{"id":69511,"date":"2018-06-14T18:09:46","date_gmt":"2018-06-14T16:09:46","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=69511"},"modified":"2018-06-14T18:09:46","modified_gmt":"2018-06-14T16:09:46","slug":"ix-r-34-16-entschaedigung-und-schadenersatz-einheitsbetrachtung-indizielle-beurteilung-5","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/ix-r-34-16-entschaedigung-und-schadenersatz-einheitsbetrachtung-indizielle-beurteilung-5\/","title":{"rendered":"IX&nbsp;R&nbsp;34\/16 &#8211; Entsch&auml;digung und Schadenersatz &#8211; Einheitsbetrachtung &#8211; indizielle Beurteilung &#8211;"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 9.1.2018, IX R 34\/16<br \/>ECLI:DE:BFH:2018:U.090118.IXR34.16.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Entsch&auml;digung und Schadenersatz &#8211; Einheitsbetrachtung &#8211; indizielle Beurteilung &#8211; <\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>1. Verpflichtet sich der Arbeitgeber vertraglich, im Zusammenhang mit der Aufl&ouml;sung des Arbeitsverh&auml;ltnisses mehrere Zahlungen an den Arbeitnehmer zu leisten, ist eine einheitliche Entsch&auml;digung nur anzunehmen, wenn tats&auml;chliche Anhaltspunkte daf&uuml;r festgestellt sind, dass s&auml;mtliche Teilzahlungen &quot;als Ersatz f&uuml;r entgangene oder entgehende Einnahmen&quot; i.S. des &sect; 24 Nr. 1 Buchst. a EStG gew&auml;hrt worden sind (Best&auml;tigung des Senatsurteils vom 11. Juli 2017 IX R 28\/16, BFHE 259, 272, BStBl II 2018, 86).<\/p>\n<\/p>\n<p>2. Ist neben einer Entsch&auml;digung f&uuml;r entgangene Einnahmen, die sich ihrer H&ouml;he nach im Rahmen des &Uuml;blichen bewegt, eine weitere Zahlung vereinbart, die bei zusammenfassender Betrachtung den Rahmen des &Uuml;blichen in besonderem Ma&szlig;e &uuml;berschreiten w&uuml;rde, spricht dies indiziell daf&uuml;r, dass es sich insoweit nicht um eine Entsch&auml;digung f&uuml;r entgangene Einnahmen handelt. Von einer &Uuml;berschreitung in besonderem Ma&szlig; ist auszugehen, wenn durch die zweite Teilzahlung die H&ouml;he der Gesamtzahlung verdoppelt wird.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Auf die Revision des Kl&auml;gers wird das Urteil des Finanzgerichts Rheinland-Pfalz vom 22. Januar 2016&nbsp;&nbsp;4 K 2086\/14 aufgehoben.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Sache wird an das Finanzgericht Rheinland-Pfalz zur&uuml;ckverwiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Diesem wird die Entscheidung &uuml;ber die Kosten des Revisionsverfahrens &uuml;bertragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">I. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger und Revisionskl&auml;ger (Kl&auml;ger) war als Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer des A-Vereins t&auml;tig. Der Verein f&uuml;hrt Selbstkontrollen in der Industrie durch.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Am &#8230; wurde der Kl&auml;ger auf dem Heimweg zu seinem Wohnhaus Opfer eines &Uuml;berfalls. Er erlitt lebensgef&auml;hrliche Verletzungen am Kopf, musste in der Folge drei Mal operiert werden und ist seitdem schwerbehindert. Der T&auml;ter nahm den Autoschl&uuml;ssel, die Geldb&ouml;rse und das Mobiltelefon des Kl&auml;gers an sich und fl&uuml;chtete mit dessen Dienstwagen. Er wurde gefasst und wegen der Tat vom Amtsgericht zu einer Jugendhaftstrafe von vier Jahren und sechs Monaten verurteilt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger versuchte zun&auml;chst, f&uuml;r die Folgen des &Uuml;berfalls Leistungen der gesetzlichen Unfallversicherung zu erhalten (Arbeitsunfall). Das Sozialgericht gab der Klage statt (Urteil vom 22.&nbsp;Juni 2010 S&nbsp;3&nbsp;U&nbsp;98\/09). Das Landessozialgericht (LSG) hob das erstinstanzliche Urteil auf und wies die Klage ab (LSG Rheinland-Pfalz, Urteil vom 16.&nbsp;Januar 2012 L&nbsp;2&nbsp;U&nbsp;200\/10, juris). Es f&uuml;hrte zur Begr&uuml;ndung u.a. aus, f&uuml;r einen vors&auml;tzlichen &Uuml;berfall bestehe grunds&auml;tzlich kein Versicherungsschutz. Etwas anderes gelte nur bei einem Angriff aus betriebsbezogenen Motiven. Daran fehle es. Der T&auml;ter habe im Strafverfahren wie bei seiner Vernehmung als Zeuge vor dem LSG angegeben, er habe nicht von vornherein geplant, gerade den Kl&auml;ger zu &uuml;berfallen. Er h&auml;tte auch jeden anderen &uuml;berfallen k&ouml;nnen. Die Idee f&uuml;r den &Uuml;berfall sei ihm spontan gekommen, um an ein Auto zu gelangen. Das LSG hat den Antrag des Kl&auml;gers abgelehnt, den Anstaltspsychologen als Zeugen zu vernehmen. Selbst wenn der T&auml;ter im Rahmen des Resozialisierungsprogramms, wie vom Kl&auml;ger behauptet, ge&auml;u&szlig;ert h&auml;tte, dem Kl&auml;ger aufgelauert zu haben, ergebe sich daraus kein betriebsbezogenes Tatmotiv. Das Bundessozialgericht (BSG) hat die Revision des Kl&auml;gers gegen das Urteil des LSG zur&uuml;ckgewiesen (BSG, Urteil vom 18.&nbsp;Juni 2013 B&nbsp;2&nbsp;U&nbsp;7\/12&nbsp;R, Neue Zeitschrift f&uuml;r Verkehrsrecht 2015, 91). Der Kl&auml;ger habe sich im Zeitpunkt des &Uuml;berfalls nicht auf einem Betriebsweg befunden. Der Fu&szlig;weg von seinem PKW zu seinem Privathaus habe auch nicht unter dem Schutz der Wegeunfallversicherung gestanden. Nach bisheriger Rechtsprechung des BSG komme es deshalb &#8211;entgegen der Ansicht des LSG&#8211; nicht darauf an, ob der T&auml;ter sein Opfer aus &quot;betrieblichen Motiven&quot; &uuml;berfallen habe. Es k&ouml;nne dahinstehen, ob dieser Rechtsprechung uneingeschr&auml;nkt zu folgen sei, denn das LSG habe f&uuml;r das BSG bindend festgestellt, dass eine betriebliche Motivation des T&auml;ters nicht bestand.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Am 1.&nbsp;Februar 2012 f&uuml;hrte der Kl&auml;ger in der Justizvollzugsanstalt X ein Gespr&auml;ch mit dem T&auml;ter und fertigte &uuml;ber dessen Inhalt ein Ged&auml;chtnisprotokoll an. Bei dem Gespr&auml;ch war der Sozialarbeiter Z anwesend. An diesen verschickte der Kl&auml;ger das von ihm gefertigte Ged&auml;chtnisprotokoll am 3.&nbsp;Februar 2012 mit der Bitte um inhaltliche Best&auml;tigung. Z best&auml;tigte dem Kl&auml;ger per E-Mail vom selben Tag, dass er dem Protokoll in allen Punkten zustimme. Nach dem Ged&auml;chtnisprotokoll hat der T&auml;ter in dem Gespr&auml;ch mitgeteilt, f&uuml;r einen Auftraggeber t&auml;tig geworden zu sein, den er nicht nennen werde, der ihm den Ort und die genaue Zeit f&uuml;r den &Uuml;berfall auf einem Zettel mitgeteilt habe. Er h&auml;tte dem Kl&auml;ger einen Denkzettel verpassen, ihn aber nicht t&ouml;ten sollen. Als er geh&ouml;rt habe, wie der Kopf des Kl&auml;gers &quot;mit einem lauten Knacken&quot; auf den Boden geschlagen war und sah, wie sich sofort eine Blutlache bildete, habe er fluchtartig den Tatort verlassen. Vor dem LSG habe er gelogen, weil er bef&uuml;rchtet habe, andernfalls mit weiteren Forderungen belastet zu werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Aus dem Gespr&auml;ch zog der Kl&auml;ger den Schluss, dass es sich bei dem &Uuml;berfall auf ihn um eine Auftragstat gehandelt habe, wobei der Auftraggeber aus seiner Sicht nur aus dem beruflichen Umfeld kommen k&ouml;nne. Er machte deshalb gegen seinen Arbeitgeber Anspr&uuml;che auf Ersatz der materiellen und immateriellen Sch&auml;den geltend, die er aus dem &Uuml;berfall erlitten hatte und in Zukunft erleiden werde. Seine Forderungen st&uuml;tzte der Kl&auml;ger auf &sect;&nbsp;670 des B&uuml;rgerlichen Gesetzbuches (BGB). Bei seiner beruflichen T&auml;tigkeit sei er einem erh&ouml;hten Risiko, Opfer einer Gewalttat zu werden, ausgesetzt gewesen, welches sich in dem &Uuml;berfall realisiert habe. Nach der Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts hafte der Arbeitgeber f&uuml;r diese Gef&auml;hrdung auch ohne Verschulden. A lehnte eine entsprechende Haftung ab, verst&auml;ndigte sich jedoch mit dem Kl&auml;ger auf die einvernehmliche Aufl&ouml;sung des Arbeitsvertrags und Zahlung einer Abfindung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Am 3.&nbsp;Mai 2012 beantragte der Kl&auml;ger bei dem Beklagten und Revisionsbeklagten (Finanzamt &#8211;FA&#8211;) die verbindliche Auskunft, dass ein bestimmter Teil der vorgesehenen Zahlung nicht der Steuer unterliege. Dem Antrag waren eine Pensionszusage zu Gunsten des Kl&auml;gers vom 18.&nbsp;September 2002, ein Nachtrag hierzu vom 18.&nbsp;Dezember 2009 und der an diesem Tag neu gefasste Gesch&auml;ftsf&uuml;hrervertrag des Kl&auml;gers beigef&uuml;gt. Der Kl&auml;ger nahm den Antrag am 10.&nbsp;Mai 2012 zur&uuml;ck. Eine Entscheidung war bis dahin noch nicht ergangen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Am 6.&nbsp;Juni 2012 schlossen der Kl&auml;ger und A einen &quot;Aufhebungsvertrag und Vergleich&quot; (Vergleich). Die Parteien verst&auml;ndigten sich u.a. dar&uuml;ber, das Arbeitsverh&auml;ltnis des Kl&auml;gers auf Betreiben von A zum 30.&nbsp;Juni 2012 zu beenden. Die aus der Pensionszusage zu zahlende Altersrente wurde einvernehmlich auf &#8230;&nbsp;EUR beziffert. Der Beginn der Pensionszahlung wurde auf den f&uuml;r den Kl&auml;ger geltenden gesetzlichen Renteneintritt festgelegt. A verpflichtete sich dar&uuml;ber hinaus, an den Kl&auml;ger zwei Mal &#8230;&nbsp;EUR zu zahlen. Nach dem Vergleich sollte zum einen eine Abfindung f&uuml;r die vorzeitige Aufl&ouml;sung des Arbeitsverh&auml;ltnisses sowie f&uuml;r m&ouml;gliche Verdienstausf&auml;lle und zum anderen ohne Anerkennung einer Rechtspflicht Schadenersatz geleistet werden. Dazu hei&szlig;t es in der Pr&auml;ambel des Vertrags, A bestreite den Anspruch. Es sei nicht mit Sicherheit nachweisbar, dass der &Uuml;berfall auf die dienstliche T&auml;tigkeit zur&uuml;ckzuf&uuml;hren sei. Man sei aber bereit, sich &uuml;ber m&ouml;glicherweise bestehende und in Zukunft entstehende Schadenersatzanspr&uuml;che zu vergleichen, um einen langwierigen Rechtsstreit zu vermeiden und um beiderseitige Risiken zu begrenzen. A verpflichte sich deshalb &quot;zum Ausgleich der m&ouml;glicherweise aus dem &Uuml;berfall &#8230; entstandenen und in Zukunft entstehenden Anspr&uuml;che auf eine Mehrbedarfsrente und ein etwaiges Schmerzensgeld &#8230;&nbsp;EUR&quot; zu zahlen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>A entrichtete auf den Abfindungs- und auf den Vergleichsbetrag die Lohnsteuer und zahlte die Nettobetr&auml;ge im Streitjahr an den Kl&auml;ger aus.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In seiner Einkommensteuererkl&auml;rung f&uuml;r 2012 beantragte der Kl&auml;ger, den Vergleichsbetrag in H&ouml;he von &#8230;&nbsp;EUR f&uuml;r sonstigen Schadenersatz steuerfrei zu belassen. Das FA lehnte dies im Einkommensteuerbescheid vom 5.&nbsp;November 2013 ab. Insofern sei eine zus&auml;tzliche Abfindung gem&auml;&szlig; &sect;&sect;&nbsp;19, 24 Nr.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;a des Einkommensteuergesetzes (EStG) zu ber&uuml;cksichtigen. Eine Mehrbedarfsrente liege nicht vor. Der Kl&auml;ger habe darauf keinen Anspruch; auch ein Anspruch aus &sect;&nbsp;670 BGB bestehe nicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dagegen erhob der Kl&auml;ger Einspruch. Am 29.&nbsp;Juli 2014 &auml;nderte das FA den Einkommensteuerbescheid f&uuml;r 2012 und ber&uuml;cksichtigte einen Verlustr&uuml;cktrag aus dem Jahr 2013. Den Einspruch wies es als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ck (Einspruchsentscheidung vom 29.&nbsp;Juli 2014). Schadenersatzleistungen des Arbeitgebers seien nur anzuerkennen, soweit ein entsprechender Anspruch bestehe. Dar&uuml;ber hinausgehende Zahlungen erf&uuml;llten den Lohnbegriff. Die Voraussetzungen von &sect;&nbsp;670 BGB l&auml;gen nicht vor. Bei dem &Uuml;berfall habe sich das allgemeine Lebensrisiko und nicht ein berufliches Risiko verwirklicht. Au&szlig;erdem sei der &quot;Aufhebungsvertrag und Vergleich&quot; von den Beteiligten bewusst steuerlich optimiert worden. A sei bereit gewesen, dem Kl&auml;ger aus steuerlichen Gr&uuml;nden entgegenzukommen (Schreiben der Rechtsanw&auml;lte &#8230; vom 4.&nbsp;Mai 2012). Daran sei das FA nicht gebunden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Am 4.&nbsp;August 2014 bat der Kl&auml;ger noch einmal um ein kl&auml;rendes Gespr&auml;ch mit dem FA und legte weitere Unterlagen vor. Das FA lehnte ein weiteres Gespr&auml;ch jedoch ab.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zur Begr&uuml;ndung seiner Klage und des Anspruchs aus &sect;&nbsp;670 BGB hat der Kl&auml;ger u.a. vorgetragen, er sei beruflich einem hohen pers&ouml;nlichen Risiko ausgesetzt gewesen, welches sich in dem &Uuml;berfall realisiert habe. Er sei international, h&auml;ufig auch in &Uuml;bersee t&auml;tig gewesen. Den von seiner T&auml;tigkeit betroffenen Firmen drohten bei entsprechenden Feststellungen Gewinneinbu&szlig;en in Millionenh&ouml;he. Im &#8230; sei er in Y gewesen, um einen Vortrag &uuml;ber das Service-Konzept der industriellen Selbstkontrolle zu halten und zum Aufbau einer industriellen Selbstkontrolle in Y beizutragen. Der dortige Verband habe zuvor bei einem Hersteller Verf&auml;lschungen festgestellt. Jenes Unternehmen sei damals bereits an W ver&auml;u&szlig;ert gewesen. Die Durchf&uuml;hrung des Vertrags w&auml;re gef&auml;hrdet gewesen, wenn die Untersuchungsergebnisse bekannt geworden w&auml;ren. Der Pr&auml;sident des dortigen Verbands sei am &#8230; ermordet worden. Zu dem &Uuml;berfall auf ihn bestehe offenbar ein enger Zusammenhang, denn er habe ebenfalls von den Feststellungen des dortigen Verbands gewusst.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zum Zustandekommen des Aufhebungsvertrags und Vergleichs hat der Kl&auml;ger erg&auml;nzend vorgetragen, er habe dem Vorstand des A das Ergebnis seines Gespr&auml;chs vom 1.&nbsp;Februar 2012 mit dem T&auml;ter vorgetragen. Danach sei der Vorstand einstimmig der Auffassung gewesen, dass der &Uuml;berfall auf den Kl&auml;ger offenbar doch einen betrieblichen Hintergrund gehabt habe. Der Vorstand habe dann jedoch nach geheimer Beratung Rechtsanw&auml;lte mit den weiteren Verhandlungen beauftragt, die den Anspruch des Kl&auml;gers zur&uuml;ckgewiesen h&auml;tten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Finanzgericht (FG) hat die Klage abgewiesen. Bei den streitigen &#8230;&nbsp;EUR handele es sich entgegen der Bezeichnung im Vertrag um eine Entsch&auml;digung f&uuml;r entgangene oder entgehende Einnahmen i.S. von &sect;&nbsp;24 Nr.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;a EStG. Mit der Revision erhebt der Kl&auml;ger die Sachr&uuml;ge (Verletzung von &sect;&nbsp;24 Nr.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;a EStG) sowie Verfahrensr&uuml;gen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger beantragt sinngem&auml;&szlig;,<br \/>die Vorentscheidung aufzuheben und die Einkommensteuer unter &Auml;nderung des ge&auml;nderten Einkommensteuerbescheids in Gestalt der Einspruchsentscheidung auf den Betrag festzusetzen, der sich ergibt, wenn die Eink&uuml;nfte des Kl&auml;gers aus nichtselbst&auml;ndiger Arbeit um &#8230;&nbsp;EUR niedriger angesetzt werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt,<br \/>die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">II. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Revision ist begr&uuml;ndet. Sie f&uuml;hrt zur Aufhebung der Vorentscheidung und zur Zur&uuml;ckverweisung an das FG zur anderweitigen Verhandlung und Entscheidung (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Nach &sect;&nbsp;24 Nr.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;a i.V.m. &sect;&sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;4, 19 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 und Nr.&nbsp;2 EStG geh&ouml;ren zu den Eink&uuml;nften aus nichtselbst&auml;ndiger Arbeit auch Entsch&auml;digungen, die als Ersatz f&uuml;r entgangene oder entgehende Einnahmen gew&auml;hrt worden sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Eine &quot;Entsch&auml;digung f&uuml;r entgangene oder entgehende Einnahmen&quot; setzt begrifflich voraus, dass ein Anspruch auf Einnahmen begr&uuml;ndet war und weggefallen ist. Die Entsch&auml;digung muss den Zweck haben, die weggefallenen Einnahmen zu ersetzen. Sie muss auf einer neuen Rechtsgrundlage beruhen; Erf&uuml;llungsleistungen sind keine Entsch&auml;digung. Bei den Einnahmen, deren Ausfall ersetzt werden soll, muss es sich um steuerbare Einnahmen handeln; sie m&uuml;ssen (im Erf&uuml;llungsfall) einer Einkunftsart (&sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;2 EStG) unterfallen. &sect;&nbsp;24 Nr.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;a EStG schafft keine eigene Einkunftsart (statt aller: Mellinghoff in Kirchhof, EStG, 16.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;24 Rz&nbsp;3). Leistungen, die Anspr&uuml;che ersetzen sollen, die bei ihrer Erf&uuml;llung zu nicht steuerbaren Einnahmen gef&uuml;hrt h&auml;tten, fallen nicht unter die Regelung. Schadenersatz wegen der Verletzung anderer Rechtsg&uuml;ter (Gesundheit) f&auml;llt ebenso wenig darunter, wie etwa Anspr&uuml;che auf Ausgleich eines behinderungsbedingten Mehrbedarfs oder auf Zahlung eines Schmerzensgelds.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Sind im Zusammenhang mit der Aufl&ouml;sung oder Beendigung eines Arbeitsverh&auml;ltnisses mehrere (auch unterschiedliche) Entsch&auml;digungsleistungen als Ersatz f&uuml;r entgangene oder entgehende Einnahmen vereinbart, sind diese grunds&auml;tzlich einheitlich zu beurteilen (Urteile des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 16.&nbsp;Juni 2004 XI&nbsp;R&nbsp;55\/03, BFHE 206, 544, BStBl II 2004, 1055; vom 11.&nbsp;Mai 2010 IX&nbsp;R&nbsp;39\/09, BFH\/NV 2010, 1801; BFH-Beschluss vom 4.&nbsp;M&auml;rz 2016 IX&nbsp;B&nbsp;146\/15, BFH\/NV 2016, 925). Dieser Grundsatz entbindet das FG jedoch nicht von der Pr&uuml;fung, ob jede einzelne Entsch&auml;digung &quot;als Ersatz f&uuml;r entgangene oder entgehende Einnahmen&quot; i.S. des &sect;&nbsp;24 Nr.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;a EStG gew&auml;hrt worden ist (BFH-Urteil vom 11.&nbsp;Juli 2017 IX&nbsp;R&nbsp;28\/16, BFHE 259, 272, BStBl II 2018, 86). Eine Leistung, f&uuml;r die aufgrund der Umst&auml;nde nicht anzunehmen ist, dass sie eine Entsch&auml;digung f&uuml;r entgangene oder entgehende Leistungen darstellt, kann nicht aus Gr&uuml;nden der einheitlichen Beurteilung in den Besteuerungstatbestand hineingezogen werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Ob diese Voraussetzungen vorliegen, hat das FG nach seiner freien &Uuml;berzeugung zu entscheiden (&sect;&nbsp;96 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 FGO). An die tats&auml;chlichen Feststellungen und Schlussfolgerungen des FG ist der BFH grunds&auml;tzlich gebunden (&sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 FGO). Dazu geh&ouml;rt auch die Auslegung von Vertr&auml;gen. Der BFH pr&uuml;ft insofern nur, ob sie gegen Denkgesetze und Erfahrungss&auml;tze oder die anerkannten Auslegungsregeln verst&ouml;&szlig;t. Ist das der Fall, entf&auml;llt die Bindungswirkung mit der Folge, dass der BFH die Auslegung ggf. selbst vornehmen darf.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Diesen Ma&szlig;st&auml;ben entspricht das angefochtene Urteil nicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Das FG hat zur Begr&uuml;ndung im Wesentlichen ausgef&uuml;hrt, die im Vergleich vom 6.&nbsp;Juni 2012 vereinbarten Leistungen seien einheitlich als Entsch&auml;digung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;24 Nr.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;a EStG zu qualifizieren. Der Streitfall biete keine Veranlassung, vom Grundsatz der Einheitlichkeit abzuweichen. An den Wortlaut der Vereinbarung sei das Gericht steuerlich nicht gebunden. Unabh&auml;ngig davon, ob ein Schadenersatzanspruch des Kl&auml;gers bestanden habe, sei das Gericht davon &uuml;berzeugt, dass die als sonstiger Schadenersatz bezeichnete Zahlung ebenfalls wirtschaftlich als Entsch&auml;digung f&uuml;r entgehende Einnahmen vereinbart worden sei. Daf&uuml;r spreche vor allem der Inhalt des Schreibens der von A beauftragten Rechtsanw&auml;lte, in welchem der Anspruch des Kl&auml;gers zur&uuml;ckgewiesen und eine Zahlung von insgesamt &#8230;&nbsp;EUR in Aussicht gestellt worden sei. Eine Aufteilung sei lediglich zur &quot;steuerrechtlichen Optimierung&quot; angeboten worden. F&uuml;r einen objektiven Dritten sei danach klar erkennbar, dass nicht auf etwaige Schadenersatzanspr&uuml;che gezahlt worden sei. Das ergebe sich auch aus dem bekannten Verlauf der Vergleichsverhandlungen, insbesondere dem Antrag des Kl&auml;gers auf Erteilung einer verbindlichen Auskunft. Darin habe der Kl&auml;ger selbst angegeben, von A Ersatz f&uuml;r die Verminderung seiner Arbeitskraft und der Behinderung bei der Arbeitssuche zu beanspruchen. Die vom Kl&auml;ger gegen diese W&uuml;rdigung erhobenen Einw&auml;nde griffen nicht durch.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Nicht zu beanstanden ist zun&auml;chst die Annahme des FG, wonach die f&uuml;r &quot;Verdienstausfall und Abfindung&quot; vereinbarte Zahlung &uuml;ber &#8230;&nbsp;EUR zum Ersatz von entgangenen oder entgehenden Einnahmen geleistet worden ist. Dabei kommt es nicht darauf an, ob der Zahlbetrag exakt der H&ouml;he der zivilrechtlichen Anspr&uuml;che entspricht, die mit ihm abgegolten werden sollen. Es bestehen jedenfalls keine durchgreifenden Bedenken gegen die H&ouml;he der vereinbarten Abfindung. Es gen&uuml;gt grunds&auml;tzlich, wenn die Vertragspartner den vereinbarten Betrag &uuml;bereinstimmend als angemessen ansehen, denn es entspricht dem Wesen des Vergleichs, dass durch ihn die exakte Ermittlung der wechselseitigen Anspr&uuml;che er&uuml;brigt werden soll (&sect;&nbsp;779 BGB).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Soweit das FG den Grundsatz der Einheitlichkeit der Entsch&auml;digung als Argument daf&uuml;r angef&uuml;hrt hat, dass f&uuml;r die in &sect;&nbsp;5 des Vergleichs vereinbarte Schadenersatzzahlung nichts anderes gelten k&ouml;nne als f&uuml;r die in &sect;&nbsp;3 des Vergleichs vereinbarte Abfindung, beruht dies auf einem Rechtsirrtum. Wie der Senat in seinem Urteil in BFHE 259, 272, BStBl II 2018, 86 ausgef&uuml;hrt hat, muss das FG nicht nur abstrakt f&uuml;r jede Teilzahlung ermitteln, ob sie die Voraussetzungen von &sect;&nbsp;24 Nr.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;a EStG erf&uuml;llt. Es muss dabei auch ber&uuml;cksichtigen, in welchem Rahmen &uuml;blicherweise Abfindungen vereinbart werden. Hierzu muss es den letzten regul&auml;ren Verdienst des Steuerpflichtigen, die regul&auml;re K&uuml;ndigungsfrist und das Aufhebungsdatum feststellen und beurteilen, in welchem Umfang eine Entsch&auml;digung f&uuml;r entgangene Einnahmen zu erwarten und auch gerichtlich durchsetzbar gewesen w&auml;re. Wenn neben einer Entsch&auml;digung, die sich in diesem Rahmen h&auml;lt, eine weitere Zahlung vereinbart ist, die bei zusammenfassender Betrachtung den Rahmen des &Uuml;blichen in besonderem Ma&szlig;e &uuml;berschreiten w&uuml;rde, spricht dies indiziell daf&uuml;r, dass es sich insoweit nicht um eine Entsch&auml;digung f&uuml;r entgangene Einnahmen handelt. Unter der Annahme, dass die erste Teilentsch&auml;digung von &#8230;&nbsp;EUR den Rahmen des Abfindungsanspruchs im Gro&szlig;en und Ganzen einh&auml;lt, w&uuml;rde eine doppelt so hohe Gesamtentsch&auml;digung den Rahmen des &Uuml;blichen in besonderem Ma&szlig;e &uuml;berschreiten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG hat entsprechende Erw&auml;gungen nicht angestellt und auch keine entsprechenden Feststellungen getroffen. Es ist stattdessen von einer formellen Einheitsbetrachtung ausgegangen, die so weder im Gesetz noch in der Rechtsprechung eine St&uuml;tze findet. Sein Urteil kann schon deshalb keinen Bestand haben. Da die Revision bereits aus sachlichen Gr&uuml;nden Erfolg hat, kommt es auf die Verfahrensr&uuml;gen nicht mehr an.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. F&uuml;r die weitere Sachbehandlung weist der Senat darauf hin, dass die Begr&uuml;ndung des FG auch im &Uuml;brigen Rechtsfehler aufweist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Wenn das FG die Vereinbarung unter &sect;&nbsp;5 des Vergleichs als Scheinvereinbarung entlarven will, muss es den Sachverhalt umfassend w&uuml;rdigen. Es handelt sich insofern nicht um eine Frage der Auslegung, denn der Vertrag ist seinem Wortlaut nach eindeutig (Schadenersatz). Die bisher vom FG angef&uuml;hrten Erw&auml;gungen tragen seine Entscheidung nicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Es kommt zun&auml;chst nicht darauf an, ob der Kl&auml;ger einen Anspruch aus &sect;&nbsp;670 BGB hatte und auch durchsetzen konnte. Soweit das FG mit dem FA davon ausgegangen ist, dass jede &quot;Schadenersatzleistung&quot; des Arbeitgebers, die den bestehenden Schadenersatzanspruch &uuml;bersteigt, zu Arbeitslohn f&uuml;hrt (z.B. BFH-Urteil vom 20.&nbsp;September 1996 VI&nbsp;R&nbsp;57\/95, BFHE 181, 298, BStBl II 1997, 144), ist diese Rechtsprechung nicht auf die Anwendung von &sect;&nbsp;24 Nr.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;a EStG zu &uuml;bertragen. Sie ist zu F&auml;llen ergangen, in denen das Arbeitsverh&auml;ltnis fortgef&uuml;hrt wird. Das ist bei &sect;&nbsp;24 Nr.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;a EStG gerade nicht der Fall. Ist das Arbeitsverh&auml;ltnis beendet, besteht aber keine Grundlage f&uuml;r die Vermutung, dass der Arbeitgeber im Zweifel die Arbeitsleistung des Arbeitnehmers entgelten will. Es w&auml;re &uuml;berdies widersinnig, das Bestehen eines Anspruchs zum Ma&szlig;stab zu erheben, wenn im konkreten Fall bestehende Unsicherheiten durch Vergleich beseitigt worden sind. F&uuml;r die steuerrechtliche Beurteilung kommt es in diesem Fall darauf an, ob sich die Vertragspartner wirklich &uuml;ber den von der einen Seite geltend gemachten und von der anderen Seite bestrittenen Anspruch einigen wollten oder ob sie eine entsprechende Vereinbarung nur zum Schein abgeschlossen haben. Sollte der von einer Seite geltend gemachte Anspruch rechtlich so fernliegend sein, dass er so gut wie sicher ausgeschlossen werden kann, mag darin im Einzelfall ein Indiz f&uuml;r die Annahme einer Scheinvereinbarung zu sehen sein.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) So liegt der Streitfall jedoch nicht. Aufgrund des sehr detaillierten und schl&uuml;ssigen Kl&auml;gervortrags erscheint der vom Kl&auml;ger geltend gemachte Anspruch gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;670 BGB keineswegs ausgeschlossen. Der Kl&auml;ger hat nachvollziehbar dargelegt, dass und weshalb er in seiner beruflichen T&auml;tigkeit einem hohen pers&ouml;nlichen Risiko ausgesetzt war. Er hat dies anhand konkreter Angaben illustriert (Auslandsreise, Ermordung des dortigen Verbandspr&auml;sidenten). Er hat unter Beweisantritt ausgef&uuml;hrt, dass diese Einsch&auml;tzung nicht nur von der Kriminalpolizei, sondern in einer Vorstandssitzung auch von seinem Arbeitgeber geteilt worden ist. Er hat dar&uuml;ber hinaus konkret dargelegt, dass der T&auml;ter seine urspr&uuml;ngliche Aussage, es habe sich um eine spontane Tat gehandelt, revidiert und ihm gegen&uuml;ber bekundet habe, im Auftrag gehandelt zu haben. Es erscheint auch schl&uuml;ssig, dass der Kl&auml;ger den Auftraggeber in seinem beruflichen Umfeld vermutet, weil der Auftraggeber anscheinend wusste, wann sich der Kl&auml;ger zuhause aufhalten w&uuml;rde. Dies erscheint umso &uuml;berzeugender, als sich der Kl&auml;ger nach seinem Vortrag unmittelbar zuvor auf einer l&auml;ngeren Auslandsreise befand und erst seit einem Tag wegen eines seit langem feststehenden beruflichen Termins wieder zuhause war.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Wenn das FG angesichts dieses schl&uuml;ssigen und auf Tatsachen gest&uuml;tzten Sachvortrags ausf&uuml;hrt, es l&auml;gen keine Hinweise auf eine betriebliche Veranlassung des &Uuml;berfalls vor, hat dies keine tragf&auml;hige Grundlage. Daran &auml;ndern auch m&ouml;glicherweise ungeschickte Formulierungen in einzelnen Schrifts&auml;tzen der Arbeitgeberseite nichts. Zum einen darf das Gericht bei der Erfassung des Sinngehalts eines Vergleichs nicht einseitig nur die Sichtweise der einen Partei zugrunde legen. Zum andern hat der Kl&auml;ger unter Beweisantritt vorgetragen, dass die Formulierungen aus seiner Sicht nicht der &Uuml;berzeugung des Vorstands der A entsprachen, sondern im anwaltlichen Interesse verwendet worden sind, um den Anspruch des Kl&auml;gers zu dr&uuml;cken. Vertragspartner des Kl&auml;gers war aber A, nicht die von dieser beauftragte Anwaltskanzlei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Es gen&uuml;gt insofern auch nicht, auf das Urteil des BSG zu verweisen. Das BSG ist von anderen Tatsachen ausgegangen. Das LSG konnte das T&auml;ter-Opfer-Gespr&auml;ch, welches der Kl&auml;ger am 1.&nbsp;Februar 2012 mit dem T&auml;ter gef&uuml;hrt hat, nicht verwerten, weil es bis zu seinem Urteil nicht stattgefunden hatte. Der Antrag des Kl&auml;gers vor dem LSG, den Anstaltspsychologen als Zeugen f&uuml;r angebliche &Auml;u&szlig;erungen des T&auml;ters in der Haft zu vernehmen, war nicht substantiiert genug. Au&szlig;erdem hatte das LSG bereits den T&auml;ter als Zeugen vernommen. Das BSG war an die tats&auml;chlichen Feststellungen des LSG gebunden; nachtr&auml;gliche neue Entwicklungen k&ouml;nnen im Revisionsverfahren nicht ber&uuml;cksichtigt werden. LSG und BSG sind deshalb verfahrensrechtlich zu Recht von der spontanen Tat eines Einzelnen ausgegangen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im finanzgerichtlichen Verfahren stellt sich die Sachlage anders dar. F&uuml;r die Frage, ob der T&auml;ter einen Hintermann hatte, bietet das T&auml;ter-Opfer-Gespr&auml;ch den entscheidenden Anhaltspunkt. Es erscheint deshalb nicht sachgerecht, wenn das FG in diesem Zusammenhang keine Veranlassung f&uuml;r eine weitere Sachaufkl&auml;rung gesehen hat. Wenn das FG Zweifel an der Richtigkeit des Erinnerungsprotokolls und seines Inhalts gehabt h&auml;tte und sein Urteil darauf h&auml;tte st&uuml;tzen wollen, h&auml;tte es zuvor den Sachverhalt vollst&auml;ndig aufkl&auml;ren m&uuml;ssen (z.B. durch Vernehmung des T&auml;ters als Zeugen oder subsidi&auml;r des Kl&auml;gers als Partei und des Ohrenzeugen Z als Zeuge).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Neben der Sache liegt schlie&szlig;lich auch der Einwand des FA, der Anspruch aus &sect;&nbsp;670 BGB w&auml;re jedenfalls verj&auml;hrt. Wie der Kl&auml;ger zutreffend ausgef&uuml;hrt hat, markiert das Ergebnis des T&auml;ter-Opfer-Gespr&auml;chs den Zeitpunkt, zu dem der Kl&auml;ger erstmals &uuml;ber s&auml;mtliche Informationen verf&uuml;gte, aus denen sich der Anspruch ergab. Davor begann die Verj&auml;hrung nicht zu laufen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Auch die Bef&uuml;rchtung des FG, dass im Ergebnis jede ungekl&auml;rte Fremdeinwirkung mit Schadensfolge als Verwirklichung eines beruflichen Risikos gew&uuml;rdigt werden k&ouml;nnte, verf&auml;ngt nicht. Das FG ignoriert dabei nicht nur den gesamten Sachvortrag des Kl&auml;gers, sondern es l&auml;sst auch au&szlig;er Acht, dass A m&ouml;glicherweise eine weit &uuml;berdurchschnittliche Abfindung zu zahlen bereit war. Selbst wenn am Ende nicht mit Sicherheit ausgeschlossen werden kann, dass sich im Fall des Kl&auml;gers nur das allgemeine Lebensrisiko verwirklicht hat, geht dies unter den Umst&auml;nden des Falles steuerlich nicht zu seinen Lasten. Wenn es ihm unter den gegebenen Umst&auml;nden dennoch gelungen ist, von seinem Arbeitgeber eine Entsch&auml;digung auch f&uuml;r die bei dem Unfall erlittenen Sch&auml;den zu erlangen, die nicht im Wegfall von Einnahmen bestanden, handelt es sich insoweit nicht um eine steuerbare Entsch&auml;digung nach &sect;&nbsp;24 Nr.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;a EStG.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Erg&auml;nzend weist der Senat noch auf Folgendes hin: Nach &sect;&nbsp;105 Abs.&nbsp;3 FGO soll das Gericht im Tatbestand den Sach- und Streitstand darstellen. Sachstand ist die Summe der Tatsachen, von deren Vorliegen das FG nach dem Ergebnis des Verfahrens &uuml;berzeugt ist; Streitstand sind die (erheblichen) tats&auml;chlichen Behauptungen der Beteiligten, von deren Richtigkeit sich das FG im Verfahren nicht hat &uuml;berzeugen k&ouml;nnen. Dem angefochtenen Urteil ist nicht zu entnehmen, von welchen Tatsachen das FG bei seiner &Uuml;berzeugungsbildung ausgegangen ist. Das FG hat nahezu den gesamten Tatsachenstoff als streitig (in indirekter Rede bzw. als Zitat aus Schrifts&auml;tzen und Urteilen) dargestellt, was erkennbar weder dem Verfahrensergebnis noch seiner &Uuml;berzeugung entsprechen d&uuml;rfte. Wenn das FG tats&auml;chliche Feststellungen eines anderen Gerichts zitiert, muss es zudem deutlich machen, ob (und ggf. warum) es von deren Richtigkeit ausgeht, oder ob es lediglich den Tatbestand des anderen Urteils als Tatsache darstellen will. Die M&auml;ngel, die das angefochtene Urteil in diesem Punkt aufweist, liegen in der N&auml;he des Verfahrensmangels gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;119 Nr.&nbsp;6 FGO, der allerdings vom Kl&auml;ger nicht ger&uuml;gt worden ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>37<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Die Sache geht zur&uuml;ck an das FG. Dieses wird die erforderlichen Feststellungen nachholen und die Sache erneut w&uuml;rdigen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>38<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>5. Der Antrag, die Sache an einen anderen Senat des FG zur&uuml;ckzuverweisen, wird abgelehnt. Gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;155 FGO i.V.m. &sect;&nbsp;563 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 der Zivilprozessordnung kann der BFH die Rechtssache an einen anderen Senat des FG zur&uuml;ckverweisen. Da die Zur&uuml;ckverweisung an einen anderen Senat das Recht auf den gesetzlichen Richter (Art.&nbsp;101 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 des Grundgesetzes) ber&uuml;hrt, setzt sie besondere sachliche Gr&uuml;nde voraus. Sie kommt z.B. in Betracht, wenn ernstliche Zweifel an der Unvoreingenommenheit des erkennenden Senats des FG bestehen (BFH-Urteile vom 25.&nbsp;November 2009 I&nbsp;R&nbsp;18\/08, BFH\/NV 2010, 941, und vom 18.&nbsp;April 2013 VI&nbsp;R&nbsp;29\/12, BFHE 240, 570, BStBl II 2013, 735). Hinreichende Anhaltspunkte daf&uuml;r liegen im Streitfall nicht vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>39<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>6. Die Kostenentscheidung beruht auf &sect;&nbsp;143 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 9.1.2018, IX R 34\/16ECLI:DE:BFH:2018:U.090118.IXR34.16.0 Entsch&auml;digung und Schadenersatz &#8211; Einheitsbetrachtung &#8211; indizielle Beurteilung &#8211; Leits&auml;tze 1. Verpflichtet sich der Arbeitgeber vertraglich, im Zusammenhang mit der Aufl&ouml;sung des Arbeitsverh&auml;ltnisses mehrere Zahlungen an den Arbeitnehmer zu leisten, ist eine einheitliche Entsch&auml;digung nur anzunehmen, wenn tats&auml;chliche Anhaltspunkte daf&uuml;r festgestellt sind, dass s&auml;mtliche Teilzahlungen &quot;als Ersatz f&uuml;r &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/ix-r-34-16-entschaedigung-und-schadenersatz-einheitsbetrachtung-indizielle-beurteilung-5\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">IX&nbsp;R&nbsp;34\/16 &#8211; Entsch&auml;digung und Schadenersatz &#8211; Einheitsbetrachtung &#8211; indizielle Beurteilung &#8211;<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-69511","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/69511","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=69511"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/69511\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=69511"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=69511"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=69511"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}