{"id":69510,"date":"2018-06-14T18:09:57","date_gmt":"2018-06-14T16:09:57","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=69510"},"modified":"2018-06-14T18:09:57","modified_gmt":"2018-06-14T16:09:57","slug":"viii-r-15-16-zulaessigkeit-von-ruecklagen-im-regiebetrieb-einer-verbandskoerperschaft-teilweise-parallelentscheidung-zu-bfh-urteil-vom-30-januar-2018-viii-r-42-15","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/viii-r-15-16-zulaessigkeit-von-ruecklagen-im-regiebetrieb-einer-verbandskoerperschaft-teilweise-parallelentscheidung-zu-bfh-urteil-vom-30-januar-2018-viii-r-42-15\/","title":{"rendered":"VIII&nbsp;R&nbsp;15\/16 &#8211; Zul&auml;ssigkeit von R&uuml;cklagen im Regiebetrieb einer Verbandsk&ouml;rperschaft &#8211; Teilweise Parallelentscheidung zu BFH-Urteil vom 30. Januar 2018 VIII R 42\/15"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 30.1.2018, VIII R 15\/16<br \/>ECLI:DE:BFH:2018:U.300118.VIIIR15.16.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Zul&auml;ssigkeit von R&uuml;cklagen im Regiebetrieb einer Verbandsk&ouml;rperschaft &#8211; Teilweise Parallelentscheidung zu BFH-Urteil vom 30. Januar 2018 VIII R 42\/15<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>Die Bildung einer R&uuml;cklage i.S. des &sect; 20 Abs. 1 Nr. 10 Buchst. b EStG ist bei Regiebetrieben einer Verbandsk&ouml;rperschaft unter den gleichen Voraussetzungen wie bei Regiebetrieben einer kommunalen Gebietsk&ouml;rperschaft zul&auml;ssig. Mangels gesetzlicher Beschr&auml;nkungen reicht f&uuml;r deren steuerliche Anerkennung jedes &quot;Stehenlassen&quot; der handelsrechtlichen Gewinne als Eigenkapital aus, sofern anhand objektiver Umst&auml;nde nachvollzogen und &uuml;berpr&uuml;ft werden kann, dass dem Regiebetrieb die entsprechenden Mittel weiterhin als Eigenkapital zur Verf&uuml;gung stehen sollen.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Die Revision des Beklagten gegen das Urteil des Finanzgerichts D&uuml;sseldorf vom 18. M&auml;rz 2016&nbsp;&nbsp;6 K 2099\/13 KE wird als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des Revisionsverfahrens hat der Beklagte zu tragen.<\/p>\n<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">I.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger und Revisionsbeklagte (Kl&auml;ger) unterhielt in den Streitjahren 2005 bis 2007 einen Betrieb gewerblicher Art &quot;X&quot; (BgA X). Dessen Gewinne unterwarf der Beklagte und Revisionskl&auml;ger (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) f&uuml;r die Anmeldungszeitr&auml;ume 8\/2006, 8\/2007 und 8\/2008 der Kapitalertragsteuer, obwohl der Kl&auml;ger die Einstellung der Gewinne in die R&uuml;cklagen geltend machte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger ist eine K&ouml;rperschaft des &ouml;ffentlichen Rechts, die als Berufsverband und X t&auml;tig ist. Mitglieder sind &#8230; Die in den Handelsbilanzen des Kl&auml;gers ermittelten Jahres&uuml;bersch&uuml;sse in H&ouml;he von &#8230;&nbsp;EUR (2005), &#8230;&nbsp;EUR (2006) und &#8230;&nbsp;EUR (2007) wurden in die (satzungsm&auml;&szlig;igen) Gewinnr&uuml;cklagen eingestellt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach den Ergebnissen der Betriebspr&uuml;fung buchte der Kl&auml;ger s&auml;mtliche Einnahmen und Ausgaben im Rechnungswesen der X. F&uuml;r die verschiedenen T&auml;tigkeitsbereiche habe es weder getrennte Buchf&uuml;hrungen noch getrennte Bankkonten gegeben. Die rechnerische Zuordnung der Aufwendungen sei &uuml;ber eine Aufteilung nach Kostenschl&uuml;sseln erfolgt. Die Pr&uuml;fung kam zu dem Ergebnis, die handelsrechtlichen Jahres&uuml;bersch&uuml;sse des BgA X seien in den Bilanzen des Kl&auml;gers zutreffend ausgewiesen. Soweit die Aufwendungen dem Berufsverband zuzurechnen seien, w&uuml;rden sie durch die (echten) Mitgliedsbeitr&auml;ge ausgeglichen. &Uuml;bersch&uuml;sse seien insoweit nicht erzielt worden. Soweit der Berufsverband f&uuml;r seine Mitglieder besondere Projekte durchf&uuml;hre und hierf&uuml;r (noch) keine Sonderbeitr&auml;ge (unechte Mitgliedsbeitr&auml;ge) erhalten habe, seien in den Handelsbilanzen &quot;Vorr&auml;te&quot; aktiviert worden. Dies gelte in den Streitjahren insbesondere f&uuml;r das Projekt &quot;&#8230;&quot;.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Auf die Handelsbilanzgewinne des BgA X, deren H&ouml;he sich gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 der Satzung des Kl&auml;gers aus einer Verzinsung der freien R&uuml;cklagen mit der Bruttodurchschnittsrendite aller Kapitalanlagen ergebe, falle gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;10 Buchst.&nbsp;b i.V.m. &sect;&nbsp;43 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;7c und &sect;&nbsp;43a Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;6 des Einkommensteuergesetzes in der f&uuml;r die Streitjahre geltenden Fassung (EStG) eine 10&nbsp;%-ige Kapitalertragsteuer an. Die Bildung von R&uuml;cklagen sei nicht zul&auml;ssig, da der BgA X als Regiebetrieb anzusehen sei, dessen Zweck auch ohne eine solche R&uuml;cklagenbildung nachhaltig habe erf&uuml;llt werden k&ouml;nnen. Au&szlig;erdem seien in den Streitjahren Betr&auml;ge in H&ouml;he von jeweils 48 bis 60&nbsp;Mio.&nbsp;EUR nicht verbraucht und auch nicht zur Bildung von R&uuml;cklagen oder R&uuml;ckstellungen verwendet, sondern den Mitgliedern als R&uuml;ckgaben erstattet worden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA erlie&szlig; daraufhin gegen&uuml;ber dem Kl&auml;ger die Bescheide &uuml;ber die Festsetzung von Kapitalertragsteuer und Solidarit&auml;tszuschlag zur Kapitalertragsteuer vom 12.&nbsp;November 2012 f&uuml;r den Anmeldungszeitraum 8\/2006 mit einer Kapitalertragsteuer in H&ouml;he von &#8230;&nbsp;EUR, f&uuml;r den Anmeldungszeitraum 8\/2007 mit einer Kapitalertragsteuer in H&ouml;he von &#8230;&nbsp;EUR und f&uuml;r den Anmeldungszeitraum 8\/2008 mit einer Kapitalertragsteuer in H&ouml;he von &#8230;&nbsp;EUR. Der gegen diese Bescheide gerichtete Einspruch hatte keinen Erfolg.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dagegen urteilte das Finanzgericht (FG), das FA habe gegen&uuml;ber dem Kl&auml;ger zu Unrecht Kapitalertragsteuer festgesetzt. Zwar f&uuml;hre der Kl&auml;ger einen BgA X ohne eigene Rechtspers&ouml;nlichkeit, der von seiner T&auml;tigkeit als Berufsverband und dem Betrieb gewerblicher Art &quot;Projekte&quot; (BgA Projekte) zu trennen sei und f&uuml;r dessen Gewinne er unter den Voraussetzungen des &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;10 Buchst.&nbsp;b EStG Kapitalertragsteuer schulde. Allerdings seien die Gewinne des als Regiebetrieb gef&uuml;hrten BgA X in den Streitjahren in die R&uuml;cklagen eingestellt worden, so dass keine Kapitalertragsteuer anfalle. Das Urteil ist in Entscheidungen der Finanzgerichte (EFG) 2016, 1179 ver&ouml;ffentlicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit seiner Revision macht das FA geltend, bei Regiebetrieben setze die Anerkennung von R&uuml;cklagen i.S. des &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;10 Buchst.&nbsp;b EStG voraus, dass die Zwecke des Betriebs gewerblicher Art ohne die R&uuml;cklagenbildung nachhaltig nicht erf&uuml;llt werden k&ouml;nnten (vgl. Schreiben des Bundesministeriums der Finanzen &#8211;BMF&#8211; vom 8.&nbsp;August 2005 IV&nbsp;B&nbsp;7&nbsp;-S&nbsp;2706a-&nbsp;4\/05, BStBl I 2005, 831, Rz&nbsp;23; vom 9.&nbsp;Januar 2015 IV&nbsp;C&nbsp;2&nbsp;-S&nbsp;2706-&nbsp;a\/13\/10001, BStBl I 2015, 111, Rz&nbsp;35). Dies folge daraus, dass die Tr&auml;gerk&ouml;rperschaft im Fall eines Regiebetriebs &#8211;im Gegensatz zu einem Eigenbetrieb&#8211; unmittelbar &uuml;ber die Gewinne des Betriebs gewerblicher Art verf&uuml;gen k&ouml;nne, und werde durch das entsprechende obiter dictum im Urteil des Bundesfinanzhofs (BFH) vom 16.&nbsp;November 2011 I&nbsp;R&nbsp;108\/09 (BFHE 236, 48, BStBl II 2013, 328) best&auml;tigt. Lie&szlig;e man die R&uuml;cklagenbildung bei Regiebetrieben voraussetzungslos zu, st&uuml;nde es im Belieben der Tr&auml;gerk&ouml;rperschaft, ob f&uuml;r die Gewinne eines Regiebetriebs Kapitalertragsteuer anfalle.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Streitfall seien diese Voraussetzungen nicht erf&uuml;llt. Insbesondere sei eine Zuf&uuml;hrung zu den freien und unbelasteten Eigenmitteln nicht erforderlich gewesen, &#8230;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt, die Vorentscheidung aufzuheben und die Klage abzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger beantragt, die Revision des FA als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">II.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Revision des FA ist unbegr&uuml;ndet und daher zur&uuml;ckzuweisen (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Das FG hat zu Recht entschieden, dass die an den Kl&auml;ger gerichteten Bescheide &uuml;ber die Festsetzung von Kapitalertragsteuer vom 12.&nbsp;November 2012 f&uuml;r die Anmeldungszeitr&auml;ume 8\/2006, 8\/2007 und 8\/2008 in Gestalt der Einspruchsentscheidung vom 22.&nbsp;Juli 2013 rechtswidrig waren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Zwar durfte das FA den Kl&auml;ger wegen fehlender Abgabe der Kapitalertragsteueranmeldungen i.S. des &sect;&nbsp;45a EStG grunds&auml;tzlich f&uuml;r die Entrichtungsschulden des BgA X im Wege des Nachforderungsbescheids in Anspruch nehmen (&sect;&nbsp;167 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Alternative&nbsp;2 der Abgabenordnung &#8211;AO&#8211; i.V.m. &sect;&nbsp;155 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 AO, &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;10 Buchst.&nbsp;b EStG, &sect;&nbsp;43 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;7c EStG und &sect;&nbsp;44 Abs.&nbsp;6 S&auml;tze&nbsp;1 und 4 sowie Abs.&nbsp;1 S&auml;tze&nbsp;3 bis 5 EStG). Die Kapitalertragsteuer betr&auml;gt aber jeweils 0&nbsp;EUR, da die vom BgA X in den Jahren 2005 bis 2007 erzielten Gewinne gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;10 Buchst.&nbsp;b Satz 1 EStG den R&uuml;cklagen zugef&uuml;hrt worden sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;10 Buchst.&nbsp;b Satz&nbsp;1 EStG geh&ouml;rt zu den Eink&uuml;nften aus Kapitalverm&ouml;gen u.a. der nicht den R&uuml;cklagen zugef&uuml;hrte Gewinn eines Betriebs gewerblicher Art i.S. des &sect;&nbsp;4 des K&ouml;rperschaftsteuergesetzes (KStG) ohne eigene Rechtspers&ouml;nlichkeit. Weitere Voraussetzungen sind, dass der Betrieb gewerblicher Art nicht von der K&ouml;rperschaftsteuer befreit ist und seinen Gewinn durch Betriebsverm&ouml;gensvergleich ermittelt oder mehr als 350.000&nbsp;EUR Umsatz im Kalenderjahr oder mehr als 30.000&nbsp;EUR Gewinn im Wirtschaftsjahr hat. Gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;10 Buchst.&nbsp;b Satz&nbsp;2 EStG f&uuml;hrt die sp&auml;tere Aufl&ouml;sung der R&uuml;cklagen zu Zwecken au&szlig;erhalb des Betriebs gewerblicher Art ebenfalls zu einem Gewinn i.S. des Satzes&nbsp;1.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Regelungen enthalten eine Aussch&uuml;ttungsfiktion, da wegen der fehlenden rechtlichen Selbst&auml;ndigkeit des Betriebs gewerblicher Art keine tats&auml;chlichen Aussch&uuml;ttungen m&ouml;glich sind (BFH-Urteile vom 11.&nbsp;Juli 2007 I&nbsp;R&nbsp;105\/05, BFHE 218, 327, BStBl II 2007, 841, unter II.1.; in BFHE 236, 48, BStBl II 2013, 328, Rz&nbsp;12). Soweit f&uuml;r diese fiktiven Aussch&uuml;ttungen gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;27 Abs.&nbsp;1 bis 6 KStG, die gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;27 Abs.&nbsp;7 KStG sinngem&auml;&szlig; anwendbar sind, Betr&auml;ge aus dem steuerlichen Einlagekonto als verwendet gelten, liegen keine steuerpflichtigen Eink&uuml;nfte vor (&sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;10 Buchst.&nbsp;b Satz&nbsp;5 i.V.m. Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 EStG). Im Ergebnis soll f&uuml;r juristische Personen des &ouml;ffentlichen Rechts und deren wirtschaftliche Bet&auml;tigung in der Form eines rechtlich unselbst&auml;ndigen Betriebs gewerblicher Art eine zweite Besteuerungsebene geschaffen werden, die aus Gr&uuml;nden der Wettbewerbsgleichheit zu einer &auml;hnlichen Gesamtsteuerbelastung wie bei Kapitalgesellschaften und ihren Gesellschaftern f&uuml;hrt (vgl. BFH-Urteile in BFHE 218, 327, BStBl II 2007, 841, unter II.1.; vom 23.&nbsp;Januar 2008 I&nbsp;R&nbsp;18\/07, BFHE 220, 357, BStBl II 2008, 573, unter II.2.b&nbsp;aa; vom 25.&nbsp;M&auml;rz 2015 I&nbsp;R&nbsp;52\/13, BFHE 250, 46, BStBl II 2016, 172).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>F&uuml;r die Eink&uuml;nfte i.S. des &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;10 Buchst.&nbsp;b EStG f&auml;llt gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;43 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;7c EStG Kapitalertragsteuer an, die gem&auml;&szlig; &sect;&sect;&nbsp;2 Nr.&nbsp;2, 32 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 KStG abgeltende Wirkung hat und in den Streitjahren gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;43a Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;6 EStG 10&nbsp;% betr&auml;gt. Auch wenn der Betrieb gewerblicher Art mangels eigener Rechtspers&ouml;nlichkeit mit seiner Tr&auml;gerk&ouml;rperschaft zivilrechtlich identisch ist, gelten dabei gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;44 Abs.&nbsp;6 Satz&nbsp;1 EStG die juristische Person des &ouml;ffentlichen Rechts als Gl&auml;ubigerin der Kapitalertr&auml;ge (und damit gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;44 Abs.&nbsp;6 Satz 4 i.V.m. Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 EStG als Schuldnerin der Kapitalertragsteuer) und der Betrieb gewerblicher Art als Schuldner der Kapitalertr&auml;ge, der gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;44 Abs.&nbsp;6 Satz 4 i.V.m. Abs.&nbsp;1 S&auml;tze 3 bis&nbsp;5 EStG grunds&auml;tzlich der Entrichtungsschuldner der Kapitalertragsteuer ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Alleiniges Steuersubjekt bleibt aber auch f&uuml;r die Entrichtungsschuld der Kapitalertragsteuer des Betriebs gewerblicher Art ausschlie&szlig;lich die Tr&auml;gerk&ouml;rperschaft, da dem Betrieb gewerblicher Art eine rechtliche Organisationsform fehlt, die nach den Regelungen der Abgabenordnung handlungsf&auml;hig ist (zur K&ouml;rperschaftsteuer des Betriebs gewerblicher Art grundlegend BFH-Urteil vom 13.&nbsp;M&auml;rz 1974 I&nbsp;R&nbsp;7\/71, BFHE 112, 61, BStBl II 1974, 391; zum Streitstand Bott in Ernst &#038; Young, KStG, &sect;&nbsp;4 Rz&nbsp;19&nbsp;ff., und Meier\/Semelka in Herrmann\/Heuer\/Raupach &#8211;HHR&#8211;, &sect;&nbsp;4 KStG Rz&nbsp;6, jeweils m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kapitalertragsteuer f&uuml;r Gewinne des Betriebs gewerblicher Art entsteht gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;44 Abs.&nbsp;6 Satz&nbsp;2 EStG zum Zeitpunkt der Bilanzerstellung, sp&auml;testens aber acht Monate nach Ablauf des Wirtschaftsjahrs. Davon zu trennen ist der Zufluss der Eink&uuml;nfte aus Kapitalverm&ouml;gen i.S. des &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;10 Buchst.&nbsp;b Satz&nbsp;1 EStG bei der Tr&auml;gerk&ouml;rperschaft. Im Fall eines Regiebetriebs flie&szlig;en diese Eink&uuml;nfte zeitgleich (phasenkongruent) mit der Entstehung der Gewinne zum Abschluss des jeweiligen Wirtschaftsjahrs zu, im Fall eines Eigenbetriebs dagegen grunds&auml;tzlich erst im Folgejahr (vgl. BFH-Urteil vom 11.&nbsp;September 2013 I&nbsp;R&nbsp;77\/11, BFHE 242, 481, BStBl II 2015, 161, Rz&nbsp;20, m.w.N.). Dies folgt aus den unterschiedlichen haushalterischen Grundlagen. W&auml;hrend Eigenbetriebe finanzwirtschaftlich Sonderverm&ouml;gen der Tr&auml;gerk&ouml;rperschaft sind, deren Gewinn erst dann in den allgemeinen Haushalt der Tr&auml;gerk&ouml;rperschaft &uuml;berf&uuml;hrt wird, wenn dies das hierf&uuml;r zust&auml;ndige Gremium beschlie&szlig;t, flie&szlig;en Einnahmen der Regiebetriebe unmittelbar in den Haushalt der Tr&auml;gerk&ouml;rperschaft und Ausgaben werden unmittelbar aus dem Haushalt der Tr&auml;gerk&ouml;rperschaft bestritten (BFH-Urteile in BFHE 220, 357, BStBl II 2008, 573, unter II.2.b&nbsp;cc; in BFHE 236, 48, BStBl II 2013, 328, Rz&nbsp;14).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Unter Ber&uuml;cksichtigung dieser Grunds&auml;tze hat das FG rechtsfehlerfrei entschieden, dass die vom BgA X in den Jahren 2005 bis 2007 erzielten Gewinne nicht zu kapitalertragsteuerpflichtigen Eink&uuml;nften aus Kapitalverm&ouml;gen gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;10 Buchst.&nbsp;b EStG gef&uuml;hrt haben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Das FG geht zutreffend von der grunds&auml;tzlichen Anwendbarkeit des &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;10 Buchst.&nbsp;b EStG auf den BgA X aus.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>&sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;10 Buchst.&nbsp;b EStG ist nicht auf die Betriebe gewerblicher Art kommunaler Gebietsk&ouml;rperschaften beschr&auml;nkt, sondern gilt wegen des allgemeinen Verweises auf &sect;&nbsp;4 KStG auch f&uuml;r Betriebe gewerblicher Art anderer K&ouml;rperschaften. Entsprechendes gilt f&uuml;r die Unterscheidung zwischen Eigen- und Regiebetrieben, da hierbei nicht auf das Haushaltsrecht abgestellt wird, sondern auf die Frage, ob ein finanzwirtschaftliches Sonderverm&ouml;gen ohne eigene Rechtspers&ouml;nlichkeit gebildet worden ist (gl.A. Kr&auml;mer in D&ouml;tsch\/Pung\/M&ouml;hlenbrock &#8211;D\/P\/M&#8211;, Kommentar zum KStG und EStG, &sect;&nbsp;4 KStG Rz&nbsp;302).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Streitfall kommen nach der Satzung der Kl&auml;gerin zwar s&auml;mtliche &uuml;bersch&uuml;ssigen Beitr&auml;ge, die nicht f&uuml;r die satzungsm&auml;&szlig;ige R&uuml;cklage erforderlich sind, &uuml;ber die R&uuml;ckgaben ausschlie&szlig;lich den &#8230; X &#8230; zugute. Dies reicht aber nicht f&uuml;r eine Verm&ouml;gensabgrenzung i.S. eines finanzwirtschaftlichen Sonderverm&ouml;gens aus, zumal es nichts an der unmittelbaren Verf&uuml;gungsbefugnis der Kl&auml;gerin als Tr&auml;gerk&ouml;rperschaft &auml;ndert. Im Ergebnis liegt ein Betrieb gewerblicher Art ohne eigene Rechtspers&ouml;nlichkeit in der Form eines Regiebetriebs vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Der BgA X ist nach den bindenden Feststellungen des FG (&sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 FGO) nicht von der K&ouml;rperschaftsteuer befreit und ermittelt den Gewinn durch Betriebsverm&ouml;gensvergleich. Dass lediglich eine Gesamtbilanz f&uuml;r die T&auml;tigkeiten Verband, BgA Projekte und BgA X erstellt worden ist, schadet hier deshalb nicht, weil diese nach den bindenden Feststellungen des FG (&sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 FGO) in zutreffender H&ouml;he den handelsrechtlichen Gewinn des BgA X ausweist. Die nach den handelsrechtlichen Grunds&auml;tzen ordnungsm&auml;&szlig;iger Buchf&uuml;hrung zutreffenden Jahres&uuml;bersch&uuml;sse i.S. des &sect;&nbsp;275 des Handelsgesetzbuchs (HGB) sind f&uuml;r den &quot;Gewinn&quot; i.S. des &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;10 Buchst.&nbsp;b Satz 1 EStG die ma&szlig;gebende Gr&ouml;&szlig;e (vgl. BFH-Urteil in BFHE 242, 481, BStBl II 2015, 161, Rz&nbsp;21).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Auch die Entscheidung des FG, die Zuf&uuml;hrung der Gewinne des BgA X in die R&uuml;cklagen steuerlich anzuerkennen und dadurch f&uuml;r die Streitjahre steuerpflichtige Eink&uuml;nfte aus Kapitalverm&ouml;gen i.S. des &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;10 Buchst.&nbsp;b EStG zu verneinen, ist revisionsrechtlich nicht zu beanstanden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Die Bildung einer R&uuml;cklage i.S. des &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;10 Buchst.&nbsp;b Satz 1 EStG ist auch bei einem als Regiebetrieb gef&uuml;hrten Betrieb gewerblicher Art m&ouml;glich (a.A. Bott, Deutsche Steuer-Zeitung &#8211;DStZ&#8211; 2009, 710, 724; kritisch auch HHR\/Meier\/Semelka, &sect;&nbsp;4 KStG Rz&nbsp;127; Bott, DStZ 2015, 112, 122).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Gesetz werden weder der Begriff der &quot;R&uuml;cklagen&quot; noch die Voraussetzungen einer Zuf&uuml;hrung zu den R&uuml;cklagen definiert. Allerdings ist zu ber&uuml;cksichtigen, dass der Gesetzgeber mit den Regelungen zu den Betrieben gewerblicher Art grunds&auml;tzlich das Ziel verfolgt, die Gleichbehandlung dieser Betriebe mit Kapitalgesellschaften zu erreichen (BTDrucks&nbsp;14\/2683, S.&nbsp;114&nbsp;f.). Die Aussch&uuml;ttungsfiktion des &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;10 Buchst.&nbsp;b EStG und die Fiktion des &sect;&nbsp;44 Abs.&nbsp;6 Satz 1 EStG, die Tr&auml;gerk&ouml;rperschaft als Gl&auml;ubigerin der Kapitalertr&auml;ge und den Betrieb gewerblicher Art als Schuldner der Kapitalertr&auml;ge anzusehen, beruhen auf dem Gedanken, den Betrieb gewerblicher Art zur Schaffung zweier Besteuerungsebenen wie eine &quot;virtuelle Kapitalgesellschaft&quot; (M&auml;rtens in Gosch, KStG, 3.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;4 Rz&nbsp;22) zu behandeln. Dieser Gedanke einer virtuellen Kapitalgesellschaft gilt sowohl f&uuml;r Eigen- als auch f&uuml;r Regiebetriebe und umfasst grunds&auml;tzlich auch die M&ouml;glichkeit, Gewinne des Betriebs gewerblicher Art nicht sofort im Wege der Aussch&uuml;ttung der zweiten Besteuerungsebene zuf&uuml;hren zu m&uuml;ssen, sondern speichern zu d&uuml;rfen. Dem entspricht die gesetzlich einger&auml;umte M&ouml;glichkeit, R&uuml;cklagen bilden zu d&uuml;rfen, die erst zum Zeitpunkt der sp&auml;teren Aufl&ouml;sung die zweite Besteuerungsebene ausl&ouml;sen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Unterschiede zwischen Eigen- und Regiebetrieben f&uuml;hren zu keinem anderen Ergebnis. Zwar kann die Tr&auml;gerk&ouml;rperschaft bei Regiebetrieben im Gegensatz zu Eigenbetrieben unmittelbar &uuml;ber den Gewinn verf&uuml;gen. Dem Gesetz ist aber hinsichtlich der Zul&auml;ssigkeit der R&uuml;cklagenbildung keine Differenzierung zwischen Eigen- und Regiebetrieben zu entnehmen. Vielmehr spricht das Ziel einer Gleichbehandlung s&auml;mtlicher Betriebe gewerblicher Art ohne eigene Rechtspers&ouml;nlichkeit mit Kapitalgesellschaften f&uuml;r ein steuerrechtliches Verst&auml;ndnis der R&uuml;cklagen, das grunds&auml;tzlich sowohl f&uuml;r Eigen- als auch f&uuml;r Regiebetriebe gilt. Au&szlig;erdem ist zu ber&uuml;cksichtigen, dass die Annahme der kapitalertragsteuerpflichtigen Aussch&uuml;ttung bei einem Betrieb gewerblicher Art ohne eigene Rechtspers&ouml;nlichkeit lediglich auf einer Fiktion beruht. Damit ist auch die Ausnahme der Zuf&uuml;hrung zu den R&uuml;cklagen nur eine Fiktion, die nicht allein unter Hinweis auf die tats&auml;chliche unmittelbare Verf&uuml;gungsbefugnis der Tr&auml;gerk&ouml;rperschaft verneint werden kann.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Der Senat folgt nicht der Auslegung der Finanzverwaltung, wonach die R&uuml;cklagenbildung bei Regiebetrieben nur unter bestimmten zus&auml;tzlichen Voraussetzungen zuzulassen ist (BMF-Schreiben in BStBl I 2015, 111, Rz&nbsp;35; zustimmend Bl&uuml;mich\/ Ratschow, &sect;&nbsp;20 EStG Rz&nbsp;344).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>F&uuml;r diese zus&auml;tzlichen Voraussetzungen fehlt eine gesetzliche Grundlage (gl.A. Bott, DStZ 2015, 112, 122; Bott\/Schiffers, DStZ 2013, 886, 900). Sie wurden auch nicht durch das Urteil des I.&nbsp;Senats des BFH in BFHE 236, 48, BStBl II 2013, 328 (Rz&nbsp;16) best&auml;tigt (a.A. wohl B&uuml;rstinghaus in Hidien\/J&uuml;rgens, Die Besteuerung der &ouml;ffentlichen Hand, &sect;&nbsp;5 Rz&nbsp;884&nbsp;f.). Bei diesen Ausf&uuml;hrungen handelte es sich lediglich um ein obiter dictum. Entscheidend war in jener Entscheidung allein, aus den unterschiedlichen haushalterischen Vorgaben f&uuml;r Regie- und Eigenbetriebe abzuleiten, dass die zu diesem Zeitpunkt nach Auffassung der Finanzverwaltung f&uuml;r s&auml;mtliche Betriebe gewerblicher Art ohne eigene Rechtspers&ouml;nlichkeit geltenden Einschr&auml;nkungen f&uuml;r die Bildung von R&uuml;cklagen (BMF-Schreiben in BStBl I 2005, 831, Rz&nbsp;23) jedenfalls nicht auf Eigenbetriebe anwendbar seien.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Die Zuf&uuml;hrung zu den R&uuml;cklagen i.S. des &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;10 Buchst.&nbsp;b Satz&nbsp;1 EStG setzt dar&uuml;ber hinaus weder den &#8211;im Streitfall gegebenen&#8211; formalen Ausweis als handelsbilanzielle R&uuml;cklage i.S. des &sect;&nbsp;272 HGB noch eine &#8211;bei der Kl&auml;gerin als Verbandsk&ouml;rperschaft nicht in Betracht kommende&#8211; haushaltsrechtlich bindende Mittelreservierung auf Ebene der Tr&auml;gerk&ouml;rperschaft voraus (vgl. auch Kr&auml;mer in D\/P\/M, a.a.O., &sect;&nbsp;4 KStG Rz&nbsp;305a und 309). F&uuml;r eine entsprechende Einschr&auml;nkung der vom Gesetzgeber ausdr&uuml;cklich einger&auml;umten Dispositionsbefugnis ist in &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;10 Buchst.&nbsp;b Satz&nbsp;1 EStG ebenfalls keine ausreichende gesetzliche Grundlage erkennbar.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Auslegung des R&uuml;cklagenbegriffs muss sich vielmehr an dem steuerlichen Zweck orientieren, auch Betrieben gewerblicher Art die M&ouml;glichkeit zu er&ouml;ffnen, ihre handelsrechtlichen Gewinne erst dann der Kapitalertragsteuer zu unterwerfen, wenn sie nicht mehr f&uuml;r Zwecke des Betriebs genutzt, sondern auf die Ebene der Tr&auml;gerk&ouml;rperschaft &uuml;berf&uuml;hrt werden. Au&szlig;erdem ist der fiktive Charakter der R&uuml;cklagen i.S. des &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;10 Buchst.&nbsp;b Satz&nbsp;1 EStG zu ber&uuml;cksichtigen. Dem w&uuml;rden sowohl das Erfordernis eines formalen Ausweises als R&uuml;cklage als auch die Ankn&uuml;pfung an eine haushaltsrechtlich bindende Mittelreservierung auf Ebene der Tr&auml;gerk&ouml;rperschaft widersprechen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>dd) Dementsprechend hat der BFH f&uuml;r den Fall eines Eigenbetriebs entschieden, dass dessen Gewinne schon dann als den R&uuml;cklagen zugef&uuml;hrt gelten, wenn sie nicht durch einen Aussch&uuml;ttungsbeschluss oder durch eine verdeckte Gewinnaussch&uuml;ttung (vGA) an die Tr&auml;gerk&ouml;rperschaft f&uuml;r Zwecke au&szlig;erhalb des Betriebs gewerblicher Art &uuml;berf&uuml;hrt worden sind (BFH-Urteil in BFHE 236, 48, BStBl II 2013, 328, Rz&nbsp;15 und 22). Damit hat der BFH f&uuml;r Eigenbetriebe best&auml;tigt, dass grunds&auml;tzlich jedes &quot;Stehenlassen&quot; der handelsrechtlichen Gewinne als Eigenkapital f&uuml;r Zwecke des Betriebs gewerblicher Art ausreicht, unabh&auml;ngig davon, ob dies in der Form der Zuf&uuml;hrung zu den Gewinnr&uuml;cklagen, als Gewinnvortrag oder unter einer anderen Position des Eigenkapitals geschieht (vgl. auch BMF-Schreiben in BStBl I 2015, 111, Rz&nbsp;34; Verf&uuml;gung der Oberfinanzdirektion Karlsruhe vom 7.&nbsp;Oktober 2015 S&nbsp;270.6\/43-St&nbsp;212, unter V.2.1.1; Bott in Ernst &#038; Young, a.a.O., &sect;&nbsp;4 Rz&nbsp;452.5; Gastl in Hidien\/J&uuml;rgens, a.a.O., &sect;&nbsp;6 Rz&nbsp;101).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>ee) Von dieser Rechtsprechung ist grunds&auml;tzlich auch im Fall eines Regiebetriebs auszugehen, da Eigen- und Regiebetriebe mangels einer entsprechenden Differenzierung in &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;10 Buchst.&nbsp;b EStG so weit wie m&ouml;glich gleich zu behandeln sind. Dies gilt nicht nur im Bereich kommunaler Gebietsk&ouml;rperschaften, sondern auch f&uuml;r Regiebetriebe anderer K&ouml;rperschaften. Allerdings ist zu ber&uuml;cksichtigen, dass bei einem Regiebetrieb &#8211;im Gegensatz zu einem Eigenbetrieb&#8211; kein Aussch&uuml;ttungsbeschluss erforderlich ist, um der Tr&auml;gerk&ouml;rperschaft die Verf&uuml;gung &uuml;ber die Gewinne des Betriebs gewerblicher Art zu erm&ouml;glichen. Deshalb muss anhand objektiver Umst&auml;nde nachvollzogen und &uuml;berpr&uuml;ft werden k&ouml;nnen, dass dem Regiebetrieb die entsprechenden Mittel weiterhin als Eigenkapital zur Verf&uuml;gung stehen. Angesichts der auf Fiktionen basierenden Besteuerungsmerkmale sind hieran aber keine strengen Anforderungen zu stellen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>ff) Auch f&uuml;r Liquidit&auml;tsabfl&uuml;sse an die Tr&auml;gerk&ouml;rperschaft, beispielsweise durch Gew&auml;hrung eines Darlehens des Betriebs gewerblicher Art an die Tr&auml;gerk&ouml;rperschaft, gelten grunds&auml;tzlich keine weiteren Einschr&auml;nkungen. Dies folgt zum einen aus der Ankn&uuml;pfung der Aussch&uuml;ttungsfiktion des &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;10 Buchst.&nbsp;b EStG an die bilanzielle Gr&ouml;&szlig;e des handelsrechtlichen Jahres&uuml;berschusses, f&uuml;r den Liquidit&auml;ts&uuml;berlegungen grunds&auml;tzlich keine Rolle spielen (vgl. BFH-Urteil in BFHE 242, 481, BStBl II 2015, 161, Rz&nbsp;22 und 25; von&nbsp;Beckerath in Kirchhof, EStG, 17.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;20 Rz&nbsp;64; HHR\/Intemann, &sect;&nbsp;20 EStG Rz&nbsp;360; kritisch zur Ber&uuml;cksichtigung von Liquidit&auml;ts&uuml;berlegungen auch Kr&auml;mer in D\/P\/M, a.a.O., &sect;&nbsp;4 KStG Rz&nbsp;313 und Bott\/Schiffers, DStZ 2013, 886, 892 und 899), und zum anderen aus der grunds&auml;tzlichen Anerkennung von Rechtsbeziehungen zwischen dem Betrieb gewerblicher Art und seiner Tr&auml;gerk&ouml;rperschaft (BFH-Urteil vom 9.&nbsp;Juli 2003 I&nbsp;R&nbsp;48\/02, BFHE 203, 71, BStBl II 2004, 425). Allerdings sind im Verh&auml;ltnis zwischen Tr&auml;gerk&ouml;rperschaft und Betrieb gewerblicher Art die f&uuml;r Kapitalgesellschaften und deren Alleingesellschafter entwickelten Grunds&auml;tze &uuml;ber vGA entsprechend anwendbar (vgl. auch BFH-Urteile vom 10.&nbsp;Juli 1996 I&nbsp;R&nbsp;108-109\/95, BFHE 181, 277, BStBl II 1997, 230; vom 17.&nbsp;Mai 2000 I&nbsp;R&nbsp;50\/98, BFHE 192, 92, BStBl II 2001, 558; BFH-Beschluss vom 6.&nbsp;November 2007 I&nbsp;R&nbsp;72\/06, BFHE 219, 545, BStBl II 2009, 246), wobei wegen der rechtlichen Identit&auml;t zwischen Tr&auml;gerk&ouml;rperschaft und Betrieb gewerblicher Art die zivilrechtliche Wirksamkeit des Rechtsgesch&auml;fts keine Rolle spielen kann (vgl. auch J&uuml;rgens in Hidien\/J&uuml;rgens, a.a.O., &sect;&nbsp;5 Rz&nbsp;421).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>gg) Im Streitfall sind die ermittelten Jahres&uuml;bersch&uuml;sse in der Bilanz ausdr&uuml;cklich in eine satzungsm&auml;&szlig;ige (Gewinn-)R&uuml;cklage eingestellt worden. Das Zusammenspiel zwischen der in &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 der Satzung vorgesehenen Gewinnr&uuml;cklage und dem tats&auml;chlichen Ausweis einer solchen R&uuml;cklage in der Bilanz reicht aus, um nachvollziehen zu k&ouml;nnen, dass die erzielten Gewinne weiterhin f&uuml;r Zwecke des BgA X als Eigenkapital zur Verf&uuml;gung stehen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dar&uuml;ber hinaus f&uuml;hrt der Liquidit&auml;tsabfluss durch die Vorfinanzierung der Ausgaben des BgA Projekte nicht zu einer vGA des BgA X. Zwar hat der BgA X dem BgA Projekte Finanzmittel zur Verf&uuml;gung gestellt, die in der Bilanz nicht als (Darlehens-)Forderung gegen&uuml;ber dem BgA Projekte, sondern lediglich als Vorr&auml;te ausgewiesen werden. Nach den bindenden Feststellungen des FG (&sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 FGO) hat der BgA X dem BgA Projekte die Finanzmittel aber trotzdem &quot;wie Darlehen&quot; und nicht &quot;wie Gewinne&quot; zur Verf&uuml;gung gestellt, da sie mit Zinsen zur&uuml;ckgezahlt worden seien. Dies widerspricht weder Denkgesetzen noch allgemeinen Erfahrungss&auml;tzen, da sich im Rahmen der konsolidierten Gesamtbilanz die vom FG angenommene Darlehensforderung und die entsprechende Verbindlichkeit des BgA Projekte aufheben. Auch dass das FG als Beleg f&uuml;r die Annahme eines Darlehens auf den Vertrag mit der &#8230; vom &#8230;&nbsp;Dezember 2004 Bezug nimmt, der ausschlie&szlig;lich dem BgA Projekte zuzuordnen ist, f&uuml;hrt zu keinem anderen Ergebnis. Denn im Zusammenhang mit den Satzungsregelungen in &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 und &sect;&nbsp;5 Abs.&nbsp;4 wird aus diesem Vertrag trotzdem deutlich, dass die aus diesen Vertr&auml;gen zuflie&szlig;enden Einnahmen letztlich beim BgA X zu einer verzinsten R&uuml;ckf&uuml;hrung der dem BgA Projekte vorfinanzierten Ausgaben f&uuml;hren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Die Kostenentscheidung beruht auf &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 30.1.2018, VIII R 15\/16ECLI:DE:BFH:2018:U.300118.VIIIR15.16.0 Zul&auml;ssigkeit von R&uuml;cklagen im Regiebetrieb einer Verbandsk&ouml;rperschaft &#8211; Teilweise Parallelentscheidung zu BFH-Urteil vom 30. Januar 2018 VIII R 42\/15 Leits&auml;tze Die Bildung einer R&uuml;cklage i.S. des &sect; 20 Abs. 1 Nr. 10 Buchst. b EStG ist bei Regiebetrieben einer Verbandsk&ouml;rperschaft unter den gleichen Voraussetzungen wie bei Regiebetrieben einer &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/viii-r-15-16-zulaessigkeit-von-ruecklagen-im-regiebetrieb-einer-verbandskoerperschaft-teilweise-parallelentscheidung-zu-bfh-urteil-vom-30-januar-2018-viii-r-42-15\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">VIII&nbsp;R&nbsp;15\/16 &#8211; Zul&auml;ssigkeit von R&uuml;cklagen im Regiebetrieb einer Verbandsk&ouml;rperschaft &#8211; Teilweise Parallelentscheidung zu BFH-Urteil vom 30. 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