/F&uuml;chsl in Haase, a.a.O., &sect;&nbsp;15 Rz&nbsp;302; Patzner\/Kempf in Patzner\/D&ouml;ser\/Kempf, Investmentrecht, 3.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;15 Rz&nbsp;9; unklar: Hamacher in Korn, InvStG, Stand 7\/2014, &sect;&nbsp;15 Rz&nbsp;10; zweifelnd: Ramackers in Littmann\/Bitz\/ Pust, Das Einkommensteuerrecht, Kommentar, &sect;&nbsp;15 InvStG Rz&nbsp;22; a.A. Haug in Moritz, a.a.O., &sect;&nbsp;15 Rz&nbsp;73). Diese Feststellung wirkt &#8211;auch wenn nur ein Anleger beteiligt ist&#8211; wie eine gesonderte und einheitliche Feststellung (a.A. BMF-Schreiben in BStBl I 2009, 931, und in BStBl I 2005, 728, jeweils Rz&nbsp;249; L&uuml;bbeh&uuml;sen in Berger\/Steck\/L&uuml;bbeh&uuml;sen, a.a.O., &sect;&nbsp;15 Rz&nbsp;49; Bl&uuml;mich\/Wenzel, a.a.O., &sect;&nbsp;15 Rz&nbsp;17; Ackert\/F&uuml;chsl in Haase, a.a.O., &sect;&nbsp;15 Rz&nbsp;302; Patzner\/Kempf in Patzner\/D&ouml;ser\/ Kempf, a.a.O., &sect;&nbsp;15 Rz&nbsp;9, die von einer gesonderten Feststellung entsprechend &sect;&nbsp;180 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;b der Abgabenordnung &#8211;AO&#8211; ausgehen).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;179 Abs.&nbsp;1 AO werden die Besteuerungsgrundlagen durch Feststellungsbescheid gesondert festgestellt, soweit dies in der Abgabenordnung oder sonst in den Steuergesetzen bestimmt ist. Die Regelung ist der einfachgesetzliche Ausdruck des Grundsatzes, dass abgestufte (mehrstufige) Steuerverwaltungsverfahren entsprechend dem Grundsatz der Gesetzm&auml;&szlig;igkeit der Verwaltung (Art.&nbsp;20 Abs.&nbsp;3 des Grundgesetzes) einer ausdr&uuml;cklichen gesetzlichen Regelung bed&uuml;rfen (BFH-Beschluss vom 13.&nbsp;Mai 2013 I&nbsp;R&nbsp;39\/11, BFHE 241, 1, BStBl II 2016, 434, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Die danach erforderliche Rechtsgrundlage f&uuml;r die Durchf&uuml;hrung eines Feststellungsverfahrens f&uuml;r inl&auml;ndische Spezial-Sonderverm&ouml;gen mit nur einem Anleger ergibt sich aus &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;1 S&auml;tze&nbsp;3, 4 InvStG.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 InvStG gilt bei inl&auml;ndischen Spezial-Sonderverm&ouml;gen f&uuml;r die Feststellung der Besteuerungsgrundlagen &sect;&nbsp;180 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;a AO entsprechend; die Feststellungserkl&auml;rung steht einer gesonderten und einheitlichen Feststellung unter dem Vorbehalt der Nachpr&uuml;fung gleich. &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;4 InvStG bestimmt, dass &sect;&nbsp;13 Abs.&nbsp;1, 3 und 4 InvStG, die die gesonderte Feststellung der Besteuerungsgrundlagen bei inl&auml;ndischen Publikums-Sonderverm&ouml;gen und inl&auml;ndischen Investmentaktiengesellschaften betreffen, nicht anzuwenden sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>W&auml;hrend &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 InvStG durch die angeordnete entsprechende Anwendung des &sect;&nbsp;180 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;a AO f&uuml;r inl&auml;ndische Spezial-Sonderverm&ouml;gen, an denen mehrere Anleger beteiligt sind, eine klare Regelung trifft, fehlt es f&uuml;r den Fall eines Spezial-Sonderverm&ouml;gens mit nur einem Anleger an einer solchen. Das Gesetz enth&auml;lt f&uuml;r diese F&auml;lle weder einen Verweis auf eine entsprechende Anwendung des &sect;&nbsp;180 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;b AO noch l&auml;sst es &#8211;ungeachtet der gesetzgeberischen Intention einer weitgehenden Gleichbehandlung des Spezial-Sonderverm&ouml;gens mit einer Personengesellschaft (vgl. BTDrucks 15\/1553, 131)&#8211; erkennen, dass das Besteuerungsverfahren allein auf die Anlegerebene verlagert werden soll, wenn nur ein Anleger vorhanden ist (vgl. Patzner\/Kempf in Patzner\/ D&ouml;ser\/Kempf, a.a.O., &sect;&nbsp;15 Rz&nbsp;9).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Jedoch bestimmt &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;4 InvStG, dass die in &sect;&nbsp;13 Abs.&nbsp;2 InvStG festgeschriebene Verpflichtung zur Abgabe einer Feststellungserkl&auml;rung auch f&uuml;r inl&auml;ndische Spezial-Sonderverm&ouml;gen gilt. Dementsprechend sind inl&auml;ndische Spezial-Sonderverm&ouml;gen zur Abgabe einer Feststellungserkl&auml;rung verpflichtet (vgl. Ackert\/F&uuml;chsl in Haase, a.a.O., &sect;&nbsp;15 Rz&nbsp;295; Haug in Moritz\/Jesch, a.a.O., &sect;&nbsp;15 Rz&nbsp;69; BMF-Schreiben in BStBl I 2005, 728, und in BStBl I 2009, 931, jeweils Rz&nbsp;251), und zwar unabh&auml;ngig von der Anzahl der Anleger. Eine entsprechende Pflicht zur Abgabe einer Feststellungserkl&auml;rung ergibt indes nur Sinn, wenn eine Feststellung der Besteuerungsgrundlagen erfolgt bzw. die Erkl&auml;rung einer solchen gleichsteht. Hieraus kann mit hinreichender Deutlichkeit die Entscheidung des Gesetzgebers entnommen werden, dass auch die Besteuerungsgrundlagen eines inl&auml;ndischen Spezial-Sonderverm&ouml;gens mit nur einem Anleger in einem Feststellungsbescheid festgestellt werden sollen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dies ist sachgerecht, denn eine (vollst&auml;ndige) Verlagerung des Besteuerungsverfahrens auf die Anlegerebene w&auml;re problematisch, weil der Anleger nicht &uuml;ber die f&uuml;r eine Erkl&auml;rung der Besteuerungsgrundlagen notwendigen Informationen verf&uuml;gt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dem dargelegten Verst&auml;ndnis entspricht es auch, dass das Spezial-Sonderverm&ouml;gen als Zweckverm&ouml;gen i.S. des &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;5 des K&ouml;rperschaftsteuergesetzes (KStG) gilt (vgl. &sect;&nbsp;11 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 InvStG), d.h. ihm eine Steuerrechtsf&auml;higkeit zuerkannt wird und dementsprechend keine steuerpflichtigen Eink&uuml;nfte der Anleger, sondern die jeweiligen Besteuerungsgrundlagen betragsm&auml;&szlig;ig sowohl f&uuml;r das gesamte Spezial-Sonderverm&ouml;gen als auch f&uuml;r den einzelnen Anleger festzustellen sind (vgl. auch BMF-Schreiben in BStBl I 2009, 931, Rz&nbsp;250; so auch B&ouml;decker in B&ouml;decker\/Ernst\/Hartmann, InvStG &sect;&nbsp;15 Rz&nbsp;43; Patzner\/Kempf in Patzner\/D&ouml;ser\/Kempf, a.a.O., &sect;&nbsp;15 Rz&nbsp;8).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Vor diesem Hintergrund kann auch aus &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;4 InvStG, der die Anwendung des &sect;&nbsp;13 Abs.&nbsp;1 InvStG ausschlie&szlig;t, nicht hergeleitet werden, dass die Feststellung der Besteuerungsgrundlagen nicht auch gegen&uuml;ber dem Spezial-Sonderverm&ouml;gen erfolgt. Sie erfolgt in diesen F&auml;llen vielmehr nicht nur gegen&uuml;ber dem Spezial-Sonderverm&ouml;gen, sondern auch gegen&uuml;ber den Anlegern.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Die danach gebotene gesonderte Feststellung der Besteuerungsgrundlagen steht entsprechend &sect;&nbsp;180 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;a AO i.V.m. &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 InvStG einer gesonderten und einheitlichen Feststellung gleich, wobei die allgemeinen Vorschriften der Abgabenordnung anzuwenden sind (z.B. Patzner\/Kempf in Patzner\/D&ouml;ser\/Kempf, a.a.O., &sect;&nbsp;15 Rz&nbsp;8). Sie wirkt &#8211;anders als die Feststellung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;13 InvStG&#8211; grunds&auml;tzlich wie ein Grundlagenbescheid f&uuml;r die Besteuerung der Anleger (vgl. z.B. L&uuml;bbeh&uuml;sen in Berger\/Steck\/L&uuml;bbeh&uuml;sen, a.a.O., &sect;&nbsp;15 Rz&nbsp;59). Die Feststellung der Besteuerungsgrundlagen wirkt auch bei der Beteiligung nur eines Anlegers wie eine einheitliche Feststellung gegen&uuml;ber dem Anleger und dem Spezial-Sonderverm&ouml;gen (a.A. &quot;nur&quot; gesonderte Feststellung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;180 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;b AO: BMF-Schreiben in BStBl I 2009, 931, und in BStBl I 2005, 782, jeweils Rz&nbsp;249; L&uuml;bbeh&uuml;sen in Berger\/Steck\/L&uuml;bbeh&uuml;sen, a.a.O., &sect;&nbsp;15 Rz&nbsp;49; Bl&uuml;mich\/Wenzel, a.a.O., &sect;&nbsp;15 Rz&nbsp;17; Ackert\/F&uuml;chsl in Haase, a.a.O., &sect;&nbsp;15 Rz&nbsp;302; Patzner\/Kempf in Patzner\/D&ouml;ser\/Kempf, a.a.O., &sect;&nbsp;15 Rz&nbsp;9).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Die Entscheidung des FG erweist sich gleichwohl im Ergebnis als zutreffend. Der Feststellungsbescheid vom 22.&nbsp;November 2010 in Gestalt der Einspruchsentscheidung vom 31.&nbsp;Januar 2012 ist inhaltlich nicht hinreichend bestimmt, denn er l&auml;sst nicht erkennen, an welche Inhaltsadressaten er sich richtet. Er war daher aufzuheben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) &sect;&nbsp;119 Abs.&nbsp;1 AO setzt u.a. voraus, dass der Bescheid die festgesetzte Steuer nach Art und Betrag bezeichnet und angibt, wer die Steuer schuldet (&sect;&nbsp;157 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 AO). Welche konkreten Anforderungen in dieser Hinsicht an den jeweiligen Steuerbescheid zu stellen sind, h&auml;ngt nach st&auml;ndiger Rechtsprechung des BFH von den Umst&auml;nden des Einzelfalles ab (Senatsbeschluss vom 3.&nbsp;April 2007 VIII&nbsp;B&nbsp;110\/06, BFH\/NV 2007, 1273, m.w.N.). Die Angabe des Inhaltsadressaten ist konstituierender Bestandteil jedes Verwaltungsakts, da unzweifelhaft feststehen muss, gegen&uuml;ber wem der Einzelfall geregelt werden soll. Ein Verwaltungsakt muss daher klar erkennen lassen, an wen er sich richtet (vgl. z.B. Beschluss des Gro&szlig;en Senats des BFH vom 21.&nbsp;Oktober 1985 GrS&nbsp;4\/84, BFHE 145, 110, BStBl II 1986, 230). Sind mehrere Personen in einem Verwaltungsakt bezeichnet, muss klar sein, welcher von ihnen Inhalts- und welcher Bekanntgabeadressat sein soll (vgl. Klein\/Ratschow, AO, 13.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;119 Rz&nbsp;19). Ist der Inhaltsadressat nicht hinreichend bestimmt angegeben, ist der Verwaltungsakt nichtig, ohne dass der Mangel in der Einspruchsentscheidung geheilt werden k&ouml;nnte (z.B. BFH-Urteil vom 30.&nbsp;September 2015 II&nbsp;R&nbsp;31\/13, BFHE 250, 505, BStBl II 2016, 637, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ein Verwaltungsakt ist auch unwirksam, wenn er sich gegen ein nicht oder nicht mehr existierendes Steuersubjekt richtet. Das ist u.a. dann der Fall, wenn (Inhalts-)Adressat des Verwaltungsakts eine Gesellschaft ist, die bei Erlass des Verwaltungsakts durch Umwandlung erloschen war. Ein Bescheid ist nach dem Eintritt der Gesamtrechtsnachfolge an den Rechtsnachfolger zu richten; ein nach dem Eintritt der Gesamtrechtsnachfolge an den Rechtsvorg&auml;nger gerichteter Bescheid ist allenfalls dann wirksam, wenn er mit dem Zusatz versehen ist, &quot;zu H&auml;nden des Rechtsnachfolgers&#8230;&quot; (z.B. Beschluss des Gro&szlig;en Senats des BFH in BFHE 145, 110, BStBl II 1986, 230).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Auch Feststellungsbescheide m&uuml;ssen hinreichend deutlich erkennen lassen, f&uuml;r wen sie inhaltlich bestimmt sind (BFH-Urteil in BFHE 250, 505, BStBl II 2016, 637, m.w.N.). Inhaltsadressat eines Feststellungsbescheides ist der Feststellungsbeteiligte, gegen den sich die Feststellungen richten (vgl. &sect;&nbsp;181 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 i.V.m. &sect;&nbsp;157 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 AO). Der Feststellungsbeteiligte ist regelm&auml;&szlig;ig identisch mit demjenigen, dem der Gegenstand der Feststellung bei der Besteuerung zuzurechnen ist (vgl. &sect;&nbsp;179 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 AO; BFH-Urteil in BFHE 250, 505, BStBl II 2016, 637, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Welchen Regelungsinhalt ein Verwaltungsakt hat, ist &uuml;ber den blo&szlig;en Wortlaut hinaus im Wege der Auslegung zu ermitteln. Ma&szlig;gebend f&uuml;r die Auslegung eines Verwaltungsakts ist der objektive Erkl&auml;rungsinhalt der Regelung, wie ihn der Empf&auml;nger nach den ihm bekannten Umst&auml;nden unter Ber&uuml;cksichtigung von Treu und Glauben verstehen konnte. Es kommt grunds&auml;tzlich nicht darauf an, was die Finanzbeh&ouml;rde erkl&auml;ren wollte oder wie ein au&szlig;enstehender Dritter den Verwaltungsakt auffassen konnte. Im Zweifel ist das den Betroffenen weniger belastende Auslegungsergebnis vorzuziehen, da er als Empf&auml;nger einer auslegungsbed&uuml;rftigen Willenserkl&auml;rung der Verwaltung durch etwaige Unklarheiten aus deren Sph&auml;re nicht benachteiligt werden darf (z.B. Senatsurteil vom 27.&nbsp;Oktober 2015 VIII&nbsp;R&nbsp;59\/13, BFH\/NV 2016, 726, m.w.N.). Zur Auslegung ist auch das Revisionsgericht befugt, wenn die tats&auml;chlichen Feststellungen des FG hierf&uuml;r ausreichen (vgl. Senatsurteil in BFH\/NV 2016, 726, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Nach diesen Grunds&auml;tzen ist der Feststellungsbescheid vom 22.&nbsp;November 2010 zu unbestimmt. Er l&auml;sst nicht hinreichend deutlich erkennen, an welche Inhaltsadressaten er gerichtet ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Feststellungsbescheid benennt &#8211;neben dem Anleger (zum Anleger als Inhaltsadressaten vgl. L&uuml;bbeh&uuml;sen in Berger\/Steck\/ L&uuml;bbeh&uuml;sen, a.a.O., &sect;&nbsp;15 Rz&nbsp;59, 65)&#8211; mit dem A-Fonds ein Spezial-Sonderverm&ouml;gen als (weiteren) m&ouml;glichen Feststellungsbeteiligten. Der A-Fonds existierte jedoch zum Zeitpunkt des Erlasses des Bescheides nicht mehr. Ihm ist auch nicht zu entnehmen, dass er an den B-Fonds als Rechtsnachfolger des A-Fonds gerichtet war, denn der B-Fonds ist nicht erw&auml;hnt. Zudem ist unklar, ob der Bescheid an die Kl&auml;gerin als (weitere) Feststellungsbeteiligte gerichtet war. Dies ist nicht etwa ausgeschlossen, weil der Bescheid den Hinweis &quot;f&uuml;r: A-Fonds&quot; enth&auml;lt und eine Kapitalanlagegesellschaft als gesetzliche Vertreterin des Spezial-Sonderverm&ouml;gens nicht Feststellungsbeteiligte ist. Denn zum einen existierte der A-Fonds im Zeitpunkt des Erlasses des Bescheides nicht mehr und zum anderen hat die Kl&auml;gerin den A-Fonds nicht verwaltet, war also nicht dessen gesetzliche Vertreterin.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die in den Erl&auml;uterungen des Feststellungsbescheides enthaltene Bezugnahme auf den Au&szlig;enpr&uuml;fungsbericht f&uuml;hrt zu keinem anderen Ergebnis. Dabei kann dahinstehen, ob bzw. inwieweit eine entsprechende Bezugnahme grunds&auml;tzlich geeignet ist, M&auml;ngel in der Bezeichnung der Feststellungsbeteiligten zu beseitigen, denn jedenfalls im Streitfall gen&uuml;gt der Verweis hierf&uuml;r nicht. Der Bericht &uuml;ber die Au&szlig;enpr&uuml;fung erw&auml;hnt zwar die Verschmelzung des A-Fonds auf den B-Fonds, schafft aber dar&uuml;ber hinaus keine Klarheit. Ihm l&auml;sst sich nicht entnehmen, dass der B-Fonds Rechtsnachfolger des A-Fonds geworden ist. Zudem bezeichnet er die Kl&auml;gerin als &quot;gesetzlichen Vertreter&quot; des A-Fonds, obwohl dieser w&auml;hrend der Pr&uuml;fung bereits nicht mehr existierte und die Kl&auml;gerin nie gesetzliche Vertreterin des A-Fonds war.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>37<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dass die Kl&auml;gerin aufgrund ihrer Fachkenntnisse und der ihr vorliegenden Informationen u.U. h&auml;tte erkennen k&ouml;nnen, dass der Feststellungsbescheid &#8211;neben dem Anleger&#8211; als weiteren Feststellungsbeteiligten den B-Fonds, als Rechtsnachfolger des A-Fonds, vertreten durch die Kl&auml;gerin als gesetzliche Vertreterin h&auml;tte bezeichnen m&uuml;ssen, f&uuml;hrt zu keinem anderen Ergebnis. Es kommt nicht darauf an, ob die Kl&auml;gerin h&auml;tte wissen k&ouml;nnen, welchen Inhalt der Feststellungsbescheid richtigerweise h&auml;tte haben m&uuml;ssen, sondern darauf, wie die Kl&auml;gerin den objektiven Erkl&auml;rungsinhalt des Feststellungsbescheides nach den ihr bekannten Umst&auml;nden verstehen konnte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>38<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Auch in der Einspruchsentscheidung vom 31.&nbsp;Januar 2012 ist keine nachtr&auml;gliche Klar- bzw. Richtigstellung in Bezug auf die Inhaltsadressaten des Feststellungsbescheides erfolgt. Eine solche h&auml;tte zudem keine heilende Wirkung gehabt (vgl. z.B. Beschluss des Gro&szlig;en Senats des BFH in BFHE 145, 110, BStBl II 1986, 230).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>39<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Nach der im Ergebnis zutreffenden Aufhebung des Feststellungsbescheides vom 22.&nbsp;November 2010 in Gestalt der Einspruchsentscheidung vom 31.&nbsp;Januar 2012 durch das FG entfaltet die Feststellungserkl&auml;rung vom 1.&nbsp;Juli 2005, die einer gesonderten und einheitlichen Feststellung unter dem Vorbehalt der Nachpr&uuml;fung gleichsteht (&sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 Halbsatz&nbsp;2 InvStG), (erneut) Wirkung. Daher weist der Senat aus prozess&ouml;konomischen Gr&uuml;nden darauf hin, dass diese in Bezug auf die streitige Performance Fee keinen Rechtsfehler erkennen l&auml;sst. Bei der Performance Fee handelt es sich um mittelbare Werbungskosten i.S. des &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;2 InvStG (sog. Gemeinkosten).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>40<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) &sect;&nbsp;3 InvStG regelt (auch) f&uuml;r gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;11 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 InvStG i.V.m. &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;5 KStG, &sect;&nbsp;33 Abs.&nbsp;1 AO steuerpflichtige und nach &sect;&nbsp;11 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 InvStG von der K&ouml;rperschaft- und Gewerbesteuer befreite inl&auml;ndische Spezial-Sonderverm&ouml;gen i.S. des &sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;3, &sect;&sect;&nbsp;91&nbsp;ff. InvG a.F., wie auf der Ebene des Investmentverm&ouml;gens die f&uuml;r die Besteuerung der Anleger ma&szlig;geblichen Ertr&auml;ge zu ermitteln sind. Er schreibt fest, dass bei deren Ermittlung &sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 des Einkommensteuergesetzes (EStG) sinngem&auml;&szlig; anzuwenden (&sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 InvStG) ist. Dementsprechend sind die Ertr&auml;ge des Investmentverm&ouml;gens mittels &Uuml;berschussrechnung zu ermitteln und es gilt das Zufluss-Abfluss-Prinzip des &sect;&nbsp;11 EStG mit den in &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;2 InvStG n&auml;her beschriebenen Einschr&auml;nkungen. &sect;&nbsp;3 InvStG kn&uuml;pft an den ertragsteuerlichen Begriff der Werbungskosten in &sect;&nbsp;9 EStG an (vgl. z.B. L&uuml;bbeh&uuml;sen in Berger\/Steck\/ L&uuml;bbeh&uuml;sen, a.a.O., &sect;&nbsp;3 Rz&nbsp;22), enth&auml;lt jedoch in Abs.&nbsp;3 Sonderregelungen f&uuml;r die Zuordnung der Werbungskosten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>41<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>&sect;&nbsp;3 InvStG unterscheidet zwischen Werbungskosten des Investmentverm&ouml;gens, die nicht in einem unmittelbaren wirtschaftlichen Zusammenhang mit Einnahmen stehen (sog. Gemeinkosten) und solchen, die in einem unmittelbaren Zusammenhang mit Einnahmen stehen (sog. Einzelkosten). Die sog. Gemeinkosten sind nach dem in &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 bis 4 InvStG geregelten Verfahren zu behandeln, w&auml;hrend die sog. Einzelkosten konkret zuzuordnen sind (vgl. K&ouml;hler in Berger\/Steck\/L&uuml;bbeh&uuml;sen, a.a.O., &sect;&nbsp;3 Rz&nbsp;80).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>42<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ob Werbungskosten in diesem Sinne in einem unmittelbaren wirtschaftlichen Zusammenhang mit den Einnahmen stehen, ist unter R&uuml;ckgriff auf die zu &sect;&nbsp;3c Abs.&nbsp;1 EStG entwickelten Grunds&auml;tze zu kl&auml;ren (vgl. L&uuml;bbeh&uuml;sen in Berger\/Steck\/ L&uuml;bbeh&uuml;sen, a.a.O., &sect;&nbsp;3 Rz&nbsp;23; K&ouml;hler in Berger\/Steck\/ L&uuml;bbeh&uuml;sen, a.a.O., &sect;&nbsp;3 Rz&nbsp;87, m.w.N.; Feyerabend\/Mielke\/ Rieger, Recht der Finanzinstrumente 2011, 191, 194; vgl. auch BMF-Schreiben in BStBl I 2005, 728, Rz&nbsp;45). Ein unmittelbarer wirtschaftlicher Zusammenhang setzt voraus, dass die Einnahmen und die Aufwendungen durch dasselbe Ereignis veranlasst sind (BFH-Urteil vom 20.&nbsp;Oktober 2004 I&nbsp;R&nbsp;11\/03, BFHE 207, 295, BStBl II 2005, 581, zu &sect;&nbsp;3c EStG). Das bedeutet nicht, dass ein finaler oder zeitlicher Zusammenhang zwischen Einnahme und Ausgabe erforderlich ist, wohl aber dass eine eindeutige, klar abgrenzbare Beziehung zwischen Ausgabe und Einnahme besteht (vgl. K&ouml;hler in Berger\/Steck\/L&uuml;bbeh&uuml;sen, a.a.O., &sect;&nbsp;3 Rz&nbsp;87; Feierabend in Moritz\/Jesch, a.a.O., &sect;&nbsp;3 Rz&nbsp;121; BFH-Urteil in BFHE 207, 295, BStBl II 2005, 581, zu &sect;&nbsp;3c EStG). Demgegen&uuml;ber besteht ein lediglich mittelbarer Zusammenhang mit Einnahmen u.a. dann, wenn Ausgaben auch und nicht aufteilbar im Zusammenhang mit anderen Einnahmen stehen (BFH-Urteil in BFHE 207, 295, BStBl II 2005, 581, zu &sect;&nbsp;3c EStG). Zu solchen mittelbaren Werbungskosten geh&ouml;ren z.B. Depotbankgeb&uuml;hren, Pr&uuml;fungs- und Ver&ouml;ffentlichungskosten oder auch Verwaltungskosten (vgl. K&ouml;hler in Berger\/Steck\/L&uuml;bbeh&uuml;sen, a.a.O., &sect;&nbsp;3 Rz&nbsp;99; Wassermeyer, Der Betrieb 2003, 2085, 2087).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>43<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Nach diesen Grunds&auml;tzen handelt es sich bei der Performance Fee dem Grunde nach um Werbungskosten. Es liegen Gemeinkosten vor, die der Regelung des &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;2 InvStG unterfallen, da ein unmittelbarer wirtschaftlicher Zusammenhang zwischen der Performance Fee und bestimmten Einnahmen fehlt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>44<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach den Feststellungen des FG standen dem Verwalter die Basisverg&uuml;tung und die Performance Fee als Gegenleistung f&uuml;r ein ganzes Paket von Leistungen zu, die eine m&ouml;glichst erfolgreiche Verm&ouml;gensanlage zum Ziel hatten. Dabei war die Gesamtverg&uuml;tung nicht pauschal &#8211;z.B. nach Zeitaufwand&#8211; bemessen, sondern von einer positiven Fondsentwicklung abh&auml;ngig. Die H&ouml;he der Basisverg&uuml;tung orientierte sich an dem Verm&ouml;gensstand des Fonds zum Jahresende, der Anfall der Performance Fee war an die Entwicklung des verwalteten Verm&ouml;gens im Vergleich zu bestimmten Indizes gekn&uuml;pft.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>45<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Weder Basisverg&uuml;tung noch Performance Fee kn&uuml;pfen demnach an einzelne Ertr&auml;ge oder Wertsteigerungen an. Die Performance Fee hing von der &#8211;sich nach Saldierung ergebenden&#8211; Gesamtentwicklung des verwalteten Verm&ouml;gens im Verh&auml;ltnis zum Vergleichsindex, nicht aber von der Entwicklung einzelner Verm&ouml;genswerte bzw. Ertr&auml;ge ab. Es fehlt daher an einer eindeutigen, klar abgrenzbaren Beziehung zwischen Ausgabe und Einnahme und somit auch zu steuerfreien Einnahmen des Fonds.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>46<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>5. Die Kostenentscheidung folgt aus &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 30.1.2018, VIII R 20\/14ECLI:DE:BFH:2018:U.300118.VIIIR20.14.0 Zur Gewinnfeststellung gem&auml;&szlig; &sect; 15 Abs. 1 InvStG a.F. &#8211; Inhaltsadressat des Feststellungsbescheids &#8211; &quot;Performance Fee&quot; als mittelbare Werbungskosten i.S. des &sect; 3 Abs. 3 Satz 2 InvStG Leits&auml;tze Eine Gewinnfeststellung gem&auml;&szlig; &sect; 15 Abs. 1 InvStG a.F. ist auch dann durchzuf&uuml;hren, wenn an einem Spezial-Sonderverm&ouml;gen nur ein &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/viii-r-20-14-zur-gewinnfeststellung-gemaess-par-15-abs-1-invstg-af-inhaltsadressat-des-feststellungsbescheids-performance-fee-als-mittelbare-werbungskosten-is-des-par-3-abs-3-satz-2-invstg\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">VIII&nbsp;R&nbsp;20\/14 &#8211; Zur Gewinnfeststellung gem&auml;&szlig; &sect; 15 Abs. 1 InvStG a.F. &#8211; Inhaltsadressat des Feststellungsbescheids &#8211; &quot;Performance Fee&quot; als mittelbare Werbungskosten i.S. des &sect; 3 Abs. 3 Satz 2 InvStG<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-69444","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/69444","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=69444"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/69444\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=69444"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=69444"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=69444"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}