{"id":69508,"date":"2018-06-14T18:09:49","date_gmt":"2018-06-14T16:09:49","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=69508"},"modified":"2018-06-14T18:09:49","modified_gmt":"2018-06-14T16:09:49","slug":"viii-r-75-13-regiebetriebe-keine-kapitalertragsteuer-durch-aufloesung-von-ruecklagen-die-aus-gewinnen-des-jahres-2001-stammen-umwandlung-eines-regiebetriebs-in-eine-gmbh-kapitalertragsteuerpflicht-fue","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/viii-r-75-13-regiebetriebe-keine-kapitalertragsteuer-durch-aufloesung-von-ruecklagen-die-aus-gewinnen-des-jahres-2001-stammen-umwandlung-eines-regiebetriebs-in-eine-gmbh-kapitalertragsteuerpflicht-fue\/","title":{"rendered":"VIII&nbsp;R&nbsp;75\/13 &#8211; Regiebetriebe: Keine Kapitalertragsteuer durch Aufl&ouml;sung von R&uuml;cklagen, die aus Gewinnen des Jahres 2001 stammen &#8211; Umwandlung eines Regiebetriebs in eine GmbH: Kapitalertragsteuerpflicht f&uuml;r Gewinn des Rumpfwirtschaftsjahres 2002"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 30.1.2018, VIII R 75\/13<br \/>ECLI:DE:BFH:2018:U.300118.VIIIR75.13.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Regiebetriebe: Keine Kapitalertragsteuer durch Aufl&ouml;sung von R&uuml;cklagen, die aus Gewinnen des Jahres 2001 stammen &#8211; Umwandlung eines Regiebetriebs in eine GmbH: Kapitalertragsteuerpflicht f&uuml;r Gewinn des Rumpfwirtschaftsjahres 2002<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>Bei einem Betrieb gewerblicher Art in der Form des Regiebetriebs f&uuml;hren in 2001 erzielte Gewinne nicht zu steuerpflichtigen Eink&uuml;nften aus Kapitalverm&ouml;gen i.S. des &sect; 20 Abs. 1 Nr. 10 Buchst. b Satz 1 EStG, die der Kapitalertragsteuer unterliegen (Best&auml;tigung des BFH-Urteils vom 11. Juli 2007 I R 105\/05, BFHE 218, 327, BStBl II 2007, 841). Werden solche Gewinne in R&uuml;cklagen eingestellt, f&uuml;hrt deren sp&auml;tere Aufl&ouml;sung zu au&szlig;erbetrieblichen Zwecken ebenfalls nicht zu steuerpflichtigen Eink&uuml;nften aus Kapitalverm&ouml;gen.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Die Revision des Beklagten gegen das Urteil des Finanzgerichts M&uuml;nster vom 14. November 2012&nbsp;&nbsp;10 K 3378\/09 Kap wird als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Insoweit hat der Beklagte die Kosten des Revisionsverfahrens zu tragen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Revision der Kl&auml;gerin gegen das Urteil des Finanzgerichts M&uuml;nster vom 14. November 2012&nbsp;&nbsp;10 K 3378\/09 Kap wird als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Insoweit hat die Kl&auml;gerin die Kosten des Revisionsverfahrens zu tragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">I.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin, Revisionskl&auml;gerin und Revisionsbeklagte (Kl&auml;gerin) unterhielt bis zum Streitjahr 2002 den Regiebetrieb &quot;X&quot; (im Folgenden: BgA), einen Betrieb gewerblicher Art i.S. des &sect;&nbsp;4 des K&ouml;rperschaftsteuergesetzes (KStG), f&uuml;r den der Beklagte, Revisionskl&auml;ger und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) gegen&uuml;ber der Kl&auml;gerin im Zusammenhang mit der Einbringung des BgA in eine Kapitalgesellschaft f&uuml;r den Anmeldungszeitraum 2002 Kapitalertragsteuer zuz&uuml;glich Solidarit&auml;tszuschlag festsetzte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der BgA verpachtete im Rahmen einer Betriebsaufspaltung Anlagen f&uuml;r den Betrieb der X an die &#8230; GmbH (im Folgenden: D-GmbH), eine Tochtergesellschaft der &#8230; GmbH (im Folgenden: E-GmbH), an der die Kl&auml;gerin zu 100&nbsp;% beteiligt war und deren Anteile zum Betriebsverm&ouml;gen des BgA geh&ouml;rten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Am 29.&nbsp;November 2001 fasste der Rat der Kl&auml;gerin den Beschluss zur Umwandlung des BgA in eine Kapitalgesellschaft. Mit notarieller Urkunde vom 7.&nbsp;Januar 2002 brachte die Kl&auml;gerin den BgA gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;20 des Umwandlungssteuergesetzes in der Fassung vor &Auml;nderung durch das Gesetz &uuml;ber steuerliche Begleitma&szlig;nahmen zur Einf&uuml;hrung der Europ&auml;ischen Gesellschaft und zur &Auml;nderung weiterer steuerrechtlicher Vorschriften vom 7.&nbsp;Dezember 2006 (BGBl I 2006, 2782; im Folgenden: UmwStG a.F.) mit Wirkung zum 6.&nbsp;Januar 2002, 24:00&nbsp;Uhr, im Wege der Einzelrechtsnachfolge zu Buchwerten in die &#8230; mbH (im Folgenden: F-GmbH) ein. Einzige Gesellschafterin der F-GmbH war die Kl&auml;gerin.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der BgA legte zur Ermittlung des steuerlichen Gewinns f&uuml;r die Jahre 2001 und 2002 Bilanzen sowie Gewinn- und Verlustrechnungen vor, deren Positionen aus der kameralistischen Buchf&uuml;hrung abgeleitet waren. Danach erzielte der BgA zum 31.&nbsp;Dezember 2001 einen Jahres&uuml;berschuss in H&ouml;he von 174.401.434,61&nbsp;DM, der in H&ouml;he von 174.401.000&nbsp;DM (89.169.815,37&nbsp;EUR) als Kapitalr&uuml;cklage ausgewiesen wurde. F&uuml;r das Rumpfgesch&auml;ftsjahr 2002 (1. bis 6.&nbsp;Januar 2002) ergab sich unter Ber&uuml;cksichtigung einer nur handelsrechtlich zul&auml;ssigen Instandhaltungsr&uuml;ckstellung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;249 Abs.&nbsp;2 des Handelsgesetzbuchs (HGB) in H&ouml;he von 1.300.000&nbsp;EUR ein Jahres&uuml;berschuss in H&ouml;he von 12.289.028,91&nbsp;EUR. Die ausgewiesene Kapitalr&uuml;cklage blieb unver&auml;ndert.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>F&uuml;r das Jahr 2002 meldete die Kl&auml;gerin am 30.&nbsp;Oktober 2002 unter Verweis auf die Zuf&uuml;hrung des Jahres&uuml;berschusses 2001 zu den R&uuml;cklagen Kapitalertr&auml;ge in H&ouml;he von 0&nbsp;EUR an. F&uuml;r das Jahr 2003 meldete die Kl&auml;gerin in 2003 den Jahres&uuml;berschuss 2002 zur Kapitalertragsteuer an. Daraus folgte eine Kapitalertragsteuer in H&ouml;he von 1.228.902,80&nbsp;EUR zuz&uuml;glich Solidarit&auml;tszuschlag.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach den Ergebnissen der Betriebspr&uuml;fung, die auf Grundlage der Pr&uuml;fungsanordnung vom 25.&nbsp;Januar 2005 in den Jahren 2005\/2006 durchgef&uuml;hrt worden war, ergab sich eine &#8211;im Revisionsverfahren nicht mehr angegriffene&#8211; Minderung des Jahres&uuml;berschusses 2001 auf 160.762.052&nbsp;DM (82.196.332&nbsp;EUR) und eine Erh&ouml;hung des Jahres&uuml;berschusses 2002 auf 13.857.053&nbsp;EUR. Die Gewinne seien im Jahr 2002 gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;10 Buchst.&nbsp;b i.V.m. &sect;&nbsp;43 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;7c und &sect;&nbsp;43a Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;6 des Einkommensteuergesetzes in der f&uuml;r das Jahr 2002 geltenden Fassung (EStG) einer 10&nbsp;%-igen Kapitalertragsteuer zu unterwerfen, da mit der Einbringung des BgA in die F-GmbH dessen gesamtes Verm&ouml;gen in H&ouml;he von 235.185.140,98&nbsp;EUR in den hoheitlichen Bereich &uuml;bergegangen sei und dies abz&uuml;glich des steuerlichen Einlagekontos in H&ouml;he von 139.564.666&nbsp;EUR Eink&uuml;nfte aus Kapitalverm&ouml;gen in H&ouml;he von 96.053.385&nbsp;EUR ergebe. Dieser Betrag entspreche der Summe der Jahres&uuml;bersch&uuml;sse 2001 und 2002. Hinsichtlich des Jahres&uuml;berschusses 2001 habe die Einbringung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;10 Buchst.&nbsp;b Satz&nbsp;2 EStG zu einer Aufl&ouml;sung der aus diesem Jahres&uuml;berschuss gebildeten Neur&uuml;cklage gef&uuml;hrt. Der Jahres&uuml;berschuss 2002 habe entweder als laufender Gewinn des Jahres 2002 oder ebenfalls als mit der Einbringung aufgel&ouml;ste Neur&uuml;cklage die Voraussetzungen des &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;10 Buchst.&nbsp;b EStG erf&uuml;llt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA erlie&szlig; daraufhin f&uuml;r den Anmeldungszeitraum 2002 unter Hinweis auf &sect;&nbsp;164 Abs.&nbsp;2 der Abgabenordnung (AO) einen Bescheid &uuml;ber die Festsetzung von Kapitalertragsteuer und Solidarit&auml;tszuschlag zur Kapitalertragsteuer vom 10.&nbsp;Dezember 2008, mit dem es Kapitalertragsteuer in H&ouml;he von 9.605.338,50&nbsp;EUR zuz&uuml;glich Solidarit&auml;tszuschlag festsetzte. In den Erl&auml;uterungen verwies das FA auf den Betriebspr&uuml;fungsbericht vom 25.&nbsp;Januar 2007. Die Kl&auml;gerin schulde die Kapitalertragsteuer und den Solidarit&auml;tszuschlag gleicherma&szlig;en als Schuldnerin und Gl&auml;ubigerin der Kapitalertr&auml;ge. Zeitgleich hob das FA die Festsetzung f&uuml;r den Anmeldungszeitraum 2003 auf. Der gegen den Bescheid f&uuml;r 2002 gerichtete Einspruch hatte keinen Erfolg.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Finanzgericht (FG) urteilte, die Einbringung des BgA habe nicht zu Eink&uuml;nften aus Kapitalverm&ouml;gen gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;10 Buchst.&nbsp;b Satz&nbsp;2 EStG gef&uuml;hrt. Die durch das Jahressteuergesetz 2007 (JStG 2007) vom 13.&nbsp;Dezember 2006 (BGBl I 2006, 2878) erg&auml;nzte Fassung, die f&uuml;r den Fall der Einbringung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;20 UmwStG a.F. eine fiktive Aufl&ouml;sung der R&uuml;cklagen vorsehe, sei im Streitfall noch nicht anwendbar. Es gelte vielmehr &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;10 Buchst.&nbsp;b EStG i.d.F. des Gesetzes zur Senkung der Steuers&auml;tze und zur Reform der Unternehmensbesteuerung (Steuersenkungsgesetz &#8211;StSenkG&#8211;) vom 23.&nbsp;Oktober 2000 (BGBl I 2000, 1433). Die danach erforderliche Aufl&ouml;sung der R&uuml;cklage zu Zwecken au&szlig;erhalb des BgA liege bei einer Einbringung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;20 UmwStG a.F. nicht vor, da das Verm&ouml;gen &#8211;wie auch bei der Einbringung eines Betriebs in eine Kapitalgesellschaft durch eine nat&uuml;rliche Person&#8211; unmittelbar auf die aufnehmende Kapitalgesellschaft &uuml;bertragen werde, d.h. es komme nicht zu einer vorherigen Totalaussch&uuml;ttung in das Hoheitsverm&ouml;gen. Allerdings sei Kapitalertragsteuer auf den laufenden Jahresgewinn 2002 (13.857.053&nbsp;EUR) festzusetzen. Die Kl&auml;gerin sei in der m&uuml;ndlichen Verhandlung selbst davon ausgegangen, dass dieser Gewinn nicht in eine R&uuml;cklage eingestellt worden sei. Die Gr&uuml;nde des FG sind in Entscheidungen der Finanzgerichte (EFG) 2013, 619 ver&ouml;ffentlicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit ihrer Revision macht die Kl&auml;gerin geltend, es fehle die Rechtsgrundlage f&uuml;r ihre Inanspruchnahme mit Kapitalertragsteuer. Gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;44 Abs.&nbsp;6 Satz&nbsp;1 EStG sei zwischen dem Betrieb gewerblicher Art als Schuldner und dessen Tr&auml;gerk&ouml;rperschaft als Gl&auml;ubigerin der Kapitalertr&auml;ge zu unterscheiden. Sofern es &#8211;wie im Streitfall&#8211; um die Beendigung eines Betriebs gewerblicher Art gehe, gebe es aber keinen Schuldner der Kapitalertr&auml;ge mehr. Erst mit dem JStG 2007, mit dem &sect;&nbsp;44 Abs.&nbsp;6 Satz&nbsp;4 EStG um einen Verweis auf &sect;&nbsp;44 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;2 EStG erg&auml;nzt worden sei, k&ouml;nne die Tr&auml;gerk&ouml;rperschaft auch als Gl&auml;ubigerin der Kapitalertr&auml;ge in Anspruch genommen werden. Die in &sect;&nbsp;52 Abs.&nbsp;53 Satz&nbsp;5 EStG i.d.F. des JStG 2007 angeordnete R&uuml;ckwirkung versto&szlig;e allerdings gegen die Verfassung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im &Uuml;brigen sei zum Zeitpunkt des Erlasses des angefochtenen Verwaltungsakts Festsetzungsverj&auml;hrung eingetreten. Eine Anlaufhemmung wegen Ausbleibens der Anzeige gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;44 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;8 EStG scheide aus, da aufgrund der Beendigung des BgA durch die Einbringung kein Anzeigepflichtiger bestanden habe. Eine Ablaufhemmung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;171 Abs.&nbsp;4 AO komme nicht in Betracht, da sich die Pr&uuml;fungsanordnung gegen den BgA als Schuldner der Kapitalertr&auml;ge und nicht gegen die Kl&auml;gerin als Gl&auml;ubigerin der Kapitalertr&auml;ge gerichtet habe. Schlie&szlig;lich sei der Gewinn f&uuml;r das Rumpfwirtschaftsjahr vom 1. bis 6.&nbsp;Januar 2002, der nach dem Urteil des FG der Kapitalertragsteuer unterliege und zur teilweisen Abweisung der Klage gef&uuml;hrt habe, nicht Gegenstand des angefochtenen Bescheids.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin beantragt, die Vorentscheidung sowie den Bescheid &uuml;ber die Festsetzung von Kapitalertragsteuer vom 10.&nbsp;Dezember 2008 in Gestalt der Einspruchsentscheidung vom 18.&nbsp;August 2009 aufzuheben, soweit die Klage abgewiesen und weiterhin Kapitalertragsteuer auf einen Betrag in H&ouml;he von 13.857.053&nbsp;EUR festgesetzt worden ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt, die Revision der Kl&auml;gerin als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckzuweisen. Dar&uuml;ber hinaus beantragt das FA im Rahmen der von ihm selbst eingelegten Revision, die Vorentscheidung aufzuheben, soweit das FG der Klage stattgegeben hat, und die Klage insgesamt abzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Rechtsgrundlage f&uuml;r die Festsetzung der Kapitalertragsteuer ergebe sich aus &sect;&nbsp;44 Abs.&nbsp;6 Satz&nbsp;4 i.V.m. Abs.&nbsp;1 S&auml;tze&nbsp;7 bis 9 EStG. Der angefochtene Bescheid sei innerhalb der vierj&auml;hrigen Festsetzungsfrist ergangen, da diese mangels einer Anzeige gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;44 Abs.&nbsp;6 i.V.m. Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;8 EStG erst mit Ablauf des dritten Kalenderjahres nach dem Jahr der Entstehung der Steuer, d.h. am 31.&nbsp;Dezember 2005, begonnen habe (&sect;&nbsp;170 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 AO). Dass die Pflicht zur Steueranmeldung im Streitfall nicht den Steuerschuldner, sondern den BgA als Schuldner der Kapitalertr&auml;ge treffe, sei auf Grundlage des Urteils des Bundesfinanzhofs (BFH) vom 29.&nbsp;Januar 2003 I&nbsp;R&nbsp;10\/02 (BFHE 202, 1, BStBl II 2003, 687) unerheblich. Dar&uuml;ber hinaus greife im Streitfall die Ablaufhemmung des &sect;&nbsp;171 Abs.&nbsp;4 AO, da sich die Pr&uuml;fungsanordnung an die Kl&auml;gerin als Inhaltsadressatin richte und trotz der Gl&auml;ubiger-Schuldner-Fiktion des &sect;&nbsp;44 Abs.&nbsp;6 Satz&nbsp;1 EStG eine Personenidentit&auml;t zwischen BgA und Tr&auml;gerk&ouml;rperschaft bestehe.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Rahmen seiner eigenen Revision macht das FA geltend, die Einbringung des BgA f&uuml;hre auch hinsichtlich des Gewinns 2001 zu kapitalertragsteuerpflichtigen Eink&uuml;nften gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;10 Buchst.&nbsp;b EStG i.d.F. des StSenkG. Das FG habe die st&auml;ndige Rechtsprechung des BFH missachtet, wonach der BgA im Verh&auml;ltnis zu seiner Tr&auml;gerk&ouml;rperschaft als fiktive Kapitalgesellschaft zu behandeln sei. Da Einbringender nur die Tr&auml;gerk&ouml;rperschaft als k&uuml;nftige Inhaberin der an der aufnehmenden Kapitalgesellschaft gew&auml;hrten Gesellschafterrechte sein k&ouml;nne, m&uuml;sse zun&auml;chst das gesamte Betriebsverm&ouml;gen des BgA dem Hoheitsverm&ouml;gen zuflie&szlig;en (fiktive Totalaussch&uuml;ttung). Dies habe eine Aufl&ouml;sung der R&uuml;cklagen f&uuml;r Zwecke au&szlig;erhalb des BgA i.S. des &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;10 Buchst.&nbsp;b Satz&nbsp;2 EStG zur Folge. Dar&uuml;ber hinaus f&uuml;hre die Einbringung des BgA auch ohne Annahme einer Totalaussch&uuml;ttung zur Kapitalertragsteuerpflicht, da sie die Aufl&ouml;sung des BgA zur Folge habe und dessen R&uuml;cklagen somit nicht mehr f&uuml;r Zwecke des BgA verwendet werden k&ouml;nnten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin beantragt, die Revision des FA als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">II.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Revisionen des FA und der Kl&auml;gerin sind im Ergebnis unbegr&uuml;ndet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>A. Revision des FA<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Revision des FA gegen die teilweise Stattgabe der Klage durch das FG ist im Ergebnis unbegr&uuml;ndet und daher zur&uuml;ckzuweisen (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;2, Abs.&nbsp;4 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG hat zu Recht entschieden, dass der angefochtene Nachforderungsbescheid rechtswidrig ist, soweit darin Kapitalertragsteuer f&uuml;r einen anderen Sachverhalt als den laufenden Gewinn des Rumpfwirtschaftsjahres 2002 in H&ouml;he von 13.857.053&nbsp;EUR festgesetzt wurde. Das FA durfte weder wegen des laufenden Gewinns des BgA f&uuml;r 2001 gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;10 Buchst.&nbsp;b Satz&nbsp;1 EStG noch wegen einer Aufl&ouml;sung der im Jahr 2001 gebildeten R&uuml;cklage zum Ablauf des Rumpfwirtschaftsjahres 2002 gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;10 Buchst.&nbsp;b Satz&nbsp;2 EStG Kapitalertragsteuer erheben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;10 Buchst.&nbsp;b Satz&nbsp;1 EStG geh&ouml;rt zu den Eink&uuml;nften aus Kapitalverm&ouml;gen u.a. der nicht den R&uuml;cklagen zugef&uuml;hrte Gewinn eines Betriebs gewerblicher Art i.S. des &sect;&nbsp;4 KStG ohne eigene Rechtspers&ouml;nlichkeit. Weitere Voraussetzungen sind, dass der Betrieb gewerblicher Art nicht von der K&ouml;rperschaftsteuer befreit ist und seinen Gewinn durch Betriebsverm&ouml;gensvergleich ermittelt oder mehr als 260.000&nbsp;EUR Umsatz im Kalenderjahr oder mehr als 25.000&nbsp;EUR Gewinn im Wirtschaftsjahr hat. Gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;10 Buchst.&nbsp;b Satz&nbsp;2 EStG f&uuml;hrt die sp&auml;tere Aufl&ouml;sung der R&uuml;cklagen zu Zwecken au&szlig;erhalb des Betriebs gewerblicher Art ebenfalls zu einem Gewinn i.S. des Satzes&nbsp;1 (s.a. die zur amtlichen Ver&ouml;ffentlichung vorgesehenen Entscheidungen des Senats vom heutigen Tag in den Verfahren VIII&nbsp;R&nbsp;42\/15 und VIII&nbsp;R&nbsp;15\/16).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die zeitliche Anwendungsregelung des &sect;&nbsp;52 Abs.&nbsp;37a Satz&nbsp;2 EStG sieht vor, dass &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;10 Buchst.&nbsp;b EStG f&uuml;r Gewinne gilt, die nach Ablauf des ersten Wirtschaftsjahres des Betriebs gewerblicher Art erzielt werden, f&uuml;r welches das K&ouml;rperschaftsteuergesetz i.d.F. des StSenkG erstmals anzuwenden ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Der f&uuml;r das Jahr 2001 erzielte Gewinn ist im streitigen Anmeldungszeitraum 2002 nicht nach dem Grundtatbestand des &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;10 Buchst.&nbsp;b Satz&nbsp;1 EStG der Kapitalertragsteuer zu unterwerfen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zwar w&auml;re eine etwaige Kapitalertragsteuer f&uuml;r den im Jahr 2001 erzielten Gewinn grunds&auml;tzlich im Anmeldungszeitraum 2002 anzumelden und festzusetzen gewesen, da sie &#8211;auch wenn der Gewinn eines Regiebetriebs der Tr&auml;gerk&ouml;rperschaft bereits zeitgleich (phasenkongruent) mit seiner Entstehung zuflie&szlig;t (vgl. BFH-Urteil vom 11.&nbsp;September 2013 I&nbsp;R&nbsp;77\/11, BFHE 242, 481, BStBl II 2015, 161, Rz&nbsp;20, m.w.N.)&#8211; gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;44 Abs.&nbsp;6 Satz&nbsp;2 EStG erst im Zeitpunkt der Bilanzerstellung bzw. sp&auml;testens acht Monate nach Ablauf des Wirtschaftsjahres entsteht, d.h. im Streitfall f&uuml;r den Gewinn des Jahres 2001 im Jahr 2002.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach Auffassung des I.&nbsp;Senats des BFH (Urteil vom 11.&nbsp;Juli 2007 I&nbsp;R&nbsp;105\/05, BFHE 218, 327, BStBl II 2007, 841), der sich der erkennende Senat anschlie&szlig;t, folgt aber aus &sect;&nbsp;52 Abs.&nbsp;37a Satz&nbsp;2 EStG, dass der laufende Gewinn des Jahres 2001 eines Regiebetriebs wegen des phasenkongruenten Zuflusses bei der Tr&auml;gerk&ouml;rperschaft noch nicht von &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;10 Buchst.&nbsp;b Satz&nbsp;1 EStG erfasst wird. Denn nach &sect;&nbsp;52 Abs.&nbsp;37a Satz&nbsp;2 EStG werden nur Zufl&uuml;sse nach Ablauf des ersten Wirtschaftsjahres des Betriebs gewerblicher Art erfasst, f&uuml;r welches das K&ouml;rperschaftsteuergesetz i.d.F. des StSenkG erstmals anzuwenden ist. Der k&ouml;rperschaftsteuerliche Systemwechsel des StSenkG ist aber erst zum 1.&nbsp;Januar 2001 eingetreten. Wenn &#8211;wie im Streitfall&#8211; das Wirtschaftsjahr dem Kalenderjahr entspricht und im Jahr 2001 kein Rumpfwirtschaftsjahr gebildet worden ist, werden damit nur Zufl&uuml;sse nach Ablauf des Jahres 2001 von &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;10 Buchst.&nbsp;b EStG erfasst, d.h. bei einem Regiebetrieb nur die laufenden Gewinne ab dem Jahr 2002 (zur abweichenden Rechtslage bei Eigenbetrieben vgl. BFH-Urteil vom 16.&nbsp;November 2011 I&nbsp;R&nbsp;108\/09, BFHE 236, 48, BStBl II 2013, 328, Rz&nbsp;22&nbsp;f.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Dar&uuml;ber hinaus scheiden auch steuerpflichtige Eink&uuml;nfte gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;10 Buchst.&nbsp;b Satz&nbsp;2 EStG aus der Aufl&ouml;sung von R&uuml;cklagen zu Zwecken au&szlig;erhalb des Betriebs gewerblicher Art aus. Gewinne des Jahres 2001, die wegen &sect;&nbsp;52 Abs.&nbsp;37a Satz&nbsp;2 EStG nicht gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;10 Buchst.&nbsp;b Satz&nbsp;1 EStG steuerpflichtig gewesen w&auml;ren, k&ouml;nnen auch im Fall einer etwaigen Einstellung in die R&uuml;cklagen und deren sp&auml;terer Aufl&ouml;sung (hier: im Zuge der Einbringung) nicht steuerpflichtig sein.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Insofern handelt es sich jedenfalls nicht um R&uuml;cklagen i.S. des &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;10 Buchst.&nbsp;b Satz&nbsp;2 EStG. Denn aus dem Wortlaut und der Systematik des Gesetzes folgt, dass sich der Begriff der R&uuml;cklagen in Satz&nbsp;2 nur auf R&uuml;cklagen i.S. des Satzes&nbsp;1 bezieht. Diese konnten mangels Geltung des &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;10 Buchst.&nbsp;b EStG im Jahr 2001 gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;52 Abs.&nbsp;37a Satz&nbsp;2 EStG noch nicht f&uuml;r Gewinne des Jahres 2001 gebildet werden. Damit liegen keine R&uuml;cklagen i.S. des &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;10 Buchst.&nbsp;b Satz&nbsp;2 EStG vor, die im streitigen Anmeldungszeitraum 2002 als Folge der Einbringung in die F-GmbH h&auml;tten aufgel&ouml;st werden k&ouml;nnen. Dass als Folge dieser Auslegung die Gewinne des Jahres 2001 eines Regiebetriebs auch im Fall einer zun&auml;chst gebildeten R&uuml;cklage dauerhaft nicht der grunds&auml;tzlich f&uuml;r Betriebe gewerblicher Art vorgesehenen zweiten Besteuerungsebene zugef&uuml;hrt werden, muss aufgrund des Wortlauts der gesetzlichen Regelungen hingenommen werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Ob die Einbringung des BgA in die F-GmbH den Besteuerungstatbestand der Aufl&ouml;sung der R&uuml;cklagen gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;10 Buchst.&nbsp;b Satz&nbsp;2 EStG ausl&ouml;sen konnte und ob dabei die Gesetzesfassung des StSenkG oder die erg&auml;nzte Fassung des JStG 2007 ma&szlig;geblich gewesen w&auml;re, braucht im Streitfall nicht entschieden zu werden. Dar&uuml;ber hinaus kommt es nicht darauf an, ob bzw. unter welchen Voraussetzungen ein als Regiebetrieb gef&uuml;hrter Betrieb gewerblicher Art &uuml;berhaupt R&uuml;cklagen i.S. des &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;10 Buchst.&nbsp;b Satz&nbsp;1 EStG bilden kann (vgl. hierzu die Senatsurteile VIII&nbsp;R&nbsp;42\/15 und VIII&nbsp;R&nbsp;15\/16 vom heutigen Tag, zur amtlichen Ver&ouml;ffentlichung bestimmt).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>B. Revision der Kl&auml;gerin<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Revision der Kl&auml;gerin, die sich ausschlie&szlig;lich auf die Kapitalertragsteuer bezieht, ist unbegr&uuml;ndet und daher zur&uuml;ckzuweisen (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;2 FGO). Die Entscheidung des FG, der Nachforderungsbescheid vom 10.&nbsp;Dezember 2008 &uuml;ber Kapitalertragsteuer in Gestalt der Einspruchsentscheidung vom 18.&nbsp;August 2009 sei rechtm&auml;&szlig;ig, soweit die Bemessungsgrundlage den Gewinn des BgA f&uuml;r das Jahr 2002 betrifft, ist revisionsrechtlich nicht zu beanstanden. Das FA durfte die Kl&auml;gerin insoweit gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;164 Abs.&nbsp;2 AO i.V.m. &sect;&nbsp;167 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Alternative&nbsp;1 AO und &sect;&sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;10 Buchst.&nbsp;b Satz&nbsp;1, 43 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;7c, 44 Abs.&nbsp;1 S&auml;tze&nbsp;3 bis 5 EStG f&uuml;r eine Entrichtungsschuld in Anspruch nehmen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Das FA hat sich zu Recht auf die &Auml;nderungsnorm des &sect;&nbsp;164 Abs.&nbsp;2 AO gest&uuml;tzt, da f&uuml;r den streitigen Anmeldungszeitraum 2002 eine Anmeldung i.S. des &sect;&nbsp;45a EStG eingereicht worden war, die gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;168 Satz&nbsp;1 AO einer Steuerfestsetzung unter dem Vorbehalt der Nachpr&uuml;fung gleich stand und sich auch auf den laufenden Gewinn f&uuml;r das Jahr 2002 bezog.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Auch wenn das FG hierzu keine ausdr&uuml;cklichen Ausf&uuml;hrungen gemacht hat, ergibt sich die Kapitalertragsteueranmeldung f&uuml;r das Streitjahr 2002 aus den bindenden Feststellungen des FG (&sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 FGO). Denn durch den Verweis auf &sect;&nbsp;164 Abs.&nbsp;2 AO im streitigen Nachforderungsbescheid vom 10.&nbsp;Dezember 2008 ist auch der Ursprungsbescheid in Gestalt der Steueranmeldung 2002 vom 30.&nbsp;Oktober 2002 von den Feststellungen des FG erfasst. Dar&uuml;ber hinaus verweist das FG gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;105 Abs.&nbsp;3 FGO auf den Schriftsatz der Kl&auml;gerin vom 16.&nbsp;Dezember 2009, dem als Anlage&nbsp;11 die Antwort des FA auf die Anmeldung vom 30.&nbsp;Oktober 2002 beigef&uuml;gt war.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Dass in der Anmeldung f&uuml;r das Jahr 2002 lediglich der Gewinn des Jahres 2001 ausdr&uuml;cklich genannt und f&uuml;r diesen eine Kapitalertragsteuer in H&ouml;he von 0&nbsp;EUR erkl&auml;rt wurde, &auml;ndert trotz der sachverhalts- und nicht zeitraumbezogenen Festsetzung der Kapitalertragsteuer (vgl. hierzu Senatsurteil vom 21.&nbsp;September 2017 VIII&nbsp;R&nbsp;59\/14, BFHE 259, 411, BStBl II 2018, 163; BFH-Urteil in BFHE 236, 48, BStBl II 2013, 328) nichts an der &Auml;nderbarkeit der Kapitalertragsteueranmeldung f&uuml;r 2002, um den laufenden Gewinn dieses Jahres der Kapitalertragsteuer zu unterwerfen. Denn auf Grundlage der bindenden Feststellungen des FG (&sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 FGO) einschlie&szlig;lich der gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;105 Abs.&nbsp;3 FGO in Bezug genommenen Unterlagen waren der einheitliche Sachverhaltskomplex der Einbringung zum Ablauf des Rumpfwirtschaftsjahres 2002 und der direkt vor der Einbringung erzielte laufende Gewinn des Jahres 2002 als nicht steuerpflichtige Vorg&auml;nge angemeldet worden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Der Bescheid vom 10.&nbsp;Dezember 2008 ist auch inhaltlich hinreichend bestimmt (&sect;&nbsp;119 Abs.&nbsp;1 AO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) &sect;&nbsp;119 Abs.&nbsp;1 AO setzt u.a. voraus, dass der Bescheid die festgesetzte Steuer nach Art und Betrag bezeichnet und angibt, wer die Steuer schuldet (&sect;&nbsp;157 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 AO). Welche konkreten Anforderungen in dieser Hinsicht an den jeweiligen Steuerbescheid zu stellen sind, h&auml;ngt nach st&auml;ndiger Rechtsprechung des BFH von den Umst&auml;nden des Einzelfalls ab (Senatsbeschluss vom 3.&nbsp;April 2007 VIII&nbsp;B&nbsp;110\/06, BFH\/NV 2007, 1273, m.w.N.). Die Angabe des Inhaltsadressaten ist konstituierender Bestandteil jedes Verwaltungsakts, da unzweifelhaft feststehen muss, gegen&uuml;ber wem der Einzelfall geregelt werden soll. Ist der Inhaltsadressat im Verwaltungsakt nicht hinreichend bestimmt angegeben, ist der Verwaltungsakt nichtig, ohne dass der Mangel in der Einspruchsentscheidung geheilt werden k&ouml;nnte (BFH-Urteil vom 30.&nbsp;September 2015 II&nbsp;R&nbsp;31\/13, BFHE 250, 505, BStBl II 2016, 637, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Welchen Regelungsgehalt ein Verwaltungsakt hat, ist &uuml;ber den blo&szlig;en Wortlaut hinaus im Wege der Auslegung zu ermitteln. Ma&szlig;gebend f&uuml;r die Auslegung eines Verwaltungsakts ist der objektive Erkl&auml;rungsinhalt der Regelung, wie ihn der Empf&auml;nger nach den ihm bekannten Umst&auml;nden unter Ber&uuml;cksichtigung von Treu und Glauben verstehen konnte. Soweit die tats&auml;chlichen Feststellungen des FG hierzu ausreichen, darf das Revisionsgericht den Inhalt des Verwaltungsakts in eigener Zust&auml;ndigkeit auslegen (Senatsurteil vom 27.&nbsp;Oktober 2015 VIII&nbsp;R&nbsp;59\/13, BFH\/NV 2016, 726, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Unter Ber&uuml;cksichtigung dieser Grunds&auml;tze ist es zun&auml;chst unsch&auml;dlich, dass der Bescheid auf eine &Auml;nderung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;164 Abs.&nbsp;2 AO Bezug nimmt, ohne den ge&auml;nderten Bescheid ausdr&uuml;cklich zu bezeichnen (vgl. auch BFH-Urteil vom 24.&nbsp;April 2013 II&nbsp;R&nbsp;53\/10, BFHE 241, 63, BStBl II 2013, 755). Denn im Wege der Auslegung war trotz sachverhaltsbezogener Anmeldung und Festsetzung der Kapitalertragsteuer f&uuml;r die Kl&auml;gerin erkennbar, dass die f&uuml;r den Anmeldungszeitraum 2002 eingereichte Anmeldung vom 30.&nbsp;Oktober 2002, die gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;168 Satz&nbsp;1 AO einer Steuerfestsetzung unter dem Vorbehalt der Nachpr&uuml;fung gleich stand, ge&auml;ndert werden sollte. Dies folgt aus der Bezugnahme auf den Pr&uuml;fungsbericht vom 25.&nbsp;Januar 2007 im Bescheid, in dem die Kapitalertragsteuerpflicht f&uuml;r den Gewinn 2002 alternativ auf die Aufl&ouml;sung einer zuvor aus diesem Gewinn gebildeten R&uuml;cklage in Folge der Einbringung des BgA in die F-GmbH bzw. auf den Grundtatbestand der Besteuerung des vom BgA unmittelbar vor der Einbringung im Rumpfwirtschaftsjahr 2002 erzielten Gewinns gest&uuml;tzt wird. Dieser einheitliche Sachverhaltskomplex war &#8211;wie bereits ausgef&uuml;hrt&#8211; Gegenstand der Anmeldung vom 30.&nbsp;Oktober 2002.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>37<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dar&uuml;ber hinaus ist es nicht zu beanstanden, dass der an die Kl&auml;gerin gerichtete Nachforderungsbescheid ohne ausdr&uuml;ckliche Bezugnahme auf den BgA ergangen ist. Denn Steuersubjekt und damit Inhaltsadressatin des Nachforderungsbescheids ist ausschlie&szlig;lich die Kl&auml;gerin und nicht der BgA, da dem BgA eine rechtliche Organisationsform fehlt, die nach den Regelungen der Abgabenordnung handlungsf&auml;hig ist (zur K&ouml;rperschaftsteuer des Betriebs gewerblicher Art grundlegend BFH-Urteil vom 13.&nbsp;M&auml;rz 1974 I&nbsp;R&nbsp;7\/71, BFHE 112, 61, BStBl II 1974, 391; zum Streitstand Bott in Ernst &#038; Young, KStG, &sect;&nbsp;4 Rz&nbsp;19&nbsp;ff., und Meier\/Semelka in Herrmann\/Heuer\/Raupach, &sect;&nbsp;4 KStG Rz&nbsp;6, jeweils m.w.N.). Dies gilt nicht nur f&uuml;r eine Inanspruchnahme der Kl&auml;gerin als Gl&auml;ubigerin der Kapitalertr&auml;ge und Schuldnerin der Kapitalertragsteuer (&sect;&nbsp;44 Abs.&nbsp;6 S&auml;tze&nbsp;1 und 4 i.V.m. &sect;&nbsp;44 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 EStG), sondern auch, soweit der BgA gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;44 Abs.&nbsp;6 Satz&nbsp;1 EStG als Schuldner der Kapitalertr&auml;ge gilt und damit gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;44 Abs.&nbsp;6 Satz&nbsp;4 i.V.m. &sect;&nbsp;44 Abs.&nbsp;1 S&auml;tze&nbsp;3 bis 5 EStG die Kapitalertragsteuer zu entrichten hat. Auch insoweit ist allein die Kl&auml;gerin das Steuersubjekt und damit letztlich Schuldnerin der f&uuml;r den BgA geregelten Entrichtungsschuld. Die Beendigung des BgA durch Einbringung in die F-GmbH im Wege der Einzelrechtsnachfolge &auml;ndert daran nichts (vgl. BFH-Urteil vom 14.&nbsp;Oktober 1992 I&nbsp;R&nbsp;17\/92, BFHE 169, 343, BStBl II 1993, 352).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>38<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Ausspruch im Nachforderungsbescheid, die Kl&auml;gerin schulde die Kapitalertragsteuer &quot;gleicherma&szlig;en&quot; als Gl&auml;ubigerin und als Schuldnerin der Kapitalertr&auml;ge, stellt ebenfalls keine Verletzung der inhaltlichen Bestimmtheit i.S. des &sect;&nbsp;119 Abs.&nbsp;1 AO dar. Zwar gelten f&uuml;r die Inanspruchnahme des Gl&auml;ubigers der Kapitalertr&auml;ge als Schuldner der Kapitalertragsteuer andere Rechtsgrundlagen als f&uuml;r den Schuldner der Kapitalertr&auml;ge, der die Steuer f&uuml;r Rechnung des Steuerschuldners zu entrichten hat (&sect;&nbsp;43 Satz&nbsp;2 AO). Trotzdem f&uuml;hrt die Rechtsprechung des BFH, nach der einem Bescheid eindeutig zu entnehmen sein muss, ob der Steuerpflichtige als Schuldner oder als Haftender in Anspruch genommen werden soll (Urteil vom 11.&nbsp;Oktober 1989 I&nbsp;R&nbsp;139\/85, BFH\/NV 1991, 497), im Streitfall nicht zur inhaltlichen Unbestimmtheit des Bescheids. Da die Kl&auml;gerin in jedem Fall alleiniges Steuersubjekt und damit auch alleinige Inhaltsadressatin des Nachforderungsbescheids bleibt, handelt es sich letztlich nicht um eine Frage der inhaltlichen Bestimmtheit, sondern lediglich um eine Frage der Begr&uuml;ndung des Bescheids.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>39<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Schlie&szlig;lich durfte das FA durch Bezugnahme auf den Pr&uuml;fungsbericht vom 25.&nbsp;Januar 2007 offen lassen, ob der Gewinn des Jahres 2002 unter dem Gesichtspunkt der Aufl&ouml;sung einer mit diesem Gewinn gebildeten R&uuml;cklage in Folge der Einbringung (&sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;10 Buchst.&nbsp;b Satz&nbsp;2 EStG) oder direkt unter dem Grundtatbestand des &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;10 Buchst.&nbsp;b Satz&nbsp;1 EStG zu erfassen war. Zwar hat der BFH im Rahmen der Grunderwerbsteuer entschieden, dass zur inhaltlichen Bestimmtheit i.S. des &sect;&nbsp;119 Abs.&nbsp;1 AO f&uuml;r den Betroffenen erkennbar sein muss, welcher Sachverhalt besteuert wird (Urteil vom 22.&nbsp;August 2007 II&nbsp;R&nbsp;44\/05, BFHE 218, 494, BStBl II 2009, 754, m.w.N.). Diese Voraussetzung, die jedenfalls wegen der sachverhalts- und nicht zeitraumbezogenen Festsetzung auch f&uuml;r die Kapitalertragsteuer gilt, ist im Streitfall aber erf&uuml;llt. Denn der Besteuerung liegt der einheitliche Sachverhaltskomplex zum Ablauf des Rumpfwirtschaftsjahres 2002 zugrunde, der den f&uuml;r beide Besteuerungstatbest&auml;nde ma&szlig;geblichen Sachverhalt umfasst.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>40<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Das FG hat zutreffend entschieden, dass der von der Betriebspr&uuml;fung korrigierte Gewinn des Rumpfwirtschaftsjahres 2002 in H&ouml;he 13.857.053&nbsp;EUR im Anmeldungszeitraum 2002 zu kapitalertragsteuerpflichtigen Eink&uuml;nften aus Kapitalverm&ouml;gen gef&uuml;hrt hat (&sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;10 Buchst.&nbsp;b Satz&nbsp;1 EStG i.V.m. &sect;&sect;&nbsp;43 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;7c, 43a Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;6 EStG) und das FA die Kl&auml;gerin f&uuml;r die entstandene Kapitalertragsteuer in Anspruch nehmen durfte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>41<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Rechtsgrundlage f&uuml;r die Inanspruchnahme war jedenfalls die Entrichtungsschuld des BgA (&sect;&nbsp;44 Abs.&nbsp;6 S&auml;tze&nbsp;1 und 4 i.V.m. Abs.&nbsp;1 S&auml;tze&nbsp;3 bis 5 EStG), die nicht der BgA selbst, sondern die Kl&auml;gerin als alleiniges Steuersubjekt schuldete und die das FA wegen der fehlerhaften Null-Anmeldung f&uuml;r den Anmeldungszeitraum 2002 durch einen diese Anmeldung &auml;ndernden Nachforderungsbescheid festsetzen durfte (&sect;&nbsp;164 Abs.&nbsp;2 i.V.m. &sect;&nbsp;167 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Alternative&nbsp;1 AO). Ob die Kl&auml;gerin dar&uuml;ber hinaus auch als Gl&auml;ubigerin der Kapitalertr&auml;ge und daraus folgend als Schuldnerin der Kapitalertragsteuer in Anspruch genommen werden durfte, kann dahingestellt bleiben. Da die Kl&auml;gerin in beiden Varianten letztlich das alleinige Steuersubjekt f&uuml;r denselben Betrag an Kapitalertragsteuer ist, handelt es sich lediglich um verschiedene Begr&uuml;ndungen des einheitlichen Nachforderungsbescheids und nicht um mehrere Verwaltungsakte in einem Sammelbescheid.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>42<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Die Inanspruchnahme der Kl&auml;gerin steht nicht unter den zus&auml;tzlichen Voraussetzungen des &sect;&nbsp;44 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;1 EStG, die grunds&auml;tzlich bei der Inanspruchnahme des Entrichtungsschuldners der Kapitalertragsteuer durch einen Nachforderungsbescheid zur Anwendung kommen (zu diesen Voraussetzungen vgl. Senatsurteil in BFHE 259, 411, BStBl II 2018, 163, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>43<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zum einen verweist &sect;&nbsp;44 Abs.&nbsp;6 Satz&nbsp;4 EStG bei Betrieben gewerblicher Art ohne eigene Rechtspers&ouml;nlichkeit nicht auf die Haftungsnorm des &sect;&nbsp;44 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;1 EStG, so dass bereits das f&uuml;r die Inanspruchnahme des Entrichtungsschuldners &uuml;blicherweise bestehende Wahlrecht zwischen Nachforderungs- und Haftungsbescheid fehlt. Zum anderen f&uuml;hrt die auf &sect;&sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;10 Buchst.&nbsp;b, 43 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;7c EStG beruhende Entrichtungsschuld nicht zur Entrichtung der Kapitalertragsteuerschuld eines Dritten, sondern die Kl&auml;gerin ist &#8211;wie bereits ausgef&uuml;hrt&#8211; trotz der Fiktion des &sect;&nbsp;44 Abs.&nbsp;6 Satz&nbsp;1 EStG sowohl hinsichtlich der Kapitalertragsteuerschuld als auch hinsichtlich der Entrichtungsschuld das alleinige Steuersubjekt und damit auch die alleinige Schuldnerin. Damit ist kein Raum f&uuml;r einschr&auml;nkende Voraussetzungen, die aus dem Gedanken einer materiellen Haftungsschuld abgeleitet werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>44<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Das FG hat die Voraussetzungen des Grundtatbestands des &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;10 Buchst.&nbsp;b Satz&nbsp;1 EStG in revisionsrechtlich nicht zu beanstandender Weise bejaht. Insbesondere hat es f&uuml;r den Senat bindend festgestellt (&sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 FGO), dass der BgA nicht von der K&ouml;rperschaftsteuer befreit ist, freiwillig einen Betriebsverm&ouml;gensvergleich vorgenommen hat und der Gewinn des Rumpfwirtschaftsjahres 2002 tats&auml;chlich nicht einer R&uuml;cklage zugef&uuml;hrt worden ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>45<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Hinsichtlich der H&ouml;he des kapitalertragsteuerpflichtigen Gewinns stellt das FG zutreffend auf den handelsrechtlichen Gewinn gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;275 HGB ab (vgl. BFH-Urteil in BFHE 242, 481, BStBl II 2015, 161, Rz&nbsp;21, m.w.N.). Dies zeigt die Ber&uuml;cksichtigung der nur handelsrechtlich zul&auml;ssigen Instandhaltungsr&uuml;cklage in H&ouml;he von 1.300.000&nbsp;EUR. Au&szlig;erdem hat das FG zutreffend auf die durch die Betriebspr&uuml;fung korrigierte H&ouml;he des Gewinns 2002 abgestellt, da fehlerhafte Bilanzans&auml;tze bei Regiebetrieben im Jahr der Fehlbuchung und nicht erst im Zeitpunkt der Anpassung der Handelsbilanz an die Steuerbilanz zu korrigieren sind (BFH-Urteil in BFHE 242, 481, BStBl II 2015, 161, Rz&nbsp;24; a.A. Schiffers, Deutsche Steuer-Zeitung 2015, 144, 147). Im Streitfall muss dies im &Uuml;brigen schon deshalb gelten, weil nach Ablauf des Rumpfwirtschaftsjahres 2002 in Folge der Einbringung in die F-GmbH kein Betrieb gewerblicher Art mehr vorhanden war, bei dem die Korrekturen im Rahmen der laufenden Buchf&uuml;hrung h&auml;tten ber&uuml;cksichtigt werden k&ouml;nnen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>46<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Auf Grundlage der tats&auml;chlichen Feststellungen des FG (&sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 FGO) bestehen keine Anhaltspunkte daf&uuml;r, dass f&uuml;r den fiktiv an die Kl&auml;gerin ausgesch&uuml;tteten Gewinn 2002 ganz oder teilweise das steuerliche Einlagekonto als verwendet gilt und damit die Ausnahmevoraussetzungen des &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;10 Buchst.&nbsp;b Satz&nbsp;5 i.V.m. Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 EStG erf&uuml;llt sind. Denn im Rahmen des gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;27 Abs.&nbsp;7 KStG sinngem&auml;&szlig; anzuwendenden &sect;&nbsp;27 Abs.&nbsp;1 bis 6 KStG ist auch die Verwendungsfiktion des &sect;&nbsp;27 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 KStG zu beachten. Danach kommt es nur dann zu einer Minderung des steuerlichen Einlagekontos, wenn die Leistungen den aussch&uuml;ttbaren Gewinn i.S. des &sect;&nbsp;27 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;5 KStG &uuml;bersteigen, den die Finanzverwaltung bei Betrieben gewerblicher Art als &quot;Neur&uuml;cklage&quot; bezeichnet (B&uuml;rstinghaus in Hidien\/J&uuml;rgens, Die Besteuerung der &ouml;ffentlichen Hand, &sect;&nbsp;5 Rz&nbsp;896).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>47<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>e) Die Kapitalertragsteuer f&uuml;r den Gewinn 2002 ist im Anmeldungszeitraum 2002 entstanden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>48<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;44 Abs.&nbsp;6 Satz&nbsp;2 EStG entsteht die Kapitalertragsteuer im Zeitpunkt der Bilanzerstellung, sp&auml;testens aber acht Monate nach Ablauf des Wirtschaftsjahres. Im Streitfall liegen beide Zeitpunkte im Anmeldungszeitraum 2002, da das f&uuml;r den Gewinn 2002 ma&szlig;gebliche Rumpfwirtschaftsjahr 2002 wegen der Einbringung des BgA in die F-GmbH bereits am 6.&nbsp;Januar 2002 endete.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>49<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>f) Schlie&szlig;lich war zum Zeitpunkt des Erlasses des streitigen &Auml;nderungsbescheids der Vorbehalt der Nachpr&uuml;fung noch nicht wegen Ablaufs der Festsetzungsfrist entfallen (&sect;&nbsp;164 Abs.&nbsp;4 AO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>50<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Festsetzungsfrist von vier Jahren (&sect;&nbsp;169 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 AO) begann hinsichtlich der Kapitalertragsteuer des laufenden Gewinns des Rumpfwirtschaftsjahres 2002 mit Ablauf des Kalenderjahres, in dem eine diesen Sachverhalt erfassende Steueranmeldung eingereicht worden war (&sect;&nbsp;170 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 AO), d.h. bei Ber&uuml;cksichtigung der am 30.&nbsp;Oktober 2002 eingereichten Steueranmeldung f&uuml;r den Anmeldungszeitraum 2002 fr&uuml;hestens mit Ablauf des Kalenderjahres 2002. Damit endete die Festsetzungsfrist fr&uuml;hestens mit Ablauf des Kalenderjahres 2006.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>51<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Da nach den bindenden Feststellungen des FG (&sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 FGO) in den Jahren 2005 und 2006 f&uuml;r den BgA eine Betriebspr&uuml;fung durchgef&uuml;hrt worden ist, die sich auf die Kapitalertragsteuer der Anmeldungszeitr&auml;ume 2002 und 2003 erstreckte, ist eine Ablaufhemmung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;171 Abs.&nbsp;4 AO eingetreten. Dies gilt sowohl f&uuml;r die den Schuldner der Kapitalertr&auml;ge treffende Entrichtungsschuld als auch f&uuml;r die Kapitalertragsteuerschuld des Gl&auml;ubigers der Kapitalertr&auml;ge. Die vom BFH im Hinblick auf &sect;&nbsp;171 Abs.&nbsp;4 AO f&uuml;r den Steuerschuldner einerseits und den Entrichtungs- bzw. Haftungsschuldner andererseits vorgenommene Differenzierung (vgl. BFH-Urteil vom 13.&nbsp;Dezember 2011 II&nbsp;R&nbsp;26\/10, BFHE 236, 212, BStBl II 2013, 596, zur Versicherungsteuer, m.w.N.) ist nicht auf den Streitfall &uuml;bertragbar, da die Kl&auml;gerin sowohl f&uuml;r die Entrichtungsschuld als auch f&uuml;r die Kapitalertragsteuerschuld das alleinige Steuersubjekt ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>52<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>C. Die Kostenentscheidung folgt aus &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 30.1.2018, VIII R 75\/13ECLI:DE:BFH:2018:U.300118.VIIIR75.13.0 Regiebetriebe: Keine Kapitalertragsteuer durch Aufl&ouml;sung von R&uuml;cklagen, die aus Gewinnen des Jahres 2001 stammen &#8211; Umwandlung eines Regiebetriebs in eine GmbH: Kapitalertragsteuerpflicht f&uuml;r Gewinn des Rumpfwirtschaftsjahres 2002 Leits&auml;tze Bei einem Betrieb gewerblicher Art in der Form des Regiebetriebs f&uuml;hren in 2001 erzielte Gewinne nicht zu steuerpflichtigen Eink&uuml;nften aus &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/viii-r-75-13-regiebetriebe-keine-kapitalertragsteuer-durch-aufloesung-von-ruecklagen-die-aus-gewinnen-des-jahres-2001-stammen-umwandlung-eines-regiebetriebs-in-eine-gmbh-kapitalertragsteuerpflicht-fue\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">VIII&nbsp;R&nbsp;75\/13 &#8211; Regiebetriebe: Keine Kapitalertragsteuer durch Aufl&ouml;sung von R&uuml;cklagen, die aus Gewinnen des Jahres 2001 stammen &#8211; Umwandlung eines Regiebetriebs in eine GmbH: Kapitalertragsteuerpflicht f&uuml;r Gewinn des Rumpfwirtschaftsjahres 2002<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-69508","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/69508","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=69508"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/69508\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=69508"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=69508"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=69508"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}