{"id":69517,"date":"2018-06-14T18:10:19","date_gmt":"2018-06-14T16:10:19","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=69517"},"modified":"2018-06-14T18:10:19","modified_gmt":"2018-06-14T16:10:19","slug":"vi-r-17-16-zufluss-von-arbeitslohn-bei-wertguthabenkonten-bindung-des-verlustfeststellungsbescheids-an-den-einkommensteuerbescheid","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/vi-r-17-16-zufluss-von-arbeitslohn-bei-wertguthabenkonten-bindung-des-verlustfeststellungsbescheids-an-den-einkommensteuerbescheid\/","title":{"rendered":"VI&nbsp;R&nbsp;17\/16 &#8211; Zufluss von Arbeitslohn bei Wertguthabenkonten &#8211; Bindung des Verlustfeststellungsbescheids an den Einkommensteuerbescheid"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 22.2.2018, VI R 17\/16<br \/>ECLI:DE:BFH:2018:U.220218.VIR17.16.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Zufluss von Arbeitslohn bei Wertguthabenkonten &#8211; Bindung des Verlustfeststellungsbescheids an den Einkommensteuerbescheid<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>1. Gutschriften auf einem Wertguthabenkonto zur Finanzierung eines vorzeitigen Ruhestands sind kein gegenw&auml;rtig zuflie&szlig;ender Arbeitslohn.<\/p>\n<\/p>\n<p>2. Dies gilt auch f&uuml;r Gutschriften auf dem Wertguthabenkonto eines Fremd-Gesch&auml;ftsf&uuml;hrers einer GmbH (entgegen BMF-Schreiben vom 17. Juni 2009, BStBl I 2009, 1286, A.IV.2.b.).<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Auf die Revision des Beklagten wird das Urteil des Finanzgerichts K&ouml;ln vom 26. April 2016&nbsp;&nbsp;1 K 1191\/12 aufgehoben.<\/p>\n<\/p>\n<p>Der Einkommensteuerbescheid f&uuml;r 2010 vom 9. M&auml;rz 2017 wird dahin ge&auml;ndert, dass die Eink&uuml;nfte des Kl&auml;gers aus nichtselbst&auml;ndiger Arbeit um 85.000 EUR herabgesetzt werden.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Berechnung der Steuer wird dem Beklagten &uuml;bertragen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des gesamten Verfahrens hat der Beklagte zu tragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">I. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger und Revisionsbeklagte (Kl&auml;ger) war Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer der &#8230; GmbH (GmbH) und erzielte aus dieser T&auml;tigkeit Eink&uuml;nfte aus nichtselbst&auml;ndiger Arbeit. Am Stammkapital der GmbH war er nicht beteiligt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Gesellschafterversammlung der GmbH beschloss im Januar 2007, den Dienstvertrag des Kl&auml;gers um eine Vereinbarung zur Ansammlung von Wertguthaben zur Finanzierung eines vorzeitigen Ruhestands (Wertguthabenvereinbarung) zu erweitern. Die Gesellschafterversammlung fasste au&szlig;erdem den Beschluss, dass der Kl&auml;ger seine Pflichten als Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer niedergelegt haben und sein Ausscheiden als Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer auch im Handelsregister eingetragen sein m&uuml;sse, bevor er gem&auml;&szlig; der Wertguthabenvereinbarung eine bezahlte Freistellung von der Verpflichtung zur Erbringung seiner Arbeitsleistung in Anspruch nehmen k&ouml;nne.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Auf der Grundlage der vorgenannten Gesellschafterbeschl&uuml;sse schloss die GmbH mit dem Kl&auml;ger im Juli 2007 die Wertguthabenvereinbarung ab. Der Kl&auml;ger verzichtete darin auf die Auszahlung laufender Bez&uuml;ge in H&ouml;he von monatlich 6.000&nbsp;EUR brutto zum Zwecke der Auszahlung in einer sp&auml;teren Freistellungsphase. Zur Finanzierung der Entgelte f&uuml;r die sp&auml;tere Freistellung schloss die GmbH als Versicherungsnehmerin eine R&uuml;ckdeckungsversicherung ab, in die sie erstmals im August 2007 die Entgelte einzahlte, auf deren Auszahlung der Kl&auml;ger mit der Wertguthabenvereinbarung zum Zwecke der Zahlung in der Freistellungsphase verzichtet hatte. Die Leistungspflicht der GmbH in der Freistellungsphase war zivilrechtlich auf die H&ouml;he der Versicherungsleistung beschr&auml;nkt. Die GmbH r&auml;umte dem Kl&auml;ger zum Zwecke der Insolvenzsicherung seiner Forderungen aus der Wertguthabenvereinbarung ein Pfandrecht an s&auml;mtlichen Rechten und Anspr&uuml;chen aus dem R&uuml;ckdeckungsversicherungsvertrag ein.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die GmbH unterwarf die Zuf&uuml;hrungen zu dem Wertguthaben des Kl&auml;gers nicht dem Lohnsteuerabzug.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Rahmen einer bei der GmbH durchgef&uuml;hrten Lohnsteuer-Au&szlig;enpr&uuml;fung vertrat der Pr&uuml;fer die Auffassung, Zeitwertkonten seien bei Gesch&auml;ftsf&uuml;hrern einer GmbH ab dem 1.&nbsp;Januar 2009 nicht mehr anzuerkennen. Die Wertgutschriften auf dem Zeitwertkonto f&uuml;hrten deshalb zum Zufluss von Arbeitslohn beim Kl&auml;ger.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Beklagte und Revisionskl&auml;ger (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) folgte der Auffassung des Pr&uuml;fers und erlie&szlig; gegen&uuml;ber dem Kl&auml;ger f&uuml;r das Streitjahr (2010) einen entsprechenden Bescheid &uuml;ber die Festsetzung von nachzufordernder Lohnsteuer. Der Kl&auml;ger legte gegen diesen Bescheid Einspruch ein. Nach einem Verb&ouml;serungshinweis erh&ouml;hte das FA mit der Einspruchsentscheidung die nachgeforderte Lohnsteuer.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>W&auml;hrend des anschlie&szlig;enden Klageverfahrens erlie&szlig; das FA einen erstmaligen Einkommensteuerbescheid f&uuml;r das Streitjahr, mit dem es die Einkommensteuer wegen hoher negativer gewerblicher Eink&uuml;nfte des Kl&auml;gers auf 0&nbsp;EUR festsetzte. Die Eink&uuml;nfte des Kl&auml;gers aus nichtselbst&auml;ndiger Arbeit ber&uuml;cksichtigte das FA erkl&auml;rungsgem&auml;&szlig;. Der Bescheid erging unter dem Vorbehalt der Nachpr&uuml;fung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;164 Abs.&nbsp;1 der Abgabenordnung (AO). Mit einem nach &sect;&nbsp;164 Abs.&nbsp;2 AO ge&auml;nderten Einkommensteuerbescheid erh&ouml;hte das FA die Eink&uuml;nfte des Kl&auml;gers aus nichtselbst&auml;ndiger Arbeit im Hinblick auf die zuvor nicht ber&uuml;cksichtigten Zuf&uuml;hrungen zu dem Wertguthaben um 85.000&nbsp;EUR. Die festgesetzte Einkommensteuer betrug weiterhin 0&nbsp;EUR.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Finanzgericht (FG) gab der Klage mit den in Entscheidungen der Finanzgerichte (EFG) 2016, 1238 ver&ouml;ffentlichten Gr&uuml;nden statt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit der Revision r&uuml;gt das FA die Verletzung materiellen Rechts.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA hat w&auml;hrend des Revisionsverfahrens aus hier nicht im Streit stehenden Gr&uuml;nden erneut einen gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;164 Abs.&nbsp;2 AO ge&auml;nderten Einkommensteuerbescheid erlassen, mit dem es die Steuer wiederum auf 0&nbsp;EUR festgesetzt hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt,<br \/>das Urteil des FG vom 26.&nbsp;April 2016&nbsp;&nbsp;1&nbsp;K&nbsp;1191\/12 aufzuheben und die Klage abzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger beantragt,<br \/>das Urteil des FG vom 26.&nbsp;April 2016&nbsp;&nbsp;1&nbsp;K&nbsp;1191\/12 aufzuheben und den Einkommensteuerbescheid vom 9.&nbsp;M&auml;rz 2017 dahin zu &auml;ndern, dass die Eink&uuml;nfte aus nichtselbst&auml;ndiger Arbeit um 85.000&nbsp;EUR herabgesetzt werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">II. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Die Revision des FA ist zul&auml;ssig. Revisionskl&auml;ger ist nicht das in der Revisionsschrift als Revisionskl&auml;ger bezeichnete Land Nordrhein-Westfalen, sondern das FA selbst.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;122 Abs.&nbsp;1 der Finanzgerichtsordnung (FGO) ist &#8211;abgesehen von den hier nicht vorliegenden F&auml;llen eines gesetzlichen Beteiligtenwechsels&#8211; Beteiligter am Revisionsverfahren, wer am Verfahren &uuml;ber die Klage beteiligt war (&sect;&nbsp;57 FGO). Zur Einlegung einer Revision sind folglich nur die in der Vorinstanz Beteiligten berechtigt (Beschluss des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 20.&nbsp;Dezember 2012 IV&nbsp;B&nbsp;141\/11, BFH\/NV 2013, 574). Wer Beteiligter am Verfahren ist, ergibt sich grunds&auml;tzlich aus dem Rubrum des angefochtenen Urteils (BFH-Beschluss vom 20.&nbsp;November 2003 VII&nbsp;B&nbsp;124\/03, BFH\/NV 2004, 362). Hiernach war das FA an dem erstinstanzlichen Klageverfahren als beklagte Beh&ouml;rde (&sect;&nbsp;63 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 FGO) beteiligt. Nur das FA, nicht aber das Land Nordrhein-Westfalen, war daher zur Einlegung der Revision befugt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Revisionsschrift kann indessen dahin ausgelegt werden, dass Revisionskl&auml;ger nicht das Land Nordrhein-Westfalen, sondern das FA ist. Die Bezeichnung des Beteiligten in der Revisionsschrift muss f&uuml;r die Beteiligtenstellung nicht in jedem Fall ausschlaggebend sein. Ma&szlig;geblich ist, welcher Sinn der in der Revisionsschrift gew&auml;hlten Beteiligtenbezeichnung bei objektiver W&uuml;rdigung des Erkl&auml;rungsinhalts beizulegen ist (s. BFH-Urteil vom 14.&nbsp;November 1986 III&nbsp;R&nbsp;12\/81, BFHE 148, 212, BStBl II 1987, 178). Auch bei scheinbar eindeutiger Bezeichnung h&auml;ngt die Auslegung der Beteiligtenbestimmung von allen den Empf&auml;ngern der Revisionsschrift bekannten oder vern&uuml;nftigerweise erkennbaren Umst&auml;nden tats&auml;chlicher und rechtlicher Art ab (BFH-Beschluss vom 22.&nbsp;Mai 1995 VIII&nbsp;B&nbsp;146\/94, BFH\/NV 1995, 1077, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Diese Umst&auml;nde lassen im vorliegenden Fall nur den Schluss zu, dass sich das FA als beklagte Beh&ouml;rde des finanzgerichtlichen Verfahrens auch an dem Revisionsverfahren als Revisionskl&auml;ger beteiligen wollte. Es ist im Sinne einer rechtsschutzgew&auml;hrenden Auslegung der Revisionsschrift nicht anzunehmen, dass das FA f&uuml;r das Land Nordrhein-Westfalen eine unzul&auml;ssige Revision einlegen wollte. Bei unrichtiger &auml;u&szlig;erer Bezeichnung ist jedoch grunds&auml;tzlich derjenige als Beteiligter anzusprechen, der erkennbar durch die Beteiligtenbezeichnung betroffen werden soll. Dies ist im Streitfall das FA.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Das angefochtene Urteil ist aus verfahrensrechtlichen Gr&uuml;nden aufzuheben, da sich w&auml;hrend des Revisionsverfahrens der Verfahrensgegenstand, &uuml;ber dessen Rechtm&auml;&szlig;igkeit das FG zu entscheiden hatte, ge&auml;ndert hat (&sect;&nbsp;127 FGO). Das FG hat &uuml;ber den Einkommensteuerbescheid f&uuml;r 2010 vom 26.&nbsp;April 2016 entschieden. An dessen Stelle ist w&auml;hrend des Revisionsverfahrens der &Auml;nderungsbescheid vom 9.&nbsp;M&auml;rz 2017 getreten, der nach &sect;&nbsp;121 Satz&nbsp;1 i.V.m. &sect;&nbsp;68 Satz&nbsp;1 FGO Gegenstand des Verfahrens geworden ist. Damit liegt dem FG-Urteil ein nicht mehr existierender Bescheid zugrunde. Das angefochtene Urteil ist daher gegenstandslos geworden und aufzuheben (s. BFH-Urteile vom 28.&nbsp;Mai 2015 IV&nbsp;R&nbsp;27\/12, BFHE 249, 544, BStBl II 2015, 837, und vom 15.&nbsp;M&auml;rz 2017 II&nbsp;R&nbsp;10\/15, BFH\/NV 2017, 1153). Da sich durch die Bescheid&auml;nderung hinsichtlich des streitigen Punkts keine &Auml;nderungen ergeben und der Kl&auml;ger auch keinen weiter gehenden Antrag gestellt hat, bedarf es allein insoweit keiner Zur&uuml;ckverweisung der Sache an das FG gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;127 FGO. Das finanzgerichtliche Verfahren leidet nicht an einem Verfahrensmangel, so dass die vom FG getroffenen tats&auml;chlichen Feststellungen durch die Aufhebung des Urteils nicht weggefallen sind; sie bilden nach wie vor die Grundlage f&uuml;r die Entscheidung des Senats in der Sache (s. Senatsurteil vom 15.&nbsp;M&auml;rz 2007 VI&nbsp;R&nbsp;29\/05, BFH\/NV 2007, 1076).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Der Senat kann auf der Grundlage der tats&auml;chlichen Feststellungen des FG in der Sache selbst entscheiden. Die Klage gegen den Einkommensteuerbescheid vom 9.&nbsp;M&auml;rz 2017 ist zul&auml;ssig und begr&uuml;ndet. Der Bescheid ist rechtswidrig und verletzt den Kl&auml;ger in seinen Rechten (&sect;&sect;&nbsp;100 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1, 121 FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Die Klage ist zul&auml;ssig. Insbesondere ist der Kl&auml;ger trotz der Festsetzung der Einkommensteuer auf 0&nbsp;EUR klagebefugt (&sect;&nbsp;40 Abs.&nbsp;2 FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;10d Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;4 des Einkommensteuergesetzes (EStG) sind bei der Feststellung des verbleibenden Verlustvortrags die Besteuerungsgrundlagen so zu ber&uuml;cksichtigen, wie sie den Steuerfestsetzungen des Veranlagungszeitraums, auf dessen Schluss der verbleibende Verlustvortrag festgestellt wird, und des Veranlagungszeitraums, in dem ein Verlustr&uuml;cktrag vorgenommen werden kann, zu Grunde gelegt worden sind; &sect;&nbsp;171 Abs.&nbsp;10, &sect;&nbsp;175 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 und &sect;&nbsp;351 Abs.&nbsp;2 AO sowie &sect;&nbsp;42 FGO gelten entsprechend. Die Besteuerungsgrundlagen d&uuml;rfen bei der Feststellung des gesonderten Verlustvortrags nur insoweit abweichend von der Einkommensteuerfestsetzung ber&uuml;cksichtigt werden, als die Aufhebung, &Auml;nderung oder Berichtigung der Steuerbescheide ausschlie&szlig;lich mangels Auswirkung auf die H&ouml;he der festzusetzenden Steuer unterbleibt (&sect;&nbsp;10d Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;5 EStG).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>F&uuml;r die der tariflichen Einkommensteuer unterliegenden Eink&uuml;nfte wird mit der Regelung des &sect;&nbsp;10d Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;4 EStG eine inhaltliche Bindung des Verlustfeststellungsbescheids an den Einkommensteuerbescheid erreicht, obwohl der Einkommensteuerbescheid kein Grundlagenbescheid ist (BFH-Urteile vom 13.&nbsp;Januar 2015 IX&nbsp;R&nbsp;22\/14, BFHE 248, 530, BStBl II 2015, 829; vom 12.&nbsp;Juli 2016 IX&nbsp;R&nbsp;31\/15, BFHE 255, 1, und vom 7.&nbsp;Dezember 2016 I&nbsp;R&nbsp;76\/14, BFHE 256, 314, BStBl II 2017, 704, zum K&ouml;rperschaftsteuerbescheid). Daraus folgt, dass im Feststellungsverfahren des verbleibenden Verlustvortrags die Eink&uuml;nfte nicht eigenst&auml;ndig zu ermitteln bzw. zu &uuml;berpr&uuml;fen sind (BFH-Urteile in BFHE 248, 530, BStBl II 2015, 829; in BFHE 255, 1, und vom 9.&nbsp;Mai 2017 VIII&nbsp;R&nbsp;40\/15, BFHE 258, 335, BStBl II 2017, 1049). Die aus &sect;&nbsp;10d Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;4 EStG folgende Bindungswirkung setzt allerdings voraus, dass eine Einkommensteuerveranlagung (ggf. mit einer festzusetzenden Steuer von 0&nbsp;EUR) durchgef&uuml;hrt worden ist (BFH-Urteile in BFHE 248, 530, BStBl II 2015, 829, und in BFHE 255, 1).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dementsprechend muss der Steuerpflichtige seine Einwendungen gegen aus seiner Sicht unzutreffende Besteuerungsgrundlagen im Rahmen eines Einspruchs bzw. eines anschlie&szlig;enden Klage- und Revisionsverfahrens gegen den Einkommensteuerbescheid geltend machen. Wegen der inhaltlichen Bindungswirkung in Bezug auf die Verlustfeststellung ist er durch einen entsprechenden Einkommensteuerbescheid auch dann beschwert, wenn es sich um einen sog. Nullbescheid handelt (BFH-Urteil in BFHE 258, 335, BStBl II 2017, 1049).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Nach diesen Ma&szlig;st&auml;ben ist der Kl&auml;ger durch den angefochtenen Einkommensteuerbescheid beschwert. Denn er macht geltend, dass die Besteuerungsgrundlagen in diesem Bescheid zu seinem Nachteil unzutreffend angesetzt worden seien. Er begehrt mit seiner Klage die Ber&uuml;cksichtigung geringerer Eink&uuml;nfte aus nichtselbst&auml;ndiger Arbeit. Hierdurch ergibt sich &#8211;bei Erfolg der Klage&#8211; im Streitjahr ein Verlust, der im Rahmen der Verlustfeststellung bzw. des Verlustr&uuml;cktrags zu ber&uuml;cksichtigen w&auml;re.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Die Klage ist auch begr&uuml;ndet. Die Zuf&uuml;hrungen zu dem Zeitwertkonto nach der Wertguthabenvereinbarung stellen keinen gegenw&auml;rtig zuflie&szlig;enden Arbeitslohn des Kl&auml;gers dar.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Hinsichtlich des Zeitpunkts der Vereinnahmung von Einnahmen aus nichtselbst&auml;ndiger Arbeit gelten gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;11 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;4 EStG die Vorschriften des &sect;&nbsp;38a Abs.&nbsp;1 S&auml;tze&nbsp;2 und 3 EStG. Laufender Arbeitslohn gilt hiernach in dem Kalenderjahr als bezogen, in dem der Lohnzahlungszeitraum endet. Arbeitslohn, der nicht als laufender Arbeitslohn gezahlt wird (sonstige Bez&uuml;ge), wird in dem Kalenderjahr bezogen, in dem er dem Arbeitnehmer zuflie&szlig;t.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Auch &sect;&nbsp;38a Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 EStG setzt den tats&auml;chlichen Zufluss i.S. von &sect;&nbsp;11 Abs.&nbsp;1 EStG voraus (Senatsurteil vom 29.&nbsp;Mai 2008 VI&nbsp;R&nbsp;57\/05, BFHE 221, 177, BStBl II 2009, 147; Schmidt\/ Kr&uuml;ger, EStG, 36.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;38a Rz&nbsp;2; Tillmann in Herrmann\/ Heuer\/Raupach &#8211;HHR&#8211;, EStG, &sect;&nbsp;38a Rz&nbsp;16). Nur zugeflossener Arbeitslohn unterliegt der Einkommensteuer und dem Lohnsteuerabzug. &sect;&nbsp;38a Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 EStG macht davon keine Ausnahme. Er dient nur der Vereinfachung des Lohnsteuerabzugsverfahrens, indem laufender Arbeitslohn zeitlich zugeordnet wird (Senatsurteil in BFHE 221, 177, BStBl II 2009, 147).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Arbeitslohn ist mit der Erlangung der wirtschaftlichen Verf&uuml;gungsmacht zugeflossen (Senatsurteil vom 23.&nbsp;August 2017 VI&nbsp;R&nbsp;4\/16, BFHE 259, 304, BStBl II 2018, 208). Zuflusszeitpunkt ist der Tag der Erf&uuml;llung des Anspruchs des Arbeitnehmers (st&auml;ndige Rechtsprechung, z.B. Senatsurteile vom 20.&nbsp;November 2008 VI&nbsp;R&nbsp;25\/05, BFHE 223, 419, BStBl II 2009, 382, und in BFHE 259, 304, BStBl II 2018, 208; Senatsbeschluss vom 23.&nbsp;Juli 1999 VI&nbsp;B&nbsp;116\/99, BFHE 189, 403, BStBl II 1999, 684), also der Zeitpunkt, in dem der Arbeitgeber die geschuldete Leistung tats&auml;chlich erbringt (Senatsurteil vom 25.&nbsp;November 1993 VI&nbsp;R&nbsp;45\/93, BFHE 173, 65, BStBl II 1994, 254).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(1) Geldbetr&auml;ge flie&szlig;en dem Steuerpflichtigen in der Regel dadurch zu, dass sie bar ausgezahlt oder einem Konto des Empf&auml;ngers bei einem Kreditinstitut gutgeschrieben werden (BFH-Urteil vom 27.&nbsp;September 2016 VIII&nbsp;R&nbsp;66\/13, BFHE 256, 214, BStBl II 2017, 626).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(2) Demgegen&uuml;ber f&uuml;hrt nach st&auml;ndiger Rechtsprechung das Innehaben von Anspr&uuml;chen oder Rechten den Zufluss von Einnahmen regelm&auml;&szlig;ig noch nicht herbei und begr&uuml;ndet damit auch noch keinen gegenw&auml;rtigen Zufluss von Arbeitslohn (z.B. Senatsurteile vom 27.&nbsp;Mai 1993 VI&nbsp;R&nbsp;19\/92, BFHE 172, 46, BStBl II 1994, 246, und vom 18.&nbsp;August 2016 VI&nbsp;R&nbsp;18\/13, BFHE 255, 58, BStBl II 2017, 730). Folglich flie&szlig;t mit der Zusage des Arbeitgebers, dem Arbeitnehmer k&uuml;nftig Leistungen zu erbringen, Arbeitslohn erst in dem Zeitpunkt zu, in dem der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer das wirtschaftliche Eigentum verschafft (Senatsurteile vom 3.&nbsp;Juli 1964 VI&nbsp;262\/63&nbsp;U, BFHE 81, 225, BStBl III 1965, 83; vom 26.&nbsp;Juli 1985 VI&nbsp;R&nbsp;200\/81, BFH\/NV 1986, 306; vom 10.&nbsp;November 1989 VI&nbsp;R&nbsp;155\/85, BFH\/NV 1990, 290, und in BFHE 255, 58, BStBl II 2017, 730).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(3) Allerdings kann auch eine Gutschrift in den B&uuml;chern des Verpflichteten den Zufluss bewirken, wenn in der Gutschrift nicht nur das buchm&auml;&szlig;ige Festhalten einer Schuldverpflichtung zu sehen ist, sondern dar&uuml;ber hinaus zum Ausdruck gebracht wird, dass der Betrag dem Berechtigten von nun an zur Verwendung zur Verf&uuml;gung steht (st&auml;ndige Rechtsprechung seit BFH-Urteil vom 9.&nbsp;April 1968 IV&nbsp;267\/64, BFHE 92, 221, BStBl II 1968, 525). Der Gl&auml;ubiger muss allerdings in der Lage sein, den Leistungserfolg ohne weiteres Zutun des im &Uuml;brigen leistungsbereiten und leistungsf&auml;higen Schuldners herbeizuf&uuml;hren (z.B. BFH-Urteile vom 14.&nbsp;Februar 1984 VIII&nbsp;R&nbsp;221\/80, BFHE 140, 542, BStBl II 1984, 480; vom 22.&nbsp;Juli 1997 VIII&nbsp;R&nbsp;57\/95, BFHE 184, 21, BStBl II 1997, 755, und in BFHE 256, 214, BStBl II 2017, 626). Danach kann ein Zufluss durch Gutschrift in den B&uuml;chern des Verpflichteten grunds&auml;tzlich nur in Betracht kommen, wenn und soweit eine Zahlungsverpflichtung besteht (s. BFH-Urteile in BFHE 140, 542, BStBl II 1984, 480, und vom 30.&nbsp;November 2010 VIII&nbsp;R&nbsp;40\/08, BFH\/NV 2011, 592).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(4) Der Zufluss kann ferner durch eine gesonderte Vereinbarung zwischen Schuldner und Gl&auml;ubiger, nach der der Betrag fortan aus einem anderen Rechtsgrund geschuldet sein soll, bewirkt werden. In einer solchen Schuldumwandlung (Novation) kann eine Verf&uuml;gung des Gl&auml;ubigers &uuml;ber seine bisherige Forderung liegen, die einkommensteuerrechtlich so zu werten ist, als ob der Schuldner die Altschuld durch Zahlung beglichen und der Gl&auml;ubiger den vereinnahmten Betrag in Erf&uuml;llung des neu geschaffenen Verpflichtungsgrunds dem Schuldner sofort wieder zur Verf&uuml;gung gestellt h&auml;tte. Die Novation stellt sich dann als eine blo&szlig;e Verk&uuml;rzung des Leistungswegs dar (BFH-Urteile vom 28.&nbsp;Oktober 2008 VIII&nbsp;R&nbsp;36\/04, BFHE 223, 166, BStBl II 2009, 190, und in BFH\/NV 2011, 592) und setzt mithin eine Zahlungspflicht des Schuldners voraus. Fehlt eine solche Zahlungspflicht, ist die Annahme einer Schuldumschaffung nicht veranlasst (BFH-Urteile in BFH\/NV 2011, 592, und in BFHE 256, 214, BStBl II 2017, 626). Die Novation muss sich zudem als Folge der Aus&uuml;bung der wirtschaftlichen Verf&uuml;gungsmacht des Gl&auml;ubigers &uuml;ber den Gegenstand der Altforderung darstellen, also auf seinem freien Entschluss beruhen (BFH-Urteile vom 17.&nbsp;Juli 1984 VIII&nbsp;R&nbsp;69\/84, BFHE 142, 215, BStBl II 1986, 48, und in BFHE 184, 21, BStBl II 1997, 755). Ein nicht geltend gemachter (bestehender) Anspruch kann deshalb mangels Aus&uuml;bung f&uuml;r sich genommen noch nicht zu einem Zufluss f&uuml;hren (BFH-Urteil vom 20.&nbsp;Oktober 2015 VIII&nbsp;R&nbsp;40\/13, BFHE 252, 260, BStBl II 2016, 342).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Eine zum Zufluss f&uuml;hrende Leistung kann insbesondere auch dann vorliegen, wenn der geschuldete Barlohn nicht an den Arbeitnehmer ausbezahlt, sondern auf seine Weisung anderweitig verwendet wird. Eine solche Lohnverwendung erweist sich nur als Abk&uuml;rzung des Zahlungswegs, die den Charakter als Barlohn unber&uuml;hrt l&auml;sst. Dies gilt gleicherma&szlig;en f&uuml;r die F&auml;lle, in denen sich Arbeitnehmer ihre Verbindlichkeiten gegen&uuml;ber Dritten etwa aus Kauf, Miete oder Darlehen erf&uuml;llen lassen, wie auch f&uuml;r die F&auml;lle, in denen Arbeitgeber und Arbeitnehmer Rechtsgesch&auml;fte wie zwischen fremden Dritten abschlie&szlig;en und die Arbeitnehmer zu deren Erf&uuml;llung Barlohn verwenden (Senatsurteil vom 6.&nbsp;M&auml;rz 2008 VI&nbsp;R&nbsp;6\/05, BFHE 220, 478, BStBl II 2008, 530). Eine entsprechende Vereinbarung wirkt als Vorausverf&uuml;gung auf die Zeitpunkte der sp&auml;teren Lohnverwendung fort (s. BFH-Urteile in BFHE 92, 221, BStBl II 1968, 525; vom 24.&nbsp;M&auml;rz 1993 X&nbsp;R&nbsp;55\/91, BFHE 171, 191, BStBl II 1993, 499, und in BFH\/NV 2011, 592). Eine Vorausverf&uuml;gung &uuml;ber (zuk&uuml;nftige) Eink&uuml;nfte stellt lediglich eine &#8211;an der Zurechnung der Eink&uuml;nfte nichts &auml;ndernde&#8211; Einkunftsverwendung dar (BFH-Urteil vom 15.&nbsp;Oktober 1981 IV&nbsp;R&nbsp;77\/76, BFHE 135, 175, BStBl II 1982, 340).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(5) Der Zufluss von Arbeitslohn ist ferner zu bejahen, wenn der Arbeitgeber mit seinen Leistungen dem Arbeitnehmer einen unmittelbaren und unentziehbaren Rechtsanspruch gegen einen Dritten verschafft (Senatsurteil vom 16.&nbsp;April 1999 VI&nbsp;R&nbsp;66\/97, BFHE 188, 338, BStBl II 2000, 408). Auch in diesem Fall wird der Zufluss aber nicht durch das Versprechen des Arbeitgebers, z.B. Versicherungsschutz zu gew&auml;hren, herbeigef&uuml;hrt, sondern erst durch die Erf&uuml;llung dieses Versprechens, insbesondere durch die Leistung der Versicherungsbeitr&auml;ge in der Weise, dass ein eigener unentziehbarer Anspruch des Arbeitnehmers auf die Versicherungsleistung entsteht (Senatsurteil in BFHE 255, 58, BStBl II 2017, 730).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Nach diesen Ma&szlig;st&auml;ben handelte es sich bei den Zuf&uuml;hrungen der GmbH zu dem Wertguthabenkonto nicht um gegenw&auml;rtig zuflie&szlig;enden Arbeitslohn des Kl&auml;gers.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger hat von der GmbH in H&ouml;he der Gutschriften auf dem Wertguthabenkonto keine Auszahlungen erhalten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Zuf&uuml;hrungen zu dem Wertguthabenkonto sind dem Kl&auml;ger auch nicht durch eine Gutschrift in den B&uuml;chern der GmbH zugeflossen. Denn der Kl&auml;ger konnte nach der mit der GmbH abgeschlossenen Wertguthabenvereinbarung &uuml;ber die Gutschriften im Streitjahr nicht verf&uuml;gen. Nach Ziff.&nbsp;6 der Wertguthabenvereinbarung dienten die Wertguthaben ausschlie&szlig;lich der Freistellung unmittelbar vor dem Besch&auml;ftigungsende oder im Rahmen einer Altersteilzeitregelung, wobei der Kl&auml;ger nach dem Gesellschafterbeschluss seine Pflichten als Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer niedergelegt haben und sein Ausscheiden als Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer auch im Handelsregister eingetragen sein musste, bevor er gem&auml;&szlig; der Wertguthabenvereinbarung eine bezahlte Freistellung von der Verpflichtung zur Erbringung seiner Arbeitsleistung in Anspruch nehmen konnte. Ein Zufluss durch Gutschrift in den B&uuml;chern &quot;des Verpflichteten&quot; kommt &#8211;wie oben bereits dargelegt&#8211; aber grunds&auml;tzlich nur in Betracht, wenn und soweit eine Zahlungsverpflichtung besteht. Eine solche Zahlungsverpflichtung der GmbH bestand gegen&uuml;ber dem Kl&auml;ger im Streitjahr hinsichtlich der Zuf&uuml;hrungen zu dem Zeitwertkonto jedoch nicht. Der Kl&auml;ger hatte im Streitjahr weder ein Recht, eine Auszahlung der Gutschriften auf dem Wertguthabenkonto zu verlangen, noch konnte er &uuml;ber die Gutschriften in anderer Weise verf&uuml;gen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>37<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Zuf&uuml;hrungen zu dem Wertguthaben sind dem Kl&auml;ger auch nicht durch Novation im Zeitpunkt der Gutschriften zugeflossen. Zwar wurde die nach dem Arbeitsvertrag bestehende Verpflichtung der GmbH zur Lohnzahlung an den Kl&auml;ger mit der Wertguthabenvereinbarung (teilweise) durch eine andere, neue Verpflichtung ersetzt. Die GmbH war im Zeitpunkt der Gutschriften auf dem Zeitwertkonto indessen zu keinen Zahlungen an den Kl&auml;ger aus dem Wertguthaben verpflichtet, weshalb auch ein Zufluss durch Schuldumschaffung ausgeschlossen war.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>38<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Eine zum Lohnzufluss f&uuml;hrende Lohnverwendungsabrede ist im Streitfall ebenfalls nicht gegeben. Die GmbH erf&uuml;llte mit der Wertguthabenvereinbarung weder Verbindlichkeiten des Kl&auml;gers gegen&uuml;ber Dritten noch handelte es sich bei der Wertguthabenvereinbarung um ein Rechtsgesch&auml;ft, bei dem sich die GmbH als Arbeitgeberin und der Kl&auml;ger als Arbeitnehmer wie fremde Dritten gegen&uuml;berstanden und zu dessen Erf&uuml;llung der Kl&auml;ger seinen Barlohn verwendete.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>39<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Wertguthabenvereinbarung stellte auch keine Vorausverf&uuml;gung des Kl&auml;gers &uuml;ber seinen Arbeitslohn dar, die den Zufluss im Zeitpunkt der Gutschriften bewirkt h&auml;tte. Vielmehr verzichtete der Kl&auml;ger mit der Wertguthabenvereinbarung lediglich auf die Auszahlung eines Teils seines Barlohns zugunsten einer Zahlung in der Freistellungsphase. Mit der Wertguthabenvereinbarung hat der Kl&auml;ger folglich nicht &uuml;ber seinen Arbeitslohnanspruch im Sinne einer Einkommensverwendung im Voraus verf&uuml;gt. Dies entspricht auch dem Wortlaut der Wertguthabenvereinbarung und der Interessenlage der Vertragsparteien. Diese sahen den Arbeitslohnanspruch des Kl&auml;gers durch die Zuf&uuml;hrungen zu dem Wertguthaben n&auml;mlich ausdr&uuml;cklich nicht als erf&uuml;llt an. Der Kl&auml;ger verzichtete nach der Wertguthabenvereinbarung vielmehr auf die Auszahlung eines Teils seines Barlohns &quot;zum Zwecke der Auszahlung in einer sp&auml;teren Freistellungsphase&quot;. Es sollte somit nur die F&auml;lligkeit des (fortbestehenden) Arbeitslohnanspruchs herausgeschoben werden. Gleiches ergibt sich aus der Verpf&auml;ndungsvereinbarung. Dort gingen die GmbH und der Kl&auml;ger &uuml;bereinstimmend davon aus, dass der Kl&auml;ger durch die Erbringung seiner (vollen) Arbeitsleistung bei Auszahlung des verringerten Arbeitslohns &quot;in erheblichem Umfang vorleistet&quot; bzw. insoweit &quot;Vorleistungen [zu] erbringen&quot; hat. Die Annahme einer Vorausverf&uuml;gung des Kl&auml;gers, bei der dessen Arbeitslohnanspruch durch die Zuf&uuml;hrungen zu dem Wertguthabenkonto bereits als erf&uuml;llt anzusehen w&auml;re, ist damit unvereinbar.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>40<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Durch die Zuf&uuml;hrungen zu dem Wertguthaben hat die GmbH dem Kl&auml;ger auch keinen eigenen unentziehbaren Anspruch gegen einen Dritten verschafft. Dies gilt insbesondere in Bezug auf die R&uuml;ckdeckungsversicherung. Versicherungsnehmer war insoweit nicht der Kl&auml;ger, sondern die GmbH. Die Bestellung des Pfandrechts zugunsten des Kl&auml;gers an der R&uuml;ckdeckungsversicherung diente der Sicherung der Anspr&uuml;che des Kl&auml;gers gegen die GmbH im Insolvenzfall (&sect;&nbsp;7e Abs.&nbsp;1, Abs.&nbsp;2 des Vierten Buches Sozialgesetzbuch &#8211;SGB&nbsp;IV&#8211;). Der Kl&auml;ger durfte dieses Pfandrecht nach der Verpf&auml;ndungsvereinbarung mit Hilfe des Verwalters zudem nicht eher verwerten, als die GmbH zahlungsunf&auml;hig oder &uuml;ber ihr Verm&ouml;gen das Insolvenzverfahren er&ouml;ffnet wurde.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>41<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>dd) Die Rechtsauffassung des Senats, wonach Gutschriften auf einem Wertguthabenkonto noch keinen gegenw&auml;rtig zuflie&szlig;enden Arbeitslohn darstellen, entspricht auch der Rechtsprechung der FG (z.B. Hessisches FG, Urteil vom 19.&nbsp;Januar 2012&nbsp;&nbsp;1&nbsp;K&nbsp;250\/11, EFG 2012, 1243; Nieders&auml;chsisches FG, Urteil vom 16.&nbsp;Februar 2012&nbsp;&nbsp;14&nbsp;K&nbsp;202\/11, EFG 2012, 1397, aus anderen Gr&uuml;nden aufgehoben durch Senatsurteil vom 27.&nbsp;Februar 2014 VI&nbsp;R&nbsp;19\/12, BFH\/NV 2014, 1370; FG D&uuml;sseldorf, Urteil vom 21.&nbsp;M&auml;rz 2012&nbsp;&nbsp;4&nbsp;K&nbsp;2834\/11&nbsp;AO, EFG 2012, 1400, aus anderen Gr&uuml;nden aufgehoben durch Senatsurteil vom 27.&nbsp;Februar 2014 VI&nbsp;R&nbsp;26\/12, BFH\/NV 2014, 1372; FG M&uuml;nster, Urteil vom 13.&nbsp;M&auml;rz 2013&nbsp;&nbsp;12&nbsp;K&nbsp;3812\/10&nbsp;E, EFG 2013, 1026, aus anderen Gr&uuml;nden aufgehoben durch Senatsurteil vom 27.&nbsp;Februar 2014 VI&nbsp;R&nbsp;23\/13, BFHE 244, 572, BStBl II 2014, 894; FG Baden-W&uuml;rttemberg, Urteil vom 22.&nbsp;Juni 2017&nbsp;&nbsp;12&nbsp;K&nbsp;1044\/15, EFG 2017, 1585, Revision anh&auml;ngig unter Az.: VI&nbsp;R&nbsp;39\/17) und der herrschenden Meinung im Schrifttum (Schmidt\/Kr&uuml;ger, a.a.O., &sect;&nbsp;19 Rz&nbsp;100 &quot;Arbeitszeitkonten&quot;; Bl&uuml;mich\/Geserich, &sect;&nbsp;19 EStG Rz&nbsp;280 &quot;Zeitwertkonten&quot;; HHR\/Kister, &sect;&nbsp;11 EStG Rz&nbsp;100 &quot;Zeitwertkonten&quot;; Breinersdorfer, in: Kirchhof\/S&ouml;hn\/Mellinghoff, EStG, &sect;&nbsp;19 Rz&nbsp;B&nbsp;301; Pust in Littmann\/Bitz\/Pust, Das Einkommensteuerrecht, Kommentar, &sect;&nbsp;11 Anh&nbsp;1 &quot;Arbeitszeitkonto&quot;; Cla&szlig;en in Lademann, EStG, &sect;&nbsp;19 EStG Rz&nbsp;149\/37; Seiler in Kirchhof, EStG, 16.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;11 Rz&nbsp;47 &quot;Arbeitszeitkonten&quot;; Wellisch\/N&auml;th, Deutsches Steuerrecht &#8211;DStR&#8211; 2003, 309; Wellisch\/Quast, Der Betrieb &#8211;DB&#8211; 2006, 1024; Plenker, DB 2009, 1430; Portner, DStR 2009, 1838; Niermann, DB 2009, 138, 139; Sterzinger, Betriebs-Berater &#8211;BB&#8211; 2012, 2728; Harder-Buschner, Neue Wirtschaftsbriefe &#8211;NWB&#8211; 2009, 2132; Hilbert\/Paul, NWB 2012, 3391; Graefe, DStR 2017, 2199). Sie wird im Grundsatz auch von der Finanzverwaltung geteilt (Schreiben des Bundesministeriums der Finanzen &#8211;BMF&#8211; vom 17.&nbsp;Juni 2009, BStBl I 2009, 1286; Oberfinanzdirektion Frankfurt\/M., Rundverf&uuml;gung vom 9.&nbsp;M&auml;rz 2016, DStR 2016, 1869).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>42<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>ee) F&uuml;r Gutschriften auf dem Wertguthabenkonto eines Fremd-Gesch&auml;ftsf&uuml;hrers einer GmbH, &uuml;ber die im Streitfall zu entscheiden ist, gilt nichts anderes (im Ergebnis ebenso FG D&uuml;sseldorf in EFG 2012, 1400, aus anderen Gr&uuml;nden aufgehoben durch Senatsurteil in BFH\/NV 2014, 1372; FG Baden-W&uuml;rttemberg in EFG 2017, 1585; Schmidt\/Kr&uuml;ger, a.a.O., &sect;&nbsp;19 Rz&nbsp;100 &quot;Arbeitszeitkonten&quot;; Bl&uuml;mich\/Geserich, &sect;&nbsp;19 EStG Rz&nbsp;280 &quot;Zeitwertkonten&quot;; Breinersdorfer, in: Kirchhof\/S&ouml;hn\/Mellinghoff, EStG, &sect;&nbsp;19 Rz&nbsp;A&nbsp;194; Pust in Littmann\/Bitz\/Pust, a.a.O., &sect;&nbsp;11 Rz&nbsp;25; Graefe, DStR 2017, 2199; Wellisch\/Quiring, BB 2012, 2029; Hilbert\/Paul, NWB 2012, 3391; Portner, DStR 2009, 1838; Wellisch\/Quast, DB 2006, 1024; a.A. BMF-Schreiben in BStBl I 2009, 1286; Sterzinger, BB 2012, 2728; Harder-Buschner, NWB 2009, 2132). Denn die oben dargelegten Gr&uuml;nde, die gegen den Zufluss von Arbeitslohn durch eine Wertgutschrift auf einem Zeitwertkonto sprechen, gelten bei einem angestellten Fremd-Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer gleicherma&szlig;en. Die Organstellung als Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer ist f&uuml;r das Vorliegen der Voraussetzungen, unter denen Arbeitslohn zuflie&szlig;t, ohne Bedeutung. Es gibt keinen Anlass und insbesondere auch keine Rechtsgrundlage, f&uuml;r den Zufluss von Arbeitslohn bei einem angestellten Fremd-Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer andere Voraussetzungen zugrunde zu legen als bei sonstigen Arbeitnehmern.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>43<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Selbst wenn die Vereinbarung eines Wertguthabenkontos &#8211;wie die Finanzverwaltung meint&#8211; mit dem Aufgabenbild des Organs einer K&ouml;rperschaft nicht vereinbar sein sollte (&auml;hnlich Sterzinger, BB 2012, 2728; Bericht der Bundesregierung &uuml;ber die Auswirkungen des Gesetzes zur Verbesserung der Rahmenbedingungen f&uuml;r die Absicherung flexibler Arbeitszeitregelungen und zur &Auml;nderung anderer Gesetze, BTDrucks 17\/8991, S.&nbsp;23, 24; f&uuml;r den Gesellschafter-Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer ebenso BFH-Urteil vom 11.&nbsp;November 2015 I&nbsp;R&nbsp;26\/15, BFHE 252, 359, BStBl II 2016, 489; a.A. Graefe, DStR 2017, 2199), was der Senat im Streitfall nicht entscheiden muss, k&ouml;nnte dies den Zufluss der Wertgutschriften auf dem Zeitwertkonto als Arbeitslohn nicht herbeif&uuml;hren. Denn die Erlangung der wirtschaftlichen Verf&uuml;gungsmacht richtet sich nach den tats&auml;chlichen Verh&auml;ltnissen. Erlangt der Steuerpflichtige &#8211;wie der Kl&auml;ger im Streitfall&#8211; keine wirtschaftliche Verf&uuml;gungsmacht &uuml;ber einen Verm&ouml;gensvorteil, kann daher der Zufluss grunds&auml;tzlich auch nicht fingiert werden (Senatsurteil vom 15.&nbsp;Mai 2013 VI&nbsp;R&nbsp;24\/12, BFHE 241, 287, BStBl II 2014, 495, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>44<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Eine Ausnahme macht die Rechtsprechung hiervon lediglich bei beherrschenden Gesellschaftern einer Kapitalgesellschaft. Bei diesen wird angenommen, dass sie &uuml;ber eine von der Gesellschaft geschuldete Verg&uuml;tung bereits im Zeitpunkt der F&auml;lligkeit verf&uuml;gen k&ouml;nnen und ihnen damit entsprechende Einnahmen zugeflossen sind (z.B. BFH-Urteile in BFHE 140, 542, BStBl II 1984, 480, und vom 16.&nbsp;November 1993 VIII&nbsp;R&nbsp;33\/92, BFHE 174, 322, BStBl II 1994, 632). Im Streitfall war der Kl&auml;ger indessen schon kein beherrschender Gesellschafter-Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer der GmbH. Es kann daher auch dahinstehen, ob es sich bei den Zuf&uuml;hrungen zu dem Wertguthaben auf dem Zeitwertkonto &uuml;berhaupt um eine &quot;f&auml;llige&quot; Verg&uuml;tung handelte, was selbst bei einem beherrschenden Gesellschafter-Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer Voraussetzung f&uuml;r die Zuflussfiktion ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>45<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Eine (ungerechtfertigte) Privilegierung von (Fremd-)Gesch&auml;ftsf&uuml;hrern durch &quot;ein steuer- und ertragsoptimiertes Modell zur Anlage von bestimmten Verg&uuml;tungsbestandteilen&quot; ist durch die strikte Anwendung des Zuflussprinzips nicht zu besorgen (a.A. aber Harder-Buschner, NWB 2009, 2132). Vielmehr werden (Fremd-)Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer hinsichtlich des Zuflusses von Arbeitslohn ebenso behandelt wie alle anderen Arbeitnehmer auch. Hier wie dort entspricht es dem eindeutigen Wortlaut des Gesetzes und der st&auml;ndigen h&ouml;chstrichterlichen Rechtsprechung, dass nur zugeflossener Arbeitslohn der Besteuerung unterliegt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>46<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Die Kostenentscheidung beruht auf &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;1 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 22.2.2018, VI R 17\/16ECLI:DE:BFH:2018:U.220218.VIR17.16.0 Zufluss von Arbeitslohn bei Wertguthabenkonten &#8211; Bindung des Verlustfeststellungsbescheids an den Einkommensteuerbescheid Leits&auml;tze 1. Gutschriften auf einem Wertguthabenkonto zur Finanzierung eines vorzeitigen Ruhestands sind kein gegenw&auml;rtig zuflie&szlig;ender Arbeitslohn. 2. Dies gilt auch f&uuml;r Gutschriften auf dem Wertguthabenkonto eines Fremd-Gesch&auml;ftsf&uuml;hrers einer GmbH (entgegen BMF-Schreiben vom 17. 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