{"id":69512,"date":"2018-06-14T18:10:02","date_gmt":"2018-06-14T16:10:02","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=69512"},"modified":"2018-06-14T18:10:02","modified_gmt":"2018-06-14T16:10:02","slug":"v-r-55-16-der-verkauf-von-ackerstatusrechten-ist-keine-landwirtschaftliche-dienstleistung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/v-r-55-16-der-verkauf-von-ackerstatusrechten-ist-keine-landwirtschaftliche-dienstleistung\/","title":{"rendered":"V&nbsp;R&nbsp;55\/16 &#8211; Der &quot;Verkauf von Ackerstatusrechten&quot; ist keine landwirtschaftliche Dienstleistung"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 8.2.2018, V R 55\/16<br \/>ECLI:DE:BFH:2018:U.080218.VR55.16.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Der &quot;Verkauf von Ackerstatusrechten&quot; ist keine landwirtschaftliche Dienstleistung<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>Die Verpflichtung zur Anlage und zum Erhalt von Dauergr&uuml;nland durch einen Landwirt zugunsten eines anderen Landwirts, um diesem eine Genehmigung gem&auml;&szlig; &sect; 2 der Dauergr&uuml;nland-Erhaltungsverordnung f&uuml;r Schleswig-Holstein (DGL-VO SH) zum Umbruch von Dauergr&uuml;nland zu erm&ouml;glichen, unterf&auml;llt nicht der Pauschalbesteuerung.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Die Revision der Kl&auml;gerin gegen das Urteil des Schleswig-Holsteinischen Finanzgerichts vom 15. September 2016&nbsp;&nbsp;4 K 16\/14 wird als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des Revisionsverfahrens hat die Kl&auml;gerin zu tragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">I. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Streitig ist, ob der sog. &quot;Verkauf von Ackerstatusrechten f&uuml;r landwirtschaftliche Nutzfl&auml;chen&quot; gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;2 der Dauergr&uuml;nland-Erhaltungsverordnung f&uuml;r Schleswig-Holstein in der Fassung des Streitjahres &#8211;2009&#8211; (DGL-VO SH) der Durchschnittsbesteuerung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;24 des Umsatzsteuergesetzes in der Fassung des Streitjahres (UStG) unterliegt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin und Revisionskl&auml;gerin (Kl&auml;gerin) f&uuml;hrt einen landwirtschaftlichen Betrieb und unterliegt mit ihren Ums&auml;tzen der Besteuerung nach Durchschnittss&auml;tzen gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;24 UStG.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Sie schloss im April 2009 mit A (&quot;K&auml;ufer&quot;) einen &quot;Vertrag &uuml;ber den Verkauf von Ackerstatusrechten f&uuml;r landwirtschaftliche Nutzfl&auml;chen gem. der DGL-VO SH&quot;. In dem Vertrag verpflichtete sich die Kl&auml;gerin, eine in ihrem Eigentum stehende Fl&auml;che von 10,5&nbsp;ha als Dauergr&uuml;nland anzulegen oder zu erhalten. Sie versicherte dem &quot;K&auml;ufer&quot;, dass die Fl&auml;che in den kommenden f&uuml;nf Jahren als Dauergr&uuml;nlandfl&auml;che im jeweiligen Sammelantrag beim zust&auml;ndigen Landesamt f&uuml;r Landwirtschaft, Umwelt und l&auml;ndliche R&auml;ume (LLUR) beantragt werde. Als Entgelt f&uuml;r die Verpflichtung zur Anlegung\/zum Erhalt des Dauergr&uuml;nlands erhielt sie im Streitjahr 2009 ein einmaliges Entgelt in H&ouml;he von 1.000&nbsp;EUR je Hektar, also insgesamt 10.500&nbsp;EUR.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Hintergrund der Vereinbarung sind die Regelungen der DGL-VO&nbsp;SH. Nach &sect;&nbsp;1 dieser Verordnung greift ein in &sect;&nbsp;2 geregeltes Verbot f&uuml;r Direktzahlungen beantragende Betriebe, Dauergr&uuml;nlandfl&auml;chen f&uuml;r die landwirtschaftliche Nutzung umzubrechen (Umbruchverbot, &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1 a.F. i.V.m. &sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;1 DGL-VO&nbsp;SH), wenn sich der Anteil des Dauergr&uuml;nlands eines Betriebsinhabers gemessen an der gesamten landwirtschaftlichen Fl&auml;che (Ackerland, Dauergr&uuml;nland, Dauerkulturen) um einen bestimmten Faktor verringert hat. Gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;2 DGL-VO&nbsp;SH kann die zust&auml;ndige Beh&ouml;rde den Umbruch dennoch genehmigen; die umgebrochene Fl&auml;che ist jedoch sodann unverz&uuml;glich durch neu angelegtes Dauergr&uuml;nland zu ersetzen. Der streitgegenst&auml;ndliche Vertrag &uuml;ber die Anlegung\/den Erhalt von Dauergr&uuml;nland durch die Kl&auml;gerin zugunsten des &quot;K&auml;ufers&quot; diente dazu, letzterem eine Genehmigung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;2 DGL-VO&nbsp;SH zum Umbruch von Dauergr&uuml;nland zu erm&ouml;glichen. Denn gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;4 DGL-VO&nbsp;SH kann sich das f&uuml;r die Erlangung einer Genehmigung erforderliche (Ersatz-)Dauergr&uuml;nland auch auf den Fl&auml;chen anderer Personen (im Streitfall der Kl&auml;gerin) als der des Umbruchwilligen (im Streitfall &quot;K&auml;ufer&quot;) befinden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In ihrer am 18.&nbsp;M&auml;rz 2011 beim Beklagten und Revisionsbeklagten (Finanzamt &#8211;FA&#8211;) eingegangenen Umsatzsteuererkl&auml;rung 2009 erkl&auml;rte die Kl&auml;gerin keine der Regelbesteuerung unterliegenden Ums&auml;tze, da sie der Auffassung war, dass ihre gesamten Ums&auml;tze der Besteuerung nach Durchschnittss&auml;tzen unterl&auml;gen. Aufgrund einer Kontrollmitteilung erlangte das FA Kenntnis von dem &quot;Verkauf von Ackerstatusrechten&quot; an A und erlie&szlig; am 18.&nbsp;Juli 2012 den angegriffenen Umsatzsteuerbescheid 2009, in welchem es den Verkauf (die 10.500&nbsp;EUR) der Regelbesteuerung unterwarf.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Hiergegen legte die Kl&auml;gerin Einspruch ein, der mit Einspruchsentscheidung vom 23.&nbsp;Januar 2014 als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen wurde.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Finanzgericht (FG) wies die Klage mit seinem in Entscheidungen der Finanzgerichte (EFG) 2017, 84 ver&ouml;ffentlichten Urteil ab. Ma&szlig;geblicher Gegenstand der streitigen sonstigen Leistung sei nicht die Verpflichtung der Kl&auml;gerin zur Anlage oder zum Erhalt von Dauergr&uuml;nland, sondern deren Verpflichtung, eine im Sinne der DGL-VO SH sch&auml;dliche (intensive) Nutzung der Fl&auml;chen zu unterlassen und dem Leistungsempf&auml;nger (&quot;K&auml;ufer&quot;) das dadurch gewonnene &quot;Ackerbaustatusrecht&quot; zu verschaffen. Diese Leistung sei keine landwirtschaftliche Dienstleistung, weil sie nicht im direkten und unmittelbaren Zusammenhang mit der landwirtschaftlichen Produktion stehe. Die Dienstleistung betreffe auch keine Mittel, die ein landwirtschaftlicher Erzeuger &quot;normalerweise&quot; oder &quot;gew&ouml;hnlich&quot; zum Betrieb seiner eigenen Landwirtschaft verwende.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im finanzgerichtlichen Verfahren hatte die Kl&auml;gerin zuvor mitgeteilt, noch einen weiteren &quot;Vertrag &uuml;ber den Verkauf von Ackerstatusrechten f&uuml;r landwirtschaftliche Nutzfl&auml;chen&quot; mit B abgeschlossen und hierf&uuml;r im Streitjahr ein Entgelt von 1.944&nbsp;EUR (1,62&nbsp;ha x 1.200&nbsp;EUR\/ha) erhalten zu haben. Die sich hieraus ergebende &#8211;bislang noch nicht ber&uuml;cksichtigte&#8211; Umsatzsteuer von 310,39&nbsp;EUR ist im Urteil verrechnet worden mit &#8211;unstreitigen&#8211; Vorsteuern in H&ouml;he von 600&nbsp;EUR.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit der Revision wendet sich die Kl&auml;gerin gegen die Versagung der Durchschnittssatzbesteuerung und r&uuml;gt die Verletzung von &sect;&nbsp;24 UStG, Art.&nbsp;295 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;5 i.V.m. Anhang&nbsp;VIII der Richtlinie 2006\/112\/EG des Rates vom 28.&nbsp;November 2006 &uuml;ber das gemeinsame Mehrwertsteuersystem (MwStSystRL).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Leistung der Kl&auml;gerin bestehe aus zwei Elementen: der Verpflichtung zum Erhalt ihres Dauergr&uuml;nlands und der Stellung des Sammelantrages beim LLUR. Der Erhalt des Dauergr&uuml;nlands sei dabei das entscheidende (pr&auml;gende) Element. Diese Leistung entspreche gerade den in Anhang VIII MwStSystRL angef&uuml;hrten Dienstleistungen (Arbeiten des Anbaus, der Ernte &#8230; einschlie&szlig;lich des S&auml;ens und Pflanzens) da es u.a. Aufgabe der Kl&auml;gerin sei, die Gr&uuml;nlandfl&auml;chen regelm&auml;&szlig;ig zu m&auml;hen, Grasland zu machen und nachzus&auml;en. Der Stellung des Sammelantrages beim LLUR komme demgegen&uuml;ber keine besondere Bedeutung zu. Sie diene blo&szlig; der Sicherung, dass die Fl&auml;chen auch als Dauergr&uuml;nland erhalten blieben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Es sei nicht erkennbar, woraus das FG entnehme, dass die im Anhang&nbsp;VIII MwStSystRL aufgef&uuml;hrten oder vergleichbaren Dienstleistungen in einem &quot;direkten und unmittelbaren Zusammenhang&quot; mit der landwirtschaftlichen Produktion stehen m&uuml;ssten. Ausreichend f&uuml;r die im Katalog (Anhang&nbsp;VIII MwStSystRL) aufgef&uuml;hrten Dienstleistungen sei vielmehr auch ein mittelbarer Zusammenhang zur landwirtschaftlichen Produktion (z.B. Lagerung landwirtschaftlicher Erzeugnisse).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG habe in der Urteilsbegr&uuml;ndung zu Unrecht ausgef&uuml;hrt, dass die streitgegenst&auml;ndliche Leistung keine Leistung sei, die &quot;normalerweise&quot; zur landschaftlichen Produktion beitrage. Dem sei entgegenzuhalten, dass der Gesetzgeber bzw. im vorliegenden Fall der Verordnungsgeber mit Vorschriften wie der DGL-VO&nbsp;SH in den landwirtschaftlichen Produktionsprozess aktiv eingegriffen und so erst den Rahmen f&uuml;r die landschaftliche T&auml;tigkeit geschaffen habe. Der Verordnungsgeber lege damit fest, was &quot;normalerweise&quot; zur landwirtschaftlichen Produktion beitrage. Dies sei insbesondere die durch &sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;4 DGL-VO&nbsp;SH vorgesehene M&ouml;glichkeit des Landwirts, sich zur Produktionserweiterung von einem Dritten die Verpflichtung zu &quot;erkaufen&quot;, dass dieser auf seinen Fl&auml;chen Dauergr&uuml;nland anlege und langfristig erhalte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Vergleich des FG mit der langfristigen Vermietung und Verpachtung von Mitteln der landwirtschaftlichen Erzeugung, die nicht unter die Durchschnittsbesteuerung falle (vgl. Urteil des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 6.&nbsp;Oktober 2005 V&nbsp;R&nbsp;64\/00, BFHE 212, 132, BStBl II 2006, 212), gehe insoweit fehl, als die Kl&auml;gerin ihre Fl&auml;chen bereits vor Abschluss des Vertrages als Gr&uuml;nland genutzt habe und dies &#8211;unabh&auml;ngig vom &quot;Verkauf des Ackerstatusrechts&quot;&#8211; auch weiterhin beabsichtige.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin beantragt,<br \/>das FG-Urteil aufzuheben und den Umsatzsteuerbescheid 2009 vom 18.&nbsp;Juli 2012 in Gestalt der Einspruchsentscheidung vom 23.&nbsp;Januar 2014 aufzuheben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt,<br \/>die Revision als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Gegenstand der streitbefangenen Leistung sei nicht lediglich der Erhalt bzw. die Bewirtschaftung von Dauergr&uuml;nland. Vielmehr beinhalte die betreffende Leistung die Verpflichtung, eine i.S. der DGL-VO SH sch&auml;dliche landwirtschaftliche Nutzung zu unterlassen und dem &quot;K&auml;ufer&quot; das dadurch geschaffene &quot;Ackerstatusrecht&quot; zu verschaffen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit der von der Kl&auml;gerin erbrachten Leistung werde einem anderen Landwirt der Umbruch von Gr&uuml;nland und die intensivere landwirtschaftliche Nutzung bestimmter Fl&auml;chen erm&ouml;glicht, ohne dass sich dies auf die Anspr&uuml;che dieses anderen Landwirts auf Erhalt von Direktzahlungen auswirke. Hierin k&ouml;nne &#8211;in &Uuml;bereinstimmung mit den Ausf&uuml;hrungen des FG&#8211; keine normalerweise der landwirtschaftlichen Produktion dienende Leistung gesehen werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">II. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Revision ist unbegr&uuml;ndet und wird deshalb zur&uuml;ckgewiesen (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Das FG hat zu Recht entschieden, dass der &quot;Verkauf von Ackerstatusrechten&quot; nicht der Durchschnittssatzbesteuerung nach &sect;&nbsp;24 UStG bzw. der Pauschalregelung nach Art.&nbsp;295 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;5 Halbsatz&nbsp;1 der MwStSyStRL unterliegt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Die Kl&auml;gerin hat mit dem &quot;Verkauf des Ackerstatusrechts&quot; steuerbare und steuerpflichtige Leistungen i.S. des &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 UStG ausgef&uuml;hrt, die der Regelbesteuerung nach &sect;&nbsp;12 Abs.&nbsp;1 UStG und nicht der Durchschnittssatzbesteuerung nach &sect;&nbsp;24 UStG unterliegen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Nach &sect;&nbsp;24 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;3 UStG wird die Steuer f&uuml;r die im Rahmen eines land- und forstwirtschaftlichen Betriebs ausgef&uuml;hrten Lieferungen und sonstigen Leistungen, bei denen es sich nicht um die in Satz&nbsp;1 dieser Vorschrift n&auml;her bezeichnete Lieferung von forstwirtschaftlichen Erzeugnissen oder Leistungen mit Getr&auml;nken handelt, auf 10,7&nbsp;% festgesetzt. Aus &sect;&nbsp;24 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 UStG ergibt sich ein Vorsteuerabzug in gleicher H&ouml;he. Durch diese Regelungen gleichen sich Steuer und Vorsteuer aus, so dass der Landwirt im Ergebnis f&uuml;r diese Ums&auml;tze keine Umsatzsteuer zu entrichten hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) &sect;&nbsp;24 UStG ist nach st&auml;ndiger Rechtsprechung des BFH richtlinienkonform entsprechend Art.&nbsp;295&nbsp;ff. MwStSystRL auszulegen (vgl. z.B. BFH-Urteile vom 24.&nbsp;Januar 2013 V&nbsp;R&nbsp;34\/11, BFHE 239, 552, BStBl II 2013, 460, unter II.1.b, und vom 21.&nbsp;Januar 2015 XI&nbsp;R&nbsp;13\/13, BFHE 248, 462, BStBl II 2015, 730, unter II.1.b). Danach finden die sog. Pauschalausgleich-Prozents&auml;tze gem&auml;&szlig; Art.&nbsp;300&nbsp;f. MwStSystRL auf landwirtschaftliche Erzeugnisse und landwirtschaftliche Dienstleistungen Anwendung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Landwirtschaftliche Dienstleistungen sind nach Art.&nbsp;295 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;5 MwStSystRL Dienstleistungen, die von einem landwirtschaftlichen Erzeuger mithilfe seiner Arbeitskr&auml;fte und\/ oder der normalen Ausr&uuml;stung seines landwirtschaftlichen, forstwirtschaftlichen oder Fischereibetriebs erbracht werden und die normalerweise zur landwirtschaftlichen Produktion beitragen. Hierzu z&auml;hlen insbesondere die in Anhang VIII MwStSystRL aufgef&uuml;hrten Dienstleistungen wie z.B. &quot;Arbeiten des Anbaus, der Ernte, des Dreschens, des Pressens, des Lesens und Einsammelns, einschlie&szlig;lich des S&auml;ens und Pflanzens&quot;. &sect;&nbsp;24 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;3 UStG ist bei richtlinienkonformer Auslegung auf diese landwirtschaftlichen Dienstleistungen, nicht aber auch auf andersartige sonstige Leistungen anzuwenden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Wie der BFH bereits ausdr&uuml;cklich entschieden hat, setzt &sect;&nbsp;24 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 UStG nicht voraus, dass der Dienstleistungsempf&auml;nger ein Land- oder Forstwirt ist. Allerdings muss die Dienstleistung vom Empf&auml;nger zu land- oder forstwirtschaftlichen Zwecken genutzt werden (BFH-Urteil in BFHE 248, 462, BStBl II 2015, 730, Leits&auml;tze&nbsp;1 und 2, sowie unter II.2.b&nbsp;cc). Aus dem Erfordernis, dass die landwirtschaftliche Dienstleistung normalerweise zur landwirtschaftlichen Produktion beitragen muss, folgt somit, dass die landwirtschaftliche Dienstleistung beim Dienstleistungsempf&auml;nger zur landwirtschaftlichen Erzeugung beizutragen hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Danach hat das FG zutreffend entschieden, dass die Kl&auml;gerin &sect;&nbsp;24 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;3 UStG auf den &quot;Verkauf des Ackerstatusrechts&quot; nicht anwenden kann.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Gegenstand der streitbefangenen Leistung ist nicht lediglich der Erhalt oder die Bewirtschaftung von Dauergr&uuml;nland. Vielmehr umfasst die betreffende Leistung zugleich die Verpflichtung, eine i.S. der DGL-VO SH sch&auml;dliche landwirtschaftliche Nutzung zu unterlassen und dem &quot;K&auml;ufer&quot; das dadurch geschaffene &quot;Ackerstatusrecht&quot; zu verschaffen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Der &quot;Verkauf des Ackerstatusrechts&quot; stellt keine landwirtschaftliche Dienstleistung dar. Er ist nicht im Katalog des Art.&nbsp;295 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;5 Halbsatz&nbsp;2 i.V.m. Anhang&nbsp;VIII MwStSystRL enthalten und den dort genannten Leistungen auch nicht vergleichbar.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Dass die Verpflichtung der Kl&auml;gerin zum Erhalt des Dauergr&uuml;nlands gerade einer der im Anhang VIII MwStSystRL angef&uuml;hrten Katalogleistungen (&quot;Anbau, Ernte, &#8230; einschlie&szlig;lich S&auml;en und Pflanzen&quot;) entspricht, ist unbeachtlich, weil das FG f&uuml;r den erkennenden Senat bindend (&sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 FGO) festgestellt hat, dass diese Leistung zur&uuml;cktritt hinter dem die Leistung pr&auml;genden und ma&szlig;geblichen &quot;Verkauf des Ackerstatusrechts&quot;. Es ist daher unsch&auml;dlich, wenn die Kl&auml;gerin aus der Nutzung dieser Fl&auml;chen Ertr&auml;ge durch Schnitte des Grases erzielt oder das Gras als Viehfutter f&uuml;r ihre Tiere verwendet. Denn die vertragliche Gegenleistung (Entgelt) wird nicht aufgrund der gezogenen (Eigen-)Nutzungen der Kl&auml;gerin geleistet, sondern deswegen, weil diese die streitgegenst&auml;ndlichen Fl&auml;chen &uuml;ber mindestens f&uuml;nf Jahre von der Fruchtfolge ausnimmt und damit eine intensive Nutzung des Landes unterl&auml;sst.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Die M&ouml;glichkeit der Kl&auml;gerin, die Gr&uuml;nfl&auml;chen weiterhin als Futtergrundlage f&uuml;r ihre Tiere zu nutzen, macht den &quot;Verkauf des Ackerstatusrechts&quot; nicht seinem Wesen nach zu einer landwirtschaftlichen Dienstleistung (vgl. BFH-Urteil vom 23.&nbsp;Januar 2013 XI&nbsp;R&nbsp;27\/11, BFHE 240, 422, BStBl II 2013, 458 &#8211; Kl&auml;rschlamm als D&uuml;nger bei Entsorgungsleistung).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Bei der unionsrechtlich gebotenen engen Auslegung der Pauschalregelung stellt der &quot;Verkauf des Ackerstatusrechts&quot; auch keine den Katalogleistungen vergleichbare Dienstleistung dar, weil er nicht der landwirtschaftlichen Erzeugung dient.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aaa) Entschieden ist vom BFH, dass die Zurverf&uuml;gungstellung von Fl&auml;chen zur Durchf&uuml;hrung &ouml;kologischer Ausgleichsma&szlig;nahmen keine Leistung ist, die landwirtschaftlichen Zwecken dient (BFH-Urteil vom 28.&nbsp;Mai 2013 XI&nbsp;R&nbsp;32\/11, BFHE 243, 419, BStBl II 2014, 411; ebenso FG D&uuml;sseldorf, Urteil vom 23.&nbsp;Mai 2014&nbsp;&nbsp;1&nbsp;K&nbsp;4581\/12&nbsp;U, EFG 2014, 1519).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bbb) F&uuml;r den hier streitigen &quot;Verkauf des Ackerstatusrechts&quot; kann im Ergebnis nichts anderes gelten. Auch hier verpflichtet sich ein Landwirt, die Kl&auml;gerin, eine (i.S. der DGL-VO&nbsp;SH sch&auml;dliche) intensive landwirtschaftliche Nutzung der Fl&auml;chen gegen Entgelt zu unterlassen. Der &quot;K&auml;ufer&quot; des Ackerstatusrechts war auch ohne die Umbruchgenehmigung nicht daran gehindert, seine Gr&uuml;nfl&auml;chen umzubrechen und intensiv zu nutzen. Er ben&ouml;tigte die Ausgleichsfl&auml;chen der Kl&auml;gerin daher nicht zur landwirtschaftlichen Erzeugung. Er ben&ouml;tigte die Fl&auml;chen vielmehr zum Erhalt der Umbruchgenehmigung und damit zur Sicherung der von ihm beantragten Direktzahlungen. Die durch &sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;4 DGL-VO&nbsp;SH vorgesehene M&ouml;glichkeit des Landwirts, sich zur Produktionserweiterung von einem Dritten diese Verpflichtung zu &quot;erkaufen&quot;, ist insoweit nur eine weitere Option zum Erhalt oder zur Sicherung der Direktzahlungen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Direktzahlungen nach der DGL-VO&nbsp;SH beruhen auf Unionsrecht (vgl. Verordnung (EG) Nr.&nbsp;796\/2004, Amtsblatt der Europ&auml;ischen Union &#8211;ABlEU&#8211; Nr.&nbsp;L 141, Seite&nbsp;18). Sie sollen die Erhaltung von Dauergr&uuml;nland f&ouml;rdern und einer massiven Umstellung auf Ackerland entgegenwirken; sie dienen dem Umweltschutz, der Teil der gemeinsamen europ&auml;ischen Agrarpolitik ist (Gerichtshof der Europ&auml;ischen Union &#8211;EuGH&#8211;, Urteil Pilar Planes Bresco vom 9.&nbsp;Juni 2016 C-333\/15 und C-334\/15, EU:C:2016:426, ABlEU 2016, Nr. C&nbsp;296, 16, m.w.N.). Das System dieser unionsrechtlichen Direktbeihilfen ist gerade dadurch gepr&auml;gt, dass die Zahlungen von der Erzeugung abgekoppelt und den Betriebsinhabern zur Erg&auml;nzung ihres Einkommens gezahlt werden (EuGH-Urteil Pilar Panes Bresco, EU:C:2016:426).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dementsprechend ist der &quot;Verkauf des Ackerstatusrechts&quot; eine Reaktion der Marktteilnehmer auf naturschutzrechtliche Bestimmungen und Regelungen zu Direktzahlungen und keine &quot;normalerweise&quot; der landwirtschaftlichen Produktion dienende Leistung i.S. des Art.&nbsp;295 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;5 Halbsatz&nbsp;2 MwStSystRL.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Was als &quot;landwirtschaftliche Dienstleistungen&quot; anzusehen ist, bestimmt sich ausschlie&szlig;lich und zwingend nach Unionsrecht (Art.&nbsp;295 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;5 Halbsatz&nbsp;2 i.V.m. Anhang&nbsp;VIII MwStSystRL). Die DGL-VO&nbsp;SH vermag diesen Regelungsbereich &#8211;entgegen der Rechtsauffassung der Kl&auml;gerin&#8211; nicht zu erweitern.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Die Kostenentscheidung beruht auf &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 8.2.2018, V R 55\/16ECLI:DE:BFH:2018:U.080218.VR55.16.0 Der &quot;Verkauf von Ackerstatusrechten&quot; ist keine landwirtschaftliche Dienstleistung Leits&auml;tze Die Verpflichtung zur Anlage und zum Erhalt von Dauergr&uuml;nland durch einen Landwirt zugunsten eines anderen Landwirts, um diesem eine Genehmigung gem&auml;&szlig; &sect; 2 der Dauergr&uuml;nland-Erhaltungsverordnung f&uuml;r Schleswig-Holstein (DGL-VO SH) zum Umbruch von Dauergr&uuml;nland zu erm&ouml;glichen, unterf&auml;llt nicht der Pauschalbesteuerung. &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/v-r-55-16-der-verkauf-von-ackerstatusrechten-ist-keine-landwirtschaftliche-dienstleistung\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">V&nbsp;R&nbsp;55\/16 &#8211; Der &quot;Verkauf von Ackerstatusrechten&quot; ist keine landwirtschaftliche Dienstleistung<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-69512","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/69512","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=69512"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/69512\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=69512"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=69512"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=69512"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}