{"id":69520,"date":"2018-06-14T18:10:08","date_gmt":"2018-06-14T16:10:08","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=69520"},"modified":"2018-06-14T18:10:08","modified_gmt":"2018-06-14T16:10:08","slug":"xi-b-110-17-keine-beteiligung-des-insolvenzverwalters-am-finanzgerichtlichen-verfahren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/xi-b-110-17-keine-beteiligung-des-insolvenzverwalters-am-finanzgerichtlichen-verfahren\/","title":{"rendered":"XI&nbsp;B&nbsp;110\/17 &#8211; Keine Beteiligung des Insolvenzverwalters am finanzgerichtlichen Verfahren"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 20.2.2018, XI B 110\/17<br \/>ECLI:DE:BFH:2018:B.200218.XIB110.17.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Keine Beteiligung des Insolvenzverwalters am finanzgerichtlichen Verfahren<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>NV: Der Insolvenzverwalter ist im Fall eines Aktivprozesses nicht mehr am finanzgerichtlichen Verfahren beteiligt, wenn er die Aufnahme des Rechtsstreits gegen&uuml;ber dem Finanzgericht ablehnt.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Auf die Beschwerde des Kl&auml;gers wegen Nichtzulassung der Revision wird das Urteil des Nieders&auml;chsischen Finanzgerichts vom 25. Oktober 2017 10 K 301\/16 aufgehoben.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Sache wird an das Nieders&auml;chsische Finanzgericht zur&uuml;ckverwiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Diesem wird die Entscheidung &uuml;ber die Kosten des Beschwerdeverfahrens &uuml;bertragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">I.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger und Beschwerdef&uuml;hrer (Kl&auml;ger) ist der Insolvenzverwalter &uuml;ber das Verm&ouml;gen des R.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Beklagte und Beschwerdegegner (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) erlie&szlig; am 2.&nbsp;Juni 2015 gegen R einen Umsatzsteuerbescheid f&uuml;r 2013, mit dem die Umsatzsteuer im Wege der Sch&auml;tzung auf 92.808&nbsp;EUR festgesetzt wurde. Die Steuerschuld war im Wesentlichen entsprechend der Festsetzung gezahlt worden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nachdem gegen den Sch&auml;tzungsbescheid durch R Einspruch eingelegt worden war, reichte seine Steuerberaterin die Umsatzsteuererkl&auml;rung f&uuml;r 2013 beim FA ein. Danach ergab sich eine verbleibende Umsatzsteuer in H&ouml;he von 88.973&nbsp;EUR. Der Einspruch wurde jedoch mit Einspruchsentscheidung vom 2.&nbsp;November 2016 als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen. Dagegen erhob R am 2.&nbsp;Dezember 2016 Klage.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Insolvenzgericht bestellte mit Beschluss vom 3.&nbsp;Januar 2017 den Kl&auml;ger zum vorl&auml;ufigen Insolvenzverwalter &uuml;ber das Verm&ouml;gen des R (Az. &#8230;). Mit Beschluss vom 31.&nbsp;M&auml;rz 2017 wurde das Insolvenzverfahren &uuml;ber das Verm&ouml;gen des R er&ouml;ffnet. Das Insolvenzgericht bestellte den Kl&auml;ger gleichzeitig zum Insolvenzverwalter.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit Schreiben vom 8.&nbsp;Mai 2017 teilte der Kl&auml;ger mit, dass er den Rechtsstreit nicht weiter verfolge. Das FA nahm mit Schreiben vom 20.&nbsp;Juni 2017 den Rechtsstreit auf.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Finanzgericht (FG) wies mit Urteil vom 25.&nbsp;Oktober 2017 die Klage als unbegr&uuml;ndet ab. Es lie&szlig; die Revision gegen sein Urteil nicht zu. Im Rubrum des Urteils war der Kl&auml;ger als solcher mit dem Zusatz &quot;als Insolvenzverwalter &uuml;ber das Verm&ouml;gen des R&quot; aufgenommen worden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit Schreiben vom 28.&nbsp;November 2017 beantragte der Kl&auml;ger beim FG, das Rubrum dahingehend zu &auml;ndern, dass R anstelle des Kl&auml;gers aufgenommen werde. Mit Schreiben der Berichterstatterin vom 29.&nbsp;November 2017 lehnte dies das FG ab.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Hiergegen wendet sich der Kl&auml;ger mit seiner beim Bundesfinanzhof (BFH) am 1.&nbsp;Dezember 2017 eingegangenen Nichtzulassungsbeschwerde mit dem Vortrag, dass eine Rubrumsberichtigung zu erfolgen habe.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">II.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Beschwerde ist begr&uuml;ndet. Sie f&uuml;hrt zur Aufhebung des finanzgerichtlichen Urteils und zur Zur&uuml;ckverweisung der Sache zur erneuten Verhandlung und Entscheidung an das FG gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;6 der Finanzgerichtsordnung (FGO). Das FG hat einen Verfahrensfehler begangen. Das Rubrum des vorinstanzlichen Urteils ist fehlerhaft. Der Kl&auml;ger war nicht mehr am finanzgerichtlichen Verfahren beteiligt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Mit Beschluss &uuml;ber die Er&ouml;ffnung des Insolvenzverfahrens wird grunds&auml;tzlich gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;155 FGO i.V.m. &sect;&nbsp;240 der Zivilprozessordnung (ZPO) das finanzgerichtliche Verfahren unterbrochen (vgl. Gr&auml;ber\/Herbert, Finanzgerichtsordnung, 8.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;74 Rz&nbsp;36, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Aufnahme des Verfahrens richtet sich danach, ob es sich bei dem Verfahren um einen Aktiv- oder Passivprozess handelt. Dabei kommt es nicht auf die verfahrensrechtliche Stellung als Kl&auml;ger oder Beklagter an (BFH-Urteil vom 7.&nbsp;M&auml;rz 2006 VII&nbsp;R&nbsp;11\/05, BFHE 212, 11, BStBl II 2006, 573). Ein Aktivprozess ist dadurch gekennzeichnet, dass der Insolvenzschuldner eine Forderung geltend macht, die zur Insolvenzmasse geh&ouml;rt, und im Falle des Obsiegens die zur Verteilung stehende Masse vergr&ouml;&szlig;ern w&uuml;rde (vgl. BFH-Urteil in BFHE 212, 11, BStBl II 2006, 573; Loose, AO-Steuerberater 2007, 101, m.w.N.; Leipold, Deutsche Steuer-Zeitung &#8211;DStZ&#8211; 2012, 103, 109). Bei einer Klage gegen einen Steuerbescheid kommt es darauf an, ob der Insolvenzschuldner die Steuer bereits vor Er&ouml;ffnung des Insolvenzverfahrens gezahlt hat. Er verfolgt dann mit seiner Klage wirtschaftlich einen Erstattungsanspruch, so dass ein Aktivprozess vorliegt (vgl. Leipold, DStZ 2012, 103, 109&nbsp;f., m.w.N. in Fn.&nbsp;110).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nimmt der Insolvenzverwalter den Aktivprozess nach &sect;&nbsp;85 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 der Insolvenzordnung (InsO) nicht auf, k&ouml;nnen sowohl der Insolvenzschuldner als auch die beklagte Finanzbeh&ouml;rde den Rechtsstreit aufnehmen (&sect;&nbsp;85 Abs.&nbsp;2 InsO). Die Ablehnung durch den Insolvenzverwalter, die auch formlos gegen&uuml;ber dem FG erkl&auml;rt werden kann (ebenso Leipold, DStZ 2012, 103, 110), f&uuml;hrt dazu, dass der im Streit befindliche Massegegenstand freigegeben wird und die gesetzliche Prozessf&uuml;hrungsbefugnis und Beteiligtenstellung wieder auf den Schuldner &uuml;bergeht (Urteile des Bundesgerichtshofs vom 7.&nbsp;Dezember 2006 IX&nbsp;ZR&nbsp;161\/04, Wertpapier-Mitteilungen\/Zeitschrift f&uuml;r Wirtschafts- und Bankrecht &#8211;WM&#8211; 2007, 406, Rz&nbsp;18; vom 21.&nbsp;April 2005 IX&nbsp;ZR&nbsp;281\/03, WM 2005, 1084, Rz&nbsp;5&nbsp;f. und 10; ebenso HambKomInsR\/Kuleisa, 6.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;85 Rz&nbsp;23; M&uuml;nchKommInsO\/ Schumacher, 3.&nbsp;Aufl, &sect;&nbsp;85 Rz&nbsp;24; Leipold, DStZ 2012, 103, 110).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Bei Anwendung dieser Grunds&auml;tze ergibt sich, dass der Kl&auml;ger im Streitfall seit seinem Schreiben an das FG vom 8.&nbsp;Mai 2017 nicht mehr am finanzgerichtlichen Verfahren beteiligt war. Da R mit seiner Klage wirtschaftlich eine Erstattung zuviel gezahlter Umsatzsteuer geltend gemacht hat, handelt es sich &#8211;wie auch das FG ausgef&uuml;hrt hat&#8211; um einen Aktivprozess, dessen Aufnahme der Kl&auml;ger als Insolvenzverwalter ablehnen konnte. Die Beteiligtenstellung und die gesetzliche Prozessf&uuml;hrungsbefugnis stand mit dieser Erkl&auml;rung wieder dem R zu. Damit ist der Kl&auml;ger fehlerhaft im Rubrum des Urteils der Vorinstanz aufgenommen worden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Dieser Fehler kann auch als Verfahrensmangel i.S. des &sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;3 FGO mit der Nichtzulassungsbeschwerde geltend gemacht werden. Bei der vom FG zu beurteilenden gesetzlichen Prozessf&uuml;hrungsbefugnis (Beteiligtenstellung) handelt es sich um eine Sachurteilsvoraussetzung, deren fehlerhafte Beurteilung einen Verfahrensmangel darstellt (BFH-Beschl&uuml;sse vom 15.&nbsp;M&auml;rz 2002 VII&nbsp;B&nbsp;120\/01, BFH\/NV 2002, 943; vom 23.&nbsp;November 2010 V&nbsp;B&nbsp;133\/09, BFH\/NV 2011, 612, Rz&nbsp;5; jeweils m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Der Kl&auml;ger war auch berechtigt, gegen das Urteil der Vorinstanz die Nichtzulassungsbeschwerde einzulegen, obwohl w&auml;hrend des finanzgerichtlichen Verfahrens auf der Seite des Kl&auml;gers ein gewillk&uuml;rter Beteiligtenwechsel eingetreten ist. Zur Einlegung der Nichtzulassungsbeschwerde sind grunds&auml;tzlich alle Beteiligten des Verfahrens der Vorinstanz berechtigt (&sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;1 i.V.m. &sect;&nbsp;57 FGO). Ist das Urteil gegen den falschen Beteiligten ergangen, weil das FG &#8211;wie im Streitfall&#8211; einen nach Klageerhebung eingetretenen gewillk&uuml;rten Beteiligtenwechsel &uuml;bersehen hat, ist auch der irrt&uuml;mlich als Beteiligter Behandelte zur Einlegung der Nichtzulassungsbeschwerde befugt; denn er muss die M&ouml;glichkeit haben, das zu Unrecht gegen ihn ergangene Urteil zu beseitigen (vgl. BFH-Urteil vom 12.&nbsp;Januar 1995 IV&nbsp;R&nbsp;83\/92, BFHE 177, 4, BStBl II 1995, 488, unter I.1., Rz&nbsp;13 f&uuml;r den Fall der Revision).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>5. Wegen dieses Verfahrensfehlers, der zur Fehlerhaftigkeit des angefochtenen Urteils gef&uuml;hrt hat, ist die Vorentscheidung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;6 FGO aufzuheben und die Sache an das FG zur anderweitigen Verhandlung und Entscheidung zur&uuml;ckzuverweisen. Dies ist auch deshalb geboten, weil R als richtiger Beteiligter bisher am Verfahren seit der Insolvenzer&ouml;ffnung nicht beteiligt war.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>6. Der Senat sieht von einer weiteren Begr&uuml;ndung ab (&sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;2 FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 20.2.2018, XI B 110\/17ECLI:DE:BFH:2018:B.200218.XIB110.17.0 Keine Beteiligung des Insolvenzverwalters am finanzgerichtlichen Verfahren Leits&auml;tze NV: Der Insolvenzverwalter ist im Fall eines Aktivprozesses nicht mehr am finanzgerichtlichen Verfahren beteiligt, wenn er die Aufnahme des Rechtsstreits gegen&uuml;ber dem Finanzgericht ablehnt. Tenor Auf die Beschwerde des Kl&auml;gers wegen Nichtzulassung der Revision wird das Urteil des Nieders&auml;chsischen Finanzgerichts &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/xi-b-110-17-keine-beteiligung-des-insolvenzverwalters-am-finanzgerichtlichen-verfahren\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">XI&nbsp;B&nbsp;110\/17 &#8211; Keine Beteiligung des Insolvenzverwalters am finanzgerichtlichen Verfahren<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-69520","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/69520","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=69520"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/69520\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=69520"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=69520"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=69520"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}